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Offenbarung Vers für Vers

Jede Woche geht Christopher Kramp mikroskopisch durch einen Vers des Buches der Offenbarung aus der Bibel. Dies sind Aufnahmen einer Live-Produktion von Joel Media Ministry e.V. Die entsprechende Videoserie findet sich auf https://www.joelmedia.de/serien/offenbarung/.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


In dieser Folge von „Offenbarung Vers für Vers“ taucht Christopher Kramp tief in Offenbarung 5, Vers 7 ein. Er beleuchtet die besondere Bedeutung dieses kurzen Verses im Kontext des himmlischen Gottesdienstes und der Frage nach dem Würdigen, das Buch zu öffnen. Erfahre mehr über die Antwort auf diese entscheidende Frage und ihre Implikationen für unseren Glauben.


Weitere Aufnahmen

Serie: Offenbarung Vers für Vers

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Transkript

[0:45] Hallo und herzlich willkommen zum Offenbarungsseminar hier auf www.joelmedia.de. Schön, dass ihr wieder dabei seid. Heute zum siebten Vers aus Offenbarung Kapitel 5. Ein echtes Highlight in dem Kapitel, obwohl der Vers recht kurz ist. Das ganze Kapitel, der ganze Abschnitt auf Markus 4 und 5 ist ja ein einziges Highlight an sich, aber dieser Vers 7, der hat eine besondere Bedeutung. Und wir werden das gleich uns genau anschauen, aber wir möchten natürlich, wie es unsere Gewohnheit ist, mit einem Gebet starten und wenn es dir möglich ist, dann lade ich dich ein, auch niederzuknien.

[1:24] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du in deiner unendlichen Güte und Gnade uns immer wieder neu ansprichst und immer wieder uns auf verschiedene Art und Weisen erklärst, wie du bist und was du für uns tun möchtest und wie du uns segnen möchtest. Herr, wir kommen jetzt zu dir als Lernende. Wir wollen verstehen, was du uns sagen möchtest. Wir wollen die Offenbarung besser verstehen und glauben, dass das ein Buch ist von ungeheurer Wichtigkeit für unser persönliches Glauben zu leben und auch für die Weltgeschichte. Wir möchten dich bitten, dass du jetzt zu uns sprichst und dass wir lernen, was du uns sagen möchtest. Sei du unser Lehrer. Nach deiner Verheißung. Du hast versprochen, dass dein Wort nicht leer zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Und darum bitten wir dich jetzt und danken dir dafür. Im Namen Jesu. Amen.

[2:15] Offenbarung Kapitel 5 und dort Vers 7. Wir haben in den letzten Folgen in Vers 5 und 6 gesehen, dass es eine Antwort gibt auf die Frage des Engels, des starken Engels, der mit lauter Stimme in Vers 2 gefragt hat: "Wer ist würdig, das Buch zu öffnen und seine Siegel zu brechen?" Wir erinnern uns, Johannes ist im himmlischen Gottesdienst. Er hat den Thron Gottes gesehen. Er hat Gott den Vater auf dem Thron gesehen. Er hat die himmlischen Wesen gesehen, die 24 Ältesten, die vier lebendigen Wesen. Dem Gottesdienst beigewohnt. Er hat das alles wahrgenommen und er sieht dort in der rechten Gottes ein Buch, eine Schriftrolle innen und außen beschrieben mit sieben Siegeln versiegelt. Niemand kann diese Buchrolle öffnen. Er weint und dann hört er von einem der Ältesten die gute Nachricht, das Evangelium im wahrsten Sinne des Wortes. Der Löwe aus dem Stamm Juda hat gesiegt, der hat überwunden. Er ist in der Lage, das Buch zu öffnen, die Siegel zu brechen und den Inhalt offenbar zu machen. All das, was in diesem Buch geschrieben steht, über die Vergangenheit und Zukunft, über die Weltgeschichte, über die Entscheidung eines jeden einzelnen Menschen, die Gesamtheit des prophetischen Ratschlusses Gottes, all das, was so entscheidend ist für unser Leben. Jesus kann es offenbaren.

