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In dieser Folge der Christ Study Hour lernen Sie, wie Sie die Bibel gewinnbringend studieren können. Entdecken Sie praktische Wege, um Gottes Stimme in Ihrem Alltag zu hören und sein Wort tiefgreifend zu verstehen. Diese Lektion hilft Ihnen, die Kraft und Wirksamkeit von Gottes Wort für Ihr Leben zu erkennen.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q4: Wachsen in Christus

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Transkript

[0:32] Hallo und herzlich willkommen zur Christ Study Hour hier auf www.joelmedia.de. Wie immer möchten wir allen Zuschauern, auch auf dem Sender, ein herzliches Willkommen aussprechen und freuen uns, heute ein ganz praktisches Thema anschauen zu können in unserer Serie „Im Glauben wachsen“. Wir haben letztes Mal über die Bedeutung, die Rolle der Bibel gesprochen und wollen uns heute praktisch fragen, wie man die Bibel studiert. Das ist das Thema unserer fünften, des fünften Themas, mit dem wir uns vorbereiten wollen auf das Bibelgespräch am 2. Mai. Wir wollen lernen, wie wir alle in unserem Alltag gewinnbringend die Bibel lesen können, um tatsächlich Gottes Stimme zu unserem Herzen zu hören. Und damit wir das wirklich gut verstehen, tun wir das, was man immer tun sollte, bevor man die Bibel überhaupt aufschlägt, nämlich Gott einzuladen, unser Denken auf ihn zu richten, dass er durch seinen Heiligen Geist zu uns sprechen kann. So lade ich dich ein, dass wir gemeinsam jetzt beten.

[1:39] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir Danke sagen, dass du in deinem Wort uns eine so klare Offenbarung deines Charakters, deines Wesens gegeben hast und dass du uns so viel Wertvolles schenkst, dass wir durchdenken können, verstehen können. Herr, wir möchten dich bitten, dass du jetzt zu uns sprichst, dass dein Wort uns erfüllt, uns Freude schenkt und dass wir dir folgen in allem, was du uns zeigst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.

[2:14] Warum studieren wir eigentlich die Bibel? In Jesaja Kapitel 55 und dort in Vers 11 heißt es: „Genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren.“ Wer Bibel studiert, investiert seine Zeit gut. Er vergeudet keine Zeit, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt und durchführen, wozu ich es gesandt habe. Gottes Wort ist in der Lage, das in uns zu bewirken, was es beschreibt.

[2:48] Der Vers beginnt mit dem Wort „genauso“, und das zeigt uns, dass das Wort Gottes hier verglichen wird mit etwas, was im Vers vorher beschrieben wird. In Vers 10 heißt es: „Denn gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Seemann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst – genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht.“ Das heißt, so wie der Regen und der Schnee zum Wachstum der Vegetation beitragen, so bewirkt auch das Wort Gottes ein Wachstum.

[3:31] Über dieses Wachstum im Glauben berichtet die Bibel an vielen Stellen. Es ist ja das Thema unserer Lektion, unseres Themas in unserer Reihe in diesen Monaten hier im zweiten Quartal 2016. „Im Glauben wachsen“. Die Bibel sagt uns, dass durch das Wort Gottes wir genauso wachsen wie die Pflanzen auf der Erde durch den Regen wachsen.

[4:00] In Johannes Kapitel 15 spricht Jesus über die Frucht in unserem Leben. Es heißt in Johannes 15 und dort in Vers 1 und 2: Jesus sagt: „Ich bin der wahre Weinstock und mein Vater ist der Winzer. Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg. Jeder aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“ Das Ziel unseres Lebens besteht also darin, geistliche Frucht zu bringen. Und diese Frucht wird in der Bibel unter anderem beschrieben in Galater Kapitel 5 und dort in Vers…

[4:42] Dort lesen wir in Galater Kapitel 5 und dort Vers 22: „Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“ Gott wünscht sich, dass diese Dinge in unserem Leben wachsen. Jesus sagt, wenn es keine Frucht gibt, wenn sich diese Dinge in unserem Leben nicht zeigen, dann haben wir den Sinn unseres Lebens verfehlt. Wenn sich diese Dinge zeigen, wünscht sich Gott, dass sie noch zunehmen, dass sie noch mehr werden, dass wir noch mehr Frucht bringen. Das erinnert uns vielleicht an 2. Petrus Kapitel 1 und dort Vers 5 bis 8. „So setzt deshalb allen Eifer daran und reicht in eurem Glauben die Tugend dar. In der Tugend aber die Erkenntnis, in der Erkenntnis aber die Selbstbeherrschung. In der Selbstbeherrschung aber das standhafte Ausharren. Im standhaften Ausharren aber die Gottesfurcht. In der Gottesfurcht aber die Bruderliebe. In der Bruderliebe aber die Liebe.“ Hier sehen wir auch so eine solche Frucht des Glaubens. Es heißt in Vers 8: „Denn wenn diese Dinge bei euch vorhanden sind und zunehmen, so lassen sie euch nicht träge noch unfruchtbar sein für die Erkenntnis unseres Herrn Jesus Christus.“ Das Wachstum kommt nicht einfach an einem Punkt zum Ende und hört dann auf, sondern bei Gott geht das geistliche Wachstum immer weiter.

[6:10] Wir lesen weiter in Johannes 15 ab Vers 3: „Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet habe.“ Jesus sagt, dass seine Worte reinigende Wirkung haben. Gottes Wort beschreibt nicht nur die Welt, beschreibt nicht nur Gott und den Zustand, in dem wir uns befinden. Gottes Wort hat eine verändernde Kraft. Gottes Wort hat eine reinigende Kraft.

[6:37] Wir lesen also die Bibel nicht einfach nur, um zu wissen, was wir zu tun und zu lassen haben, sondern wir lesen die Bibel, weil durch die Bibel unser Glaube wächst, in unserem Leben Reinigung stattfindet.

