In dieser Folge von „Offenbarung Vers für Vers“ tauchen wir tief in die himmlische Anbetungsszene ein und betrachten Offenbarung 5, Vers 4. Erlebe die emotionale Reaktion Johannes‘, als niemand würdig gefunden wird, das versiegelte Buch zu öffnen. Entdecke, warum diese Erkenntnis so bedeutsam ist und was sie für uns heute bedeutet.
Offenbarung 5:4
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für Vers ·Themen: Bibel, Bibelstudium, Offenbarung, ProphetiePodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Offenbarung Vers für Vers
Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:45] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid, dass wir heute gemeinsam in Offenbarung Kapitel 5 weiter studieren können und einen sehr emotionalen Vers uns anschauen können in Offenbarung Kapitel 5 und dort Vers 4. Wir sind dort, wie wir schon oft gesehen haben und erwähnt haben, in der himmlischen Anbetungsszene im Thronraum Gottes, vor dem Thron Gottes. Es geht um das Buch, das geschlossene, versiegelte, mit sieben Siegeln versiegelte Buch in der rechten Hand Gottes. Bevor wir uns damit weiter beschäftigen, möchten wir Gott anbieten. Wir möchten ihn einladen, unser Studium zu segnen und zu uns zu sprechen. Und wenn es dir möglich ist, lade ich dich ein, mit mir niederzuknien.
[1:45] Lieber Vater im Himmel, möchte danke sagen, dass du jetzt zu uns sprechen möchtest. Möchte danke sagen, dass du uns gern hast, dass du uns lieb hast und dass du uns mit deiner ewigen Liebe zu dir ziehst, Herr. Wir möchten jetzt zu deinen Füßen sitzen. Wir möchten lernen, was du uns zu sagen hast. Erfüll uns mit deinem Heiligen Geist. Hab Dank für deine Vergebung, für deine Reinigung, für die Stärkung, die wir von dir halten, für die Kraft, die du gibst. Und hab Dank, dass dein Wort jetzt auch nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Dafür danken wir dir. Sei du jetzt unser Lehrer. Amen.
[2:37] Offenbarung Kapitel 5 und dort Vers 4. Letzte Woche haben wir gesehen, dass auf die Frage des starken Engels, der mit lauter Stimme verkündet hatte, wer ist würdig das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen, niemand antworten konnte. Das heißt in Vers 3 und niemand weder im Himmel noch auf der Erde noch unter der Erde vermochte das Buch zu öffnen, noch hineinzublicken. Vers 4, den wir uns heute anschauen wollen, beschreibt die Reaktion von Johannes. Es heißt hier in Vers 4: "Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und zu lesen, noch auch hineinzublicken." Der größte Teil des Verses ist fast eine Wiederholung von dem, was in Vers 3 steht. Heißt ja, und niemand weder im Himmel noch auf der Erde noch unter der Erde vermochte das Buch zu öffnen, noch hineinzublicken. Und jetzt heißt es, und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und zu lesen, noch auch hineinzublicken. Es wird noch einmal dadurch betont, niemand kann dieses Buch öffnen. Und das treibt Johannes die Tränen in die Augen.
[3:59] Aber wenn es hier heißt in Vers 4 und ich weinte sehr, ist damit nicht gemeint, dass Johannes sich einfach still und heimlich eine Träne weggedrückt hat. Er hat laut geweint. Er hat sehr geweint. Niemand kann dieses Buch öffnen. Nun, wir wissen, im nächsten Vers wird diese dramatische Szene aufgelöst. Im nächsten Vers wird uns derjenige präsentiert, der dieses Buch öffnen kann. Aber wie wir das letzte Mal schon gesehen haben, führt Gott in dieser Vision den Johannes an einen Punkt, an dem er emotional zusammenbricht, bevor er die gute Nachricht hört, dass jemand dieses Buch öffnen kann und dann, wie wir sehen werden in den nächsten Wochen und Monaten, sich eine erneute Anbetungsszene daraus entwickelt. Wird Johannes an einen Punkt geführt, dass er realisiert, wie dramatisch die Situation ist, wenn es ihn nicht gibt, der in Vers 5 gleich offenbart wird. Dann gibt es eine Situation, in der niemand sonst helfen kann. Letztes Mal haben wir uns das schon angeschaut, es gibt keinen anderen Weg außer Christus.
