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In dieser Folge von „Der letzte Brief“ widmet sich Christopher Kramp dem dritten Kapitel des Zweiten Timotheusbriefs. Er beleuchtet Paulus‘ eindringliche Warnung an Timotheus über die „schlimmen Zeiten“ der Endzeit und betont die Notwendigkeit, diese Prophezeiungen zu kennen. Kramp analysiert den „Lasterkatalog“ der letzten Tage, der Menschen beschreibt, die sich selbst lieben und lieblos sind, obwohl sie einen äußeren Schein von Gottesfurcht tragen. Er zeigt auf, wie diese Warnungen bereits zu Paulus‘ Zeiten begannen und sich als Abfall innerhalb der Christenheit manifestieren.


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Serie: Der letzte Brief

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Transkript

[0:08] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Serie „Der letzte Brief“. Schön, dass ihr heute da seid und dass ihr jetzt live eingeschaltet habt auf www.joelmedia.de. Wir sind mitten im zweiten Timotheusbrief und wollen uns heute dem dritten Kapitel zuwenden. Wir haben das letzte Mal gesehen, es ging um Irrlehren und es ging um die Warnung vor diesen Irrlehren, die sich wie Krebsgeschwür durch die Gemeinden fressen würden, wenn man sie nicht rechtzeitig beiseiteschiebt. Wir haben über Gottes Wort gesprochen und dass man das Wort Gottes gerade schneiden soll, ja, nicht schief, sondern gerade schneiden. Und dann ist man ein guter Mitarbeiter Gottes, wenn man es gerade schneidet. Dann ist man ein Gefäß zur Ehre, ja, Gefäß zur Ehre und nicht zur Unehre. Und wir haben aber auch gelernt, wir wollen mit den – und wir sollen mit den Irrlehrern wie umgehen? Milde, sanftmütig, weil auch wenn sie Falsches sagen, sie vielleicht doch noch gerettet werden können und sich bekehren. Und an der Stelle haben wir aufgehört am Ende von Kapitel 2. Wir werden heute mit Kapitel 3 beginnen und wollen mit einem Gebet starten, und wo es möglich ist, wollen wir gemeinsam wieder knien.

[1:23] Lieber Vater im Himmel, wir möchten Danke sagen, dass wir zu Dir kommen dürfen zu deinem Wort. Du versprichst, durch dein Wort uns zu reden. Herr, wir brauchen deinen Heiligen Geist, um zu verstehen, was du uns sagen möchtest, um es richtig anzuwenden auf unser Leben, dass wir es nicht nur auf andere Menschen anwenden, sondern auf uns selbst, auf mich persönlich. Herr, wir möchten Dich bitten, dass Du uns hilfst, alle anderen Gedanken abzulegen, dass wir uns völlig auf Dich und dein Wort konzentrieren können, dass wir sagen können, dass Du unser Lehrer heute gewesen bist. Herr, danach sehnen wir uns. Wir danken Dir, dass wir das haben dürfen, weil Du hast versprochen, dass wenn wir etwas in deinem Namen bitten, dass wir wissen dürfen, dass Du es erhört hast und dass wir es auch haben dürfen. Dafür danken wir Dir im Namen Jesu. Amen.

[2:22] Zweiter Timotheus Kapitel 3, Vers 1, geht interessant los. In 2. Timotheus 3, Vers 1 heißt es: „Das aber sollst du wissen.“ Es geht also darum um etwas, was Timotheus wissen muss, nicht optional. Worum geht es in Vers 1? Magst du mal vorlesen: „Das aber sollst du wissen, dass in den letzten Tagen schlimme Zeiten eintreten werden.“ Genau. Paulus spricht über was? Er spricht über die Zeit und über die Endzeit. Die Endzeit. In den späteren Zeiten, in den letzten Tagen werden schlimme Zeiten eintreten.

[3:05] Nun, ich weiß nicht, wie euch das so geht. Manchmal hört man ja, man sollte nicht zu viel über die Endzeit reden, ja, das wäre nicht so wichtig, was in der Endzeit wäre. Das würde halt dann schon sowieso kommen. Es stimmt, wir sollen keine Trübsalzeit vor der Trübsalzeit vor uns machen. Aber Paulus sagt: „Das aber sollst du wissen.“ Ist also keine Option zu sagen: „Ach, alle, die sich vielleicht besonders für die Endzeit interessieren, die können das ja studieren. Für die anderen ist es nicht so wichtig.“ Ein Mitarbeiter Gottes muss wissen, was in der Endzeit passiert und dass in der Endzeit es eine schlimme Zeit geben wird.

[3:43] Bevor wir noch weitergehen, habe ich vergessen, wollte noch ein Zitat am Anfang lesen, was noch Bezug nimmt zu Kapitel 2. Wir haben gesprochen über den – über die die Hindernisse und die Widrigkeiten und die Schwierigkeiten. Noch ein schönes Zitat gefunden, das das noch mal gut zusammenfasst. Da sagt Ellen White: „Der wahre Diener Gottes – also 'true Minister of God' – wird weder Schwierigkeiten noch Verantwortung scheuen.“ Ein wahrer Diener Gottes wird sich nicht vor Schwierigkeiten scheuen und nicht vor Verantwortung. Und ich glaube, das ist wichtig für uns in dieser Zeit, auch in den Gemeinden, dass wir uns nicht vor Schwierigkeiten scheuen, nicht vor Verantwortung. Dann sagt sie: „Von der Quelle, die niemals versagt, denen, die wirklich aufrichtig danach suchen, göttliche Kraft zu geben.“ Also es gibt eine Quelle, und wer aufrichtig danach sucht, wird immer Kraft finden. Und von dieser Quelle, sagt sie, kann er Kraft nehmen, die ihn befähigt, Versuchung zu begegnen und zu überwinden von der Quelle und die Pflichten, die Gott auf ihn gelegt hat, zu vollführen. Die Natur der Gnade, die er empfängt, vergrößert seine Fähigkeit, seine Kapazität, Gott zu kennen und seinen Sohn.“ Also ist interessant, ja, wir bekommen Gnade, und die Art und – also es ist die Natur der Gnade, die die die die das Wesen dieser Gnade, das vergrößert unsere Fähigkeit, Gott zu erkennen. Also, wenn wir zu Gott kommen und sagen, wir brauchen Hilfe, wir brauchen Gnade zur rechtzeitigen Hilfe, dann wird unsere Fähigkeit, Gott zu erkennen, immer größer und größer und größer. Und dann sagt sie: „Seine Seele geht hinaus“, ja, also sie sie – sie streckt sich aus in in in in sehnlichem Verlangen, akzeptablen Dienst für den Meister zu tun.“ Also ein Mensch, der die Verantwortung nicht scheut, der die Schwierigkeit nicht scheut, der hat ständig eine Quelle bei sich. Das also, sozusagen, finde ich noch ganz wichtig, weil nicht der Eindruck entstehen soll: Gott schickt uns quasi in die Schlacht und sagt: „Jetzt mach mal!“, ja, und und und und kämpf dich durch. Sondern wann immer Versuchung kommt, sagt sie, ist da eine Quelle, von der wir nehmen können. Und je mehr wir davon nehmen, desto größer unsere Fähigkeit, Gott zu kennen. Das heißt, jemand, der gar nicht in die Schlacht zieht, jemand, der gar nicht den Schwierigkeiten begegnet, jemand, der gar nicht diese Verantwortung tragen muss, der wird auch von dieser Quelle nicht trinken, weil er nie die Notwendigkeit sieht. Der wird immer ein sehr begrenztes Bild von Gott haben. Sind also gerade in Schwierigkeiten, in dem wir Gott besser kennenlernen. Und dann sagt sie: „Während er in dem christlichen Weg voranschreitet, wird er stark in der Gnade, die in Christus Jesus ist.“ Ist auch interessant, ja, je mehr wir also voranschreiten, desto stärker werden wir, und zwar einer Gnade, die in Jesus ist. Diese Gnade befähigt ihn, ein treuer Zeuge für die Dinge zu sein, die er gehört hat. „Er verachtet also weder verachtet er noch vernachlässigt er das Wissen, dass er von Gott bekommen hat, sondern gibt dieses Wissen treuen Menschen weiter, die ihrerseits wieder andere lehren werden.“ Das haben wir bei Timotheus gesehen. Also, die Quintessenz ist: Ein wahrer, ein wahrer Diener für Gott weicht nicht aus, wenn Schwierigkeiten kommen. Und er weicht nicht aus, wenn er Verantwortung tragen muss, sondern er weiß, er hat eine Quelle, von der er ständig nehmen kann, und zwar die Gnade Gottes. Das ist so, so schön, ja, weil es ist – wir brauchen die Gnade gerade dann, wenn es schwierig wird. Und diese Gnade macht uns stärker und fähig, dann andere das weiterzugeben. Und das fand ich sehr schön. Das fand ich also – hat mir sehr gut getan und tut mir gut, wenn ich das lese, weil das uns zeigt, dass wir niemals alleine sind, dass wir immer eine Quelle haben, von der wir – von der wir nehmen können und die uns hilft in allen Schwierigkeiten.

