[0:35] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Herzlich willkommen allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort zur mittlerweile fünften Folge unserer Serie "Analogien, Bilder, Symbole – biblische Texte verstehen". Es geht insbesondere darum zu verstehen, wie wir prophetische Kapitel der Bibel, die Prophezeiungen, die Weissagungen der Heiligen Schrift richtig interpretieren. Es geht um das Wie, die Hermeneutik, wie die Theologen sagen. Wir haben schon aus verschiedenen Blickwinkeln einige Dinge betrachtet. Heute wollen wir anknüpfen an die Gedanken von letzter Woche. Dort haben wir bereits begonnen, uns mit den Völkern zu beschäftigen und einige Gedanken durchzudenken, die damit zu tun haben, warum oder wie Völker versuchen, Weltherrschaft zu erringen, und dass Jesus eigentlich einmal für alle Ewigkeit König über alle Völker auf dieser Erde sein wird. Wir haben die verschiedenen Prinzipien, die in der gesamten Bibel uns gezeigt werden, angeschaut. Wir haben gesehen, warum Jesus König aller Könige ist, weil er so ganz anders ist als die menschengemachten Königreiche. Und wir wollen heute im zweiten Teil, mit dem wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 3. Mai, weiter dieses Thema nachvollziehen, weiter studieren und noch eine Reihe von anderen Bibeltexten dazu betrachten.
[2:17] Bevor wir beginnen, möchten wir nach guter Gewohnheit ein Gebet sprechen, Gott einladen, unser Studium zu segnen. Und ich lade dich, lieber Freund, liebe Freundin, dazu ein. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns auch heute segnen möchtest, dass dein Segen nicht auf einen Tag, auf eine Woche, einen Monat begrenzt, sondern jeden Tag für uns bereitsteht. Herr, wenn wir jetzt die Bibel öffnen, dann möchten wir dich bitten, dass du alle Gedanken, die nicht von dir kommen, hinwegnimmst und dass dein Geist uns unterrichten kann, dass wir Wahrheit erkennen, wie sie in dir ist, und dass das auch dazu führt, dass unser Herz angesprochen und verändert wird und wir in unserer Freundschaft zu dir wachsen, Herr, dass wir dich besser verstehen und dich lieben und dir glauben. Das bitten wir im Namen Jesu, der jetzt für uns eintritt. Amen.
[3:23] Wir beginnen heute in Psalm 46, Vers 11. Gott spricht und sagt: "Seid still und erkennt, dass ich Gott bin. Ich werde erhaben sein unter den Völkern. Ich werde erhaben sein auf der Erde." Wir haben letztes Mal schon gesehen, dass am Ende Gott unter allen Völkern König der Könige sein wird. Jesus wird zum König über die gesamte Welt gekrönt werden. Hier sagt Gott, er wird erhaben sein unter den Völkern. Auf der Erde wird er hoch erhaben sein. Wir sollen ihn erkennen und still sein.
[4:25] Es geht bei diesem Thema nicht nur darum, dass wir die korrekte politische Philosophie der Bibel sozusagen verstehen, dass wir Weltgeschichte und das Auf und Ab der Völker und der Weltreiche verstehen, sondern dass wir Gott kennenlernen. Wenn wir uns mit den Völkern aus biblischer Sicht beschäftigen, wenn wir das Thema der Weltherrschaft aus der biblischen Perspektive betrachten, dann geht es zuallererst darum, dass wir Gott in seinem Wesen kennenlernen.
[5:00] Und dazu lohnt es sich, immer wieder an den Anfang zu gehen und zu schauen, was Gott sich eigentlich gedacht hatte, was sein Plan A gewesen ist. Wir alle wissen aus der Bibel, dass wir schon lange nicht mehr in Plan A leben, sondern dass Gott immer wieder auf die Sünde und Rebellion und die Umwege der Menschen reagieren musste, um uns zurückzubringen. Wenn wir uns in 1. Mose 2 den originalen Plan A anschauen, was Gott eigentlich für den Menschen gedacht hat, dann lernen wir eine Reihe von Dingen, die uns helfen, heute auch dieses Thema über die Völker und Weltreiche noch besser zu verstehen.
[5:43] In 1. Mose Kapitel 2, Vers 8, direkt nachdem in Vers 7 gesagt worden ist: "Da bildete Gott der Herr den Menschen, Staub von der Erde, und blies den Odem des Lebens in seine Nase, und so wurde der Mensch eine lebendige Seele." Nachdem der Mensch geschaffen worden ist, heißt es jetzt hier in Vers 8, dass Gott, obwohl die Welt schon vollkommen und perfekt war, noch etwas obendrauf gesetzt hat. Es heißt in Vers 8: "Und Gott, der Herr pflanzte einen Garten in Eden im Osten und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte." Gott machte für die Menschen ein Paradies. Obwohl die Erde sowieso schon perfekt war, sollte dieser Ort, dieser Garten, ihre eigentliche Heimat sein.
[6:40] Warum ein Garten und warum sollte er Eden heißen, was so viel wie Wonne bedeutet? Schauen wir in Hesekiel Kapitel 28. Und dort in Vers 12 und 13: "Menschensohn, stimme ein Klagelied an über den König von Tyrus und sprich zu ihm: So spricht Gott der Herr: Oh, du Siegel der Vollendung, voller Weisheit und vollkommener Schönheit. In Eden, im Garten Gottes warst du mit allerlei Edelsteinen bedeckt." Jetzt kommen die ganzen Edelsteine, die werden aufgezählt. Das heißt dann am Ende: "Deine kunstvoll hergestellten Tamburine und Flöten waren bei dir. Am Tag deiner Erschaffung wurden sie bereitet." Und jetzt Achtung: "Du warst ein gesalbter, schützender Kerub. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen." Hier wird von einem Kerub gesprochen im Garten Gottes.
[7:56] Und wir lernen weiter aus diesem Kapitel, dass dieser Kerub in Vers 15 vollkommen war. Es steht Vers 15: "Er war vollkommen und hat dann angefangen zu sündigen." Hier ist niemand anderes gemeint als Luzifer, der zu Satan wird. Er war im Garten Gottes ein leuchtender, schirmender, schützender, gesalbter Kerub. Das war nicht im irdischen Garten Eden, denn als der irdische Garten Eden geschaffen worden ist, war Luzifer schon nicht mehr Luzifer, sondern Satan. Das heißt, wir haben hier einen anderen Garten Eden, einen realen Garten Eden, nicht auf der Erde, sondern im Himmel, der bereits existierte, bevor der auf der Erde geschaffen worden ist. Und Luzifer als damals noch sündloser Engel war einer von den Kerubim, die dort anwesend waren. Und wir wissen aus 2. Mose 25, Vers 18 bis 22, dass die schirmenden Kerubim am Thron Gottes stehen. Mit anderen Worten, der Garten Gottes war der Ort, wo der Thron Gottes war.
[9:15] Wenn also Gott für den Menschen eine Heimat, einen Garten pflanzt und ihn Eden nennt, Ort der Glückseligkeit, dann war das auch ein Hinweis auf das eigentliche Eden, wo der Thron Gottes seit Ewigkeiten stand: der Garten im Himmel. Der Mensch wurde sozusagen – und das macht diese Formulierung vom Garten Eden deutlich – er wurde für das Königreich Gottes geschaffen. Dort war zwar kein physischer Thron im irdischen Garten Eden, aber durch diese Parallele wird deutlich: Gott schuf nicht einfach die Erde und sagte, ihr könnt jetzt machen, was ihr wollt. Er schuf die Erde und schuf den Menschen für das Königreich Gottes.
