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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt über Römer 15 spricht Christopher Kramp über die Bedeutung von Einheit und gegenseitiger Annahme in der Gemeinde, selbst wenn unterschiedliche Meinungen bestehen. Er beleuchtet die Rolle des Evangeliums für Juden und Heiden und betont die Notwendigkeit, das Evangelium auch in neue Gebiete zu tragen. Abschließend wird die Wichtigkeit des Dienstes und der Verkündigung des Evangeliums für alle Menschen hervorgehoben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Heute mit Seite 119. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken, dass du uns so unendlich lieb hast und dass du so gütig und gnädig zu uns bist und dass dein Wort uns immer wieder und immer wieder den Weg zeigt, den du für uns vorbereitet hast. Herr, wir möchten heute ganz bewusst die Waffen des Lichts anlegen. Wir möchten den guten Kampf des Glaubens kämpfen, weil wir glauben, dass Jesus bald wiederkommen wird. Und wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst, dass wir heute aus deinem Wort etwas lernen, was uns im Alltag hilft, uns daran zu erinnern, dass du bei uns bist, dass wir mit dir durch den Tag gehen. Herr, vergib uns, wo wir gefehlt haben und erfülle uns jetzt mit deinem Heiligen Geist und hab Dank, dass wir dein Wort verstehen dürfen. Im Namen Jesu. Amen.

[1:43] Wir beginnen heute mit Römer Kapitel 15. In Kapitel 14 hat Paulus beschrieben, wie in Fragen des Gewissens, Teilfragen des Glaubens, in denen verschiedene Gemeindeglieder verschiedene Meinungen haben und haben können, wie wir dort miteinander umgehen sollen, dass wir einander ertragen sollen in Liebe und nicht auf unser vielleicht sogar gut begründetes Recht pochen sollen und damit dann einen anderen einem anderen zum Anstoß werden. Und der zeigt ganz deutlich, dass es nicht unsere Aufgabe ist, den Glauben von anderen zu richten, sondern dass jeder von uns einen eigenen Glauben vor Gott hat und ihm, unserem Erlöser Jesus Christus, verantwortlich ist.

[2:30] Wir beginnen in Römer 15 und dort Vers 1: „Wir aber, die Starken, haben die Pflicht, die Gebrechen der Schwachen zu tragen und nicht Gefallen an uns selbst zu haben.“ Thematisch gehört das immer noch zu dem, was wir in Kapitel 14 gelesen haben. Jemand, der über eine sehr ausgewogene und ausgereifte und gestärkte geistliche Erkenntnis verfügt, soll sich nicht über die erheben, die vielleicht sich unnötig Gedanken machen um einige Dinge, die vielleicht noch schwach sind im Glauben, sondern er soll die Schwachen tragen. In der Gemeinde geht es nicht darum, dass wir uns besser fühlen als andere, sondern dass wir einander unter die Arme greifen, dass wir füreinander da sind. Denn jeder von uns soll seinem Nächsten gefallen zum Guten, zur Erbauung. Die Frage, die ich mir stellen muss: Gefalle ich meinem Nächsten? Hat mein Nächster durch meine Gegenwart etwas Gutes erlebt? Ist er erbaut worden? Oder haben meine Worte, meine Blicke, vielleicht sogar meine Taten etwas in seinem Leben eingerissen, was Gott eigentlich aufgebaut sehen möchte? Denn auch Christus hat nicht an sich selbst gefallen, sondern wie geschrieben steht: „Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.“

[3:39] Denn alles, was zuvor geschrieben worden ist, wurde zu unserer Belehrung zuvorgeschrieben, damit wir durch das Ausharren und den Trost der Schriften Hoffnung fassen. Paulus zeigt dir, dass wenn ihr immer wieder aus dem Alten Testament zitiert, um bestimmte Punkte zu belegen und zu illustrieren, dass obwohl diese Schriften des Alten Testamentes schon Jahrhunderte alt sind, sie auch in der damaligen Zeit von Paulus absolute Aktualität hatten. Und das dürfen wir mit Fug und Recht auch auf unsere Zeit übertragen. Das, was geschrieben ist in der Bibel, was aufbewahrt ist, das vom Heiligen Geist inspiriert und bewahrt worden ist, das steht dort, weil auch wir heute in der Zeit, in der wir leben, Ermutigung und Trost brauchen, dass auch wir ermahnt und belehrt werden. Viele Dinge, die passiert sind, sind nicht aufgeschrieben worden. Die Bibel ist kein vollständiges Geschichtsbuch aller Ereignisse, die man hätte aufzeichnen können. Aber die Dinge, die aufgeschrieben sind, die sind von einem praktischen Nutzen für unseren Glaubensalltag. Und deswegen lesen wir die Bibel, weil die Dinge, die dort stehen, explizit aufgeschrieben worden sind, damit wir etwas daraus lernen können in der Zeit, in der wir leben.

