In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Hebräer 2:2-3:6. Er betont, dass Jesus als Gott und Mensch die ultimative Errettung ermöglicht und seine Herrlichkeit über die von Engeln und Mose stellt. Das Video erklärt, wie Jesus durch sein Leiden und seine Menschwerdung zum barmherzigen Hohepriester wurde, der uns in Versuchungen beistehen kann und die Macht des Todes gebrochen hat. Eine tiefgehende Betrachtung von Jesu einzigartiger Rolle als Apostel und Hohepriester, die zur Standhaftigkeit im Glauben ermutigt.
Gott auf (m)einer Seite: Hebräer 2:2-3:6
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: Bibel, HebräerPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Tägliche Andachten
Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.
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Serie: Gott auf (m)einer Seite
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Transkript
[0:30] [Musik] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf meiner Seite, heute mit Hebräer 2, Vers 2 bis 3, Vers 6. Lasst uns gemeinsam beten.
Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus unser König sein möchte, unser König sein kann. Danke, dass Jesus uns genau gezeigt hat, wie du bist, dass er uns gezeigt hat, wie sehr du Gerechtigkeit liebst und wie du die Sünde hasst. Und Herr, wir möchten dich bitten heute an diesem Tag, dass du durch dein Wort zu uns sprichst, dass unsere Gedanken neu auf Jesus ausgerichtet werden, dass wir durch ihn verstehen und durch dein Wort, wie du bist, was du für uns tun möchtest, dass wir dir vertrauen dürfen. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:23] Wir sind in Hebräer Kapitel 2. Paulus hat in Kapitel 1 gezeigt, wie hoch erhaben Jesus ist, dass er nicht nur einer der biblischen Propheten im Alten Testament ist, dass er nicht nur ein Engel ist, sondern dass er Gott ist, König des Universums. Und Paulus macht den Lesern seines Briefes deutlich, dass sie sehr genau auf das achten sollen, was sie von Gott in der Bibel gehört haben, damit sie nicht vom Glauben abgleiten.
[2:01] Wir lesen weiter in Hebräer 2, Vers 2: „Denn wenn das durch Engel gesprochene Wort“ – gemeint ist damit das, was am Berg Sinai dem Mose durch die Engel vermittelt worden ist, und das ist ein Gedanke, den wir schon bei Stephanus finden in seiner letzten Predigt vor dem Sanhedrin, vor dem Hohen Rat in der Apostelgeschichte 7, da sagt auch er ganz deutlich, dass das Gesetz durch die Engel den Menschen am Sinai gegeben worden ist – „denn wenn das durch Engel gesprochene Wort zuverlässig war und jede Übertretung und jeder Ungehorsam den gerechten Lohn empfing, wie wollen wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung missachten?“
[2:45] Paulus’ Argument ist: Wenn schon im Alten Testament Menschen keine Hoffnung hatten, die Gottes Plan abgelehnt haben, der sich dort in Zeichen und Symbolen im Opferdienst gezeigt hat, wie wollen wir dann entfliehen, wenn wir das Evangelium ablehnen? Ohne das Evangelium gibt es keinen Weg zu Gott. Wenn wir Jesus ablehnen, dann sind wir tatsächlich buchstäblich hoffnungslos verloren. Und das ist eines der Kernanliegen des Hebräerbriefes, zu zeigen, dass es ohne Jesus keine Errettung geben kann. Es gab ja damals noch sehr viele Menschen, die glaubten, wenn sie einfach dem Alten Testament folgen, ohne Jesus anzunehmen, wenn sie einfach in dem, was bis dahin bekannt gewesen war, bevor Jesus auf die Welt gekommen war, wenn sie einfach dem folgen und Jesus nicht als Erlöser annehmen, dass sie trotzdem ewiges Leben haben können. Und Paulus zeigt ganz deutlich durch den gesamten Brief, dass das nicht möglich ist, denn all das, was das Alte Testament sagt, weist auf Jesus hin und führt uns zu Jesus. Die Option, ein bibelgläubiger Mensch zu sein, ohne an Jesus zu glauben, etwas, was damals zur Urzeit des ersten Jahrhunderts viele Menschen, gerade auch die jüdisch aufgewachsen waren, als Option haben wollten – diese Option, sagt Paulus, gibt es nicht.
