[0:05] [Musik] [Applaus]
[0:34] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Ein herzliches Willkommen natürlich wie immer auch allen Zuschauern auf dem Sender.
[0:46] Das Wort zur mittlerweile zehnten Lektion, zur Folge unserer Serie über das Buch Josua. Und heute haben wir ein ganz besonderes Thema, vielleicht das Wichtigste in diesem ganzen Studium.
[1:02] Wir bereiten uns vor auf das Bibelgespräch am 6. Dezember und wollen den wahren Josua kennenlernen. So ist das Thema: Der wahre Josua. Und was sich dahinter verbirgt, das werden wir gleich sehen.
[1:16] Wir werden sehen, dass das Evangelium auch im Buch Josua die zentrale Rolle spielt, dass auch das Buch Josua uns auf den weist, in dem unsere Hoffnung gegründet ist.
[1:35] Bevor wir uns diesem Thema nähern, möchten wir Gott einladen, dass er unser Studium segnet, dass er uns mit Weisheit, mit seinem Heiligen Geist erfüllt, dass wir die Bibel so verstehen, wie er sie gemeint hat.
[1:45] Und ich lade dich ein, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir mit einem kurzen Gebet starten.
[1:52] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass wir jetzt dein Wort aufschlagen können, dass wir aus deinem Wort lernen können und dass du zu uns sprechen möchtest.
[2:02] Herr, in all dem Trubel des Alltags möchten wir deine Stimme jetzt hören und wir möchten unseren Blick auf dich richten. Und ich bitte, dass du uns mit deinem Heiligen Geist erfüllst, dass die Wahrheit deines Wortes uns stärkt, ermutigt, herausfordert zur Veränderung und dass wir in unserer Freundschaft zu Jesus wachsen dürfen.
[2:33] Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt zu uns sprichst. Danke dafür, dass du es tun wirst, weil du verheißen hast, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und das wollen wir in Anspruch nehmen im Namen Jesu. Amen.
[2:54] In Lukas 24 und dort Vers 27 haben wir die berühmte Geschichte, wie Jesus nach seiner Auferstehung den beiden Jüngern erscheint, die sich auf dem Weg nach Emmaus befinden.
[3:12] Und als sie ihm erzählen, was sie so emotional durchlebt haben in den letzten Tagen, tadelt er sie in Vers 25. Und er sprach ihn: "Oh ihr Unverständigen, wie ist doch euer Herz träge zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben? Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?"
[3:36] Und dann kommt Vers 27. Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht. Jesus war ein Bibelstudent und Jesus hat gesehen, dass das Alte Testament auf ihn hin deutet.
[4:05] In Johannes Kapitel 5 und dort Vers 39 sagt er ungefähr zwei Jahre zuvor in seinem Gerichtsverfahren vor dem Sanhedrin, als man ihn dort vor Gericht stellen wollte.
[4:19] Er sagt dort den versammelten Pharisäern und Schriftgelehrten und Sadduzäern, denen, die sich als seine Richter aufspielen wollen. Er sagt in Johannes 5, Vers 39: "Ihr erforscht die Schriften." Und damit ist natürlich das Alte Testament gemeint.
[4:34] "Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben. Und sie sind es, die von mir Zeugnis geben." Jesus zeigt an mehreren Stellen unmissverständlich, dass das Alte Testament von ihm spricht.
[4:53] Heute gibt es immer wieder die Idee, das Alte Testament habe noch nicht so in Fülle das Evangelium wie das Neue. Das Alte sei eine Art Vorstufe und dann komme das Neue und das würde das Evangelium viel klarer und auf eine neue Stufe heben.
[5:05] Und dann im Neuen Testament würde es um Jesus gehen und so gibt es so manchen Christen, der im Grunde genommen zu dem Schluss gekommen ist, er brauche das Alte Testament ja eigentlich gar nicht so wirklich, weil das Neue ja Jesus hat und das Neue das Evangelium hat und das reicht.
[5:20] Aber Jesus selbst, dem wir folgen, hat immer wieder in seinen Predigten, in seinen persönlichen Gesprächen auf das Alte Testament verwiesen als Beweis dafür, dass seine Aussagen und sein Anspruch, den er erhoben hat, tatsächlich wahr sind.
[5:37] Er sagt hier, sie sind es, die Schriften, die von mir Zeugnis geben. Vers 40: "Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen."
[5:47] Was nützt es einem Menschen, wenn er das Alte Testament studiert, vielleicht sogar ein Doktor ist im Studium des Alten Testamentes, aber doch nicht Jesus folgt?
[5:59] Was nützt es, wenn man die Sprache des Alten Testaments oder in dem Fall sogar des Neuen Testaments kennt, wenn man Hebräisch, Aramäisch und Griechisch kann, wenn man die Kommentare alle gelesen hat, wenn man die Strukturen, die literarischen Genres, wenn man das alles analysieren kann, die Chiasmen gefunden hat und den Parallelismus bestimmen kann?
[6:20] Was nützt all das Studium der Bibel, wenn man darin nicht Jesus sieht und daraufhin Jesus folgt?
