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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt zu Galater 1:1-17 beleuchtet Christopher Kramp die göttliche Autorität des Apostels Paulus und die unveränderliche Wahrheit des Evangeliums. Er warnt eindringlich vor der Verfälschung der Botschaft Christi und betont, dass Gottes Berufung auf Gnade und seinem ewigen Plan basiert, nicht auf menschlicher Leistung. Eine tiefgehende Betrachtung von Paulus‘ Bekehrung und seiner Hingabe an den Willen Gottes.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Seite 1222. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir so sehr danke sagen, dass du jeden Tag durch dein Wort zu uns sprichst. Wir möchten dir danke sagen, dass du es gut mit uns meinst, dass dein Wort Licht verbreitet, uns zeigt, wie du bist, auch wie wir sind, was uns fehlt und wie du uns alles im Überfluss geben kannst, was wir brauchen. Herr, dafür danken wir dir. Wir möchten dich von ganzem Herzen loben und preisen, dass dein Wort uns aufrichtet, dass es wirklich echte Stärke ist und dass es die Stimme, deine Stimme zu unserer Seele ist, genau das, was wir so dringend benötigen. Herr, wir möchten dich bitten, wenn wir jetzt auch den Galaterbrief lesen, dass du weiterhin durch dein Wort zu uns sprichst, dass du uns ermahnst, korrigierst, tröstest, Mut machst, Hoffnung schenkst, erleuchtest und mit Kraft erfüllst, gestärkt zu werden in unserem inneren Menschen, damit wir als deine Kinder in dieser dunklen Welt leuchten als Lichter und allen Menschen davon erzählen, welche Kraft wir bei dir gefunden haben. Herr, Dank dafür. Ich danke dir von ganzem Herzen persönlich dafür und möchte dich bitten, dass du jetzt unser Lehrer bist. Im Namen Jesu. Amen.

[2:08] Wir beginnen heute mit dem Galaterbrief, ein Brief von Paulus, der ganz besonders ist, der uns in einer sehr kompakten Form noch einmal viele wesentliche Gedanken präsentieren wird, die wir auch schon im Römerbrief gelesen haben, und der in besonderer Weise auch zeigt, wie sehr Paulus um Menschen gerungen hat, um die Gemeinden, um sie wirklich im Glauben nicht nur – nicht nur ihren Glauben zu starten, sondern – oder also, sie zum Glauben zu führen, sondern sie im Glauben zu stärken und zu festigen und sie auch vor Schaden zu bewahren. Und ich glaube, dass Jesus durch diesen Brief auch ganz besonders durch seinen Heiligen Geist zu uns heute sprechen möchte.

[2:54] Wir wollen beginnen in Galater 1 und dort Vers 1: „Paulus, Apostel, nicht von Menschen, auch nicht durch einen Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn auferweckt hat aus den Toten, und alle Brüder, die mit mir sind, an die Gemeinden in Galatien.“ Paulus schreibt einen Brief nicht an eine Gemeinde, wie bei den Römern oder den Korinthern, sondern an mehrere Gemeinden in Galatien. Galatien ist im Zentrum Kleinasiens, also der heutigen Türkei, gewesen. Eine Gegend, die vor allem dadurch bekannt geworden war, dass dort einige wenige Jahrhunderte zuvor die Kelten sich angesiedelt hatten, die aus Mitteleuropa in den Jahrhunderten vor Christus zum Teil in Griechenland mal eingefallen waren im dritten Jahrhundert vor Christus. Und dort als die Kelten, als die Galater, dann dort im Zentrum Anatoliens, Kleinasiens, ja, ein recht raues Leben auch gelebt haben. Ob der Paulus jetzt hier direkt an Kelten spricht oder auch an Griechen, die dort in dieser Provinz mittlerweile gelebt haben, oder andere Völkerschaften, das ist für die Frage, mit der wir uns hier beschäftigen wollen, relativ irrelevant. Entscheidend ist: Es sind Christen, die ursprünglich einmal keine Juden waren, das sind Heidenchristen. Und Paulus schreibt jetzt diesen Brief. Er ist nicht alleine, es sind einige Mitarbeiter von ihm dabei, und er macht von Anfang an deutlich, in welcher Autorität er spricht. Er spricht als Apostel, der nicht von Menschen berufen worden ist, der nicht durch Menschen zum Apostel gemacht worden ist, sondern der von Jesus Christus und von Gott, dem Vater, der Jesus auferweckt hat, berufen worden ist, Abgesandter zu sein für das Evangelium.

