In diesem Offenbarungsseminar setzt Mirjam Giebfried die Betrachtung von Offenbarung 3, Vers 12 fort. Sie beleuchtet die Bedeutung der Namen Gottes, des neuen Jerusalems und Jesu neuen Namens, die den Überwindern auf die Stirn geschrieben werden. Anhand biblischer Vergleiche, wie den Säulen Jachin und Boas im Tempel und dem Stirnblatt des Hohepriesters, wird die tiefe persönliche Beziehung zu Gott und die Heiligkeit der Erlösten hervorgehoben. Das Seminar zeigt, wie diese Verheißungen den Charakter und die Identität der Gläubigen in der Endzeit prägen.
Offenbarung 3:12b
Mirjam Giebfried · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr jetzt live eingeschaltet habt, schön, dass ihr heute Abend hier seid. Wir haben uns schon das letzte Mal vor der Pause mit Offenbarung 3, Vers 12 beschäftigt und heute wollen wir diesen Vers beenden. Der ist ziemlich lang, hat einiges in sich.
[1:07] Doch bevor wir das anschauen wollen, lasst uns noch gemeinsam, wo es möglich ist, niederknien zum Gebet.
[1:20] Unser Vater im Himmel, danke, dass wir jetzt wieder Offenbarungsseminar haben dürfen, dass wir jetzt dein Wort, das du auf so kostbare und ja auch etwas umständliche Art und Weise uns überliefert hast, dass wir es heute studieren dürfen. Danke dir dafür. Ja, lass uns jetzt auch zur Ruhe kommen von dem Alltag, von dem, was uns von dir fernhält und lass uns jetzt in deiner Gegenwart sein. Wir bitten dich um den Heiligen Geist, wir bitten dich darum, dass deine Liebe unser Herz erfüllt, dass wir heute, wenn wir in deinem Wort lesen, es auch so verstehen, wie du es gemeint hast. Und Herr, dass wir auch so darauf antworten, wie du es dir von uns wünschst. Das bitte ich dich im Namen Jesu.
[2:27] Amen. Lass uns noch mal den Vers lesen, Offenbarung 3 und dort Vers 12. Und du darfst gerne mal vorlesen: „Wer überwindet, den will ich zu einer Säule im Tempel meines Gottes machen und er wird nie mehr hinausgehen. Und ich will auf ihn den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt von meinem Gott aus und meinen neuen Namen.“ Danke schön.
[3:01] Wir haben uns schon das letzte Mal damit beschäftigt, was es bedeutet, dass – wer spricht hier noch mal? Jesus – dass Jesus hier sagt: „Wer überwindet, den will ich zu einer Säule in meinem Tempel machen.“ Wir haben gesehen, das ist vielleicht für uns ein seltsames Bild, aber eigentlich ein sehr schönes Bild, dass Jesus sagt: „Ja, ihr dürft bei mir sein, ihr dürft bei mir bleiben.“ Und es ist ja eine Verheißung, die wir hier haben. Jetzt geht diese Verheißung weiter und es werden Namen erwähnt. Welche Namen kommen hier vor?
[3:48] Also, wir haben den Namen Gottes, mhm, wir haben den Namen des neuen Jerusalems, mhm, und Jesu neuen Namen. Genau, genau, also drei Namen haben wir.
[4:06] Drei Namen, von denen wir, die wir gleich noch genauer anschauen werden. Und jetzt heißt es hier: „Ich will auf ihn den Namen schreiben.“ Vorher hatten wir, wie gesagt, die Säule angeschaut. Jetzt Name und Säule, gibt’s da irgendeine Verbindung? Wir wollen den Vers ja nicht auseinanderreißen. Ja, es gibt Säulen, die tragen Namen. Okay, wir haben die Jachin und Boas. Genau, wo finden wir die? Das ist 1. Könige oder so. Genau, in 1. Könige 7 und dort können wir mal den Vers 21 lesen. In 2. Chronik finden wir dann den Paralleltext dazu, aber wir gehen zu 1. Könige 7, Vers 21.
[5:00] „Und er richtete die Säulen auf beim Vorraum zur Tempelhalle. Und er richtete die rechte Säule auf und gab ihr den Namen Jachin. Und er richtete die linke Säule auf und gab ihr den Namen Boas.“ Danke schön. Wir hatten auch das letzte Mal schon davon gesprochen, dass sie eben Teil des Tempels waren, aber jetzt nicht unbedingt so eine bauliche Funktion hatten. Und die Frage ist, warum gibt es hier zwei Säulen mit zwei Namen? Können wir irgendwie eine Schlussfolgerung daraus ziehen oder hat das uns irgendwas zu sagen?
[5:40] Was haben diese zwei Säulen hier gehabt? Und einer heißt – muss jetzt kurz schauen – ja, sag gerne was dazu. Ja, die beiden Namen haben ja eine Bedeutung, die sozusagen auf die Säule verweist. Also, Jachin ist „er wird festmachen, befestigen“. Genau, steckt dieses auch, ja, auch Wahrhaftigkeit eigentlich auch mit drin. Und Boas: „in ihm ist Stärke“. Genau, also das soll halt die Säulen repräsentieren, die sind halt stark, die befestigen den Tempel sozusagen.
