In dieser Folge von Joel Media Aktuell beleuchtet Christopher Kramp den rätselhaften Begriff des „Katechon“ und dessen überraschende Präsenz im aktuellen politischen Diskurs. Erfahren Sie, warum Persönlichkeiten wie Donald Trump oder Wladimir Putin in diesem Zusammenhang genannt werden und was die biblische Perspektive über diese apokalyptischen Deutungen verrät.
Joel Media Aktuell: Ist Trump der Katechon? Oder doch Putin?
Christopher Kramp · Joel Media Aktuell ·Themen: Zeichen der ZeitWeitere Aufnahmen
Serie: Joel Media Aktuell
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Transkript
[0:14] Herzlich willkommen zu Joel Media aktuell, eine biblische Perspektive auf aktuelle Ereignisse. Mein Name ist Christopher Kramp und heute schauen wir uns ein wirklich topaktuelles und brisantes Thema an. Es kommt nicht oft vor, dass die Tagesschau sich mit der Auslegung eines neutestamentlichen Briefes von Paulus beschäftigt. Aber genau dies ist vor kurzem geschehen, am 18. Juni diesen Jahres. Da geht es um den zweiten Thessalonicherbrief und die Auslegung dieses Briefes. Es geht um ein Schlagwort, um den Katechon. Es geht um den Weltuntergang und um die Geopolitik.
[1:04] Viele Menschen stellen sich die Frage: Ist möglicherweise Trump der Katechon oder ist es vielleicht doch Wladimir Putin? Manche gehen auch davon aus, dass es sich um die KI handeln könnte. Es geht um eine Geschichte, die wirklich alle Zutaten enthält, um brisant zu sein: geheime Treffen im Vatikan, Tech-Milliardäre, fragwürdige Geschichte des letzten Jahrhunderts und ganz viel Geopolitik und obendrauf Aussagen der Bibel über die Apokalypse. Wir wollen uns heute in diesem Video genauer anschauen, was es damit auf sich hat.
[1:51] Die Frage: Ist Donald Trump der Katechon? Die ist tatsächlich schon mehrfach genauso gestellt worden, zum Beispiel hier von Maximilian Krah, einem Mitglied einer deutschen Partei im Bundestag, und er zitiert dabei den berühmten und man muss auch sagen berüchtigten Staatsrechtler Carl Schmitt, der über diesen Katechon sehr viel geschrieben hat, der auch mit seinen staatsrechtlichen Überlegungen den Nationalsozialismus damals in die Nähe des Katechon gerückt hat und ihn mit seinen Schriften auch unterstützt hat. Immer wieder trifft man diesen Begriff Katechon an, sei es bei der AfD bei Björn Höcke oder bei dem Tech-Giganten Peter Thiel, wie man hier lesen kann im BR. Trump oder Putin sind meistens die Hauptkandidaten. Sogar ein Buch ist jetzt über dieses Thema verfasst worden von Volker Weiß. Aber heute soll es nicht um dieses Buch gehen. Wir wollen die eigentlichen Hintergründe aufdecken aus der Bibel selbst.
[3:03] In Russland ist man der Meinung, dass Wladimir Putin und im Grunde genommen eigentlich Russland selbst der Katechon sind. Wir lesen hier in dem Online-Auftritt von Domradio: Die russische Kirche bezeichne nun in einem neuen Strategiepapier unter Verwendung des Motivs des Katechon Russland als Bollwerk gegen die westliche Dekadenz. Und etwas weiter unten: Unter Rückgriff auf diesen gerade erwähnten deutschen Staatsrechtler Carl Schmitt habe nun der russische Ideologe Alexander Dugin, der immer wieder in dieser Diskussion auftaucht, Mitglied des Moskauer Think-Tanks Katechon – also da gibt es Denker in Russland, die genau um diesen Gedanken kreisen – er habe Russland als Aufhalter bezeichnet und die militärische Expansion Wladimir Putins begrüßt. Also mit anderen Worten: Russische Ideologen und Denker begründen die Kriegshandlungen eben in der Ukraine mit einem biblischen Motiv.
[4:08] Aber auch im Westen wird viel über den Katechon nachgedacht. Zum Beispiel von Peter Thiel, der offen immer wieder vom Weltuntergang spricht, der vor kurzem bei den Wiener Festwochen auftreten sollte und dieser Auftritt ist dann kurzfristig abgesagt worden. Stattgefunden hat allerdings eine vierteilige Vortragsreihe in Rom zum Thema Antichrist und Apokalypse. So, wenn ein Tech-Milliardär aus dem Silicon Valley in Rom zu Vertretern des Vatikans über die Apokalypse und den Antichristen spricht, dann sollten wir unsere Ohren spitzen. Es war gar nicht so einfach herauszubekommen, was er genau gesagt hat, denn wie wir hier lesen, im Stern, sollte dabei strengste Geheimhaltung herrschen. 100 Gäste waren eingeladen in einem alten Palazzo. Der Ort sei den Besuchern erst kurz vor Beginn mitgeteilt worden und Handys waren verboten, Mitschriften ebenfalls. Wir wissen trotzdem umrisshaft, was er gesagt hat, weil ein Jesuit dann die entsprechenden Infos geleakt hat. Es ging um die Bibel, es ging um Christus und das Ende der Zeiten. Es heißt hier, er sprach über diese Dinge. Im Zentrum seines Denkens steht zum einen das Bild des Katechon aus dem Neuen Testament. Das bezeichnet eine Macht, so wird es hier behauptet, die Jesu Wiederkehr am Ende der Zeiten aufhält.
