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Tägliche Andachten

Täglich kurze 2-minütige Andachten aus der Bibel für einen guten Start in den Tag. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/mit-gott-leben/ entnommen.

Dieser Podcast beinhaltet die folgenden Serien:


In dieser Folge von „Gott auf (m)einer Seite“ beleuchtet Christopher Kramp Offenbarung 16:5-17:5. Er erklärt die sieben letzten Plagen als gerechte Gerichte Gottes und ihre Verbindung zu den geistlichen Verbrechen der Gottlosen. Der Sprecher entschlüsselt die Symbolik der „großen Hure Babylon“ als die untreue Kirche (die römische Kirche) und ihre falschen Lehren. Das Video warnt davor, sich von irreführenden Evangelien täuschen zu lassen, und betont die Wichtigkeit, am wahren Evangelium festzuhalten.


Weitere Aufnahmen

Serie: Gott auf (m)einer Seite

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Transkript

[0:30] Hallo liebe Freunde, willkommen zu "Gott auf meiner Seite" heute mit Offenbarung 16:5-17:5. Lasst uns gemeinsam beten: Lieber Vater im Himmel, wir möchten danke sagen, dass wir heute zu dir kommen können und dass heute noch Gnadenzeit ist, dass Jesus jetzt noch für uns Eintritt hat. Herr, wir haben gelernt und wissen: ein Zeitpunkt wird kommen, da wird diese Gnadenzeit enden, aber dann endet nicht deine Liebe, dann endet auch nicht deine Fürsorge. Sondern bis dahin wollen wir gelernt haben, so sehr auf deine Liebe und deine Fürsorge zu vertrauen, dass wir nicht mehr gegen dich rebellieren. Herr, hilf uns, hilf uns, dass wir das in unserem Leben lernen. Jetzt möchte ich dich ganz persönlich bitten und möchte dir danken, dass du jetzt durch dein Wort zu uns sprechen wirst. Gib, dass wir es gut verstehen und dass dein Wort eine Kraft in unserem Leben entfaltet und dass wir vorbereitet sind auf das, was kommen wird. Das bitten wir alles im Namen Jesu und bitten dich, dass du unser Lehrer bist. Amen.

[1:40] Wir sind in Offenbarung 16. Es geht um die sieben letzten Plagen, die ausgegossen werden durch die Plagenengel. Wir haben die ersten drei Plagen schon gesehen: das schmerzhafte Geschwür bei denen, die das Malzeichen des Tieres hatten und sein Bild angebetet haben; dann, wie das Wasser im Meer zu Blut wurde; dann, wie das Wasser der Flüsse und Wasserquellen zu Blut wurde. Und dann in Vers 5: „Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen: Gerecht bist du, o Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast.“ Die sündlosen Engel werden die sieben letzten Plagen sehen und werden sagen: „Gott, du bist gerecht, denn das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen, und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, denn sie verdienen es.“

[2:42] Wir sehen hier, dass die Plagen tatsächlich in einem direkten Zusammenhang stehen mit den geistlichen Verbrechen der Gottlosen. Und wir sehen hier, dass das Prinzip Auge um Auge, Zahn um Zahn nie abgeschafft worden ist. Es ist immer das grundlegende Prinzip der Gerechtigkeit Gottes, nur dass im Evangelium Jesus bereit ist, alle rechtmäßige Strafe auf sich selbst zu nehmen, damit uns vergeben werden kann. Das ändert aber nicht die Gerechtigkeit Gottes, das ändert nicht das Prinzip in der Gerechtigkeit, sondern macht uns nur den Weg frei, damit wir wieder mit Gottes Gesetz in Harmonie leben können.

[3:24] Und ich hörte einen anderen vom Altar her sagen: „Ja, o Herr, Gott Allmächtiger, wahrhaftig und gerecht sind deine Gerichte.“ Und der vierte Engel goss seine Schale aus auf die Sonne, und ihr wurde gegeben, die Menschen mit Feuer zu versengen. Und die Menschen wurden versengt von großer Hitze, und sie lästerten den Namen Gottes, der Macht hat über diese Plagen, und sie taten nicht Buße, um ihm die Ehre zu geben.

[3:52] Das Geschwür hatte mit dem Malzeichen zu tun, das Malzeichen, das an der Stirn ist. Und die das Blut in der zweiten und dritten Plage zu tun mit dem vergossenen Blut der Gläubigen. Ist es da denkbar, dass auch die Qual durch die Sonne zu tun hat mit dem Malzeichen und der erzwungenen Sonntagsheiligung, der Tag, der ja eigentlich ursprünglich mal zur Anbetung der Sonne gedacht war, bevor ihn dann Konstantin und seine Theologen umfunktioniert haben? Einige christliche Theologen hatten das schon vorher versucht, und Konstantin hat das Ganze dann mit Gesetzeskraft versehen.

[4:46] Und der fünfte Engel goss seine Schale aus auf den Thron des Tieres, und dessen Reich wurde verfinstert, und sie zerbissen ihre Zungen vor Schmerz. Hier wird also sichtbar werden, das ist das Tier, das Haupt ist, das schuld ist, dass diese Plagen kommen. Und sie lästerten den Gott des Himmels wegen ihrer Schmerzen und wegen ihrer Geschwüre, und sie taten nicht Buße von ihren Werken.

