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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp die ersten Verse des Titusbriefes. Er erklärt, wie Paulus seinen Mitarbeiter Titus anleitet, Gemeinden auf Kreta zu organisieren und qualifizierte Älteste einzusetzen. Dabei werden die hohen Anforderungen an den Charakter und die Lehre von Gemeindeleitern hervorgehoben, um die Gemeinde vor Irrlehren zu schützen und die Wahrheit des Evangeliums zu bewahren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite.

[0:40] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du in deinem Wort ganz persönlich zu uns sprichst und dass wir dein Wort verstehen dürfen. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt durch deinen Heiligen Geist unsere Herzen ansprichst und erfüllst und dass wir begreifen, was der Brief, den Paulus an Titus geschrieben hat, auch uns heute zu sagen hat. Öffne unsere Herzen, unsere Ohren und hab Dank, dass du versprochen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen, wozu du es gesandt hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:23] Wir beginnen heute mit dem Brief an Titus. Paulus hatte mehrere Mitarbeiter. Wir haben ja einige in den Briefen bisher auch schon namentlich kennengelernt, und so wie sich zwei Briefe an seinen Mitarbeiter Timotheus erhalten haben, so auch ein Brief an Titus. Wir beginnen in Titus Kapitel 1 und dort Vers 1.

[1:46] Paulus, Knecht Gottes und Apostel Jesu Christi, gemäß dem Glauben der Auserwählten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit, die der Gottesfurcht entspricht, aufgrund der Hoffnung des ewigen Lebens, das Gott, der nicht lügen kann, vor ewigen Zeiten verheißen hat.

[2:06] Was für eine wunderbare Aussage: Gott lügt nicht! Wenn Gott etwas sagt, dann meint er es so. Wenn Gott etwas verspricht, dann wird er es auch halten. Gott kann nicht lügen. Auf sein Wort können wir bauen, wir können ihm tatsächlich von ganzem Herzen trauen.

[2:32] Zu seiner Zeit aber hat er sein Wort geoffenbart in der Verkündigung, mit der ich betraut worden bin, nach dem Befehl Gottes, unseres Retters, an Titus, mein echtes Kind nach unserem gemeinsamen Glauben: Gnade, Barmherzigkeit, Friede sei mit dir von Gott, dem Vater, und dem Herrn Jesus Christus, unserem Retter.

[2:57] Wir haben gesehen, dass Paulus auch den Timotheus als sein Kind im Glauben betrachtet hat. Paulus hatte eine väterliche Fürsorge für die jüngeren Mitarbeiter, die er ausgebildet hat und die er mit in das Missionsfeld genommen hatte.

[3:14] Ich habe dich zu dem Zweck in Kreta zurückgelassen, damit du das, was noch mangelt, in Ordnung bringst und in jeder Stadt Älteste einsetzt, so wie ich dir die Anweisung gegeben habe.

[3:26] Paulus hat, wenn er Missionsfelder besucht und Gemeinden gegründet hat, dort nicht alles bereits organisieren können, nicht alles umsetzen können, was für den Erfolg einer Ortsgemeinde auf Dauer notwendig gewesen ist. Wenn er dann also weitergezogen ist in seiner Evangelisationstätigkeit, hat er, wie hier sichtbar wird, Mitarbeiter zurückgelassen, die dann dafür gesorgt haben, dass die notwendige Nacharbeit stattfand, dass die Gemeinden auch vollumfänglich organisiert worden sind. Für Paulus war es also offensichtlich ganz wichtig, dass die Gemeinden auch eine ganz robuste, gute Struktur bekommen, damit sie ihrem Auftrag gerecht werden können.

[4:10] Titus sollte dort den Kretern in jeder Stadt Älteste einsetzen. Das heißt, in jeder Stadt sollte es dann auch mehrere Gemeindeleiter geben, die den Ortsgemeinden vorstehen würden, um diese dann im Sinne des Evangeliums zu leiten und zu führen.

[4:27] Wenn einer untadelig ist, Mann einer Frau, und treue Kinder hat, über die keine Klage wegen Ausschweifung oder Aufsässigkeit vorliegt.

[4:37] Das Familienleben eines Menschen ist ein ganz entscheidendes Kriterium, ob jemand geeignet ist, in der Gemeinde Gottes Leitungsfunktion zu haben. Wenn jemand seine eigenen Kinder nicht erziehen kann, wie soll er die Gemeinde Gottes führen?

[4:54] Der Gemeindeleiter nach Paulus, so wie auch schon in den anderen Briefen an Timotheus, zum Beispiel im 1. Timotheusbrief, soll ein Mann sein, Mann einer Frau. Denn ein Aufseher muss untadelig sein als ein Haushalter Gottes, nicht eigenmächtig, nicht jähzornig, nicht der Trunkenheit ergeben, nicht gewalttätig, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern gastfreundlich, das Gute liebend, besonnen, gerecht, heilig, beherrscht. Einer, der sich an das zuverlässige Wort hält, wie es der Lehre entspricht, damit er imstande ist, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen als auch die Widersprechenden zu überführen.