[6:31] Jesus spricht zu einer ganzen Gruppe von Gelehrten, die auch das Buch Josua gut kannten, die das Buch Josua studiert hatten und doch verpasst haben, im Buch Josua Jesus zu finden.
[6:45] Wenn wir noch einmal zurückgehen zum Bericht von Lukas, dann fällt dort auf in Lukas 24, dass Jesus von Mose spricht, von den Propheten spricht und von den Schriften. Und das ist kein Zufall.
[7:01] Später in Lukas 24 und dort Vers 44 heißt es: "Er aber sagt ihnen, das sind die Worte, die ich zu euch geredet habe, als ich noch bei euch war, dass alles erfüllt werden muss, was im Gesetz Moses, unter den Propheten und den Psalmen von mir geschrieben steht."
[7:19] Die hebräische Bibel ist in drei Teile aufgeteilt. Das ist, wenn wir die deutschen Bibeln zur Hand nehmen, das Alte Testament aufschlagen, dort nicht so ersichtlich.
[7:30] Die hebräische Bibel ist in genau drei klar abgegrenzte Teile aufgeteilt. Das erste ist die Tora, das ist das Gesetz. Das sind die fünf Bücher Mose.
[7:37] Und dann kommen die Propheten. Und mit Propheten meint der Hebräer alles das, was wir auch unter Geschichtsbüchern und Propheten zusammenbringen.
[7:48] Also nicht nur Jesaja und Hesekiel und Jeremia und dann die zwölf kleinen Propheten, die als ein gesamtes Buch dort im hebräischen Alten Testament vorhanden sind, sondern es meint auch Bücher wie die Könige zum Beispiel oder wie Richter oder auch Josua.
[8:11] Man spricht von den früheren Propheten und den späteren Propheten. Und dann gibt es die Schriften, und das sind zunächst einmal die Psalmen. Deswegen werden sie in Vers 44 sogar stellvertretend für die ganzen restlichen Schriften erwähnt, aber dazu gehören natürlich auch andere Weisheitsliteratur wie Hiob, Sprüche und so weiter und dann Bücher wie Rut und Esther und Esra, Nehemia und so weiter.
[8:36] Das Gesetz, die Tora, die Propheten, die Nevi'im und die Ketuvim, die Schriften.
[8:45] Und uns wird explizit gesagt in Lukas 24, Vers 27, dass Jesus bei Mose anfing und bei allen Propheten, das heißt bei allen Büchern, die wir als Geschichtsbücher und prophetische Bücher bezeichnen würden.
[9:00] Also nicht nur Jesaja und Jeremia, sondern auch in den Richtern und in Königen. Und im Buch Josua hat Jesus Hinweise zu seiner eigenen Person, seinem Dienst, seinem Leiden, Sterben und Auferstehen gefunden.
[9:22] Die ganze Bibel bezeugt Jesus. Das Alte Testament ist voll von Hinweisen auf den Erlösungsplan, und Josua bildet dort keine Ausnahme.
[9:33] Jesus selbst hat das Buch Josua so gelesen, dass es auch auf ihn hingedeutet hat. Paulus sagt in 1. Korinther Kapitel 10 und dort Vers 11.
[9:42] 1. Korinther 10, Vers 11: "Alle diese Dinge." Und wenn er von allen diesen Dingen spricht, dann kann man in den Versen vorher lesen, dass er von der Wüstenwanderung der Israeliten spricht, die in den Büchern 2. Mose und 4. Mose, 5. Mose aufgeschrieben sind.
[10:01] Also Dinge, die direkt vor dem Buch Josua kommen. Er sagt: "Alle diese Dinge aber", und er zählt ja nur ein paar Beispiele auf exemplarisch. "Alle diese Dinge aber, die jenen widerfuhren, sind Vorbilder und sie wurden zur Warnung für uns aufgeschrieben, auf die das Ende der Weltzeiten gekommen ist."
[10:23] Paulus sagt, dass all die Geschichten des Alten Testamentes, die Geschichten, die Israel erlebt hat, und wenn er hier die Geschichten der Wüstenwanderung meint, dann dürfen wir ohne Zweifel auch das so verstehen, dass natürlich auch die Geschichten der Landnahme, der Eroberung Kanaans mitgemeint sind.
[10:38] Alle diese Dinge sind Vorbilder. Das griechische Wort hier, "Typ", sagt uns, dass es Bilder sind, Illustrationen.
[10:50] Wir können an den Geschichten etwas lernen über Jesus und den Erlösungsplan. Die Bibel ist voll von solchen typologischen Anspielungen.
[11:00] Wir denken zum Beispiel an die Geschichte von Josef, nur um ein Beispiel zu nennen im Alten Testament.
[11:10] Ein junger Mann, der von seinem Vater gesandt wird, um seine Brüder zu besuchen, von diesen bekämpft wird, verraten wird von einem Juda, also dann verkauft wird und unschuldig angeklagt wird und nachdem er unschuldig gelitten hat, dann eine höchste Position im Königreich bekommt.
