In dieser Predigt spricht Christopher Kramp über das Thema Besonnenheit und teilt eine bewegende persönliche Begegnung, die ihn tief berührt hat. Er reflektiert über unerwartete Wiedersehen und die Bedeutung von Glauben und Gemeinschaft.
Besonnenheit
Christopher Kramp · Predigten ·Themen: BibelWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
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Transkript
[0:01] Gesegneten Sabbat. Gesegneten Sabbat.
[0:04] Ich habe es wieder geschafft. Ich bin wieder in Wangen, wenn die Bäume da vorne blühen. Das habe ich letztes Jahr schon geschafft, Anfang April. Ich habe da gar nicht drauf geachtet, als ich mit Björn die Termine gemacht habe, aber als ich mir das jetzt vor ein paar Tagen überlegt habe, ey, gesagt, es ist wieder Anfang April, ich bin wieder am schönsten Sabbat oder einen der zwei schönsten Sabbatte im ganzen Jahr in Stuttgart Wangen. Vielleicht schaffe ich es ja nächstes Jahr auch wieder. Muss ich mir dann überlegen und gucken, dass wir das klappen, dass es klappt. Ich wünsche euch von Herzen ein gesegneten Sabbat. Ich freue mich mal wieder zu Hause zu sein. Ich freue mich eure Gesichter zu sehen. Ich freue mich auch über alle, die jetzt live zuschauen, später das Video vielleicht sehen. Und ich möchte aber heute, das ist jetzt eigentlich nicht meine Gewohnheit, aber einen Gast besonders hervorheben.
[0:57] Und zwar habe ich letzte Woche beim Youth in Mission im Backstage-Bereich am Sonntag mit einem jungen Mann gesprochen. Hab mir nichts dabei gedacht, weil da ständig im Backstage-Bereich Leute kommen und gehen und haben irgendwas zu sagen auf der Bühne und gehen wieder. Und ich habe mich mit ihm unterhalten, war ganz nett und das war am Sonntag Nachmittag und ich habe ja den Tasch übersetzt und als wir fertig waren, gab es eine Taufe und da habe ich gemerkt, oh, der junge Mann, der wird heute getauft. Und dann stand er da vorne und da stand ein junger Mann neben ihm, den kannte ich. Das war der Eugen. Und der Eugen sagt, dass dieser junge Mann, der Benjamin, sein Bruder ist. Und Moment mal, der Eugen ist aber der Bruder vom Arthur, den kenne ich doch. Der Benjamin, den kenne ich doch eigentlich. Also, ich hab es vor Ewigkeiten mal gesehen, nicht? Und ich wollte es ihm eigentlich dann noch sagen hinterher, dass ich ihn ja kenne und dass ich mich freue über seine Taufe, aber ihr wisst, beim Youth in Mission sind 1400 Leute und die Familie macht dann gleich hinterher Feier, nicht wahr und so weiter. Habe ihn nicht mehr gesehen. Stellt euch vor, ich komme heute hier in den Gottesdienst. Da ist er, der Benjamin.
[2:05] Er hat heute seinen ersten Sabbat als getaufter Siebentagsadventist. Da sind wir doch von Herzen dankbar. Gottes Segen und wir wünschen dir von Herzen, dass du diesen Sabbat niemals vergisst und freuen uns, dass du da bist und danken Gott für deine Entscheidung. Wünschen dir Gottes reichen Segen, aber natürlich uns allen auch. Freut ihr euch, dass heute Sabbat ist? Freut euch, dass die Sonne scheint und dass wir heute Gottes Wort studieren können. Ich möchte heute mit euch über ein Thema sprechen, über das ich glaube ich noch nie eine Predigt gehalten habe und über das allgemein so gut wie nie gesprochen wird. Und dennoch ist es, wie ich jetzt bei der Vorbereitung noch mal mir überlegt habe, eigentlich ein ziemlich interessantes und wichtiges, würde ich sagen, ein entscheidendes Thema.
[2:56] Ihr kennt meine Gewohnheit. Bevor wir die Bibel aufschlagen, wollen wir Gott noch mal einladen, uns mit seinem Heiligen Geist zu erfüllen, Gottes Wort richtig zu verstehen und wenn es euch möglich ist, dann lade ich euch ein, mit mir niederzuknien.
[3:21] Lieber Vater im Himmel, wir knien jetzt hier, sitzen vor dir, stehen vor dir als dein Volk, das darauf wartet, dass du uns heute das gibst, was wir für den Alltag, für ein Leben mit dir benötigen. Du hast gesagt, dass wir beten dürfen: „Gib uns unser täglich Brot.“ Und wir brauchen geistliches Brot. Etwas zum Nachdenken, zum Durchdenken, zum Mitnehmen. Herr, wir alle sind unterschiedlich. Wir haben unterschiedliche Persönlichkeiten. Wir haben unterschiedliche Erfahrungen gemacht in der letzten Woche. Wir sind vielleicht unterschiedlich stark gerade im Glauben. Der eine vielleicht ganz voller Freude, der andere mit Schuld und Kummer bedrückt. Aber Herr, du hast für jeden von uns eine Botschaft. Und Herr, wir wollen jetzt zu deinen Füßen sitzen. Wir wollen von dir lernen und wir danken dir für alles, was du jetzt durch dein Wort zu uns sagen wirst. Hab Dank, dass du versprochen hast, dass dein Wort nicht mehr zurückkehren wird, sondern ausführen wird, wozu du es gesandt hast. Danke, dass die Sonne der Gerechtigkeit in unseren Herzen aufgehen kann mit Heilung unter ihren Flügeln. Das bitten wir im Namen Jesu, der all das versprochen hat und jetzt für uns eintritt. Amen.
[4:50] Schlagt mit mir eure Bibeln auf zu einem der für die Adventgemeinde wohl wichtigsten Abschnitte der Bibel. Titus Kapitel 2. Vielleicht ist es euch gar nicht so bewusst, aber Titus Kapitel 2, Vers 11 bis 14 ist ein fundamentaler Abschnitt für die Adventbewegung. Als William Miller vor langer Zeit durch die Gegenden in Neuengland reiste und Vortragsreihen hielt, da war Titus Kapitel 2, Vers 11 bis 14 oft sein erstes Thema. So wie wir oft mit Daniel 2 anfangen oder oder mit der Frage, warum das Leid oder kann man der Bibel vertrauen? So hat William Miller angefangen auf seine Vortragsreihen mit Titus Kapitel 2, Vers 11 bis 14. Vor etlichen Jahren, als es mal eine Diskussion gab, sollten Adventisten vielleicht ein Glaubensbekenntnis formulieren, dass man dem Gottesdienst sagt. Das ist vielleicht nicht unbedingt notwendig, aber da hat jemand die Idee gehabt: Na ja, wenn man so ein Glaubensbekenntnis formulieren sollte, sollte man sich in der Adventgemeinde vielleicht an Titus 2, Vers 11 bis 14 orientieren. Und wenn ihr gerade gar nicht wisst, im Moment mal, was steht denn in Titus 2, Vers 11 bis 14, dann wollen wir das kurz lesen und ihr seht sofort, da ist eigentlich alles drin, was wir glauben. Also wie in einer Nussschale, kompakt verpackt. Titus 2, Vers 11 bis 14.
