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In dieser neunten Lektion der Christ Study Hour zum Buch Josua beleuchtet Christopher Kramp das biblische Thema des verheißenen Landes aus einer gesamtbiblischen Perspektive. Ausgehend von Jesu Bergpredigt wird die Bedeutung des Landes von der Vertreibung aus Eden über Gottes Verheißungen an die Patriarchen Abram, Isaak und Jakob bis hin zum Exodus nachgezeichnet. Der Vortrag zeigt auf, wie das Land Kanaan als Illustration für Gottes Bund und sein Ziel dient, die Menschen in eine tiefe Gemeinschaft mit ihm zurückzuführen.


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Serie: Christ Study Hour 2025 Q4: Das Buch Josua

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Transkript

[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchten wir alle Zuschauer auf dem Sender Das Wort ebenfalls herzlich begrüßen zu einem weiteren Bibelstudium im Buch Josua. Wir sind in der neunten Lektion angekommen, mit der wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 29. November. Heute geht es um ein Thema, das auf den allerersten Blick vielleicht etwas langweilig erscheinen mag. Josua teilt das Land den Stämmen aus, und im Buch Josua ist fast die ganze zweite Hälfte des Buches dieser Tatsache gewidmet. Dort werden viele, viele Orte aufgezählt, Listen von Städten, die genau definieren, wo die einzelnen Stämme ihre Gebiete haben sollten. Wir wollen uns heute diesem Thema von einer größeren Perspektive aus nähern. Wir wollen heute gesamtbiblisch verstehen, auch gerade aus der Perspektive der fünf Bücher Mose, was uns dieses Thema der Landnahme, der Landverteilung, des verheißenen Landes heute zu sagen hat. Das Thema ist überschrieben: Erben der Verheißung, Gefangene auf Hoffnung.

[2:04] Bevor wir in das Bibelstudium einsteigen, möchten wir Gott einladen, uns zu segnen, uns Verständnis zu schenken und vor allem, dass er uns zeigt, wie wir in seiner Kraft das Gelesene und Verstandene in unserem Leben umsetzen können. Lass uns gemeinsam beten.

[2:24] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Dank sagen für die Gelegenheit, jetzt aus deinem Wort zu lernen. Wir möchten dich bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist unsere Herzen erfüllst, dass du deine Worte, dein Gesetz dort hineinschreibst, dass wir die Verheißung verstehen, so wie du sie gemeint hast und wie wir sie tatsächlich im Alltag in Anspruch nehmen dürfen. Herr, bitte sei du jetzt unser Lehrer und hab Dank für die Freude, die wir haben dürfen im Studium deines Wortes. Segne uns nach deiner Verheißung. Du hast gesagt, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Ich bitte dich, dass ganz viele Menschen durch dieses Bibelstudium ermutigt werden, an dir festzuhalten und auf deine Verheißung zu bauen, dir zu vertrauen. Das bitten wir alles im Namen Jesu. Amen.

[3:22] Wir wollen unser Studium heute beginnen, nicht im Alten Testament, sondern im Neuen, in Matthäus Kapitel 5. In der berühmten Bergpredigt sagt Jesus inmitten dieser Seligpreisungen in Matthäus 5 und dort Vers 5, es ist die dritte der Seligpreisungen: "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben."

[3:53] Jesus sitzt auf einem Berg, ein unbenannter Berg am See Genezareth, inmitten des Landes, das von Josua und dem Volk Israel erobert worden ist. Aber Jesus spricht von einem Land, das noch zu erben ist. Er sagt: "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben."

[4:31] Von welchem Land spricht Jesus? Und was hat die Geschichte von Josua und der Landnahme damit zu tun? Warten wir heute noch auf ein Land, das zu erobern gilt? Und wenn ja, wie kommen wir in dieses Land? Jesus sagt: "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben."

[4:58] Wir wollen heute ein kleines Bibelstudium machen über das Land, das Jesus in seiner programmatischen Predigt über das Reich Gottes hier uns verheißt.

[5:11] Und wie man das beim Bibelstudium am besten tut, fangen wir vorne an, ganz vorne in 1. Mose 2. Als die Menschen zum ersten Mal in einem Land lebten. Gott hatte die Welt gerade erst geschaffen. In 1. Mose 2 und dort Vers 8 finden wir die Heimat von Adam und dann noch Eva.

[5:35] 1. Mose 2, Vers 8: "Und Gott, der Herr, pflanzte einen Garten in Eden im Osten und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hatte." Gott hat nicht nur einen Menschen geschaffen, sondern ihm auch einen Wohnort gegeben. Das war nicht irgendein Wohnort. Das war die schönste Wohnung, die man sich selbst inmitten einer vollkommenen und perfekten Welt hätte vorstellen können. Ein Paradies. Und er gab diesem Garten den Namen Eden.

[6:14] Nun, Eden erinnert uns an einen anderen Garten, der nicht auf Erden stand oder steht. Hesekiel 28 und dort in Vers 13. Dort lesen wir: "In Eden, im Garten Gottes, warst du mit allerlei Edelstein bedeckt. Mit Sardes, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Karfunkel, Smaragd und mit Gold."

[6:38] Und dann wird über denjenigen, der hier angesprochen wird in Hesekiel 28, gesagt in Vers 14: "Du warst ein gesalbter, schützender Kerub. Ja, ich hatte dich dazu eingesetzt. Du warst auf dem heiligen Berg Gottes und du wandeltest mitten unter den feurigen Steinen." Hier wird Luzifer angesprochen, der zu Satan wurde. Vers 15 sagt: "Du warst vollkommen in deinen Wegen vom Tag deiner Erschaffung an, bis Sünde in dir gefunden wurde."

[7:14] Hier wird gesagt, dass Luzifer, als er noch keine Sünde hatte, im Garten Eden gewesen ist. Das kann nicht den irdischen Garten Eden meinen, denn als der geschaffen worden war, war der große Kampf bereits im Gange. Luzifer war nie als sündloser Engel im irdischen Garten Eden.

[7:39] Eden ist also zunächst einmal die ursprüngliche Bezeichnung des himmlischen Gartens, wo sich der Thron Gottes befindet, die Wohnung Gottes. Und wenn in 1. Mose 2, Vers 8 das Heim der Menschen Eden genannt wird, dann sollte dort schon auf den ersten Seiten der Bibel angedeutet werden, dass es Gottes großes Ziel von Anfang an gewesen ist, den Himmel auf die Erde zu bringen. Der Mensch sollte dort wohnen, wo auch Gott wohnt, mit Gott Gemeinschaft haben.

[8:30] Wir werden dieses Motiv jetzt im Laufe dieses Studiums immer wieder sehen. In 1. Mose 3 lernen wir, dass die Menschen dort in Eden nicht bleiben konnten. Vers 23 und 24 in 1. Mose 3: "So schickte ihn Gott, der Herr, aus dem Garten Eden, damit er den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war. Und er vertrieb den Menschen und ließ östlich vom Garten Eden die Kerubim lagern und die Flamme des blitzenden Schwertes, um den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen."

[8:59] Die Menschen waren nicht mehr dort in dem Land, das Gott ursprünglich für sie vorgesehen hatte. Das Land, das sie auf den Himmel vorbereiten sollte, wo Himmel und Erde sich trafen sozusagen. Und doch hatten sie die Verheißung aus 1. Mose 3, Vers 15, dass das Problem der Sünde, das dafür sorgt, dass sie vertrieben wurden, dass dieses Problem der Sünde gelöst und beseitigt werden würde durch den kommenden Erlöser.

[9:37] In Offenbarung 2 und dort Vers 7 wird uns gesagt, die Trennung von Eden war nicht für immer. Offenbarung 2, Vers 7: "Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet –" Die Bibel sagt uns in Offenbarung 12 und dort Vers 11, wie wir überwinden können: "durch das Blut des Lammes, durch das Wort unseres Zeugnisses haben diejenigen überwunden und die ihr Leben nicht geliebt haben bis in den Tod."

