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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge der Serie „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp 1. Petrus 1:1-1:13. Er erklärt, wie der Glaube der frühen Christen in Kleinasien durch Prüfungen gestärkt wurde, ähnlich der Läuterung von Gold im Feuer. Kramp ermutigt dazu, eine biblische Perspektive auf Alltagsschwierigkeiten zu entwickeln und die Hoffnung auf Jesu Wiederkunft festzuhalten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu Gott auf (m)einer Seite. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du so gut zu uns bist. Danke, dass du uns lieb hast und danke, dass wir in deinem Wort so viel Trost und Wegweisung und Orientierung und Hoffnung bekommen. Wir möchten dich bitten, dass wir auch heute ein Licht für dich sein können, dass wir heute anderen Menschen helfen können, den Weg zum Leben zu finden. Wir möchten dich bitten, dass du zu uns sprichst, dass du uns Weisheit schenkst, um zu verstehen, was du uns sagen möchtest und dass unsere Freundschaft zu dir immer tiefer und enger wird. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:22] Wir beginnen heute mit Erster Petrus. Petrus ist eine der wichtigsten Figuren unter den Jüngern von Jesus in den Evangelien gewesen, spielt doch eine ziemlich zentrale Rolle in der Apostelgeschichte, vor allem in der ersten Hälfte der Apostelgeschichte. Und Petrus hat auch zwei Briefe verfasst, die hier im Neuen Testament mit aufgenommen worden sind.

[1:44] Erster Petrus Kapitel 1, Vers 1: „Petrus, Apostel Jesu Christi, an die Fremdlinge in der Zerstreuung in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asia und Bithynien.“ Wenn man sich das auf der Karte anschaut, dann sieht man, dass dies alles römische Provinzen gewesen sind in Kleinasien, im Norden, im Westen und im Zentrum der heutigen Türkei. „Die auserwählt sind gemäß der Vorsehung Gottes des Vaters in der Heiligung des Geistes zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blut Jesu Christi. Gnade und Friede werde euch mehr und mehr zuteil.“

[2:27] Diese Christen hier in Kleinasien, wir wissen auch aus der Apostelgeschichte, dass es dort sehr viele Gemeinden gegeben hat und wir wissen auch aus der Geschichte, dass das eines der großen Zentren der frühen Urchristenheit gewesen ist. Diese Christen, sagt er, sind auserwählt, sind auserwählt durch das Blut Jesu, Heiligung zu erleben und Gehorsam. Wir sehen hier auch bei Petrus das, was wir bei Paulus gesehen haben und was wir auch natürlich bei Jakobus gesehen haben, nämlich die Idee, dass der wahre biblische Glaube dazu führt, dass das Blut Jesu uns aus Liebe zu gehorsamen Nachfolgern macht.

[3:05] „Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns, die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden durch den Glauben zum Heil, zu dem Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit.“

[3:36] Viele Gedanken in diesem langen Satz. Petrus beginnt, wie auch Paulus in der Regel damit, dass er Gott lobt, Gott preist, ihm dankt für die große Barmherzigkeit, die Gott uns gezeigt hat. Wir sind wiedergeboren worden. Das hatte Jesus schon dem Nikodemus in Johannes 3 erklärt, wie das funktioniert: durch den Glauben, weil Jesus für uns gestorben ist, weil er auferstanden ist. Und das bringt die Ewigkeit in den Blick, das bringt das Erbe, das für uns aufbewahrt ist im Himmel, unverwelklich, unvergänglich in den Blick. Wir bekommen es nicht jetzt gleich, wir erwarten es, denn es wird uns gegeben bei der Wiederkunft am Ende der Zeit, wenn Jesus wiederkommt. Bis dahin müssen wir warten und wir werden in diesem Warten bewahrt durch die Kraft Gottes. Es ist nicht unsere eigene Kraft, in der wir standhaft ausharren müssen, sondern es ist Gottes Kraft, die uns dafür bewahrt.

[4:38] Dann also, wenn dieses Erbe endlich euer eigenes wird bei der Wiederkunft, dann sagt er, werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtung. Im christlichen Leben gibt es beides: es gibt die Hoffnung auf dieses unverwelkliche, unvergängliche, unzerstörbare Erbe im Himmel und trotzdem gibt es jetzt hier auf der Erde auch mancherlei Anfechtung immer mal wieder, damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird, Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi.

