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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In diesem Offenbarungsseminar zu Vers 3:11 beleuchtet Mirjam Giebfried die zentrale Botschaft von Jesu baldigem Kommen. Sie untersucht zahlreiche biblische Stellen, die diese Wiederkunft ankündigen, und diskutiert, wie diese Erwartung das Leben der Gläubigen prägen sollte. Das Video zieht Parallelen zur intensiven Vorbereitung der Milleriten vor 1844 und regt zur Selbstreflexion über die eigene Haltung zur Wiederkunft an.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt oder euch das Video später anschaut. Schön, dass ihr heute hier seid. Wir wollen weiter in der Offenbarung studieren, sind in Vers 11 angekommen. Und das ist ein Vers von zentraler Wichtigkeit, nicht nur bei der Gemeinde Philadelphia, sondern überhaupt in der ganzen Bibel, weil er von einem Thema spricht, das das Fundament für uns ist. Und bevor wir uns dem heute widmen, lasst uns gemeinsam niederknien, wo es möglich ist, und beten.

[1:30] Unser Vater im Himmel, wir danken dir, dass wir jetzt zu dir kommen können und dass wir dein Wort haben, dass wir studieren dürfen. Herr, wir bitten dich um deinen Geist, dass er uns leitet, dass er unsere Herzen berührt. Vater, du hast uns viel zu sagen, denn Jesu Kommen steht vor der Tür. Und wir danken dir, dass wir diese Hoffnung haben, dass wir uns nach unserem Erlöser sehnen dürfen. Herr, du willst alles neu machen und du willst uns zu dir heimholen. Bitte bereite uns auch entsprechend darauf vor. Das bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.

[2:20] Lasst uns gemeinsam aufschlagen Offenbarung 3 und dort Vers 11. Und wer den hat, darf einmal laut vorlesen: „Siehe, ich komme bald! Halte fest, was du hast, damit dir niemand deine Krone nehme.“ Danke schön. „Siehe, ich komme bald! Halte fest, was du hast, damit dir niemand deine Krone nehme.“ Es ist ein Satz, der so aus drei Komponenten besteht, die wir uns heute genauer anschauen wollen, und der aber entscheidend ist. Was ist das für ein Satz? Ist das eine Frage, oder ist es einfach so eine Information? Was ist das? Eine Aufforderung oder ein Aufruf mit Dringlichkeit? Ich weiß nicht, ob bei euch da auch ein Ausrufezeichen steht. Keine Ahnung, ob das im Original so war, aber vom Inhalt her heißt es doch: Ich komme bald, halte fest, was du hast. Das ist die Aufforderung, damit dir niemand deine Krone neme. Und das ist von großer Bedeutung.

[3:35] Wann hat Jesus schon einmal davon gesprochen, dass er kommen würde? Haben wir da in den letzten Wochen schon mal davon gehört, ja, vielleicht Monaten auch? Ja, wir hatten in Kapitel 2 Vers 25, mhm, seine Aussage: „Doch was ihr habt, das haltet fest, bis ich komme.“ Mhm, genau, da hat Jesus es schon mal gesagt. Das war Offenbarung 2 Vers 25. Und da ist doch eine ganz starke Parallele zu unserem Vers, oder? Weil es ist die gleiche Aufforderung und es ist der gleiche Grund, warum sie etwas festhalten sollen, nämlich: Jesus kommt.

[4:32] Okay, eine... Ja, genau, das ist noch dazu. Und das ist noch, hier sieht man noch mehr, ähm, dass es ja, dass Jesu Kommen der Grund ist. Ähm, davor war es eher so: „Halte es fest, bis ich komme.“ Also, da wird so eine Zeitspanne aufgemacht. Gibt es sonst noch Verse in der Offenbarung bisher, wovon Jesu Kommen die Rede ist?

[5:11] Ja, du darfst. Wir hatten in Offenbarung 3 Vers 3, mhm, ähm: „So denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße! Wenn du nun nicht wachst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht erkennen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde.“ Mhm, genau, da haben wir es auch. Es gibt noch einen Vers. Ja, schreib sie mal beide mit auf. Du darfst gerne vorlesen: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde. Ja, Amen.“ Danke schön. Also, wir finden eigentlich, wenn wir es jetzt mal so betrachten, sind jetzt in Kapitel 3 von 22, da finden wir schon mehrere Hinweise auf Jesu Kommen. Es ist also nie so gewesen, dass Jesus es so völlig außer Acht gelassen hätte und gesagt hätte, oh, jetzt ist halt was anderes dran, sondern von der Einleitung, bis, wie wir dann auch sehen werden, bis zum Schluss des Buches, ist das ein zentrales Thema, das sich da hindurchzieht. Jetzt muss ich kurz mein Laptop reanimieren. So, okay. Ähm.

[6:33] Jetzt gibt es aber auch noch außerhalb der Offenbarung Stellen, die auf Jesu Kommen hinweisen. Für uns ist es ja als Siebenten-Tags-Adventisten eigentlich so ein eher selbstverständliches Thema, würde ich jetzt mal so sagen. Ähm, wir glauben das, wir wissen das, aber wie würden wir es jetzt jemand anderem erklären, der es vielleicht zum ersten Mal hört? Wie könnten wir dem sagen, oder wie würden wir dem erklären, dass in der Bibel dieser Gedanke von Jesu Wiederkunft präsent ist? Er hat es selber gesagt.