[10:13] "Wer überwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, der in der Mitte des Paradieses Gottes ist." Der große Erlösungsplan hat dieses eine gewaltige Ziel, uns wieder zurückzubringen in das Land, in den Garten, in die Heimat, die Gott uns von Anfang an geschenkt hatte.

[10:38] In 1. Mose Kapitel 12 und dort Vers 1. Gott beruft Abram, also Abraham damals noch. Er beruft ihn als Vater der Glaubenden, ein Volk, ein geistliches Volk zu gründen, ein Volk des Glaubens. Wir lesen hier in Vers 1: "Der Herr hatte zu Abram gesprochen: Geh hinaus aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde."

[11:11] Gott ruft Abram, um ihn in ein Land zu führen. Und wir werden sehen in diesem Studium, dass dieser Gedanke – "Abram, ich zeige dir ein Land. Verlasse, was du kennst, und folge mir, bis ich dich in das Land hineinbringe" – im gesamten Alten Testament eine Illustration ist für das eigentliche große Thema des Erlösungsplanes, dass wir in das Land kommen, das wir in 1. Mose 3 verloren haben und das uns in Offenbarung 2 verheißen wird.

[11:51] Gott ruft den Abram und er bringt ihn in ein Land, in das Land Kanaan. Wie wir in Vers 5 und 6 desselben Kapitels lesen. Das ist nicht Eden, aber es ist ein Land, an dem Abram und seine Nachfahren verstehen sollen, was Gott eigentlich wirklich vorhat.

[12:23] In 1. Mose 12 und dort Vers 7 erscheint Gott dem Abram. Das heißt, da erschien der Herr dem Abram und sprach: "Deinem Samen will ich dieses Land geben." Da baute dort, dem Herrn, der ihm erschienen war, einen Altar. Von Anfang an hat Abram diesen Grundgedanken verstanden: Gott will mir dieses Land geben.

[12:52] Interessant ist, wenn man in 1. Mose 13 und dort Vers 15 liest, denn dort heißt es: "Denn das ganze Land, das du siehst, will ich, Achtung, dir und deinem Samen geben auf ewig."

[13:06] Nun, wir kennen die Geschichte aus 1. Mose. Abram starb, ohne jemals – abgesehen von einem Feldstück, das er dann erworben hat – jemals über das Land Kanaan Besitztum ergriffen zu haben. Er starb als Fremdling in dem Land. Und doch sagt Gott, ich will dir, dir und deinem Samen dieses Land geben. Gott hatte nicht gesagt, sei mal hier ein Fremdling und irgendwann später werden deine Nachkommen das dann haben. Er sagt auch, du wirst es bekommen.

[13:44] Und das zeigt uns, das Land war mehr als das, was Abram hier sehen konnte. Gottes Verheißung ging über das hinaus, was Abrams irdisches Leben hier betraf.

[14:00] In 1. Mose 15 und dort Vers 7, Entschuldigung, Vers 7. Dort heißt es: "Und er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich von Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zum Erbesitz zu geben."

[14:21] Abram war dort ein Fremder und doch hat er im Glauben angenommen, dass dieses Land ihm gehören würde als Erbesitz. Er hat es selbst bis zu seinem Tod nie erlebt und doch hat Gott sein Versprechen nicht gebrochen, denn das Land Kanaan war vor allem eine Illustration, und wir werden gleich das noch genauer verstehen und sehen.

[14:55] In 1. Mose 15 schließt Gott berühmterweise einen Bund mit Abram. Und der Gegenstand dieses Bundes ist tatsächlich dieses Land. Wir lesen in Vers 18 im selben Kapitel: "An jenem Tag machte der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben vom Strom Ägyptens bis an den großen Strom, den Euphrat." Und dann waren die Völker aufgezählt, die dort leben.

[15:20] Der Bund zwischen Gott und Abram bestand unter anderem darin, dass Gott ihm dieses Land geben würde.

[15:31] Selbst als Abram sich falsch verhalten hat in 1. Mose 16 und Gott dann nach vielen Jahren diesen Bund erneuert, ihn aufrichtet, ihn bestärkt, indem er diesen Bund noch einmal schließt mit einem neuen Bundeszeichen, der Beschneidung, hat sich nichts an dem Inhalt des Bundes geändert. In 1. Mose 17, Vers 8 lesen wir: "Und ich will dir, ich will dir und deinem Samen nach dir das Land zum ewigen Besitz geben, indem du ein Fremdling bist, nämlich das ganze Land Kanaan, und ich will ihr Gott sein."

[16:03] Und hier sehen wir bereits eine Formulierung, die wir später immer wieder finden, wenn es um den Bund geht, wenn Gott sagt: "Ich will ihr Gott sein, sie sollen mein Volk sein." Das Land und die Beziehung zu Gott hängen untrennbar miteinander zusammen. Und wenn wir das von 1. Mose 2 betrachten, dann verstehen wir, warum. Weil das Land, das Gott gibt, eine Verbindung zu seiner eigenen Wohnung sein sollte.

[16:32] Das Land, das Gott gibt, ist nicht einfach nur eine Zuteilung, hier ist noch etwas für dich, sondern das Land, das Gott gibt, ist das Land, in dem er uns begegnet, indem wir eine Verbindung, einen Bund mit ihm haben.

[16:56] Die Verbindung zwischen dem Volk Gottes und dem Land ist so wichtig, dass Abram seinen Knecht Eliëser aussendet, um eine Frau für Isaak zu holen. Eine der wesentlichen Bedingungen darin bestand, dass sie unter keinen Umständen im Land Aram bleiben darf und den Isaak vielleicht noch mit dorthin nimmt. Wenn sie Isaak heiraten möchte, muss sie auch in Kanaan leben wollen.

[17:25] Vers 8: "Wenn die Frau dir aber nicht folgen will, so bist du entbunden von dem Eid, den du mir geschworen hast. Nur bringe meinen Sohn nicht wieder dorthin."

[17:38] Isaak erhält dieselbe Verheißung von Gott in 1. Mose 26, Vers 3: "Sei ein Fremdling in diesem Land und ich will mit dir sein und dich segnen, denn dir und deinem Samen will ich alle diese Länder geben und will den Eid bestätigen, den ich mit deinem Vater Abram, den ich deinem Vater Abram geschworen habe." So wie Abram diese Verheißung empfing, hat auch Isaak dieselbe von Gott erhalten.

[18:06] Und dann zwei Kapitel weiter in 1. Mose 28 finden wir dieselbe Verheißung auch bei Jakob. Das heißt hier in 1. Mose 28 und dort ab Vers 13: "Und siehe, der Herr stand über ihr, über dieser berühmten Leiter, dieser Treppe zum Himmel, wie man es übersetzen möchte. Und sieh, der Herr stand über ihr und sprach: Ich bin der Herr, der Gott deines Vaters Abram und der Gott Isaaks. Das Land, auf dem du liegst, will ich dir und deinem Samen geben." Von Abram zu Isaak, Jakob. Wann immer Gott mit diesen Glaubensvätern in Kontakt kam und den Bund bestätigte, ging es immer um das Land.

[18:53] 1. Mose 35 und dort Vers 12. Als Jakob nach vielen Jahren in Aram von Laban zurückkommt und wieder das Land Kanaan betritt, lesen wir in 1. Mose 35, Vers 12: "Das Land aber, das ich Abram und Isaak gegeben habe – obwohl sie als Fremdlinge gestorben sind oder Isaak bald stirbt – das Land aber, das ich Abram und Isaak gegeben habe, das will ich dir und deinem Samen nach dir geben."