[5:15] Es heißt in Vers 4: "Und ich weinte sehr" in der Bibel wird öfters geweint. Wir alle kennen diese Emotion. Die Bibel zeigt uns die gesamte Bandbreite menschlicher Emotion von hüpfender Freude zu Todtraurigkeit, tiefer empfundener Traurigkeit von Zagheit zu Depression. All die verschiedenen Emotionen und Gemütszustände, die es gibt im menschlichen Leben, sie alle finden sich in der Bibel. Johannes weinte. Warum weinen Menschen in der Bibel? Gibt verschiedene Gründe. Fangen wir an uns ein paar Geschichten anzuschauen, in denen die Bibel berichtet, wie Menschen geweint haben und schauen uns an, warum das so war. 1. Mose 21 und dort Vers 16. Da heißt es in Vers 15 und 16: "Als nun das Wasser im Schlauch ausgegangen war, warf sie den Knaben unter einen Strauch. Und sie ging hin und setzte sich gegenüber einen Bogenschuss weit entfernt, denn sie sprach: 'Ich kann das Sterben des Knaben nicht ansehen.' Und sie saß ihm gegenüber. Er hob ihre Stimme und weinte." Hager hat geweint, weil sie keine Hoffnung mehr hatte.
[6:48] Und das ist schon eine sehr interessante und wichtige Parallele zu unserem Text in Offenbarung Kapitel 5. Johannes hat auch die Hoffnungslosigkeit der Situation begriffen. Er hat begriffen, dass wenn dieses Buch nicht geöffnet wird, dann gibt es für die Menschheit keine Zukunft, keine Hoffnung, dann gibt es kein ewiges Leben. Das Heil der Menschen hängt an der Öffnung dieses Buches. Hager weinte, weil sie den Eindruck hatte, ist alles vorbei. Und es ist ja interessant. Gott lässt zu, dass sie in eine Situation kommt, in der sie scheinbar den Eindruck oder den Eindruck hat, dass scheinbar das Leben jetzt vorbei ist. Den Knaben kann sie nicht weiter versorgen. Das Wasser ist ausgegangen. Sie glaubt, er wird sterben. Und dann, als sie weint, heißt es in Vers 17: "Da hörte Gott die Stimme des Knaben und der Engel Gottes rief der Hager vom Himmel herzu und sprach zu ihr: 'Was ist mit dir? Hager, fürchte dich nicht, denn Gott hat die Stimme des Knaben erhört, da, wo er liegt.'" Als Johannes weint, sehen wir als nächstes als Reaktion, wie ein Engel, sein Engel, wie einer von den Ältesten, Verzeihung, ihm sagt, niemand hat überwunden, jemand hat den Sieg errungen. Hager, ein interessantes Beispiel für dieses Weinen aus Hoffnungslosigkeit.
[8:30] 1. Mose 27. Mose 27 und dort Vers 38. Esau sprach zu seinem Vater: "Hast du denn nur einen Segen, mein Vater? Segne doch auch mich, mein Vater." Und Esau erhob seine Stimme und weinte. Esau hatte in diesem Moment geweint, weil er wusste, seine Chance, das Erstgeburtsrecht und den Erstgeburtsegen zu bekommen, sind vorbei. Er hatte das Erstgeburtsrecht verkauft. Und jetzt war er auch um den Erstgeburtsegen durch Jakob betrogen worden. Auch hier war die Hoffnung auf das, was er sich eigentlich ja gewünscht hatte, womit er gerechnet hatte. Die Hoffnung war enttäuscht worden. Die Hoffnungslosigkeit, die Auswegslosigkeit aus der Sicht von Esau führt dazu, dass er geweint hat. Auch hier wohl offensichtlich ein lautes Weinen. Er hob seine Stimme und weinte.
[9:38] Aber es gibt auch andere Stellen in der Bibel, andere Geschichten, in denen aus unterschiedlichsten Gründen geweint wird. Wir wollen nur ein paar kurz hier erwähnen. 1. Mose 29 und dort Vers 11. Und Jakob küsste Rachel und erhob seine Stimme und weinte. Das war nicht Trauer, das war nicht Hoffnungslosigkeit, das war Freude. Emotional sehr bewegte Freude, weil er seine eigene Familie hat zurücklassen müssen. Freude darüber, dass er Verwandte gefunden hat, dass er nicht ganz abgeschnitten ist, wie er gedacht hat. Mose 42 und dort Vers 24. Der Mann, der im alten, also in im ersten Buch Mose am meisten weint, ist Josef. Sieben Mal, wenn ich richtig gezählt habe, weint er in diesem Buch. Mose 42 und dort Vers 24. Und er wandte sich von ihnen ab und weinte, kehrt aber wieder zu ihnen zurück und redete mit ihnen. Darauf nahm er Simeon von ihnen weg und band ihn vor ihren Augen. Als er seine Familie wiederfindet, weint Josef. Das heißt dann später, dass er geweint hat, als sie dann wieder da waren in äh in Vers Kapitel 45, Vers 1 und 2. Da konnte sich Josef nicht länger bezwingen vor allen, die um ihn her standen. Und er rief: "Lasst jeder Mann vor mir hinausgehen." Und es stand kein Mensch bei ihm, als Josef sich seinen Brüdern zu erkennen gab. Und er weinte laut, sodass Ägypter und das Haus des Pharao es hörten. Später, als dann Jakob ihn trifft, als er ihm dem dem Vater Jakob entgegen äh fährt und sie sich treffen auf dem Weg nach Ägypten, da weint er ebenfalls und mehrere Stellen noch, die davon berichten, dass er geweint hat.
