[0:05] Kein Wunder, dass die Ammoniter, Moabiter und Edomiter keine Chance hatten. Ihr habt gerade eine Illustration gehört, was geistliche Musik bewirken kann. Ich muss sagen, als ich das gerade gehört habe, habe ich gedacht: So muss das geklungen haben, als die Leviten in heiligem Schmuck vorangegangen sind, damals in 2. Chronik 20. Ich fühle mich wirklich sehr gesegnet, bin so dankbar, schon wieder eines meiner Lieblingslieder direkt vor meiner Predigt. Und diesmal habe ich wirklich keine Aktien dran. Ein echter Segen. Danke, danke, danke. Ich musste mich wirklich sehr beherrschen, nicht mitzusingen. Die Engel wahrscheinlich auch.
[0:54] Hattet ihr einen schönen Sabbat? Habt ihr etwas gelernt? Seid ihr erfrischt? Habt ihr gemerkt, wie der Himmel offensteht, wenn wir unsere Herzen öffnen? Dann hat er uns etwas zu sagen.
[1:07] Möchte ganz kurz am Anfang noch eine kleine Notiz loswerden zu gestern Abend. Ich freue mich immer über junge Menschen, überhaupt Menschen, die die Brille der Beröer aufhaben und die mal kritisch hinschauen und hinterher fragen: "Christopher, hey, hast du nicht darauf geachtet?" Jemand hat mich wohl mehrfach gefragt: "Kann Johannes überhaupt in der Offenbarung ein Buch gesehen haben, weil es zu der Zeit ja nur Schriftrollen gab? Und wenn es Schriftrolle ist, dann ist die ganze Sache ein bisschen anders." Und das ist ein sehr, sehr gutes Argument. Das griechische Wort "biblion" ist "kleines Büchlein", kann alles Mögliche heißen: Schriftrolle, Brief, Buch, erstmal grundsätzlich, weil das etwas Geschriebenes ist. Und tatsächlich ist es so, dass man die allermeisten Vorläufer der Bücher erst so im dritten, vierten Jahrhundert nach Christus hat. Aber man kann nicht sagen, es kann kein Buch sein, weil es vorher keine Bücher gab, sondern wir wissen, dass es schon im ersten und zweiten Jahrhundert auch Kodizes gegeben hat, sowohl in Pergament als auch in Papyrus. Das früheste bekannte Papyrus-Kodex kommt aus dem Jahre 260 vor Christus aus Ägypten. Also zur Zeit von Johannes war die Buchform eher noch so neue Technologie, wenn man so möchte. Das war so quasi das Smart... Smart, das war halt schon ja, Advanced Technology. Aber es gab es schon, ja. Also, das ist also kein Argument dagegen, dass es ein Buch ist. Nur für alle, die sich vielleicht das auch gefragt haben.
[2:55] Genau. Ich weiß nicht, wie es euch geht. Moment, ich muss jetzt erstmal hier meine Präsentation zum Laufen. Sieht man die? Nee, man sieht noch mich. Habt ihr die Präsentation? Ja, fantastisch. Eine tolle Gelegenheit bei so einem Youth Congress ist ja immer auch Leute kennenzulernen, Ministries kennenzulernen, Institutionen kennenzulernen. Und ich würde euch wirklich ermutigen, heute nach dem Vortrag – ich verspreche auch, es wird nicht ewig dauern – noch die Zeit vor dem Schlafengehen zu nutzen, ein bisschen die Stände anzuschauen. Ja, was es alles gibt, sei es meine Freunde aus Baden-Württemberg dort mit den Schulen. Ähm, ich bin selbst Betroffener gewesen, habe selbst das Vorrecht gehabt, anderthalb Jahre dort auch zu unterrichten. Das war ganz, ganz großer Ding, hat Spaß gemacht. Die tollen Bücher von meinem Namensvetter Christopher. Und dann die ganzen Gesundheitsstände hier. Ich habe mir vorgenommen, in diesem Jahr wieder mehr Sport zu machen. Ich weiß nicht, was ihr euch vorgenommen habt, aber Gesundheit ist ja immer so auch ein Hauptthema, wenn es um neue gute Vorsätze geht. Und ich glaube, wir alle können ein bisschen gesünder leben, bis auf die, die schon richtig gut umsetzen. Und äh ja, danke für die Werbung, Bogi. Kann ich auch empfehlen, habe ich jetzt auch schon ein bisschen Erfahrung. Ganz, ganz toller Ort. Ähm, Geheimtipp: Unbedingt bei Memento Medien vorbeigehen. Das sind meine Freunde, ganz, ganz tolles Ministry. Wenn ihr das noch nicht kennt, unbedingt kennenlernen. Und werdet Mitglied bei ATS. Ich bin vor vielen, vielen Jahren Mitglied von ATS geworden, weil die ein Buch damals zum halben Preis rausgegeben haben für alle, die ATS Mitglied werden. Ein tolles Buch: Offenbarung Inspiration. Kann ich auch sehr empfehlen. Ich weiß nicht, ob ihr es dabei habt, aber ganz tolle Materialien. Es lohnt sich, bei ATS dabei zu sein.
[4:53] So, das waren jetzt die Werbeblöcke. Wir fangen an. Das Thema gestern hieß "Jeremia und das Land". Heute ist das Thema "Jesaja und die Stadt". Am Anfang möchte ich aber fragen:
[5:07] Habt ihr etwas, wofür ihr so richtig brennt? So ein Hobby, etwas, was ihr noch um 23:30 Uhr tun könnt, was euch einfach nie ermüdet? Ja, jeder von uns hat vielleicht was anderes. Bei mir ist das – ich glaube, ihr ahnt es schon – und das ist bei mir die Geschichte und so alte Sachen ausgraben und und und rekonstruieren und Sachen finden. Ich habe eine Frage an euch: Wisst ihr, wo das hier ist? Kann jemand ahnen, wo das hier ist? Ein großes, ein Hügelgrab. Das ist hier in Krelingen, ein Grab hier in Krelingen. Am Donnerstag bin ich dort gewesen. Wenn ihr einfach durch den Ort lauft, nordöstlich raus aus dem Ort, dann findet ihr ein Grab. 4000 Jahre alt. Da könnt ihr sehen, was die Krelinger Ureinwohner hier gebaut haben, während Abraham von Ur nach Kanaan gezogen ist. Nicht, ja, da war ich auch schon was los.
[6:05] Aber heute Abend möchte ich nicht über Ausgrabungen in der Lüneburger Heide sprechen. Das ist eigentlich auch nur so an der Peripherie mein Interessensgebiet: die Trichterbecherkultur des Neolithikums in Norddeutschland, sondern ich möchte heute ein bisschen anfangen mit euch dort einzutauchen auch in große Hügel, aber die noch viel spektakulärer sind, noch mit viel interessanteren Dingen. Im 19. Jahrhundert gab es Leute, die hatten auch so ein Faible für Geschichte, ein Faible dafür, Dinge auszugraben. Und im 19. Jahrhundert gab es einige Europäer, die dort in Mesopotamien so von Ort zu Ort gingen und überlegten: "Könnte das die Stadt aus der Bibel sein? Könnte das die Stadt aus der Bibel sein?" Und haben versucht, die Dinge zu finden, die man in diesem Wort Gottes immer schon gelesen hat. Und einer von ihnen war der Henry Austen Layard. Und er fand hier diesen Hügel Kuyunjik. Der daneben hieß der Hügel Nebi Yunus, der Prophet des Jona. Und da wusste man schon, das könnte hier vielleicht eine Stadt sein, die biblisch interessant ist.
[7:07] Man hat dann dort richtig krasse Sachen gefunden. Das war damals noch so die Wildwestzeit der Archäologie. Da hat man nicht wie heute irgendwie tagelang mit einem feinen Pinsel immer so jedes Detail abgepinselt, sondern man hat Tunnel gegraben und hat einfach die großen Schätze alle rausgeholt. Das natürlich sehr umstritten. Man hat auch viel kaputt gemacht, manches auch unrechtmäßig mitgenommen, das ist eine andere Geschichte. Und man hat dort ganz spektakuläre Dinge gefunden und mit viel Mühe diese Tonnen schweren Kolosse da dann abtransportiert. Die sind nicht alle nach England und Frankreich gekommen. Einige sind auch manchmal mit den Booten eingesunken und da liegen heute noch auf dem Tigris oder Euphrat so manche Schätze verborgen, könnte man eigentlich wieder ausgraben. Und man hat dann festgestellt: Besonders dieser Hügel Kuyunjik dort in der Gegend der heutigen Stadt Mossul, das ist die biblische Stadt Ninive oder Ninua, wie die Assyrer sie nannten. Das ein bisschen rekonstruiert hier das Tor. Und man fand dort hier auf diesem Hügel ganz große Paläste, großer, der sogenannte Südwestpalast und hier noch ein anderer etwas in näher zu sehen. Und natürlich war spektakulär: große Kolosse, riesige Reliefs und dann auch Inschriften auf diesen Reliefs. Hier seht ihr ein bisschen das in der modernen Rekonstruktion, die Zikkurat und hier die Südwestpaläste. Das allein hier sind 100 Meter, ein riesiger Palast. Der größte Palast, den die Assyrer jemals gebaut haben. Gebaut hatte ihn dieser Mann. Sein Name war Sanherib (Sin-Ache-Eriba). Der Name bedeutet: "Der Mondgott Sin hat mir die Brüder ersetzt." Wir wissen, also, er hatte mehrere, mindestens zwei ältere Brüder, die gestorben sind im Kindesalter. Das ist eine andere Geschichte. Wir kennen ihn biblisch als den Sanherib. Und er ist auf jeden Fall einer der interessantesten assyrischen Könige überhaupt. Er war ein Technik-Nerd. Er hätte heute das modernste iPhone, er wäre wahrscheinlich Aktionär bei Elon Musk oder so. Er hat sich für alles interessiert, was irgendwie technisch, irgendwie neuartig war. Innovation hat er angeblich selbst neue Dinge erfunden und war überdies – das ist jetzt nicht untypisch für Könige, bei ihm war es besonders ausgeprägt – ein absoluter Egomane, der nicht davor zurückscheute, sich sogar mit den assyrischen Göttern auf eine Stufe zu stellen und seine eigenen Vorgänger zu verachten. Während sonst es immer heißt: "Ich bin der König, der Vater von dem, Sohn von dem und der Groß-, also, mein mein mein Vater war der, der Großvater war der und dann alle große Könige", redet er in der Regel immer nur von sich selbst. Und wenn er über andere Könige gesprochen hat, dann, um zu sagen: "Das waren richtige Dummköpfe, die wussten nicht, wie man Tempel baut, die wussten nicht, wie man einen Palast baut, die haben alles nur falsch gemacht, die waren irgendwie nicht so richtig auf der Höhe."