[10:18] Und wenn wir uns dieses Paradies in 1. Mose 2 anschauen, dann sehen wir, genauso wie auch wir es in Hesekiel 28 vermuten dürfen, dass dieses Paradies wirklich ein Paradies gewesen ist. Es heißt in Vers 9: "Und Gott, der Herr ließ allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießen, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und auch den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen." Gottes Königreich war ein echtes Paradies. Lieber Freund, liebe Freundin, Gottes Königreich ist ein Paradies. Es ist wirklich der Ort, an dem es uns am besten geht. Es gibt nichts Besseres und nichts Schöneres, nichts, was mehr Freude macht, als das Reich Gottes. Das Reich Gottes ist nicht nur der Ort, wo alles stimmt, wo alles wahr ist und wo alles gerecht ist. Es ist auch der Ort, wo die eigentliche Quelle aller Freude und Weisheit, allen echten, sündlosen Genusses, aller tiefsten Liebe ist. Das ist das Reich Gottes.
[11:29] Gott schuf nicht nur diesen Garten für den Menschen, er ließ den Menschen auch an diesem Garten mitarbeiten. In 1. Mose 2, Vers 15 heißt es: "Und Gott, der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre." Gott möchte nicht nur, dass wir passive Konsumenten im Königreich Gottes sind. Er möchte, dass der Mensch im Reich Gottes mitwirkt. Der Mensch konnte das Paradies nicht erschaffen. Er konnte es nicht herbeizaubern. Das Paradies, das sozusagen das Reich Gottes war, war ein Geschenk Gottes. Aber der Mensch, der ebenfalls von Gott geschaffen war, sollte jetzt mit diesem Geschenk arbeiten. Er sollte es nutzen, er sollte es bewahren, er sollte mitarbeiten. Von Anfang an seiner Existenz war der Mensch gedacht als ein Mitarbeiter an dem Ort, wo das Reich Gottes ist.
[13:01] Das habe ich in meinem Leben schon so oft erlebt. Der Mensch ist geschaffen als sein Mitarbeiter im Reich Gottes. Er ist geschaffen als ein Unterkönig, sozusagen ein Mitregierender unter dem König der Könige. 1. Mose 1, ab Vers 26 macht das deutlich. 1. Mose 1, ab Vers 26 bis Vers 28. "Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen nach unserem Bild, uns ähnlich, die sollen herrschen über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über das Vieh, über die ganze Erde, auch über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht." Und Gott schuf den Menschen in seinem Bild, dem Bild Gottes schuf er ihn. Als Mann und Frau schuf er sie. Und Gott segnete sie und Gott sprach zu ihnen: "Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische im Meer und über die Vögel des Himmels und über alles Lebendige, das sich regt auf der Erde."
[14:04] Die Menschen sollten herrschen, nicht als Tyrannen, nicht als absolute, absolutistische Monarchen, die sich von niemandem etwas sagen lassen. Nicht als Diktatoren, sondern als Könige unter dem König der Könige. Lieber Freund, liebe Freundin, im Reich Gottes kann der Mensch ein echter König sein. Kein unabhängiger Tyrann, aber einer, der mit anderen Königen zusammen unter dem König der Könige König sein kann.
[14:40] Die Erlösung bewirkt, dass wir Teil des Königreiches Gottes werden. 2. Mose 19, Vers 4 bis 6. Gott sagt zu den Israeliten durch Mose, nachdem er sie aus Ägypten geführt hat und durch das Meer hindurchgeführt hat und sie auf dem Weg bewahrt hat, er sagt: "Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlers Flügeln getragen und euch zu mir gebracht habe. Wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so sollt ihr vor allen Völkern mein besonderes Eigentum sein. Denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israels sagen sollst." Wir haben letztes Mal schon gesehen, dass Gott durch den Ruf an Abraham zeigen wollte, es gibt all diese verschiedenen Völker, sie alle stammen von Sem, Ham und Jafet ab und sie versuchen mit militärischen Mitteln Gewalt übereinander zu erlangen. Aber Abraham sollte ein eigenes Volk sein, und zwar ein Volk, das nicht ethnisch bestimmt ist, sondern dadurch, dass Gott dieses Volk leitet. Es sollte Gottes Volk sein, ein Kanal des Segens. So soll dieses Volk hier ein Eigentum Gottes sein, um priesterlich zu wirken, um andere Menschen mit Gott vertraut zu machen. So wie ein Priester zwischen Gott und den Menschen sozusagen vermittelt, sollte dieses Volk ein Instrument sein, durch das Gott sich der Welt offenbart. Ein besonderes Volk vor allen Völkern, Gottes besonderes Eigentum. Er sagt, alle gehören mir, aber ihr sollt ein besonderes Eigentum sein.
[16:23] Weil wir geschaffene Menschen sind, gehören wir Gott. Aber wenn wir seine Erlösung annehmen, dann kennen wir ihn, dann können wir ihn lieben, dann können wir seine Wege und Ziele besser nachvollziehen. Wir können unser Leben mit ihm zusammenleben. Wir können mit ihm kooperieren. Wir werden seine Teilhaber.
[16:49] Im Neuen Testament wird deutlich, dass Erlösung nicht nur bedeutet, dass uns unsere vergangenen Sünden vergeben werden, sondern dass es eine neue Realität gibt für den Geretteten, eine neue Qualität des Lebens, eine neue Bestimmung, eine Wiederkehr zu dem, was Gott eigentlich für den Menschen am Anfang gedacht hat. Offenbarung 1, Vers 5 und 6. Hier kommt der Gruß zunächst von dem, der ist und der war, und dann von den sieben Geistern. Und dann in Vers 5 heißt es: "Und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde, ihm, der uns geliebt hat und uns von unseren Sünden gewaschen hat durch sein Blut und uns zu Königen und Priestern gemacht hat für seinen Gott und Vater. Ihm sei die Herrlichkeit und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen." Durch das Blut Jesu werden wir zu Königen und Priestern. So wie im Alten Testament die Israeliten durch den Auszug aus Ägypten, durch Gottes Erlösung zu einem priesterlichen Königtum, einem königlichen Priestertum wurden. Jesus macht uns zu Königen.
[17:55] Und jetzt kommt eine ganz interessante Sache. Wir haben das letzte Mal gesehen in Daniel 7, dass nachdem die verschiedenen Weltreiche präsentiert werden in Daniel 7 – wir werden gleich noch mehr darüber sprechen –, dass dann in Vers 13 und 14 Daniel in den Nachtgesichten sieht, wie das Gericht tagt. Das kommt ja: Babylon mit Persien, Griechenland, Rom, das Papsttum, und dann kommt das Gericht im Himmel kurz vor der Wiederkunft, und die Bücher werden geöffnet. Das Gericht setzt sich. Der Gott, der Vater, präsidiert. Er leitet dieses, er sitzt diesem Gericht vor sozusagen. Und dann kommt in den Nachtgesichten, Vers 13: "Ich sah in den Nachtgesichten, und siehe, es kam einer mit den Wolken des Himmels, gleich einem Sohn des Menschen. Und er gelangte bis zu dem Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht. Und ihm wurde Herrschaft, Ehre und Königtum verliehen, und alle Völker, Stämme und Sprachen dienten ihm. Seine Herrschaft ist eine ewige Herrschaft, die nicht vergeht, und sein Königtum wird nie zugrunde gehen." Hier wird deutlich: Jesus wird König aller Könige. Er wird König über die gesamte Welt. Alle Völker, Stämme und Sprachen dienen ihm.