[19:22] Die Verheißung bleibt dieselbe. Als Jakob dann mit seiner Familie nach Ägypten ziehen muss wegen der Hungersnot, hat er Sorge, ob dadurch nicht die Verbindung zum Land Kanaan unterbrochen wird. Gott erscheint ihm deswegen extra, als er auf dem Weg nach Ägypten ist, in Beerscheba in einer Vision, in einem Nachtgesicht. In Vers 2 lesen wir in 1. Mose 46: "Da sprach Gott zu Israel in einem Nachtgesicht: Jakob, Jakob. Er sprach: Hier bin ich. Da sprach er: Ich bin der starke Gott, der Gott deines Vaters. Fürchte dich nicht, nach Ägypten hinabzuziehen, denn dort will ich dich zu einem großen Volk machen. Ich will mit dir hinab nach Ägypten ziehen und ich führe dich gewiss auch wieder hinauf."

[20:13] Gott versichert ihm: Du wirst das Land Kanaan – oder anders gesagt: deine Nachkommen werden wieder das Land Kanaan in Besitz nehmen oder werden es dann in Besitz nehmen, werden wieder zurückkehren.

[20:31] Die Verheißung kommt von Abram zu Isaak, von Isaak zu Jakob, von Jakob zu Josef in 1. Mose 48, Vers 21: "Und Israel sprach zu Josef: Siehe, ich sterbe, aber Gott wird mit euch sein und wird euch zurückbringen in das Land eurer Väter."

[20:48] Wir sehen, das ist ein Leitmotiv durch das Buch 1. Mose: von einem Glaubensvater zum nächsten Glaubensvater wird es weitergegeben, immer mit dem Gedanken, dass Gott es gibt, dass Gott führt und dass, wenn man dort ist, dass der Bund Gottes mit diesem Land untrennbar verbunden ist.

[21:12] Kurz bevor Josef stirbt in 1. Mose 50, hält er die Erinnerung an dieses Versprechen hoch. 1. Mose 50, Vers 24: "Und Josef sprach zu seinen Brüdern: Ich sterbe, aber Gott wird euch gewiss heimsuchen und euch aus diesem Land hinaufführen in das Land, das er Abram, Isaak und Jakob zugeschworen hat."

[21:35] Das Buch 1. Mose beginnt mit der Idee, dass Gott ein Land, einen Ort für die Menschen schafft, von dem sie dann wegen der Sünde getrennt werden müssen. Und dann ab 1. Mose 12 haben wir diese Idee, dass das Land Kanaan ein Geschenk Gottes ist, das er verspricht, dass sie im Glauben annehmen dürfen, obwohl sie es jetzt noch nicht haben und von Generation zu Generation diesen Gedanken weitergeben: "Wir werden es einmal besitzen."

[22:04] Erinnern wir uns daran, dass Jesus in der Bergpredigt gesagt hat: "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben." Wir werden gleich noch sehen, was das mit 1. Mose genauer zu tun hat.

[22:18] Aber schauen wir ein bisschen weiter in das Buch 2. Mose. Wir finden dort Gott, der sich am brennenden Dornbusch dem Mose offenbart in 2. Mose 3 und dort Vers 8 sagt Gott, nachdem er gesagt hat, dass er die Schmerzen der Israeliten gesehen und gehört hat. Er sagt Vers 8: "Und ich bin herabgekommen, um sie zu erretten aus der Hand der Ägypter und sie aus diesem Land zu führen in ein gutes und weites Land, in ein Land, in dem Milch und Honig fließt, an den Ort der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Perisiter, Heviter und Jebusiter. Das Land ist gut, das Land ist weit. Gott sagt, ich bringe euch aus Ägypten in dieses Land heraus."

[22:55] Die Erlösung hat das Ziel, nach Kanaan zu kommen. Vers 17. Ganz genauso: "Und ich habe gesagt, ich will euch aus dem Elend Ägyptens herausführen in das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Perisiter, Heviter und Jebusiter, in das Land, in dem Milch und Honig fließt."

[23:18] In 2. Mose 6 und dort Vers 4 wird deutlich, dass auch der Gedanke, den wir in 1. Mose gefunden haben, dass das Land direkt mit dem Bund verbunden ist, auch in 2. Mose genauso präsent ist. 2. Mose 6 und dort Vers 4: "Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, dass ich ihnen das Land Kanaan geben will, das Land ihrer Fremdlingschaft, indem sie Fremdlinge gewesen sind." Gott weiß ja, dass über Jahrhunderte Abram und seine Nachkommen dort in Kanaan gelebt haben. Viele, viele Jahrzehnte mindestens und vielleicht ungefähr knapp 200 Jahre.

[23:54] Sie haben dort als Fremdlinge gelebt und doch hat Gott ihnen versprochen, das wird einmal euch gehören, das Land, das er ihnen im Bund versprochen hat.

[24:10] In 2. Mose 20 finden wir dann das erlöste Israel vor dem Berg Sinai auf dem Weg in jenes Land. Und wir stellen fest, dass sogar die Zehn Gebote, die von Gott als Grundlage seiner Regierung dem Volk anvertraut werden, direkt mit dem Land verknüpft werden. Im fünften Gebot heißt es in Vers 12: "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt."

[24:43] Und wir wissen auch aus anderen Bibelstellen, dass die Zehn Gebote alle miteinander verbunden sind. Man kann nicht eines herausisolieren. Wer eines übertritt, übertritt alle. Sie sind eine Einheit. Die Zehn Gebote, die ja auch als der Bund Gottes bezeichnet werden, z.B. in 5. Mose 4, erwähnen explizit das Land.

[25:05] Wer gehorsam ist, der kann lange im Land bleiben. Man könnte fast sagen, die Zehn Gebote beschreiben auch, wie die Israeliten in dem Land leben sollen, das Gott ihnen gibt.

[25:25] Und als dann etwas später die Israeliten um das goldene Kalb getanzt sind und Gott dem Mose vorschlägt, das Volk zu vernichten und ein neues Volk von Moses' Nachkommen zu gründen, argumentiert Mose unter anderem folgendermaßen. Er sagt in Vers 12: "Warum sollen die Ägypter sagen: Zum Unheil hat er sie herausgeführt, um sie im Gebirge umzubringen und von der Erde zu vertilgen? Wende dich ab von der Glut deines Zorns und lass dich des Unheils gereuen, dass du über dein Volk bringen willst."

[26:04] Vers 13: "Gedenke an deine Knechte Abram, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und zu denen du gesagt hast: Ich will euren Samen mehr als die Sterne im Himmel und dieses ganze Land, das ich euch versprochen habe, eurem Samen zu geben, sollen sie ewiglich besitzen."

[26:26] Mose hält Gott sein Versprechen bezüglich des Landes vor.

[26:34] Als Gott am Sinai in der Wüste vorschlägt, das Volk Israel zu vernichten.

[26:44] In 3. Mose 18, wir gehen ein bisschen schneller hindurch. 3. Mose 18. Dort lernen wir, warum die Kanaaniter in diesem Land Kanaan nicht...

[26:52] Kanaaniter in diesem Land Kanaan nicht mehr bleiben können. Wir hatten das an anderer Stelle, in anderem Zusammenhang, im Buch Josua schon studiert. Es heißt hier ab Vers 25: "Und dadurch ist das Land verunreinigt worden, und ich suchte ihre Schuld an ihm heim, sodass das Land seine Einwohner ausspeit. Das Land kann die Sünden der Kanaaniter nicht mehr ertragen. Und dann sagt Gott: Ihr aber sollt meine Satzungen und Rechtsbestimmungen halten und keinen dieser Gräuel verüben, weder der Einheimische noch der Fremdling, der in eurer Mitte wohnt. Denn alle diese Gräuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor euch waren, sodass das Land verunreinigt worden ist, damit euch nun das Land nicht ausspeie, wenn ihr es verunreinigt, wie es die Heiden ausgespieen hat, die vor euch gewesen sind." Man kann in dem Land nur leben, das Gott gibt, wenn man auch seinen Geboten durch Glauben Gehorsam leistet. So wie Adam und Eva im Garten Eden nicht bleiben konnten wegen der Sünde, so wird Rebellion und Sünde die Israeliten aus dem Land wieder herausbringen. Das Land, das Gott gibt, können wir nur unter der Bedingung bewohnen, wenn wir auch nach Gottes Gesetz leben. Denn das Land verbindet uns mit Gottes Regierung.