[7:24] Ist Matthäus 24. Okay, da haben wir schon ein ganz wichtiges, großes Kapitel. Ich schreib noch mit auf. Ähm, es ist auch insofern wichtig, ich weiß nicht, mit welchen Menschen ihr so in eurem Umfeld zu tun habt, aber ich kenne viele, die Christen sind und aber trotzdem nicht diese Vorstellung von Jesu Wiederkunft haben, die nicht wissen, dass Jesus buchstäblich noch ein zweites Mal auf diese Erde kommen wird, weil in unseren Kreisen gibt es dann oft so diese Vorstellung, na ja, wenn man stirbt, dann geht man halt in den Himmel und dann ist man irgendwie bei Gott. Und das nimmt auch so ein bisschen vorweg, dass Jesus wiederkommen müsste, weil man ist ja dann schon bei Gott. Und das ist ganz wichtig, dass wir das auch anderen anhand der Bibel zeigen können, dass es so ist.

[8:35] Jakobus 5 Vers 7. Vorlesen: „So wartet nun geduldig, ihr Brüder, bis zur Wiederkunft des Herrn. Siehe, der Landmann wartet auf die köstliche Frucht der Erde und geduldet sich ihretwegen, bis sie den Früh- und Spätregen empfangen hat.“ Mhm, genau. Und dann noch ein paar Verse danach sagte Jakobus, dass der Richter schon vor der Tür steht, oder? Also, da ist nicht nur der Gedanke von Jesu Wiederkunft hier da, sondern auch von Jesu baldiger Wiederkunft. Sehr gut. Was habt ihr noch für Verse, die von der Wiederkunft sprechen? Oder Kapitel? Das ist doch jetzt eine gute Übung für uns.

[9:28] Ja, der vielleicht zentralste Vers ist Johannes 14 Vers 1 bis 3, wo Jesus seinen Jüngern sagt: „Ich komme wieder.“ Und er sagt das explizit: „Habt keine Angst, fürchtet euch nicht, euer Herz schrecke nicht.“ Dann sagt er: „So komme ich wieder.“ Genau, das sagt Jesus höchstpersönlich und auch so unmissverständlich, wie es nur geht, oder? Er sagt: „Ich gehe hin, euch eine Stätte zu bereiten.“ Und wir kennen die Geschichte von Jesus, dass er gestorben ist, dass er auferstanden ist, dass er in den Himmel aufgefahren ist. Und dann sagt er: „Ich komme von dort wieder.“ Sehr gut. Lass uns das vielleicht kurz lesen, oder? Ja, die zwei Engel, mhm, wo die geschaut haben, als Jesus gegangen ist, gesagt haben: „Was schaut ihr? Er kommt ja wieder.“ Genau, genau, so wie ihr ihn habt in den Himmel gehen sehen, so wird er auch wiederkommen. Das heißt, es sind zwei Zeugen. Mhm, genau. Ja, also lasst uns noch Johannes 14, 1 bis 3 vergegenwärtigen: „Euer Herz schrecke nicht! Glaubt an Gott und glaubt an mich! Im Haus meines Vaters sind viele Wohnungen. Wenn nicht, so hätte ich es euch gesagt. Ich gehe hin, um euch eine Stätte zu bereiten. Und wenn ich hingehe und euch eine Stätte bereite, so komme ich wieder und werde euch zu mir nehmen, damit auch ihr seid, wo ich bin.“ Mhm, das ist ein Versprechen. Danke schön. Und das ist auch eine ganz schöne Begebenheit, weil kurz darauf fragt einer der Jünger, ja, weil Jesus sagt ja dann noch: „Wohin ich aber gehe, wisst ihr, und ihr kennt den Weg.“ Und er sagt der Thomas: „Woher sollen wir den Weg kennen?“ Und was ist dann Jesu Antwort? „Ich bin der Weg, die Wahrheit.“ Ich bin der Weg. Das ist ganz wichtig und eigentlich einfach zu verstehen, aber wichtig. Jesus sagt nicht, er wird wiederkommen und dann wird die ganze Welt einfach gerettet und alles wird gut sein. Ja, es wird schon auch alles gut sein, aber er sagt: „Diesen Weg könnt ihr nur dann wieder mit mir gehen, wenn ihr auf dem Weg seid, wenn ihr mich habt.“ Er ist der Weg. Erlösung gibt es nur durch Jesus. Es ist nicht so, dass sich einfach ganz viele Ereignisse erfüllen müssen und dann werden wir alle erlöst, sondern Jesus sagt ihnen hier schon: „Ihr braucht mich, um einmal überhaupt mit mir auf der neuen Erde sein zu können.“

