In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Christopher Kramp Offenbarung 3:21c und die Aufforderung Jesu, zu überwinden, „wie auch ich überwunden habe“. Er erklärt, dass Jesus der Maßstab für unser Überwinden ist und dies durch Glauben geschieht. Anhand der Versuchung Jesu in der Wüste zeigt der Sprecher auf, wie Jesus die Fleischeslust, die Augenlust und den Hochmut des Lebens besiegte. Das Video ermutigt dazu, das Leben Jesu zu studieren, um die Kraft und das Vorbild für unser eigenes Überwinden zu finden.
Offenbarung 3:21c
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid und eingeschaltet habt. Wir sind immer noch in Offenbarung Kapitel 3, Vers 21. Die letzten Gedanken der Botschaft von Jesus an Laodizea beschäftigen uns, und wir wollen heute einen weiteren Aspekt aus diesem vorletzten Vers uns anschauen. Wir haben schon so viel gelernt in den vergangenen Monaten von Jesus über das, was er denkt, über uns, was er uns anbietet und was sein Ziel für uns persönlich und für seine Gemeinde ist. Und wir möchten auch heute wieder von ihm lernen. Er hat so viel für uns getan und er hat eine ganz konkrete Botschaft für mich und für dich heute in diesem Studium. Wir möchten ihn einladen, dass er uns diese Botschaft ganz deutlich macht und uns nicht nur hilft, sie zu verstehen, sondern auch uns hilft, dass wir sie umsetzen können. Wir möchten ihn einladen, dass er unser Studium segnet und führt. Und wenn es dir möglich ist, lieber Freund, liebe Freundin, dann lade ich dich ein, dass du mit mir gemeinsam niederknien.
[2:13] Lieber Vater im Himmel, danke für Jesus. Danke für alles, was er tut, was er für uns getan hat und auch noch tun wird. Danke, dass wir trotz unserer Schwäche und obwohl wir so oft zu kurz kommen in unserem Leben, uns auf dich verlassen dürfen und zu dir flehen und deine Hilfe in Anspruch nehmen dürfen. Danke, Herr, dass du dich nie veränderst und dass deine Liebe und dein Wunsch, uns zu retten, jeden Morgen neu und gleichbleibend ist. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt in den kommenden Minuten unsere Augen öffnest für die Wahrheit, wie sie in dieser letzten Zeit notwendig ist. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst zu verstehen, was Jesus für uns getan hat und was das für unser Leben bedeutet und was in unserem Leben geschehen muss, damit das, was er getan hat, auch wirklich unser Leben verändern kann. Wir möchten dich bitten, dass du uns hilfst zu verstehen, wie wir mit deiner Gnade und deiner Kraft kooperieren können. Und Herr, wenn wir heute darüber nachdenken, was Jesus für uns getan hat, dann möchten wir dich, dann möchte ich dich von Herzen bitten, dass du unseren Blick wegwendest von uns und hinwendest auf Jesus und dass wir durch das Betrachten seiner Herrlichkeit gerettet und verwandelt werden. Das bitten wir, weil er es uns gesagt hat, dass wir es bitten dürfen in seinem Namen.
[4:00] Amen. Offenbarung Kapitel 3 und dort Vers 21. Wir haben uns schon einige Gedanken über diesen Vers gemacht. Das heißt: "Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe." Wer überwindet? Wir haben uns Gedanken gemacht darüber, was es bedeutet zu überwinden. Wir haben uns Gedanken gemacht darüber, was es bedeutet, mit Jesus Mitkönig zu sein. Und heute soll es um diesen Aspekt gehen, der hier deutlich wird, wenn es heißt: "So wie auch ich überwunden habe." Jesus fordert die Gemeinde Laodizea – und übrigens ja alle Gemeinden, wie wir gesehen haben in der Offenbarung – nicht einfach auf: "Überwinde!", sondern er fordert uns auf zu überwinden, weil er überwunden hat und er zeigt uns auch, dass wir so überwinden können und sollen, wie er überwunden hat.
[5:11] Wenn wir also das Thema des Überwindens, wenn wir den Aufruf Jesu an die Gemeinde Laodizea wirklich verstehen wollen, dann müssen wir uns mit der Frage beschäftigen: Wie hat Jesus überwunden? Der Maßstab des Überwindens ist nicht unser Bruder, unsere Schwester in der Gemeinde, kein Prediger oder Evangelist und schon gar nicht wir selbst. Der Maßstab des Überwindens ist Jesus, denn er sagt: "Wer überwindet so wie auch ich überwunden habe. Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe." Wir müssen das Leben von Jesus studieren.
[6:04] Im ersten Band der Zeugnisse, Seite 303, lesen wir folgendes: "Der Lohn wird nicht allen gegeben, die bekennen, Nachfolger Christi zu sein, sondern jenen, die überwinden, wie er überwunden hat." Das ist also kein Nebenthema, kein Zusatz für die besonders Eifrigen, sondern das ist der Schlüssel, um einmal das ewige Leben auch tatsächlich haben zu können. Das sagt, der Lohn wird denen gegeben, die überwinden, wie er überwunden hat. Und dann kommt der nächste Satz: "Wir müssen das Leben von Christus studieren." Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir die Botschaft von Laodizea ernst nehmen wollen und wenn wir lernen wollen, was es bedeutet zu überwinden, wenn wir lernen wollen, was es bedeutet so zu leben, wie Gott sich die Gemeinde Laodizea eigentlich wünscht, dann müssen wir das Leben von Jesus Christus studieren, um daraus zu lernen, wie sie jetzt sagt, und lernen, was es bedeutet, ihn vor der Welt zu bekennen. Wir sind aufgerufen, Jesus zu bekennen. Aber Jesus zu bekennen bedeutet nicht einfach nur, dass wir ein Bekenntnis abgeben, Nachfolger von Jesus zu sein. Der Kontext dieses Zitats macht deutlich, es bedeutet zu überwinden, wie er überwunden hat. Es gibt kein besseres Zeugnis, als wenn wir zeigen können, dass das, was Jesus getan hat auf dieser Erde und jetzt im Himmel für uns tut, eine direkte, transformierende Kraft in unserem Leben hat. Das größte Zeugnis, was es gibt.