[11:35] Aber wir haben auch andere Geschichten in der Bibel. 4. Mose 14 und dort Vers 1. Da hob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie und das Volk weinte in dieser Nacht und zwar aus Angst und Unglauben. Gott hatte gesagt, dass er ihnen das Land geben würde. Die zehn Kundschafter sagten, es wäre zu schwer, es wäre zu gefährlich, es wäre nicht machbar. Sie weinten aus rebellischer Angst, wenn man das so sagen darf.
[12:02] In Richter Kapitel 2 und dort Vers 4. Da weint das Volk Gottes, weil es vom Engel des Herrn von Jesus getadelt wird. Als nun der Engel des Herrn diese Worte zu allen Kindern Israels redete, da hob das Volk seine Stimme und weinte.
[12:21] Bleiben wir im Buch Richter. Richter 11 Vers 38. Da heißt es und er sprach: "Geh hin." Und er ließ sie zwei Monate lang freigehen. Da ging sie hin mit ihren Freundinnen und weinte auf den Bergen über ihre Ehelosigkeit. Jeftas Tochter geweint in dieser tragischen Geschichte.
[12:45] Richter 14 und dort Vers 16. Hier haben wir ein Beispiel für vorgetäuschtes Weinen, eine vorgetäuschte Emotion, die zwar äußerlich sehr wirksam war, aber innerlich gar nicht echt gemeint war. Und Simson's Frau weinte an ihm und sprach: "Du hast mich nur, du hast mich nur und liebst mich nicht." Und dann geht die Geschichte weiter, wie sie ihn dazu bringt, das Rätsel aufzulösen.
[13:09] Samuel Kapitel 1 und dort Vers 7. Hanna, tief enttäuscht, dass sie kein Kind haben kann und von der anderen Frau ihres Mannes Penina immer noch dafür gehänselt und gemobbt, weint hier. Es heißt, und so ging es Jahr für Jahr, so oft zum Haus des Herrn, so oft sie zum Haus des Herrn hinaufzog, kränkte jene sie so, dass sie weinte und nichts aß.
[13:41] Und wenn wir diese Geschichten hören, dann sehen wir die verschiedenen Emotionen, die es gibt und erkennen sie alle auch in unserem Leben wieder. 1. Samuel 24 und dort Vers 17. Das geschah, als David aufgehört hatte, diese Worte zu Saul zu reden. Da sprach Saul: "Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David?" Und Saul erhob seine Stimme und weinte. Saul weint, weil er plötzlich Gewissensbisse bekommt, dass er den David so verfolgt und dieser ihm aber das Leben gelassen hat.
[14:13] 2. Samuel 3, Vers 32. Eine äh Situation, an der auch heute noch viel geweint wird. Es heißt hier: "Und als sie Abner in Hebron begruben, erhob der König seine Stimme und weinte bei Abners Grab. Auch alles Volk weint." Also weinen wegen eines Begräbnisses.
[14:32] Eine andere Situation finden wir in 2. Samuel 15 und dort Vers 30. David aber stieg den Ölberg hinauf und weinte, während er hinaufging. Er ging aber mit verhülltem Haupt und barfuß. Auch von dem ganzen Volk, das bei ihm war, hatte jeder das Haupt verhüllt und ging unter Weinen hinauf. Sie fliehen vor Absalom und weinen, weil sie nicht wissen, ob sie jemals wieder zurückkehren werden und äh ob sie jemals ihre Habseligkeiten, die sie jetzt zurücklassen, wiedersehen werden. Sie weinen, weil sie auf der Flucht sind.
[15:07] Noch ein bisschen anders sieht die Situation in 2. Samuel 19 aus und dort Vers 1. Da wurde der König sehr bewegt und er ging hinauf ins Obergemach im Tor und weinte und im Gehen sprach er: "Mein Sohn Absalom, mein Sohn, mein Sohn Absalom, ach, dass ich doch an deiner Stelle gestorben wäre. Oh Absalom, mein Sohn, mein Sohn." David ist in tiefster emotionaler Verzweiflung, weil sein Sohn, obwohl der gegen rebelliert hat, weil sein Sohn gestorben ist.
[15:38] Und dann haben wir die Geschichte in 2. Könige 20. Könige 20 und dort Vers 3. Hiskia bekommt die Nachricht, dass er an seiner Krankheit sterben soll. Und das heißt hier: "Ach Herr, gedenke doch daran, dass ich in Wahrheit mit ganzem Herzen für dir gewandelt bin und getan, was gut ist in deinen Augen." Und Hiskia weinte sehr, hat Angst vor dem Tod. Er möchte noch leben und er bekommt dann noch 15 Jahre dazu geschenkt.