[3:49] Johannes dreht sich um oder besser gesagt, er schaut, er dreht sich nicht um. Er schaut genau hin. Vers 6. Und ich sah und ziehe. In der Mitte des Thrones und der vier lebendigen Wesen und in Mitten der Ältesten Vers 6 stand ein Lamm wie geschlachtet. Wir haben über diesen Kontrast von Löwe und Lamm gesprochen und haben festgestellt, dass Jesus, weil er am Kreuz von Golgatha für deine und meine Sünde und Schuld und Schande gestorben ist, weil er das getan hat, für das ganze Universum deutlich wird, dass er wirklich zurecht König der Könige ist. Er ist Löwe und Lamm. Und wir haben das letzte Mal gesehen, wie er dort dargestellt wird mit sieben Hörnern. Symbol für seine heilige, umfassende Kraft und Macht, die ihm gegeben ist als König auf dem Thron der Gnade und sieben Augen. Symbol für den Heiligen Geist, mit dem er selbst gesalbt worden ist als Gesalbte und der jetzt ausgesandt worden ist auf die Welt zu den Jüngern, zu den Gläubigen, zu der Gemeinde, damit die Gemeinde auf der Erde sieben Feuer oder sieben Leuchter in Verbindung steht mit dem mit der Gemeinde im Himmel, dort wo der Heilige Geist dargestellt wird als sieben Feuerfackeln.

[5:20] Und Johannes, der in Vers 5 von Jesus hört und in Vers 6 Jesus symbolisch sieht, der beobachtet jetzt in Vers 7, was Jesus tut. Es heißt in Offenbarung 5 Vers 7: "Und es kam, also das Lamm und das Lamm es und es kam und nahm das Buch aus der rechten dessen, der auf dem Thron saß." Ein kurzer Vers, aber ein entscheidender Vers.

[5:56] Er nimmt das Buch aus der rechten dessen, der auf dem Thron saß. Das erinnert uns an Vers 1, wo es heißt: "Und ich sah in der rechten dessen, der auf dem Thron saß, ein Buch innen und außen beschrieben mit sieben Siegeln versiegelt." Wir erinnern uns daran, dass wir damals studiert haben, dass die Rechte die Seite der Gunst ist. Gott möchte, dass dieses Buch verstanden wird. Er möchte, dass der Inhalt offenbar wird. Er versteckt das nicht von dem Universum.

[6:28] Jesus dargestellt als Lamm geschlachtet mit sieben Hörnern und sieben Augen, kommt zu dem, der auf dem Thron sitzt und nimmt es aus seiner rechten Hand. Er ist die Antwort auf die Frage in Vers 2. Wenn wir die Frage stellen, wer kann die Zukunft uns zeigen? Oder anders gesagt, besser gesagt, erstmal, wer kann die Vergangenheit uns wirklich ehrlich, wahrhaftig erklären? Dann ist das nur Jesus, der für uns gestorben ist. Wer kann uns die Zukunft offenbaren, wie sie wirklich sein wird? Das ist nur Jesus, der für uns gestorben ist. Wer kann uns den prophetischen Ratschluss Gottes offenbaren? Wer kann uns zeigen, was die einzelnen Entscheidungen der Menschen für ihr Leben wirklich bedeuten? Es ist allein Jesus. Er ist die Antwort auf alle unsere Fragen. Von ihm heißt es bei Paulus im Kolosserbrief in Kolosser Kapitel 2 und dort Vers 3 von Christus, in welchem alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind. Christus Jesus ist die Antwort auf die existenziellsten existenziellsten Fragen, die wir haben.

