[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.yolmedia.de. Ein herzliches Willkommen gilt auch allen Zuschauern auf dem Sender Das Wort. Wir sind mittendrin im Studium des Buches Josua. Ein so interessantes Buch, das so viele bewegende Lektionen auch für unsere Zeit enthält. Wir haben in den letzten Wochen schon einige sehr wichtige und sehr zu Herzen gehende Themen studiert, die uns wirklich auch beschäftigen und beschäftigt haben. Wir wollen heute ein Thema ansprechen im Buch Josua, das zu den wichtigsten überhaupt gehört, nämlich Anbetung: Wie hat das Volk Israel im Buch Josua inmitten dieses tatsächlich großen Kampfes angebetet? Wir wissen aus der Offenbarung, dass Anbetung ein zentrales, das zentrale Thema am Ende sein wird. Und wenn das Buch Josua, wie wir gesehen haben, uns die Dinge der Endzeit auch typologisch erklärt durch die Geschichten, die dort stattfinden bei der Erooberung des gelobten Landes, dann dürfen wir davon ausgehen, weil das so ist, dass auch das Thema der Anbetung hier eine zentrale Rolle für uns in der Endzeit spielt. Wir wollen uns vorbereiten auf das Bibelgespräch am 15. November unter dem Titel "Höchste Loyalität: Anbetung im Kriegsgebiet". Was kann man besseres tun, als so ein Thema einzuleiten, indem man betet, indem man Gott anbetet und ihn einlädt, dass er uns erklärt, was er sich wünscht und was er gemeint hat mit seinem Wort. Und genau das wollen wir jetzt tun. Ich lade dich dazu herzlich ein.
[2:28] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du für uns da bist. Wir möchten dir danke sagen, dass du uns hilfst in großen und in kleinen Schwierigkeiten, dass wir uns auf dich verlassen können und dass du mit deinem ganzen Herzen, in der ganzen Seele uns segnen möchtest. Herr, wir möchten heute das Thema Anbetung studieren im Kontext des Buches Josua. Und wir möchten dich bitten, dass wir nicht nur geschichtlich verstehen, was damals passiert ist, sondern dass das, was wir lesen, unser Herz anspricht und uns neu dafür begeistert, dich auch im Kontext unseres eigenen Lebens als Schöpfer und Erlöser anzubeten, egal wie die Umstände sein mögen. Herr, lass uns lernen, dich an die erste Stelle zu setzen. Das möchte ich dich für mich persönlich bitten und für jeden einzelnen, der dieses Video jetzt sehen wird. Sei du jetzt unser Lehrer. Sprich du zu unseren Herzen. Erfüll uns mit deinem Heiligen Geist und hab Dank, dass wir dich kennenlernen dürfen. Amen.
[3:48] Der Merkvers diese Woche steht in Matthäus Kapitel 6 und dort Vers 33. Gut bekannt sagt er uns, dass wir Gottes Werk, Gottes Wort, ihn selbst an die erste Stelle setzen sollen. Jesus sagt in der Bergpredigt in Matthäus 6 Vers 33, nachdem er bereits in den Versen vorher an einzelnen Beispielen wie dem Essen und dem Trinken und der Kleidung das illustriert und erläutert hat. Er sagt in Vers 33: "Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit", das heißt nach Gottesgerechtigkeit, die sich im Evangelium offenbart, wie uns Römer 1, Vers 16 sagt: "Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit. So wird euch dies alles hinzugefügt werden." Jesus selbst hat uns ermutigt, Gott, sein Reich, sein Evangelium an die erste Stelle zu setzen.
[4:54] Wenn wir nach Geschichten in der Bibel schauen, in der Anbetung zur Priorität gemacht worden ist, und ich habe ja schon an anderen Stellen darauf Bezug genommen, dass das Wort Priorität ja eigentlich ein Singularwort ist. Es gibt nicht die Prioritäten, es gibt die Priorität. Wenn wir nach Geschichten Ausschau halten in der Bibel, wo Anbetung die Priorität im Leben gewesen ist, dann ist sicherlich 1. Mose 22, die Geschichte von Abraham und Isaak, eine ganz besondere Geschichte in dieser Hinsicht. Es ist die Geschichte, in der zum ersten Mal das hebräische Wort für anbeten, Anbetung, vorkommt. In 1. Mose 22 und dort Vers 5, da sprach Abraham zu seinem Knecht: "Bleibt ihr hier mit dem Esel? Ich aber und der Knabe wollen dorthingehen und anbeten und dann wollen wir wieder zu euch kommen." Wir kennen die Geschichte. Wir können sie hier aus Zeitgründen nicht ausführlich studieren oder auch wiedergeben. Aber Abraham bekommt von Gott den Auftrag, seinen Sohn, den er lieb hat, den Sohn der Verheißung, den Isaak als Brandopfer darzubringen, das, was ihm am allerliebsten ist, auf den Altar zu legen. Und Abraham sagt, dass er anbeten möchte hier in Vers 5. Das Herz möchte ihm zerspringen, zerreißen. Es zerreißt ihm wirklich das Herz, aber er kennt Gott so gut, dass er weiß, dass Gott zu seinem Wort steht. Und so sagt der Hebräerbrief, selbst wenn er ihn getötet hätte, glaubte Abraham, würde Gott ihn wieder von den Toten auferstehen lassen, obwohl es bis dahin noch nie eine Totenauferstehung gegeben hatte. Und er liebte Gott so sehr, dass er dessen Wort, dessen Gebot, dessen Werk an die allererste Stelle setzte.
[7:04] Wir kennen die Geschichte. Abraham musste niemals seinen Sohn tatsächlich opfern. In dem Moment, als das Messer bereit war hinabzufahren, um den Sohn zu töten, ruft ein Engel des Himmels in Vers 11 folgende oder der Engel des Herrn, viel besser gesagt, nämlich Jesus in Vers 11. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel herzu und sprach: "Abraham, Abraham!" Und er antwortete: "Hier bin ich." Und jetzt Achtung, Vers. Er sprach: "Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts, denn nun weiß ich, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast, um meinetwillen." Mit anderen Worten, es war ja nicht so, dass Gott sich vorher Gedanken gemacht hat, ob das überhaupt möglich wäre, dass Abraham ihn fürchtet. Gott muss man ja nicht informieren. Aber die Aussage dieses Verses ist, jetzt ist es klar von dem gesamten Universum. Jetzt ist es deutlich demonstriert worden. Abraham fürchtet Gott, was im Kontext dieser Geschichte nichts anderes bedeuten kann, als dass Abraham die Anbetung Gottes an die allererste Stelle gesetzt hat.
[8:21] "Jetzt weiß ich, nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast, um meinetwillen." Wir sehen hier, das ist nicht irgendein Engel, der hier spricht. Das ist derjenige, der selbst den Auftrag gegeben hat, Jesus. "Ich weiß, dass du Gott fürchtest." Als Abraham die Anbetung selbst unter für ihn persönlich unvorstellbar schwierigen Bedingungen an die erste Stelle setzt, wird deutlich, dass er Gott fürchtet.