[11:31] Ein Typus auf Jesus Christus, der vom Vater gesandt worden ist, um nach seinen Brüdern zu sehen, von diesen abgelehnt worden ist, von einem Judas – was die griechische Form von Juda ist – verkauft worden ist, der unschuldig gelitten hat und nach seinem unschuldigen Leiden erhöht worden ist zur Rechten der Majestät im Himmel, um dann als Retter der Welt, wie es auch Josef bezeichnet wird im 1. Buch Mose, für die ganze Welt Rettung zu geben.
[12:01] In dem, in dem also Josef hat das Getreide dann ausgeteilt. Jesus teilt das ewige Leben aus für alle, die zu ihm kommen. Das ist nur ein Beispiel.
[12:10] Wir können Stunden damit füllen, die verschiedenen Geschichten der Bibel nach solchen typologischen Anspielungen zu durchsuchen.
[12:15] Diese Typologien sind natürlich nicht eine vollständige Repräsentation dessen, was Jesus ist und getan hat, sondern immer nur werden bestimmte Perspektiven, bestimmte Aspekte in den Vordergrund gerückt.
[12:29] Es sind sozusagen Schatten, die das Kreuz wirft in das Alte Testament hinein, an denen man sozusagen die Umrisse des Erlösungsplanes deutlich erkennen kann.
[12:41] Nicht nur die Geschichten sind in dieser Hinsicht interessant. In Hebräer Kapitel 8 und dort Vers 5 wird uns gesagt, dass auch der Heiligtumsdienst, der dort im Alten Testament beschrieben wird, ein Typus ist.
[12:52] Es heißt hier in Hebräer 8, Vers 5: "Diese", gemeint sind die irdischen Priester, "die in einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gemäß der göttlichen Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshütte anfertigen sollte. Achte darauf", heißt es nämlich, "dass du alles nach dem Vorbild machst, dass dir auf dem Berg gezeigt worden ist."
[13:14] Das irdische Heiligtum, sei es die Stiftshütte, die unter Mose errichtet worden ist, oder sei es der salomonische Tempel oder später der zweite Tempel, die alle sind Abbilder, Typologien, typologische Illustrationen für das, was im Himmel die Realität unserer Erlösung ist.
[13:38] Hebräer 9 und dort Vers 23. Nicht nur das Heiligtum als Bauwerk, als Gebäude, sondern auch die Handlungen, die dort vorgenommen worden sind.
[13:46] Hebräer 9 und dort Vers 23: "Also ist es notwendig, dass die Abbilder der im Himmel befindlichen Dinge hierdurch gereinigt werden, die himmlischen Dinge selbst aber durch bessere Opfer als diese."
[13:59] Vorher wird gesagt, dass ohne Blutvergießen keine Vergebung geschieht. Die irdischen Heiligtümer, sowohl die Stiftshütte als auch die beiden Tempel, die es gab im Alten Testament – Verzeihung – wurden durch Blut gereinigt, durch Opfer.
[14:18] Und jetzt wird hier gesagt, auch die himmlischen Dinge werden gereinigt, nur durch bessere Opfer als diese damals. Das heißt, nicht durch Tieropfer, sondern durch das Blut Jesu Christi, der für uns gestorben ist.
[14:31] Das heißt, die Geschichten, die wir finden, illustrieren den Erlösungsplan. Bauten wie das Heiligtum illustrieren den Erlösungsplan. Die Handlungen, die Opferzeremonien, die dort stattfanden und die auch vorgeschrieben waren, illustrieren den Erlösungsplan.
[14:48] Egal, was wir im Alten Testament uns anschauen. Wir finden Illustrationen, Typologien auf Jesus und das, was er getan hat.
[15:05] Was genau kann uns das Buch Josua über Jesus sagen? Was kann uns das Buch Josua über den Erlösungsplan sagen? Was kann uns das Buch Josua über unsere persönliche Errettung sagen?
[15:24] Schauen wir in Lukas Kapitel 1 und dort Vers 31. Lukas 1, Vers 31.
[15:31] Der Engel Gabriel besucht das verruchte Nazareth und findet eine besondere junge Frau, eine Jungfrau namens Maria, und gibt ihr die Nachricht, auf die Frauen seit 4000 Jahren im Volk Gottes gewartet haben.
[15:49] Sie wird Mutter des ersehnten Messias werden. Es heißt in Vers 30 und 31: "Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria. Denn du hast Gnade gefunden. Du hast, sagen wir, du hast Gnade bei Gott gefunden und siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Jesus geben."
[16:14] Maria hatte nicht die Qual der Wahl, wie heute oft Menschen es tun, wenn sie ein Kind erwarten und dann die Listen der möglichen Kindernamen durchgehen und sich dann schweren Herzens entscheiden müssen oder überhaupt erstmal suchen, bis ihnen etwas gefällt.
[16:30] Der Name für den Messias war bereits vorgegeben. Der Engel gab einen expliziten Auftrag, wie dieses Kind heißen sollte, nicht nur ihr, sondern auch dann ihrem Verlobten Josef, der ja juristisch dann für ihn auch sorgen sollte.
[16:47] Der Name sollte Jesus sein. Jesus allerdings ist nur die griechische Wiedergabe des Namens.
