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Martin Ryszewski eröffnet das J.O.S.U.A. Camp Meeting 2024 mit einer Einführung in die Auslegung prophetischer Texte, insbesondere Offenbarung 12. Er betont die Notwendigkeit einer präzisen Hermeneutik, um die Klarheit der biblischen Botschaft zu bewahren und Verwirrung durch mehrfache Interpretationen zu vermeiden. Anhand der Vision der Frau in Offenbarung 12 zeigt er auf, wie diese das zentrale Metanarrativ des großen Kampfes eröffnet und auf die entscheidenden Ereignisse der Endzeit hinweist.


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Serie: J.O.S.U.A. BW Camp Meeting 2024

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Transkript

[0:07] Auch von meiner Seite herzliches Willkommen! Für mich das erste Mal, dass ich einen Teil mitgestalte bei einem J.O.S.U.A. Camp. Einige von euch werden mich kennen, andere vielleicht noch nicht, aber vielleicht lernt mich heute Abend ein bisschen kennen.

[0:25] Ich möchte etwas vorausschicken, bevor wir in das Thema einsteigen: Lasst euch an diesem Abend nicht darauf ein, dass ihr alles mitnehmt, was hier gesagt wird. Das schafft ihr nicht. Aber lasst euch darauf ein, dass Gott euch einen Gedanken mitgibt, nur einen einzigen Gedanken. Und ich weiß, warum ich das sage: Wenn ich eine Predigt halte, dann ist es meistens so, dass ich mich hinterher frage, wie viel hat meine Gemeinde wirklich behalten? Und ich weiß, ich könnte nach ein, zwei Jahren die gleiche Predigt wieder halten, und jemand würde was anderes wieder mitnehmen. Und deshalb macht euch gar nicht die Mühe, sondern lasst euch da wirklich führen, den Gedanken mitzunehmen, der euch heute Abend wichtig wird, wo Gott euch anspricht.

[1:21] „Ein großes Zeichen“ – so lautet das Thema. Ich habe überlegt, ist das jetzt ein Vortrag, ist das eine Predigt, ist das ein Studium, das wir gemeinsam machen? Vielleicht ist es von allem etwas.

[1:31] Ich erinnere mich daran, und sehr gerne daran, im Jahr 2016 mit vielen Kolleginnen und Kollegen eine Reise unternommen zu haben. Vielleicht die schönste Reise, die ich jemals gemacht habe oder noch machen werde, außer der Reise ins Neue Jerusalem. Es war die Reise zum alten Jerusalem nach Israel.

[1:58] Und diese Reise hatte so viele Eindrücke mit sich gebracht, dass ich es nie wieder vergessen werde. Wir sind dorthin gereist und haben diese geschichtsschwangere Luft geatmet.

[2:11] Überall Geschichte, wie Thomas schon sagte. Und ich denke dann auch immer: Hätte ich doch früher ein bisschen besser aufgepasst, hätte ich ein bisschen mehr mitgenommen. Wenn ich den Christopher höre und der dann anfängt mit der Geschichte, dann denke ich mir: Wo sind die Bücher? Ich will sie lesen! Also, ich bräuchte sehr viel Zeit. Aber da war geschichtsschwangere Luft, Füße, die Füße auf antikem Boden, und dann wurde es in unserer Fantasie lebendig. Es war einmalig.

[2:41] Wir haben gleich am Anfang der Reise unseren Abstecher nach Nazareth gemacht und dort einige Kirchen noch angesehen. Das gehört ja nun mal dazu zu solch einer Tour. Und da kamen wir dann auch in die sogenannte Annunziationsbasilika. Und was mir sehr schnell in dieser Basilika auffiel, und das war eigentlich nur so nebenher, das war gar nicht das Wichtige, das war ein Bild.

[3:08] Ein Bild, ein Bild, das im Hof hing, ein Bild aus Kolumbien. Und es war dieses Bild. Und dann habe ich mir das so angesehen und habe gedacht: Ja, Offenbarung 12, das ist es!

[3:28] Und wenn ihr schaut, dann werdet ihr entdecken: Da gibt es ein paar Elemente von dem, was in Offenbarung 12 steht. Aber wer genau hinschaut, der entdeckt: Nee, so genau ist es doch nicht. Da ist zwar eine Frau und da ist auch der Mond unter ihren Füßen und irgendwie so eine Sonne hinter ihr, und sie hat eine Krone auf. Aber irgendwas stimmt nicht mit dem Kind. Da stimmt was nicht, denn sie ist nicht schwanger, sondern sie hat das Kind auf dem Arm.

[4:00] Und jetzt könnt ihr euch schon überlegen, was für eine Kirche das war: Eine katholische Kirche. Und das hier ist eine Darstellung von Maria in Anlehnung an Offenbarung 12. Und das ist natürlich auch die katholische Vorstellung von dem, was in Offenbarung 12 zu finden ist, dass es Maria darstellen soll.

[4:22] Nun, nicht nur, nicht nur, sondern es wird natürlich auch in der katholischen Theologie gesehen als Bild für Eva, das, was in Offenbarung 12 steht, als Bild für die Kirche, als Bild für Israel und wer weiß, was noch.

[4:48] Nun, wir erkennen sehr schnell, dass diese Darstellung nicht mit dem übereinstimmt, was die Bibel uns sagt. In der Bibel finden wir dieses Wort, Offenbarung 12, die Verse 1 und 2. Und das wird jetzt so der Rahmen sein, den wir uns heute Abend anschauen, auch wenn ich ab und zu mal so aus dem Rahmen ausbreche. Aber da wollen wir uns ein bisschen fokussieren, diese zwei Verse.

[5:10] „Ein großes Zeichen erschien im Himmel: eine Frau, bekleidet mit der Sonne, und der Mond war unter ihren Füßen, und auf ihrem Haupt ein Kranz von zwölf Sternen. Und sie ist schwanger und schreit in Geburtswehen und in Schmerzen und soll gebären.“

[5:29] Das, was ich euch eben dargestellt habe mit dem Bild, dass man da eine Interpretation daraus macht und hier auch verschiedene Deutungsversuche hineinnimmt, nämlich diese vier: Eva, Israel, Kirche und Maria, das gibt uns – ich will vorsichtig formulieren, heute Abend, zum Glück sind wir nicht auf dem Livestream – das gibt uns auch Einblick, dass uns so etwas auch passieren kann. Und deshalb möchte ich so ein paar Minuten damit verbringen, über Hermeneutik nachzudenken, gerade wo wir hier in Offenbarung 12 einsteigen.

[6:05] Wir haben gerade erst vor Kurzem ein ganzes Viertel mit der Thematik des großen Kampfes in unseren Bibelgesprächen verbracht. Und wir mussten feststellen, dass in einem Studienheft, bewusst oder unbewusst, beabsichtigt oder unbeabsichtigt, auch in unseren Kreisen verschiedene Modelle der Auslegung der Prophetie vorhanden sind.

[6:40] Und so kann es passieren, dass Ausleger versuchen, einen prophetischen Text zu ergründen und sich verschiedener Modelle der Interpretation bedienen. Und dann kommt es zu einem Problem: Wenn diese Frau in Offenbarung 12, wie die katholische Auslegung darstellt, eben Eva und Israel und die Kirche und Maria darstellen soll, dann muss man verschiedene Auslegungsmodelle miteinander kombinieren und eine vielfache Erfüllung dafür haben. Und sie nennen das tatsächlich dann auch eine polyvalente Auslegung, das heißt eine vielfache Auslegung, eine vielfache Anwendung. So wird ein Bild, ein Symbol der Prophetie genommen, und man versucht es vielfach auszulegen. Und ihr denkt vielleicht: Ja, ist doch gar nicht so schlimm, oder? Aber das Problem...

