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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In Offenbarung 5:1b beleuchtet Christopher Kramp das versiegelte Buch in Gottes rechter Hand. Er erklärt, dass es sich um eine innen und außen beschriebene Schriftrolle handelt, die als juristischer Kaufvertrag für die Erlösung der Erde und der Menschheit dient. Anhand der Geschichte Jeremias wird die Bedeutung eines offenen und eines versiegelten Dokuments erläutert. Das Video zeigt, wie dieses himmlische Buch die Wahrheit des Evangeliums beweist und alle Zweifel am Erlösungsplan Jesu ausräumt, insbesondere nach den 1000 Jahren.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:48] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.julmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid, dass ihr eingeschaltet habt und dass wir heute weiter studieren können. Wir haben letztes Mal angefangen mit Offenbarung Kapitel 5. Wir wollen heute in Vers 1b weiter studieren und ein paar Dinge anschauen, die auch mir sich neu eröffnet haben. Dinge, ähm, die für uns sehr interessant sind.

[1:19] Und bevor wir damit hineingehen und uns das anschauen, wollen wir, wie es unsere gute Gewohnheit ist, Gott bitten, dass er unser Studium segnet, dass er uns offen macht für Erkenntnisse aus seinem Wort und dass wir diese Dinge auch in unserem Leben dann ähm berücksichtigen und umsetzen und ausleben können. Wenn es dir möglich ist, dann lade ich dich ein, dass wir gemeinsam zum Anfang niederknien.

[1:44] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass du uns immer wieder mit deinem Wort neu ansprichst, du uns immer wieder neu korrigierst, dass du uns zeigst, was Wahrheit ist in dir, Herr. Wir möchten dir danke sagen, dass du uns bis zu diesem Zeitpunkt geführt hast. Wir möchten heute aus deinem Wort noch mehr erkennen und erfahren über dich, unsere Beziehung zu dir. Wir möchten dich bitten, dass du unser Lehrer bist. Du hast nach deiner Verheißung versprochen, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich im Namen Jesu. Amen.

[2:28] Ich weiß nicht, ob es dir – bestimmt ist es dir auch schon mal so gegangen –, dass du beim Bibelstudium feststellst: Ich habe das gedacht, aber eigentlich ist es anders, als ich gedacht habe. Vielleicht hast du schon mal etwas gepredigt, gesagt in einem Bibelgespräch, in einem Hauskreis und hast hinterher festgestellt, es gibt inspirierte Aussagen, die das Gegenteil sagen oder den Gedanken in eine andere Richtung lenken, als du ihn gedacht hast. So ist es mir tatsächlich hier mit Offenbarung 5, Vers 1 gegangen. Ist mir schon öfter so gegangen. Ich glaube, jeder, der die Bibel studiert und damit arbeitet und verkündigt und weitergibt, der kommt immer wieder an den Punkt, dass er feststellt, dass er Dinge gesagt hat, die eigentlich tatsächlich anders sind.

[3:13] Und mir ist das jetzt so gegangen eben in der Vorbereitung auf Offenbarung 5, Vers 1. Ich hatte im letzten Jahr bei einem Kongress, dem GYC, einen Vortrag gehalten mit dem Titel "Jeremia und das Land". Den haben wir noch auf Julmedia. Ähm, und da ging es unter anderem um das Buch in der rechten Hand dessen, der auf dem Thron sitzt. Offenbarung 5, Vers 1. Wir haben letztes Mal schon drüber gesprochen, werden es gleich wiederholen. Und äh wir sind jetzt im Studium noch mal Dinge aufgefallen, die ich damals nicht bedacht habe und die ich jetzt teilweise von damals revidieren muss, aber das werde ich gleich im Detail erläutern.

[3:52] Schauen wir uns an in Offenbarung 5, Vers 1. Wir haben letztes Mal gesehen, dass Johannes wieder direkt auf den Thron schaut, und zwar auf den, der auf dem Thron sitzt, auf Gott, den Vater. In seiner rechten Hand befindet sich ein Buch. Und wir haben festgestellt, dass es sich in der rechten Hand befindet, ist ein Beweis dafür, dass es von Gottes Gunst und seiner Liebe, seiner Zugewandtheit spricht – eine gute Nachricht sozusagen, dieses Buch. Wir haben gesehen, dass so wie im Gottesdienst neben dem Gesang und der Anbetung auch das Buch geöffnet wird, die Bibel auf der Erde, so auch im himmlischen Gottesdienst, neben dem Gesang und den Gebeten ein Buch geöffnet werden soll, mit dem Unterschied, dass das Buch Offenbarung 5 zunächst versiegelt ist.

[4:46] Es heißt in Offenbarung 5, Vers 1: "Und ich sah in der rechten dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch, innen und außen beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt." Die Frage, die wir uns jetzt zuerst stellen wollen, ist: Welche Form hat dieses Buch? Und dann wollen wir uns die Frage stellen: Welchen Inhalt hat das Buch? Also, wie sieht das Buch aus? Und zweitens, was steht dort drin?

[5:17] Fangen wir also mit der Form dieses Buches an. Wir haben ja das letzte Mal gelernt, das griechische Wort hier ist *biblion*, eigentlich ein kleines Büchlein, ein kleines Schriftstück, aber im Neuen Testament in der Regel verwendet für biblische Bücher als solche: Bundesbuch, Buch des Gesetzes, zum Teil sogar für das gesamte Alte Testament als Buch sozusagen. Es gab zwar zu der Zeit bereits unter den Römern die heutige Buchform. Geläufig war natürlich allerdings fast überall die Schriftrolle.

