Veröffentlicht am
203 Klicks

In Kooperation mit der Adventgemeine Gifhorn-Mitte   https://www.youtube.com/@adventgemeinde-gifhorn-mitte

In dieser Predigt aus der Serie „Aber seine Liebe bleibt“ beleuchtet Christopher Kramp die Natur eines „guten Königs“. Er beginnt mit einer humorvollen Einleitung und einem Gebet, bevor er das Weihnachtslied „Macht hoch die Tür“ und Psalm 24 als prophetische Hinweise auf den König der Herrlichkeit interpretiert. Kramp erklärt, wie Gottes Liebe trotz menschlicher Untreue bestehen bleibt und wie dieser König, der Gerechtigkeit liebt und Sünde hasst, einen ewigen Bund der Liebe und Gerechtigkeit für uns schaffen wird.


Weitere Aufnahmen

Serie: Aber seine Liebe bleibt

  • 0:0
  • 0:0
  • 0:0

Transkript

[0:03] Gesegneten Sabbat! Ah, einige haben heute vor... aufgepasst, alle, die so viel gegessen haben, dass sie das schon vergessen haben – eine zweite Chance. Gesegneten Sabbat! Meine Frau hat gerade gesagt: „Christopher, du musst jetzt gegen die Müdigkeit anpredigen!“ Hat jemand auch so gutes Essen gegessen wie ich? Meine Güte, so viel guter Nudelsalat, unfassbar! Jetzt müssen wir trotzdem hoffen und beten, dass die Gesetze der Physiologie vielleicht zeitweise gemildert werden, dass noch genügend Blut ins Gehirn geht. Denn was wir jetzt gemeinsam uns anschauen wollen, erfordert nicht viel Intelligenz, aber unsere komplette Aufmerksamkeit und unser Nachdenken, Mitdenken und vor allem dann auch Entscheiden.

[0:55] Und bevor wir in dieses dritte Thema hineingehen wollen, mit dem – ich muss anmachen, dann müss... – mit dem Titel „Der Mensch und die Dornen: Was einen guten König wirklich ausmacht“, würde ich gerne noch mal mit einem Gebet starten. Sie können dazu sitzen bleiben. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen für diesen wirklich gesegneten Sabbat, für die Zeit, die wir hier verbringen können mit dir und unter deinem Wort. Herr, wir danken dir für die wunderschöne Natur und für das wunderbare Wetter, für den Sonnenschein, der uns daran erinnert, dass die Sonne der Gerechtigkeit in unser Herz scheinen möchte, unser Herz erwärmen möchte. Ich möchte dich bitten, dass jeder Einzelne von uns, der heute jetzt hier ist, gesegnet wird, gestärkt wird, ermutigt und getröstet wird durch dein gutes Wort und dass wir heute diesen Ort verlassen und dich, deine Liebe und dein Rettungsangebot besser verstehen und in unserem eigenen Leben so erleben, wie du es dir wünschst, wie es für uns am besten ist. Herr, erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und sprich mit deinem Wort zu uns. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:24] Was ist Ihr Weihnachtslieblingslied? Ihr Lieblingsweihnachtslied? Ein Weihnachtslied, das Sie gerne singen? Vielleicht sagen Sie: „Christopher, es ist der 3. Juni, ich habe keinen Gedanken an Weihnachten zu verschwenden!“ „Stille Nacht!“ Es ist ja so, wer sich richtig gut auskennt, weiß ja, dass mit 99,99999-prozentiger Wahrscheinlichkeit Jesus nicht am 24. oder 25. Dezember geboren worden ist und dass man eigentlich über die Geburt Jesu und über die Dinge, die man zu Weihnachten besingt, das ganze Jahr über singen könnte. Aber macht's nie, nicht wahr? Mmm.

[3:10] Kennen Sie dieses Weihnachtslied: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit, es kommt der Herr der Herrlichkeit, ein König aller Königreich, ein Heiland aller Welt zugleich, der Heil und mit sich bringt, der halben jauchzt, mit Freuden singt, gelobet sei mein Gott, mein Schöpfer reich von Rat.“ Jetzt wissen Sie auch, wer bei uns für das schöne Singen zuständig ist – nicht meine Frau! Nee, ich singe gerne laut, meine Frau singt gerne schön. „Macht hoch die Tür!“ Ich glaube, wir haben alle schon dies Lied gesungen oder mindestens mal gehört: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit.“ Und haben wir uns eigentlich beim Singen jemals so Gedanken gemacht, was wir da eigentlich singen? „Macht hoch die Tür“, also die Tore weit machen, ist ja schon irgendwie klar.

[4:12] Und wussten Sie eigentlich, dass, wenn man das singt, man eigentlich einen Text aus den Psalmen besingt, nämlich den hier? Und zwar heißt es dort in Psalm 24: „Hebt hoch, oh Tore, eure Torbögen!“ Das ist meine eigene Kramp-Übersetzung aus dem Hebräischen direkt. „Und erhebt euch, oh Türen der Ewigkeit, und der König der Herrlichkeit wird kommen!“ Das ist eigentlich ganz interessant. „Hebt hoch, oh Tore, eure Torbögen!“ Die Idee ist, da kommt ein König und er zieht in eine Stadt ein. Und natürlich zieht ein König durch die Stadttore ein. Und damit die Stadttore, damit er auch hindurchkommt, müssen die Stadttore geöffnet werden. Aber die Idee in diesem Satz ist, dass dieser König so groß, so herrlich, so majestätisch ist, dass die bestehenden Stadttore noch nicht einmal groß genug sind. Die Tore müssen höher sein, sie müssen breiter sein. Die Torbögen, dort wo die Stadttore enden, die müssen sich erhöhen, weil der König, der kommt, ist so groß und so majestätisch, dass er gar nicht hindurchpassen würde, sozusagen. Mit anderen Worten: Ein König, der so groß ist, so unvorstellbar, dass selbst die Stadttore sich erweitern müssen, größer gemacht werden müssen. „Macht hoch die Tür!“, damit er dort hindurchziehen kann.

[5:43] Und die Frage, die dann gestellt wird in dem Psalm als sozusagen Reaktion ist: „Wer ist das? Wer ist dieser König der Herrlichkeit?“ Und dann kommt die Antwort: „Der Herr, ein starker und ein Held, ein Held des Krieges, der Herr.“ Und dann wieder: „Hebt hoch, oh Tore, eure Torbögen, und erhebt euch, ihr Türen, Türen der Ewigkeit, und der König der Herrlichkeit wird kommen!“ Dann kommt wieder die Frage: „Wer ist er? Wer ist er, König der Herrlichkeit?“ Und wir tun gut daran, auch diese Frage zu stellen, nicht nur das Weihnachtslied zu singen: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“, sondern die Frage zu stellen: „Wer ist das? Wer ist er, der König der Herrlichkeit, der so mächtig ist, dass man – und so viel verrate ich schon – selbst im Himmel am liebsten noch die Tore größer gemacht hätte, als er dann eingezogen ist?“ Das wollen wir in den kommenden Minuten ein bisschen mehr beleuchten: Wer ist der König der Herrlichkeit?

[6:53] Aber gehen wir zunächst einmal gedanklich zurück zu dem, wo wir heute Morgen aufgehört haben. Wir haben gesehen: Gott ist die Liebe. Und wie oft ist er die Liebe? Er ist immer die Liebe, oder? Er ändert sich nie. Wir haben gesehen, diese Gesetzmäßigkeit zeigt uns, dass Gott immer das Beste für uns möchte. Er liebt uns mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzem Gemüt. Und sein größter Wunsch ist – das haben wir auch schon gelernt – ist, dass wir ihn zurücklieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele und mit ganzem Gemüt. Die Frage, mit der wir heute beginnen wollen, ist: Wie steht es dann um unsere Liebe als Reaktion?

[7:38] Nun, ich kenne eigentlich ehrlich gesagt keinen einzigen Christen auf dieser Welt, der mir gesagt hätte: „Ich liebe Gott nicht.“ Ja, aber wenn man Gott fragt: „Fühlst du dich geliebt?“ Ja, eine Sache, wenn ich sage: „Ich liebe dich.“ Die andere Sache ist auch, dass der andere sich auch wirklich geliebt fühlt, nicht wahr? Wenn man also Gott die Frage stellen würde: „Fühlst du dich geliebt?“, wahrscheinlich würde er auch in unserem Fall ungefähr das sagen, was er einst durch den Propheten Hosea dem alten Volk Israel hat sagen lassen: „Was soll ich mit dir tun, Efraim? Was soll ich mit dir tun, Juda? Eure Liebe ist so flüchtig wie eine Morgenwolke.“ Manche übersetzen auch: „Wie ein ja, wie der Tau, der früh vergeht.“ Tau ist was sehr Schönes, oder? Wenn man früh morgens aufsteht, die Sonne scheint und der Tau ist auf dem Gras, auf den Blättern, das sieht sehr schön aus. Das Ding ist nur, wir alle wissen, der ist irgendwann weg, ja? Die Sonne scheint und irgendwann ist der Tau weg. Und Gott sagt: „Es ist ja nicht so, dass ihr mich nicht lieb habt, aber ganz ehrlich, ich habe das Gefühl, eure Liebe ist wie Morgentau.“ Da sitzt man in einer Predigt, ist begeistert und sagt: „Gott, ich liebe dich von ganzem Herzen, von ganzer Seele.“ Man singt es vielleicht: „Gottes die Liebe lässt mich erlösen.“ Und zwei Tage später hat man es irgendwie schon wieder ganz vergessen. Man rennt durch den Alltag und dieses Gefühl der Nähe zu Gott ist wieder weg. Man hat vielleicht eine große Konferenz besucht, eine interessante Ansprache gehört, man hat einen tollen Hauskreis gehabt, man hat eine wunderschöne Morgenandacht gehabt, hat Zeit mit Gott verbracht und schon fünf Stunden später ist irgendwie wieder alles verflogen. Kennst du das auch, lieber Freund, liebe Freundin, oder bin ich der Einzige, der das erlebt hat? Es ist ja nicht so, dass wir Gott noch nie geliebt hätten. Wenn wir zurückschauen in unser Leben, gibt es viele Momente, wo wir wahrscheinlich gesagt haben: „Gott, das war wirklich toll, ich bin begeistert, ich freue mich, danke, ich mag dich.“ Aber aus Gottes Perspektive ist es so, dass es oft Momente sind, Momente, die kommen und die gehen. Und Gottes Ziel ist nicht, dass wir heute hier hinausgehen und sagen: „Heute habe ich mich Gott nahe gefühlt, heute war ich ganz beeindruckt, heute habe ich ihn sehr geliebt“, um dann wieder in den alten Trott zu verfallen. Gott wünscht sich mehr. Er wünscht sich, dass auch unsere Liebe bleibt.

