In dieser Folge von „Der Ersehnte“ tauchen wir in Lukas 12:54-56 ein und beleuchten, wie Jesu Botschaft selbst die engsten Familienbande herausfordern kann. Entdecke, warum das Erkennen der Zeichen der Zeit so entscheidend ist und wie wir persönlich auf Gottes Wirken reagieren.
Der Ersehnte: 268. „…dass ihr diese Zeit nicht beurteilt?“
Christopher Kramp · Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus ·Themen: Bibel, BibelstudiumPodcast Diese Aufnahme ist teil eines Podcasts
Der Ersehnte
„Der Ersehnte“ wird das Leben und Wirken von Jesus Christus detailliert und chronologisch beleuchten. Die verschiedenen Evangeliumsberichte werden in ein harmonisches Ganzes zusammengefügt und die vielen alttestamentlichen Wurzeln und Bezüge aufgezeigt. Über allem steht der Wunsch, unseren Herrn und Erlöser in Seinem alltäglichen Leben besser kennen zu lernen. Diese Aufnahmen sind einer Videoserie auf https://www.joelmedia.de/serien/der-ersehnte/ entnommen.
Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:
Weitere Aufnahmen
Serie: Der Ersehnte – Ein chronologisches Studium über das Leben und Wirken von Jesus Christus
-
0:0
-
0:0
-
0:0
Transkript
[0:30] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Seminar "Der Ersehnte" hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu einer weiteren Folge. Wir wollen einen neuen Abschnitt in Lukas Kapitel 12 betrachten, einige Verse dort, drei genau, um genau zu sein. Und wie immer möchten wir unser Bibelstudium damit beginnen, dass wir Gott einladen, uns zu segnen, uns gute Gedanken zu geben und uns so zu führen, dass wir ihn so verstehen, wie er wirklich ist. Und wenn es dir möglich ist, dann lade ich dich ein, mit mir zu Beginn niederzuknien.
[1:12] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du in deinem Wort uns so viele interessante und kostbare Wahrheiten offenbarst und danke, dass wir immer wieder von verschiedenen Perspektiven sehen können, wie du bist, wie du handelst und wie du denkst. Und dass wir sehen können, dass das für unser Leben genauso gilt wie für die Menschen, die vor 2000 Jahren die Worte von Jesus gehört haben. Ich möchte dich bitten, dass du zu mir sprichst, dass du zu uns sprichst und dass dein Wort uns ganz wertvoll wird und wir neu angeregt werden, motiviert werden, drüber nachzudenken, wo ich persönlich, wo wir persönlich stehen, dass wir festhalten an dir, wachsen in dir und uns drüber Gedanken machen, uns Gedanken machen, was du dir wünschst für unser Leben, was das Beste ist. Ja, ich möchte dich bitten, dass du jetzt mit deinem Heiligen Geist in Vollmacht zu uns sprichst. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[2:16] In Lukas Kapitel 12 wollen wir heute Vers 54 bis 56 uns anschauen. Wir haben das letzte Mal gesehen, dass Jesus seinen Jüngern deutlich gemacht hat, dass Glaube und Nachfolge dazu führen können, dass selbst die kleinste, intimste soziale Einheit, die es gibt, die Familie, die Kernfamilie, dass die gespalten werden kann wegen dem Glauben, weil es Menschen gibt, die Jesus nachfolgen innerhalb der Familie und andere nicht. Wir haben gesehen, dass in diesem Sinne wir nicht erwarten können, dass wenn wir Jesus nachfolgen, wir mit allen Menschen, nicht einmal mit unseren Nächsten verwandt, in völligem Frieden leben werden. Es kann sein, dass wir Verfolgung erleben von Menschen, die uns ganz ganz ganz nahe sind. Wir haben gesehen, der Friede, den Jesus bringt, ist der Friede des Herzens auf dieser Erde. Solange es die Sünde gibt, wird es gegen Jesus und Evangelium Widerstand und Angriff geben.
[3:27] Wir kommen jetzt zu Vers 54 und wir sehen, wie Jesus sich jetzt wieder an die Allgemeinheit um ihn herum wendet, an die Volksmenge, die ja dort anwesend sind. Wir hatten in Lukas 12 gelesen in Vers 1: "Als ich inzwischen das Volk zu Tausenden gesammelt hatte, sodass sie aufeinander traten, begann er zuerst zu seinen Jüngern zu sprechen." Und dann kamen einige Dinge, die Jesus auch ganz besonders mit den Jüngern geteilt hat und immer wieder aber auch Dinge, die besonders die, wo auch die Volksmenge dann im Fokus stand. Wir erinnern uns, dass einer in Vers 13 aus der Volksmenge zu ihm kam und ihn gebeten hatte, Erbteiler zu sein und Jesus auch darauf geantwortet hat. Und dann haben wir gesehen, wie in Vers wieder speziell auch zu den Jüngern gesprochen hat. Und jetzt sehen wir hier in Vers 54 in Lukas 12: "Er sprach aber auch zu der Volksmenge." Im Griechischen steht da sogar der Plural zu den Volksmengen. Es waren wirklich viele Leute da.
[4:32] Und er sagt hier: "Wenn ihr das Gewölk aufsteigen seht vom Westen her, so sagt ihr sofort, es gibt Regen und es geschieht auch so. Und wenn der Südwind weht, so sagt ihr, es wird heiß, und es geschieht auch so. Ihr Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr beurteilen. Wie kommt es aber, dass ihr diese Zeit nicht beurteilt?"
[4:57] Auch hier, wie in so vielen anderen Fällen in diesen Kapiteln von Lukas, wo er in Pera jetzt wirkt, finden wir, dass er etwas ähnliches schon vorher einmal gesagt hatte. Der entsprechende Parallelvers ist diesmal oder die Parallelpassage ist diesmal in Matthäus zu finden, in Matthäus 16 und dort Vers 2 und 3.
