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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Christopher Kramp Offenbarung 3:17a und die Botschaft an die Gemeinde Laodizea. Er warnt vor der gefährlichen Selbsttäuschung, sich als reich und überflüssig zu fühlen, während Jesus eine tiefe geistliche Armut diagnostiziert. Anhand biblischer Beispiele zeigt Kramp, dass geistliche Überheblichkeit und die Tolerierung von Sünde den wahren Glauben zerstören können, und betont die Dringlichkeit dieser Heilsfrage für unser ewiges Leben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt und dass wir jetzt nach der Sommerpause hier auf www.julmedia.de die Offenbarung weiter studieren können. Wir sind mittendrin in der so für uns wichtigen Botschaft an die Gemeinde Laodizea. Wir haben die Verse 14 bis 16 studiert und wollen heute mit Vers 17 beginnen. Da gibt es eine ganze Reihe von Dingen zu sagen. Wir werden uns heute einen ersten Teil davon anschauen. Es sind Worte, die – und das dürfen wir niemals vergessen – von Jesus selbst kommen und deswegen Ausdruck unermesslicher Liebe sind, auch wenn die Worte wehtun und uns herausfordern, wenn sie uns aufschrecken aus falscher Sicherheit, dürfen wir niemals vergessen: Es sind Worte, die heilen wollen, Worte, die helfen wollen, Worte, die uns aufbauen wollen. Und damit wir diese Botschaft so verstehen, wie Jesus sie gemeint hat und auch annehmen und in seiner Kraft auch umsetzen wollen, bitten wir Gott, dass er uns mit seinem Heiligen Geist erfüllt, dass er uns Weisheit schenkt und dass wir sein Wort so verstehen, wie er es gemeint hat und möchte, dass wir es verstehen. Und dazu wollen wir, wenn es dir auch möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, zum Anfangsgebet niederknien.

[2:26] Lieber Vater im Himmel, danke, dass dein Wort zu uns spricht und danke, dass du, der du uns besser kennst als wir uns selbst, dass du auch mit Warnungen zu uns sprichst, nicht um uns zu degradieren, sondern um uns davor zu bewahren, dass wir uns selbst durch Sünde degradieren. Herr, du weißt es besser als wir. Wir haben in unserem Leben schon so oft erlebt, dass unser eigener Wille, unsere eigene Einschätzung völlig falsch gewesen ist. Und so bitten wir dich, dass du jetzt mit deinem Heiligen Geist zu uns sprichst, dass wir dein Wort verstehen. Hab Dank dafür. Dank, dass du dich um uns bemühst. Im Namen Jesu. Amen.

[3:20] Offenbarung Kapitel 3, Vers 17. Wir haben gesehen, dass Jesus zu der Gemeinde von Laodizea spricht. Er stellt sich vor als der Amen, dessen, der für jede Verheißung das Ja und Amen darstellt, als derjenige, der treue und wahrhaftige Zeuge, derjenige, der im Gericht nicht lügen wird, wenn es um mich und dich geht, der Ursprung der Schöpfung Gottes, der Schöpfer ist und der über allem ist, der Herr, der auch in unserem Herzen ein neues Herz schaffen kann. Wir haben gesehen, dass er die Lösung präsentiert, bevor die Diagnose kommt. Wir müssen also bei der Diagnose niemals verzweifeln, weil wir schon wissen, wie das Problem gelöst werden kann. Wir müssen nur verstehen, dass diese Lösung, die Jesus vorstellt, für mich gilt und ich sie brauche. Und dann hat die Laodizea-Botschaft ihr Ziel erreicht. Wenn wir die Lösung kennen und verstehen und glauben, dass diese Lösung für mich ist, dass ich sie brauche, und wenn ich sie dann tatsächlich anwende, dann ist die Laodizea-Botschaft an ihr Ziel gekommen. Das ist genau das, was Jesus sich wünscht für mein Leben und für dein Leben.

[4:46] Wir haben gesehen, dass Jesus an die Gemeinde Laodizea schreibt, die letzte Gemeinde kurz vor der Wiederkunft, die Gemeinde seit oder kurz nach 1844, die Gemeinde, die sich rühmt, die Endzeitwahrheit verstanden zu haben in einem ganz besonderen Sinne. Er schreibt an dich und mich, oder er spricht zu dir und mir, aufgeschrieben hier in der Offenbarung. Wir haben gesehen, dass er wie in allen Gemeinden sagt, dass er unsere Werke kennt. Dann an unseren Werken wird sichtbar, ob wir aus eigener Kraft handeln oder ob Gottes Kraft in uns wirkt, ob wir versuchen, durch eigenes Tun Gott zu beeindrucken oder ob wir die Werke Gottes wirken, die er zuvor bereitet hat, damit wir in ihnen wandeln sollen, wie Epheser 2, Vers 10 sagt. Und die untrügliche Einschätzung Jesu war, dass wir weder kalt noch heiß sind. Wir sind nicht so kalt, dass wir Jesus öffentlich ablehnen und einfach in offener Sünde uns baden und keinerlei Liebe mehr haben. Wir sind aber auch nicht heiß, wie Apollos feurig war. Wir sind keine Leuchter, die wir eigentlich sein sollten, denn Laodizea soll ja ein Leuchter sein. Wir bekennen uns zur Wahrheit ohne die Kraft dahinter zu erleben. Und Jesus sagt: "Ach, dass du kalt oder heiß wärst!" Lau, sagt er, sind wir weder kalt noch heiß. Wir sind von der Quelle entfernt. Und er wünscht, das haben wir das letzte Mal gesehen in Vers 16, dass wir die Quelle in uns haben. So sagt es ja Johannes 4, dass wir nicht immer wieder zu einer Predigt gehen müssen, nicht immer wieder auf einen YouTube-Kanal, nicht immer wieder irgendwo uns wieder geistlich auftanken, sondern dass wir Christus selbst in unserem Herzen haben. Er möchte ja, dass wir ihn in unserem Herzen haben. Christus in euch, das war ja die Botschaft an die Gemeinde Kolossä und an die Gemeinde Laodizea.