[10:12] Hier ist ein Palast, hier ist der Grundriss seines Palastes. Das ist hier der Thronraum, ja, das der Thronraum und dann seine seine Wohngegenden für seine Frauen, das und jenes, riesige Palastanlagen. Hier hat man später hat auch sein, sein, hier hat sein, da hat sein Enkel später seine Bibliothek eingerichtet, die von Assurbanipal. Und worauf ich heute euch hier mal mitnehmen möchte, ist, wenn das Dings wieder da ist. Also, bei mir ist es noch da. Das größte Gebäude in diesem riesigen Palastkomplex ist der, dieses, wie gesagt, hier sind das sind 100 Meter, ein ein ein riesiges Gebäude. Und so in der zentralen Blickachse ist ein großer Raum, der sozusagen der größte repräsentative Raum ist in diesem ganzen Palast, wo einer der bedeutendsten Siege des Königs sozusagen dargestellt werden sollte. Man nennt den heute den Lachisch-Raum. Ihr werdet gleich sehen, warum. Da ist eine Ah, sieh da, okay, alles klar. Ähm, ein riesiges Relief. Ganz spannend. Ihr seht vielleicht noch nicht so viel. Das war quasi der Blockbuster Assyriens. Ja, man ging ja nicht ins Kino, gab es noch nicht, aber man konnte sozusagen in so einen Raum gehen und dann so von Panel zu Panel sich die gesamte Schlacht anschauen, mit also mit Inschrift, teils so ein Comic sozusagen. Wurde beschrieben, was dann so da passiert gerade, wie die Infanterie attackiert. Ihr könnt erstmal vielleicht erstmal das lassen, ja, also mich sehen die Leute auch so, genau, aber danke. Dann, wie die Stadt gestürmt wird, wieder alles ausgeraubt wird und dann wieder König da sitzt und so weiter und so fort. Hier ein paar Details. Hier sieht man die Assyrer am Kämpfen. Hier seht ihr noch mehr. Die verteidigen sich ganz wacker, haben natürlich überhaupt gar keine Chance. Und das sind keine Raketen, die da fliegen. Aber hier seht ihr sozusagen so eine Panzervorform, wie die da auf diesen Rampen da hoch gehen und dann alles ausrauben aus dieser Stadt Lachisch. Hier seht ihr noch mehr, wie die dort kämpfen. Und es ist wirklich nicht schön anzusehen. Das sind jetzt alles Bilder, die ich dachte, die kann man noch abends zeigen auch im Livestream. Die Bilder, die FSK 18 sind, habe ich draußen gelassen. Die zeige ich nur in Bogenhofen im Unterricht. Da gibt's ein paar Sachen, also, da kommt euch das Abendessen wieder hoch, wenn ihr das seht und beschrieben bekommen habt, was die gemacht haben. Die Assyrer waren wirklich, die war, also, man sagt immer, die Assyrer waren grausam. Das trifft nicht ganz, weil grausam waren sie alle. Ägypter waren grausam, Babylonier waren grausam, aber die Assyrer sind deswegen besonders, weil sie ihre Grausamkeit offen zur Schau gestellt haben. Ja, die Babylonier sagten: "Wir sind ganz nett, ganz friedlich" und waren grausam, ne? Und die Ägypter waren ganz nett und friedlich, haben sie gesagt und sie waren grausam. Bei den Assyrern geht man mittlerweile davon aus, einige Experten, dass sie eigentlich gar nicht kämpfen wollten und gemerkt haben, dass wenn sie nur extreme Brutalität sozusagen zur Schau stellen, dann gehen die Leute von alleine auf. Sie waren eigentlich gar nicht gut darin, Städte zu erobern. Aber wenn man gesehen hat, also, ich beschreib es jetzt nicht, aber die Leute haben manchmal wirklich im wahrsten Sinnes um ihre Haut gebangt. Und dann haben sie lieber ihren König ausgeliefert, um ihre Haut zu retten. Und das meine ich ganz buchstäblich. Und das ein bisschen wie der IS das gemacht hat. Ja, eigentlich gar nicht so stark, aber durch diese psychologische Kriegsführung extrem gefürchtet. Haltet das im Hinterkopf, wenn ihr irgendwann mal das Buch Jona lest und euch fragt, ja, wieso läuft er weg? Dann erinnert euch daran. Und da sieht man dann auch, wer dafür verantwortlich ist: der König, der König Sin-Ache-Eriba, Sanherib, der das Ganze veranlasst hat.
[14:22] Und tatsächlich, wenn man heute noch nach Juda, also nach Israel, geht, dort im Süden zur Stadt Lachisch, kann man heute noch die Belagerungsrampe sehen, die die Assyrer vor 2700 Jahren dort hingebaut haben. Gibt's heute noch. So interessant ist das. Könnt ihr hier sehen. Das ist die Stadt Lachisch. Es ist eine Stadt in Juda gewesen, kommt doch in der Bibel vor. Hier ist die Belagerungsrampe. Dann haben die die armen Judäer versucht, irgendwie eine Gegenrampe zu bauen, um irgendwie die Mauer zu schützen. Aber es hat natürlich alles nichts genützt. Man findet die ganzen Pfeile, die dort verschossen worden sind. Man findet die Schleudersteine heute noch, die dort auf die Stadt niederprasselten. Und wir finden auch den Text, den lese ich jetzt nicht vor, sondern gleich auf Deutsch. Da sagt der Sanherib selbst: "Ich belagerte und eroberte 46 ummauerte Festungsstädte Hiskias von Juda, wovon Lachisch die bedeutendste und militärisch wertvollste war, und die kleinen Städte in deren Umgebung, die ohne Zahl sind, indem ich Belagerungsdämme anlegte und Sturmgeräte heranbrachte, sowie durch Infanterie-Einsatz, Untergrabungen, Breschen und Sturmleitern. Ich führte 200.150 Menschen – umstritten, ob das stimmt, ist ja egal – Jung und Alt, Mann und Weib, Pferde, Maultiere, Esel, Kamele, Ochsen und Schafe, die ohne Zahl waren, aus ihnen heraus und zählte sie zur Beute. Ihn, den König Hiskia, schloss ich wie einen Käfigvogel in Jerusalem, seiner königlichen Residenz ein, legte Befestigungsanlagen gegen ihn an und machte es zu einem Ding der Unmöglichkeit für ihn, aus seinem Stadttor hinauszugehen." Man muss die assyrischen Königsinschriften lesen wie einen Trump-Tweet. Ein assyrischer König berichtet immer das, was er geschafft hat, was er gemacht hat. Er berichtet nie, was er nicht geschafft hat. Und wenn man diesen genau liest, dann stellt man fest: Er hat all die 46 Städte erobert und Jerusalem hat er umzingelt. Und was er nicht sagt, ist das, was man eigentlich erwarten würde. Er sagt nicht, dass er die Stadt erobert hat. Den Hiskia kennen wir aus der Bibel, aber wir kennen auch aus der Archäologie. Hier habt ihr einen Siegel von ihm. Er ist der früheste judäische König, soweit ich das weiß, von dem wir ein Siegel auch haben, wo man seinen Namen hier lesen kann, hier von links nach rechts, einfach nur, weil sozusagen der Spiegel verkehrt ist. Er ist der erste, von dem wir eine größere Inschrift haben, wo er mal so einen Tunnel gebaut hat, aber das ist jetzt nicht unser Thema. Hiskia war derjenige, der Jerusalem vermutlich stark vergrößert hat. Also, Jerusalem vor Hiskia war im Wesentlichen hier die Stadt Davids und dann hier Salomo hatte das dann vergrößert zum Tempel. Aber all das, was dann Jerusalem wurde, geht wahrscheinlich auf die Zeit von Hiskia zurück. Kurz zuvor war das Nordreich Israel für immer verloren gegangen, untergegangen, in die Verbannung geschickt worden. Es gab viele Flüchtlinge aus dem Norden. Und im Süden hat man gesagt: "Ihr lieben Brüder und Schwestern aus dem Norden, kommt her, wir vergrößern die Stadt, dass sie alle hier zusammenkommt." Jerusalem war ein Sammelpunkt geworden für alle Übrigen, wenn ich so sagen darf.
[17:40] Kommen wir gleich noch dazu. Denn diese Geschichte ist die vielleicht unterschätzte, am meisten unterschätzte Geschichte des Alten Testamentes. Vielleicht habt ihr sie mal gelesen. Möchte sie heute euch ein bisschen näher bringen und ein bisschen zeigen, warum sie so wichtig ist, warum sie so perfekt zu dem Thema "Glaubt seinen Propheten" passt, warum sie so wichtig für uns ist, die wir jetzt in der Zeit des Endes leben, seit 1798. Warum diese Geschichte zu dir persönlich in der Frage, was deine Erlösung betrifft, vielleicht auch, was deine Berufswahl betrifft, was dein Leben im Allgemeinen, warum diese Geschichte in besonderer Weise zu dir spricht. Bevor wir damit einsteigen, und wir werden gleich unsere Bibeln zur Hand nehmen, wir werden nicht nur Folien anschauen, möchte ich uns einlassen, ein kurzes Gebet sprechen. Diese Geschichte war ein echter Turning Point des Alten Testamentes. Viele Propheten haben davor und danach darauf Bezug genommen. Ich glaube sogar, die Offenbarung nimmt darauf Bezug. Das werde ich heute am Ende versuchen noch zu zeigen. Aber auf jeden Fall ist diese Geschichte eine Geschichte, die uns alle angeht. Und bevor wir uns sie anschauen, würde ich uns gerne einladen, dass, wo es möglich ist, dass wir für ein Gebet kurz knien. Lieber Vater im Himmel, wir möchten Dir von ganzem Herzen Dank sagen für den Tag, den Du uns geschenkt hast, für die vielen Dinge, die wir erlebt haben und dass wir jetzt noch einmal Gelegenheit haben, über dein Wort nachzudenken. Herr, wir wollen nicht einfach nur Fakten hören. Wir möchten deine Stimme zu unserem Herzen hören. Wir möchten erleben, dass eine Geschichte, die jetzt mehr als 2700 Jahre alt ist, die sowohl in der Bibel als auch außerhalb der Bibel ihren Nachhall gefunden hat, wie diese Geschichte durch deinen Heiligen Geist direkt in unser, in mein und unser persönliches Leben spricht. Ich möchte Dich bitten, dass Du vor mir stehst, dass Du unser Lehrer bist und dass dein Wort nach deiner Verheißung seine Kraft entfaltet. Amen.
[20:04] Schlagt mit mir eure Bibeln auf zu Jesaja Kapitel 7. Jesaja Kapitel 7. Wir werden heute die meiste Zeit, wie der Titel der Predigt sagt, in Jesaja verbringen. Jesaja 7. Wir fangen kurz weiter etwas vorne an, etwa 30 Jahre zuvor. Jede Geschichte hat ja eine Vorgeschichte. Jesaja 7 ab Vers 1. Ihr müsst unbedingt mitlesen und mit denken. Steht nicht an der Leinwand. Jesaja 7, Vers 1: "Und es geschah zur Zeit des Ahas – das ist der König vor Hiskia, des Sohnes des Jotam, des Sohnes des Usija, des Königs von Juda –, da zog Rezin, der König von Aram, mit Pekach, dem Sohn Remaljas, dem König von Israel, hinauf zum Krieg gegen Jerusalem. Er konnte es aber nicht erobern." Es beginnt heute mit einer Belagerung, als die Nachbarn vom Königreich Juda, nämlich die Freunde, also die Freunde, ja, die die Brüder, die feindlichen Brüder aus dem Norden, plus Aram-Damaskus, hier so die nächsten Nachbarn, sich verbünden gegen Jerusalem. Und als diese Verbündeten
[21:09] Jerusalem. Und als diese verbündeten Armeen vom Nordreich Israel und von Aram vor Jerusalem auftauchen, da zittert ganz Juda, da zittert ganz Jerusalem. Vers 2: „Als nun dem Haus Davids berichtet wurde: ‚Der Aramäer hat sich in Ephraim niedergelassen.‘ Da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes, wie die Bäume des Waldes vor dem Wind beben.“
[21:29] So der HERR sprach zu Jesaja: „Geh doch hinaus zum Ahas entgegen, du und dein Sohn Schear-Jaschub, an das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches, zur Straße des Walkerfeldes.“
[21:43] Auch übrigens, falls es euch interessiert, den Ahas, den kann man tatsächlich hier lesen, ja. Lass mich kurz finden, da ist es genau, da ist der König Ahas, der König von Juda. Also, falls ihr euch fragt, ob es den gegeben hat, das ist der Beweis, ja, da steht er. Und den Pekach gibt's auch. Hier ist der Pekach, der König vom Nordreich Israel. Und hier ist der Rakianu, der Rezin, der König von Aram. Die Assyrer nannten Aram immer das Eselsland. Ich weiß gar nicht, warum. Keiner weiß, warum. Das Land des Esels. Sind alles also historische Persönlichkeiten, das nur so am Rande.