[5:24] Damals in Galiläa, als Jesus dort mit einem Schiff nach einer Schiffsreise dort erneut ankam, nachdem er vorher in der Dekapolis gewesen ist, im Osten des Sees Genezareth und dort die 4000 Männer plus Frauen plus Kinder gespeist hatte. Wir lesen hier in Matthäus 16 ab Vers 1: "Und die Pharisäer und Sadduzäer traten herzu, versuchten ihn und verlangten, dass er ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen möge. Er antwortete und sprach zu ihnen: 'Am Abend sagt ihr, es wird schön, denn der Himmel ist rot. Und am Morgen: Heute kommt ein Ungewitter, denn der Himmel ist rot und trübe. Ihr Heuchler, das Aussehen des Himmels versteht ihr zu beurteilen. Die Zeichen der Zeit oder der Zeiten, aber nicht.'"
[6:11] Wir sehen hier, dass hier derselbe Gedanke vorliegt, aber Jesus verwendet hier in Lukas 12 ähm andere Wetterphänomene. Ist also nicht einfach dieselbe Begebenheit, ist ein anderer Ort, ist eine andere Zuhörerschaft. Und trotzdem haben wir denselben Grundgedanken, dass Menschen in der Lage sind, etwas über das Wetter vorherzusagen, aber die Zeit nicht geistlich beurteilen können. Dazu jetzt gleich noch mehr.
[6:39] Halten wir erst einmal fest und bemerken wir, dass Jesus damals die Sadduzäer und die Pharisäer angesprochen hat, die Gelehrten, die Gebildeten. Die einen waren konservativ, die Pharisäer hatten mit extra Regeln versucht, das Alte Testament so rigide wie möglich einzuhalten, wie sie dachten. Die Sadduzäer waren eher in dem Sinne locker, sie waren hellenistisch geprägt, sie versuchten die Tradition des Alten Testamentes mit den griechischen philosophischen Ideen ihrer Zeit zu verbinden. Beide Gruppen hatten offensichtlich ein Interesse auch an Wetterkunde und haben anhand der Farbverläufe am Himmel versucht, das nächste Wetter dann entsprechend vorherzusagen.
[7:27] Jesus spricht jetzt hier aber nicht zu Pharisäern und nicht zu Sadduzäern. Er spricht zu den gewöhnlichen Menschen, zu den Volksmengen. Und es wird deutlich, dass die Volksmengen im Grunde genommen, auch wenn sie vielleicht nach anderen, etwas offensichtlicheren Wetterphänomenen Ausschau halten, da können wir gleich noch drüber reden, dass sie dasselbe Problem haben wie die Pharisäer.
[8:01] Jesus hatte in Matthäus 16 die Pharisäer und die Sadduzäer als Heuchler bezeichnet, aber jetzt hier in dieser anderen Gelegenheit bezeichnet er die gesamte Volksmenge als Heuchler. Wir finden etwas ähnliches auch bei Johannes dem Täufer, der manchmal explizit die Pharisäer und Sadduzäer ähm ja getadelt hat. Aber wir finden dann auch denselben Tadel durchaus auch für die gesamte Volksmenge. Das Volk war halt stark geprägt von den Obersten. Und manchmal denken wir vielleicht, na ja, Jesus tadelt das bei den Pharisäern, aber wir sind ja nicht die Pharisäer und übersehen, dass viele Dinge, die Jesus bei den Pharisäern tadelt, er auch bei der Volksmenge zu tadeln hat, dass so mancher Tadel für die Pharisäer und Sadduzäer nur exemplarisch ist.
[9:00] Kann es sein, dass wir manchmal Warnungen und Tadel Gottes an andere Personen, sei in der Bibel oder auch in unserer Zeit sehen und dann vielleicht auch aha und sagen, das ist schon richtig, die Person hat dieses Problem und gar nicht drüber nachdenken, ob der Tadel, der jetzt an eine andere Person gerichtet ist mit Namen und in bestimmten Kontext, ob der nicht prinzipiell sich auch an mich richten könnte?
[9:31] Die Bibel spricht zu konkreten Personen, konkrete Situation, aber ist es nicht so, dass in vielen Fällen der Tadel der Bibel, ob im Alten oder im Neuen Testament an bestimmte Personen, an bestimmte Volksgruppen, an bestimmte Völker, ähm, dass der nicht im Kern im Prinzip auch auf mich zutreffen kann oder zutrifft? Das was die Pharisäer betraf, betraf die ganze Volksmenge.
[10:00] Lass uns beten, dass wir geistliches Unterscheidungsvermögen und geistliche Einsicht bekommen, dass wenn wir einen Tadel sehen, der sich an eine andere Person richtet, wir drüber nachdenken, ob sich dieser Tadel nicht vielleicht auch an uns selbst richtet.
[10:19] Die Volksmenge hat sich auch in der Vorhersage von Wetterphänomen versucht und das durchaus plausibel. Anders als die Pharisäer und Sadduzäer, die die Himmelsfarbe beurteilt haben und dann schon sozusagen etwas komplexere ist eine etwas komplexere Sache, dann daraus zu schließen, wie das Wetter ist, haben sie einfache Dinge beobachtet und daraus Schlussfolgerungen gezogen, die natürlich absolut wahr sind.
[10:47] Er sagt, Jesus sagt: "Wenn ihr das Gewölk aufsteigen seht vom Westen her." In, wenn man sich in äh in Judäa, in Galiläa, in Pera befindet, dann ist im Westen das Mittelmeer. Wenn man also vom Westen, vom Mittelmeer her Wolken aufsteigen sieht, dann ist es nicht schwer zu erahnen, dass es dann über dem äh Gebirge äh über dem Bergland Juda oder auch über dann äh an an den dann da dort, wo der Jordan graben ist und dann geht's ja wieder im Hochland von Moab weiter, äh, dass es dort niederregnen wird.