[7:05] "So werde ich dich ausspeien aus meinem Mund", sagt er. Wir haben gesehen, dass die Parallele darin besteht, dass das Volk Israel aus dem gelobten Land ausgespieen werden würde, wenn es dieselben Sünden tun würde, in denselben Sünden leben würde, wie die Heiden zuvor. Es geht also, Verzeihung, bei der Gemeinde Laodizea um Menschen, die sich Volk Gottes nennen, aber so leben wie Weltmenschen. Menschen, die den Namen Christi tragen, aber die Kraft des Evangeliums nicht erleben, die vom Evangelium reden, aber nicht leuchten, weil Jesus für sie eine theoretische Wahrheit ist, aber im Leben etwas anderes gilt.

[8:09] Vers 17 ist eine Begründung dafür, dass Jesus ihnen deutlich macht: "Wenn das so weitergeht, werdet ihr ausgespieen aus dem Mund, so wie das Land, der Ruheort, den Gott dem Volk Israel angeboten hatte. Sie sollten ja zur Ruhe gelangen in Israel, in Kanaan. So wie das Land sie ausspeien würde, so wird auch Jesus uns ausspeien, der für uns die Ruhe ist, denn er sagt: 'Er kommt her zu mir, alle die ihr mühselig und beladen seid.' Gott, es bleibt noch eine Sabbatruhe dem Volk Gottes vorbehalten. In Christus finden wir die Ruhe, wie sie auch durch den Sabbat repräsentiert wird. In Christus finden wir die Ruhe. Er möchte uns nicht ausspeien, aber wenn wir so sind, wie es in Vers 17 steht und wir uns nicht reformieren lassen, nicht aufwecken lassen durch den Aufruf Gottes hier durch die Laodizea-Botschaft, dann werden wir unseren Heiland, Jesus, verlieren und damit unsere Erlösung. Es geht also buchstäblich bei der Botschaft von Laodizea um Leben und Tod. Es geht buchstäblich um unser ewiges Leben. Es gibt manchmal so Dinge, wo Leute sagen: 'Das ist keine Heilsfrage, das ist keine Heilsfrage, das ist keine Erlösungsfrage.' Es ist aus meiner Sicht sehr fraglich, ob das überhaupt ein sinnvoller Herangehensweise ist, denn letztendlich kann jede Frage, wenn sie im Wort Gottes offenbart wird, je nachdem, ob ich sie glaube oder verleugne, eine Erlösungsfrage sein. Aber das hier ist in jedem Fall unter allen Umständen die Erlösungsfrage schlechthin.

[9:52] Erlösung, so sagt der Johannes 3, Vers 16, kommt aus dem Glauben. Durch den Glauben an Jesus werden wir erlöst. Und wenn man Römer 1, Vers 17 und Matthäus 4, Vers 4 deutlich macht, vergleicht, wird deutlich, dass es das Leben aus jedem Wort ist, das echten Glauben ausmacht. Wollen wir also mit echtem Glauben an der Laodizea-Botschaft gehen? Wollen wir glauben, was wir hier...

[10:34] Wenn es ist wie alles, was das Wort Gottes mir offenbart, damit ich ewiges Leben habe, eine Erlösungsfrage. Vers 17: "Denn du sprichst: 'Ich bin reich, habe Überfluss und mir mangelt es an nichts.'" Dreifach wird die Selbstzufriedenheit betont. Und der Rest des Verses macht deutlich – wir werden den dann später studieren – macht deutlich, dass die Selbsteinschätzung nicht falscher, nicht nicht völliger daneben sein könnte. Elend, erbärmlich, arm, blind und bloß – das ist die Realität. Aber Laodizea sagt: "Ich bin reich, habe Überfluss und mir mangelt es an nichts."

[11:27] Sprüche 13 und dort Vers 7. Sprüche 13 und dort Vers 7: "Einer stellt sich reich und hat doch gar nichts. Ein anderer stellt sich arm und besitzt doch viel." Was für ein Vers! Einer stellt sich reich und hat doch gar nichts. Ein anderer stellt sich arm und besitzt doch viel. Jesus sagt: "Das Reich Gottes gilt den Geistlichen Armen." "Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel." Sie sind arm, sie wissen, dass ihnen etwas fehlt. Sie stellen sich arm, sie behaupten, dass sie arm sind, sie sagen Gott, dass sie arm sind und können vom Evangelium empfangen. Wehe dem, der sagt: "Ich bin geistlich reich!" Das Evangelium geht an ihm vorbei. Er nimmt es nicht in Anspruch.