[6:18] Genau, also ich habe noch mal nachgeschaut und das ist interessant, so sehr viel erfahren wir eigentlich gar nicht über diese Säulen. Es gibt nicht so viele Texte, wo die vorkommen. Gut, die Namen Jachin und Boas kommen schon auch noch an anderer Stelle in der Bibel vor. Jachin ist vielleicht nicht so bekannt, das war unter anderem ein Nachfahre von Simeon. Boas kennt man schon eher, der Ehemann von Ruth hieß auch so. Aber das Interessante für uns ist eben die Bedeutung von diesen zwei Namen. Und du hast schon richtig gesagt, Jachin bedeutet „er wird aufbauen“, also kann man so, ja, so deuten als „er wird aufbauen“. Und Boas: „in ihm ist Stärke“. Es sind zwei Aussagen über wen? Erstmal über die Säulen. Okay, ja, genau. Ja, und klar, natürlich über Gott auch.
[7:22] Genau, also diese Säulen weisen auf etwas hin und ich finde, es ist ganz interessant, weil klar, wenn wir jetzt die Bibel lesen, haben die Namen da auch noch ein bisschen andere Bedeutung, aber gerade heutzutage wählen viele auch Namen nach dem Klang oder schon auch nach der Bedeutung, aber das hat dann nicht so eine geistliche Bedeutung.
[7:46] Und worauf weisen die Namen besonders hin? Jetzt hatten wir schon gesagt, auf Gott. Aber vielleicht, wie soll ich sagen, ist es ein bestimmter Titel von Gott oder was ist das von Gott? Sind ja Eigenschaften, also genau, was er tut, wie er ist. Genau, das sind – ich mache jetzt mal hier so – es geht um die, ja, wahrscheinlich kann man schon gar nicht mehr lesen, weil es so klein ist, aber es geht um die Eigenschaften Gottes. Das ist schon mal für uns interessant festzuhalten und wird dann auch später, wenn wir uns jetzt gleich mit den Namen beschäftigen, noch relevant sein.
[8:33] Jetzt hatten wir schon gesagt, okay, wir haben in Offenbarung 3, Vers 12 einmal den Namen von Gott, von Gott dem Vater, von Jerusalem und den Namen von Jesus. Interessant ist, was genau stand bei dir in Vers 12? Wie wurde Gott genannt? So, „meines Gottes“. Es ist der – genau, zum einen ist es „im Tempel meines Gottes“ und dann „der Name meines Gottes“ und „die Stadt meines Gottes“. Das ist interessant.
[9:19] Ich weiß nicht, wie ihr gerne betet, ob ihr sagt „lieber Gott“ oder „unser Vater im Himmel“, sagt man auch häufig, aber hier ist es die Anrede „mein Gott“. Und hinsichtlich dessen, dass Jesus ja hier spricht, habe ich mich gefragt, wann benutzt Jesus diese Formulierung „mein Gott“ noch mal? Er sagt auf jeden Fall zu Maria Magdalena, als er sagt: „Ich muss hinauffahren zu meinem Vater und eurem Vater, meinem Gott und eurem Gott.“ Genau, das ist in Johannes 20, glaube ich. Genau, ja, Johannes 20, Vers 17 können wir aufschlagen.
[10:10] Johannes 20 und dort Vers 17. Darf ich lesen? „Jesus spricht zu ihr: Rühre mich nicht an, denn ich bin noch nicht aufgefahren zu meinem Vater. Geh aber zu meinen Brüdern und sage ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und eurem Gott.“ Genau, das haben wir hier in Johannes 20.
[10:32] Was ist das für eine Begebenheit? Ja, die Idee ist ja, also das ist ja direkt an dem Auferstehungssonntag. Jesus ist noch nicht beim Vater gewesen und ich glaube, einer der Kerngedanken ist hier auch, um deutlich zu machen, also ist ja, um deutlich zu machen, Jesus ist immer noch genauso Mensch wie vorher. Er war verherrlicht, er ist immer noch genauso Mensch, wenn er jetzt dorthin geht, ist er sozusagen genauso Mensch wie wir. Also, Gott ist so für ihn ein Vater, wie für uns ein Vater ist und auch ein Gott für ihn, so wie für uns auch, obwohl er gleichzeitig auch Gott ist, aber er ist genauso unvermindert Mensch, wie wir auch Mensch sind. Genau, das ist hier, weil man hätte auch denken können, dass du sozusagen nur bis zu seiner Auferstehung Mensch ist und dann quasi mit einem anderen Körper vielleicht davonfliegt oder so. Hätte bestimmt auch jemand dann irgendwann sich ausgedacht, aber damit macht er ganz deutlich: „Ich bin immer noch derselbe wie vorher.“
[11:20] Und ich finde, paradoxerweise ist es hier so beides. Es ist so, er – also, er distanziert sich gewissermaßen davon, dass er Gott ist in diesem, in diesem Fall. Das heißt, du hast schon richtig gesagt, das heißt nicht, dass er in dem Moment nicht Gott ist, aber er will halt besonders auf seine Menschlichkeit noch verweisen. Andererseits ist es aber auch so, er wird sehr bald bei Gott sein. Also, wir haben hier auch eine gewisse Nähe zu Gott dadurch, dass er bald räumlich näher bei Gott sein wird.
