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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Predigt zu Hebräer 12, Vers 7 bis 13, Vers 1, beleuchtet Christopher Kramp Gottes Züchtigung als Ausdruck seiner Liebe und Erziehung, die unseren Glauben stärkt und zur Heiligung führt. Er vergleicht den Bund am Sinai mit der größeren Herrlichkeit und Verantwortung des neuen Bundes am Berg Zion. Kramp ermutigt die Zuhörer, an der Gnade festzuhalten und sich von Gottes verzehrendem Feuer der Liebe reinigen zu lassen, um ein unerschütterliches Reich zu empfangen.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu „Gott auf meiner Seite“. Heute mit Hebräer 12, Vers 7 bis 13, Vers 1. Lasst uns gemeinsam beten.
Lieber Vater im Himmel, wir möchten auch heute an diesem Tag unseren Blick auf Jesus richten und voller Dankbarkeit für das, was er am Kreuz von Golgatha für jeden von uns erlitten und erduldet hat, glauben, dass wir in ihm ewiges Leben haben und Vergebung aller unserer Sünden, dass wir durch ihn Zugang haben zu dir, dass wir voller Freimut zu ihm kommen dürfen und dass du dein Gesetz in unser Herz schreibst. Herr, stärke unseren Glauben und hilf uns in dem Kampf, der vor uns liegt, dass weder Lasten noch Sünde uns vom Weg abbringen können, sondern dass wir glauben, dass Jesus das angefangene Werk in uns vollendet, weil er es sich so sehr wünscht, dass wir bei ihm sind, dass er sogar bereit war, das Unvorstellbare zu erdulden, sodass wir, wenn wir jemals uns fragen und jemals daran zweifeln, ob du wirklich uns retten möchtest, wir am Kreuz von Golgatha sehen: Es ist dein allergrößter Wunsch. Herr, dafür danken wir dir. Wir können es eigentlich gar nicht richtig in Worte fassen und möchten dich bitten, dass du uns an die Hand nimmst wie Kinder, damit wir nicht verloren gehen. Herr, erfüll uns jetzt mit deinem Heiligen Geist, um dein Wort zu verstehen, so wie du es gemeint hast, und dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Amen.

[2:35] Wir sind in Hebräer Kapitel 12. Paulus hat nach der langen Liste der Glaubenshelden unseren Blick auf den größten aller Glaubenshelden gelenkt: auf Jesus Christus, der bereit war, die Schmach aller Sünden, die in dieser Welt jemals geschehen sind, auf sich zu nehmen, weil er sich so sehr darauf gefreut hat, einmal dich und mich bei sich zu haben. Und der am Kreuz von Golgatha nicht mehr wusste, ob er auferstehen würde, aber dem es wichtiger war, dass du und ich ewiges Leben haben, als dass er ewiges Leben hat. Das ist dein Freund, das ist dein Erlöser. Das ist der, der jetzt im himmlischen Heiligtum für dich und mich eintritt und durch seinen Heiligen Geist an unseren Herzen jetzt wirkt, damit wir verstehen, was für ein Schatz wir in ihm haben. Und Paulus sagt den Gläubigen, den Hebräern, der schreibt, dass sie nicht müde werden sollen und nicht müde werden, wenn sie auf Jesus schauen und dass sie jede Last ablegen sollen, jede Sünde aufs Kreuz schauen und dass sie deswegen auch bis aufs Blut der Sünde widerstehen müssen. Und die sollen sich daran erinnern, dass schon das Alte Testament deutlich sagt, dass Gott als unser Vater uns auch züchtigt.

[4:18] Dass er uns auch mit Schlägen manchmal zurechtweist, weil er uns lieb hat. Wir lesen weiter in Vers 7: „Wenn ihr Züchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als Söhne, denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht züchtigt?“ Und das war damals noch eine rhetorische Frage. Heute muss man leider feststellen, dass es auch in Fragen der Erziehung viel, viel verloren gegangen ist und mitunter Väter und Mütter gar nicht mehr mit Autorität überhaupt ihre Kinder erziehen wollen und dadurch sich auch das Glaubensbild verändern wird.