[12:23] Was ist der Reichtum, um den es hier geht? Sicherlich hat dieser Vers auch eine Anwendung auf Menschen, die aufgrund materiellen Reichtums sich von Jesus entfernen. Und das ist in unserer heutigen Gesellschaft, unserer heutigen Zeit im Vergleich zu den letzten 2000 Jahren Kirchengeschichte sicherlich eines der wesentlichen auch Probleme. Aber wir wissen aus der Bibel, es gibt Menschen, die sind materiell reich und können trotzdem auch geistlich eine gesunde Beziehung zu Jesus haben und wachsen. Der Reichtum, um den es hier geht, der wird in Vers 18 schon deutlich. Und wir greifen hier nur ein bisschen vor, um Vers 17 besser verstehen zu können. Jesus sagt in Vers 18: "Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst." Der Reichtum kommt durch das Gold, das im Feuer geläutert ist. Das bringt Reichtum.

[13:31] Wenn also Laodizea sagt: "Ich bin reich", dann sieht es aus, als ob Laodizea glaubt, dass es dieses Gold schon besitzt. Was ist das Gold? Wir werden das dann an späterer Stelle in einigen Wochen ausführlich studieren. Aber hier soll natürlich schon mal der wesentliche Grundgedanke offenbart werden oder gesagt werden, wie es offenbart wird in 1. Petrus 1, Vers 7. Petrus 1, Vers 7: "Die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer probt wird, Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi." Der Petrus also: Gold, das im Feuer geläutert ist, das ist reines Gold, das ist somit das Wertvollste, was es so in der Antike gab. Und er sagt: "Euer Glaube ist noch viel wertvoller, ist noch kostbarer als irdisches, vergängliches Gold, das im Feuer geläutert ist." Ein Symbol für den Glauben.

[14:34] Glaube macht reich. Wenn also Laodizea sagt: "Ich bin reich", könnte es sein, dass das Problem von Laodizea darin besteht, dass Laodizea glaubt, dass es glaubt. Ich habe viele Laodizea-Predigten gehört, manche Seminare. Und manchmal ist vielleicht so der Eindruck, den wir selbst haben, auch von unserem eigenen Studium: "Na ja, dass wir halt noch nicht ganz so sind, wie wir sein sollten." Aber die Implikation ist oft in unserem Herzen: "Aber zumindest glauben wir ja an Jesus. Vielleicht haben wir bestimmte Prophezeiungen noch nicht so gut verstanden, wie wir sie hätten verstehen können. Vielleicht machen wir nicht genügend Mission oder leben nicht gesund genug. Aber zum Glück haben wir wenigstens den Glauben an Jesus als ein gutes Fundament." Und ich glaube, dass Jesus genau hier ansetzt in der Laodizea-Botschaft und sagt: "Du denkst, dass du Glauben hast und weißt gar nicht, dass dir der Glaube fehlt." Und liebe Freunde, es gibt nichts, nichts, nichts Ernsthafteres, als wenn Christen glauben, dass sie glauben und in Wirklichkeit fehlt ihnen Glaube. Denn Johannes 3, Vers 16 sagt: "Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Es ist eine Erlösungsfrage, es ist die Frage des ewigen Lebens. Wenn wir keinen echten Glauben haben, können wir nicht erlöst werden. Und deswegen muss uns die Laodizea-Botschaft schütteln, sie muss uns aufrütteln, denn wenn wir uns selbst täuschen, weil wir glauben, wir haben Glauben und wir keinen echten Glauben haben, dann gehen wir ins Verderben und denken, wir sind auf dem Weg in den Himmel.

[16:54] Dieser Reichtum an Glaube ist kein tatenloser Glaube. 1. Timotheus Kapitel 6 und dort Vers 18. 18: "Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigiebig sein, bereit mit anderen zu teilen." Auch gute Werke gehören zum Glauben. Echter Glaube, der wird nämlich durch die Liebe tätig. Laodizea glaubt also zu glauben und verweist sicherlich auch auf das eine oder andere gute Werk, das man ja tut.

[17:53] Nun, es gibt in der Offenbarung eine andere Gemeinde, die tatsächlich reich ist. Offenbarung 2, Vers 9. Jesus spricht hier zu der zweiten Gemeinde, zu Smyrna, folgendes: "Ich kenne deine Werke und deine Drangsal und deine Armut. Du bist aber reich." Ich weiß nicht, wie es dir geht. Von wem möchtest du lieber gesagt bekommen, dass du reich bist? Von Jesus oder von dir selbst? Was ist besser, dass wenn ich selbst sage: "Ich bin reich", oder wenn Jesus sagt: "Du bist reich"? Ich möchte lieber von Jesus gesagt bekommen, dass ich reich bin, als dass ich es mir selber sage. Besser, Jesus kann von uns sagen, dass wir seine Kinder sind, als dass wir sagen, dass wir Gottes Kinder sind. Besser, dass Jesus sagen kann: "Deine Werke sind gut", als dass wir sagen: "Wir tun noch gute Werke."