[12:35] Jetzt gibt es noch andere Verse, und die würde ich gerne mit euch aufschlagen, wo wir auch sehen, dass die Wiederkunft etwas mit unserem Leben jetzt schon macht. Und da haben wir zum Beispiel zum einen Philipper 4 Vers 5. Vorlesen: „Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren! Der Herr ist nah.“ Danke schön. Das steht im Kontext von: „Freut euch im Herrn allezeit!“ Aber mal sage ich: „Freut euch!“, was wir gerne hören und zitieren. Und dann ist es jetzt nicht mehr ganz so bekannt, wo Paulus sagt: „Eure Sanftmut lasst alle Menschen erfahren! Der Herr ist nah.“ Und seht ihr, dass er hier auch wieder so ein bisschen als ein Argument benutzt, Jesu Wiederkunft, dass sie vor der Tür steht, ist für ihn so ein Grund zu sagen, okay, seid sanftmütig, schaut, wie euer Lebenswandel ist. Der Paulus ist da nicht der Einzige. Titus 2 Vers 13 hat so eine ähnliche Message. Titus 2 und dort Vers 13. Ich, mhm: „Indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus.“ Okay, das ist jetzt nur so ein Halbsatz, und man fragt sich, wo fängt der an, was ist hier eigentlich die Botschaft? Ähm, einigen wir uns erstmal darauf, dass mit der Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus die Wiederkunft gemeint ist, oder? Hier steht nicht das Wort Wiederkunft, aber wenn Jesus erscheint, dann kommt er wieder. Jetzt in den Versen davor heißt es: „Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen. Sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit.“ Der Titus macht eins ganz klar: Zu seiner Zeit ist der Jesus nicht wiedergekommen, aber er sagt, in der Zeit, in der wir jetzt leben, sollen wir besonnen, gerecht, gottesfürchtig sein. Wir sollen Gottlosigkeit ablehnen und weltliche Begierden lassen, oder verleugnen, heißt es hier, mit Hinblick auf Jesu Wiederkunft. Weil Jesus wiederkommt, entscheidet sich ein Titus und alle, die auf sein Wort jetzt hier hören, dafür, ein anderes Leben zu führen. Und das ist auch für uns ganz bedeutsam, weil manchmal ist es ja so, ja, glaubst du an Jesu Wiederkunft? Ja, natürlich glaube ich an Jesu Wiederkunft. Und wir können das auf der Straße so sagen, aber die Frage, die die Bibel hier aufwirft, ist: Zeigt dein Leben, dass du an Jesu Wiederkunft glaubst? Seid ihr bereit? Bist du bereit? Genau. Lebst du so, als ob Jesus zu unserer Zeit, können wir sagen, vielleicht noch zu deiner Lebzeit wiederkommt?

[16:24] Auch Timotheus. Das wird der Paulus dem Timotheus auch gesagt, in 2 Timotheus 3. Und dort wollen wir nicht alles lesen, aber die Verse 1 bis 10 machen das ganz klar. Zweiter Timotheus 3: „Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden. Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, zügellos, gewalttätig, dem Guten Feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen. Sie lieben das Vergnügen mehr als Gott. Dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Von solchen wende dich ab.“ Stopp. Und jetzt spring mal zu Vers 10: „Du aber bist mir nachgefolgt in der Lehre, in der Lebensführung, im Vorsatz, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe und im standhaften Ausharren.“ Mhm, genau. Beziehungsweise, je nach Übersetzung, ist das auch noch so ein bisschen, ähm, hier nicht nur eine Tatsache, sondern auch noch mal ein Aufruf. Also, der Timotheus soll anders sein angesichts dessen, dass hier heißt, es jetzt die letzten Tage schlimme Zeiten mit sich bringen, dass die Menschen, ähm, schlimmer werden, die Moral verfällt. Aber Timotheus soll einen Unterschied machen, und er soll ein Vorbild sein. Ähm, so können auch andere Menschen aufmerksam werden. Und vielleicht, wenn wir das jetzt auf uns heute übertragen, vielleicht können wir auch, haben wir das ein oder andere Mal die Gelegenheit, wenn Leute uns fragen, warum lebst du so, dass wir sagen können: „Ich lebe so, weil ich glaube, dass Jesus wiederkommt.“ Es macht wirklich einen Unterschied. Ich habe das öfters erlebt, dass mir mal, dass mir auch gesagt worden ist, ja, du sollst nicht zu viel Zeit für die Gemeinde aufwenden, das kannst du ja vielleicht mal in deine Rente tun. Aber ich habe dann immer wieder sagen müssen: „Ich weiß nicht, ob Jesus vor meiner Rente wiederkommt. Ich kann es nicht aufschieben, weil Jesus sagt: ‚Siehe, ich komme bald.‘“ Wir sollten uns diese Worte immer vor Augen halten und so handeln. Und das ist jetzt ein bisschen lustig, was sie sagt, als ob wir tatsächlich glauben, dass die Ankunft des Herrn nahe ist und dass wir Pilger und Fremde auf der Erde sind. Also, sie sagt nicht mal, dass wir so handeln müssen, wenn wir es glauben, sondern selbst dann, wenn es uns gerade im Moment nicht so bewusst ist und wir uns dessen gerade nicht so sicher sind, ähm, dann sollen wir trotzdem so handeln, als ob wir daran glauben, dass die Ankunft des Herrn nahe ist.

[19:35] Genau. Jetzt ist die Botschaft von Jesu Kommen, die haben wir ja jetzt hier scheinbar noch dringlicher in der Gemeinde Philadelphia und auch zentraler. Ist die etwas Besonderes für die Gemeinde?