[7:58] Wie hat Jesus überwunden? Schauen wir uns ein paar Bibeltexte dazu an. Johannes 16 und dort Vers 33. Jesus sagt zu seinen Jüngern: "Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis, aber seid getrost. Ich habe die Welt überwunden." Hier sagt uns Jesus zunächst einmal, wen er überwunden hat. Er hat die Welt überwunden, und die Tatsache, dass Jesus der Sieger ist – wir haben ja gelernt, dass das Wort Nikao im Griechischen bedeutet eigentlich Sieger sein, gewinnen über, gewinnen gegen jemanden, jemanden besiegen. Er hat also die Welt besiegt, und weil er die Welt besiegt hat, können wir getrost sein. Die Botschaft vom Überwinden Jesu soll uns keinen Druck machen. Sie soll uns nicht in Angst versetzen, dass wir jetzt irgendwelche Höchstleistungen verbringen müssen aus eigener Kraft. Nein, nein, nein, nein, nein. Die Botschaft, dass Jesus die Welt überwunden hat, sagt er selbst, soll uns trösten. Denn in dieser Welt haben wir Bedrängnis. Nicht nur die Jünger damals, sondern bis heute haben wir in dieser Welt Bedrängnis. Wir sehnen uns nach Frieden. Aber Jesus sagt, den Frieden in dieser Welt habt ihr nur in mir. Warum? Weil er die Welt besiegt hat.
[9:41] Und wenn wir auf das Ende zugehen in der Endzeit – Laodizea bereitet sich ja vor auf das Ende – dann wissen wir, dass es Bedrängnis geben wird. In Daniel Kapitel 12, da wird gesagt über diese Zeit in Daniel 12 Vers 1: "Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael, also Jesus, erheben, der für die Kinder deines Volkes einsteht, denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, eine Zeit der Bedrängnis sozusagen, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet." Es wird eine Drangsal geben, wie es noch nie eine Drangsal gegeben hat. So sagt Daniel 12. Aber Jesus sagt: "Seid getrost. In der Welt habt ihr Bedrängnis. Ich habe die Welt überwunden."
[10:42] Nun, wenn Jesus die Welt überwunden hat und das für uns ein Trost ist, dann stellt sich die Frage, wie hat er die Welt überwunden? Schauen wir gemeinsam, was Johannes weiter darüber sagt in seinem ersten Brief, in 1. Johannes, Kapitel 5 und dort Vers 4. Dort heißt es: "Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt. Und unser Glaube ist es – Verzeihung – und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat." Jesus überwindet die Welt durch Glauben.
[11:40] Und es ist ja interessant, dass die Bibel uns sagt, dass wir gerettet werden, wenn wir an Jesus glauben. Das sagt die Bibel ganz deutlich. Johannes 3, Vers 16: "Denn so hat Gott die Welt geliebt. Auf diese Weise hat er die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat." Aber die Bibel macht auch deutlich, wenn wir uns diese Stelle hier anschauen, dass der Glaube Jesu, der Glaube, den er gehabt hat, für uns ein Vorbild ist. Es gibt viele Stellen in der Bibel, die lassen sich übersetzen, dass wir den Glauben an Jesus haben und auch den Glauben von Jesus. Und da wird immer so eine Diskussion draus gemacht, was jetzt davon richtig ist. Aber diese Diskussion ist eigentlich hinfällig, weil beides wichtig und richtig ist. Ein Mensch, der wirklich an Jesus glaubt, glaubt nicht einfach, dass Jesus existiert hat und theoretisch etwas gemacht hat, sondern ein Mensch, der an Jesus glaubt, tut. Was? Das heißt ja in Johannes 3, Vers 16, denn so – und wir haben es schon öfter an dieser oder an anderen Stellen erklärt und studiert – dieses "So" bezieht sich darauf, dass Jesus erhöht wird wie die Schlange in der Wüste. Die Menschen damals in 4. Mose 21, sie mussten auf die Schlange schauen. Indem wir auf Jesus schauen, uns mit seinem Glauben beschäftigen. Dadurch glauben wir an ihn. Wir glauben an ihn, indem wir seinen Glauben und sein Überwinden studieren und durch das Anschauen verwandelt werden und imitieren. Das an Jesus glauben und den Glauben Jesu haben, sind also nicht zwei verschiedene Dinge biblisch betrachtet. Sie gehören zusammen.
[13:28] Jesus hat die Welt überwunden durch Glauben. In Habakuk 2, Vers 4 heißt es: "Der Gerechte wird durch seinen Glauben leben." Engel im Himmel leben durch den Glauben. Menschen auf der Erde können nur gerettet werden durch den Glauben. Jesus hat die Welt überwunden durch seinen Glauben. Wir werden das gleich jetzt an Beispielen sehen.