[11:25] Entsprechend finden wir sogar so eine Beschreibung dieses Wetterphänomens in erste Könige 18, Geschichte von Elia. Nachdem er sieben Mal um Regen gebetet hat, nach an dem berühmten Tag, als Feuer vom Himmel gefallen war auf dem Berg Karmel und es dreieinhalb Jahre zuvor nicht geregnet hatte. Da sagen, da lesen wir in Vers 43: "Und er sprach zu seinem Burschen: 'Geh doch hinauf und schaue zum Meer hin.'" Und als äh Elia dort beim Karmel ist, ist natürlich das Mittelmeer äh gemeint, selbstverständlich. "Geh doch hinauf und schaue zum Meer hin." Da ging er hinauf und schaute hin und sprach: "Es ist nichts da." Er sprach: "Geh wieder hin." So geschah es sieben Mal. Und beim siebten Mal sprach er: "Siehe, es steigt eine kleine Wolke aus dem Meer auf, wie die Hand eines Mannes." Da sprach er: "Geh hinauf und sage zu Ahab: Spanne an und fahre hinab, damit der Regen nicht, damit dich der Regen nicht zurückhält." Und es geschah unterdessen, da wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind und es kam ein gewaltiger Regen. Aha, er bestieg den Wagen und fuhr nach Jesreel.
[12:34] Das war natürlich äh ein übernatürliches Eingreifen Gottes, der aber trotzdem den den natürlichen Mechanismus auch benutzt, dass dort vom Westen, vom Mittelmeer Wolken aufsteigen, die dann über Israel abregnen. Das haben die Menschen mit die Jahrhunderte beobachtet und sie wussten, wenn dort Wolken aufsteigen, dann wird es bald Regen geben. Das war also nicht schwer zu verstehen.
[13:07] Dazu muss man kein besonders großer Experte in Meteorologie sein.
[13:12] Lukas 12 Vers 55: "Und wenn der Südwind weht." Wenn man sich wiederum die geographischen Gegebenheiten vor Augen führt, weiß man, Süden im Süden von Israel, da befindet sich die Wüste, die Negevwüste, da ist es heiß. Und wenn der Südwind weht, sagt ihr so, es wird heiß. Man weiß heute, man sieht es heute in Europa noch, wenn aus der Sahara die Sandwinde kommen, das das hat Auswirkungen auf auf unser Wetter bis hier in Europa. Wenn Wind aus der Negevwüste vom Sinai und vom Negev nach Norden kam, dann hat das Auswirkungen auf die Temperaturen Israel. Das ist ganz offensichtlich und Jesus macht ja auch deutlich.
[13:52] "Es geschieht auch so." Sind also keine Spekulationen, sondern das sind Beobachtungen von Phänomenen in der Natur, die ein vorhersagbares Resultat mit sich bringen. Auch hier finden wir ein biblisches Beispiel, wo dieser Südwind und die daraus entstehende Hitze thematisiert werden und zwar im Buch Hiob in Hiob 37 und dort in Vers 17. Elihu sagt in seiner Schlussrede in Vers 17 folgendes. Vers 16 und 17: "Verstehst du das Schweben der Wolke, die Wunder dessen, der an Verstand vollkommen ist? Du, dem die Kleider zu warm werden, wenn es im Land schwül vom Südwind." Also hier haben wir ganz deutlich den Beleg noch einmal: Der Südwind macht das Klima heiß, macht es schwül. Man möchte am liebsten die Kleider ausziehen. Jesus hat also hier Dinge angesprochen, die allgemein gut bekannt waren und die sich ja auch äh meteorologisch äh plausibel ähm ja, also nachvollziehen lassen.
[14:59] Aber dann kommt Vers 56. Jesus sagt: "Ihr Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels könnt ihr beurteilen. Wie kommt es aber, dass ihr diese Zeit nicht beurteilt?"
[15:12] Jesus stellt fest, dass die Menschen eher in der Lage sind, natürliche Wetterphänomene zu beobachten als geistliche Phänomene. Sind der Lage zu sehen, dass da Wolken aufsteigen, dass sie können den Wind bemerken, aber bemerken sie nicht das Wirken des Heiligen Geistes? Sehen sie nicht Wolken am Horizont in der Prophetie sozusagen?
[15:39] Warum sind Menschen nicht in der Lage, die Zeit, in der sie leben, prophetisch, geistlich, richtig einzuschätzen? Dieses Bild, die Zeiten zu verstehen, kommt wie so vieles von dem, was Jesus sagt, aus dem Alten Testament in erste Chronik Kapitel 12. Denn man fragt sich ja vielleicht, was genau meint Jesus? Was hätten denn die Menschen verstehen sollen? Was hätten sie beurteilen sollen an den Zeiten, in denen sie lebten?
[16:13] Chronik, Kapitel 12 gibt uns einen sehr wichtigen Hinweis. Chronik 12 und dort Vers 33. Da heißt es hier, es geht um das Heer der 12 Stämme, das David krönt in Hebron. Das heißt hier Vers 33: "Von den Söhnen Issaschars, die Einsicht hatten in die Zeiten." Und jetzt kommt, warum, wozu, besser gesagt, um zu wissen, was Israel tun sollte. 200 Häupter und alle ihre Brüder folgten ihrem Wort.
[16:50] In dem Kontext ging es natürlich darum um die Frage, wer jetzt König von Israel werden soll. Es war ja so gewesen, dass David schon eine Zeit lang als König in Hebron regiert hatte und dann sich ganz Israel entschieden hatte, das gesamte Königreich dem David zu übertragen. Und darauf wird offensichtlich angespielt, dass die Söhne Issaschars, die aus dem Norden kamen, genau verstanden hatten, was Gott sich jetzt wünscht. Sie hatten die Lage, in der sich das Land befindet, politisch, innenpolitisch, außenpolitisch, wie auch immer. Die hatten die Lage analysiert, verstanden und festgestellt, jetzt ist es an der Zeit, wir müssen den David zum König, und das ist jetzt dran. Es wäre eine fatale Fehleinschätzung, wenn man jetzt noch einen weiteren Verwandten von Saul zum König machen würde. Es ist jetzt an der Zeit, die Dinge so wie sie gelaufen sind, die die Entwicklung der letzten Jahre zeigen, David soll König werden, der ist von Gott auserkoren. Und deswegen wollen wir jetzt auch aktiv unseren Teil dazu beitragen. Wir wollen den David zum König krönen lassen.
[17:57] Die Söhne Issaschars hatten Einsicht in die Zeiten. Sie verstanden, in welcher Zeit sie lebten. Sie verstanden, was gerade passiert ist, was Gott sich wünscht für die Zukunft und konnten entsprechend auch handeln. Sie wussten, was Israel zu tun hat.