[8:02] Dieser Vers und es kam und nahm das Buch aus der rechten dessen, der auf dem Thron saß, ist ein kurzer Vers, ist gar nicht so ausführlich wie einige der anderen Verse in Offenbarung 4 und 5. Und doch ist er eigentlich so etwas wie die Haupthandlung in diesem ganzen Abschnitt. Warum? Johannes wird ja in Offenbarung 4 in den Thronsaal gebracht und vieles, was dort beschrieben wird in Offenbarung 4 und 5 im himmlischen Thronsaal ist eine Beschreibung dessen, was dort ist. Der Thron ist dort. Der Vater sitzt dort. Der Regenbogen ist um den Thron. Die 24 Throne sind um den Thron. Die 24 Ältesten sitzen dort, sie sind mit Kleidern bekleidet. Sie haben goldene Kronen. Da gehen Blitze Donner und Stimmen aus. Die sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron. Da ist dein Gesang. Er beschreibt sozusagen nicht statisch, aber er beschreibt den er beschreibt den Zustand.

[8:59] Und dann sieht er dort die lebendigen Wesen, die vor Gott anbeten und rufen heilig, heilig, heilig. Und das auch nicht eine einzelne Handlung, sondern eine immer wiederholte Handlung. Das ist nicht zwar nicht statisch, aber doch letztlich beschreibt er einen allgemeinen Zustand, das immer wiederkehrende Lob Gottes. Und er beschreibt das Niederfallen der Ältesten, die auf ihre äh sich niederwerfen, ihre Kronen niederlegen und anbeten. Und auch das ist etwas, was psychisch immer und immer wieder passiert. Das was hier in Offenbarung 4 beschrieben wird, ist etwas, dass man vermutlich schon seit seit unmessbaren Zeiten immer und immer wieder sehen kann.

[9:41] In Offenbarung 5 wird dann dieses Buch beschrieben. Die Frage wird gestellt, wer kann es öffnen? Und dann wird beschreibt er, dass niemand es öffnen kann und wie er weint und wie ihm dann gesagt wird, es gibt jemand, der das öffnen kann. All das ist ja sozusagen Erklärung und und Kommentar zu dieser Frage, wer kann öffnen? In Vers 7 finden wir jetzt eine in gewisser Weise einmalige außergewöhnliche Handlung. Das Lamm, das dort stand, geht zu dem Vater, nimmt das Buch in die Hand.

[10:19] Was danach folgt in Vers 8 und folgende ist dann der Kommentar zu dieser Handlung. Dann wird das Lamm gepriesen. Es wird angebetet. Wir werden das ausführlich die nächsten Wochen und Monate studieren. Wir werden sehen, was die äh Ältesten und was die lebendigen Wesen sagen und wie die die Engel ähm sich äh einstimmen in das Lob. Aber die eigentliche sozusagen Hauptaktion in Offenbarung 4 und 5 ist, dass das Lamm zum Vater geht und das Buch aus der Hand nimmt. Wenn man sozusagen das die die Handlung dieses Kapitels betreibt, dann stellt man fest, sie findet genau hier in Vers 7 statt. Davor ist die Beschreibung dessen, die das ganze Setting wird beschrieben. Der ganze der die Gegenwart der der Zustand wird beschrieben. Die Frage die Ausgangsfrage wird dargelegt und dann in Vers 7 kommt diese Handlung, die dann ab Vers 8 wieder kommentiert und gelobt und gepriesen wird. Und dann in Kapitel 6, Vers 1, sehen wir, wie dieses Lamm, das jetzt das Buch genommen hat, etwas mit dem Buch macht. Nämlich in Offenbarung 6 Vers 1 heißt es: "Und ich sah, wie das Lamm eines von den Siegeln öffnete und ich hörte eines von den vier lebendigen Wesen, die mit Donnerstimme sagen: 'Kommen und sieh!'" Und dann gehen die äh Siegel los, die sieben Siegel. Das werden wir dann ja auch noch studieren.