[18:59] Wir haben gesehen, dass wir aufgerufen sind, alle Völker, Stämme und Sprachen einzuladen, dieser Einladung, diesem Königreich sich anzuschließen. Wir haben letztes Mal gesehen, dass das aramäische Wort hier für "dienen" von seiner Wurzel her eine interessante Nähe, auch wenn man das Aramäische mit dem Arabischen vergleicht, eine interessante Nähe zum Wort "fürchten" hat. Und die Botschaft in Offenbarung Kapitel 14, Vers 7: "An alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen heißt ja: Fürchtet Gott!"
[19:32] Wenn man diese Verse liest, könnte man ja denken, Jesus ist König und alle sind ihm untertan. Aber interessant ist, wenn wir Verse 17 und 18 dazu nehmen, denn hier sehen wir, was es bedeutet, Jesus zu dienen. Hier sehen wir, was es bedeutet, ihn zu fürchten. In Vers 17 und 18 heißt es: "Jene großen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten, dass vier Könige sich aus der Erde erheben werden." Babylon, Medo-Persien, Griechenland, Rom. "Aber die Heiligen des Allerhöchsten – das sind die Gläubigen, das sind die, die an Gott glauben – aber die Heiligen des Allerhöchsten werden die Königsherrschaft empfangen, und sie werden die Königsherrschaft bis in Ewigkeit behalten. Und jetzt, als ob man das fast nicht glauben kann: Ja, bis in alle Ewigkeit!" Wir haben gerade in Vers 14 gesehen, wem die ewige Herrschaft gebührt, nämlich dem Sohn des Menschen. Aber der Sohn des Menschen wird auf dieser Erde nicht als absolutistischer Monarch regieren und niemanden sonst irgendetwas sagen und tun lassen. Wenn Jesus die Königsherrschaft über alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen antritt, dann werden alle Gläubigen mit ihm Königsherrschaft erhalten.
[21:00] Wenn Jesus zum König gemacht wird, dann werden wir zu Mitkönigen gemacht. Wo werden dann die Gläubigen, die ihm im Glauben folgen, zu Mitkönigen gemacht? Wo und wann erhalten sie das Recht mitzuherrschen? Könnte es sein, dass das eine der selten beachteten Aufgaben des großen Versöhnungstages ist, die Gläubigen vorzubereiten auf ihr Mitkönigsamt? So wie Jesus, ihr Fürsprecher dort im Allerheiligsten, am Ende des Gerichtes zum König gekrönt wird und als König der Könige wiederkommt, könnte es sein, dass durch das, was im Allerheiligsten geschieht, auch die Gläubigen auf der Erde vorbereitet werden auf ihr Königsamt? Denn wenn sie bei der Wiederkunft Jesu in den Himmel entrückt werden, lesen wir in Offenbarung 20.
[22:39] Und dort Vers 4: "Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht wurde ihnen übergeben. Und ich sah die Seelen derer, die enthauptet worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen. Und die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild und das Mahlzeichen weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand angenommen hatten, und sie wurden lebendig und regierten die tausend Jahre mit Christus." Wir werden dort Mitkönige sein, Priester und Könige.
[23:21] Deswegen sagt Offenbarung Kapitel 3, Vers 21: "Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe." Wir werden nicht Gott, wir werden auch nicht Jesus. Aber Jesus und Gott in ihrer Eigenschaft sind so, dass sie nicht alles für sich alleine behalten wollen, sondern dass sie Aufgaben delegieren, dass sie Mitarbeiter suchen, uns mitarbeiten lassen, uns teilhaben lassen, und wir dürfen teilhaben an dem Reich Gottes. Wer im Reich Gottes ist, ist nicht ein Unterworfener, der sich einfach fügen muss und kein Recht und keine Meinung hat. Ein Mitglied im Reich Gottes ist ein Mitkönig.
[24:21] Und das unterscheidet das Reich Gottes so fundamental von all den Königreichen in dieser Welt, wo immer nur einer oder vielleicht eine kleine Gruppe von Oligarchen versucht, alles an Macht zusammenzupressen, zu behalten und niemanden sonst daran teilhaben zu lassen.
[24:49] Gehen wir zurück zu 1. Mose 2. In 1. Mose 2, Vers 16 und 17 stellen wir fest, das Reich Gottes hat schon immer ein Gesetz gehabt. Es gibt Gebote im Reich Gottes. 1. Mose 2, Vers 16 und 17. "Und Gott, der Herr gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben."
[25:25] Das Reich Gottes hat Gebote, denn Gott möchte, dass diejenigen, die in seinem Reich sind, eine bestimmte Erfahrung nicht machen. Gott kennt diese Erfahrung. Wir lesen in 1. Mose 3, Vers 22: "Und Gott, der Herr sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unser einer, indem er erkennt, was gut und böse ist." Gott hat die schlimmen Folgen der Sünde erlebt, als Engel, die ihm sehr nahe waren.
[26:37] Und Gott wollte den Menschen diese Erfahrung ersparen. Er wollte den Menschen die Erfahrung ersparen, die die Sünde so mit sich bringt. Aber als der Mensch sündigte, da kamen auch die Folgen und Erfahrungen der Sünde. Gott versprach zwar den Menschen eine Erlösung anzubieten, aber nun erlebten sie, was die Folgen des Bösen sind.
[27:14] Wir lesen in 1. Mose 3, Vers 16, und zur Frau sprach er: "Ich will die Mühen deiner Schwangerschaft sehr groß machen. Mit Schmerzen sollst du Kinder gebären, und dein Verlangen wird auf deinen Mann gerichtet sein. Er aber soll über dich herrschen." Und zu Adam sprach er: "Weil du der Stimme deiner Frau gehorcht und von dem Baum gegessen hast, von dem ich dir gebot und sprach: "Du sollst nicht davon essen", so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen. Mit Mühe sollst du dich davon nähren, dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewächs des Feldes essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zurückkehrst zum Erdboden. Denn von ihm bist du genommen, denn du bist Staub und zum Staub wirst du wieder zurückkehren."
[27:54] Mühe, Schmerzen, Tod, all das, Sünde.
[28:01] Trotz des Erlösungsplanes erleben wir diese Dinge. Gott wollte uns davor beschützen. Wenn es nach Gott gegangen wäre, hätten wir niemals Schmerzen gehabt, niemals mit Mühe unser Essen erarbeitet, als wäre niemand gestorben. Das wäre das Reich Gottes Plan A gewesen.
[28:26] Und selbst der Erlösungsplan, der uns einmal dorthin wieder zurückbringen wird, wo es keinen Schmerz und kein Leid und keinen Tod geben wird, hat nicht verhindern können, dass für eine geraume Zeit auf dieser Erde die Folgen der Sünde selbst die Gläubigen plagen, die die Folgen der Sünde plagen.