[5:17] Versuchen wir diesen Vers besser zu verstehen. Petrus erklärt hier, warum wir in Anfechtung geraten. Wir geraten in Anfechtung, damit unser Glaube bewährt wird. Wir haben das genau dasselbe bei Jakobus gesehen, der ja genau das gesagt hat, dass wir es für lauter Freude achten sollen, wenn wir in manch Anfechtung geraten, weil durch die Bewährung des Glaubens standhaftes Ausharren entsteht. Und dann vergleicht Petrus das mit dem Gold, mit kostbarem Gold. Kostbares Gold soll geprüft werden und es soll gereinigt werden. Wie wird es geprüft und gereinigt? Es wird durch das Feuer erprobt, es wird im Feuer getestet, ob es wirklich echtes Gold ist oder nur eine Imitation. Das Feuer erprobt das Gold.

[6:03] Und so wie jemand, der ein Interesse an echtem Gold hat, es auch ins Feuer tut, weil er wissen möchte, ob es echtes, kostbares Gold ist, weil er weiß, das wahre kostbare Gold wird durch das Feuer nicht zerstört – so lässt Gott es zu, dass manchmal Anfechtungen in unser Leben kommen, weil unser Glaube noch viel wertvoller ist als vergängliches Gold. Und so wie das Gold getestet wird, wird unser Glaube getestet im Feuer der Anfechtung und dadurch wird der Glaube gereinigt. Und dieser geläuterte Glaube, dieses geläuterte Gold, ist der Glaube, den Jesus uns auch anbietet in der Gemeinde Laodizea in Offenbarung 3. Das Gold, das im Feuer geläutert ist, ist ein Symbol eben für diesen Glauben, für den echten, wahren Glauben, der sich auch in Anfechtungen und Schwierigkeiten, Verfolgung und Problemen bewährt, damit wenn sich unser Glaube bewährt, wir dann, wenn Jesus wiederkommt, wenn er offenbar wird bei der Offenbarung Jesu Christi, wir dann Ehre und Herrlichkeit und Lob, all das erleben werden. Und so bringt also Petrus eine biblische Perspektive auf die Schwierigkeiten des Alltags und sagt: Ja, das ist jetzt der Fall, aber es hat einen Grund und es hat ein Ziel, es hat eine Perspektive. Jesus kommt wieder und dann gibt es ein unverwelkliches Erbe.

[7:30] „Ihn, also Jesus, liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt. An ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen mit unaussprechlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt: die Errettung der Seelen.“ Diese Christen hatten Jesus nicht in Judäa, in Samaria, in Jerusalem, in Galiläa erlebt und trotzdem haben sie an ihn geglaubt. Sie konnten ihn jetzt nicht sehen, weil er jetzt im himmlischen Heiligtum für sie eintrat und immer noch Eintritt. Und trotzdem haben sie an ihn geglaubt, ihn geliebt und ihm geglaubt. Und wenn sie ihn dann sehen werden – und das gleiche gilt auch für uns, die wir auch niemals dabei waren bei den Geschichten der Evangelien, die wir jetzt auch nicht sehen können – trotzdem können wir ihn lieben, trotzdem können wir ihm glauben und wir werden uns mit unaussprechlicher Freude freuen, wenn Jesus endlich wiederkommt und wir das erlangt haben, was das ganze Ziel des Glaubens ist, nämlich, dass wir einmal errettet sind.

[8:34] Wegen dieser Errettung haben die Propheten gesucht und nachgeforscht, also die Propheten des Alten Testamentes, die von der euch zuteil gewordenen Gnade geweissagt haben. Es ist ja ein allgemeiner Grundsatz im Neuen Testament, dass das Evangelium schon im Alten Testament vorhanden ist in Zeichen und Symbol, vor allem in Prophezeiung. Und Petrus sagt, die Propheten, die das vorher gesagt haben über den kommenden Messias, über das Evangelium, die haben sich darüber Gedanken gemacht, die haben das selbst erforscht, sie haben nachgeforscht, auf welche und was für eine Zeit der Geist des Christus in ihnen hindeutete, der die für Christus bestimmten Leiden und die darauf folgenden Herrlichkeiten zuvor bezeugte. Im Alten Testament haben wir beides: wir haben die Prophezeiung auf das Leiden von Jesus in Psalm 22, in Jesaja 53 und an vielen anderen Stellen und wir haben natürlich auch die Prophezeiung auf die kommende Herrlichkeit, wenn er König der Könige wiederkommt und das Reich der Herrlichkeit aufrichten wird.