[11:44] Mit anderen Worten, inmitten all dieser wunderbaren und und atemberaubenden Anbetungsszenen der Lieder und der Gebete und dem Niederfallen und den Hymnen gibt es eine entscheidende Handlung, eine sozusagen das, was wenn man jetzt die Geschichte von Offenbarung 4 und 5 erzählen wollte, das ist, dass das geschlachtete Lamm zum Vater geht und die Buchrolle aus seiner Hand nimmt und in die Hand, in die eigene Hand sozusagen nimmt.

[12:13] Für Johannes war das ein bewegender Moment. Im Griechischen wird das sogar noch noch greifbarer, wenn man das wörtlich liest. Da heißt es nämlich: "Und es kam und es hat das Buch genommen." Er wechselt quasi die grammatische Form. Er sagt nicht und es kam und es nahm. Er sagt und es kam und es hat genommen, so als ob er fast kaum hinterherkommt und und er hat es genommen. Das das Lamm hat das Buch genommen.

[12:45] Das zeigt die innere Erregung auch diese lebendige Beschreibung einer dramatischen Szene. Das Buch ist tatsächlich jetzt in der Hand des Lammes. Niemand sonst hat sich gewagt, dieses Buch zu nehmen. Niemand, weil niemand sonst in der Lage wäre, es zu öffnen. Aber hier ist kommt die entscheidende Wahrheit, die uns Johannes vermitteln möchte. Jesus ist nicht nur in der Lage, das Buch zu öffnen. Er ist nicht nur fähig dazu, sondern er hat es tatsächlich genommen. Es gibt manchmal Menschen, die sind in der Lage Dinge zu tun, aber sie tun sie nicht. Sie sie haben die intellektuellen, die die moralischen, die die finanziellen, die die körperlichen Fähigkeiten für eine bestimmte Handlung, aber sie tun es nicht. Sie wären dazu nur in der Lage. Aber Jesus ist nicht nur in der Lage, das Buch zu öffnen, er nimmt das Buch.

[13:30] Hier wird nicht nur versprochen, dass das irgendwann mal passieren könnte. Hier wird nicht gesagt, gib die Hoffnung nicht auf, wir hätten da jemand, der das vielleicht machen könnte. Hier wird gesagt, er hat das Buch in seiner Hand genommen. Er hat es dann ab Vers 6, wenn wir sehen, er beginnt zu öffnen. Und wir sind mitten dabei. Die wie wir jetzt hier stehen und hören und sitzen und das Video sehen, die sind mitten dabei, wo Jesus diese Siegel öffnet. Ich glaube, wir werden das sehen. Wir leben zur Zeit des sechsten Siegels. Er hat das Buch genommen.

[14:04] Er hat es in seiner Hand genommen. Wenn wir über Jesus reden, reden wir nicht nur einen, der theoretisch kann, sondern einen, der gemacht hat, der nicht nur in der Lage war, für uns zu sterben, sondern der für uns gestorben ist. Nicht nur einen, der bereit gewesen wäre, Mensch zu werden, sondern der Mensch geworden ist. Nicht nur einen, der zuhören könnte, sondern einen, der zuhört. Nicht nur einen, der ihn verstehen könnte, sondern der ihn wirklich versteht. Nicht nur einen, der uns führen könnte, sondern einen, der uns wirklich führt. Und ich glaube, es macht einen großen Unterschied in unserem Leben, ob wir nur glauben, dass Jesus es theoretisch könnte oder ob er es tatsächlich tut. Wie oft denken wir vielleicht, dass er uns ja theoretisch vergeben könnte, aber wir uns nicht sicher sind, ob er es auch in unserem Fall tatsächlich getan hat.

[14:51] Die Botschaft von Offenbarung Kapitel 5 ist Jesus, der in der Lage ist, das Buch zu nehmen, er hat es aufgenommen. Wenn wir das nächste Mal uns die Frage stellen, ob Jesus, der in der Lage ist, uns die Sünden zu vergeben, es auch wirklich tut. Lass uns erinnern, was erst Johannes Kapitel 1 Vers 5 sagt, Vers 9. Er Johannes Kapitel 1, Vers 9. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.

