In dieser Folge der Serie „Offenbarung Vers für Vers“ beleuchtet Christopher Kramp Offenbarung 4, Vers 8, und die vier lebendigen Wesen (Seraphim) am Thron Gottes. Er erklärt ihre sechs Flügel und die vielen Augen als Symbole der Geistfüllung und unaufhörlichen Anbetung. Der Sprecher zieht Parallelen zu Jesaja 6 und Hesekiel 1 und betont, wie wahre Anbetung dazu führt, den Charakter Jesu widerzuspiegeln und alle guten Eigenschaften als Geschenk Gottes anzuerkennen. Das Video ermutigt dazu, Gott im Geist und in der Wahrheit anzubeten, um Teil der Bewegung zu werden, die die Erde mit seiner Herrlichkeit erfüllt.
Offenbarung 4:8
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
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Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:47] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid, eingeschaltet habt zur nächsten Folge von Offenbarung Kapitel 4. Heute schauen wir uns Vers 8 an. Es geht immer noch um die vier lebendigen Wesen. Wir werden heute noch einige interessante Parallelen zum Alten Testament entdecken und ich glaube, ganz wichtige Dinge für unseren persönlichen Glauben, für unsere persönliche Anbetung Gottes auch verstehen dürfen. Und das ist das Stichwort. Wir möchten natürlich mit einem Gebet starten. Wenn es dir möglich ist, dann lass uns doch gemeinsam für dieses Anfangsgebet niederknien.
[1:32] Lieber Vater im Himmel, danke, dass wir in die Offenbarung blicken dürfen. Danke, dass du uns dort ein Fenster in den himmlischen Gottesdienst geöffnet hast und dass wir einen kleinen Vorgeschmack bekommen auf das, was jeden von uns erwartet, der treu zu dir steht und festhält an dem, was du für uns tust. Herr, wir möchten dich jetzt bitten, dass die Kraft deines Evangeliums, die Schönheit deines Wortes uns begeistert, aber vor allem, dass dein Heiliger Geist uns zeigt, was das für uns persönlich bedeutet, welche Entscheidung wir heute treffen müssen. Wir möchten dich bitten, dass du durch deinen Geist zu uns sprichst. Hab Dank, Herr Jesus, dafür. Sei du unser Lehrer. Wir sind nicht würdig zu verstehen, aber Jesus ist würdig und er möchte, dass wir verstehen und du möchtest, dass wir verstehen. Dafür danken wir dir im Namen Jesu. Amen.
[2:33] Wir sind in Offenbarung 4. Wir haben in Vers 6 die vier lebendigen Wesen kennengelernt. Dort in Offenbarung 4 hatte Johannes einen Einblick bekommen in einer heiligen Vision in den Thronraum Gottes, in den himmlischen Gottesdienst. Und das haben wir gelesen, dass in der Mitte des Thrones in Vers 6 und rings um den Thron vier lebendige Wesen waren. Johannes hatte den Thron Gottes gesehen. Gott auf dem Thron, den Regenbogen herum, die 24 Ältesten auf Thronen herum, die Blitze, die Donner, die Stimmen, die Feuerfackeln – Symbol für den Heiligen Geist. Und die vier lebendigen Wesen, das gläserne Meer gleich einem Kristall. All das haben wir uns in den früheren Folgen angeschaut und er beschreibt die lebendigen Wesen voller Augen vorn und hinten. Wir haben das letzte Mal gesehen, wie die verschiedenen Gestalten dieser lebendigen Wesen, eines glich einem Löwen, eines einem jungen Stier, eines einem Menschen, das vierte, einem fliegenden Adler, wie all dies Eigenschaften, Aspekte von unserem Erlöser Jesus Christus sind, die in der Anbetung sich in diesen Anbetern zeigen.
[3:52] Wahre Anbetung führt dazu, dass wir den Charakter Jesu widerspiegeln. Aber wir haben gesehen, sie beten hier an dieser Stelle ja eigentlich – und das werden wir heute noch mal ganz deutlich betonen – Gott den Vater an, der nicht anders ist als Jesus, der keine anderen Charaktereigenschaften hat, als die, die Jesus uns gezeigt hat. All das, was wir bei Jesus sehen, dürfen wir wissen, findet sich auch bei Gott, dem Vater. Die Anbeter des Vaters zeigen Charaktereigenschaften, die uns unweigerlich an Jesus erinnern.
[4:34] In der Anbetung Gottes, in der wahren Anbetung Gottes, werden wir Jesus ähnlicher. Anbetung ist nicht nur eine fromme Pflicht, nicht nur ein Vorrecht, das wir zu selten nutzen. Es ist das Mittel, das vom Himmel erwählte Mittel, um nicht nur Menschen, sondern Wesen überhaupt im Universum mit den göttlichen Eigenschaften vertraut zu machen, sodass sie diese göttlichen Eigenschaften auch reflektieren.