[6:50] Und dieser Gedanke, den finden wir auch an anderer Stelle. In Epheser Kapitel 5 sagt Paulus genau dasselbe. Er sagt in Epheser Kapitel 5 und dort ab Vers 25: „Ihr Männer, liebt eure Frauen, gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat durch das Wasserbad im Wort.“ So wie man einen Menschen, der dreckig und schmutzig ist, im Wasser reinigt, so wird die Gemeinde gereinigt im Wasserbad des Wortes. Mit anderen Worten, wer sich mit dem Wort Gottes beschäftigt und zwar nicht aus rein intellektuellem Interesse, um zu wissen, welches Wort das steht oder wann das genau gewesen ist oder ob das überhaupt stimmt, sondern wer das liest, um zu wachsen, wer also glaubt, dass im Wort Gottes dieselbe Kraft vorhanden ist, die den Regen dazu befähigt, dass die Frucht wächst, wer also glaubt, durch das Bibelstudium tatsächlich wachsen zu können, der erlebt, dass Gottes Wort ihn auch reinigt.

[7:51] Natürlich sind es nicht die gedruckten Buchstaben, die uns reinigen, sondern es ist das Evangelium durch Jesus Christus, sein Blut, das uns in der Bibel so beschrieben wird, wie es tatsächlich wirkt. Viele Menschen haben eine verzehrte Idee vom Evangelium. Und wenn wir Dinge glauben, die gar nicht stimmen, kann das Evangelium uns nicht das bewirken, was es eigentlich bewirken möchte. Das Wort Gottes zeigt uns, wie das Evangelium wirklich ist und wie es funktioniert.

[8:20] Und dann sehen wir weiter in Vers, warum er das tut: „damit er sie sich, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, sodass sie weder Flecken noch Runzeln, noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei.“ Das Ziel von Jesus mit seiner Gemeinde ist, dass wir tadellos und heilig sind. Und das Wort Gottes spielt eine entscheidende Rolle in diesem Wachstumsprozess im Glauben.

[8:51] Echtes Bibelstudium ist also dazu da, dass Jesus uns reinigt und wir dann bei ihm bleiben, sodass wir durch seine Liebe und Kraft charakterlich vollkommen werden. Wenn wir Tag für Tag die Bibel dafür studieren, dann erfüllt sie ihren eigentlichen Zweck. Zurück zu Johannes Kapitel 15 und dort Vers 4. Jesus sagt: „Bleibt in mir und ich in euch. Gleich wie die Rebe nicht von sich selbst aus Frucht bringen kann, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibt.“

[9:22] Ohne eine lebendige Verbindung zu Jesus können wir im Glauben nicht wachsen. Wir können weder geduldiger werden, noch freundlicher, noch gütiger, noch selbstbeherrschter. Ohne Jesus geht es nicht. Es reicht nicht nur, dass wir in der Bibel lesen, ich soll selbstbeherrscht sein. Wenn ich nicht eine lebendige Beziehung zu Jesus im Wort habe, werde ich niemals selbstbeherrschter werden.

[9:47] Für viele besteht das Christentum darin, die Wahrheit zu verstehen und dann zu versuchen, das zu praktizieren. Aber das ist nicht das Glaubenswachstum, was Jesus meint. Er meint, dass wir in unserer Freundschaft zu ihm, aus Liebe zu ihm, uns immer mehr mit ihm beschäftigen, sodass er in uns bewirken kann, was wir alleine niemals schaffen würden.

[10:12] Vers 5: „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht, denn getrennt von mir könnt ihr nichts tun.“ Ohne Jesus können wir also nichts tun. Mit ihm verbunden bringen wir nicht nur ein bisschen Frucht, nicht nur so ein kleines Etwas, sondern Jesus sagt: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht.“ Mit anderen Worten, ein Mensch, der durch das Bibellesen und Studieren wirklich mit Jesus als Freund verbunden ist, der wird viel Selbstbeherrschung haben. Bei dem wird es viel Gnade und Güte und Freundlichkeit und Liebe und Demut und all diese Dinge geben.

[11:09] Und vielleicht ist es ein guter Punkt, sich zu fragen, wie reich die Frucht momentan in meinem Leben ausfällt. Könnte es daran liegen, dass unsere Verbindung zu Jesus oft unterbrochen ist, schwach ist? Denn wenn wir mit ihm verbunden sind, werden die Früchte nicht spärlich wachsen, hier ein bisschen alle paar Jahre, sondern reichhaltig.

[11:33] Vers 6: „Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie die Rebe und verdorrt, und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer und sie brennen.“ Jesus macht deutlich: „Wenn wir nicht in ihm bleiben, können wir kein ewiges Leben haben.“

[11:47] Vers 7: „Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben.“ Wenn man sich jetzt die Frage stellt: Ja, wie bleibt denn Jesus in mir? Ist ja eine Metapher in gewisser Weise, ja, weil Jesus als Mensch, als ist ja Gott und Mensch im Himmel für uns als Hohepriester tatsächlich ja buchstäblich anwesend ist. Wie kann er dann in mir sein? Jesus sagt: „Wer in mir bleibt, wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben.“

[12:17] Jesus in uns bedeutet Gottes Wort in uns, und zwar das Wort Gottes über Jesus, über sein Evangelium, über seinen Charakter, über sein Wesen in uns, nicht nur als ein Aha, ich habe das jetzt realisiert, sondern etwas, das uns innerlich verändert.

[12:39] Interessanterweise finden wir einen ähnlichen Gedanken in Psalm 119 und dort in Vers 11. Da heißt es: „Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen.“ Und jetzt sehen wir interessant eine interessante Schlussfolgerung: „damit ich nicht gegen dich sündige.“ Ich bewahre dein Wort in meinem Herzen. Wir könnten sagen, wir bewahren Jesus, der das Wort Gottes ist, in unserem Herzen, damit wir nicht gegen ihn sündigen. Und jetzt kommt eine interessante Parallele zu 5. Mose Kapitel 6, denn dort wird auch davon gesprochen, das Wort Gottes im Herzen zu tragen, auf dem Herzen zu tragen. 5. Mose 6 Vers 6: „Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem Herzen tragen.“ Und jetzt wird erklärt, was das praktisch bedeutet. Vers 7: „Und sollst sie deinen Kindern einschärfen und davon reden, wenn du in deinem Haus sitzt oder auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. Du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden und sie sollen dir zum Erinnerungszeichen über den Augen sein. Du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben.“