[13:56] Was genau meint die Bibel, wenn sie von der Welt spricht? Johannes Kapitel 2 und dort Vers 15 und 16. "Hab nicht lieb die Welt noch was in der Welt ist. Wenn jemand die Welt lieb hat, so ist die Liebe des Vaters nicht in ihm." Jesus musste sich entscheiden, möchte er der Welt dienen oder möchte er dem Vater dienen? Man kann nicht gleichzeitig Gott, den Vater, lieben und die Welt lieben. Indem er also die Welt besiegt hat, die Welt überwunden durch seinen Glauben, hat er gezeigt, dass er Gott von ganzem Herzen liebt. Vers 16: "Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens, das ist die Welt."
[14:54] Augenlust und Hochmut. Das heißt Stolz. Jesus hat also uns gezeigt, wie man Fleischeslust überwindet. Er hat uns gezeigt, wie man Augenlust überwindet und er hat uns gezeigt, wie man den Stolz überwindet. Und wenn wir ganz ehrlich sind, müssen wir feststellen, dass alles, was in der Welt ist, wie die Bibel hier sagt, alles, was es an Sünde gibt, letztlich sich aus diesen drei Quellen sozusagen speist. Alle Sünde, die es gibt, kommt entweder aus der Fleischeslust, der Augenlust oder dem Stolz oder einer Kombination, sicherlich meistens auch, dieser Dinge. Und wenn wir uns den Sündenfall in 1. Mose 3 anschauen, dann sehen wir, dass diese drei Dinge eine große Rolle gespielt haben. Die Frau sah, dass die Frucht gut zu essen war, von dem Baum gut zu essen war und eine Lust für die Augen, ja, dass man gut essen könnte, diese Frucht, und eine Lust für die Augen, dass man weise würde, so weise, wie sie glaubte, so klug zu werden wie Gott. All diese drei Punkte haben ihren Beitrag geleistet, um die Eva zur Sünde zu verführen.
[16:05] Um also die Sünde zu besiegen, hat Jesus diese drei Dinge überwunden. Und er sagt uns, wer überwindet so, wie auch ich überwunden habe durch den Glauben. Diese Dinge hat er überwunden durch den Glauben und das Vorbild. Und das ist jetzt ein wichtiger Gedanke, den wir uns anschauen wollen. Wenn wir uns das Leben von Jesus betrachten, dann müssen wir zwei Dinge ganz deutlich verstehen. Jesus war Gott und Mensch.
[16:52] Und als Gott gibt er uns die Kraft zu überwinden, die Kraft, die wir selbst niemals haben würden. Aber als Mensch gibt er uns das Vorbild, ihn zu imitieren. Und das wollen wir uns jetzt ein bisschen genauer anschauen.
[17:10] Psalm 40 und dort Vers 8 und 9, dort sehen wir, was die Grundlage der Fähigkeit von Jesus war, die Welt zu überwinden. Warum konnte er die Welt durch Glauben überwinden? Wir sehen im Psalm 40, Vers 8 und 9, am Anfang stand eine Entscheidung. In Psalm 40, Vers 8 und 9 heißt es: "Das sprach ich, siehe, ich komme. In der Buchrolle steht von mir geschrieben: Deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich und dein Gesetz ist in meinem Herzen." Jesus hat sich schon, bevor er Mensch wurde, entschieden, Gott ganz zu folgen. Er hat die Entscheidung gefällt, Gott sein ganzes Herz zu geben und dass auch wenn er in diese sündenkranke Welt als Mensch geboren wird, er weiterhin Gottes Gesetz im Herzen haben möchte. Und mit dieser Entscheidung war es möglich, dass der Heilige Geist, der ja genau diesen Wunsch hat, das Gesetz im menschlichen Herzen zu schreiben und zu bewahren, dass dieser Heilige Geist von Anfang an seiner Geburt ihn erfüllte und immer richtig leiten konnte.
[18:27] Wir lesen in Lukas Kapitel 2 und dort Vers 40: "Das Kind aber wuchs." Gemeint ist Jesus. "Das Kind aber wuchs und wurde stark im Geist, erfüllt mit Weisheit und Gottes Gnade war auf ihm." Der Grund, warum Jesus von Kind auf, ja, als Säugling schon jeweils in der Sphäre, die er dann als Kind und Säugling verstehen konnte, ein Sieger war, war, dass er sich von Anfang an schon, also vor dem Anfang entschieden hatte, Gott zu folgen. Es war auch für Jesus eine Entscheidung. Der Unterschied zwischen ihm und uns besteht darin, dass er bereits diese Entscheidung fällen konnte, bevor er geboren wurde, weil er schon vorher existierte.
[19:16] Und so hat Jesus von Kindheit an durch die Kraft des Heiligen Geistes, durch den Glauben, den er ausübte, den Sieg gehabt.
[19:32] Nun, manchmal wird behauptet, na ja, bei Jesus war das eine andere Sache. Jesus ist ein besonderer Fall, den kann man so nicht auf uns anwenden. Manuskript 1, 1892, Paragraph 19. Ellen White sagt das: "Wir brauchen den Gehorsam von Christus nicht als etwas Besonderes klassifizieren, als etwas, für das er ganz besonders geeignet wäre durch seine besondere göttliche Natur." Er sagt, das sollen wir nicht machen. Wir sollen das nicht einfach so als extra, als Sonderfall darstellen, denn er stand vor Gott als der Stellvertreter des Menschen, versucht als der Stellvertreter des Menschen und sich auf Gott verließ.