[28:59] Die Menschen sollten wählen. Es gab zwei Bäume, mit denen Gott ihnen zeigen wollte: Es ist in eurer Hand. Der eine Baum hieß der Baum des Lebens, der andere hieß der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen. Mit anderen Worten, eine Erfahrung zu machen. Denn in 1. Mose Kapitel 4, Vers 1, heißt es: "Und Adam erkannte seine Frau Eva, und sie wurde schwanger und gebar den Kain." Kein intellektuelles Begreifen, da geht es um eine Erfahrung.
[29:40] Gott hat das Böse nicht nur intellektuell verstanden. Er hat die Folgen des Bösen am eigenen Leib, in seinem Reich gespürt. Er wollte den Menschen davor bewahren. Und stellte er ihm diese Wahl.
[30:06] Der Baum des Lebens, der Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen. Wenn wir Johannes 14, Vers 6 anschauen, dann lesen wir Johannes 14, Vers 6. Jesus spricht zu ihm: "Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich."
[30:25] Jesus ist das Leben. Der Baum des Lebens war ein Symbol für Jesus, ein Symbol für das Leben, das Gott allein geben kann, ein Symbol für unseren Schöpfer und Erhalter.
[30:41] Diese beiden Bäume waren nicht komplementär, also waren nicht nebeneinander und füreinander gedacht. Sie waren eine Wahl: entweder das eine oder das andere. In 5. Mose finden wir diesen Gedanken, dass Gott uns vor die Wahl stellt. In 5. Mose 30, Vers 15 heißt es: "Siehe, ich habe dir heute das Leben und das Gute vorgelegt, den Tod und das Böse." Wir können entscheiden, wollen wir das Gute oder das Böse, wollen wir das Leben oder den Tod? Als dort zwei Bäume standen, den Baum des Lebens und dann den Baum der Erkenntnis, von dem Gott sagte: "Iss nicht davon, denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben." Können wir schlussfolgern: Das war der Baum des Todes. Die Wahl ist: Baum des Lebens oder Baum des Todes.
[31:36] Und das ist die Wahl, die wir tatsächlich wirklich haben. Möchte ich existieren oder nicht?
[31:43] Das ist die Wahl, die Gott einem jeden Menschen stellt. Er möchte nicht, dass jemand gegen seinen Willen existiert. Gott konnte uns nicht fragen vor unserer Erschaffung, bevor wir geboren worden sind, ob wir existieren wollen. Das liegt in der Natur der Sache, dass er das nicht konnte. Er hat uns geschaffen, er hat uns gemacht, und jetzt fragt er uns: Möchtest du existieren?
[32:06] Das ist die Wahl, die wir haben. Manchmal sagen wir salopp, dass wir die Wahl hätten, ob wir mit Gott leben oder ohne Gott leben. Aber das ist keine Wahl. Diese Wahl kann Gott uns nicht geben, denn man kann nicht ohne Gott leben. Selbst die Menschen, die gegen Gott rebellieren, die von Gott nichts wissen wollen, leben jetzt gerade nur deswegen, weil Gott sie noch am Leben erhält, eine Gnadenzeit gibt und sie sozusagen noch ein bisschen weiter am Leben erhält, damit sie Klarheit bekommen, ob sie bei ihrer Entscheidung bleiben wollen oder doch es sich noch einmal anders überlegen. Gott ist gnädig. Er weiß, dass wir manchmal Entscheidungen fällen und gar nicht uns bis ins Letzte klar sind, was wir da tun. Er lässt uns die Chance umzukehren. Aber die Wahl, die wir haben, ist Leben oder Tod. Es geht buchstäblich um Leben oder Tod.
[32:56] Und du und ich, lieber Freund, liebe Freundin, wir können die Wahl treffen, dass wir leben wollen. Und das Leben ist dort, wo das Reich Gottes ist. Er allein ist die Quelle des Lebens. Jesus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Er, der König der Könige in seinem Reich, ist das Leben.
[33:19] Wenn nach der Wiederkunft die beiden Königreiche, das von Jesus und das von Satan, nebeneinander scharf voneinander getrennt sind, denn momentan in dieser Welt haben wir das Reich Gottes manchmal vor unseren menschlichen Augen ähm so eng, oder anders gesagt, dass das Reich Gottes und das Reich Satans mitten in der Gesellschaft sind. Manchmal gehen sie durch die Herzen durch, und Menschen sind auf der einen Seite, wollen Gott folgen, auf der anderen hängen sie bestimmten Sünden nach und folgen damit letztlich Satan. In dieser Welt sind diese beiden Reiche oft ähm ja, nicht, dass sie miteinander zusammenarbeiten, ganz im Gegenteil, aber sie sind beide noch gegenwärtig. Aber nach der Wiederkunft werden diese beiden Reiche scharf voneinander getrennt, in räumlich in dem Sinne, dass alle, die zum Reich Gottes gehören, im Himmel sind und alle, die zum Reich Satans gehören, auf der Erde sein werden. Und dann wird man sehen, dass im Reich Gottes jeder lebt und jeder ein König ist. Und man wird sehen, dass im Reich Satans alle Menschen tot sind und selbst der Satan ein Sklave seiner Sünde ist. Im Reich Gottes gibt es nur Könige. Im Reich Satans gibt es gar keine Könige, sondern nur Sklaven. Sklaven der Sünde und letztlich Sklaven des Todes.
[34:49] Und du und ich, wir stehen heute erneut. Wir stehen letztlich jeden Tag vor der Entscheidung: Wo möchte ich sein? Möchte ich zu jenem Reich Gottes gehören, oder möchte ich zu diesem Reich Satans gehören? Möchte ich vom Baum des Lebens essen oder vom Baum der Erkenntnis? Die Wahl haben wir alle.
[35:12] In Daniel Kapitel 2, wir kommen zurück zu den Völkern. In Daniel Kapitel 2, in diesem berühmten Standbild wird die Weltgeschichte skizziert, wie ein Weltreich nach dem anderen versucht, Herrschaft auszuüben. In Daniel 2 und dort Vers 31 wird die ganze Weltgeschichte dargestellt als eine von Händen gemachte Götterstatue, eine Götzenstatue. In Daniel 2, Vers 31, heißt es: "Daniel gibt ihm jetzt den Traum, nachdem er vorher dafür gebetet hat: "Du, oh König, schautest, und siehe, ein erhabenes Standbild. Dieses Bild war gewaltig und sein Glanz außergewöhnlich. Er stand vor dir, und sein Anblick war furchterregend."" Die Bilder, die wir heute oft in Evangelisationsveranstaltungen verwenden, die Pappmaché- oder aus anderen Materialien hergestellten Daniel 2 Statuen, die sehen meistens gar nicht so schrecklich aus. Aber der König muss erschrocken gewesen sein.