[10:14] Das Interessante ist, dass auch wenn wir oft von Gott weggelaufen sind, dass auch wenn wir oft Gott enttäuscht haben, Gott im Gegenzug weiter treu uns bleibt. Die Sache ist ja die: Wenn man selbst Dinge verkehrt macht, dann neigt man auch dazu, sie anderen Dinge zu unterstellen, nicht wahr? Wenn man ständig irgendwo was mitgehen lässt, dann geht man davon aus, dass auch alle anderen was stehlen. Wenn man ständig über andere lästert, dann geht man davon aus, dass auch andere lästern, ja? Weil man das, was man selbst – also vielleicht ist Ihnen das schon mal aufgefallen – das, was man selbst falsch tut, projiziert man gerne auch auf andere. Und ich glaube, das ist einer der Hauptgründe, warum wir oft vielleicht auch nur unbewusst den Eindruck haben: Vielleicht ist auch Gott nicht immer so treu, wie er sagt. Aber die Bibel macht uns sehr deutlich: Auch wenn wir untreu sind, auch wenn wir abgewichen sind, auch wenn wir von Gott mal nichts wissen wollten, bleibt seine Liebe. Er bleibt doch treu.

[11:12] Die Bibel sagt – und das haben wir schon ein bisschen auch an anderer Stelle gesehen: „Dein Thron, Gott, bleibt immer und ewig sein.“ Und wir haben gesehen, sein Thron besteht aus – woraus? Aus Feuer, nicht wahr? Als Symbol für die Liebe, immer und ewig. Und interessant ist, wer dort auf dem Thron sitzt: „Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts.“ Und jetzt kommt's: „Du liebst die Gerechtigkeit und hasst die Gesetzlosigkeit.“ Wer hat heute Morgen aufgepasst? Gesetzlosigkeit ist ein anderes Wort für Sünde, ganz genau. Der König, der auf diesem ewigen Thron sitzt und immer derselbe ist: Er liebt Gerechtigkeit und er hasst Sünde. Wir haben gesehen, warum? Weil Sünde trennt uns von Gott. Und jetzt steht etwas Interessantes: „Darum“ – also, weil du Gerechtigkeit liebst und weil du Sünde hasst – „darum hat dich Gott, dein Gott, gesalbt mit Freuden.“ Ist ein ganz interessanter Satz. Erstens, der König ist gesalbt. Und wahrscheinlich hätte ich das erstmal erklären müssen, aber ich bin in der glücklichen Lage, dass wir vor wenigen Wochen etwas erlebt haben. Ich weiß nicht, ob alle das mitverfolgt haben, was seit 70 Jahren nicht mehr vorgekommen ist, nämlich die Salbung eines Menschen. Hat das jemand mitbekommen? Der Mensch, der gesalbt worden ist, bestimmt ein König ist gesalbt worden. Welcher König ist gesalbt worden? Charles III., nicht wahr? Der gesalbt worden ist, der einzige noch herrschende Monarch, der tatsächlich nicht nur König ist, sondern der gesalbt worden ist, weil früher im Mittelalter und auch davor in Antike Könige gesalbt worden sind. Wenn es also hier steht: „Dein Gott hat dich gesalbt“, dann ist das nicht einfach nur ein Beauty-Programm oder so. Das bedeutet, er ist der Gesalbte König. Wir werden gleich noch ein bisschen mehr darüber nachdenken. Das ist also ein König, der auf dem Thron sitzt. Und wie wird der König angesprochen? Mit welchem Titel? Er wird angesprochen als Gott, nicht wahr? Dort steht: „Darum hat dich, oh Gott...“ Und wer hat ihn gesalbt? Auch Gott. Also, das ist jemand, der ist Gott und er wird von Gott gesalbt. Und wir haben heute schon gelernt, es gibt jemanden, der war bei Gott und war Gott. Wer war das noch mal? Das war der, der genannt wurde das Wort, der Sohn Gottes. Er ist der König mit dem Vater auf dem Thron. Und er wurde vom Vater, er selbst Gott, von Gott dem Vater gesalbt. Und zwar aus einem bestimmten Grund: Er ist König, weil er Gerechtigkeit liebt und Sünde hasst. Deswegen ist er der König. Und deswegen kann auch das Reich Gottes regieren, denn im Reich Gottes geht es um Gerechtigkeit, um das Gesetz, nicht wahr? Das Gesetz der Liebe. Und es geht darum, es geht unter keinen Umständen um Sünde, ja? Sünde kann im Reich Gottes nichts, nichts zu tun haben. Und deswegen ist er der König, weil er die Sünde so sehr hasst und die Gerechtigkeit so sehr liebt.

[14:03] Nun, diesen Vers habe ich schon mehrmals angedeutet. Hier können wir es einmal noch lesen: Die Bibel sagt ganz deutlich, dass, wenn wir sündigen, unsere Missetaten, unsere Sünden eine Trennung bewirken zwischen Gott, der uns liebt, und uns. Und da aber die Sünde zwar unsere Beziehung zu Gott trennt, aber nicht die Liebe auslöscht – die Liebe bleibt immer bestehen. Das ist ganz wichtig zu verstehen, was viele Christen oft nicht begreifen. Oh ja, habe ich ja, ah, dann sehe ich noch besser, sehr gut, danke schön. Was viele Menschen oft nicht verstehen: Die Liebe Gottes bleibt auch dann bestehen, wenn wir uns von ihm getrennt haben. Aber Liebe, die einseitig ist, ist immer unerfüllt, oder? Gott ist nicht damit zufrieden, einseitig uns zu lieben, wenn wir uns von ihm getrennt haben und ihn nicht zurücklieben oder ihn nur sporadisch zurücklieben oder ab und zu oder wenn es uns passt, wie der Morgentau, weil Sünden uns immer wieder zurückhält oder wegführt. Dann reicht ihm das nicht. Wenn also der König die Sünde hasst und die Sünde uns von ihm trennt, dann ist ganz deutlich, warum er sie hasst: Denn sie trennt uns von ihm. Und das will er beseitigen. Und deswegen sagt die Bibel in Daniel Kapitel 9, dass Gott einen Plan hatte und hat, um die Übertretung zu beenden, ein Ende zu machen mit der Sünde, die Sünde abzutun, die Missetaten zu sühnen, also all das, was uns trennt, wegzunehmen und das zu bringen, was er liebt, nämlich Gerechtigkeit. Und zwar was für eine Gerechtigkeit? Eine ewige Gerechtigkeit. Deine Liebe bleibt. Das ist der Plan. Und dieser Plan hat zu tun mit einem Fürsten, mit einem König, mit einem Gesalbten. Denn wer kann besser die Sünde, die Gott hasst, wegnehmen und die Gerechtigkeit bringen, die Gott liebt, als derjenige, der von Gott selbst genau deswegen gesalbt worden ist als König, weil er die Gerechtigkeit liebt und die Sünde hasst?