[17:00] Weder Maria noch Josef werden als Muttersprachler Griechisch gesprochen haben. Maria selbst ist nur die griechische Wiedergabe von Hebräisch Miriam.
[17:10] Sie hieß eigentlich Miriam, die Jungfrau, die mit Josef verlobt war. Und der Name Jesus ist die griechische Wiedergabe des Namens, den wir Josua nennen.
[17:24] Man hätte also ohne jedwedes Bedenken in der Bibel auch seinen Namen mit Josua wiedergeben können. Josua.
[17:37] Was bedeutet? Der Herr rettet. Der Herr rettet.
[17:47] Warum hat Jesus diesen Namen bekommen? In Matthäus Kapitel 1, Vers 21 wird ihm gesagt: "Sie, deine Frau Maria, sie wird aber einen Sohn gebären und du sollst ihm den Namen Jesus geben, Josua, denn er wird sein Volk erretten von ihren Sünden."
[18:33] Josua heißt: Der Herr rettet. Es war der Herr, der die Israeliten in das gelobte Land geführt hat. Es war der Herr, der die Kanaaniter und die Amoriter besiegt hat. Es war der Herr, der die Mauern von Jericho zum Einsturz brachte.
[18:49] Und es ist sicherlich kein Zufall, dass der Erlöser der Welt von Gott den Namen erhält, mitgeteilt durch Gabriel an beide Eltern, die leibliche Mutter und den Stiefvater sozusagen, den Erziehungsberechtigten, dass sie beide diesen Namen erhalten.
[19:16] Jesus, so soll er heißen, dass ihm dieser Name mitgeteilt wird. Es ist kein Zufall, dass das der Name ist, der in ihrem Denken und im Denken aller anderen, die damals lebten, verbunden ist im Gedächtnis mit der Erinnerung an jenen Mann, der dem Volk den Sieg geschenkt hat über die Kanaaniter.
[19:43] Josua war nicht nur bemüht, Josua war erfolgreich gewesen. Am Ende seines Lebens waren die Israeliten im gelobten Land. Die Feinde waren besiegt.
[19:59] Gott hatte im Leben von Josua gewirkt. Er hatte durch Josua dem Volk einen gigantischen Sieg geschenkt. Jesus kommt auf die Erde, um dem Volk Gottes einen noch viel größeren Sieg zu schenken.
[20:12] Er möchte, er soll das Volk erretten von ihren Sünden. Das ganze Buch Josua ist eigentlich sozusagen hier mitgedacht.
[20:29] Josua, der Sieger über die Kanaaniter. Jesus, der Sieger über die Sünde.
[20:39] Ohne Frage war für die Israeliten Josua der Heerführer schlechthin, der den wohl größten Feldzug aller Zeiten geführt hat, den die Israeliten jemals getan haben, ein ganzes Land erobert und das in wenigen Jahren.
[20:58] Jesus hat in wenigen Jahren die Erde zurückerobert, sozusagen zurückgekauft durch sein Blut am Kreuz von Golgatha.
[21:15] In Hebräer Kapitel 4, da wird uns deutlich gemacht, dass Josua mit all seinen Siegen nur eine vorläufige, einen vorläufigen Sieg gebracht hat.
[21:35] In Hebräer Kapitel 4 und dort Vers 8 heißt es: "Denn wenn Josua sie zur Ruhe gebracht hätte, so würde nicht danach von einem anderen Tag gesprochen."
[21:43] Im Alten Testament, Buch Josua, heißt es ja, dass Josua dem Volk Ruhe brachte. In den fünf Büchern Mose heißt es zuvor immer wieder, dass Gott sein Volk zur Ruhe bringen möchte im Land Kanaan.
[21:57] Und als durch Josua, durch seine Führung, das Land Kanaan erobert wird und die Feinde besiegt werden und die Feinde vertrieben werden und ausgelöscht werden und das Volk jetzt dort seinen Erbbesitz in Besitz nehmen kann, dann kommt es dort zur Ruhe.
[22:11] Aber Hebräer macht uns ganz deutlich, dass das nicht die eigentliche Ruhe ist, die gemeint ist.
[22:21] Wir haben ja das letzte Mal gesehen, dass die gesamte Landnahme, das Land an sich, das Land Kanaan, ein Typus selbst ist.
[22:31] Ein Typus für das himmlische Kanaan, für die neue Erde.
[22:38] Wie kommen wir dort hinein? Nicht durch das, was Josua getan hat, sondern durch das, was Jesus getan hat.
[22:42] Vers 9, Hebräer 4, Vers 9: "Also bleibt dem Volk Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten, denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von seinen Werken, gleich wie Gott von den Seinen."
[22:53] "So wollen wir denn eifrig bestrebt sein, in jene Ruhe einzugehen, damit nicht jemand als ein gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall kommt."
[23:01] Wir brauchen also Glauben, um jene Ruhe zu haben. Wer schenkt uns diese Ruhe, die hier angesprochen wird?
[23:19] Matthäus Kapitel 11 und dort Vers 28 bis 30. Jesus lädt dich und mich ein.