[5:00] Gott ist nicht grausam, Gott ist nicht ungerecht, aber Gott muss manchmal auch unangenehme Dinge zulassen, damit wir entscheidende Dinge lernen. So wie auch Eltern manchmal Konsequenzen geben müssen, obwohl es ihnen selbst ja auch leidtut, damit Kinder wirklich etwas fürs Leben lernen und erzogen werden. „Wenn ihr aber ohne Züchtigung seid, an der sie alle Anteil bekommen haben, so seid ihr unecht und keine Söhne.“ Ein interessanter Gedanke: Jemand, der seine Kinder niemals regelt und niemals Konsequenzen gibt, der behandelt sie eigentlich nicht als echte Kinder. Und was Paulus damit sagt, ist: Wenn du ein Leben lebst, das alles wunderbar ist und es gibt gar keine Probleme, bist du dann wirklich ein Kind Gottes? Wir wissen aus Römer 8, dass wir Kinder Gottes sind, wenn Gottes Geist uns leitet. Aber auch wenn Gottes Geist uns leitet, gibt es manchmal schwierige Situationen. Als Gottes Geist den Sohn Gottes, Jesus Christus, leitet, fand sich Jesus bald in der Wüste wieder und vor Versuchung des Satans. Und Gott hat ihn hindurchgetragen. Er hat einen gewaltigen Sieg errungen, aber 40 Tage zu fasten in der Wüste – keine angenehme Sache. Und ich muss lernen, wir alle müssen lernen, dass wenn wir Kinder Gottes sind und Gott uns führt, dass er Dinge in unserem Charakter sieht und in unserem Herzen kennt, die wir nicht wissen, die er aber ausmerzen möchte, und das uns manchmal in Schwierigkeiten bringt, damit wir lernen. Gerade weil er uns lieb hat und gerade weil er möchte, dass wir einmal gerettet werden.

[6:37] „Zudem hatten wir ja unsere leiblichen Väter als Erzieher und scheuten uns vor ihnen. Sollten wir uns da nicht viel mehr dem Vater der Geister unterwerfen und leben? Denn jene haben uns für wenige Tage gezüchtigt, so wie es ihnen richtig erschien; er aber zu unserem Besten, damit wir seiner Heiligkeit teilhaftig werden.“ Es stimmt, manchmal haben Eltern sich auch ganz schön vergriffen. Eltern haben nicht dem Ideal, sind nicht dem Ideal gefolgt, wie eigentlich Gott sich Erziehung wünscht. Manchmal haben wir ungerechtfertigterweise Strafen bekommen. Wir sind falsch behandelt worden. Wir waren manchmal vielleicht auch der Willkür ausgeliefert. Aber Gott ist da anders. Gott bringt nicht willkürlich negative Dinge in unser Leben. Gott ist nicht ungerecht, sondern was immer wir, wenn wir Gott von ganzem Herzen folgen und ihm glauben, was immer uns dann passiert, dient unserem Besten. Das hat Paulus auch schon gesagt in Römer Kapitel 8, und wir sehen hier, das sieht man an so vielen Stellen, dass Paulus hier wieder auch Gedanken aufgreift, die er in anderen Briefen gesagt hat. Der Brief ist, denke ich, ganz sicher von Paulus. Und wir müssen verstehen, wenn uns unangenehme Dinge widerfahren, ist das kein Beweis dafür, dass Gott uns verlassen hat. Es ist kein Beweis dafür, dass wir nicht Gottes Kinder sind. Vielmehr ist das eher ein Beweis dafür, dass wir Kinder Gottes sind, wenn wir, weil Gott unseren Glauben stärken möchte. Wir beten oft darum, dass wir im Glauben gefestigt werden wollen, dass wir einen größeren Glauben haben wollen. Aber wie ist der Glaube gestärkt worden? Der Glaube der Glaubenshelden ist nicht dadurch gestärkt worden, dass Abraham seine Heimat verlassen musste. Ist nicht sein Glaube dadurch gestärkt worden, dass er eben nicht in tollen Häusern lebte, sondern in Zelten. Ist nicht der Glaube von Sara dadurch gestärkt worden, dass sie lange Zeit keine Kinder bekam. Ist nicht der Glaube von Abraham dadurch gestärkt worden, dass er seinen Sohn opfern sollte. Es waren in den schwierigen Situationen, dass der Glaube an Muskelkraft sozusagen dazugewinnen konnte. Und wenn wir durch die Endzeit mit Gottes Hilfe glaubend gehen wollen, müssen wir für diesen Glauben geistliche Muskeln antrainieren. Gott tut das, indem er uns in Schwierigkeiten bringt, in denen wir lernen wollen und lernen sollen, ihm zu vertrauen. Ich muss das mehr lernen in meinem Leben, du auch.