[22:21] Hier ist Jerusalem, so wie es dann zur Zeit von Hiskia aussah ungefähr. Da ist höchstvermeintlich dieser Teich. Und da gehen sie also raus, hier am Teich, und irgendwo hier müssen die Feinde stehen. Und der König Ahas, der schaut so herab, der hat solche Angst. Und Jesaja kommt. Merkt euch den Ort: „Das Ende der Wasserleitung des oberen Teiches zur Straße des Walkerfeldes.“
[22:46] Jesaja kommt dorthin und sagt und spricht zu ihm: „Hüte dich und sei ruhig, fürchte dich nicht und dein Herz verzage nicht.“ Die Botschaft des Propheten – believe his prophets – ist: „Fürchte dich nicht, hab keine Angst, verzage nicht vor diesen zwei rauchenden Feuerbrandstummeln.“
[23:06] Ja, die Judäer saßen da: „Was machen wir? Was machen wir? Diese riesige Armee!“ Und Jesaja kommt: „Hey, pass auf, das sind nur so kleine Stummel, die glühen so ein bisschen. Mach dir keine Gedanken, mach dir keine Gedanken über Rezin und Pekach.“
[23:16] Vers 5: „Weil der Aramäer Böses gegen dich geplant hat, samt Ephraim und dem Sohn Remaljas, die sagen: ‚Wir wollen nach Juda hinaufziehen und es in Schrecken versetzen und es für uns erobern und dort den Sohn Tabeels zum König einsetzen.‘“ So spricht Gott der HERR: „Es soll nicht zustande kommen und nicht geschehen.“
[23:35] Und dann steht am Ende von Vers 9 etwas ganz Interessantes. Steht dort: „Wenn ihr nicht glaubt, so werdet ihr gewiss keinen Bestand haben.“ Wir haben heute Morgen von Rahel gehört, wie auch in ähnlicher Situation unter dem Druck der Babylonier Habakuk gesagt hat: „Vertraut auf den Herrn!“ Nicht? Ja, „Der Gerechte wird durch seinen Glauben leben.“ Hier eine ganz ähnliche Botschaft: „Wenn ihr nicht glaubt, so werdet ihr gewiss keinen Bestand haben.“
[24:05] Believe his prophets! Jesaja kommt in einer Krisensituation des Volkes zum König und sagt: „Glaubt Gott! Das ist nicht das Problem.“
[24:18] Und dann möchte er dem König ein Zeichen – oder Gott möchte dem König ein Zeichen geben. Vers 10: „Weiter redete der HERR zu Ahas und sprach: ‚Erbitte ein Zeichen von dem HERRN, deinem Gott! Erbitte es in der Tiefe oder droben in der Höhe!‘“ Ich weiß nicht, was du erbeten würdest, wenn jemand sagen könnte: „Du kannst von Gott erbitten, was immer du willst!“
[24:39] Vers 12: „Da antwortete Ahas: ‚Ich will nichts erbitten, damit ich den HERRN nicht versuche.‘“ Manchmal bräuchte man Könige, die ein bisschen mehr Pepp haben, oder ich weiß auch nicht so genau. Mit diesem König kann man ja keinen Krieg gewinnen.
[24:53] Vers 13: „Darauf sprach Jesaja: ‚Höre doch, Haus David! Ist es euch nicht genug, dass ihr Menschen ermüdet? Müsst ihr auch meinen Gott ermüden?‘“
[25:03] Stellst du dir, stell mal vor, dass Gott vielleicht von uns denkt, dass wir ihn ermüden? Dass Gott sagt: „Hey, ich möchte dir helfen, bitte mich!“ Und wir sagen: „Wer weiß, ob das jetzt so möchte. Jetzt auch nicht irgendwie zu vorschnell sein, ja? Warten wir mal ab, gucken wir mal.“
[25:21] Mit solchen Königen kann das Volk Gottes nicht vorangehen. Wenn Gott uns auffordert, etwas im Glauben zu tun, dann müssen wir es auch tun. Wenn wir morgen noch ein bisschen mehr darüber sprechen. Ahas war kein König für die Krise.
[25:37] Aber Gott möchte trotzdem ein Zeichen geben. Oder Vers 13: „Darauf sprach Jesaja: ‚Höre doch!‘“ Verzeihung, Vers 14: „Darum wird euch der HERR selbst ein Zeichen geben: ‚Siehe, die Jungfrau wird schwanger werden und einen Sohn gebären und wird ihm den Namen Immanuel geben.‘“
[25:55] Da könnte man jetzt allein mit diesem Vers und die ganzen nächsten Kapitel unglaublich viel sagen. Ist ganz spannend und hochtheologisch. Das klemmen wir uns jetzt aber einfach nur, weil wir eine große Linie heute hier sehen wollen. Am Ende wissen wir, unabhängig davon, was es jetzt auch konkret in der Situation bedeutet hat und wie das auch schon in der Zeit eine Botschaft gehabt hat. Am Ende wissen wir, Matthäus sagt uns, die ultimative Erfüllung ist, dass Gott selbst Mensch wird. Der Name Immanuel sagt das: „Immanuel ist mit uns.“ Und Immanuel ist mit uns. Klammer auf, ist Klammer zu: Gott mit uns. Gott. Wir sagen mal: „Gott mit uns.“ Stimmt auch, aber die Betonung ist: „Mit uns ist Gott.“
[26:49] Zeichen. Und dann kommt die ernste Botschaft. Vers 17. Jesaja sagt: „Vergiss den Rezin, vergiss den Pekach, diese Stummel, diese sind nicht das Problem. Es kommt eine viel größere Krise: ‚Der HERR aber wird dich – wird aber über dich, über dein Volk und über das Haus – Vers 17, Entschuldigung – ‚Der HERR aber wird über dich, über dein Volk und über das Haus deines Vaters Tage bringen, wie sie niemals gekommen sind, seitdem Ephraim von Juda abgefallen ist, nämlich den König von Assyrien.‘“
[27:23] Die Assyrer wohnten eigentlich weit weg. Also, hier ist Judäa, da ist das Nordreich Israel, da ist Aram-Damaskus. Das ist hier so der, eigentlich so der Kreis des Alten Testamentes für eine lange Zeit. Die Assyrer wohnten da hinten. Also, übrigens, ein weiter Weg von Jona vom Mittelmeer bis dann weit, weit, weit weg. Aber innerhalb nur eines, einer Generation, eines Königs, schafft es ein Mann namens Tiglat-Pileser, eine echte Kampfmaschine, das assyrische Reich sowohl nach Babylonien als auch hier bis ans Mittelmeer zu erweitern.
[27:55] Fun fact: Als Ellen White in Australien ein Haus hatte und böse Nachbarn, die manchmal irgendwie nicht so richtig unter Kontrolle zu bringen waren, haben sich einen Hund angeschafft. Sie haben sich überlegt: „Wie wollen wir diesen Hund nennen?“ Und sie nannten ihn Tiglat-Pileser. Aber er soll wohl seinem Namen keine Ehre gemacht haben und irgendwie nur schwanzwedelnd dahergelaufen ist. Tiglat-Pileser war anders. Tiglat-Pileser, ein echter, ein echter Kampfroboter sozusagen und hat das assyrische Königreich zum ersten richtigen Weltreich.
[28:45] Jesaja 8, Entschuldigung, Verzeihung, ab Vers 7. Jesaja 8, Vers 7: „Siehe, so wird der HERR die starken und großen Wasser des Stromes über sie bringen, den König von Assyrien mit seiner ganzen Herrlichkeit. Der wird sich über alle seine Flussbetten ergießen und über alle seine Ufer treten.“
[28:59] Ein Bild für die Invasion. Das haben übrigens auch die Assyrer selbst verwendet, wenn sie sagen: „Wir haben den Gegner besiegt“, dann sagen sie: „Wir haben ihn planiert wie die Flut, wir haben ihn buchstäblich platt gemacht.“ Das ist ganz typische assyrische Ausdrucksweise.
[29:13] Und „Er wird daherfahren über Juda, es überschwemmen und überfluten, bis an den Hals wird er reichen.“ Die Krise mit den Assyrern wird ihnen bis an den Hals gehen. „Und die Spanne deiner Heeresflügel wird die Breite deines – seiner Heeresflügel wird die Breite deines Landes füllen, Immanuel.“ „Schließt euch zusammen, ihr Völker, ihr werdet doch zerschmettert! Hecht auf, ihr alle fernen Länder, rüstet euch, ihr werdet doch zerschmettert! Ja, rüstet euch, ihr werdet doch zerschmettert!“
[29:38] Die Assyrer waren ja nicht nur Assyrer, das waren viele Völker her. Sie hatten ja die Babylonier erobert, sie hatten die Aramäer erobert, die hatten viele Völkerschaften erobert. Es war ein Vielvölkerheer, eine internationale Armee, die dort in Juda einfallen würde. Und Gott sagt: „Es wird euch bis an den Hals gehen, aber sie werden euch nicht völlig vernichten, denn Immanuel, mit uns ist Gott.“
[30:01] Vers 10: „Schmiedet einen Plan, es wird doch nichts daraus! Verabredet etwas, es wird doch nicht ausgeführt, denn Immanuel, Gott ist mit uns! Mit uns ist Gott.“ Auch wenn die Völker sich verabreden – jetzt hört gut zu – und wenn die Könige Pläne schmieden und wenn sie sich verschwören, wie Rezin und Pekach, sorgt euch nicht.
[30:33] Der nächste Vers ist einer der wichtigsten Verse für unsere Zeit als Adventgemeinde. Vers 11: „Denn so hat der HERR zu mir gesprochen, indem er mich fest bei der Hand fasste und mich davor warnte, auf dem Weg dieses Volkes zu gehen.“
[30:46] Kennt ihr das, wenn man jemanden fest bei der Hand nimmt? Das mache ich mit meinem kleinen Sohn vielleicht, ja, wenn er so, so, so daher toddelt, nicht wahr, der kleine Titus? Und ich möchte, dass er jetzt da lang geht und da lang. Ja, was mache ich dann? Ich nehme ihn fest bei der Hand: „Komm, hier lang.“ Und Gott sagt, der Herr Jesaja sagt, der HERR hat mich fest bei der Hand genommen. Und ich glaube, er möchte auch uns als Gemeinde fest bei der Hand nehmen.
[31:13] Mit welcher Botschaft? „Nennt nicht alles Verschwörung, was dieses Volk Verschwörung nennt.“ Ja, sie haben sich verschworen, es ist eine Verschwörung, aber schaut nicht auf die Verschwörung, denn Gott ist mit uns.
[31:33] Immanuel. „Und vor dem, was es fürchtet, fürchtet euch nicht.“ Gott hat nicht die Adventgemeinde ins Leben gerufen, dass wir all das fürchten, was die Weltmenschen fürchten, wenn sie Telegram aufmachen.
[31:46] Er fasst uns fest bei der Hand und sagt – das bedeutet übrigens, wir sind von alleine vielleicht nicht dazu, also wir haben von alleine vielleicht eine andere Tendenz: „Nennt nicht alles Verschwörung!“
[31:56] Weil Vers 13: „Warum? Den HERRN, der Heerscharen, den sollt ihr heiligen! Er soll eure Furcht.“ Was ist unsere Botschaft? „Fürchtet Gott!“ in die Welt, in der es viele Verschwörungen gibt und viele Katastrophen und viele böse Dinge, ist unsere Botschaft: „Fürchtet Gott! Ihn sollt ihr fürchten! Er soll eure – ihn sollt ihr heiligen! Er soll eure Furcht und euer Schrecken. So wird er euch zum – Achtung! – zum Heiligtum werden, aber zum Stein des Anstoßes und zum Fels des Strauchelns für die beiden Häuser Israel, zum Fallstrick und zur Schlinge für die Bewohner von Jerusalem.“
[32:36] Habt ihr es gelesen, was hier steht? Gott wird euch zum Heiligtum werden. Wie wird denn Gott zum Heiligtum? Ich schlage vor, Gott wird zum Heiligtum, indem er unter uns wohnt. Das Wort wurde Fleisch, es zeltete unter uns. Und als es unter uns zeltete, wurde derselbe Gott, der zum Heiligtum wurde, auch zum Stein des Anstoßes. Sagt das nicht Jesus? Sagt er nicht selbst, dass er, als er auf der Erde war, ein Stein des Anstoßes war?
[33:13] In der Zeit der Krise zeigt sich, ob wir wirklich auf Jesus schauen. Aber nicht nur in Zeiten der Weltkrisen, auch in den Zeiten unserer persönlichen Krisen zeigt sich, ob wir sehen, dass Gott mit uns ist. Und wenn uns das Wasser bis zum Hals steht, ist die Frage: Glauben wir den Propheten, glauben wir der Botschaft, oder ist dann Jesus für uns ein Stein des Anstoßes, über den wir stolpern?
[33:42] Übrigens, schaut mal, wie es dann weitergeht in Vers 16. Jesaja 8, Vers 16: „Binde das Zeugnis zusammen, versiegle das Gesetz in meinen Jüngern.“ Ganz interessant, in dem Zusammenhang wird von einer Versiegelung gesprochen mit dem Gesetz. Können wir heute jetzt nicht viel weiter drauf eingehen, aber nur, dass ihr das mal gesehen habt.