[5:36] Wir sehen hier, was ein Gemeindeleiter nicht sein soll und wie er sein soll. Er soll nicht eigenmächtig handeln, er soll nicht einen Geist der Unabhängigkeit haben, sondern er soll mit Gott und natürlich auch im Verbund mit seinen Brüdern und Schwestern handeln und er soll nicht das Gefühl haben, dass alles von ihm abhängt und dass er allein willkürlich entscheiden kann. Im Werk Gottes gibt es keine Willkürherrschaft. Er soll nicht jähzornig sein. Auch sein Lebensstil in Bezug auf das, was er isst und trinkt, wird angesprochen. Er soll nicht nach Gewinn streben, nicht gewalttätig sein. Und damit zeigt sich, dass ein Gemeindeleiter in besonderem Maße einen Charakter darstellen soll, wie er dem Wesen Jesu entspricht. Er soll das Gute lieben, er soll besonnen sein, also nicht dem Fanatismus anheimfallen, heilig, gerecht, beherrscht.

[6:32] Ein Gemeindeleiter soll in der Lage sein, die biblische Lehre tatsächlich auch korrekt und richtig und gewinnend weiterzugeben. Ein Gemeindeleiter darf nicht nur gewählt werden nach seinen organisatorischen Fähigkeiten, er ist nicht nur ein Manager, der alle Termine organisiert und synchronisiert, sondern er ist jemand, der die Verantwortung dafür trägt, was in seiner Gemeinde an biblischer Lehre präsentiert wird und dass die Lehre, die dort präsentiert wird, auch wirklich biblisch und gesund ist. Deswegen muss er das Wort Gottes sehr gut kennen und er muss in der Lage sein, auch Irrlehrern entgegenzutreten und sie im Geiste Jesu zu konfrontieren, im Geiste Jesu die Wahrheit dann hochzuhalten.

[7:16] Denn es gibt viele widerspenstige und leere Schwätzer und Verführer, besonders die aus der Beschneidung. Denen muss man den Mund stopfen. Entschuldigung, denen muss man den Mund stopfen, denn sie bringen ganze Häuser durcheinander mit ihren ungehörigen Lehren um schändlichen Gewinnes willen.

[7:38] Irrlehrer können nicht einfach toleriert werden, sie können nicht einfach laufen gelassen werden. Man muss ihnen entgegentreten, weil sie ganze Familien mit sich in den Abgrund stürzen.

[7:48] Einer von ihnen, ihr eigener Prophet, hat gesagt: „Die Kreter sind von jeher Lügner, böse Tiere, faule Bäuche.“

[7:57] Hier bezieht sich Paulus natürlich explizit dann auf die Insel Kreta, in der Titus ja aktiv ist.

[8:08] Dieses Zeugnis ist wahr. Aus diesem Grund weise sie streng zurecht, damit sie gesund seien im Glauben.

[8:15] Es ist wichtig, wenn wir gesund sein wollen im Glauben, dass wir auch wirklich zurechtgewiesen werden. Und Gemeindeleiter haben die Aufgabe, auch entsprechend Tadel und Ermahnung im richtigen Geist an der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt auch anzubringen, damit die Gemeindeglieder im Glauben gesund sind.

[8:37] Und nicht auf jüdische Legenden achten und auf Gebote von Menschen, die sich von der Wahrheit abwenden.

[8:42] Menschen wie alle haben die Tendenz dazu, dass wir uns anderen menschlichen Meinungen anschließen, dass wir Fabeln und Legenden gerne folgen, die vielleicht unsere Emotionen ansprechen. Und davor soll ein Gemeindeleiter seine Gemeindegeschwister bewahren.

[9:04] Den Reinen ist alles rein; den Befleckten aber und Ungläubigen ist nichts rein, sondern sowohl ihre Gesinnung als auch ihr Gewissen sind befleckt.

[9:13] Sie geben vor, Gott zu kennen, aber mit den Werken verleugnen sie ihn, da sie verabscheuungswürdig und ungehorsam und zu jedem guten Werk untüchtig sind.

[9:24] Wir haben schon im Zweiten Timotheusbrief gelesen, wie Paulus vor den Menschen warnt, die äußerlich sich zu Christus bekennen, aber innerlich in ihrem Charakter dem völlig widersprechen. Und auch Titus warnt er vor solchen Irrlehrern und macht deutlich, dass es wichtig ist, dass die Gemeinde organisiert ist, damit sie solchen Dingen entgegentreten kann und diese Gefahr abwenden kann.

[9:50] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass du deine Gemeinde gegründet hast als einen Ort, wo die Wahrheit hochgehalten wird. Danke, dass deine Gemeinde organisiert ist, damit sie auch in den vielen Herausforderungen unserer Zeit effektiv arbeiten kann. Und Herr, wo in der Gemeinde Missstände sind, da bitten wir dich, dass wir mit Demut und mit Überzeugung und Vollmacht durch dich für die Wahrheit eintreten können, damit die Lehre nicht verfälscht wird und das rettende Evangelium noch viele Menschen erreichen kann. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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