In diesem Video beleuchtet Christopher Kramp die zentrale Bedeutung der Auferstehung Jesu für den christlichen Glauben, basierend auf 1. Korinther 15. Er betont, dass die Auferstehung eine historische Realität und das unabdingbare Fundament der Sündenvergebung ist. Ohne sie wäre der Glaube vergeblich und die Hoffnung auf ewiges Leben verloren. Der Sprecher ruft dazu auf, sich an diese grundlegenden Wahrheiten zu erinnern und sich nicht von Irrlehren beirren zu lassen.
Gott auf (m)einer Seite: 1. Korinther 15:3-15:32
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 1. KorintherPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit 1. Korinther 15. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir uns immer wieder und immer wieder mit den einfachen, klaren und lebensverändernden Wahrheiten des Evangeliums beschäftigen können. Danke, dass du uns immer wieder daran erinnerst und danke, dass es dein größter Wunsch ist, dass wir diese Dinge nicht nur einmal annehmen, sondern dass wir daran so gefestigt werden, dass wir auch für immer dabei bleiben. Herr, wir möchten heute uns erneut mit deinem Evangelium beschäftigen, mit dem, was Jesus für uns getan hat und möchten dich bitten, dass wir dadurch gestärkt werden, dass unser Glaube tiefe Wurzeln schlägt und dass wir bestärkt werden, gestärkt werden und bewahrt werden in dir. Sprich du durch dein Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:25] Wir sind in 1. Korinther 15. Paulus erinnert die Korinther, die Gemeindeglieder in Korinth, an das Evangelium. Er hat es ihnen vorher schon gepredigt, sie kennen es, sie sind auch fest darin gegründet und trotzdem wiederholt er es, weil er weiß, es wäre möglich, dass sie es auch wieder verlassen. Denn ein "einmal gerettet, immer gerettet" gibt es in der Bibel nicht. Paulus weiß, wir müssen uns immer wieder mit den wahren, mit den einfachen, klaren Wahrheiten des Evangeliums beschäftigen, um darin gefestigt zu bleiben.
[1:56] So lesen wir in 1. Korinther 15 und dort Vers 3: "Denn ich habe euch zuallererst das überliefert, was ich auch empfangen habe, nämlich dass Christus für unsere Sünden gestorben ist nach den Schriften." Das ist das allerentscheidendste, das Wichtigste: Jesus ist für mich und für dich für unsere Sünden gestorben, und zwar in Übereinstimmung mit den Prophezeiungen des Alten Testamentes. Sein Tod am Kreuz ist die Erfüllung der biblischen Prophetie und gilt dir und mir, sodass unsere Sünden vergeben werden können. "Und dass er begraben worden ist und dass er auferstanden ist am dritten Tag nach den Schriften." Auch die Auferstehung von Jesus ist die Erfüllung biblischer Prophetie. Paulus sagt, das Entscheidende ist: Jesus ist für mich gestorben und er ist auferstanden für dich und für mich, und das ist alles eine Erfüllung des Alten Testamentes. Das sind die Dinge, die wir immer und immer wieder wiederholen müssen, uns immer wieder drüber Gedanken machen müssen, dass wir sie nicht vergessen. Jesus ist für meine Sünden persönlich gestorben und er ist für deine Sünden gestorben und er ist auferstanden und hat damit die Prophezeiungen des Alten Testamentes erfüllt, was auch deutlich macht, dass wir uns immer wieder mit dem Alten Testament beschäftigen müssen, so wie mit dem Neuen, weil es uns zeigt, was Jesus für uns getan hat.