[6:30] Denn die Gnade Gottes ist erschienen, die heilbringend ist für alle Menschen. Wie ist die Gnade Gottes erschienen? Durch wen ist sie gekommen? Jesus Christus. Für wen ist das Evangelium? Für alle Menschen. Sie, die Gnade nimmt uns in Zucht. Das bedeutet im Griechischen, sie erzieht uns. Ja, wir glauben nicht an einmal, einmal begnadigt, alles gut, sondern die Gnade verändert unser Leben. Oder sie nimmt uns in Zucht, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen und besonnen und gerecht und gottesfürchtig leben in der jetzigen Weltzeit. Also schon hier, nicht erst im Himmel, können wir mit Gottes Hilfe ein gottesfürchtiges Leben leben. Weiter Vers 13. Indem wir die glückselige Hoffnung erwarten und die Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unseres Retters Jesus Christus. Könnt ihr sehen, warum der Miller das gepredigt hat? Die glückselige Hoffnung, Wiederkunft nicht nur als Ende der Welt, als Apokalypse, als Gericht über das Tier und das Mahlzeichen, sondern die glückselige Hoffnung: Jesus kommt. Die Erscheinung der Herrlichkeit unseres Retters, unseres Gottes Jesus Christus. Und dann steht Vers 14: Der sich selbst für uns hingegeben hat, um uns von aller Gesetzlosigkeit – anderes Wort für Gesetzlosigkeit, anderes Wort für Gesetzlosigkeit – Sünde, um uns von aller Sünde zu erlösen und für sich selbst ein Volk zum besonderen Eigentum zu reinigen. Ein besonderes Volk, das Volk der Übrigen, das eifrig ist, gute Werke zu tun. Könnt ihr sehen, der Paulus hat's geschafft, in vier Verse alles reinzupacken, was wir glauben. Oder die Gnade Gottes, das Kreuz von Jesus, die Erlösung von aller Sünde, das Erziehen in der Gerechtigkeit, die guten Werke, die Hoffnung auf die baldige Wiederkunft. Ein großartiger Abschnitt.
[8:40] Wir sollten den öfter studieren und ich möchte heute nicht über den ganzen Abschnitt predigen, sondern nur über ein Wort. Es gibt in diesem Abschnitt viele Worte, über die wir schon viele Predigten gehört haben, oder? Die Gnade Gottes. Habt ihr schon mal eine Predigt über die Gnade Gottes gehört? Oh ja. Oder die Wiederkunft. Oder habt ihr schon mal eine Predigt über die Wiederkunft gehört? Oh, das gibt's auch. Dass er uns von aller Sünde erlösen möchte. Da haben wir schon viel gehört, oder? Wir haben sicherlich auch einiges gehört darüber, dass Jesus Gott ist, dass wir ein besonderes Eigentum sind als das Volk Gottes, oder? Wir haben über gute Werke gehört.
[9:15] Schaut mit mir noch mal in Vers 12. Dort steht, dass die Gnade vier Dinge tut. Die Gnade Gottes bewirkt vier Dinge in uns. Erstens, damit wir die Gottlosigkeit und die weltlichen Begierden verleugnen. Zweitens, dass wir besonnen leben. Drittens, dass wir gerecht leben und viertens, dass wir gottesfürchtig leben. Das ist schon mal eine Predigt gehört darüber, dass wir die Begierden verleugnen sollen, dass wir die Gottlosigkeit aus unserem Leben entfernen sollen. Das kommt öfter vor. Schon mal eine Predigt gehört, dass wir gerecht leben sollen? Gerechtigkeit. Schon mal eine Predigt gehört über Gottesfurcht in der Adventgemeinde? Hoffentlich das ein oder andere Mal, oder? „Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre.“ Aber habt ihr mal eine Predigt gehört über Besonnenheit?
[10:10] Besonnenheit? Ja, wir das das hätten wir sofort gewusst, oder? Die Gnade führt dazu, dass wir gerecht leben mit Gottes Hilfe, oder? Die Gnade führt dazu, dass wir Gottesfurcht haben und wunderbar. Die Gnade führt dazu, dass wir die weltlichen Begierden verleugnen sollen. Alles klar. Aber die Gnade führt dazu, dass wir besonnen sind.
[10:34] Hast du drüber mal nachgedacht, was es bedeutet, besonnen zu sein? Das ist so eines der Worte, da liest man drüber, weil man sich denkt, die anderen sind wichtiger und na ja, klar, besonnen ist irgendwie was Gutes, oder? Das sollte besonnen sein. Ja. Frage: Bist du besonnen? Bist du ein besonnener Mensch? Das ist ja nicht nur eine Eigenschaft von manch, also sie denken, ja, manche Menschen sind halt sehr gesetzt und sehr besonnen. Andere sind ein bisschen mehr so wie ich, so ein bisschen panisch, ja, wenn irgendwas schief geht, dann was mache ich jetzt? Ja, ich weine und dann denken wir, das ist eine Persönlichkeitseigenschaft. Ja, es gibt Leute, die sind da ein bisschen besonnen halt, ja, und andere sind es halt nicht so sehr. Aber hier steht, dass wir alle als Gläubige besonnen sein sollten. Die Gnade Gottes bewirkt Besonnenheit.
[11:29] Heute möchte ich mit euch ein bisschen drüber nachdenken, was bedeutet es für einen Christen in dieser Welt – denn darum geht's ja, oder? – in dieser Welt besonnen zu leben. Ich kann nicht versprechen, es geht dabei nicht um die Sonne, auch wenn die scheint.
[11:49] Kein anderes Buch der Bibel enthält das Wort „besonnen“ so oft wie Titus. Also irgendwie muss es entweder dort in Kreta in der Gemeinde ein Problem der Besonnenheit gegeben haben. Jedenfalls Paulus erwähnt nirgendswo sonst und die ganze Bibel sonst so viel die Besonnenheit wie in Titus. Ich gebe ein paar Beispiele. Erste, also Titus 1. Titus 1 und dort Vers 8. Paulus zählt dort auf, wie die Gemeindeleiter sein sollten. Er schreibt dort eine Liste von Eigenschaften, die wir noch heute verwenden, wenn wir eine Gemeindewahl haben, wenn, wenn Ämter gewählt werden sollen, wo Eigenschaften aufgeschrieben sind, wie sollte jemand sein, der die Gemeinde Gottes leitet. Und dort steht zum Beispiel in Vers 8: „Sondern gastfreundlich, das Gute liebend, besonnen, gerecht, heilig, beherrscht.“ Und das macht ja guten Sinn. Ein Gemeindeleiter sollte besonnen sein, oder? Der sollte nicht ständig von einem Fanatismus in den nächsten stolpern. Das macht Sinn, oder? Ein besonnener Gemeindeleiter. Aber schaut mal, nicht nur die Gemeindeleiter sollen besonnen sein. In Titus 2 und dort Vers 1 und 2. Titus 2, Vers 1 und 2. „Du aber rede, was der gesunden Lehre entspricht, dass die alten Männer nüchtern sein sollen.“ Was ist das nächste Wort? Besonnen, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld. Ich weiß nicht, wer von euch sich als alter Mann definiert. Also gemessen an meiner Haarfarbe gehöre ich immer mehr in diese Gruppe.
[13:29] Alte Männer sollen besonnen sein. Jetzt sagt einige von euch: Aber ich bin weder alt, noch bin ich ein Mann. Ähm, schaut mit mir weiter in Kapitel 2, Vers 5 oder Vers 4. Vers 4 und 5. Titus 2, Vers 4 und 5. „Damit sie die jungen Frauen dazu anleiten.“ Ich weiß nicht, wer von euch sagt: Ich bin eine junge Frau. Ja, jetzt gut zuhören. „Damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Männer und ihre Kinder zu lieben, besonnen zu sein, keusch, häuslich, gütig und so weiter, ihren Männern unterzuordnen, damit das Wort Gottes nicht verlästert wird.“ Alte Männer sollen besonnen sein, junge Frauen sollen besonnen sein. Schaut mit mir in Sprüche Kapitel 1, Vers 4. Die Bibel ist hier ziemlich umfassend. Sprüche 1 und dort Vers 4. Wer hat das Buch Sprüche geschrieben? Wisst ihr das? Also im Wesentlichen, es gibt paar Kapitel, die sind von anderen Leuten, aber vor allem Salomo. Und Salomo sagt am Anfang, warum er dieses Buch geschrieben hat. Und er sagt, das Buch Sprüche hat ein Ziel, hat einen Zweck und das ist in Vers 4: „Damit den Unverständigen Klugheit verliehen werde, den jungen Männern Erkenntnis und Besonnenheit.“ Also halten wir fest: Die alten Männer sollen besonnen sein, die jungen Frauen sollen besonnen sein, die jungen Männer sollen besonnen sein.