[7:49] Jetzt aber 2. Timotheus 3, Vers 1. Und das natürlich auch für dieses Thema wichtig: schlimme Zeiten in der Endzeit. Das sollst du wissen. Und das sagt uns, wir müssen uns mit der Endzeit beschäftigen, ja? Wir wollen keine Trübsalzeit jetzt schon in unserem Kopf uns zusammenmalen, aber wir müssen wissen, was kommt, müssen wissen, was kommt. Also, wenn uns jemand einreden möchte, wenn euch jemand einreden möchte: „Beschäftige dich nicht mit der Endzeit, nicht so wichtig“, dann kannst du sagen: „Paulus hat gesagt, du sollst es wissen, du sollst aber wissen, das aber sollst du wissen.“

[8:21] Und dann beschreibt er, wie die Zeit sein wird. Und das lesen wir mal in Vers 2 bis 4, erstmal Vers 2 bis 4: „Denn die Menschen werden sich selbst lieben, geldgierig sein, prahlerisch, überheblich, Lästerer, den Eltern ungehorsam, undankbar, unheilig, lieblos, unversöhnlich, verleumderisch, unbeherrscht, gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen. Sie lieben das Vergnügen mehr als Gott.“ Genau. Das ist interessant, oder, dass wenn man das liest, hat man den Eindruck, er beschreibt das Jahr 2023, eigentlich auch schon alle Jahre davor oder 2024, ja.

[9:17] Schon. Welche Begriffe fallen dir besonders auf? Gibt es welche, die besonders interessant sind? Also, so, also was mir hier gleich am Anfang aufgefallen ist, ist, hier heißt es: „Denn die Menschen werden sich selbst lieb.“ Ja, wir haben – also oft hört man das, dass Leute sagen: „Na ja, du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Du musst dich erstmal selbst lieben.“ Aber bei allen anderen Sachen würden wir sagen: „Das ist doch was Schlechtes.“ Ja, ja, ganz genau, ganz, ganz genau. Das heißt, diese Idee, ich muss mich erst selbst lieben, damit ich andere lieben kann, völliger Unsinn, völliger Quatsch. Haben wir in der Predigt letztens auch darüber gesprochen, wer das nachhören möchte, ja, in der Predigt: „Alles bei euch soll aus Liebe geschehen.“ Und es ist, glaube ich, nicht umsonst das Erste, was er sagt. Er sagt, er sagt im Griechischen sind das die „Philautoi“. Und „Phil-“ kennt man vielleicht von also Philosophie, Philologie. Das ist also die – also das ist so die so eine Liebe zu etwas, eine Freundschaft zu etwas, ja. Philosophie ist die Liebe zur Weisheit. Philologie ist die Liebe zu den Worten, ja, das sind Leute, die sich mit Grammatik beschäftigen. Philautoi. Auto ist selbst, ja, ein Automobil ist das Pferd von selbst, braucht kein – braucht kein Pferd, ja, ein Automat macht das von alleine. Philautoi sind die, die mögen sich selbst. Die mögen sich selbst. Und

[10:44] Ähm, ja, das ist schon interessant. Also, ich meine, das ist natürlich das Grundproblem seit äh seit Luzifer, der zu Satan wurde. Ist also jetzt nicht etwas, was ein – wenn wir richtig drüber nachdenken, ob das jetzt nur die Endzeit hier ist, ähm, aber auf jeden Fall etwas, was wir heute in der Welt sehr deutlich sehen: Die Menschen denken an sich selbst und sie sind sich selbst der Nächste und sich selbst im Zentrum. Sind sie geldgierig? Heute, ja? Paulus sagt, dass die Geldgier eine Wurzel allen Übels ist, ja? Das ist ein großes Thema. Prahlerisch, das ist ja, wenn man sich selbst – es gibt ja mittlerweile sogar in höchsten politischen Kreisen bestimmter Ländern der Welt Leute, die am meisten gerne über sich selbst prahlen. Überheblich, das ist Arroganz, ja. Lästerer, Ungehorsam. Ja, da kann man die Frage sich stellen, ob der Paulus auch da die heutigen Erziehungstrends so vor Augen gehabt hat, ja, wo man Kinder ohne Autorität erzieht oder so, ja. Undankbar, unheilig, lieblos. Ist auch interessant, weil wir – gibt's noch einen Endzeit – ein Zeittext der Bibel, wo ein Mangel an Liebe konstatiert wird, ja? Es heißt, dass die Liebe vielen erkalten wird. Genau. Wer sagt das? Das sagt Jesus, ja, in der Endzeitrede Matthäus 24: „Und die Gesetzlosigkeit wird überhand nehmen und die Liebe wird erkalten.“ Was also auch zeigt, dass das Ganze sozusagen, weil wegen der Sünde, ja, das.

[12:15] Vielleicht noch ganz kurz: Es ist ja auch interessant, dass das beides auf die gleichen Menschen angewandt wird: Die lieben sich selbst, aber gleichzeitig haben sie keine Liebe, ja? Ja, genau, das ist interessant, ja? Das ist – das zeigt dann auch so ein bisschen, was ist das Verständnis von Liebe? Weil scheinbar ist die Liebe zu sich selbst keine echte Liebe, ja? Ja, ganz genau, ja, genau. Und deswegen ist diese ganze Idee, dass ich mich erst selbst lieben muss, um andere zu lieben, eine wirklich eine furchtbare Täuschung. Die klingt so fromm, ist aber eine furchtbare Täuschung, weil die echte Liebe, die Liebe von Gott, ist immer für den anderen da und hat gleichzeitig das Vertrauen, dass Gott ja auch für mich sorgt. Deswegen muss ich nicht um mich selbst denken, ja? Also die Liebe, die sich selbst als Erstes sieht, hat einfach ein Vertrauensproblem gegenüber Gott. Und ein Vertrauensproblem gegenüber Gott ist ein Glaubensproblem, und deswegen per se etwas, was von Gott wegführen wird. Und das ist absolut richtig beobachtet: Sie sind selbstliebend und gleichzeitig lieblos, ja.

[13:16] Mh, gute Beobachtung, ist mir gar nicht aufgefallen. Unversöhnlich. Also das heißt, sie sind nicht bereit, Vergebung anzunehmen bzw. Vergebung auch zu geben. Ähm, kennen also das Evangelium nicht. Bei Verleumderisch. Muss ich mich also mit keinem Exkurs machen äh zum Thema soziale Medien. Aber wenn es jemals eine Zeit gab, in der das, was in den Herzen an Verleumdung gewesen ist, so vollkommen offensichtlich für alle rumgestreut wird, ist es heute, ja. Jeder kann jede noch so wenig begründete Verleumdung über Politiker in der ganzen Welt verbreiten, und es wird begierig aufgenommen und weitergeleitet. Paulus sagt in Römer 1, ja, dass das Leute sind, die also das ein Kennzeichen der Gottlosen, ja, dass sie Gerüchte verbreiten. Dann unbeherrscht, ja, sich selbst nicht im Griff haben. Gewalttätig, dem Guten feind, Verräter, leichtsinnig, aufgeblasen. Und das auch sehr interessant: „Sie lieben das Vergnügen mehr als Gott.“ Ja, das also die die Welt heutzutage liebt das Vergnügen. Es ist überhaupt gar keine Frage, dass alle wollen sozusagen so viel wie möglich erleben, ja? „You only live once“ ist so unbiblisch, wie es nur unbiblisch sein kann, denn wir alle leben, wenn wir nicht zu 144.000 gehören oder zu Elia oder Henoch, mindestens zweimal, ja. Mindestens zweimal. Die Frage ist nur, ähm, wie wir jetzt leben, wird dann entscheiden, ob wir dann ewig leben oder nur für die kurze Zeit, ja? Das ist die Frage. Also, sie lieben das Vergnügen mehr als Gott.