[4:58] „Der Gott des Ausharrens und des Trostes aber gebe euch untereinander eines Sinnes zu sein, Christus Jesus gemäß, damit ihr einmütig mit einem Mund den Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus lobt.“ Eines Sinnes zu sein ist das große Ziel. Und das bedeutet, dass selbst Menschen, die in den Fragen, die Paulus in Römer 14 angesprochen hat, vielleicht unterschiedliche Perspektiven haben, unterschiedlich Dinge bewerten und in Nuancen unterschiedlich Dinge akzentuieren, dass sie, weil sie sich einander unterordnen, weil sie sich darüber nicht zerstreiten, sondern weil sie alle auf Christus und das wahre Evangelium ausgerichtet sind, eine echte geistliche Einheit erleben, obwohl sie unterschiedliche Persönlichkeiten mit unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven sind. Auf diese Art und Weise konnten auch die Jünger, die sehr unterschiedlich waren in ihren Persönlichkeiten, ihren Sichtweisen, durch den Heiligen Geist, durch Jesu Wirken zu einer Einheit verschmolzen werden.

[5:57] „Darum nehmt einander an, gleich wie auch Christus uns angenommen hat zur Ehre Gottes.“ Es gibt Gott die Ehre, wenn wir einander annehmen, wenn wir einander behandeln, wie Jesus uns behandelt hat. Es heißt in der dreifachen Engelsbotschaft in Offenbarung 14, Vers 7: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen.“ Und die Ehre Gott zu geben, hier sehen wir, bedeutet auch, dass wir so wie Jesus mich angenommen hat, und Paulus schreibt das ja in Römer 1 bis 8 oder auch Römer 1 bis 11 ganz ausführlich, wie der Erlösungsplan für mich persönlich funktioniert, dass diese Liebe, die sich zeigt, diese Gnade und Güte, wir auch an andere weiterreichen, die wir selbst erlebt haben, und auch andere so annehmen.

[6:45] „Ich sage aber, dass Jesus Christus ein Diener der Beschneidung geworden ist, um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheißungen an den Vätern zu bestätigen, dass aber die Heiden Gott loben sollen um der Barmherzigkeit willen, wie geschrieben steht: ‚Darum will ich dich preisen unter den Heiden und deinem Namen lobsingen.‘“ Noch einmal greift Paulus dieses damals so virulente Thema, das überall in den Synagogen, in den christlichen Gemeinden diskutiert worden ist, wie das Verhältnis von Juden zu Heidenchristen aus Sicht des Evangeliums ist. Und er zeigt auch hier wieder, dass die Heidenchristen sich auf alttestamentliche Prophezeiungen berufen können, die schon angedeutet haben, ja, schon vorher gesagt haben, nicht nur angedeutet haben, vorher gesagt haben, dass auch die Heiden einmal Teil des Volkes Gottes sein würden. Und wiederum heißt es: „Freut euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!“ Und wiederum: „Lobt den Herrn, alle Heiden, und preist ihn, alle Völker!“

[7:46] Also Paulus zitiert eine ganze Reihe von Texten. Und wiederum spricht Jesaja es: „Es wird kommen die Wurzel Isais, und der, welcher aufsteht, um über die Heiden zu herrschen, und auf ihn werden die Heiden hoffen.“ Das aus Jesaja-Prophezeiung, die auf den Messias hinweisen, die Wurzel Isais, und die Heiden werden auf ihn hoffen. Jesus wird auch König über die Heiden sein.

[8:09] „Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und mit Frieden im Glauben, dass ihr überströmt in der Hoffnung durch die Kraft des Heiligen Geistes.“ Am Anfang des Römerbriefes hat Paulus gesagt, dass das Evangelium eine Kraft ist, se, die Kraft Gottes zur Errettung für jeden. Und hier zeigt er also, was es bedeutet, wenn wir mit dem Heiligen Geist erfüllen werden, was ja schon in Römer 8 deutlich gezeigt hat, wie wir dann Überwinder sein können und wie wir überströmen können im Glauben, in Frieden, mit Freude und mit Hoffnung. Die Welt braucht solche Christen. Bist du auch ein solcher Christ?