[5:17] Vers 8, der Vers, um den es heute gehen soll, Offenbarung 4, Vers 8. Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel. Rings herum und innwendig waren sie voller Augen und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott der Allmächtige, der war und er ist und er kommt." Mehrere Dinge stechen hier ins Auge in Offenbarung Kapitel 4 Vers 8. Die Beschreibung der vier lebendigen Wesen ist ausführlicher als alles andere, was hier bisher in Offenbarung 4 beschrieben worden ist. Zwar ist der Thron das große Zentralelement, denn alles andere wird in Beziehung zum Thron beschrieben. Jemand sitzt, Gott, der Vater sitzt auf dem Thron. Der Regenbogen ist rings um den Thron. Die vier lebendigen Wesen sind in der Mitte des Thrones und rings um den Thron. Die sieben Feuerfackeln sind vor dem Thron. So auch das gläserne Meer. Alles wird in Beziehung auf den Thron beschrieben.
[6:28] Aber von allen den Dingen, die beschrieben werden, ist nichts so ausführlich erklärt, nicht so detailliert ausgeführt wie die vier lebendigen Wesen. Ihr Aussehen wird ausführlicher erklärt als alles andere, was Johannes sieht. Offenbar müssen sie einen besonderen Eindruck auf ihn gemacht haben.
[6:55] Wir finden hier in Vers 8 ein paar Elemente. Wir finden dort zunächst einmal die sechs Flügel. Sechs Flügel, die sie tragen. Wir finden diese Elemente, die Augen, die sie bedecken. Wobei nicht ganz klar ist, ob es sich hier um die Flügel handelt, die ringsherum voller Augen sind oder ob es sich um die Wesen selbst handelt. Aber in jedem Fall haben wir eine ganze, ganze, ganze Reihe Anzahl von Augen. Das ist schon mal der entscheidende Punkt. Und wir haben hier diese Tatsache, dass sie unaufhörlich rufen.
[7:40] Sie rufen dieses "heilig, heilig, heilig". Nicht ab und zu mal, wenn gerade Gelegenheit ist, sondern es heißt hier unaufhörlich bei Tag und bei Nacht. Und wir haben natürlich dieses berühmte "Heilig, Heilig, Heilig", worüber wir gleich ein bisschen ausführlicher auch noch sprechen wollen, was das bedeutet.
[8:10] Und sie loben, das werden wir dann am Ende sehen. Sie loben Gott, den Allmächtigen, der war und der ist und er kommt. Warum sechs Flügel? Es gibt noch eine Stelle in der Bibel, wo uns Engel mit sechs Flügeln begegnen: In Jesaja Kapitel 6 und dort Vers 2. Vielleicht, bevor wir dorthin gehen, ganz kurz der Hinweis. Wir hatten ja gesehen, dass die lebendigen Wesen in sehr, sehr vielen Details, auch in der Gesamtanlage der ganzen Passage, uns an Hesekiel Kapitel 1 erinnern, denn auch dort finden wir lebendige Wesen, die vier lebendige Wesen am Thron, die dort mit dem Thron in engster Verbindung stehen, wo auch dann dieses gläserne, kristallene, diese Ausdehnung gewesen ist, die auch hier in Offenbarung 4 eine Rolle gespielt hat und wo auch die lebendigen Wesen hier in Hesekiel 1 die Gesichter eines Menschen, eines Löwen, eines Stiers und eines Adlers gehabt haben.
[9:14] Aber, und das ist eine interessante, ein interessanter Unterschied: Die vier lebendigen Wesen in Hesekiel 1 haben nur vier Flügel. Es heißt in Hesekiel 1 Vers 6: "Und jedes von ihnen hatte vier Gesichter und jedes von ihnen hatte vier Flügel." Genauso dann auch in Kapitel 10 und dort Vers 21 und 22, wo es heißt: "Jeder hatte vier Gesichter und jeder vier Flügel und etwas wie Menschenhänden war unter ihren Flügeln."
[9:53] Die lebendigen Wesen in Hesekiel 1 haben vier Flügel. Aber die lebendigen Wesen in Offenbarung 4 haben sechs Flügel und zeigen uns damit noch eine Parallele zu einem anderen entscheidenden Bibeltext, der hier vor Offenbarung 4, Vers 8 von höchster Bedeutung ist, und zwar Jesaja Kapitel 6.
[10:16] In Jesaja Kapitel 6 und dort ab Vers 1 lesen wir: "Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den Herrn sitzen auf einem hohen und erhabenen Thron und seine Säume erfüllten den Tempel." Seraphim standen über ihm. Jeder von ihnen hatte sechs Flügel. Mit zweien bedeckten sie ihr Angesicht. Mit zweien bedeckten sie ihre Füße und mit zweien flogen sie.
