In dieser Predigt zu 2. Petrus 2:14-3:12 warnt Christopher Kramp eindringlich vor Irrlehrern, die Gläubige mit falschen Freiheitsversprechen von der biblischen Wahrheit wegführen wollen. Er betont die Bedeutung der Schriften des Alten und Neuen Testaments für echte Erweckung und die Gewissheit der Wiederkunft Jesu. Der Sprecher ruft dazu auf, durch heiligen Wandel und Gottesfurcht das Kommen des Herrn zu erwarten und zu beschleunigen, da seine Geduld Raum zur Buße geben soll.
Gott auf (m)einer Seite: 2. Petrus 2:14-3:12
Christopher Kramp · Gott auf (m)einer Seite ·Themen: 2. PetrusPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
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Transkript
[0:32] Hallo, liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Seite 1292. Lasst uns gemeinsam beten.
[0:39] Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir, weil wir dein Wort verstehen wollen. Und wir wissen, es ist nicht unsere Aufgabe, dein Wort zu interpretieren. Du hast es inspirieren lassen, du hast es uns gegeben, und du hast versprochen, dass jeder, der voller Liebe zu dir und mit Interesse für das Thema daran forscht und es verstehen will, dass er auf kostbare Schätze der Wahrheit kommt. Das haben wir so oft erlebt, und wir wünschen uns, dass du auch heute durch dein Wort zu uns sprichst, dass wir erkennen, was es uns heute zu sagen hat und dass wir dadurch gestärkt und auferbaut werden.
[1:21] Herr, sei du jetzt unser Lehrer. Du hast versprochen, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich, wollen daran festhalten. Dank, dass du dein Wort zu uns sprechen wirst durch deinen Heiligen Geist. Im Namen Jesu beten wir dies. Amen.
[1:42] Wir sind in 2. Petrus Kapitel 2. Petrus warnt vor den Irrlehrern, die mit Verdrehung der Wahrheit und einem schlimmen Lebenswandel Schande über Gottes Gemeinde bringen. Wir lesen weiter in Vers 14:
[1:58] "Dabei haben sie Augen voller Ehebruch, sie hören nie auf zu sündigen und locken die unbefestigten Seelen an sich. Sie haben ein Herz, das geübt ist in Habsucht und sind Kinder des Fluchs, weil sie den richtigen Weg verlassen haben, sind sie in die Irre gegangen und sind dem Weg Bileams, des Sohnes Beors, gefolgt, der den Lohn der Ungerechtigkeit liebte."
[2:19] Wir kennen die Geschichte aus 4. Mose von diesem ehemaligen Propheten Gottes, der um des Lohnes willen mehrmals versucht hat, Israel zu verfluchen. Aber es kam eine Zurechtweisung für seinen Frevel: Das stumme Lasttier, der Esel nämlich, redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten.
[2:40] "Diese Leute sind Brunnen ohne Wasser, Wolken vom Sturmwind getrieben, und ihnen ist das Dunkel der Finsternis aufbewahrt in Ewigkeit. Denn mit hochfahrenden, leeren Reden locken sie durch ausschweifende, fleischliche Lüste diejenigen an, die doch in Wirklichkeit hinweggeflohen waren von denen, die in die Irre gehen."
[3:04] Diese Irrlehrer wollen Menschen von der Gemeinde wieder weglocken in weltliche Dinge, in ausschweifende, fleischliche Lüste. Dabei verheißen sie ihnen Freiheit, obgleich sie doch selbst Sklaven des Verderbens sind. Denn wovon jemand überwunden ist, dessen Sklave ist er auch geworden.
[3:24] Diese Irrlehrer behaupten also, dass die biblische Botschaft einengt, dass sie versklavt und dass sie in Wirklichkeit die wahre Freiheit haben. Ist das nicht etwas, was wir heute auch oft hören, dass Menschen behaupten, dass so wie die Bibel das Evangelium definiert, das zu gesetzlich sei und zu rigide und nicht mehr in die Zeit passt, und dass man heute freier denken muss? Das sind Irrlehrer.
[3:50] Irrlehrer, die ein Leben in der Sünde gutheißen und selbst Sklaven der Sünde sind.
[3:58] "Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin verstrickt und überwunden werden, so ist der letzte Zustand für sie schlimmer als der erste. Denn es wäre besser für sie, dass sie den Weg der Gerechtigkeit nie erkannt hätten, als dass sie, nachdem sie ihn erkannt haben, wieder umkehren hinweg von dem ihnen überlieferten heiligen Gebot."
[4:30] Es ist keine gute Sache, die Wahrheit wissentlich zu verlassen. Ein schrecklicher Zustand.
[4:38] "Doch es ist ihnen ergangen nach dem wahren Sprichwort: Der Hund kehrt wieder um zu dem, was er erbrochen hat, und die gewaschene Sau zum Wälzen im Schlamm."