[15:02] Und jetzt kommt der Punkt. Also, all das, was er jetzt beschrieben hat, ist eigentlich so eine ganz klassisches in – in der Theologie nennt man das so ein Lasterkatalog, ja, so eine lange Auflistung mit Dingen, mit Sünden. Es gibt's in Römer 1, gibt's an verschiedenen Stellen, wo sozusagen eine ganze Reihe aufgezählt wird, und man sagt: „Das sind die Gottlosen.“ Aber dann kommt sozusagen die Überraschung in Vers 5, nämlich: „Dabei haben sie den äußeren Schein von Gottesfurcht, deren Kraft aber verleugnen sie. Solchen wende dich ab.“ Genau. Was sagt er mit anderen Worten? Also, nach außen hin sieht man nicht, wie schlecht diese Menschen eigentlich sind, sondern man hält sie noch für fromm. Aber das Problem von den Menschen ist, dass sie die Kraft der Gottesfurcht verleugnen. Genau. Sie haben einen Schein von Gottesfurcht. Nehmen wir das mal, bringen das ganz runter: Was heißt das auf Deutsch, wenn sie einen Schein von Gottesfurcht haben? Sie sehen nur so aus, als ob sie Gott, ja, Gott glauben. Sie nennen sich Christen, sie nennen sich Christen. Menschen sagen: „Ich glaube an Gott, ich glaube an Jesus. Jesus ist für mich gestorben. Jesus ist mein Heiland. Ich bin ein Christ. Ich gehe in die Kirche. Ich bin ein Christ.“ Und Paulus sagt, es sind aber Christen. Das ist für uns heute vielleicht sogar ein ganz selbstverständliches Phänomen, wenn wir mal bibelgläubig sind, sagen: „Ja, es gibt viele Leute, die nennen sich Christen, aber sind eigentlich gar nicht wirklich echte, wirkliche Christen.“ Das war für Timotheus unvorstellbar, weil Christen waren entweder sie waren oder sie waren keine Christen. Man konnte nicht so ein halber Christ sein und dann irgendwie sagen: „Ich bin Christ, aber na ja, eigentlich lebe ich ganz anders.“ Weil wenn du Christ warst, konntest du dein Leben verlieren dafür. Und er sagt: „Stell dir vor, es wird später Leute geben, die werden sagen, sie gehören zu uns, und die leben aber so.“ Und Timotheus wird sich gedacht haben: „Wie – wie ist das möglich? Wie kann man so leben und gleichzeitig sagen, dass man ein Christ ist?“ Und das Interessante ist, er sagt, das wird in der Endzeit so sein. Es wird in der Endzeit eine schlimme Zeit sein, weil die die eigentlich das Evangelium weitergeben sollten, leben werden wie die Heiden. Und das heißt, wenn Leute dann sagen wollen, okay, sagen: „Wo ist der Weg zum Leben? Wo ist das ewige Leben?“, werden sie diese Leute fragen, und die werden was völlig Falsches vorleben. Und das ist eigentlich das Schlimme an der Zeit, weil die Gottlosen sind schon immer gottlos gewesen, aber die Christen werden gottlos sein. Jetzt aber, ist das nur die Endzeit, oder gibt's in dem Vers hier einen Hinweis darauf, dass das schon früher beginnt?

[17:38] Na ja, Paulus sagt: „Von solchen wende dich ab.“ Also es muss auch schon zur Zeit von Timotheus gewesen. Genau. Also, Paulus sagt ja, es gibt so Anstellen, wo Paulus schon zu Paulus Zeit. Es gibt andere Stellen, wo Paulus vor sowas warnt und sagt: „Hey, pass auf, also, demnächst werden da Irrlehren kommen, späteren Zeiten, jetzt also kurz nachdem ich weg bin.“ Sagt so Sachen. Wir schauen uns mal zwei Stellen an.

[18:10] 1. Timotheus Kapitel 4, Vers 1. Das war kurz zuvor hat er das dem Timotheus geschrieben. 1. Timotheus 4, Vers 1: „Der Geist aber sagt ausdrücklich, dass in späteren Zeiten etliche vom Glauben abfallen und sich irreführenden Geistern und Lehren der Dämonen zuwenden werden.“ Was sind das für – für falsche Lehren, die sie dann werden? Das kommt dann später in Vers – in Vers 3: „Sie verbieten zu heiraten und Speisen zu genießen, die doch Gott geschaffen hat, damit sie mit Danksagung gebraucht werden von denen, die gläubig sind und die Wahrheit erkennen.“ Genau. Da gibt es also Christen, die werden sagen: „Einige müssen im Zölibat leben.“ Und Paulus sagt, das ist ein Abfall, ist eine – ist eine Lehre von Dämonen in christlichem Mantel, sozusagen, ja. Sie werden – es war in Wirklichkeit ein Glaubensabfall.

[19:07] 2. Thessalonicher, 2. Thessalonicher Kapitel 2, Vers 3. Als die Thessalonicher schon dachten, Paulus hätte gemeint, zu ihrer Zeit kommt Jesus wieder, sagt er: „Stopp, Stopp, erinnert euch daran, was ich euch erzählt habe über Daniel 7 und 8 und und und und 7, 8 und 11. Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen.“ Vers 3: „Denn es muss unbedingt zuerst der – was kommt? Der Abfall, ja, muss zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens.“ Also Paulus sagt dem Timotheus, es wird in der späteren Zeit einen Abfall geben innerhalb der Christenheit. Er sagt in Kapitel zu den Thessalonichern: „Wartet, die Wiederkunft wird noch nicht stattfinden. Es wird einen Abfall geben, es wird den den Antichristen geben.“ Apostelgeschichte 20. Apostelgeschichte 20, Vers 29 und 30: „Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen. Und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihrer Gefolgschaft.“ Eines der ganz großen Anliegen von Paulus war: „Wenn ich nicht mehr da bin, werden Irrlehrer wieder aufkommen.“ Ja, die waren zu seiner Zeit schon, das war Simon Magus war schon da, und und er – er nennt ja auch einige, ähm, äh wir haben einige Namen auch schon schon gelesen. Aber er sagt, es werden mehr sein. „Hütet euch!“ Er warnt immer und immer wieder und sagt: „Es wird losgehen, da wird es einen Abfall geben.“ Er hat es ja gesehen in Daniel, hat es ja gewusst, und ähm, hat vor Ungläubigen gewarnt, die sich Christen nennen. Das eigentlich – und das sehen wir sozusagen dann schon zur Zeit nach Paulus, wie das anfängt und sich langsam ausbreitet. Wir sehen die falschen Apostel in der Gemeinde Ephesus. Wir sehen in Smyrna die Synagoge des

[21:02] Wir sehen in Smyrna die Synagoge des Satans, die falschen Juden. Dann sehen wir den Thron des Satans, und irgendwann haben wir die Tiefen des Satans. Der Abfall und die Tatsache, dass er sagt, das wird am Ende der Zeit auch so sein, deutet darauf hin, dass es keine kurzweilige, nicht ein ein kurzer Ausfall oder so. Das geht immer weiter, immer weiter. Ja, das heißt, was er uns hier, was er dem Timotheus rät, angesichts der falschen Christen, gilt für uns in der Endzeit umso mehr. Wieder ein Hinweis darauf: Der Zweite Timotheusbrief ist ein Brief für die Endzeit. Also, es war ein Endzeitbrief für Paulus, im Sinne, dass es seine Endzeit war, aber es ist ein Endzeitbrief für uns. Was verleugnen sie aber? Sie, sie sagen, also, sie sind Christen, aber es gibt etwas, woran man erkennt, sie keine Christen sind, nämlich: Sie verleugnen etwas: die Kraft der Gottesfurcht. Genau, was ist denn die Kraft?