[11:56] Es ist für uns auch interessant für den nächsten Text, den ich gerne mit euch anschauen würde. Ein Text, den wir auch sehr gut kennen, woran wir vielleicht nicht sofort denken würden, wenn wir hören „mein Gott“. Aber wenn, wenn ich sage, in dem Text heißt es nicht nur „mein Gott“, sondern es wird wiederholt, ja, „mein Gott, mein Gott“. Vielleicht darauf – genau, lass mal, lass uns mal in Matthäus 27 schauen. Da sagt er gleich zweimal: „Mein Gott, mein Gott.“
[12:32] Was ist das für eine Situation? Das ist die Kreuzigung. Da heißt es: „Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, lama sabachtani! Das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Wie steht das darum, das Verhältnis von Jesus zum Vater?
[12:53] Ja, das ist ja eine ganz, ganz, ganz beeindruckende und bestürzende Szene, weil Gott der Vater direkt neben ihm steht, mhm, im Dunkel und Jesus aber die ganze Last unserer Sünden auf sich trägt und deswegen Gott nicht spüren kann und diese Sünde tatsächlich eine echte Trennung bewirkt. Und er genau, also das, was er noch in seinem ganzen Leben und es gibt schon seit Ewigkeiten nie erlebt hat, eine Trennung von Gott, jetzt plötzlich erlebt. Mhm.
[13:22] Also, in diesen beiden Situationen spricht Jesus explizit von seinem Gott. Und trotzdem zeigt uns das auch, dass wie nah er Gott eigentlich ist, wie persönlich Gott für ihn ist. Das ist also, das hier ist eine Situation, in der er so am Tiefpunkt seines irdischen Lebens war, wie sonst nie. Und in dieser Situation ruft er nach seinem Gott.
[13:59] Wenn Jesus dann später sagt: „Es wird der Tempel meines Gottes sein, es wird der Name meines Gottes sein“, dann zeigt das, glaube ich, auch, dass Jesus nicht einfach nur sagt: „Na ja, ihr werdet einen göttlichen Namen haben“ oder „ja, das ist mit göttlicher Autorität, was hier passiert“, sondern es ist auch so, diese persönliche Beziehung, die Jesus zum Vater hat, die zeigt sich auch dann bei den Überwindern.
[14:38] Okay, dann lass uns mal noch weitergehen in der Offenbarung, weil wir haben heute ein paar Texte anzuschauen. Es gibt einen Vers in der Offenbarung weiter hinten, wo noch genauer bildlich steht, wo dann dieser Name steht. Wo genau? Weil in Offenbarung 3 heißt es einfach nur: „Ich werde auf sie schreiben.“ Aber wo wird dann dieser Name zu sehen sein?
[15:09] Ja, es ist eigentlich zweimal. Einmal Offenbarung 14, Offenbarung 22. Offenbarung 22, Vers 4 heißt es: „Und sie werden sein Angesicht sehen und sein Name wird auf ihren Stirnen sein.“ Genau, und das nimmt wiederum Bezug auf Offenbarung 14 und dort Vers 1: „Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144.000, die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben.“ Okay, sehr gut.
[15:34] Das heißt, wo steht der Name? Stirn. Der Name steht auf der Stirn. Jetzt, was hat das zu bedeuten? Gibt es noch mal irgendwie in der Bibel sonst etwas, was auf der Stirn geschrieben steht?
[15:52] Ja, wir haben in Offenbarung 7 haben wir das Siegel des lebendigen Gottes, das auch auf die Stirn angebracht wird. Ganz genau, also Vers 3. Und ein Siegel ist auch bekanntlich aussagekräftig, ja, trägt einen Namen. Das – ja, genau.
[16:11] Gibt es noch mal diesen Gedanken irgendwo? Vielleicht, wir haben ja vieles, was wir im Neuen Testament finden, was wir aus dem Alten Testament entnommen haben. Haben wir im Alten Testament auch so ein Schriftzug irgendwo auf der Stirn?
[16:29] 2. Mose 28: „Heilig dem Herrn“, Vers 36. Was – ich brauche heute schon gar nicht mehr auf meine Notizen zu schauen. 2. Ja, genau, da gibt’s verschiedene Verse. Genau, Vers 36 ist das. Ja, lies mal vor. „Du sollst auch ein Stirnblatt aus reinem Gold anfertigen und in Siegelgravur eingravieren: Heilig dem Herrn.“ Genau, das war 2. Mose 28, gell? Genau, genau, ja.
[17:00] Genau, sag noch mal kurz den Vers. 2. Mose 28, Vers 36. Ja, dann schreibe ich das auch noch auf. Erzähl mal kurz, was, was steht hier?