[16:14] Nehemia hat geweint, als er den Zustand des Volkes Gottes mitbekommen hat, als ihm berichtet worden ist, wie es in Jerusalem und Juda noch aussieht in Nehemia 1, Vers 4. Und es geschah, als ich diese Worte hörte, ja, als gesagt wird, die Mauern sind niedergerissen, die Tore mit Feuer verbrannt. Das heißt in Vers 4: "Und es geschah, als ich diese Worte hörte, da setzte ich mich hin und weinte und trug Leid etliche Tage lang und ich fastete und betete vor dem Gott des Himmels."
[16:46] Im Neuen Testament finden wir auch Geschichten von Menschen, die geweint haben. Matthäus 26 und dort Vers 75. Und Petrus erinnerte sich an das Wort Jesu, der zu ihm gesagt hatte: "Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen." Und er ging hinaus und weinte bitterlich. Hast du schon mal geweint, weil du festgestellt hast, dass du Jesus enttäuscht hast? Mir ist es schon passiert. Er weinte bitterlich. Trauer über die Sünde, Trauer darüber, Jesus enttäuscht zu haben, Jesus nicht geglaubt zu haben, ihn verleugnet zu haben.
[17:36] In Lukas 7 finden wir auch eine Sünderin. Aber sie weint nicht, weil sie gerade die Sünde bewusst geworden ist. Sie weint aus Dankbarkeit, weil Jesus ihr die Sünde vergeben hat. In Lukas 7 und dort Vers 38, dort heißt es: "Und sie, die Frau, sie trat hinten zu seinen Füßen, weinte und fing an seine Füße mit Tränen zu benetzen. Und sie trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, küsste seine Füße und salbte sie mit der Salbe." Sie war dankbar für die Vergebung, die sie bekommen hat und aus Dankbarkeit flossen die Tränen.
[18:19] Wir sehen hier unter welch verschiedenen Umständen die Emotion des Weinens eine Rolle spielt. Jesus selbst hat geweint. In Lukas 19 und dort Vers 41 lesen wir: "Und als er näher kam und die Stadt sah, weinte er über sie." Jesus hatte Mitleid mit denen, die verloren gehen würden. Er war traurig darüber, dass die Menschen sein Angebot nicht annahmen und er weinte über sie.
[19:03] Und dann finden wir die berühmte Stelle in Johannes Kapitel 11, der kürzeste Versel. Johannes 11, Vers 35. Jesus weinte. Im Kontext haben wir dort die Begräbnis äh ja Zeremonien von Lazarus. Die die Menschen sind dort noch zusammen. Er ist aber schon seit ein paar Tagen im Grab und Jesus weint, weil er realisiert, niemand glaubt, dass Jesus jetzt noch helfen kann. Jesus weinte.
[19:38] Gehen wir zurück zu Offenbarung. Wir haben gesehen, es gibt in der Bibel eine ganze Reihe von verschiedenen Emotionen äh oder von verschiedenen Gründen für die Emotion des Weinens aus Trauer oder aus Freude, aus berechtigten Gründen oder aus unberechtigten Gründen, vorgetäuscht oder tief empfunden. Wir müssen uns die Frage also stellen, was ist das für eine Trauer, die Johannes hier hat? Ist es eine vorgetäuschte Trauer? Sicherlich nicht. Ist es eine Trauer über die Erkenntnis eigener Sünde? Ist es die Trauer äh, weil er auf der Flucht ist? Ist es ein Weinen aus Angst vor dem Tod? Was ist der Grund, warum Johannes so sehr weint?
[20:24] Er sagt es ja selbst in Vers 4: "Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und zu lesen, noch auch hineinzublicken." Johannes hatte ein emotionales Interesse am Inhalt des Buches. Und der Gedanke, dass er diesen Inhalt des Buches nicht verstehen könnte, dass er ihn nicht begreifen könnte, der hat ihn mit Tränen erfüllt. Wie oft haben wir schon eigentlich geweint, weil wir ein Bibelvers nicht verstanden haben? Wenn wir Bibelverse nicht verstehen, wenn uns Dinge verschlossen erscheinen, wenn die Bibel ein Buch mit sieben Siegeln zu sein scheint, dann legen wir sie meistens einfach weg und sagen, na ja, ist halt zu schwer. Können wir halt nichts machen, müssen wir halt vielleicht einen Kurs irgendwo belegen, ein bisschen weiter warten, vielleicht beten. Wie oft haben wir schon geweint, weil wir etwas in der Bibel nicht verstanden haben?