[13:47] Wenn die Worte auf dem Herzen sind, so sagt Psalm 119, Vers 11, dann haben wir ein wirksames Hilfsmittel, das uns hilft, damit wir nicht gegen Gott sündigen. Aber jetzt sehen wir hier, warum denn? Wenn wir diese Worte auf dem Herzen haben, dann ist das ein Ausdruck von etwas ganz besonderen besonderem. Nämlich in 5. Mose 6 Vers 5 heißt es: „Und sollst den Herrn…“ Vers 4: „Höre, Israel, der Herr ist unser Gott, der Herr allein. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deiner ganzen Kraft.“ Wer die Worte wirklich auf dem Herzen trägt, der hat Gott zu seinem einzigen, also für den ist Gott der einzige Gott und er liebt ihn von ganzem Herzen. Wenn wir Götzen in unserem Leben haben, wenn wir Gott nicht wirklich von Herzen, von ganzem Herzen lieben, dann werden wir immer wieder und immer wieder und immer wieder und immer wieder in Sünde fallen und die Frucht des Geistes wird in uns nicht wachsen.

[14:51] Gottes Wort in unserem Leben zu haben, bedeutet ihn von Herzen zu lieben. Die Frage muss ich mir stellen und die musst auch du dir stellen: Warum lese ich die Bibel? Lese ich die Bibel, weil es von mir erwartet wird? Lese ich die Bibel, damit ich möglichst alles richtig mache? Lese ich die Bibel, weil mir nichts anderes einfällt? Oder lese ich die Bibel, weil ich Gott liebe von ganzem Herzen? Bewahre ich die Dinge, die ich lese, als ein echtes Licht für mein Leben?

[15:32] Denke darüber nach. Denn wenn du das tust, dann bleibst du in Jesus und Jesus in mir, und dann wächst die Frucht des Geistes. Dann wachsen wir im Glauben.

[15:48] Johannes 15 und dort Vers 8: „Dadurch wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und meine Jünger werdet.“ Wenn wir Jesus zu unserem Lehrer machen, das heißt ja, dass wenn wir seine Jünger werden – das Wort Jünger heißt ja Schüler – wenn wir die Schüler von Jesus werden in seinem Wort morgens und abends und auch über den Tag hinweg, wenn wir viel Frucht bringen, dann heißt es hier, dann wird Gott verherrlicht.

[16:20] Interessant ist, dass das griechische Wort, das hier steht, auch übersetzt werden kann natürlich mit: „Dadurch wird Gott die Ehre gegeben.“ Und das lässt uns natürlich sofort an Offenbarung 14 Vers 7 denken. Offenbarung 14 und dort Vers 7 heißt es nämlich über das ewige Evangelium, über den Engel, der dieses Evangelium predigt, der sprach mit lauter Stimme: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre.“ Ja, wir geben Gott die Ehre durch unsere Dankbarkeit. Wir geben ihm die Ehre, indem wir in unserem Leben auch ja, in unserem Lebensstil das reflektieren, was Gott gesagt hat. Wir geben ihm die Ehre, indem wir die Schüler von Jesus werden. Das können wir heute hier mitnehmen: Wenn wir viel Frucht bringen, das bringt Gott Ehre.

[17:08] Der Aufruf: „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre“ ist ein Aufruf, Schüler von Jesus zu werden und die Frucht wachsen zu lassen, weil wir Gottes Wort im Herzen bewahren. Und die Frage ist, lieber Freunde, liebe Freunde, sind wir wirklich Schüler von Jesus oder lesen wir nur die Bibel? Machen wir unsere Andacht einfach nur aus Tradition? Lesen wir die Lektion, damit wir was sagen können? Oder lesen wir das, studieren wir das, weil wir von Jesus wirklich lernen wollen, weil wir ihn lieb haben, weil wir glauben, dass er in uns das bewirkt, dass wir alleine nie schaffen können? Das ist der Grund, warum wir die Bibel lesen. Und wenn man so die Bibel liest, dann ist es eigentlich fast egal, welche Technik man anwendet, welche Hilfsmittel man hat, welche Konkordanzen, dies und jenes. Ist alles gut und schön. Aber wenn man dieses Prinzip nicht verstanden hat, wenn man nicht den eigentlichen Grund des Bibellesens tatsächlich im Herzen trägt, dann ist alles andere umsonst. Man kann noch so viel Hebräisch, Griechisch können, Konkordanzen, Hilfsmittel, elektronische Art, alles verwenden. Wenn man nicht die Bibel liest, um das Wort Gottes im Herzen zu bewahren, aus Liebe zu Jesus, um von ihm zu lernen, damit die Frucht wächst, wenn man das nicht tut, ist alles Bibellesen letztlich umsonst.

[18:16] Wie liest man die Bibel? Zuallererst, um zu lernen, um zu wachsen, damit das Wort Gottes, das gesagt hat: „Es werde Licht und es wurde Licht“, in meinem Leben genau das Gleiche tun kann. Dass das Wort Gottes, das herabkommt, in meinem Leben die Frucht des Geistes wachsen lassen kann. Dazu lesen wir die Bibel.

[18:41] Und Jesus selbst hat uns gezeigt, dass es keine Sache ist, die man im Sommer mal als Kurs für zwei Wochen machen kann, sondern eine Sache, die täglich getan werden muss.

[18:54] In Markus Kapitel 1 sehen wir Jesus. Es heißt hier in Markus 1 und dort Vers 35: „Und am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand er auf, ging hinaus an einen einsamen Ort und betete dort.“ Jesus hat persönlich Morgenandacht gemacht. Jesus war sündlos. Jesus war ein Wunderheiler. Er war ein Prophet. Er war der Sohn Gottes, der auf diese Erde als Mensch ging. Gott im menschlichen Fleisch. Und Jesus hat die Morgenandacht für so unverzichtbar gehalten, dass er extra früher aufstand, weil er wusste, später wird er bedrängt werden.