[5:13] Und der sechste Engel goss seine Schale aus auf den großen Strom Euphrat, und sein Wasser vertrocknete, damit den Königen vom Aufgang der Sonne der Weg bereitet würde. Der Euphrat, das ist der, das sind die Völker und Nationen, das ist das Wasser, das Babylon unterstützt. Das sind die Völker, die das babylonische System, die große Babylon, wie wir sie gleich in Offenbarung 17 auch noch kennenlernen werden, unterstützen. Das heißt, in der sechsten Plage werden die Völker erkennen – weil in der fünften durch diese übernatürliche Finsternis sichtbar wird, dass das Papsttum selbst schuld ist, das bis dahin immer behauptet hat, dass jene Randgruppen, die sich ihren Geboten nicht folgen und unterwerfen, dass die schuld sind, dass Gott deswegen die Strafen sendet – dann wird sichtbar, dass Gott nicht auf die Randgruppen, die man als Sündenböcke bezeichnet hat, zornig ist, sondern auf das Papsttum selbst. Das wird dazu führen, dass viele sich vom Papsttum abwenden werden. Sie werden ihre Unterstützung versagen, aber dann ist es zu spät, denn die Gnadenzeit ist schon vorbei.

[6:13] Damit den Königen vom Aufgang der Sonne der Weg bereitet würde. Das ist ein Hinweis auf die Wiederkunft. So wie das Wasser vertrocknete im Euphrat, als Babylon fiel, damit die persischen Könige und die persischen und medischen Soldaten und der General Kyros – der ja als Gesalbter, als Messias sogar beschrieben wird im Buch Jesaja – dann das Volk befreien konnte, so wird die Unterstützung der Menschen für das babylonische System am Ende plötzlich aufhören, damit der Weg für die Wiederkunft bereitet ist.

[6:47] Und ich sah aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des Tieres und aus dem Maul des falschen Propheten – also der Drache Satan, das Tier, der Vatikan, der Kirchenstaat, das Papsttum, und der falsche Prophet, das ist niemand anderes, das werden wir in Offenbarung 19 noch sehen, als das zweite Tier aus der Erde, das aussieht wie ein Lamm und redet wie ein Drache, die USA – aus ihren drei Mäulern kommen drei unreine Geister, drei unreine Geister heraus, gleich Fröschen. Wir haben gesehen, dass es eine Botschaft von drei Engeln gibt in Offenbarung 14, die durch die ganze Welt gehen und das wahre Evangelium predigen, um Menschen zu sammeln auf dem Berg Zion, wo Jesus ist, wo das Lamm ist, wo sie versiegelt werden. Und hier gibt es drei unreine Geister, das heißt drei gefallene Engel, die wie Frösche sind. Die Frösche waren das letzte, was Satan bei den Plagen Ägyptens noch imitieren konnte. Das war sozusagen der Gipfel seiner Verführungskunst. Das hier wird der Gipfel seiner Verführungskunst sein. Es wird am Ende der Zeit eine falsche dreifache Engelsbotschaft geben, eine, die die Menschen in Rebellion gegen Gott vereint. Es sind nämlich dämonische Geister, die Zeichen tun und ausgehen zu den Königen der Erde und des ganzen Erdkreises, um sie zum Kampf zu versammeln an jenem großen Tag Gottes des Allmächtigen.

[8:11] Und dann kommt eine eindrückliche Warnung: „Siehe, ich komme wie ein Dieb.“ Übrigens interessanterweise hier inmitten der Plagen. Viele Menschen glauben heute, viele Christen, dass Jesus schon vor den Plagen kommt oder sie durch eine angebliche geheime Entrückung, die in der Bibel nirgendwo gelehrt wird, sondern die Entrückung ist immer sichtbar und hörbar, weil die Wiederkunft Jesu sichtbar und hörbar ist, dass sie schon vor den Plagen entrückt werden. Aber das ist falsch, denn hier inmitten der Plagen heißt es von Jesus: „Siehe, ich komme wie ein Dieb.“ Die Gläubigen sollen festhalten, er kommt erst nach den Plagen. Die Plagen sind vor der Wiederkunft. „Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht entblößt einhergeht und man seine Schande sieht.“ Die Aufforderung ist, bis ans Ende das Evangelium festzuhalten, die Gerechtigkeit, die Jesus geschenkt hat, die er uns angerechnet und verliehen hat, diese Gerechtigkeit nicht aufzugeben, festzuhalten, damit wir ihm entgegengehen können.