[18:48] Das Griechische ist sehr interessant. Es heißt wörtlich: "Reich bin ich und nichts habe ich nötig." Und diese Wortstellung, die zeigt so ein bisschen, wo der Schwerpunkt ist. Also das Griechische sagt eigentlich nicht: "Ich bin reich", sondern sagt das Griechische sagt: "Reich bin ich und reich bin ich geworden und nichts habe ich nötig." Da wird also diese, das wird hier ziemlich deutlich betont, ja, wie sehr Laodizea den eigenen Reichtum schätzt.

[19:43] Schauen wir zu Hosea Kapitel 12 und dort Vers 9. Hosea Kapitel 12 und dort Vers 9: "Auch Ephraim spricht: 'Ich bin doch reich geworden, ich habe mir ein Vermögen erworben. An all meinem Erwerb wird man mir kein Unrecht nachweisen können, das Sünde wäre.'" Ist es nicht interessant? Hast du das gewusst, dass es eine Parallele gibt zur Laodizea mitten in Hosea? Für mich war das eine neue Erkenntnis. Ephraim, ein Symbol, eine der wesentlichen Stämme im Nordreich. Manchmal wird das Ephraim, der Stamm Ephraim, synonym verwendet mit dem Nordreich Israel, von dem wir alle wissen, wie es dort geistlich zuging zur Königszeit. Ephraim sagt: "Ich bin reich geworden und das ohne Sünde."

[20:41] Selbstbetrug war das Problem von Ephraim. Und wer die Geschichte von Hosea kennt, also die Prophezeiung und auch die Geschichte Israels, des Nordreiches, weiß, wohin das geführt hat, als man die Worte von Hosea nicht angenommen hat. Das Volk wurde in alle Lande zerstreut und das Nordreich wurde ausgespieen aus dem Mund des Landes. Das ist keine leere Warnung, es ist keine leere Drohung, sondern echter Ernst.

[21:29] Noch mehr über den Reichtum im Alten Testament: Sacharja Kapitel 11 und dort Vers 5. Sacharja 11, Vers 5: "Denn ihre Käufer schlachten sie." Da geht's um die Schlachtschafe. Vers 4: "So sprach der HERR, mein Gott: Weide die Schlachtschafe, denn ihre Käufer schlachten sie und fühlen sich dabei unschuldig. Und ihre Verkäufer sagen: 'Gelobt sei der Herr, ich bin reich geworden.' Und ihre Hirten verschonen sie nicht." Hier werden Leute reich, indem sie die, die sie hüten sollten, verkaufen. Wie gehen wir mit den Schafen um, die uns anvertraut sind? Wie gehen wir mit Menschen in der Gemeinde um, für die wir Verantwortung tragen? Sind sie in unseren Augen Instrumente zu unserem eigenen, unserer Selbsterhöhung und zu unserer eigenen Selbstbestätigung? Oder sind wir echte...

[22:47] 13. Lukas 12 und dort ab Vers 13. Ein bekanntes Gleichnis. Es sprach aber einer aus der Volksmenge zu ihm: "Meister, sage meinem Bruder, dass er das Erbe mit mir teilen soll." Er aber sprach zu ihm: "Mensch, wer hat mich zum Richter oder Erbteiler über euch gesetzt?" Er sagte aber zu ihnen: "Habt acht und hütet euch vor der Habsucht, denn niemandes Leben hängt von dem Überfluss ab, den er an Gütern hat." Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: "Das Feld deines reichen Mannes hatte viel Frucht getragen. Und er überlegte bei sich selbst und sprach: 'Was soll ich tun, da ich keinen Platz habe, wo ich meine Früchte aufspeichern kann?' Und er sprach: 'Das will ich tun: Ich will meine Scheunen abbrechen und größere bauen und will alles daran, alles, was mir gewachsen ist, und meine Güter aufspeichern und will zu meiner Seele sagen: "Seele, du hast einen großen Vorrat auf viele Jahre. Bin reich, reich geworden, habe nichts nötig. Habe nun Ruhe, iss, trink und sei guten Mutes."' Aber Gott sprach zu ihm: 'Du Narr, in dieser Nacht wird man deine Seele von dir fordern. Und wem wird gehören, was du bereitet hast?'" Jetzt kommt es, Vers 21: "So geht es dem, der für sich selbst Schätze sammelt und nicht reich ist für Gott."

[23:59] Leben wir für uns selbst oder leben wir für Gott? Leben wir aus echtem Glauben für Gott und tun wir die Werke, die Gott vorbereitet hat, sodass wir im Glauben ihn wandeln? Oder leben wir für uns selbst, damit wir durch ein paar gute Werke unser Ansehen in der Gemeinde fördern, indem wir Glauben simulieren, uns gut fühlen können? Leben wir für uns oder leben wir für andere? Das ist die große Frage, bei der es nicht nur in Laodizea, sondern in der ganzen Bibel geht.

