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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die Lehren aus 1. Korinther 3:22-5:2. Er erklärt, wie wir uns nicht an Menschen binden, sondern Christus als Fundament sehen sollten. Die Predigt betont die Rolle jedes Gläubigen als Haushalter der Geheimnisse Gottes und die Wichtigkeit von Treue über rhetorische Fähigkeiten. Zudem wird auf die Gefahren von Spaltung und falscher Urteilsbildung innerhalb der Gemeinde eingegangen und zu geistlichem Urteilsvermögen und Einheit aufgerufen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf einer Seite. Heute mit Seite 1197. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du viele Wege hast, uns zum Glauben zu bringen und im Glauben zu halten. Und wir danken dir für jeden Menschen, den du benutzt hast und den du gebraucht hast. Aber Herr, wir danken dir vor allem für das Vorrecht, dass wir eine persönliche Beziehung zu dir haben dürfen, dass wir zu dir beten dürfen und dass du durch dein Wort zu uns persönlich sprichst, dass wir eine eigene, individuelle Erfahrung haben dürfen. Und Herr, wir wollen auch dazu beitragen, dass dein Tempel auf dieser Welt, die Gemeinde, gebaut wird. Erfülle uns dazu heute mit deinem Heiligen Geist und gib, dass wir verstehen, was wir im Korintherbrief lesen. Du hast es inspiriert und du kannst und willst es uns offenbaren. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.

[1:35] Wir sind in 1. Korinther Kapitel 3. Paulus hat deutlich gemacht, dass sowohl er als auch Apollos, der einige Zeit nach ihm in Korinth gewesen ist und dort auch viel Gutes bewirkt hat, dass sie alle Mitarbeiter Gottes sind und es Gott alleine ist, der das Gedeihen der Gemeinde gebracht hat. Das ist Gott, der den Glauben in ihnen bewirkt hat. Und dass Paulus das Fundament dieser Gemeinde auf Christus gelegt, also dass Christus das Fundament dieser Gemeinde ist, dass es deswegen absolut töricht ist, sich einem Menschen zuzuschlagen und dann Spaltung in der Gemeinde diesbezüglich zu haben. Und entsprechend macht er deutlich, dass alles, das was Paulus oder Apollos ihnen gezeigt haben, sie auch selbst haben dürfen durch die direkte Beziehung zu Gott, durch den direkten zu Gott. Weil im Neuen Bund eben nicht mehr andere uns sagen müssen, erkenne den Herrn, wie es in Hebräer 8 ab Vers 10 beschrieben wird, sondern wir können, wie es dort heißt, jeder Gott selbst erkennen.

[2:47] Und so sagt er, dass uns in diesem Sinne alles gehört. Nicht im Sinne, dass wir Besitzer von allen materiellen Dingen sind, sondern dass alles, was Gott offenbaren möchte, auch wir selbst verstehen können. Und so lesen wir weiter in 1. Korinther 3 ab Vers 22: "Es sei Paulus oder Apollos oder Kephas oder die Welt, das Leben oder der Tod, das Gegenwärtige oder das Zukünftige, alles gehört euch. Ihr aber gehört Christus an, Christus aber gehört Gott an." Und da spielt er darauf an, dass am Anfang in Kapitel 1 gesagt ist, dass einige gesagt haben: "Ich gehöre zu Paulus, ich gehöre zu Apollos, ich gehöre zu Kephas." Und er sagt: "Nein, ihr gehört alle zu Christus Jesus. Christus ist allein euer Erlöser und durch Jesus gehört ihr Gott an."

[3:37] So soll man uns betrachten als Diener des Christus und Haushalter der Geheimnisse Gottes. Er sagt also, nachdem wir also ihr verstanden habt, wer wirklich euer Herr ist und an wen ihr euch wenden sollt und wem ihr loyal und treu zur Seite stehen sollt, stellt sich jetzt die Frage, welche Rolle haben dann Leute wie Paulus und Apollos? Sie sind Diener und sie verwalten das Evangelium, das Gott der Gemeinde anvertraut hat, ganz besonders seinen Evangelisten, seinen Aposteln, seinen Missionaren. Sie geben es weiter und sie benutzen es als treue Haushalter, damit immer mehr Menschen dadurch Gott kennenlernen.