[28:34] In 3. Mose 26 da wird deutlich, dass für die Israeliten, die jetzt das Land Kanaan einnehmen würden, es zwei Optionen gab. Gott würde ihnen das Land geben, aber ob sie dort bleiben würden oder nicht, das hing von ihnen ab. In 3. Mose 26 lesen wir in Vers 6, wie Gott sagt: "Denn ich will Frieden geben im Land, dass ihr ruhig schlaft und euch niemand erschreckt." Das ist ein Bild, das dann immer wieder von den Propheten aufgegriffen wird. Wenn Gott dem Volk Israel Erlösung gibt, dann geht es ihnen gut, dann werden sie nicht aufgeschreckt. Dann können sie sicher schlafen, dann können sie sicher wohnen. "Ich will Frieden geben im Land, dass ihr ruhig schlaft und euch niemand erschreckt. Ich will auch die bösen Tiere aus eurem Land vertreiben und es soll kein Schwert über euer Land kommen." Bei Gehorsam wird das Land ein Ort des Friedens.

[29:40] Aber bei Ungehorsam, so lesen wir in Vers 32 und 33, wird es komplett anders kommen. Vers 32: "Und ich will das Land verwüsten, sodass eure Feinde, die darin wohnen werden, sich davor entsetzen sollen. Euch aber will ich unter die Heidenvölker zerstreuen und das Schwert hinter euch herziehen, sodass euer Land zur Wüste wird und eure Städte zu Ruinen." Gott würde den Israeliten das Land geben, aber ob sie dort ein Land des Friedens vorfinden oder ob das Land ein Land des Friedens sein wird oder ob es zur Wüste wird, das hängt davon ab, wie die Israeliten mit dem Geschenk Gottes umgehen.

[30:28] Dann sagt 3. Mose 26, dass selbst wenn sie das Land zur Wüste durch ihre Sünden machen, dass es selbst dann noch Hoffnung gibt. In 3. Mose 26 ab Vers 40 lesen wir: "Dann werden sie ihre Schuld und die Schuld ihrer Väter bekennen, samt ihrer Untreue, die sie gegen mich begangen haben und dass sie sich mir widersetzten, weswegen auch ich mich ihnen widersetzte und sie in das Land ihrer Feinde brachte. Und wenn sich dann ihr unbeschnittenes Herz demütigt, sodass sie dann ihre Schuld annehmen, so will ich an meinen Bund mit Jakob gedenken und auch an meinen Bund mit Isaak und auch an meinen Bund mit Abraham und ich will an das Land gedenken." Wenn also Gott an den Bund denkt, denkt er auch an das Land. Wir können biblisch gesehen Gottes Bund nicht vom Land trennen. Wenn die Israeliten in der Ferne, in Babylon, in Assyrien, wo immer sie dann zerstreut sind, wenn sie dort ihre Schuld erkennen, wenn sie Buße tun, wenn sie umkehren von ganzem Herzen, sagt Gott, will ich an meinen Bund gedenken, an Abraham, Isaak, Jakob, ich will an das Land gedenken, das ich ihnen versprochen habe.

[31:49] Noch am Sinai hatte Gott den Israeliten versprochen, dass er ihnen das Land geben wird. 5. Mose 1, Vers 8: "Siehe, ich habe euch das Land gegeben, das vor euch liegt. Geht hinein und nehmt das Land in Besitz." Es gab etwas zu tun für die Israeliten. Gott hat es ihnen gegeben, aber sie mussten es in Besitz nehmen. So ist es übrigens auch mit der Erlösung. Gott hat am Kreuz von Golgatha durch Jesus Christus alles getan. Und doch müssen wir es im Glauben für uns in Anspruch nehmen. "Nehmt das Land in Besitz, von dem der Herr euren Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, dass er es ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben will." Und als sie dann nach einigen Tagesreisen an der Grenze zum gelobten Land stehen, in Kadesch-Barnea, wird das wiederholt. Vers 21: "Siehe, der Herr, dein Gott, hat dir das Land gegeben, das vor dir liegt. Zieh hinauf, nimm es in Besitz, so wie es der Herr, der Gott deiner Väter, dir verheißen hat. Fürchte dich nicht und sei nicht verzag."

[32:50] Wir kennen die Geschichte. 4. Mose 13: Die Kundschafter kommen aus dem Land zurück und das ist ihre Botschaft über das Land. 4. Mose 13, Vers 27 und 28: "Und sie erzählten ihm und sprachen: Wir sind in das Land gekommen, in das du uns sandtest, und es fließt wirklich Milch und Honig darin, und dies ist seine Frucht. Das Land ist gut, das ist großartig." Vers 28: "Aber das Volk, das im Land wohnt, ist stark und die Städte sind sehr fest und groß. Und wir sahen auch Söhne Enaks dort."

[33:29] Die Botschaft der Kundschafter ist: Das Land ist zwar gut, aber man kann es nicht einnehmen. Es ist zwar toll und schön, aber unerreichbar. Kann es sein, dass wir heute auch das Problem haben, dass wir glauben, Gott verheißt uns Dinge, die unerreichbar sind für uns? Dass die Verheißungen zwar nett und schön sind, das Herz berühren, aber letztlich sich nicht realisieren lassen? Die großen und kostbaren Verheißungen, durch die wir Teilhaber der göttlichen Natur werden können, wie 2. Petrus 1 es sagt.

[34:09] Geht es uns vielleicht manchmal auch so wie den Kundschaftern? Wir lesen die Verheißung und glauben nicht, dass Gott das in unserem Leben tun kann. Josua und Kaleb hatten eine andere Meinung. Während die zehn Kundschafter das Land in Verruf brachten, wie es Vers 32 von Kapitel 13 sagt: "Sie brachten das Land, das sie erkundet hatten, in Verruf bei den Kindern Israels und sprachen: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein Land, das seine Einwohner frisst, und alles, was wir daran sahen, sind Leute von hohem Wuchs." Sie haben das Land regelrecht schlecht gemacht. Josua und Kaleb hatten eine andere Meinung. Wir lesen in Josua 14, Vers 6 bis 8: "Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jefunnes, die auch das Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider und sie sprachen zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israels: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, ist ein sehr, sehr gutes Land. Wenn der Herr Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, in dem Milch und Honig fließt." Glaubst du, dass Gott das tun kann, was seine Verheißungen sagen? Jahrhunderte hatte Gott es versprochen durch Prophezeiung und Verheißung. Als die Israeliten direkt vor der Erfüllung standen, waren viele der Meinung, das ist nicht möglich. Die Bibel sagt uns in Prophetie, in Typologie, in Verheißungen, Geschichten, dass Gott das Problem der Sünde lösen kann. Die Bibel sagt uns, dass das Evangelium in seiner ganzen Fülle am Ende verstanden und verkündigt werden wird. Glauben wir das? Oder stehen wir an der Grenze zum gelobten Land und denken uns, dass am Ende das, was Gott sagt, unerreichbar ist? Schöne Verheißungen, die aber im Leben sich nicht erfüllen können. Haben wir den Glauben von Josua und Kaleb?