[19:45] Ist dir und mir, ist uns die Zeit mit Jesus in der Bibel wirklich so wichtig? Wie wollen wir wachsen, wenn wir den geistlichen Regen nicht in unser Herz lassen? Wie wollen wir wachsen, wenn der, der uns das Wachstum schenken kann, von uns keine Aufmerksamkeit bekommt?

[20:09] Wollen wir uns nicht vornehmen, wieder regelmäßig täglich Morgenandacht zu machen, um Kraft für den Tag zu bekommen, Weisheit für die Dinge, die auf uns warten?

[20:24] In Psalm 5 und dort Vers 4 sehen wir, dass wir jeden Morgen ausschau halten können, wie es hier heißt. Psalm 5, Vers 4: David sagt: „Herr, in der Frühe wirst du meine Stimme hören. In der Frühe werde ich dir zu Befehl sein und Ausschau halten.“ Er sagt: „Ich stehe bereit. Sprich zu mir. Sag mir, was heute wichtig ist.“

[20:53] Nehmen wir uns Zeit am frühen Morgen Ausschau zu halten, was Gott mir sagen möchte.

[21:01] Jeden Morgen können wir seine Gnade neu verstehen, denn es heißt in Klagelieder Kapitel 3 und dort Vers 22 und 23: „Gnadenbeweise des Herrn sind’s, dass wir nicht gänzlich aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende. Sie ist jeden Morgen neu.“ Lieber Freund, liebe Freundin, jeden Morgen können wir etwas Neues über die Gnade Gottes verstehen.

[21:22] Wer täglich Bibel liest, dem wird nicht langweilig, wenn er Gott besser kennenlernen möchte. Sie ist jeden Morgen neu und deine Treue ist groß. Jeden Morgen gibt es gibt es eine frische Portion der Barmherzigkeit und Gnade Gottes neu zu verstehen. Warum sollten wir das verpassen wollen?

[21:45] In 1. Chronik Kapitel 16 und dort Vers 11, 1. Chronik 16 und dort Vers 11 lesen wir: „Fragt nach dem Herrn und nach seiner Macht, sucht sein Angesicht alle Zeit.“ Wie oft fragen wir wirklich nach der Kraft Gottes, die in unserem Leben etwas bewirken kann, die etwas verändern soll?

[22:10] Die Bibel offenbart uns die Kraft Gottes. Das Evangelium offenbart uns, wie Gott wirkt. Deswegen sagt Paulus, dass das Evangelium die Kraft Gottes ist.

[22:21] Und David ruft uns allen zu: „Fragt nach dem Herrn, nach seiner Macht.“ Lasst uns neu dafür entscheiden, nicht nur zu wissen, dass es Gott gibt und zu wissen, was er gesagt hat, sondern nach ihm zu fragen, ihn besser kennenzulernen zu wollen, seine Kraft besser zu verstehen und das alle Zeit.

[22:39] Wir brauchen die Morgenandacht, aber eigentlich brauchen wir eine Lebenseinstellung, die auch neben der Morgen- und der Abendandacht wissen will: Wer ist Gott? Wie ist Gott? Wie wirkt Gott in meinem Leben?

[22:57] Ist das dein Wunsch, Gott so kennenzulernen, immer besser kennenzulernen? Wenn du schon auf diesem Weg bist, dann weißt du, wenn man solche Fragen stellt, offenbart Gott ungeheuer tolle Dinge. Ich habe in meinem eigenen Leben erlebt schon, dass Gott mir so viele Fragen beantwortet hat und dass ich ihn so viel besser kennenlernen darf jetzt oder kennen darf, als das noch vor vielen Jahren der Fall war.

[23:23] Wer nach Gott fragt, nach seiner Kraft, der wird nicht enttäuscht und gar in keinen Umständen. Und ich glaube, viele, die heute jetzt zuschauen hier oder die dieses Video sehen, die werden zustimmen und sagen: Ja, das habe ich auch in meinem Leben erlebt.

[23:38] Schauen wir uns ein praktisches Grundprinzip an für das Bibelstudium in Esra Kapitel 7 und dort Vers 10. Esra 7 und dort Vers 10. Die Bibel sagt uns: „Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des Herrn zu erforschen und zu tun und in Israel Gesetz und Recht zu lehren.“

[24:04] Vier Dinge hat Esra getan. Erstens, er hat sein Herz auf Gottes Wort gerichtet. Zweitens, er hat das Wort erforscht. Drittens, er hat es getan. Und viertens, er hat es anderen weitergegeben. Wenn wir Bibellesen und gar nicht so richtig bei der Sache sind und an 1000 andere Dinge denken und noch organisieren wollen und noch im Hinterkopf haben, dann werden wir uns nicht wirklich darauf konzentrieren können.

[24:32] Esra hatte sein Herz darauf gerichtet. Es war ihm ein Herzensanliegen, Gottes Wort zu verstehen. Und dann hat er es erforscht. Er hat nicht nur oberflächlich mal drüber gelesen, hat wirklich versucht zu verstehen, was bedeutet das? Was ist der Gedankengang? Welche anderen Texte sprechen genau von demselben Thema und erklären, was hier an dieser Stelle vielleicht unklar für mich ist. Und dann war es ihm nicht genug zu wissen, was die Bibel sagt. Er wollte das umsetzen. Er wollte das tun. Und dann wollte er anderen davon erzählen. Wer so die Bibel liest, den kann Gott führen. Wer sich darauf konzentriert, wer es wissen will, wer dann auch gründlich forscht, der sucht. Egal, ob wir viele Hilfsmittel haben oder wenig, es kommt nicht darauf an, was wir alles rausbekommen, sondern dass wir mit dem richtigen Herzen, mit der richtigen Herzenseinstellung, das, was wir rausbekommen, was Gott uns zeigt, tatsächlich auch tun und so in unserem Leben mit Gott tiefer verwurzelt werden und dann, dass wir es anderen weitergeben, damit andere auch animiert werden, ein solches Leben mit Jesus zu leben.

[25:33] Jesus selbst hat die Bibel nach einem ganz bestimmten Prinzip studiert in Lukas 24 und dort Vers 27.