[34:08] Gehen wir ganz kurz – wir das schon ganz kurz – zu Jesaja Kapitel 1. Schaut mit mir, wie Gott die Stadt, die Stadt Jerusalem, betrachtet in Jesaja 1, Vers 21. Jesaja 1, Vers 21: „Da spricht er von dieser Stadt Jerusalem, die gleich diese Riesenkriese erleben wird: ‚Wie ist die treue Stadt zur Hure geworden? Sie war voll Recht, Gerechtigkeit wohnt in ihr, nun aber Mörder.‘ Jerusalem ist zur Hure geworden.“
[34:37] Was ist die Lösung? Wird Gott seine Stadt verlassen? Wird er sie aufgeben? Schaut, was die Lösung ist in Vers 25: „Und ich will meine Hand gegen dich wenden und deine Schlacken ausschmelzen wie mit Laugensalz und all dein Blei wegschaffen. Und ich werde deine Richter wieder machen, wie sie ursprünglich waren, und deine Ratsherren wie am Anfang. Danach wird man dich nennen: ‚Die Stadt der Gerechtigkeit, die treue Stadt.‘“
[35:09] Dasselbe Kapitel, wo Gott sagt: „Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, rot wie Scharlach, sollen sie werden weiß wie Schnee.“ Die Krise ist eine Chance. Die Krise, eine Chance, sich neu zu entscheiden. Und Gott lässt diese Krise zu, damit Menschen den Glauben neu für sich in Anspruch nehmen konnten. Wir werden das gleich sehen.
[35:37] Ohne die war die – die hat es in sich, die war nicht ohne. Schaut mit mir zu Jesaja 10. In Jesaja Kapitel 10, da kriegen wir einen Eindruck davon, wie die Assyrer selbst gedacht haben, wie die so sich selbst gesehen haben beim Erobern.
[35:51] Es heißt hier in Jesaja 10, Vers 13: „Denn er sprach: ‚Durch die Kraft meiner Hand habe ich es vollbracht und durch meine Weisheit, denn ich bin klug.‘“ Das klingt also, wenn ihr Inschriften von Sanherib lest, das ist eins zu eins dasselbe, ja. „Durch meine Weisheit, weil ich so klug bin.“ Und dann ab und zu erwähnt er mal die Götter, die ihm auch ein bisschen geholfen haben. Ansonsten: „Weil ich so stark, weil ich so klug bin.“
[36:10] Dann sagt er weiter: „Ich verrücke die Grenzen der Völker und ihre Vorräte plündere ich und ich stürze die ein wie ein Starker die Thronen hinab.“ Jetzt achtet auf das Nächste: „Meine Hand hat nach dem Reichtum der Völker gegriffen wie nach einem Vogelnest und wie man verlassene Eier zusammenrafft, so habe ich die ganze Erde zusammengerafft und keiner war da, der mit den Flügeln schlug, den Schnabel aufsperrte und piepte.“
[36:36] Also, was ist das Bild? Er sagt, das Bild ist die – die Assyrer kommen und sagen: „Wir erobern jede Stadt, die uns in den Weg kommt, jedes Königreich, eins nach dem anderen.“ Man sieht das bei Tiglat-Pileser, wie ein Reich nach dem anderen erobert. Und das ist für ihn, als ob er zu einem Vogelnest geht und sich die Eier krallt. Und kein Vogel hat irgendeinen Pieps gemacht. Keiner hält ihn auf. Er nimmt sich, was er will. Merkt euch das Bild.
[37:04] Tiglat-Pileser sagt in seiner eigenen Inschrift: „Das Land der Chaldäer in seinem ganzen Umfang wickelte ich ein wie mit einer Vogelfalle.“
[37:21] Und tatsächlich kam er zunächst ins Nordreich. Der König Ahas hat ihn sogar selbst ins Land gerufen, weil er dachte, der Tiglat-Pileser, so ein starker Mann, der kann mir helfen gegen diesen kleinen Pekach hier. Er hat ihn ins Land gerufen und gesagt: „Hey, hilf mir, hilf mir!“ Und Tiglat-Pileser meinte: „Ach, wie schön! Jetzt werde ich sogar noch gerufen, komme ich ja gerne, da kann ich ja gleich helfen.“ Er hat – das ist ein bisschen abgebrochen hier, könnt ihr trotzdem sehen – der hat den König Hosea dann abgesetzt, hat hier die ersten Leute verbannt. Die ersten Israeliten, die für immer ihr Land verloren haben, waren die Leute aus Galiläa, Naftali, da oben am See Genezareth. Die waren die ersten, die von den Assyrern erobert worden sind.
[38:04] Kennt ihr die Stelle in Jesaja 8? Kennt ihr die Stelle? Schaut mal Jesaja 8, das liest man immer mal wieder und man weiß gar nicht, worum es eigentlich historisch geht. Schaut mal Jesaja 8 und dort Vers 23: „Doch bleibt nicht im Dunkel das Land, das bedrängt ist. Wie in der ersten Zeit das Land Sebulon und das Land Naftali gering machte, so wird er in der letzten Zeit den Weg am See zu Ehren bringen.“
[38:29] Wisst ihr, wann sich das erfüllt hat? Nächster Vers: „Das Volk, das in der Finsternis wandelt, hat ein großes Licht gesehen. Über den Bewohnern des Landes der Todesschatten ist ein Licht aufgeleuchtet.“ Wann hat sich das erfüllt? Helft mir! Als Jesus dann im Jahre 29 von Jerusalem dauerhaft seinen Sitz verlegt nach Galiläa und in Galiläa einen Dienst hinlegt, der die Welt für immer verändert, da sagt der Matthäus: „Da erfüllt sich, was der Prophet gesagt hat.“
[38:59] Also, haltet euch fest: Das Land, das als allererstes für immer in die Verbannung ging, weil Tiglat-Pileser kam und sie alle mitgerissen hat, da sagt Jesaja damals schon: „Es ist jetzt im Dunkel, aber hier wird das Licht am hellsten scheinen.“ Ich möchte euch zeigen, wie im Buch Jesaja ständig innerhalb dieser Krisen der Blick vorausgerichtet wird auf den kommenden Messias. Wir haben das gesehen mit Immanuel, nicht wahr? Die Botschaft weist dort schon auf Jesus hin. Wir sehen es hier immer wieder.
[39:28] Dann in Vers 5 in Jesaja Kapitel 9, da heißt es ja dann in Vers 5: „Denn ein Kind ist uns geboren, ein Sohn ist uns gegeben und die Herrschaft ruht auf seiner Schulter. Man nennt seinen Namen: ‚Wunderbarer Ratgeber, starker Gott, Ewigvater, Friedefürst.‘ Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich.“
[39:49] Wer ist das? Helft mir! Das wird immer zu Weihnachten in den Kirchen zitiert, nicht wahr? Wer ist das, von dem es hier heißt: „Denn ein Kind ist uns geboren“? Wer ist das? Jesus Christus, oder? Achtet auf den letzten Vers, achtet, merkt euch den, der kommt gleich drauf zurück: „Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird dies tun.“
[40:08] Also, wir haben jetzt so ein bisschen die Szene gesetzt. Wir sehen, es gab eigentlich eine kleine Krise, die in den Augen des Volkes ganz dramatisch war. Sie haben alle gebebt und gezittert. Aber Jesaja kommt mit einer zweifachen Botschaft. Er sagt: „Hey, das ist das ist verkraftbar, das ist nicht so schlimm. Die größere Krise kommt.“ Und die gesamte Zeit versucht Jesaja deutlich zu machen: „Die Lösung ist Jesus Christus, also der Messias, nicht wahr? Seine Erlösung, Gott mit uns.“ Etwas, was sie damals schon im Glauben in Anspruch nehmen konnten.
[40:43] Die Szene ist gesetzt für eine der größten Dramen, die das Alte Testament, die die Weltgeschichte zu bieten hat: das Jahr 701 vor Christus.
[41:04] Sanherib, ein Enkel von Tiglat-Pileser, relativ frisch im Amt. Er war – es ist ein dritter Feldzug. Zum ersten Mal kommt er hier nach Westen. Als sein Vater Sargon gestorben war auf dem Schlachtfeld, ohne beerdigt zu werden, haben die Leute gedacht: „Na ja, dann haben wir – können wir wieder – sind wir wieder frei, nicht wahr?“ Haben angefangen, das Geld einzustellen, die Steuern einzustellen, auch unsere Freunde hier in Jerusalem. Und nachdem der Sanherib so ein paar andere Sachen geklärt hat, sagt er: „Okay, jetzt nehme ich euch alle vor, jetzt knöpfe ich mich euch vor.“ Und dann zieht er nach Süden und kommt hier zunächst einmal nach Lachisch. Das, was wir gesehen haben, nicht wahr?
[41:55] Und es heißt hier, als der Hiskia, der jetzt im Amt ist, das hört, kriegt es mit der Angst zu tun. Er sendet ihm Geld und: „Pass auf, ja, wir haben ja wir haben die Steuern nicht bezahlt. Ich weiß, es tut mir leid. Hier sind die Steuern, ja, hier Gold und Silber. Bitte nimm so viel du haben möchtest, verschon uns bitte.“ Was die Bibel verschweigt, eine
[42:14] uns bitte, was die Bibel verschweigt. Eine Sache, die Bibel verschweigt nur so ganz andeutet. Er sagt: „Ich habe mich versündigt.“ Aber was uns Sanherib sagt: Es gab unter all den Königen einen König, der treu zu Assyrien stand. Das war der Padi, das war der König von Ekron. Alle anderen haben eine Allianz gemacht, haben gesagt: „Wir werden uns jetzt gegen die Assyrer wehren.“ Und der Padi sagte: „Nein, nein, nein, nein, nein, lass uns mit den Assyrern treu sein.“ Sie haben ihn gefangen genommen. Und ratet mal, wer ihn gefangen gesetzt hat? Hiskia! Der hatte diesen anderen König bei sich in Jerusalem gefangen. So als: „Jetzt zeigen wir da mal, wir werden mal gegen die Assyrer kämpfen.“ Ne? Jetzt kommen die Assyrer mit der gesamten Heeresmacht, und dem Hiskia schlottern die Knie. Sagt: „Es tut mir leid, das war alles gar nicht so gemeint.“ Und er händigt ihm den Padi gleich aus und mit ihm einen riesigen Tribut. Er sagt: „Es tut mir leid.“ Er sieht seinen Fehler ein.
[43:02] Aber Sanherib kennt keine Gnade. Sanherib ist nicht Jesus Christus. Vielleicht kennt ihr das, dass man einen Fehler eingesteht, aber die Welt kennt keine Gnade. Der Satan kennt keine Gnade. Der Satan will uns weiter vernichten. Auch wenn wir unsere Sünden bekennen, bei Satan, bei der Welt finden wir keine Gnade. Sanherib hat überlegt: „Okay, alles klar, danke für das Gold. Wie kriege ich trotzdem die Stadt?“
[43:34] Er sendet die Hälfte seiner Armee samt dem Turtanu – das ist der oberste Reichsmarschall Assyriens; den Rabsaris – das ist der Rab-Saris, das ist der Ober-Eunuch, ist auch ein General; und er nennt den Rab-Schake – das ist der, der gleich die Rede führen wird. Tut mir ein Gefallen, ich habe – das ist meine Privatmission: Ich habe seit vielen Jahren diesen Namen als Rab-Schake ausgesprochen gehört. Er heißt nicht Rab-Schake, er heißt Rab-Schake. Rab-Schake, der Oberste des Trinkens, der Mundschenk, ebenfalls ein General. Die gesamte Elite oder ein großer Ausschnitt der militärischen Elite steht jetzt vor Jerusalem, die Mächtigen der Welt.