[9:31] Und die Propheten, die das prophezeit haben, die haben sich gefragt, was genau bedeutet das, wann wird das eintreten? Und sie haben das erforscht, sie wollten wissen, welche Zeit genau dort gemeint ist. „Ihnen wurde geoffenbart, dass sie nicht sich selbst, sondern uns dienten mit dem, was euch jetzt bekannt gemacht worden ist durch diejenigen, welche euch das Evangelium verkündigt haben im Heiligen Geist, der vom Himmel gesandt wurde – Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen begehren.“

[10:00] Petrus sagt, all die Propheten des Alten Testamentes, die hätten gern so viel verstanden vom Evangelium, wie ihr es versteht, weil ihr habt die Erfüllung gesehen. Ihr wisst jetzt, wer der Messias ist. Ihr wisst genau, was gemeint ist mit Jesaja 53. Ihr wisst, was Psalm 22 eine konkrete Erfüllung hatte. Ihr wisst jetzt genau, wann sich Daniel 9 erfüllt. Ihr habt das alles verstanden. Die Propheten damals, die haben das versucht zu ergründen. Ihre Prophezeiungen wurden nicht von ihnen vollständig verstanden, aber jetzt ist die Zeit gekommen, sagt er, wo all das sich im Leben und Wirken und Sterben und Auferstehen von Jesus erfüllt hat. Selbst die Engel interessieren sich dafür. Lieber Freund, liebe Freundin, ist dir bewusst, dass die Propheten des Alten Testamentes Zeit und Energie hineingesteckt haben, zu verstehen, was das alles bedeutet, dass Engel im Himmel diese Dinge studieren? Wie kann es da sein, dass wir, die wir den Namen Jesu tragen, oft keine Zeit, vielleicht nicht mal Lust haben, uns mit diesen Dingen einzubeschäftigen?

[11:01] Darum: „Umgürtet die Lenden eurer Gesinnung, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch zuteil wird in der Offenbarung Jesu Christi.“ Paulus hat einmal gesagt, dass er das Evangelium durch die Offenbarung Jesu Christi verstanden hat. Später werden wir sehen, dass die Offenbarung Christi auch ein Buch ist, das uns dieses Evangelium noch einmal dann in ganz prophetischen Ausdrücken näherbringt. Weil das alles so ist, dieses Evangelium so wertvoll ist, sagt Petrus: Macht euch bereit, auch wenn jetzt Schwierigkeiten sind, es kommt ja der ewige Lohn. Umgürtet eure Gesinnung, macht euer Denken also kampfbereit, marschbereit und seid nüchtern, vermeidet allen Extremismus, vermeidet Fanatismus und verlasst euch ganz auf die Gnade, die ihr im Evangelium kennengelernt habt.

[11:51] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir wollen auch die Lenden unserer Gesinnung umgürten. Wir wollen uns marschbereit machen, mit dir zusammen durch das Leben gehen. Wir wollen besonnen sein und uns ganz und vollständig auf Jesu Gnade verlassen. Und wir bitten, dass du uns Zeit schenkst und Freude schenkst und Verständnis schenkst, die Dinge zu erforschen, die die Engel erforschen wollen und die Propheten erforscht haben, nämlich das Geheimnis Gottes: Christus in uns, die Hoffnung der Herrlichkeit, das Evangelium mit all seinen Facetten hergibt, dass das wieder unsere absolute Priorität wird und dass, wenn Schwierigkeiten in unserem Leben aufkommen, wir wissen, dass du nur das Gold, das wahre Gold unseres Glaubens, testest, damit wir bewährt sind. Herr, wir freuen uns auf die Wiederkunft. Bitte mach uns dafür bereit im Namen Jesu. Amen.


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