[23:26] "Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken." Oder man kann auch übersetzen: "zur Ruhe bringen."
[23:37] "Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir, denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen."
[23:50] Josua konnte dem Volk Ruhe bieten für die Herden, für den Besitz, für die Familien. Er konnte ihnen eine äußerliche Ruhe bieten, indem das Land Kanaan erobert wurde.
[24:00] Was Josua mit seinen Eroberungen nicht konnte, das war Ruhe für die Seele finden. Das kann nur Jesus uns geben.
[24:14] Josua konnte die Feinde besiegen mit Gottes Kraft natürlich, die der äußerlichen Ruhe entgegenstanden. Kanaaniter, Amoriter, die großen Mauern.
[24:23] Er konnte sie besiegen und so dem Volk einen Ruheort geben, wo man äußerlich jetzt in Ruhe leben konnte.
[24:32] Aber Jesus kann die Dinge besiegen, die unsere innere Ruhe angreifen, innere Ruhe verhindern. Er kann die Riesen der Sünde und der Versuchung besiegen, sodass wir tatsächlich inneren Frieden haben.
[24:54] Möchte heute neu mich dafür entscheiden, seine Ruhe anzunehmen, seinen Sieg in Anspruch zu nehmen, damit ich Ruhe finde für meine Seele. Du auch?
[25:07] Er sagt in Vers 30: "Denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht."
[25:15] Josua, derjenige, der das Volk zur Ruhe brachte, Jesus, der uns alle tatsächlich zu einer echten innerlichen, geistlichen Ruhe führt.
[25:28] Josua war der Mann, der das Werk vollendete, das Mose begonnen hatte. Wir lesen in Josua Kapitel 1 und dort Vers 1.
[25:38] "Und es geschah nach dem Tod Moses, des Knechtes des Herrn. Da sprach der Herr zu Josua, dem Sohn Nuns, dem Diener Moses, folgendermaßen."
[25:50] Gott hatte einen Propheten angekündigt, der wie Mose sein würde. In 5. Mose Kapitel 18, wenige, ja höchstens Wochen, vielleicht sogar nur Tage vor dem Tod von Mose, heißt es in 5. Mose 18 und dort ab Vers 15.
[26:10] Mose sagt: "Einen Propheten wie mich wird dir der Herr, dein Gott, erwecken aus deiner Mitte, aus deinen Brüdern. Auf ihn sollst du hören, ganz so wie du es von dem Herrn, deinem Gott, am Horeb erbeten hast, am Tag der Versammlung, indem du sprachst: 'Ich will von nun an die Stimme des Herrn meines Gottes nicht mehr hören und das große Feuer nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe.'"
[26:30] "Und der Herr sprach zu mir: 'Sie haben recht geredet. Ich will ihnen einen Propheten, wie du es bist, aus der Mitte ihrer Brüder erwecken und meine Worte in seinen Mund legen. Der soll alles zu ihnen reden, was ich ihm gebieten werde.'"
[26:42] Man könnte denken, na ja, der nächste Prophet, der so wie Mose das Volk führte, das war Josua. Und in gewisser Weise war er ja der Nachfolger von Mose und hat das, was unter Mose begonnen wurde, zu Ende geführt, zum Ziel geführt.
[26:58] Aber das Buch 5. Mose, das diese Ankündigung macht, sagt uns auch am Ende des Buches in 5. Mose 34, ab Vers 10.
[27:12] "Es stand aber in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der Herr kannte von Angesicht zu Angesicht, in all den Zeichen und Wundern, zu denen der Herr ihn gesandt hatte, dass er sie im Land Ägypten tun sollte an dem Pharao, an allen seinen Knechten und an seinem ganzen Land und in all den gewaltigen Handlungen und all den großen und furchtgebietenden Taten, die Mose vollbrachte vor den Augen von ganz Israel."
[27:35] Es stand im Alten Testament kein Prophet mehr so auf wie Mose. Wer ist dann die eigentliche Erfüllung der Verheißung von 5. Mose 18?
[27:46] Schauen wir ins Neue Testament und sehen die Jünger zur Zeit von Pfingsten predigen. In Apostelgeschichte Kapitel 3 sehen und hören wir Petrus das Wort führen für das Evangelium.
[28:02] Apostelgeschichte 3, Vers 19: "Petrus sagt: 'So tut nun Buße und bekehrt euch' – natürlich zu wem? – 'zu Jesus Christus, dass eure Sünden ausgetilgt werden, damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den sende, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus, den der Himmel aufnehmen muss bis zu den Zeiten der Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund aller seiner heiligen Propheten von Alters her geredet hat.'"
[28:26] "Denn Mose hat zu den Vätern gesagt: 'Einen Propheten wie mich wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brüdern. Auf ihn sollt ihr hören in allem, was er zu euch reden wird.'"
[28:39] Jesus ist der wahre Nachfolger von Mose, er ist der Prophet wie Mose gewesen. So wie Mose das Volk aus Ägypten geführt hat, aus der Knechtschaft. So hat Jesus das Volk aus der Knechtschaft der Sünde geführt.