[16:25] Dieser Gesalbte, dieser Fürst kann das Problem lösen. Die Bibel hat im Alten Testament immer wieder auf diesen kommenden König hingewiesen, zum Beispiel hier, da heißt es: „Siehe, es kommt Tage, spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken. Der wird als König regieren und weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden.“ Nicht nur Gerechtigkeit tun, er wird es schaffen, weil er auch Schöpfer ist. Er wird neue Gerechtigkeit bringen. Heute sind die Könige ein bisschen außer Mode gekommen, nicht wahr? Wir haben die Könige abgeschafft, wir rühmen uns der Demokratie. Ein Teil dessen ist, dass so viele Könige oft sehr schlecht regiert haben und man irgendwann zum Schluss gekommen ist: Mit solchen Königen kann man nicht wirklich Erfolg haben. Aber dieser König – und das werden wir heute sehen in den nächsten Minuten – ist anders als alle Könige, die es sonst so in der Weltgeschichte gegeben hat. Die meisten Könige, die ich so – als ich habe ja keinen wirklich kennengelernt, in Deutschland hat es auch schon lange keine Könige mehr gegeben. Meine mittlerweile verstorbene Uroma hat den Kaiser noch gesehen, nicht? Aber der war jetzt nicht so das große Vorbild. Die meisten Könige, von denen ich gelesen habe in meinem Studium, seien assyrische Könige oder babylonische Könige oder ägyptische Könige oder römische Kaiser, sind alle eher jetzt nicht so wie die Beschreibung hier, nicht wahr? Und doch sagt die Bibel, es wird einen König geben, der Gerechtigkeit liebt und Sünde hasst, der Gerechtigkeit schafft. Und dann heißt es: „In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen. Und das ist der Name, den man ihm geben wird: Achtung, der Herr ist unsere Gerechtigkeit!“ Also ein König, der kommen würde, der Gerechtigkeit bringt, und zwar nicht im Sinne von: „Ich bin der gerechte König, ihr müsst mir gehorchen“, sondern der Gerechtigkeit bringen würde, die mir zugute kommt, also meine Gerechtigkeit. Seine Gerechtigkeit wird meine Gerechtigkeit. Seine Liebe, seine ewige Liebe kommt mir zugute. „Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.“

[18:30] Das war der Plan. Der Plan war, den Bund – wir haben heute über den Bund gesprochen, nicht wahr? Heute Vormittag: Zehn Gebote, die Verbindung zwischen Himmel und Erde, den Bund, der von Gottes Seite immer beständig ist, aber von menschlicher Seite immer so sporadisch nur eingehalten wird. Und aus, nicht wahr, so auf Distanz diesen Bund festzumachen, das, was oft so in unserer Beziehung zu Gott so wabernd ist, so rein und raus, rein in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln, ähm, mal ja, mal nein, festzumachen. Seine Liebe bleibt, und sein Wunsch ist, dass auch unsere Liebe bleibt, einen festen Bund zu schließen. Oder man könnte auch sagen, einen ewigen Bund. Nicht so wie am Sinai, wo Gott seinen ewigen Bund erklärt hat und die Leute gesagt haben: „Das ist uns ein bisschen krass, so eng mit dir zu leben.“ Sondern ein Bund, der von beiden Seiten auf echter, freiwilliger Liebe basiert und dann nicht mehr gebrochen wird, ein ewiger Bund. Das heißt: „Ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun.“ Dann sagt er: „Nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vätern schloss an dem Tag, da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Land Ägypten rauszuführen.“ Das haben wir heute Morgen studiert in der zweiten, im zweiten Thema. Das war dieser Bund, als er die Israeliten aus Ägypten geführt hat an den Sinai und seine Liebeserklärung, seinen Hochzeitsantrag, Heiratsantrag quasi, ihnen gegeben hat. Das steht hier: „Denn sie haben meinen Bund gebrochen, obwohl ich doch ihr...“ Was war ihr Eheherr? Da steht's ja. Also für alle, die heute Morgen gesagt haben, was am Sinai eine Hochzeit, ein Heiratsantrag: Da steht, „ich war ihr Eheherr“. „Ich habe doch gesagt, ich bin der Herr, dein Gott, ihr sollt mein Volk sein.“ Und was ist passiert? Die Israeliten haben gesagt: „Ja, wir wollen natürlich dein Volk sein“, aber sie haben den Bund gebrochen. Der blieb nicht fest, der bröselte, wurde aufgeweicht. Die Israeliten haben was anderes gemacht, andere Götter angebetet, schlimme Geschichten. Gott sagt: „Nicht so wie damals, sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel nach jenen Tagen schließen werde, spricht der Herr. Ich will mein Gesetz...“ Können wir uns erinnern, wie das Gesetz auf die Erde kam? Gott kam vom Innersten des Himmels, das Feuer kam vom...

[20:50] Innersten des Himmels. Das Feuer kam vom Innersten des Himmels auf den Sinai. Da hatte Gott gesprochen und dann die Zehn Gebote auf Steintafeln den Israeliten gegeben, damit sie sie lesen können, verstehen können. Aber Gott sagt: Es reicht nicht. Es reicht ja offensichtlich nicht, wenn ihr es schwarz auf weiß habt und euch daran halten könnt. Was ich mir wünsche, ist, dass die Verbindung von Herz zu Herz geht, dass die Zehn Gebote nicht einfach in einem Buch stehen, dass die Prinzipien der Liebe Gottes nicht einfach auf Steintafeln stehen oder in einer Predigt vorgetragen werden, sondern dass das, was im Herzen Gottes ist, was er für dich fühlt, auch in deinem Herzen ist.

[21:31] Dass die Gebote – „Ich will mein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen,“ das Gesetz der Liebe, nicht wahr? Gott ist die Liebe. „Es ist immer sein Gesetz in ihr Innerstes hineinlegen und es soll auf ihre Herzen schreiben.“ Und jetzt können sie es verstehen. Oder: „Ich will ihr Gott sein und sie sollen mein Volk sein.“ Klingt wie ein Heiratsantrag, nicht wahr? Was gelernt heute? „Ich will Gott sein, sie sollen mein Herz – mein Volk sein.“ Und zwar nicht nur er, sondern wirklich im Herzen.

[22:00] Und es wird keiner mehr seinen Nächsten und keiner mehr seinen Bruder lehren und sagen: „Er kenne den Herrn!“, denn sie werden mich alle kennen in diesem – in diesem Bund, diesem ewigen Bund. Muss man nicht mehr zu einem Priester gehen oder zu einem Guru oder zu einem Pastor und sagen: „Was will denn eigentlich Gott von mir? Was soll ich denn tun in meinem Leben?“, sondern in diesem Bund kommt Gott dir – ja, genau dir, nicht nur deinem Nebenmann, sondern auch dir, genau dir – so nahe, dass du mit ihm so lebst, dass du weißt, was er von dir möchte.

[22:34] Es gibt zu viele Menschen, die super religiös sind, eifrig und genau alles das tun, was ein anderer Mensch ihnen sagt, was der von Gott gehört hat oder meint gehört zu haben. Die sich genau an das halten, was ihr Priester, ihr Guru, ihr Pastor, ihr Evangelist, ihr Bibelarbeiter, ihr Gemeindeleiter – was der ihnen sagt, was Gott getan, gesagt hat, was er will. Aber Gott möchte nicht einfach nur eine Beziehung über Eck mit dir. Er möchte, dass du weißt, was er möchte, dass er dich lieb hat und wie ihr gemeinsam durchs Leben gehen könnt.

[23:18] Du persönlich – ich stell dir diese Frage und ich stell sie mit vollem Bewusstsein: Ist Gott dein persönlicher Freund? Hörst du seine Stimme? Also jetzt nicht unbedingt hörbar, aber wenn du in seinem Buch liest, hörst du, dass Gott zu dir spricht, dass er dein Leben leitet, dass er dir in Fragen hilft, dass er, wenn wenn du niedergeschlagen bist, wenn du traurig bist, wenn du Probleme hast, wenn du gesündigt hast, dass er zu dir spricht. Das ist, was was ich wünsche.

[23:52] Und dann heißt es: „Denn ich werde ihre Missetat vergeben und ihre Sünde nicht mehr gedenken.“ Gott will das Problem der Sünde tatsächlich lösen, wirklich lösen, nicht nur oberflächlich, sondern ganz in der Tiefe. Und dieser König sagt dann in den Psalmen: „Da sprach ich: Siehe, ich komme. In der Buchrolle steht von mir geschrieben. Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein Gesetz ist in meinem Herzen.“

[24:13] Vielleicht fragen wir uns: Was heißt das jetzt konkret, das Gesetz Gottes im Herzen zu haben? Was bedeutet das? Also, wir können ja das Gesetz lesen: „Du sollst nicht töten, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht begehren.“ Wir können das ja lesen, wir können das kognitiv verstehen, aber wir alle wissen: Es ist leichter zu lesen als zu leben. Es ist leichter zu lesen: „Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen.“ Es ist leichter zu lesen: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst,“ als es zu tun.

[24:44] Also entschied sich dieser König, seinen Thron im Himmel, seinen feurigen Thron zu verlassen, um zu zeigen, was es bedeutet, das Gesetz Gottes im Herzen zu haben. Denn er hat es im Herzen. Die Bibel sagt: Das Wort, der König der Herrlichkeit, der von Gott Gesalbte König, wurde Fleisch. Er wurde ein Zellhaufen, ein kleines Embryo, so klein, dass wir Mühe hätten, es mit bloßen Augen zu sehen. So klein und so verletzlich würde er sich selbst abhängig machen von der Nabelschnur einer Frau und darauf hoffen, dass sie sich gut ernährt, damit er einen guten Start ins Leben bekommt.

[25:52] Der König der Herrlichkeit, von dem die Engel im Himmel singen: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“, wird so klein und Mensch. Wir sind ja schon beeindruckt von der Geschichte, dass da Jesus in einer Krippe liegt, nicht wahr? Da war er schon ziemlich, ziemlich lange Mensch, schon ungefähr neun Monate. Das ging noch viel früher und viel verletzlicher los, wie genau – ein Wunder, das ich nicht erklären kann. Ich werde es auch gar nicht versuchen.

[26:36] Die Bibel sagt, dass das gemacht hat. Er wurde Mensch. Die Bibel sagt: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn –“ jetzt kommt das nächste Wort, sehr wichtig – „...gab.“ Dort steht nicht, dass er seinen eingeborenen Sohn auslieh, dort steht nicht, dass er seinen eingeborenen Sohn für eine Zeit über – überstellt, so wie als Zeitarbeiter oder so. Dort steht: Er gab ihn.