[44:16] Und schaut mit mir jetzt in Jesaja 36. Jesaja 36, da werden wir jetzt bleiben. Jesaja 36 und dort in Vers 2: „Und der König von Assyrien sandte den Rab-Schake mit seiner großen Heeresmacht von Lachisch nach Jerusalem gegen den König Hiskia. Und der Rab-Schake stellte sich bei der Wasserleitung des oberen Teiches an der Straße des Walkerfeldes auf.“ Kennt ihr den Ort? Dieser Ort kommt genau zweimal in der gesamten Bibel vor. Einmal 30 Jahre vorher, als diese kleine Minikrise da ist und Jesaja dort steht und sagt: „Hey, glaub mir, glaub dem Herrn!“ Und jetzt 30 Jahre später, als die Vertreter des mächtigsten Herrschers der Welt jetzt dort stehen, um Jerusalem dem Erdboden gleichzumachen.
[45:10] Vers 4: „Und der Rab-Schake sprach zu ihnen: Sag doch dem Hiskia: So spricht der große König, der König von Assyrien: Was ist das für eine Stütze, auf die du vertraust? Ich erkläre es für leeres Geschwätz, wenn du sagst, du hättest Rat und Macht zum Krieg. Auf wen vertraust du denn, dass du dich gegen mich aufgelehnt hast? Siehst du, du vertraust auf jenen geknickten Rohrstab, auf Ägypten, der jedem, der sich darauf stützt, in die Hand fährt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der König von Ägypten, für alle, die auf ihn vertrauen.“
[45:41] Übrigens ist es Tatsache: Immer wieder hat Juda auf Ägypten vertraut, vorher schon, später so schon. Und ich rate euch, ich sage euch: Ägypten hat Juda nie gerettet. Manchmal sind die kurz mit der Armee gekommen, gleich wieder abgezogen. Von Ägypten konnte man nie was erwarten. Ihr Lieben, wir vertrauen so viel auf die Welt. Hiskia war ein gläubiger Mann. Wir wissen aus der Bibel: Er hat den Tempel wieder aufgemacht, hat Reformen eingesetzt. Aber gleichzeitig hat er ziemlich viel Militärisches versucht zu organisieren. Hat diesen Padi gefangen genommen, hat ihn immer wieder nach Ägypten Missionen ausgesandt, um irgendwie sich da eine Allianz zu verschaffen. Jesaja hat gesagt: „Tu das nicht, vertrau auf Gott!“ Und jetzt weiß Hiskia, warum die Ägypter sind eine No-Show.
[46:29] Vers 7: „Wenn du aber zu mir sagen wolltest“ – hier ist übrigens der ägyptische König, der Schabaka, nur falls ihr euch gefragt habt, wer es ist – Vers 7: „Wenn du aber zu mir sagen wolltest: Wir vertrauen auf den Herrn, unseren Gott. Ist das nicht der, dessen Höhen und Altäre Hiskia beseitigt hat, indem er zu Juda und Jerusalem sagte: Nur vor diesem Altar sollt ihr anbeten!“ Es gab vorher eine ganze Reihe von Altären in ganz Judäa. Man kann das archäologisch finden. Man findet zum Teil Tempelanlagen und Altäre, von denen man dann merkt: Ab einem gewissen Punkt sind die aufgegeben worden. Und man verbindet das mit diesen Reformen von Hiskia und später von Josia, der dann gesagt haben: „Wir beten nur in Jerusalem an.“ Also, wir machen nur Gottesdienst in Jerusalem am wahren Tempel, nicht an irgendwelchen Pseudo-Tempeln, nicht an irgendwelchen anderen Tempeln, die dem Ganzen nur irgendwie nachgemacht sind. Sogar die Assyrer hatten von dieser Reform gehört.
[47:28] Und dann geht's noch weiter. Vers 8: „Lass dich doch jetzt einmal mit meinem Herrn, dem König von Assyrien, ein. Ich will dir 2000 Pferde geben, wenn du die Reiter dazu stellen kannst.“ Das ist ungefähr so, als wenn heute jemand sagt: „Du, ich gebe dir 2000 Panzer, wenn du genügend Leute hast, die damit fahren können.“ Die Pferde waren damals die militärische Waffe überhaupt. Die Assyrer hatten sie selbst nicht, sie haben sie immer aus dem Bergland, aus dem Iran, geholt. Ähm, das war also, das ist schon Spott. Ja, komm, das ist so ein bisschen wie: „Eigentlich habe ich keine Lust gegen dich zu kämpfen, weil ich bin zu stark.“ Kennt ihr das, wenn man irgendwie Fußball spielt und die Gegner sind so schwach, dass es eigentlich keine Freude macht? Mein Bruder, der Clemens, das ist ein ausgezeichneter Fußballer. Er war früher auch ein ausgezeichneter Fußballer. Als er Kind war, wollte er mit anderen Kindern spielen. Und da waren einige, die waren nicht so gut, und die wollten nicht mehr mit ihm spielen, weil sie keinen – also, bringt gar nichts. Ja, die haben alleine gegen die zwei gespielt. Und hat er gesagt: „Hey, pass auf, wenn ihr mit mir spielt, wir spielen 20, ich gebe euch 19 Tore Vorsprung.“ Da haben sie mitgemacht. Ja, hat er sie 20:19 besiegt. Ja, das ist so ein bisschen diese Idee: „Ja, komm, ich habe so eine große Armee, ihr seid so ein paar Hänflinge da drinnen. Komm, ich gebe euch Pferde, damit es ein bisschen mehr Spaß macht, der Kampf.“
[48:57] Chance. Und dann sagt er Vers 10: „Nun aber, bin ich etwa ohne den Befehl des Herrn gegen dieses Land heraufgezogen, um es zu verderben?“ Helft mir, was sagt er? Er sagt: „Ich stehe hier im Namen deines Gottes!“ Hat er das geglaubt? Ah, wohl vielleicht nicht. Ja, aber die, das ganze Volk auf den Mauern, das fragt jetzt: „Okay, kann das vielleicht sein, dass...?“ Das ist es interessant, nicht wahr, dass hier die größte Krise in der Geschichte Israels, eine der größten Krisen, damit zu tun hat, dass der Feind vorgibt, im Namen Gottes zu handeln. Also, wenn euch da nicht die Ohren klingeln, dann weiß ich nicht.
[49:40] Und dann kommen einige Leute raus: „He, pass auf, pass auf, lass uns das irgendwie im Geheimen klären, okay? Jetzt nicht hier vor allen Leuten, das ist ein bisschen peinlich. Sprich doch bitte Aramäisch, ja, weil die Handelssprache, das verstehen wir. Du kannst es auch. Ja, bitte rede Aramäisch. Dann hören das die Leute nicht. Wir wollen nicht, dass die alle Angst kriegen.“ Ja, da sagt der Rab-Schake: „Okay, alles klar.“ Geht vorbei, stellt sich vor die Mauer und spricht auf Judäisch, dem direkten Dialekt, den die Leute sprechen, damit sie es alle hören und niemand im Zweifel ist, dass Sanherib diese Stadt einnehmen wird, dass er alle mitnehmen möchte. Und wer sich nicht freiwillig ergibt... Punkt, Punkt, Punkt. Sie die Reliefs, die man überall sehen kann.
[50:27] Und die Leute, die zittern wirklich. Das Wasser steht ihnen bis hier. Das gesamte Land verwüstet, alle Städte eingenommen. Lachisch, die zweitgrößte Stadt, schon im Erdboden gleich fast. Und Jerusalem – der Jesaja sagt an einer Stelle: „Wäre uns die Stadt Jerusalem nicht wie eine Hütte im Gurkenfeld geblieben, wir wären ganz verloren wie Sodom und Gomorra.“ Eine einzige Stadt, die noch aushält, und die ist ohne Chance.
[50:55] Und dann macht er ihnen einen richtig coolen Deal, wie er denkt. Er sagt: „Pass auf, schaut mal in Vers 15: ‚Lasst euch von Hiskia auch nicht auf den Herrn vertrösten, wenn er sagt: Der Herr wird uns gewiss erretten und diese Stadt wird nicht in die Hand des Königs von Assyrien gegeben werden! Hört nicht auf Hiskia! Denn so spricht der König von Assyrien: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus, so soll jeder Mann von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und das Wasser seines Brunnens trinken, bis ich komme und euch in ein anderes Land führe, ein Land, das eurem Land gleich ist, ein Land voll Korn und Most, ein Land voll Brot und Weinbergen. Lasst euch von Hiskia nicht verführen, wenn er spricht: Der HERR wird uns erretten! Hat etwa irgendeiner von den Göttern der Heidenvölker sein Land aus der Hand des Königs von Assyrien erretten können? Wo sind die Götter von Hamat und Arpad? Wo sind die Götter von Sefarwaim? Haben sie etwa Samaria errettet?‘“ Und so weiter und so fort. Er sagt mit anderen: „Pass auf, ich mache einen Deal mit euch: Keiner von euch wird sterben, keiner wird seine Haut verlieren. Keinem wird etwas zuleide getan. Kommt einfach raus, verlasst euer Land, ich bringe euch woanders hin.“
[52:12] Eingewilligt, wäre dir das Land, das Gott dir gegeben hat, so wichtig, um jetzt hier in der Stadt zu bleiben, oder hättest du gesagt: „Na ja, weißt du was, glücklich kann ich auch in Medien werden. Ja, Syrien ist bestimmt ganz schön. Die Assyrer haben es doch bestimmt auch in Syrien nett. Ja, da gibt's auch Palmen und vielleicht gibt's sogar besseres Essen. Kann ich auch eine Familie gründen. Muss ich unbedingt hier in diesem Land bleiben? War das Land, das Gott ihnen gegeben hat, gegeben?“ Es kommt eine Zeit in deinem persönlichen Leben, wo du entscheiden musst: Will ich bei dem bleiben, was Gott mir gegeben hat, oder will ich den einfachen Weg gehen? Es kommt eine Zeit, in der wir als Gemeinde uns entscheiden müssen: Wollen wir bei dem bleiben, was Gott uns als Botschaft gegeben hat, oder wollen wir einen einfachen Weg gehen?
[53:03] Und Sanherib hat recht: Keiner der Götter hatte jemals nur gepiepst. Erinnert euch das an das Bild von den Vögeln? Ja, der König geht und reißt die ganzen Eier aus den Nestern, und keiner schlägt mit dem Flügel, keiner piept. Und er hatte Recht, denn die ganzen anderen Religionen, alle Weltanschauungen, die es damals gab, niemand konnte gegen Assyrien helfen, niemand.
[53:30] Das Land war ihres. Und dann kommt diese Frage hier in Vers 20: „Wen unter allen Göttern dieser Hand, der sein Land aus meiner Hand errettet hätte, dass der Herr Jerusalem aus meiner Hand erretten könnte?“ Wer kann aus meiner Hand erretten? Das klingt so wie ein anderer König, ein paar, na ja, über 100 Jahre später, Nebukadnezar der Zweite: „Wer ist der Gott, der euch aus meiner Hand erretten könnte? Beugt euch einmal, und alles ist gut.“
[54:06] Bleibst du bei dem, was Gott dir gezeigt hat? Ihr Lieben, ich glaube, es ist die Zeit gekommen, dass wir junge Menschen brauchen, dass wir Pastoren brauchen, Gemeindeleiter, Missionsleiter, Menschen in den Gemeinden, egal in welchen Ämtern, die aus Liebe zu Gott, im Vertrauen auf die Propheten, bei dem bleiben, was Gott uns gezeigt hat. Hiskia hatte den Leuten gesagt: „Sagt ihm kein Wort.“ Und so steht der Rab-Schake und wirft seine ganze Propaganda hin. Und dieses ganze Volk benimmt sich wie eine deutsche Gottesdienstgemeinde: Sagt keinen Ton!