[9:14] „Alle Züchtigung aber scheint uns für den Augenblick nicht zur Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; danach aber gibt sie eine friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die durch sie geübt sind.“ Paulus weiß auch, weil Züchtigung ist immer unangenehm. Es steht nirgendwo in der Bibel, dass das christliche Leben immer angenehm sein wird, aber es hat immer die besten Resultate für unser Leben und am Ende wird die Frucht genau das sein, was wir uns immer erhofft haben: tiefen Frieden und am Ende ewiges Leben. „Darum richtet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie und macht gerade Bahn für eure Füße.“ Paulus zitiert wieder aus dem Alten Testament, wie so oft schon im Hebräerbrief, „damit das Lahme nicht vom Weg abkommt, sondern vielmehr geheilt wird.“ Er ruft zur Erweckung auf, er ruft zur Wiederherstellung auf, die Gott schenken möchte. Rafft euch auf, gebt nicht auf, bleibt dran, haltet fest! „Jagt nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne die niemand den Herrn sehen wird.“ Es gibt Dinge, die wir uns vor Augen halten sollen: Wir sollten mit allen Menschen im Frieden leben und wir sollten danach streben, die Heiligung zu erleben, die Gott uns anbietet, denn ohne diese Heiligung werden wir bei der Wiederkunft nicht zu den Erretteten zählen. Deswegen ist das Thema Heiligung nicht nebensächlich. Ja, wir werden durch Gottes Gnade geheiligt. Wir werden dadurch geheiligt, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist, aber nur wenn wir diesen Kreuzestod Jesu immer wieder und immer wieder in jeder Lebenssituation anwenden und dadurch den Glauben üben und im Glauben gestärkt werden.

[10:52] „Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt werden.“ Wenn jemand – Paulus hat das ja in vielen Kapiteln im Hebräerbrief deutlich gemacht – wenn Unglaube kann dazu führen, dass wir, obwohl wir Erlösung erlebt haben, plötzlich von ihr doch abfallen. Und hier macht er deutlich: Das führt nicht nur zu unserem eigenen Abfall, sondern es wird auch noch viele andere mitreißen, so wie der Glaubensabfall von Luzifer, der zu Satan wurde, viele andere Engel mitgerissen hat und Menschen auch. „Dass nicht jemand ein unzüchtiger oder ein gottloser Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte.“ Lasst uns nicht unser geistliches Vorrecht als Kinder Gottes verkaufen für weltliche Dinge. „Denn ihr wisst, dass er nachher verworfen wurde, als er den Segen erben wollte, denn obgleich er ihn unter Tränen suchte, fand er keinen Raum zur Buße.“ Der Esau wollte unbedingt den materiellen Segen des Jakobs haben. Er hat es sich dann schon bereut, aber er fand keinen Raum zur Buße. Er hat nicht wirklich die Sünde gegen Gott bereut.