[18:14] Die Idee ist also hier, dass das Beurteilen der Zeit nicht einfach nur eine Analyse ist. Die Zeit zu beurteilen bedeutet nicht nur, aha, wir leben jetzt in dieser Zeitperiode und wir können genau verstehen, warum, was wie passiert. Wir können alles irgendwie analysieren, sondern die Zeiten zu beurteilen im Sinne der Bibel bedeutet, dass man jetzt weiß, was zu tun ist. Beurteilende Zeit führt zu einem Wissen, was zu tun ist.
[18:51] Mit anderen Worten, wenn die Israeliten zur Zeit von Jesus die Zeit richtig beurteilt hätten, hätten sie gewusst, was sie tun müssen. Aber offensichtlich wissen sie das nicht. Sie erkennen nicht, in welcher Zeit sie leben und treffen deswegen die falschen Entscheidungen. Die Söhne Issaschars hatten verstanden, welcher Zeit sie leben und trafen die richtige Entscheidung. Sie wollten dabei sein, als David, der von Gott auserkorene König, auch tatsächlich zum König gesalbt wird. David war ein Vorbild auf Jesus.
[19:27] Jesus ist der Sohn Davids.
[19:36] Die Menschen kamen zwar zu den Predigten von Jesus. Sie ließen sich heilen und waren begeistert, dass er so wunderbare Gleichnisse sprach. Und doch taten sie offensichtlich nicht das, was jetzt eigentlich zu tun gewesen wäre, was zu tun war.
[20:06] Und Jesus fragt sich: "Wie kann das sein? Ihr wisst doch, dass wenn die Wolken aufsteigen, dass ihr euch vorbereiten müsst auf Regen. Ihr wisst doch, dass wenn der Südwind kommt, dass ihr jetzt entsprechend euch kleidungsmäßig anpassen müsst, weil ihr merkt und wisst, es wird jetzt schwül werden. Warum überlegt ihr nicht, in welcher Zeit ihr seid und damit ihr wisst, was zu tun ist, welche Entscheidungen ihr fällen müsst?"
[20:34] Der Messias war gekommen, der Sohn Davids. Aber die Israeliten wussten nicht, was zu tun ist. Einer von ihnen hatte schon lange zuvor von Jesus diese Frage gestellt bekommen. Johannes Kapitel 3 und dort Vers 10. Jesus erwiderte und sprach zu ihm: "Du bist der Lehrer Israels und verstehst es nicht. Du weißt nicht, was jetzt zu tun ist." Denn Jesus hatte deutlich gemacht, wenn man das Reich Gottes, das Jesus ankündigte, wirklich auch annehmen möchte, wenn man dort leben möchte, wenn man in das Reich hineingehen möchte, muss man wiedergeboren werden durch Wasser und Geist.
[21:13] Die Menschen, die Jesus von Tag zu Tag folgten, waren im Wesentlichen nicht viel anders als der Nikodemus, der zu Jesus gekommen war in Johannes 3 und dort Vers 2, der gesagt hatte: "Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist, denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn, dass Gott mit ihm ist." Äh, sie haben alle, also die ihm einigermaßen wohlgesonnen waren, Nikodemus und das Volk, sie haben gesehen, dass er ein Lehrer ist, sie haben ihn als Rabbi anerkannt. Sie haben geglaubt, dass er von Gott einen besonderen Auftrag bekommen hat. Sie waren dankbar für die Zeichen, aber sie haben nicht verstanden, dass all das nur Zeichen waren, die sie zu einem Handeln bringen sollten, nämlich daran zu glauben, dass er für ihre Sünden sterben wird, dass er ihr persönlicher Erlöser ist, dass sie eine Wiedergeburt brauchen, dass sie vom Geist und durch Geist und Wasser neu geboren werden müssen. Das hat Nikodemus nicht verstanden. Das haben die Menschen nicht verstanden. Und das, obwohl das ganze Alte Testament darauf hinwies, dass der Erlöser nicht dazu da ist, einfach nur Feinde zu vertreiben, sondern Erlösung von den Sünden zu bringen.
[22:22] Der Messias ist gekommen und die Israeliten wussten nicht, was sie eigentlich tun sollten. Sie sahen die Zeichen. Sie sahen, dass ihr jemand Wunder tut, dass jemand lehrt, dass jemand predigt, dass jemand all das tut, was im Alten Testament beschrieben steht, aber sie haben nicht überlegt, ja, was bedeutet das dann für uns? Was müssen wir jetzt tun?
[22:40] Die Söhne Issaschars, die hatten gesehen, wie was mit dem Königreich Sauls wurde. Sie hatten gesehen, wie David an Macht gewann. Sie hatten von den Prophezeiungen gehört, die über David ergangen waren durch Samuel. Sie haben verstanden, jetzt ist die Zeit, dass wir handeln müssen, dass wir zu David gehen und uns ihm unterwerfen und ihn zum König über uns machen. Sie hatten Einsicht in die Zeiten, um zu wissen, was Israel tun sollte.
[23:04] Und hier waren Menschen, die hörten den König der Könige reden und handeln und Wunder tun und kamen nicht auf die Idee, ihr ganzes Leben ihm zu übergeben, ihn als Erlöser für ihre Sünden in Anspruch zu nehmen.
[23:23] Wissen wir, in welcher Zeit wir leben? Oder sind wir auch zufrieden damit, die Zeichen der Zeit zu erkennen und sagen, aha, hier sind einige Dinge, die nicht gut laufen. Das könnte irgendwie mit der Endzeit zu tun haben. Beurteilen wir die Zeit wirklich? Denn wenn wir sie wirklich beurteilen, dann wissen wir, was wir tun müssen.
[23:50] Jesus hat nicht gemeint mit dem Beurteilen, dass man einfach den Predigten von Jesus zuhört, denn das taten sie. Die Menschen waren ja da und sie brachten ihre Kranken. Jesus meinte offensichtlich etwas weitergehendes, nämlich, dass sie das Geschenk der Erlösung für sich persönlich in Anspruch nehmen. Das taten die wenigsten.