[17:13] Wo es geht ja hier um den die Kleidung des Hohenpriesters, mhm. Und der soll eine – das ist eigentlich ein Parallelbericht, ein Paralleltext – das ist auch so eine Art quasi wie so eine Krone, die der trägt, so ein Stirnblatt und zwar aus geläutertem Gold, aus reinem Gold. Und dort wird etwas eingraviert, nämlich diese, das eigentlich „Heilig dem Herrn“ ist sozusagen auch wie eine Besitzanzeige. Das gehört Gott, er gehört Gott. Sein Denken gehört Gott. Auch als Priester ist Eigentum Gottes. Genau. Und gleichzeitig ist es auch wieder hier eine Eigenschaft, die aufgeschrieben wird: Er ist heilig, abgesondert für Gott.
[17:59] Jetzt können wir das schon, ja, das vielleicht ein bisschen greift es was vorweg, aber oder lass uns noch mal bei Offenbarung 14 vielleicht stehen bleiben. Genau, ganz kurz den Text gefunden in 2. Mose 39. Da steht: „Sie fertigten auch das Stirnblatt, das heilige Diadem. Das ist wie eine Krone aus reinem Gold an und schrieben darauf in Siegelgravur: Heilig dem Herrn.“ Der ist also quasi König. Das ist interessant, dass der Priester ist eigentlich der – also, so, wenn ich ganz kurz 'n ausholen darf: Solange es in Israel keinen König gab mit Saul, ja, gab es nur ein gekröntes Haupt, das war der Priester. Und das ist interessant, weil man sozusagen dann auch an Jesus denkt, der Priesterkönig ist. Ja, der einzige gekrönte Priester sollte der Diener sein, der Menschen zu Gott bringt. Das ist sozusagen die Idee, die eigentlich mit Königtum verbunden sein sollte. Und das ist, glaube ich, also es wird hier ganz deutlich, dass es eine – wir werden zu königlichen Priestern gemacht. Dann ganz genau, ganz genau.
[19:00] Also, es ist hier der Priester, der Hohepriester, der dieses Stirnblatt bekommen hat. Und jetzt ist die Frage, wer war es bei Offenbarung 14? Bei Offenbarung 14 ist, glaube ich, zusammen mit Offenbarung 22 wirklich einer der Texte, die am nächsten an Offenbarung 3, Vers 12 dran sind. Aber um wen ging es denn da?
[19:30] Also, Offenbarung 22 geht’s erstmal natürlich um alle Erlösten, mhm, genau. Und Offenbarung 14 geht’s um die 144.000. Das heißt, die Gläubigen, die erlöst sein werden, die während der letzten Zeit lebendig sind, die sozusagen – weil eigentlich Offenbarung 14 gehört ja noch zu 13, also diese ersten Verse, das ist eigentlich die Kapiteleinteilung ist wie immer hier unglücklich, aber das ist sozusagen in der Zeit, als das erste Tier seine Macht wieder bekommt, das zweite Tier ihm die Macht verleiht, das Mahlzeichen gegeben wird, Todesdrohung ist. In dieser Situation sind die 144.000 mit dem Lamm auf dem Berg Zion, ja, tragen den Namen des Vaters an Stirn und haben eben nicht das Mahlzeichen. Das ist der Punkt eigentlich. Man muss sozusagen das Ende von 13 und Kapitel 14 zusammen denken. Die einen haben das Mahlzeichen, die anderen den Namen des Vaters. Genau.
[20:18] Genau, das stimmt. Beziehungsweise, es ist auch schon allein hilfreich, wenn man Kapitel 14 mal noch ein bisschen weiterliest. Ich lese mal noch die nächsten Verse, wo die 144.000 sehr gut beschrieben werden: „Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, wie die Stimme vieler Wasser und wie die Stimme eines starken Donners. Und ich hörte die Stimme von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielten. Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Thron, vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten. Und niemand konnte das Lied lernen als nur die 144.000, die erkauft worden sind von der Erde. Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn die sind jungfräulich rein. Diese sind es, die dem Lamm nachfolgen, wohin es auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge für Gott und das Lamm. Und in ihrem Mund ist kein Betrug gefunden worden, denn sie sind unsträflich vor dem Thron Gottes.“ Danke schön.
[21:07] Also, wir können hier sehr wohl Parallelen sehen zwischen – jetzt muss ich mal kurz hier so ein bisschen malen – das ist jetzt mal das Stirnblatt, auf dem „Heilig dem Herrn“ steht, von dem Hohepriester. Und jetzt haben wir – ich male das jetzt mal so ganz, ganz einfach erstmal nur die Haare – vielleicht. Jetzt haben wir hier Menschen, auf deren Stirnen etwas steht. Okay, und zwar sind das Menschen, da ist jetzt erstmal auch nicht der Schriftzug genannt, aber Menschen, die auch einen bestimmten Charakter haben. Was, wie sind die beschrieben bei dem, was wir jetzt gelesen haben?
[22:09] Sie sind beschrieben als Menschen, die Jesus nachfolgen, wohin er auch führt. Genau, die sich mit den falschen Kirchen, als Frauen dargestellt, nicht eingelassen haben und also auch nicht mit dem falschen Evangelium. Und ja, deren Mund kein Falsch, also sind unsträflich vor dem Thron Gottes. Das, was Jakobus – nicht Jakobus, Judas – von Gott die Macht hat, uns unsträflich vor sein Angesicht zu stellen. Genau, das sind auch heilige Menschen oder die sind auch besonders und auch abgesondert für Gott.