[9:04] Wir haben einen Evangeliumsauftrag, eine Botschaft an die Welt, an jedes Volk, jede Nation, jeden Stamm, jede Sprache in Offenbarung 14 und dort Vers 6 und 7. "Und ich sah einen anderen Engel inmitten des Himmels fliegen. Der hatte ein ewiges Evangelium zu verkündigen, denen, die auf der Erde wohnen. Und zwar jeder Nation und jedem Volkstamm und jeder Sprache und jedem Volk. Der sprach mit lauter Stimme: 'Fürchtet Gott, stellt ihn an die allererste Stelle. Er soll die Priorität in unserem Leben sein. Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet den an, der den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.'" Es geht nicht nur um die richtige Anbetung wann und die richtige Anbetung wie. Es geht auch um die Frage, welchen Stellenwert hat die Anbetung in unserem Leben?
[9:58] Am Ende kommt es nicht nur darauf an, dass ich richtig gezählt habe, die Theologie des Sabbats verstanden habe, es kommt darauf an, dass ich auch unter größtem Druck diese Wahrheit über die Anbetung Gottes an die allererste Stelle setze. Vers 12: "Hier ist das Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren." Da wird es eine Krise geben und Menschen, die an der wahren Anbetung festhalten.
[10:34] Mit diesen Gedanken im Hinterkopf wollen wir uns dem Buch Josua zuwenden und schauen, was wir hier über Anbetung in der Krisenzeit, in der Kriegszeit, Anbetung im Kriegsgebiet, lernen können. In Josua Kapitel 5 Vers 1 sind wir direkt nach dem Wunder am Jordan, dem Wunder des Durchzugs durch den Jordan, dessen Wasser abgeschnitten worden ist. Die Bewohner Kanaans sind völlig verzagt. Wir lesen hier in Vers 1: "Als nun alle Könige der Amoriter, die jenseits des Jordan gegen Westen wohnten, und alle Könige der Kanaaniter am Meer hörten, wie der Herr das Wasser des Jordan vor den Söhnen Israels ausgetrocknet hatte, bis sie hinübergezogen waren, da verzagte ihr Herz und es blieb kein Mut mehr in ihnen, vor den Söhnen Israels." Das hatten wir so ähnlich schon in 2. Mose 15 gelesen, als die Israeliten durch das Rote Meer gezogen waren durch das Wunder Gottes eine Generation zuvor. Dort lesen wir in 2. Mose Kapitel 15 ab Vers 14: "Wenn das die Völker hören, so erzittern sie. Furcht ergreift die Bewohner des Philisterlandes. Es erschrecken die Fürsten Edoms. Zittern befällt die gewaltigen Moabs. Alle Einwohner Kanaans werden verzagt. Schrecken und Furcht überfällt sie wegen deines mächtigen Armes, sodass sie erstarren wie Steine, bis dein Volk hindurchzieht, oh Herr, bis dein Volk hindurchzieht, das du erworben hast." Damals war das auch ein Akt der Anbetung, dieses Lied des Moses zu singen.
[12:21] Alle Völker diesseits des Jordan, also westlich des Jordan, sind in Angst und Schrecken, weil sie gesehen und gehört haben, wie das Wasser vor den Israeliten abgeschnitten worden ist – ein eindeutig himmlisches Wunder. Gott ist auf der Seite Israels. Wir lesen weiter in Vers 2: "Zu der Zeit sprach der Herr zu Josua: 'Mache dir scharfe Messer und beschneide die Söhne Israels wiederum zum zweiten Mal.'"
[12:52] Jetzt, und beachten wir das jetzt, als sie auf dem Feindesgebiet sind, nachdem sie den Jordan überquert haben, durchquert haben, jetzt soll die Beschneidung Israels erfolgen. Gott hätte es ja auch schon vorher gebieten können, auf der anderen Seite in der Sicherheit. Jetzt wird die Beschneidung gefordert. Und Josua gehorcht ohne Zögern. "Da machte sich Josua scharfe Messer und beschnitt die Söhne Israels auf dem Hügel Aralot."
[13:29] Das war militärtaktisch ein gewaltiges Risiko. Sie hatten ja noch keinen einzigen Sieg über die Kanaaniter westlich des Jordan errungen. Die waren noch alle in voller Stärke dort in ihren Städten. Ja, sie hatten im Osten, östlich des Jordans, dort die Amoriter Sihon und Og und ihre Königreiche besiegt. Dort waren sie in Sicherheit. Und man stellt sich die Frage, warum hat Gott nicht einfach ihnen dort gesagt, jetzt lasst euch beschneiden und dann gehen wir hinüber und erobern das Land? Sie gehen erst hinüber und als sie dort sind, ist die erste Handlung: kein Sturmangriff, keine Belagerung, sondern die Beschneidung des gesamten Volkes und zwar alle auf einmal. Das ist militärtaktisch eigentlich unvorstellbar. In 1. Mose 34 sehen wir, wie sehr die Kampfkraft einer Armee in Mitleidenschaft gerät, wenn sie beschnitten wird. 1. Mose 34 und dort Vers 25. Wir haben dort die Geschichte von den Einwohnern Sichems, die einen Deal, würde man heute sagen, mit den Söhnen Jakobs geschlossen hatten und dann von denen, wie wir hier lesen, brutal gestraft worden sind für das Vergehen an deren Tochter Dina. Vers 25: "Es geschah aber am dritten Tag, als sie wundkrank waren." Sie hatten sich beschneiden lassen, weil das die Bedingung war, die die Söhne Jakobs genannt hatten, um diesen Deal, dieses gemeinsame Zusammenleben zu ermöglichen. "Es geschah beim dritten Tag, als sie wundkrank waren, dann nahmen die beiden Söhne Jakobs, Simeon und Levi, nicht einmal alle erwachsenen Söhne Jakobs, sondern nur diese zwei, Dinas Brüder, jeder sein Schwert und drangen überraschend in die Stadt ein und brachten alles Männliche um." Die gesamte männliche Bevölkerung wurde von zwei Männern, Simeon und Levi, umgebracht. Warum? Weil sie aufgrund der Beschneidung so wehrlos waren.
[15:50] Die Israeliten dringen in das gelobte Land ein. Das Land, das angesichts der militärischen Kraft der Kanaaniter und der hohen Mauern so gefährlich ist, dass die erste Generation sich nicht einmal getraut hat, dort hineinzugehen. Und das erste, was sie machen sollen, ist die gesamte Armee außer Gefecht zu setzen, sozusagen, wenn man es militärtaktisch betrachten möchte: Beschneidung.
[16:15] Nun, warum jetzt und warum müssen sie jetzt hier beschnitten werden? Vers 4. "Und das ist der Grund, warum Josua sie beschnitt. Alles Volk männlichen Geschlechts, das aus Ägypten gezogen war. Alle Kriegsleute waren in der Wüste auf dem Weg gestorben, nachdem sie aus Ägypten gezogen waren. Das ganze Volk, das ausgezogen war, war zwar beschnitten, aber das ganze Volk, das auf dem Weg in der Wüste geboren war, nach ihrem Auszug aus Ägypten, war nicht beschnitten worden."