[7:46] Das Problem ist, dass, wenn wir jetzt zum Beispiel sagen, wir beschäftigen uns hier mit dem großen Kampf, wir beschäftigen uns mit der endzeitlichen Auseinandersetzung, dann auch der Gemeinde, und wir sagen, es könnte aber auch in der Vergangenheit etwas gewesen sein, es könnte was in der Gegenwart sein, es könnte auch was in der Zukunft sein, es könnte auch sein, dass es einfach nur immer wieder sich wiederholt in der Geschichte, dann haben wir ein Problem. Denn die Erfüllung wird sich niemals zufriedenstellend...

[8:27] ...dastehen. Wir würden die Prophetie unzuverlässig, subjektiv, vom eigenen Standpunkt aus betrachtet, auslegen. Und wisst ihr, was da passieren würde? Wir hätten keine Klarheit mehr, was das hier eigentlich bedeutet. Wir hätten genau das, was sich in Offenbarung 12 und 13 dann sehr deutlich zeigt: Wir hätten ein Durcheinander. Und der Teufel hätte sein oberstes Ziel erreicht, der Diabolos, der Durcheinanderwerfer, der in der kurzen Zeit, die ihm bleibt, so wie es da heißt in Offenbarung 12, mit aller Macht versucht, alles durcheinanderzubringen. Und das Ziel würde ihm dann gelingen, denn er würde das gesamte Erlösungshandeln Gottes in Dunkelheit hüllen.

[9:18] Und deshalb müssen wir Folgendes sagen, und ich will jetzt gleich noch begründen: Deshalb müssen wir sagen, wir tun das im Geist Habakuks. Wir lesen Habakuk 2: „Da antwortete mir der Herr und sprach: Schreibe die Offenbarung nieder, grabe sie in Tafeln ein, damit man sie geläufig, also im Vorübergehen, lesen kann. Denn die Offenbarung wartet noch auf die bestimmte Zeit und doch eilt sie auf das Ende zu und wird nicht trügen. Wenn sie sich verzögert, so warte auf sie, denn sie wird gewiss eintreffen und nicht ausbleiben.“

[9:51] Und wisst ihr, was Habakuk hier sagt? Es gibt eine bestimmte, endgültige Erfüllung. Warte auf sie, sie wird auch, wenn sie sich hinzieht, sie wird sich ereignen. Aber eine vielfache Erfüllung der Prophetie ist keine verlässliche Prophetie. Das ist das Problem.

[10:17] Und wisst ihr, in unseren Kreisen ist das vor vielen Jahren schon passiert. Da gab es große Diskussionen, vielleicht gibt es einige unter euch, die diese Situation miterlebt haben: Die Ford-Krise. Und der Ford brachte so etwas Neues auf für die adventistische Auslegung der Bibel. Er brachte das apothelesmatische Prinzip, der Versuch, verschiedene Auslegungsschulen miteinander zu harmonisieren, nämlich den Präterist – also alles liegt in der Vergangenheit, was in der Offenbarung steht –, den Historizist – ja, es gibt so einen geschichtlichen Ablauf in der Prophetie, dass so Sequenzen hintereinander ablaufen –, dann der Futurist – also alles, was noch in der Zukunft liegt, es wird nach vorne projiziert –, und dann noch den Idealisten, der dann sagt: Ach, das kann sich zu jeder Zeit eben immer wieder auch ereignen.

[11:07] Und so versuchte Ford... Das in einer Erwiderung zur Theologie von Ford sagte Jones Folgendes: „Wenn die Präteristen das kleine Horn Daniel 7 so interpretieren, dass es sich auf Antiochus Epiphanes im zweiten Jahrhundert vor Christus bezieht, wenn die Historiker es auf die päpstliche Herrschaft von 1260 Jahren anwenden, wenn die Futuristen es auf einen Antichristen anwenden, der irgendwann in der Zukunft in Jerusalem einziehen wird, wird der Apothelesmatiker sagen, dass alle drei Ansichten richtig sind.“

[12:04] Und Jones sagt dann: „Somit hat jeder Recht und jeder liegt falsch. Am Ende weiß niemand mehr, was ist denn Gottes eigentliche Absicht mit seinem prophetischen Wort?“ Und dann stehen wir da und sagen: Okay, haben wir schönes Wochenende hier, aber am Ende geht jeder nach Hause und sagt: Es könnte dies sein, es könnte jenes sein. Aber das widerspricht ja dem, was Habakuk sagt.

[12:32] Nun, es ist richtig, es gibt einige Texte in der Bibel, die eine mehrfache Anwendung einer Vorhersage möglich machen. Aber es bedeutet nicht – und da müssen wir einen guten Unterschied machen – eine mehrfache Erfüllung. Und ihr kennt ein gutes Beispiel dafür: Joel 3, von Petrus angewendet auf die Situation der Ausgießung des Heiligen Geistes. Aber es ist eine Anwendung, es ist noch nicht die Erfüllung, denn manche Aussage aus Joel 3 ist eben noch nicht damals zu Pfingsten in Erfüllung gegangen.

[13:10] Hilfreich ist das, was Gerhard Hasel vor vielen Jahren geschrieben hat. Und ich lese immer wieder gerne, was Gerhard Hasel schreibt. Er sagt: „Apokalyptische Prophezeiungen haben weder doppelte noch mehrfache Erfüllung. Im Gegenteil, jedes Symbol hat nur eine Erfüllung.“ Dazwischen redet ihr jetzt von Daniel und von klassischer Prophetie. Aber der letzte Satz ist noch mal wichtig. Da sagt er: „Die apokalyptische Prophetie, wie sie in den Büchern Daniel und Offenbarung zu finden ist, hat nur eine Erfüllung für jedes Symbol.“

[13:45] So, wenn wir hier heute und in den nächsten Tagen über die Erfüllung von Prophetie reden, wenn wir uns die Geschichte der Hoffnung anschauen, dann geht es darum, dass wir klare, eindeutige Erfüllung finden. „Unsere Genauigkeit“, sagt er dann noch weiter, „jede Einzelheit muss bei der Erfüllung erfüllt sein.“ Versteht ihr? Jede Einzelheit, nicht nur ungefähr, nicht nur: das passt, das passt, das passt nicht, sondern jede Einzelheit muss erfüllt sein. Das ist natürlich dann mit Mühe verbunden, wenn wir den Text für uns verständlich machen wollen. Aber jede Einzelheit muss erfüllt sein. Alle Aspekte, letzter Satz wieder: „Alle Aspekte einer apokalyptischen Prophezeiung müssen erfüllt sein, um eine echte Erfüllung der Prophezeiung zu haben.“

[14:36] Und danach wollen wir schauen, dass wir nicht so ungefähr, so vage auslegen, sondern dass wir uns den Text anschauen und genau versuchen zu ergründen, was Gott uns da mitgeteilt hat in Bezug auf Offenbarung 12, Vers 1 und 2. Mögen mag es sein, dass manche Ausleger eine mehrfache Anwendung erkennen, aber wir suchen nach der eigentlichen, intrinsischen, der inneren, in sich liegenden, letztendlichen Erfüllung dieses Textes. Noch einmal Hasel, ein drittes Mal, dann ist gut: „Wenn Gott eine echte doppelte Erfüllung vorgesehen hat – wenn es so was gibt –, muss jede Erfüllung jeden Punkt und jedes Detail erfüllen, sonst kann sie nicht als gültige und echte Erfüllung angesehen werden.“ Und er sagt: „Wir finden das nicht in der apokalyptischen Prophetie. Wir haben keine doppelte Erfüllung.“ Und daher müssen wir jetzt genau hinschauen, was wir in Offenbarung 12, Vers 1 bis 2 finden und dann auch in den Themen, die danach kommen.