[36:17] Interessant ist dieses Bild vom Schreckensglanz. Schrecklich sieht es aus und glänzend. Für uns sind Schrecken und Glanz im europäischen Denken zwei völlig verschiedene Dinge. Glänzend, das hat was zu tun mit schön, mit hell, mit leuchtend, mit friedlich, oder? Aber im alten Orient gab es diese weit verbreitete Idee vom Schreckensglanz. Die Assyrer nannten ihn z.B. den Melamu. Diese Idee, dass wenn ein König eine Schlacht gewinnt, dann glaubt er, dass entweder er oder seine Götter so einen Glanz haben, der so schrecklich ist, dass die Feinde davor zurückschrecken, niedergeworfen werden, umgehauen werden. Der Schreckensglanz ist der Siegesglanz, nicht nur aber insbesondere bei den Assyrern. Und das zeigt, was dieses Standbild hat genau dieses Motiv, dieser Schreckensglanz, der die ganze Welt erobern möchte, sozusagen ein typisches Motiv für weltliche, erobernde Reiche.
[37:30] Interessant ist, dass dies ein Bild ist, ein Standbild, letztlich ein Götzenbild. Wir sehen ja, dass in Daniel 3, als dann so ein Standbild aufgebaut wird, auch wenn die Metalle anders gewesen sind, der Sinn dieses Bildes darin bestand, es anzubeten. Das Standbild ist ein Götzenbild, und deswegen wird es in Daniel 2 in Vers 34 zertrümmert. Denn wenn das Reich Gottes kommt (dazu gleich mehr), dann zertrümmert es allen Götzendienst.
[38:05] Hier sehen wir in Daniel 2 also die Geschichte der Weltreiche zusammengefasst als Götzendienst. Das Weltreichstreben der großen Mächte ist Götzendienst. Niemand anderes als Satan selbst hat die Idee, die Herrschaft über die gesamte Welt durch unlautere Mittel zu erwerben, mit falscher Anbetung verknüpft. In Matthäus 4 und dort Vers 8 und 9 finden wir die dritte Versuchung. Dort heißt es: "Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: "Dieses alles will ich dir geben."" Mit anderen Worten: Jesus, du wirst Herrscher über die gesamte Welt. Nun, Jesus wird einmal Herrscher über die gesamte Welt sein, aber nicht durch Waffengewalt und nicht durch militärische Eroberung und auch nicht durch Abkürzung und politische Manöver und durch Kompromisse, sondern Jesus wird diese Welt erobern, indem er vor dem (oder hat sie erobert) und wird sie dann in Anspruch nehmen, weil er vor dem gesamten Universum gezeigt hat, dass er bereit ist für jeden einzelnen seiner Untertanen, sogar für seine Feinde, zu sterben. Er hat gezeigt am Kreuz von Golgatha, dass das Leben und die Glückseligkeit seiner Untertanen ihm wichtiger ist als sein eigenes Wohlergehen. Und nur so jemand kann wirklich auf Ewigkeit regieren. Nur so jemand kann König über die ganze Welt sein, wenn dann das Glück und das Wohlergehen aller Bewohner des Reiches Gottes sichergestellt.
[40:17] Aber der Teufel bot ihm eine Abkürzung an. Er bot es, es einfach so zu bekommen, ohne zu demonstrieren, dass er bereit wäre und bereit ist, für jeden sein Leben zu geben. Er bot ihm einfach die Herrschaft an, ohne die charakterliche Eignung zur Herrschaft, ohne die Selbstverleugnung demonstrieren zu müssen. Stattdessen sollte er eines der Gebote Gottes brechen. Mit anderen Worten: Weltherrschaft durch Bruch des Gesetzes, Weltherrschaft durch Sünde. Und das Ganze, wenn Jesus es getan hätte, wäre tatsächlicher Götzendienst im höchsten Sinne gewesen, denn er hätte Satan angebetet. Und die Bibel sagt uns, wenn wir Götzen anbeten (du sagtest der Paulus: Die Götzen gibt es ja eigentlich nicht), dahinter stehen letztlich Dämonen. Und wir sehen hier, wie sehr das Streben nach Weltherrschaft mit Götzendienst in Verbindung steht. Und deswegen ist es kein Wunder. Das ist der Grund, warum in Daniel 2 die Welt, die Geschichte der Weltreiche als ein Götzenstandbild dargestellt wird. Ist das nicht
[41:34] interessant? In Daniel 2 werden diese Reiche dann beschrieben. Wir haben heute hier nicht die Zeit. Wenn man mit Daniel 7 das vergleichen würde und Daniel 8, dann könnten wir all diese Reiche in ihrer geschichtlichen Entwicklung nachvollziehen. Aber dafür ist heute hier nicht die Zeit. Wir haben andere Videos auf Media, wo ihr das ausführlich in Daniel-Seminaren, in Evangelisationsvorträgen nachvollziehen könnt und studieren könnt. Aber hier heißt es jetzt in Vers 32 und 33: "Das Haupt dieses Bildes war aus gediegenem Gold. Seine Brust und seine Arme aus Silber, sein Bauch und seine Lenden aus Erz, seine Oberschenkel aus Eisen, seine Füße teils aus Eisen und teils aus Ton."
[42:10] Wir haben hier Babylon, Medo-Persien, Griechenland, Rom und den römischen Kirchenstaat im Kontext des geteilten Europas. Bleibt nur die Frage, ob jetzt Kirche und Staat oder Europa hier mit Eisen und Ton gemeint sind. Ich glaube, wenn wir Daniel 7 anschauen, wird es ganz deutlich. Nach Rom folgen zehn Hörner, also das geteilte Europa, und ein elftes Horn, das drei ausreißt und dann die ganze Aufmerksamkeit auf sich zieht und größer aussieht als die anderen, nämlich das kleine Horn, das römische Papsttum. Man muss sich nicht für das eine oder gegen das andere entscheiden, beides gehört zusammen. Daniel 2 ist da noch allgemein gehalten. Daniel 7 wird die Auflösung klarer. Wir sehen das deutlich differenziert, aber es gehört untrennbar ineinander zusammen, denn es waren ja die europäischen Mächte, die letztlich auch politisch-militärisch die Anliegen des Papsttums durchgesetzt haben.
[43:01] Und jetzt kommt ein entscheidender, interessanter Punkt in Daniel Kapitel 2, Vers 34. Es heißt in der deutschen Übersetzung... (kurze Pause, Korrektur) ...Verzeihung, Vers 34: "Du sahst zu, bis sich ein Stein losriss, ohne Zutun von Menschenhänden." Wenn man das Aramäische an dieser Stelle wörtlich übersetzt, steht dort eigentlich: "bis sich ein Stein löste, der nicht von Menschenhand war." Hier geht es nicht so sehr darum, dass der Stein einfach ohne Menschenhand sich gelöst hat, sondern dass der Stein selbst nicht von Menschenhand gemacht ist. Man würde sagen: "Ja, es ist doch klar, die Steine sind nicht von Menschen gemacht." Aber alles andere, Gold, Silber, Bronze, Eisen, Eisen und Ton. Dieses Standbild war von Menschen gemacht. Es war eine menschengemachte Statue. Der Stein ist nicht von Menschen gemacht. Und wie diese Statue von Menschenhand gemacht war, ja, die Götzenbilder sind ja von Menschenhand gemacht,
[44:11] so sind diese Reiche, die dadurch repräsentiert werden, menschengemachte politische Gebilde. Es ist der Versuch, mit menschlichen Mitteln die Weltherrschaft zu erreichen. Es sind menschengemachte Weltreiche, aber das Reich Jesu Christi, der Stein, ist nicht von Menschenhand. Es ist kein menschlicher Versuch, das Reich Gottes, die Weltherrschaft zu erreichen. Es ist ein göttlicher Versuch, hat mit menschlicher Sache nichts zu tun und deswegen auch nichts mit Götzendienst, sondern mit Gottesdienst. Die weltlichen Versuche, die mit militärischen Mitteln, mit politischen Manövern Weltherrschaft zu erreichen, die menschlichen Versuche sind Götzendienst.