[19:56] Philadelphia war ja schon bei Paulus auch da, wie wir gesehen haben, und bei Titus war sie auch da. Aber in diesem Zeitabschnitt von Philadelphia war diese Botschaft etwas Besonderes. Was meint ihr? Ja, also, ich denke, sie war deswegen besonders, weil wir gesehen haben, Philadelphia ist die Gemeinde, die sozusagen an die letzte Zeitprophezeiung rangereicht, die Tür öffnet sich zum Allerheiligsten. Das heißt, und dadurch, dass die sechste Gemeinde ist von den sieben, ist auch klar, sind ziemlich am Ende. Deswegen, wir haben wir damals immer wieder rausgearbeitet, die ersten Gemeinden hier haben diese Botschaft noch nicht. Ab der vierten Gemeinde kommt die Botschaft: „Ich komme.“ Jetzt kommt der bald. Also, da merkt man so diese, es kommt näher, es kommt näher. Das ist jetzt sozusagen, also, ja, genau.

[20:49] Mhm, sag's laut. Aber sie hat ja auch gedacht, dass er kommt. Genau, die haben sich ja vorbereitet. Wir haben ja alles gemacht, da, dass er ja, dass er kommt, genau zu dieser Zeit. Es hat sich gewaltig was getan in Gottes Gemeinde. Und ich möchte mir das heute auch noch ein bisschen mit euch anschauen, weil wir kommen ja dann zu diesem Punkt, wo es heißt: „Halte fest, was du hast.“ Die Frage, die ich mir gestellt habe, ist zum einen, was hatten sie damals, was haben wir heute noch so als Erbe mitbekommen? Aber vielleicht auch, was haben wir heute verloren von dem, was sie hatten? Doch bevor wir dazu kommen, ich denke auch, dass dieses, diese Botschaft von Jesu Wiederkunft, wir hatten ja am Anfang gesagt, in der Offenbarung kommt die immer wieder, die muss ihnen auch deswegen so sehr vor Augen gewesen sein, weil sie ja in dieser Zeit von kurz vor 1844, da haben sie ja angefangen, die intensiv zu studieren. Die haben sich das Buch Daniel und auch das Buch Offenbarung vorgeknöpft. Und das hat dazu geführt, dass sie diese Wiederkunftshoffnung ganz neu wieder aufgenommen haben. Das war ihnen so vor Augen. Und wenn die haben das ständig wieder gelesen. Und von daher war es ja in ihnen so eine besondere und feierliche Botschaft, die sie hatten. Ähm, jetzt genau, da kam noch ein bisschen was dazwischen hier. Ähm, du hattest schon gesagt, wir sehen auch, es schreitet in der Zeit voran auf Jesu Wiederkunft. Gab es auch für sie Gründe zu sagen, ja, jetzt wirklich kommt Jesus bald?

[22:59] Gründe? Okay, es war ja, dass Miller gerechnet hat, dass 1844 Jesus kommt. Das heißt, das waren ja paar Jahre, und darauf haben sie sich vorbereitet. Darauf haben sie alles stehen und liegen gelassen, verkauft und alles ins Gottes Werk hinein investiert. Und da gab's, jeder hat gelesen, alle wollten es predigen, alle wollten was sagen, alle wollten die Menschen warnen. Also, sie waren da richtig Feuer und Flamme, und die waren sicher, er kommt. Diese Prophezeiung von Daniel 8 hat sie, das hat das so ein Feuer geschürt. Ja, gibt es sonst vielleicht noch anderes, wo sie sagen konnten, wir sind in der Zeit der Weltgeschichte vorangeschritten?

[23:42] Ja, es gab andere Prophezeiungen, die sich erfüllt haben. Also, es gab 1840 die sechste Posaune, es gab 1833 den Sternenfall, vorher schon den finsteren Tag. Also, es gab so mehrere Dinge, die Ende des 18., Anfang des genau sich erfüllt haben. Mhm, genau. Das sind wir, weil du hattest von Matthäus 24 auch genannt, das ist ja das Kapitel schlechthin, ähm, wo Jesus von der Zeit vor seinem Kommen spricht. Und da gibt es eben so etwas wie den Sternenfall oder wie dann das Erdbeben von Lissabon oder ähm genau auch die Sonnenfinsternis, die sich am Ende vom 18. Jahrhundert, wie du gesagt hast, erfüllt haben. Und das war noch mal so, es waren noch mal so Schritte näher auf Jesu Wiederkunft hin.

[24:31] Ich, ich sehe da eine Prüfung, dass der Glaube so stark war, dass sie alles gelassen haben. Mhm, da kommen wir, da kommen wir gleich noch drauf. In Matthäus 24 eine Prophezeiung, die wir bis heute auch noch nicht so richtig erfüllt sehen, ist da Matthäus 24 Vers 14, wo es heißt: „Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen.“ Das ist bis heute noch nicht so, dass die gesamte Welt das Evangelium gehört hat, leider. Aber trotzdem könnte man auch sagen, wenn sie das gelesen haben, dann haben sie schon damals gesehen, dass sich auch einiges getan hat, weil es sind Bibelgesellschaften gegründet worden, es ist die Mission, die weltweite Mission wirklich vorangegangen zu der Zeit. Und das hat sich auch zunehmend erfüllt. Ja, sind auch jetzt, also, in unserer Zeit ist ja auch das, das Träume, Gesichte, dass Menschen, wo wir nicht hinkommen, dass sie von Jesus oder von den Engeln unterrichtet werden. Also, es ist gerade auch jetzt gerade wieder eine Erweckung. Ja, wir sind ja nicht weiter weg von Jesu Kommen, oder? Wir sind noch näher dran als die Menschen damals. Und was aber jetzt traurig ist, und da kommen wir zu dem Teil auch dazu: Manchmal ist es uns nicht so bewusst wie den Menschen damals, obwohl wir heute wissen, dass Jesus wirklich, wirklich bald kommt, leben wir, als ob es nicht so wäre.

