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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


Christopher Kramp beleuchtet in dieser Predigt aus 1. Petrus 2:13-3:11 das biblische Prinzip der Unterordnung. Er erklärt, warum Christen sich staatlichen und familiären Autoritäten unterordnen sollen, selbst wenn diese ungerecht sind, und betont dabei die Priorität des Wortes Gottes. Anhand des Beispiels Jesu und der Bedeutung eines sanften Geistes wird gezeigt, wie dieser Lebensstil ein kraftvolles Zeugnis für das Evangelium sein kann und wie er sich auf das Gebetsleben auswirkt.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf (m)einer Seite". Heute mit Seite 1287. Lasst uns gemeinsam beten.

[0:40] Lieber Vater im Himmel, du hast uns berufen, heilig zu sein, und das hast du nicht getan, um uns eine Hürde aufzuerlegen, sondern weil du mit uns Gemeinschaft haben möchtest. Und du bist heilig, und Herr, wir sehen und wissen: Aus eigener Kraft ist das völlig unmöglich. Aber du hast uns gesagt, dass dafür Jesus am Kreuz von Golgatha gestorben ist, und dass, wenn wir ganz und gar uns auf seine Gnade verlassen und darauf hoffen, wirst du uns zu gehorsamen Kindern machen, zu heiligen Menschen. Denn heilig ist das, wo du gegenwärtig bist. Und so möchten wir dich jetzt einladen, dass du unser Herz deinem Heiligen Geist erfüllst, unsere Worte, unsere Gedanken, unsere Taten formst in deinen Willen. Das bitten wir im Namen Jesu und haben Dank dafür. Amen.

[1:53] Wir sind in 1. Petrus Kapitel 2. Petrus hat gesprochen über Jesus als den Eckstein, der von vielen verworfen worden ist. Aber alle, die ihn annehmen, für die ist er ein kostbarer, wertvoller Grundstein, auf dem das geistliche Gebäude des Tempels Gottes erwächst. Wir alle können Steine in diesem Tempel sein, und wir alle können als geistliches Volk Gottes, als Priester, geistliche Opfer bringen, um Menschen zu erzählen, wie Gott wirklich ist, der uns erlöst hat. Und so ermahnt er uns, wir, die wir auf dieser Erde nicht unsere Heimat haben, sondern im Himmel, auf das, wo wir unser Erbe erwarten, dass wir nicht den fleischlichen Begierden nachgeben, weil diese kämpfen gegen die Seele. Und dass wir auch unter den Ungläubigen so leben, dass selbst wenn sie uns verleumden, sie am Ende zugeben müssen, dass die Verleumdung falsch gewesen ist. Wir lesen weiter, Vers 13.

[2:57] Ordnet euch deshalb aus diesem Grund, damit man uns nicht zu Unrecht beschuldigen kann. Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter, um des Herrn willen, nicht um damit alle Taten des Staates zu bestätigen und gutzuheißen, sondern um des Herrn willen. Es sei dem König als dem Oberhaupt – wahrscheinlich muss man hier besser übersetzen: dem Kaiser, denn das griechische Wort Basileus meint in der Zeit auch einfach den Kaiser. Damals lebte ja Petrus und alle anderen, die meisten Christen, im Römischen Reich, wo Kaiser herrschten. Oder den Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der Übeltäter und zum Lob derer, die Gutes tun.

[3:48] Manchmal wird eingewandt, dass, wenn man sich der staatlichen Obrigkeit unterordnet, dass man damit ja den Staat gutheißt und alles, was er tut. Aber das ist nicht wahr. Hier steht ganz deutlich: "Ordnet euch deshalb aller menschlichen Ordnung unter, um des Herrn willen." Und das impliziert natürlich, dass immer dann, wenn der Staat etwas von uns fordert, was gegen das eindeutige, schwarz auf weiß stehende, inspirierte Wort Gottes widerspricht, wir natürlich immer in Liebe, Demut und Sanftmut dem Wort Gottes folgen, mehr als allen Menschen. Aber niemals im Geist der Rebellion, niemals in einem Geist des Aufstandes und der Verachtung. Niemals so, dass später Menschen unsere Worte zitieren können und damit begründen können, dass wir eigentlich am Umsturz des Staates gearbeitet haben.