[20:27] Wenn Christus eine besondere Kraft hatte, die nicht das Vorrecht des Menschen ist, dann hätte Satan aus dieser Sache Kapital geschlagen. Wenn der Gehorsam Jesu für uns unerreichbar ist, wenn das also eine Sonderkategorie ist, die für uns nicht zutrifft, dann hätte Satan gesagt, dann funktioniert der Erlösungsplan nicht.
[20:56] Das Werk, das Christus tun wollte, um den Menschen aus der Kontrolle Satans herauszureißen, konnte er nur tun auf die Art und Weise, wie er kam, nämlich als ein Mensch, versucht als ein Mensch und den Gehorsam als ein Mensch ausführend.
[21:18] Der Gehorsam von Jesus war der Gehorsam eines Menschen. Er war gleichzeitig Gott und als Gott gibt er uns die Kraft, die wir brauchen. Aber er selbst hat genauso durch den Glauben überwunden, wie wir überwinden können. Er hat genauso göttliche Kraft durch den Glauben in Anspruch genommen, so wie wir von ihm göttliche Kraft im Glauben in Anspruch nehmen können.
[21:55] Aber schauen wir uns das konkret an, wie das aussah, als Jesus versucht worden ist. In Matthäus Kapitel 4 und dort ab Vers 1 lesen wir folgendes: "Darauf wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde. Und als er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, war er zuletzt hungrig. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: 'Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden.' Er beantwortete und sprach: 'Es steht geschrieben: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.'"
[22:44] Jesus wurde angegriffen zu glauben, dass die Worte Gottes, die er gehört hatte, nicht mehr gelten. Denn kurz zuvor, 40 Tage zuvor sozusagen in Kapitel 3, Vers 17 hören wir, lesen wir, wie die Stimme zu Jesus kam. "Und siehe, eine Stimme kam vom Himmel, das heißt vom Vater, die sprach: 'Dies ist mein geliebter Sohn, an dem ich wohlgefallen habe.'" Jesus hatte bei der Taufe gehört, wie der Vater gesagt hatte: "Dies ist mein geliebter Sohn." 40 Tage später in der Wüste sah es so aus, als ob Jesus vom Vater verlassen ist. Er hat 40 Tage gefastet und war hungrig. Menschen hätten denken können, wie kann das Gottes Sohn sein? Und genau das ist der Punkt, mit dem jetzt Satan als Versucher, als Engel des Lichts kommt und ihm die Frage stellt: "Wenn du Gottes Sohn bist, bist du dir ganz sicher?" Der Satan beginnt immer seine Versuchung damit, dass er Gottes Wort in Zweifel zieht. So wie auch damals in 1. Mose 3. Ist es dir schon gegangen, dass du die Bibel liest und dich die Frage stellst, gilt das wirklich für mich? Hast du mal Erfahrungen, die du mit Gott gemacht hast, im Nachhinein wieder in Frage gestellt, weil du dir nicht ganz sicher warst, ob das jetzt wirklich Gott war oder nicht?
[24:00] Jesus antwortet auf eine Art und Weise, wie auch wir antworten können. Er nimmt sich ein Buch der Bibel, das meiner Meinung nach eines seiner Lieblingsbücher gewesen sein muss: 5. Mose. Und er zitiert aus dem Buch. Das Schwert des Geistes schlägt zurück auf die Attacke des Satans und er sagt: "Es steht geschrieben schwarz auf weiß: Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht." Jedes Wort, das Gott uns sagt, jedes Wort, das wir lesen, jedes Wort, das wir verstanden haben, das gilt. Und wenn der Satan kommt und aufgrund unserer Erfahrungen, unserer Emotionen und der Dinge, die uns passieren, uns einreden möchte, dass das Wort nicht ganz so vertrauenswürdig ist, dürfen wir ihm zurückschleudern: "Der Mensch lebt aus jedem Wort Gottes."
[24:50] Jesus hat den Satan besiegt, indem er deutlich macht, das Wort Gottes sagt, jedes Wort, das Gott gesagt hat, gilt. Und wir dürfen Umstände nicht höher bewerten als Gottes Wort. Wir dürfen Emotionen, Erfahrungen nicht höher einschätzen als Gottes Wort. Wenn in der Endzeit es so aussieht, als ob wir von Gott verlassen sind, wenn wir vielleicht auch große Not leiden, dann müssen wir uns festhalten daran, an dem, was Gott gesagt hat, nicht an dem, was die Umstände für einen Eindruck machen.
[25:32] 40 Tage, 40 Tage hat er gefastet. Der Mensch fiel, weil er dem Appetit gefrönt hat, weil Eva glaubte, dass es da etwas gibt, was gut für mich ist, aber was Gott mir nicht gibt. Die Frage in 1. Mose 3 ist ja: Sorgt Gott für mich oder gibt es Dinge, die gut sind, die für mein Glück hilfreich sind, die ich mir selbst nehmen muss und die Gott mir vorenthält? Die Frage ist in 1. Mose 3: Gibt Gott mir alles, was ich brauche und alles, was gut für mich ist und alles, was mich glücklich macht?