[36:29] Und jetzt schauen wir mal, was Mose betet, als Gott erneut vorschlägt, das rebellische Volk zu vernichten. Schauen wir in 4. Mose 14, Vers 15 und 16: "Und wenn du nun dieses Volk tötest wie einen Mann, so werden schließlich die Heiden sagen, die dieses Gerücht über dich hören: Achtung, weil der Herr dieses Volk nicht in das Land bringen konnte, das er ihnen zugeschworen hatte, darum hat er sie in der Wüste hingeschlachtet." Die Frage, ob Gott in der Lage ist, das Volk Israel in dieses Land hineinzubringen, ob er in der Lage ist, es ihnen als Erbbesitz zu geben – das ist eine Frage, an der sein Ruf unter den Nationen hängt davon ab. Gott hat das so deutlich und so klar versprochen, dass jetzt sein Ruf vor der ganzen Welt davon abhängt, ob er es tatsächlich schafft.

[37:39] Kann Gott uns so sanftmütig machen, dass wir einmal das Land erben werden? Oder ist das nur eine nette Verheißung, die wir auf Spruchkarten tun und uns damit ein bisschen erbauen? Ist das eine Verheißung, die Gott wahr machen kann in unserem Leben? Gott macht ganz deutlich: "Wer ihn verachtet und seine Botschaft, kann das Land nicht sehen." Vers 23: "Keiner soll das Land sehen, das ich ihren Vätern zugeschworen habe. Ja, keiner soll es sehen, der mich verachtet hat." Aber Vers 24: "Meinen Knecht Kaleb, in dem ein anderer Geist ist und der mir völlig nachgefolgt ist, ihn will ich in das Land bringen, in das er gegangen ist, und sein Same soll es als Erbe besitzen." Kaleb hat einen anderen Geist. Kaleb war erfüllt vom Heiligen Geist. Kaleb ist Gott ganz nachgefolgt. Er wird das Land erben. Wer sind diejenigen, die das Land erben werden? Wer sind die Sanftmütigen? Nicht die, die einfach mit eigener Kraft versuchen, ihr Temperament zu unterdrücken, sondern diejenigen, die den Heiligen Geist in ihr Leben lassen. Diejenigen, die Gott ganz nachfolgen, ihr Leben ganz Jesus geben. Sie werden das Land erben.

[39:13] Wer die Gottesbotschaft verachtet, der kann zwar formal im Volk Gottes sein, wie die Israeliten der ersten Generation, und doch das Land nicht erben. Gott gibt der nächsten Generation eine Chance. 4. Mose 14, Vers 31: "Eure Kinder aber, von denen ihr gesagt habt, dass sie zum Raub würden, die will ich hineinbringen, und sie sollen das Land kennenlernen, das ihr verachtet habt." Die Israeliten sind noch Jahrzehnte durch die Wüste gezogen. Als Korach, Datan und Abiram in 4. Mose 16 eine Rebellion starten, dann ist eines ihrer Argumente, dass sie noch immer nicht das gelobte Land gesehen haben. Sie glauben mittlerweile nicht mehr, dass das so überhaupt möglich ist.

[40:08] In den Ebenen Moabs sind die Israeliten jetzt im 40. Jahr. Eine neue Generation ist herangewachsen. Man steht wieder kurz vor der Grenze, diesmal an anderer Stelle. Und in 4. Mose 26 wird erneut das Volk gezählt. Und wir lesen ab Vers 51: "Das sind die Gemusterten der Kinder Israels: 601.730." Und der Herr redete zu Mose und sprach: "Diesen soll das Land zum Erbe ausgeteilt werden, der Erbbesitz nach der Anzahl der Namen. Denen, die zahlreich sind, sollst du ein größeres Erbteil geben, und denen, die wenige sind, sollst du ein kleineres Erbteil geben. Jedem Stamm soll man sein Erbteil geben nach der Zahl seiner Gemusterten." Das ist dann das, was wir in Josua sehen. "Doch soll das Land durch das Los verteilt werden. Nach dem Namen der Stämme ihrer Väter sollen sie ihr Erbteil empfangen."

[41:05] Und dann lesen wir in 4. Mose 35 diesen Gedanken, der uns deutlich macht, dass das Land Kanaan mit all dem, was wir jetzt dann an Verheißungen und Bundesschlüssen und Geschehnissen darüber gelernt haben, dass all das ein Typ ist, eine Erklärung, eine Illustration für Gottes großen Plan. Denn 4. Mose 35 und dort Vers 34 lesen wir: "So verunreinigt nun das Land nicht, in dem ihr wohnt und in dessen Mitte ich wohne, denn ich, der Herr, wohne in der Mitte der Kinder Israels." Gott gibt das Land und damit sehen wir die Verbindung zum Garten Eden.

[41:50] Er gibt das Land nicht einfach nur so als Geschenk, jetzt hast du was zum Wohnen, sondern das Land, das Gott gibt, ist gleichzeitig sein eigener Wohnsitz. Er lädt uns im Grunde genommen zu sich ein. Das Land, das Gott dem Adam und der Eva gab, hieß Eden, um deutlich zu machen, dass er mit ihnen sein möchte. Das Land Kanaan, das die Israeliten erobern sollten, das Gott ihnen geben würde, das gab er ihnen als ein Land, in dem auch er wohnen würde.

[42:30] "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben." Dann sagt er nicht einfach, ihr werdet dann mal einen Lohn bekommen, dass ihr endlich auch mal was bekommt, sondern er sagt, ihr werdet mit mir wohnen, dort wo ich wohne. Die Bedingung, um dort hineinzukommen, wird deutlich in 5. Mose 4, Vers 1, bezeichnet: "Und nun, Israel, höre auf die Satzungen, auf die Rechtsbestimmungen, die ich euch zu tun lehre, damit ihr lebt und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das euch der Herr, der Gott eurer Väter, gibt." Ohne Gehorsam kann man nicht im Land leben.

[43:05] Ohne Gehorsam kommt man nicht einmal herein. Gehorsam ist eine Bedingung. Nicht, dass uns missverstehen: Die Israeliten konnten durch eigenen Gehorsam Gott nicht zwingen, ihnen das Land zu geben. Es war Gottes Gnade, es war Gottes Gabe, es war Gottes Kraft und seine Führung. Aber der Gehorsam war eine Bedingung von Seiten der Israeliten. Aus eigener Kraft hätten sie es nie geschafft. Das wird deutlich, wenn man weiterliest in 5. Mose 4, Vers 38: "Um größere und stärkere Völker als du es bist vor dir her zu vertreiben und um dich herzubringen und dir das Land zum Erbteil zu geben, wie es heute der Fall ist." Gott macht deutlich: Ich gebe dir das Land. Ich vertreibe die Völker. Denn aus eigener Kraft würdest du es nicht schaffen. Sie sind größer und stärker als du.

[44:45] Als Gott ihnen das Land gab, gab er nicht nur ein Stück Territorium, er gab ihnen große Segnungen. In 5. Mose 6 und dort Vers 10 heißt es: "Wenn dich nun der Herr, dein Gott, in das Land bringen wird, von dem er deinen Vätern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, es dir zu geben, große und gute Städte, die du nicht gebaut hast und Häuser voll von allem Guten, die du nicht gefüllt hast und ausgehauene Zisternen, die du nicht ausgehauen hast, Weinberge und Ölbäume, die du nicht gepflanzt hast, wenn du isst und satt geworden bist." Das Land Kanaan war ein gutes Land. Milch und Honig sind da zwar in gewisser Weise auch eine metaphorische Beschreibung für all das, was dort gibt. Aber Gott macht ganz deutlich, das hat konkrete, greifbare Segnungen: Weinberge, Ölbäume, Zisternen, Häuser, Städte, all das ohne die eigene Leistung der Israeliten. Sie bekommen es einfach geschenkt. Und damit wird das Land Kanaan inmitten einer sündigen Welt zu einem – zugegeben vielleicht schwachen – Vergleich, aber doch einem Vergleich zum Land, Verzeihung, zum Land Eden, wo Adam und Eva Segnungen über Segnungen hatten. Bäume, Fruchtbäume, Tiere, ein Paradies, das sie nicht selbst gepflanzt hatten, nicht selbst gebaut hatten, wo sie zwar jetzt leben konnten, das sie bebauen und bearbeiten durften, aber Gott hat es ihnen geschenkt, ein Land voller Segnungen. Kanaan ist sozusagen eine Art Mini-Eden, soweit das in einer sündigen und von Sünde gezeichneten Welt eben möglich war. Eine Illustration sicherlich. Und so illustriert der ganze Plan Gottes, ein Volk aus der Knechtschaft in Ägypten nach Kanaan zu bringen, den Plan Gottes, Menschen aus der Sünde zurück nach Eden zu bringen mit all dem, was dazu gehört.