[27:04] Was das bedeutet ist: Als Jesus Mensch wurde, war das ein Wunder ohnegleichen. Und wenn er nach drei Tagen im Mutterleib wieder Gott – also das aufgehört hätte, wäre es ein Wunder gewesen. Wenn er nach 30 Jahren oder 33 Jahre seines Lebens wieder in den Himmel gegangen wäre und gesagt hätte: „Ab jetzt bin ich nur noch Gott und nichts anderes“, wäre das ein Wunder gewesen, dass er für 33 einhalb Jahre oder ungefähr so auf der Erde als Mensch gelebt hat. Aber die Bibel sagt: Gott gab ihn.

[27:30] Gottes Wunsch, sich mit uns Menschen zu verbinden, ist so groß, dass nach 4000 Jahren vergeblichen Versuchen, weil wir es nicht gecheckt haben, nicht geglaubt haben, nicht gewollt haben, dagegen rebelliert haben, dass er selbst Mensch wurde. Man könnte fast sagen: Gott und Mensch wurden ein Fleisch, und zwar für immer.

[28:01] Aber seine Liebe bleibt. Ja, er war auch Gott und er blieb auch Gott. Er wird auch für Ewigkeit Gott bleiben, aber er war für immer Gott. Er wird jetzt für immer Gott mit uns sein. Verbunden. So ist sein Name. Ihm wurde der Name gegeben: Jesus. Das ist im – im Joschua, das ist der, der Herr rettet. Und zwar wovon rettet er? Er rettet von der Sünde. Dafür war er gekommen, nicht wahr? Weil die Sünde zwischen Gott und den Menschen trennt. Er kommt, um zu retten. Er wird sein Volk erretten von ihren Sünden.

[28:36] Und das war die Erfüllung dieses – halt, dieses alttestamentlichen Prophezeiung, dass ihm der Name Immanuel gegeben würde. Immanuel ist ein sehr schönes Wort. „Im“ heißt mit, und das „nu“ ist dann wie – also, Immanu ist mit uns, und „El“ ist die Abkürzung für Elohim. Also wörtlich: Mit uns ist Gott. Mit uns ist Gott.

[29:01] Gott wird Mensch. Lieber Freund, liebe Freundin, weißt du, dass Jesus nicht nur 2000 Jahre – lange vor 2000 Jahren auf der Erde als Mensch lebte, sondern dass er immer noch im Himmel Mensch ist? Quasi dein großer Bruder. Ich bin selbst ein großer Bruder, aber wenn man einen großen Bruder hat, nicht wahr, dann sagt man vielleicht auf der Schule, wenn es Ärger gibt: „Wenn du nicht aufpasst, kommt mein großer Bruder!“, nicht? Ja, und hilft mir. Wir alle haben einen großen Bruder, einen echten Menschen, der dort im Himmel für uns eintritt.

[29:43] Aber der Reihe nach: 30 Jahre lang lebte er auf dieser Erde, ungefähr – die Bibel sagt ungefähr 30 Jahre lang – bevor er eines Tages am Jordan auftauchte. Und dort am Jordan, da war gerade der Johannes der Täufer, und er taufte Menschen. Und Jesus kam, unscheinbar wie er war, zu seiner Salbung.

[30:12] Ich weiß nicht, hat jemand zufällig hinterher oder hat jemand zufällig die Krönung und Salbung von Charles dem Dritten verfolgt? Nicht? Keiner traut sich, nicht? Das war ein riesen Spektakel, nicht wahr? Alle geladenen Staatsgäste, die die Westminster Abbey, ein riesen Chor und dann Fernsehübertragung stundenlang und und Interviews und so weiter. Hier fand die Krönung überhaupt statt, die bedeutendste Salbung, die auf dieser Erde jemals stattgefunden hat. Ohne Westminster Abbey, ohne Erzbischof von Canterbury. Der einzige Chor waren die Vögel, die gesungen haben in den – in den Blättern der der der Büsche. Und der König, der dort kam, kam nicht in einer – in einem großen goldenen Kutsche mit großen Pomp und ich weiß nicht was. Der kam als ein so einfacher Mann, dass der selbst die Leute, die vor und hinter ihm standen, nicht mal merkten, wer er war. Hat sich angestellt in der Schlange, um getauft zu werden, und die Taufe war ein Zeichen der Buße, etwas, was er gar nicht nötig gehabt hätte.

[31:09] Und dort wurde er gesalbt, nicht mit besonderem Öl aus dem Ölberg von Jerusalem, wie Charles der Dritte. Das wird ja extra vom vom Ölberg geholt und dann wird das da – dann wird das, wie sagt man, geweiht von Patriarchen von Jerusalem. Da wird das nach England gebracht und dann ist das ganz heilig, angeblich. Er wurde gesalbt. Jesus wurde gesalbt mit dem Heiligen Geist.

[31:36] Als Jesus aus dem Wasser stieg, getauft, obwohl er niemals Sünde begangen hatte, getauft für uns, und sich niederkniete und betete, kam der Heilige Geist auf ihn und eine Stimme sagte: „Du bist mein Sohn, mein geliebter Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.“ Habe. Er sah sehr unscheinbar aus. In den – wir dieses Bild verwendet von einem Schössling. Dort steht: „Es wird ein Zweig hervorgehen aus dem Stumpf Isais und ein Schössling hervorbrechen.“

[32:06] Wer geht gerne im Wald spazieren? Gibt es jemand, der im Wald gerne spazieren geht? Doch einige, ja. Im Wald gibt es viele große, schöne Bäume. Aber was ist eigentlich ein Stumpf? Was ist ein Stumpf? Das ist die Gegend, wenn man in einem Waldstück vorbeikommt, wo gerade Wald abgeholzt worden ist, dann bleiben nur noch diese Stümpfe übrig. Oder die sind hässlich. Also, ich meine, man macht ja gerne ein Selfie im Wald, aber niemand stellt sich vor eine so eine Fläche von lauter Waldbaumstümpfen und sagt: „Schau mal hier, hier Baumstümpfe!“ Diese Baumstümpfe sind in der Bibel ein Symbol für das, alles kaputt gegangen, nicht wahr? Vielleicht kennt jemand die Geschichte von Nebukadnezar, der auch so ein Baum war, der abgeholzt worden ist.

[32:40] Also, stellen wir uns bildlich vor, so das – so ein Baumstumpf. Und aus dem Stumpf da wächst so ein kleines Zweiglein, so ein kleiner Schössling. Da wird man jetzt nicht viel Vertrauen drauf haben, oder? Also, niemand baut ein Baumhaus auf so so einem kleinen Zweig, oder? Der ist wahrscheinlich so unscheinbar, so unbedeutend, da wird man vielleicht gerade dran vorbeigehen. Aber die Bibel sagt: Auf diesem kleinen Schössling, der so unscheinbar ist, dass niemand ihn beachten würde, würde etwas liegen, nämlich der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rates und der Kraft, der Geist der Erkenntnis und der Furcht des Herrn.

[33:16] Wenn jemand schnell mitgezählt hat, dann wird er festgestellt haben: Es ist der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit, der Geist des Verstandes, des Rates, der Kraft, der Erkenntnis und der Furcht. Wie viel? Siebenfach. Und in der Bibel ist die Sieben immer die Zahl der Vollendung, der Heiligkeit, die vollkommene Fülle des Heiligen Geistes. Was heißt denn das nun?

[33:34] Jemand, der im Alten Testament sich gut auskennt, weiß: Jedes Mal, wenn im Alten Testament der Heilige Geist auf einen König oder auf einen Feldherrn oder auf einen Richter fällt, dann ist immer was los. Ja, sei es Othniel, ja, da kam der Geist Gottes auf ihn, und das heißt hier: „Und er richtete aus und richtete Israel und zog aus zum Kampf.“ Oder wenn auf Simson der Geist Gottes kam, dann wurde er stark, nicht wahr? Da seine Fesseln zerrissen, dann wurden die Stadttore aus der Mauer gehoben. Wenn auf Jeftah der Heilige Geist kam, dann zog er aus in den Krieg. Wenn auf Gideon der Geist des Herrn kam, dann zog er aus in den Krieg. Als auf Saul der Geist des Herrn kam, dann zog er aus in den Krieg.

[34:13] Und jedes Mal, wenn im Alten Testament stand: „Der kommende König, auf ihm wird der Geist des Herrn ruhen“, haben alle gedacht: „Das wird ein starker König!“ Und zwar zurecht, denn auf dem, der Heilige Geist ruht, der hat Kraft und der kann den Feind besiegen. Und tatsächlich sagt die Bibel, wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat.

[34:49] Die Leute hatten alle eine klare Vorstellung: Jeftah hat gegen die Midianiter gekämpft, ne? Die Ammoniter. Gideon hat gegen die Midianiter gekämpft. Saul hat auch gegen die Ammoniter gekämpft. Othniel hat gegen Kusch-Risathaim gekämpft. Unsere Feinde heute sind die Römer. Wenn also der Messias kommt, er wird vom Heiligen Geist erfüllt, er wird Kraft haben, dann wird er doch die Feinde besiegen, er wird die Römer besiegen, ganz klar. Oder es gibt heute übrigens auch noch viele, die so leicht politisch angehaucht das Evangelium betrachten. Ja, wer ist mein politischer Feind? Jesus wird mir gegen meinen politischen Feind helfen. Das ist knapp, aber doch deutlich an der Wahrheit vorbei.