[8:48] Ich selbst habe aber, meine Brüder, die feste Überzeugung von euch, dass auch ihr selbst voll Gütigkeit seid, erfüllt mit aller Erkenntnis und fähig, einander zu ermahnen. Paulus kommt jetzt zum Ende. Hat am Anfang des Briefes die Gemeinden Rom persönlich angesprochen und jetzt spricht er sie wieder an und sagt: „Ich habe euch das alles geschrieben, aber ich habe auch, obwohl ich euch noch nicht persönlich getroffen habe, diese feste Zuversicht, dass ihr im Glauben fest steht.“ Das machte mir aber zum Teil umso mehr Mut, euch zu schreiben, Brüder, um euch wieder zu erinnern, aufgrund der Gnade, die mir von Gott gegeben ist.

[9:24] Also Paulus sagt: „Ich schreibe euch das nicht, weil ich denke, dass ihr von all dem noch nie was gehört habt, sondern ich schreibe euch das, um euch zu erinnern.“ Das ist ein Thema, das wir bei Paulus immer und immer wieder finden werden, nicht nur bei Paulus, auch bei den anderen Aposteln, dass sie die Wahrheiten, die schon bekannt gewesen sind, immer wieder wiederholt haben, um sie damit zu festigen, um neue Querverbindungen zu schaffen, um die Wahrheiten zu vertiefen, damit sie vor allem im praktischen Leben umgesetzt werden. Es ist besser für uns, wenn wir die Wahrheiten, die wir schon kennen, immer wieder hören, damit sie in unserem Leben Wurzeln schlagen, als dass wir immer wieder neue Theorien oder gar selbst neue Wahrheiten immer wieder neu entdecken. Paulus hätte ihnen vieles Neues schreiben können, stattdessen hat sich entschieden, ihnen das Evangelium in seiner ganzen Schönheit und Breite darzustellen.

[10:13] Und auch wir haben die Aufgabe, zuallererst die Grundwahrheiten der Bibel immer und immer wieder zu wiederholen und zu vertiefen, aufgrund der Gnade, die mir von Gott gegeben ist, dass ich ein Diener Jesu Christi für die Heiden sein soll, der priesterlich dient am Evangelium Gottes, damit das Opfer der Heiden wohlannehmbar werde, geheiligt durch den Heiligen Geist. Obwohl es keinen buchstäblichen Heiligtumsdienst mehr gibt und kein Opferdienst, gibt es noch einen geistlichen Opferdienst. Es gibt geistliche Opfer, und Paulus spricht an mehreren Stellen davon, und auch überhaupt im Neuen Testament wird davon gesprochen. Wir werden darauf noch zu sprechen kommen.

[10:51] Und in diesem Sinne hat Paulus auch eine priesterliche Aufgabe. Natürlich ist Jesus der eigentliche Hohepriester, aber so wie es im Alten Testament einen Hohepriester gab und trotzdem alle im Volk Gottes letztlich Könige und Priester sein sollten, so war auch Paulus und auch wir im Neuen Testament Könige und Priester sein sollen, durch das Blut Jesu. In Offenbarung 1 könnt den Vers dort finden. Heißt es: „So war auch Paulus ein Priester in einem geistlichen Sinne.“ Ja, er hat sogar verstanden, dass seine besondere Aufgabe als Evangelist, als Apostel, als Missionar auch eine besondere Verantwortung mit sich brachte. Die Priester hatten damals die Verantwortung, über die Lehre zu wachen, das Wort Gottes korrekt auszulegen und dem Volk zu predigen. Paulus als Apostel hatte eine solche besondere Aufgabe, auch das Wort Gottes autoritativ dem Volk Gottes zu erklären. Und das ist die Aufgabe, die letztlich dann auch Gemeindeleiter in ihren Gemeinden übernehmen.