[55:00] Hiskia ist verzweifelt. Vers 37, Kapitel 37, Vers 1. Jesaja 37, Vers 1: „Es heißt: Und es geschah, als der König Hiskia dies hörte, da zerriss er seine Kleider, hüllte sich in Sacktuch und ging in das Haus des Herrn. Und er sandte Eljakim, der über den Palast gesetzt war, und Schebna, den Schreiber, samt den Ältesten der Priester, in Sacktuch gehüllt, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz. Und sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Das ist ein Tag der Not und der Züchtigung und ein Tag der Schmach, in die die Kinder sind bis zum Durchbruch gekommen, aber da ist keine Kraft zum Gebären.“ Das ist ein Bild. Ich glaube, ihr alle wisst wahrscheinlich, wenn bei einer Geburt das Kind anfängt rauszukommen, aber dann die Kraft fehlt, es rauszupressen. Ich meine, heute gibt's alle möglichen Methoden. Heute kann die Wissenschaft eingreifen, die Ärzte können alles möglich machen. Man kann das Kind dann vielleicht durch Kaiserschnitt holen, man kann die Glocke nehmen. Gab es alles damals nicht. Viele Kinder sind damals gestorben. Sie sind quasi kurz vor dem Leben gestorben, sie kamen einfach nicht mehr raus. Das war eine ganz schlimme Notsituation. Jesaja sagt: „So fühle ich eine Riesenkriese.“
[56:01] Und dann tut er etwas sehr Interessantes. Vers 4: „Vielleicht wird der HERR, dein Gott, die Worte des Rab-Schake – Rab-Schake, Verzeihung – hören, denn sein Herr, der König von Assyrien, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen und wird die Worte bestrafen, die der Herr, dein Gott, gehört hat. So lege doch Fürbitte ein für den Überrest, der noch vorhanden ist.“ In diesem Jahr, im Jahre 701, hat sich ein Konzept im Denken Israels verfestigt: Das seitdem die Propheten, die losgelassen hat, die Übrigen, die in der Stadt sind. Da sind noch welche, die sind noch lebendig. Jerusalem, der Sammelort, wo alle hingekommen waren. Alle anderen Städte schon verwüstet, das ganze Land überschwemmt mit Assyrern. Es gibt noch eine Stadt, da sind noch Übrige, die sind noch lebendig, die sind noch nicht eingenommen. Werden sie standhalten oder werden sie alles aufgeben?
[57:01] Auf die Frage von Hiskia gibt es später bei Jesaja eine interessante Antwort. Gott sagt später mal: „Sollte ich bis zum Durchbruch bringen und doch nicht gebären lassen?“ Du denkst, das ist eine große Krise, aber jede Krise kann ich lösen. Und so lesen wir in Jesaja 37, wie Hiskia den Propheten Jesaja bittet. Jesaja: „Bitte, bete für mich.“ Hast du Menschen, für die du bitten kannst, dass sie für dich beten? Kommen über Menschen auf mich zu und sagen: „Bete für mich!“ Und er geht zu Jesaja, sagt: „Bitte, bitte bete für uns!“ Jesaja macht das. Und Jesaja kommt dann zu ihm oder sendet eine Botschaft zu ihm. Und da heißt es hier in Vers 6: „Da sprach Jesaja zu ihm: So sollt ihr zu eurem Herrn sprechen: So spricht der HERR: Fürchte dich nicht vor den Worten, die du gehört hast.“ Als die kleine Krise da war, kam Jesaja und sagte: „Fürchte dich nicht!“ Der sagte dann, es gibt eine größere Krise. Aber als die größere Krise kommt, sagt Jesaja: „Fürchte dich nicht!“
[58:05] Die Botschaft Gottes in jeder Krise, ganz egal, ob wir unseren Schlüssel verloren haben und nicht finden, oder ob wir unsere Gesundheit verloren haben und nicht wiederfinden, oder unseren Ehepartner. Egal, ob die Krise klein oder groß ist, die Botschaft ist immer dieselbe: „Fürchte dich nicht!“ Ich glaube, dass die kleinen Krisen dafür da sind, dass wir die großen trainieren, dass in den kleinen Krisen das „Fürchte dich nicht!“ in uns hineindringt, damit wir für die großen vorbereitet sind. Fürchte dich nicht! Schaut mal, wie oft das bei Jesaja überhaupt vorkommt. Kennt ihr alle, oder: „Fürchte dich nicht, denn ich bin mit dir! Ich bin dein Gott, ich stärke dich, ich helfe dir auch.“ Oder hier Vers 13: „Ich bin der Herr, dein Gott, ich ergreife deine rechte Hand und ich sage dir: Fürchte dich nicht, ich helfe dir.“ Oder hier: „So fürchte dich nicht, du Würmlein Jakob, du Häuflein Israel, denn ich helfe dir.“ Lieber Freund, liebe Freundin, egal wie du dich fühlst, und wenn du dich wie ein Würmlein fühlst, der Gott des Universums sagt dir heute: „Fürchte dich nicht, ich stehe an deiner rechten Hand, nicht nur um dich fest bei der Hand zu nehmen, damit du nicht in irgendwelche komischen Sachen abdriftest, sondern ich stehe bei dir, um dich bei der Hand zu nehmen, was immer du gerade durchmachst. Ja, du bist klein. Ja, du bist kurzsichtig. Ja, wir Menschen sind dumm, aber Gott ist allmächtig, Gott ist stark, und er möchte, dass wir verstehen, dass egal wie uns das Wasser bis zum Hals steht, er kann und will uns helfen. Fürchte dich nicht!“ Wie ein Refrain zieht sich das durch das Jesajabuch. „Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst, ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“
[59:55] Sanherib hört, dass ein Mann namens Taharka – entweder schon König oder Kronprinz, das ist umstritten – aus den Tiefen Nubiens. Mittlerweile herrschen die Kuschiten in Ägypten mit einer Armee anrückt. Das wäre ein eigenes Thema für sich, lassen wir heute. Und er schreibt noch einen Brief an Hiskia. Der Rab-Schake ist abgezogen, aber die ganzen Belagerungswälle sind ja noch da. Und er sendet einen Brief. Schauen wir in Jesaja 37 und dort in Vers 10: „So sollt ihr zu Hiskia, dem König von Juda, sprechen: Lass dich von deinem Gott, auf den du vertraust, nicht verführen.“ Der Prophet sagt: „Glaubt Gott!“ Der Feind sagt: „Lass dich von Gott nicht verführen.“ Kennst du diesen Kampf, wenn die Bibel sagt: „Glaube das!“ und eine Stimme sagt vielleicht: „Na, das kannst du nicht glauben, das ist vielleicht zu cringe, das kannst du nicht glauben, damit verlierst du alle deine Freunde, das kannst du nicht glauben, Gott wird sich sowieso nicht um dich kümmern.“ In unseren Herzen tobt ein Kampf, wem wir glauben. Sollen wir sagen: „Believe his prophets!“ Die Propheten sagen: „Glaubt ihm.“
[1:01:12] Weiter Vers 11: „Siehe, du hast gehört, was die Könige von Assyrien allen Ländern angetan haben, wie sie den Bann an ihnen vollstreckt haben, und du solltest errettet werden?“ Vielleicht denken wir: „Aber schau mal, alle anderen Religionen sind ja gut und alle haben irgendwie ihre äh Probleme. Und wir sollten jetzt wirklich speziell sein? Das Evangelium sollte wirklich eine solche Kraft haben, dass die Verheißung Gottes sich tatsächlich erfüllen? Bei ausgerechnet bei uns soll es jetzt anders sein?“ Manchmal zürnen wir die Gemeinde und sagen: „Schau mal, es funktioniert doch bei den anderen auch nicht. Bruder X, Schwester Y, guck sie doch an, die sind doch auch nicht bessere Christen als andere. Und soll es jetzt bei mir funktionieren? Sind doch alle eh gleich.“
[1:01:53] Oder lieber junger Mann, lieber junge Frau, lass dir von nicht die ganzen Niederlagen der anderen vorführen, so wie Sanherib hier dem Hiskia die ganze Niederlage all der Länder vorführt. Und wenn alle hier in diesem Raum abfallen würden – Gott gebe, dass nicht passiert – würdest du glauben, dass Gott die Kraft hat, dass du allein stehen bleibst? Oder schauen wir doch nach links und rechts und gucken, was die anderen machen, und hoffen, dass wir so ungefähr in der Mitte sind und mit allen so halbwegs mitgehen? Lieber Freund, liebe Freundin, Religion, echte Religion, ist eine Sache zwischen dir und Gott. Ganz egal, und wenn alle anderen scheitern: Noah und seine Familie waren die einzigen, die Glauben...
[1:02:47] Familie waren die einzigen, die Glauben hatten. Wenn Noah gedacht hätte: „Na ja, die anderen haben es auch versucht, aber keiner hat so richtig das christliche Leben geschafft, bringt ja nichts.“
[1:02:58] Das hat er nicht gesagt.
[1:03:01] Und ihr Lieben, Gott ruft heute dich. Vielleicht hast du noch keine echte Entscheidung für ihn gefällt, weil der Sanherib – also nicht der hier, ja, ich glaube schon, den Zustand der Toten, ja, aber der, der geistliche Sanherib, der Sanherib hat übrigens als Typus enorm viel Parallelen zu Satan.
[1:03:20] Und ich glaube, so wie der Pharao in Ägypten, ist auch der Sanherib ein Typus auf den Satan. Mit all seiner Selbstherrlichkeit versucht er uns einzureden: „Es bringt doch nichts, Gott wirklich treu zu sein.“
[1:03:32] Und Gott sucht heute junge Menschen und auch alte Menschen und auch Mittelalter-Menschen, die den Sanherib nicht glauben. „Believe His prophets!“ Er sucht auch Könige, wenn ich das so sagen darf, die über ihre Gemeinden wachen.
[1:03:50] Denn Hiskia hatte ja nicht nur Verantwortung für sich selbst, er hatte Verantwortung für Tausende von Menschen in Jerusalem. Seine Entscheidung war auch die Entscheidung für viele andere, eine Verantwortung für eine ganze große Gemeinde. Gott sucht heute auch noch Hiskias, die in den Krisen Gemeinden führen.
[1:04:14] Der König sendet diese Botschaft. Und wisst ihr, was Hiskia dann macht? Dauert nicht mehr lange.
[1:04:17] Vers 14: Hiskia hatte es versucht. Er hatte den Propheten Jesaja gebeten: „Bitte bete für mich!“ Das hat er gemacht.
[1:04:27] Es kam eine Botschaft, aber obwohl die Botschaft jetzt kam: „Fürchte dich nicht!“, war die Stimme von Sanherib immer noch da.
[1:04:35] Kennst du das? Du lässt für dich beten, du bekommst tolle Bibelverse geschenkt, jemand schickt dir eine Predigt, hör dir das an, jemand gibt dir eine Spruchkarte, du liest es, du weißt: „Ah, okay, alles klar!“, und trotzdem ist der Kampf noch nicht vorbei.
[1:04:51] Hiskia macht etwas, was wir alle tun müssen, egal wie viele Menschen für uns beten. Hiskia, so lesen wir in Jesaja 37, Vers 14: „Als Hiskia den Brief aus der Hand des Boten empfangen und gelesen hatte, ging er hinauf in das Haus des Herrn. Und Hiskia breitete ihn aus vor dem Herrn.“
[1:05:08] Er hatte probiert, dass Jesaja für ihn betet. Das ist schön und gut, das ist nett. Ich bete gerne für andere Menschen, aber ich sage dir, das Beste, was du tun kannst, ist: Nimm deine Sorgen, nimm die E-Mails, nimm die Posts, die dich dissen, nimm das, was die Rechnung, die du nicht bezahlen kannst, nimm die Diagnosen, nimm sie und breite sie vor Gott aus und sage: „Hier, Gott, das ist mein Problem.“
[1:05:36] Machst du das? Breitest du deine Probleme vor Gott aus?
[1:05:43] „Herr, ich habe gehört, dass ich mich nicht fürchten soll. Hier ist die, hier ist die E-Mail vom Sanherib.“ Siehst du das?
[1:05:56] Breitest du deine Sorgen, deine Sünden, deine Schuldgefühle breitest du sie vor Gott aus und sagst: „Schau mal hier, nimm du das.“
[1:06:10] Das war der Schlüsselmoment, als ein Mann mit allen seinen Sorgen zu Gott kam. Es wird zu wenig persönlich gerungen im Gebet.
[1:06:32] Und kein United Prayer und keine Gebetsversammlung, kein Gebetstagebuch und alles, was wir so machen, kann das ersetzen, dass ich mein Herz vor Gott zerreiße. Denn wenn das geschieht, geschieht etwas, was durch nichts anderes geschehen kann: Gott greift ein.
[1:06:51] Die Botschaft ist ganz deutlich. Er betet weiter, Vers 17: „Herr, neige dein Ohr und höre, tue deine Augen auf, oh Herr, und sieh! Ja, höre alle Worte Sanheribs, der hierher gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhöhnen.“
[1:07:02] Kennst du das, dass du vielleicht manchmal Gedanken hast, die du gar nicht denken möchtest? Kennst du das, dass da Gedanken kommen: „Das wollte ich eigentlich gar nicht.“ Herr, hörst du das? Siehst du das? Hier ist es.