[35:35] Als Jesus gesalbt wurde zum König, hat er genau das getan, was ein König tun würde. Er ist sofort ohne Umschweife in den Krieg gezogen, und zwar gegen den Feind, der der wirkliche Feind ist. Der Feind sind nicht die Römer, nicht die Griechen, nicht die Babylonier, die Ägypter, die Moabiter oder wie alle heißen. Der Feind ist der Satan selbst und die Sünde.

[35:59] Und er war gerade getauft, er war gerade gesalbt. Ist Jesus schnurstracks, ohne mit der Wimper zu zucken, sofort in die Wüste gegangen, um seinen Feind zu konfrontieren, um den Sieg über die Sünde und Versuchung zu erringen. Wir haben die Zeit heute nicht, diese Geschichte ausführlich uns anzuschauen. Aber der Luzifer, der ehemalige Luzifer, der Satan, hatte schon auf ihn gewartet. Der wusste ja schon seit 4000 Jahren ungefähr, mindestens, dass einmal dieser Moment kommen würde. Jesus hat ja gesagt: „Ich werde Feindschaft setzen, ich werde den Krieg weiterführen.“

[36:38] Die größte Schlacht aller Zeiten ist von keinem Historiker außerhalb der Bibel berichtet worden. Sie steht in keinem Buch über die die die Welt, die entscheidenden Schlachten der Weltgeschichte. War noch keine großen Armeen dabei. Es waren eigentlich nur Jesus und Satan in der Wüste von Juda. Der Satan hatte sich 4000 Jahre lang auf diesen Moment vorbereitet, der wusste genau, was er tat. Und dreimal hat er versucht, ihn an einen Punkt zu bringen, wo er daran zweifeln sollte, ob Gott wirklich es gut mit ihm meint.

[37:14] Jesus hatte 40 Tage gehungert, gefastet. Und der Satan fragt ihn: „Bist du dir sicher? Wenn du Gottes Sohn bist –“ so wie auch bei der Eva damals – „...wenn du Gottes Sohn bist, dann mach doch diese Steine zu Brot.“ Und wir haben die Zeit nicht, diese drei Versuchungen alle im Detail anzuschauen. Es lohnt sich, das mal genauer zu studieren. Aber jedes Mal hat Jesus geantwortet: „Es steht geschrieben.“ „Ich kann mich auf Gottes Wort verlassen. Es steht geschrieben: Gottes Wort hat recht. Es steht geschrieben: Gott will das Beste für mich“, nicht? Und egal, wie die Umstände aussehen, ich vertraue darauf, dass, was Gott sagt, richtig ist.

[37:59] Interessant, nicht wahr? Der Adam und die Eva, die waren im Paradies, die hatten alles, was sie wollten, und haben trotzdem gezweifelt, ob man Gott wirklich trauen kann. Und Jesus war in der Wüste, fast tot, so hungrig, und hat trotzdem daran festgehalten, dass man Gott vertrauen kann und hat vor dem ganzen Universum gezeigt, dass man den Lügen Satans nicht glauben muss.

[38:22] Und dann sagt die Bibel, dass all das, was er erlitten hat, als er versucht wurde, er deswegen auch uns verstehen kann. Er kann verstehen, wenn wir hungrig sind und damit kämpfen, ob wir das Böse jetzt tun wollen oder nicht, wenn wir erschöpft sind, wenn wir müde sind, wenn wir enttäuscht sind, wenn wir verleumdet werden, wenn wir ausgelacht werden. Er kennt das alles. Er weiß, wie es ist, wenn einem plötzlich die Versuchung so auf einem Silbertablett präsentiert wird, man sagt: „Wow, das wäre jetzt eigentlich wirklich, ne?“ Er kennt all das, lieber Freund.

[38:51] Die Bibel spricht nicht von einem Gott, der da oben sitzt und von dir erwartet, dass du das und das und das und das und und das und das und das und das richtig tust, sondern einer, der mit dir zusammengeht, der mitten in den Schlamm hinabgestiegen ist, um sich neben dich zu stellen, sagen: „Komm, wir gehen aus dem Schlamm heraus.“ Er hat Mitleid mit dir, er kennt dich.

[39:18] Und als er dann – das finde ich so interessant, nicht? Als er dann diesen Sieg errungen hat, als er dreimal gegen den Satan gewonnen hat, ohne dass der irgendetwas bewirken konnte bei – als er der erste Mensch war, der dem Satan entgegengetreten ist, gesagt hat: „Stopp! Ich vertraue Gott in jedem einzelnen Detail.“ Als er den größten Sieg aller Zeiten errungen hat, der für uns alle bedeutet, dass wir auch frei sein können. Wir werden gleich noch mehr darüber sprechen.

[39:51] Dann kam er zurück zum Jordan. Ganz ehrlich, wenn Sie den Satan besiegt hätten, dreimal, und Sie kommen zu einer Veranstaltung wie hier, Sie haben gerade den Satan besiegt, die größte Schlacht aller Zeiten gewonnen, wer von Ihnen hätte – würde sagen: „Ich hätte auch gerne mal was Kurzes zu sagen, ich würde mich auch mal gerne hinstellen, ich würde gerne was berichten!“ Oder Jesus kommt wieder an den Jordan und hört einfach dem Johannes dem Täufer weiter zu, während um ihn herum Leute sich fragen: „Oh, wie werden wir die Römer besiegen? Ah, die Römer sind unser größter Feind.“ Während die Leute sich fragen: „Ist Johannes der Täufer vielleicht der Messias?“, da ist er, der für sie alle gerade die größte Prüfung aller Zeiten bestanden hat. Er steht dort und drängt sich nicht einmal auf. Er sagt nicht: „Ja, ich habe auch was zu sagen. Ja, Johannes, mach mal, mach mal fertig. Ich habe noch mehr zu berichten, ich weiß mehr als du, ich habe was Größeres erlebt als du.“ Er setzt sich ganz demütig hin und hört zu.

[40:54] Das ist der König, um den es geht. Keiner, der sich selbst in den Vordergrund stellt und sagt: „Ich habe einen größeren Sieg errungen als Alexander der Große“, obwohl sein Sieg wirklich sehr, sehr, sehr, sehr, sehr, sehr viel größer war als der von Alexander dem Großen. Einer, der für uns gewirkt hat und nicht damit prahlt, sich nicht aufbläht. Die Liebe prahlt nicht, sie bläht sich nicht auf, nicht wahr? Aber Johannes der Täufer hat gemerkt: „Hier ist etwas Besonderes. Ich muss auf ihn hinweisen.“ Er würde selbst nicht einmal sich selbst bewerben. Wenn Jesus einen Vortrag halten würde, er würde keine Werbung ausgeben.

[41:28] Er würde keine Werbung machen, das ist die Tatsache. Aber Johannes der Täufer, geleitet vom Heiligen Geist, sagt: „Das ist er! Das ist der König, den wir gewartet haben. Er ist das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinwegnimmt.“ Und jeder Israelit – und Sie heute Abend, heute Nachmittag auch – wissen, was das bedeutet. Das Lamm, das damals die Israeliten frei gemacht hat, also nicht wirklich, also nur symbolisch, nicht wahr? Das Blut des Lammes an den Türpfosten, und dann waren sie frei, dann war die Gefangenschaft weg, dann konnten sie gehen. Er ist das Lamm Gottes. Und von der großen Menge – das finde ich sehr interessant – von der großen Menge, die alle gekommen waren, um Johannes den Täufer zu hören, weil der über Prophetie und über Zeitgeschehen gepredigt hat und über all das Wichtige und Prophetische gepredigt hat. Von all denen, die gekommen waren, um Johannes zu hören, ist: Wie viel von diesen Tausenden dann gesagt haben: „Okay, wir interessieren uns für Jesus?“ Zwei. Zwei Menschen. Und ich frag mich: Wie viele werden heute Abend vor dem Einschlafen zu Jesus beten und sagen: „Jesus, ich möchte dich besser kennenlernen. Mir reicht es nicht, einen Vortrag, Vorträge gehört zu haben über dich. Ich möchte dich besser kennenlernen.“ Das größte Glück, das man haben kann, wenn man über Jesus predigt, ist, dass die Leute nicht mehr einem zuhören, sondern Jesus folgen.

[43:08] Zwei Leute kamen zu Jesus und fragten ihn – oder kamen zu ihm und Jesus fragte: „Was sucht ihr?“ Sie fragten ihn: „Wo wohnst du? Wir haben so viel mit dir zu besprechen, so viel Fragen. Wir das können wir nicht auf der Straße machen. Wir würden gerne dich besser kennenlernen.“ Und dann sagt Jesus: „Kommt und seht!“ Und Jesus sagt: „Kommt und seht!“ Es ist eine Einladung an uns auch: Wir dürfen kommen und sehen. Und der, der dabei war, einer von den beiden, Johannes, sagt, was er gesehen hat. Er hat gesagt: „Wir sahen seine Herrlichkeit, wie die Herrlichkeit eines Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Was wir gesehen haben, war so beeindruckend. Hier war ein Mensch, der war absolut rein, der hat nie über einen Menschen schlecht gesprochen, der nie gelästert, der war geduldig, den konnte der ist nie aus der Haut gefahren, der war nie genervt, der war zu müde und durstig und hungrig, hat immer mehr an uns gedacht als an sich selbst. Voller Gnade und voller Wahrheit.