[3:14] "Und dass er dem Kephas erschienen ist, danach den Zwölfen." Das heißt, nach der Auferstehung. "Danach ist er mehr als 500 Brüdern auf einmal erschienen, von denen die meisten noch leben, etliche aber auch entschlafen sind." Diese Stelle ist sehr entscheidend, denn sie zeigt hier: Paulus sagt, es gibt nicht nur ein paar wenige Augenzeugen, es gibt zum Beispiel eine Gruppe von 500 und viele von denen leben noch. Ihr könntet sie also direkt fragen. Ihr könntet hinfahren und sie fragen. Es gibt viele Zeugen für die Auferstehung Jesu. "Danach erschien er dem Jakobus, hierauf sämtlichen Aposteln. Zuletzt aber von allen erschien er auch mir, der ich gleichsam eine unzeitige Geburt bin." Das bezieht sich natürlich auf sein Erlebnis, sein Erlebnis auf dem Weg nach Damaskus, was wir in Apostelgeschichte 9 gelesen haben. Ähm, mehr als drei Jahre nach der Auferstehung.
[4:00] "Denn ich bin der geringste von den Aposteln, der ich nicht wert bin, ein Apostel zu heißen, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe. Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade, die an mir erwiesen hat, ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet als sie alle, jedoch nicht ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist." Paulus sagt: Von allen, die Jesus gesehen haben nach seiner Auferstehung, bin ich viel zu viel später gekommen, erst Jahre später, und eigentlich bin ich es gar nicht wert, überhaupt ein Apostel zu heißen, weil ich ja einer der schwersten Verfolger der Urgemeinde gewesen bin. Aber doch hat Gott mein Leben verändert, und ich bin durch Gottes Gnade, was ich bin. Paulus hat seine komplette Identität in der Gnade Gottes in Jesus Christus gefunden. Schreibt er dann später im Galaterbrief, dass er mit Christus gekreuzigt ist und der jetzt nicht mehr alleine lebt, sondern Christus lebt in ihm. Und das ist die Erfahrung, die auch wir haben dürfen und haben sollen, dass wir eine völlig neue Identität haben in Christus und dass Gott in uns wirkt, egal, was unsere Vergangenheit gewesen ist, egal wie schlimm wir gesündigt haben, egal wie schwer wir uns an Gottes Gemeinde auch vergangen haben, wie hier Paulus sagt. Durch Gottes Gnade können wir verwandelt werden. Und ja, er hat sogar mehr missionarisch, evangelistisch erreicht als die zwölf Apostel. Das war nicht sein Verdienst, das war nicht seine Fähigkeit, es war Gott, der in ihm gewirkt hat.
[5:34] "Ob es nun aber ich sei oder jene, so verkündigen wir, und so habt ihr geglaubt." Und Paulus sagt ganz deutlich: Es liegt nicht an mir, es ist ganz egal, ob ihr das von mir hört oder von Jakobus oder von Petrus oder von Johannes oder von Matthäus. Es geht um Jesus, der von allen verkündigt wird.
[5:51] "Wenn aber Christus verkündigt wird, dass er aus den Toten auferstanden ist, wieso sagen denn etliche unter euch, es gebe keine Auferstehung der Toten?" Hier kommen wir zu einem weiteren Problem, der in Korinth diskutiert worden ist. Wir haben gesehen, es gab in Korinth Spaltungen, und Paulus hat viel Zeit darauf hier verwendet im Korintherbrief, im ersten Korintherbrief, um diese Spaltung einzudämmen und ihnen zu zeigen, dass das verkehrt ist. Es gab Streitigkeiten um das Götzenopferfleisch, es gab auch Herausforderungen in der Gottesdienstgestaltung, und es gibt offensichtlich theologische Streitigkeiten. Es gibt Leute, die behaupten, so wie es auch die Sadduzäer behauptet haben und wie es sicherlich auch vom griechischen Denken her beeinflusst gewesen ist, dass es keine leibliche Totenauferstehung gebe. Aber Paulus sagt: Erinnert euch daran, was ihr gelernt habt. Das Evangelium besagt: Jesus ist gestorben und auferstanden. Deswegen erwähnt er hier in den Versen vorher all die Zeugen. Er sagt, es gibt Zeugen, die das belegen. Das ist nicht nur eine theologische Abstraktion, das ist eine historische Realität. Paulus macht diesen Punkt ganz deutlich: Jesus ist nicht nur in unseren Herzen auferstanden, er ist nicht nur irgendwie mit seinen Gedanken in uns weitergelebt. Nein, Jesus ist historisch auferstanden und es gibt Zeugen, und diese Zeugen kann man befragen, und es gibt eine ganze Reihe von Zeugen, es gibt mehrere Ereignisse, und diese historische Realität der Auferstehung Jesu ist ein unabdingbares Fundament des Christentums.