[45:06] Beim Reich Gottes geht es um Gottesdienst. Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen, und betet den an, der gemacht hat Himmel und Erde und Meer und Wasserquellen. Deswegen werden sie dem König der Könige (Daniel 7). Sie alle Völker werden ihm dienen, weil er ihnen gedient hat und dient und dienen wird.
[45:48] In Vers 35 lesen wir: "Da wurden Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt, und sie wurden wie Spreu auf den Sommertennen. Und der Wind verwehte sie, sodass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild zertrümmert hatte, wurde zu einem großen Berg und erfüllte die ganze Erde." Das Reich Gottes wird das einzige Weltreich sein, das tatsächlich die gesamte Erde erreicht.
[46:26] Babylon hat nur den Nahen Osten. Medo-Persien ging bestenfalls von vom heutigen Bulgarien bis nach Indien, Kaukasus bis nach Äthiopien. Die Griechen kamen auch bis nach Indien von Griechenland aus kommend. Die Römer hatten alles um das Mittelmeer rum.
[46:53] Das Papsttum hat durch europäische Kolonialmächte Zugang sogar zu weit entfernten Gegenden gehabt, aber niemals hat ein sogenanntes Weltreich auch tatsächlich die gesamte Welt beherrscht. Niemals, nie, nie, niemals.
[47:10] Aber Gottes Reich wird die gesamte Erde erfüllen. Und deswegen soll schon vorher, vor der Wiederkunft Jesu die Botschaft vom Reich, dieses Evangelium vom Reich in der ganzen Welt gepredigt werden, und dann wird es Realität. Dann kommt Jesus wieder.
[47:31] Die Wiederkunft Jesu wird sichtbar, dass all die anderen Weltreichsversuche Götzendienst waren und gottlos waren. Das heißt ja hier, dass Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold miteinander zermalmt wurden, und sie wurden wie Spreu auf den Sommertennen. Und der Wind verwehte sie, sodass keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Das ist eine Anspielung ganz deutlich auf Psalm. Verzeihung, nicht Daniel, natürlich Psalm 1 und dort Vers 4: "Nicht so die Gottlosen, sondern sie sind wie Spreu, die der Wind verweht. Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die Sünder in der Gemeinde der Gerechten." Diese weltlichen, menschlichen Weltreichsversuche sind Götzendienst und gottlos.
[48:35] Gottesreich ist echter Gottesdienst und bringt die Freude und das Glück, das schon im Garten von Gott geplant gewesen ist. In Psalm 1 heißt es: "Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rat der Gottlosen, noch tritt auf den Weg der Sünder, noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern seine Lust hat am Gesetz des Herrn, und über sein Gesetz nachsinnt Tag und Nacht. Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbächen, der seine Frucht bringt zu seiner Zeit, und seine Blätter verwelken nicht, und alles, was er tut, gerät wohl."
[49:12] Schauen wir zu Daniel Kapitel 7 und dort Vers 1 bis 3. Daniel 7, Vers 1 bis 3. Im ersten Jahr Belsazars, des Königs von Babel, hatte Daniel einen Traum und Gesichte seines Hauptes auf seinem Lager. Er schrieb den Traum sogleich auf, und dies ist der vollständige Bericht. Daniel begann und sprach: "Ich sah bei Nacht in meinem Gesicht, und siehe, die vier Winde des Himmels brachen los auf das große Meer, und vier große Tiere stiegen aus dem Meer empor. Jedes verschieden vom anderen." Wir wissen aus der Bibel, aus Offenbarung 7, Vers 1 bis 3, dass die vier Winde Schaden verursachen, sollen zurückgehalten werden, damit die Knechte Gottes noch versiegelt werden, bevor die Erde dann geschädigt wird. Wir wissen auch aus Jeremia 25, Vers 32 und 33, dass dort, wo der Wind lang weht, dass da hinterher Erschlagene liegen. Der Wind, ein Symbol also für Krieg. Das Meer, so sagt Offenbarung 17, Vers 15, steht für die Menschenmassen, die Völker und Nationen. Wenn sie sich gegenseitig aufwiegeln und sich gegenseitig schädigen, dann nennt man das Krieg.
[50:18] Und so entstehen die Weltreiche, denn die Tiere sind nichts anderes als Königreiche. Vers 17 sagt: "Jene großen Tiere, vier der Zahl, bedeuten, dass vier Könige sich aus der Erde erheben werden." Vers 23: "Er sprach: "Das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf Erden sein wird. Das wird sich von allen anderen Königreichen unterscheiden, und es wird die ganze Erde fressen, zermampfen, zerstampfen. Verzeihung. Und zermalmen." Die Weltreiche, diese menschengemachten Weltreiche, die in Daniel 2 mit einem Götzenbild dargestellt werden, entstehen durch Krieg. Ihre Entstehung ist also grundsätzlich dem Reich Gottes und seinen Prinzipien entgegengesetzt. Satan hat den Krieg erfunden, nicht Gott.
[51:13] In Offenbarung 13 finden wir, wie dann auch das Papsttum, in Daniel 7 als das kleine Horn bezeichnet, in Offenbarung 13, Vers 1, ebenfalls aus dem Meer hervorkommt: "Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte, und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Köpfen einen Namen der Lästerung." Auch das Papsttum kommt aus der Gegend, dort, wo die Nationen und Sprachen in großer Menge sich befinden. Wir lesen auch in Offenbarung 12, Vers 15 und 16, wie Gottes Gemeinde vor der Verfolgung durch das Papsttum flieht. Es heißt hier: "Und die Schlange schleuderte aus ihrem Maul der Frau Wasser nach wie einen Strom, damit sie von dem Strom fortgerissen würde. Und die Erde half der Frau, und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang den Strom, den der Drache aus seinem Mund geschleudert hatte."
[52:20] Satan versucht also durch Wasser, durch Menschenmassen, diese Menschenmassen zu mobilisieren im Kampf gegen Gottes Gemeinde. Satan versucht also auch die Völker zu instrumentalisieren im Kampf gegen die Wahrheit. Doch wir sehen hier, das wird vereitelt. Die Erde hilft der Frau. Die Erde ist im Gegensatz zum Meer ein Ort.
[52:38] Erde ist ein Gegensatz zum Meer, ein Ort mit wenig Besiedlung. Die Erde ist natürlich keine Wüste per se, wo es gar kein Wasser gibt. Ganz bisschen Wasser gibt's schon, aber im Vergleich zum Meer natürlich sehr, sehr viel weniger. In Offenbarung 13, Vers 11 und 12 sehen wir dann ein Tier, ein Endzeittier, aufsteigen aus der Erde und nicht aus dem Meer. Das heißt hier in Vers 11 und 12: „Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen und es hatte zwei Hörner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache.“ Und es übt alle Vollmacht des ersten Tieres aus vor dessen Augen und bringt die Erde und die auf ihr wohnen, dazu, dass sie das erste Tier anbeten, dessen Todeswunde geheilt wurde.