[1:07:17] „Es ist wahr, Herr, die Könige“, Vers 18, „es ist wahr, Herr, die Könige von Assyrien haben alle Länder und ihr Gebiet verwüstet.“ Stimmt, ja, klar. „Und sie haben ihre Götter ins Feuer geworfen, denn sie waren keine Götter, sondern Werke von Menschenhand, Holz und Stein, und so konnten sie nicht vernichten. Nun aber, Herr, unser Gott, errette uns aus seiner Hand, damit alle Königreiche der Erde erkennen, dass du der Herr bist, du allein.“
[1:07:49] Die Rettung Jerusalems sollte ein Licht für die gesamte Erde sein.
[1:08:00] Schaut mal, Vers 21: „Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und ließ ihm sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Königs von Assyrien, zu mir gebetet hast, nun, dies ist das Wort, dass der Herr gegen ihn geredet hat.“
[1:08:12] Jetzt achtet mal auf die Worte: „Es verachtet dich, es spottet über dich, die – was ist das nächste Wort? – die – ah, habt ihr Leute, was ist das nächste Wort? – die – ihr guckt mich mal an. Auto, wie wurde Jerusalem in Jesaja 1 genannt? Helf mir! Die Stadt ist zur – nein, in Jesaja 1, in Jesaja 1 wurde gesagt, die Stadt wurde zur – die Stadt ist zur geworden.“
[1:08:43] Und jetzt betet ein Mann und alle seine eigenen Sünden, die Sünden des Volkes breitet er aus und Gott sagt: „Die Stadt, die Jungfrau Jerusalem.“
[1:08:52] Wusstet ihr, dass es in Berlin eine Institution gibt, eine Abteilung im Krankenhaus, ich weiß gar nicht welches, wo Frauen sich wieder jungfräulich machen lassen können? In bestimmten Kulturkreisen ist es eine schwere Schande, wenn man nicht Jungfrau ist. Und nachdem sie Fehler begangen haben, wollen sie wieder Jungfrau werden. Ihr Lieben, das ist ein Bild für das Evangelium.
[1:09:12] Durch Sünde sind wir alle zu geworden, aber Gott macht uns aus nicht – Gott macht uns nicht zu Vergebenen.
[1:09:26] Nein, Gott sagt: „Wenn deine Sünde so rot ist wie Scharlach, soll sie werden weiß.“
[1:09:34] Habt ihr heute den Schnee gesehen? Jemand den Schnee beobachtet? Wer von euch hat eine rote Schneeflocke gesehen? Eine rote Schneeflocke?
[1:09:44] Wir können wieder geistlich eine Jungfrau sein. Okay, in anderen Kulturkreisen hätte jetzt jemand gesagt: „Amen!“ Ist okay, ist okay.
[1:10:03] Die Jungfrau Jerusalem. Aber nicht, weil Jerusalem sich so angestrengt hat, oder, sondern weil ein Mensch seine Sünden bekannte, seine Probleme ausbreitete und Gott alles übergab, was er nicht lösen konnte.
[1:10:17] Jetzt schaut weiter in Vers 31, Jesaja 37, Vers 31: „Und was vom Haus Juda entkommen und übrig geblieben ist, die Übrigen – das Thema, das von jetzt an die Prophetie beschäftigt, die Übrigen, das kommt von 701 in Jerusalem –, die Übrigen wird wieder nach unten Wurzeln schlagen und nach oben Frucht tragen.“
[1:10:43] „Denn von Jerusalem wird ein Überrest ausgehen und Entkommene vom Berg Zion, die in Jerusalem werden am Leben bleiben. Sie sind die Übrigen. Sie werden das Land wieder bevölkern.“
[1:10:55] Jetzt achtet auf den nächsten Vers, den nächsten Satz: „Der Eifer des Herrn der Heerscharen wird dies tun.“
[1:11:03] Kennt diesen Vers irgendjemand, diesen Satz? Ich habe euch gesagt, ihr solltet daran denken, nicht wahr?
[1:11:09] In Jesaja 9 hatten wir gelesen: „Denn ein Kind ist uns geboren.“ Ein – nicht wahr? – auf ihm wird die Herrschaft ruhen. Er wird der König sein, er wird der Friedefürst sein, der Ewigvater, der Messias. Und dann stand genau derselbe Satz: „Denn der Eifer des Herrn wird dies tun.“
[1:11:23] Ich möchte euch zeigen, wie sehr diese Geschichte mit dem Evangeliumsplan verknüpft ist, wie sehr diese Geschichte schon auf Jesus hinweist.
[1:11:30] Der Eifer des Herrn. Gott hat einen Eifer. Wisst ihr, dass Gott etwas richtig, richtig sehr möchte? Manchmal gibt es ja so, wenn man ganz lange hungrig gewesen ist, man möchte unbedingt essen, oder man möchte unbedingt jetzt endlich mal wieder sein Hobby haben. Man hat so etwas, was man unbedingt machen möchte.
[1:11:46] Gott steht nicht im Himmel und sagt: „Ah, okay, die wollen jetzt gerettet werden. Hmm, schauen wir mal, was können sie denn anbieten?“
[1:11:54] Gott hat einen Eifer, dich zu retten. Gott hat einen, einen Wunsch, er möchte unbedingt. Wir haben gestern gesehen von seinem ganzen Herzen, von seiner ganzen Seele.
[1:12:06] Die Übrigen, Jesaja 37, Vers 35: „Denn ich will diese Stadt beschirmen.“
[1:12:26] Jesaja 4, Vers 3 hatte gesagt: „Es wird geschehen, jeder Übriggebliebenen Zion und jeder Übriggelassenen Jerusalem wird heilig genannt werden, jeder, der zum Leben eingeschrieben ist in Jerusalem.“
[1:12:38] Kommt euch das bekannt vor? Gibt’s nicht ein Buch des Lebens, wo man eingeschrieben ist? Und zwar nicht in dem irdischen Jerusalem, sondern in welchem Jerusalem? Im himmlischen Jerusalem.
[1:12:51] Und der Satan führt geistlich gesehen Krieg. Er hat die ganze Welt unter sich, aber die, die auf dem Berg Zion stehen, die in Jerusalem eingeschrieben sind zum Leben, die Übrigen, die wie Hiskia dort den Glauben haben, von Hiskia, die werden gerettet werden.
[1:13:10] Denn auf dem Berg Zion und in Jerusalem wird Errettung sein, wie der Herr verheißen hat bei den Übrigen, die der Herr beruft.
[1:13:18] „Es wird geschehen, jeder, der den Namen des Herrn anruft.“
[1:13:20] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du den Namen des Herrn persönlich für dich anrufst, wirst du gerettet werden, egal was du gemacht hast.
[1:13:32] Wenn du persönlich deine Dinge des Lebens vor ihm ausbreitest, sagst: „Herr, du sollst mein Erlöser sein!“, wirst du gerettet werden. Nicht vielleicht, nicht manchmal, nicht hoffentlich, sondern du bist dann gerettet.
[1:13:41] Solange du dabei bleibst, bist du gerettet. Solange du in Jerusalem bist, solange dein Name in diesem Buch des Lebens steht, bist du gerettet.
[1:13:51] Könnt ihr euch an die Vögel erinnern? Keiner hatte gepiept. Die Assyrer sind von Ort zu Ort gegangen, haben die Städte beraubt, wie man Vogeleier aus den Nestern raubt.
[1:14:00] Aber Gott sagt in Jesaja 31: „Wie flatternde Vögel, so wird der Herr, der Herrscher, Jerusalem beschirmen, ja beschirmen und erretten, verschonen und befreien.“
[1:14:10] Gott sagt: „Und wenn alle anderen Vögel keinen Pieps gemacht haben, wenn der Assyrerkönig zu meinem Nest kommt, ich werde mit den Flügeln schlagen, ich werde Piep machen, ich werde ihn nicht an meine Eier lassen. Er wird kein Ei aus diesem Nest klauen.“
[1:14:30] Übrigens, das Wort, das hier steht für „verschonen“, ist das Hebräische „Pasach“, „Pasach“ besser gesagt. Theologiestudenten, das Wort? Als Gott zum Passah vorbeiging, verschonte, rettete der...
[1:14:51] Übrigens, halt das im Hinterkopf.
[1:15:01] Was passiert? Jesaja 37 und dort Vers 35: „Denn ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu erretten, um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.“
[1:15:13] Jetzt kommt es, Vers 36: „Und der Engel des Herrn ging aus und er schlug im Lager der Assyrer 185.000 Mann. Und als man am Morgen früh aufstand, siehe, da waren diese alle tot, lauter Leichen.“
[1:15:35] Als Israeliten am nächsten Morgen aufwachten, war das Problem weg. Es existierte nicht mehr, außer noch in Leichen.
[1:15:44] Über Nacht ein Engel des Herrn. Wusstet ihr, dass jetzt gerade neben euch ein Engel steht, der 185.000 Assyrer besiegt, ohne dass es ihn anstrengt?
[1:16:05] Und du denkst, du bist alleine und du denkst, du musst alleine kämpfen und du denkst, niemand kümmert sich um dich. Hier stehen genügend Engel, um alle Atomsprengköpfe Amerikas, Russlands, Chinas und so weiter auf Null, um nichts und schädlich zu machen.
[1:16:27] Genügend Engel, um alle Dämonen von dir fernzuhalten. „Believe His prophets!“
[1:16:36] Kennt jemand eine Geschichte, bei der das Volk Gottes in höchster Not durch einen Engel gerettet wurde, der durch das Land zog und Menschen getötet hat? Kennt ihr eine Geschichte, die vielleicht irgendwas entfernt mit Passah zu tun hat? Eine Geschichte, wo ein Engel die Feinde tötet, das Volk befreit? Kennt ihr eine Geschichte? Der Auszug aus Ägypten!
[1:16:59] Wir reden immer vom Auszug aus Ägypten. Ich verstehe gar nicht, warum wir die von 701 in Jerusalem sprechen. Es ist dieselbe Geschichte, nur halt anders verpackt.
[1:17:12] Die Israeliten wurden damals frei, weil sie sich öffentlich bekannten zum Blut des Lammes. Jerusalem wurde verschont, weil Hiskia persönlich zu Gott gebetet hat und Gott, Gottes Liebe, Gottes Gnade, Gottes Schutz in Anspruch genommen hat.
[1:17:38] Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus möchte dich retten. Der Exodus weist darauf hin, 1. Mose 3, Vers 15 weist darauf hin, jede Geschichte und sogar die Geschichte der Assyrer, wenn man sie studiert, zeigt am Ende biblisch auf eine Tatsache: Egal wie groß deine Krise ist, egal wie groß deine Schuld ist, Gott will dich retten und er kann es heute tun, wenn du ihm glaubst.
[1:18:02] Während jetzt Karten ausgeteilt werden, möchte ich eure Aufmerksamkeit nur noch auf einen letzten Gedanken richten. Und die Karten können schnell ausgeteilt werden, während wir diese letzten Verse lesen.
[1:18:15] Ich möchte euch zeigen, dass das für die Endzeit wichtig ist. Denn wir glauben nach Offenbarung 12, Vers 17, dass der Drache zornig wurde über die Frau und hinging, um Krieg zu führen mit den Übrigen von ihrem Samen.
[1:18:33] Wir reden so oft davon, wir sind die Übrigen. Ich glaube, ihr habt vielleicht – wir denken zu wenig drüber nach, dass die Geschichte von Hiskia der Urtypus ist, wer die Übrigen sind.
[1:18:51] In Offenbarung 12 wird uns gesagt, dass wir am Ende nicht gegen Sanherib kämpfen, sondern gegen einen noch viel schlimmeren Feind, der noch viel eitler ist und noch viel gefährlicher und der nicht nur ein Vielvölkerheer von Aramäern und von Assyrern zusammenstellen wird, sondern der die gesamten Völker miteinander vereinen wird gegen Gottes Volk.
[1:19:21] Und auch dann wird die Frage gestellt werden: „Wer ist dem Tier gleich? Wer mag mit ihm zu kämpfen?“ Alle anderen Religionen, alle anderen Weltanschauungen, alle anderen politischen Positionen werden keine Chance haben gegen diese letzte Krise.