[15:00] Ja, und alte Frauen gibt's ja nicht, nicht wahr? Frauen bleiben immer jung. Also, ihr seht, der Punkt ist, die gesamte Gemeinde von den Ältesten bis zu den jüngsten Männern, Frauen, egal ob ein Amt oder nicht, wir alle sollen besonnen sein. Besonnenheit ist nicht die Eigenschaft von ein paar ganz coolen, ruhigen, die alles im Griff haben. Die Bibel sagt uns, besonnen zu sein und irgendwie haben wir das so ein bisschen nicht auf dem Radar, oder? Wir predigen, dass wir die Begierden verleugnen sollen. Wir predigen, dass wir gerecht leben sollen. Wir predigen, dass wir gütig sein sollen, barmherzig sein sollen. Aber wie oft predigen wir: Lasst uns besonnen sein. Dabei sagt uns die Bibel, nicht nur im Titusbrief, auch an anderen Stellen, wie wir sehen werden, dass Besonnenheit eine Eigenschaft eines Christen ist. Besonnenheit.
[15:53] Nun, was heißt eigentlich besonnen sein? Von welchem deutschen Wort kommt denn „besonnen“? Genau, wenn man sich besinnt, oder? Also, man ist vielleicht in einer Situation und die Emotion weicht und dann besinnt man sich, dass es vielleicht gar nicht so schlimm ist oder dass man eigentlich anders reagieren könnte. Das ist, wenn man sich besonnen hat. Das hat was mit dem Denken zu tun.
[16:29] Im Griechischen, da schreibt Paulus auf Griechisch, da gibt es dieses Wort „sophroneo“ oder „sophronos“ oder „sophronismos“, das heißt besonnen, besonnen sein, Besonnenheit. Und das hat immer mit diesem „sofron“ zu tun. „Fron“ ist hier Kopf, Denken, ja, das das was die Engländer den Mind nennen, ne? Und „so“ kommt von „so“ und bedeutet gesund. Besonnen zu sein bedeutet nicht einfach nur kühlen Kopf zu bewahren, wenn mal die Wellen hochschlagen. Besonnen bedeutet eigentlich ein gesundes Denken haben. Und an der Stelle wird's super interessant, denn es kann sein, dass man eine super gute Theologie hat und die Bibel Fakten gut kennt, aber ein völlig ungesundes Denken hat.
[17:24] Ist das schon mal vorgekommen? Leute kennen die Bibel, aber denken völlig ungesund. Also Fanatismus ist genau das. Ich bin kein Psychologe, also kann ich euch jetzt keine Vorlesung halten über die ganzen Gesetze des Denkens. Aber ich kann euch sagen, mir sind ein paar Sachen aufgefallen, was auch in der Gemeinde oft passiert, was in meinem Leben oft passiert, wie man ungesund oft denkt. Geb ein klassisches Beispiel. Habt ihr mal erlebt in eurem eigenen Leben? Ich habe gerade vor kurzem mit jemandem darüber gesprochen, der mir das gesagt hat, dass ihm das so geht. Und ich habe das selbst in meinem Leben schon erlebt.
[18:04] Man lebt eine Zeit lang mit Gott, man hat großartige Erfahrungen. Man weiß, er segnet mich. Man hat so richtig das Gefühl, ich lebe mit Jesus so Seite an Seite und habe tolle Erfahrungen. Und dann macht man einen richtig schweren Fehler und dann haut man irgendwie in den Schlamm. Und was man dann, wenn man ein ungesundes Denken hat, oft denkt, ist: Wow, dann war das davor irgendwie alles umsonst. Ja, jemand hat mir gesagt, ich habe das Problem. Diese Person hat zu mir gesagt, ich lebe ein paar Tage mit Jesus, ich mache tolle Erfahrungen, ich mache meine Andacht und dann sündige ich oder dann mache ich irgendwas verkehrt und dann habe ich das Gefühl, bringt ja eh nichts. Und wenn ich dann gesündigt habe, denke ich, na ja, nützt ja nichts. Dann kann ich auch gleich weiter sündigen oder dann kann ich auch gleich weiter in die Richtung laufen. Man nennt dieses Denken: Alles oder nichts. Kennt ihr das vielleicht? Ja. Also entweder ich mache es voll, und wenn es mir nicht voll gelingt, kann ich es auch gleich ganz sein lassen. Ich sage euch, das ist ein sehr ungesundes Denken.
[19:12] Also natürlich wollen wir voll mit Jesus sein, aber wie war das mit Petrus, als der auf dem Wasser ging? Das war noch 100% oder das war eigentlich 180% oder so. Der ging auf dem Wasser. Hat er da einen Fehler gemacht? Ja oder nein? Und als er den Fehler gemacht hat, als er sank und was ist dann passiert? Hat Jesus gesagt: „Ja, vorbei.“ Jesus hat die Hand ausgestreckt. Was wäre gewesen, wenn Petrus alles oder nichts gedacht hätte? Sagt: Ich wollte auf dem Wasser gehen. Es ist mir nicht geglückt. Jetzt kann ich genauso gut auch untergehen. Jetzt macht es keinen Sinn mehr. Jetzt kann ich auch ertrinken. Das wäre doch sehr dumm, oder? Gesundes Denken sagt: Okay, ich bin gefallen, aber Jesus hebt mich hoch. Und was macht Jesus dann? Er gibt ihm wieder die Kraft auf dem Wasser zu gehen.
[20:04] Ungesundes Denken, ein Beispiel ist, wenn ich so alles oder nichts denke. Das Evangelium möchte nicht nur unsere Sünden vergeben. Das Evangelium möchte nicht nur uns die Wahrheit lehren, es möchte auch unser Denken gesund machen. Und das ist vielleicht ein Punkt, vielleicht sollten wir wirklich mehr darüber predigen, über auch das Denken und die emotionalen Dinge des Gehirns, weil wir zwar oft viel wissen, aber wenn unser Denken falsch läuft, dann benutzen wir die Dinge, die wir wissen, ständig falsch.
[20:41] Noch ein Beispiel, ungesundes Denken. Jemand kommt in die Gemeinde und hat eine neue Theorie, neues Licht, wie er es nennt, eine neue Offenbarung. Und diese Person ist unglaublich bibeltreu, wie es aussieht. Also, wenn man die Person ansieht, wenn man die Person essen sieht, wenn man die Person so reden sieht, hat man den Eindruck, einer von den 144.000 ist schon bei uns. Und diese Person hat unfassbar viel Bibelwissen und tonnenweise Ellen White Zitate. Und man schaut sich das an, vergleicht sich selbst und sagt: Wow, soweit bin ich noch nicht. Was die Person sagt, muss wohl die Wahrheit sein. Ungesundes Denken, weil man das Gefühl hat, nur weil jemand in vielen Dingen vielleicht richtig tut oder richtig aussieht oder richtig sagt, dass er in allem, was er denkt, dann richtig ist. Viel Fanatismus entsteht in der Gemeinde, weil man einfach denkt: Wow, der überholt mich jetzt von rechts. Ja, da kommt einer von rechts, das Auto überholt mich von rechts. Wow, ich möchte ja nicht zu weit links sein. Ich möchte nicht zu liberal sein, also werde ich erstmal Verdachtsweise damit gehen. Ist ungesundes Denken.