[10:45] Die Seraphim, und dass hier diese Parallele ganz entscheidend ist, das wird deutlich, wenn wir den nächsten Vers lesen: "Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit." Ohne jede Frage wollte Gott, dass Johannes hier an dieser Stelle sich zurückerinnert an Jesaja in Jesaja Kapitel 6. Seraphim mit sechs Flügeln. Wir wissen aus der Bibel von zwei verschiedenen Engelarten, wenn man so möchte, den Kerubim mit den vier Flügeln und den Seraphim mit den sechs Flügeln. Wir können nicht ganz genau sagen, was die entscheidenden Unterschiede ihrer Funktion sind oder worin sie sich sonst unterscheiden außerhalb der Flügelanzahl, aber wir können zumindestens so viel sagen, dass hier Seraphim direkt am Thron Gottes sind in Jesaja 6 und hier auch in Offenbarung 4.
[11:46] Und wir wollen diesen Gedanken im Hinterkopf behalten für gleich später, dass Jesaja 6, die Berufungsvision des Jesaja, einen entscheidenden Hintergrund spielt für Offenbarung Kapitel 4 Vers 8.
[12:06] Kehren wir zurück zu den vier lebendigen Wesen in Offenbarung 4. Sie haben sechs Flügel und das erinnert uns schon, weil es die einzige Stelle in der Bibel ist, wo noch einmal sechsflüglige Engel vorkommen, ganz deutlich an Jesaja 6. Was ist mit den Augen gemeint, die sie haben? Wir hatten das schon in Kapitel 4 Vers 6 gesehen. Dort allerdings noch nicht weiter kommentiert. Es heißt hier in Vers 6: "Und vor dem Thron war ein gläsernes Meer gleich Kristall und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron waren vier lebendige Wesen voller Augen vorn und hinten." Zweimal betont der Johannes die Augen in Vers 6 und dann noch mal in Vers 8, wenn er sagt: "Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel. Ringsum und innwendig waren sie voller Augen." Das muss ihn ganz besonders beeindruckt haben.
[13:06] Wofür stehen diese Augen? Wir müssen gar nicht so weit schauen. In der Offenbarung schon im nächsten Kapitel. In Offenbarung 5, Vers 6 haben wir ein ähnliches Symbol und dort eine interessante Erklärung.
[13:23] Offenbarung 5, Vers 6: "Und ich sah und siehe in der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und inmitten der Ältesten stand ein Lamm, wie geschlachtet. Es hatte sieben Hörner und sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, die ausgesandt sind über die ganze Erde." Wir haben schon gesehen, die sieben Geister Gottes in Offenbarung 4, Vers 5, in den Feuerfackeln – Symbol für den Heiligen Geist. Die sieben Augen, welche die sieben Geister Gottes sind, können wir vielleicht davon ausgehen, dass diese vier lebendigen Wesen, die Seraphim, dass sie nicht nur Jesus Christus widerspiegeln in seinem Charakter, sondern dass sie auch erfüllt sind mit dem Heiligen Geist, innerlich und äußerlich, in dem, was sie denken, fühlen, sind und auch in dem, was sie sagen und tun und wie sie sich vor anderen geben. Die Anbeter im himmlischen Gottesdienst sind erfüllt mit dem Heiligen Geist.
[14:44] Der Geist Gottes ist ja nicht nur dazu da, an Menschenherzen zu wirken.
[14:55] In der Bibel werden Engel manchmal auch als Söhne Gottes bezeichnet. Und die Bibel gibt uns die Definition der Söhne Gottes in Römer 8, Vers 14: "Denn alle, die durch den Geist Gottes geleitet werden, die sind Söhne Gottes."
[15:13] Und Johannes, der wie kein anderer der Evangelisten dann auch im Evangelium diesen Schwerpunkt auf den Heiligen Geist setzt, der die Worte von Jesus kurz vor seiner Kreuzigung über den Heiligen Geist in Johannes 14, 15, 16 so ausführlich dokumentiert, wo Jesus diese Idee ihnen deutlich macht, dass durch den Heiligen Geist sie mit Gott direkt verbunden sein können, Gott in ihnen wohnen kann durch den Heiligen Geist, dass dieser Johannes im himmlischen Gottesdienst Seraphim sieht, die erfüllt sind vom Heiligen Geist.
[15:58] Er sieht hier im Himmel etwas von dem, was Gott sich auch für die Erde wünscht, denn Gott wünscht sich Anbeter, die ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten. Gott wünscht sich auf Erden Anbeter wie diese Seraphim im Himmel. Und es ist ja kein Zufall, dass auch dem Jesaja in dieser Anbetungsszene in Jesaja 6 die himmlische Anbetung gezeigt wird. Das ist ja nicht einfach nur eine Information, um seine Kuriosität zu befriedigen, wie es eigentlich im Himmel so vor sich geht, sondern um zu zeigen, wie Gott angebetet werden möchte. Nein, wir werden keine sechs Flügel bekommen auf dieser Erde, aber wir können erfüllt sein mit dem Heiligen Geist und wir können den Charakter Jesu widerspiegeln, so wie die Seraphim ihn hier widerspiegeln.