[21:24] Johannes sieht hier dieses Buch im himmlischen Gottesdienst und er weiß, es ist voll beschrieben, das sind wichtige Dinge drinne und er weint, weil er nicht wissen kann, was drin steht, weil niemand das Buch öffnen kann. Es gibt in der Bibel Stellen, die sind schwer zu verstehen. Es gibt Gedanken, die uns vielleicht manchmal zu hoch sind. Es gibt Abschnitte, die haben wir noch nicht gut studiert und wir legen sie meistens gerne beiseite und warten darauf, dass irgendwann irgendwie jemand vielleicht mal was dazu sagen kann. Wir konzentrieren uns oft auf die Dinge, die wir schon gut kennen und das ist ja auch gut so. Aber wie groß ist unser emotionales Bedürfnis, die Schätze des Wortes Gottes zu verstehen? Wie groß ist unser emotionales Bedürfnis, die Geheimnisse, die in Gottes Hand sind, kennen zu dürfen?
[22:33] David hat so herzergreifend um Absalom geweint, weil er das Bedürfnis hatte, eigentlich mit seinem Sohn friedlich zusammenzuleben. Esau hat so geweint, weil er das Bedürfnis hatte, den Erstgeburtsegen auch zu halten. Er war ja eigentlich der Erstgeborene. Hager hat geweint, weil sie das Bedürfnis hatte, dass ihr Sohn lebt. Josef hat geweint, weil sein Bedürfnis, dieses emotionale Bedürfnis mit der Familie wieder vereint zu sein nach Jahren der Trennung, weil das sich jetzt Stück für Stück erfüllte. Da waren emotionale Bedürfnisse da, die, weil sie entweder gestört wurden oder dann erfüllt wurden, zum Ausbruch des Weinens geführt haben.
[23:29] Johannes hat ein emotionales Bedürfnis, Gott und sein Wort zu verstehen. Ja, die Bibel ist ein Buch, das spricht unseren Verstand an. Ja, die Buch das die Bibel enthält Prinzipien, aber sie spricht auch unsere Emotionen. Wenn wir die Bibel nur als etwas sehen, wo man Wissen zusammenhäufen kann, wo man Dinge begreifen kann und richtig erklären kann, dann fehlt uns eine existentielle fundamentale Ebene. Als die zehn Gebote fünfte Mose wiederholt werden und die Israeliten nach 40 Jahren immer noch wussten, was dort steht. Hat Gott versucht zu sagen, hat Mose versucht zu sagen, dass Gott sich etwas Tieferes wünscht als nur die Kenntnis der Zehn Gebote?
[24:18] In fünf Mose Kapitel 6 und dort Vers 4 heißt es: "Höre Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein und du sollst den Herrn, deinen Gott lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft." Gott wünscht sich auch eine emotionale Bindung von uns an ihn.
[24:39] Johannes hat eine emotionale Bindung zu Jesus. Johannes hatte eine emotionale Bindung an das Wort Gottes. Von allen Jüngern war er der, der immer am nächsten bei Jesus sein wollte. Wir haben auf J Media eine Predigt, der ist näher noch näher. Vielleicht wollt ihr die in diesem Zusammenhang euch mal anschauen, wo wir in der Bibel nachvollziehen können, dass Johannes war, der immer noch näher und noch näher und noch näher zu Jesus kommen wollte, die Wahrheit noch besser verstehen wollte, noch näher die Erlösung erfahren wollte. Er war nie zufrieden und hat sich gedacht, na ja, jetzt habe ich schon so viel erkannt, jetzt reicht es erstmal. Er hat ein emotionales, ein existenzielles Interesse daran, mehr zu verstehen.
[25:31] Und ich stell dir und mir die Frage, haben wir ein existenzielles emotionales Interesse daran zu verstehen, was die Zukunft und die Vergangenheit uns zu sagen haben? Wir haben gesehen, dieses Buch enthält die gesamte Weltgeschichte. Es enthält die Vorhersagen Gottes, enthält den Ratschluss Gottes, enthält die gesamte Zukunft. Alles, was passieren wird auf diesem Planeten ist enthalten, dass wenn es einmal entrollt wird, jede Frage beantwortet ist und jede jede Kritik an Gottes Regierung für immer beseitigt ist. Wie groß ist unser Interesse, das zu verstehen?
[26:08] Wir haben gesehen, niemand kann dieses Buch öffnen, außer Jesus. Nur in Jesus allein sind alle Schätze der Weisheit verborgen. Die Frage ist, ist uns das nur intellektuell bewusst oder haben wir ein Verlangen danach, das auch wirklich zu verstehen?
[26:25] Wie oft weinen wir, wenn wir die Bibel nicht verstehen? Wie oft weinen wir, wenn wir vielleicht keine Gelegenheit gefunden haben zum Bibel zu. Wie wichtig ist uns das tiefe Eindringen in die Geheimnisse Gottes?