[22:02] Vielleicht noch ganz kurz zu dem, was du vorhin gesagt hast. Gerade bei den Sendschreiben in Offenbarung sieht man ja auch, dass es sich nicht nur durch die ganze Zeit hindurchzieht, sondern dass es sich noch intensiviert. Ja, genau. Ganz genau. Es geht ja klein los. Das ist das Geheimnis der Gesetzlosigkeit, sagt in Zweiter Thessalonicher, und da hindert noch was: Das Römische Reich. Solange das existiert, wird der Abfall nicht so krass, krass sein, weil dann natürlich dann später sozusagen dieser abgefallene Christenheit Weltmacht wird.

[22:29] Die Kraft. Wenn der Paulus von der Kraft spricht, was meint er? Die Kraft. Wo spricht Paulus so berühmterweise von der Kraft? In Römer 1, Römer 1, Vers 16: „Denn ja, ich schäme mich des Evangeliums nicht, ist die Kraft Gottes, und zwar für jeden, der glaubt.“ Die Kraft. Das heißt, das sind Menschen, die sagen, dass sie an Gott glauben, aber nehmen die Kraft des Evangeliums nicht an. Woran erkennt man die Kraft des Evangeliums? Das ist, den Menschen verändert. Es bewirkt etwas. Denn wenn sie echte Christen sind und wirklich echten Glauben hätten, würden sie ja der Kraft des Evangeliums glauben, dadurch die Kraft erleben, und sie würden so, wie Jesus zu Nikodemus sagt, der Wind würde wehen, und man würde etwas sehen davon. Man würde nämlich sehen, dass sie plötzlich liebevoll sind, nicht mehr zuerst an sich selbst denken, dass sie versöhnlich sind, ja, dass sie demütig sind, dass sie die Wahrheit sagen, dass sie sich selbst beherrschen, dass sie friedfertig sind, das Gute lieben, heilig sind, dankbar den Eltern, gehorsam und so weiter. Ja, an dem Leben erkennt man, dass sozusagen für diese Scheinchristen das Evangelium nur eine Theorie ist und keine Kraft.

[23:54] Und er sagt etwas sehr Wichtiges: Er sagt, mit solchen Christen soll Timotheus was tun? Soll er von ihnen ablassen? Kann er als Mitarbeiter Gottes mit diesen Christen gemeinsame Missionsarbeit machen? Kann er mit ihnen eine gemeinsame Ökumene machen? Das ist unmöglich. Das heißt, der ganze Gedanke der Ökumene: „Alle müssen zusammenkommen und alle müssen gemeinsam mitarbeiten, weil sie doch alle den Namen Christen tragen.“ Also, sind wir noch gar nicht beim Thema Sabbat oder oder besondere Lehrpunkte, sondern einfach nur bei der Frage: Wer ist eigentlich ein echter Christ? Nur weil jemand sagt: „Ich bin ein Christ“, heißt es noch lange nicht, dass ein echter Mitarbeiter Gottes mit ihm jetzt gemeinsam sich zusammenschließen muss und gemeinsam in eine Richtung marschieren kann, weil der Charakter eines Christen, der zeigt, ob er überhaupt wirklich die Kraft des Evangeliums kennt. Und jemand, der die Kraft des Evangeliums kennt und vielleicht an einem Punkt etwas noch nicht richtig versteht und da noch Gnade braucht und und und besseres Verständnis, wie wir alle noch nicht alles verstanden haben, ähm, mit dem kann man etwas zusammen tun. Ja, mit dem kann man ähm, ja, ihn unterstützen. Aber jemand, der nur dem Schein nach Christ ist, er sagt: „Von denen wende dich ab!“ Also nicht in dem Sinne, dass er sie nicht erreichen soll, ja, im Sinne von: Natürlich soll man auch diese Menschen erreichen, haben wir vorher gesehen. Ja, soll in Kapitel 2 am Ende milde sein gegen jedermann, fähig zu lehren, geduldig im Ertragen von Bosheiten. Aber man kann sie nicht als Brüder und Schwestern betrachten im Herrn. Und das finde ich total interessant, dass der Paulus sehr deutlich...

[25:34] Ja, ich habe mich gerade gefragt, wie das dann aussieht. Also, ja, zum einen, dass man nicht arbeitet. Zum anderen ist aber, glaube ich, auch eine Sache, die hatten wir schon ein paar Mal angesprochen. Der Paulus hat ja selbst auch sich von manchen abgewendet, wo es also, wo ihre Herzensverhärtung so stark war, dass sie aus der Gemeinde ausgeschlossen werden mussten. Und ich glaube, das ist auch was, was wir uns heutzutage – nicht, dass ich jetzt ein Freund von Ausschließungen bin, aber wo wir noch mehr drauf achten sollten, dass man auch so was wie korrigierende Seelsorge praktiziert. Ja. Ja, ja, ja, ja, absolut, absolut.

[26:14] Wir lesen weiter in Vers 6 und 7: „Denn zu diesen gehören die, welche sich in die Häuser einschleichen und die leichtfertigen Frauen einfangen, welche mit Sünden beladen sind und von mancherlei Lüsten umgetrieben werden, die immer zu lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen können.“ Genau, das ist auch ein interessanter Vers. Erstmal Vers 6 zeigt, dass Menschen, die sozusagen den christlichen Mantel benutzen, um planvoll zu sündigen. Ja, also, was Paulus natürlich nicht sagen möchte, ist, dass Menschen, die sich Christen sind, niemals einen Fehler machen können, ja, oder oder dass niemals ein Fehler passiert. Aber es es es gab damals schon Menschen, die sozusagen gesagt haben: „Wir sind Christen“, aber in Wirklichkeit wie Heiden gelebt haben und auch wie Heiden agiert haben und geplant haben und immer sozusagen nur das Christsein als Mäntelchen um sich rum getan haben.

[27:11] Und das Interessante ist: Jetzt sagt die, die, die, die, die studieren sogar. Ja, die, die lesen sogar in der Bibel. Aber was können sie nicht? Sie können nicht zur Erkenntnis der Wahrheit kommen, weil sie zu wenig studieren? Ne, was fehlt ihnen? Ihnen fehlt die Kraft des Evangeliums. Das heißt, das ist ein ganz interessanter Zusammenhang, der zeigt: Es kommt gar nicht auf die Quantität des Bibelstudiums an. Es kommt auch nicht auf die Quantität der Bücher an, die ich gelesen habe, sondern es kommt darauf an, ob ich das Evangelium erlebt habe. Denn dann werde ich die Wahrheit erkennen, und dann kann ich sie schon relativ schnell erkennen. Es gibt also Leute, die studieren und zurzeit Gott nicht erkannt hat. Das Erste Korinther, ja, die: „Wo sind die Wortgewaltigen? Wo sind die Rhetoriker? Wo sind die, die Philosophen dieser Weltzeit?“ Man kann nicht durch vieles lernen. Und das ist, was diese – das ist das Ding – das sind Christen, die sozusagen das Ganze als Theorie betrachten und dann theoretisch versuchen, alles zu lernen, aber die verändernde Kraft des Evangeliums in ihrem Herzen ablehnen, weil sie an der Sünde festhalten wollen. Und deswegen kommen sie nicht zur Wahrheit. Es ist unmöglich. Und das zeigt uns: Ein Mensch, der nicht bereit ist, seine Sünden zu übergeben, kann die Bibel nicht verstehen. Also, es ist unmöglich, es geht gar nicht. Und deswegen muss unser größtes Anliegen eigentlich nicht sein, Menschen ähm, Lehrpunkte einzutrichtern und sagen: „Du musst das lernen und das lernen und das lernen.“ Das größte Anliegen muss immer sein, dass ein Mensch Jesus kennenlernt, wirklich kennenlernt und bekehrt ist, weil dann lernt er alles, was zu lernen ist, relativ schnell.

[28:38] Ähm, ja, bildlich dargestellt wird das ja eigentlich äh bei dem, was wir jetzt beim ersehnten zuletzt hatten, mit der Herde und mit dem Stall. Boah, mich hat auch die Formulierung so dran erinnert. Es heißt: „Die sich in die Häuser einschleichen.“ Also, es sind auch so hinterhältige, wie die Diebe, die einfach nicht zur Tür durch Jesus und durch die Erlösung durch Jesus in den Stall reinkommen wollen. Ja, genau, genau. So heimlich. Ja, das ist mit Simon Magus, der auch für Geld dann die Gabe des Heiligen Geistes kaufen wollte. Das ist so diese Kategorie.