[25:44] Lukas 24 und dort Vers 27. Ich nenne es das ABC des Bibelstudiums. Wir lesen hier in Vers 27: „Und er begann bei Mose und bei allen Propheten und legte ihnen allen Schriften aus, was sich auf ihn bezieht.“

[26:02] Alle Schriften ist das A. Jesus hat die gesamte Bibel zu einem Thema betrachtet. Wenn du das Thema, egal der Sabbat, der Zustand der Toten, die Wiederkunft, Erlösung, das Heiligtum, der Zehnte, was auch immer das Thema, das dich interessiert, Liebe, Gnade, Gesetz, Trauer, Ehe, Kindererziehung, was immer dich gerade thematisch interessiert, was immer du verstehen willst, schau dir alles an, was die Bibel dazu zu sagen hat.

[26:32] Alle Schrift B. Beginne von vorn. Statt einfach kreuz und quer zu lesen, such dir, was es alles gibt und dann schau die Sachen systematisch an. Fang mit den ersten Vorkommen an, denn wenn später etwas gesagt wird, dann bezieht sich das auf das, was schon vorher gesagt wurde ist, oder ein systematisches Studium. Das bedeutet nicht, dass wir immer nur in Mose 1, Vers 1 beginnen müssen. Das bedeutet auch, wenn wir Daniel lesen, dass wir in Daniel 1 anfangen, dass wenn wir die Offenbarung studieren, dass wir vorne anfangen, dass wir Abschnitte, nicht einfach Verse rausgreifen, sondern uns den ganzen Kontext anschauen. Das bedeutet, dass wir systematisch die Bibel studieren.

[27:11] Und ihr merkt schon, das braucht Zeit. Niemand kann so in 5 Minuten ein biblisches Thema erfassen. Das braucht Zeit, das braucht dann drüber nachdenken, drüber schlafen, nächsten Tag weitermachen, Beweise zusammenbringen, Gedanken ordnen, Verse miteinander vergleichen, Fragen aufschreiben, immer tiefer gehen. Wer das systematisch macht, der wird von Gott geführt. Vor allem, wenn dann Punkt C noch dazu kommt, denn C ist Christus im Zentrum. Jesus hat in allem, bei Mose, bei den Propheten, in allen Schriften, Verse, Abschnitte, Prophezeiungen, Psalmen, was immer es war, gefunden, die sich auf ihn bezogen, die das Evangelium präsentiert haben, die seinen Charakter, sein Wesen, sein Werk dargestellt haben. Wenn wir die Bibel lesen, auch das Alte Testament, sollten wir immer Jesus im Fokus haben. Was lernen wir über Jesus? Was lernen wir über das Evangelium? Was lernen wir über sein Wesen, über seinen Charakter? A, B, C. Vergiss das nicht. Das ist die Grundlage allen Bibelstudiums. Alle Schrift, beginne von vorn, Christus im Zentrum.

[28:21] Wir wollen zum Abschluss das in einem Beispiel illustrieren, den wir uns noch, dass wir anschauen wollen in Jesaja Kapitel 55.

[28:33] Jesaja 55 haben wir diesen Abschnitt, von dem wir heute schon einen Vers gelesen haben. Und wir lesen allerdings, um den Zusammenhang zu haben, schon ein Vers aus Jesaja 54 ab Vers 17. „Keiner Waffe, die gegen dich geschmiedet wird, soll es gelingen, und alle Zungen, die sich gegen dich vor Gericht erheben, sollst du schuldig sprechen. Das ist das Erbteil der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit, die ihnen von mir zu Teil wird, spricht der Herr.“

[29:05] Gott bietet uns hier seine Gerechtigkeit an. Eine Gerechtigkeit, die uns zum Sieger macht in jeder Auseinandersetzung, ob wir angeklagt oder angegriffen werden. Diese Gerechtigkeit, die findet sich im Evangelium, denn in Römer 1, Vers 16 heißt es: „Ich schäme mich des, denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird darin offenbart die Gerechtigkeit aus Gottes, die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben.“ Das Evangelium zeigt uns die Gerechtigkeit Gottes. Diese Gerechtigkeit wird hier in Jesaja 54 Vers 17 beschrieben. Jetzt kommt Jesaja 55 Vers 1: „Ihr Durstigen, kommt her zum Wasser, und ihr, die ihr kein Geld habt, kommt her, kauft und esst! Kommt her und kauft ohne Geld und umsonst Wein und Milch.“ Gott bietet uns diese Gerechtigkeit an. Jeder, der sie haben möchte, kann sie kostenfrei erhalten. Matthäus 5, Vers 6, die vierte Seligpreisung sagt: „Glückselig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten, denn sie sollen gesättigt werden.“ Jesus steht in Offenbarung 3 in Laodizea vor der Tür und klopft an und bietet uns das Evangelium an zum Kauf. Er sagt: „Ich rate dir von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, zu kaufen, damit du reich wirst, und die weißen Kleider und die Augensalbe.“ Wir sollen das kaufen, aber wir müssen kein Geld bezahlen, so wie wir hier das Evangelium kaufen sollen, die Gerechtigkeit Gottes kaufen dürfen ohne Geld.

[30:47] Alle, die durstig sind.

[30:50] Vers 2: „Warum wiegt ihr Geld ab für das, was kein Brot ist, und euren Arbeitslohn für das, was nicht sättigt? Hört doch auf mich. So sollt ihr Gutes essen und eure Seele soll sich laben an fetter Speise.“ Das Evangelium ist nicht eine andere Theorie. Das Evangelium erfüllt unsere tiefsten Sehnsüchte. Das habe ich in meinem Leben erlebt. Wenn man mit Gott im Reinen ist, hat man alles das, wonach man sich sehnt. Ist unsinnig, die Zeit und Energie in Dinge zu stecken, die das nicht vermögen. Warum haben wir so wenig Zeit für das, was unsere tiefsten Sehnsüchte stillen kann? Warum haben wir so viel Zeit für Schrott und so wenig Zeit für ein Nachdenken über die Bibel? Wenn dir dein ewiges Leben wichtig ist, nimm dir Zeit. Schneide irgendetwas anderes aus deinem Leben. Nimm dir Zeit, über Gottes Wort wirklich nachzudenken. Das kann nicht mal eine Predigt ersetzen, die du hörst. Nee, kein YouTube-Video kann das ersetzen. Unsere YouTube-Videos können dich nur dazu anstupsen, das selbst zu tun.