[4:44] „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus, der sich selbst für unsere Sünden gegeben hat, damit er uns herausrette aus dem gegenwärtigen bösen Weltlauf, nach dem Willen unseres Gottes und Vaters, dem die Ehre gebührt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.“

[5:04] Auch hier beginnt Paulus seinen Brief mit einer kurzen, aber präzisen Zusammenfassung dessen, was wir das Evangelium nennen, was die Bibel uns als das Evangelium präsentiert. Jesus ist für dich und für mich gestorben, für meine Sünden hat er sich hingegeben, und zwar mit einem Ziel: nicht damit wir in den Sünden weiterleben, sondern damit er uns herausrette aus dem jetzigen bösen Weltlauf, dass wir nicht mehr nach dem Zeitgeist leben, nicht mehr uns von den Moden und Prinzipien dieser Welt leiten lassen, nicht mehr den bösen Dingen folgen, die uns vorgespielt werden und die uns vorgeführt werden und mit denen wir versucht werden, sondern dass wir aus der Gnade leben, weil genau das ist der Wille Gottes, des Vaters. Er hat sich gewünscht, dass wir aus diesem Strom, der ins Verderben hinab als Ziel diesem Strom der gegenwärtigen Welt, dass wir herausgerissen werden. Jesus hat mich herausgerissen, und er möchte auch dich herausreißen. Vielleicht hat er das schon getan, vielleicht ist er gerade dabei, es zu tun, oder streckt dir gerade die Hand aus. In jedem Fall darfst du wissen: Jesus, Gott der Vater, möchte, dass du gerettet wirst und dass ich gerettet werde. Dafür können wir von ganzem Herzen danken.

[6:18] „Mich wundert, dass ihr euch so schnell abwenden lasst von dem, der euch durch die Gnade des Christus berufen hat, zu einem anderen Evangelium, während es doch kein anderes gibt. Nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium von Christus verdrehen wollen.“ Das, was wir im zweiten Korintherbrief schon greifen konnten, dass dort Menschen umherziehen, das Evangelium verfälschen, ein anderes Evangelium predigen, das finden wir jetzt hier auch in Galatien. Und Paulus sagt: „Ich wundere mich, wie schnell ihr das Evangelium wieder verlassen habt.“ Ein anderes Evangelium, eine andere Theorie, also in dem Fall dann wirklich nur eine falsche Theorie, nicht mehr die Kraft Gottes angenommen habt. Und hier sehen wir, wie schnell es gehen kann, dass wir, obwohl wir das Evangelium verstanden haben, ausgelebt haben und uns Jesus übergeben haben, wir doch wieder uns verführen lassen in eine falsche Richtung.

[7:09] „Aber selbst wenn wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes als Evangelium verkündigen würden, als das, was wir euch verkündigt haben, der sei verflucht!“ Paulus verwendet sehr starke Worte, um deutlich zu machen, dass das, was er gepredigt hat, das einzig wahre, echte Evangelium ist. Selbst wenn Paulus seine Meinung ändern würde, was offensichtlich ganz selbstverständlich nicht ausgeschlossen wäre – Paulus war ja nicht für immer einmal gerettet, für immer gerettet. Paulus musste auch täglich kämpfen und täglich sich Jesus unterstellen und täglich darum beten, dass der Heilige Geist ihn erfüllt. Paulus hätte sich ändern können, Paulus hätte sein Evangelium selbst verfälschen können. Und er sagt: „Glaubt nicht mir, weil ich es bin, sondern glaubt dem Evangelium, so wie es in der Erweisung der Kraft Gottes gehört habt.“ Kein anderes Evangelium.