[4:14] Im Übrigen wird von einem Haushalter nur verlangt, dass er treu erfunden wird. Ein Haushalter muss nicht glänzen in seiner Rhetorik. Ein Haushalter muss keine Doktorarbeiten schreiben. Ein Haushalter muss das, was ihm anvertraut worden ist, treu weitergeben. Und das ist meine Aufgabe und es ist deine Aufgabe. In einem gewissen Sinne sind wir alle Haushalter, und insbesondere die Verkündiger des Evangeliums sind Haushalter. Und das Entscheidende ist nicht, wie klug sie sind oder wie schön können sie reden oder wie unterhaltsam sind sie, was vor allem eigentlich ziemlich unwichtig wäre, sondern die Frage ist: Wie treu sind sie? Wie treu geben sie das gesamte Evangelium weiter, wie es uns anvertraut worden ist?

[4:59] Die Frage, wenn wir anderen Menschen noch Bibelstunden geben, wenn wir andere Menschen zu Jesus führen, ist die Frage: Geben wir ihnen all das weiter, was Gott uns anvertraut hat, oder versuchen wir durch unsere eigenen Ideen uns da vor das Evangelium zu stellen? Mir aber ist es das Geringste, dass ich von euch oder von einem menschlichen Gerichtstag beurteilt werde. Auch beurteile ich mich nicht selbst, denn ich bin mir nichts bewusst, aber damit bin ich nicht gerechtfertigt, sondern der Herr ist es, der mich beurteilt.

[5:29] Paulus hat schon im Römerbrief deutlich gemacht, dass jeder letztendlich in seinem Glauben vor Gott steht und es nicht unsere Aufgabe ist, den Glauben eines anderen zu richten oder einen Menschen, einen Gläubigen der Gemeinde zu verachten, weil er vielleicht in bestimmten Dingen anders sieht als ich, also bestimmten Fragen des Gewissens. Und Paulus macht ganz deutlich: "Ich weiß, dass Gott mich beurteilen wird und er wird entscheiden, ob ich meinen Dienst treu ausgerichtet habe oder nicht."

[5:59] Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, der auch das im Finstern verborgene ans Licht bringen und die Absichten der Herzen offenbar machen wird. Und dann wird jedem das Lob von Gott zuteil werden. Offensichtlich gab es einige, die vermutlich sich ein Urteil über Paulus erlaubt haben, ohne wirklich genau zu wissen, was die Motivation von Paulus gewesen sind, was er bezweckt hat. Die mit einem fleischlichen Herzen, trotz guter theologischer Kenntnisse, gemeint haben, dass sie Paulus abqualifizieren können und ihn beurteilen können und sagen können: "Das war jetzt nicht so toll. Der Paulus war irgendwie besser." Aber Paulus sagt: "WTE, damit ihr das gar nicht beurteilen könnt. Der eine, der wirklich alles richtig versteht, ist Gott, der auch das Verborgene richten wird."

[6:42] So wie es auch an anderer Stelle in der Bibel heißt. Paulus hat selbst davon gesprochen, dass Jesus Christus, dass es ein Gericht geben wird nach seinem Evangelium in Römer 2. Und entsprechend sagt auch Prediger 12, ihr könnt die Verse dort am Ende finden, dass es ein Gericht Gottes geben wird über alle Taten, auch um die verborgenen, die begangen worden sind. Und dann wird das Lob einem jeden von Gott zuteil werden.