[16:46] Die neue Generation hatte noch nicht dieses Bundeszeichen empfangen. In 1. Mose 17 lesen wir, und wir haben die Zeit hier nicht alles zu lesen, aber wir sehen dort, wie Gott den Bund mit Abraham erneuert. Wir lesen dort in Vers 1 und 2: "Als Abraham 99 Jahre alt war, erschien ihm der Herr und sprach zu ihm: 'Ich bin Gott, der Allmächtige. Wandle vor mir und sei untadelig, und ich will meinen Bund schließen zwischen mir und dir und will dich über alle Maßen mehren.'" Er sagt dann aber in Vers 3 und 4: "Da fiel Abraham auf sein Angesicht und Gott redete weiter mit ihm und sprach: 'Siehe, ich bin der, welcher im Bund mit dir steht und du sollst der Vater vieler Völker werden.'" Da haben wir diese interessante Idee, dass Gott sagt, ich habe einen Bund mit dir. Ich würde gerne einen Bund mit dir schließen. Abraham hat einen Bund mit Gott und doch soll der Bund erneuert werden. Er soll aufgerichtet werden, wie es in Vers 7 heißt, als ein ewiger Bund. Gott hatte in 1. Mose Kapitel 15 einen Bund mit Abraham geschlossen, aber Abraham hatte diesen Bund in Kapitel 16 gebrochen. Gott wollte den Bund stärken, festigen, bekräftigen, neu aufrichten, sozusagen mit dem Sohn der Verheißung, wie wir dann in Vers 19 lesen. Und das Zeichen des Bundes war in Vers 10: "Das ist aber mein Bund, den ihr bewahren sollt zwischen mir und euch und zwischen deinem Samen nach dir. Alles, was männlich ist unter euch, soll beschnitten werden."
[18:23] Das war keine willkürliche Maßnahme, sondern hatte eine tiefe Bedeutung. Abraham hatte ja den Bund in Kapitel 15 gebrochen, indem er mit der Hagar einen Sohn gezeugt hatte und gedacht hatte, damit den Bund erfüllen zu können aus eigener Kraft, sozusagen ein Bild für den alten Bund, wenn man das, was Gott sagt, mit eigener Kraft und ja letztlich sündig versucht selbst durchzuführen und es war gescheitert. Das hatte Abraham noch gar nicht so richtig verstanden. Er dachte, das ist doch alles gut so.
[19:09] Und als Gott ihm sagt in Vers 15: "Und Gott sprach weiter zu Abraham, du sollst deine Frau Sarai nicht mehr Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein, denn ich will sie segnen und will ihr auch von ihr Verheißung und will dir auch von ihr einen Sohn geben. Ich will sie segnen und sie soll zu Nationen werden und Könige von Völkern sollen von dir kommen." Da kann sich das Abraham nicht vorstellen und der macht Gott den Vorschlag, lass uns doch einfach das so weitermachen wie bisher. Vers 18: "Und Abraham sprach zu Gott: 'Ach, dass Ismaël vor dir leben möchte.'" Und dann kommt die wahre Beschneidung. Vers 19: Da sprach Gott: "Nein, die Beschneidung am Fleisch war ein Symbol für die Beschneidung des Herzens direkt hier in 1. Mose 17." Abraham hatte versucht, Gottes großen Plan, einen Sohn für ihn zu haben, mit eigenen Mitteln, mit eigener Kraft, mit eigener Weisheit und dabei auch mit zur Hilfenahme von Sünde durchzuführen. Und Gott beschneidet diesen Gedanken, sagt: "Nein, nicht deine eigene Kraft, nicht deine eigene Weisheit, sondern Gottes wunderwirkende Kraft. Du wirst durch Sara einen Sohn gebären, Isaak, denn ich will mit ihm, Vers 19, einen Bund aufrichten als einen ewigen Bund für seinen Samen nach ihm." Die Beschneidung ist seit dem ersten Tag, an dem sie eingeführt worden ist, ein Symbol dafür, dass unsere Ideen, unsere Pläne, die wir so selbst gemacht haben, beschnitten werden müssen: die Beschneidung des Herzens. In 5. Mose Kapitel 30 heißt es, dass Gott unsere Herzen beschneiden möchte.
[20:52] Es heißt hier in Vers 6: "Und der Herr, dein Gott wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, dass du den Herrn, deinen Gott liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst." Beschneidung führt dazu, dass wir Gott von ganzem Herzen lieben. Manchmal fragen sich Gläubige, warum liebe ich Gott nicht von ganzem Herzen? Es liegt daran, dass wir oft nicht bereit sind, unsere Herzen beschneiden zu lassen. Wenn wir Gott an die erste Stelle setzen und unsere Pläne bereit sind aufzugeben, so wie später Abraham bereit ist, sogar den Isaak aufzugeben, dann verstehen wir das Wesen wahrer Anbetung und wir werden das Evangelium so tief verstehen wie nie zuvor. Wir werden Gott lieben von ganzem Herzen, weil wir sehen, wie wir das in 1. Mose 22 dann sehen können, dass Gott uns von ganzem Herzen liebt und bereit ist, seinen eingeborenen Sohn zu geben.
[21:42] Die Beschneidung illustriert, dass wir bereit sind, unsere Ideen und unsere Vorstellung aufzugeben und Gottes Pläne zu akzeptieren.
[21:54] Die Israeliten waren jetzt dabei, eine gewaltige Aktion durchzuführen: das Land Kanaan zu erobern. Aber wenn sie versuchen sollten, es in eigener Kraft zu tun, wenn sie es versuchen sollten mit eigenen Plänen und wenn sie es versuchen wollten, in der Kraft ihrer Sünde zu tun, also Kraft in Anführungsstrichen, dann würden sie scheitern. Das, was vor ihnen lag, war nur möglich in Gotteskraft. Es war nur möglich durch Wunder. Das zeigt er dann die nächste, das nächste Kapitel schon in Josua 6. Und direkt bevor es losgeht, bittet Gott sie, das menschlich unsinnigste zu tun, sich ganz abhängig von dem zu machen.
[22:38] Da liegt für Tage die Eroberungsarmee direkt am Ufer des gelobten Landes in Schmerzen. Und wenn Gott sie nicht beschützt hätte, hätten die Kanaaniter sie hier vollständig vernichten können.
[22:56] Warum waren die Kinder Israels der zweiten Generation nicht beschnitten worden? Vers 6 in Josua sagt uns: "Denn die Kinder Israels wanderten 40 Jahre lang in der Wüste, bis das ganze Volk der Kriegsleute umgekommen war, die aus Ägypten gezogen waren, weil sie der Stimme des Herrn nicht gehorcht hatten. Wie denn der Herr ihnen geschworen hatte, dass sie das Land nicht sehen sollten, von dem der Herr ihren Vätern geschworen hatte, dass er es uns geben würde, ein Land, in dem Milch und Honig fließt."
[23:35] Und wenn wir Hebräer 3 anschauen, dann sehen wir genau dasselbe dort auch beschrieben. Der Ungehorsam hatte es unmöglich gemacht, das Land Kanaan zu erobern. Hebräer, Kapitel 3 und dort Vers 19, denn dort heißt es jetzt interessanterweise: "Und wir sehen, dass wir nicht eingehen konnten wegen des Unglaubens." Dasselbe wird auch in Judas 5 gesagt. Der fehlende Glaube hatte zu fehlendem Gehorsam geführt. Glaubensgehorsam ist die entscheidende Voraussetzung, dass wir den Sieg erringen können, dass wir das gelobte Land erreichen können. Und um Glaubensgehorsam haben zu können, brauchen wir die Beschneidung des Herzens. Und das bedeutet, dass wir uns vielleicht verletzlich machen. Das bedeutet, dass wir Dinge, dass wir Gott an die erste Stelle setzen, was vielleicht in bestimmten Situationen menschlich völlig absurd erscheint und scheinbar in eine nachteilige Situation bringt. Der Gott an die erste Stelle setzt und damit seinen Berufsplatz, seinen Arbeitsplatz aufs Spiel setzt, der scheint Geld zu...