[8:00] „Wie wir es zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn jemand euch etwas anderes als Evangelium verkündigt, als das, welches ihr empfangen habt, der sei verflucht!“ Und hier sehen wir, wie wichtig es ist, dass wir nicht irgendein Evangelium glauben, dass wir nicht irgendeine Variante uns aussuchen, die heute so präsentiert wird, sondern dass wir uns wirklich von ganzem Herzen danach sehnen und Gott darum bitten, dass er uns das wahre, das echte, das biblische Evangelium präsentiert, so wie es die Heilige Schrift lehrt. Und wehe uns, wenn wir anfangen, am Evangelium etwas zu verändern, um unseren Bedürfnissen anzupassen oder damit die Botschaft zu verbessern, um irgendwie eine größere Akzeptanz zu erreichen bei anderen Menschen.

[8:46] „Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zu Liebe? Oder suche ich Menschen zu gefallen? Wenn ich allerdings den Menschen noch gefällig wäre, so wäre ich nicht ein Knecht des Christus.“ Paulus macht ganz deutlich: Mein größter Wunsch ist es, Gott wohlzugefallen. Und obwohl Paulus sehr wohl – wir haben das in den Korintherbriefen ja gesehen – in der Lage war und bereit war, auch sich anzupassen an die Gewohnheiten, an die Lebenswelt der Menschen, die er erreicht hat – er sagt ja so berühmterweise, dass er den Juden Jude und den Griechen Grieche geworden ist – war er doch nicht bereit, dabei das Evangelium zu verändern. Er war bereit, auf bestimmte Äußerlichkeiten einzugehen, auf bestimmte kulturelle Gewohnheiten, Gedankenweise sich anzupassen, aber war nicht bereit – und auch wir sollten niemals bereit sein – das Evangelium auch nur ein klein wenig zu verändern. Das Evangelium von Jesus Christus muss immer dasselbe bleiben, wenn es uns erretten soll aus dieser bösen Welt heraus, aus diesem bösen Weltlauf heraus.

[9:50] „Ich lasse euch aber wissen, Brüder, dass das von mir verkündigte Evangelium nicht von Menschen stammt. Denn ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch erlernt, sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.“ Paulus sagt, das Evangelium hat er nicht von Menschen gelernt, es ist auch keine menschliche Erfindung, sondern das Evangelium, das Paulus predigt – und übrigens auch natürlich das Evangelium, das wir in den Evangelien finden – das ist das Evangelium, das Jesus selbst offenbart hat, indem er auf diese Welt kam und es vorgelebt hat, gepredigt hat, gelehrt hat, durch seine Heilungen illustriert hat, dass er durch seinen Kreuzestod von Golgatha Realität hat werden lassen, juristische Realität, dass jeder von uns gerettet werden kann, was er zuvor über all die Jahrtausende versprochen hatte, woran Menschen sich festgehalten haben im Glauben. Dieses Evangelium hat er durch seine Auferstehung und seinen Dienst jetzt im himmlischen Heiligtum für immer für uns Eintritt. Dieses Evangelium hat Paulus empfangen durch Visionen, durch Offenbarung. Jesus hat es ihm selbst offenbart.

[10:59] „Denn ihr habt von meinem ehemaligen Wandel im Judentum gehört, dass ich die Gemeinde Gottes über die Maßen verfolgte und sie zerstörte und im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Geschlecht übertraf durch übermäßigen Eifer für die Überlieferung meiner Väter.“ Paulus erzählt jetzt in gedrängter Form die wesentlichen Ereignisse seiner eigenen Bekehrungsgeschichte. Paulus war nicht nur ein Pharisäer, er war der Pharisäer der Pharisäer. Er hat mit solch einem Eifer für das Pharisäertum gewirkt, dass er sogar die Gemeinde Gottes zerstören wollte.