[4:12] „Diese also diese Errettung wurde ja zuerst durch den Herrn verkündigt und ist uns dann von denen, die ihn gehört haben, bestätigt worden, das heißt also durch die Apostel, wobei Gott sein Zeugnis dazu gab mit Zeichen und Wundern und mancherlei Kraftwirkung und Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen.“ Paulus sagt, die Verkündigung des Evangeliums durch Jesus und die Apostel ist durch mächtige Zeichen und durch die Ausgießung des Heiligen Geistes bestätigt und damit auch bekräftigt worden.
[4:43] „Denn nicht Engeln hat er die zukünftige Welt, von der wir reden, unterstellt, sondern an einer Stelle bezeugt jemand ausdrücklich und spricht: Was ist der Mensch, dass du an ihn gedenkst, oder der Sohn des Menschen, dass du auf ihn achtest? Du hast ihn ein wenig niedriger sein lassen als die Engel, mit Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrönt und hast ihn gesetzt über die Werke deiner Hände. Alles hast du seinen Füßen unterworfen.“ Paulus erinnert daran, dass in den Psalmen deutlich geschrieben steht, dass es der Mensch war, den Gott geschaffen hatte, Adam und Eva, die eigentlich die Herrschaft über diese Welt ausführen und ausüben sollten, indem er ihm – Verzeihung – aber alles unterworfen hat. „Hat er nichts übrig gelassen, dass ihm nicht unterworfen wäre.“
[5:36] „Jetzt aber sehen wir noch nicht, dass ihm alles unterworfen ist. Wir sehen aber Jesus, der ein wenig niedriger gewesen ist als die Engel wegen des Todesleidens, mit Herrlichkeit und Ehre gekrönt. Er sollte ja durch Gottes Gnade für alle den Tod schmecken.“ Jesus ist Mensch geworden und als Mensch wird er einmal auch über die Neue Erde für alle Ewigkeit herrschen.
[6:04] Der Hebräerbrief zeigt zwei entscheidende Wahrheiten ganz deutlich: Jesus ist Gott und er ist Mensch. Und weil er Gott ist und Mensch wurde, dabei seine Göttlichkeit nicht aufgegeben hat, sondern jetzt Gott mit uns ist, Immanuel, dadurch ist der Erlösungsplan möglich. Er hat durch Gottes Gnade für uns den Tod geschmeckt. „Denn es war dem angemessen, um dessen willen alles ist und durch den alles ist, da er viele Söhne zur Herrlichkeit führte, den Urheber ihres Heils durch Leiden zu vollenden.“
[6:55] „Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt werden, sind alle von einem. Aus diesem Grund schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu nennen, sondern spricht: Ich will meinen Brüdern deinen Namen verkündigen, inmitten der Gemeinde will ich dir Lob singen.“ Jesus schämt sich nicht, lieber Freund, liebe Freundin, dich seinen Bruder, seine Schwester zu nennen. Jesus ist dein Bruder, und wenn du dich von allen Menschen verlassen fühlst, darfst du wissen, dass sich Jesus nicht über dich schämt. Jesus sagt: „Das ist mein Bruder, das ist meine Schwester.“ Denn Jesus wurde Mensch und hat den Tod für uns auf sich genommen.
[7:40] „Und wiederum: Siehe, ich und die Kinder, die mir Gott gegeben hat. Da nun die Kinder an Fleisch und Blut Anteil haben, ist er gleichermaßen dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den außer Wirksamkeit setzte, der die Macht des Todes hatte, nämlich den Teufel, und alle diejenigen befreite, die durch Todesfurcht ihr ganzes Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.“
[8:10] Indem Jesus für uns gestorben ist, dürfen wir wissen, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Wir müssen keine Angst mehr vor dem Tod haben, denn Jesus hat die Macht des Todes, das heißt die Macht des Teufels, gebrochen. „Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens Abrahams nimmt er sich an. Daher musste er in jeder Hinsicht den Brüdern ähnlich werden, damit er ein barmherziger und treuer Hohepriester würde in dem, was Gott betrifft, um die Sünden des Volkes zu sühnen. Denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er denen helfen, die versucht werden.“ Jesus ist nicht nur Gott und König des Universums, er ist auch unser Bruder. Er ist derjenige, der selbst gelitten hat und weiß, wie es ist zu leiden. Er ist uns ähnlich geworden. Er ist ein treuer und barmherziger Hohepriester, weil er weiß, wie es ist, auf dieser sündenverseuchten Welt als Mensch zu leben. Deswegen ist er uns in jeder Hinsicht ähnlich geworden und deswegen hat er selbst gelitten, als er versucht wurde. Deswegen hat er sich selbst auch dazu bereit erklärt, versucht zu werden, um uns, die wir ständig mit Versuchung zu kämpfen haben, helfen zu können.