[22:04] Übrigens, die Impfung dagegen ist ein richtiges Verständnis vom Evangelium. Denn wenn ich weiß, dass Jesus mein Erlöser ist und wenn ich weiß, er hat mir vergeben und wenn ich weiß, ich bin erlöst, nicht weil ich eine neue Lehre annehme, sondern weil er für mich da ist, dann muss ich nicht Angst haben, weil jemand, der scheinbar mehr weiß und mehr kann als ich oder heiliger ist als ich, dass der mich jetzt rechts überholt. Versteht, ich meine, das sind so Beispiele für ungesundes Denken.
[22:36] Die Bibel ruft uns auf, gesund zu denken. In 2. Timotheus Kapitel 1, Vers 7 sagt uns die Bibel sogar, dass gesundes Denken eine Gabe Gottes ist. 2. Timotheus, Kapitel 1 und dort Vers 7.
[23:03] 2. Timotheus 1, Vers 7. Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, sondern der Kraft und der Liebe. Und dann steht in meiner Schlachter so komisch: „Und der Zucht.“ Ich weiß nicht, wer sich das ausgedacht hat. Ja, der Zucht, das klingt so ein bisschen wie Zuchthaus oder so. Ja. Ähm, hat jemand eine andere Übersetzung oder eine Fußnote? Besonnenheit. Dort steht wörtlich: „Ein gesundes Denken.“ Gott schenkt uns nicht nur Gnade und nicht nur Liebe und seinen Heiligen Geist. All das ist auch dazu gegeben, damit unser Denken wieder gesund wird. Denn hier kommt die Wahrheit: Niemand von uns hat ein gesundes Denken von Natur aus. Manche sind in ihrem Denken vielleicht besonders krass benachteiligt, weil Eltern, Erziehung, Dinge und so weiter uns völlig verbogen haben, aber wir alle haben von Natur aus eigentlich ungesunde Gedankenmuster, oder?
[24:02] Das Evangelium ist dazu da, uns ein gesundes Denken zu geben. Ein Beispiel hier ist, er sagte hier in Vers 7: „Denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben.“ Ein falsches Denken, das wir immer wieder haben, auch als Christen, ist: Ich habe gelesen, Gott hat mir vergeben, aber irgendwie habe ich immer noch Angst, dass er mich strafen könnte. Kennt ihr das? Könnte mich vielleicht doch noch irgendwie strafen. Die Bibel sagt, wenn wir so denken, wenn wir quasi aus Angst handeln, wenn Angst uns motiviert, dann ist das ein ungesundes Denken. Dann kann ich zwar die richtige Theologie haben, ich kann den Sabbat haben, ich kann den Sabbat halten, ich kann sogar alles richtig machen und trotzdem ist mein Denken ungesund.
[24:52] Ein gesundes Denken. Gott schenkt uns allen gesundes Denken, wenn wir möchten.
[25:01] Noch ein Beispiel. Römer, Kapitel 12, Vers 3. Und vielleicht könnt ihr so nebenbei ein bisschen überlegen, was sind vielleicht in meinem Leben, in meinem Kopf so Gedankenmuster, die ungesund sind.
[25:17] Noch ein Beispiel. Alles ist zu viel. Ich schaffe das alles nicht. Ich kann das alles nicht. Alles ist zu viel. Nur es gibt Situationen, dass das wirklich alles zu viel ist, nicht wahr? Das Gefühl haben, ich muss alles schaffen, ich muss alles stemmen und es ist alles zu viel und keiner hilft mir. Dann tue ich oft mir Dinge aufbürden, die Gott mir nie aufgebürdet hat und ich aufgrund meines Denkens mache ich mir Lasten, die ich vielleicht gar nicht habe. Ja, nur noch ein Beispiel. Können viele Beispiele zählen. Vieles von dem, was unser Leben belastet, hat mit unserem Denken zu tun, wie wir Dinge beurteilen. Römer Kapitel 12 und dort Vers 3.
[26:03] Ah, noch ein Beispiel. Jemand tut etwas, was mir nicht gefällt, was mir zum Nachteil ist. Was sagt ungesundes Denken? „Der will mir schaden. Der hat das gemacht, weil er sowieso gegen mich ist.“ Ja, das ist unser ungesundes Denken. Wir denken dann, dass jemand Motive hat, obwohl wir die Motive gar nicht kennen. Wir haben das Herz ja nie durchgescannt. Wir wissen gar nicht, was der andere denkt. Aber wir denken von der Tat zu dem Motiv.
[26:35] Das passiert nicht nur mit Mitmenschen, das passiert noch mal auch auf der großen Ebene der Gesellschaft. Und dieses ungesunde Denken führt dazu, dass wir schlechter von der Person denken, als es sich gebührt. Römer 12, Vers 3. Ich glaube, dass Gott mit seiner Gnade uns helfen will, dass wir besser denken, richtig denken, dass wir gesund denken. Römer 12, Vers 3.
[26:56] Denn ich sage Kraft der Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass er nicht höher von sich denke, als sich zu denken gebührt, sondern dass er auf Bescheidenheit bedacht sei, wie Gott jedem einzelnen das Maß des Glaubens zugeteilt hat. Nun, das Wort Bescheidenheit ist hier eigentlich gar nicht die beste Übersetzung. Voll. Ja, das klingt schon besser, maßvoll. Noch eine Übersetzung oder Besonnenheit. Das heißt, was der Vers eigentlich sagt, ist: Wir sollen nicht höher von uns denken als andere, sondern wir sollen ein gesundes Denken haben. Das gleiche Wort „sopron“, „sophronismos“, gesundes Denken. Mit anderen Worten, wenn jemand höher denkt über sich als über andere, hat er was? Ein ungesundes Denken. Das Top-Paradebeispiel für ungesundes Denken ist: Ich komme in einen Raum von Leuten und sehe da und denke: Ach, die schon wieder. Und sagt mir nicht, dass ihr das noch nie gedacht habt.
[28:02] Oder andersrum gesagt: Gesundes Denken wäre, du kommst in die Gemeinde und kannst über jede Person sagen, dass du sie höher schätzt als dich selbst. Das wäre ein gesundes Denken. Gesund, nämlich, weil es dich selbst auch gesund erhält in deinem Kopf.
[28:24] Und jetzt merkt ihr schon, dieses gesunde Denken, das hat keiner von uns so automatisch, oder? Dieses gesunde Denken, das muss ein Geschenk Gottes sein. Deswegen sagt er: Ja, denn ich sage Kraft der Gnade, die mir gegeben ist. Wenn ihr versucht, euch von alleine anzustecken: Ich werde jetzt ganz hoch von dir denken, damit ich jetzt irgendwie das schaffe. Ich möchte dich höher einschätzen. Das vergesst das nicht. Weil wir Menschen von Natur aus erstmal irgendwie uns ziemlich toll finden, ne? Ist euch das mal aufgefallen? Wir finden uns alle ziemlich toll und wenn wir ein bisschen klug sind, dann verpacken wir das so ein bisschen in demütigen Formeln, um uns noch toller zu finden. Ja, dass wir uns aber nicht so raushängen lassen. Aber übrigens, das Wort, das hier steht, den anderen, also es heißt: Ihr, dass ihr nicht höher von sich denke. Ich habe euch gesagt, gesundes Denken ist so „fron“, also gesund. So, hier steht aber dann „hyperfroneo“. Woher könnt ihr kennt das Wort „hyper“?