[11:29] „Als es aber Gott, der mich vor Mutterleib an ausgesondert und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel, seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das Evangelium unter den Heiden verkündigte, ging ich sogleich nicht mit Fleisch und Blut zu Rate, zog auch nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir Apostel waren, sondern ging weg nach Arabien und kehrte wieder nach Damaskus zurück.“

[11:59] Paulus sagt: „Als ich auf dem Weg nach Damaskus Jesus getroffen habe, da hat Gott mich berufen.“ Aber nicht, weil ich irgendwie es verdient gehabt hätte, nicht weil ich so ein guter Mensch gewesen wäre, ganz im Gegenteil, er war genau das Gegenteil von dem. Gott hatte ihn berufen, weil er ihn von Anfang an dafür ausersehen hatte. Er war schon im Mutterleib dafür gebildet worden, ein Missionar Gottes zu sein. Er wurde nicht Missionar, weil er so gut reden konnte, nicht Missionar, weil er einen großen Eifer hatte, weil er die Bibel so gut kannte. Er wurde Missionar, weil Gott ihn dazu geschaffen hat. Und alles, was Paulus dazu tun konnte, war, diese Berufung zu erkennen und im Glauben anzunehmen durch Gottes Kraft. Lieber Freund, liebe Freundin, Gott hat einen Plan für dich, und Gott beruft uns nicht, weil wir gut sind, nicht weil wir so viel geleistet haben, sondern er beruft uns, weil er uns sowieso dafür ausersehen hat. Und deswegen gibt es keinen Grund, warum wir uns rühmen sollen, keinen Grund, warum wir uns erheben sollen. Paulus hat nur das entdeckt, was Gott von Anfang an für ihn vorgesehen hatte. Jeremia wurde berufen, als er noch im Mutterleib war, zumindestens nicht berufen, aber er wurde dort ausersehen zum Propheten. Gottes Plan für dein Leben basiert nicht auf deiner Leistung. Gottes Plan für dein Leben basiert auf dem, wozu er dich geschaffen hat. Und ich möchte mir von ganzem Herzen vornehmen, Gottes Gnade anzunehmen, damit ich das ausleben kann und das ausführen kann, wozu Gott mich sowieso geschaffen hat, weil dann werde ich der glücklichste Mensch sein, dann werde ich in Harmonie mit dem sein, wozu Gott mich gemacht hat. Und Paulus sagt: „Als Jesus zu mir gesprochen hat, habe ich nicht mich von anderen Menschen beraten lassen, sondern ich habe Jesus, ihn allein, zu meinem Lehrer gemacht.“

[14:11] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, hab Dank von ganzem Herzen, dass du uns berufen hast durch deine Gnade, nicht weil wir etwas geleistet haben, nicht weil wir es verdient haben. Paulus sagt ja, niemand hätte es so wenig verdient gehabt wie er. Damit machst du ganz deutlich, dass wir uns deine Gunst nicht erkaufen können, nicht verdienen können, nicht uns dafür qualifizieren können. Aber wir können deine Gunst entdecken, weil du dich uns offenbarst. Und Herr, ich möchte und wir möchten von ganzem Herzen dir folgen und das sein, was du für uns vorgesehen hast, wozu du uns geschaffen hast. Wir wünschen uns so sehr, dass wir das Evangelium von dir persönlich erfahren, dass wir nicht nur Menschen folgen, dass wir wissen, was wir glauben, weil wir eine lebendige Erfahrung mit dir gemacht haben. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Ich danke dir, und jeder, der das von Herzen mit sagen kann, im Namen Jesu. Amen.


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