[17:01] Vielleicht ist der besondere Fokus, der besondere Schwerpunkt auf diese anbetenden Seraphim in Offenbarung 4 deswegen so stark, weil sie in dieser Anbetung uns ein Vorbild sind.
[17:19] Wenn wir im Geist und in der Wahrheit anbeten sollen, dann lohnt es sich, in den Himmel zu schauen, wie die lebendigen Wesen im Geist und in der Wahrheit Gott anbeten. Erfüllt vom Heiligen Geist, innerlich und äußerlich. Gott hat keinen Gefallen daran, wenn wir zwar äußerlich den Eindruck erwecken, zu Gott zu gehören, äußerlich in der Gemeinde alles richtig machen, aber innerlich unser Herz meilenweit von ihm entfernt ist. Gott hat auch keine Freude daran, wenn wir zwar innerlich uns selbst überzeugen, dass wir innerlich eigentlich Jesus nachfolgen, aber äußerlich das nie irgendwie kundtun. Er möchte, dass wir von innen und außen erfüllt sind mit dem Heiligen Geist.
[18:12] Und es heißt hier, sie rufen unaufhörlich bei Tag und bei Nacht. Nun, das ist eine interessante Formulierung. Wörtlich steht hier eigentlich: "Und sie haben keine Ruhe, Tag und Nacht." Und vielleicht denkst du, Moment mal, sie haben keine Ruhe Tag und Nacht. Das klingt doch eigentlich nach einem anderen Bibelvers und du hast vollkommen recht.
[18:48] Es gibt nämlich noch einen Bibelvers, in dem tatsächlich genau dieselbe Phrase, auch im Griechischen, dieselben Worte exakt so verwendet werden: "Sie haben keine Ruhe, Tag und Nacht." Und zwar in Offenbarung Kapitel 14. Offenbarung Kapitel 14 und dort Vers 11: "Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit und die das Tier und sein Bild anbeten haben keine Ruhe Tag und Nacht und wer das Malzeichen seines Namens annimmt." Ich habe oft gehört und selbst auch gesagt, dass das ein Hinweis darauf ist, dass sie den Sabbat nicht haben.
[19:25] Aber jetzt mit dem Studium von Offenbarung 4 bin ich mir nicht mehr ganz so sicher, ob das hier wirklich der eigentliche Punkt ist, denn auch die vier lebendigen Wesen haben keine Ruhe, Tag und Nacht. Und das ist hier an dieser Stelle zumindestens keine negative Sache. Sie hören nicht auf und das ist ja, was die deutsche Übersetzung in der Schlachter ja letztendlich auch richtig paraphrasiert. Sie tun das ständig. Es gibt keine, kein Ausruhen von der Anbetung.
[20:02] In Offenbarung 7 wird uns deutlich, dass auch die Erlösten Gott dienen werden Tag und Nacht. Das heißt hier in Offenbarung 7, Vers 15: "Darum sind sie vor dem Thron Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in seinem Tempel und der auf dem Thron sitzt, wird sein Zelt aufschlagen über ihnen."
[20:20] Und diese Idee des unaufhörlichen Betens, die kommt aus dem Alten Testament. Wie so vieles in der Offenbarung. Jesaja Kapitel 62.
[20:39] Jesaja 62 und dort Vers 1: "Um Zions Willen schweige ich nicht und um Jerusalems Willen lasse ich nicht ab, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht wie Lichtglanz und sein Heil wie eine brennende Fackel." Hier sagt jemand, ich höre nicht auf, bis Jerusalem von dem Licht und der der dem dem dem Licht des Heils, der der der Gerechtigkeit erfüllt ist. Da hat jemand ein Ziel im Beten, sagt, ich schweige nicht, ich lasse nicht ab, bis Jerusalem erfüllt ist mit Gerechtigkeit und mit Heil, bis seine Gerechtigkeit hervorbricht wie ein Licht und sein Heil wie eine brennende Fackel. Selbes Kapitel, Vers 7: "Und lasst ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem wieder aufrichtet und bis er es zum Ruhm auf Erden setzt." Vers 6: "Oh Jerusalem, ich habe Wächter auf deine Mauern gestellt, die den ganzen Tag und die ganze Nacht nicht einen Augenblick schweigen sollen, die ihr den Herrn erinnern sollt. Gönnt euch keine Ruhe." Nun, das ist natürlich letztlich eine Metapher. Damit war nicht gemeint, dass die Wächter auf den Zinnen Jerusalems an Schlafmangel sterben sollen. Nein, nein, nein, nein. Aber damit soll gemeint sein, für Jerusalem zu beten ist nicht nur ein Punkt auf einer Gebetsliste, den man ab und zu mal sich daran erinnert, sondern hier geht es darum, unaufhörlich, unablässig dafür zu beten, dass das Heil in Jerusalem wieder aufgerichtet wird, dass Jerusalem wiederhergestellt wird. Jesaja spricht hier noch in der Zeit vor der babylonischen Gefangenschaft, schon über die Zeit nach der babylonischen Gefangenschaft, wenn Jerusalem wieder aufgebaut werden soll, wenn die Trümmer wieder hergerichtet werden sollen, die die Mauern wieder die Breschen vermauert werden sollen, wie Jesaja 58 sagt. Er spricht von der Wiederherstellung. Kann es sein, dass die lebendigen Wesen dort beten?