[24:21] Wie kommt es aber, dass er diese Zeit nicht beurteilt? Steht nicht nicht beurteilen könnt, sondern nicht beurteilt sie. Sie sie taten es einfach nicht. Sie haben nicht drüber nachgedacht, in welcher Zeit sie wirklich leben.
[24:45] Jesus, als er diese Worte sagt, befindet sich nur noch höchstens wenige Monate, vielleicht sogar nur noch einige Wochen. Wir haben ja keine genaue Tag für Tag Chronologie dieser Ereignisse. Nur noch wenige Monate, vielleicht sogar nur einige Wochen vor der Kreuzigung. Daniel 9 Vers 26 und 27 steht kurz vor der Erfüllung. Er hatte schon seit seinem Beginn seines Dienstes gesagt: "Die Zeit ist erfüllt" und damit Bezug genommen auf Daniel 9 Vers 25, wo es heißt: "So wisse und verstehe vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, den Fürsten. Vergehen 7 Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder gebaut und zwar in bedrängter Zeit." Die 483 Jahre, diese 7 + 62 Wochen = 483 Tage Jahrtagprinzip sind gleich 483 Jahre wegen des Jahrtagsprinzip.
[25:47] Diese Zeit war abgelaufen im Jahre 27. Jesus war als Messias aufgetreten, als Fürst des Reiches Gottes.
[26:01] Aber was ist zu tun für das Volk Israel? Was sollten sie beurteilen? Sie sollten, wenn das stimmt, dass Jesus jetzt seit dem Jahr 27 als Gesalbter umhergeht. Sie sollten mal nachdenken, was steht denn noch in der Prophezeiung? Dort steht: "Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und ihm wird nicht zu Teil werden." Dort steht in Vers 27: "Und er wird mit den vielen einen festen Bund schließen eine Woche lang und in der Mitte der Woche wird er Schlacht- und Speisopfer aufhören lassen."
[26:29] Sie hätten nachdenken sollen: Moment mal, wir leben in einer Zeit. Diese dreieinhalb Jahre des Dienstes sind ja fast vorbei. Wir sind jetzt schon Ende des Jahres 30, Anfang 31, war noch wahrscheinlich Anfang 31. Die 300 Jahre sind fast vorbei. Die Mitte der Woche ist fast erreicht. Die Opfer hören auf. Was bedeutet das denn? Wenn die Opfer aufhören, was muss ich tun? Wozu stirbt denn der Messias?
[26:51] Vers 24: "Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen." Was sie hätten verstehen sollen, drüber nachdenken sollen, ist: Wenn dieser Jesus wirklich der Messias ist, wenn die Zeit erfüllt ist, dann stehen wir kurz davor, dass das Problem der Sünde ein für alle Mal gelöst wird. Jetzt ist die Zeit, den Messias als Erlöser für die Sünde anzunehmen.
[27:28] Jetzt ist die Zeit, seine Vergebung in Anspruch zu nehmen. Jetzt ist die Zeit, ihn nicht nur als einen Wunderwirker und einen Lehrer, sondern als den Heiland, den Erlöser, den Retter von aller Sünde anzunehmen. Dazu war doch gekommen. Er war gekommen, um sein Volk zu retten von ihren Sünden.
[27:50] Und ja, einzelne haben das im Glauben angenommen. Einzelne, aber das Volk im Ganzen hat es nicht verstanden. Haben die Zeiten nicht beurteilt, haben sich nicht gefragt: Ja, in welcher Zeit leben wir denn? Wenn wir wirklich glauben, dass Jesus die Erfüllung des Messias sein kann. Ja, in welcher Zeit leben wir? Dann leben wir doch von Daniel 9. Was steht denn da? Was muss denn jetzt getan werden?
[28:16] Jesus, der, wie wir wissen aus Markus 1, Vers 14, 15, der Daniel 9 gepredigt hat: "Die Zeit ist erfüllt." Der hat die die die Volksmenge gefragt: "Warum versteht ihr die Zeit nicht, die prophetische Zeit, in der wir leben?"
[28:41] Jesus kam auf die Erde, weil die Zeit erfüllt war, als die Zeit erfüllt war. Sagt Galater 4, Vers 4.
[28:48] Wie sieht es mit uns aus? Kennen wir die Zeit, in der wir leben? Schätzen wir die Zeit, in der wir prophetisch leben? Schätzen wir sie prophetisch, geistlich, richtig ein, damit wir wissen, was zu tun ist? Oder sind wir einzig und allein damit beschäftigt, immer wieder die Nachrichten zu verfolgen, um zu sehen, was in der Welt los ist, damit wir irgendwie sagen können, ja, wir sind irgendwie in der Endzeit, wir sind irgendwie in der Endzeit. Wissen wir, was geistlich zu tun ist?
[29:21] Für die Menschen hat es nicht ausgereicht zu glauben, ja, Jesus ist die Erfüllung des Messias. Er kommt jetzt und er tut Wunder und dies und jenes. Wir folgen ihm einfach im Sinne von, dass wir weitere Wunder erleben und Predigten von ihm hören. Sie mussten geistlich verstehen, was er für ihr Leben tun sollte. Weißt du, in welcher Zeit wir leben und was das geistlich für dich und mich bedeutet?
[29:42] Wenn wir sagen, wir leben zur Zeit des großen Versöhnungstages, wir glauben, dass 1844 der große Versöhnungstag im Himmel begonnen hat, die Zeitbereinigung der 2300 Abend und Morgen, der große Rahmen bilden, von dem hier Vers Kapitel die Zeiten 27 und 31 nur Abschnitte bilden. Dieselbe Prophezeiung, wenn wir glauben, dass sich das erfüllt hat im Jahre 1844 und jetzt Jesus im Allerheiligsten für uns einen besonderen Dienst tut. Was bedeutet das geistlich für uns? Oder leben wir so, als ob es 1844 eigentlich gar nicht geben würde? Wenn wir glauben, wir stehen kurz vor der Wiederkunft, wenn wir Matthäus 24 sehen und die Zeichen der Zeit, sie sich vor unseren Augen erfüllen, sind wir einfach mit zufrieden sagen, aha, noch ein anderer Krieg und noch ein anderes Erdbeben, eine Pandemie hier dies und jenes. Sind wir damit zufrieden, das zu erkennen, dass es dass es das gibt, oder fragen wir uns, was ist geistlich zu tun?