[6:03] Nun ist es so, dass ich tatsächlich geglaubt habe, dass eigentlich dieses Buch hier als ein Buch im heutigen Sinne, so als Kodex, verstanden werden kann. Man weiß, dass es zur Zeit von Johannes sowas schon gegeben hat. Relativ eine neue Technik, die Papyrusblätter sozusagen so zum Umklappen zu verwenden. Das würde bedeuten, dass das Buch sozusagen außen an den Deckeln sozusagen beschrieben ist und innen drin. So habe ich das auch tatsächlich im letzten Jahr noch gepredigt. Muss mich aber revidieren, denn es ist nicht nur wahrscheinlich, dass es eine Schriftrolle gewesen ist, weil es das häufiger gab, sondern wir haben eindeutige Aussagen aus dem Geist der Weissagung, die tatsächlich von einer Schriftrolle sprechen. Die möchte ich kurz hier präsentieren.

[6:58] Es heißt zum Beispiel hier im 12. Band der Manuscript Releases auf Seite 296: "Dort in seiner geöffneten Hand oder seiner offenen Hand besser gesagt, lag das Buch, die Rolle der Geschichte der Vorsehung Gottes." Und dann kommen ein paar andere Dinge, die wir uns noch gleich anschauen werden. Es spricht dann wieder von dieser Rolle, die von innen und von außen beschrieben gewesen ist. Und ähm es heißt dann hier auch in der nächsten Seite, Seite 297: "Als das Buch aufgerollt wurde." So, wir haben vom Geist der Weissagung eine Bestätigung dessen, was eigentlich auch die – also von den von den archäologischen Funden – das für das erste ohnehin wahrscheinlichere gewesen wäre, nämlich, dass es sich um eine Buchrolle hier handelt.

[7:59] Das hat allerdings jetzt weitreichende Auswirkungen auf das Verständnis, was dort steht, innen und außen beschrieben. Als ich das verstanden habe als einen Kodex, sozusagen als ein heutiges Buch, dann konnte man sozusagen die Idee entwickeln, dass das Buch von außen sichtbar beschrieben ist und von innen halt noch mal und man das nicht sehen konnte. Wenn aber eine Buchrolle von außen und innen geschrieben ist und sie dann zusammengerollt wird, kann man trotzdem auch das, was außen ist, nicht lesen. Das ist also im Vergleich zu dem, was ich früher dazu gesagt habe, eine andere Interpretation, die allerdings aus dieser Tatsache, dass vom Geist der Weissagung hier eine Buchrolle bestätigt wird, zwingend ist.

[8:47] Tatsächlich lesen wir auch im Geist der Weissagung, dass als das Buch aufgerollt wurde – es ist noch einmal 12. Band Manuscript Releases 297 –, haben alle, die hineingeschaut sind, mit Schrecken oder mit ja, mit Erstaunen erfüllt worden. Es gab keine Leerzeichen sozusagen, keine leeren Stellen in dem Buch, weil es sozusagen – und das ist jetzt die Idee – es gab damals diese Praxis, gerade dann, wenn Papyrus-Schreibmaterial knapp war, es gab diese Angewohnheit, eine Schriftrolle von der Vorderseite komplett zu beschreiben und dann auch von der Rückseite komplett zu beschreiben, sodass wenn man sie dann zusammengerollt hat, war sie von innen und von außen beschrieben. Man konnte allerdings auch das von außen nicht wirklich lesen, weil sie ja so zusammengerollt gewesen ist. Und das heißt, der Punkt hier, anders als ich das früher gedacht habe, ist nicht so sehr, dass ein Teil dieser Botschaft äußerlich sichtbar und einer unsichtbar ist, sondern dass tatsächlich dieses Buch vollständig beschrieben ist. Ja, ist also ähm das ist ein Gedanke hier, der ganz entscheidend ist in Offenbarung 5, Vers 1. Es ist vollständig beschrieben. Es bleibt kein leerer Platz mehr. Es ist alles vollgeschrieben, sogar auf der Rückseite sozusagen, innen und außen.

[10:39] Nun wollen wir uns noch ein bisschen die Frage stellen. Wir haben jetzt verstanden, es ist tatsächlich eine Schriftrolle, und erst nachdem sie komplett aufgerollt ist, sieht man, dass sozusagen alles vollgeschrieben ist, vollständig geschrieben. Johannes sagt uns aber jetzt schon, dass das so ist, ja, auch wenn man nicht alles lesen kann, weil es ja noch mit den Siegeln versiegelt ist, sagt er uns schon: Dieses Buch ist vollständig beschrieben. Es ist dort kein leerer Platz drinnen. Und das bringt uns jetzt zu der Frage, was mit diesem Buch, also welchen Inhalt es hat, was es damit eigentlich auf sich hat.

[11:20] Es gibt tatsächlich eine Schriftrolle in der Bibel, von der es ebenfalls heißt, dass sie innen und außen beschrieben ist. Und das finden wir im Buch Hesekiel. Hesekiel Kapitel 2 und dort ab Vers 8. Wir lesen: "Du aber, Menschensohn, höre auf das, was ich zu dir rede. Sei nicht widerspenstig wie das widerspenstige Haus. Tu deinen Mund auf und iss, was ich dir gebe." Das ist natürlich ein Motiv, das wir in Offenbarung 10 dann auch finden, wo Johannes das kleine geöffnete Büchlein, das *biblaridion*, lesen soll, da dort ein Symbol für das Buch Daniel natürlich.