[7:16] "Wenn es wirklich keine Auferstehung der Toten gibt, so ist auch Christus nicht auferstanden." Er sagt also: Wenn ihr an dieser Irrlehre, wenn einige von euch wahrscheinlich an dieser Irrlehre festhalten, dann untergraben sie das gesamte Evangelium, denn ohne Auferstehung ist doch Jesus nicht auferstanden. "Wenn aber Christus nicht auferstanden ist, so ist unsere Verkündigung vergeblich und vergeblich auch euer Glaube." Dann könnt ihr den Glauben auch gleich aufgeben, denn er basiert auf der historischen Auferstehung Jesu. Hier sehen wir, wie wichtig es ist, dass wir die Ereignisse des Evangeliums, die Kreuzigung, die Auferstehung als historische Tatsachen glauben und nicht nur als nette theologische Ideen, die man sich vielleicht so zusammenreimt. Es sind historische Tatsachen, ansonsten bricht das Christentum in sich zusammen.
[7:56] "Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil wir von Gott bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat, während er ihn doch nicht auferweckt hat, wenn wirklich Tote nicht auferweckt werden." Das ganze Evangelium würde dann sogar den Charakter Gottes, das Wesen Gottes, seine Taten verzerren, wenn es keine Auferstehung gäbe, denn dann würde die Botschaft etwas Falsches sagen. "Denn wenn Tote nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, so seid ihr noch in euren Sünden. Dann gibt es auch keine Erlösung." Paulus macht das ganz deutlich: Die historische Glaubwürdigkeit der Auferstehung ist entscheidend für die Sündenvergebung, denn wer das nicht glaubt, glaubt letztlich nicht das, was notwendig ist, um Sündenvergebung haben zu können.
[8:47] "Dann sind auch die in Christus entschlafenen verloren. Wenn wir nur in diesem Leben auf Christus hoffen, so sind wir die elendesten unter allen Menschen." Wenn also unser ganzes Leben nur darum besteht, hier Christen zu sein, aber dann nichts mehr danach zu haben, keine Hoffnung auf ein ewiges Leben, keine Hoffnung auf eine Auferstehung, dann warum sollen wir denn Christen sein? Das ist so ein bisschen zwischen den Zeilen der Punkt.
[9:12] "Nun aber ist Christus aus den Toten auferweckt, er ist der Erstling der Entschlafenen geworden." Das bedeutet nicht der erste, der jemals auferweckt worden ist oder der von den Toten auferstanden ist. Wir haben ja gesehen, dass Jesus auch tatsächlich anders als alle vor und nach ihm durch seine eigene Kraft, durch seine eigene Göttlichkeit sich das Leben wiedergegeben hat. Aber er ist der Erstling im Sinne des Ranges, er steht über allen anderen. Es gab einige, die vor ihm tot waren und wieder lebendig geworden sind, Mose zum Beispiel, und in den Evangelien finden wir einfache Beispiele auch bei Elisa und Elia. Aber Jesus ist der Erstling, er ist der Fürst über alle Auferstandenen.
[9:51] "Denn weil der Tod durch einen Menschen kam, so kommt auch die Auferstehung der Toten durch einen Menschen. Denn gleich wie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus alle lebendig gemacht werden." Aufgrund der Sünde von Adam sind wir alle sterblich geworden. Aber aufgrund der Erlösung durch Jesus werden tatsächlich alle Menschen auferstehen. Nun, nicht alle werden ewiges Leben haben. Wir wissen, dass einige auferstehen werden zum Leben, sagt Jesus in Johannes 5, und einige zur Auferstehung des Gerichtes, um dann für immer vernichtet zu werden.