[28:55] Auch das eine ganz interessante Typologie.
[29:05] Josua, wie wir gesagt haben, war derjenige, der die Kanaaniter besiegte. Von der ersten Prophezeiung an, die von Jesus als dem kommenden Messias spricht, wird deutlich, dass er als ein Sieger kommen wird.
[29:17] Ein Sieger über den Feind. 1. Mose 3, Vers 15: "Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir", sagt Gott zu der Schlange, "zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er, der kommende Same der Frau, der Messias, er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihn in die Ferse stechen."
[29:42] Es ist vielleicht kein Zufall, dass Gott dem Josua gesagt hat: "Wo immer deine Fußsohle hintritt, das soll dir gehören im Land Kanaan."
[29:58] Jesus hat den Satan unter seine Füße getreten und hat den Sieg errungen und diese Erde, dieses Land zurückgekauft, zurückerkämpft, nicht durch Schwerter, nicht durch Spieße und Lanzen, sondern mit dem Wort Gottes, mit dem Geist Gottes und mit seiner Liebe.
[30:26] In Josua Kapitel 1, Vers 7 wird uns gesagt, welche Eigenschaften Josua haben sollte, um erfolgreich zu sein. Und da er erfolgreich gewesen ist, dürfen wir annehmen, dass im Großen und Ganzen er diesen Anweisungen auch durch Gottes Kraft nachgekommen ist.
[30:39] In Josua 1, Vers 7 heißt es: "Sei du nur stark und sehr mutig und achte darauf, dass du nach dem ganzen Gesetz handelst, das dir mein Knecht Mose befohlen hat. Weiche nicht davon ab, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du weise handelst überall, wo du hingehst."
[30:55] Es ist der Gehorsam, den Josua hat, der ihn befähigen wird. So sagt es hier, der die Grundlage dafür ist, dass Gott durch ihn wirken kann, um den Sieg zu erringen.
[31:11] Wir gehen zu Hebräer und betrachten Jesus.
[31:27] In Hebräer 5 und dort Vers 8: "Und obwohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den Gehorsam gelernt."
[31:33] Jesus hat dem Wort Gottes Gehorsam gezollt. Er hat das getan, was Gottes Wort gesagt hat. Er ist nicht abgewichen, weder zur Rechten noch zur Linken, und zwar noch viel genauer und viel vollständiger, als es Josua getan hat.
[31:50] Auch Josua war ein Sünder, aber Jesus konnte in Johannes 8 seinen Widersachern diese interessante rhetorische Frage vorlegen: "Wer unter euch kann mich einer Sünde beschuldigen?"
[32:09] Jesus war sündlos. Er war der wahre Josua.
[32:15] Wie schon angedeutet, oder gerade gesagt, hat Josua das Wort Gottes in seinem Leben umsetzen sollen und es auch weitestgehend getan.
[32:28] Dazu musste er das Wort Gottes kennen. Josua 1 und dort Vers 8 heißt es: "Lass dieses Buch des Gesetzes nicht von deinem Mund weichen, sondern forsche darin Tag und Nacht, damit du darauf achtest, alles zu befolgen, was daran geschrieben steht."
[32:43] "Denn dann wirst du Gelingen haben auf deinen Wegen und dann wirst du weise handeln."
[32:51] Hat Jesus die Bibel studiert? Wann immer wir Jesus mit der Bibel antworten sehen, stellen wir fest, er kannte die Bibel ganz genau.
[33:02] Er hat in der Wüste und in den Versuchungen, die der Satan an ihn herangetragen hat in Matthäus 4 und Lukas 4, hat er mit dem Wort Gottes, das er verinnerlicht hatte, den Sieg errungen.
[33:15] Josua sollte die fünf Bücher Mose gründlich studieren. Jesus war ein ausgezeichneter Kenner der Bibel.
[33:24] Und von Josua heißt es in Josua 10 und dort Vers 42.
[33:33] "Und Josua eroberte alle diese Könige samt ihrem Land auf einmal, denn der Herr, der Gott Israels, kämpfte für Israel."
[33:41] Er hat das Werk, das ihm gegeben worden war, vollendet. Und doch bleibt nach seinem erfolgreichen, siegreichen Werk noch etwas zu tun für das Volk.
[33:50] Denn es heißt in Josua 13 und dort Vers 1: "Als nun Josua alt und wohlbetagt war, sprach der Herr zu ihm: 'Du bist alt und wohlbetagt geworden, doch es bleibt noch sehr viel Land einzunehmen.'"
[34:02] Nun, die biblische Perspektive ist sehr interessant. Sie macht deutlich, dass unter Josua das Land eingenommen worden ist, dass der entscheidende Sieg gelungen ist.
[34:14] Danach war nicht mehr klar, wer die Israeliten in Kanaan wohnen. Nein, sie durften jetzt hier wohnen. Sie haben ihr Land bekommen. Sie haben das Erbe ausgeteilt bekommen.
[34:28] Und dennoch gab es Dinge zu tun danach. Der Sieg von Josua musste jetzt sozusagen in einzelnen weiteren Feldzügen noch ausgemünzt werden.