[5:42] Diese rätselhafte Figur hat seit der frühen Kirche bis ins 20. Jahrhundert immer wieder große Denker zu Spekulationen inspiriert. Und wenn in den großen geopolitischen Zentren unserer Zeit Vordenker wieder diesen Begriff des Katechon aufgreifen, dann ist es meiner Meinung nach an der Zeit, dass wir die Bibel selbst aufschlagen und uns fragen: Was hat denn Paulus wirklich gemeint und was bedeutet das für die geopolitischen und religiösen Entwicklungen unserer Zeit? Wir wollen heute die Bibel dazu befragen und herausfinden, was es mit diesem Katechon wirklich auf sich hat, um dann besser beurteilen zu können, wie wir die gegenwärtigen Entwicklungen einschätzen können. Bevor wir das tun, möchte ich dich einladen, zu einem kurzen Gebet, kurz still zu werden.
[6:36] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für die Gelegenheit, dein Wort zu betrachten in einer Zeit, in der es so viele verschiedene Auslegungen gibt. Auslegungen auch, die uns suggerieren, dass das, was dort geschrieben steht im Neuen Testament, direkt jetzt mit der Geopolitik von heute zu tun hat. Wir möchten dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst und dass wir es so verstehen, wie du es wirklich gemeint hast. Das bitten wir im Namen Jesu. Amen.
[7:06] Woher kommt also der Begriff des Katechon? Er kommt tatsächlich aus dem zweiten Brief an die Thessalonicher. Ich lese einfach mal den ganzen Abschnitt, dass wir so eine Idee bekommen, worum es hier eigentlich geht. Lasst euch, sagt Paulus, von niemand in irgendeiner Weise verführen, denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Sünde geoffenbart werden, der Sohn des Verderbens, der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt, sodass er sich in den Tempel Gottes setzt als ein Gott und sich selbst für Gott ausgibt. Das ist ein ganz klassischer Text über den Begriff des Antichristen. Auch wenn das Wort Antichrist nicht vorkommt, haben Christen zu allen Zeiten und in verschiedenen Denominationen diesen Text so verstanden, dass er zu den Berichten in der Bibel gehört, die das Auftreten des sogenannten Antichristen beschreiben.
[8:04] Paulus fährt fort in Vers 5: „Denkt ihr nicht mehr daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war? Und ihr wisst ja, was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit.“ Und dieses hier rot markierte, „was jetzt noch zurückhält“ – Katechon, das Zurückhaltende –, das ist dieser Katechon, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit. Also irgendjemand hält den Antichristen auf. Vers 7: „Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken. Nur muss der, welcher jetzt zurückhält“ – ho Katechon, der Zurückhaltende, der Aufhaltende, das ist dieser Katechon – „erst aus dem Weg sein. Wenn er aus dem Weg ist, dann kommt der Antichrist.“ Das ist die Logik von 2. Thessalonicher Kapitel 2. Und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird. Also wir haben im 2. Thessalonicher eine interessante, ein interessantes Pattern, eine Reihenfolge: Erst ist der Katechon, dann kommt der Antichrist und dann sehen wir hier am Ende in Vers 8 die Wiederkunft Jesu und damit das Ende der Welt.
[9:17] Dieser zweite Brief an die Thessalonicher ist – so gehen Menschen, die der Bibel glauben, davon aus – vom Apostel Paulus geschrieben worden. Er ist einer der frühesten Briefe des Neuen Testamentes überhaupt. Die Gemeinde in Thessalonike war eine der ersten Gemeinden, die Paulus in Europa gegründet hat auf seiner zweiten Missionsreise. Und der zweite Brief ist eine Reaktion unter anderem auf einige Missverständnisse, die sich aus dem ersten Brief, den Paulus an sie geschrieben hatte, den wir auch in der Bibel finden, ergeben hatten. Im ersten Brief hat er nämlich in Kapitel 4, Vers 15 bis 18 über die Wiederkunft gesprochen, die Rückkehr Jesu. Und wir lesen dort: „Denn das sagen wir euch in einem Wort des Herrn: Wir, die wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn übrig bleiben, werden den Entschlafenen nicht zuvorkommen. Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen und die Toten in Christus werden zuerst auferstehen. Danach werden wir, die wir leben und übrig bleiben, zusammen mit ihnen entrückt werden in Wolken zur Begegnung mit dem Herrn in die Luft. Und so werden wir bei dem Herrn sein allezeit. Tröstet einander mit diesen Worten.“
[10:36] Offensichtlich haben etliche Mitglieder der Gemeinde dort in Thessaloniki den Eindruck gehabt, dass Paulus damit ausdrücken wollte, dass die Wiederkunft direkt bevorstand, dass sie also schon in ihrer Lebenszeit, vielleicht in ihrer Generation damit rechnen sollten, dass die Wiederkunft auf jeden Fall jetzt schon stattfinden würde. Das Thema Wiederkunft ist ohnehin ein zentrales Motiv im ersten auch im zweiten Thessalonicherbrief. Und die Gläubigen dort haben offensichtlich gedacht, es ist jetzt wirklich direkt vor der Tür. Im zweiten Brief korrigiert Paulus diesen Eindruck und das ist wichtig, um zu verstehen, warum er dann dieses Motiv des Katechon hier benutzt.