[26:51] Johannes war in einem emotional hoffnungslosen Moment und ich weinte sehr. Es war ja ein beeindruckender Gottesdienst. Die Engel haben gesungen. Die vier lebendigen Wesen haben gerufen: Herrlich. Verzeihung. Heilig, heilig, heilig. Der Regenbogen des Bundes Gottes war um den Thron. Die Ältesten waren niedergefallen, hatten ihre Krone niedergeworfen, hatten angebetet. Würdig bist du Herr zu empfangen den Ruhm und die Ehre und die Macht. Du hast alle Dinge geschaffen. Durch deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen. Das Lesende Meer, die Blitze, die Donner, die Stimmen, die Feuerfackeln, alles war beeindruckend. Aber Johannes wusste, wenn dieses Buch nicht geöffnet wird, dann hilft auch alles andere nichts. Er wollte unbedingt Gottes Wahrheit kennen.
[27:58] Sind wir zufrieden, wenn der Gottesdienst mit allen Sinnen uns anspricht und mit schönen Gebeten und schönen Liedern uns erhebt oder wollen wir Gottes Geheimnis erkennen? Wollen wir wissen, was das Geheimnis Gottes ist?
[28:18] Die Bibel sagt uns in Kolosser Kapitel 1 und dort Vers 27. Ihnen wollte Gott bekannt machen, was der Reichtum der Herrlichkeit dieses Geheimnisses unter den Heiden ist, nämlich Christus in euch die Hoffnung der Herrlichkeit. Sehen wir, es gibt nur einen, der uns dieses Geheimnis offenbar machen kann, nämlich Christus. Wir werden das im Laufe der nächsten Wochen noch weiter sehen.
[28:54] Offenbarung Kapitel 5 und dort Vers 4. Und ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen und zu lesen, noch auch hineinzublicken.
[29:06] Jesus selbst einmal hat eine Gruppe von Menschen selig gepriesen, als glücklich dargestellt, die weinen in Lukas Kapitel 6 und dort Vers 21. Da sagt er in Vers 20 und 21: "Und er hob seine Augen und über auf Verzeihung und er hob seine Augen auf über seine Jünger und sprach: Glückselig seid ihr, Amen. Das Reich Gottes ist euer. Glückselig seid ihr, die ihr jetzt hungert, denn ihr sollt gesättigt werden. Glückselig seid ihr, die ihr jetzt weint, denn ihr werdet lachen."
[29:50] Im Paralleltext in Matthäus Kapitel 5 heißt es in Vers 4: "Glückselig sind die Trauernden, denn sie sollen getröstet werden." Und ja, das bezieht sich auch auf diejenigen, die bei einer Begräbnisfeier traurig sind. Aber der eigentliche Hauptziel dieser Verseht darin, den Menschen, die traurig sind über ihre Sünde, traurig sind über den hoffnungslosen Zustand, in dem sie sich ohne Gott befinden, Hoffnung zu geben und sagen, es gibt eine Lösung. Nur wer traurig ist über die Sünde, wird die Vergebung wirklich schätzen. Nur wer die Hoffnungslosigkeit eines Lebens mit Gott gespürt hat, wird die Hoffnung schätzen, die Gott ihm in Jesus gibt.
[30:50] Die Traurigen, die Trauernden sollen getröstet werden. Die Weinenden werden lachen. Johannes, der dort im Gottesdienst weint, steht kurz vor einer unglaublich positiven, herrlichen, freudigen Erkenntnis. Wenn im nächsten Vers und in den darauffolgenden Versen die Erlösung durch Christus entfaltet wird, wodurch deutlich wird, dass dieses gesamte Buch geöffnet werden kann und jedes einzelne Geheimnis offenbar werden wird. Aber bevor er das realisieren kann, bevor er das gesagt bekommt, muss er verstehen, wie wichtig das ist.
[31:32] So wie Adam, wir haben das letzte Mal ja schon angesprochen, erst einmal die Notwendigkeit einer Ehepartnerin so richtig gefühlt hat. Erst dann konnte er die Ehefrau, die Gott ihm schenkt, die Eva, auch wirklich wertschätzen. Gott führt uns manchmal in Situationen, die uns zum Weinen bringen, damit wir die Erlösung in Christus erst richtig wertschätzen. Nun, nicht alle Erfahrung, die wir machen, den wir weinen, sind von Gott so gewollt. Das möchte ich nicht sagen. Aber wir sehen hier, dass Johannes von Gott in die Vision so geführt wird und ihn und er so durch die Vision hindurchgeleitet wird, dass einen Punkt, wo er emotional tief bewegt ist, um danach die Erlösung so richtig zu verstehen.