[29:17] Jetzt kommt Vers 8. Vers 8: „Auf dieselbe Weise aber wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, so widerstehen auch diese der Wahrheit. Es sind Menschen mit völlig verdorbener Gesinnung, untüchtig zum Glauben.“ Genau, was ist so besonders an diesem oder was ist die Schlüsselphrase in diesem, in diesem Vers? Da gibt's mehrere, aber was, was, welche Phrase fällt besonders auf?

[29:54] Ich finde, es gibt mehrere interessante Phrasen. Also, zum einen dieses: „Sie sind untüchtig zum Glauben.“ Für mich das ist hier: untüchtig zum Glauben, weil das Evangelium, die Kraft des Evangeliums, ist nur für den, der glaubt. Ja, von Glauben durch Glauben zu Glauben. „Der Gerechte wird durch seinen Glauben leben.“ Ja.

[30:15] Genau. Also, ich sag dir, was mir so aufgefallen ist: Das ist Vers 8: „Auf dieselbe Weise.“ Auf dieselbe Weise. Das heißt, Paulus spricht über die Endzeit. Er sagt, es wird sozusagen einen Abfall geben, es wird falsche Christen geben, die sich Christen nennen, aber keine echten Christen sind. Und sie sind wie Jannes und Jambres, und zwar auf dieselbe Art und Weise, wie die das gemacht haben. Also, wer sind Jannes und Jambres? Jannes und Jambres, wer sind das?

[30:44] Genau, die die die Zauberer. Also, diese diese Magier, die die Zauberer in Ägypten, die dem Mose widerstanden. Woher weiß man, wie die heißen? Also, woher weiß der Paulus, dass sie so heißen, Jannes und Jambres? Wo steht das in 2. Mose? Steht das irgendwo? Nee, steht nirgendwo. Das ist ganz interessant. Das ist aber auch außerhalb der Bibel gibt es viele so Geschichten von Jannes und Jambres bei den Juden in den in den in den Targumim, in den aramäischen Übersetzungen. Das wird sogar zum Teil von Nichtchristen hier und da erwähnt. Das muss also diese Geschichte von Jannes und Jambres war, sage ich mal, in der Antike relativ bekannt. Also, außerhalb der der der der jüdisch-christlichen Gruppe. Und manchmal werden die auch anders geschrieben: Jamnes und Mambres und so. Das ist jetzt aber nicht so wichtig, sondern wichtig für uns ist: Das Interessante ist, wer immer, wenn die erwähnt werden, wird quasi vorausgesetzt, dass der andere sie schon kennt. Ja, nicht so, so Paulus sagt: „Ich habe übrigens rausgegraben, das hat noch kein Mensch gehört.“ Sondern das muss allgemein bekannt gewesen sein. Und wir wüssten natürlich mehr, mehr gerne darüber, ja, vor allem, ob die also, ja, wie das mit diesen Namen zustande kommt und so weiter. Aber da weiß – also, ja, fragen wir dann Paulus mal im Himmel oder Jesus gleich. Aber das Interessante ist, er sagt: Diese, also, diese Verführung hier am Ende funktioniert genauso wie die Verführung von Jannes und Mambres oder Jambres.

[32:11] Jetzt, was haben die denn gemacht? Jetzt, jetzt, was richtig Cooles lernen, was richtig cool. Was haben denn die die die die diese diese Magier gemacht, als Mose dort vor dem Pharao stand und sein erstes großes Zeichen? Was war das erste große Zeichen? Er hat einen Stab genommen und hat den auf die Erde geworfen, seinen Stab, und er wurde zu einer Schlange. Was haben die anderen beiden gemacht?

[32:34] Genau. Was sagt die Bibel? Sie machten ebenfalls die Schlangen, die Stöcke zu Schlangen. Konnten die das machen? Interessante Frage. Oder nicht wirklich? Warum nicht wirklich? Ja, du hast recht, du hast vollkommen recht. Warum nicht wirklich?

[33:00] Also, es war so eine Täuschung. Sie konnten nicht wirklich die ähm die die Stäbe zur Schlange machen. Ja, das stimmt. Aber in 2. Mose steht: „Sie taten das genauso.“ Also, woher wissen wir, dass es nur eine Täuschung war und keine echte Schlange? Es gibt mehrere Möglichkeiten. Die eine Möglichkeit ist natürlich zu sagen: „Okay, die die die die die die die die die die die die die Schlangen.“ Also, Gott ist alleine in der Lage, aus toter Materie Leben hervorzubringen. Ja, und Mose war mit Gott, aber Gott war mit Mose, aber Gott war nicht mit den Zauberern. Das heißt, Satan hat gar nicht die Möglichkeit. Das war sozusagen die die theologische Ebene sagt das ja ganz explizit. Sie sagt: „Es sah nur so aus wie Schlangen.“ Und man – das ist so eine typische Stelle, wo man also, wo man jetzt, wenn man jetzt, sag mal, doch nicht so die ganze biblische Theologie so bis ins letzte verinnerlicht hat, und man kommt an die Stelle und dann liest: „Die taten es genauso.“ Also, steht ja da in 2. Mose. Wo ist das 2. Mose? Und den Wortlaut noch lesen, damit wir das nicht... 2. Mose Kapitel 11... 2. Mose 7, Verzeihung, Vers 11. „Da rief der Pharao die Weisen und Zauberkundigen, und auch die ägyptischen Zauberer taten dasselbe mit ihren Zauberkünsten. Und jeder warf seinen Stab hin, und es wurden Schlangen daraus. Aber Aarons Stab verschlang ihre Stäbe.“ Also, wenn man das liest und dann liest man Ellen White und sie sagt, es waren gar keine wirklichen Schlangen, dann sagt man sich: „Ja, hm, und wie hätte ich das aus der Bibel rausbekommen?“ Und das Geheimnis ist 2. Timotheus. Denn er sagt in 2. Timotheus: „Auf dieselbe Weise aber wie Jannes und Jambres.“ Wie haben die das gemacht? Er sagt, die Endzeitchristen in Anführungsstrichen, ja, sind wie die ägyptischen Zauberer.

[35:01] Denn was machen die Endzeitchristen oder diese falschen Christen? Was haben sie? Sie haben die – sie haben den Schein. Sie sehen aus wie Christen, aber ihnen fehlt aber die Kraft. Die sind immer noch geistlich gesehen, sie sind immer noch tot, sind tot, aber nicht lebendig. Sie sehen nur so aus, dass Menschen denken, dass sie lebendig sind. Sie haben den Anschein, lebendig gemacht zu werden durch ein Wunder. Denn die Umkehrung ist ein Wunder. Oder sie haben den Anschein, bekehrt zu sein, in Wirklichkeit sind sie aber noch – es ist eine satanische Täuschung. Und was haben die gemacht? Die haben einen also offensichtlich auch, weil wenn sie auf dieselbe Art und Weise agiert haben, dann haben sie offensichtlich auch einen Schein erzeugt. Es sah so aus wie lebendig, es ist aber noch tot. Das heißt, man braucht gar nicht mal Ellen White an der Stelle. Man könnte es allein durch, wenn man 2. Mose und 2. Timotheus miteinander zusammenlegt und dann noch weiß, was Gott allein, dass Gott allein das Leben geben kann, ist die Sache total klar. Und man sieht: White sagt nichts weiter, als was die Bibel ohnehin schon immer gesagt hat. Ist so toll, oder? Und da ist 2. Timotheus hier eine ganz tolle Stelle, aber natürlich mit einer ganz wichtigen Botschaft.

[36:12] Endzeitchristen, die die Kraft des Evangeliums verleugnen, täuschen Ungläubige, so wie die Zauberer den Pharao getäuscht haben und ihn verstockt haben. Ja.