[26:10] Der Satan präsentiert hier dieselbe Frage. Bist du dir sicher, dass Gott wirklich dein Vater ist? Bist du sicher, dass er für dich sorgt? Dann sorg doch
[26:17] dass er für dich sorgt? Dann sorg doch lieber für dich selbst. Du hast doch die Kraft. Du hast doch die Macht. Nimm doch deine göttliche Kraft, die du behauptest, mach dir selbst zu essen."
[26:32] Aber überwindet die Fleischeslust in seinem Herzen nicht. Er hat keinen, findet keine Seite, die er klingt. Stattdessen verlässt er sich darauf, dass Gott für ihn sorgen wird und dass Gottes Wort gilt. Die Fleischeslust wird besiegt durch ein "Es steht geschrieben." Aber das ist nicht einfach nur ein auswendig gelerntes "So muss ich es halt sagen", es ist kein Zauberspruch, sondern es ist ein Vertrauen darauf, dass selbst in der größten Not Gottes Wort vertrauenswürdig ist, dass man sich darauf verlassen kann. Das ist nicht ein auswendig gelerntes, so muss ich es halt sagen, es ist kein Zauberspruch, sondern es ist der Beweis, dass er Gott glaubt, dass er dem Wort, das Jesus, das der Vater gesagt hat bei der Taufe, dass er ihm glaubt und die Bibel bestätigt das. Wir besiegen den Satan nicht, indem wir Bibelverse auswendig lernen und mechanisch reproduzieren. Wir besiegen den Satan, wenn wir durch Gotteskraft dem Vorbild Jesu folgen und Gott glauben, das, was er sagt, selbst wenn die Umstände gegen uns zu sein scheinen und der Satan uns einreden möchte, dass alles vergeblich gewesen ist. So überwinden wir.
[27:42] Vers 5. Darauf nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellt ihn auf die Zinne des Tempels und spricht zu ihm: "Wenn du Gottes Sohn bist, so stürze dich hinab, denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln deinen Wegen Befehl geben und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht etwa an einen Stein stößt." Der Satan kennt die Bibel. Er verdreht sie und er täuscht und er möchte, dass Jesus jetzt sozusagen beweist, wie sehr er die Bibel glaubt, indem er Gott zwingt, ein Wunder für ihn zu tun.
[28:21] Eine extreme Auslegung des Bibeltextes, die so in Psalm 91 gar nicht gedacht war, die dazu angetan wäre, die Aufmerksamkeit – also, dass Jesus sich selbst präsentiert: "Schaut mal, was für ein tolles Wunder ich machen kann." Es passiert heute auch noch, oder? Dass wir uns mit Bibeltexten als Schutzmantel selbst in den Mittelpunkt drücken wollen.
[28:50] Aber Jesus besiegt auch den Hochmut des Lebens, und zwar wie Vers 7. Da sprach Jesus zu ihm: "Wiederum steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen." Jesus nimmt die Bibel und er sagt jetzt nicht: "Ja, deine Auslegung hier von Psalm 91, die ist deswegen falsch, weil hier ist es grammatisch so und so zu verstehen." Er findet einfach einen anderen Bibelvers, der deutlich macht: Die Auslegung von Satan ist falsch. Fertig. Manchmal, und ich muss ja auch zu mir sprechen, manchmal tun wir uns zu sehr in die Irrlehren hinein vertiefen und versuchen zu erklären, warum das dieser Punkt hier jetzt genau deswegen falsch ist, wenn es einfach reichen würde, wenn wir einen anderen klaren Bibelvers haben, ein anderes klares, inspiriertes Zeugnis, das sagt: "Das ist falsch." Ende aus der Diskussion. Wir glauben dem, was Gott gesagt hat. Und lass uns nicht in endlose Diskussionen ein mit Leuten, mit dem Satan.
[29:43] Jesus glaubt, er glaubt dem Wort. Und weil er allen Worten glaubt, nicht nur einzelnen, sieht er, dass diese Auslegung von Psalm 91, die der Satan hier vorschlägt, mit einem anderen Bibelwort nicht in Übereinstimmung ist und deswegen diese Auslegung falsch sein muss. Er glaubt dem ganzen Wort.
[30:03] Vers 8. Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und spricht zu ihm: "Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest." Er zeigt ihm alle Reiche der Welt.
[30:25] Er zeigt ihm in einem wunderschönen Blick die ganze Herrlichkeit der Welt, alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit. Das Elend der Menschen, die dort in Sünde leben, das hat er weggelassen. Jesus war auf die Welt gekommen, um am Ende die ganze Welt wieder in Besitz zu nehmen, die er geschaffen hatte. Er war gekommen, um einmal als Sohn des Menschen, wie Daniel 7, Vers 14 sagt, über alle Nationen, Stämme und Sprachen zu regieren. Und der Satan macht ihm jetzt einen Deal. Er sagt: "Pass auf, ich weiß genau, warum du gekommen bist. Ich weiß, dass du es, du möchtest das haben. Hier, ich gebe es dir. Gott möchte es dir geben, indem du leidest und stirbst und verachtet wirst. Ich geb's dir einfach so."