[24:43] Geistliche Überheblichkeit war kein Phänomen, das auf Laodizea beschränkt war oder ist. 1. Korinther 4, Vers 8, eine interessante Stelle auch für unser Thema Laodizea. Korinther 4, Vers 8. Dort sagt Paulus: "Ihr seid schon satt geworden, ihr seid schon reich geworden, ihr seid ohne uns zur Herrschaft gelangt. Oh, dass ihr doch wirklich zur Herrschaft gelangt wärt, damit auch wir mit euch herrschen könnten." Paulus hält den Korinthern den Spiegel vor. Sie halten sich für satt, sie brauchen nichts mehr, sie halten sich für reich, sie können alles schon alleine machen, sie brauchen den Ratschlag von Paulus nicht mehr. Und dann liest man weiter in Korinther 5, was das Problem ist. Sie tolerieren zum Teil abartige Sünde, die nicht bereut wird, in der gelebt wird in ihren Reihen und denken: "Ist doch alles gut, wir glauben doch alle an Jesus. Da müssen wir jetzt hier keine großen Konsequenzen ergreifen." Kommt dir das bekannt vor? Kann es sein, dass wir zu viel Sünde tolerieren in unserem eigenen Leben, unserer eigenen Familie, in unserer Gemeinde und uns damit brüsten, dass wir doch so viel von Jesus wissen und dass wir doch irgendwie glauben und dass wir doch wissen, dass Jesus die Liebe ist und dass wir deswegen jetzt bei der Sünde ein paar Augen zudrücken könnten? Das ist eine furchtbare Täuschung. Sünde macht den Glauben kaputt. Sünde macht die Beziehung zu Gott kaputt. Sünde ist kein Kavaliersdelikt. Wenn wir glauben, dass unser Glaube so groß ist, dass auch Sünde noch unter ihm Platz hat und toleriert werden kann, dann glauben wir gar nicht, sondern unser Glaube ist ein Phantom, eine selbstkonstruierte Trugbild, eine Fata Morgana, nicht der echte Glaube, der wirklich reich macht. Denn die Bibel macht ja ganz deutlich, dass Laodizea bettelarm ist. Und wir werden das ein ander Mal noch ausführlicher studieren.

[27:08] Überheblichkeit ist ein Problem immer wieder in der Bibel. Lukas 18 und dort Vers 11 und 12. Lukas 18, Vers 11 und 12: "Der Pharisäer stellte sich hin und betete bei sich selbst so: 'Oh Gott, ich danke dir, dass ich nicht bin wie die übrigen Menschen: Räuber, Ungerechte, Ehebrecher oder auch wie dieser Zöllner da. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich einnehme.'" Wie kam der Pharisäer dazu, sich selbst so gut zu sehen? Er hat, wie wir hier in dem Gebet sehen, zuerst sich von den anderen abgesondert, diese Menschen verachtet. Und je schlimmer er sie angesehen hat, desto höher stieg er wohl.

[27:55] angesehen hat, desto höher stieg er wohl auch in seinem eigenen Ansehen. Selbsterhöhung hat immer etwas auch mit Erniedrigung von anderen zu tun, sei es in Taten oder nur in Gedanken.
[28:09] Deswegen hat Satan, der die Selbsterhöhung erfand, gleichzeitig auch versucht, Jesus zu erniedrigen.

[28:20] Wenn wir über andere Menschen schlechter denken, als es sich gebührt, wenn wir ihnen falsche Motive unterstellen, wenn wir über sie Dinge behaupten, die wir nicht beweisen können, wenn wir sie für ihre Sünden als Menschen verachten, wenn wir uns über sie stellen, dann ist das der Beweis, dass die Laodizea-Botschaft direkt unser Herz treffen muss.
[28:49] Jesus möchte das nicht.
[28:51] Und egal, wie sehr wir diese Selbsterhöhung und die Erniedrigung anderer unter einem Deckmantel des Glaubens und des Kämpfens für die Wahrheit verstecken möchten, es ist doch eine Täuschung, die Jesus in der Laodizea-Botschaft direkt aufdeckt.

[29:13] Römer 11 Vers 20. Paulus ermahnt mich und dich.
[29:19] Er sagt, Römer 11 Vers 20: "Ganz recht, um ihres Unglaubens willen sind sie ausgebrochen worden. Du aber stehst durch den Glauben. Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich."
[29:33] Wir stehen durch den Glauben. Wenn wir keinen Glauben haben, werden wir ausgebrochen, so wie das Volk Israel ausgebrochen worden ist wegen ihres Unglaubens, weil sie Jesus nicht angenommen haben.
[29:48] Ausgebrochen. Jesus sagt: "Ich werde euch ausspeien aus meinem Mund."
[29:52] Durch Unglauben wurden sie ausgebrochen. Solange wir Glauben haben, stehen wir. Deswegen sagt er: "Sei nicht hochmütig, sondern fürchte dich."

[30:01] Womit beginnt das ewige Evangelium in Offenbarung 14 Vers 7? "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre."
[30:11] Gottesfurcht ist das Heilmittel gegen Selbsterhöhung, gegen Hochmut.
[30:20] Denn Gottesfurcht bedeutet, Gott an die erste Stelle zu setzen und nicht mich.
[30:24] Gottesfurcht bedeutet zu sehen, dass Gott alles gegeben hat für mich, und deswegen ich mein Leben ihm geben möchte, und deswegen es nicht zuerst um mich geht, sondern zuerst um Gott.
[30:34] Und diese Lektion muss ich lernen, und die müssen wir alle lernen.
[30:40] Das ist die einzige Hoffnung, die es für Laodizea gibt.