[32:20] Könnte es sein, dass wir so wenig in der Bibel Neues entdecken, weil wir so wenig über die Verse, die wir nicht kennen und nicht verstehen, weinen? Was würde passieren, wenn wir wirklich von ganzem Herzen danach trachten, Gott richtig kennenzulernen? Möchtest du das neu vornehmen? Ich möchte mir neu vornehmen, von ganzem Herzen Gott und sein Wort, sein Geheimnis zu suchen. Von ganzem Herzen das Verstehen zu wollen. Nicht nur intellektuell, sondern emotional.
[32:57] "Ich weinte sehr, weil niemand für würdig befunden wurde, das Buch zu öffnen, noch zu lesen, doch auch hineinzublicken." Paulus sagt im Brief an die Korinther, es gibt eine Traurigkeit, die kommt von Gott. Es gibt doch eine Traurigkeit, die kommt von der Welt. Es gibt zwei Arten von Traurigkeiten.
[33:19] 2. Korinther Kapitel 7 und dort Vers 10. Denn die gottgewollte Betrübnis bewirkt eine Buße zum Heil, die man nicht bereuen muss. Es gibt eine Traurigkeit, eine Betrübnis, ein betrübt sein, das wird von Gott bewirkt. Das ist von Gott gewollt. Das ist richtig so, das muss so sein. Das ist diese Traurigkeit, von der Jesus in der Bergpredigt spricht. Denn diese Traurigkeit führt dazu, dass man umkehrt mit neuer, dass man anders denkt, dass man neue Gedanken von Gott annimmt, dass man umkehrt auf dem Weg wieder zurück zu Jesus kommt. Eine Buße zum Heil, zur Erlösung, zum ewigen Leben. Eine Buße, die man nicht bereuen muss, wo man nicht später sagt, ah, was habe ich da gemacht?
[34:07] Aber es gibt eine andere Betrübnis, eine andere Traurigkeit. Die Betrübnis der Welt aber bewirkt den Tod. Nicht ihre, nicht jede Traurigkeit ist gleich. Es gibt Traurigkeit, in der versinkt man und bleibt immer nur traurig und und und wird in dieses schwarze Loch hinabgerissen. Und es gibt die Traurigkeit, die von Gott kommt, die Traurigkeit, die uns bewusst macht, ich habe gesündigt, ich brauche Jesus. Aber diese Traurigkeit hält uns nicht gefangen. Sie ist nur Gottes Mittel, um uns zur Umkehr zu bringen, um uns zu Jesus zu bringen, um uns zum Evangelium zu bringen.
[34:41] Die Traurigkeit, die Johannes erlebt und die ist intensiv, er weinte sehr. Diese Traurigkeit hat Gott ihm er hat Gott Gott hat ihm diese Traurigkeit gegeben, damit er danach das Heil, das in Jesus Christus ist, das Heil, das in dem Löwen aus dem Stamm Juda, der als geschlachtetes Lamm dort dann präsentiert wird, das richtig wertschätzt, denn der kann das gesamte Buch öffnen.
[35:05] Wir brauchen keine Angst zu haben vor der gottgewollten Betrübnis. Wir sollten uns fürchten vor der Betrübnis der Welt.
[35:22] Manchmal fragen wir uns, warum, warum bin ich gar nicht traurig über Dinge, die ich tue, von denen ich weiß, dass sie falsch sind. Und hier kommt eine interessante Sache. Es gibt Menschen, die glauben, dass sie erst selbst Traurigkeit empfinden müssen, bevor sie zu Jesus kommen können. Aber das stimmt nicht. Johannes musste nicht erst traurig sein, bevor Jesus ihn auf Patmos besucht hat. Jesus hat ihn einfach besucht. Jesus hat ihn mit in den himmlischen Gottesdienst genommen und ihm dort dann eine Szene vorgeführt, die ihn zur Traurigkeit gebracht hat, mit der er dann das Evangelium noch viel besser verstanden hat.
[36:09] So sagt uns die Bibel in Apostelgeschichte in Apostelgeschichte Kapitel 5 und dort Vers 31. Diesen hat Gott zum Fürsten und Retter zu seiner Rechten erhöht, um Israel Buße und Vergebung der Sünden zu gewähren. Gott schenkt uns nicht nur Vergebung der Sünden, er schenkt uns auch echte Buße. Du und ich, wir dürfen sagen: Herr, schenk mir eine gottgewollte Betrübnis. Schenk mir eine echte Buße. Schenk mir Traurigkeit über meine schlechten Gedanken und schlechten Worte und schlechten Taten, damit ich durch diese Traurigkeit noch näher zu dir geführt werde, zur Umkehr geführt werde, zur Buße, die man nicht bereuen muss, zur Buße des Heils.