[4:49] Die Kaiser damals waren keine guten Kaiser, und die Statthalter waren zum Teil eine Katastrophe. Die haben sich selbst bereichert, die waren korrupt, die waren unterdrückend. Und Petrus wusste das. Petrus wollte nicht das gutheißen, was sie tun. Aber dieses biblische Prinzip, dass wir bei Paulus finden, dass wir bei Jesus finden in der Bergpredigt, bei Paulus in Römer 13, und dass Paulus immer wieder auch eingeschärft hat, immer wieder dem Titus sogar gesagt hat, er solle das lehren, das finden wir auch bei Petrus. Es ist ein allgemeines biblisches Prinzip, das viel zu wenig Aufmerksamkeit in den letzten Jahren erhalten hat. Aber das Christen zu allen Zeiten immer als biblische Lehre anerkannt haben, denn das ist der Wille Gottes, dass wir durch Gutes tun die Unwissenheit der unverständigen Menschen zum Schweigen bringen.

[5:42] Ja, auch ein Kaiser kann ein unverständiger Mensch sein, auch ein Statthalter kann ein unverständiger Mensch sein. Aber es ist nicht unsere Aufgabe, uns öffentlich über den Unverstand der Obrigkeit lustig zu machen, sondern soweit wir es mit einem christlichen Gewissen, mit einer Liebe zu Jesus vereinbaren können, uns unterzuordnen, um ein gutes Beispiel zu geben und zu zeigen, wie das Evangelium veredelt. Als Freie und nicht als solche, die die Freiheit als Deckmantel für die Bosheit benutzen, sondern als Knechte Gottes. Erweist jedermann Achtung, liebt die Bruderschaft, fürchtet Gott, ehrt den König oder den Kaiser. Gott muss immer die Priorität haben. Alle Unterordnung, auch bei Paulus, sei es die Frau oder den Mann, Kind oder die Eltern, der Sklave oder den Herrn, oder auch die Staatsbürger unter den Staat, ist immer unter der Voraussetzung, dass Gott die oberste Priorität hat. Aber wenn das einmal klar ist, gibt es bestimmte Sphären und es gibt bestimmte Bereiche, wo wir uns auch unterordnen, wo wir Achtung geben sollen, wo wir Ehre geben sollen, dem sie gebührt. Und zwar als Freie, die gleichzeitig Knechte Gottes sind, nicht als Knechte des Staates, sondern als Freie, die um Jesu willen freiwillig dort, wo es mit dem Gewissen übereinstimmbar ist, vereinbar ist, Gehorsam leisten.

[7:10] Ihr Hausknechte, ordnet euch in aller Furcht euren Herren unter, nicht nur den guten und milden, sondern auch den verkehrten. Und hier sehen wir, dass dieses Prinzip der Unterordnung nicht nur dann gilt, wenn der Obere, also der Herr oder die Staatsobrigkeit, alles richtig macht. Denn dann würde es die Unterordnung ja nie geben, denn das gibt’s gar nicht. In der Regel ist die Obrigkeit meistens verkehrt, und auch viele der Herren, die Knechte gehalten haben, waren oft verkehrt. Und auch denen sollte man sich unterordnen, freilich, wie immer, solange es nicht dem Wort Gottes widerspricht, solange man nicht das Wort Gottes dadurch brechen müsste. Denn das ist Gnade, wenn jemand aus Gewissenshaftigkeit gegenüber Gott Kränkung erträgt, indem er zu Unrecht leidet. Wir denken, es ist eine Schande, und wir müssen dagegen rebellieren, wir müssen Aufstand machen, und wir müssen die Regierung aus dem Land jagen. Aber wenn wir zu Unrecht leiden, weil wir zu Gott gehören und deswegen gekränkt werden, dann ist das Gnade. Denn was ist das für ein Ruhm, wenn ihr geduldig Schläge ertragt, weil ihr gesündigt habt? Wenn ihr aber für Gutes tun leidet und es geduldig ertragt, das ist Gnade bei Gott. Und das ist eine sehr unpopuläre Wahrheit, aber eine Wahrheit, die Christen in vielen Jahrhunderten, Zeiten der Verfolgung, immer wieder gewusst und gelernt und gelebt haben, dass auch dann, wenn sie zu Unrecht leiden, wenn sie schlecht behandelt worden sind aufgrund ihres Glaubens, sie trotzdem sanftmütig und demütig geblieben sind und trotzdem sich untergeordnet haben, soweit es ihr Gewissen es ermöglicht hat. Und auch dort, wo sie ein deutliches Nein gesprochen haben, das immer noch mit einem Geist der Versöhnung und der Friedfertigkeit und der Sanftmut, so wie die Protestanten, die 1529 in Speyer vor dem Kaiser gesagt haben, dass sie bereit sind, ihr Leben zu geben für den Kaiser und für sein Kaiserreich, aber in dieser Sache des Evangeliums sich nicht zu einem Kompromiss bewegen lassen. Das ist der Geist des Protestantismus, das ist der Geist der Bibel, der Geist von Jesus.