[15:27] An anderer Stelle Propheten Jesaja. Und dort in Vers 2, Kapitel 44 in Vers 22 sagt Jesus: "Ich tilge deine Übertretung wie eine Nebel und deine Sünden wie eine Wolke. Kehre um zu mir, denn ich habe dich erlöst." Jesus sagt nicht, ich könnte dich erlösen. Ich bin in der Lage zu ich ich ich weiß theoretisch, wie es geht. Er sagt, ich habe dich erlöst.

[15:58] Jesus ist am Kreuz von Golgatha gestorben. Jesus hat das Buch in die Hand genommen. Er kann es öffnen und er öffnet es jetzt auch. Und jeder, der ihm glaubt, jeder, der ihm folgt, jeder, der sein Leben ihm anvertraut, wird sehen, dass Jesus dieses Buch für uns öffnet. Ist die größte Freude, die wir haben können. Er offenbart uns das, was wir so dringend zu wissen benötigen. Er hat es geöffnet oder er ist dabei es zu öffnen. Er hat es genommen. So wollte ich sagen. Er hat es genommen. Es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem Thron saß.

[16:42] Zum Abschluss wollen wir uns noch einen parallelen Gedanken anschauen, denn auch wir sind aufgerufen ein Buch zu nehmen. In Offenbarung 10 finden wir eine ganz ähnliche Szene, obwohl es dort ein bisschen um etwas anderes geht. Wir finden dort auch Jesus nicht als denjenigen, der ein Buch aus der Hand nimmt, sondern als denjenigen, in dessen Hand ein Buch ist. Auf Morgen 10 und dort Vers 1 lesen wir. Und ich sah einen anderen starken Engel aus dem Himmel herabsteigen, bekleidet mit einer Wolke und ein Regenbogen war auf seinem Haupt und sein Angesicht war wie die Sonne und seine Füße wie Feuersäulen. Und er hielt in seiner Hand ein offenes Büchlein. Er setzte seine rechten Fuß auf das Meer, den linken, aber auf die Erde und er rief mit lauter Stimme wie ein Löwe brüllt. Als er gerufen hatte, ließen die sieben Donner ihre Stimmen vernehmen. Das ist Jesus. Der Vergleich mit Offenbarung 1, Vers 16 lehrt ganz deutlich: Jesus hat ein Angesicht, das strahlt wie die Sonne. Am Verklärungsberg in Matthäus 17 können wir das deutlich sehen. Er kommt hier als ein Engel, als ein Bote mit einer Botschaft, die mit dem Thron Gottes zusammenhängt, nämlich der Regenbogen, der um den Thron Gottes sich befindet. Eine Botschaft, die sagt, dass sich etwas bewegt, dass er sein Volk bittet ihm zu folgen, weil so sagt uns Daniel 7, der Thron Gottes, die Throne aufgestellt werden. Jesus geht vom Heiligen ins Allerheiligste.

[18:14] Offenbarung 10 sehen wir Jesus, der dazu ein offenes, besser noch gesagt, ein so nach dem griechischen geöffnetes Büchlein in der Hand hält. Dieses geöffnete Büchlein ist kein anderes Buch als das Buch Daniel. In dem Buch Daniel finden wir die Botschaft vom Thron Gottes, der sich bewegt in Daniel Kapitel 7. Wir finden die Botschaft von der Reinigung des Heiligtums, die damit einhergeht, dass der Hohepriester ins Allerheiligste geht in Daniel Kapitel 8. Und wir finden die Botschaft, dass dieses Buch eine Zeit lang geschlossen war, nämlich bis zur Zeit des Endes in Daniel Kapitel 12 Vers 4. Jesus erscheint hier am Ende dieser Zeitprophezeiung im im Jahre 1798. Er erscheint hier symbolisch als ein Engel. Das Buch ist geöffnet. Er hat eine Botschaft. Der predigt sie in der ganzen Welt. Menschen, die ihm glauben und folgen, sollen ihm jetzt folgen in das Allerheiligste.