[47:07] Dort in Kanaan gibt es Segen im Überfluss. 5. Mose 8 ab Vers 7: "Denn der Herr, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, in ein Land, in dem Wasserbäche, Quellen und Seen sind, die in den Tälern und auf den Bergen entspringen. Ein Land, in dem Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel gedeihen. Ein Land voller Olivenbäume und Honig. Ein Land, von dem du dich nicht kümmerlich nähren musst, indem es dir an nichts mangelt. Ein Land, dessen Steine Eisen sind, wo du Erz aus den Bergen hauen wirst." Dieses Land ist sozusagen inmitten der sündigen Welt so eine Art Eden. Und jetzt verstehen wir, warum Abraham von Gott berufen wird und warum er ihm dieses Land verspricht. Jede Verheißung an Abraham, Isaak, Jakob, Josef, Mose sind Illustration für Gottes Verheißung, uns Eden zurückzugeben, uns wieder zurück nach Eden zu bringen, raus aus der Sünde. Dort, Verzeihung, in Kanaan ist man ganz abhängig vom Segen Gottes. 5. Mose 11, Vers 11 und 12: "Sondern das Land, in das ihr zieht, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und Tälern. Es trinkt Wasser vom Regen des Himmels. Es ist ein Land, um das sich der Herr, dein Gott, kümmert, auf das die Augen des Herrn, deines Gottes, alle Zeit gerichtet sind, vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres." Gott kümmert sich um dieses Land. Man muss nicht aus eigener Kraft es bewässern. Gott sendet den Segen. Und 5. Mose 12, Vers 10, sagt jetzt folgendes: "Ihr werdet aber über den Jordan ziehen und in dem Land wohnen, das euch der Herr, euer Gott, zum Erbe geben wird, und er wird euch Ruhe verschaffen vor allen euren Feinden ringsum! Und ihr sollt sicher wohnen." Kanaan, das gelobte Land, ist ein Ort der Ruhe.

[49:30] Gegen Ende des fünften Buches Mose, voll von Hinweisen auf das Land. Wir können gar nicht alles lesen, was es dort gibt. Aber wenn wir gegen Ende des Buches schauen, dann finden wir in 5. Mose 26 und dort Vers 15 eine direkte Verbindung zwischen dem Land Kanaan und Gottes Wohnung im Himmel, so wie wir es bei Eden gesehen haben, wo es eine direkte Verbindung vom himmlischen Eden zum Paradies gibt, das Gott für den Menschen ursprünglich gedacht hat. 5. Mose 26, Vers 15: "Blicke herab von deiner heiligen Wohnung vom Himmel und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unseren Vätern geschworen hast, ein Land, in dem Milch und Honig fließt. Gott im Himmel soll Israel und das Land segnen." Eine Verbindung von Israel, Verzeihung, vom Himmel, vom himmlischen Heiligtum zum Land Kanaan.

[50:31] Wir haben schon gesehen in 3. Mose 26, dass Ungehorsam das Volk wieder aus dem Land herausbringen würde, aber dass auch unter Umkehr und Reue es möglich ist, wieder zurückzukehren. Diese Verheißung wird dann in 5. Mose 30 noch einmal aufgegriffen, wo es heißt Vers 1: "Es wird aber geschehen, wenn alle diese Worte über dich kommen werden, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst in all den Heidenvölkern, wohin dich der Herr, dein Gott, verstoßen hat, und wenn du umkehrst zu dem Herrn, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst in allem, was ich dir heute gebiete, du und deine Kinder von ganzem Herzen und von ganzer Seele, so wird der Herr, dein Gott, dein Geschick wenden und sich über dich erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Völkern, wohin dich der Herr, dein Gott, zerstreut hat. Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoßen wärst, so wird dich doch der Herr, dein Gott, von dort sammeln und dich von dort holen. Und der Herr, dein Gott, wird dich in das Land zurückbringen, das deine Väter besessen haben, und du wirst es in Besitz nehmen und er wird..."

[51:31] wirst es in Besitz nehmen, und er wird dir Gutes tun und dich mehren, mehr als deine Väter. Wir sehen, in den fünf Büchern Mose drehen sich die Verheißungen Gottes letztlich immer um das Land. Jesus hat also keine neue Sache erfunden, als er sagte: "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben."

[52:00] Josua war von Mose beauftragt worden, das Land einzunehmen. Und das letzte, was Mose vor seinem Tod dann noch sieht, ist das Land.

[52:09] Die fünf Bücher Mose enden mit einer Vision, die Gott Mose schenkt über das Land, das er selbst zwar nicht betreten darf.

[52:23] Er wird ja dann direkt in das himmlische Kanaan gebracht.

[52:28] Aber es endet mit einer Vision nicht von dem Volk, sondern von dem Land, dem Land, das Gott ihnen versprochen hat.

[52:40] Als Mose tot ist, erhält Josua – haben wir alle studiert in Josua 1 – den Auftrag, das Land einzunehmen. Und in Josua 11 finden wir dann den summarischen Bericht, dass das tatsächlich mit Gottes Hilfe gelungen ist. Josua 11, Vers 23: "So nahm Josua das ganze Land ein, genauso wie der Herr zu Mose geredet hatte. Und Josua gab es Israel zum Erbe, jedem Stamm seinen Teil, und das Land ruhte aus vom Krieg durch Gottes Wirken." Und durch das Mitarbeiten mit Gottes Wirken, das Josua und die Israeliten dann getan haben, wurde das ganze Land eingenommen.

[53:22] Nun, das heißt nicht, dass schon alles fertig war und alles getan war. In Josua 13 lesen wir, dass es noch Gebiete gab, die eingenommen werden mussten. Es war – oder Gott hatte das vorher angekündigt in den Mosebüchern – es war ein Prozess, das Land Stück für Stück zu erobern. Es sollte Jahre dauern. In Josua 13 ab Vers 1, und das ist ja das Thema unserer Lektion heute, heißt es: "Als nun Josua alt und wohlbetagt war, sprach der Herr zu ihm: 'Du bist alt und wohl betagt geworden. Doch es bleibt doch sehr viel Land einzunehmen.'" Mit anderen Worten, Josua wird es in seinem Leben wohl nicht mehr schaffen. Andere werden weitermachen müssen. "Dies aber ist das Land, das noch einzunehmen bleibt, nämlich alle Bezirke der Philister und das ganze Gesur vom Sichor an, der östlich von Ägypten fließt, bis zu dem Gebiet von Ekron nach Norden zu, das zu den Kanaanitern gerechnet wird. Die fünf Fürsten der Philister, nämlich der von Gaza, der von Aschdod, der von Askalon, der von Gat, der von Ekron, auch die Awiter gegen Süden, das ganze Land der Kanaaniter und Maara der Zidonier bis nach Aphek bis an die Grenze der Amoriter. Dazu das Land der Gibliter und der ganze Libanon gegen Aufgang der Sonne von Baalgad an am Fuß des Berges Hermon, bis man nach Hamat kommt."

[54:44] "Alle, die im Bergland wohnen, vom Libanon an bis Misrefot-Majim und alle Zidonier."