[9:34] Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus für uns gelitten und uns ein Vorbild hinterlassen hat, damit ihr seinen Fußstapfen nachfolgt. Ein Christ hat auf dieser Welt kein Anrecht auf immer faire und gerechte Behandlung. Selbst Jesus hat das nicht bekommen. Jesus hat gelitten. Und dann zitiert Petrus ein paar Verse: "Er hat keine Sünde getan, es ist auch kein Betrug in seinem Mund gefunden worden." Das ist aus Jesaja 53. "Als er geschmäht wurde, schmähte er nicht wieder. Als er litt, drohte er nicht, sondern übergab es dem, der gerecht richtet." Jesus hat, indem er nicht dagegen rebelliert hat, hat er nicht gutgeheißen, was stattfand, sondern er wusste, dass Gott richten wird. Und es war sein tiefer Glaube, der dazu befähigt hat, das Unrecht zu erleiden, weil er wusste: Es kommt der Tag, wo Gott für Gerechtigkeit sorgt. Ich muss das nicht selbst in die Hand nehmen. Und wenn wir Ungerechtigkeit erleiden durch Obere, wer auch immer das sein mag, dürfen wir von Jesus lernen. Und wir dürfen nicht dieser satanischen Täuschung anheimfallen, dass, wenn wir uns nicht mit Händen und Füßen leidenschaftlich wehren, wir damit die Sünde der Oberen gutheißen. Das ist falsch. Jesus hat die Sünden der Römer, die ihn gekreuzigt haben, nicht gutgeheißen, und trotzdem hat er nicht energisch, brutal dagegen rebelliert. Er hat es erlitten und es Gott übergeben.

[11:25] Und das ist der Gedanke in Klagelieder 3, wo es um die andere Wange geht, die man hinhält, was Jesus in der Bergpredigt zitiert. Es ist der Glaube, dass Gott für Gerechtigkeit sorgen wird, dass Gott retten wird, dass Gott nicht zulassen wird, dass man völlig fertig gemacht wird und seine Persönlichkeit verliert. Gott kümmert sich um uns. Und dieser Glaube drückt sich aus, indem man auch bereit ist, für Gott und mit Gott Leid zu erdulden.

[11:59] Er hat unsere Sünden selbst an seinem Leib getragen auf dem Holz, damit wir den Sünden gestorben, der Gerechtigkeit leben mögen. Durch seine Wunden seid ihr heil geworden. Und das sind alles Paraphrasen aus Jesaja 53. "Denn ihr wart wie Schafe, die in die Irre gehen. Jetzt aber habt ihr euch bekehrt zu dem Hirten und Hüter eurer Seelen." Jesus ist mein Hirte und dein Hirte. Er behütet unser Leben, er behütet unser Denken. Und obwohl wir wie Schafe in die Irre gegangen sind, hat Jesus unsere Sünden getragen, sodass, wenn wir auf Jesus schauen, auf das Kreuz, dann können wir glauben, dass dort am Kreuz unsere Sünde mit Jesus hängt, sodass wir nicht mehr sündigen, sondern der Sünde abgestorben sein können, solange wir auf das Kreuz schauen und daran glauben. Und durch seine Wunden werden wir heil.

[13:05] Gleicherweise sollen auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen. Wie bei Paulus haben wir auch hier wieder dieses Prinzip der Unterordnung in verschiedenen Lebensbereichen: dem Staat gegenüber, den Herren gegenüber, in der Ehe. All das haben wir schon bei Paulus gefunden. Es zeigt uns, wie eng sich Petrus, Paulus, die Apostel abgestimmt haben, auch in ihrer Verkündigung, und wie sehr sie die gleichen Dinge betont haben, wie wichtig das damals war und auch heute noch ist. Gleicherweise sollen auch die Frauen sich ihren eigenen Männern unterordnen, damit, wenn auch etliche sich weigern, dem Wort zu glauben, sie durch den Wandel der Frauen ohne Wort gewonnen werden. Das gilt also auch für ungläubige Männer. Und hier ist wieder das Prinzip, dass durch den Lebensstil, durch das Zeugnis des Lebens, eine Kraft wirkt, die Menschen anrühren kann, was keine Predigt bewirken könnte.