[36:34] Ähm, wir lesen noch weiter in Vers, heißt ja: „Sie widerstehen auch diese Leute der Wahrheit.“ Sie widerstehen der Wahrheit. Und das finde ich so interessant: Menschen, die eine Bekehrung nur vortäuschen, sind immer Gegner des echten Evangeliums. Und ich glaube, das kann man schon überall gesehen, auch in Gemeinden, wenn Menschen sozusagen nur so tun als ob, und jemand kommt und er hat das Evangelium erlebt und erzählt davon und ermutigt andere, ihre Sünden auch zum Kreuz zu bringen und zu überwinden, dann sind diejenigen, die eigentlich nie was vom Überwinden hören wollen, die nur der Theorie nach sind, immer sofort auf Protest, auf Gegnerschaft. Und das ist – also, das hat man zum ersten Mal in welcher Geschichte, wo ein Christ, der die Kraft verleugnet hat, einen anderen Christen, der die Kraft geglaubt hat und angenommen hat, umgebracht hat? Kain und Abel. Da geht's los. Ja, das sind das sind die beiden Gruppen. Und dann heißt es: „Sie haben keinen echten Glauben.“ Ja, das ist hier Römer 1. Sie haben kein untüchtig zum Glauben.

[37:40] Und dann Vers 9: „Aber sie werden es nicht mehr viel weiterbringen, denn ihre Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war.“ Ganz genau.

[37:54] Übrigens, das heißt, die haben zwar einen Glauben. Was für einen Glauben haben die hier? Es gibt in der Bibel einen Glauben, der niemanden retten wird: der Glaube der Dämonen. Genau, genau. Was glauben die Dämonen? Die glauben auch, dass Jesus Gott ist, Gott, der Gott ist, und dass er die Welt geschaffen. Sie glauben das alles, aber sie leben nicht aus der Kraft des Wortes. Sie ändern ihr Leben nicht. Sie glauben nicht, dass Gott ihr Leben verändern kann und möchte. Also, Dämonen sind ohnehin jetzt dann gefallen, aber das ist der Unterschied.

[38:24] Genau. Aber dann sagt Paulus hier, wie du gelesen hast, in Vers 9: „Diese falschen Christen werden nicht den Sieg davon tragen. Das wird sich nicht durchsetzen.“ Wie war das mit den, wie war das mit Jannes und Jambres, mit den beiden Zauberern? Wie lange konnten die dem Wirken Gottes äh entgegenstehen? Nicht lange. Also, es hat noch bei, also, bei dem ersten Zeichen, dann bei der ersten Plage, bei der zweiten Plage. Und wann hat's aufgehört?

[38:51] Können wir kurz lesen? 2. Mose, 2. Mose. Und da gibt's nämlich eine interessante, interessante Stelle in 2. Mose 8 und dort ab Vers 12. 2. Mose 8 ab Vers 12. Dritte Plage. „Da sprach der Herr zu Mose: ‚Sage zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub auf der Erde, dass er zu Mücken werde im ganzen Land Ägypten.‘ Und sie handelten genauso. Und Aaron streckte seine Hand aus mit seinem Stab und schlug in den Staub auf der Erde, und die Mücken über die Menschen und über das Vieh. Der ganze Staub der Erde wurde zu Mücken im ganzen Land Ägypten. Die Zauberer aber versuchten auch Mücken hervorzubringen, aber sie konnten es nicht. Und die Mücken kamen über die Menschen und das Vieh.“ Und Vers 15 noch: „Da sprachen die Zauberer zum Pharao: ‚Das ist der Finger Gottes!‘ Aber das Herz des Pharao war verstockt, so dass er nicht auf sie hörte, wie der Herr es gesagt hat.“ Genau, was ist, wie nennen das die die die Zauberer, als sie merken: „Okay, jetzt ist vorbei.“

[40:04] Finger Gottes. Der Finger Gottes. Der Finger Gottes macht diesem Treiben ein Ende. Und der Finger Gottes kommt nicht nur hier vor, sondern wo kommt er noch vor? Er schreibt Gebote. Genau. Und dann gibt's eine ganz tolle Szene in in in Lukas 11, Vers 20, wo Jesus die Dämonen austreibt durch den Finger Gottes. Und Matthäus 12, Vers 28, wird dieselbe Geschichte erzählt, und da heißt es: „Wenn ich nun die Dämonen austreibe durch den Geist Gottes.“ Das heißt, der Geist Gottes ist der Finger Gottes, der das Wirken Satans und das täuschende Wirken Satans beendet und begrenzt. Mit anderen Worten: In der Endzeit wird der Heilige Geist zeigen und offenbaren, dass das nur eine Täuschung ist. Das Wirken des Heiligen Geistes. Und du hast richtig gesagt, das Wirken des Heiligen Geistes zeigt sich in den Zehn Geboten. Denn der, den der Finger Gottes schreibt, die Zehn Gebote. Das heißt, das Leben der Menschen, erfüllt vom Heiligen Geist, dass sich ihm gehorsam den Geboten gegenüber zeigt, wird ein Beweis dafür sein, wo die Wahrheit ist.

[41:14] Und wenn man jetzt bei dem Bild bleibt: Der Heilige Geist ist es ja auch, der Gottes Gesetz in unser Herz reinschreibt. Genau. Ich musste vorher noch an den, vielleicht ganz kurz, an den Ersten Thessalonicher 2, Vers 1, wo eben die Menschen sind, die Gottes Wort richtig aufnehmen, wo Paulus dann sagt: „Darum danken wir auch Gott unablässig, dass ihr, als ihr das von uns verkündigte Wort Gottes empfangen habt, es nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das auch wirksam ist in euch, die ihr gläubig seid.“ Ähm, also die Frage ist eigentlich, was für ein Herzensboden haben wir? Sind wir so, dass wir uns uns...

[41:56] sind wir so, dass wir uns schon gegen die Wahrheit stellen und Widerstand leisten bei allem, was wir hören, oder nehmen wir die Wahrheit gerne auf und das Evangelium? Mhm, ja, ganz genau. Und dann bringt es ja auch die Frucht, dann hat es ja auch Kraft, ganz genau.

[42:16] Jetzt noch ein bisschen weiter in Vers 10, vielleicht Vers 10 und 11: „Du aber bist mir nachgefolgt in der Lehre, in der Lebensführung, im Vorsatz, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe, im standhaften Ausharren, in den Verfolgungen, in den Leiden, wie sie mir in Antiochia, in Ikonium und Lystra widerfahren sind. Solche Verfolgungen habe ich ertragen, und aus allen hat mich der Herr gerettet.“

[42:45] Genau. Paulus geht jetzt wieder vom Fokus weg von der Endzeit und dem, was kommen wird, auf Timotheus und sagt, äh, die Vergangenheit. Sagt: „Du bist mir nachgefolgt.“ Wie uns in Kapitel 1 hat er gesagt: „Fache das an, ja, bleib dabei.“ Aber jetzt erinnert er sich an das, was Timotheus in der Vergangenheit gemacht hat. Und worin ist Timotheus ihm nachgefolgt? Sind mehrere Dinge, die interessant sind. Erstmal in der Lehre.

[43:06] In der Lehre. Das heißt, Timotheus hat dasselbe gelehrt wie Paulus, und das ist Paulus wichtig, ja, deswegen das anvertraute Gut, die Lehre. Wo noch? Die Lebensführung, genau, der sogenannte, der Lebensstil, ja, wie sie gelebt haben. Hat Paulus imitiert, auch in seiner Lebensführung. Und im Vorsatz. Was heißt Vorsatz? In dem, was er sich vorgenommen hat, in den Plänen, in den Zielen, ja. Also Timotheus hatte dasselbe Ziel wie Paulus. Frage ist: Was hat, was hatte Paulus für ein Ziel? Was war sein, was war sein großes Ziel, was er hatte? Er wollte das Evangelium in die ganze Welt bringen. Und Paulus sagt: „Ich weiß, du hattest dasselbe Ziel.“

[43:50] Im Glauben, mhm, im Glauben, in der Langmut, der Liebe, der Geduld, ja. Er sagt, in all den Charaktereigenschaften bist du mir nachgefolgt.