[37:07] Und so wie Jesus dem Johannes eine heilsame Traurigkeit geschenkt hat, so kann uns Gott auch in unserem Leben eine heilsame Traurigkeit schenken. Die wird nicht unser Leben lang. Die macht uns auch nicht depressiv, sondern sie öffnet unseren Blick für das, was wirklich wichtig ist und was Jesus uns schenkt.
[37:35] Zum Abschluss. Wie hat sich wohl Abraham gefühlt, als er Isaak auf den Berg Moria begleitet hat? Wir lesen zwar an keinem einzelnen Vers, dass er geweint hat, aber wenn irgendjemand in der Bibel berechtigt gewesen wäre zu weinen, dann Abraham innerlich wahrscheinlich fast gestorben. Emotional, weil mit Sicherheit Sicherheit am Ende. Auch wenn nirgendswo gesagt wird, dass er laut weinte, dürften diese drei Tage vielleicht die traurigsten gewesen sein, die ein Mensch miterlebt hat. Eine Traurigkeit, die Gott bewusst so herbeigeführt hat. Eine Traurigkeit, die fast an Hoffnungslosigkeit grenzen wollte. Denn was kann man tun, wenn der Sohn der Verheißung tot ist? Hab sich daran geklammert, dass Gott ihn auch wieder auferwecken kann. Aber es war mit einem schweren Herzen, dass er dort zum Berg gereist ist und dann auf den Berg gegangen ist.
[39:02] Warum hat das Gott gemacht? Erstens, Gott hat dem Abraham etwas von seiner eigenen Trauer vermittelt. Er hat ihm gezeigt, wie traurig er ist, darüber auch, dass er seinen einzigen Sohn gibt. Das hat Gott selbst emotionalen Schmerz bereitet. Und dann kann Abraham erst nach dieser erlebten Trauer von drei Tagen das Evangelium umso mehr verstehen und schätzen, als dann im entscheidenden Moment er angehalten wird vom Engel des Herrn in Vers 11, der sprach: "Abraham, Abraham" und er antwortete: "Hier bin ich." Und es dann heißt in Vers 12, er sprach: "Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm gar nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast, um meinet Willen." Und Jesus sagt später: "Abraham hat meinen Tag gesehen. Abraham versteht, wie das Evangelium funktioniert. Er ist traurig für drei Tage auch in einer Anbetungsszene, um danach das Evangelium so gut zu verstehen wie nie zuvor."
[40:19] So wird Johannes in Offenbarung nicht so krass wie Abraham, aber doch mit großer Emotionalität an einen Punkt geführt, an den er unfassbar traurig ist, um danach das Evangelium noch besser zu verstehen als je zuvor. Und das heißt für uns, in den nächsten Versen werden wir noch großartige Dinge verstehen können. Das Evangelium wird hier nicht einfach nur noch mal wiederholt, noch mal so im Sinne von, na ja, es muss noch mal gesagt werden, sondern wenn Gott uns an eine Traurigkeit führt, dann nur deswegen, weil er dadurch uns unfassbar große, schöne, freudige Dinge offenbaren kann. Wir dürfen gespannt sein, wenn Johannes im himmlischen Gottesdienst so sehr geweint hat, wir dürfen gespannt sein, wie groß die Offenbarung der Herrlichkeit Gottes in dem jetzt folgenden Evangelium ist.
[41:12] Gott führt uns niemals in eine Betrübnis, ohne uns dadurch nicht etwas ganz Großes von seiner Herrlichkeit zu zeigen. Woll Gott dafür danke sagen? Wollen wir danke sagen für die Betrübnisse, die er in unserem Leben bewirkt hat? Nicht die, die wir selbst über uns gebracht haben, über die, die er bewirkt hat, die uns immer wieder zu ihm zurückgebracht haben, die vielleicht uns gerade heute, weiß ja nicht, wie es dir geht, vielleicht gerade heute dich zu ihm zurückbringen sollen.
[41:39] Wollen wir dankbar sein, dass er uns mit allen Emotionen anspricht und wollen wir uns vornehmen, so sehr emotional uns auch zu wünschen, ihn zu verstehen, dass wir gerne noch mal eine Träne vergießen und ihn damit ausdrücken. Wir brauchen mehr von dir. Wollen wir gemeinsam beten?
[42:09] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du zu uns gesprochen hast und hab Dank, dass dein Wort so lebendig ist. Danke, dass du uns manchmal durch traurige Phasen führst. Nicht, weil du Freude an unserer Trauer hast, sondern weil du uns große und wunderbare Dinge offenbaren möchtest, von denen wir nichts wissen. Herr, danke für die gottgewollte Betrübnis und wir möchten dich bitten, dass du uns eine echte Buße schenkst, eine Bereitschaft dir zu folgen, was immer es auch kosten mag. Herr, ich möchte dich bitten, dass du unserem Herzen ein solches Feuer entfachst, dass wir dich von ganzem Herzen lieben. Das bitten wir im Namen Jesu.
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