[11:22] In 2. Thessalonicher 2 heißt es ab Vers 1: „Wir bitten euch aber, ihr Brüder, wegen der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und unserer Vereinigung mit ihm“ – so wie er das im ersten Brief beschrieben hatte – „lasst euch nicht so schnell in eurem Verständnis erschüttern oder gar Schrecken jagen, weder durch einen Geist, noch durch ein Wort, noch durch einen angeblich von uns stammenden Brief, als wäre der Tag des Christus schon da.“ Es wird immer wieder behauptet, die Christen allgemein im ersten Jahrhundert hätten geglaubt, Jesus würde zu ihren Lebzeiten wiederkommen. Der 2. Thessalonicherbrief widerlegt diese auch heute von Theologen oft gebrauchte Behauptung. Er widerlegt das. Paulus sagt ganz deutlich: „Glaubt nicht, dass der Tag des Christus jetzt schon da wäre.“ Auch viele der Medienberichte, die ich eingangs zitiert habe, haben das missverstanden und gehen davon aus, dass die Thessalonicher und Paulus von einer baldigen Wiederkehr Jesu hier reden würden. Aber das ist nicht der Fall. Paulus sagt deutlich: Es ist noch nicht so schnell an der Zeit, wie ihr denkt.
[12:28] Und dann kommt der Abschnitt, den wir gerade gelesen haben und den wir uns jetzt etwas genauer anschauen wollen. Denn wenn man wirklich den biblischen Katechon bestimmen möchte, dann muss man den Kontext anschauen. Da kann ich nicht einfach das Wort herausgreifen und sagen: „Na ja, wir überlegen uns jetzt, was könnte der Antichrist sein und dann ist der Katechon halt das, was den Antichristen aufhält.“ Wir müssen schon dem Apostel Paulus erlauben, seine Gedanken sozusagen zu entfalten. Wir müssen seine Überlegungen nachvollziehen, wenn wir wissen wollen, was er mit dem Katechon gemeint hat. Wir können das also nicht einfach nur als Schlagwort rausnehmen und dann irgendwie füllen, wie wir wollen. Einige Kommentatoren haben dazu bemerkt, dass oftmals schon in der Geschichte dieser Begriff des Katechon einfach als so eine Art ja flexibler Grundbegriff verwendet worden ist und dann konnte man den füllen mit was immer man wollte. Aber das wäre dann ein Missbrauch des biblischen Textes. Wir wollen also uns die Frage stellen: Was hat Paulus wirklich gemeint?
[13:25] Und dazu lesen wir noch mal den Abschnitt, um den es geht, ein bisschen genauer und achten auf die einzelnen Schlüsselbegriffe und Phrasen, weil das uns in die Lage versetzt, den Katechon tatsächlich exakt zu bestimmen. Aber schauen wir uns das gemeinsam hier an. 2. Thessalonicher Kapitel 2, Vers 3 und 4: „Lasst euch von niemand in irgendeiner Weise verführen, denn es muss unbedingt zuerst der Abfall kommen.“ Also Paulus warnt vor einem Abfall, von einem Abfall vom christlichen Glauben, der würde geschehen vor dem Ende der Zeit, also vor der Wiederkunft. Es muss unbedingt, das ist also keine Option, nichts, was auch umgangen werden könnte, sondern Paulus sagt, bevor Jesus wiederkommt, wird es einen großen Abfall geben.
[14:15] Er sagt das an anderer Stelle genauso. Zum Beispiel hier in der Apostelgeschichte in Kapitel 20, als er auf seiner Rückreise von einer Missionsreise, von der dritten Missionsreise, auf dem Weg zurück nach Jerusalem in Milet noch einmal die Ältesten aus Ephesus zusammennimmt und er warnt hier ab Vers 28: „So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in welcher der Heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, die Gemeinde Gottes zu hüten, die er durch sein eigenes Blut erworben hat. Denn das weiß ich, dass nach meinem Abschied räuberische Wölfe zu euch hineinkommen werden, die die Herde nicht schonen, und aus eurer eigenen Mitte werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden, um die Jünger abzuziehen in ihre Gefolgschaft.“ Also aus der Mitte der Christen werden Männer aufstehen, die verkehrte Dinge reden. Es wird einen Glaubensabfall innerhalb des Christentums geben.