[26:24] Was haben wir denn jetzt? Mache ich da mal das Fass auf. Was haben wir denn von den Pionieren in der Zeit, und ich leg mich da jetzt bewusst nicht ganz fest, aber in der Zeit so kurz vor 1844 alles gelernt? Was haben wir denn von den mitbekommen? Jetzt müsst ihr euch ein bisschen reinversetzen. Du hast schon gesagt, ihr habt schon gesagt, die waren Feuer und Flamme. Die hatten zum Beispiel eine riesen Opferbereitschaft, oder? Ja, die haben so, so viel von der Wiederkunft gesprochen, mhm, dass als die Leute sich dann gefragt haben, wie sollen wir sie nennen, da haben sie gesagt, also, das, was die alle auszeichnet, obwohl sie zum Teil verschiedene Sachen ja geglaubt haben in Details, die haben immer von der Wiederkunft gesprochen, haben sie gesagt, das sind die Wiederkunftsleute, und haben sie deswegen Adventisten genannt. Es war...

[27:14] sie deswegen Adventisten genannt. Es war also keine Bezeichnung, die man ihnen, die sie sich selbst gegeben haben, sondern die man ihnen von außen gegeben hat, weil selbst Nichtgläubige gesagt haben: „Die Wiederkunft ist bei denen das zentrale Thema.“

[27:26] Jetzt können wir das vielleicht parallel machen, weil wir können uns jetzt gleich schon immer überlegen: Ist es etwas, was wir heute noch genauso haben, oder ist da was verloren gegangen? Wo würdet ihr das einordnen, die Wiederkunftserwartung? Ich habe selber letztens in der Predigt die Geschwister gefragt: Würden, wenn also, wenn unsere Kirche heute noch keinen Namen hätte und Leute einfach mal ein Jahr lang uns beobachten zu Hause, in der Gemeinde, und die Leute sollten jetzt unserer Kirche einen Namen geben, würden die auch sagen: „Das sind die Wiederkunftsleute, weil die reden ständig nur von der Wiederkunft.“ Und das habe ich mich selbst gefragt. Ja, also, wir reden von vielen Sachen, aber ist die Wiederkunft so zentral, dass die Leute, dass Außenstehende sagen: „Okay, das sind die Adventisten, die reden ständig von, ja, das sind die von der Wiederkunft.“

[28:15] Ich mache das mal auf die Seite, auf die Seite mache ich mal alles, was so ein Stück weit verloren gegangen ist. Okay, ich würde auch die Wiederkunftserwartung dazu packen, mit tränendem Auge.

[28:29] Auch die Vorbereitung, auch die Vorbereitung der Menschen, die das Wort studiert haben. Die waren die Menschen des Buches. Die wussten, was sie predigen, sie wussten, was in der Bibel steht, sie kannten sich aus. Sie hatten keine Angst, sich vor irgendjemand hinzustellen und auch, dass sie ihr Leben in Ordnung bringen, dass sie gebetet haben, dass sie zu Menschen gegangen sind, sich entschuldigt haben für Dinge, die sie gemacht haben.

[28:57] Ja, vielleicht um das gleich noch zu ergänzen: Es gibt ja ganz interessante, also ganz bewegende Geschichten von Kriminellen, die dann aus Überzeugung und Bekehrung sich noch gemeldet haben und dann noch ins Gefängnis gegangen sind, zum Teil sogar noch dann über Kontinente, über den Atlantik gefahren sind, um dort ins Gefängnis zu gehen, weil sie nicht sozusagen ungerechtfertigterweise dann noch frei sein wollten, weil sie sozusagen ja ihre Sünde noch bekennen wollten. Also, da haben Leute wirklich krasse Sachen gemacht.

[29:31] Was man auch sehen kann: Die missionarische Durchdringung in die Gesellschaft war enorm, war so stark. Es gab damals, muss die Botschaft von Miller so in der Gesellschaft gewesen sein, dass sogar die, also die Firmen, die weltlichen Unternehmen, in ihren Werbeplakaten so Miller-Slogans aufgegriffen haben. Zum Beispiel gab es so eine Tabakfirma, ja, mit Zigaretten, die hat dann geschrieben: „Die Zeit“, also hat ein Bild gemacht mit so einem Engel, der durch den Himmel fliegt, und die Zeit ist gekommen, um diese Zigaretten zu kaufen oder so. Ja, und also, das war so präsent, dass die Welt das aufgegriffen hat. Man kann natürlich fragen, wann war das letzte Mal, dass weltliche Medien jetzt unsere Slogans aufgegriffen haben, weil das alle davon gesprochen haben?