[23:34] Nicht nur, weil sie sowieso schon immer gebetet haben, sondern dass sie mit größtem Interesse für die Erde dafür beten, dass Gottes Volk, dass die Wahrheit, dass die Gemeinde wieder ganz hergestellt wird, dass das Evangelium seinen ganzen Lauf vollendet auf diesem dunklen Planeten.
[23:50] Kann es sein, dass die Seraphim beim Thron Gottes, von denen uns Petrus sagt, dass sie begehren hineinzuschauen in das Evangelium, dass eines ihrer Hauptanliegen darin besteht, dass diese Erde wieder zu dem gemacht wird, was sie ursprünglich einmal war? So wie die Wächter hier auf den Mauern nicht schweigen sollen, Tag und Nacht, sich keine Ruhe gönnen sollen. Das heißt von den lebendigen Wesen, sie haben keine Ruhe Tag und Nacht.
[24:15] Übrigens, wenn hier von den Wächtern gesprochen wird, dann sei vielleicht nur am Rande bemerkt, dass in Daniel Kapitel 4 Vers 10 und 14 auch die Engel als Wächter bezeichnet werden.
[24:29] Was ist die praktische Anwendung für uns in unserem Glaubensleben? Paulus sagt in Apostelgeschichte 20 und dort Vers 31: "Darum wacht und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht aufgehört habe, jeden einzelnen unter Tränen zu ermahnen." Sicherlich hat Paulus auch geschlafen. Aber sein Punkt ist hier mit diesem Tag und Nacht: Das war ihm ein so ein ein beharrliches Anliegen. Er hat davon nicht losgelassen. Er hat es sich in den Kopf gesetzt, diese Sache zu tun bis zum Ende, jeden einzelnen unter Tränen zu ermahnen. Er hat das nicht ab und zu gemacht, wenn es ihm gerade einfiel, sondern es war eine, es war die, es war die Priorität für ihn.
[25:16] Wir finden den Paulus auch in erster Thessalonicher Kapitel 2, Vers 9. In erster Thessalonicher Kapitel 2, Vers 9, wie er den Thessalonichern sagt: "Ihr erinnert euch, ihr erinnert euch ja, Brüder, an unsere Arbeit und Mühe, denn wir arbeiteten Tag und Nacht, um niemand von euch zur Last zu fallen und verkündigten euch dabei das Evangelium Gottes."
[25:43] Paulus war ein fleißiger Arbeiter. Paulus war das Werk Gottes nicht etwas, was ab und zu mal wieder so seinen Gesichtskreis erreichte.
[25:56] Paulus hat sich zu 100% auf diese Sache konzentriert und die vier lebendigen Wesen im Himmel konzentrieren sich vollständig auf die Anbetung Gottes.
[26:14] Konzentrieren wir uns auch so vollständig darauf?
[26:26] Was rufen sie? Es heißt, sie rufen "heilig, heilig, heilig". Und wie schon erwähnt, ist das so wie die sechs Flügel die einzige Stelle außerhalb von Jesaja Kapitel 6, wo das vorkommt. Und es ist ja interessant, was in Jesaja Kapitel 6 dort steht. Jesaja 6, Vers 3: "Und einer rief dem anderen zu und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen. Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit." Und wir wissen, das ist das große Ziel, dass Gott mit dieser Erde hat. Die ganze Erde soll erfüllt werden mit seiner Herrlichkeit. Er sagt uns das in 4. Mose Kapitel 14. Er schwört, dass er das vorhat. 4. Mose Kapitel 14 Vers 21: "Aber so wahr ich lebe und die ganze Erde mit der Herrlichkeit des Herrn erfüllt werden soll." Gottes großes Ziel ist, dass an diesem dunklen Planeten, wo anders als im ganzen anderen Universum die Sünde so überhandgenommen hat, überall sonst ist sie abgelehnt worden. Aber hier ist die Herrlichkeit Gottes verdunkelt worden durch die Sünde und die Rebellion. Gott hat geschworen, dass diese Erde erfüllt werden soll mit der Herrlichkeit Gottes.
[27:47] Immer und immer wieder kommt in der Bibel dieser Gedanke vor. Hier singen die Seraphim und machen deutlich, dass das tatsächlich Realität sein wird.
[28:04] Die Anbetung der himmlischen Heerscharen zielt auf diesen Zustand hin, wo die ganze Erde erfüllt ist mit der Herrlichkeit Gottes. Schaut mit mir in Offenbarung Kapitel 18 und dort Vers 1. Offenbarung 18 und dort Vers 1. Die Bibel sagt: "Und nach diesem sah ich einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte große Vollmacht und die Erde wurde erleuchtet von seiner Herrlichkeit." Die letzte Gemeinde, die letzte Predigt des Evangeliums ist eine Gebetserhörung der Gebete der Seraphim im Himmel.