[53:28] Hier finden wir eine Nation, die nicht dort aufsteigt, wo schon viele Nationen und hochstehende Kulturen gegeben hat, sondern an einem Ort, der relativ dünn besiedelt ist. Hier entstehen die USA, die einen so guten Anfang haben, vergleichsweise, und so viel Potenzial.
[53:51] Übrigens ist hier auch Gottes Gemeinde der Übrigen entstanden, was im Hinblick auf Offenbarung 12, Vers 15, 16, was wir gerade gelesen haben, sehr interessant ist.
[54:05] Das Lektionsheft bringt einen interessanten Gedanken, der bisher wenig so vorgetragen worden ist, im Hinblick auf was Land und Wasser bedeuten. Der Gedanke ist durchaus interessant, allerdings wird er für mein persönliches Dafürhalten noch nicht ausreichend biblisch gründlich begründet.
[54:31] Zur Frage, was die Symbolik Land im Gegensatz zu Wasser bedeutet, ist es vielleicht noch einmal hilfreich, sich vor Augen zu führen, was im Buch „Vom Schatten zum Licht“ dazu geschrieben steht. Es heißt hier: „Aber das Tier mit den lammähnlichen Hörnern sah der Prophet aufsteigen aus der Erde, statt andere Mächte zu erobern und deren Stelle einzunehmen, musste diese neue Nation in einem bisher unbewohnten Gebiet auftreten und sich allmählich und friedlich zu einer Großmacht entwickeln. Es konnte sich nicht unter den engen beieinander lebenden und miteinander kämpfenden Völkern der alten Welt entwickeln, in jenem unruhigen Meer der Völker und Scharen und Nationen und Sprachen. Es muss auf dem westlichen Teil der Erde gesucht werden.“ Das scheint eher dafür zu sprechen, dass in dem Gegensatz Wasser und Land tatsächlich der Unterschied zwischen dicht und spärlich bevölkerten Gegenden zu verstehen ist und nicht ein Gegensatz gottlose Nation – Gottes Volk. Obwohl der Gedanke wirklich interessant ist und vielleicht nicht völlig verworfen werden muss. Vielleicht sind beide Gedanken auch nicht völlig, also schließen sich nicht gegenseitig aus. Aber es wäre auf jeden Fall wichtig, nachdem ich mir die angeführten Bibeltexte angeschaut habe, dass man diesen Gedanken, dass das Wasser für die gottlosen Nationen stehen würde, das Land für Gottes Volk, dass man das noch gründlicher biblisch begründet, wenn man das so sehen möchte. Also, das wäre auf jeden Fall eine Sache, wo wir auch weiter studieren sollten, und wir dürfen dankbar sein, dass uns das Lektionsheft immer wieder auch mal neue Anregungen gibt, über die es sich lohnt, nachzudenken oder weiter zu forschen.
[56:18] Kommen wir noch zu Offenbarung Kapitel 10.
[56:25] Offenbarung Kapitel 10 und dort Vers 1: „Und ich sah einen anderen starken Engel aus dem Himmel herabsteigen, bekleidet mit einer Wolke. Und ein Regenbogen war auf seinem Haupt und sein Angesicht war wie die Sonne und seine Füße wie Feuersäulen. Und er hielt in seiner Hand ein offenes Büchlein. Und er setzte seinen rechten Fuß auf das Meer, den linken aber auf die Erde. Und er rief mit lauter Stimme, wie ein Löwe brüllt. Und als er gerufen hatte, ließen die sieben Donner ihre Stimmen vernehmen.“
[56:53] Hier kommt Jesus mit einer besonderen Botschaft. Wir wissen, dass es Jesus ist, denn sein Angesicht leuchtet wie die Sonne, so wie in Offenbarung 1, Vers 16 und in Matthäus 17, Vers 1 und 2. Wir wissen, dass es um den Thron Gottes geht, denn der Regenbogen als ein Zeichen des Bundes findet sich in Offenbarung 4 am Thron Gottes. Und wenn hier die Wolken und die Feuersäule erwähnt werden, dann geht es offensichtlich darum, dass Jesus, so wie damals das Volk Israel, dass er sein Volk führen möchte.
[57:30] Warum möchte Jesus sein Volk in Bezug auf den Thron Gottes führen? Nun, die Antwort ist einfach: Der Thron Gottes verändert seinen Ort. In Daniel 7 und dort in Vers 9 und 10, dort, wo es ja dann auch um die Aufrichtung des Reiches Gottes geht, in Daniel 7 und dort Vers 9 und 10 heißt es: „Ich schaute, bis Throne aufgestellt wurden und ein Hochbetagter sich setzte. Sein Gewand war schneeweiß und das Haar seines Hauptes wie reine Wolle. Sein Thron waren Feuerflammen und dessen Räder ein brennendes Feuer. Ein Feuerstrom ergoss sich und ging von ihm aus. Tausendmal Tausende dienten ihm und hunderttausendmal Hunderttausende standen vor ihm. Das Gericht setzte sich und die Bücher wurden geöffnet.“
[58:15] Throne werden aufgestellt. Unter anderem der Thron Gottes bewegt sich vom Heiligen ins Allerheiligste. Und Jesus hat eine Botschaft an sein Volk und sagt: „Kommt, folgt mir nach!“ Wolke und Feuersäule, folgt mir an den Ort, wo wir jetzt sind, der Vater und ich.
[58:43] Jesus wird als Engel dargestellt, weil er eine Botschaft hat. Und diese Botschaft ist offensichtlich enthalten in diesem geöffneten Büchlein, wie die meisten Übersetzungen richtigerweise sagen. Die Schlachter-Übersetzung ist hier nicht ganz ideal. Es ist ein geöffnetes Büchlein. Es war einmal verschlossen. Das erinnert uns an das Buch Daniel, das in Daniel 12, Vers 4 versiegelt worden ist. Nicht alles im Buch Daniel war versiegelt.
[59:04] Versiegelt war insbesondere die Botschaft von dem Gesicht der Abende und Morgen. Daniel 8 und dort Vers 26, und Daniel 8 Vers 26 sagt: „Was aber über das Gesicht von den Abend und Morgen gesagt worden ist, das ist wahr, und du sollst das Gesicht verwahren, denn es bezieht sich auf fernliegende Tage.“ Das sind die 2300 Abende und Morgen in Daniel 8, Vers 14. Dann wird das Heiligtum gerechtfertigt werden. Dann ist die Reinigung des Heiligtums. Dann ist der große Versöhnungstag. Dann geht der Hohepriester Jesus Christus in das Allerheiligste.
[59:43] Throne werden aufgestellt. Jesus bittet sein Volk: „Folgt mir nach!“ Und er brüllt wie ein Löwe. Wir haben die Zeit nicht, aber Bibelstellen dazu haben wir in unserem Sendemanuskript notiert: Jesaja 21, da geht's davon, dass Babylon fällt und Israel befreit wird. Hosea 11: Gott sammelt sein Volk, eine Botschaft der Hoffnung und der Wiederherstellung. Amos Kapitel 3: Es geht um Prophetie.