[7:11] Das aber, meine Brüder, habe ich auf mich und Apollos bezogen, um euren Willen, damit ihr an uns lernt, in eurem Denken nicht über das hinauszugehen, was geschrieben steht, damit ihr euch nicht für den einen auf Kosten des anderen aufbläht. Offensichtlich war insbesondere das Verhältnis oder die Frage zwischen Paulus und Apollos in den Denken vieler Geschwister in Korinth ganz entscheidend. Und sie haben den einen so sehr erhoben, dass der andere damit ungerechtfertigtweise, also ungerechtfertigterweise schlechter behandelt worden ist oder schlechter eingeschätzt worden ist, als es richtig gewesen wäre.

[7:47] Und deswegen rät er ihnen bei dem zu bleiben, was die Bibel sagt. Denn wer gibt dir den Vorzug? Und was besitzt du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als ob du es nicht empfangen hättest? Wir können den Eindruck gewinnen, dass vermutlich Apollos ein noch geschliffener Rhetoriker gewesen ist, noch besser sich ausdrücken konnte. Jedenfalls wissen wir aus der Apostelgeschichte, dass er sehr, sehr gut in der Rhetorik gewesen ist. Aber das sollte nicht dazu führen, dass man einen so tiefgeistlichen Menschen wie Paulus, der gerade bewusst auch auf rhetorische Dinge verzichtet hat, dann schlechter einschätzt als Gemeindegründer.

[8:27] Und das waren die Themen, die hier in Korinth im Raum standen. Und Paulus versucht ihnen auf geistliche Art und Weise deutlich zu machen, worauf es wirklich ankommt. "Ihr seid schon satt geworden, ihr seid schon reich geworden, ihr seid ohne uns zur Herrschaft gelangt. Oh, dass ich doch, oh, dass ihr doch wirklich zur Herrschaft gelangt, damit auch wir mit euch herrschen können." Mit anderen Worten, diese Korinther waren schon ziemlich schnell der Meinung, Dinge beurteilen zu können, obwohl, wie wir gesehen haben, sie eigentlich noch nicht mal wirklich geistliche Erkenntnis hatten.

[8:59] Es scheint mir nämlich, dass Gott uns Apostel als die letzten hingestellt hat, gleichsam zum Tod bestimmt, denn wir sind der Welt ein Schauspiel geworden, sowohl Engeln als auch Menschen. Wir sind Nachen um des Christus willen. Ihr aber seid klug in Christus, wir schwach. Ihr aber stark, ihr in Ehren, wir aber verachtet. Bis zu dieser Stunde leiden wir Hunger und Durst und Blöße, werden geschlagen und haben keine Bleibe und arbeiten mühsam mit unseren eigenen Händen. Wenn wir geschmäht werden, segnen wir. Wenn wir Verfolgung leiden, halten wir stand. Wenn wir gelästert werden, spenden wir Trost. Zum Gericht der Welt sind wir geworden, zum Abschaum aller bis jetzt.

[9:37] Nicht zu eurer Beschämung schreibe ich das, sondern ich ermahne euch als meine geliebten Kinder. Paulus macht hier deutlich, dass er mehr erlitten hat und größere Konflikte hat, als die Korinther das überhaupt einschätzen konnten. Die Korinther hatten ein bisschen Paulus erlebt, sie hatten Apollos erlebt, und dann gab es einige, die Apollos für besser hielten und deswegen ein bisschen vielleicht auch schlecht über Paulus geredet haben, ohne überhaupt richtig zu verstehen, welche Opfer Paulus für die Gemeinde gebracht hat.

[10:10] Kann es sein, dass auch wir manchmal abschätzig über den einen oder anderen urteilen, schlecht denken, weil wir ihn mit jemand anders vergleichen, aber keine wirkliche Ahnung haben, was dieser Mensch eigentlich wirklich geistlich geleistet hat? Das ist mir schon oft passiert und ich denke, vielleicht dir auch. Und hier lädt uns Gott ein, ja, ruft uns auf, dass wir uns bekehren, dass wir umkehren, dass wir solche Gedanken einstellen, dass wir solche Gedanken Gott übergeben, dass wir lernen, mit geistlichen Augen zu sehen, dass es Gott ist, der alle beruft und dass Gott durch die Menschen wirkt und dass wir nicht uns schnell über andere Menschen erheben, die vielleicht mehr im Werk Gottes gearbeitet haben und gewirkt haben, als wir uns das überhaupt vorstellen können.