[29:25] Hyper ist hyperaktiv, zu viel oder wenn man so hyperventiliert, wenn das irgendwie zu viel wird. Wenn man zu viel über sich selbst denkt, wenn die Gedanken immer um einen selbst kreisen, dann dann dann sind wir wie ein Propeller. Man hebt ab oder wie so ein so ein Helikopter, wenn man man kreist immer um sich rum und wie toll ich bin. Das ist ungesund.
[29:54] Gesundes Denken ist, wenn ich auch an andere denke. Gesundes Denken ist so wie Gott denkt, denn Gott denkt mehr an mich als an sich. Deswegen ist Gott auch nicht geisteskrank. Er ist gesund, also sowieso, aber gesundes Denken.
[30:14] Das Interessante ist, es gibt aber noch mehr. Wir haben wir gesehen, nicht nur der Paulus verwendet Besonnenheit und das sehr gerne, ja, im Römerbrief und beim Titus und Timotheus, auch im Alten Testament gibt es Besonnenheit. Wir haben die Sprüche gelesen, oder? Das hebräische Wort für Besonnenheit hat auch einen anderen Aspekt, der mir sehr gefällt und den möchte ich mit euch kurz noch bedenken, weil der uns hilft, so richtig für den Alltag etwas zu lernen. Und zwar dieses Wort, das im Hebräischen mit Besonnenheit übersetzt wird, das finden wir noch an anderen Stellen. Und wir schauen uns jetzt vier Bibelverse an und wollen gemeinsam wie ein Detektiv herausfinden, was meint das Hebräische mit Besonnenheit. Okay, was ist das eigentlich? Wir schauen in Jeremia 23.
[31:02] Jeremia 23, erste von vier Versen. Jeremia 23 und dort Vers 20.
[31:18] Jeremia 23 und dort Vers 20. Dort steht: „Der Zorn des Herrn wird sich nicht abwenden, bis er die Gedanken seines Herzens vollbracht und ausgeführt hat. Am Ende der Tage werdet ihr es erkennen und verstehen.“ Hat jemand eine Idee? Ist jetzt ein bisschen vielleicht Ratespiel, aber hat jemand eine Idee? Welches Wort könnte hier dasselbe Wort sein, das wir in den Sprüchen als Besonnenheit gelesen haben? Jemande Idee? Kann nur falsch sein oder halt richtig. Kein kann nicht schlimm. Geh mal eine Idee. Welches Wort in diesem Vers könnte das Wort für Besonnenheit sein?
[31:56] Hm. Gedanken. Die Gedanken seines Herzens. Was sehen wir über die Gedanken des Herzens Gottes? Was sind das? Also, was macht er mit den Gedanken? Was macht er mit seinen Gedanken? Er führt sie aus. Wie nennt man Gedanken, die man dann auch ausführt? Ja, Aktionspläne oder man Gott hat einen Plan. Ja, würde ihr sagen, Gott hat einen Plan. Also, es gibt ja auch Gedanken, weiß nicht, vielleicht kennt ihr das auch. Man denkt einfach irgendwas, das führt zu nichts. Ja, so Tagträumerei. Ja, man denkt so und manchmal geht mir das so und dann dann denke ich, warum denke ich das jetzt eigentlich? Wird falsch abgewendet im Denken. Ja, man denkt so, das sind keine Pläne, aber hier geht's um Gedanken, wo man wo Gott sich einen Plan macht, um den dann auszuführen. So wie wenn man sagt, ja, ich denke, ich sollte heute mal den Müll runterbringen. Ja, ein Gedanke, den führt man aus. Ein Plan.
[32:50] Jetzt hört mal weiter. Jeremia Kapitel 5. Jeremia Kapitel 5. Wir suchen, was bedeutet im Hebräischen eigentlich Besonnenheit? Besonnenheit. Wir haben schon gelernt im Griechischen ein gesundes Denken. Jetzt sehen wir schon etwas von einem Plan. Jeremia 5 und dort Vers 11.
[33:12] Warte 51. Entschuldigung, mein Fehler. Jeremia 51 und dort Vers 11.
[33:22] Jeremia 51 und dort Vers 11. Ein kriegerischer Vers. Jeremia 51 und dort Vers 11. Dort steht: „Schärft die Pfeile, fasst die Schilde. Der Herr hat den Geist der Könige von Medien erweckt, denn sein Trachten ist gegen Babel gerichtet, um es zu verderben, denn das ist die Rache des Herrn, die Rache für seinen Tempel.“ Wieder das gleiche Spiel. Welches Wort in diesem Vers könnte wohl dasselbe Wort sein, das in Sprüche mit Besonnenheit übersetzt wird?
[34:01] Rache. Trachten. Danke, danke, danke, danke. Trachten. Also, worum geht's in dem Vers? Da gibt es zwei Völker, die Babylonier und die Meder. Was wollen die Meder machen? Was haben die Meder vor? Gott lenkt das Ganze. Aber was haben die Meder vor? Sie wollen Babylon angreifen. Wenn eine Nation eine andere Nation angreift, was braucht sie dann davor? Manchmal hat man den Eindruck, manche greifen an ohne Plan, nicht? Man könnte jetzt das sacken lassen. Ähm, aber ja, keine Nation geht einfach in den Krieg ohne einen Plan. Oder lange bevor der erste Schuss fällt, hat man sich die Topografie angeschaut. Man hat sich genau geschaut, wo sind die Stellungen des Feindes, was sind unsere Ressourcen, wie können wir linke Flanke, rechte Flanke, wie können wir wie können wir das machen? Oder wir leben leider gerade in einer Zeit, in der Krieg ist und das ist so eine schreckliche Sache und das tut dann das Herz zu sehen. Aber glaubt ihr, dass als die Israeliten Amerikaner angefangen haben, Krieg zu führen, dass sie plötzlich gesagt haben: Moment mal, wir müssten erstmal gucken, wo wir angreifen. Haben die erstmal dann in den ersten Stunden recherchiert, wo es was anzugreifen gibt im Iran? Oder haben die die Schubladen aufgemacht, wo seit Jahren schon für den Fall in jeder eigenen Kombination die Pläne schon liegen? Glaubt ihr, die Nationen haben Pläne für den Kriegsfall? Selbstverständlich haben die Pläne für den Kriegsfall. Ja. Ähm, die sind dann irgendwo in der Schublade und sollte es zu dem Fall kommen, dann weiß man schon, was man zu tun hat. Mit anderen Worten, bei diesem Trachten geht's nicht um ein „es wäre ja schön, wenn“, sondern es geht um einen durchdachten Plan.
[36:07] Und jetzt lass uns kurz nachdenken, was bedeutet das denn, wenn Besonnenheit einen durchdachten Plan bedeutet? Wenn Gott uns auffordert, besonnen zu sein, fordert uns natürlich nicht auf, Krieg zu führen, oder? Darum geht's nicht. Er fordert uns nicht auf, Babylon anzugreifen, in diesem Sinne, aber er fordert uns auf, einen durchdachten Plan zu haben. Sind wir auch in einem Krieg? Ja oder nein? Okay, wir sind in einem geistlichen Kampf. Kann es sein, dass wir oft durchs Leben gehen und wie die Jugendlichen sagen: „Keinen Plan haben?“ Ich habe keinen Plan. Ja, bin lost. Ich weiß nicht, was links, rechts, oben, unten. Wir gehen das Leben und haben keinen Plan. Besonnenheit bedeutet einen Plan zu haben.