[19:18] Und die Botschaft steht in diesem geöffneten Büchlein an Daniel. Und er hat es in seiner Hand. Und wir lesen dann in Vers 8. Und die Stimme, die ich aus dem Himmel gehört hatte, redete nochmals mit mir und sprach: "Geh hin, nimm das offene Büchlein in der Hand des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht." Und ich ging zu dem Engel und sprach zu ihm: "Gib mir das Büchlein." Und er sprach zu mir: "Nimm es und ist es auf. Und es wird dir Bitterkeit im Bauch verursachen, in deinem Mund, aber wird es süß sein wie Honig." Und ich nahm das Büchlein aus der Hand des Engels und aß es auf, und es war in meinem Mund süß wie Honig. Als ich es aber aufgegessen hatte, wurde es mir bitter im Bauch. Da ist ein Buch in der Hand von Jesus. Und Johannes wird aufgefordert zu Jesus zu gehen und das Buch aus seiner Hand zu nehmen. Das erinnert uns ein bisschen an das Lamm, das zu dem Vater geht und ein Buch aus seiner Hand nimmt. Nun, da gibt es Unterschiede. Das Buch in der Hand des Vaters ist verschlossen mit sieben Siegeln. Es muss jetzt noch geöffnet werden und niemand anders als Jesus kann es öffnen. Dieses Buch hier ist entsiegelt. Es ist offen und Johannes hier als Symbol für die Gemeinde Gottes am Ende der Zeit wird eingeladen zu Jesus zu kommen, um aus seiner Hand das Buch zu nehmen.

[20:36] Die Bibel offenbart hier, dass der wahre biblische Jesus der Gemeinde am Ende das Buch Daniel empfiehlt, das ist kein Zufall, denn schon zu Lebzeiten hat er das Buch Daniel empfohlen in Matthäus 24 und dort Vers 15 und 16, Vers 15. Wenn ihr nun den Gräuel der Verwüstung, von dem durch den Propheten Daniel geredet wurde, an heiliger Stätte stehen seht, wer es liest, der achte darauf. Jesus empfehlt uns das Buch Daniel. Die Frage ist, werden wir zu Jesus kommen und aus seiner Hand die prophetische Botschaft von Daniel empfangen?

[21:21] Das was Jesus von uns verlangt, können wir tun. Wir können um das Buch Daniel aufschlagen. Wir können um Weisheit beten. Wir können die Dinge, die er offenbart hat, nachvollziehen. Aber die Frage ist, werden wir es tun?

[21:36] Jesus konnte nicht nur das Buch aus der Hand des Vaters nehmen. Er ging und nahm es. Jesus bietet uns selbst dann das geöffnete Buch Daniel an, in dem übrigens sehr viel steht über die Prophezeiung und über die die Weltgeschichte. Ähm und einiges uns Einblick gibt in das, was letztendlich einmal in dieser ganzen großen Schriftrolle in der Hand Gottes mit den sieben Siegeln versiegelt dann enthalten sein wird. Das Buch Daniel gibt uns viele Einsichten da rein.

[22:05] Die beiden Sachen sind nicht völlig äh voneinander, die haben etwas miteinander zu tun, auch wenn es nicht dasselbe Buch ist. Im Buch Daniel erhalten wir zumindestens all das, was wir jetzt für unser Leben hier dringend benötigen, um das Evangelium zu verstehen und in dieser Weltgeschichte und zurecht zu finden. Jesus bietet es uns an. Und hier ist nicht die Frage, wer kann es öffnen. Es ist schon geöffnet. Es muss nicht erst entsiegelt werden. Werden wir so wie Jesus auch hingehen und es nehmen oder werden wir es ignorieren?