[44:03] Und so zog Jesus umher. Er war tatsächlich der gesalbte König, der tatsächlich den Feind besiegte, nicht die Ammoniter, nicht die Moabiter, nicht die Römer, sondern den Satan. Und er zog von einem zum nächsten Dorf, von einer Stadt zum nächsten, von einem Menschen zum nächsten und heilte alle, die vom Teufel überwältigt waren. Und das tut Jesus bis heute. Vielleicht bist auch du überwältigt, überwältigt von Depression, überwältigt von Verzweiflung, überwältigt von schlechten Gewohnheiten, in was auch immer. Jesus ist gekommen, um dich frei zu machen. Jesus ist gekommen, um dir zu helfen. Er sagt: „Der Geist des Herrn, des Herrschers, ist auf mir. Er ist gesalbt, weil der Herr mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden, und weil er gekommen ist, zu trösten alle Trauernden, ist gekommen, um die zerbrochenen Herzen zu verbinden.“ Er ist gekommen, um uns aufzurichten, freizumachen, ja, den Gefangenen, hier den Gefangenen Befreiung zu verkünden. Du fühlst dich gefangen in deinen Gedanken, du fühlst dich gefangen in deinen Gewohnheiten. Jesus sagt heute zu dir: „Möchtest du frei werden? Möchtest du frei sein?“ Du fühlst dich heute Abend, du hast das Gefühl, dass dir etwas fehlt. Jesus sagt: „Ich habe eine gute Nachricht für dich.“ Du bist traurig? Jesus sagt: „Ich möchte dich heute trösten.“

[45:33] Übrigens, ich denke, wir alle haben vielleicht schon mal von dem Begriff die Bergpredigt gehört. Als Jesus auf einen Berg stieg und dort sagte: „Glückselig sind die geistlich Armen.“ Als er sagte: „Glückselig sind die Trauernden!“ Da sagte er eigentlich, ohne es zu sagen: „Ich bin der Gesalbte aus Jesaja 61.“ Ich bin der König. In der Bergpredigt hat Jesus sozusagen sein Regierungsprogramm erklärt. Er hat erklärt, worin das Reich Gottes besteht. Vielleicht erinnern wir uns heute, heute Vormittag, ganz am Ende habe ich gesagt, dass Mose gesagt hatte: „Einen Propheten wird euch der Herr senden.“ Nicht wahr? Die Israeliten hatten ja am Berg Sinai die Zehn Gebote und all das von Gott bekommen. Aber dann hatten sie gesagt: „Gott, hör auf zu reden, es ist zu viel, du kommst uns zu nahe!“ Und Gott hat gesagt: „Okay, okay, okay, okay, okay, ich sende euch einen Propheten.“ Und der stieg auch wieder auf einen Berg, diesmal nicht mit Feuer, nicht mit Donner, sondern noch näher als Mensch kam Gott. Und ich persönlich glaube, dass er an der Bergpredigt all das noch ergänzt und gesagt hat, was eigentlich schon immer auch zu den Zehn Geboten gehört hat, was aber damals am Sinai nicht mehr gesagt werden konnte, weil die Israeliten nicht mehr hören wollten. Er zeigt in der Bergpredigt, wie es in seinem Reich wirklich ist.

[47:00] Aber das Beeindruckendste dabei ist, dass er eigentlich immer nur das sagte, was sein Vater im Himmel ihm gezeigt hatte. Ich denke, viele Menschen, vor allem wenn sie Christen sind, würden mir Recht geben, wenn ich sage: Jesus war der größte Lehrer aller Zeiten. Die Wahrheit ist aber: Er sagt selbst: „Gott, der Herr, hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben.“ Weiß jemand, was ein Jünger ist? Was ist ein Jünger? Ein Jünger ist ein Schüler. Jesus sagt hier: „Gott hat mir die Zunge eines Jüngers gegeben.“ Das ist interessant. Die Zunge eines Jüngers. Also er sagt: „Ich lerne, damit ich den Müden mit einem Wort zu erquicken.“ Also Jesus sagt: „Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid.“ Aber woher weiß er, was er mir sagen soll? Woher wusste er, was er in der Bergpredigt sagen soll? Woher wusste er, was er dem gelähmten Mann sagen soll? Woher wusste er das? Er hatte jeden Morgen gehört. Ja, er weckt – also Gott weckt Morgen für Morgen, ja, er weckt mir das Ohr, damit ich höre, wie Jünger hören. Jesus war der beste Lehrer aller Zeiten, weil er der beste Schüler war.

[48:09] Es verging kein Tag im Leben von Jesus, wo er nicht aufgestanden wäre und gesagt hätte: „Gott, ich lege dir alle meine Pläne vor. Du entscheidest, was ich heute tue, und du sollst mir jetzt sagen, was ich heute sagen soll.“ Stellen Sie sich mal vor, Sie würden ab heute nur noch die Dinge sagen, die Gott Ihnen gezeigt hat. Ich glaube, es gäbe wenig Streit oder es gäbe wenig Dinge, für die man sich schämen müsste. Wir denken, und Jesus war der Einzige überhaupt auf dieser Erde, der von sich selbst heraus sehr viel Interessantes und Gutes und Richtiges und Wahres hätte sagen können. Aber er entschied sich zu zeigen, dass es vollkommen ausreicht, sich völlig Gott anzuvertrauen. Und wir sitzen heute 2000 Jahre später und sagen: „Was für eine beeindruckende Predigt!“ Nicht wahr? Das war alles vom Vater. Die ganze Bergpredigt, alle Gleichnisse, alles vom Vater gehört und weitergegeben. Der Luzifer im Himmel war irgendwann nicht mehr bereit, einfach das Licht von Gott weiterzuleiten, und dachte, er verpasst dabei irgendwas, er müsste sich selbst ein bisschen mehr erhöhen. Oder jetzt kam Gott selbst vom Thron, der Sohn, und zeigte: „Es ist das allerehrenvollste, was man machen kann, einfach das, was vom Vater kommt, weiterzuleiten.“ Eine höhere Position kann man gar nicht haben. Das ist der König, um den es geht. Der größte Schüler aller Zeiten. Ein König, der in Wirklichkeit der größte Diener ist. Er sagt hier: „Der Sohn kann nichts von sich selbst aus tun, sondern was er den Vater tun sieht, das tut er.“

[49:49] Und kurz bevor er starb, sagt die Bibel, dass er seine Jünger bis ans Ende liebte. Er hat sie, um es auszudrücken, wie sehr er sie liebte, hat er sie nicht einfach umarmt, nicht ein bisschen liebkost und ihnen ein Küsschen auf die Wange gegeben. Um ihnen zu zeigen, wie sehr er sie liebte, tat er das, was niemand von ihnen bereit war, selbst zu tun. Ja, ich stell mir das so vor, wie die alle da diesem äh diesem Passahmahl sich versammelt haben und sie hatten alles schon vorbereitet. Ja, Jesus hat ihnen gesagt: „Ihr müsst jetzt das vorbereiten, dies und jenes.“ Und zwei seiner Jünger, der Petrus und der Johannes, die haben sich besonders da verdient gemacht und haben jetzt alles vorbereitet, wie auch heute alles sehr schön vorbereitet war. Ich war mit dem Potluck und so weiter. Und dann saßen die. Und als sie da saßen, muss es irgendwann plötzlich allen so mehr oder weniger so schlagartig bewusst geworden sein: „Oh nein, wir haben was vergessen! Wir haben vergessen, einen Sklaven zu bestellen, der uns die Füße wäscht.“ Ich stell mir mal vor, wie Johannes und Petrus sich anschauen: „Du, ne, ich, ne, stand auf deinem Zettel. Wir haben uns vergessen. Was machen wir jetzt?“ Und dann gucken sich alle um: „Ja, so, wer macht das jetzt?“ Judas sagt vielleicht gar nichts dazu. Petrus denkt sich: „Hey, ihr könnt auch mal, ja, wir haben schon so viel gemacht, jetzt seid ihr mal dran. Ja, immer, immer dieselben, oder wie?“ Keiner ist bereit, dem anderen die Füße zu waschen. Und dann steht Jesus auf. Er, den sie den Rabbi nennen – Rabbi heißt „mein Großer“, „ihr Lehrer“ – der steht auf und wäscht ihnen ihre stinkenden, staubigen Füße. Der König, der: „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“ Das ist er, das ist der Jesus. Lieber Freund, liebe Freundin, wenn Jesus heute hier wäre, er würde sich nicht hinstellen und Autogramme geben, ja, „Wer möchte mein Buch kaufen, hier, handsigniert!“ Ja, er würde sich neben dich setzen und wenn es notwendig wäre, würde er dir heute hier die Füße waschen. Er würde dir dienen.

