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Funde & Fakten

Archäologie trifft Bibelgeschichte: Christopher Kramp stellt in Funde & Fakten echte Ausgrabungen und historische Entdeckungen vor – von den Schriftrollen vom Toten Meer bis zu König Davids Königreich. Kompakt, spannend und erhellend.

Dieser Podcast beinhaltet die folgende Serie:


Wie gelangte in der Antike lebensnotwendiges Wasser in eine wachsende Metropole wie Jerusalem? Christopher Kramp beleuchtet in dieser Folge von „Funde & Fakten“ eine spektakuläre archäologische Entdeckung: Bei Bauarbeiten kam der bisher längste zusammenhängende Abschnitt eines antiken Aquädukts zum Vorschein. Erfahren Sie, welche spannenden Einblicke dieser Fund in die Geschichte der Wasserversorgung und das Leben zur Zeit des Zweiten Tempels gewährt.


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Serie: Funde & Fakten

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Transkript

[0:18] Wasser ist absolut lebensnotwendig, aber in der Antike konnte man nicht einfach Wasserflaschen kaufen. Wie kam zum Beispiel das Wasser in eine antike Metropole wie Jerusalem? In diesem Video wollen wir uns dazu interessante neue archäologische Entdeckungen anschauen.

[0:33] Und damit herzlich willkommen zu Funde und Fakten. Es geht heute um eine Wasserleitung, ein sogenanntes Aquädukt, wie die Römer es bezeichneten – eine Leitung von Wasser über einen längeren Abschnitt, um die Wasserversorgung der Bevölkerung sicherzustellen.

[0:55] Südlich von Jerusalem gibt es ein politisch ziemlich umstrittenes neues Siedlungsprojekt in Givat HaMatos, und dort entstehen viele neue Wohnungen und entsprechende öffentliche Gebäude, Schulen und solche Dinge. Und im Zuge der Bauarbeiten dort werden immer wieder archäologische Entdeckungen gemacht. Dann gibt es Rettungsgrabungen, um alles möglich zu dokumentieren, bevor dann die Bauarbeiten weitergehen. Im Zuge dieser Bauarbeiten ist auch etwas ganz Bemerkenswertes entdeckt worden, nämlich der bisher längste zusammenhängend entdeckte Abschnitt der antiken Wasserleitung von Jerusalem. 300 Meter lang hat man das am Stück entdeckt. Man hat dort in diesem Aquädukt auch Münzen gefunden, unter anderem aus dem Jüdischen Krieg, der also Ende der 60er Jahre im ersten Jahrhundert stattfand.

[1:57] Hier sieht man so ein Bild. Man sieht, das ist auch nicht ganz gerade. Der hat so Ecken, diese Wasserleitung, und dort ist das Wasser aus großer Entfernung nach Jerusalem gebracht worden. Wie kam es dazu? In der Zeit des Zweiten Tempels, also in der Zeit nach dem babylonischen Exil, war Jerusalem stark gewachsen. Es gab dann auch immer mehr Pilger, weil viele Judäer gar nicht mehr in Judäa lebten, sondern viele Juden in anderen Teilen des alten Orients, zum Teil auch noch weiter entfernt, und dann zu den großen Festen nach Jerusalem kamen. Also, wenn so ein Passafest stattfand, im ersten Jahrhundert vor Christus, im ersten Jahrhundert nach Christus, da waren wirklich Zehntausende, Hunderttausende Menschen unterwegs, um dann zum Tempel zu gelangen. Die Wasserversorgung, die man früher hatte, reichte bei weitem nicht mehr aus. Und so hat die Dynastie der Hasmonäer schon damit begonnen. Und Herodes, der große Baumeister in Jerusalem und überhaupt in ganz Judäa dort in Israel, der hat dann auch an diesen Wasserleitungen weitergebaut. Es gab zwei Wasserleitungen, die interessanterweise das Wasser aus den Quellen von Bethlehem nach Jerusalem gebracht haben. Einmal zur Oberstadt und einmal zum Tempel. Diese Wasserleitungen hatten insgesamt eine Länge von 10 Kilometern und haben damit sichergestellt, dass auch bei großem Andrang in Jerusalem die Menschen ausreichend Wasser gehabt haben.

[3:29] Bei einer solchen Gelegenheit, bei einem dieser großen Feste, wo viele Menschen in Jerusalem zusammengekommen sind, bei einem Laubhüttenfest, berichtet uns die Bibel in Johannes Kapitel 7, wie Jesus das Wasser, das dort nach Jerusalem auch gebracht worden ist, zu einem Anlass genommen hat, um über Wasser geistlich zu sprechen. In Johannes 7, Vers 37 heißt es: „Aber am letzten, dem großen Tag des Festes“ – gemeint ist der letzte Tag des Laubhüttenfestes – „stand Jesus auf, rief und sprach: Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke.“ Das Aquädukt, die Wasserleitungen von Bethlehem, waren dazu gebaut worden, um den Durst der Menschen in Jerusalem zu stillen. Natürlich gab es auch in Jerusalem andere Quellen, die man nutzen konnte, aber das war eine zusätzliche Versorgung für die Menschen. Jesus sagt, es gibt einen anderen Durst, einen geistlichen Durst. Und wer den verspürt, der kann bei Jesus trinken. „Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen“, also aus der Quelle. Keine Zisterne, sondern Quellwasser, das dann weitergeleitet wird. Mit anderen Worten: Wer die Quelle des Lebens, Jesus Christus, in sich trägt, der bringt dieses Quellwasser auch zu anderen. Der wird quasi, wenn man so möchte, fast so etwas wie zu einer Wasserleitung.

[5:07] Das sagt er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, welche an ihn glauben. Der Heilige Geist war noch nicht da, weil Jesus noch nicht verherrlicht war. Wenn wir an Jesus Christus glauben, ihn zu unserem Erlöser annehmen, dann werden wir mit dem Heiligen Geist erfüllt und wir werden satt, wir werden erfüllt und der Durst der Seele wird gestillt.

[5:34] Was nehmen wir heute mit? Notgrabungen haben das bislang längste Stück der antiken Wasserleitung von Jerusalem zutage gefördert. Aber noch viel entscheidender ist, dass Jesus in Jerusalem bei einem solchen Fest, für das diese Wasserleitung auch gebaut worden ist, das Quellwasser zu einem Symbol eines Lebens mit Gott gemacht hat, eines Lebens mit ihm, ein geisterfülltes neues Leben. Wenn du Freude hast, frisches Quellwasser zu betrachten und auch zu trinken, dann wisse, dass das nur ein Vorgeschmack auf das ist, was du mit Jesus erleben kannst. Er ist die echte Quelle, das lebendige Wasser, das uns alle erfrischt. Und am Ende lohnt es sich, das nicht nur zu hören, sondern wirklich auszuprobieren. In diesem Sinne, bis zum nächsten Mal, wenn es hier wieder heißt: Funde und Fakten.


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