[28:42] Wenn Gottes Gemeinde den Heiligen Geist wirken lässt und das tut, was Gottes Wort sagt, dann erfüllt sich das, dann wird das Gebet der himmlischen Heerscharen erfüllt, denn sie beten: "Heilig, heilig, heilig. Die ganze Erde ist erfüllt von deiner Herrlichkeit." Liebe Freunde, liebe Freundin, wir können mit den vier lebendigen Wesen auf viel genauere Art und Weise zusammenarbeiten, als wir uns das vielleicht vorstellen können.
[29:13] Als Jesaja diese Vision sieht, als er sieht, was die lebendigen Wesen, die Seraphim in Jesaja 6, was die singen und was die rufen im himmlischen Gottesdienst, da wird er sich bewusst, wie unwürdig er selbst ist. Wir kennen die Geschichte. In Vers 5 heißt es: "Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe, denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das unreine Lippen hat, denn meine Augen haben den König, den Herrn der Heerscharen gesehen." Da flog einer der Seraphim zu mir und er hielt eine glühende Kohle in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen hat und er berührte meinen Mund und sprach: "Siehe, dies hat deine Lippen berührt. Deine Schuld ist von dir genommen und deine Sünde ist gesühnt." Und ich höre die Stimme des Herrn fragen: "Wen soll ich senden und wer wird für uns gehen?" Da sprach ich: "Herr, da sprach ich: Hier bin ich. Sende mich."
[30:13] Die Vision von Jesaja 6 ist die Grundlage dafür, dass Jesaja erkennt, wie sehr er das Evangelium braucht und ist dann die Grundlage dafür, dass Jesaja zu einem Boten des Evangeliums für seine Umgebung wird. Wir werden noch sehen, Offenbarung 4 führt uns dazu, das Evangelium zu verstehen, wie es in Offenbarung 5 noch einmal dann präsentiert wird und dann zur Verkündigung des Evangeliums in den folgenden Abschnitten.
[30:46] "Heilig, heilig, heilig." Mit diesen Worten ist übrigens nicht, wie oft vermutet wird, die Dreieinigkeit gemeint, denn diese Worte werden ja hier zu Gott Vater gesagt, wiewohl wir ohne Weiteres auch sagen können, dass sie natürlich genauso auch für Jesus z.B. gelten. Ellen White sagt sogar, dass diese Worte auch zu Jesus gesagt werden im himmlischen Gottesdienst.
[31:24] "Heilig, heilig, heilig." In Offenbarung lesen wir – und das wollen wir jetzt noch mal kurz uns vergegenwärtigen – dass tatsächlich hier Gott der Vater angebetet wird. Offenbarung Kapitel 4 und dort Vers 8: "Und jedes einzelne von den vier lebendigen Wesen hatte sechs Flügel. Rings herum und innwendig waren sie voller Augen und unaufhörlich rufen sie bei Tag und bei Nacht: Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott der Allmächtige, der war und der ist und der kommt." Und das zeigt uns ganz deutlich, dass Gott der Vater gemeint ist. In Offenbarung 1 Vers 4 und 5 lesen wir: "Johannes an die sieben Gemeinden, die in Asia sind. Gnade sei mit euch und Friede von dem, der ist und der war und der kommt und von den sieben Geistern, die vor seinem Thron sind und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen aus den Toten und dem Fürsten über die Könige der Erde." Der war und ist und kommt, das ist Gott der Vater. Er sitzt hier in Offenbarung 4 auf dem Thron und die Seraphim, die beten ihn an. "Heilig, heilig, heilig." Er wird genannt Herr Gott der Allmächtige. Das griechische Wort ist Pantokrator. Pantokrator, Entschuldigung, nicht Kreator. Krator natürlich, der über alles herrscht. Der Pantokrator, der über alles Regierende, eine Formulierung, die schon in der griechischen Übersetzung des Alten Testamentes seinen Einzug gefunden hatte, z.B. in Amos Kapitel 3 und dort Vers 13 müssen wir jetzt nicht lesen, aber dort findet sich bereits genau diese griechische Formulierung: "Ho Theos Pantokrator", der allmächtige Gott. Wir finden sie im Neuen Testament dann auch in 2. Korinther Kapitel 6 und dort Vers 18. 2. Korinther Kapitel 6 und dort Vers 18: "Und ich will euch ein Vater sein und ihr sollt mir Söhne und Töchter sein, spricht der Herr der Allmächtige." Ansonsten kommt sie in der Bibel nur noch in der Offenbarung vor an verschiedenen Stellen: Offenbarung 11, 19, 21.
[34:00] Hier wird deutlich: Gott, der Vater, regiert über alles. Er sitzt auf seinem Thron.