[22:40] Es ist eine Sache dafür dankbar zu sein, dass Jesus im Himmel das Buch mit den sieben Siegeln genommen hat und jetzt es öffnet. Aber das ist eine reine theoretische Freude, wenn wir nicht gleichzeitig bereit sind zu diesem selben Jesus zu gehen, der uns ein geöffnetes Buch entgegenhält. Wenn wir nicht bereit sind, dieses geöffnete Buch auch zu nehmen, zu essen, symbolisch zu studieren und die Botschaft darin zu verstehen, was nützt uns dann, dass Jesus im Himmel das Buch mit sieben Siegeln öffnet, wenn wir selbst nicht das, was er uns dann jetzt schon gibt, haben wollen? Wie wollen wir dann einmal die Botschaft des gesamten geöffneten Buches verstehen, das mit sieben Siegeln versiegelt war? Wenn wir schon das, was Jesus uns jetzt geöffnet zeigt, nicht verstehen wollen und nicht annehmen wollen, sind wir bereit, das Buch in der Hand von Jesus zu nehmen.

[23:39] Wer zu Jesus kommt, dem biblischen Jesus, der empfängt von ihm die Prophetie für die Endzeit. Und wer die Prophetie der Endzeit wirklich verstehen will, der muss sie aus der Hand unseres Erlösers Jesus Christus nehmen. Das ist die Wahrheit.

[24:02] In diesem Sinne wollen wir das nächste Mal weiter studieren, was Offenbarung 5 uns sagt über die Bedeutung dieser Handlung als Jesus, dass das geschlachtete Lamm mit sieben Hörnern und sieben Augen zum Vater ging und das Buch genommen hat. Wir wollen sehen, welche Bedeutung der Himmel dieser einen Tat zugemessen hat. Wir wollen sehen, wie lebendige Wesen, 24 Ältesten, die Engel, wie sie darüber denken, dass Jesus diesen Schritt gemacht hat. Das Buch aus der Hand Gottes genommen hat.

[24:35] Wir werden sehen, dass der himmlische Gottesdienst eine ganz besondere feierliche Note anstimmt. Und wenn wir mit dem himmlischen Gottesdienst synchron anbeten wollen, dann sollten wir uns dafür interessieren, was Jesus dort mit diesem Buch vorhat. Wir sollten uns dafür interessieren, dass Jesus dieses Buch genommen hat und was immer uns Jesus jetzt schon zeigt, auch wenn das Buch noch nicht ganz entsiegelt ist, sollten wir uns für alles interessieren, was er uns schon jetzt offenbart, damit wir auf das vorbereitet werden, was noch kommt. Ist dein Wunsch? Ist dein Wunsch, Jesus, das Zentrum, das Alpha und das Omega, den König der Könige und den einzigen, der uns alle Geheimnisse offenbaren kann, wirklich zu ehren, ihn zu lieben und das dadurch zu zeigen, dass wir das, was er uns zeigt, jetzt schon wertschätzen und annehmen und ihm folgen und ihm gehorchen aus Liebe. Lass uns dafür beten.

[25:48] Lieber Vater im Himmel, danke, dass du durch dein Wort zu uns gesprochen hast. Danke, dass du uns so tiefe Einsichten in dein Wesen, dein Charakter, in dein Wirken gibst. Und Herr, wir möchten dich von Herzen bitten, dass du mit deinem Heiligen Geist an uns wirkst, in uns wirkst, durch uns wirkst. Wir möchten dir danke sagen für all die Offenbarungen, die du uns schenkst in der Prophetie. Wir möchten dir danke sagen für die Tiefen, die wir dort entdecken über dein Charakter, über dein Wesen. Und Herr, wir möchten es nicht ignorieren, wir möchten es nicht vernachlässigen. Wir möchten uns damit beschäftigen, weil alles das, was du uns schenken möchtest, ist gut für uns. Und dafür danken wir dir. Danke, Herr Jesus, dass du das Buch in deine Hand genommen hast. Danke, dass du dabei bist, es zu öffnen und danke für alles, was du uns jetzt schon offenbarst. Wir wollen es eben glauben, annehmen und danach leben und dich liebhaben und dir folgen.


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