[22:45] Ich lese aus *Propheten und Könige*. Ist das, wo White sagt: „Während Satan seine Anklagen vorbringt, gehen heilige Engel unsichtbar hin und legen den Gläubigen das Siegel des lebendigen Gottes auf. Diese sind es, die mit dem Lamm auf dem Berg Zion stehen und den Namen des Vaters an ihrer Stirn geschrieben haben. Sie singen das neue Lied vor dem Thron, das niemand lernen kann als die 144.000, die von der Erde erlöst wurden. Diese sind es, die dem Lamm folgen, wohin es auch geht. Diese wurden aus der Mitte der Menschen erlöst und sind die Erstlinge für Gott und das Lamm. Und in ihrem Mund ist kein Falsch gefunden worden, denn sie sind ohne Fehl vor dem Thron Gottes.“ Okay, also wir halten schon mal fest für den Namen Gottes, dass es besonders auch etwas mit Eigenschaften und mit dem Charakter zu tun hat.
[23:53] Jetzt soll hier aber nicht nur der Name Gottes stehen, sondern auch der Name der Stadt. Lass uns noch mal kurz schauen, wie das in Offenbarung 3, Vers 12 formuliert ist. Da heißt es: „Und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herabkommt von meinem Gott aus und meinen neuen Namen.“ Das kommt dann noch.
[24:23] Das ist hier auch sehr eindeutig, würde ich sagen. Also, Johannes führt das richtig aus. Wir müssen nicht lange spekulieren, was ist das für eine Stadt, gerade wenn wir Offenbarung 21 dann dazu nehmen, dann sehen wir genau, was unter dem oder wie wir uns das neue Jerusalem vorzustellen haben, so rum muss ich sagen. Und genau, es wird hier auch schon gesagt, was genau hier steht.
[24:54] Lass uns aber mal noch in Hebräer 12 gehen. In Hebräer 12 haben wir ein bisschen einen anderen Kontext und ich glaube, dass es in dem Zusammenhang auch ganz interessant. Hebräer 12 und dort lesen wir mal die ganzen Verse 15 bis 24. „Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele diese befleckt werden, dass nicht jemand ein unzüchtiger oder ein gottloser Mensch sei wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte. Denn ihr wisst, dass er nachher verworfen wurde.“
[25:39] wisst, dass er nachher verworfen wurde, als er den Segen erben wollte, denn obgleich er ihn unter Tränen suchte, fand er keinen Raum zur Buße. Denn ihr seid nicht zu dem Berg gekommen, den man anrühren konnte und zu dem glühenden Feuer, noch zu dem Dunkel der Finsternis und dem Gewittersturm, noch zu dem Klang der Posaune und dem Donnerschall der Worte, bei dem die Zuhörer baten, dass das Wort nicht weiter zu ihnen geredet werde. Denn sie ertrugen nicht, was befohlen war: „Und wenn ein Tier den Berg berührt, soll es gesteinigt oder mit einem Pfeil erschossen werden.“ So schrecklich war die Erscheinung, dass Mose sprach: „Ich bin erschrocken und zittere.“
[26:14] Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als das Blut Abels. Danke schön.
[26:39] Welche beiden Ereignisse stellt Paulus hier gegenüber? Es geht um den Berg Sinai, dann den Bund, der dort gemacht worden ist, und sozusagen jetzt den Bund, den den neuen Bund, den der quasi mit dem Himmel gemacht ist, ja, den himmlischen Berg Zion und der himmlischen Jerusalem, dann sozusagen. Genau.
[27:03] Und also am Anfang beginnt er und schreibt, gut, es kommt noch was zu Esau, aber dann schreibt er recht viel darüber, wie das war, als das Gesetz am Sinai gegeben worden ist, oder? Und er beschreibt, wie eindrücklich das war.
[27:18] Aber er sagt auch, es war etwas Besonderes, das damals. Da gab es ja diese dieses Band, ich glaube, es war so eine rote Schnur, die um den Berg gespannt worden ist. Es durfte keiner dort hochkommen, weil Gottes Gegenwart so heilig war, dass der Sünder das nicht ertragen konnte.
[27:40] Und jetzt bringt er das in Zusammenhang mit dem Himmlischen, mit dem, was uns erwartet, wenn Jesus wiederkommt. Das himmlische Jerusalem, die Engel, die Festversammlung, die Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind. Also, er zeigt, finde ich, auf, wie feierlich, aber auch wie ernst die Sache ist.
[28:04] Weil so leicht reden wir vom neuen Jerusalem und vom Himmel und der neuen Erde, und das ist immer alles so herrlich und wunderbar. Und man könnte dann vielleicht auf die Idee kommen, na ja, dann wird es, also dann wird keiner mehr so genau auf meine Fehler schauen, und dann wird ja alles einfach nur noch super sein. Aber er sagt, diese schöne Hoffnung, die wir haben, beinhaltet eigentlich einen ganz ernsten Aufruf.