[23:20] Es heißt in Vers 9 in Hesekiel 2: "Da schaute ich, und siehe, eine Hand war zu mir ausgestreckt, und siehe, sie hielt eine Buchrolle." Haben wir also eine Hand und wir haben eine Buchrolle da drinnen, und er breitete sie vor mir aus. "Sie war aber auf der Vorderseite und auf der Rückseite beschrieben." Das also diese Parallele zu Offenbarung 5. Eine Schriftrolle, die ausgebreitet werden kann, die auf der Vorder- und Rückseite beschrieben ist, und auf der Rückseite, Verzeihung, "und es waren Klagen, Seufzer und Weherufe darauf geschrieben." Und dann heißt es in Kapitel 3, Vers 1: "Und er sprach zu mir: Menschensohn, iss, was du hier vorfindest, iss diese Rolle und geh hin, rede zum Haus Israel." Die Botschaft ist eigentlich relativ klar verständlich. Er bekommt eine Botschaft, die in dieser Schriftrolle enthalten ist, und er soll diese essen, er soll sie verstehen und dann verkündigen. Mit anderen Worten, diese Schriftrolle hier in Hesekiel beschreibt die Botschaft, die Hesekiel dem Volk predigen soll. Und das ist natürlich eine interessante Parallele zu Offenbarung 10, wo das Buch Daniel geöffnet ist und wo das Buch Daniel gegessen werden soll und wo in Offenbarung 10 es dann heißt in Vers 11: "Du sollst nochmals weissagen." Ähm und der Auftrag also ergeht, dass das, was man verstanden hat aus dem Buch Daniel, der ganzen Welt gepredigt werden soll. Das ist also eine ganz interessante Parallele, aber natürlich sehen wir auch eine Parallele hier zu Offenbarung 5 wegen dieser Buchrolle – Vorder- und Rückseite sind beschrieben.

[33:44] Der Unterschied zu Offenbarung 5 ist aber der, dass diese Buchrolle hier nicht versiegelt ist. Man kann sie ausbreiten, man liest sie, und man kann das essen und weitergeben. Genau das ist jetzt zunächst einmal in Offenbarung 5 gar nicht möglich. Die Buchrolle ist geschlossen. Und wenn wir Offenbarung dann weiterlesen, Offenbarung 5, 6, 7 und 8, stellen wir fest, dass erst im siebten Siegel letztlich das siebte Siegel dann geöffnet wird. Das heißt, eigentlich ist dann erst mit dem siebten Siegel die Botschaft dieses Buches komplett verständlich. Damit kann eigentlich nicht die Evangeliumswahrheit gemeint sein, denn die wird ja jetzt schon verkündigt. Wenn man sich die Siegel anschaut, Offenbarung 5, 6 und 7, dann sieht man, dass das sechste Siegel zum Beispiel die Wiederkunft einleitet. Wenn also das Buch erst danach, noch im siebten Siegel, überhaupt erst richtig geöffnet, vollständig geöffnet werden kann, dann kann es sich dabei nicht einfach um die Botschaft handeln, die wir jetzt schon zu geben haben, denn die ist nicht versiegelt. Also eine interessante Parallele, aber auch ein Unterschied. Wir können also nicht den Gedanken von Hesekiel 2 hier vollständig mitnehmen.

[43:53] Wir gehen noch mal zur Offenbarung 5 und versuchen ein bisschen zu verstehen, um was es sich hier eigentlich handelt. Wir können auf jeden Fall schon mal festhalten, dass nirgendwo hier in Offenbarung 5, 6, 7 oder 8 tatsächlich gesagt wird, was in dem Buch geschrieben steht. Wir finden also keine Stelle, wo es dann heißt, die Schriftrolle wurde entrollt und man konnte lesen das und das und das und das. Wir können also sozusagen nur indirekt aufgrund verschiedener Hinweise im Text erschließen, was der Inhalt dieser Buchrolle ist. Dass der Inhalt von größter Wichtigkeit ist, das ergibt sich ganz deutlich aus Offenbarung Kapitel 5 und dort Vers 4: "Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und zu lesen, noch auch hineinzublicken." Johannes weiß, es hängt enorm viel davon ab, dass man dieses Buch öffnen kann, dass es gelesen wird, dass der Inhalt sichtbar und wahrnehmbar wird. Da hängt enorm viel dran, und er hört eine gute Nachricht, dass der Löwe aus dem Stamm Juda, Jesus Christus, diese Siegel brechen kann.

[47:02] Und wenn wir dann weiterlesen, Offenbarung 5, dann erfahren wir auch den Grund, warum er das kann. In Offenbarung 5 und dort Vers 9. Wir lesen vielleicht ab Vers 8, um des Kontextes willen: Da haben wir wieder eine Anbetung im himmlischen Gottesdienst. Offenbarung 5, Vers 8: "Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 24 Ältesten vor dem Lamm nieder, und sie hatten jeder eine Harfe und eine goldene Schale voll Räucherwerk. Das sind die Gebete der Heiligen. Und sie sangen ein neues Lied, indem sie sprachen: 'Du bist würdig, das Buch zu nehmen und seine Siegel zu öffnen, denn du bist geschlachtet worden und hast uns für Gott erkauft mit deinem Blut aus allen Stämmen und Sprachen und Völkern und Nationen.'"