[15:39] Ich hoffe ja, ihr könnt das so annehmen, so einen kurzen Exkurs da gehabt zu haben, dass wir wissen, worauf lassen wir uns ein, wenn wir hier in diesen prophetischen Text hineingehen.

[15:50] Als ich dann anfing, mich mit diesen beiden ersten Versen von Offenbarung 12 zu beschäftigen – Christoph hat mir gesagt: „Hier, das sind die beiden!“ –, dann dachte ich: Ja, gut, okay, ist klar. Und da habe ich mich hingesetzt, hab gedacht: Gar nichts mehr klar! Was mach ich mit den zwei Versen? Bisschen wenig, müsste ja noch ein bisschen mehr haben da hinten dran, da kommt und und und... Und dann habe ich gemerkt, wie schnell ich dabei bin, einfach nur Dinge, die ich ja schon kenne, mit dranzuziehen und zu sagen: So, und da habe ich die Erklärung. Aber dann war ich doch ganz froh, mal zu sagen: So, jetzt, jetzt kann ich mich wirklich auf zwei Verse mal konzentrieren und schau ich doch mal nach, was hat Gott uns hier wirklich mitzuteilen? Und dann ist es so, wie das immer ist, wenn man sich mit Texten länger beschäftigt: Plötzlich kommen Fragen.

[16:47] Fragen, Fragen, die sich beim kurzen Vorübergehen, beim Darüberlesen, gar nicht so schnell stellen. Und ich habe mich gefragt: Wie passt das, was mir eigentlich schon klar ist – ist ja klar, wer die Frau ist – wie kann das, was mir eigentlich schon klar ist, mir noch klarer werden? Was hat Gott mir zu sagen in der Tiefe dessen, was in diesen beiden Versen steht? Was wird hier klar in der Geschichte, die jetzt...

[17:28] ...folgt? Was hat uns Gott zu dieser Frau zu sagen? Ich werde versuchen, in den nächsten Minuten dem nachzuspüren. Und es sind immer nur – ich gebe eigentlich nur so einen kleinen Pikser. Ihr dürft das gerne weiterentwickeln, ihr dürft weiter forschen, weiter studieren, ihr dürft die ganze Bibel dazu nehmen und schauen, was ist das eigentliche Thema, was ist hier diese Geschichte der Hoffnung in diesen Versen, in diesem großen Zeichen, dass wir dort sehen.

[18:00] Wir finden eine Frau, und wir finden, dass diese Frau für den weiteren Verlauf der Offenbarung zentral ist. Von jetzt an steht diese Frau im Mittelpunkt. Von jetzt an erleben wir etwas in der Offenbarung, was uns durchführt durch das Versöhnungswerk Christi, durch die letzten abschließenden Ereignisse der Weltgeschichte. Und immer ist die Frau im Blickpunkt. Und hier wird sie uns vorgestellt, die Frau. Und hier kommen wir dazu: Die Frau öffnet das eigentliche Metanarrativ der Offenbarung, der ganzen, der große Kampf. Denn von jetzt an sehen wir Kampf.

[19:06] Und wir haben hier diese erste Szene in Offenbarung 12, eine Szene, die am oder im Himmel sich abspielt. Und dann gibt es noch eine Szene, die danach folgt. Diese spielt sich tatsächlich im Himmel ab, nämlich die mit dem Drachen und Michael. Aber hier wird uns ein anderes Bild gezeigt. Wir werden von diesen einleitenden Worten direkt auf den Mittelpunkt vorbereitet: auf eine Frau, ein Kind, eine Schwangerschaft, eine Geburt. Und damit wir das auch richtig einordnen können, ist es wichtig, und ich...

[19:51] ...möchte euch dazu kurz etwas zeigen. Es ist wichtig, dass wir uns manchmal auch mit Strukturen beschäftigen. Wer mag Strukturen gerne? Wer von euch? Es gibt... Wow, damit habe ich nicht gerechnet, dass es so viele Leute gibt, die das gerne mögen. Aber Strukturen sind wirklich, gerade was die Bibel angeht, unwahrscheinlich hilfreich. Sie sind nicht die Botschaft, aber sie sind hilfreich, die Botschaft zu verstehen. Und deshalb ist es auch hier wichtig, dass wir bei Offenbarung 12 uns die Struktur anschauen. Ich gebe euch hier mal ein, ja, man kann es ungefähr sehen, gebe euch mal eine kurze Struktur der Offenbarung. Ich weiß, es gibt verschiedene Modelle, aber dieses Modell erscheint mir doch dem, was wir hier miteinander in diesen Tagen studieren, am besten zu dienen, nämlich dass dieser Teil Offenbarung 12 bis 14, beginnend mit Offenbarung 11, Vers 19, die zentrale Vision der Offenbarung darstellt. Und wenn das die zentrale Vision der Offenbarung ist, dann wird uns ganz schnell klar, dass diese Elemente, die jetzt folgen in den Kapiteln, dass die deutlich machen: Hier geht es um den großen Kampf. Das ist das Zentrum der Offenbarung. Und in diesem Zentrum steht eben die Frau und der Drache und die Nachkommen und so...

[21:24] Gerhard Müller, sorry, Müller hat aufgezeichnet, und ihr könnt das nachlesen in seinem Buch – ähm, nein, stimmt nicht, das ist in einem ATS, deutschen ATS Journal gewesen. Und er hat dort aufgeschlüsselt, wie der Zusammenhang von Offenbarung 12 und 13 wirklich ist. Denn wir müssen diese Szene über die Frau und alles Folgende beginnen mit Offenbarung 11, Vers 19. Und wenn ihr euch das anschaut, mal gerade so ganz kurz, und jeden, den das interessiert, ihr könnt auch von mir gerne die ganze Präsentation haben. Ihr müsst mir das nur sagen, könnt alles haben. Ja, hab das ja, ja, das müsst ihr später sagen.

[22:12] Ja, diese Vision hat verschiedene Wort, Wörter, die uns als Signalwörter aufmerksam machen müssen. Offenbarung 11, Vers 19: „Der Tempel im Himmel wird geöffnet.“ Und wenn ihr in Offenbarung 15 schaut, und ich gehe hier bis Vers 5, dann heißt es wieder: „Der Tempel im Himmel wurde geöffnet.“ Dann haben wir einen Hinweis in Offenbarung 12, Vers 1: „Ein großes Zeichen erschien im Himmel.“ Und dieses Zeichen wird uns noch mal erwähnt: „Ein großer roter Drache“, auch ein Zeichen. Und in Offenbarung 15, Vers 1: „Ein anderes Zeichen im Himmel, groß.“ Eines fehlt hier zwischen, aber ich habe das übernommen, wie Gerhard Müller das macht: Da fehlt noch das, dass das Tier aus der Erde in Offenbarung 13 auch große Zeichen vollbringt.

[23:18] So, wir haben hier bestimmte Wörter in einer Vision, die uns als Signalwörter dienen und die wir beachten sollten, damit wir es richtig verstehen. So viel nur zur Struktur, mehr nicht. Für alle, die es mögen, die können Bücher noch nachlesen.