[28:40] Und zwar, was wird es im Himmel nicht geben? Es gibt keine Sünde. Es gibt keine Sünde. Das heißt, diese schöne und frohe Botschaft von Jesu Wiederkunft ist gleichzeitig dem ein Gericht, der nicht von seiner Sünde loslassen will. Und der Paulus erinnert uns daran, dass solange wir noch auf dieser Erde sind und solange wir uns jetzt auch noch auf Jesu Wiederkunft freuen, können wir trotzdem aufgerufen sein, den Heiligen Geist an uns wirken zu lassen, dass Gott uns vorbereiten kann.
[29:21] Lass mich mal lesen aus, das ist ein englisches Buch, „Söhne und Töchter Gottes“ heißt es, heißt der Titel, wo White auch ganz klar schreibt, was letztendlich dieser Name Gottes symbolisiert. Sie sagt: „Die einzige Hoffnung eines jeden Menschen liegt in Jesus Christus. Die reinen und heiligen Gewänder werden von niemandem angezogen, nachdem er das Tor der Stadt betreten hat. Also müssen die im Umkehrschluss vorher angezogen werden. Alle, die hineingehen, werden das Gewand der Gerechtigkeit Christi anhaben, und der Name Gottes wird an ihrer Stirn zu sehen sein. Dieser Name ist das Symbol, dass der Apostel in seiner Vision sah, und bedeutet die Hingabe des Geistes an einen intelligenten und treuen Gehorsam gegenüber allen Geboten Gottes.“
[30:23] Also letztendlich geht es bei diesem Namen wirklich um Heiligung und es geht um Gehorsam gegenüber Gott. Aber wie sie hier auch am Anfang sehr gut gesagt hat, die einzige Hoffnung jedes Menschen liegt in Jesus Christus.
[30:49] Weil ein, wie soll ich sagen, ein Gefühl oder wenn wir unsere Sündhaftigkeit begreifen, dann sollte es uns zu Jesus führen und dann sollte uns dahin führen, dass wir sagen: „Herr, ich bin noch nicht so weit, aber du kannst mich für das himmlische Jerusalem entsprechend vorbereiten.“
[31:13] Dann sagt sie auch noch weiterhin: „Derselbe Engel, der Sodom besuchte, gibt die Warnung von sich: Fliehe um dein Leben! Die Schalen des Zorns Gottes können nicht ausgegossen werden, um die Gottlosen und ihre Werke zu vernichten, bevor nicht das Volk Gottes gerichtet worden ist und die Fälle der Lebenden wie der Toten entschieden sind. Und selbst nachdem die Heiligen mit dem Siegel des lebendigen Gottes versiegelt sind, werden seine Auserwählten einzelne Prüfungen bestehen müssen.“
[31:43] Jetzt kommen wir dahin, du hattest vorhin schon Offenbarung 7 angesprochen. Was haben wir noch mal zur Wiederholung in Offenbarung 7? Die Versiegelung der 144.000. Ein Siegel.
[31:57] Ja, ganz passend dazu sagt sie eben, dass die Heiligen mit dem Siegel des lebendigen Gottes versiegelt werden müssen, weil noch Prüfungen kommen. Persönliche Bedrängnisse werden kommen.
[32:12] Aber der Schmelzofen wird von einem Auge streng bewacht, das nicht zulassen wird, dass das Gold verbrannt wird. Es passt auch gut dazu, dass schon bei den Priestern dieses Stirnblatt aus Gold sein sollte, das auch eben für diesen reinen Charakter steht. Das unauslöschliche Zeichen Gottes ist auf ihnen. Gott kann sich darauf berufen, dass sein eigener Name dort geschrieben steht. Der Herr hat sie eingeschlossen, ihre Bestimmung ist eingeschrieben.
[32:47] Und jetzt sagt sie das wörtlich, dort steht Gott und dann das neue Jerusalem. Sie sind Gottes Eigentum, sein Besitz.
[33:03] Jetzt sagt aber Jesus, es bleibt nicht nur dabei. Wir haben zum einen den Namen Gottes, wir haben zum anderen den Namen des neuen Jerusalems, und wir haben noch Jesu Namen.
[33:17] Interessant ist doch, was würdest du sagen, was fällt hier auf, als Jesus von seinem Namen spricht, dass sein neuer Name ist? Welchen neuen Namen hat Jesus? Den haben wir noch mal in Offenbarung. Nee, wir haben in Offenbarung 19 noch den Namen, den niemand kennt als nur er selbst. Okay, ja, genau. Wir haben diesen Gedanken dann gewissermaßen auch in Offenbarung 3, war das, glaube ich, schon bei genau, neuen Namen bekommen, den niemand, genau, wo wir auch diesen Stein mit dem neuen Namen bekommen, und den kennt auch niemand.
[34:06] Ja, aber ich glaube, wir haben schon einen Hinweis auch darauf, warum Jesus überhaupt einen neuen Namen bekommt. Vielleicht gehen wir das doch besser chronologisch an. In Hebräer 1, Vers 4, wird uns was über Jesu Namen, den er von Anfang an hatte, ausgesagt. Hebräer 1, Vers 4.