[47:16] Wir haben hier also ein Schriftstück, und die Entsiegelung, das heißt die Berechtigung, dieses Schriftstück lesen zu dürfen, wird begründet mit der Erlösung, die hier ausdrücklich als ein Kauf dargestellt wird. Ein Kauf. Jemand, der im römischen Reich diese Offenbarung gelesen hat, der wird sich ohnehin an einen Rechtsvertrag erinnert gefühlt haben. Es war damals so, dass bestimmte Rechtsdokumente, Rechtsurkunden im römischen Reich mit entweder fünf oder sieben Zeugen und mit Siegeln versiegelt werden konnten unter bestimmten Umständen. Das würde jetzt hier zu weit führen, all die ganzen Details davon anzuschauen. Weil das gab es tatsächlich im römischen Reich auch. Ob der Johannes tatsächlich hier sowas auch mitmeint, ob Gott ihm das in dieser Symbolsprache vermitteln wollte, ist eine andere Frage. Aber auf jeden Fall wird uns deutlich, hier ist ein Schriftstück, das nicht jeder öffnen kann. Und die Berechtigung zur Öffnung hängt damit zusammen, dass Jesus jemanden erkauft hat, nämlich uns, die Erlösten.

[47:25] Es wird manchmal vorgeschlagen in den Kommentaren, dass dieses Schriftstück ein Erbe, ein Testament sei, das sozusagen ein Erbe regelt. Das Problem ist nur: Wenn jemand erben soll, ist er nicht derjenige, der das Testament öffnet, sondern das sind in der Regel dann andere Personen. Es gibt aber eine juristische Urkundenform, die derjenige öffnen kann, der etwas gekauft hat. Und das ist ein Käufer. Ein Käufer ist in der Lage, erst berechtigt, das Dokument zu öffnen, das seinen Kauf bestätigt.

Nun, warum sollte man überhaupt einen Kaufvertrag öffnen müssen? Und dazu hilft es jetzt, eine Bibelstelle anzuschauen, die, glaube ich, für das Verständnis von Jeremia 32 ganz fundamental entscheidend ist. Jeremia 32 hat eine sehr interessante Geschichte. Es heißt in Jeremia 32, Vers 1: "Dies ist das Wort, das vom Herrn an Jeremia erging im 10. Jahr Zedekias, des Königs von Juda. Dieses Jahr war das 18. Jahr Nebukadnezars." Vers 2: "Damals belagerte das Heer des Königs von Babel Jerusalem. Der Prophet Jeremia aber war eingesperrt im Gefängnishof, der zum Palast des Königs von Juda gehörte." Es ist kurz vor dem Ende. Der letzte König Judas, Zedekias, ist auf dem Thron und das nicht mehr lange. Die Babylonier stehen schon vor der Stadt. Und Jeremia weiß, weil Gott es ihm als Propheten klar offenbart hat: Diese Stadt Jerusalem wird eingenommen werden. Die Babylonier werden siegen. Er gibt ja sogar den Ratschlag, dass man zu den Babyloniern überläuft, um sich Leid zu ersparen. Er weiß, Gott wird sie nicht retten, wie damals bei Sanherib. Diesmal wird die Stadt erobert werden. Er selbst, Jeremia, ist eingesperrt. Man möchte seine Botschaft natürlich nicht hören. Das klingt natürlich alles, als ob er die Verteidigung der Stadt hintertreiben würde.

Und im Zuge dessen heißt es hier in Vers 6: "Und Jeremia sprach: 'Das Wort des Herrn ist an mich so ergangen: Siehe, Hanamel, der Sohn deines Onkels Schallum, wird zu dir kommen und sagen: Kaufe dir mein Feld, das bei Anatot liegt, denn dir steht das Lösungsrecht zu, es zu kaufen.'" Vers 7: "Da kam mein Vetter Hanamel gemäß dem Wort des Herrn zu mir in den Gefängnishof und sprach zu mir: 'Kaufe doch mein Feld, das bei Anatot im Land Benjamin liegt, denn dir steht das Erbrecht und das Lösungsrecht zu. Kauf es dir.'" Vers 8: "Da erkannte ich, dass das Wort des Herrn war."

[47:31] Hier kommt eine Situation. Gott bereitet ihn darauf vor, weil er möchte, dass Jeremia aufgrund dieses Kaufes etwas symbolisiert, eine prophetische Botschaft auch an uns weitergibt. Es heißt in Vers 9: "Und ich kaufte das Feld bei Anatot von meinem Vetter Hanamel und wog ihm das Geld da: 17 Schekel Silber." Die Situation ist: Jeremia in Jerusalem gefangen, wissend, dass die Babylonier diese Stadt erobern werden, soll ein Stück Land kaufen in seiner Heimat, für das er das Lösungsrecht hat, das er sozusagen erlösen darf. Er weiß aber natürlich ganz genau, das Land ist schon in babylonischer Besetzung und die Babylonier werden dieses Land auch so schnell nicht wiederhergeben. Wenn er es jetzt kauft, wird er es, obwohl er es jetzt bezahlt hat, nicht jetzt in Anspruch nehmen können. Er hatte schon zur Zeit von Jojakim gesagt, 70 Jahre würden vergehen, bis die ersten Exilanten wieder zurückkehren würden. Er weiß noch, für Jahrzehnte wird das jetzt von ihm gekaufte Land nicht von ihm benutzbar sein, aber er soll es trotzdem kaufen. Und so kauft er es für 17 Schekel Silber.