[54:51] Es gibt noch viel zu tun. Josua, das ist abzusehen, wird vorher sterben. Was soll man tun? Soll man warten, bis das letzte Dorf erobert ist, bis der letzte Kanaaniter vertrieben ist, bevor das Land ausgeteilt wird? Gott sagt in Vers 6b: "Ich will sie vor den Söhnen Israels vertreiben. Teile es nur als Erbbesitz unter Israel durch das Los, so wie ich es dir geboten habe." Gott sagt mit anderen Worten, es ist zwar noch nicht alles erobert, aber verteile bereits das gesamte Land, als wäre es erobert. Und ich werde nach deinem Tod Israeliten, den Stämmen helfen, wenn sie denn im Glauben das annehmen, auch den noch zu erobernden Rest vollständig zu erobern.

[55:34] Vers 7: "Teile nun dieses Land als Erbe aus und den neun Stämmen und dem halben Stamm Manasse." Was muss das für ein Moment gewesen sein? Wir kommen vielleicht an diese Stelle im Buch Josua und denken, ah, jetzt sind die Geschichten vorbei. Jetzt kommen Listen, Listen, Listen, Listen mit Namen von Städten, von denen wir meistens nie was gehört haben. Wen soll das interessieren? Aber für Josua war das ein heiliger Moment, das, was Abraham, Isaak, Jakob, Josef, Mose, was sie alle sich so sehr ersehnt haben über Jahrhunderte hinweg und was mit solchen gewaltigen Wundern in der Kraft Gottes erreicht worden war, nämlich die Eroberung des Landes, das sollte jetzt realisiert werden. Jetzt sollten die Stämme ihr Zuhause bekommen.

[56:22] Das, was hier in Josua 13 beginnt und was wir hier natürlich jetzt aus Zeitgründen nicht alles lesen, weil diese ganzen Listen die Zeit sprengen würden, das ist im Grunde genommen so ein schwacher Abglanz dessen, was die Gläubigen erleben werden, wenn sie einmal am gläsernen Meer stehen, wenn sie das gelobte Land betreten, wenn sie die goldene Stadt betreten und die Häuser, die Wohnungen, die Jesus vorbereitet hat, wenn sie die betrachten, über die Felder gehen, wenn sie einmal auf der neuen Erde, die neu geschaffene Erde erkunden.

[57:03] Ein bisschen davon haben Josua und diese Stämme geschmeckt. Das Land, das Gott ihnen seit Jahrhunderten versprochen hatte, das durch sein übernatürliches Wirken erobert worden war, ihre neue Heimat, ein Ort der Ruhe und des Friedens. Sie durften es jetzt verteilen, austeilen zum Erbbesitz.

[57:31] Die Früchte ernten des langen Kampfes, des langen Hoffens. Josua. Der zweite Teil von Josua mag vielleicht auf den ersten Blick wie eine Unterrichtsstunde in palästinensischer Geografie sein. In Wirklichkeit ist es einer der größten Momente der israelitischen Geschichte. Das Land kann verteilt werden.

[57:57] In Hebräer Kapitel 4 und dort Vers 8 und 9. Da lernen wir, dass das, was hier in Josua geschehen ist, ein Typus ist, noch nicht das Ende, sondern eine Illustration für etwas viel Größeres. Hebräer 4, Vers 8 und 9: "Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte," – Konjunktiv – "wenn er sie zur Ruhe gebracht hätte, so würde nicht danach von einem anderen Tag gesprochen." Paulus hat erkannt, dass die Verheißungen Gottes über das hinausgehen, was das irdische Land Kanaan betrifft. Denn Jesus, wie wir am Anfang gesehen haben, lehrte im Land Kanaan und sagte: "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben."

[58:46] Es gibt eine Ruhe Gottes, und diese Ruhe ist nicht nur etwas Abstraktes, sondern sie hat etwas mit einem Land zu tun, mit einem echten, mit einem realen Land, das viel größer ist als das irdische Kanaan.

[59:02] Ein Land, das tatsächlich dem entspricht, was Gott am Anfang geplant hatte, als er den Garten Eden gründete.

[59:12] In Offenbarung 21, und dort Vers 1 bis 3, lesen wir: "Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn der erste Himmel und die erste Erde waren vergangen, und das Meer gibt es nicht mehr." "Und ich sah," – und ich, Johannes, sah – "die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut." Gott bringt den Himmel buchstäblich auf die Erde nach den 1000 Jahren.

[59:32] Nein, das ist nicht nur eine emotionale Ruhe, die wir empfinden, obwohl das auch wichtig ist, nicht nur eine geistliche Ruhe. Es ist ein ganz realer, geografisch-topografischer Ruheort, und zwar die neu geschaffene Erde, worin das Land Kanaan nur ein kleiner, schwacher Abglanz gewesen ist.

[59:50] Und es heißt hier in Vers 3, dass all das, was im Alten Testament auch im Bezug auf Kanaan verheißen worden ist, jetzt seine eigentliche, letzte Erfüllung findet. "Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: 'Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.'" Die Verheißung des Bundes findet ihre endgültige Erfüllung, wenn das wahre Kanaan, das Land, von dem Jesus in der Bergpredigt spricht, entgegengenommen wird.

[1:00:31] Übrigens, als das Land Kanaan, das irdische, erobert worden ist, sollten alle Gottlosen dort in Kanaan umgebracht werden.

[1:00:44] Wenn dieses, das eigentliche Land Kanaan, die neue Erde, in Besitz genommen werden wird, werden direkt davor, nach dem Zeugnis der Bibel, durch das Feuer Gottes aus dem Himmel sämtliche Ungläubigen vernichtet werden. Die Parallele ist offensichtlich.

[1:01:08] Und dieses Land betreten nur diejenigen, die im Buch des Lebens stehen. Vers 27: "Und es wird niemals jemand in sie hineingehen, der verunreinigt, noch jemand, der Gräuel und Lüge verübt." Deswegen sollte auch niemand im Land Kanaan leben, der unreine Praktiken und unreine Sünden und Dinge tut und sagt und denkt und fühlt. Er sollte dort nicht leben, weil auf der neuen Erde kann niemand leben, der durch sein Leben verunreinigt. "Es wird niemals jemand in sich hineingehen, der verunreinigt, noch jemand, der Gräuel und Lüge verübt, sondern nur die, welche geschrieben stehen im Buch des Lebens des Lammes."

[1:01:43] Lieber Freund, liebe Freundin, steht dein Name im Buch des Lebens des Lammes? Und darf Jesus, dein und mein Herz, so verändern, dass unser Name dort auch stehen bleibt?

[1:01:58] Überwinder sind. Offenbarung 3, Vers 5 sagt, dass die Überwinder nicht ausgelöscht werden aus dem Buch des Lebens.

[1:02:10] Jesaja 49. Wir enden mit ein paar wundervollen Verheißungen aus den großen Propheten des Alten Testaments, die diese Idee vom Land uns präsentieren. Jesaja 49, Vers 8: "So spricht der Herr: 'Zur angenehmen Zeit habe ich dich gehört und am Tag des Heils dir geholfen.'" Paulus nimmt diesen Punkt und sagt: "Heute ist der Tag des Heils. Jetzt ist die angenehme Zeit." Er sagt: "Und ich will dich behüten und dich dem Volk zum Bund geben, damit du dem Land wieder aufhilfst und die verwüsteten Erbteile wieder als Erbbesitz austeilst."

[1:02:48] Jesaja präsentiert in Kapitel 49 den Messias. Er präsentiert das Evangelium. Beim Evangelium geht es um den Bund. Es geht darum, dass das verwüstete Land wieder Erbbesitz wird, dass das durch Sünde verunreinigte, durch Kanaaniter verunreinigte Land Kanaan wieder zum Wohnort Gottes werden kann, dass das böse Herz, das durch Sünde verunreinigt ist und verwüstet worden ist, durch Gottes Erlösung, durch Gottes Gnade wieder zum Wohnort Gottes werden kann.