[15:08] Und der Judasbrief, offensichtlich einer der späteren Briefe des Neuen Testamentes, der kündigt schon an, dass diese Entwicklung im Gange war gegen Ende des ersten Jahrhunderts: „Geliebte, da mir ein großes Anliegen ist, euch von dem gemeinsamen Heil zu schreiben, hielt ich es für notwendig, euch mit der Ermahnung zu schreiben, dass ihr für den Glauben kämpft, der den Heiligen ein für alle Mal überliefert worden ist. Es haben sich nämlich etliche Menschen unbemerkt eingeschlichen“ – das heißt, die wirken und sehen aus wie Christen, sind es aber nicht wirklich –, „die schon längst zu diesem Gericht aufgeschrieben worden sind, Gottlose, welche die Gnade unseres Gottes in Zügellosigkeit verkehren.“ Also dieses Evangelium verdrehen, die also von innen heraus die christliche Lehre und Botschaft verändert haben. Der Glaubensabfall, von dem Paulus spricht, der schon zu seiner Zeit anfing.
[15:59] Wir haben ja gesehen, wie Paulus in diesem Abschnitt in 2. Thessalonicher 2 davon spricht, dass das Geheimnis der Gesetzlosigkeit schon am Wirken ist, aber dieser Katechon diese volle Offenbarung des Menschen der Sünde noch aufhält. Er wird aber dann irgendwann, wenn der Katechon weggenommen ist, offenbart werden. Wer ist also dieser Mensch der Sünde, den man allgemein auch als Antichristen bezeichnet? Dazu ist es wichtig zu wissen, was die Bibel unter Sünde definiert, nämlich als die Gesetzlosigkeit, etwas, das gegen das Gesetz gerichtet ist. Das griechische „Anomia“ meint etwas, was dem Gesetz entgegensteht. Entsprechend finden wir zum Beispiel – nur ein Beispiel von vielen – in Daniel 9 die Formulierung: „Wir haben gesündigt und haben Unrecht getan und gesetzlos gehandelt. Wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten, deinen Rechtsordnungen abgewichen.“ Sünde ist also immer ein Abweichen, ein Rebellieren gegen Gottes Gesetz.
[16:55] Und so finden wir tatsächlich in der biblischen Prophetie beim Propheten Daniel das Auftreten einer Macht, eines sogenannten Antichristen, der gegen das Gesetz Gottes wirkt. Das heißt, er wird danach trachten – also er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern. Wir werden sehen, der Paulus hat diese Prophezeiung im Hinterkopf. Der Mensch der Sünde ist der, der gegen das Gesetz handelt. Er wird auch genannt von Paulus hier in 2. Thessalonicher 2: „Der Sohn des Verderbens“. Und das ist eine sehr interessante Formulierung, denn sie kommt nur noch einmal in der gesamten Bibel vor, und zwar im Gebet von Jesus in Johannes 17, kurz vor seinem Kreuzestod. Dort sagt er im Gebet zu seinem Vater: „Als ich bei ihnen in der Welt war, bewahrte ich sie in deinem Namen, die du mir gegeben hast“ – gemeint sind die Apostel –, „habe ich behütet und keiner von ihnen ist verloren gegangen, als nur der Sohn des Verderbens, damit die Schrift erfüllt wurde.“ Hier ist zweifels ohne Judas gemeint.