[30:14] Mission ist da auch ein ganz großer Punkt. Nicht einfach nur, also Mission natürlich klar, aber Mission nicht einfach nur als Bemühung, sondern die haben tatsächlich die Leute erreicht. Das war ein tragendes Thema. Und wenn ich das noch ergänzen darf: Man weiß heute, der Miller hat die Hauptgruppe, die er angesprochen hat, waren Männer zwischen 30 bis 50. Wenn ihr ein bisschen was über Demografie auch in unseren Gemeinden wisst, das ist genau die Gruppe von Menschen, die wir am schlechtesten erreichen: Männer zwischen 30 bis 50, ja, die so mit dem Leben stehen, ja, die jetzt also nicht noch nicht am Lebensabend stehen und noch nicht irgendwie jugendlich sind, sondern so richtig die eigentlich mit am schwersten zu erreichen. Und die hat er am besten erreicht. Und das lag natürlich an seinen Predigten und an der Prophetie und weil das alles so sinnvoll war und auch spannend. Ja, und also, das meine ich so: Der hat auch Gesellschaftsschichten erreicht, die wir oft nicht so erreichen.

[31:14] Gibt es auch etwas auf der Seite, wo man wirklich sagen kann: Das haben wir geerbt, das haben wir heute noch von den Pionieren? Den Sabbat.

[31:32] Okay, wäre dann auch die Frage, ob wir ihn so halten wie die damals, aber okay, ich nehme ihn auf. Ja, die haben zum Teil von 18 Uhr bis 18 Uhr gehalten, weil sie es erstmal nicht besser wussten. Ja, das stimmt. Ja, also, was sie auf jeden Fall auch haben,

[31:46] also hoffentlich immer noch haben, aber eine persönliche Sache ist diese Bereitschaft, nur dann eine Lehre anzunehmen, wenn sie wirklich aus der Bibel kommt. Ja, also diese Bereitschaft, allein der Bibel zu folgen und nur der Bibel und nichts anderes als Bibel, keine Tradition. Das ist eine ganz grundlegende Eigenschaft der Milleriten gewesen, die sich ganz klar durchzieht bis...

[32:20] Ihr, mich gerade in dieser Zeit, ich versetze mich gerade so in die Zeit rein: Es waren weniger Menschen. Ja, und wir sind heute überfüllt, wir sind einfach so mit so viel Information zugedrückt, dass die Menschen gar nicht mehr wissen, wo hinten und vorne ist. Die einen sagen: „Jesus kommt bald!“, die anderen sagen: „Er lässt sich noch Zeit!“, die anderen sagen: „Na ja, Jesus, also, ich meine, ich weiß nicht.“ Es ist eine andere Zeit, das ist anders, ja. Aber ich glaube,

[33:00] was die Menschen damals hatten und was wir heute auch haben können, ist dieser Fokus. Die waren nicht mit allem Möglichen beschäftigt und haben Gemeinde mal so nebenbei gemacht beziehungsweise Bibelstudium mal so nebenbei, sondern die haben sich bewusst entschieden: „Okay, ich gebe meinen Beruf auf“, oder „Ich opfere jetzt meine Abendstunden, Nachtstunden.“ Ich will jetzt nichts gegen die Gesundheitsbotschaft sagen, aber die haben das so zur Priorität gemacht, dass sie auch Zeit dafür hatten. Und heutzutage haben wir alle möglichen Reize, und manches ist vielleicht auch in Ordnung, aber es ist nicht so wertvoll, wie wenn wir uns wirklich dem Bibelstudium widmen würden. Ja, die haben auch nicht diese Technologien gehabt, also so wie wir jetzt. Wir haben WhatsApp, wir haben das, wir haben Livestream. Das hatten sie alles nicht, und trotzdem waren sie mehr unterwegs und mehr persönlich als wir. Wir machen vieles über den Livestream, über das Unpersönliche. Aber die sind ja von Dorf zu Dorf, von Haus zu Haus, wo auch immer, Hauskreise. Es gab da viel, viel mehr, als du sagst. Manches war wirklich deutlich beschwerlicher.

[34:17] Aber, und das ist wieder eine Parallele zu uns heute, die wir noch heute haben: Sie haben die Technik benutzt, die sie hatten. Sie haben von Anfang an Zeitschriften gedruckt, haben die hingeschickt, wo immer auch niemand hinkam. Aber von Anfang an gesagt: „Wir müssen alle Mittel nutzen, die wir haben.“ Haben das Modernste, was sie damals hatten, benutzt und haben dann auch diese Charts gemacht, diese Karten, wo man alles schnell sehen konnte, also, was wir heute mit PowerPoint machen. Ja, oder also, wir sind da quasi wirklich ihre Erben. Das hat sich durchgezogen, also Prophetieverkündigung. Es ist heute zwar anders, also die Art und Weise, aber das Prinzip sozusagen, also, in die Fläche zu gehen und weit auszustreuen, persönlich, aber auch öffentlich, viel öffentlich.