[30:47] Und praktisch bedeutet das im Alltag eines Christen, in Römer 12 Vers 3 ausgesprochen von Paulus: "Denn ich sage kraft der Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass er nicht höher von sich denke, als sich zu denken gebührt, sondern dass er auf Bescheidenheit bedacht sei, die Gott jedem Einzelnen das Maß des Glaubens zugeteilt hat."

[31:18] Wie hoch denke ich von mir? Und wie hoch denkst du von dir?
[31:24] Sehen wir unsere Unwürdigkeit im Alltag?
[31:28] Sehen wir unsere Abhängigkeit von Jesus?
[31:32] Sind wir dankbar für die Werke, die er vorbereitet hat, damit wir in ihnen wandeln können?

[31:40] Oder sind wir zufrieden mit einer formalen Religion?
[31:43] Sind wir zufrieden mit Riten, mit Zeremonien, mit Gemeindezugehörigkeit, mit dem Singen von richtigen Liedern und dem Beten von Gebeten in der Öffentlichkeit?
[31:54] Sind wir damit zufrieden?

[32:05] In Lukas 1 Vers 53 wird uns etwas sehr Ernsthaftes mitgeteilt.
[32:13] In Lukas 1 Vers 53, dort in dem Lobpreis der Maria, finden wir folgenden Satz über Gott ausgesagt: "Hungrige sättigt er mit Gütern und Reiche schickt er leer fort."
[32:28] Wenn wir mit dem Eindruck, wir wären geistlich reich, zu Gott kommen, dann gibt es nichts in der Predigt.
[32:38] Wenn wir den Eindruck haben, wir sind geistlich reich, dann gibt es nichts in der Bibel für uns.
[32:47] Dann wachsen wir nicht in den Aktivitäten der Gemeinde, an denen wir vielleicht teilnehmen, um anderen zu zeigen, wie toll wir doch in der Gemeinde mitmachen.
[32:55] Dann haben wir keinen Benefit, keinen Nutzen davon.

[32:58] Aber hungrige, hungrige sättigt er mit Gütern.
[33:01] Wenn wir in einer Predigt sitzen und sagen: "Herr, bitte, sprich du zu mir", wenn wir die Bibel aufschlagen und sagen: "Das ist die Stimme Gottes zu meiner Seele. Ich möchte verstehen, was Gott mir persönlich zu sagen hat. Ich möchte lernen, ich möchte verändert werden, ich möchte korrigiert werden", dann wird Gott uns Schätze offenbaren.
[33:20] Nicht nur der Theologie, Schätze, die uns zeigen, wie Gott ist, wie wir sind und wie wir im Alltag mit dem leben können.
[33:28] Wenn wir als Hungrige Mission machen, dann werden wir Erfahrungen machen, die unser Leben verändern, die uns abhängig machen.

[33:37] Jesus sagt in der Bergpredigt in Matthäus 5: "Glückselig sind die geistlich Armen, denn ihrer ist das Reich der Himmel."
[33:47] Nicht diejenigen, die sich rühmen, reich zu sein, sondern diejenigen, die sehen, was sie alles bei Jesus bekommen könnten, die sich ausstrecken, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, die wachsen wollen, die ihre Fehler Jesus bringen wollen, die Veränderung sich wünschen, die nicht immer bei denselben Charakterfehlern stehen bleiben wollen, die glauben, dass ein Leben mit Jesus vorwärtsgerichtet ist und nicht stagniert.

[34:22] Gott wünscht sich solche Menschen, die ihren Mangel sehen.
[34:30] Und das Schlimmste ist, dass, wenn wir das nicht verstehen, selbst die Laodizea-Botschaft uns nicht verändern kann.
[34:41] Denn wenn wir keinen Mangel sehen, wird all das an uns vorbeigehen, ohne dass wir sehen, dass wir es benötigen.

[34:53] Wie kann man einem, der denkt, dass er reich ist, zeigen, dass er arm ist?
[34:56] Es geht nur ohne Schocktherapie. Es geht nicht ohne, wollte ich sagen.
[35:04] Man muss, man muss Worte finden, die vielleicht wehtun auf den ersten Blick.
[35:10] Man kann jemandem, der so verführt ist, nicht einfach sagen: "Ist alles okay."

[35:21] Ein paar Zitate zum Schluss.
[35:24] Viele sind Laodizea, Laodizea sozusagen.
[35:31] Sie leben in einer geistlichen Selbsttäuschung.
[35:34] Sie kleiden sich selbst in Kleider ihrer eigenen Gerechtigkeit und stellen sich vor, dass sie reich sind und reich geworden sind und nichts nötig haben, obwohl sie eigentlich täglich von Jesus seine Sanftmut und Demut lernen müssten, damit sie nicht am Ende bankrott gehen und herausfinden, dass ihr gesamtes Leben eine Lüge gewesen ist.

[36:05] Noch ein Zitat: "Liebe zum eigenen Ich schließt die Liebe zu Christus aus. Diejenigen, die für das Ich leben, werden unter der Überschrift der Laodizea-Gemeinde zusammengefasst."
[36:26] "Das Feuer ihrer ersten Liebe ist in egoistischen, eigensüchtigen Egoismus gefallen."