[1:03:28] Sodass diese Erde, diese Erde, die durch die Sünde kaputt gemacht wird, bis sie nach der Wiederkunft eine tausendjährige Wüste sein wird, nach den 1000 Jahren durch Gottes Wirken den Gläubigen als Erbbesitz ausgeteilt werden. Gott sei gelobt dafür.

[1:03:57] Wer wird es erben? Jesaja 57, und dort Vers 13. "Wenn du dann schreist, so mögen dich alle deine gesammelten Götzen retten. Aber ein einziger Windstoß wird sie alle davon tragen. Ein Hauch wird sie wegnehmen. Wer aber bei mir Zuflucht sucht, der wird das Land erben und meinen heiligen Berg besitzen." Was hat Jesus gesagt? "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben." Jesus sagt hier in Jesaja 57: "Wer aber bei mir Zuflucht sucht, der wird das Land erben und meinen heiligen Berg besitzen."

[1:04:38] "Es wird dort keine Gewalttat mehr geben." So sagt Jesaja 60, Vers 18. Und Jesaja 60, ja, Vers 18: "Man wird in deinem Land von keiner Gewalttat mehr hören, noch von Verheerung und Verwüstung innerhalb deiner Grenzen, sondern deine Mauern sollen Heil und deine Tore Ruhm genannt werden." Wir hören das schon zwischen den Zeilen, das neue Jerusalem, die neue Erde. Wir hören das schon heraus. Vers 21: "Und dein Volk wird aus lauter Gerechten bestehen und das Land auf ewig besitzen als Schössling meiner Pflanzung, ein Werk meiner Hände, mir zum Ruhm!" Gott hat Freude daran. Es gereicht ihm zum Ruhm, wenn er vor dem ganzen Universum zeigt, dass er tatsächlich Menschen aus Ägypten nach Kanaan bringen kann, wenn er Menschen aus der Sünde in die Heiligkeit zurückbringen kann, wenn er diesen Planeten, der von der Sünde gezeichnet in die Finsternis fiel, wieder nicht nur herstellt, sondern sogar zur Zentrale des gesamten Universums macht, zum Wohnort Gottes selbst.

[1:05:50] So wie das sündige Herz zum Wohnort Gottes wird, wenn wir unsere Tür öffnen und das Evangelium annehmen, so wird das Land, das verwüstete, geknechtete, zerrüttete Land, diese Erde, wird zum Wohnort Gottes, und alle Gerechten werden mit Gott dort sein.

[1:06:19] Die Stunde, die uns hier zur Verfügung steht, reicht nicht aus, um dieses Thema in Fülle zu erschöpfen. Wir könnten ein ganzes eigenes Studium noch machen zur Offenbarung Kapitel 5 und den Preis, den Jesus bezahlt hat, um dieses Land zurückzukaufen. Wir können auf Jul Media auch andere Studien dazu finden, z.B. in unserem Offenbarungs-Studium in unserer Christ Study Hour von 2019, als wir über die Offenbarung gesprochen haben, oder auch in den Aufnahmen vom EYC des Jahres 2025 über den Propheten Jeremia.

[1:07:00] Der Punkt ist, Gott bringt uns in das Land zurück. Wir schließen mit Hesekiel 34.

[1:07:15] Hesekiel 34, und dort Vers 13. Gott sagt: "Und ich werde sie aus den Völkern herausführen und aus den Ländern zusammenbringen und werde sie in ihr Land führen, und ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und allen bewohnten Gegenden des Landes." Wann immer du jetzt im Alten Testament solche Verheißungen siehst, und sie kommen überall vor, dann wisse, es geht um das Evangelium. Dann wisse, das ist so wie die Einnahme von Kanaan ein Typus auf unseren, für unseren Weg in das gelobte Land, den Himmel und die neue Erde.

[1:07:47] Hesekiel 36 zeigt ganz deutlich, dass die Wiedererlangung des Landes direkt verknüpft ist, untrennbar verknüpft ist mit dem wahren Evangelium. Hesekiel 36, Vers 24: "Ich will euch aus den Heidenvölkern herausholen und aus allen Ländern sammeln und euch wieder in euer Land bringen, und ich will reines Wasser über euch sprengen, und ihr werdet rein sein von aller eurer Unreinheit, und von allen euren Götzen will ich euch reinigen, und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euer Inneres legen. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. Ja, ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmungen befolgt und tut."

[1:08:34] Hier sehen wir alles, was Gott tut, um dich und mich zu retten, lieber Freund. Und dann heißt es Vers 28: "Und ihr sollt in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe, und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein." Die Bundesformel, der Neue Bund. Wenn wir in dem Land wohnen, ist Gott unser Gott. Und wir sind sein Volk. Das Land und der Bund gehören zusammen. Wenn wir den neuen Bund annehmen, sind wir auf dem Weg zur neuen Erde. Und dort auf der neuen Erde wird Gott bei uns wohnen, und wir werden seine Völker sein. Er wird unser Gott sein.

[1:09:12] Der letzte Vers. Weißt du, wie sehr sich Gott wünscht, dass du in das Land kommst? Die Kundschafter standen vor den Riesen, und sie standen vor den Mauern, und sie überlegten sich, wie groß sie sind, wie viel Kraft sie haben, und sie kamen zu dem Schluss: Gott hat uns zwar tolle Dinge verheißen, aber er wird es nicht schaffen. Aber weißt du, wie sehr Gott sich wünscht, dass du das Land erbst? Als Jesus gesagt hat: "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben", hat er nicht gesagt, na ja, bin mal gespannt, ob es jemand schafft, ich würde dem dann auch das Land geben. Sondern wenn Jesus sagt: "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben", dann müssen wir verstehen, dass, als er das sagte, er mit einer solchen Intensität sich das wünschte, wie es hier in Jeremia 32 und dort in Vers 40 und 41 beschrieben wird. Und damit wollen wir schließen.

[1:10:12] Wie sehr wünscht sich Gott, dass du, lieber Freund, liebe Freundin, und ich das Land besitzen? Jeremia 32, Vers 40 und 41: "Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Und ich werde die Furcht vor mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen, und damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohlzutun. Und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit, mit meinem ganzen Herzen und meiner ganzen Seele."

[1:10:50] Lieber Freund, liebe Freundin, Jesus möchte von seinem ganzen Herzen, mit seiner ganzen Seele, dass du das Land erbst, dass du in dieses Land wieder eingepflanzt wirst, dass du in diesem Land mit ihm lebst. Möchtest du das auch?

[1:11:11] Möchtest du einmal im Land der Verheißung leben, auf der neuen Erde mit Gott für alle Ewigkeit, und möchtest du heute schon dein Herz als einen Wohnort für Gott geben?

[1:11:27] Ich möchte mich heute neu dafür entscheiden von ganzem Herzen. Du auch? Dann lass uns noch gemeinsam beten.

[1:11:37] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Du hast uns interessante Dinge in deinem Wort gezeigt, aber am allermeisten bewegt uns, dass du dir so sehr wünschst, dass wir einmal bei dir und mit dir wohnen, Herr. Gib, dass auch wir einen solchen Wunsch haben, dass du bei uns und mit uns wohnst.

[1:12:13] Erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und richte unsere Aufmerksamkeit auf das Land, das du uns schenken möchtest. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[1:12:28] Nächste Woche gibt es mehr zu entdecken im Buch Josua, und ich lade euch ein, dann wieder dabei zu sein, einzuschalten und mit uns mitzustudieren. Bis dahin wünschen wir euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines wunderbaren Wortes in der Vorbereitung auf das Land, das Gott uns schenken möchte. Amen.


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