[30:43] Jesus hat in Matthäus 24 nicht nur Zeichen gegeben, er hat in Matthäus 25 mehrere Gleichnisse gegeben, um uns deutlich zu machen: Wenn ihr das seht, dann beurteilt es und wisst dann, was zu tun ist, was getan werden muss.
[31:01] Wenn ich glaube, dass wir kurz vor der Wiederkunft stehen, dann muss ich aus Matthäus 25 für mich die Entscheidung fällen, dass ich extra Öl mitnehme, dass ich genügend Öl in meinen Lampen habe. Dann muss ich die Entscheidung fällen, welche Talente habe ich und wie kann ich sie jetzt einsetzen? Dann muss ich aus Matthäus 25 überlegen, was wird am Ende im Gericht zählen? Und lebe ich so, wie hier in Matthäus 25 in der zweiten Hälfte beschrieben wird, dass Jesus die Gläubigen beschreibt, die ohne an sich selbst zu denken für andere da sind.
[31:35] Denn wenn wir zwar sagen, wir leben kurz vor der Wiederkunft, aber wir handeln nicht so, wie es Matthäus 25 in den Gleichnissen beschrieben wird, dann sind wir wiederholen wir denselben Fehler, den auch die Menschen damals zur Zeit von Jesus gemacht haben. Selbst wenn wir in die Gemeinde gehen, so wie die Menschen damals Jesus von Ort zu Ort gefolgt sind, seine Predigten gehört haben, kann es sein, dass uns manchmal mit dem Wetter, mit dem Wetter besser auskennen als mit dem, was die Prophetie uns wirklich lehrt?
[32:12] Wir sagen, wir leben in der Zeit von 1844. Was bedeutet das geistlich für mich, dass Jesus ins Allerheiligste gegangen ist? Was bedeutet es, dass das Blut von Jesus, das Blut von Golgatha jetzt den ganzen Weg bis zur Bundeslade geht? Was bedeutet, was darf ich denn jetzt in Anspruch nehmen durch die Gnade Gottes?
[32:30] Soll ich weiter, wollen wir wirklich weiterhin immer noch sagen, dass die zehn Gebote äh nicht zu halten sind, obwohl das Blut Jesu, das uns von aller Sünde reinigt, bis dort in die Bundeslade kommt und am Sühnedeckel die Gnade und die Gerechtigkeit in Harmonie zusammenkommen? Ist es nicht an der Zeit zu erkennen, dass wir die Gnade Gottes in Anspruch nehmen wollen, nicht nur für die vergangenen Sünden, sondern auch für ein siegreiches Leben jetzt und hier und heute?
[33:07] Ist es nicht an der Zeit jetzt noch was immer in unserem Leben Gott nicht gefällt, ihm zu geben, damit jetzt dem Gericht die Sünden vergeben und dann ausgetilgt werden können?
[33:17] Schätzen wir die Zeit, in der wir leben, geistlich richtig ein. Wir sagen, wir sind die Gemeinde Laodizea, aber das ist nicht nur eine Standortbestimmung im Strom der der Kirchengeschichte. Wenn wir wirklich glauben, wir sind Laodizea und wir beurteilen können, wenn wir unsere eigene Gemeinde auch geistlich beurteilen, die Zeit in der wir leben, wissen wir dann, was zu tun ist? Oder sind wir einzig und allein damit zufrieden, die Gemeinde als Laodizea zu identifizieren?
[33:47] Sind wir damit zufrieden zu sagen, aha, wir sind Laodizea. So schlimm steht es um uns. Oder wissen wir, was jetzt zu tun ist, dass wir auf die Stimme Jesu hören müssen, dass wir die Tür öffnen müssen, dass wir von ihm Gold kaufen müssen, das im Feuer geläutert ist, glaube, der durch die Liebe wirksam ist, dass wir sein Kleid der Gerechtigkeit brauchen, dass es unsere Schande bedeckt, dass wir Augensalbe brauchen, damit wir geistlich erkennen können, was Jesus für uns getan hat und was er für uns tut, was er tun wird und wie wir mit ihm zusammen leben können.
[34:21] Beurteilen wir den Zustand unserer Gemeinde wirklich korrekt, geistlich, wie die Prophetie es sagt? Oder sind wir damit zufrieden, einfach nur eine Auslegung der Prophetie kennen zu kennen? Sind wir damit zufrieden, einen einen Prophetieausleger, ein Buch zu haben, ein Video gesehen zu haben, Auslegung zu kennen und wissen, aha, so oder so. Das so, das ist eine korrekte Auslegung.
[34:52] Beurteilen wir uns selbst im Lichte der Zeit, in der wir leben? Stellen wir uns die Frage, was es bedeutet, zur Zeit von 1844 zu leben. Stellen wir uns die Frage, was es bedeutet, zur Zeit kurz vor der Wiederkunft zu leben. Stellen wir uns die Frage, was es bedeutet, zur Zeit von Offenbarung 13 zu leben. Wenn wir die Zeichen sehen, wenn wir sehen, wie in Amerika die Christen immer mehr auf fast gewaltsame Weise sich in die in die Politik hineindrängen und versuchen eine Art Gottesstaat zu errichten. Wenn wir das sehen, wissen wir, was zu tun ist.
[35:30] Beurteilen wir die Zeit, in der wir leben, sehen wir, dass nur die in Offenbarung 13 überleben können, die in Offenbarung 14 Vers 1 mit dem Lamm auf dem Berg Zion stehen und den Namen seines Vaters, seinen Charakter auf den Stirnen haben. Verstehen wir, dass es nicht ausreicht, sich einfach nur mit US-Politik auszukennen und die Zahl 666 ausrechnen zu können. Wir müssen zu denen gehören, die in Offenbarung 14 Vers 1 beschrieben stehen. Nur dann haben wir die Zeit richtig beurteilt. Nur dann haben wir Offenbarung 13 richtig verstanden. Dann wissen wir, was zu tun ist.
