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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf meiner Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Hebräer 9:19-10:14 und den Übergang vom alten zum neuen Bund. Er erklärt, wie die irdischen Opfer und das Heiligtum lediglich Schatten waren, die auf das vollkommene Opfer Jesu am Kreuz hinwiesen. Der Sprecher betont Jesu einmaliges, ewiges Opfer und seinen Dienst im himmlischen Heiligtum, der die Reinigung von Sünde und die Heiligung der Gläubigen ermöglicht. Das Video lädt dazu ein, die tiefgreifende Bedeutung von Golgatha für das persönliche Leben zu erkennen und im Glauben an Jesus Erlösung zu finden.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite". Heute mit Hebräer 9:19-10:14. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du dir den neuen Bund ausgedacht hast und ihn uns erklärt hast und uns gezeigt hast, ja, dass du durch Jesus ihn möglich gemacht hast und möglich machst. Wir möchten dich bitten, dass, wenn es irgendetwas in unserem Leben gibt, das uns von dir trennt, dass du es uns offenbarst und durch Jesus es von uns nimmst, dass wir durch den Glauben wissen dürfen, dass Jesus am Kreuz dafür gestorben ist, dass du uns von aller Sünde und Unreinheit erlöst, dass wir im Glauben an Jesus erleben können, wie wir mit dir leben und wie dein Gesetz unser Herz erfüllt. Herr, wir danken dir so sehr für die tiefen und großartigen Gedanken, die wir in deinem Wort finden können. Wir danken dir, wie wir erkennen können, wie der alte Bund den neuen schon vorausgeschattet hat und wie das irdische Heiligtum bereits auf das himmlische hinweist. Wie wir viele Dinge besser verstehen können, je mehr wir drüber nachdenken. Danke, dass du unsere Gebete hörst und dass du unser Lehrer bist. Danke, dass du uns Stück für Stück in die Wahrheit führst. Und Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt auch zu uns sprichst, dass dein Wort uns erfüllt und wir verstehen, wie du wirklich bist. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:11] Wir sind in Hebräer Kapitel 9. Paulus hat hier weiter gesprochen über den neuen Bund und den alten Bund, über das himmlische Heiligtum und das irdische Heiligtum. Er hat interessanterweise auch ein Gleichnis im irdischen Heiligtum gefunden, wonach die zweite Abteilung, das Allerheiligste, sozusagen ein Typos ist für das himmlische Heiligtum. Also, so wie der Priester immer ins Heilige ging und dann einmal im Jahr am großen Versöhnungstag ins Allerheiligste, so gab es lange Zeit einen irdischen Heiligtumsdienst, bis dann Jesus kam und ins himmlische Heiligtum gegangen ist. Das heißt nicht übrigens, dass Jesus sofort in das Allerheiligste des himmlischen Heiligtums gegangen ist, denn wir wissen, dass auch das irdische Heiligtum ein Abbild war vom himmlischen. Das heißt, wenn es im irdischen zwei Abteilungen gab, dass es auch im himmlischen zwei Abteilungen gibt. Aber Paulus sieht hier in Hebräer 9, dass diese beiden Zelte sozusagen, eines symbolisch gleichnishaft für das komplette irdische Heiligtum steht, während das andere, das zweite, das Allerheiligste, symbolisch auch für das himmlische Heiligtum steht in seiner Gesamtheit. Und das wird deutlich, wenn man sich auch noch mal daran erinnert, wie bei der Kreuzigung Jesu, indem Jesus am Kreuz gestorben ist und der neue Bund damit sozusagen bekräftigt worden ist, der Vorhang zum Allerheiligsten gerissen ist, um deutlich zu machen, dass jetzt der Weg vom irdischen zum himmlischen Heiligtum geebnet ist, indem sozusagen dieser Vorhang zum Allerheiligsten gerissen ist. Das darf man nicht damit verwechseln, dass es trotzdem biblisch gesehen ganz deutlich natürlich sowohl im irdischen als auch im himmlischen Heiligtum zwei Phasen gibt. Aber das ist ein Gedanke, den wir hier in Hebräer 9 deutlich sehen. Und Paulus hat deutlich gemacht, dass dieser neue Bund durch den Tod von Jesus eingeweiht worden ist, weil nämlich auch der alte Bund durch Blut eingeweiht worden ist. Und dort wollen wir weiterlesen in Hebräer 9 und dort Vers 19.

