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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um die Auslegung von 1. Korinther 11, Verse 10 bis 12:3. Der Sprecher beleuchtet die Bedeutung von Kopfbedeckungen im Gottesdienst, die Rolle von Mann und Frau in der Gemeinde und die richtige Feier des Abendmahls. Es wird betont, wie wichtig es ist, das Abendmahl würdig zu begehen und die Gemeinschaft nicht durch Spaltungen oder egoistisches Verhalten zu gefährden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite. Heute mit Seite 1204. Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wissen nicht genau, wir wissen eigentlich gar nicht, was der heutige Tag alles bringt. Wir wissen nicht, welche Herausforderungen er mit sich bringt, aber wir wollen uns heute dafür entscheiden, dass was immer wir tun, dass wir es zu deiner Ehre tun, dass wir mit dir verbunden sind, verbunden bleiben. Wir möchten dich bitten, dass du uns segnest und dass wir uns heute nach Gelegenheiten umschauen, wo wir dein Evangelium weitergeben können durch Wort und durch Tat. Herr, sprich du jetzt durch dein Wort. Stärke uns, ermutige uns, tröste du uns und hilf uns, dein Wort so zu verstehen, wie du es gemeint hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:24] Wir lesen weiter in 1. Korinther 11, Vers 10: „Darum soll die Frau Macht auf dem Haupt haben um der Engel willen.“ Ein nicht so einfach zu verstehender Vers. Wir werden erstmal weiterlesen, um zu sehen, ob nicht auch die nächsten Verse mehr Licht auf diese Aussage werfen. Doch ist im Herrn weder der Mann ohne die Frau, noch die Frau ohne den Mann. Hier sehen wir also, dass Mann und Frau untrennbar zusammangehören. Denn gleich wie die Frau vom Mann, so auch der Mann durch die Frau. Aber alles kommt von Gott. Es gibt also keinen Grund anzunehmen, dass der Mann, auch wenn er zuerst geschaffen ist, ähm, dass er dadurch irgendwie eine wichtige Position bei Gott hat und irgendwie ein besserer Mensch sei oder ein wichtigerer Mensch. Ähm, ganz im Gegenteil: Mann und Frau kommen beide von Gott. Und obwohl die Frau vom Mann genommen ist bei der Schöpfung, werden die Männer von Frauen geboren. Es ist also letztendlich, ähm, Paulus zeigt, alles hängt miteinander zusammen. Man kann nicht sozusagen sich über den anderen erheben.

[2:31] Prüft bei euch selbst, ob es schicklich ist, dass eine Frau unbedeckt zu Gott betet oder lehrt. Lehrt euch nicht schon die Natur, dass es für einen Mann eine Unehre ist, langes Haar zu tragen? Dagegen ist es für eine Frau eine Ehre, wenn sie langes Haar trägt, denn das lange Haar ist ihr an Stelle eines Schleiers gegeben. Ohne alle Details dieses nicht ganz einfachen Abschnittes auflösen zu wollen an dieser Stelle, ist es doch interessant, dass Paulus an dieser Stelle auf die Natur verweist. Das heißt, auf das, was von Anfang an Adam und Eva gehabt haben, auf die Schöpfung. Auch in den Versen zuvor, die Schaffung von Mann und Frau, und dort sehen wir, wie Mann und Frau geschaffen worden sind, wie sie unterschiedlich geschaffen worden sind, wie sie nach dem Bilde Gottes geschaffen worden sind. Wie dann durch den Sündenfall auch es notwendig gewesen ist, dass in Streitfragen der Mann das letzte Wort haben sollte. Also natürlich unter den Bedingungen auch, dass vom Geist Gottes geführt wird. Und das gibt natürlich eine ganze Reihe von Dingen, die dabei auch zu bedenken sind. Aber dass die Frau sich letztlich dem Mann unterordnen sollte.

[3:41] Bei all dem ist an dieser Stelle vielleicht interessant zu beobachten, dass Gott die Eva natürlich nicht mit einer künstlichen Kopfbedeckung geschaffen hat. Also Eva hatte kein Kopftuch bei ihrer Schöpfung. Und das ist vielleicht ein interessanter Hinweis auch, um diesen ganzen Abschnitt ein bisschen besser verstehen zu können. Aber es lohnt sich sicherlich hier auch noch weiter zu studieren.

