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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt aus der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ behandelt Christopher Kramp die Verse 1. Korinther 5 bis 6:14. Er erklärt die Notwendigkeit, offene Sünde aus der Gemeinde auszuschließen, um deren Reinheit zu wahren. Dabei wird auch die Bedeutung des Passahfestes im Lichte von Christi Opfer beleuchtet. Weiterhin geht es um den Umgang mit Konflikten innerhalb der Gemeinde und die Verantwortung der Gläubigen, Streitigkeiten intern zu klären, anstatt weltliche Gerichte zu bemühen. Abschließend wird die Bedeutung der Heiligkeit des Leibes im Dienst für Gott betont.


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Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1198. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass dein Evangelium, die Nachricht vom Reich Gottes, nicht nur eine Theorie ist, dass es nicht in Worten besteht, sondern in Kraft. Dass wir diese Kraft in unserem Leben schon so oft erleben durften und dass wir auch heute uns darauf verlassen dürfen und berufen dürfen, dass wenn wir dein Wort in Anspruch nehmen, es seine ganze Kraft in unserem Leben entfalten wird. Herr, niemand hat so viel Kraft wie du. Wir möchten dich bitten, dass du unser Leben nachhaltig veränderst, dass du uns reinigst von aller Sünde durch das Blut, das Jesus am Kreuz von Golgatha für mich und für jeden von uns vergossen hat. Und dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass wir dein Wort verstehen und ausleben können, damit deutlich wird, dass ein Leben mit dir das Schönste ist, was es gibt. Das bitten wir für den heutigen Tag im Namen Jesu. Amen.

[1:35] Wir sind in 1. Korinther Kapitel 5. Paulus erwähnt, dass er gehört hat, dass in der Gemeinde Korinth es schlimme Unzucht gegeben hat. Jemand hat die Frau seines Vaters gehabt. Und anstatt, dass diese Tat als geistliche, also geistlich als Sünde erkannt worden ist, hat man sich eher in Parteiungen und Spaltung gegeben und hat einige von den Korinthern haben eher abschätzig über Paulus geredet und andere Prediger für gering geachtet. Wir lesen weiter in Korinther 5 und dort Vers 3: "Denn ich, als dem Leib nach abwesend, dem Geist nach aber anwesend, habe schon als wäre ich anwesend über den, der dies auf solche Weise begangen hat, beschlossen, den Betreffenden im Namen unseres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und meiner Geist sich mit der Kraft unseres Herrn Jesus Christus vereinigt hat, dem Satan zu übergeben zum Verderben des Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tag des Herrn Jesus."

[2:39] Paulus sagt mit anderen Worten: Ich bin mir vollkommen klar und ich möchte auch, dass wenn ich dann bei euch bin, auch ihr das so erkennt, dass jemand, der in solch offener Sünde lebt und sie auch nicht aufgeben möchte, sie nicht bereut, ausgeschlossen werden muss aus der Gemeinde. Euer Rühmen ist nicht gut. Wisst ihr nicht, dass ein wenig Sauerteig den ganzen Teig durchsäuert? Die Korinther haben sich gerühmt, sie haben sogar verschiedene Evangelisten und Apostel und Missionare, die zu ihnen gekommen sind, miteinander verglichen und bewertet, während in ihrer eigenen Mitte der Sauerteig der offenen Sünde geduldet wurde. Darum fegt den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, da ihr ja ungesäuert seid, denn unser Passahlamm ist ja für uns geschlachtet worden, Christus.

[3:30] Paulus macht hier einen Punkt sehr deutlich, der ja schon aus den Evangelien hervorgeht, dass Jesus das wahre Opfer für unsere Sünden ist. Er ist die Erfüllung dessen, was das Passahfest aus 2. Mose Kapitel 12 und 13, wo es beschrieben wird, beim Auszug aus Ägypten, worauf dieses Passahfest hingedeutet hat. Und damals sollten die Israeliten ein ungesäuertes Brot essen. Und Paulus gibt eine ganz klare Auslegung davon: Durch Jesus wird uns Sünde vergeben, uns wird Kraft geschenkt, Sünde zu überwinden. Wer an Jesus glaubt und das Opfer Jesu für sich in Anspruch genommen hat, kann nicht fortgesetzt in offener Sünde rebellisch weiterleben. Und eine Gemeinde, die sich auf das Evangelium von Jesus beruft, kann nicht offene Sünde, die nicht bereut und und und und und bereinigt wird, nicht in ihrer Mitte dulden.

[4:30] So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig Fest feiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit. Er sagt also, wir feiern zwar nicht mehr das buchstäbliche Passahfest, aber wir feiern ein geistliches Passahfest. Jesus ist für uns gestorben und so sollen auch wir den Sauerteig, der alles durchsäuert, den Sauerteig der Sünde aus unserer Mitte entfernen.