[47:38] Und es heißt in Vers 10: "Und ich schrieb einen Kaufbrief und versiegelte ihn und berief Zeugen und wog das Geld auf der Waage ab." Es gab einen Kaufbrief, und der war versiegelt. Und dann heißt es in Vers 11: "Und ich nahm den versiegelten Kaufbrief mit der Abmachung und den Bedingungen, dazu auch den offenen." Wir haben also in Jeremia 32 einen offenen und einen versiegelten Kaufbrief. Der offene, den kann jeder lesen. Wozu braucht es dann einen versiegelten Kaufbrief? Beide sollen aufbewahrt werden.

Das heißt hier Vers 12: "Und ich übergab den Kaufbrief Baruch, dem Sohn Nerijas, des Sohnes Machsejas, vor den Augen meines Vetters Hanamel und vor den Augen der Zeugen, die den Kaufbrief unterschrieben hatten, auch vor den Augen aller Juden, die im Gefängnishof saßen." Vers 13: "Ich befahl Baruch vor ihren Augen und sprach: 'So spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Nimm diese Kaufbriefe, sowohl den versiegelten als auch den offenen Kaufbrief, und lege sie in ein Tongefäß, damit sie lange Zeit erhalten bleiben. Denn so spricht der Herr der Heerscharen, der Gott Israels: Es sollen in diesem Land wieder Häuser und Felder und Weinberge gekauft werden.'"

Diese Geschichte sollte ein Zeichen der Hoffnung sein. Die Israeliten, die gerade alles verloren haben und dabei waren, alles zu verlieren an die Babylonier, sollten wissen: Es kommt der Zeitpunkt, da werden wir das Land wieder besitzen. Und Jeremia selbst ist das unfassbar. Und er betet und er sagt dann in Vers 16 und 17, er sagt dann: "Ach Herr, Herr, siehe, du hast den Himmel und die Erde gemacht mit deiner großen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm; dir ist nichts unmöglich." Und er erwähnt die ganzen Zeichen und Wunder, die Gott getan hat. Und dann sagt er in Vers 24: "Siehe, die Belagerungswälle reichen bis an die Stadt, dass sie erobert werde, und durch das Schwert, die Hungersnot und die Pest ist die Stadt in die Hand der Chaldäer gegeben, die gegen sie kämpfen. Und was du geredet hast, das ist eingetroffen, und siehe, du bemerkst es wohl." Er sagt Gott: Du siehst es ja, du weißt ja, die Babylonier nehmen uns jetzt ein, und doch hast du, Herr Herr, zu mir gesagt: "Kaufe dir das Feld um Geld und nimm Zeugen dazu." Und dabei ist die Stadt in die Hand der Chaldäer gegeben. Jeremia kann es selbst kaum fassen.

Die Antwort Gottes. Jeremia 32, Vers 27: "Siehe, ich, der Herr, bin der Gott alles Fleisches; sollte mir irgendetwas unmöglich sein?" Bei den Menschen gibt es unmögliche Dinge, aber nicht bei Gott. Als Jesus einmal von der Errettung des Menschen gesprochen hat, hat er gesagt: "Bei Menschen ist es unmöglich, bei Gott sind alle Dinge möglich." Und dann kommt die Verheißung in Vers 37: "Siehe, ich will sie sammeln aus allen Ländern, wohin ich sie in meinem Zorn und Grimm und in meiner großen Entrüstung verstoßen habe. Und ich werde sie wieder an diesen Ort zurückführen und sie sicher wohnen lassen. Und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein. Und ich will ihnen ein Herz und einen Wandel geben, dass sie mich allezeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen. Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Und ich werde die Furcht vor mir in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen, damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohlzutun. Und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit, mit meinem ganzen Herzen, mit meiner ganzen Seele."

Frage: Ist das so passiert? Teilweise ja, die Israeliten sind teilweise zurückgekommen, teilweise haben sie einen Bund mit Gott erneuert, aber in letzter Konsequenz ist das, was hier steht, in der Geschichte Israels nie eingetroffen. Aber wir wissen aus der Bibel, es kommt ein Zeitpunkt, da wird Gott mit seinem Volk zusammen auf dieser Erde wohnen. Es kommt ein Zeitpunkt, da werden sie seine Völker sein, und er wird ihr Gott sein, wie Offenbarung 21 sagt. Es kommt ein Zeitpunkt, da werden sie so erfüllt sein mit dem Heiligen Geist, dass sie nie wieder von ihm abweichen werden, in alle Ewigkeit sündlos leben werden. Ein ewiger Bund. Es kommt die Zeit, da wird die Erde neu geschaffen und Gott wird bei ihnen sein und bei ihnen wohnen.

In Offenbarung 21, Vers 1 und 3 heißt es: "Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabsteigen, zubereitet wie eine für ihren Mann geschmückte Braut. Und ich hörte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: 'Siehe, das Zelt Gottes bei den Menschen, und er wird bei ihnen wohnen, und sie werden seine Völker sein.'" Genau das, was Jeremia 32 sagt. "Und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott." Gott hat diese Erde zurückgekauft.