[32:06] Vers 3: „Neigt eure Ohren und kommt her zu mir. Hört, so wird eure Seele leben, denn ich will euch einen ewigen Bund gewähren, die Gnadengüter Davids, die zuverlässig sind.“

[32:20] Gott verspricht uns einen ewigen Bund. Den finden wir in Jeremia 32, Vers 38 bis 41, so wunderbar beschrieben. Ich möchte noch einmal kurz hier vorlesen: „Und sie sollen mein Volk sein und ich will ihr Gott sein. Und ich will ihnen ein Herz und einen Wandel geben, dass sie mich alle Zeit fürchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach ihnen. Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schließen, dass ich nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohl zu tun.“ Der ewige Bund besteht darin, dass Gott uns dauerhaft Gutes tun will, zu unserem Besten. Und ich werde die Furcht von mir, fürchtet Gott geht in die Ehre, in ihr Herz geben, damit sie nicht mehr von mir abweichen und damit ich mich über sie freuen kann, ihnen wohl zu tun. Und ich werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit mit meinem ganzen Herzen und mit meiner ganzen Seele.“ Gott zeigt dir, was er für uns tun möchte. Er möchte, dass es uns gut geht. Er möchte, dass wir glücklich sind und das möchte er von ganzem Herzen. Das ist der ewige Bund, den er uns gewähren möchte. Das ist nicht nur ein Vertrag, wo Verhandlungen dann zum Abschluss kommen, sondern das ist, was Gott mit dem ewigen Bund meint. Er möchte uns das geben, was gut für uns ist. Deswegen sagt er: „Eure Seele soll sich laben an fetter Speise. Hört, so wird eure Seele leben.“ Die Gnadengüter Davids, die zuverlässig sind. Dem David wurde das Kommen des Messias angekündigt. Kann man nachlesen in 2. Samuel Kapitel 7 Vers 12 bis 16. Die Propheten beziehen sich darauf, wenn sie z.B. sagen in Jeremia 23 und dort Vers 5 und 6, wo es heißt: „Siehe, es kommt spricht der Herr, da werde ich dem David einen gerechten Spross erwecken. Der wird als König regieren und Weise handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden. In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher wohnen.“ Und das ist der Name, den man ihm geben wird: „Der Herr ist unsere Gerechtigkeit.“ Gott sagt in Jesaja 54: „Das ist meine Gerechtigkeit, die ich euch schenke. Ich möchte sie euch geben. Ich möchte, ihr könnt sie kaufen umsonst. Nehmt sie doch.“ Und jetzt sehen wir hier die Gnadengüter Davids. Es ist die Verheißung, die David gegeben worden ist, der Spross Davids, der Sohn Davids, indem wir diese Gerechtigkeit empfangen, der uns diese Gerechtigkeit schenkt, indem wir die Gerechtigkeit haben, die Gott sich wünscht.

[34:40] Deswegen heißt Jesus Matthäus 1, Vers 1: „Der Sohn Davids.“ Jesus Christus ist der, der diese Gerechtigkeit uns schenkt. Und wenn wir die Bibel wirklich richtig lesen wollen, dann müssen wir Ausschau halten in der Bibel nach der Gerechtigkeit Gottes in Jesus, der Herr, unsere Gerechtigkeit, die Gerechtigkeit, die er uns schenken möchte durch das Evangelium.

[35:08] Vers 4 in Jesaja 55: „Siehe, ich habe ihn zum Zeugen für Völkerschaften bestimmt, zum Fürsten und Gebieter von Völkern.“

[35:16] „Siehe, du wirst dein Volk berufen, das du nicht kennst, und ein Volk, das dich nicht kannte, wird dir zulaufen wegen des Herrn, deines Gottes, und um des Heiligen Israels willen, weil er dich herrlich gemacht hat.“ Der Messias, Jesus, ist ein Erlöser für alle Völker. Matthäus 28 sagt uns: Evangelium soll in die ganze Welt getragen werden. Das ewige Evangelium soll zu allen Völkern, Nationen, Stämmen und Sprachen, die uns Offenbarung 14 Vers 6 und 7 deutlich macht.

[35:46] Und dann lesen wir hier in Jesaja 55 Vers 6: „Sucht den Herrn, solange er zu finden ist, ruft ihn an, während er nah ist.“ Jetzt kommt die Einladung zu diesem Evangelium. Wir sollen Gott suchen, solange die Gelegenheit dazu da ist. Irgendwann ist die Gnadenzeit zu Ende. Die Bibel sagt in Offenbarung 15, Vers 8: „Es kommt ein Zeitpunkt, wo wir nicht mehr in den Tempel, das heißt in das himmlische Heiligtum hineinkommen können, weil dann die Gnadenzeit vorbei ist.“ Das heißt in Offenbarung 15 und dort Vers 8: „Und der Tempel wurde erfüllt mit Rauch von der Herrlichkeit Gottes und von seiner Kraft. Und niemand konnte in den Tempel hineingehen, bis die sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.“ Dann wird der, der heilig ist, weiter heilig sein und der, der ungerecht ist, weiter ungerecht sein.

[36:32] Aber noch ist Gnadenzeit, noch ist die Möglichkeit, das Evangelium anzunehmen. Die Gerechtigkeit, die Gott uns schenken möchte, wird uns immer noch angeboten. Wir dürfen zu Gott kommen und ihn anrufen. Und Vers 7 sagt uns jetzt, wie wir diese Gerechtigkeit erhalten können. Das heißt hier: „Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken.“ Eine echte Buße, eine Metanoia, ein Umkehren, den Weg verlassen, die Gedanken zurücklassen, und er kehre um zu dem Herrn. So wird er sich über ihn erbarmen und zu unserem Gott, denn bei ihm ist viel Vergebung.“ Die Gerechtigkeit von Jesaja 54, Vers 17, die uns in Offenbarung in Jesaja 55 Vers 1 angeboten wird und den folgenden Versen, besteht darin, dass Gott uns alle Sünden vergeben möchte. Bei ihm ist viel Vergebung.