[4:57] Ich habe euch in dem Brief geschrieben, dass ihr keinen Umgang mit mit Unzüchtigen haben sollt. Wir sehen hier also, dass es schon einen Brief gegeben haben muss, und zwar nicht mit den Unzüchtigen dieser Welt überhaupt, oder den Habsüchtigen, oder Räubern, oder Götzendienern, sonst müsstet ihr ja aus der Welt hinausgehen. Also, was Paulus sagt, ist, in der Welt, auf Arbeit, im alltäglichen Leben kommen wir natürlich in Kontakt mit Menschen, die auch gegen Gottes Gebote massiv und dauerhaft und offen verstoßen und diese übertreten. Wir können uns nicht aus der Welt komplett zurückziehen.

[5:36] Jetzt aber habe ich euch geschrieben, dass ihr keinen Umgang haben sollt mit jemand, der sich Bruder nennen lässt und dabei ein Unzüchtiger oder Habsüchtiger oder Götzendiener oder Lästerer oder Trunkenbold oder Räuber ist. Mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen. Also, Paulus' Punkt ist, wir können uns nicht von allen Sündern der Welt für immer trennen. Das ist in einer sündigen Welt unmöglich. Aber wir können deutlich machen, dass Menschen, die in offener Sünde leben, die sie nicht aufgeben wollen, keinen Platz in der Gemeinde Gottes haben.

[6:08] Es ist eine falschverstandene Liebe, wenn man sagt: "Na ja, Gott hat alle Menschen liebt, dann können doch alle auch dabei sein." Und ob jemand sich ändert oder nicht, das ist seine eigene Sache, da haben wir nichts mit zu tun. Paulus, der für das Evangelium von Jesus Christus einsteht, das zeigt, dass wir durch Gnade allein gerettet werden, macht deutlich, dass es unmöglich ist für eine Gemeinde, die das wirklich glaubt und auslebt, sie einen Menschen, der in offener Sünde lebt und nicht aufgeben möchte, es ist unmöglich, den als gleichberechtigten Bruder oder Schwester in der Mitte zu behalten.

[6:41] Denn was gehen mich auch die an, die außerhalb der Gemeinde sind, dass ich sie richten sollte? Habt ihr nicht die zu richten, welche drinnen sind? Die aber außerhalb sind, richtet Gott. So tut den Bösen aus eurer Mitte hinweg. Paulus sagt also ganz deutlich: Schließt diesen Menschen, der in offener und wirklich was Sünde lebt, schließt ihn aus der Gemeinde aus.

[7:05] Wie kann jemand von euch, der eine Beschwerde gegen einen anderen hat, sich bei den Ungerechten richten lassen, anstatt bei den Heiligen? Er sagt also, auch die Gemeinde hat die Verantwortung, das zu tun. Und solche Dinge sollten nicht vor weltlichen Gerichten behandelt werden. Wisst ihr nicht, dass die Heiligen die Welt richten werden? Wenn nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwürdig, über die allergeringsten Dinge zu entscheiden?

[7:32] Wisst ihr nicht, dass wir Engel richten werden? Wie viel mehr die Angelegenheiten dieses Lebens? Paulus erinnert sie daran, dass und das muss er ihnen vorher schon erklärt haben, dass nach der Wiederkunft wir während des Millenniums, während der 1000 Jahre, die Menschen richten werden. Die Bücher werden geöffnet, wir werden sogar die gefallenen Engel richten, die Offenbarung 20 zeigt das. Werden mit Christus herrschen und das Gericht wird auch uns übergeben werden, sodass wir die Urteile, die Gott gefällt hat, mit nachvollziehen können und bestätigen können.

[8:10] Wenn das also so ist, dass die Gläubigen dann im Himmel nach der Wiederkunft 1000 Jahre mit am Gericht beteiligt sind über die ganze Welt, und das ist der Punkt, den Paulus machen möchte, dann sollten geistliche Menschen auf dieser Erde in der Gemeinde auch entsprechende Verantwortung übernehmen für die Reinheit der Gemeinde, so dass offene Sünde dort nicht geduldet wird.

[8:36] Wenn ihr nun über Angelegenheiten dieses Lebens Entscheidung zu treffen habt, so setzt ihr solche zu Richtern ein, die bei der Gemeinde nichts gelten. Zur Beschämung sage ich es euch. Demnach ist also nicht ein einziger Weiser unter euch, der ein unparteiisches Urteil fällen könnte für seinen Bruder, sondern ein Bruder führt Rechtsstreit mit dem anderen und das vor Ungläubigen.

[8:56] Und hier sehen wir also ganz deutlich, dass wir als Gläubige, wenn wir untereinander Rechtsstreitigkeiten haben, dass sie in der Gemeinde behandelt werden sollen, dass wir uns nicht als Gläubige vor weltlichen Gerichten streiten sollen. Es ist ja überhaupt schon ein Schaden unter euch, dass ihr Prozesse untereinander führt. Warum lasst ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum lasst ihr euch nicht lieber übervorteilen?