[18:07] Judas, der Sohn des Verderbens, war kein Feind von außen, sondern ein Verräter von innen. Er galt selbst den anderen Aposteln bis ganz kurz vor Schluss als ein treuer, loyaler Apostel. Er war ein Abfall aus dem innersten Kreis der Jünger Jesu. Nicht jemand, der von außen sozusagen mit Gewalt gegen die Jünger Jesu gekämpft hätte. Der Sohn des Verderbens weist also darauf hin: Dieser Antichrist, der kommt aus der christlichen Kirche heraus. Es ist ein Glaubensabfall. Und weiter heißt es hier in 2. Thessalonicher 2: „Der sich widersetzt und sich über alles erhebt, was Gott oder Gegenstand der Verehrung heißt.“ Auch das ist wiederum direkt vom Propheten Daniel. Da geht es wieder um den Antichristen hier, dort in Daniel 11 unter dem Bild eines Königs des Nordens: „Der König wird tun, was ihm beliebt und wird sich erheben und groß tun gegen jeglichen Gott und er wird gegen den Gott der Götter unerhörte Worte ausstoßen.“
[19:14] Der Paulus hat also beim Schreiben des zweiten Thessalonicherbriefes Prophezeiungen aus dem Alten Testament von Daniel vor Augen. Er paraphrasiert sie, er spielt auf sie an und es wird ganz deutlich: Er meint diesen Antichristen, der dort in Daniel 7 und in Daniel 11 – übrigens auch in Daniel 8 – beschrieben wird. Es heißt weiter über ihn in Vers 4 hier in 2. Thessalonicher: „Sodass er sich in den Tempel Gottes setzt.“ Was ist damit gemeint? Paulus sagt selbst in dem Brief an die Korinther im ersten: „Denn der Tempel Gottes ist heilig und der seid ihr, die Gemeinde als Tempel Gottes.“ Auch in Epheser wird das so behauptet von ihm in Vers 19: „So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge ohne Bürgerrecht und Gäste, sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen, auferbaut auf der Grundlage der Apostel und Propheten, während Jesus Christus selbst der Eckstein ist, in dem der ganze Bau zusammengefügt wächst zu einem heiligen Tempel im Herrn, in dem auch ihr miterbaut werdet zu einer Wohnung Gottes im Geist.“
[20:20] Es gibt im Neuen Testament oder überhaupt in der Bibel zwar auch einen himmlischen Tempel, ein himmlisches Heiligtum. Der Hebräerbrief spricht davon, die Offenbarung spricht davon, aber korrespondierend dazu gilt die christliche Gemeinde auch geistlich, symbolisch gesprochen, als ein Tempel, denn Gottes Geist wohnt unter ihnen, eine Wohnung Gottes im Geist. Die Gemeinde ist ein Tempel. Der Antichrist kann sich natürlich nicht in den buchstäblichen Tempel Gottes im Himmel setzen. Da kommt er gar nicht hin. Das ist ihm unmöglich. Diesen Tempel im Himmel gibt es. Der Hebräerbrief spricht davon, auch das Alte Testament deutet es schon an, die Offenbarung sagt uns, dass Johannes diesen Tempel gesehen hat. Aber in die Gemeinde, in die Kirche kann sich der Antichrist hineindrängen, so wie Judas in den Kreis der Apostel.
[21:13] Und für Paulus war das alles kein Geheimnis. Das war nicht etwas, was man hinter verschlossenen Türen irgendwie hinter vorgehaltener Hand diskutieren musste. Er erinnert sie daran und sagt: „Erinnert ihr, denkt ihr nicht mehr daran, dass ich euch dies sagte, als ich noch bei euch war?“ Mit anderen Worten: Als Paulus dort die Gemeinde gegründet hatte, seine ersten Vorträge, Predigten über die Bibel gehalten hat, hat er auch über das Thema des Antichristen gesprochen, offensichtlich aus dem Propheten Daniel. Es heißt weiter: „Und ihr wisst ja, was jetzt noch zurückhält, damit er geoffenbart werde zu seiner Zeit.“ Für die Thessalonicher war es also offensichtlich klar, wer der Katechon ist. Sie kannten also den Katechon. Er sagte: „Ihr wisst ja, was jetzt noch zurückhält, damit er“ – das heißt der Antichrist – „geoffenbart werde zu seiner Zeit.“ Der Antichrist ist noch nicht da. Er wird aber auftreten und bis dahin ist noch der Katechon und den kennt ihr, sagt er.
[22:11] Für die Thessalonicher war der Katechon also bekannt und das zeigt uns schon: Paulus hat unter dem Katechon offensichtlich weder Putin noch Trump verstanden, denn beide waren den Thessalonichern im ersten Jahrhundert vor Christus unbekannt. Also da ist etwas schief gelaufen im Denken der großen Denker des 20. Jahrhunderts, die über diese Frage nachgedacht haben und die versucht haben, das staatsrechtlich für die Geopolitik des 20. Jahrhunderts auszuwerten. Sie haben etwas ganz grundsätzlich nicht verstanden. Wir werden heute in diesem Joel Media aktuell das ganz deutlich präsentieren aus der Bibel.
[22:47] Wie schon vorhin erwähnt, hier noch einmal in 2. Thessalonicher 2, Vers 7: „Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken.“ Also die Prinzipien, die zu der Entstehung des Antichristen führen werden, die sind schon präsent, aber noch kann der Antichrist nicht offenbar werden, weil es noch diesen Zurückhaltenden gibt, den Katechon. Der Katechon, der Zurückhaltende, wie es an dieser Stelle auch heißt, der welcher jetzt zurückhält, der muss erst aus dem Weg sein. Fassen wir also zusammen: Bei Paulus ist der Katechon etwas, was es schon zur Zeit von Paulus gibt. Die Thessalonicher wissen von dem Katechon, dass er zu ihrer Zeit existiert und er ist etwas, das existiert vor dem groß angelegten Glaubensabfall innerhalb der Christenheit. Und das Ganze ist kein Geheimnis für Paulus, sondern er hat darüber ganz offen gepredigt, als er die Gemeinden gegründet hat und hat dabei offensichtlich, wie wir hier aus den Phrasen ableiten können, die er benutzt, die Prophezeiungen Daniels eingeschlossen.