[23:34] Kommen wir zurück zu den beiden ersten Versen, Offenbarung 12, Vers 1 und 2: „Ein großes Zeichen.“ Und zum ersten Mal wird tatsächlich diese Formulierung in der Offenbarung verwendet: „Ein großes Zeichen.“ Und es gibt nur wenige Stellen, an denen diese Formulierung „ein großes Zeichen“ tatsächlich auftaucht, eben wie ich es gezeigt habe: Offenbarung 15, Vers 1 und Offenbarung 13, Vers 13, wo das Erdentier diese großen Zeichen tut. Könnte es sein, könnte es sein, dass zwischen der Frau, zwischen dem Erdentier und den Plagen eine Verbindung besteht? Könnte es sein, dass die Geschichte der Frau im Kampf mit dem Tier mündet in das Zeichen des Gerichtes Gottes? So zumindest müssten wir es doch wahrnehmen, wenn wir diese Formulierungen dort hören.

[24:41] Zweimal haben wir Zeichen, die im Himmel geschehen, in dem Bereich, in dem Gott agiert: Am Anfang der Vision, direkt nach der Einleitung, welches ja die Bundeslade zeigt (Offenbarung 11, Vers 19), diesem heilsgeschichtlichen Hinweis auf den Beginn des großen Versöhnungstages, des typischen endzeitlichen Versöhnungstages. Und dann am Ende des großen Versöhnungstages, wenn das Gericht und der Zorn Gottes über diese Erde ausgegossen werden. Dazwischen, zwischen diesen beiden Polen, dem und dem Tempel, der dort geöffnet ist, liegt die Auseinandersetzung der Frau mit dem...

[25:25] ...Drachen. Ich habe das, glaube ich, für euch noch mal dargestellt: Das große Zeichen im Himmel – die Frau. Das große Zeichen aus dem Himmel – es kommt aus dem Himmel heraus, es ist nicht im Himmel – das Erdentier. Und das große Zeichen im Himmel – der Beginn der Plagen. Und das ist bedeutsam: Die Frau, die letzte Verführungsmacht der Geschichte der Prophetie, und das Gericht. Drei Dinge, die zusammengehören und die entscheidend sind für den Fortgang des Kampfes in der Offenbarung, wie in der Offenbarung beschrieben ist. Und die einzige Stelle im Neuen Testament, wo ein Zeichen im Himmel außerhalb der Offenbarung sich findet, wisst ihr, wo das ist? Sind Matthäus 24, Vers...

[26:11] ist Matthäus 24 Vers 30: "Das Zeichen im Himmel ist das Zeichen des Menschensohnes." Ein großes Zeichen, diese Frau, es ist von enormer Bedeutung. Also, wenn gesagt wird, es gibt etwas Großes in der Offenbarung, dann müssen wir hinhören. Immer dann, wenn "groß" gesagt wird, ja, das ist so, das ist so ungefähr wie, wie man heute sagt: "Das ist mega!" "Mega" ist ja so ein Verstärkungswort. Ja, das ist nicht etwas nur gut, das ist sehr gut, das ist überragend. Und und so ist es in der Offenbarung auch, wenn dieses Wort "mega" erscheint. Das ist das Wort "mega", dann sollten wir hinhören. Das Wort kommt in der Offenbarung über 80 Mal vor. "Mega" – ein großes Zeichen. Und wenn die Offenbarung auch von einem Zeichen spricht – und nicht nur die Offenbarung, die Bibel generell –, dann hat das auch etwas mit Wunder zu tun. Das ist nämlich das gleiche Wort. Dieses "Semeion" ist auch ein Wunder. Gott versucht durch ein Wunderzeichen im Himmel etwas deutlich zu machen. Und dieses Zeichen, als ich da drüber auch nachgedacht habe, wurde mir klar: Niemand hat dieses Zeichen jemals gesehen, außer Johannes. Und wir versuchen etwas hier wahrzunehmen, was nur er gesehen hat, was er versucht zu sagen, nicht mal zu beschreiben. Er beschreibt nur diese Frau. Das wäre dieses große Zeichen. Aber selbst da ist er begrenzt in dem, was er machen kann. Aber er hat es gesehen. Aber ein Zeichen ist eben auch ein Wunderzeichen, ja. Dieses Zeichen, diese Frau, ist an sich ein Wunder.

[28:04] Die Geburt des Kindes, ein Wunder, ein Zeichen. Und wie wird das in Lukas 2,34 gesagt, dass die Geburt Jesu ein Zeichen war? Oder wo haben wir es noch? Jesus, Jesus selbst soll das Zeichen sein. Im Zusammenhang der Wiederkunft Jesu werden Zeichen gesehen, Wunder werden geschehen. Die Apostel haben viele Zeichen bewirkt, Wunder getan. Für das Ende der Zeit sind Wunder im Himmel und Zeichen auf der Erde vorhergesagt. Und Zeichen gelten immer auch als Bestätigung, als Bestätigung für die Apostel, für einen Auftrag, für den, der Gott folgt. Zeichen, ein großes Zeichen, war hier in der Offenbarung in Kapitel 12 im Himmel zu sehen.

[28:48] Und wenn wir den großen Kampf, wie in der Offenbarung beschrieben, mit der Geschichte vergleichen, dann können wir nicht anders, als zu sagen: Die Geschichte des Volkes Gottes ist ein Wunder. Die Geschichte der Gemeinde, besonders in der Endzeit, wie Gott für sie sorgt, wie er in ihr, mit ihr und durch sie wirkt, ist ein Wunder. Es ist ein Zeichen. Die Geschichte der Gemeinde ist eine Geschichte der Hoffnung.

[29:28] Wer ist diese Frau? Gut, wir haben gesagt, es wird nicht Maria sein. Roy Allan Anderson sagt: "Die Frau, die dort erscheint, ist", ich zitiere, "in gewisser Weise das attraktivste aller prophetischen Symbole. Kein schreckliches Tier, keine blutrünstigen Dinge, keine gewalttätigen Hörner. Eine Frau, eine Frau, die schön ist. Und ohne dass wir es sehen können, können wir uns das vorstellen: Eine Frau, klar, rein, einfach."

[30:11] Ich meine, das einzige Schreckliche, was wir finden, ist der Drache, der sich vor sie hinstellt. Aber die Frau selber betrifft das nicht. Und das Erste, was uns einfällt zu einer Frau, rein und schön und vollkommen, ist in ihrer ursprünglichen Schönheit, in der Vollkommenheit des Gartens Eden, rein, schön, wirklich. Ah, und was wir dann sehen, und und dieser dieser Gedanke, der uns da kommt, ist gar nicht so falsch. Da kommt es ja auch zu einem großen Kampf zwischen ihr und der Schlange. Ah, die Schlange und die Schilderung am Anfang der Bibel bringt uns tatsächlich drei Elemente, die wir auch in der Vision des großen Kampfes Offenbarung 12 haben, nämlich die Frau und den Samen, den Nachkommen, das Kind und die Schlange.