[36:39] "Es gibt eine große Anzahl bekennender Christen, die nicht wirklich Jesus folgen. Sie tragen das Kreuz nicht mit williger Selbstverleugnung und Selbstaufopferung, obwohl sie ein hohes Bekenntnis machen, ernste Christen zu sein."

[37:01] "Sie weben in die Textur ihrer Charaktere so viele Fäden persönlicher Unvollkommenheiten, dass das schöne Muster verdorben wird."

[37:19] So viel interessante Zitate, die man lesen könnte, aber wir wollen nicht alle davon lesen.
[37:28] "Das Volk, dem Gott die heilige, feierliche und testende Wahrheit in dieser Zeit gegeben hat, schläft auf seinem Posten. Sie sagen durch ihre Handlungen: 'Wir haben die Wahrheit, wir sind reich und reich geworden und brauchen nichts', während der wahre Zeuge, der wahrhaftige Zeuge, erklärt: 'Du weißt nicht, dass du arm, elend, blind, nackt und so weiter bist.'"

[37:58] "Sie sagt, dass unter der Gemeinde Laodizea ein Volk repräsentiert wird, das stolz darauf ist auf ihren Besitz von geistlicher Erkenntnis und Vorteilen."
[38:10] Leute, die glauben, dass sie besonders geistlich sind, weil sie den Eindruck haben, ohne dass sie wirklich mit Jesus leben.
[38:26] "Sie spricht von denen, die ihre göttliche Mission vergessen haben, die nur noch für den eigenen Stolz und für den Egoismus Geld ausgeben und sich den Reichtum und die Vergnügung der Welt sichern, aber von Gottes Ansicht so sind, wie es hier in Offenbarung 3,1 beschrieben wird."

[39:01] "Sie sagt an anderer Stelle: 'Sie bekennen, Gott zu kennen, aber in ihren Werken verleugnen sie ihn. Sie halten sich selbst für das auserwählte, besondere Volk, aber seine Kraft und Gegenwart, um bis zum Äußersten zu retten, werden selten unter ihnen offenbar.'"
[39:28] "Sie verwechseln die Form der Gottseligkeit mit dem Geist und der Kraft der Gottseligkeit. Sie glauben, dass sie reich sind und nichts benötigen."

[39:41] "Die Laodizea-Botschaft ist anwendbar auf die Gemeinde zu dieser Zeit. Glaubst du diese Botschaft? Haben eure Herzen diese Botschaft gefühlt, oder sagt ihr beständig: 'Wir sind reich und reich geworden und haben nichts nötig'?"

[40:07] Und hier die vielleicht eine der traurigsten Botschaften diesbezüglich: "Diese Botschaft des treuen Zeugen hat nicht das erreicht, was Gott sich vorgestellt hatte. Das Volk schläft in ihren Sünden. Sie sagen immer weiter, dass sie reich sind und nichts brauchen."

[40:35] Viele fragen: "Warum werden alle diese Tadel gegeben? Warum klagen uns die Zeugnisse" – gemeint sind die Zeugnisse, die Ellen White veröffentlicht hat – "uns immer mit Abfall und schlimmen Sünden an? Wir lieben die Wahrheit, uns geht es gut, wir brauchen nicht diese Zeugnisse der Warnung und des Tadels."
[41:02] Das bekannt war, wo der Geist der Weissagung spricht.
[41:05] Viele sagen: "Das ist zu hart, das braucht man nicht. Wir sind doch eigentlich auf einem guten Weg, wir haben doch Jesus. Müssen wir nicht ständig immer noch diese Warnungen hören?"

[41:21] Dann sagt sie aber: "Diese Murrenden sollten einmal ihre Herzen sehen und ihr Leben mit den praktischen Lehren der Bibel vergleichen."

[41:35] Lieber Freund, liebe Freundin, auch wenn du alles vergisst, was wir heute gesagt haben, lass uns diesen Punkt nicht vergessen: Gott kennt uns besser als wir uns selbst.
[41:53] Die Geschichte von Petrus macht das ganz deutlich.
[41:56] In der Geschichte von Petrus sehen wir, dass Petrus wirklich dachte, dass er sehr reich ist geistlich, und er hat das auch wirklich so gemeint.
[42:05] Er war ja nicht jemand wie Judas, der schon längst vor sich genommen hatte, Jesus zu verraten.
[42:10] Er hat das wirklich gemeint, er war wirklich, er war fest der Meinung, dass er auf jeden Fall mehr Glauben hat als alle um ihn herum.
[42:21] Aber er kannte sich selbst nicht.
[42:22] Sie sagt, dass, als Petrus gesagt hat: "Ich werde für dich in den Tod gehen, mit dir in den Tod gehen", hat er jedes einzelne Wort davon wirklich gemeint, von ganzem Herzen.
[42:31] Aber er kannte sein eigenes Herz nicht.
[42:33] Da waren Dinge, die er gar nicht kannte, die erst andere Umstände, mit denen er nicht rechnete, die er nicht kommen sah, diese Umstände würden plötzlich in ein grelles Licht Charakterschwächen bringen, die ihm vorher nicht bekannt gewesen waren.
[42:46] Aber Jesus hatte sie gekannt, und Jesus hatte ihn gewarnt.