Und wann müssen wir jetzt die Frage stellen: Wann hat Gott diese Erde, dieses Land zurückgekauft? Und die Antwort, die findet sich in Offenbarung 5. Der Käufer Jesus hat mit seinem Blut bezahlt. Er ist würdig, den Kaufvertrag zu öffnen, weil er der Käufer ist.

[47:44] Nun, warum gibt es einen offenen, einen versiegelten Vertrag? Der offene Vertrag enthält ja alles, was eigentlich nötig ist. Er enthält keine anderen Bestimmungen. Es ist nicht so, dass die beiden unterschiedlich sind, sie enthalten denselben Inhalt. Aber der eine ist offen, kann von jedem eingesehen werden, gelesen werden, und irgendjemand könnte anzweifeln, dass er noch original ist. Weil er ja offen ist, könnte es ja sein, dass jemand Bestimmungen ausradiert hat, Bestimmungen hinzugeschrieben hat, Zahlen verändert hat. Jemand könnte den offenen Kaufvertrag anfechten und sagen: "Ich glaube nicht, dass das, was du hier in diesem Kaufvertrag sagst, dass das wirklich original so abgemacht worden ist." Ich glaube das nicht. Das glaube ich nicht. Wenn also der offene Kaufvertrag juristisch angefochten worden ist, dann konnte der Käufer beweisen, dass dieser offene Kaufvertrag tatsächlich unverfälscht ist, indem er den versiegelten Kaufvertrag geöffnet hat. Und dann konnte man sehen, dass das, was hier im offenen steht, eins zu eins sich deckt mit dem, was in dem Versiegelten steht, der seit dem Kauf nicht mehr gelesen worden ist. Man kann also durch diesen Prozess, den versiegelten Kaufvertrag zu öffnen, belegen, dass der Käufer tatsächlich nichts falsch gemacht hat und dass er tatsächlich ein Recht hat auf das, was er gekauft hat. Das hat er zwar schon vorher auch gehabt, er hat es ja schon gekauft, aber jetzt sind die Zweifel juristisch ausgeräumt.

Meine These bleibt: Ich glaube, das ist tatsächlich das, was hier in Offenbarung 5 gemeint ist. Es gibt einen Kaufvertrag im Himmel, ein Kaufvertrag für die Erlösung von Menschen und für die Erlösung der Erde, des Landes, das ja dann auch gereinigt wird, wiederhergestellt wird. Die ganze Schöpfung sehnt ja diesen Zustand herbei. All das hat Jesus erkauft durch sein Blut, und all das ist kein Geheimnis, so wie der Kauf ja kein Geheimnis ist. Der versiegelte Brief sagt nicht, dass hier geheime Abmachungen sind, von denen niemand weiß. Es geht nicht um ein geheimes Zusatzprotokoll, wie das manchmal früher bei Verträgen zwischen Staaten gewesen ist. Da hat man einen Vertrag gemacht, man hat ihn dann veröffentlicht, aber es gab ein geheimes Zusatzprotokoll, da standen noch Dinge drinnen, die niemand wusste. Das ist hier nicht gemeint. Der versiegelte Brief enthält keine Zusatzinformation, die im offenen nicht auch hätten gesehen werden können. Der Versiegelte beweist nur, dass das, was im offenen stand, tatsächlich vollkommen der Wahrheit entsprach.

Nun, was ist also der offene Kaufvertrag? Gibt es Schriftrollen, die nicht versiegelt sind, die tatsächlich belegen, die verkündigen, die sagen, dass Jesus die Welt gekauft hat? Interessant, dass es ausgerechnet vom letzten Buch der Bibel heißt, in Offenbarung 22, Vers 10: "Und er sprach zu mir: Versiegle die Worte der Weissagung dieses Buches nicht, denn die Zeit ist nahe." Die Offenbarung ist nicht versiegelt. Sie enthält die offene Botschaft von der Erlösung durch Jesus Christus, von der Wiederherstellung des Landes. Die Offenbarung ist sozusagen ein offener Kaufvertrag, wenn man so möchte. Die Offenbarung berichtet davon, genauso wie letztlich die gesamte Bibel. Sie berichten davon, dass Jesus die Welt erlöst hat, dass er sie gekauft hat, dass sein Blut dafür zählt. Man könnte sagen: Im Alten Testament wird das vorhergesagt, es wird darauf hingewiesen, es wird prophezeit. Die Evangelien, die Bücher des Neuen Testaments, belegen, dass das passiert ist. Und die Offenbarung zieht dann den großen Schluss und zeigt, dass aufgrund des Blutes Jesu tatsächlich die Menschen einmal ewig leben werden können auf einer neuen Erde, dass Gott diese neue Erde auch in Besitz nehmen wird, die er erkauft hat. Das, was Jesus in der Bergpredigt versprochen hat: "Glückselig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben." Das wird in der Offenbarung gezeigt, und das ist nicht versiegelt. Die Offenbarung beschreibt in Visionen, in Prophezeiungen, und letztlich die ganze Bibel beschreibt den Erlösungsplan als einen Kauf. Genau wie in Offenbarung 5: Du hast sie oder uns, das werden wir uns anschauen, du hast die Erlösten erkauft.