[34:34] Es mussten die letzten, noch übrig bleibenden Kanaaniter vertrieben werden. Die Israeliten konnten nicht einfach nur passiv den Sieg von Josua in Anspruch nehmen.
[34:50] Sie mussten sozusagen diesem Sieg folgen, ihn zu ihrem eigenen machen, ihn in Anspruch nehmen für ihren konkreten persönlichen Fall, je nachdem, wo ihr Erbteil hinfiel.
[35:08] Die Bibel berichtet nicht, dass es so ein gradueller Prozess gewesen wäre, sondern sie berichtet von einem gewaltigen Sieg des Josuas mit seinen Armeen und dann von einer persönlichen Anwendung dessen für die einzelnen Stämme, die dann diesen Sieg anwenden mussten.
[35:25] Eine interessante Parallele dazu im Neuen Testament, als Jesus den Sieg in gewaltigen Schlachten gegen den Satan errungen hat in der Wüste, auf der Zinne des Tempels, auf dem hohen Berg, später in Gethsemane und schließlich auf Golgatha, als er gewonnen hatte.
[35:50] Da heißt es in Johannes 19 und dort Vers 30: "Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: 'Es ist vollbracht.'"
[36:04] Der Sieg war errungen. Das Erbe konnte sozusagen, der Erbbesitz konnte ausgeteilt werden. Man konnte sagen: "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben."
[36:20] Aber das Volk, das ihm folgte, seine Jünger, die Gläubigen, die Nachfolger Jesu, sie sollten nicht einfach nur passiv dabei sitzen, sondern sie hatten jetzt danach auch einen Auftrag, eine Aufgabe, den Sieg Jesu konkret anzuwenden und darin zu wandeln.
[36:38] Matthäus 28 und dort Vers 18 bis 20. "Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: 'Mir ist gegeben alle Macht im Himmel und auf Erden. So, geht nun hin und macht zu Jüngern alle Völker und tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie alles halten, was ich euch befohlen habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an das Ende der Weltzeit. Amen.'"
[37:02] Und wir sehen in der Bibel, wie zur Zeit von Josua dieser gewaltige Sieg errungen worden ist und wie danach die nächsten Generationen, die Menschen, die Josua nachfolgen sollten, oft lässig gewesen sind, abgefallen sind und manches von dem nicht so schnell voranging, wie es eigentlich hätte vorangehen sollen.
[37:23] Und sehen wir nicht genau dasselbe auch in der Kirchengeschichte, nachdem Jesus diesen großen Sieg errungen hat, dass statt in seinen Fußstapfen zu gehen, ihm zu folgen, viele dann sich arrangiert haben mit den Kanaanitern, arrangiert haben mit der Welt der Versuchung und der Sünde?
[37:49] Schon zur Zeit von Josua hat dieser darauf hingewiesen, dass es nicht gut ist, wenn wir nur passiv zuschauen und den errungenen Sieg, den der für uns errungen worden ist, nicht für uns in Anspruch nehmen.
[38:08] In Josua Kapitel 18 und dort Vers 3, wir lesen Vers 1: "Und die ganze Gemeinde der Söhne Israels versammelte sich in Silo und schlug dort die Stiftshütte auf. Das Land war ihnen unterworfen. Der Sieg war errungen. Die Stiftshütte war da."
[38:22] "Es waren aber noch sieben Stämme der Söhne Israels, denen man Erbe nicht ausgeteilt hat."
[38:28] "Und jetzt Achtung, Vers 3. Und Josua sprach zu den Söhnen Israels: 'Wie lange seid ihr so lässig oder so träge, dass ihr nicht hingeht, um das Land einzunehmen, das euch der Herr, der Gott eurer Väter gegeben hat?'"
[38:44] Josua fragt das Volk: "Warum nehmt ihr den Sieg, der errungen worden ist für euch, nicht ernst und wendet ihn auf eure persönliche Situation an? Warum nehmt ihr nicht dieses Momentum und nehmt euren Erbbesitz in Besitz?"
[39:05] Die Frage lässt sich tatsächlich gut stellen. Was würde Jesus wohl heute zu uns sagen?
[39:12] Nachdem der Sieg am Kreuz vollbracht worden ist, nehmen wir unseren Erbbesitz sozusagen in die Hand.
[39:21] Gehen wir in der Kraft Jesu in die Kämpfe, die noch vor uns sind, wissen, dass der Sieg errungen ist? Und da bleiben wir träge zurück und hoffen, dass jemand anders für uns das tut, was wir selbst für uns tun müssen, wir den Sieg Jesu für uns selbst anwenden.
[39:38] Paulus spricht zu den Römern am Ende des Briefes in Römer 16, Vers 20. Und er greift dieses Bild auf von dem siegenden Jesus, der der Schlange den Kopf zertritt.
[39:53] Und er sagt dann Folgendes, das Bild aus 1. Mose 3, Vers 15. Er sagt in Römer 16, Vers 20: "Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch. Amen."