[23:58] Und wenn wir also ein bisschen tiefer eindringen wollen, müssen wir uns also mit dem beschäftigen, auf das Paulus sich stützt. Wir müssen also die Prophezeiung Daniels etwas genauer studieren, um festzustellen, was Paulus mit dem Antichristen gemeint hat. Und dann können wir den Katechon ganz sicher biblisch definieren. Wir wollen uns also die Frage stellen: Auf welche Prophezeiung bezieht sich Paulus konkret? Und wir wollen dabei eine herausgreifen aus dem Buch Daniel, die wir schon kurz angedeutet haben, nämlich Daniel Kapitel 7. Wir können heute hier an dieser Stelle nicht alles im Detail behandeln. Eine große, faszinierende Prophezeiung. Wir haben dazu andere Videos auch auf Joel Media, auch in unserem letzten Joel Media aktuell über den Iran in der biblischen Prophetie haben wir dazu einige Details und geschichtliche Hintergründe noch ausgeführt, die heute ausgespart bleiben, damit wir uns auf das Wesentliche bezüglich des Katechon und Antichristen heute hier konzentrieren.
[24:59] Deswegen für den ersten Teil der Prophezeiung hier nur eine kurze Zusammenfassung: Daniel sieht ein großes Meer, das von den vier Winden des Himmels aufgewühlt wird und vier Tiere kommen dort heraus. Das sind symbolische Tiere, die Königreiche, Weltreiche darstellen. Der Löwe mit den Adlersflügeln ist ein Symbol für das neubabylonische Weltreich zur Zeit des Propheten Daniel. Darauf folgt ein Bär mit drei Rippen im Maul, ein Symbol für die Perser und die Meder, die dann für 200 Jahre als nächstes großes Weltreich die Geschicke der Welt bestimmt haben. Darauf folgt dann ein Leopard mit vier Flügeln und vier Köpfen, ein Symbol für Alexander den Großen, der das persische Weltreich eroberte und selbst ein Weltreich gegründet hat. Hier kann man seinen Feldzug nachvollziehen und nach seinem Tod wurde dieses Weltreich nach längeren Kämpfen unter den Generälen, unter vier seiner Nachfolger, den sogenannten Diadochen – Kassander, Lysimachos, Ptolemäus und Seleukos – aufgeteilt.
[26:14] Und dann kam ein viertes Tier, ein schreckliches Tier, das so seltsam aussah, dass Daniel keine zoologische Beschreibung geben konnte. Es hatte zehn Hörner und darunter versteht man das römische Weltreich – Senatus Populusque Romanus, der Senat und das Volk von Rom –, dann später natürlich auch als Kaiserreich organisiert. Die Römer haben die Welt erobert und haben sie ganz tief geprägt. Und hier sehen wir ungefähr das Ausmaß des römischen Reiches in seiner größten Ausdehnung. Und der Kaiser Augustus, der aus den Bürgerkriegen hervorging als der Alleinherrscher im römischen Weltreich, ist Jesus Christus geboren worden, wie uns das Lukasevangelium berichtet, unser Erlöser, der am Kreuz von Golgatha zur Zeit der Römer, zur Herrschaftszeit von Tiberius gestorben ist.
[27:23] Das römische Reich, dargestellt als schreckliches Tier, hat dann zehn Hörner in der Vision von Daniel. Symbol für die verschiedenen germanischen Stämme und Armeen, die dieses römische Reich dann im vierten und vor allem fünften Jahrhundert, also insbesondere den westlichen Teil, Westrom, zu Fall gebracht haben, sodass dann eine Reihe von Königreichen entstand, die letztlich über Jahrhunderte hinweg sich zu dem entwickelt haben, was wir heute Europa nennen. Und in diesem Zusammenhang sagt jetzt Daniel 7, Vers 8 etwas über diesen sogenannten Antichristen: „Während ich acht gab auf die Hörner, siehe, da stieg ein anderes kleines Horn zwischen denselben auf und drei der vorigen Hörner wurden vor ihm ausgerissen und siehe, dieses Horn hatte Augen wie Menschenaugen und ein Maul, das große Dinge redete.“
[28:19] In Vers 20 über das andere Horn, das im Porch liegt und von dem drei ausfielen, nämlich jenes Horn, welches Augen hat und ein Maul, das große Dinge redete und das viel größer aussah als seine Gefährten. Das heißt, ich schaute, wie dieses Horn Krieg führte mit den Heiligen und sie überwand und ein anderer wird nach ihnen aufkommen, wird verschieden sein von seinen Vorgängern und wird drei Könige erniedrigen. Immer wieder verschiedene Aspekte dieses sogenannten Antichristen. Daniel 7, Vers 25: „Er wird freche Reden gegen den Höchsten führen und die Heiligen des Allerhöchsten aufreiben und er wird danach trachten, Zeiten und Gesetz zu ändern.“ Deswegen nennt Paulus ihn auch den Menschen der Sünde. „Und sie werden in seine Gewalt gegeben für eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.“ Wer ist dieses kleine Horn? Nur wenn wir das wirklich sicher bestimmen aus dem Propheten Daniel, können wir verstehen, was Paulus in 2. Thessalonicher gemeint hat und dann können wir den Katechon tatsächlich biblisch fundiert identifizieren.