Aber gibt es Menschen, die die Botschaft der Bibel und damit die Botschaft auch der Offenbarung anzweifeln? Gibt es Menschen auf der Erde, die die Botschaft der Erlösung hinterfragen und nicht für glaubwürdig halten? Wird diese Botschaft des Evangeliums angefochten, wird sie in Zweifel gezogen, wird behauptet, dass da Dinge gefälscht worden sind? Dass es ursprünglich ganz anders gedacht war, dass die Evangelisten ursprünglich was anderes gesagt haben, dass das alles im Laufe der Zeit gefälscht worden ist? Die gibt es zuhauf. Satan selbst ficht den Kaufvertrag an. Er erzählt den Menschen, er behauptet letztlich für das Universum, will dem Universum weismachen, dass Jesus nicht wirklich der rechtmäßige Käufer dieser Erde ist.

Und was Johannes sieht, er, der ja eine Botschaft an die Gemeinden geben sollte, er, der einen offenen, einen nicht versiegelten, eine Schriftrolle weitergeben soll, eine Botschaft von der Erlösung und vom Kauf der Erde durch Jesus, er sieht, dass es im Himmel ein Gegenstück gibt. Wir haben ja schon gesehen, das ist eine interessante Parallele. Wir predigen aus der offenen Bibel im Gottesdienst, und im Himmel gibt es ein geschlossenes Buch, das in gewisser Weise irgendwie so eine Parallele darstellt zu den Bibeln, die wir im Gottesdienst haben.

Könnte es sein, dass dieses Buch all das Beweismaterial enthält, das, wenn es einmal geöffnet wird, jeden Satz, jede Behauptung, jede Prophezeiung der Bibel bestätigt, sodass jede Zunge verstummen wird? Könnte es sein, dass dieses Buch einmal vor dem gesamten Universum belegen wird, dass das, was das offene Buch – die Bibel, die Offenbarung im Speziellen – gepredigt hat, dass das alles bis aufs Letzte gestimmt hat, dass es keine Verfälschung gegeben hat?

Im Buch *Christ Object Lessons* beschreibt Ellen White, wie Pilatus gefragt hat: "Soll ich euren König kreuzigen?" Und dann die religiösen Führer damals gerufen haben, dass sie keinen König haben außer dem Kaiser, und sie eine Entscheidung getroffen haben. Und dann heißt es hier auf Seite 294: "Ihre Entscheidung wurde in dem Buch registriert, das Johannes in der Hand dessen sah, der auf dem Thron saß." Das Buch, das niemand öffnen konnte. Dieses Buch enthält diese Entscheidung. Und es enthält nicht nur, wie manche meinen, zukünftige Prophezeiungen, es enthält auch die Geschichte der Welt sozusagen. Und zweitens ergibt sich aus diesem Zitat, dass die vollständige Entsiegelung noch gar nicht stattgefunden hat, sondern dass es in der Zukunft passieren wird und dass dann auch die Ungläubigen ihre Entscheidung in dem wahren Licht erkennen werden. Und das bedeutet: Das kann sich nur auf die Zeit nach den 1000 Jahren beziehen, denn erst nach den 1000 Jahren werden die Ungläubigen noch einmal leben.

Ja, das können wir in Offenbarung 20, Vers 5, deutlich sehen: "Die übrigen der Toten – also die, die nicht in Christus gestorben waren und auferstanden sind bei der ersten Wiederkunft – die übrigen der Toten aber wurden nicht lebendig, bis die 1000 Jahre vollendet waren." Und dann, nach den 1000 Jahren, gibt es die zweite Auferstehung, und dann können sie überhaupt erst in der Lage sein, etwas in einem Buch zu sehen. Dann erst wird das Buch vollständig entrollt werden nach den 1000 Jahren. Und dann, interessanterweise nach den 1000 Jahren – nicht bei der Wiederkunft, aber nach den 1000 Jahren –, wenn jede letzte Anklage, jeder letzte Zweifel beseitigt wird, dann wird Jesus die Erde in Besitz nehmen. Jetzt bei der Wiederkunft nimmt Jesus uns erstmal mit in den Himmel. Aber das Land, das er gekauft hat, nimmt er erst in Besitz, wenn durch das letzte Öffnen des letzten Siegels, durch das Aufrollen der Schriftrolle sichtbar wird, dass alles, was die Bibel sagt, alles, was das Evangelium sagt, alles, was Gott verkündigt hat, wirklich wahr ist und sogar der Satan seine Knie beugen muss und zugeben muss, dass er überhaupt kein Argument hat, dass all seine Zweifel völlig unbegründet sind.

In dem Zitat, das ich anfangs schon erwähnte, im 12. Band der Manuscript Releases, sagt sie, dass in dieser Hand das Buch lag, in seiner offenen Hand, von Gottes Hand lag das Buch, die Schriftrolle der Geschichte der Vorsehung Gottes. Also wie Gott die Weltgeschichte gelenkt hat, die prophetische Geschichte der Nationen und der Gemeinde. Das klingt ja fast so wie eine ausführliche Variante des Buches Offenbarung. All das, was in der Offenbarung vorhergesagt und beschrieben wird, wird hier ausführlich dargelegt, in allen Einzelheiten die Entscheidung der einzelnen Menschen. Hierin waren die göttlichen Äußerungen enthalten: seine Autorität, seine Gebote, seine Gesetze, der ganze symbolische Rat des Ewigen, alles, was Gott in Symbolen uns mitgeteilt hat. Die Geschichte aller herrschenden Mächte in den Nationen in symbolischer Sprache war in dieser Schriftrolle, der Einfluss jeder Nation, jeder Sprache, jedes Volkes vom Anfang der Weltgeschichte bis zu ihrem Ende, enthalten. Dieses Buch enthält eine Wiedergabe der Weltgeschichte, so wie Gott sie geführt und gelenkt hat und so wie jeder Einzelne sich dem Lenken Gottes gefügt oder widersetzt hat. Dieses Buch enthält die Fakten der Weltgeschichte. Und wenn es entsiegelt werden wird und wenn es verglichen werden wird mit dem, was in dem offenen Buch, in dem offenen Kaufvertrag, in der Bibel, in der Verkündigung des Volkes Gottes gesagt worden ist, wird man feststellen, dass das, was verkündigt worden ist, identisch ist mit dem, was die Fakten der Weltgeschichte sagen. Die Fakten der Weltgeschichte, die Entscheidungen eines jeden Einzelnen, werden belegen, dass Jesus tatsächlich der wahre Erlöser und Käufer dieser Erde ist.