[36:53] Gott möchte nicht, dass wir einfach in den Tag hineinleben und schauen mal, was da kommt. Er wünscht sich, dass wir geistlich gesprochen einen Plan haben, den wir umsetzen können.
[37:05] Vielleicht sagt jemand: „Ja, aber sollen wir nicht äh die also sagt nicht die Bibel, wir sollen uns keine Pläne machen.“ Schaut mit mir in Jakobus, Kapitel 4. Jakobus Kapitel 4 Vers 13 bis 15.
[37:22] Jakobus 4, Vers 13 bis 15. Was sagt die Bibel über Pläne machen? Jakobus 4, 13 bis 15. „Wohl an nun, die ihr sagt: Heute oder morgen wollen wir in die und die Stadt reisen und dort ein Jahr zubringen, Handel treiben und Gewinn machen. Und doch wisst ihr nicht, was morgen sein wird.“ Dieser Vers ist super aktuell. Ja, wenn ihr letztes Jahr gesagt hättet, ich werde dieses Business machen, die Spritpreise werden so sein, ich werde so und so viel ökonomisch verdienen, dann würdet ihr heute sagen: „Wow, ich habe nicht gewusst, dass die Preise so explodieren.“ Oder wir wissen nicht, was morgen kommt. Wir können keine Pläne auf fünf Jahre machen und damit rechnen, dass sie wirklich so eintreffen. Wenn es um unsere unseren Beruf geht, wenn es ums Geld verdienen geht, um Handel treiben, dann können wir keine langfristigen Pläne machen. Kann nicht planen, wie mein Leben in sechs Jahren aussehen wird und was ich alles studieren und machen werde und welchen Job ich haben werde. Das weiß ich nicht. Er sagt ganz deutlich: „Und doch wisst ihr nicht, was morgen sein wird, denn was ist euer Leben? Es ist doch nur ein Dunst, der eine kleine Zeit sichtbar ist, danach aber verschwindet er. Stattdessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will und wir leben, wollen wir dies oder das tun.“ Ich kann nicht sagen, ob ich in zehn Jahren noch in Bogenhofen bin. Ja, ich bin lieber im Himmel natürlich. Ja, aber ich weiß es nicht. Wir wissen nicht, ob wir in fünf Jahren auch den gleichen Job haben, ob wir das gleiche Einkommen haben werden. Diese Dinge sind so unsicher. Wir können sagen, wir wollen Gott vertrauen und Schritt für Schritt unsere Schritte gehen. Aber heißt das, dass wir planlos sein sollen?
[38:52] Die Bibel sagt, wir sollen besonnen sein, wir sollen Pläne haben. Wir machen zwar viele Pläne, was ich in fünf Jahren verdienen möchte oder welche welche Urlaubsdestination ich alle erreicht haben möchte, aber wie oft machen wir Pläne für den Abend, für die Freizeit, Pläne für den Gottesdienst? Wie oft gehen wir morgens aus dem Bett und sagen: Ich habe jetzt eine dreiviertel Stunde, ich mache mir jetzt einen Plan, wie ich sie am besten nutze. Wie oft kommen wir von der Arbeit nach Hause und sagen: Ich habe noch zwei Stunden, drei Stunden, bis ich ins Bett gehe. Ich mache mir jetzt mal einen Plan, wie ich ihn zur Ehre Gottes nutze diese Zeit. Was mir oft passiert ist in meinem Leben, ich habe gedacht, na ja, jetzt bin ich Freizeit, ich lasse mich fallen, ich mache jetzt einfach, ich lasse mich jetzt treiben mit dem Flo. Ja. Das war so anstrengend, ich musste das und jedes machen. Jetzt lass mich einfach treiben und jetzt schau mal, ich mache mein Computer auf, mal gucken, was es alles so gibt, nicht? Und es ist immer dann gewesen, dass der Satan mich für die eine oder andere Sache erwärmen konnte, weil ich völlig planlos meine Freizeit irgendwie versucht habe zu genießen. Und wenn dann die Versuchung kommt, hatte ich keinen Plan, der dagegen stehen würde.
[40:11] Wenn du in den Gottesdienst gehst, hast du einen Plan, was du dort machen möchtest? Oder gehst du einfach hin und sagst: Mal gucken, was heute für eine Predigt wird, ja, mal schauen. Hoffentlich ist das Potluck nett, nicht? Ja, wenn du einen Plan hast und weißt, was du im Gottesdienst beitragen möchtest, wenn du dir vorgenommen hast: Ich gehe in den Gottesdienst und ich möchte heute ein Segen sein. Ich möchte heute drei Dinge in der Sabbatschule sagen, die ich in der Woche rausgefunden habe. Ich möchte ein Gebet sprechen für das und das und ich möchte diese fünf Geschwister ansprechen, weil mir wichtig ist zu wissen, wie es ihnen geht. Und dann kommt Schwester Y oder Bruder X irgendwie links um die Ecke und fährt dich an wegen irgendwas, nicht wahr, fährt über den Fuß. Ja. Glaubst du nicht, dass es dann anders ist, als wenn du einfach nur in den Gottesdienst gekommen bist ohne einen Plan? Könnt ihr sehen, dass jemand, der ohne Plan im Gottesdienst ist, sich plötzlich viel mehr angegriffen fühlt als jemand, der einen Plan hat, was er tun möchte und der jetzt besonnen reagiert, weil obwohl er angegriffen worden ist, weiß er ja, was er tun möchte und wird sich jetzt deswegen nicht aus der Bahn bringen lassen.
[41:19] Ich glaube, ganz viel in unserem Leben emotional und so weiter, was wir, wenn wir so aus der Haut fahren, wenn wir Dinge tun, die uns später, die wir später bereuen, dann liegt das daran, dass wir einfach ohne Plan waren. Wir waren planlos und die Bibel ruft uns auf, einen Plan zu haben. Nun heißt es, dass sich die Pläne manchmal ändern. Ja, klar, wir können nicht alles im Voraus wissen, aber ich kann mir doch vornehmen, ich möchte im Gottesdienst etwas Gutes beitragen. Kann mir doch vornehmen, ich möchte auf dem Arbeitsplatz ein Licht sein. Wenn ich den Plan habe, ein Licht zu sein, dann werde ich mit Situationen auf dem Arbeitsplatz doch anders umgehen, als wenn ich einfach nur zur Arbeit gehe und sage: Na Herr, beschütze mich am Morgen. Aber ansonsten einfach gucken, was da kommt.
[42:06] Wenn wir durch das Leben gehen in der Einstellung: Mal gucken, was da kommt, verpassen wir enorm viel und werden wahrscheinlich viel öfter fallen. Denn die Bibel sagt, Besonnenheit ist etwas Entscheidendes. Besonnenheit bedeutet einen Plan zu haben.
[42:23] Schaut mit mir in Sprüche 8 Vers 12. Wir sind ja immer noch auf der Suche. Zwei Verse haben wir noch. Was meint Hebräisch Besonnenheit?
[42:35] Sprüche Kapitel 8 und dort Vers 12. Und wieder ist das Spiel die Aufgabe: Finde das Wort, das Besonnenheit bedeutet. Sprüche 8 Vers 12. Dort redet die Weisheit. Auch ein Symbol für Jesus natürlich. Ich, die Weisheit, wohne bei der Klugheit und gewinne die Erkenntnis wohl durchdachter Pläne. Hat jemand eine Idee? Welches Wort oder welche Worte könnten hier für das Wort Besonnenheit stehen?