[34:11] Und die Seraphim, die lebendigen Wesen vor dem Thron und inmitten des Thrones. Sie rufen unaufhörlich: "Heilig, heilig, heilig." Was bedeutet es, dass Gott heilig, heilig, heilig ist?
[34:42] Das Wort heilig wird manchmal als abgesondert bezeichnet, für einen besonderen Gebrauch reserviert. In der Regel hat das damit zu tun, dass etwas für Gott geheiligt wird. Die einfachste Definition von heilig, die findet sich letztlich am brennenden Dornbusch, als Gott dem Mose sagt, dass der Boden heilig ist.
[35:12] Und wir wissen warum: weil Gott in der Nähe ist. Es ist die Gegenwart Gottes, die uns heiligt. Es ist die Gegenwart Gottes, die Zeit heiligt, die Gebäude heiligt, Länder heiligt. Ohne Gott gibt es kein heiliges Land, keine heilige Zeit oder irgendetwas sonst Heiliges. Aber Gott ist nicht einfach heilig, er ist nicht hochheilig, er ist heilig, heilig, heilig. Er ist die Quelle aller Heiligkeit.
[35:55] Alle Heiligkeit in unserem Leben, alle Reinheit, alle Güte, alle positiven Charaktereigenschaften haben ihre Quelle allein in Gott.
[36:12] Und die himmlischen Heerscharen, die verstehen das, dass was immer sie sind, was immer sie haben, ihre Schönheit, ihre Weisheit, ihr Glück, dass das alles allein von Gott kommt. Einer von ihnen hatte irgendwann vor langer Zeit daran gezweifelt und war zu der Überzeugung gekommen, dass in Wirklichkeit es aus ihm selbst herauskäme. Sein Name war Luzifer. Er wurde zum Satan.
[36:48] In der wahren Anbetung bekennen wir, dass alles, was wir sind und haben, seine Quelle in Gott hat. Jedes wahrhaft gute Werk, jeder wahrhaft gute Gedanke, jede wahrhaft gute Einstellung und Motivation hat seine Quelle allein in Gott, weil der Heilige Geist an uns und in uns wirkt. Gott sein Wesen in uns hineinschreiben kann. Dadurch kommt das.
[37:24] Die lebendigen Wesen wissen, den Charakter, den sie hier repräsentieren, das ist ein Geschenk von Gott.
[37:30] Und wenn wir Gott in Geist und Wahrheit anbeten wollen, wie Jesus das in Johannes Kapitel 4 sagt, wo es heißt: "Gott ist Geist und die ihn anbeten müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten." Wenn wir ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten wollen, dann müssen auch wir diese Überzeugung haben, dass alles, was in unserem Leben gut ist, alles, was ehrenwert ist, alles, was eine Tugend ist, dass alles ein Geschenk unseres himmlischen Vaters ist. Haben wir ihm eigentlich schon dafür genug gedankt?
[38:26] Ellen White sagt folgendes über die Seraphim vor dem Thron Gottes. Review and Herald, 22. Dezember 1896, Paragraph 11. Die Seraphim vor dem Thron Gottes sind so von Ehrfurcht erfüllt, wenn sie die Herrlichkeit Gottes anschauen, dass sie nicht mit einem einzigen flüchtigen Blick auf sich selbst schauen mit Selbstzufriedenheit, um sich selbst oder den anderen, das andere lebendige Wesen, irgendwie zu bewundern.
[39:17] Die Seraphim, die hier rufen: "Heilig, heilig, heilig", haben eine solche Ehrfurcht, dass sie nicht einmal auf sich selbst schauen und sagen: "Hey, ich bin doch gar nicht so schlecht." Sie haben keine Zeit, sich mit anderen zu vergleichen, sich selbst zu bewundern oder andere zu bewundern. Es heißt, ihr Lob und die Herrlichkeit sind für den Herrn der Heerscharen, der hoch und hoch erhaben ist und dessen Herrlichkeit und die Herrlichkeit dessen seiner Säume ja den Tempel füllt. Wenn sie, als sie die Zukunft sahen, wenn die ganze Erde mit der Herrlichkeit, mit seiner Herrlichkeit erfüllt werden soll, dann kam dieser triumphale Gesang des Lobpreises wie ein Echo von einem zum anderen in melodiösen Gesängen: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr der Heerscharen."
[40:20] Sie sind völlig damit zufrieden, Gott zu verherrlichen und in seiner Gegenwart, unter seinem Lächeln, der Zustimmung, dass er ihnen wohlgesonnen ist, wünschen sie sich nichts anderes.