[24:48] Spiel setzt, der scheint Geld zu verlieren, seine Familie nicht ernähren zu können, aber er setzt Gott an die erste Stelle und Gott hat versprochen, für alles weitere zu sorgen. Wer bereit ist, sein Herz beschneiden zu lassen, der lernt wahre Anbetung.
[25:08] Wir lesen weiter in Josua 5, Vers. „Ihre Söhne nun, die er, also Gott, an ihrer Stelle erweckt hatte, die beschnitt Josua, denn sie waren unbeschnitten, weil man sie auf dem Weg nicht beschnitten hatte.“ Gott sorgt für die neue Generation. Die ungläubigen Eltern hatten sie nicht einmal beschnitten. Und wir sehen in 2. Mose, wie wichtig Gott die Beschneidung war. Wir sehen das in 2. Mose, als Mose auf dem Weg nach Ägypten ist und es versäumt hatte, seinen zweiten Sohn beschneiden zu lassen. Das war eine dramatische Sache. Beschneidung war nicht einfach nur ein kulturelles Mitbringsel, dass man hier so von Generation zu Generation mitschleppte. Es war eine entscheidende, wichtige Symbolik für das Volk Gottes.
[25:52] Sie waren unbeschnitten gewesen. Aber Gott hat das Volk Israel nicht verworfen. Er hat zwar die ungläubige Generation verworfen, aber die neue Generation bekam eine neue Chance. Gott hat mit ihnen einen neuen Bund geschlossen in den Ebenen von Moab. Und jetzt hier, wo sie bereit sind, das gelobte Land zu erobern, lässt er sie erneut beschneiden.
[26:16] Vers 8: „Als sie nun das ganze Volk beschnitten war, Verzeihung. Als nun das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie heil wurden.“ Hier haben wir genau diesen Punkt: Sie waren wundkrank, so wie die Einwohner von Sichem. Sie waren vollkommen hilflos und doch ist ihnen nichts passiert, weil Gott ihr Schutz gewesen ist.
[26:38] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir bereit sind, unsere Herzen beschneiden zu lassen, wird Gott uns beschützen. Der Feind kann uns da nichts anhaben.
[26:48] Vers 9: „Und der Herr sprach zu Josua: ‚Heute habe ich die Schande Ägyptens von euch abgewälzt. Darum wird jener Ort Gilgal genannt bis zu diesem Tag.‘“ Die erste Generation, die wollte in Kadesch-Barnea, als man hörte von den großen Mauern Jerichos und von den Riesen und überhaupt im Land Kanaan, den großen Gefahren, da wollten sie zurück nach Ägypten und haben den Bund gebrochen. Sie haben dann ihre Kinder nicht beschnitten, aber Gott hatte der zweiten Generation denselben Bund wieder angeboten. Wir können das aus Zeitgründen nicht alles lesen, aber 5. Mose ist genau das, ist eine Erneuerung des Bundes, den die erste Generation nicht ausleben wollte in 5. Mose Kapitel 5. Und dort in Vers 1 oder Vers 2 lesen wir 5. Mose 5, Vers 2: „Der Herr, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen. Nicht mit unseren Vätern hat er diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind.“ Und dann wird das beschrieben, was dort passiert ist. Dort wird deutlich, dieser Bund, den die Israeliten der ersten Generation nicht halten wollten, der soll jetzt für die zweite Generation gelten. Gott verwirft nicht den Bund, er gibt ihn der nächsten Generation dieselbe Chance. Und ich könnte all die ganzen Kapitel und Verse lesen. Und diese Erneuerung des Bundes, die die zweite Generation annimmt, die wird jetzt in Josua durch die Beschneidung auch äußerlich sichtbar. Der neue Bund führt Israel in das gelobte Land, die Erneuerung des Bundes. Nicht umsonst heißt es in Daniel 9, dass Jesus, der Fürst des Bundes, den Bund bekräftigen wird, erneuern wird, aufrichten wird. Deswegen sagt die Bibel, dass es ein neuer Bund ist, wo das Gesetz Gottes ins Herz geschrieben wird und wo wir eine direkte Beziehung zu Gott haben dürfen, weil er uns wirklich die Sünden vergibt.
[28:55] Dieser Bund sollte auch äußerlich proklamiert werden. Und dies geschieht kurze Zeit später, nachdem Jericho und Ai – wir haben das ja letztes Mal studiert – erobert worden sind. In Josua Kapitel 8 lesen wir ab Vers 30: „Damals baute Josua dem Herrn, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berg Ebal.“
[29:20] Jericho und Ai sind gefallen. Jericho war eine große Stadt, Ai eine kleine. Die meisten Städte, die meisten Königsstädte Palästinas, Kanaans, waren immer noch in Feindeshand. Und der Berg Ebal, der befindet sich bei Sichem, bei Sichem, ziemlich weit weg im Norden. Wenn man es auf der Karte anschaut, muss man feststellen, die Israeliten mussten, um dorthinzugelangen, buchstäblich durch Feindesgebiet marschieren und wiederum ist ihnen nichts passiert. Sie hätten ja sagen können: „Das machen wir dann später mal, wenn wir alles erobert haben. Wenn wir dann sicher dorthinelangen können, dann können wir dort auch anbeten.“
[30:04] Aber noch bevor die umliegenden Städte erobert sind, noch bevor die Kanaaniter dort vertrieben worden sind, gehen sie an diesen Ort, weil Mose es angeordnet hatte in 5. Mose 27. Wir lesen Vers 31 hier in Josua 8: „So wie Mose, der Knecht des Herrn, es den Kindern Israels geboten hatte, wie es geschrieben steht im Buch des Gesetzes Moses, nämlich in 5. Mose 27, einen Altar aus unbehauenen Steinen, über die man kein Eisen geschwungen hatte. Und sie brachten dem Herrn darauf Brandopfer dar und opferten Friedensopfer.“
[30:41] Interessanterweise sind die genauen Anweisungen über den Altar auch aus 2. Mose 20, Vers 25 zu ersehen, wo sie im direkten Zusammenhang mit den Zehn Geboten stehen, die ja die Grundlage des Bundes sind und damit auch die Grundlage des erneuerten Bundes sind. Als Mose mit dem Volk den Bund mit Gott erneuert, da werden die Zehn Gebote wiederholt.
[31:08] Und im Zusammenhang mit diesen Zehn Geboten wird dort das Gesetz des Altars erwähnt, dass hier seine Anwendung findet. Der Bund wird erneuert im Land Kanaan.
[31:22] In Vers 32 lesen wir: „Und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes Moses, das er in Gegenwart der Kinder Israels geschrieben hatte.“ Es sollte für alle sichtbar aufgestellt werden, was die Grundlage des Bundes ist. Die Bundesgrundlage zwischen Israel und Gott war nicht Emotionen, war nicht einzelne Erfahrung von dem oder jenem, sondern es war das Wort Gottes, sein Gesetz, das hier veröffentlicht wurde sozusagen.