[37:19] Sein Aufruf zur Buße. Johannes der Täufer hat gesagt: „Tut Buße, denn das Evangelium und glaubt an das Evangelium. Das Reich Gottes ist nahe gekommen.“ Jesus hat dasselbe gepredigt in Matthäus 4, Vers 17. Gott ist bereit, einem jeden Sünder, der umkehrt, zu vergeben. Wir haben im Sendemanuskript eine ganze Reihe von Bibelversen. Man könnte noch viel mehr finden. Die Bibel ist voll davon. Sie sagt uns, um nur ein Beispiel zu nennen, in Jesaja 43, Vers 22: „Ich tilge deine Übertretung wie einen Nebel und deine Sünden wie eine Wolke. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst.“ Dieser Aufruf gilt nicht nur an die Menschen, die damals Jesaja gelesen haben zur Zeit von Jesaja. Dieser Aufruf gilt für dich und mich. Lasst uns umkehren zu Gott, solange er noch Gnadenzeit gewährt, dass wir erlöst werden, dass alle unsere Sünden vergeben und schließlich getilgt werden. Das ist die Einladung, die Einladung der Bibel.

[38:26] Sie sagt in Jesaja 1 und dort Vers 18: „Kommt doch, wir wollen miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee. Wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie weiß wie Wolle werden.“ Das ist der Aufruf. Und dieser Aufruf, den finden wir jetzt in Jesaja 55 auch, wo es heißt in Vers 8: „Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht der Herr, sondern so hoch der Himmel über der Erde ist, so viel höher sind meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.“ Wenn wir denken, es ist vorbei, ist es für Gott noch lange nicht vorbei. Wenn wir denken, uns kann nicht geholfen werden, dann ist das aus Gottes Sicht gar nicht der Fall. Wenn wir denken, wir sind zu weit gegangen, wir haben zu viel gesündigt, er kann uns nicht vergeben, dann sagt uns Gott: Meine Gedanken sind so viel höher, du weißt gar nicht, was ich alles für dich tun kann. Glaube mir, wir können Gottes Gedanken nicht alle verstehen. Wir können Gott glauben, dass das, was er uns anbietet, wirklich wahr ist.

[39:35] Und was sind das für Gedanken? Das hat Jesaja 29 und dort ab Vers 11. Jesaja 29, Verzeihung, Jeremia natürlich, nicht Jesaja. Jeremia 29 und dort ab Vers 11: „Denn ich weiß, was für Gedanken über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und ich will euch erhören.“ Das sind die Gedanken, die Gott über uns hat, die so viel höher sind als unsere eigenen Gedanken. Es sind Gedanken des Friedens. Es sind Gedanken der Zukunft, Gedanken der Hoffnung. Gott hat einen Plan für dich und mich.

[40:21] Wenn wir die Bibel studieren, dann entdecken wir die Gedanken Gottes. Das, was wir selbst nie uns hätten ausdenken können, offenbart uns Gott. Deswegen sagt Paulus im 1. Korintherbrief, dass die Welt in ihrer Weisheit Gott nicht erkannt hat, heißt hier in 1. Korinther 1 und dort Vers 21: „Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Verkündigung diejenigen zu retten, die glauben.“ Weltliche Philosophie, weltliche Wissenschaft kann uns das nicht bringen und zeigen, was Gott in seiner Offenbarung tut, nämlich, dass er uns retten möchte, dass er gute Gedanken hat. Und wenn wir das verstehen, wenn wir diese Gedanken sehen in seinem Wort, dann werden wir ihn anrufen, dann werden wir zu ihm beten, er wird erhören. Das heißt in Vers 13: „Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangt.“ Lieber Freund, liebe Freundin, lass mich ganz einfach machen: Wenn du die Bibel richtig lesen möchtest, dann schlag sie auf. Bitte Gott, dir etwas zu zeigen über ihn und über das Evangelium. Und wenn du es dann verstanden hast, dann sage Gott: Das wünsche ich mir von ganzem Herzen für mein Leben, und er tut es.

[41:35] Das ist alles. Du sagst: „Gott, ich wünsche es mir von ganzem Herzen.“ Und du wünschst es dir wirklich, wenn du es dir wünschst und sagst: „Herr, bitte tu das in meinem Leben.“ Dann tut er das. Er sagt: „Ja, ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr von ganzem Herzen nach mir verlangt, und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der Herr. Und ich werde euer Geschick wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, zu denen ich euch verstoßen habe, spricht der Herr. Und ich werde euch wieder an den Ort zurückbringen, von dem ich euch weggeführt habe.“

[42:08] Gottes Gedanken sind höher, als wir uns das vorstellen können. Und in diesem Zusammenhang, in diesem Kontext sagt er jetzt, der Jesaja, Vers 10: „Denn jetzt kommt die Begründung: Denn gleich wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, bis er die Erde getränkt und befruchtet und zum Grünen gebracht hat und dem Seemann Samen gegeben hat und Brot dem, der isst – genauso soll auch mein Wort sein, das aus meinem Mund hervorgeht. Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern es wird ausrichten, was mir gefällt und durchführen, wozu ich es gesandt habe.“

[42:54] Wenn wir von ganzem Herzen das Evangelium haben wollen, wird das Wort Gottes uns nicht enttäuschen. Wenn wir Rettung suchen, wird das Evangelium uns nicht enttäuschen. Wenn wir Gott wieder in unserem Leben haben wollen, wird die Bibel, wird Bibelstudium uns nicht enttäuschen. Gott wird uns das in Fülle, in Hülle und Fülle offenbaren und zeigen. Und wenn wir es glauben, werden wir es erleben. Und jeder, der das schon in seinem Leben getan hat, weiß, es ist die Wahrheit.

[43:19] Genauso funktioniert echtes Bibelstudium.