[40:52] Das ist die Anbetung, die Johannes im Himmel sieht. Er sieht dort lebendige Wesen, Seraphim, die ihm an Intellekt, an Kraft, an Lebenserfahrung weit überlegen sind. Und er sieht, er, der Johannes, der als junger Jünger darauf oft bedacht war, den ersten Platz zu haben, auf sich selbst geschaut hat, dachte, wie toll er ist. Er sieht, dass dort diese unfassbar gewaltigen Engel nicht für einen Moment auf sich selbst schauen. Haben gar keine Zeit dafür, weil sie so beeindruckt sind von der Herrlichkeit Gottes. Die haben gar keine Zeit, die anderen anzuschauen. "Wie toll bist du?" Sie schauen nur auf Gott und sie sind vollkommen damit zufrieden.
[41:35] Was läuft verkehrt in unserer Anbetung, dass wir so oft auf uns selbst schauen und selbstzufrieden sind, dass wir vielleicht auf andere schauen und sie bewundern für das, was sie für Gott getan haben und wie toll sie sind und wie schön sie sind und wie klug sie sind, während wir doch eigentlich all unseren Lob und unseren Preis Gott geben sollten.
[42:01] Darin sagt sie weiter, dass sie sein Bild tragen, seinen Dienst tun und ihn anbeten, ist ihre höchste Ambition völlig erreicht.
[42:17] Johannes sieht hier nicht ein Präludium zu größeren Dingen. Er sieht, was die größten jemals geschaffenen Wesen, die die höchsten Engel am Thron Gottes. Er sieht sie in ihrer höchsten Ambition, völlig erfüllt.
[42:35] Er sieht hier das wahre Ziel des Lebens.
[42:45] Und nein, diesen Seraphim wird nicht langweilig. Wir haben ja gesehen in Jesaja 6, dass einer von den Seraphim ja sogar einen Auftrag hat, dem Jesaja zu helfen, das Evangelium zu verstehen. Damit ist ja nicht gemeint, dass sie ihr ganzes Leben nichts anderes tun, als dasselbe Wort zu wiederholen. Damit soll letztendlich in einem Symbol deutlich gemacht werden, mit welcher Selbstverständlichkeit die himmlischen Wesen Gott ehren und nicht sich selbst.
[43:14] Oh, ich glaube, wir haben noch viel zu lernen vom himmlischen Gottesdienst. Wie oft schauen wir auf uns selbst, auf andere und geben nicht Gott die Ehre? Wollen wir uns vornehmen, mehr über diesen Vers nachzudenken, über die Seraphim mit den sechs Flügeln, die voll vom Heiligen Geist erfüllt sind, wie es hier ausgedrückt zu sein scheint, mit den Augen innwendig und rings herum und die sich keine Ruhe gönnen. So: "Heilig, heilig, heilig ist der Herr Gott, der Allmächtige, der war und er ist und er kommt." Sind wir zufrieden, wenn wir Gott im Geist und in der Wahrheit anbeten können?
[44:10] Uns wird gesagt, dass wenn wir wahre Anbetung praktizieren, wir uns nichts mehr wünschen werden, dann ist das höchste Ziel erreicht. Und ja, wir werden immer mehr lernen und immer mehr verstehen und immer größere Geheimnisse erkunden. Ja, ja, ja. Aber unser Daseinsziel ist erreicht in der völligen Gemeinschaft mit unserem Schöpfer. In dem Wissen, dass alles, was wir Gutes haben, wofür wir dankbar sind, von ihm kommt. Dann wollen wir uns nicht mehr von ihm trennen.
[44:48] Ist das dein Wunsch? Lasst uns über diesen Vers nachdenken. Lasst uns dieses Gebet auf den Lippen haben: "Herr, lehre mich, dich im Geist und in der Wahrheit anzubeten." Ist auch dein Wunsch? Dann lass uns auch gemeinsam beten.
[45:11] Lieber Vater im Himmel, ich möchte dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Und Herr, du weißt, ich bete zu wenig. Wir beten oft zu wenig. Vor allem, wenn wir den himmlischen Gottesdienst sehen, dann stellen wir fest, dass viele unserer Gebete vielleicht gar nicht dem entsprechen, was du dir eigentlich wünschst. Du wünschst dir nicht eine Routine, die einfach abgearbeitet wird, nicht höfliche Floskeln, die wir immer wiederholen. Du wünschst dir, dass wir anerkennen, dass alles Gute, was wir sind und haben, allein von dir kommt. Und Herr, wir danken dir, dass du heute uns gute Gedanken geschenkt hast. Wir danken dir, dass du dieses Video möglich machst. Wir danken dir, dass du uns am Leben erhältst, dass du unseren Körper so wunderbar geschaffen hast und immer noch erhältst. Wir danken dir für die vielen kleinen und großen Segnungen in unserem Leben, die wir erfahren. Wir danken dir für die Fähigkeiten, die du uns gegeben hast und Herr, wir wünschen uns so sehr noch eine tiefere Erfahrung mit dir. Wir wünschen uns über allem, dass wir bei dir bleiben und dich nicht loslassen. Herr, erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und gib, dass wir Teil dieser Bewegung werden, die die Erde erfüllt, erleuchtet mit deiner Herrlichkeit. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
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