[1:19:43] Die Frage ist: Werden wir dann eingeschrieben sein im Buch des Lebens des Lammes, das geschlachtet worden ist? Sind wir dann geistlich gesprochen in Jerusalem? Sind wir dort auf dem Berg Zion, wo der Satan nicht hinkommt, im Glauben, im himmlischen Heiligtum, im Glauben an unseren Erlöser, eingeschrieben für das ewige Leben, Teil der Übrigen, die der Satan nicht kriegen kann, weil Jesus für dich und für mich gestorben ist?
[1:20:19] Wisst ihr, Offenbarung 13 kann man eigentlich so lesen wie ein Reenactment von Jesaja 36, 37. In Offenbarung 13, da kommen die ganzen Völker zusammen, das Tier und das Bild des Tieres und alle, alle kommen zusammen, die ganze Welt vereint sich gegen die Übrigen.
[1:20:42] Und am Ende von dem Kapitel, im nächsten Kapitel, Vers 1, heißt es: „Und ich sah, und siehe, das Lamm stand auf dem Berg Zion und mit ihm 144.000, die trugen den Namen seines Vaters auf ihren Stirnen geschrieben.“
[1:20:54] Die am Ende gerettet werden, das sind die Übrigen in Jerusalem auf dem Berg Zion. Das ganze Endzeitszenario ist vorgeschattet in der Geschichte von 701.
[1:21:10] Lieber Freund, liebe Freundin, heute Abend möchte ich dich einladen. Du hast die Entscheidungskarte bekommen und vielleicht hast du heute realisiert: „Auch wenn das Leben mir bis zum Hals geht, die einzige Hoffnung für mich ist, mein Leben Jesus völlig zu übergeben.“
[1:21:31] Gib ihm dein Leben, nicht nur ein Versprechen. Gib ihm nicht dein Versprechen, gib ihm dein Leben. Gib ihm deine Schuld, deine Sünden, die E-Mails, gib alles, was dort ist, die Videos, die Musik. Gib es alles, so wie Hiskia es ausgebreitet hat.
[1:21:46] Vielleicht möchtest du deine Entscheidung erneuern. Wenn das dein Wunsch ist, dass du dein Leben Jesus zum ersten Mal oder erneut übergeben möchtest, bitte kreuze diese Stelle an.
[1:21:56] Vielleicht möchtest du sagen: „Oh, ich möchte die Bibel besser kennenlernen. Ich habe mein Leben Jesus übergeben, aber ich möchte mich vorbereiten auf die – ich möchte Jesus besser kennenlernen.“ Dann kreuz an, dass du Bibelstunden bekommen möchtest.
[1:22:07] Wir werden dich später kontaktieren, wir werden Leute finden, die mit dir die Bibel studieren.
[1:22:13] Vielleicht gibt es heute jemand hier, der heute sagen kann: „Ich bin noch nicht getauft worden, aber warum will ich jetzt länger warten, wenn ich heute verstanden habe, Gott möchte mich retten?“
[1:22:27] Wenn ich heute die Entscheidung fälle, dann weiß ich, dass ich in Jerusalem bin. Möchtest du heute sicher sein, dass du in Jerusalem bist? Dann entscheide dich heute, dein Leben Jesus zu geben in der Taufe, wenn du es noch nicht getan hast.
[1:22:40] Du wirst heute nicht getauft, keine Angst, man wird dich vorbereiten, aber deine Entscheidung heute zählt.
[1:22:50] Kreuze das an. Ich habe davon gesprochen, wir brauchen nicht nur Menschen, die ihr Leben Jesus übergeben haben, wir brauchen Menschen, die in der Gemeinde Verantwortung übernehmen, wie Hiskia.
[1:22:57] Wir brauchen Menschen, die Gottes Volk in der Krise führen, die standhaft zu ihm stehen, die ihre eigene Schuld bekennen und die Gottes Wort treu verkündigen.
[1:23:10] Vielleicht möchtest du mit einem Beruf dich einbringen, Gottes Wort und Evangelium weiterzubringen. Vielleicht als Lehrer, vielleicht in einem medizinischen Beruf, vielleicht auch, indem du als Bankangestellter ein Licht für ihn bist.
[1:23:25] Wenn du deinen Beruf zu einem Licht machen möchtest, dann kreuz das an.
[1:23:30] Und vielleicht gibt’s heute hier jemand, der sagt: „Ich glaube, Gott ruft mich, ein Hiskia zu sein, ein Prediger, der dem Volk Gottes gut vorsteht, der es durch die Krisen navigieren kann.“
[1:23:43] Bitte kreuze das nicht an, wenn du einfach denkst: „Ich habe nichts anderes gefunden, ich probiere das mal aus.“ Aber wenn du den klaren Ruf Gottes spürst, vielleicht schon längere Zeit sich das entwickelt hat, dann folge dem Ruf Gottes, ein Hiskia zu sein.
[1:24:05] Vielleicht möchtest du nicht Vollzeit-Prediger werden, aber dich missionarisch ausbilden lassen. Es gibt Missionsschulen, es gibt sehr gute Missionsschulen.
[1:24:11] Vielleicht möchtest du ein besonderes Jahr für Jesus geben, vielleicht wird’s ein halbes Jahr, aber du möchtest eine Zeit für Jesus geben. Bitte kreuze das an.
[1:24:20] Vielleicht möchtest du einen Hauskreis gründen, eine Caregroup, wo man gemeinsam Gottes Wort studiert, eine kleine Zelle, die dazu führt, dass deine Gemeinde wieder ein richtiges, helles Licht wird. Bitte kreuze das an.
[1:24:36] Und vergiss nicht deinen Namen, deine E-Mail-Adresse, dass wir dich kontaktieren können. Ich denke, die Englischsprachigen haben gesehen, dass es auf Englisch auch das Ganze gibt.
[1:24:48] Wenn wir jetzt schließen, dann möchte ich dich einladen, über nachzudenken, was Jesus für dich getan hat und tun kann.
[1:24:59] Wer von uns möchte heute sagen: „Ich möchte Teil der Übrigen sein?“ Wenn es dein Wunsch ist, auf dem Berg Zion zu stehen mit dem Lamm, versiegelt mit dem Namen Gottes, dann lass diese Entscheidung sichtbar werden, indem du aufstehst und sagst: „Hier stehe ich, ich möchte mit dem Lamm stehen.“ Amen.
[1:25:27] Bevor wir – ich bete – noch einen zweiten Aufruf zu machen. Für alle diejenigen, die angekreuzt haben, sich taufen lassen zu wollen, für alle, die angekreuzt haben, Prediger zu werden, alle, die angekreuzt haben, ein Jahr für Jesus zu geben, möchte ich die Gelegenheit geben, zu einem kurzen Gebet hier nach vorne zu kommen.
[1:25:51] Und wenn du eine dieser drei Dinge angekreuzt hast, dann komm zu mir hier nach – ich möchte speziell für dich beten. Und es ist auch die Gelegenheit für jeden, der das noch nicht angekreuzt hat und eigentlich es ankreuzen wollte oder sollte, diese Entscheidung noch zu fällen. Amen.
[1:26:10] Gibt es noch jemand, der den Entschluss gefasst hat, sich taufen lassen zu wollen, Prediger zu werden, ein Jahr für Jesus zu geben? Kommt ruhig nach vorne.
[1:26:21] Gott sieht doch eure Entscheidung, wenn ihr dort steht, wo ihr seid. Aber wenn wir sie auch sehen, dann können wir euch ermutigen, wenn ihr mal in Zweifel geratet. Nicht? Dann kommt ruhig nach vorne. Amen.
[1:26:33] Amen. Gibt’s noch jemand? Du bist noch nicht getauft, du möchtest getauft werden. Du möchtest ein Hiskia sein und Gottes Volk in dieser letzten Zeit führen als Prediger, als Missionar. Du möchtest dich ausbilden lassen, entweder durch Theologiestudium, durch eine Missionsschule? Komm nach vorne, kommt nach vorne. Amen.
[1:26:52] Wollen den Aufruf nicht bis ins Ewige ausdehnen, aber vielleicht gibt’s noch jemanden, den ich noch einladen möchte.
[1:27:03] Wenn du damit kämpfst, ob du dein Leben ganz in der Taufe geben sollst, dann höre nicht auf den Sanherib. Höre nicht auf den, der sagt: „Das lohnt sich eh nichts.“ Sondern „Believe His prophets!“ Glaube seinen Propheten, es lohnt sich, das ist die beste Entscheidung, die du fällen kannst.
[1:27:24] Und wenn du noch nicht getauft bist und dein Leben...
[1:27:26] noch nicht getauft bist und dein Leben Jesus in der Taufe geben möchtest. Du hast vielleicht noch nicht mal angekreuzt, aber du weißt jetzt eigentlich, wie die richtige Zeit ist. Komm nach vorne.
[1:27:35] Vielleicht gibt es jemanden, der damit kämpft, ob er sein Leben als Prediger weihen soll. Du hast einen tollen Beruf, du hast ein tolles Studium, du hast was anderes vor. So ging es mir auch, ich wollte unbedingt Dirigent werden, bis Gott mich gerufen hat. Vielleicht ruft Gott dich heute auch. Du möchtest Missionar, du möchtest eine Missionsschule besuchen, ein Jahr für Jesus geben.
[1:28:00] Ich werde gleich schließen. In der Regel gibt es immer noch einen, der kämpft, deswegen warte ich noch ganz kurz für einen Moment. Und dann werden wir gleich beten. Wenn du jetzt kämpfst, Amen, dann weißt du, dass die Engel auf dich gewartet haben. Gibt es noch jemanden? Der Pianist ist schon am Ende angelangt. Gibt es noch jemand?
[1:28:31] Dann lass uns gemeinsam niederknien und beten.
[1:28:47] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns sprichst. Ich möchte dir danke sagen, es ist egal, was wir getan haben, egal wie tief wir gefallen sind und egal wie sehr wir vielleicht gedacht haben, dass es ja vielleicht am Ende nichts bringt, dass du trotzdem einen solchen Eifer hast, uns zu retten und dass jeder, der deinen Namen anruft, gerettet wird, dass jeder, der persönlich zu dir betet, auch Sündenvergebung, Befreiung und Frieden findet.
[1:29:36] Und danke, Herr, dass du uns berufst, in dieser ereignisreichen Zeit für deine Gemeinde zu wirken. Herr, du siehst alle Entscheidungen, die heute gefällt worden sind. Vielleicht haben viele andere eine Entscheidung gefällt, mit ihrem Beruf sich einzubringen, vielleicht eine Caregroup zu gründen, einen Hauskreis, vielleicht Bibelstunden zu bekommen. Herr, segne jede einzelne Entscheidung.
[1:29:58] Vielleicht gibt es Menschen, die schon viel für dich arbeiten und trotzdem den Wunsch haben, sich neu dir zu weihen. Herr, du allein kennst unsere Herzen. Ich möchte dich jetzt bitten, dass du in ganz besonderer Weise diejenigen segnest, die den Mut hatten, hier nach vorne zu kommen, dass du ihre Entscheidung versiegelst, was auch immer sie jetzt ist, sei es für die Taufe, für den Dienst für dich als Prediger, für ein Jahr, dass sie in besonderer Weise dir geben wollen. Herr, segne sie, versiegle diese Entscheidung.
[1:30:31] Ich möchte dich auch bitten für diejenigen, die vielleicht diese Entscheidung im Herzen getroffen haben, aber den Mut nicht hatten, nach vorne zu kommen. Diese Entscheidung ist genauso wertvoll und auch du wirst ihnen helfen, diese Entscheidung festzuhalten.
[1:30:49] Ich möchte dich jetzt bitten, dass, wenn wir jetzt von hier gehen und noch ein bisschen Zeit vielleicht verbringen bei Ständen, Gesprächen, dass wir nicht gleich wieder in den Alltagstrott verfallen, sondern dass deine Worte in uns nachklingen und die Entscheidung, die wir getroffen haben, nicht gleich wieder weggelegt wird, dass wir vielleicht darüber erzählen, wenn wir andere treffen und wir auch mit geistlichen Gesprächen diesen Abend beenden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen. Amen. Amen.