[43:16] Wohl durchdachte Pläne. Der Übersetzer von Sprüche 8:12 hat das richtig gecatcht. Wohl durchdachte Pläne, Besonnenheit. ist nicht einfach nur, ich bin halt einfach cooler als anderen und bin nicht so leicht aus der Panik zu in Panik zu versetzen. Besonnenheit bedeutet wohl durchdachte Pläne zu haben. Wie gesagt, nicht über was ich in fünf Jahren verdienen möchte, sondern wie ich durch das Leben mit Jesus gehen möchte. Ein Leben mit Jesus ist nicht einfach nur folge dem Flow, ja, wieder, sondern ein Leben mit Jesus hat was mit Planung zu tun, mit durchdenken, wohl durchdachte Pläne.
[43:56] Und wenn man sich die Geschichte anschaut, stellt man fest, die Menschen haben am meisten im Werk Gottes bewirkt, die nicht einfach nur sich haben treiben lassen vom Leben, sondern die sich überlegt haben, wie kann ich die Gnade Gottes im Alltag so nutzen, dass es sinnvoll ist? Wie kann ich mit der Gnade Gottes mich vorbereiten auf etwaige Angriffe, die der Satan bringen wird? Ich habe gelernt, dass ich nach einer Predigt, nach einer Evangelisation, nach einem geistlichen Hoch am meisten beten muss. Das habe ich gelernt. Ich habe gedacht früher, ich muss vor der Evangelisation, vor der Predigt beten, weil da brauche ich es doch, oder? Aber ja, natürlich brauchen wir das Gebet vor der Predigt und wir brauchen das Gebet in der Predigt, aber ich, Christopher, brauche das Gebet am meisten nach der Predigt, wenn man erschöpft ist und die Gefahr besteht, sich einfach nur treiben zu lassen, gedanklich, emotional. Ihr wisst, Elia hatte seine größte Krise nach dem Höhepunkt und vielleicht lag es auch daran, dass er einfach so dankbar war und ins Bett gefallen ist und keinen Plan, keinen geistlichen Plan für den nächsten Tag hatte. Ja, ich kenne sein Herz. Ich weiß nicht, was er gedacht hat, aber irgendwie wird dann schon so passiert sein. Ihn hat dann die Versuchung überwältigt.
[45:27] Hiob 42. Hiob 42, letzter Vers, um herauszufinden, was bedeutet Besonnenheit Hebräisch? Ähm, Hiob 42 und dort Vers 2. Mittlerweile kennt ihr die Aufgabe, oder? Welches Wort ist das Wort, das Besonnenheit in Sprüche übersetzt wird? Hiob 42 Vers 2, Vers 1. Da antwortete Hiob dem Herrn und sprach: „Ich erkenne, dass du alles vermagst und dass kein Vorhaben dir verwehrt werden kann.“ Welches das Wort?
[46:07] Vorhaben. Jetzt seid ihr schon Experten für Hebräisch. Ich merke schon. Super. Vorhaben. Also etwas, was ich mir vorgenommen habe oder ein Plan. Nimmst du dir etwas vor, geistlich, wenn du in den Urlaub fährst? Nimmst du dir etwas vor, wenn du am Sonntag nichts zu tun hast? Nimmst du dir etwas vor, wenn du weißt, ich habe am Freitag noch fünf Stunden bis Sabbat anfangen. Kennt ihr das Gefühl? Freitag viel zu tun, irgendwann ist Sabbat anfangen. Man rödelt, rödelt, rödelt, rödelt, rödelt und ah, oh, Sabbat schon. Oh, oh. Ja, ja, sorry, das nächstes Mal. Ich habe gelernt, man kann sich vornehmen: Okay, heute ist Sabbat Schluss um 20:07 Uhr. Ich möchte dann vorher das getan haben, vorher das getan haben, vorher das getan haben, geputzt und das und so weiter. Und wenn ich das alles getan habe, muss ich all die anderen Sachen vorgemacht haben und hey, das schaffe ich nicht alles. Okay, dann tue ich es auf Unterschiede. Einen Plan, einen wohl durchdachten Plan. Kann es sein, dass trotzdem an der Tür jemand klingelt und jemand ist gestorben und man das kann sein, oder es gibt immer Ausnahmen, die man nicht berechnen kann und dann sollen wir gesund denken und nicht sagen: Okay, alles umsonst, nicht? Ja, schon klar.
[47:25] Aber wohl durchdachte Pläne helfen mir und vielleicht euch auch, dass man nicht ständig Jesus wieder aus seinen Augen vert, etwas vornimmt, überlegt, was wie wie ist denn am sinnvollsten? Und vielleicht fällt uns das schwer. Das ist ja kein kein kein Wunder. Alles, was wir was wir tun wollen, das gut ist, fällt uns schwer, oder? Deswegen brauchen wir für alles die Gnade Gottes. Und Gottes Gnade gibt uns nicht nur Vergebung unserer Sünden, nicht nur Kraft zum Gehorsam, sondern Gottes Gnade schenkt uns auch ein gesundes Denken, weil das Denken total entscheidend ist. Die Art und Weise, wie wir Dinge planen, wie wir unser Leben planen, wie wir unseren Alltag planen, wie wir unsere Gespräche planen. Ich habe angefangen manchmal sogar vor Gesprächen mir einen Plan zu machen. Was möchte ich eigentlich sagen? Oder besser noch, was möchte ich nicht sagen? Mir ist aufgefallen früher, dass manchmal am Sabbat, ja, man sitzt dann zu Hause am Esstisch und dann redet man und redet und redet und also solche Gespräche, die können sich selbst verselbständigen. Ja, man fängt, also man redet über alles, was eigentlich Wochens, also so über die die Arbeit und das und jenes und dann fängt man an über den noch zu lästern und so weiter und am Ende des Sabbat habe ich gedacht: Christopher, du hast jetzt fünf Stunden geredet, aber was war von eigentlich sinnvoll? Was war wirklich Sabbat-Gedanken? Ja, ich habe angefangen drüber nachzudenken, zu beten, bevor ich dann so lange Gespräche führe: Herr, ich möchte mir vornehmen, Gespräche vielleicht auch bewusst wieder Richtung Sabbat-Themen zu lenken. Vielleicht mir vorzunehmen, wenn wenn jemand eine Person aufbringt, wo ich ein paar Geschichten erzählen könnte, die zum allgemeinen Gelächter führen, mir vorher vorzunehmen: Das will ich nicht machen. Ich nehme mir das vor, das nicht zu machen, weil es ist doch besser, sich das vorzunehmen und dann, wenn die Gelegenheit kommt, zu sagen: Nein, das mache ich nicht, als einfach nicht sich vorzunehmen. Dann kommt die Gelegenheit, man platscht rein, weil man ja keine nichts nicht vorgenommen hat und dann sagt man hinterher: Es tut mir leid. Ja, Gott kann trotzdem vergeben, aber also meine persönliche Erfahrung ist, es macht mir mehr Freude mit Jesus, wenn ich ab und zu auch mal was mit ihm zusammen richtig mache, als immer nur hinterher die Vergebung brauche oder vornehme. Ihr seht das Prinzip, das kann man auf alles Mögliche anwenden. Alltag, Gemeinde, kleine, große Dinge.
[49:39] Besonnenheit ist ein richtig großes Ding. Wahrscheinlich sogar ein richtiges Hilfsmittel, nicht das ist ein richtiges Hilfsmittel für viele andere Dinge. Besondern. Wir sind fast am Ende. Ich möchte euch noch was Interessantes zeigen. Schaut mal mit mir in Sprüche Kapitel 2.