[31:54] Gott möchte übrigens, dass sein Wort gut verständlich, überall einsehbar ist, dass es verstanden werden kann, dass es gelesen werden kann. In Habakuk Kapitel 2 lesen wir ab Vers 2: „Da antwortete mir der Herr und sprach: ‚Schreibe die Offenbarung nieder und grabe sie in Tafeln ein, damit man sie geläufig lesen kann.‘“ Die Idee ist, dass man auch im Vorbeigehen, ohne dass man viel vielleicht Zeit hat, dass man das Wesentliche sofort gleich, dass man das Wort Gottes, die Offenbarung – ist ja alles wesentlich – dass man das lesen kann, dass man das verstehen kann. Gott möchte, dass sein Wort nicht hinter geheimen Mauern von Spezialisten verwaltet wird, sondern dass es in seiner ganzen Breite in der Welt veröffentlicht wird, gesehen wird, verstanden wird.
[32:49] Und so sollten die Israeliten die Grundlage ihres Bundes mit Gott auch hier im Land Kanaan öffentlich machen. Sie sollten es aufschreiben und sie sollten es dann vorlesen.
[33:02] Wir lesen weiter in Josua 8, Vers 33: „Und ganz Israel samt seinen Ältesten und Vorstehern und Richtern stand zu beiden Seiten der Lade, den Priestern und den Leviten gegenüber, welche die Bundeslade des Herrn trugen, die Fremdlinge wie auch die Einheimischen.“ Heißt also, dass die Nichtisraeliten wie auch die Israeliten, die alle hier zum Volk gehörten, die eine Hälfte gegenüber dem Berg Garizim und die andere Hälfte gegenüber dem Berg Ebal, wie Mose, der Knecht des Herrn, zuvor geboten hatte, das Volk Israel zu segnen. Es ist eine Zeremonie für das gesamte Volk. Alle sind dabei, so wie es in 5. Mose 29, Vers 8 bis 14 auch beschrieben ist. Das können wir vielleicht kurz hier auch lesen. 5. Mose 29, Vers 8 bis 14: „So bewahrt nun die Worte dieses Bundes und tut sie, damit ihr Gelingen habt in allem, was ihr tut. Ihr alle steht heute vor dem Herrn, eurem Gott, eure Häupter, eure Stämme, eure Ältesten und eure Vorsteher, alle Männer Israels, eure Kinder, eure Frauen und dein Fremdling, der inmitten deines Lagers ist, von deinem Holzhauer bis zu deinem Wasserschöpfer, um einzutreten in den Bund des Herrn, deines Gottes, und in seine Eidverpflichtung, die der Herr, dein Gott, heute mit dir abschließt.“ Später heißt es dann in Vers 13 und 14: „Denn ich schließe diesen Bund und diese Eidverpflichtung nicht mit euch allein, sondern sowohl mit dem, der heute hier mit uns steht vor dem Herrn, unserem Gott, als auch mit dem, der heute nicht hier bei uns ist.“ Mit anderen Worten, dieser Bund gilt für jeden. Jeder kann in diesen Bund eintreten, den die Israeliten hier auf dem Berg Ebal und auf dem Berg Garizim verkündigt haben, veröffentlicht haben als große Anbetungszeremonie, umgeben von den Feinden, praktiziert haben, um Gott die Ehre zu geben.
[35:09] Vers 34: „Danach las er alle Worte des Gesetzes, den Segen und den Fluch, alles, wie es im Buch des Gesetzes geschrieben steht.“ Es wurde nicht nur aufgeschrieben, es wurde laut verkündigt, es wurde gepredigt. Anbetung ist nicht einfach, oder anders gesagt, Anbetung Gottes hat immer mit seinem Wort zu tun. Das, was er gesagt hat, soll hochgehalten werden. Das, was er uns offenbart hat, soll verkündigt werden. Anbetung hat mit Gehorsam zu tun. Anbetung hat mit Herzensbeschneidung zu tun. Anbetung hat mit dem Wort Gottes zu tun, mit seinen Versprechungen, die die Grundlage des Bundes sind.
[35:55] Und tatsächlich wurde nichts ausgelassen. Wir lesen in Josua 8, Vers 35: „Es war kein Wort von allem, was Mose geboten hatte, das Josua nicht gelesen hätte vor der ganzen Gemeinde Israels, auch vor den Frauen und Kindern und den Fremdlingen, die in ihrer Mitte lebten.“ Wir denken manchmal, dass bestimmte Teile der Bibel gar nicht geeignet sind oder nicht so wichtig sind und dass wir Hauptsache ein paar Wesen, was wir als wesentlicher achten, herausgreifen und das reicht dann für die Kinder, das reicht vielleicht für die Geschwister in der Gemeinde, der Rest ist vielleicht für die Spezialisten. Aber Josua dachte nicht so. Josua hat das gesamte Wort Gottes vorgelesen für die Männer und die Frauen und die Kinder und die Fremdlinge.
[36:33] Anbetung hat damit zu tun, dass wir das gesamte Wort Gottes, die gesamte Lehre der Bibel, alles, was Gott offenbart hat, ernst nehmen und weitergeben.
[36:50] Josua hat damit genau das Wort erfüllt, das in 5. Mose 4 steht, und dort in Vers 2: „Ihr sollt nichts hinzufügen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt auch nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des Herrn, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete.“ Mit anderen Worten, indem Josua nichts hinzufügte und nichts wegnahm, hat er die Grundlage geschaffen, dass die Israeliten tatsächlich das auch halten konnten, was Gott geboten hat. Denn wer Gottes Wort verkürzt, Dinge weglässt und so das Volk lehrt, der behindert das Volk im Gehorsam.
[37:34] Und wer zusätzliche menschliche Regeln dazu erdichtet, der legt dem Volk schwere Bürden auf, die es nicht tragen soll.
[37:45] Und so finden wir dieses Prinzip, nichts hinzuzufügen, nichts wegzunehmen, auch am Ende der Bibel, im letzten Buch des Neuen Testaments in der Offenbarung, in Offenbarung 22 und dort Vers 17, Vers 18 und 19, Verzeihung: „Fürwahr, ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches hört: Wenn jemand etwas zu diesen Dingen hinzufügt, so wird Gott ihm die Plagen zufügen, von denen in diesem Buch geschrieben steht. Und wenn jemand etwas wegnimmt von den Worten des Buches dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen von seinem Teil vom Buch des Lebens und von der Heiligen Stadt und von den Dingen, die in diesem Buch geschrieben stehen.“
[38:29] Wir dürfen zum Wort Gottes weder etwas hinzufügen, noch etwas wegnehmen. Und Anbetung im Feindesgebiet bedeutete für die Israeliten nicht einfach schnell das Wesentliche zu sagen und schnell sich wieder zurückzuziehen, damit man möglichst der Gefahr entrinnt, sondern angesichts der Bedrohung von Feinden ringsum zum ganzen Wort zu stehen, es komplett abzuschreiben und komplett vorzulesen und zu allem Ja zu sagen, Amen zu sagen.