[12:14] Wenn wir uns vom Evangelium abwenden, dann werden wir später mal bereuen, dass wir die himmlische Stadt nicht erreicht haben. Aber selbst wenn wir bereuen, dass wir nicht den Lohn bekommen, werden wir doch nach den 1000 Jahren auf der falschen Seite stehend keine Buße empfinden. Das ist eine gefährliche Position. Lasst uns nicht mit der Sünde spielen, damit nicht das über uns kommt. „Denn ihr seid nicht zu dem Berg gekommen, den man anrühren konnte, und zu dem glühenden Feuer, noch zu dem Dunkel der Finsternis und dem Gewittersturm, noch zu dem Klang der Posaune und dem Donnerschall der Worte, bei dem die zur Bitten waren, dass das Wort nicht weiter zu ihnen geredet werde.“ Das ist ja das – hier bezieht sich Paulus natürlich auf den Sinai und auf das Ereignis, als Gott dort am Sinai seinen Bund mit dem Volk Israel schließen wollte. „Denn sie ertrugen nicht, was befohlen war: Und wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt oder mit einem Pfeil erschossen werden. Und so schrecklich war die Erscheinung, dass Moses sprach: Ich bin erschrocken und zittere.“

[13:11] Paulus sagt: Das war damals, aber dazu seid ihr nicht gekommen, sondern „ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als das Blut Abels.“ Mit anderen Worten, wir haben noch eine viel beeindruckendere Begegnung mit Gott als die Israeliten am Berg Sinai. Ja, die Israeliten haben am Berg Sinai mit Gott eine Begegnung gehabt, aber wir sind im Glauben jetzt gekommen zum himmlischen Berg Zion, zum neuen Jerusalem, zu Gott selbst, zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes. Ist eine noch, noch größere Verantwortung, eine noch größere Herrlichkeit als am Sinai.

[14:07] „Habt acht!“, und das ist sein Thema, „habt acht, dass ihr den nicht abweist, der redet!“ Die Israeliten haben am Sinai den abgewiesen, der geredet hat, weil sie es nicht ertragen wollten. Sie wollten nicht Gottes Stimme direkt hören, und so entstand der alte Bund. Und jetzt, wo der neue Bund uns durch Christus angeboten wird, sagt Paulus: „Habt acht, dass ihr ihn nicht abweist, der redet! Denn wenn jene nicht entflohen sind, die den abgewiesen haben, der auf der Erde göttliche Weisung verkündete, wie viel weniger wir, wenn wir uns von dem abwenden, der es vom Himmel herabtut!“ Die Israeliten haben damals Christus abgewandt, als er auf der Erde, auf dem Sinai stand und die göttlichen Gebote sprach. Wie viel mehr ist es dramatisch, wenn wir Jesus jetzt abwenden, wenn er im himmlischen Heiligtum durch sein Wort, durch seinen Geist zu uns spricht und dieseselbe Gesetz nicht nur sagt, sondern in unser Herz hineintun möchte, was er eigentlich auch schon am Sinai hatte tun wollen, was aber nicht möglich war, weil sie nicht gehört haben und so im alten Bund versucht haben, aus eigener Kraft etwas zu tun, was nicht möglich war und deswegen abgefallen sind. Paulus sagt: „Habt acht! Lasst euch nicht zum Abfall bewegen! Bleibt bei Jesus, hört auf ihn!“

[15:44] „Der gesprochen hat, seine Stimme erschütterte damals die Erde; jetzt aber hat er eine Verheißung gegeben, indem er spricht: Noch einmal erschüttere ich nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.“ Das kommt aus Haggai, wo es auch um den kommenden Erlöser dort geht in Haggai 2. „Dieses ‚noch einmal‘ deutet aber hin auf die Beseitigung der Dinge, die erschüttert werden, als solche, die erschaffen worden sind, damit die Dinge bleiben, die nicht erschüttert werden können.“ „Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, lasst uns die Gnade festhalten!“ Und wieder sehen wir das Hauptthema von Paulus im Hebräerbrief ist: festhalten! „Lasst es uns festhalten, durch die wir Gott auf wohlgefällige Weise dienen, mit Scheu und Ehrfurcht.“ Unsere Botschaft an die ganze Welt in Offenbarung 14 ist: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichtes ist gekommen! Betet den an, der gemacht hat Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen.“ Wir können Gott dienen durch die Gnade und deswegen müssen wir auf Jesus schauen, auf das Kreuz. Er ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Deswegen haben wir das Heiligtum, wo die Gnade Gottes angewandt wird auf unser persönliches Leben, wo wir zu Jesus kommen können, sagen können: „Ich brauche jetzt Hilfe, jetzt Gnade, jetzt Barmherzigkeit in dieser Situation, gegen diese Sünde, bei dieser Versuchung, in dieser Herausforderung brauche ich jetzt Hilfe.“ Und deswegen können wir dann die Sünde ablegen, die Lasten ablegen, weil wenn sie kommen, können wir zu Jesus schauen und sagen: „Ich brauche jetzt Hilfe! Das Kreuz, was du damals erduldet hast, brauche ich jetzt. Die Kraft dieses Kreuzes muss jetzt, wo du jetzt im himmlischen Heiligtum dieses Blut anwendest, jetzt brauche ich diese Sache, damit ich jetzt bis aufs Blut der Sünde widerstehen kann, damit ich jetzt heilig werde, damit wenn du kommst, du nicht mehr wegen der Sünde kommen musst, sondern damit du jetzt vorher den Glauben in mir vollendest.“