[4:34] Denn nachdem jedes einzelne Gebot nach dem Gesetz von Mose dem ganzen Volk verkündet worden war, nahm er das Blut der Kälber und Böcke mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst als auch das ganze Volk, wobei er sprach: „Dies ist das Blut des Bundes, den Gott mit euch geschlossen hat.“ Diese Opfer waren natürlich stellvertretende, symbolische Opfer und deswegen war auch der Bund, dieser alte Bund, ein symbolischer Bund sozusagen. Auch das Zelt und alle Geräte des Gottesdienstes besprengte er in gleicher Weise mit Blut. Und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne Blutvergießen geschieht keine Vergebung. Das kannten auch die Hebräer aus dem Alten Testament, und das gebraucht Paulus jetzt als Grundlage, um zu sagen: Entsprechend konnte es den neuen Bund nur geben durch den Tod dessen, der diesen neuen Bund gemacht hat, nämlich durch Jesus. So ist es also notwendig, dass die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese.

[5:44] Es gab übrigens einen Tag, an dem es in einer besonderen, speziellen Weise eine Reinigung des irdischen Heiligtums gab, und das war der große Versöhnungstag. Entsprechend können wir hier also ganz deutlich sehen, dass es das auch im Himmel gibt. Auch im Himmel gibt es eine Reinigung des Heiligtums, und wir wissen das, denn Verzeihung, in Daniel Kapitel 8 wird von dieser Reinigung des Heiligtums gesprochen, und sie wird sogar datiert mit der Verbindung zu Daniel 9 auf das Jahr 1844, auf den antitypischen, den himmlischen großen Versöhnungstag. Denn nicht in ein mit Händen gemachtes Heiligtum, eine Nachbildung des Wahrhaftigen, ist der Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu erscheinen. Also, Paulus macht noch mal ganz deutlich: Dieser Heiligtumsdienst von Jesus ist nicht auf Erden, ist nicht in einem irdischen Tempel, sondern in dem himmlischen Heiligtum, das Gott gemacht hat, wie wir schon in Hebräer 8 gelesen haben. Auch nicht, um sich selbst oftmals als Opfer darzubringen, so wie der Hohepriester jedes Jahr ins Heiligtum hineingeht mit fremdem Blut. Denn sonst hätte er ja oftmals leiden müssen von Grundlegung der Welt an. Nun aber ist er einmal offenbar geworden in der Vollendung der Weltzeiten zur Aufhebung der Sünde durch das Opfer seiner selbst. Jesus hat ein Opfer gebracht, und dieses eine Opfer ist das Opfer, auf das alle anderen Opfer im irdischen Heiligtum sozusagen hingewiesen haben. Er musste nur einmal sterben, und weil er ewig lebt, kann er dieses einmalige Opfer beständig anwenden. Und so gewiss es den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber das Gericht, so wird der Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten Mal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil. Wir Menschen sterben einmal, bis auf diejenigen, die Jesus lebendig wiederkommen sehen. Aber Menschen sterben einmal, und dann werden sie zum Gericht auferstehen. Jesus ist einmal gestorben, und er wird wiederkommen, um Menschen zu sich zu nehmen beziehungsweise um Gericht zu halten. Und wenn Jesus wiederkommt, dann nicht mehr, um das Sündenproblem zu lösen. Jesus wird dann nicht mehr unseren sündigen Charakter noch verändern, sondern die Lösung für alle Sündenprobleme findet sich am Kreuz. Und die Anwendung der Lösung für das Sündenproblem – dieses Sündenproblem am Kreuz – diese Anwendung davon findet sich im himmlischen Heiligtum. Deswegen brauchen wir Glauben, Glauben an Jesus, Glauben an das, was er am Kreuz getan hat und was er jetzt im himmlischen Heiligtum tut, damit wir jetzt von unserer Sünde gereinigt werden können.

[8:49] Und der große Versöhnungstag war eine besonders intensive, wichtige Phase dann am Ende des jüdischen Jahres, dieses Opferdienstjahres, am Ende der Endzeit in unserer Zeit, um genau das zu bewirken. Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zukünftigen Heilsgüter hat, nicht die Gestalt der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen alljährlichen Opfern, die man immer wieder darbringt, die Hinzutretenden niemals zur Vollendung bringen. Paulus erklärt, warum die irdischen Opfer nicht Erlösung bewirken können, weil das Ganze, was im Alten Testament in den ganzen Büchern Mose, die hier als Gesetz bezeichnet, verordnet wird, nur ein Schatten ist. Das ist nicht das Original, ist nicht das, worum es eigentlich geht, ist nur eine Illustration. Hätte man sonst nicht aufgehört, Opfer darzubringen, wenn die, welche den Gottesdienst verrichteten, einmal gereinigt, kein Bewusstsein von Sünden mehr gehabt hätten. Stattdessen geschieht durch diese Opfer alle Jahre eine Erinnerung an die Sünden. Denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen. Paulus macht ganz deutlich: Diese Opfer konnten niemanden eigentlich wirklich erlösen. Erlöst werden konnte man nur im Alten Testament, indem man aufgrund dieser Opfer sich daran erinnerte, dass noch jemand für die Sünden sterben müsste, indem man also vorausschaute im Glauben auf den kommenden Erlöser. Dadurch konnte man erlöst werden. Das heißt, man konnte im Glauben an den verheißenen neuen Bund erlöst werden, nicht durch die Opfer des alten Bundes.