[31:13] 1. Mose 3: "Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen." Hoffnung am Anfang der Menschheitsgeschichte. Beginnt die Geschichte der Hoffnung. Es wird einer kommen, der wird der Schlange einen tödlichen Tritt versetzen. Und es ist das – und ich erinnere mich an meinen geliebten Lehrer auf der Marienhöhe, Dr. Hans Heinz, er sagte: "Das ist das Protoevangelium." Ist kein Brotevangelium, okay? Das ist das Proto, das erste Evangelium, die erste gute Nachricht. Und wenn wir das vergleichen mit Offenbarung 14 Vers 6, da heißt es, ist eine ewige gute Nachricht. Da war sie das erste Mal. Die Geschichte der Hoffnung beginnt dort mit diesem ersten Kind, das verheißen ist, der Retter sein wird. Gott hat es Eva und Adam erzählt, wie das sein wird und was der Plan ist. Und als Eva das so wirklich wahrnimmt, sie, die Mutter aller Lebendigen, als sie begreift, was kommen soll, aufgrund ihres Versagens, aufgrund der Ankündigung, dass da jemand kommt, der verletzt wird, einer ihrer Samen, ihrer Nachkommen, da passiert Folgendes. W. E. schreibt das, ich lese es davor: "Als Adam und Eva begriffen, wie wertvoll und heilig das Gesetz Gottes war und dass ihre Übertretung ein so großes Opfer notwendig machte, damit sie und ihre Nachkommen vor dem ewigen Untergang gerettet werden konnten, boten sie an, dass sie sterben wollten, dass sie und ihre Nachkommen die Strafe auf sich nehmen wollten, statt dass der geliebte Sohn Gottes ein solch großes Opfer für sie bringen sollte."

[33:16] Für sie war diese diese Verheißung, für sie war diese Botschaft der Hoffnung zunächst ein schrecklicher Gedanke. Warum sollte, warum sollte der Sohn Gottes sterben für für unsere Schuld? Besser, wir sterben. Der Gedanke, der Schöpfer würde sterben, als Mensch geboren und dann sterben, war ihnen unerträglich. Aber es gab keinen anderen Weg, als dass jemand für den Sünder stirbt, damit der Betrug der Schlange und die unvermeidbare Folge des ewigen Todes des Menschen ausgelöscht werden konnte. Und so machte sich langsam eine leise Hoffnung und Eva breit. Und W. E. schreibt dazu an anderer Stelle, sie sagt: "Als Adam und Eva zum ersten Mal diese Verheißung hörten, warteten sie auf deren rasche Erfüllung. Voller Freude begrüßten sie ihren erstgeborenen Sohn in der Hoffnung, dass er der Befreier sei. Doch die Erfüllung des Versprechens ließ auf sich warten."

[34:14] Habt ihr es gewusst, dass Adam und Eva gedacht haben, dieser erste Sohn wäre der Befreier? Und wir sagen vielleicht, okay, wir wissen das aus dem Geist der Weissagung. Aber ich kann es euch aus der Bibel zeigen. Und ich war sehr überrascht. Ja, es gibt einige unter unseren wirklichen Cracks, theologischen Cracks, die können den hebräischen Text da sehr gut aufschlüsseln. Und ich denke, der Christopher, der kriegt das auch hin. Ich bin nicht so gut, aber ich gebe euch mal hier eine Übersetzung, die Neue Evangelistische Übersetzung: "Nun wurde sie schwanger und gebar Kain. Da sagte sie: 'Ich habe einen Mann erworben.'"

[35:11] Da steht's. Die Hoffnung war, das ist schon der Verheißene, das ist der Retter, der erste Sohn. Und dann geht die Geschichte eben in eine andere Richtung. Aber es war und es ist und es bleibt die Geschichte der Hoffnung.

[35:26] Wisst ihr, diese Frau in Offenbarung 12, was ist da so spannend daran? 19 Mal kommt der Begriff "gynē" (Frau) in der Offenbarung vor. Egal wie viel das so da ist, sechs Mal kommt der Begriff für die vor, acht Mal für die Frau in Offenbarung 12, acht Mal für die Frau in Offenbarung 12. Die wichtigsten Aussagen haben wir dort. Und dieser Begriff beschreibt doch eine Ehefrau. Und jetzt lässt es uns auf die Spur kommen: Wer, wer oder was ist denn diese Frau wirklich? Und wir wollen ja den Bibeltext für uns sprechen lassen. Und so kommen wir sehr schnell zu alttestamentlichen Bildern.

[36:06] Es erinnert uns an das, was in Jesaja 54 steht: "Denn dein Schöpfer ist dein Ehemann, Herr der Heerscharen ist sein Name, und dein Erlöser ist der Heilige Israels, er wird Gott der ganzen Erde genannt. Denn wie eine verlassene und dem Geist bekümmerte Frau wird der Herr dich rufen, wie die Frau der Jugendzeit, wenn sie verstoßen ist", spricht dein Gott. Hier wird ein Bild gefördert, dass Gott eben der Ehemann ist, dass sein Volk seine Frau ist, das Volk Gottes. Und besonders fällt uns das auf im Propheten Hosea, der ja dort eine außergewöhnliche Situation hat, eine außergewöhnliche Ehesituation auch. Und da heißt es beim Hosea: "Weist eure Mutter zurecht, weist sie zurecht, denn sie ist nicht meine Frau, und ich bin nicht ihr Mann, damit sie ihre Hurerei von ihrem Angesicht wegschaffe und ihre Ehebrecherei von ihren Brüsten." Hier wird deutlich gemacht, Hosea musste darstellen, wie das, wie für Gott diese Situation ist, dass sein Volk eine Ehebrecherin ist. Seine Frau geht fremd. Aber es ist seine Frau.

[37:17] Einige Verse weiter finden wir dann eine eine Verheißung, wie er mit dem Volk umgehen will, wie er seine Beziehung wiederherstellen will: "Und ich will mich dir, und ich will dich mir verloben auf ewig. Ich will dich mir verloben in Gerechtigkeit und Recht, in Gnade und Erbarmen. Ja, ich will dich mir verloben in Treue, und du wirst den Herrn erkennen."

[37:37] Wenn jemand Offenbarung 12 Vers 1 und 2 gelesen oder besser gesagt gehört hat, was hat er denn dann für Anklänge in seinem Ohr plötzlich wahrnehmen können? Dieses alttestamentliche Bild, eine Frau, aber er findet sie dort in einer Form der Reinheit, der Schönheit. Und es gibt andere Hinweise. Es gibt einen Hinweis oder einen Zusammenhang. Ranko Stefanovic sagt das hier zu Jesaja 66. Da ist und der der der Text ist sicherlich sehr interessant. Es heißt ja: "Eine Stimme des Getümmels erschallt von der Stadt her, eine Stimme aus dem Tempel." Der Tempel, Offenbarung 11 Vers 19, der Tempel. "Und dann das ist die Stimme des Herrn, der seinen Feind bezahlt, was sie verdienen. Ehe sie, sie, sie ist die Frau, sie, das Volk, wen empfand, hat sie geboren? Bevor die Kindesnot sie ankam, wurde sie von einem Knaben entbunden." Und wir haben diese Bilder, wir haben die Frau, wir haben die wir haben die Stimme aus dem Tempel, wir haben das Kind, das geboren wird. Und wenn wir jetzt Offenbarung 12 Vers 1 und 2 lesen, dann müssten wir als Menschen, die sich damit ein wenig auskennen, sagen: "Ja, da, das ist es, darauf weist es hin. Es ist das Volk Gottes."