[31:27] Und lieber Freund, liebe Freundin, wenn Jesus nur an sich selbst gedacht hätte und gedacht hätte: "Ich will König sein", dann hätte er vielleicht dieses Argument nachvollziehen können. Ein einfacherer Weg ans Ziel zu kommen, ein Shortcut, wie die Engländer sagen, eine Abkürzung. Aber Jesus kam nicht, um einfach auf dem schnellsten Wege per Kompromiss das Ziel zu erreichen. Für Jesus heiligt der Zweck die Mittel nicht, denn Jesus wusste, er würde König sein über Menschen, die in Sünde gefangen sind, und er könnte ihnen dann auch nicht helfen. Und er kam ja nicht, um Menschen zu beherrschen. Er kam, um Menschen frei zu machen. Er wollte ja nicht einfach König sein über Menschen. Er wollte, dass sie mit ihm Mitkönige sind.
[32:32] Und Jesus besiegt auch diese Versuchung. Vers 10, da spricht Jesus zu ihm: "Weiche Satan, denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." Jesus würde niemals die Zehn Gebote brechen, würde niemals das Gesetz, das in seinem Herzen war, ignorieren, nur um an ein Ziel zu kommen. Sünde war für Jesus keine Option. Er sagt: "Weiche Satan!" Liebe Freunde, liebe Freundin, können wir nicht auch öfter in unserem Leben sagen: "Weiche Satan!" Können wir nicht öfter sagen: "Es steht geschrieben, ich glaube jetzt Gott, ich vertraue ihm. Ich möchte ihn lieb haben von ganzem Herzen. Egal, was die Umstände sagen, was die Emotionen sagen, was der Satan mir einflüstert, ich glaube Gott. Die Kraft wird Gott schenken."
[33:24] Das Vorbild hat uns Jesus als Mensch gegeben. Dritter Band der Zeugnisse, Seite 372. Christus erlitt diese drei Hauptversuchungen und überwand für den Menschen, indem er einen gerechten Charakter bewirkte, ausarbeitete sozusagen, weil er wusste, dass der Mensch das nicht für sich selbst tun kann. Jesus kam und er wusste ganz genau: Menschen, weil sie schon in Sünde gefallen sind, weil sie schon der Augenlust, der Fleischeslust, dem Hochmut ergeben gewesen sind, hätten niemals aus eigener Kraft das besiegen können. Also kommt Jesus und er entscheidet sich schon vor seiner Menschwerdung, dass er Gottes Gesetz im Herzen haben wird und er lebt ein gesamtes Leben vom Säuglingsalter an ohne Sünde und besiegt durch den Glauben die Welt. Und als es dann zur Entscheidungsschlacht kommt in der Wüste, auf der Zinne des Tempels und auf dem hohen Berg, da besiegt er durch seinen Glauben an die Güte Gottes, an die Vertrauenswürdigkeit Gottes, an die Liebe Gottes. Indem er die Bibel als das Wort Gottes hochhält, besiegt er durch seinen Glauben alle einzelnen Punkte der Welt. Und Satan kommt nicht in sein Herz hinein. Er kommt nicht in sein Denken. Er kann ihn nicht auf seine Seite ziehen. Jesus bleibt Sieger für den Menschen. Er wusste, dass er an diesen drei Punkten Satan die menschliche Rasse angriff. Er hatte Adam überwunden und er hatte vor, dieses Werk fortzuführen, bis er den kompletten Ruin des Menschen vollendet hatte.
[35:06] Christus kam in das Feld für den Menschen, um Satan zu besiegen für den Menschen, weil er wusste, dass der Mensch das nicht aus eigener Kraft tun konnte. Dieser Sieg hier ist ein Sieg für uns. Jesus hätte diesen Sieg nicht gebraucht im Himmel. Er hat im Himmel den Satan schon hinausgeworfen. Jesus hätte im Himmel bleiben können. Er wurde ja nicht mehr sozusagen direkt angegriffen. Aber Jesus kam und diese Schlacht aller Schlachten geschlagen, damit du und ich wieder Hoffnung haben können.
[35:45] Christus bereitete den Weg für die Erlösung des Menschen durch sein eigenes Leben des Leidens, der Selbstverleugnung und der Selbstaufopferung und durch seine Demütigung und seinen schließlichen Tod. Er brachte den Menschen Hilfe, dass er, indem er Christi Beispiel folgt, für sich selbst auch überwinnen kann, so wie Christus für ihn überwunden hat. Mit anderen Worten: Jesus hat für uns überwunden und wenn wir ihm glauben, ihn als Vorbild nehmen und Gottes Kraft, die Jesus uns geben möchte, in Anspruch nehmen, dann können wir auch in unserem Leben so überwinden, weil Jesus bereits für uns überwunden hat. Was für ein interessanter Gedanke! Es geht nicht darum, dass Gott einfach sagt: "Jetzt mach mal, streng dich an!", sondern er hat für uns den Weg bereitet und wir dürfen diesem Weg folgen in seiner Kraft. Aber nicht als passive Zuschauer, die nur sagen: "Ah ja, Jesus hat gewonnen. Wunderbar, dann ist alles okay." Sondern wir müssen diesen Sieg nachvollziehen. Der Satan soll, wie es Römer 16, Vers 20 heißt, unter unseren Füßen zertreten werden. Es ist Gotteskraft. Das sind unsere Füße.
[37:05] Sie sagt folgendes: "Lasst uns drüber nachdenken, wie vieles unseren Erlöser gekostet hat in der Wüste der Versuchung, um für uns den Konflikt mit diesem boshaften Feind durchzuführen. Satan wusste, dass alles davon abhing, ob er Christus überwinden würde mit seinen vielen Versuchungen. Satan wusste, dass der Plan der Erlösung bis zu seiner Erfüllung ausgeführt werden würde. Wenn das passieren würde, würde seine Kraft weggenommen werden und seine Zerstörung wäre sicher gewesen, wenn Christus den Test, bei dem Adam versagt hatte, wenn Christus diesen Test bestehen würde."