[9:10] Und er versammelte sie an den Ort, der auf Hebräisch Harmagedon heißt. Das ist der Berg von Megiddo, und der Berg in der Nähe von Megiddo ist der Berg Karmel. Das ist der Berg der Entscheidung, wo zur Zeit von Elia die Entscheidung gefällt worden ist, wer wirklich Gott ist. Die letzte große Schlacht vor der Wiederkunft. Und der Engel goss seine Schale aus in die Luft, und es ging eine laute Stimme aus vom Tempel des Himmels, vom Thron her, die sprach: „Es ist geschehen!“ Es geschahen Stimmen und Donner und Blitze und ein großes Erdbeben geschah, wie es dergleichen noch nie gegeben hat, seit es Menschen gab auf Erden, ein solch gewaltiges und großes Erdbeben. Und die große Stadt wurde in drei Teile zerrissen, und die Städte der Heidenvölker fielen, und Babylon der Großen wurde vor Gott gedacht, damit er ihr den Becher des Glutweines seines Zornes gebe. Und jede Insel entfloh, und es waren keine Berge mehr zu finden. Und ein großer Hagel mit Zentner schweren Steinen kam aus dem Himmel auf die Menschen herab, und die Menschen lästerten Gott wegen der Plage des Hagels, weil seine Plage sehr groß war.

[10:21] Und einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir: „Komm, ich will dir das Gericht über die große Hure zeigen, die an den vielen Wassern sitzt.“ Was jetzt kommt, ist eine Erklärung zu den sieben Plagen, denn sie wird gegeben von einem der sieben Plagenengel, der diese Schalen ausgegossen hat, mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben und von deren Wein der Unzucht die, welche die Erde bewohnen, trunken geworden sind.

[10:53] Die große Hure, das Gegenstück zur reinen Frau aus Offenbarung 12, ist die Kirche, die eben nicht Gott die Treue gehalten hat, nicht seinen Geboten treu gewesen ist, sondern die sich mit dem Staat, mit der Welt verbunden hat und dadurch untreu geworden ist, Unzucht getrieben hat und falsche Lehren diesbezüglich in der ganzen Welt verbreitet hat: die römische Kirche.

[11:21] Und er brachte mich im Geist in eine Wüste. Die Wüste kennen wir aus Offenbarung 12, dort, wo die 1260 Jahre stattgefunden haben, wo die wahre Frau geflohen war. Und ich sah eine Frau auf einem scharlachroten Tier sitzen. Hier sehen wir: Babylon ist eine... der Name Babylon wird gleich in Vers 5 kommen. Es ist eine Frau, eine falsche Kirche, auf einem scharlachroten Tier sitzen, das voller Namen der Lästerung war und sieben Köpfe und zehn Hörner. Wir hatten wieder dasselbe Tier wie der Drache in Offenbarung 12 und das erste Tier aus Offenbarung 13. Wir haben es hier also wieder mit Rom zu tun. In Offenbarung 12 hatten wir das heidnische Rom, in Offenbarung 13 das mittelalterlich-päpstliche Rom, und hier haben wir eine weitere Entwicklung: jetzt ist es voller Lästerung, das endzeitliche Rom, das päpstliche Rom in seinem wiedererstandenen Zustand. Da werden wir gleich noch oder das nächste Mal auf der nächsten Seite mehr dazu sagen.

[12:20] Und die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelstein und Perlen, und sie hatte einen goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Gräueln und der Unreinheit ihrer Unzucht. Diese Kirche ist tatsächlich voller Prunk und voller Zurschaustellung, voller Reichtum und voller unreiner Lehre, einer Verunreinigung des Evangeliums, wo plötzlich Werksgerechtigkeit eine Rolle spielt, wo plötzlich Menschen sich zwischen Gott und den Sünder stellen, wo Jesus aus den Augen verloren wird vor lauter Heiligen, die angebetet werden, wo Menschen den Weg zum ewigen Heil nicht finden können, weil die Lehre sie in eine völlig falsche Richtung führt, wo das Gesetz Gottes geändert worden ist als Ausdruck der Autorität der Kirche und viele andere Gräuel, die dort geschehen sind.

[13:11] Und auf ihrer Stirn war ein Name geschrieben, nicht der Name des Vaters, den die Gläubigen auf ihrer Stirn haben, sondern der Name: „Geheimnis: Babylon die Große, die Mutter der Huren und der Gräuel der Erde.“ Sie, die Kirche Babylon, die römische Kirche, hat viele Töchter, die von ihr abstammen und die Ähnliches tun, ähnlich denken und ähnlich falsch im Evangelium sind. Und vor ihr muss sich jeder Gläubiger hüten.

[13:45] Lasst uns gemeinsam beten: Lieber Vater im Himmel, danke, dass du uns warnst, nicht weil du ein besonderes Interesse an Politik hast, sondern weil du ein so überwältigendes Interesse hast, dass wir das Evangelium verstehen und das wahre Evangelium annehmen. Deswegen warnst du uns auch vor dem Falschen, von den vielen falschen Evangelien, die in dieser Welt als alleiniger Weg zum Heil angepriesen werden. Herr, lass uns heute bewusst dein Evangelium annehmen und ausleben. Mach uns deutlich, was es bedeutet, wirklich mit dir zu leben, dass unser Beispiel und unsere Worte anderen Menschen zeigen werden, was es bedeutet, dir zu folgen, dass sie sich vorbereiten können, bevor die Plagen fallen. Und Herr, hilf, dass das, was du uns geschenkt hast, dass wir es nicht gering schätzen, sondern festhalten bis ans Ende. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.


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