[36:07] Jesus wünscht sich Menschen, die die prophetische Zeit, in der sie leben, richtig beurteilen. Wenn wir sagen, wir leben in der Zeit kurz vor der Versiegelung, ist uns bewusst, was getan werden muss, damit wir versiegelt werden. Wenn wir glauben, das Sonntagsgesetz steht kurz vor der Tür. Offenbarung 13 erfüllt sich vor unseren Augen. Ist uns bewusst, was Offenbarung 7 Vers 1 bis 3 sagt?
[36:33] Beurteilen wir die Zeit richtig, dass das Siegel Gottes noch bei vielen Knechten nicht an der Stirn ist. Beurteilen wir das für uns, was das für mich bedeutet, was das für andere bedeutet? Sehen wir die prophetische Zeit so, dass wir verstehen, aha, das passiert gerade in der Welt, das hat Gott vorhergesagt. So und so entwickeln sich die Dinge in der Gemeinde, in der Welt. Deswegen sollte ich jetzt das tun.
[37:09] Lukas 12 Vers 17 sagt uns, dass wir am Ende der Leben werden, wie der Drache zornig sein wird, gegen die Frau, gegen die übrigen von ihrem Samen Krieg gegen sie führt, gegen die, die Gebote Gottes befolgen, das Zeugnis Jesu Christi, Offenbarung 19:10, den Geist der Weisung haben. Wenn wir sehen, wie Satan die Gemeinde von allen Seiten angreift, wenn wir sehen, wie unser eigenes Leben geistlich attackiert wird, wissen wir, was zu tun ist.
[37:40] Und dann gibt es einen besonderen geistlichen Zeitpunkt, den wir jeden Tag beurteilen sollten. In zweite Korinther Kapitel 6 Vers 1 und 2 heißt es: "Aber als Mitarbeiter ermahnen wir euch auch, die Gnade Gottes nicht vergeblich zu empfangen, denn es heißt: 'Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhört und am Tag des Heils dir geholfen.'" Und wenn man sich die Frage stellt: Ja, wann ist denn diese Zeit? In welch, wann leben wir in der Zeit, wo Gott helfen möchte? Sagt Paulus: "Siehe, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist der Tag des Heils."
[38:17] Wie viele Menschen glauben, dass Gott helfen wird, aber glauben nicht, dass er jetzt mir hilft, dass er jetzt meine Sünden vergibt, dass er jetzt heute hier für mich da sein möchte, dass ich heute hier ein Leben mit Gott leben kann, dass ich heute hier wissen darf, dass alle meine Sünden vergeben sind, dass ich ihm es alles übergeben habe und dass er für mich einsteht. Heute ist der Tag des Heils. Beurteilen wir den Tag heute aus geistlicher Perspektive.
[38:45] Wissen wir, was heute? Wenn das so ist, dass Gott jeden Tag uns einlädt: Heute komm, heute zu mir. Wissen wir dann, was zu tun ist? Wenn wir das verstehen, dann werden wir jeden Tag unser Leben bewusst in Gottes Hand legen. Jeden Tag sagen: Heute ist der Tag des Heils. Ich weiß zwar nicht, wie ich in drei Wochen entscheiden werde, aber heute möchte ich mit Gott ganz verbunden sein. Heute möchte ich mit ihm leben. Heute möchte ich wachsen. Heute möchte ich wissen, dass wenn ich heute sterben würde, ich heute einen Platz in Gottes Königreich habe. Ich weiß nicht, ob ich in fünf Wochen noch so denke. Meine Entscheidung heute garantiert mir nicht eine ein ein ein ein ein Platz im Reich Gottes in in 20 Jahren oder in 5 Monaten oder in 3 Wochen. Aber morgen kann ich wieder heute sagen und übermorgen kann ich wieder heute sagen. Jeden Tag können wir heute sagen.
[39:34] Beurteilen wir die Zeit geistlich und wissen wir dann, was zu tun ist. Gott ist nicht beeindruckt, wenn wir uns auf Regen vorbereiten, weil wir Wolken sehen, wenn wir unsere Jacken ausziehen, weil der Südwind kommt. Das dazu muss man kein Christ sein. Egal, was wir glauben, egal welche Weltanschauung, jeder Mensch kann das erkennen. Was wo nach Gott sich sehen, sind Menschen, die in eigenes Herz schauen, die in die Gemeinde schauen, die in die Welt schauen, die die Zeichen der Zeit verstehen und sehen, an welchem Punkt der Weltgeschichte prophetisch wir uns befinden und was jetzt gerade zu tun ist.
[40:15] Jesus hat sich gewünscht, dass Menschen, die glauben, dass er der Messias ist, mal Daniel 9 aufschlagen und gucken, was steht denn da? Was bedeutet das denn für mich? Das haben sie nicht gemacht. Sie waren nur zufrieden damit, irgendwie einem berühmten Rabbi hinterherzulaufen. Sind wir zufrieden damit, einer einer einer interessanten Lehre hinterherzulaufen? Tolle Videos zu sehen oder in einer wo Gemeinde, wo wo wir uns wohlfühlen, uns einzubringen? Oder verstehen wir aus dem Wort Gottes prophetisch, in welcher Zeit wir leben, was ich jetzt tun muss für mich persönlich.
[40:57] Heute ist der Tag des Heils. Wir leben in der Zeit der Versiegelung. Wir sind die Gemeinde Laodizea. Wir sehen für uns auf Offenbarung 13 sich in allen Details immer mehr erfüllen. Wir leben kurz vor der Wiederkunft, zur Zeit des großen Versöhnungstages 1844. Das hat Auswirkungen auf unseren Glauben und zwar ganz konkret auf die Dinge, die wir jetzt tun müssen.
[41:22] Was nehmen wir heute mit? Ich wünsche mir, dass ich aus diesen drei Versen etwas entscheidendes lerne, dass ich lerne, die Zeit, in der ich heute lebe. Die Zeit, in der wir in der Gegenwart gerade leben mit den Ereignissen der letzten Jahre. Die Zeit auch, in der wir die Zeit, die Zeitepoche, in der wir geistlich leben seit 1844, kurz vor der Wiederkunft, ich diese Zeit richtig beurteile. Mir die Frage stelle: Wann lebe ich im Strom der Zeit? Was ist heute? Was hat Gott für heute versprochen? Was hat er für diese Zeitepoche versprochen? Was hat er für diese letzte Gemeinde versprochen? Was hat er für die Zeit von Offenbarung 13 versprochen? Was hat er für die Zeit kurz vor der Wiederkunft versprochen? Was hat er für die Gemeinde der Übrigen versprochen? Was hat er für heute versprochen?