[39:57] Und wenn wir im Neuen Testament schauen, dann finden wir das gleiche Bild, die die das Volk Gottes als Frau. "Wer die Braut hat, ist der Bräutigam. Der Freund des Bräutigams aber, der da steht und ihn hört, ist hoch erfreut über die Stimme des Bräutigams. Diese meine Freude ist nun erfüllt." Wer ist der Bräutigam? Wer ist die Braut? Wer ist die Frau? Wer ist der Mann? Paulus spricht davon, 2. Korinther 11: "Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer, denn ich habe euch einen Mann verlobt, um euch als eine keusche Jungfrau Christus zuzuführen." Liebe Geschwister, sehen wir, dass das Alte Testament, das Neue Testament gibt uns die Hinweise, was wir unter der Frau verstehen müssen. Das Bild ist klar, es ist eindeutig.

[39:53] Und in der Apostelgeschichte finden wir einen noch klareren Hinweis. Da heißt es: "Das ist der, welcher in der Gemeinde in der Wüste war, zwischen dem Engel, der auf dem Berg Sinai zu ihm redete und unseren Vätern und so weiter." Die Gemeinde in der Wüste. Gemeinde in der Wüste. Oh, darüber rede ich nicht, das hat ein anderer Kollege, das Thema, ja, Gemeinde in der Wüste. Aber bitte behaltet das im Hinterkopf, da sind die Verbindungen.

[40:22] Und jetzt in Offenbarung 12 steht die Frau im Zentrum der Auseinandersetzung. Und wenn wir das lesen, da kommt die satanische Dreieinigkeit: der Drache, das Meerestier, das Erd-Tier. Und ist der Kampf mit der göttlichen Dreieinigkeit. Es sind überall so Gegensatzpaare. Da ist die Frau und das ist die Prostituierte. Aber schauen wir es uns noch mal an. Auch andere sagen, geben Auslegung darüber. Und wir können jetzt überlegen, nachdem wir einige Texte uns angesehen haben, ob andere Auslegungsmodelle wirklich greifen.

[41:01] So wird im evangelischen Bereich gesagt: "Die Frau repräsentiert die alttestamentliche Kirche." Alles, ihr merkt, sie wieder eins der Auslegungsmodelle. Die Kirchenväter, die Reformatoren oder einige von ihnen, wir haben gesagt: "Die Frau repräsentiert die christliche Kirche." Irenäus zum Beispiel. Oder nehmen wir einen anderen Zweig des Christentums heute, der sehr stark ist, der Dispensationalismus im Evangelikalismus. Dort ist die Frau Israel, und zwar das nationale Israel. Nun, im Dispensationalismus ist ja auch alles, was hinter Offenbarung 4 steht, in der Zukunft liegend, hat sich noch nicht erfüllt. Und somit, sie sagen auch, es muss buchstäblich so sein. Literalprinzip ist das bei Ihnen. Und sie sagen, deshalb kann es nur Israel sein. Haut das hin, nachdem, was wir an den Texten der Bibel gelesen haben?

[42:07] Aber es gibt natürlich auch die, die sagen, es ist das wahre Israel des Alten und Neuen Testaments. Es ist das wahre Volk Gottes. Und wenn wir adventistische Quellen schauen, ich habe nur zwei da herausgenommen, beispielhaft. Herbert Kiesler in einem Buch, das manch von euch zu Hause hat, ist ja auch gut, wenn man was nachlesen kann, "Studien zur Offenbarung Band 1". Er sagt: "Das geistliche Israel, also die Frau, ist das geistliche Israel in seiner messianischen Erwartung." Roy Allan Anderson sagt: "Christus hat nur einen Leib, seine Kirche, und diese hat zu allen Zeiten existiert." Es ist ein Bild für die gesamte Gesamtheit des Volkes Gottes zu allen Zeiten. Und Offenbarung 12 bis 14 zeigt uns die Bedeutung der Frau in der Endzeit, ihre Situation in der Endzeit, ihre Bleibenis. Erbe werden noch andere beleuchten.

[42:57] Die in Offenbarung 12 macht deutlich, wie John Paulin schreibt, dass das beherrschende Motiv oder dass sie das beherrschende Motiv in der zweiten Hälfte der Offenbarung ist, nämlich in Verbindung mit der Fälschung. Hier haben wir die Frau, rein, klar, Original. Und dann kommt eine Fälschung. Und von nun an in der Offenbarung bewegen sich die Bilder zwischen Original und Fälschung. Ich hatte eben gesagt, die antigöttliche Dreieinigkeit und die göttliche Dreieinigkeit, das Siegel und das Malzeichen, der das Lamm und der Drache, die Frau und die Jerusalem und Babylon. All diese Gegensatzpaare, sie spielen jetzt eine Rolle. Und mit dem Erscheinen, mit dem Zeichen, mit dem großen Zeichen dieser Frau, beginnt der Showdown auf beiden Seiten des kosmischen Konfliktes. Zwei sehr ungleiche Lager stehen sich gegenüber. Und wir sehen das, wenn die Geschichte vorangeht. Und von der Frau bleiben nur noch Übrige.

[44:10] Einige Fragen dann: Ja, was bedeuten jetzt aber Sonne, Mond und Sterne? Ich habe keine Ahnung, warum, aber als ich studiert habe, kam mir ein Kinderlied in den Kopf. Okay, ihr kennt es. Und ich habe gedacht: Sonne, Mond und Sterne. Na ja, Sonne, Mond und Sterne, warum wird in hier Sonne, Mond und Sterne so betont? Ähm, was hat das mit diesem diesem Konflikt wirklich zu tun? Und wieder gehen wir in die Offenbarung und gehen wir in die Bibel, in die Gesamtheit der Bibel, machen das, was unser Prinzip ist. Wir schauen: "Sola Scriptura." Wer hilft mir weiter? "Tota Scriptura." Okay, für einige wird das jetzt heute wichtig. Prima. "Scriptura" – die Schrift zuerst, zu meist, zuvörderst. Und "Scriptura sui ipsius interpres" – die Schrift legt sich selbst aus. Danach gehen wir, so wollen wir auslegen. Also, schauen wir hier Sonne, Mond und Sterne.

[45:18] Diese Frau wird als besonders bekleidet bezeichnet. Und wenn wir den Vergleich ziehen in Offenbarung 17 mit der Erscheinung der Frau dort, dann fällt uns Folgendes auf: In 17, eine Frau mit Pomp, "blink, blink", versucht ihre Liebhaber heranzuziehen, sie zu verführen. Auffällige Farben, überbordener Schmuck, Swarovski, Dior und Chanel, alles auf einem Körper. Aber alles ein Abklatsch gegen die Frau in Offenbarung 12. Die eine ist doch nur eine Mogelpackung. Und ihr steht ihr Name ins Gesicht, Babylon, wirklich ins Gesicht geschrieben. Babylon, Tor Gottes. Sie versucht ihre Opfer zu betäuben. Und dem gegenüber ist die Frau in Offenbarung 12 in ihrer Zurückhaltung, in ihrer Lieblichkeit, die geschmückte Braut, wie es uns weiter berichtet wird in in der Offenbarung. Wie heißt diese Frau? Ohne dass ihr Name genannt wird, können wir trotzdem eine Verbindung ziehen. Und wir werden ihren Namen herausfinden. Helft mir! Sie heißt eigentlich Jerusalem. Sie heißt Friedensstifterin. Und sie steht Babylon, dem Tor zu Gott, dem Babel, dem Durcheinander, gegenüber.