[10:33] Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: „Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir bereitet. An Brandopfern und Sündopfern hast du kein Wohlgefallen.“ Da sprach ich: „Siehe, ich komme – in der Buchrolle steht von mir geschrieben – um deinen Willen, oh Gott, zu tun.“ Das aus Psalm 40. Wiederum sehen wir, wie oft Paulus aus den Psalmen zitiert. Oben sagt er: „Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt. Du hast ja auch kein Wohlgefallen an ihnen, die ja nach dem Gesetz dargebracht werden.“ Also, Paulus sagt: Im Alten Testament wurden zwar die Opfer gebracht, aber schon im Alten Testament steht, dass das nicht das ist, was Gott eigentlich will. Das ist nicht das eigentliche, der eigentliche Wunsch Gottes, Opfer zu empfangen. Diese Opfer haben nur einen pädagogischen Wert, sie sollen etwas verdeutlichen. Dann fährt er fort: „Siehe, ich komme, um deinen Willen zu tun.“ Somit hebt er das erste auf, um das zweite einzusetzen. Worum es Gott wirklich geht, sind nicht einfach Opfer, äußerliche Opfer, sondern dass Gottes Gesetz in unserem Herzen ist. Das ist ja das Wesen des neuen Bundes. Aufgrund dieses Willens sind wir geheiligt durch die Opferung des Leibes Jesu Christi, und zwar ein für alle Mal, weil Jesus einmal gestorben ist. Haben wir die Grundlage, damit jeder von uns, egal was wir getan haben, Heiligung erleben kann, allein durch dieses eine Opfer von Jesus. Und jeder Priester steht da und verrichtet täglich den Gottesdienst und bringt oftmals dieselben Opfer dar, die doch niemals Sünden wegnehmen können. Er aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer für die Sünden dargebracht hat, das für immer gilt, zur Rechten Gottes gesetzt. Lieber Freund, liebe Freundin, Golgatha gilt heute, Golgatha gilt auch morgen noch. Und wenn wir heute seine Stimme hören, dann können wir heute zu Jesus kommen und heute das, was auf Golgatha geschah, als reales Ereignis für uns anwenden.

[12:53] Das ist der Sinn des Heiligtumsdienstes. Und er wartet hinfort, bis seine Feinde als Schemel für seine Füße hingelegt werden. Denn mit einem einzigen Opfer hat er die für immer vollendet, welche geheiligt werden. Unsere Vollendung im christlichen Glauben hängt allein an dem einen Opfer von Golgatha. Und indem wir der himmlischen Heiligtumslehre folgen, werden wir in die Lage versetzt, dieses Opfer auf alle Lebenssituationen anzuwenden, sodass wir geheiligt werden durch das Blut Jesu, das er einmal für uns vergossen hat. Lasst uns gemeinsam beten.

[13:35] Lieber Vater im Himmel, wir verstehen gar nicht wirklich, was es für dich bedeutet hat, was es für Jesus bedeutet hat, uns zu erlösen. Wir reden von dem Blut Jesu und verstehen eigentlich gar nicht, welche unfassbare Qual, welche schlimme Trennung, was für ein kostbares, großes Opfer das gewesen ist. Herr, vergib uns, dass wir uns so oft in Äußerlichkeiten verlieren und nicht zum Kern der Sache vordringen. Wir möchten dich bitten, dass wir verstehen, welche Bedeutung das Opfer von Golgatha für unser Leben heute hat, dass wir durch die Lehre vom himmlischen Heiligtum, wo Jesus jetzt dieses eine Opfer von Golgatha für uns anwendet, damit uns jetzt die Sünden vergeben, damit wir jetzt eine direkte Beziehung zu dir haben und damit wir jetzt dein Gesetz in unserem Herzen haben können, dass wir das erleben und verstehen. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.


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