[38:07] Und dann sagt sie folgendes: "Die Versuchungen von Satan waren extrem effektiv, die menschliche Natur zu degradieren, denn der Mensch konnte nicht gegen diesen mächtigen Einfluss widerstehen. Aber Christus für den Menschen als der Repräsentant des Menschen hat sich völlig auf die Kraft Gottes verlassen und hat diesen schlimmen Konflikt ausgehalten, damit er ein vollkommenes Beispiel für uns ist." Und dann sagt sie folgendes: "Es gibt Hoffnung für den Menschen."
[38:44] Nach diesen drei Versuchungen war die Schlacht nicht vorbei. In Matthäus 26 und dort Vers 38 und 39. Da lesen wir Matthäus 26, Vers 38 und 39, wie Jesus folgendes sagt. Da spricht er zu ihnen: "Meine Seele ist tief betrübt bis zum Tod. Bleibt hier und wacht mit mir." Und er ging ein wenig weiter, warf sich auf sein Angesicht, betete und sprach: "Mein Vater, ist es möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber. Doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst."
[39:25] Wie hat Jesus die Versuchungen Satans überwunden? Er hat geglaubt, dass Gottes Wille der Beste ist. Selbst als es extrem dunkel war, er hatte aus Erfahrungen gelernt, Tag für Tag, dass Gottes Wille der beste für ihn ist, der beste Wille, den es gibt. Und so ist er selbst in der dunkelsten Stunde bereit, lieber Gottes Willen zu wählen, als seinen eigenen. Und so kann der Satan ihn nicht brechen. Er kann ihn nicht erobern. Jesus bleibt Sieger, weil er Gott das Zepter überlässt, weil er Gott die Zügel in der Hand halten lässt und man kann Gott nicht besiegen. Jesus zeigt uns, wie wir Sieger sein können, indem wir Gott ganz vertrauen und aufgrund dessen, was Jesus für uns getan hat, ihm nachsprechen: "Nicht mein Wille geschehe, sondern deiner."
[40:53] Am Kreuz von Golgatha hat Jesus alle Sünden auf sich versammelt. Das heißt in 2. Korinther Kapitel 5 und dort Vers 21. In 2. Korinther 5 und dort Vers 21: "Denn er hat den, der von keiner Sünde wusste, für uns zur Sünde gemacht, damit wir in ihm zur Gerechtigkeit Gottes würden." Jesus wurde zur Sünde gemacht. Alle Sünden der Welt lagen auf ihm. Er wurde zur Sünde gemacht.
[41:32] Aber ist es nicht interessant, dass, obwohl das, was Jesus am meisten hasste, alle Sünden auf ihn gelegt worden sind und alle Sünden der Welt aller Zeitalter jetzt konzentriert am Kreuz bei ihm waren, er doch nicht eine Sekunde gemäß dieser Sünden gehandelt hat? Das heißt in Lukas 23 und dort Vers 34. Das heißt in Lukas 23, Vers 34: "Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." Sie teilten aber sein Gewand und warfen das Los darüber. Jesus hat nicht eine Sekunde gemäß der Sünden gehandelt, die auf ihn gelegt worden sind. Er wurde mit den Sünden identifiziert. Er wurde sogar von seinem Vater so angeschaut, als ob er all diese Sünden getan hätte. Und er hätte dir sagen können: "Na ja, okay, wenn alle mich schon so anschauen, wenn alle mich so behandeln, dann handle ich jetzt auch mal so." Aber das tat er nicht. Er wurde von all diesen Sünden – alle wurden auf ihn geladen. Der Vater schaut ihn an, als ob er sie getan hätte, aber er hat sich geweigert, diesen Sünden nachzugeben, sozusagen an ihnen Anteil zu haben. Er hat die Strafe für sie bezahlt, ohne sich diese Sünden, ohne diesen Sünden, ohne – er hat niemals auch nur ansatzweise diese Sünden gut gefunden. Er hat sich mit ihnen identifiziert, ohne sie selbst zu praktizieren. Er hat die Strafe dafür auf sich genommen, weil er wusste: Dann wird die Sünde besiegt.
[43:16] In Römer 8 und dort Vers 3 heißt es: "Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch kraftlos war, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen und die Sünde im Fleisch verurteilte." Jesus nahm nicht die Sünden auf sich, weil er irgendwie eine Sympathie für sie hatte, sondern nahm sie auf sich, damit sie besiegt werden. Er hat das alles auf sich genommen, um es zu töten, um es zu besiegen, um es ein für alle Mal zu vernichten.
[43:56] Durch Jesus wird die Sünde im Fleisch verurteilt. Da hing ein Mann am Kreuz, der tatsächlich alle Sünden der Welt auf sich hatte und von Gott, dem Vater, auch so angesehen wurde und der sich trotzdem weigerte, auch nur eine Sünde zu tun. Und damit deutlich machte: Es ist nicht selbstverständlich, dass man sündigt. Sündiges Handeln und Denken sind niemals seine notwendige Folge, niemals selbstverständlich. Selbst wenn man mit allen Sünden beladen ist, muss man nicht sündigen. Jesus beweist, dass Sünde niemals eine Notwendigkeit ist und dass es immer die allerbeste Entscheidung ist, Gott zu glauben und seinem Plan zu folgen. Und so besiegt er am Kreuz effektiv die Sünde. Und wenn wir auf Jesus schauen, dann sehen wir, dass er für uns die Sünde besiegt hat. Und wenn wir ihm glauben, dann erhalten wir die Kraft, seinem Vorbild zu folgen.