[4:52] Man kann die Sau waschen, aber es hält nicht lange vor, sie kehrt wieder zurück. Der Hund hat vielleicht etwas erbrochen, aber dann kehrt er zurück und nimmt es wieder in sich auf. So haben Menschen zwar die Sünde erbrochen, sozusagen, sie haben durch Gottes Kraft sich von der Sünde getrennt, aber sind dann wieder zu ihr zurückgekehrt, haben das alte Leben wieder angenommen. Und das ist ein verzweifelter Zustand. Lass es niemals so weit kommen, dass du dich wieder zu dem alten Leben zurückbegibst. Das ist ganz dramatisch.
[5:32] "Geliebte, dies ist nun schon der zweite Brief, den ich euch schreibe. Den ersten haben wir kurz zuvor gemeinsam gelesen, um euch durch Erinnerung eure lautere Gesinnung aufzuwecken und er hatte ja schon hier am Anfang des zweiten Briefes geschrieben, dass er sich das vorgenommen hat, immer wieder durch ein Erinnern an die grundlegenden Wahrheiten des Evangeliums aufzuwecken."
[5:54] "Damit ihr an die Worte gedenkt, die von den heiligen Propheten vorausgesagt worden sind, und an das, was auch der Herr und Retter durch uns, die Apostel, aufgetragen hat."
[6:11] Das heißt, Petrus glaubte und zeigt uns hier, dass echte Erweckung dadurch geschieht, dass wir an die Schriften des Alten Testaments uns erinnern und auch das, was die Apostel im Neuen Testament schreiben, dass wir das bedenken, darüber nachdenken. Durch die Schriften des Alten und des Neuen Testamentes kommt echte Erweckung.
[6:31] "Dabei sollt ihr das erkennen, dass am Ende der Tage Spötter kommen werden, die nach ihren eigenen Lüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung seiner Wiederkunft? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es von Anfang der Schöpfung an gewesen ist."
[6:46] Wir haben schon gesehen, wie in Kapitel 1 er diesen Gedanken ausgeführt hat, dass die Wiederkunft keine fiktive Erfindung ist, sondern er selbst Augenzeuge gewesen. Und er sagt, wir haben das prophetische Wort, und wir tun gut daran, darauf zu achten. Aber wisst, am Ende der Zeit wird es Menschen geben, die trotzdem an der Wiederkunft zweifeln werden, die den Eindruck erwecken, als würde es nie eine Wiederkunft geben, als würde alles seit Beginn der Schöpfung so bleiben.
[7:11] "Dabei übersehen sie aber absichtlich, dass es schon vor Zeiten Himmel gab und eine Erde, aus dem Wasser heraus entstanden ist und inmitten des Wassers Bestand hat durch das Wort Gottes." Hier ist die Referenz zu 1. Mose Kapitel 1, die Schöpfung, als am Anfang noch vor der Sintflut die Erde umgeben war von einer Wasserhülle.
[7:30] "Und dass durch diese Wasser die damalige Welt infolge einer Wasserflut zugrunde ging." Er sagt, diese Menschen werden das übersehen, sie werden das ignorieren, sie werden nicht glauben, dass das stattgefunden hat. Und so werden wir auch heute viele Menschen finden, die nicht mehr glauben, dass es eine Schöpfung gab und vor allem auch, dass es keine Sintflut gab. Und die versuchen, all das mit menschlichen Mitteln zu erklären und kommen dabei dann auf gigantisch lange Zeiträume, die es dann sehr unwahrscheinlich erscheinen lassen, dass irgendwann jetzt demnächst eine Wiederkunft sein wird, weil der gesamte Heilsplan völlig verzerrt ist.
[8:11] "Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort, das also damals für die, für die einmal die Erde erhalten hat bis zur Wasserflut, werden durch dasselbe Wort aufgespart und für das Feuer bewahrt bis zum Tag des Gerichts und des Verderbens der gottlosen Menschen."
[8:30] Das Feuer wird fallen nach den tausend Jahren und diese Erde reinigen, so wie die Sintflut die Erde reinigte, zumindestens in einem typologischen Sinne. So wird das Feuer die Erde tatsächlich buchstäblich reinigen von aller Sünde.
[8:49] "Dieses eine aber sollt ihr nicht übersehen, Geliebte, dass ein Tag bei dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag."
[8:56] "Der Herr versäumt nicht die Verheißung zu erfüllen, wie etliche es für ein Versäumnis halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren gehe, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe."
[9:08] Alle sollen Raum zur Buße haben. Und damals gab es schon Menschen, die glaubten, die Wiederkunft zögert sich hinaus. Aber Jesus hatte ganz deutlich gesagt, Jesus kommt wieder, wenn alle Menschen das Evangelium gehört haben, wenn das Evangelium allen Nationen, Völkern, Stämmen und Sprachen gepredigt worden ist. Aber zur Zeit von Petrus war das noch nicht der Fall. Es bestand also gar kein Anlass zu glauben, dass Jesus schon hätte wiederkommen müssen.