[9:44] „Daher, ihr heiligen Brüder, die ihr Anteil habt an der himmlischen Berufung“ – also wir sehen hier, Paulus schreibt an Menschen, die schon das Evangelium gehört und für sich angenommen haben – „betrachtet den Apostel und Hohepriester unseres Bekenntnisses, Christus Jesus.“ Wir reden oft, wenn wir über das Neue Testament sprechen, über die Apostel, die von Jesus eingesetzt worden sind, oder über Paulus, der dann später zum Apostel der Heiden gemacht worden ist. Aber der Apostel schlechthin, der Gesandte Gottes im höchsten Sinne, ist Jesus. Er ist der Hohepriester, zu dem wir uns bekennen, „welcher dem treu ist, der ihn eingesetzt hat, wie es auch Mose war in seinem ganzen Haus.“ Wiederum vergleicht Paulus jetzt Jesus mit jemandem aus dem Alten Testament. Die Hebräer haben natürlich Mose als den ersten Verfasser biblischer Bücher, als den Gründer sozusagen der Religion gesehen, die sie selbst hatten. Aber Mose war ja nicht der Gründer der Religion, er war nur das erste Werkzeug Gottes, einer Reihe von vielen Propheten, auch wenn Mose eine ganz besondere Rolle gehabt hat. „Denn dieser ist“ – also gemeint ist Jesus – „ist größerer Ehre wert geachtet worden als Mose, wie er doch, der welcher ein Haus gebaut hat, mehr Ehre hat als das Haus selbst. Denn Jesus ist Schöpfer und nicht nur ein Geschöpf wie Mose. Denn jedes Haus wird von jemand gebaut, der aber alles gebaut hat, ist Gott. Auch Mose ist treu gewesen als Diener in seinem ganzen Haus zum Zeugnis dessen, was verkündet werden sollte. Christus aber als Sohn über sein eigenes Haus. Und sein Haus sind wir, wenn wir die Zuversicht und das Rühmen der Hoffnung bis zum Ende standhaft festhalten.“
[11:40] Paulus’ Argument ist im Wesentlichen, dass wenn ihr glaubt, dass Mose eine so wichtige Figur ist, weil er so treu gewesen ist, dann schaut auf Jesus. Er war mindestens genauso treu, aber er war nicht nur einer der vielen Propheten und Patriarchen, er ist doch eine ganz andere Kategorie. Er ist Gott, er ist Schöpfer und gleichzeitig wurde er Mensch und war so treu, wie es nicht einmal Mose gewesen ist. Er ist wirklich der beste Hohepriester und der beste Apostel, den wir uns vorstellen können.
[12:12] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, danke, dass Jesus auf diese Welt gekommen ist. Danke, dass Jesus für uns gestorben ist und dass durch Jesus einmal der ursprüngliche Plan, dass Menschen auf dieser Welt als Könige regieren werden, möglich sein wird, indem Jesus, der König des Universums ist, Mensch wurde und einmal in Ewigkeit als Sohn des Menschen regieren wird über die gesamte Welt und wir mit ihm Könige und Priester sein dürfen. Herr, hab Dank, dass auch trotz unserer Untreue du zu deinen Plänen und zu deinen Beschlüssen stehst und dass du deine Verheißungen wahr machst und dass jeder, der dir glaubt, daran Anteil haben kann. Hab Dank dafür von ganzem Herzen.
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