[39:11] Was sie dabei auch vorgelesen haben, als sie Segen und Fluch wie in 5. Mose 28 beschrieben wird, als sie 5. Mose 28 gelesen haben, was sie dann auch vorgelesen haben, war das Kapitel, das ich für das wahrscheinlich großartigste Kapitel der ganzen Bibel halte: 5. Mose Kapitel 30.
[39:32] Denn sie haben, wenn sie das gesamte Gesetz Mose vorgelesen haben, nicht nur den Segen und den Fluch vorgetragen, sondern nach dem Segen und dem Fluch in 5. Mose 28 kommt noch 5. Mose 30. „Es wird aber geschehen“, Vers 1, 5. Mose 30, Vers 1: „Es wird aber geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Heidenvölkern, unter die dich der Herr, dein Gott, verstoßen hat. Und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr, dein Gott, zerstreut hat. Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wirst, so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen.“ Stellen wir uns vor, wie die zwei Millionen Israeliten dort in diesem Tal bei Sichem auf den Hügeln von Ebal und Garizim stehen und das lesen, dass selbst wenn sie gefallen sind und sie umkehren und Buße tun von ganzem Herzen und von ganzer Seele, dann wird Gott sie zurückführen, egal wo sie hin zerstreut worden sind.
[40:49] Vers 5: „Und der Herr, dein Gott, wird dich in das Land zurückbringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es in Besitz nehmen, und er wird dir Gutes tun und dich mehren, mehr als deine Väter. Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden.“ Sie hatten ja gerade zuvor wenige Tage wahrscheinlich, wenn nicht höchstens ein paar Wochen zuvor, die Beschneidung erlebt.
[41:15] Sie waren ja gerade beschnitten worden und hatten gesehen, welche gewaltigen Siege über die Kanaaniter möglich waren. Sie hatten die Mauern von Jericho fallen sehen und es hatte sich eingebrannt, dass, als sie zuerst sich hatten beschneiden lassen, sie plötzlich Siege erringen konnten, von denen ihre Väter dachten, es ist unmöglich. Wenn also die buchstäbliche Beschneidung die Voraussetzung war für gewaltige Siege im buchstäblichen Kanaan mit einem buchstäblichen Krieg über buchstäbliche Feinde, was vermag dann die Beschneidung des Herzens? Die geistliche Beschneidung. Wenn wir sie an die erste Stelle setzen, können wir nicht dann auch Siege erringen, von denen unsere Väter und unsere Mütter dachten, dass sie unmöglich sind?
[42:05] Können wir nicht dann Giganten, Riesen besiegen, die uns zu groß sind, weil Gott vorausgeht? Können wir nicht dann geistlich im großen Kampf die geistlichen Feinde Sünde und Tod und Teufel besiegen? Nicht aus unserer Kraft, sondern weil Gott uns vorhergeht?
[42:28] Die Israeliten haben 5. Mose 30 gelesen, denn es heißt, sie haben Segen und Fluch gelesen und sie werden nicht in Kapitel 29 aufgehört haben, denn die Bibel sagt ganz deutlich, dass Josua alles gelesen hat. Und wenn sie alles gelesen haben – und wenn wir mehr Zeit hätten, könnten wir das ganze Buch 5. Mose durchgehen und schauen, wie sehr das auf ihre Situation alles zutraf und wie sehr es auf unsere Situation zutrifft. Aber wenn sie das alles gelesen haben, dann haben sie diese Stelle gelesen: „Der Herr, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, dass du den Herrn, deinen Gott, liebst von ganzem Herzen und von ganzer Seele, damit du lebst.“ Es ist genau das, was sie vorher in 5. Mose 6 gelesen hatten, dass Gottes größter Wunsch ist, dass sie ihn lieben von ganzem Herzen. „Höre, Israel, der Herr, dein Gott, ist ein einiger Gott“, wie manche übersetzen, die Schlachter übersetzt in 5. Mose 6, Vers 4: „Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein! Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft.“ Wie ist das möglich? Wie ist es möglich, die Mauern unseres sündigen Herzens, die Fortifikationen der Sünde, die Giganten der Versuchungen in unserem Leben zu besiegen? Es ist möglich, wenn wir zuerst beschnitten werden.
[43:49] Denn so wie die Israeliten beschnitten wurden und dann siegreich waren, so werden wir Gott von ganzem Herzen lieben können, und diese Gebote, die hier in 5. Mose 5 wiederholt werden, halten können, weil er unsere Herzen beschnitten hat.
[44:05] Ist das nicht wunderbar? Nein, das war nicht eine schöne Hoffnung, eine Utopie, eine fromme Theorie. Nein, das war die Realität. Das war Gottes Kraft. Sie hatten es ja auf der fleischlichen Ebene, das heißt also auf der buchstäblichen Ebene, besser gesagt, sie hatten es ja erlebt. Sie waren beschnitten worden und hatten den Sieg errungen. Und Gott hat das alles so kommen lassen, damit sie verstehen, dass auf der geistlichen Ebene, im großen Kampf zwischen Gerechtigkeit und Sünde, Licht und Finsternis, Wahrheit und Irrtum Sieger sein können, genauso wie sie jetzt Sieger waren über Jericho und Ai, wenn sie beschnitten sind, nicht an ihrem Fleisch, sondern in ihrem Herzen.
[45:01] Ab Vers 9: „Und der Herr, dein Gott, wird dir Überfluss geben in allem Werk deiner Hände, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehs, an der Frucht deines Landes zu deinem Besten. Denn der Herr wird sich wiederum über dich freuen, zu deinem Besten, wie er sich über deine Väter gefreut hat. Gott möchte uns das Beste geben, was es gibt, wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchst und seine Gebote und seine Satzungen befolgst, die in diesem Buch des Gesetzes geschrieben stehen, wenn du zu dem Herrn, deinem Gott, umkehrst von ganzem Herzen und von ganzer Seele.“ Da haben wir es wieder.
[45:32] Vers 11: „Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest: ‚Wer will für uns zum Himmel fahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun?‘ Es ist auch nicht jenseits des Meeres, dass du sagen müsstest: ‚Wer will für uns über das Meer fahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun?‘“ Vers 14, jetzt kommt’s: „Sondern das Wort ist sehr nahe bei dir, in deinem Mund und in deinem Herzen, so dass du es tun kannst.“
[46:04] Stellen wir uns vor, wir lesen das jetzt. Stellen wir uns vor, wie dort zwei Millionen Israeliten auf dem Berg Garizim und dem Berg Ebal stehen und es vorgelesen wird und sie es vielleicht sogar mitsprechen, zumindestens Amen sagen und jetzt plötzlich sagen: „Das Wort ist in deinem Herzen. Du denkst gerade darüber nach, du hast es auf deiner Lippe. Es ist gerade aufgeschrieben worden. Du liest es, du hörst es, du sprichst es und deswegen kannst du es auch tun.“
[46:32] Nicht, weil du so stark bist, sondern weil das Wort Gottes so kraftvoll ist. Die 5. Mose 32 sagt Vers 46 und 47: „Nehmt zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebietet, dass sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu befolgen, denn es ist kein leeres Wort für euch, sondern es ist euer Leben. Und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlängern in dem Land, in das ihr über den Jordan geht, um es in Besitz zu nehmen.“
[47:12] Kein leeres Wort. Wenn die Israeliten, als Israeliten dort standen und es sprachen und durchdachten...