[4:06] Wenn aber jemand rechthaberischer sein will, wir haben eine solche Gewohnheit nicht, die Gemeinden Gottes. Auch nicht eins ist. Ganz sicher, auch dieses Thema sollte nicht dazu benutzt werden, um mit Rechthaberei sich über andere zu stellen. Das ist ja genau der Punkt von Paulus in dem ganzen längeren Abschnitt, den wir schon uns jetzt angeschaut haben, dass Paulus gerade nicht möchte, dass Menschen durch vermeintliche oder tatsächliche geistliche Erkenntnis sich über andere erheben. Das aber kann ich, da ich am Anordnen bin, nicht loben. Er hatte gerade am Anfang von Kapitel 11 gelobt, dass sie die Überlieferung, die er ihnen gegeben hatte, festgehalten haben. Aber es gibt doch etwas, was nicht zu loben ist: dass eure Zusammenkünfte nicht besser, sondern schlechter werden. Gemeint sind hier die gottesdienstlichen Zusammenkünfte, wo man auch das Abendmahl gefeiert hat.

[4:49] Denn erstens höre ich, dass Spaltungen unter euch sind. Und da, das haben wir schon am Anfang, schon im Kapitel 1, deutlich gesehen, dass sich Menschen dort in verschiedene Gruppierungen zusammengefunden haben. Wenn ihr in die Gemeinde zusammenkommt und zum Teil, glaube ich es, denn es müssen ja auch Parteiungen unter euch sein, damit die, die bewährt sind, offenbar werden unter euch. Paulus sagt, wir haben die gesehen. Sein großes Ziel ist es, geistliche Einheit. Aber es gibt natürlich auch den Fall, dass es eine Gemeindespaltung gibt wegen der Wahrheit, wegen ja, der Frage, weil ungeistliches Verhalten dann auch zur Spaltung führt. Ähm, und in gewisser Weise offenbaren dann diese Spaltungen auch, wer wirklich an Gott festhält und wer nur dem Namen nach Glied der Gemeinde ist.

[5:34] Wenn ihr nun am selben Ort zusammenkommt, so geschieht das doch nicht, um das Mahl des Herrn zu essen. Denn jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, so dass der eine hungrig, der andere betrunken ist. Also auch hier meint das sicherlich, dass ein Mensch dann so viel vom Traubensaft schon getrunken hat, dass er vollkommen satt ist. Habt ihr denn keine Häuser, wo ihr essen und trinken könnt? Oder verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschämt die, welche nichts haben?

[6:01] Was soll ich euch sagen? Soll ich euch etwa loben dafür? Lobe ich euch nicht. Was ist passiert? Statt dass man geordnet das Abendmahl gefeiert hat, sind die, die zuerst gekommen sind, haben dann einfach alles gegessen, was da ist, haben sich vollgegessen, haben den Traubensaft ausgetrunken, bis vielleicht auch keiner mehr da gewesen ist, so dass andere, die später kamen, dann nichts mehr abbekommen haben.

[6:23] Denn ich habe von dem Herrn empfangen, was ich auch euch überliefert habe, nämlich, dass der Herr Jesus in der Nacht, als er verraten wurde, Brot nahm und dankte, es brach und sprach: „Nehmt es, das ist mein Leib, der vor euch gebrochen wird. Dies tut zu meinem Gedächtnis.“ Erklärt ihm noch einmal, was das Abendmahl eigentlich wirklich darstellt.

[6:45] Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl, indem er sprach: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut. Dies tut, so oft ihr trinkt, zu meinem Gedächtnis.“ Das natürlich Dinge, die wir schon in Evangelien gelesen haben, als Jesus dieses Abendmahl eingesetzt hat, als Erinnerung an das, was er am Kreuz von Golgatha für dich und mich getan hat, als ein Zeichen des neuen Bundes, durch den und in dem wir leben können.

[7:14] Denn so oft ihr dieses Brot esst und diesen Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod des Herrn, bis er kommt. Also, Paulus erklärt ihm, das ist nicht einfach nur ein geselliges Zusammenkommen. Jedes Mal, wenn wir Abendmahl feiern, dann verkündigen wir durch unser Tun, was Jesus für uns getan hat. Und zwar, das werden wir so lange tun, bis zur Wiederkunft Jesu.

[7:36] Müssen uns daran erinnern, was Jesus am Kreuz von Golgatha für dich und für mich getan hat. Wer also unwürdig dieses Brot ist oder den Kelch des Herrn trinkt, der ist schuldig am Leib und Blut des Herrn.

[7:48] Vom Kontext her gesehen geht es also nicht darum, dass ich vielleicht eine besonders schlimme Sünde getan habe und deswegen jetzt nicht würdig bin. Jeder ist würdig zu kommen zu Jesus. Wie ist denn der neue Bund? Besteht ja gerade darin, dass Gott uns durch Jesus Christus, durch sein Blut, die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit. Das ist ja gerade der neue Bund. Deswegen heißt es im neuen Bund, dass Gott an die Sünden nicht mehr gedenken wird, dass wir eine direkte Beziehung zu Gott haben dürfen und dass sein Gesetz unser Herz schreibt.