[10:26] "Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus, danach die, welche Christus angehören bei seiner Wiederkunft." Das heißt, Jesus ist auferstanden im Jahre 31, und dann bei der Wiederkunft gibt es die Auferstehung all derer, die im Glauben an Jesus gestorben sind. "Danach das Ende, wenn er das Reich Gottes dem Vater übergeben wird, wenn er jede Herrschaft, Gewalt und Macht beseitigt hat." Dann gibt es auch noch die Auferstehung der Ungläubigen. "Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod beseitigt." Das ist das, was wir in Offenbarung 20 dann am Ende des Millenniums, am Ende der 1000 Jahren sehen, dass dann nach der Auferstehung der Ungerechten alle Ungerechten vertilgt werden, der Satan und alle Dämonen und auch der Tod selbst beseitigt wird.
[11:22] "Denn er muss herrschen, bis er alle Feinde unter seine Füße gelegt hat. Als letzter Feind wird der Tod beseitigt. Denn alles hat er seinen Füßen unterworfen. Wenn es aber heißt, dass ihm alles unterworfen ist, so ist offenbar, dass derjenige ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat. Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, damit Gott alles in allem sei."
[11:47] "Was würden sonst die tun, die sich für die Toten taufen lassen, wenn die Toten gar nicht auferweckt werden? Weshalb lassen sich denn für die Toten taufen?" Der Punkt ist hier nicht, dass man durch seine eigene Taufe Tote erlösen könnte. Das natürlich nicht der Punkt, sondern dass aufgrund des Glaubenszeugnisses derjenigen, die schon gestorben sind, Menschen sich jetzt zum Glauben entscheiden und wegen der Toten, weil Menschen, die für den Glauben gestorben sind, die ein geistiges Leben gelebt haben und dann gestorben sind, durch ihr Leben ein Beispiel gegeben haben für andere, die deswegen sich haben auch taufen lassen, dann wäre das ja alles nichtig, weil diejenigen, die dieses Vorbild gegeben haben, die den Anlass gegeben haben, jetzt nachdem sie gestorben sind, nichts mehr weiter erleben würden.
[12:37] "Und warum begeben auch wir uns stündlich in Gefahr? So wahr ihr mein Ruhm seid, den ich habe in Christus Jesus, unserem Herrn, ich sterbe täglich." Und dieser Vers, der hat eine ganz tiefe geistliche Anwendung auf unser geistliches Leben, dass wir jeden Tag dem eigenen Ich absterben sollen. Aber es bedeutet hier im Kontext auch ganz einfach, dass Paulus ständig in Todesgefahr ist. Er sagt: "Warum begebe ich mich in Todesgefahr, wenn es danach nichts mehr gibt? Wenn ich als Mensch in Ephesus mit wilden Tieren gekämpft habe, was nützt es mir, wenn die Toten nicht auferweckt werden? Lasst uns essen und trinken, denn morgen sind wir tot." Warum begibt sich Paulus in solche Gefahr? Warum ist er bereit, für den Glauben sogar als Märtyrer zu sterben, wenn es danach nichts mehr gibt? Weil dann könnte er das Leben ja genießen. Paulus zeigt: Die Auferstehung von den Toten ist eine entscheidende Lehre. Jesus ist historisch real von den Toten auferstanden, und ohne diese Lehre ist der gesamte christliche Glaube unnütz.
[13:42] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Danke sagen, dass wir daran erinnert werden durch dein Wort, wie entscheidend es ist, dass wir die Fakten des Evangeliums, die Kreuzigung Jesu, sein Leben zuvor, sein sündloses Leben, seine Bereitschaft, alle unsere Sünden auf sich zu nehmen, seine Auferstehung – sein Tod und seine Auferstehung –, sein Dienst jetzt im himmlischen Heiligtum – dass wir das als historische Realitäten glauben und uns nicht von Irrlehrern beeinflussen lassen, die uns falsche Dinge erklären wollen, die das ins Lächerliche ziehen wollen. Herr, schenk uns den Glauben, der dich beim Wort nimmt. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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