[52:04] Und dann, weil er wusste, was kommen würde, nahm er das Brot und den Traubensaft und sagte ihnen Folgendes: Während sie aßen und tranken: „Denn das ist mein Blut.“ Oder: „Dann essen und trinken, das des, Achtung, neuen Bundes, das dieser feste Bund, dieser ewige Bund. Wenn ihr davon trinkt, davon esst, erinnert euch, erinnert euch: Ich will einen Bund mit euch schließen.“ Sein Tod würde das möglich machen. Die Bibel sagt: „Wir alle gingen in die Irre wie Schafe, jeder wandte sich auf seinen Weg. Aber der Herr warf unser aller Schuld auf ihn. Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht.“ Kann sich immer noch an den Anfang heute Nachmittag erinnern: Was ist das, was Jesus am meisten hasst? Was hasst Jesus am meisten? Er hasst die Sünde. Er hasst sie wie die Pest, weil er uns so sehr liebt. Weil die Sünde uns von ihm trennt. Er liebt die Sünde – Verzeihung, er liebt den Sünder. Und er liebt die Gerechtigkeit, aber er hasst die Sünde. Aber es war offensichtlich, dass, um uns mit ihm zu verbinden, die Sünde konnte nicht einfach weg, so mit einem magischen Wink einfach weggezaubert werden. Jemand musste die Sünde tragen. Und weil er dich so sehr liebt, hat er das, was er am allermeisten hasst, was er wirklich bis zum Abgrund seiner Seele hasst, lieber auf sich genommen, damit wir nicht die Konsequenzen dessen spüren müssen.

[54:00] Gibt es etwas, was du so richtig hasst? Also ich mag keinen Rosenkohl, nicht, aber weiß nicht, ob ich das „hassen“ nennen kann. Aber wir alle haben vielleicht Dinge, die wir so überhaupt gar nicht mögen. Ja, aber wir alle wissen auch: Wenn man jemanden so richtig liebt, ist man bereit, auch Dinge zu tun, die man eigentlich überhaupt nicht mag. Oder aber das ist hier die extreme Variante: Jesus hasst die Sünde, aber er nahm sie auf sich, damit wir unter ihr zugrunde gehen müssen.

[54:29] Und dann wurde er verraten. Die Geschichte würde allen Rahmen sprengen, sich das alles im Detail anzuschauen. Ich – wir machen ja nur eine kleine Tour. Jesus wurde vor Pontius Pilatus gebracht. Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit!“ Dieser König der Herrlichkeit, der so unscheinbar war, dass man ihn nicht mal kannte, der gesalbt worden ist mitten in der Natur mit dem Heiligen Geist, und der den größten aller Feinde, die Sünde, besiegt, den Teufel besiegt, ist bereit, für dich und für mich alles aufzugeben, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird. Und die römischen Soldaten, die haben sich ja einen Spaß draus gemacht. Die haben ihn grausam misshandelt und verspottet. Das heißt, die Kriegsknechte flochten eine Krone aus – was? Aus Dornen. Die Dornen haben wir heute schon kennengelernt, oder? Seit dem Sündenfall sind die Dornen ein Symbol für die Widerspenstigkeit und für – ja, die das egoistische und kämpferische der Sünde. Ein Symbol für die Folgen der Sünde. Er hatte sich schon im brennenden Dornbusch offenbart. Aber jetzt ließen sie zu, dass man die Dornen nahm und sie auf seinen Kopf legte. Mit anderen Worten: Er war der König all derer, die unter den Folgen der Sünde zu leiden hatten. Er identifizierte sich damit. Lieber Freund, liebe Freundin, ich weiß nicht, was du durchmachst, ich weiß nicht, was dich sticht, ich weiß nicht, welche Folgen der Sündenfall in deinem Leben alles hinterlassen hat. Aber es werden massive Folgen sein, du wärst der Erste, wo es nicht so wäre. Jesus hat das alles auf seinem Kopf getragen, gesagt: „Das gehört zu mir. Ich bin der König von dir, XY, wie auch immer dein Name ist. Ich bin der König von Christopher, und weil ich sein König bin, trage ich das.“ Wer ist der beste Boss, den man sich wünschen kann? Wer ist der beste Chef, den man sich vorstellen kann? Ist es nicht der, der, wenn ich einen Fehler gemacht habe, dafür geradesteht? Ist das nicht der eine Traumchef, den man sich, den sich alle wünschen, dass wenn ich einen Fehler gemacht habe, wenn ich es verbockt habe, wenn ich der Firma Schaden zugefügt habe, wenn der Chef dann sagt: „Das bezahle ich, dafür werde ich geradestehen vor dem Kunden, das werde ich auf meine Schulter nehmen. Du bist frei.“ Ist der beste König, der beste Chef, den man sich vorstellen kann. So ist Jesus. Und zwar für jeden von uns. Er trug diese Krone aus Dornen für dich und für mich. Es heißt: „Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie es Christus Jesus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein, sondern er entäußerte sich selbst.“ Was haben wir vom Luzifer heute gelesen, der zu Satan wurde? „Ich, ich, ich, hinauf, hinauf, hinauf, hinauf, hinauf!“ Ich nicht. Von Jesus heißt es: „Er entäußerte sich selbst, er nahm die Gestalt eines Knechtes an, er wurde wie die Menschen und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden.“ Erniedrigt er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja, bis zum Tod am Kreuz. Ein Tod, der so schwer war, dass ein normaler Römer niemals hätte sterben müssen. Ein Tod für Verbrecher und Ausländer und für Verachtete.

[58:10] Kreuz. Und hier stehen die beiden Prinzipien des Universums Auge zu Auge: Selbsterhöhung und Selbstaufopferung. Egoismus und Liebe. Und diese beiden Prinzipien kann man nicht mischen, man kann sie nicht verbinden. Sie stehen in einem offenen Krieg. Und jeder von uns entscheidet sich in seinem Leben, auf welcher Seite er stehen möchte. Und Jesus ist am Kreuz von Golgatha gestorben, damit wir alle auf seiner Seite stehen können.

[58:49] Denn als man ihn mit Schlägen überhäufte, als das Blut an ihm herabströmte, als man ihn auslachte, als spottete, man hat ihm einen Purpurmantel umgegeben, weil der Purpur das war das Zeichen des römischen Kaisers. „Oh, bist du der römische Kaiser?“ Ne, man hat ihn ausgelacht. Das ist oft schwerer noch zu ertragen als körperliche Schläge, wenn man ausgelacht wird, wenn man, wenn man verspottet wird, wenn man, wenn man als Mensch verachtet wird. Und egal, was der Satan und die Dämonen und die bösen Menschen auf ihn geworfen haben, egal, welche Sünden alle auf ihn gelegt wurden, und als alle Sünden der Welt auf ihn gelegt wurden, egal, was man ihm angetan hat, seine Liebe blieb: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Und hier wurde deutlich: Egal, was man Gott antut, egal, wie sich die Umstände ändern, egal, wie viel man auf Gott, wie viel man Gott zumutet, wie viel man ihm in den Weg stellt, womit man Gott bombardiert, der Stein fällt immer: Die Liebe bleibt immer dieselbe. Das heißt: Es ist vollkommen egal, was du, was du Gott sagst, es ist vollkommen egal, was du Gott antust, es ist vollkommen egal, wie sehr du gegen ihn rebellierst und was du alles getan hast und wie oft du es getan hast und ob du es bereust oder nicht. Das alles kann nichts daran ändern, dass er dich liebt. Ob du diese Liebe annimmst, ob du dich dazu hinwendest, ist eine andere Frage. Aber diese kannst du nicht auslöschen. Im Hohelied steht: „Große Wasser können die Liebe nicht auslöschen.“ Und der Satan, der immer behauptet hat: „Ja, unter bestimmten Umständen denkt Gott an sich selbst“, der stand plötzlich demaskiert da. Denn es wurde offensichtlich: Selbst wenn man Gott als einen Verbrecher behandelte, wenn man ihn völlig ohne jeglichen Grund beschimpfte und bespuckte und ihn behandelte wie den letzten Dreck, hörte er nicht auf, die Liebe zu sein. Er hört einfach nicht auf. Egal, was der Satan tat: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun.“ Denn die Liebe ist stark wie der Tod und der Eifer unbezwinglich wie das Totenreich. Das gefällt mir. Wir müssen ein bisschen Hebräisch machen. Wir sind gleich am Ende. Das Wort „unbezwinglich“ hier ist das Wort, das im Alten Testament sonst übersetzt wird mit „widerspenstig“. Es wird normalerweise verwendet für das Volk Israel, die nicht hören wollten, nicht wahr? Die, die widerspenstig waren. Nicht wir alle kennen, was widerspenstig ist? Wenn man als kleines Kind sagt: „Ich will jetzt das haben!“ Und die Mama sagt: „Nein, du darfst nicht.“ „Ich will aber!“ „Ja, komm jetzt mit nach Hause!“ „Nein, ich will nicht!“ „Lass uns gehen!“ „Nein, ich bleibe hier!“ „Hör auf zu schreien!“ „Doch, ich will!“ Ja, diese Widerspenstigkeit, die sich nicht abbringen lässt. Eigentlich ein merkwürdiges Bild. Aber genau das stimmt: Die Liebe Gottes ist widerspenstig, sie lässt sich nicht abwimmeln. Egal, wie viel Sünde man auf sie wirft, die Liebe Gottes hält stand, sie kann

[1:01:52] Die Liebe Gottes hält stand. Sie kann nicht jeden Menschen retten, weil sie die Freiheit gibt und viele Menschen sich gegen sie entscheiden. Die Liebe selbst hält stand. Sie lässt sich nicht auslöschen, sie ist widerspenstig.