[8:17] Was bedeutet es also unwürdig, dass das äh Abendmahl zu nehmen, wenn es genauso geschieht wie hier, wenn man es einfach als eine äh eine Zumutung nimmt, wenn man auf die anderen nicht wartet, weil man einfach sich äh gierig alles hineinschlingt, weil man dann den Charakter des Abendmahls aus Augen verliert, wenn man es einfach als profane Mahlzeit nimmt und sich den den Wanst vollschlägt, dann ist man das Abendmahl unwürdig, weil man es nicht mehr mit dem Evangelium verbindet.

[8:45] Paulus sagt also, dieses Evangelium, dieses Abendmahl ist bis zur Wiederkunft Jesu. Jedes Mal, wenn man das feiert, immer mit dem Tod von Jesus verbunden. Und wer das nicht bedenkt, der ist es unwürdig.

[9:03] Der Mensch prüfe aber sich selbst und so soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken, nämlich so, wie Paulus es beschrieben hat, in dem Bewusstsein, dass dies den neuen Bund symbolisiert und uns an Jesus und seine Erlösungstat für mich persönlich erinnern soll.

[9:18] Denn wer unwürdig ist und trinkt, der istst und trinkt sich selbst ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet. Mit anderen Worten, er äh er äh istst zwar und trinkt, aber es ist dann ein Gericht für ihn, weil er das Evangelium, das dieses äh dieses Brot und dieser äh dieser Traubensaft ausdrücken sollen, weil er das gar nicht wirklich bedenkt und damit den ganzen Sinn verfehlt, dessen was es ausdrücken soll.

[9:46] Deshalb sind unter euch viele schwache und kranke und eine beträchtliche Zahl sind entschlafen. Denn wenn wir uns selbst richteten, würden wir nicht gerichtet werden. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir vom Herrn gezüchtigt, damit wir nicht samt der Welt verurteilt werden.

[10:02] Das Gericht, um das es hier also geht in Vers 29, ist nicht, dass Gott uns dann für immer vom ewigen Leben abschneidet sofort, sondern es bedeutet, dass wir zum Teil auch, ja, durch Züchtigung, durch negative Dinge in unserem Leben erinnert werden wieder daran, dass wir das Evangelium dringend brauchen, dass wir mit Ehrfurcht auch an den neuen Bund und an das Kreuz von Golgatha denken, so dass wir am Ende eben nicht verloren gehen.

[10:28] Darum, meine Brüder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet aufeinander. Das ist der Punkt, damit nicht einer alles ist und der andere nichts mehr abbekommt, sondern es soll in Ordnung und mit Bedacht geschehen, so dass für alle was da ist. Denn das Evangelium ist ja auch für alle da.

[10:46] Wenn aber jemand hungrig ist, so er daheim, damit ihr nicht zum Gericht zusammenkommt. Das übrige will ich anordnen, sobald ich komme. Der Grund war also, einige waren früher beim Abendmahl, waren hungrig und haben dann so viel gegessen, wie sie wollten und damit den ganzen Charakter des Abendmahls kaputt gemacht und die Möglichkeit der Gemeinde beraubt, über das Evangelium richtig in angemessener Weise nachzudenken über die Geisteswirkung.

[11:12] Aber ihr Brüder, will ich euch nicht in Unwissenheit lassen. Ihr wisst, dass ihr einst Heiden wart und euch fortreißen ließt zu den stummen Götzen, so wie ihr geführt wurdet. Darum lasse ich euch wissen, dass niemand, der im Geist Gottes redet, Jesus verflucht nennt. Es kann aber auch niemand Jesus Herrn nennen, als nur im Heiligen Geist.

[11:33] Wir können Jesus nur wirklich ehren und nur wirklich ihn lieben durch den Heiligen Geist. Und das ist ein ganz interessanter und wichtiger Gedanke. Ohne den Heiligen Geist können wir eigentlich Jesus gar nicht als den erkennen, der für uns ist.

[11:46] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank für die Gabe des Heiligen Geistes und hab Dank, dass wir dadurch Jesus erkennen, wie er wirklich ist und was er für uns bedeutet. Dank, dass wir wissen dürfen, dass jede wahre Erkenntnis über Jesus, die wir aus der Bibel gewonnen haben, wir nur deswegen haben, weil der Heilige Geist an und in uns wirkt.

[12:15] Und darum bitten wir dich auch heute an diesem Tag, dass wir nicht aus den Augen verlieren, was Jesus für uns getan hat. Im Namen Jesu. Amen.


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