[12:05] „Ich habe also Grund zum Rühmen in Christus Jesus vor Gott, denn ich würde nicht wagen, von irgendetwas zu reden, das nicht Christus durch mich gewirkt hat, um die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk.“ Und hier sehen wir wieder das, was wir ganz am Anfang gesehen haben: Das Ziel nicht nur des Römerbriefes, sondern des gesamten Missionsdienstes von Paulus war, Heiden zum Glaubensgehorsam zu bringen, nicht zum Gehorsam aus eigenen Werken, aus den Werken des Fleisches. Das zeigt er ganz deutlich, dass das nicht geht. Auch wenn es viele jüdische Lehrer gab, die umherzogen und das den Menschen beibringen wollten, er zeigt, dass der echte, vor Gott annehmbare Gehorsam nur durch Glauben möglich ist. Nur durch Glauben, durch die Gerechtigkeit aus dem Glauben können wir Gott gehorchen, wie es ihm wohlgefällig ist, in der Kraft von Zeichen und Wundern, in der Kraft des Geistes Gottes.

[12:54] So, dass ich von Jerusalem an und ringsumher bis nach Illyrien, das ist das heute die heutige ehemalige Jugoslawien, also Kroatien und Bosnien-Herzegowina und die ganze dalmatische Küste dort bis nach Illyrien, das Evangelium von Christus völlig verkündigt habe. Wir sehen ja also, dass Paulus auch an Orten gewesen ist, die in der Apostelgeschichte uns noch nicht so explizit genannt gewesen sind.

[13:19] „Dabei mache ich es mir zur Ehre, das Evangelium nicht dort zu verkündigen, wo der Name des Christus schon bekannt ist, damit ich nicht auf dem Grund eines anderen baue, sondern, wie geschrieben steht: ‚Die, denen nicht von ihm verkündigt worden ist, sollen es sehen, und die, welche es nicht gehört haben, sollen es verstehen.‘“ Ein Zitat aus Jesaja 52, mit dem Paulus begründet, warum er explizit ein Neuland-Missionar gewesen ist. Er wollte eben nicht nur bestehende Gemeinden stärken, er wollte vor allem auch neue Gemeinden gründen, Menschen, die noch nie das Evangelium gehört haben, mit dem Evangelium gewinnen. Und wir brauchen heute solche Menschen, die bereit sind, dorthin zu gehen, wo noch niemand das Evangelium gehört hat, die Neulandarbeit machen, um Menschen für Jesus zu gewinnen, um die Grenzen des Evangeliums weiter auszubreiten, bis dass das Evangelium die ganze Welt erreicht hat und Jesus nach der Verheißung in Matthäus 24 wiederkommen kann.

[14:22] „Darum bin ich auch oftmals verhindert worden, zu euch zu kommen. Da ich jetzt aber in diesen Gegenden keinen Raum mehr habe, wohl aber seit vielen Jahren ein Verlangen hege, zu euch zu kommen, so will ich auf der Reise nach Spanien zu euch kommen, denn ich hoffe, euch auf der Durchreise zu sehen und von euch dorthin geleitet zu werden, wenn ich mich zuvor ein wenig an euch erquickt habe.“ Paulus sagt, dass einer der Gründe, warum wir noch nicht nach Rom gekommen ist, daran steht, dass Gott ihn an andere Orte gebracht hat, wo es auch gar keine Gemeinde gab, und er trotzdem diesen Wunsch hat und jetzt den Plan hat, nach Spanien zu gehen und auf dem Weg nach Spanien quasi als Zwischenstopp in Rom dann die Gemeinde stärken möchte. Wir wissen aus der Apostelgeschichte, es kam alles ganz anders. Paulus kam nicht auf dem Zwischenstopp nach Spanien nach Rom, sondern als Gefangener.

[15:12] „Jetzt aber reise ich nach Jerusalem im Dienst für die Heiligen.“ Das war seine besondere Aufgabe, dass er die in Griechenland gesammelten Gelder dort für die Gemeinde in Jerusalem zurückbringen wollte.

[15:24] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danken, dass du in deinem Wort zu uns sprichst und dass wir Trost und Hoffnung und Stärkung in deinem Wort finden können. Und Herr, auch wir wollen dich loben, wir wollen dich preisen dafür, dass du uns die wichtigen Wahrheiten immer und immer wieder vor Augen führst, dass wir durch dein Wort wirklich verändert werden und dass wir uns immer wieder mit den einfachen Botschaften des Evangeliums beschäftigen dürfen. Herr, Dank dafür und gib, dass sie in unserem Leben durch die Kraft deines Heiligen Geistes echte Wurzeln schlagen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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