[29:21] Fassen wir ganz kurz zusammen, was die Kennzeichen dieses kleinen Hornes sind: Es geht offensichtlich nach Vers 8 aus dem römischen Reich hervor. Es stieg auf aus diesem vierten Tier. Es steigt zwischen den anderen Hörnern hervor, also mitten unter den europäischen Nationen oder damals noch den verschiedenen germanischen Stämmen, die dort dann die europäischen Nationen letztlich zur Entwicklung gebracht haben. Im Zuge dessen sind drei dieser Könige, die drei dieser Stämme oder Armeen vernichtet worden. Drei Königreiche sind sozusagen ausgerissen worden, wie es hier in Vers 8 heißt. Wenn wir uns diese verschiedenen germanischen Gentes, wie es heute in der Wissenschaft auch bezeichnet wird, anschauen – die Franken, die Angelsachsen, die Westgoten, die Burgunder, die Sueben, die Alamannen, die Langobarden, die Ostgoten, Heruler und Vandalen –, sehen wir, dass die letzten drei tatsächlich in dieser Form dann in der Spätantike ausgerottet worden sind und für immer beseitigt worden sind. Da sind also diese drei Stämme im Zuge des Aufkommens des kleinen Horns vernichtet worden.
[30:29] Und dann heißt es, dass das kleine Horn nach den anderen zehn aufkommt, also nachdem Westrom gefallen ist, nachdem die anderen Stämme bereits ihre ersten Königreiche gegründet haben. Es wird verschieden sein, also einen ganz anderen Charakter haben als die vorherigen Königreiche und es wird Krieg führen mit den Heiligen. Damit sind nicht Menschen gemeint, die einen heiligen Schein haben, sondern nach biblischer Definition sind Heilige diejenigen, die die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren, die also, weil sie Jesus lieben, auch seine Gebote halten. Und da dieser sogenannte Antichrist, wie wir schon gesehen haben, gegen das Gesetz Gottes handelt, handelt er auch gegen diejenigen, welche aus Liebe zu Jesus die Gebote Gottes befolgen möchten. Ein Krieg gegen die Heiligen, ein Krieg gegen bibeltreue Christen, die also einfach bei dem bleiben wollen, was im Wort Gottes geschrieben steht.
[31:26] Er wird große Dinge reden, gotteslästerliche Dinge. Und wenn wir biblisch uns fragen, was Gotteslästerung ist, dann stellen wir fest: Jesus wurde der Gotteslästerung bezichtigt, natürlich zu Unrecht, weil er ja tatsächlich auch Gott ist nach der Bibel. Aber hier heißt es: „Sondern wegen Gotteslästerung, und zwar, weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst.“ Also bei Jesus war das unangemessen, dieser Vorwurf, weil er ja Gott war und Mensch. Aber wenn ein Mensch, der nur Mensch ist und nicht Gott, sich selbst zu Gott macht und sich göttliche Attribute zu eigen macht, dann ist das biblisch Gotteslästerung. Insbesondere, wenn es darum geht, Sünden zu vergeben. Als Jesus, der ja Gott ist, einem Menschen die Sünden vergeben hat, heißt es hier, dass die Schriftgelehrten sprachen: „Dieser lästert“, weil sie natürlich nicht anerkannt haben, dass er auch Gott ist. Entscheidend bei der ganzen Sache ist auch, dass es sich bei einer Gotteslästerung um etwas Vorsätzliches handeln muss. Also, wenn jemand die Wahrheit kennt und trotzdem die Dinge tut, die wir gerade angesprochen haben, dann ist es eine echte Gotteslästerung.
[32:40] Und dann lesen wir weiter: Er würde das Gesetz ändern und seine Herrschaftsperiode ist vorhergesagt worden. Um wen handelt es sich? Welche Macht in der Geschichte ist weltpolitisch bedeutsam geworden, nachdem das römische Reich zerbrochen ist, inmitten der nun entstehenden europäischen Nationen? Die Geschichte kennt nur eine Macht, auf die diese ganzen Kennzeichen zutreffen. Und das wollen wir uns kurz hier anschauen. Es ist der römische Kirchenstaat. Wir haben gesehen, das kleine Horn geht aus dem römischen Reich hervor und genau das ist der Fall. Der römische Kirchenstaat heißt ja deswegen römischer Kirchenstaat, weil er aus Rom hervorging und dort auch das Vakuum gefüllt hat, nachdem die römischen Kaiser sich Richtung Konstantinopel orientiert haben.