[50:17] Sprüche Kapitel 2, Vers 10, 11 und 12. Wenn die Weisheit, Sprüche 2, Vers 10, 11 und 12, wenn die Weisheit in dein Herz kommen wird und die Erkenntnis deiner Seele gefällt, dann wird Besonnenheit dich beschirmen. Einsicht wird dich behüten. Was ist Besonnenheit? Besonnenheit ist ein Schutz. Besonnenheit ist wie so eine Schutzmauer. Wer sich überlegt, gesund denkt und Pläne macht, wie das Evangelium im Alltag erleben möchte, der wird beschirmt. Wovor? Vers 12. Um dich zu erretten von dem Weg des Bösen, von dem Menschen, der verkehrtes spricht. Wir können den ganzen Abschnitt lesen, da werden verschiedene Dinge, verschiedene Gefahren, Versuchungen, die in unser Leben kommen. Und ich weiß aus eigener Erfahrung, man erliegt den Versuchungen, wenn man nicht besonnen gewesen ist. Das kann entweder Fanatismus sein. Ja, Fanatiker sind in der Regel frei für den Satan, ja, weil man dann mit dem falschen Denken auf jede Versuchung am Ende auch reinfällt. Das kann aber einfach sein, dass man ohne wohl durchdachte Pläne für den Alltag in so eine Falle reingetappt ist.
[51:36] Sprüche 3. Sprüche 3, Vers 19. Vorletzter Vers. Sprüche 3, Vers 19 bis 22.
[51:48] Wir haben heute Sabbat. Ihr wisst ja, warum wir den Sabbat feiern, oder? Warum ist Warum feiern wir Sabbat? Gedenken an die Schöpfung. Okay, dann wird euch der Vers gefallen. Vers 19. „Der Herr hat die Erde durch Weisheit gegründet und die Himmel durch Einsicht befestigt.“ Wenn man die Natur anschaut, kann man da die Weisheit Gottes sehen? Kann man sehen, dass er Pläne gemacht hat? Hat Gott einfach die Schöpfung so im Sinne von: Ach, was mache ich denn heute? Hm, könnte noch ein paar Tiere schaffen. Nee, man sieht, dass die einzelnen Dinge durchdacht sind, oder die die Baupläne der Vögel und der Reptilien und der der Landtiere, die ähneln sich oder da gibt's einen großen Plan. Er hat sich das schon überlegt, was er hat sich am zweiten, dritten Tag schon überlegt, was er am fünften machen möchte und sechsten, oder Pläne gemacht. Okay, Vers 20. „Durch seine Erkenntnis brachen die Fluten hervor und teufelten die Augen äh Verzeih, teufelten die Wolken Tau herab.“ Jetzt kommt's 21. „Mein Sohn und gerne auch die die die Töchter. Mein Sohn, lass dies niemals aus den Augen. Mit anderen Worten, vergiss es nie. Gott hat durch Weisheit, durch Pläne, durch überlegtes Handeln die Welt geschaffen. Bewahre Überlegung und Besonnenheit.“ Bewahre die Besonnenheit. Sie werden deiner Seele zum Leben dienen und zum Schmuck deinem Hals. Wusstet ihr, dass Gott nicht gegen Schmuck ist? Er liebt den Schmuck. Wisst, welchen Schmuck er liebt? Besonnenheit. Besonnenheit ist ein echter Schmuck. Kann man nicht einfach so beim Juwelier kaufen. Aber Besonnenheit schmückt jeden Menschen, einen Schmuck, den Männer und Frauen tragen können. Und je mehr, umso schöner. Das ist Gottes Schmuck, den er sich wünscht. Besonnenheit, wenn wir durchs Leben nicht einfach nur so daher fließen, sondern uns überlegen, wie wir mit Gott leben wollen.
[53:45] Letzter Vers. 1. Petrus, Kapitel 4, Vers 7. Ich glaube, wir haben heute verstanden, erstens, was Besonnenheit ist, zweitens, warum es so wichtig ist. Besonnenheit ist ein gesundes Denken, ein Denken, das Fanatismus und so ein Schwarz-weiß Denken und so ein äh also im Sinne von so alles oder nichts denken und all solche Dinge nicht hat, das von der Gnade Gottes verändert ist, das gesund denkt, das dem Wort Gottes entsprechend denkt. Besonnenheit ist auch wohlüberlegte Pläne zu haben. Nicht planlos lost durchs Leben zu gehen, sondern sich Gedanken zu machen, wie man bei Gott bleiben möchte.
[54:26] Der letzte Vers in 1. Petrus Kapitel 4 Vers 7 ist der Aufruf an uns alle, an mich und an dich und an alle, die auch zuschauen. Petrus 4, Vers 7. Petrus sagt: „Es ist aber nahegekommen das Ende aller Dinge.“ Glaubt ihr, Jesus kommt bald wieder? Ich weiß nicht wann, aber diese Welt wird immer verrückter. Wenn das so ist, es ist aber nah gekommen das Ende aller Dinge. So sagt er, so seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet. Wenn wir sehen, wie die Welt verrückt wird, wenn wir sehen, wie Politiker planlos einfach Dinge tun und die ganze Welt Ökonomie aufs Spiel setzen. Ja, wenn wir sehen, wie wie Menschen sich nicht mehr vertragen können, wenn wir sehen, wie die Gesellschaft auseinanderbricht, wenn wir sehen, wie Fanatismus auf allen Seiten der politischen Lager zunimmt, verrückteste Ideen als normal gelten, dann braucht Gott eine Gruppe von Menschen, die gesund denkt, die der Welt nicht nur zeigt, wir kennen die Wahrheit, sondern die Wahrheit hat einen direkten Einfluss auf die Art und Weise, wie wir im Alltag denken und deswegen auch leben. Seid besonnen und nüchtern zum Gebet. Wer von euch möchte sagen: Ich bin dankbar, dass Gott mir Besonnenheit schenken möchte und ich möchte das mehr in meinem Alltag ausprobieren. Diese Besonnenheit, die Gott schenkt. Ist euer Wunsch. Amen. Amen. Amen.
[56:02] Lasst uns beten.
[56:05] Lieber Vater im Himmel, hab Dank, dass du durch dein Wort uns unterrichtest und uns Mut zusprichst und uns zeigst einfache Dinge, die aber im Alltag einen gigantischen Unterschied machen. Herr, du weißt, wie oft unser Denken ungesund ist. Vielleicht, weil wir uns uns so antrainiert haben, vielleicht, weil wir es so gelernt haben schon als Kinder, weil uns die Gesellschaft so geprägt hat. Herr, wir brauchen deine Gnade, dass unser Denken, die Art und Weise, wie wir über Personen, Situationen, Umstände denken, dass das gesund wird. Und Herr, wir brauchen deine Hilfe, dass wir nicht einfach nur als gläubige Menschen durchs Leben stolpern, dass wir nicht einfach nur uns treiben lassen von Situationen, Emotionen, Umständen, sondern dass wir uns Pläne machen, dass wir wohlüberlegte Pläne machen, was wir von unserer Seite tun können, um deine Hand festzuhalten. Und Herr, wir wissen, dass nur du uns halten kannst. Wir wissen, dass nur du uns hindurchtragen kannst, aber du wünschst dir, dass wir mit dir zusammenarbeiten. Und Herr, wir möchten uns vornehmen, wirklich vornehmen, auf dich auch dann zu schauen, wenn der Gottesdienst vorbei ist, wenn die Morgen Nacht vorbei ist, wenn das geistliche Hoch vorbei ist. Möchten uns vornehmen, auf dich zu schauen. Und wir sind schon gespannt, was du alles unserem Leben veränderst, wenn wir merken, dass wenn wir uns bewusst dafür entscheiden, in den alltäglichen Situationen mit wohlüberlegten Plänen auf dich zu schauen, dass du uns plötzlich vor ganz vielen Dingen bewahrst, den wir vorher oft hilflos erlegen sind. Hab Dank dafür von ganzem Herzen.
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