[1:02:03] Vielleicht kennen einige Psalm 23, wo der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Da heißt es nur: Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang. Das klingt ganz schön. Im Hebräischen steht eigentlich: Güte und Gnade werden mich verfolgen mein Leben lang. David ist oft geflohen. Er wurde verfolgt von Saul und von anderen. Aber er wusste: Der einzige, der mich immer verfolgen wird, egal, wo ich hinfliehe, egal, was ich mache, in welcher Höhle ich sitze – der einzige, der mich immer verfolgt, ist Gott mit seiner Liebe. Saul hört irgendwann auf. Saul hat irgendwann keinen Bock mehr. Aber Gott verfolgt mich mit seiner Liebe. Er gibt nicht auf. Er lässt sich nicht abwimmeln.

[1:02:40] Seine Liebe bleibt. Freund, liebe Freundin, egal, was du machst, Gottes Liebe wirst du nicht abwimmeln können. Du kannst dich für oder gegen sie entscheiden. Du kannst sie ignorieren, ein gutes Recht. Aber du kannst nie etwas tun, dass Gott dich nicht mehr liebt.

[1:03:00] Niemals! Denn die Liebe ist stark wie der Tod. Jesus hatte gesagt: „Liebt eure Feinde, damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid, denn das macht Gott.“ Das haben wir heute nicht angeschaut, weil die Zeit dafür gefehlt hat. Aber wenn man heute Gott fragen würde: „Wie denkst du über den Fall von Luzifer, der zu Satan wurde?“, wissen wir, dass Gott sagt, dass die Bibel sagt, dass Gott ein Klagelied darüber singt. Er sagt nicht: „Oh ja, dieser, dieser, der ja Verbrecher.“ Ja, er ist bis heute darüber traurig, dass sein bester Freund ihn so verraten hat. Er hasst die Sünde wie die Pest, aber ist bis heute traurig, dass Luzifer ihm anheimgefallen ist.

[1:03:49] „Liebt eure Feinde, damit die Söhne eures Vaters im Himmel seid, denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute. Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr für einen Lohn?“ Wir sind leider so, dass wir oft nur die lieben, die uns lieben, und dann machen wir das mit Gott und denken: „Ja, auch Gott liebt nur mich, wenn ich ihn liebe.“ Oder fast alle Religionen dieser Welt basieren darauf: „Wenn ich Gott liebe, dann liebt er mich.“ Ja, wenn ich etwas Gutes tue, dann wird Gott mich auch segnen. Wenn ich das richtige Karma habe, nicht wahr, dann wird alles gut werden im Leben. Ich muss etwas ändern, damit Gott mich dann segnen kann.“ Aber das ist ein falsches Denken, weil wir das nicht verstehen. Bei Gott ist es nämlich anders.

[1:04:29] Wenn wir nur die lieben, die uns lieben, was für ein Lohn haben wir? Wenn Gott nur die lieben würde, die ihn lieben, was für ein Lohn hätte er? Was für ein Ruhm hätte Gott, wenn er nur so, wenn er nur so wäre, wie wir ihn immer zeichnen als der, der uns dann liebt, wenn wir ihn lieben, dann hätte Gott keinen Ruhm, dann wäre er nicht verehrungswürdig, dann würde man ihn nicht preisen und loben. Aber die Bibel sagt: „Macht hoch die Tür, die Tore macht weit!“ Gott ist viel größer und viel gnädiger und viel liebevoller, als wir uns das vorstellen können. Er hat wirklich Lohn und Macht und Ehre und Majestät und all das verdient. Er liebt nämlich seine Feinde.

[1:05:12] Und deswegen sagt die Bibel: „Gleich wie euer Vater, der seine Feinde liebt, sollt auch ihr vollkommen sein, sollt auch ihr die Feinde lieben.“ Nachher noch mehr darüber. Er tut es mit seinem ganzen Herzen.

[1:05:31] Ja, wir sind gleich am Ende. Als Jesus am Kreuz von Golgatha starb, hat nicht nur der Sohn gelitten. Wir lesen hier, dass Gott sagt, dass er uns mit seinem ganzen Herzen, seiner ganzen Seele liebt. Was hat wohl Gott der Vater empfunden? Denken wir einen Moment mal an Gott den Vater, als sein geliebter Sohn, mit dem er seit Ewigkeiten immer zusammen war, niemals getrennt, niemals eine Meinungsverschiedenheit, der sein ganzes Leben lang mit ihm immer aufs Engste verbunden war, so sehr, dass Gott gesagt hat: „Du bist mein geliebter Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen. Du machst mir Freude. Wenn ich dein Leben sehe, bin ich niemals enttäuscht.“ Als dieser sein Sohn, der niemals in seinem Leben auch irgendetwas verkehrt gemacht hat, immer die Liebe gewesen ist, als die Sünde auf ihn gelegt wurde, rief: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Was hat wohl Gott der Vater in seinem Herzen gefühlt? Hat er nicht die Sünde gehasst, das bewirkt, dass sogar sein Sohn in diesen Schmerzen fragt: „Warum hast du mich verlassen?“, wo er ihn doch gar nicht verlassen will.

[1:06:56] Ich glaube, am Kreuz von Golgatha hat das Herz von Gott dem Vater auch den Preis bezahlt, nicht nur Jesus, der am Kreuz hing, und der Vater selbst. Das muss ihm das Herz gebrochen haben. Aber seine Liebe zu dir – er liebt dich ja mit seinem ganzen Herzen, mit seiner ganzen Seele, sodass er sogar bereit war, das zu ertragen: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“

[1:07:28] Gott beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren, als wir noch Feinde waren.

[1:07:45] „Liebt eure Feinde“, hat Jesus gesagt, und er hat es getan.

[1:07:51] Die Bibel sagt: „Denn wenn wir mit Gott versöhnt worden sind durch den Tod seines Sohnes, als wir noch Feinde waren, wie viel mehr werden wir als Versöhnte gerettet werden durch sein Leben.“ Die Zeit würde, die würde wirklich fehlen, wenn wir jetzt anschauen noch, wie Jesus nicht nur am Kreuz von Golgatha starb, sondern nachdem er am Freitag starb, am Sabbat ruhte und nicht nur der Schöpfung damals, sondern jetzt auch der Erlösung sein Siegel aufsetzte und dann am Sonntag den Tod selbst besiegte, von den Toten auferstand und der Menschheit damit die Möglichkeit gegeben hat, ein neues Leben, ein ewiges Leben, ein Leben mit Gott in aller Ewigkeit zu verbringen. Kein Wunder, dass als die Engel ihn dann, als er den Himmel auffuhr, ihm entgegeneilten und ihn sahen, dass sie genau das gesungen haben: „Macht hoch die Tür, die Tore macht weit! Macht hoch die Türe! Dieser König ist noch größer, als wir gedacht haben. Wir wussten ja schon seit, seit wir geschaffen worden sind, dass er ein toller König ist, dass er liebevoll ist. Er war immer der, der Beste für uns. Er hat uns immer, immer nur Gutes getan. Er hat immer gnädig mit uns gesprochen, hat uns nie enttäuscht. Er war immer der große König, aber jetzt haben wir gesehen, dass er bereit ist, sogar sich zu erniedrigen. Wir haben gesehen, was in seinem Herzen wirklich ist. Wir haben gesehen, dass egal, wie man ihn auch bespuckt und und und beschmäht und und wie man ihn auch behandelt, er ist immer derselbe. Wir können uns drauf verlassen: Dieser König ist noch größer, als wir uns das vorgestellt haben. Macht hoch die Tür, macht die Tore weit! Wer ist dieser König der Herrlichkeit?“ Johannes würde sagen: „Wir haben seine Herrlichkeit gesehen, als wir bei ihm saßen in seiner Wohnstube voller Gnade und Wahrheit.“

[1:09:34] Liebe Freunde, das ist mein König, und es kann auch dein König sein. Dein König. Wer von uns möchte heute Nachmittag sagen: „Ich möchte, dass Jesus mein König ist.“ Den Wunsch äußert.

[1:10:02] Lasst uns gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, Worte können gar nicht ausdrücken, was du für uns getan und ausgedacht hast. Herr, je mehr wir drüber nachdenken, desto mehr verstehen wir, wie groß diese Themen sind, wie gewaltig, wie, wie allumfassend, und wie wenig wir wirklich oft drüber nachdenken. Herr, vergib uns, dass wir uns so oft mit so einem oberflächlichen Denken über dich und dein Wort und deine deine Erlösung zufrieden geben und gar nicht die Höhen und Breiten und Tiefen durchdenken, weil je mehr wir das tun, desto mehr würden wir verstehen, wie sehr du uns liebst, und desto schöner wäre das Leben. Und Herr, wir sehen das heute an diesem Tag. Herr, wir möchten von ganzem Herzen, so sündig, wie wir sind, und so gefallen und und zerbrochen und arm möchten wir uns in deine Hände legen, weil du uns niemals aufgeben wirst. Deine Liebe ist widerspenstig, sie lässt sich nicht abwimmeln, das haben wir heute gelernt. Keine Sünde ist so stark, dass sie deine Liebe auslöschen könnte. Dein Wort, das haben wir auch gelernt, verändert die Realität, und du hast versprochen, dass durch das Blut des Lammes, das am Kreuz von Golgatha für uns gestorben ist, Jesus Christus, wir von der Sünde so frei werden können, wie die Israeliten frei wurden aus Ägypten, als sie das Blut des Lammes an die Türpfosten gestrichen haben. Herr, du sollst unser König sein, du sollst unser Gott sein, und wir möchten deine Kinder sein. Im Namen Jesu, Amen.


Lizenz

Copyright ©2017 Joel Media Ministry e.V.
Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.