[47:18] standen und es sprachen und durchdachten und sich dazu bekannten, öffentlich. Sie hatten die Kraft Gottes in ihrer Mitte. Sie konnten im Glauben das jetzt annehmen und erleben. Jeder, der wollte.
[47:37] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn wir über das Evangelium in der Bibel lesen, wenn wir darüber reden, dann beschreiben wir nicht nur eine Theorie, sondern wir sind dann in die Lage versetzt, es selbst zu erleben. Wenn wir drüber nachdenken, wenn es in unserem Herzen ist, wenn es in unserem Mund ist, dann haben wir die Kraft, es auch zu tun. Nicht, weil die Kraft in uns ist, sondern weil die Kraft in dem Wort ist, dass wir jetzt bedenken und dass wir besprechen.
[48:06] Wenn wir uns mit dem Wort beschäftigen, hat das Wort die Kraft zu tun, wozu es gesandt ist. Jesaja Kapitel 55, Vers 10 und 11: "Denn gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Sämann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst. Genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt und durchführen, wozu ich es gesandt habe."
[48:38] Die Israeliten sollten nicht einfach nur eine Zeremonie durchführen. Sie sollten die Kraft des Wortes Gottes erleben.
[48:47] Wenn wir anbeten und wenn wir sogar öffentlich anbeten in einem öffentlichen Gottesdienst, umgeben von Menschen, die vor Atheismus und Säkularismus und falschen Theologien und falschen Religionen völlig verblendet sind, dann tun wir das nicht einfach nur, um sozusagen, ja, dass es gemacht wird, sondern wenn wir anbeten, dann haben wir die Gelegenheit, die Kraft Gottes zu erfahren.
[49:18] Wenn wir über das Wort Gottes nachdenken und sprechen, dann werden wir in Verbindung gebracht, in Kontakt gebracht mit der Kraftquelle des Universums.
[49:28] Anbetung spielt eine zentrale Rolle für die Endzeit, denn in der Endzeit wird es darauf ankommen, dass wir Gottes Gesetz tun aus Glauben, weil er unser Herz beschrieben hat.
[49:49] 1400 Jahre später und ungefähr vielleicht 1430 oder so oder 20. Am selben Ort, dort, wo Berg Garizim und Berg Ebal einander anschauen.
[50:21] Und ihr Leben war im Wesentlichen Fluch gewesen. Fünf Männer hatte sie gehabt und der, mit dem sie jetzt zusammenlebte, war nicht einmal ihr Ehemann. Sie suchte nach Liebe, fand sie nicht wirklich und wurde stattdessen von der ganzen umgebenden Nachbarschaft mit Verachtung behandelt.
[50:39] Und dort am Berg Garizim und Berg Ebal, dort wo 1400 Jahre zuvor die Israeliten mit allen Fremdlingen Segen und Fluch, die Bücher Mose verkündet und gepredigt hatten. Dort trifft diese Frau, diese Samariterin, die im Kontext von Josua eher zu den Fremdlingen gezählt hätte als zu den einheimischen Israeliten. Die trifft denjenigen, auf den die gesamten Bücher Mose hinweisen.
[51:24] Jesus antwortete und sprach zu ihr: "Jeden, der von diesem Wasser trinkt, wird wieder dürsten. Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird in Ewigkeit nicht dürsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben quillt."
[51:40] Jesus selbst betet hier an dem Ort, wo Israel angebetet hat, Segen und Fluch vorgelesen hat. Er bietet der Frau das Leben an, den Segen, das ewige Leben.
[51:53] Wir wissen, dass das dort stattfand, nicht nur, weil die Stadt sich letztlich widerspiegelt, sondern auch, weil die Frau ja auf den Berg verweist und sagt, schau mal dort in Vers: "Unsere Väter haben auf diesem Berg angebetet und ihr sagt in Jerusalem der Ort, wo man anbeten soll."
[52:13] An diesem Ort, wo die Israeliten Segen und Fluch verkündigten, zeigt Jesus den Weg sich selbst, den Weg zum Segen und er zeigt, was wahre Anbetung ist.
[52:29] Denn als sie fragt, ja, wie genau sollen wir jetzt anbeten? Ist es wahre Anbetung, wenn wir genau hier anbeten, wo die Israeliten damals auch angebetet haben? Oder haben die Juden recht, die dann sagen, man soll in Jerusalem anbeten, weil Gott später den Ort nach Jerusalem gelegt hat, wo man anbeten soll?
[52:46] Da sagt Jesus, Vers 21: "Frau, glaube mir, es kommt die Stunde, wo ihr weder auf diesem Berg noch in Jerusalem den Vater anbeten werdet. Ihr betet an, was ihr nicht kennt. Wir beten an, was wir kennen, denn das Heil kommt aus den Juden."
[53:01] Jesus diskutiert nicht mit ihr. Er zeigt ihr eine höhere Ebene. Er bekennt sich zur Wahrheit. Es gibt eine theologische Wahrheit diesbezüglich, aber es gibt noch einen viel tieferen geistlichen Punkt.
[53:16] Vers 23: "Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten. Denn der Vater sucht solche Anbeter."
[53:29] Anbetung im Kriegsgebiet ist nicht eine Erfüllung formaler Kriterien, die irgendwo festgehalten wurden. Es ist keine Zeremonie, die einfach liturgisch durchgeführt wird aus Tradition oder weil man es schon immer so gemacht hat. Wahre Anbetung, wie Gott sie sich wünscht, geschieht im Geist und in der Wahrheit.
[53:51] Er sagt: "Denn der Vater sucht solche Anbeter." Gott möchte wahrhaftig angebetet werden und nicht einfach nur, weil man es irgendwie jetzt so gelernt hat.
[54:07] Vers 24: "Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten."
[54:10] Anbetung in der Endzeit hat damit zu tun, dass wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten. Deswegen das ganze Wort Gottes, deswegen die ganze Bibel vollumfänglich und deswegen der Heilige Geist, der uns in alle Wahrheit führt, der uns mit Gott verbindet, der uns Gottes Gesetz auf unser Herz schreibt und der in uns diese Quelle des Wassers, des Lebens bewirkt. Anbetung im Geist und in der Wahrheit.
[55:07] Sie hatte ja gefragt, sollen wir hier anbeten oder dort anbeten? Tatsache ist, dass schon im Buch Josua der Berg Ebal nicht als beständige Anbetungsstätte gedacht war. Das wird ganz deutlich, wenn man dann in Josua 18 Vers 1 und 2 liest. Es heißt ja in Josua 18 Vers 1 und 2: "Und die ganze Gemeinde der Söhne Israels versammelte sich in Silo und schlug dort die Stiftshütte auf und das Land war ihnen unterworfen."
[55:40] Silo liegt im Gebiet des Stammes Ephraim. Der hatte gerade erst in Kapitel 16 sein Erbteil erhalten.
[55:52] Wir lesen in Vers 2 ganz deutlich, dass noch längst nicht alle Stämme ihr Erbteil erhalten hatten. Das heißt, Vers 2: "Es waren aber noch sieben Stämme der Söhne Israels, denen man ihr Erbe nicht ausgeteilt hatte."