[9:24] Schon das ist eigentlich ein interessanter Punkt, den wir bei Paulus auch immer noch wieder sehen werden, dass er deutlich machen möchte: Es kommt nicht darauf an, dass ich immer auf mein Recht poche und es mit allen Mitteln durchsetze. Jesus hat nicht auf sein Recht gepocht. Er hat sich unschuldig, wie er war, schlagen lassen und beleidigen lassen und anspucken lassen. Ja, ist für uns gestorben. Das Evangelium besteht nicht darin, dass ich auf mein Recht poche, sondern dass ich auch bereit bin, auf mein Recht zu verzichten, um Frieden, Harmonie und Eintracht, so viel an mir ist, zu fördern. Stattdessen übt ihr Unrecht und übervorteilt und dies gegenüber Brüdern.

[10:05] Wir sehen also, dass das Miteinander in der Gemeinde Korinth nicht besonders gut gewesen ist. Wisst ihr denn nicht, dass Ungerechte das Reich Gottes nicht erben werden? Irrt euch nicht: Weder Unzüchtige, noch Götzendiener, noch Ehebrecher, noch Weichlinge, noch Knabenschänder, also hier sind auch homosexuelle Praktiken gemeint, die damals in der griechischen Welt sehr verbreitet waren, wo auch unter den Generationen solche Dinge vorgekommen sind. Weder Diebe, noch Habsüchtige, noch Trunkenbolde, noch Lästerer, noch Räuber werden das Reich Gottes erben.

[10:36] Paulus ist sehr deutlich: Selbst wenn ihr so einen in der Gemeinde lassen würdet, wäre das kein Beweis, dass er ewiges Leben haben würde, denn die Bibel macht ganz deutlich: Wer so etwas tut, der wird das Reich Gottes nicht erben. Und deswegen sollte auch aus der Gemeinde ausgeschlossen werden. Und solche sind etliche von euch gewesen, aber ihr seid abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem Namen des Herrn Jesus und in dem Geist unseres Gottes.

[11:05] Hier geht es also nicht darum, Menschen zu verurteilen, die einmal in schwerer Sünde gelebt haben, denn er sagt auch hier: Gemeindeglieder habt solche Dinge getan, aber ihr seid neugeboren, ihr habt euch bekehrt. Gott hat in euch ein Werk getan. Ihr seid geheiligt worden, ihr habt den Heiligen Geist an euch wirken lassen. Und hier sehen wir, dass all das, was vor in Vers 9 und 10 beschrieben ist, sind Sünden, und das ist keine vollständige Aufzählung aller Sünden, die es gibt. Aber es sind alles Sünden, die Gott vergeben kann.

[11:34] Und deswegen ist ganz wichtig, dass es hier in diesem ganzen Abschnitt auch um einen Menschen geht, der offene Sünde begeht und nicht bereuen möchte. Denn wenn ein Mensch seine Sünde bereut, ist viel Vergebung da und Gottes Gnade und Vergebung ist in der Lage, alle Sünde zu vergeben und zu tilgen.

[11:50] Alles ist mir erlaubt, aber nicht alles ist nützlich. Alles ist mir erlaubt, aber ich will mich von nichts beherrschen lassen. Die Speisen sind für den Bauch und der Bauch für die Speisen. Gott aber wird diesen und jene wegtun. Der Leib aber ist nicht für die Unzucht, sondern für den Herrn, und der Herr für den Leib.

[12:11] Paulus spricht nach wie vor ganz besonders über sexuelle Sünden und macht deutlich: Wir gehören uns nicht selbst. Gott hat uns geschaffen, er hat uns erlöst, und was wir mit unserem Körper tun, soll Gott die Ehre geben. Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken durch seine Kraft.

[12:33] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass zuallererst wir lernen, wie wir durch deine Kraft und durch deine Gnade erleben dürfen, wie Sünde aus unserem Leben verschwindet, dass wir Sünde überwinden können und dass wir erleben können, wie die Kraft des Evangeliums uns völlig verändert und heiligt.

[12:56] Wir möchten dich auch um Taktgefühl und um Festigkeit in den Prinzipien bitten, um Treue zu deinem Wort, dass wir auch in der Gemeinde, ohne Menschen zu verletzen und ihnen Schlimmes zu wollen, dass wir in der Gemeinde auch dafür einstehen, dass offene Sünde nicht geduldet wird. Wir möchten dich bitten, dass du uns die Weisheit dazu schenkst, dass deine Gemeinde vor Schaden bewahrt wird.

[13:26] Und möchten dich bitten, dass wir durch unser eigenes Leben zeigen, welche Kraft in deinem Evangelium steckt zur Wiederherstellung. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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