Sie sagt: "In diesem Buch war das Schicksal einer jeden Nation enthalten, und es war vollgeschrieben." Dieses Buch enthält alles, was entscheidend ist, was wichtig ist, was dokumentiert werden muss, um zu belegen, dass die Erlösung nicht einfach nur ein frommer Wunsch ist, nicht einfach nur eine Theorie, nicht nur ein vages Versprechen, sondern eine juristische Realität, die nicht angefochten werden kann. Das Buch in der Hand Gottes, in seiner rechten Hand, belegt: Die Erlösung ist juristisch wasserdicht. Bist du dankbar, dass sich in Gottes rechter Hand der gesammelte Beweis dafür befindet, dass die Erlösung unanfechtbar ist?

Aber jetzt kommt's. Offenbarung 5 beschreibt uns, dass dieses Buch geöffnet werden soll. Warum soll es geöffnet werden? Offensichtlich gibt es Mächte, die den Kauf in Zweifel ziehen. Der Satan kämpft ja weiter nach dem Kreuz. Das Buch wird Stück für Stück entsiegelt, und am Ende sind alle Beweise da. Und dann wird geschehen, was in Philipper Kapitel 2 steht. Philipper 2, Vers 9 bis 11: "Darum hat ihn Gott auch über alle Maßen erhöht und ihm einen Namen verliehen, der über alle Namen ist, damit in dem Namen Jesus sich alle Knie derer beugen, die im Himmel und auf Erden und unter der Erde sind. Und alle Zungen bekennen, dass Jesus Christus der Herr ist zur Ehre Gottes, des Vaters."

Wir wollen nicht vorgreifen, aber an dieser Stelle ist es vielleicht wirklich interessant zu sehen, was in Offenbarung 5 am Ende des Kapitels steht. Dort steht nämlich dann im Zusammenhang mit der Tatsache, dass Jesus in der Lage ist, das Buch zu öffnen, weil er der rechtmäßige Käufer ist und er das Recht hat, dieses Buch zu öffnen und zu beweisen, dass sein Kauf rechtens ist. Dort steht dann in Vers 13: "Und jedes Geschöpf, das im Himmel und auf der Erde und unter der Erde ist und was auf dem Meer ist und alles, was in ihnen ist, hörte ich sagen: Dem, der auf dem Thron sitzt, und dem Lamm gebührt das Lob und die Ehre und der Ruhm und die Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit." Eine sprachliche Parallele zu dem, was nach den 1000 Jahren passiert. Von der gesamten Schöpfung wird deutlich: Die Erlösung ist juristisch absolut wasserdicht. Nicht nur ein Gefühl, nicht nur eine vage Hoffnung, nicht nur ein Strohhalm, an dem man sich festklammert, sondern ein Fundament, das durch die gesammelten Beweise der Weltgeschichte eindrucksvoll bestätigt werden wird.

Und unsere Aufgabe ist erstens, das offene Buch zu predigen. Zweitens, uns damit zu beschäftigen, was es bedeutet, wann, wie und warum dieses versiegelte Buch geöffnet wird und was das mit unserem Leben zu tun hat. Wir werden sehen, dass die Öffnung der Siegel im Himmel mit Ereignissen auf der Erde korrespondiert. Das geschieht nicht einfach so im Geheimen, sondern es hat Auswirkungen auf die Gemeinde, auf unser Leben. Und wir wollen verstehen in den nächsten Wochen und Monaten, wo wir in diesem Prozess stehen bei der Entsiegelung dieses Kaufvertrages, der bestätigen wird, dass Jesus rechtmäßig uns und diese Erde erkauft hat. Bist du dankbar für dieses Buch?

Dann lasst uns noch gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen. Wir möchten dir danke sagen, dass du uns lieb hast, dass du durch dein Wort zu uns sprichst und dass du uns, auch wenn wir uns manchmal irren, mit deinem Wort korrigierst, dass du uns Weisheit schenkst, dass wir es dann besser verstehen können. Dafür danken wir dir von ganzem Herzen. Wir möchten dich bitten, dass du uns in alle Wahrheit führst durch deinen Heiligen Geist. Wenn es Dinge gibt, die wir noch falsch verstehen oder nicht gut verstehen, dann führe uns. Danke, dass wir wissen dürfen, dass unsere Erlösung nicht von unseren Gedanken abhängt, sondern dass sich in deiner Hand, lieber Vater, die gesammelten Beweise befinden, die gesammelten Beweise für die Wahrheit des Evangeliums. Wir wollen dir und Jesus Lob und Ehre geben. Hab Dank dafür. In seinem Namen beten wir. Amen.


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