[46:47] Und diese Frau hat diese drei Elemente: Sonne, Mond und Sterne. Und da kommen wir zu einem Text, der der diese drei Elemente bereits beinhaltet, entschuldigt, in Jeremia 31,35: "So spricht der HERR, der die Sonne als Licht bei Tag gegeben hat, die Ordnung des Mondes und der Sterne zur Leuchte bei Nacht, der das Meer erregt, dass seine Wellen brausen – Herr der Heerscharen ist sein Name." Ja, was finden wir die denn hier? Und vielleicht kurzer kurzer Satz in Klammern: Ich hatte die Zeit nicht mehr, ich bin relativ spät erst drauf gekommen. Jeremia 31 im Zusammenhang mit Offenbarung 12 ist hochspannend, hochspannend. Einen Vers werde ich gleich noch mal zitieren. Dukan schreibt über diese Frau, und hier haben wir diese diese Bilder drin. Dukan schreibt darüber, er sagt: "Sie ist umrahmt von ihrem Licht. Sie stellt Israel, das Volk Gottes, dar. Sie ist umrahmt von dem Licht, das Gott in ihr ausstrahlt." "So spricht der HERR, der die Sonne als Licht bei Tag gegeben hat." Hier wird der Herr mit diesem Licht fast gleichgesetzt. Und wir finden die Hinweise auch an anderer Stelle in Jesaja 60 Vers 19: "Die Sonne wird nicht mehr dein Licht sein am Tag, noch der Mond dir als Leuchte scheinen, sondern der Herr wird dir zum ewigen Licht werden und dein Gott zu deinem Glanz." Was wird nun dargestellt durch die Sonne? Gott selbst, das Zeichen seiner Gerechtigkeit.

[48:25] So heißt es dann in Maleachi 3 Vers 20: "Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen und Heilung wird unter ihren Flügeln sein, und ihr werdet herauskommen und hüpfen wie die wie Kälber aus dem Stall." Die Sonne – Gott selbst.

[48:46] Und der Mond, was ist der Mond? Im Psalm 89 Vers 31 werden wir darauf hingewiesen, dass dass hier ein Zusammenhang besteht. Ich muss anfangen. Psalm 89 ist ein messianischer Psalm, und es gibt hier einen Zusammenhang zum Gesetz Gottes, zum Wort Gottes. In Versen 31, 32 heißt es: "Wenn seine Söhne mein Gesetz verlassen, nicht in meine Verordnung wandeln, wenn sie meine Satzungen nicht heiligen, meine Gebote nicht beachten." Aber der Psalm geht ja dann weiter. Da heißt es dann im Vers 36 und 37: "Sein Same, der Nachkomme" – da haben wir es wieder – "sein Same soll ewig bleiben, wer ist der Same? Jesus Christus, der Messias. Und sein Thron wie die Sonne vor mir, wie der Mond soll er ewig bestehen und wie die Zeuge, wie der Zeuge in den Wolken zuverlässig sein." Und Gott bringt hier einen Zusammenhang zwischen seinem Wort, seinem Gesetz und dem Wesen Gottes, seinem Dasein. Gott selbst, die Sonne, und der Mond, der eine Reflektion des Charakters Gottes darstellt, und das Wort Gottes, was ist es? Eine Reflektion der Gerechtigkeit Gottes, seines Charakters, seines Wesens. Roy Allan Anderson sagt hierzu im Psalm 89, 34 bis 37: "Erklärt der Herr, dass sein Bund und sein Wort so treu und unveränderlich sind wie der Mond. Die Kirche wurde auf das Wort Gottes gegründet."

[50:21] Sonne und Mond, ja, und die Sterne. Oh, die Sterne finden wir in 4. Mose 20 Vers 17: "Ich sehe ihn, aber jetzt noch nicht. Ich schaue ihn, aber noch nicht in der Nähe. Ein Stern tritt hervor aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel. Er wird die Schläfen Moabs zerschmettern und alle Söhne Seths zertrümmern." Nun, das die Gemeinde des Alten Testamentes und die Gemeinde des Neuen Testamentes haben ihre Grundlage auf dem Stern aus Jakob. Und die zwölf Sterne repräsentieren doch nichts anderes als die gesamte Geschichte des Volkes Israel, dargestellt in den zwölf Stämmen. Und wisst ihr, was interessant ist, wenn man dann so die Puzzleteile

[51:09] ist, wenn man dann so die Puzzleteile langsam zusammenfügt. Die Weisen suchen nach dem Stern auf welcher Grundlage? Auf der Grundlage der Prophezeiung in 4. Mose und auf der Grundlage dessen, was in Daniel 9 geschrieben steht. Sie haben erkannt, dass der Messias der Mittelpunkt aller Weissagung ist.

[51:31] Und für die Frau ist der Messias, der als Mensch geboren wird, der Mittelpunkt immer gewesen und wird es immer sein.

[51:47] Diese Einsichten zusammenführend beschreibt die Frau die Grundlage ihres Daseins: das Wort Gottes, die Gerechtigkeit Gottes, die Grundlage der zwölf Stämme und dann auch später der zwölf Apostel.

[52:01] Vielleicht finden wir auch in der Beschreibung der Bekleidung der Frau so einen Nachtrag noch zu dem, was in Offenbarung 12 unter dem Posaunen stattfindet. Wer es im Kopf hat: Dort werden Sonne, Mond und Sterne verfinstert. Es entsteht eine geistliche Dunkelheit. Ein Drittel der Himmelsgestirne ist davon betroffen. Ein treffendes Bild für die geistliche Dunkelheit im Mittelalter, als die Gerechtigkeit Christi, die Wahrheit und die Erlösung verdunkelt worden sind. Das Wort Gottes war dunkel. Und somit können wir sagen: Gott, der der Urheber ist, Gott, der seinen Charakter offenbart, zeigt uns durch sein Wort, wie die Gemeinde ist, was die Gemeinde ist.

[52:50] Aber schauen wir noch mal hin: Diese Sterne, die hängen ja nicht irgendwo im leeren Raum bei dieser Frau, sondern sie hat eine Krone auf mit zwölf Sternen. So, es geht auch um die Krone. Manchmal schauen wir vielleicht so auf die Sterne, aber lasst uns doch die Krone noch mal anschauen, denn es heißt, diese Krone ist der Stephanos, der Siegeskranz. Ja, dieser Stephanos, an dem die Sterne aufgereiht sind, das ist doch unverkennbar verbunden mit dem ewigen Leben. Wir finden es in Offenbarung 4 Vers 10, die Krone der Ältesten, der 24 Ältesten. Wir finden diese Krone bei Reiter auf dem weißen Pferd, der siegend auszieht (Offenbarung 6). Wir finden diese Krone als Zeichen des Menschensohnes (Offenbarung 14, Offenbarung 19). Und den Gläubigen der Endzeit wird auch etwas gesagt zu dieser Krone, nämlich in Offenbarung 3: Sie sollen auf ihren Siegeskranz, auf ihre Krone achten, sie sollen sie festhalten.

[53:47] Und so wird deutlich, auch hier wieder: Die Gemeinde ist das Zentrum, ist der Fokus plötzlich in dieser Geschichte der Hoffnung.

[53:59] Aber dann ist dann noch die Schwangerschaft und die Geburt. Die Frau ist schwanger, sie schreit in Wehen und Schmerzen der Geburt. Wenn ich eine schwangere Frau sehe, dann gibt's für mich immer zwei Fragen: Junge oder Mädchen? Okay, wer ist der Vater? Und diese Fragen sind mir hier auch gekommen, aber versteht ihr, die beantworten sich ja fast von selbst. Ja, in Vers 5 wird das ja beantwortet: Es ist ein Knabe. Geklärt: ein Knabe. Und dann in Vers 5 auch die Antwort auf die zweite Frage, denn er wird später entrückt zum Thron Gottes. Und wer ist das? Gott der Vater. Und wir finden so viele Texte, die Zeit reicht nicht aus, das noch mal deutlich zu machen.