[43:33] In 5. Mose 30 findet sich eine ganz besonders schöne Bibelstelle. Dort heißt es in Vers 11: „Denn dieses Wort, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar für dich und nicht zu fern. Es ist nicht im Himmel, dass du sagen müsstest: Wer will für uns zum Himmel fahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun? Es ist doch nicht jenseits des Meeres, dass du uns sagen müsstest: Wer will vor uns über das Meer fahren und es uns holen und es uns hören lassen, dass wir es tun? Sondern das Wort ist sehr nahe bei dir in deinem Mund und in deinem Herzen, sodass du es tun kannst.“

[44:12] Wenn wir Gottes Wort in unserem Herzen haben, wir können dazu den Parallelberichten, den Parallel die Parallelstelle im Neuen Testament in Römer 10, Vers 6 bis 9 lesen. Wenn wir Gottes Wort und das bedeutet Christus im Herzen haben, dann können wir auch tun, was Gottes Wort sagt.

[44:36] Und so lesen wir am Ende von Jesaja 55, wie dort steht in Vers 12 und 13: „Denn ihr werdet mit Freuden ausziehen und in Frieden geleitet werden. Die Berge und Hügel sollen vor euch in Jubel ausbrechen und alle Bäume des Feldes in die Hände klatschen. Statt der Dornen werden Zypressen wachsen und statt der Hecken Myrte. Und dass wir dem Herrn zum Ruhm gereichen zu einem ewigen Zeichen, das nicht vergehen wird.“

[44:58] Kontext ist hier: Gott verspricht: „Ich bringe euch aus Babylon wieder zurück.“ Das ewige Evangelium bringt die Rückkehr aus Babylon. Offenbarung 18, Vers 1, zeigt, wie die ganze Erde erleuchtet wird mit der Herrlichkeit Gottes und der Ruf dann erschallt in Vers 4: „Kommt aus ihr heraus, mein Volk.“ Gott ruft sein Volk aus Babylon durch das wahre biblische Evangelium. Und er sucht Männer und Frauen, die die Bibel so lesen, so studieren, dass sie nicht einfach nur ein Bibelquiz beantworten können, dass sie nicht einfach nur intellektuell etwas gelernt haben, sondern dass sie das Evangelium selbst erlebt haben, um anderen zu helfen, Babylon zu verlassen, um anderen zu helfen, zu Jesus zu finden, um anderen zu helfen, die Gerechtigkeit Gottes in Fülle anzunehmen, die uns zugerechnet und verliehen wird.

[45:46] Die Gerechtigkeit, die Jesus der Gemeinde Laodizea anbietet.

[45:54] Die Erlösten kehren nach Zion zurück. So sagt es Jesaja 35 und dort Vers 10: „Mit Freude und die Erlösten des Herrn werden zurückkehren und nach Zion kommen mit Jauchzen. Ewige Freude wird über ihrem Haupt sein, Wonne und Freude werden sie erlangen, aber Kummer und Seufzen werden entfliehen.“ Es ist eine gute Nachricht. Es ist eine freudige Nachricht. Gott kann das tun, was er sagt. Gott gibt nicht Regeln und schaut dann, ob wir sie eingehalten haben. Gott gibt uns seinen Charakter, sein Wesen und zeigt uns dann, wie er in uns das bewirken kann, dass wir alleine niemals schaffen könnten. Seine gute Nachricht. Er rettet uns heraus und führt uns zum Berg Zion. In Offenbarung 14 Vers 1 finden wir die 144.000, die Erlösten der Endzeit auf dem Berg Zion mit dem Lamm, das für sie geschlachtet worden ist, mit Jesus. Die sind aus Babylon herausgekommen.

[46:44] Ich möchte mir neu vornehmen, jeden Tag die Bibel zu lesen, nicht nur, um sie gelesen zu haben, sondern sie zu studieren als ein Schüler, um Jesus besser kennenzulernen. Das kann vielleicht sogar nur ein Vers am Morgen sein, aber dieser Vers so gelesen, dass ich etwas lerne über Gott, etwas lerne über mich, etwas lerne über das Leben und die Art und Weise, wie Gott es wünscht, dass ich leben soll. Ein Vers, der mir zeigt, wie Gott das in mir bewirkt.

[47:11] Ich möchte in Jesus sein, in Jesus bleiben, sein wunderbares Evangelium noch viel besser kennenlernen und dadurch dem Heiligen Geist ermöglichen, die Geduld, die Selbstbeherrschung, die Freude, die Freundlichkeit, die Güte, die Liebe in meinem Herzen wachsen zu lassen, damit ich das alles in meinem Leben auch tun kann und anderen weitergeben kann. Ist das dein Wunsch? Möchtest du die Bibel so studieren, dass Jesus in dir Gestalt gewinnt und seinen Charakter in dir reproduzieren kann? Lass uns dafür beten.

[47:53] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast und dass du uns so wunderbare schöne Wahrheiten zeigst. Möchte dich bitten, dass du uns neu daran erinnerst, dein Wort tatsächlich wirklich aus Liebe zu dir immer besser kennenlernen zu wollen, um zu wissen, was du sagst, um zu wissen, wie du bist und Erfahrung mit dir zu machen. Herr, das bitte ich dich von ganzem Herzen. Schenk das jedem Einzelnen, der dieses Video sieht und auch vielen anderen Menschen. Lass uns zu Boten sein, die diese Erfahrung mit anderen teilen, dass echtes Bibelstudium, so wie du es Herr Jesus selbst gemacht hast, uns auf das Ängste mit Gott verbindet.

[48:34] Herr, Dank dafür. In deinem Namen beten wir. Amen.

[48:42] Wir haben uns die letzten beiden Wochen, heute und letzte Woche, mit der Bibel beschäftigt. Nächste Woche wollen wir zum Gebet kommen. Das Gebet ist mindestens genauso wichtig, wenn es darum geht, im Glauben zu wachsen, wie das Wort Gottes. Wir brauchen beides und wir wollen das nächste Mal und auch das übernächste Mal uns Gedanken machen, was es bedeutet, so zu beten, dass wir eine tiefere Freundschaft zu Jesus haben. Bis dann wünsche ich euch Gottes reichen Segen und freuen uns, wenn ihr dann wieder einschaltet. Gott mit euch. Bis zum nächsten Mal.


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