[35:01] Was haben wir von denen? Ja, genau das wollte ich gerade noch sagen. Also, es ist nicht nur der Sabbat, aber die haben ja damals sich noch ganz viel erst erarbeiten müssen und einigen müssen, was sie dann letztendlich glauben. Und wir können heute schon daraus schöpfen. Das ist für uns ein gewaltiger Vorteil. Wir wissen es oft nur nicht so zu schätzen. Und teilweise übernehmen wir das auch von irgendwelchen Predigern oder so was. Aber das ist, ja, also, dass wir die Wahrheit an sich schon kennen dürfen, sollte uns einfach nur Grund dazu geben, dass wir selber noch mal in der Bibel studieren, ja, nicht dass wir so sagen: „Wir nehmen das jetzt einfach so hin und das ist halt so“, sondern wir dürfen das selbst noch mal in der Bibel nachprüfen.

[35:57] Ich muss euch echt sagen, in der letzten Zeit habe ich mich auch ein bisschen mehr mit dieser Zeit beschäftigt, und das muss schon faszinierend gewesen sein damals, was alles so im Gange war, was Gott aber auch gesegnet hat und wo er vorangebracht hat. Und trotzdem hat es sich immer um dieses Thema gedreht, das war so der Angelpunkt. Sie schreibt noch dazu: „Eine der feierlichsten und zugleich wichtigsten Wahrheiten, die die Bibel offenbart, ist die des zweiten Kommens Christi, um das große Werk der Erlösung zu vollenden. Die Lehre von der zweiten Ankunft ist der eigentliche Grundton der Heiligen Schrift.“ Also, kein Wunder, wenn sie die Offenbarung studiert haben, es ging immer, immer wieder um Jesu Wiederkunft. Wenn sie überhaupt die Bibel insgesamt studiert haben, es ging immer, immer wieder um Jesu Wiederkunft. Warum es uns heute nicht so viel um Jesu Wiederkunft geht, hängt folglich möglicherweise auch damit zusammen, dass wir weder die Offenbarung noch die Bibel im gesamten ausreichend

[37:20] studieren. Sie sagt noch ein paar ganz schöne Sachen dazu, und die lese ich euch jetzt gerade noch vor. Sie sagt auch: „Siehe, ich komme bald! Halte fest, was du hast, dass niemand deine Krone nehme.“ Das ist der gesamte Vers von heute. Auch hier werden wir im Hinblick auf den Konflikt zur Treue ermahnt. Hatten wir vorhin gesehen: Es hängt immer wieder damit zusammen, wie ist dein Leben? Bist du bereit für Jesu Wiederkunft? Wir dürfen keinen Punkt aufgeben, den wir bereits gewonnen haben. Und hier könnte man vielleicht noch die Gesundheitsbotschaft, obwohl, nee, die kam später. Sorry, die Heiligtumslehre, genau, die könnte man mit dazunehmen, die kam auch zu der Zeit. Wir dürfen keinen Punkt aufgeben, den wir bereits gewonnen haben. „Von nun an, bis Jesus kommt, wird der Kampf immer heftiger werden. Wir werden auf Menschen treffen und ihnen widerstehen müssen, die als sehr weise und gelehrt gelten, die aber geistlich nicht weise sind, um gerettet zu werden.“ Dann kommen wir vielleicht jetzt noch zu diesem letzten Abschnitt von Offenbarung 3, Vers 11, wo es heißt, dass niemand deine Krone

[38:42] Nachsatz vielleicht mal so mit eigenen Worten: Du hast, okay, gut. Das, also, dass jemand die Krone wegnehmen kann, bedeutet, dass man sie schon mal grundsätzlich hat.

[38:58] Und jemand kann es dir wegnehmen.

[39:05] Wer kann es wegnehmen?

[39:10] Also, es sagt ja hier: „Wir werden auf Menschen treffen und ihnen widerstehen müssen, die als sehr weise und gelehrt gelten, die aber geistlich nicht weise sind, um gerettet zu werden.“ Ich will nicht sagen, dass es die einzige richtige Lösung ist, aber ich verstehe das ein Stück weit so: Diese Krone kann einem genommen werden durch andere, die einen wieder vom richtigen Weg abbringen. Es ist nicht so gemeint, und das würde rein grammatikalisch auch passen, dass alle irgendwie um einen Preis spielen und nur der Beste gewinnt. So ist es nicht. Wir haben auch Verse, die das noch unterstützen können. Ja, wir haben doch das Beispiel in Mose, Adam und Eva. Sie hatten das Kleid, und es wurde ihnen genommen, indem sie sich verführen haben lassen, und indem sie gesündigt haben, haben sie das verloren. Und genauso ist das: Du hast die Krone. Bist du Gott treu in dem, was er sagt, oder lässt du dich verführen und verlierst dann alles?

[40:25] Was ist das für eine Krone?

[40:29] Ja, ich denke, es ist die Krone, die Paulus am Ende von 2. Timotheus, Kapitel 4, wo er in Vers 8 sagt: „Von nun an liegt für mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, die mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tag zuerkennen wird, nicht aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben.“ Die Erscheinung, die Wiederkunft.