[54:53] Aber dann gibt es für mich etwas Verwunderliches, dass hier die Bibel sagt: „Sie schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt.“ Ich habe noch selten davon gehört, dass es bei einer Geburt keine Schmerzen gibt. Es soll vorkommen. In den meisten Fällen, habe ich mir sagen lassen, ist es schmerzhaft. Warum steht hier: „Sie schrie in Wehen und Schmerzen der Geburt“? Wisst ihr, warum? Es ist eine besondere Dramatik.

[55:29] Die Geburt hat eine besondere Dramatik. Es ist wirklich eine äußerst dramatische Geburt, denn die Frau hatte scheinbar niemanden an ihrer Seite, der sie durch die Geburtsphase begleitete, keine Hebamme dabei. Und der scheinbare Geburtshelfer entpuppt sich als Geburtsvernichter. Er wartet nur darauf, dass er das Kind direkt nach der Geburt vernichten kann. Was für eine passende Beschreibung ist das auf die Weissagung des Kindermordes, den wir in Matthäus 2 Vers 18 finden, genommen übrigens aus Jeremia 31.

[56:14] „Eine Stimme ist in Rama gehört worden, für Jammern, Weinen und Klagen. Rahel beweint ihre Kinder, will sich nicht trösten lassen, weil sie nicht mehr sind.“ Die Schlange, der Drache, versucht die Verheißung aus 1. Mose 3, das Protoevangelium, durch einen gewaltsamen Akt zu verhindern, indem er versucht, Jesus nach seiner Geburt zu vernichten.

[56:35] Es ist der Versuch, die Prophezeiungen unwirksam zu machen, die sein Ende besiegeln. Die Geburt steht im Zentrum des großen Kampfes. Sie stellt den Mittelpunkt dar. Sie verbindet die Vorhersagen und den Kampf des Volkes Gottes im Alten Testament mit den Vorhersagen und den endzeitlichen Kampf der Gemeinde Gottes im Neuen Testament. Aber der Sieg, der Sieg ist auf der Seite Gottes. Das Kind wird zum Thron Gottes entrückt. Und das passt zu dem, was in Jesaja 9,6 steht: „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben, und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Man nennt seinen Namen: Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst.“

[57:18] Mit der Geburt beginnt der dramatische Abschnitt der Geschichte, der nach einem langen Kampf in die absolute Endzeit, den großen Versöhnungstag und das Gericht einmündet. Das Kommen Jesu, seine Geburt, läutet entsprechend der Offenbarung die Geschichte der kämpfenden Gemeinde in ihre Endphase ein, die nach vielen Kämpfen und Mühen mit den Übrigen in die letzte Schlacht zwischen Gut und Böse führt.

[57:46] Ihr Lieben, wenn wir das betrachten, ist jetzt die Frage: Was machen wir daraus? Zwar nett, das zu hören, ist nett, darüber nachzudenken, zu studieren, aber was fängst du mit dem an, was dort im Zentrum der Offenbarung steht? Hat das etwas mit mir heute noch zu tun?

[58:20] Sehen wir diese Frau mit der Sonne bekleidet, der Mond unter ihren Füßen, lediglich als prophetisch-historisches Faktum an? Welche Bedeutung hat dieses große Zeichen für dich und mich heute, für dich und mich als Teil der Gemeinde, die Christus ins Leben gerufen hat?

[58:40] Die Frau wird ja dargestellt als ideale Gemeinde. Das müssen wir zugeben. Da ist nichts dran, was irgendwie stört.

[58:50] Was braucht es heute für mich, damit Christus sein Bild seiner Gemeinde in dir und mir leuchten lassen kann?

[59:02] Wir können viel über die Gemeinde reden, ne? Oder wir könnten vieles sagen, wo wir sagen: „Oh, Gemeinde!“ Die Darstellung der Frau, der Gemeinde, führt uns vor Augen, wie Gott seine Gemeinde haben will. Und ich gebe euch das nur als Hinweis hier: Eckehard Müller hat die Charakteristika der idealen Gemeinde in der Offenbarung einmal zusammengefasst. Ich habe sie ein bisschen umformt, und das sollte Anreiz für uns sein zu sagen, warum ist das wichtig, dass ich das weiß, wer das ist, diese Frau, dieses große Zeichen.

[59:38] Wir sollten in der ersten Liebe sein, geduldig ausharrend, und das ist das, was die Offenbarung dann wirklich im ganzen Buch deutlich macht: vor falschen Lehren uns distanzieren, treu bis in den Tod sein, Jesus festhalten und bekennen, den Glauben an Jesus und den Glauben Jesu lebend in jeder Situation, beten in respektvoller Beziehung zu Gott leben, die Gebote haltend, die Gabe der Weissagung achten, sich von falschen Verbindungen distanzierend, dem Lamm nachfolgend, allen Täuschungen Satans absagend, fortwährend im Sieg leben.

[1:00:14] Die Geschichte der Hoffnung, der Kampf zwischen Gut und Böse, das große Zeichen, das nicht nur vor 2000 Jahren sichtbar war. Es ist noch heute die Gemeinde. Wenn sich die Gemeinde in den Jahrhunderten auch verändert hat und sie im Großen und Ganzen eher das Bild der machtgetriebenen Prostituierten darstellt, es gibt einen treuen Rest. Es gibt eine Botschaft der Hoffnung für die Endzeit. Diese Gemeinde siegt, weil Gott der Sieger ist.

[1:00:54] Das große Zeichen sollen wir vor Augen halten, die reine, die schöne Frau immer wieder sehen und hören. Und wir schließen dabei ab mit dem Text, der der Höhepunkt ist der Offenbarung: „Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme! Und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst.“ Und ein großes Zeichen erschien im Himmel. Amen.

[1:01:39] Unser Herr und Heiland Jesus Christus, du hast die Offenbarung durch deinen Knecht Johannes uns Menschen weitergegeben. Und wir sind immer wieder fasziniert und erstaunt, wenn wir dieses Buch erkennen, wie du die Geschichte der Hoffnung darin darstellst, uns deutlich machst, wie du diese besondere Offenbarung, dein Wort, so angelegt, so gegeben hast, dass wir von der ersten bis zur letzten Seite diese Geschichte lesen können. Und danke, Heiland, dass in diesem Zentrum der Offenbarung du deine Gemeinde führst durch den großen Kampf hindurch, durch die letzte Zeit. Herr, du hast dir den Sieg versprochen. Das bedeutet, dass du uns den Sieg versprochen hast, und den wollen wir dankbar annehmen. Und wir bitten dich, Herr, mach einen jeden von uns zu einem Teil dieser Gemeinde, dieser Frau, so wie du sie dargestellt hast, dass sie rein ist, dass sie dir deine Schönheit widerspiegelt, dass sie dir treu ist. Herr Jesus, wir brauchen dazu deine Hilfe. Wir bitten dich, Herr, dass du uns darin immer tiefer hineinwachsen lässt, dass wir mit dir leben, dass wir dir, dem Lamm, folgen, wohin du gehst. Herr, sei mit uns auch in der Nacht. Wenn wir morgen früh aufwachen, dann erinnere uns vom ersten Moment an an das Wesentliche, an Dich, der der Gerechtigkeit, dem Licht dieser Welt. Und dafür danken wir dir. Amen.


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