[56:06] Aber sobald der Stamm Ephraim, wo ja die Bundeslade mit dem Heiligtum wohnen sollte in Silo, sobald er das bekommen hatte und nach einer anfänglichen Beschwerde in Kapitel 17 Vers 14 bis 18 dann auch es in Anspruch nehmen sollte und in Anspruch genommen hat, sofort hat man das Heiligtum dort aufgebaut, noch bevor die anderen Stämme ihren Anteil erhalten haben.
[56:39] Zeigt das nicht, wie wichtig diese Angelegenheit war, dass man dieser Angelegenheit die höchste Wichtigkeit beigemessen hat? Man hat nicht gesagt, wir verteilen erstmal alles und dann schauen wir mal, dass wir die Bundeslade mit dem Heiligtum dann platzieren, das Heiligtum aufbauen. Nein, sobald der Weg frei war für das Heiligtum, das an einem bestimmten Ort sein sollte, hat man alles andere gestoppt, hat alles andere erstmal pausieren lassen und hat zuerst das Heiligtum aufgebaut, bevor die anderen überhaupt ihre Heimat bekommen haben.
[57:13] Mich erinnert das so ein wenig an die Rückkehrer aus Babylon, wie wir es im Buch Esra nachlesen können, die unter Führung von Serubabel und Josua in der Regierungszeit von Kyros zurückkommen nach Palästina, nach Judäa.
[57:39] Und es heißt hier in Esra 2, Vers 68: "Und als sie zum Haus des Herrn nach Jerusalem kamen, gaben etliche von den Familienhäuptern freiwillige Gaben für das Haus Gottes, damit man es an seiner früheren Stätte wieder aufbauen könnte." Und zwar gaben sie nach ihrem Vermögen für den Bauschatz 61.000 Goldreiken und 5.000 Silberminen und 100 Priestergewänder.
[58:07] Und dann kommt Vers 70: "Und die Priester und die Leviten und die aus dem Volk und die Sänger und die Torhüter und die Tempeldiener ließen sich in ihren Städten nieder und alle Israeliten in ihren Städten."
[58:16] Es sieht so aus, dass bevor sie sich niedergelassen oder die Bibel sagt, bevor sie sich niedergelassen haben zu Hause, bevor sie dann für ihre eigenen Wohnungen, die ja auch in Ruinen oft lagen, gesorgt haben, haben sie zuerst für das Heiligtum gesorgt. Sie sind zuerst nach Jerusalem gekommen, haben zuerst sich die Ruinen vom Tempel angeschaut, haben zuerst dort Geld gegeben, haben die Sache Gottes an die erste Stelle gesetzt. Sie haben zuerst nach dem Reich Gottes und seiner Gerechtigkeit getrachtet und dann sind sie in ihre Dörfer und Heimatstädte gegangen und haben dann ihre Häuser wieder aufgebaut und ihre Gärten wieder bewirtschaftet und haben alles dort wiederhergestellt. Zuerst das Wort Gottes, zuerst das Werk Gottes, zuerst das Heiligtum.
[59:02] Genau das haben die Israeliten unter Josua auch getan. Sie haben zuerst nach dem Reich Gottes getrachtet. Sie haben, sobald es möglich war, zuerst die Stiftshütte aufgebaut und dann weiter das Land verteilt.
[59:16] Die Frage ist, lieber Freund, liebe Freundin, wie ist es mit uns? Ist für uns das Werk Gottes die Top-Priorität? Ist es die Priorität? Sind wir bereit, für das Werk Gottes etwas zuerst einzusetzen und dann den Rest für unsere Familien, für unsere Hobbys, für unsere Arbeit, sei es Zeit oder Geld oder Energie? Sind wir bereit, das Reich Gottes und seine Gerechtigkeit an die erste Stelle zu setzen?
[59:43] Nein, das Heiligtum hat nicht alles in Anspruch genommen. Es gab dann auch Gelegenheit, ein eigenes Erbteil zu haben. Es gab Gelegenheit, dort selbst etwas aufzubauen mit dem Heiligtum als Anbetungsstätte.
[59:59] Aber das Heiligtum sollte den ersten Platz haben. Anbetung soll den ersten Platz haben.
[1:00:10] Mose hatte geboten, dass es einen zentralen Ort der Anbetung geben sollte. Und die Offenbarung zeigt uns, Offenbarung 14, dass in der Endzeit es eine zentrale Botschaft gibt, die um die Anbetung kreist: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen und betet den an, der den Himmel und Erde und Meer und Wasserquellen gemacht hat."
[1:00:40] Sind wir bereit im Kriegsgebiet dieser Erde, wo der große Kampf kämpft und tobt? In der Endzeit, wo dieser Kampf auf den Höhepunkt zusteuern wird, wo die Schlacht von Harmagedon uns alle fordern wird, sind wir bereit in diesem Kriegsgebiet, in dieser Kriegszeit, dieser geistlichen Kriegszeit höchste Loyalität zu zeigen?
[1:01:07] Und zum Wort Gottes, zum Gesetz Gottes, zu seinem Sabbat, zur wahren Anbetung in Geist und Wahrheit zu stehen, uns nicht von Tradition und Menschengeboten irritieren zu lassen, sind wir bereit, Gott noch vor unsere eigenen Wünsche zu stellen?
[1:01:36] aus dem Buch Josua. Ich weiß nicht, wie es dir geht, lieber Freund, liebe Freundin. Ich möchte heute mich neu entscheiden. Die Anbetung Gottes in Geist und Wahrheit, die Treue zu ihm, zu seinem Wort, zur Priorität, zur absoluten Nummer 1 in meinem Leben zu machen. Auch wenn das andere für fanatisch halten mögen, für gefährlich oder dumm, möchte ich Gott folgen und ihm treu sein inmitten des großen Kampfes. Ist das dein Wunsch auch heute? Dann lass uns noch gemeinsam beten.
[1:02:22] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du in diesen Momenten, die wir gerade in deinem Wort verbracht haben, zu uns gesprochen hast. Du hast uns erfüllt mit deinem Heiligen Geist. Du hast uns Wahrheit gezeigt. Du hast uns tief angesprochen und Herr, wir möchten heute erneut den Bund in Anspruch nehmen, den du uns anbietest. Richte du ihn auf als einen ewigen Bund in unserem Herzen, dass es nichts dort geben darf und soll, dass wir höher schätzen und wichtiger erachten als dich, deine Liebe, deine Gnade, dein Wort und dein Gesetz, weil wir verstanden haben, dass du nichts Wichtiger hast in deinem Herzen als unser Heil und unser Bestes. Herr, mach uns zu Menschen, die das täglich verstehen, täglich danach leben und selbst unter den größten Katastrophen der Endzeit nicht davon abweichen. Lass uns höchste Loyalität, wahre Anbetung im Kriegsgebiet der Endzeit praktizieren und somit ein Licht sein für alle ringsum. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[1:03:56] Nächste Woche gibt es interessante weitere Dinge im Buch Josua zu entdecken. Wir laden euch von Herzen ein, dann wieder dabei zu sein. Bis dahin wünschen wir euch Gottes reichen Segen im Studium seines Wortes und in der Treue zu ihm auch im Alltag. Gott mit euch. Amen.