[40:18] Nicht nur hat Jesus den Satan unter seinen Füßen zermalmt. Das war der große Hauptsieg, der entscheidende Sieg auf Golgatha.
[40:29] Aber Gott möchte auch, dass dieser Sieg sich in unserem Leben konkret zeigt. Er möchte, dass der Satan auch unter unseren Füßen zertreten wird.
[40:38] Nicht durch unsere Muskelkraft, sondern Gott wird den Satan, wie es hier heißt, unter unseren Füßen zermalmen.
[40:51] Nehmen wir den Sieg von Jesus für uns in Anspruch? Glauben wir, dass die Kraft in Jesus, die dem Satan den Kopf zertreten hat auf Golgatha, auch in unserem Leben so wirkt, dass auch in unserem Leben der Satan, Sünde und Tod besiegt werden?
[41:12] So wie die Israeliten aufgrund der großartigen, wundersamen Siege Josuas vorwärtsgehen sollten und im Glauben an die Kraft Gottes jetzt auch für ihren persönlichen Privatbesitz, für ihren persönlichen Erbbesitz kämpfen sollten, diesen Sieg von Josua in Anspruch nehmen.
[41:40] Lieber Freund, liebe Freundin, wir reden so oft von Jesus und manchmal haben wir gar kein richtiges Gefühl mehr, was dieser Name eigentlich bedeutet.
[41:50] Vielleicht würde es helfen, wenn wir ab und zu ihn auch Josua nennen. In dem Sinne, dass wir verstehen, dass Jesus der wahre Josua ist.
[42:04] Ja, Jesus ist der freundlichste Mensch, der jemals gelebt hat. Niemand hat eine solche Liebe wie er. Niemand ist so gnädig und barmherzig wie unser Jesus.
[42:18] Aber es gab auch niemals einen solch großen Kriegsherrn wie Jesus, den wahren Josua, der schon im Himmel den Satan aus dem Himmel geworfen hat und der auf dieser Erde die größte aller Schlachten jemals gewonnen hat am Kreuz von Golgatha.
[42:38] Niemand hat jemals einen solch großen Sieg errungen wie Jesus. Er ist wirklich Josua.
[42:47] Der Herr rettet. Er rettet sein Volk von den Sünden.
[42:56] Darf er auch dich von der Sünde retten? Nicht in der Sünde, nicht von einigen Sünden, nicht von den meisten Sünden, darf er dich und mich von den Sünden retten.
[43:15] Darf er für dich und mich Josua sein, vor dem keine Mauer zu hoch ist, kein Riese zu groß, keine Allianz zu furchteinflößend, kein Tag zu kurz?
[43:31] Notfalls verlängert sich der Tag, wie wir bei Josua gesehen haben, als die Sonne stillstand.
[43:39] Darf er für dich und für mich der Josua sein, vor dem Giganten der Versuchung, die Mauern der Sünde und die Kürze der Umstände alle keine Macht haben, die ihn nicht aufhalten können, uns den Sieg zu schenken, den Sieg, den wir alle brauchen?
[44:02] Darf Jesus für dich und für mich der wahre Josua sein?
[44:09] Wenn wir das Buch Josua lesen mit all den Kämpfen, dann wollen wir das im Hinterkopf behalten, dass alle diese Kämpfe auf den wahren großen Kampf hinweisen, den Jesus für uns gekämpft hat gegen den Satan, gegen die Sünde, gegen die Versuchung.
[44:30] Darf er dein Josua sein? Ich möchte heute mich dafür entscheiden, dass mein Jesus mein Josua sein soll, denn das ist sein Name.
[44:45] Wollen wir ihm dafür noch danke sagen? Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast und danke, dass du Jesus gesandt hast, deinen Sohn.
[45:02] Und der Name, den er trägt, der zeigt uns, was er für uns tun kann und tun will und getan hat: einen entscheidenden Sieg über die Sünde.
[45:18] Einen Sieg, den wir in Anspruch nehmen können, den wir auf unser persönliches Leben übertragen können.
[45:25] Und Herr, wir möchten dich um Vergebung bitten, dass wir das vielleicht oft gar nicht so richtig durchdacht haben.
[45:31] Wir möchten dich bitten, dass wenn wir das Buch Josua lesen in Zukunft, dass wir durch die Geschichten hindurch das Bild von Jesus leuchten sehen, den größten aller Kämpfer, der in diesem großen Kampf zwischen Licht und Finsternis immer der Sieger gewesen ist in allen Schlachten.
[45:59] Unser Leben geben und ihm danke sagen, dass er das alles für uns getan hat. Wir möchten seinen Sieg für uns persönlich in Anspruch nehmen im Glauben, so wie er es gesagt hat. In seinem Namen beten wir. Hab Dank dafür. Amen.
[46:21] Gott segne dich in deiner Entscheidung. Nächste Woche wollen wir noch mehr über das Buch Josua lernen und studieren. Ihr seid herzlich eingeladen, dann wieder einzuschalten und dann mit uns weiter dieses wunderbare, interessante Buch zu studieren.
[46:35] Bis dann wünschen wir euch Gottes reichen Segen und viel Freude im Studium seines Wortes.