[34:38] „Und er ist umso viel erhabener geworden als die Engel, als der Name, den er geerbt hat, ihn auszeichnet vor ihnen.“ Okay, was wird da über Jesu Namen gesagt? Jesu Name ist sehr viel höher als der Name der Engel.
[34:55] Genau, von vornherein steht Jesus weit über den Engeln. Und wir haben jetzt nicht mehr die Zeit, das noch mal auszuführen, aber wenn man, wir hatten jetzt vor Kurzem in der Sabbatschule den Psalm 97, und da gibt es, lass uns den doch kurz aufschlagen. Im Psalm 97, Vers 7. Ne, Vers 9 ist das im Psalm 97, Vers 9.
[35:35] Da steht: „Denn du, Herr, bist der Höchste über die ganze Erde, du bist hocherhaben über alle Götter.“ Und jetzt kann man sich drüber streiten, wie Götter zu übersetzen ist, ob es nicht dann auch eher um himmlische Wesen geht, unter anderem um die Engel.
[35:54] Das zeigt, glaube ich, dass wenn Paulus hier in Hebräer 1, Vers 4, sagt, Jesus hat einen besonderen Namen, er hat einen Namen, der hoch erhaben über die Engel ist, worauf weist es dann hin? Dass die Engel ihn anbeten. Ja, und dass er Gott ist. Genau, und dass er Gott ist, ja. Weil Gott ist derjenige, der weit über die Engel gesetzt worden ist.
[36:16] Wir haben an anderer Stelle, heißt es doch, dass der Mensch nur ein wenig geringer gemacht worden ist als die Engel. Also, da ist der Unterschied nicht ganz so groß, aber zwischen Gott und den Engeln sehr wohl. Das ist ja auch der Kerngedanke von Hebräer 1, dass er sagt, er ist viel größer als die Engel, er ist der Ausdruck der Herrlichkeit Gottes.
[36:36] Und dann zitiert er Texte, die sagen, dass er Gott ist, wo Gott ihn auch Gott nennt. Und vielleicht als Ergänzung noch, weil du gesagt hast mit den Göttern und und Engel, das ist ja genau das, was Paulus dann macht, zitiert er dann Psalm 97, Vers 7, wo es heißt: „Vor ihm werfen sich alle Götter nieder.“ Und dann sagt er das, also zitiert er das in Hebräer 1 und sagt: „Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten.“ Genau. Ja, ja, danke schön, dann haben wir das noch mal im Ganzen.
[37:04] Okay, also Jesus hat von vornherein einen besonderen, einen besseren Namen, weil er Gott ist. Jetzt bekommt er aber, jetzt hat er auch noch einen neuen Namen. Warum gibt es vielleicht Stellen, die darauf hinweisen, dass Jesus von Gott möglicherweise einen neuen Namen bekommt?
[37:35] Schau mal mit mir in Philipper 2. In Philipper 2, und dort, wir lesen heute ein bisschen längere Texte, aber ich glaube, das ist ganz gut, dass man den Kontext hat und es einfach verstehen kann. Philipper 2, Verse 5 bis 11: „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen. Und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz. Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über alle Namen ist, damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind, und alle bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist zur Ehre Gottes des Vaters.“ Danke schön.
[38:34] Jetzt heißt es in Vers 9: „Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über alle Namen ist.“ Warum? Was ist der Grund, dass Gott Jesus so erhöht hat? Das ist der Kerngedanke von Philipper 2 an dieser Stelle.
[38:48] Jesus erniedrigt sich selbst freiwillig und wird von Gott erhöht. Und weil seine Erniedrigung die größtmögliche, also größtmöglich vorstellbare ist, ist auch seine Erhöhung die größtmögliche. Genau, das ist ja sozusagen genau der Kontrast zu Jesaja 14, wo sich Satan erhöht und deswegen hinabgeworfen wird.
[39:15] Und Jesu Erniedrigung besteht darin, dass er uns erlöst hat. Das ist das Kreuz, worauf Paulus hier den Blick lenkt, wo er sagt, deswegen, weil Jesus es für uns getan hat, weil Jesus nicht gesagt hat, okay, jetzt ist zu viel des Guten, ich habe schon so viele Verfolgung und Trübsal hier erlitten auf der Welt, jetzt reicht es. Nein, weil er bis zum Tod gegangen ist, hat Gott ihn jetzt besonders erhöht.
[39:52] Jesu neuer Name hat, soweit ich das sehen kann, etwas mit der Erlösung zu tun, weil Jesus hier ein Werk vollendet hat, das jetzt noch nicht zu Beginn der Weltzeit da war. Es war zwar schon festgelegt, aber da war es noch nicht getan. Und damals hatte er einfach, weil er schon Gott war, sowieso eine Größe. Aber dadurch, dass Jesus für uns ans Kreuz gegangen ist, ist er noch viel größer geworden.