[9:32] Und heute ist trotz 2000 Jahre Fortschritt der Geschichte noch immer diese eine Bedingung nicht erfüllt. Ich bin mir ganz sicher, dass Jesus sicher schon hätte kommen wollen, aber konnte bisher noch nicht. Das Evangelium ist noch nicht zu allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen gegangen. Und Jesus hat Geduld. Aber die Wiederkunft wird stattfinden. Es ist nicht Gott, der sie verzögert. Jesus möchte so bald wie möglich wiederkommen.
[10:02] "Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht. Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen."
[10:18] Der Tag des Herrn ist im Alten Testament und auch hier bei Petrus ein Begriff, der sowohl die Wiederkunft, die tausend Jahre, als auch die Ereignisse nach den tausend Jahren beschreibt. Deswegen ist ein Tag bei Gott tausend Jahre. Deswegen ist der Tag des Herrn diese tausend Jahre, beginnen mit der Wiederkunft und enden dann nach dem Ende der tausend Jahre, bei der nach der zweiten Auferstehung mit der völligen Vernichtung aller Sünder, was dann in Offenbarung 20 ausführlich beschrieben wird.
[10:50] Und dieser Tag kommt wie ein Dieb in der Nacht, nicht in dem Sinn, dass es eine geheime Entrückung geben würde. Nein, nein, denn all das passiert mit Krachen und mit großen Naturereignissen, die jeder mitbekommen wird. Es kommt wie ein Dieb in der Nacht in dem Sinne, dass es überraschend sein wird, überraschend für die Gottlosen. Paulus hat ja gesagt in 1. Thessalonicher 5, dass der Tag nicht wie ein Dieb für die Gläubigen kommt, obwohl heute es viele Christen gibt, die tatsächlich das genau umdrehen und die denken, der Tag des Herrn kommt für die Gläubigen wie ein Dieb. Aber nein, er kommt für die Ungläubigen, die nicht vorbereitet sind, wie ein Dieb. Für die Gläubigen kommt er nicht wie ein Dieb, denn für die Gläubigen, die Gläubigen haben sich durch die Prophetie vorbereitet auf diesen Tag.
[11:32] "Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen." Bei der Wiederkunft wird der Himmel zusammengerollt werden wie eine Buchrolle, sagt das sechste Siegel in Offenbarung 6. "Die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen." Schon bei der Wiederkunft wird Jesus in feuriger Flamme und Wolke kommen, aber vor allem nach den tausend Jahren wird diese Erde durch Feuer gereinigt werden.
[11:56] "Da nun dies alles aufgelöst wird, wie sehr solltet ihr euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottesfurcht, angesichts des Weltendes?"
[12:06] Kommt es auf eine entscheidende Sache an, nämlich darauf, dass wir einen heiligen Charakter haben und dass wir Gott an die erste Stelle unseres Lebens setzen, indem ihr das Kommen des Tages Gottes erwartet und ihm entgegeneilt. Man kann auch übersetzen: "es beschleunigt". Nein, wir können Gott nicht überraschen, wir können Gott nicht schieben, aber wir haben eine Mitverantwortung.
[12:26] Die Wüstenwanderung der Kinder Israels sollte eigentlich nur zwei Jahre betragen. Dass sie 40 Jahre gingen, war nicht Gottes Schuld. Gott hat nicht den Einzug nach Kanaan verzögert. Israel war nicht bereit, und so dauert es eine weitere Generation. Die Israeliten hätten ihm entgegeneilen können, sie hätten das in Anspruch nehmen können, was Gott vorgesehen hatte, und dann wäre zu dem vorgesehenen Zeitpunkt Israel nach Kanaan einmarschiert. Stattdessen dauert es eine Generation länger, weil sie nicht darauf zugeeilt sind.
[12:57] Eilen wir auf die Wiederkunft zu? Wollen wir sie so schnell wie möglich erleben? Leben wir so, dass Jesus bald wiederkommen kann, sowohl in unserem Charakter als auch in unseren Bemühungen, die Welt zu erreichen, an welchem die Himmel sich in Glut auflösen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen werden?
[13:17] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, Herr, vergib uns, vergib mir und vergib uns, dass wir so oft die Wiederkunft aus den Augen verlieren im Alltag, dass wir zwar an sie glauben, aber nicht viel Bemühung hineinstecken, uns darauf vorzubereiten, die Wiederkunft zu beschleunigen durch ein Leben mit dir.
[13:48] Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du in unseren Herzen wirkst, dass du uns aufweckst, dass du uns zutiefst erneuerst und dass wir vor lauter Freude auf dich mit großen Schritten der Wiederkunft entgegeneilen. Du hast kein Interesse daran, es weiter hinauszuzögern. Herr, mach uns zu Menschen, für die die Wiederkunft das größte Ziel im Leben wird. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[14:29] Amen.
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