[42:23] Und wenn du erkennst, dass heute der Tag des Heils ist, dass du heute umkehren musst, dass du heute neue Gedanken von Gott brauchst, dass du heute ein neues Herz brauchst, dann lass mich dir Jesaja 55 Vers 6 und 7 zurufen: "Sucht den Herrn, solange er zu finden ist. Ruft ihn an, während er nah ist." Das hätten auch Worte von Jesus direkt sein können in Lukas 12. Sucht Gott, solange er da ist. Er war bei ihnen. Die Zeit war gekommen. Die Zeit war noch da. Ruft ihn an, während er nah ist. Vers 7: "Der Gottlose verlasse seinen Weg und der Übeltäter seine Gedanken."
[43:03] Lieber Freunde, liebe Freunde, es kommt eine Zeit, wir wissen nicht wann, wo es keine Möglichkeit für den Gottlosen mehr gibt, seinen Weg zu verlassen, wo der Übeltäter seine Gedanken nicht mehr los wird, weil er es alleine sowieso nicht schafft und weil der eine, der ihm dabei helfen könnte und will, dann nicht mehr zur Verfügung steht, weil dann das Ende der Gnadenzeit erreicht ist. Willst du deine Gedanken loswerden? Komm heute. Willst du von deinem Weg umkehren? Komm heute. Du brauchst Vergebung für Sünden? Komm heute. Und kehre um zu dem Herrn. So wird er sich über ihn erbarmen und zu unserem Gott. Denn bei ihm ist viel Vergebung.
[43:41] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du heute kommst, wirst du einen Gott finden, der dir alle deine Sünden vergibt. Sprich aus eigener Erfahrung. Alle deine Sünden und er wird uns eine neue Idee geben, einen neuen Plan für unser Leben, Kraft zu überwinden. Und wenn wir doch stolpern, wenn wir doch fallen, wenn wir Dinge sagen, tun, denken, planen, die nicht gut sind, wird Gottes Geist an uns. Und wenn wir doch gefallen sind, lass uns zurückzukommen zu ihm, Vergebung zu erhalten, die Zeit zu beurteilen und zu verstehen, dass wir die Vergebung, die wir bekommen, dass sie uns gleichzeitig Kraft gibt zu lernen, gehorsam zu sein, so wie Jesus gehorsam war.
[44:22] Und eine Kraft im Evangelium ist, die wir noch kaum richtig so richtig in Anspruch genommen haben. Die Menschen dachten, sie haben schon alles in Anspruch genommen, was Jesus zu bieten hat, indem sie die Kranken bringen und und Gleichnisse hören. Aber Jesus hatte so viel mehr für sie. Etwas, was noch viel wichtiger war als die Heilung der Kranken. Haben wir schon alles ausgeschöpft, was Jesus uns anbietet im Evangelium? Haben wir es alles schon ausgeschöpft? Und wenn nicht, liegt es vielleicht daran, dass wir die Zeit, in der wir leben, noch nicht richtig beurteilt haben.
[44:59] Denn wenn wir verstehen, in welcher Zeit wir leben, dann werden wir auch wissen, was Jesus für uns tun möchte, was er tun kann und was wir tun müssen, damit er das in uns tun kann, nämlich zu ihm zu kommen und ihm konkret darum zu bitten, ihm zu folgen, wohin er auch geht, ins Allerheiligste, auf den Berg Zion, den Geistlichen für ihn, mit ihm zu wirken, ihn unser Herz lassen, die Tür aufzumachen, damit er uns Gott Gold, das Kleid der Gerechtigkeit, Gold, das im Feuer geläutert ist und die Augensalbe geben kann.
[45:36] Wenn wir wissen, in welcher Zeit wir leben, wissen wir, was zu tun ist. Wir wissen dann, dass heute der Tag des Heils ist und ich möchte heute mich neu entscheiden, Jesus als meinen persönlichen Erlöser von aller Sünde in Anspruch zu nehmen, ihn für mich persönlich als Erlöser zu haben, als Herr meines Lebens. Er soll mich führen. Ist es auch dein Wunsch heute an diesem Tag?
[46:11] Lass uns gemeinsam beten.
[46:17] Lieber Vater im Himmel, danke. Danke, dass du zu uns gesprochen hast. Danke, dass du uns neue Gedanken geschenkt hast, die uns noch näher zu dir gebracht haben. Herr, öffne uns die Augen für die Zeit, in der wir leben, in unserem eigenen Leben, in der Gemeinde, in der Welt, dass wir die Zeit abgleichen mit dem Wort Gottes und vom Wort Gottes erfahren, was jetzt zu tun ist, was du jetzt planst, was du anbietest, was du uns schenken möchtest. Lass uns das verstehen, damit wir nicht in deiner Gegenwart den Segen verpassen, den du uns geben möchtest. So wie die Menschen damals in der Gegenwart Jesu das Wesentliche nicht erbeten haben, weil sie gar nicht drüber nachgedacht haben, was er ihnen geben könnte. Herr, wir möchten dich bitten, dass du uns die Augen öffnest. Hab Dank, dass du schon damit angefangen hast. Hab Dank, dass du uns unsere Sünden vergibst durch das Blut Jesu. Danke, dass du uns Kraft schenkst, gehorsam zu sein und danke, dass du uns das Wollen und Vollbringen schenkst und dass du uns heute eine erneute Gelegenheit schenkst, dich und dich allein zu ehren. Wir wollen dir folgen und aus Liebe zu dir genau das tun. Danke, Herr. Danke, dass du zu uns gesprochen hast. Amen.
Lizenz
Copyright ©2026 Joel Media Ministry e.V.Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons Namensnennung - Nicht kommerziell - Keine Bearbeitungen 4.0 International Lizenz.