[43:56] Und dann sogar in den Verfolgungen. Das ist ja wieder unser Thema. Es gibt gerade wieder Verfolgung, die erste große Christenverfolgung, weil die Verfolgung hier, das waren mehr so lokale Sachen, ja, einzelne Ortschaften, wo Paulus und Barnabas zum ersten Mal hingekommen sind. Und dann erinnert er sich an drei Verfolgungen: Antiochia, Ikonium und Lystra. Und das schauen wir jetzt kurz an, weil das ist richtig interessant. Das finden wir natürlich in der Apostelgeschichte, und zwar lesen wir in der Apostelgeschichte 13.

[44:34] Paulus kommt ja aus welcher Stadt, als er loszieht? Er kommt aus Antiochia. Das Antiochia am Orontes. Antiochia am Orontes ist eine Megastadt, wird oft verwechselt. Antiochia am Orontes ist eine Megastadt, eine der größten Städte des römischen Reiches, das in Syrien. Ja, dann zieht er über Zypern nach Kleinasien und kommt dann nach Antiochia in Pisidien. Hat also mit dem Antiochia gar nichts zu tun, eine kleinere Stadt, Antiochia in Pisidien. Und dort in Kapitel 13...

[45:06] Er predigt, und dann in Vers 49 und 50 lesen wir: „Das Wort des Herrn aber wurde durch das ganze Land getragen. Aber die Juden reizten die gottesfürchtigen Frauen und die angesehenen und die vornehmsten der Stadt auf, und sie erregten eine Verfolgung gegen Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.“ Also, wir sehen erstens, das Evangelium geht über die Stadt hinaus, das ganze Land. Das heißt, da müssen auch Leute von überall dann so gekommen sein. Und es gibt eine Verfolgung, ja, und zwar einige Juden reizen da die Obersten der Stadt auf.

[45:43] Okay, das ist also die Verfolgung Antiochia in Pisidien. Als Nächstes kommen sie nach Ikonium, und dort heißt es dann in Vers 5 und 6:

[45:59] „Als sich aber ein Ansturm der Heiden und Juden samt ihren Obersten erhob, um sie zu misshandeln und zu steinigen, da bemerkten sie es und entflohen in die Städte Likaoniens, Lystra und Derbe und in die umliegende Gegend. Und sie verkündigten dort das Evangelium.“ Also, ist heftiger geworden.

[46:21] Genau, das, wie gesagt, die erste Missionsreise überhaupt. Und sie kommen, jetzt haben da mit diesem Zauberer zu tun gehabt, ja. Aber jetzt kommen sie nach Pisidien in Antiochia, werden sie verfolgt. Sie gehen zur nächsten Stadt und merken: „Wow, die wollen uns steinigen!“ Und fliehen. Also, es ist richtig, also so ein massiver Widerstand. Übrigens, wer ist in dieser Zeit abgehauen, als sie in Kleinasien ankommen und plötzlich dieser Widerstand so groß wird, die Verfolgung? Da war jemand bei ihnen, ein junger Mann, den sie mitgenommen hatten, nämlich Johannes Markus. Der verlässt sie dann. Das ist der, und wo Paulus dann später bei der zweiten Missionsreise sagt: „Den nehmen wir nicht mehr mit.“ Und Barnabas nimmt den mit, und Barnabas geht wieder mit ihm nach Zypern, und Paulus geht eine andere Route. Sogar die trennen sich sogar deswegen, bis er später dann, da werden wir noch zu kommen, zu 2. Timotheus sagt: „Markus ist mir nützlich zum Dienst.“ Ja, das ist hier die Verfolgung ist so stark, dass einer der jüngeren Mitarbeiter sagt: „Ich kann nicht, das ist zu viel.“

[47:15] Verfolgung in Antiochia Pisidien, Verfolgung in Ikonium und jetzt Verfolgung in Lystra. Und zwar passiert da Folgendes: Da ist ein Mann, der ist gelähmt von Geburt an und wird geheilt. Und was sagen die Leute in Lystra, als sie dann das merken? Da sagen sie auf Lykaonisch: „Die Götter sind Menschen gleich geworden und zu uns herabgekommen!“ Ja, und sagen: „Hey, Paulus, du redest die ganze Zeit, du bist der Götterbote, du bist Hermes, du bist Hermes, du bist wirklich, und dann Hermes ist da!“ Und dann, dann rennen die da zu ihrem Tempel und holen da einen Stier und, und ich weiß, und tanzen wahrscheinlich und so. Und Paulus so: „Nein, nein, nein, nein, nein!“

[47:54] Interessanterweise, wie nennen sie den Barnabas? Zeus, genau. Und wer ist Zeus? Zeus ist der oberste Gott, das ist der, der Göttervater. Das heißt übrigens auch, dass bei der ersten Missionsreise eigentlich Barnabas der Hauptmissionar war, ja. Das haben wir, wir sagen Paulus und in der ersten Missionsreise ist meistens Barnabas und Paulus. Barnabas war eigentlich der Hauptmissionar, und aber Paulus war halt der, der halt so viel redet, alles so erklärt, und deswegen haben sie gesagt: „Er ist der Zeus, und er ist der Hermes.“

[48:26] Und es, wirklich, die versuchen, nein, nein. Und dann heißt es ja so interessanterweise in Vers 18: „Obgleich sie sagten, konnten sie die Menge kaum davon abbringen, ihm zu opfern.“ Ja, die müssen wirklich sie quasi, nicht den, so, nein, nein, nein. Und dann aber heißt es in Vers 19: „Es kamen aber aus Antiochia und Ikonium, die wir gerade gesehen haben, Juden herbei, die überredeten die Volksmenge und steinigten Paulus und schleiften ihn vor die Stadt hinaus in der Meinung, er sei gestorben.“ Da ist eigentlich die Missionsreise von quasi schon zu Ende und seine ganze Karriere. Das sind diese Antiochia Pisidien, Ikonium und Lystra.

[49:04] Jetzt springen wir zu Kapitel 16, zweite Missionsreise. Paulus kommt in die Gegend wieder, und es heißt hier: „Er kam aber nach Derbe in Vers 1 und Lystra, und siehe, dort war ein Jünger namens Timotheus, der Sohn einer gläubigen jüdischen Frau, aber eines griechischen Vaters, der ein gutes Zeugnis von den Brüdern in Ikonium hatte. Diesen wollte Paulus mit sich ziehen lassen.“

[49:30] Jetzt haben wir gerade gelesen, wie Paulus sagt: „Ich erinnere mich, dass du mir nachgefolgt bist in der Lehre, im Glauben, in der Liebe, im standhaften Ausharren, in den Verfolgungen, die ich in Lystra, also Antiochia, Ikonium und Lystra erlebt habe.“ Was ist die...

[49:46] Schlussfolgerung? Also, da gibt es Verfolgung in Antiochia, Ikonium, Lystra, ja. Verfolgung in der ersten Missionsreise. Und in der zweiten Missionsreise kommt Timotheus zu Paulus als reisender Missionar. Aber Paulus sagt in 2. Timotheus, dass Timotheus ihm in diesen Verfolgungen treu nachgefolgt ist.

[50:22] Das heißt, bevor er ein Mitarbeiter von Paulus war, hat er hier schon als einfaches Gemeindeglied den Paulus unterstützt. Und als Paulus dann in die Gegend zurückkommt, erinnert er sich: „Der war damals treu, den nehme ich mit!“ Und das finde ich so interessant, weil wir haben letztes Mal schon rausgefunden, der war wahrscheinlich ein Teenager hier. Das heißt, er war noch jünger hier. Es sind mehrere Jahre dazwischen, ja. Wenn er hier 14 war, vielleicht war er da 12. Er ist in den Verfolgungen hier ihm nachgefolgt, und deswegen nimmt er ihn mit.

[51:02] Und das finde ich so interessant, weil das zeigt, aus welchem Holz der Timotheus geschnitzt gewesen ist.

[51:11] Mhm. Und wenn man sich das in 2. Timotheus jetzt anschaut, was der Paulus sagt, das ist so richtig, also das kann man sich so richtig vorstellen, wie dieser alte Paulus in der Gefängniszelle da sitzt. Er schreibt auf: „Nicht wahr, du bist mir gefolgt im Vorsatz, im Glauben, also in der Lehre, in der Lebensführung, im Vorsatz, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe, standhaftem Ausharren, in den Verfolgungen, in den Leiden.“ Dann erinnert er sich: „Ja, wie war das? Antiochia, Ikonium, Lystra.“ Und dann schreibt er: „Solche Verfolgungen habe ich ertragen.“ Ja, sie ist...