[10:59] Denn wenn ihr auch 10.000 Lehrmeister hättet in Christus, so habt ihr doch nicht viele Väter, denn ich habe euch in Christus Jesus gezeugt durch das Evangelium. Er sagt mit anderen Worten: "Auch wenn ihr ganz, ganz viele tolle Lehrer habt, bin ich doch der Pionier gewesen. Ich habe diese Gemeinde gegründet, ich habe das Fundament gelegt." So ermahne ich euch nun: "Werdet meine Nachahmer." Gemeint ist natürlich nicht, dass Paulus sagt: "Macht alles genauso wie ich", sondern in dieser Frage, wie sie hier ausgeführt hat: Christus im Zentrum zu haben, sich selbst nicht in den Mittelpunkt zu stellen und für das Evangelium zu leiden.

[11:39] Werdet meine Nachahmer. Deshalb habe ich Timotheus zu euch gesandt, der mein geliebtes und treues Kind im Herrn ist. Der wird euch an meine Wege in Christus erinnern, wie ich überall in jeder Gemeinde lehre.

[11:53] Paulus sendet einen anderen Mitarbeiter, den Timotheus, und hat ihm den Auftrag gegeben, den Korinthern noch einmal deutlich vor Augen zu führen, wie Paulus, was Paulus lehrt und was das Evangelium ist, das Paulus in den Gemeinden unterrichtet. "Weil ich aber nicht selbst zu euch komme, haben sich etliche aufgebläht. Ich werde aber bald zu euch kommen, wenn der Herr will, und nicht die Worte der Aufgeblähten kennenlernen, sondern die Kraft. Denn das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft."

[12:23] Paulus sagt, was andere jetzt lästern und reden und sich groß tun, das interessiert mich nicht. Gottes Reich besteht nicht in Wortbeiträgen, sondern in der Kraft des Heiligen Geistes. Und er sagt: "Ich, wenn ich komme, möchte ich sehen, was die Kraft des Evangeliums in diesen Menschen ist, die jetzt sich über mich erheben und über mich schlecht reden."

[12:45] "Was wollt ihr? Soll ich mit der Rutee zu euch kommen oder in Liebe und dem Geist der Sanftmut?"

[12:50] "Überhaupt hört man von Unzucht unter euch, und zwar von einer solchen Unzucht, die selbst unter den Heiden unerhört ist, dass nämlich einer die Frau seines Vaters hat." Und hier kommt Paulus einem weiteren Punkt. Dort gibt es in der Gemeinde Korinth ganz schwere sexuelle Verfehlungen, und ihr seid aufgebläht und hättet doch eher Leid tragen sollen, damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte hinweggetan wird.

[13:13] Sein Punkt ist also: Ihr, da gibt es einige unter euch, die halten sich für Jünger von Apollos und reden, dass der Paulus nicht ganz so gut sei, während es offene Sünde in eurer Gemeinde gibt, über die ihr euch nicht gekümmert habt. Damit zeigt Paulus, wie wenig geistliches Urteilsvermögen die Gemeinde in Korinth eigentlich zu diesem Zeitpunkt hat.

[13:39] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, vergib uns, wo wir schlecht über andere Menschen, vor allem auch Diener deines Werkes, gedacht und geredet haben. Sie vielleicht sogar schlecht behandelt haben. Wir haben keine Möglichkeit zu wissen, was sie mit dir schon alles erlebt haben und wie du sie gebraucht hast. Herr, vergib uns, dass wir andere gerichtet haben. Schenk uns einen Neubeginn in dieser Frage. Auch erfülle uns mit deinem Heiligen Geist, schenk uns echte Buße und Bekehrung und gib, dass wir darauf bedacht sind, die Einheit in der Gemeinde zu fördern. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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