[45:31] Wir schließen mit ein paar wichtigen Gedanken. Jesus sagt: "Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, wie auch ich überwunden mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe." Hier ist der Anfang unseres Vertrauens, den wir bis an das Ende festhalten wollen. Wenn Jesus den Versuchungen Satans widerstand, wird er uns helfen zu widerstehen. Er kam, um uns göttliche Kraft zu bringen, die mit menschlichen Bemühungen kombiniert werden soll. Wenn er überwunden hat, wird er jedem helfen, der auch überwinden will. Sie sagt: "Imitiere unseren Erlöser, lerne von Christus, halte Schwierigkeiten wie ein guter Soldat Jesu Christi, überwinde die Versuchungen Satans, wie er überwunden hat und sei ein Eroberer, ein Sieger über alle deine Charakterfehler." Christus war ein vollkommener Überwinder und wir müssen vollkommen und vollständig sein. Nichts soll uns fehlen ohne Flecken und Runzel. Sie sagt: "Christus ist unser Beispiel, unser Modell sozusagen. Er war sanftmütig und demütig. Lerne von ihm und imitiere sein Beispiel. Der Sohn Gottes war fehlerlos und wir müssen uns Vollkommenheit zum Ziel setzen und überwinden, wie er überwunden hat, wenn wir zu seiner Rechten sitzen wollen. Hier ist der Kampf zu überwinden, wie Christus überwunden hat. Sein Leben der Versuchung, der Anfechtung, der Schwierigkeit und des Konfliktes ist vor uns, um es zu imitieren. Wir mögen Bemühungen in unserer eigenen Kraft machen, aber nicht erfolgen." So ein interessanter Gedanke jetzt. Sie sagt: "Wir mögen uns aus eigener Kraft bemühen, aber wir werden keinen Erfolg haben. Aber wenn wir ganz hilflos und leidend und bedürftig auf den Felsen Christi fallen und in unserer innersten Seele fühlen, dass unser Sieg von seinen Verdiensten abhängig ist, dass alle unsere Bemühungen aus sich selbst heraus ohne die besondere Hilfe des großen Eroberers nichts bringen werden. Dann wird Christus jeden Engel des Herrn aus der Herrlichkeit senden, um uns zu retten vor der Kraft des Feindes, bevor wir fallen sollten."
[48:34] Lieber Freund, liebe Freundin, der Gedanke heute ist, dass Jesus überwunden hat. Er hat die Welt überwunden. Wir hätten aus eigener Kraft niemals überwinden können und wir werden niemals aus eigener Kraft überwinden. Sondern Christus kam nicht, um für sich selbst zu überwinden, um das ein für alle Mal zu beweisen, sondern sein Sieg ist ja für uns. Er hat gezeigt, dass es möglich ist. Er hat gezeigt, wie es geht. Er hat uns das gezeigt, was wir selbst nie hätten ausprobieren können. Er hat einen Weg geschlagen, dem wir folgen können. Wir hätten diesen Weg nie selbst herausfinden können. Wir hätten diesen Weg nie selbst schlagen können. Er musste vorausgehen. Er hat uns den Weg gegeben. Aber wir dürfen ihm jetzt folgen auf diesem Weg, denn er gibt uns die Kraft, die wir alleine nicht haben. Aber er gibt uns auch ein Vorbild, dem wir tatsächlich real im Leben folgen sollen in seiner Kraft. Und was ist das Vorbild? In jeder Situation zu glauben, dass Gott recht hat, dass seine Liebe größer ist als alle Versuchungen und dass diese drei Dinge keine Notwendigkeiten sind, sondern dass wir immer und zu jeder Zeit uns entscheiden können, Gott zu glauben, ihm zu vertrauen und die richtige Entscheidung zu fällen, weil Gott uns die Kraft dazu gibt. "Wer überwindet? Dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen", sagt Jesus, "so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe." Lieber Freund, liebe Freundin, die Gemeinde Laodizea, wir alle, jeder Christ ist aufgefordert zu überwinden und in den Anfechtungen und Versuchungen Sieger zu sein, weil Jesus es uns schenkt. Möchtest du dieses Geschenk in Anspruch nehmen?
[50:31] Heute im Alltag ist mein Wunsch. Wollen wir noch gemeinsam niederknien und beten?
[50:41] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von ganzem Herzen Dank sagen, dass du zu uns gesprochen hast. Herr, wir brauchen so dringend deine Kraft im Alltag. Wir möchten Überwinder sein, so wie Jesus überwunden hat. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns diese Kraft schenkst, dass du uns in den Situationen des Alltags hilfst zu sehen, wie Jesus gehandelt hat in solchen Situationen und dass wir von ihm die Kraft bekommen, seinem Vorbild zu folgen. Herr, das bitten wir dich von ganzem Herzen. Mach uns zu Überwindern. Wir wollen nicht aus eigener Kraft etwas beweisen, sondern wollen verstehen, was es bedeutet, als hilflos und bedürftig zu dir zu kommen und deinen Sieg für uns in Anspruch zu nehmen. Hilf uns. Tritt du unter unseren Füßen den Satan zu Boden. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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