[51:43] So krass, was mir widerfahren ist, ne? „Solche Verfolgungen habe ich ertragen, und dann fügt er zu: „Und aus allen hat mich der Herr gerettet.“ Weil er weiß, es war das, war ja die, wo er, wo er schon tot war, schon quasi tot, die dachten, er war tot. Solche Verfolgungen, quasi den Stift hält, solche Verfolgungen habe ich ertragen, und Gott hat mich gerettet. Du, Timotheus, du warst dabei und hast mir geholfen. In dich daran, bleib dabei. Und dann sagt er in Vers 12, und das ist der Kontext jetzt von Vers 12, den man meistens aus dem Kontext reißt, nämlich dort heißt es: „Und alle, die gottesfürchtig leben wollen, also nicht nur den Schein der Gottesfurcht haben, sondern wirklich gottesfürchtig leben...“

[52:31] „...wollen in Christus Jesus werden Verfolgung erleiden.“ Ja, das ist, das ist jetzt dieser Kontext hier. „Alle werden das erleiden.“

[52:38] Und es hat wieder zu tun mit dem Anfang von Kapitel 3, nicht wahr? Es gibt die, die den Schein der Gottesfurcht haben. Es gibt die echten Gottesfürchtigen. Und wir haben gesehen in Vers 8, die den Schein haben, die widerstehen der Wahrheit, die kämpfen gegen die wahren Gottesfürchtigen. Und deswegen, weil es immer Heuchler geben wird und immer quasi Scheinchristen und immer sozusagen, in dem Fall war hier mehr so Schein-Juden, ja. Es waren so, ähm, in der Synagoge. Aber es immer Leute gibt, die nur die Theorie wollen, aber nicht die Kraft, werden diejenigen verfolgt, die die Kraft predigen. Das war zur Zeit von Martin Luther so, ja, als er entdeckt hatte, die Kraft des Evangeliums, wurde er verfolgt. Als dann später die Protestanten wieder selbst eingeschlafen sind und Wesley kam und die Kraft des Evangeliums gepredigt hat, ja. Vorher schon die Puritaner in England. Immer wenn jemand wieder die Kraft entdeckt hat und gepredigt hat, haben die, die den Schein hochhalten wollten, ihn verfolgt. Ganze Kirchengeschichte durch.

[53:33] Kann man von vorne anfangen. Und deswegen sagt er, wenn du wirklich, wenn du wirklich die Kraft, die, also die unausweichliche Wahl, sozusagen, oder die unausweichliche Folge, wenn wir die Kraft Gottes in unserem Leben haben, werden wir von anderen dafür angefeindet werden. Das wird passieren, kann gar nicht anders sein. Aber er sagt ja: „Und aus allen hat mich der Herr gerettet.“ Und er schreibt er jetzt hier in der, in dieser großen Nero-Verfolgung.

[54:00] Also, ich find's schon erstaunlich, welche Charakterstärke der Timotheus schon so früh gehabt haben muss, weil man muss sich auch überlegen, es ist ja nicht nur eine unangenehme Situation, sondern wenn zwei Parteien so gegeneinander stehen und dann sich also jetzt zu einem Paulus, wie wir ihn heute sehen, zu stellen, das ist, glaube ich, nicht so schwer, ähm, weil er einfach ein großer Missionar ist. Aber zu einem Paulus zu stehen, den man vielleicht gerade erst kennengelernt hat, der von allen so verachtet wird und dann auch noch gesteinigt wird und dem beizustehen, das ist schon sehr schwierig, schwierig.

[54:44] Ähm, aber dann halt auch so dieses: „Und alle, die gottesfürchtig leben wollen in Christus Jesus, werden Verfolgung erleiden.“

[54:57] Man muss darauf gefasst sein, wenn man wirklich fürs Evangelium einstehen will, dass man auf der Seite derjenigen ist, die als Loser erstmal aussehen, aber dass man es auch selbst durchmachen muss, ja. So, da gehört schon was dazu, ja. Und da gehört die Kraft des Evangeliums dazu, die Kraft, das, das, was am Anfang hatten, die Gnade gibt die Kraft, ja, auch von den Schwierigkeiten eben auch bei dem Zitat, das du am Anfang gebracht hast. Das ist ja so ein bisschen wie so ein Weg, ähm, für den man sich trotzdem entscheidet, obwohl er schwieriger wird und härter. Aber...

[55:37] Man kann immer wieder, ich weiß nicht, wie es ausgedrückt war, irgendwie aus der Gnade schöpfen oder so. Also, man hat dann doch immer wieder diese Kraft weiterzugehen. Ja, genau, hat immer, es gibt genau diese Quelle.

[55:52] Dann Vers 13 noch: „Böse Menschen aber und Betrüger werden es immer schlimmer treiben, indem sie verführen und sich verführen lassen.“ Genau, und das ist sozusagen, das schließt wieder ein Kapitel, Kapitel 3 Vers 1, an, ja. Das, diese sagt, diese Verführung, die jetzt schon beginnt, die wird bis ans Ende immer schlimmer gehen. Es wird nicht aufhören. Und weil, also sein Argument ist eigentlich das, weil es jetzt diese falschen Christen geben wird und weil die sozusagen bis ans Ende immer schlimmer es treiben wird, es auch bis ans Ende Verfolgung geben, weil diese falschen Christen zeugen ja jetzt für Verfolgung, ja. Und oder ja, diese Heuchler zeugen jetzt, zeugen Verfolgung, und deswegen, weil das immer so weitergehen wird, wird es auch immer Verfolgung geben. Also, es hängt, hängt miteinander zusammen.

[56:33] Es immer schlimmer treiben. Das nächste Mal schauen wir uns dann den Schluss des Briefes an. Das sind noch einige Verse und dann am Ende noch ein paar, paar Grüße und paar, paar persönliche Dinge. Das werden wir dann, glaube ich, das nächste Mal gut schaffen. Dann kommt Paulus mal auf das Allerwichtigste zu sprechen, auf das sozusagen, was ihm dann am Ende sozusagen übergibt.

[56:51] Wir lernen für heute: Wir wollen nicht nur Scheinchristen sein, wir wollen echte Christen sein, die Kraft des Evangeliums in unserem Leben erleben und anderen weitergeben, ja.

[57:08] Egal, ob wir jung oder alt sind, egal, ob wir schon eine besondere Funktion haben oder einfach nur simples Gemeindeglied waren. Das war das Besondere: Der Timotheus war einfach, der war einfach mit in der Gemeinde da irgendwo, ja. Aber er war treu, und deswegen konnte Gott ihn gebrauchen.

[57:27] Nicht einfach nur, weil er Personen braucht, sondern weil wir auch, bevor wir ein Amt gehabt haben, schon gezeigt haben, dass wir mit ihm leben, ja, und dass wir mit ihm leben wollen. Und das ist, glaube ich, ein ganz, ganz entscheidender Punkt.

[57:40] Gut, dann wollen wir hier schließen und mit einem Gebet beenden. „Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort auch heute zu uns gesprochen hast. Und Herr, wir möchten dich loben und preisen, dass du uns das Evangelium zeigst und offenbarst und dass wir diese Kraft, die in dir ist, jeden Tag in Anspruch nehmen dürfen. Herr, wir möchten dich um Vergebung bitten, wo unser Leben nur Schein und ohne Kraft gewesen ist. Und Herr, wir haben heute erneut gelernt, dass jeder von uns jeden Tag zur Quelle gehen kann und dass da genügend Gnade ist, dass wir für alle Schwierigkeiten und Herausforderungen Kraft haben. Du hast nicht verheißen, dass die Schwierigkeiten und Herausforderungen nie da sein werden. Wir haben heute gelernt, es wird immer Herausforderungen geben. Es wird immer Menschen geben, die uns verfolgen, aber du bist immer da, und wir wollen der Welt zeigen, dass dein Evangelium nicht nur ein Betrug ist, sondern wirklich die Kraft, von der die Bibel spricht. Und Herr, das haben wir in unserem Leben erlebt, das habe ich erlebt, dafür danke ich dir von ganzem Herzen. Und wir wollen jeden Tag an deiner Hand gehen im Namen Jesu. Amen.“


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