[17:38] „Denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.“ Das Feuer im Alten Testament verzehrt die Sünde. Und Gott sagt, dass er die Liebe ist, und die Liebe wird in Hoheslied Kapitel 8, Vers 6 als ein Feuer dargestellt, denn die Liebe verzehrt, tötet, zerstört den Trennungsgrund, denn Liebe möchte sich verbinden, Liebe möchte nicht getrennt sein. Liebe ist das Gegenteil von Trennung, und Sünde bewirkt die Trennung von Gott. Deswegen wird Liebe immer den Trennungsgrund beseitigen. Liebe wird immer Sünde töten. Und deswegen fiel das Feuer auf Schlachtopfer, auf Sündopfer, auf denen die Sünde ruhte. Und die Liebe Gottes, die die Sünde entfernen möchte, kommt in unser Herz als ein verzehrendes Feuer, um alles zu verzehren, um alles hinwegzunehmen, was nicht zum Reich Gottes gehört, was nicht unerschütterlich ist. Wird alles erschüttert, damit das bleibt, was unerschütterlich ist. Wird alles weggefressen vom Feuer, was im Reich der Liebe Gottes, der feurigen Liebe Gottes nicht Bestand haben kann. Unser Gott ist die Liebe, ist ein verzehrendes Feuer. Und wenn wir zu Gott kommen, lasst uns nicht sein wie die Israeliten, die das nicht zulassen wollten, sondern lasst uns glauben, dass Gott das Beste für uns möchte.

[19:20] „Bleibt fest in der brüderlichen Liebe.“ Am Ende gibt Paulus, wie immer in seinen Briefen, praktische Ermahnungen und praktische Ratschläge, wie das Glaubensleben in der Gemeinde von all dem, was er vorher erklärt hat, beeinflusst wird. Ein wesentlicher Punkt ist, dass wir als Geschwister im Glauben uns gegenseitig lieben sollen, dass wir füreinander da sein sollen, dass wir eben nicht unsere Versammlung verlassen, wie wir gelesen haben, sondern dass wir füreinander einstehen, weil Jesus für uns einsteht.

[19:53] Lasst uns gemeinsam beten.
Lieber Vater im Himmel, wir stehen vor dir und verstehen, dass du ein verzehrendes Feuer bist. Wir können die Sünde aus unserem Leben nicht entfernen, wir können uns nicht besser machen, aber dein Feuer, das Feuer deiner Liebe, kann das tun. Und so möchten wir dich bitten, dass du das wegbrennst in unserem Herz, in unserem Charakter, in unserem Wesen, was im Himmel keinen Bestand haben könnte, damit wenn nach den 1000 Jahren das letzte Gericht stattfindet, wir nicht mitverbrennen, wenn die Sünde verbrannt werden wird, sondern dass wir durch deine Kraft jetzt und hier erleben, dass du uns reinigst und uns Kraft schenkst, dir zu gehorchen, mit dir zu leben und deinen Segen zu empfangen. Herr, wir haben dich lieb von ganzem Herzen. Amen.


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