[14:04] Euer Schmuck soll nicht der äußerliche sein: Haarflechten und Anlegen von Goldgeschmeide oder das Anziehen von prächtigen Gewändern, sondern der verborgene Mensch des Herzens in dem unvergänglichen Schmuck eines sanften und stillen Geistes, der vor Gott sehr kostbar ist. Es ist der sanfte, stille Geist, die Friedfertigkeit, die Gütigkeit, die Barmherzigkeit, die so kostbar ist, kostbarer als aller Schmuck, den wir tragen. Sodass, wenn ein Mensch das hat, er extrem geschmückt ist. Die Bibel ist nicht gegen Schmuck, sie ist gegen äußerlichen Schmuck, der von der inneren Verderbtheit ablenkt. Die Bibel wünscht sich, dass wir den besten Schmuck haben, den es gibt. Der beste Schmuck, den es gibt, ist ein Charakter, der andere Menschen zu Jesus führt. Einen besseren Schmuck gibt es nicht, etwas Schöneres gibt es nicht. Und diesen Schmuck kann man nirgendwo kaufen. Man kann ihn geschenkt bekommen, indem man auf Jesus und sein Wirken schaut. Denn so haben sich einst auch die heiligen Frauen geschmückt, die ihre Hoffnung auf Gott setzten und sich ihren Männern unterordneten. Hier sehen wir, dieser Schmuck hat zu tun, dieser stille Geist auch mit der Unterordnung. Das heißt, es geht auch bei dieser ganzen Frage mit dem Schmuck hier, der geistliche Schmuck gegen den äußerlichen Schmuck, um die Frage der Unterordnung. Wie Sarah dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte. Deren Töchter seid ihr geworden, wenn ihr Gutes tut und euch keinerlei Furcht einjagen lasst. Was für ein interessanter Gedanke: Unterordnung bedeutet nicht, in Furcht zu leben. Es bedeutet nicht, sich auszuliefern, sondern freiwillig das Vorbild von Jesus zu imitieren, nicht den ersten Platz einnehmen zu wollen, sondern zu dienen in allen Bereichen des Lebens. Das gilt für Männer und Frauen, wo immer sie auch von Gott hingestellt sind in ihrem Alltag, ohne Furcht, sondern aus Liebe.

[16:09] Ihr Männer, sollt gleichermaßen einsichtig mit eurer Frau als dem schwächeren Gefäß zusammenleben und ihr Ehre erweisen, weil ihr ja gemeinsam Erben der Gnade des Lebens seid, damit eure Gebete nicht verhindert werden. Hier steht etwas sehr Entscheidendes: Man kann so lange beten, wie man möchte. Wenn man seine eigene Frau schlecht behandelt, sie abschätzig behandelt und ihr nicht die Liebe entgegenbringt, die sie verdient hat, dann kann man so viel beten, wie man möchte. Man kann so viel Mission machen, wie man möchte. Man kann so viel Bibel lesen, wie man möchte. Es ist alles umsonst. Ein verheirateter Mann, der seine Frau nicht gut behandelt, dem nützen alle anderen religiösen Übungen nichts. Hier zeigt sich, ob wir echte Christen sind. Lasst uns einsichtig mit unseren Frauen sein und ihnen ihre Ehre erweisen, weil wir gemeinsam ja auf der neuen Erde sein wollen. Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitfühlend, voll brüderlicher Liebe, barmherzig, gütig. Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Schmähung mit Schmähung, sondern im Gegenteil segnet, weil ihr wisst, dass ihr dazu berufen seid. Denn wem das Leben lieb ist und wer gute Tage sehen will, der bewahre seine Zunge vor Bösem und seine Lippen, dass sie nicht trügen. Das ist ein Zitat aus den Psalmen. Er wende sich ab vom Bösen und tue Gutes. Er suche den Frieden und jage ihm nach. Lasst uns gemeinsam beten.

[17:47] Lieber Vater im Himmel, vergib uns, dass wir so oft auf unser eigenes Recht pochen, so oft unsere eigene Meinung für das Höchste und Wichtigste halten und so selten bereit sind, uns auch einmal unterzuordnen. Gib, dass wir deinen Blick auf das Kreuz sehen, was echte Demut bedeutet, was echte Sanftmut bedeutet, was es bedeutet, ein echtes geistliches, christliches Leben zu leben in dieser Welt. Darum bitten wir dich von ganzem Herzen. Amen.


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