[1:00:10] Jesus selbst bringt das Buch Daniel, bringt die entscheidende Passage aus Daniel 8, Vers 14 hier in der ganzen Welt und möchte zeigen, dass das Evangelium vollendet werden soll, denn es heißt jetzt in Vers 5, 6 und 7: „Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, er hob seine Hand zum Himmel und schwor bei dem, der lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel geschaffen hat und was darin ist und die Erde und was darauf ist und das Meer und was darin ist: Es wird keine Zeit mehr sein, sondern in den Tagen der Stimme des siebten Engels, wenn er in die Posaune stoßen wird, soll das Geheimnis Gottes vollendet werden, wie er es seinen Knechten, den Propheten, als Heilsbotschaft verkündet hat.“
[1:00:58] Das Evangelium, die Heilsbotschaft als das Geheimnis Gottes in Kolosser 1, Vers 27 definiert als „Christus in euch, die Hoffnung der Herrlichkeit“. Das soll vollendet werden in der siebten Posaune, und wir schauen nach in der siebten Posaune und finden dort in Offenbarung Kapitel 11, Vers 19: „Der Tempel Gottes im Himmel geöffnet und die Lade seines Bundes wurde sichtbar in seinem Tempel.“
[1:01:20] 1844 geht die Tür auf in das Allerheiligste. Das Evangelium wird vollendet. Jesus hat eine Botschaft an die ganze Welt, denn er steht mit einem Bein auf dem Wasser, mit einem anderen steht er auf der Erde. Die gesamte Welt, alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen sollen wissen: Das Evangelium wird jetzt vollendet. Der nächste Abschnitt des Erlösungsplanes vor der Wiederkunft wird jetzt realisiert seit 1844. Das ist Jesus so wichtig, dass er selbst mit dem Buch Daniel herabkommt und dem Volk Gottes sagt: „Folgt mir nach!“ Warum gibt es heute so viele, die das als unwichtig abtun, die glauben, das ist nicht wichtig, das wäre keine von besonderer Bedeutung? Das ist die Adventbotschaft.
[1:02:18] 1844: Das Gericht, das Gesetz, der Sabbat sind kein Add-on zum eigentlichen Evangelium, sondern das Evangelium vollendet sich in der Adventbotschaft. Und deswegen heißt es in Vers 11: „Und er sprach zu mir: Du sollst nochmals weissagen über viele Völker und Nationen und Sprachen und Könige.“ Und das geschieht dann in Offenbarung 14, Vers 7. Und ich sah, Vers 6, Verzeihung. Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium zu verkünden, denen die auf der Erde wohnen. Und zwar jeder Nation und jedem Volk und jeder Sprache und jedem Volk.
[1:02:53] Das Evangelium, das im Laufe der Kirchengeschichte immer wieder weiter entdeckt worden ist, neu entdeckt worden, wiederentdeckt worden Stück für Stück für Stück, wird jetzt in seiner ganzen Fülle, in seinem ganzen Umfang entdeckt und verstanden und gepredigt. Dazu gehört die Furcht Gottes und die Ehre und die Stunde seines Gerichts. Es gibt immer wieder Menschen, die sagen, ja, das eine wäre das Evangelium und dann kommt die Adventbotschaft mit so anderen wichtigen Sachen. Nein, nein, nein, nein, nein. Offenbarung 14 beschreibt das vollendete Evangelium inklusive der zweiten und dritten Engelsbotschaft bis Vers 12, bis Vers 14, meine, bis zur Wiederkunft. Das Evangelium geht weiter als die meisten Christen glauben, und alle Völker, Nationen, Stämme und Sprachen sollen davon hören.
[1:03:43] Die Dreifache Engelsbotschaft kündigt an, dass Jesus für immer rechtmäßiger König sein wird. Sie führt direkt zur Wiederkunft. Denn in Vers 14, nachdem sie gepredigt worden ist, sehen wir in Vers 14: „Und ich sah, und siehe, eine weiße Wolke.“ Und auf der Wolke saß einer, einem Menschensohn gleich. Er hatte auf seinem Haupt eine goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel.
[1:04:12] Jesus kommt als König der Könige. Und unsere Aufgabe jetzt ist es, die Völker zu warnen, die Völker einzuladen, dass sie teilhaben können an dem wahren Weltreich, dass sie aufhören sollen, sich an menschengemachten Weltreichen zu versuchen und auf das wahre Weltreich warten, statt ihre Hoffnung zu setzen auf Diktatoren und auf starke Männer und auf irgendwelche Imperien, ihre Hoffnung zu setzen auf den, der für sie gestorben ist.
[1:04:48] Statt auf Weltreiche zu hoffen, die sie letztlich nur unterdrücken, auf das Reich Gottes zu warten, das für alle Ewigkeit bestehen bleiben wird und in dem jeder ein König sein wird.
[1:05:02] Lieber Freund, liebe Freunde, möchtest du als ein priesterlicher König, als ein geistlicher König, erlöst durch Jesus Christus, erfüllt vom Heiligen Geist, möchtest du Menschen, andere Menschen, möchtest du anderen von diesem kommenden Weltreich erzählen? Möchtest du die Völker auf das kommende Weltreich Jesu vorbereiten, damit auch sie mit dir und mit mir Mitkönige sein können?
[1:05:29] Haben wir nicht eine wunderbare Botschaft? Haben wir nicht die beste politische Botschaft, die es gibt, eine, die sich abwendet von den menschengemachten Rezepten und dem Götzendienst der Sünde und sich hinwendet zu dem einen wahren Herrscher, der es wirklich verdient hat zu herrschen, weil sein Charakter und seine Selbstaufopferung und seine Liebe unergründlich sind und ohne Ende?
[1:06:02] Ist es dein Wunsch, anderen und letztlich der ganzen Welt, allen Völkern, von dem zu erzählen, der einmal rechtmäßig alle Völker regieren wird, weil er für alle sein Leben gegeben hat? Ist das dein Wunsch?
[1:06:21] Wollen wir noch gemeinsam beten und Gott danken dafür und ihn bitten, dass er uns dieses Thema ganz tief in unser Herz schreibt? Lass uns beten.
[1:06:31] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du heute durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass du zu mir gesprochen hast, dass du jedem von uns etwas gezeigt hast. Danke, dass wir sehen können, welch eine wunderbare Adventbotschaft wir haben, dass wir sehen können, was für einen großen Segen du uns schenken möchtest.
[1:06:57] Herr, hilf uns, dass wir ein Licht sind für die Völker, dass wir zeigen können, dass es etwas Besseres gibt als den Götzendienst der Weltpolitik heute, dass wir ihre Augen hinwenden zu dir, zum wahren Gottesdienst, zur wahren Anbetung im Reich Gottes. Und danke, dass wir heute verstehen durften, dass es im Reich Gottes die größte Freude, den größten Segen, die größte Weisheit, die größte Wonne gibt und das Leben für alle Ewigkeit. Hab Dank dafür von ganzem Herzen.
[1:07:47] Amen. Nächste Woche werden wir unser Studium über Analogien, Bilder und Symbole, über das Verstehen biblischer, insbesondere prophetischer Texte, fortführen. Wir freuen uns, wenn ihr dann wieder einschaltet und wünschen euch Gottes Segen und viel Freude damit, sein wunderbares Wort zu erforschen. Möge Gott mit euch sein. Amen.