[42:59] Wir kennen uns selbst nicht, aber Jesus kennt uns.
[43:03] Und wir wünschen uns, dass Jesus uns führt.
[43:06] Wir beten das hoffentlich jeden Morgen.
[43:09] Sind wir darauf vorbereitet, dass Jesus in unserem Herzen Dinge sieht, die wir nicht für möglich halten und uns deswegen warnt?
[43:25] Warnungen, die wir für übertrieben halten, Warnungen, die wir in unserer eigenen Selbsteinschätzung für zu krass halten, aber die genau auf den Punkt sind, weil sie nämlich Dinge ansprechen, von denen wir gar nicht wissen, dass wir damit ein Problem haben.

[43:50] Glauben wir Jesus, auch wenn er Warnungen ausspricht, die wir nach unserer eigenen Selbsteinschätzung für zu übertrieben halten?
[44:00] Ich glaube, es ist an der Zeit, wenn wir die Laodizea-Botschaft wirklich ernst nehmen wollen, dass wir uns wieder auch mit den biblischen Themen und auch den Zeugnissen beschäftigen, die wir vielleicht manchmal ein bisschen an den Seiten ranschieben, weil wir sie für besonders streng halten und dann Angst haben, dass wir vielleicht zu unausgewogen werden.
[44:18] Nein, wir werden nicht unausgewogen, wenn wir die Stimme, die warnende Stimme Jesu auf unser Herz zielen lassen.
[44:24] Da wird niemand unausgewogen.
[44:27] Jesus macht niemanden zum Fanatiker, und der Geist der Weissagung ist das Zeugnis Jesu.
[44:30] Jemand, der den Geist der Weissagung ernst nimmt und die Warnungen annimmt, wird kein Fanatiker.
[44:35] Es gibt Fanatiker, aber jemand, der das tut, wird kein Fanatiker.
[44:40] Aber es kann sein, dass andere ihn dann Fanatiker nennen.

[44:47] Ich möchte mir vornehmen, die Warnungen ernst zu nehmen, weil ich weiß aus meinem eigenen Leben, dass wir uns in der Regel zu gut einschätzen und dass in unserem Herzen Dinge schlummern, von denen wir nicht ahnen, dass sie einmal ins Tageslicht kommen, dass sie einmal plötzlich uns in Sünden reißen, die wir nicht haben kommen sehen.
[45:12] Jesus kann das verhindern.
[45:15] Und ja, auch wenn wir gefallen sind, so wie Petrus, kann Jesus uns die Hand ausstrecken.
[45:19] Er kann uns und will uns auch wieder zurückbringen.
[45:25] Aber Petrus hing am seidenen Faden.
[45:28] Was wäre passiert, wenn er dem Blick Jesu ausgewichen wäre?

[45:34] Heute schaut Jesus in der Laodizea-Botschaft zu dir und zu mir und sagt: "Glaubst du mir, dass alle Warnungen, auch die Laodizea-Botschaft, nicht dazu da sind, um dich mal so richtig eins drüber zu hauen, sondern weil du es dringend nötig hast, jedes einzelne Wort davon?"
[45:56] Ich habe jedes einzelne Wort davon nötig.

[46:01] Wollen wir Jesus Danke sagen, dass er uns durch diese Botschaft warnt, damit wir nicht geistlich bankrott gehen, damit wir nicht plötzlich aufwachen und merken, unser ganzes Leben war eine Lüge?
[46:13] Wollen wir auch heute zu ihm kommen als geistlich Arme und sagen: "Ohne dich bin ich nichts und habe ich nichts und kann ich nichts, aber mit dir habe ich die Quelle des Lebens, der Freude, der Weisheit, der Erkenntnis. Alle Schätze sind bei dir verborgen. Ich komme als ein Lernender, als ein Schüler mit dem Glauben meines Kindes. Ich bin arm und du wirst mich sättigen."
[46:44] Ist das dein Wunsch heute?
[46:47] Dann hat die Laodizea-Botschaft ihren Zweck erfüllt für heute, dass sie morgen wieder zu dir sprechen und übermorgen wieder, bis wir in das Bild Jesu verwandelt sind.

[46:59] Wollen wir gemeinsam niederknien und beten?
[47:06] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du zu uns gesprochen hast.
[47:08] Danke, dass dein Wort eine Kraft hat, die unser Herz wirklich durchschütteln.
[47:13] Danke, dass du in unserem Herzen Kammern siehst, von denen wir noch nie etwas gesehen haben, und danke, dass jede Warnung, jede Warnung, die du gibst, Ausdruck tiefster Liebe ist, weil du uns vor Dingen bewahren möchtest, von denen wir selbst nicht wissen, dass wir sie tun würden.
[47:35] Herr, wir möchten dich bitten von ganzem Herzen, dass du uns echten, tiefen Glauben schenkst.
[47:41] Du sagst ja in der Laodizea-Botschaft, dass du uns dieses Gold anbietest, das Kleid deiner Gerechtigkeit, die Augensalbe, damit wir erkennen und sehen.
[47:51] Herr, das brauchen wir. Ich brauche das.
[47:53] Ich möchte dich bitten, dass noch viele Menschen davon erfahren, dass sie das brauchen und dann noch annehmen.
[48:00] Im Namen Jesu beten wir. Amen.


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