[40:52] Genau, war 2. Timotheus 4, Vers 8, gell? Das ist auch ein Vers, den ich auch rausgesucht habe, und in dem eben deutlich wird: Es gibt eine Krone für alle, die auf die Wiederkunft Jesu warten, also, die seine Erscheinung lieb gewonnen haben. Nicht so, dass es nur eine begrenzte Anzahl von Kronen gibt und die besten, weiß ich nicht, 1000 bekommen die, sondern eigentlich hat Gott für jeden Menschen eine Krone. Nur diese Krone kann weggenommen werden, wenn man Jesus eben nicht, ja, letztendlich, wenn man ihm nicht nachfolgt. Also, Voraussetzung ist dafür, dass wir uns auch nach Jesu Wiederkunft sehnen. Haben wir so eine Krone, oder ist diese Krone noch an anderen Stellen zu

[41:53] finden? Wir hatten sie schon in der Offenbarung. Schaut mal mit mir in Offenbarung 2, Vers 10. Weil diese Krone, die gab es nicht erst ab einem bestimmten Zeitalter, sondern die gab es auch schon ein bisschen früher. „Fürchte nichts von dem, was du erleiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr geprüft werdet, und ihr werdet Drangsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so werde ich dir die Krone des Lebens geben.“ Danke schön. Also, hier wird eine Krone des Lebens genannt. In Jakobus, ja, Jakobus 1, Vers 12, haben wir die gleiche

[42:50] Bezeichnung. Und da heißt es, es geht wieder um dieses Aushalten, Ausharren, oder in dem Fall wäre es jetzt das Festhalten: „Glückselig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er sich bewährt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche der Herr denen verheißen hat, die ihn lieben.“ Also, man kann sagen, das spielt auf das ewige Leben an, wobei wir aber auch wissen, es gibt schon auch buchstäbliche Kronen, die Jesus für uns bereithält. In Petrus 5, es ist nicht die Krone des Lebens, sondern

[43:42] Und ja, 2 bis 4 müssen wir eigentlich lesen, dass wir einen ganzen Satz haben: „Hütet die Herde Gottes bei euch, indem ihr nicht gezwungen, sondern freiwillig Aufsicht übt, nicht nach schändlichem Gewinn strebend, sondern mit Hingabe, nicht als solche, die über das ihnen zugewiesene herrschen, sondern indem ihr Vorbilder der Herde seid. Dann werdet ihr auch, wenn der oberste Hirte offenbart wird, den unverwelklichen Ehrenkranz empfangen.“ Ja, da steht jetzt nicht „Krone“ dort, aber es ist ein unverwelklicher Ehrenkranz, den würden wir auch noch mal in Korinther 9 finden.

[44:29] Was darauf hinweist: Es ist nichts, was verloren geht. Es ist nicht so wie mit dem, was wir jetzt schon über die Zeit verloren haben, was aber nicht heißt, dass es so bleiben soll. Ja, wir haben uns heute darauf wieder besonnen, was die Pioniere damals so hatten, nicht um zu sagen: „Schade, hätten wir doch nur damals gelebt!“, sondern um uns Gedanken zu machen: Wie können wir, wie kann ich mein eigenes Bibelstudium fördern? Wie kann ich das, was ich schon weiß, in meinem Leben umsetzen? Ich kann dadurch mir Kraft und Ermutigung holen, dass ich weiß: War so ein Joseph Bates zum Beispiel, der war ganz konsequent, wenn es um Reformation in seinem Leben ging, und noch viele andere. Wie können wir in der Gesellschaft präsenter werden? Das alles sollen wir uns heute wieder vor Augen halten, denn wir haben eine Krone des Lebens zu ergattern. Nicht nur zu ergattern, wir haben sie eigentlich schon, wir haben sie festzuhalten. Wir haben eine unvergängliche Krone, die auf uns wartet. Und jetzt ist noch die Frage: Sind wir bereit, das, was wir haben, festzuhalten und das, was so im Begriff ist, von uns zu verschwinden, dass wir das festhalten und packen, bis Jesus wiederkommt? Nicht nur heute, nicht nur morgen, nicht nur übermorgen, und nicht nur, dass wir es uns als Vorsatz für das nächste Jahr nehmen, sondern dass wir wirklich dranbleiben, bis Jesus wiederkommt. Dafür brauchen wir Gottes Hilfe auch, und deswegen lasst uns jetzt noch mal darum

[46:26] beten. Unser Vater im Himmel, danke, dass wir uns heute Gedanken machen durften, wie viel du uns schon gegeben hast. Herr, du hast uns so reich gesegnet, und vor allem dürfen wir diese große Hoffnung haben, dass Jesus bald wiederkommt, buchstäblich. Herr, vergib uns, dass wir das oft vergessen und es sich auch in unserem Leben nicht so zeigt. Vergib uns, Herr, dass wir dieses kostbare Erbe so verunreinigt haben, dass wir so lau geworden sind, obwohl du diese feurige Botschaft schon vor so vielen Jahren entfacht hast. Vater, wir bitten dich, dass du uns veränderst, dass du unser Leben reformierst. Herr, wir bitten dich, dass du das, was du uns gebietest, auch in uns bewirkst, nämlich, dass wir an deiner Wahrheit und an dir vor allem festhalten. Lass es so bleiben, lass uns an dir festhalten, bis Jesus wiederkommt. Das bitten wir in seinem kostbaren Namen. Amen.


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