[40:23] Wir finden auch so ähnliche Gedanken in Epheser, Verse 20 bis 23. Ich lese mal Epheser 1, Verse 20 bis 23: „Die hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen Regionen, hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen. Und er hat alles seinen Füßen unterworfen und ihn als Haupt über alles in der Gemeinde gegeben, die sein Leib ist, die Fülle dessen, der alles in allen erfüllt.“
[41:12] Wann kam das? Wann hat Gott Jesus dermaßen erhöht? Nein, nach seiner Auferstehung. Genau, nachdem er ihn auferweckt hatte und nachdem Jesus in den Himmel aufgefahren ist.
[41:35] Und all das, wenn das Teil dessen ist, was auf der Stirn der Überwinder steht, bedeutet für uns, die Überwinder, denen wird buchstäblich ins Gesicht geschrieben sein, was Jesus für sie getan hat. Ja, das Interessante ist, ja, es gibt ja sozusagen dann eigentlich mehrere Erhöhungen. Also, Jesus wird bei seiner Himmelfahrt erhöht, er wird über alle Fürstentümer, Gewalt, Macht, Herrschaft, er wird quasi Stellvertreter der Welt, er wird Priesterkönig nach der Weise Melchisedeks.
[42:11] Aber dann im Gericht wird er noch mal erhöht, ihm wird das Gericht, das Königtum verliehen, und dann nach den 1000 Jahren ist das, was Philipper dann sagt, wird er noch mal erhöht, weil dann sozusagen auch die anderen anerkennen, dass er König ist. Also, das sind so mehrere, mehrere Schritte der der der Krönung, und in all diesen Schritten vollziehen sich entscheidende Elemente des Erlösungsplanes: sein Tod und seine Auferstehung, dann das Ende des Untersuchungsgerichtes und dann am Ende die Auslöschung der Sünde. So in mehreren Schritten, die alle verbunden sind, so eine eine Mehrfachkrönung sozusagen, ja.
[42:44] Genau, und das ist sehr schön, finde ich, weil es eben auch mit der Erlösung verbunden ist. Manchmal könnte man zu dem Eindruck bekommen, na ja, Erlösung, dass die Erlösten sind dann die, die es geschafft haben. Oder aber, weil überall da, wo es um Erlösung geht, geht es um das, was Jesus getan hat. Ja, und interessant ist, das fällt mir gerade ein, es geht auch immer dann um Jerusalem, weil durch den Kreuzestod, die Auferstehung, hat er sozusagen uns die Möglichkeit gegeben, in Jerusalem zu wohnen. Deswegen kommen wir nach zu Neu-Jerusalem.
[43:15] Durch das Untersuchungsgericht wird bestätigt, dass wir einen Platz dort behalten werden. Deswegen werden unsere Namen dann nicht ausgestrichen. Und dann am Ende bei seiner letzten Krönung werden wir, also dann kommt in, das ist dann in Neu-Jerusalem, sozusagen. Also, sieht man, er heiratet ja sozusagen auch Neu-Jerusalem in der im Untersuchungsgericht. Also, sieht man, wie diese Krönung mit Neu-Jerusalem so eng verbunden ist, deswegen auch der neue Name mit Jerusalem dort steht, ja.
[43:45] Genau, an wen hat sich das gerichtet, Offenbarung 3, Vers 12? An diejenigen, die überwinden. Oder diejenigen, die überwinden.
[43:58] Und vielleicht ganz, ganz, ganz komprimiert können wir sagen, überwinden tun wir, indem wir glauben, dass Jesus für uns Siege errungen hat. Durch Jesu Blut, heißt es dann auch in Offenbarung 14.
[44:13] Diejenigen, die überwinden, die dürfen zu einer Säule im Tempel seines Gottes werden, und sie werden nie mehr hinausgehen. Dann heißt es noch, sie werden den neuen Namen bekommen, und wir hatten auch von dem Siegel gesprochen, und das hat für uns eine sehr schöne Verheißung.
[44:33] Denn so leicht findet man sich in der Situation, dass man sich denkt, jetzt habe ich vielleicht gerade die Erlösung gefunden, aber wie kann ich dranbleiben? Jesus spricht hier von einer Säule, die nie mehr rausgeht. Er spricht von einem Siegel oder von einem Namen, der nie mehr weggeht. Wir brauchen keine Angst zu haben.
[44:57] Wenn wir uns heute an Jesus klammern und heute durch sein Blut überwinden, lass uns ihm dafür Danke sagen und niederknien, wo es möglich ist.
[45:15] Unser Heiland, wir danken dir für das, was du für uns getan hast, dass du die Erlösung bis zum Schluss durchgeführt hast und wir heute auch Überwinder sein dürfen, Überwinder über die Sünde. Danke, Herr, dass du auch für uns das tun möchtest, dass dein Name, dein neuer Name, dass Gottes Name und der Name des neuen Jerusalems auf unsere Stirnen geschrieben wird. Bitte lass uns entsprechend vorbereitet werden, dass unsere Charaktere auch so heilig und rein sind, wie dieses geläuterte Gold, dass wir auch passend gemacht worden sind für das neue Jerusalem und um in deiner Gegenwart zu bleiben. Danke, Herr, dass es eine Verheißung ist, von der wir heute gelesen haben und die wir für uns persönlich im Glauben in Anspruch nehmen dürfen. Danke dir dafür.
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