[33:41] Eine lange Geschichte, die wir hier nicht ausführlich erzählen können, aber nur so kurz zusammengefasst an dieser Stelle: Tatsächlich ist das kleine Horn der römische Kirchenstaat, mitten unter den europäischen Nationen emporgekommen und hat auch die europäische Politik maßgeblich beeinflusst. Man denke nur beispielsweise an die Kreuzzüge, die ja von römischen Päpsten ausgegangen sind. Die Vernichtung der drei Stämme, die wir gerade angesprochen hatten, steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem Aufkommen des Papstes als einer politisch wichtigen Macht. Als der Justinian die Vandalen und die Ostgoten besiegt, hat er gleichzeitig den Papst zum Oberhaupt über alle Christen gemacht. Das sind zwei Dinge, die aufs Engste miteinander verzahnt sind. Und natürlich ist der Kirchenstaat erst nach 476 in der Geschichte in der Form aufgetreten.
[34:45] Der Charakter ist ganz anders, denn es handelt sich nicht um ein typisches Weltreich, ein typisches Königreich, sondern es ist ein Thron in einer Kirche, so wie hier in der Lateranbasilika zu sehen, der rangmäßig höchsten Kirche des römischen Kirchenstaates. Krieg gegen bibeltreue Christen ist ein Kennzeichen der römischen Kirche über Jahrhunderte gewesen. Man denke nur zum Beispiel an die Waldenser in den Westalpen, die über Jahrhunderte schwer verfolgt worden sind, oder an die Albigenser und Katharer in Südfrankreich, die mit einem Kreuzzug ausgelöscht worden sind. Wenn man an Gotteslästerung denkt, dann ist man vielleicht zuerst verwundert und denkt sich: „Nun, die Kirche, die sagt doch, dass sie Gott verehrt.“ Das stimmt. Aber wenn wir drüber nachdenken, was in dieser Kirche als Kernstück der Theologie behauptet wird – und das ist tatsächlich an dieser Stelle keinerlei Angriff auf Gläubige, die es von Herzen so glauben, sondern eine Einladung, über das wahre Evangelium ein bisschen tiefer nachzudenken: In der Bibel gibt es nur einen, der die Macht hat, mit seinem Wort die Realität zu verändern. Nur Gott kann mit seinem Wort in die Finsternis sprechen: „Es werde Licht“ und es wird Licht. Nur er kann unser Herz verändern. Nur er kann mit seinen Worten Realität neu schaffen, verändern. Er kann dem rufen, was nicht ist, als wäre es da.
[36:33] Wenn die Kirche behauptet, dass ihre Priester durch die Worte, durch die menschlichen Worte des Priesters die Macht angeblich haben, tote Materie, nämlich eine Oblate, ein Stück Brot, in den buchstäblichen Leichnam von Jesus Christus zu verwandeln, dann maßt sich diese Kirche eine Macht an, die nur Gott hat. Das gleiche gilt für das Thema der Sündenvergebung. Auch das ist ein Vorrecht, das allein Gott hat und kein Mensch kann von sich aus Sünden vergeben. Die Bibel ist hier ganz deutlich und ganz klar. Ist das Gesetz Gottes verändert worden durch die römische Kirche? Hier ein kleiner Vergleich der Zehn Gebote: Links, wie sie in der Bibel stehen; rechts, wie sie in einem handelsüblichen Katechismus zum Beispiel abgedruckt zu finden sind. Rot ist all das, was gestrichen worden ist und gelb sind Neuformulierungen, die den Gedanken im Wesentlichen behalten, aber doch dann anders ausdrücken. Wir sehen das hier am ersten Gebot: weite Teile weggestrichen. Das zweite Gebot ist komplett ausgeradiert worden. Nicht ein einziger Buchstabe davon ist geblieben. Das dritte Gebot ist stark zusammengekürzt worden. Das vierte, das jetzt im Katechismus natürlich das dritte ist, ist weitgehend zusammengestrichen worden und dabei auch verändert worden vom Samstag, dem biblischen Sabbat, in den Sonntag. Auch das fünfte Gebot ist ein wenig angepasst worden. Das sechste ist hier das erste, das tatsächlich mal identisch ist mit dem biblischen Text. Das siebte ist ebenfalls verändert worden, das achte, das neunte noch einmal verändert und das zehnte musste dann in zwei Teile geteilt werden, weil man ja das zweite komplett herausgenommen hatte. Man kann nicht die Zehn Gebote von Gottes Finger auf Stein geschrieben so sehr manipulieren und gleichzeitig glauben, immer noch die biblische Wahrheit zu vertreten.
[38:57] Die Kirche hat mit der Veränderung der Gebote Millionen Menschen zum Übertreten der Gebote verleitet. Und denken wir daran: Der Antichrist bei Daniel und bei Paulus ist nicht jemand, der von außen auf die Christen einschlägt, sondern so wie Judas jemand aus dem innersten Kreis, den viele für einen echten Nachfolger Jesu halten. Und ich möchte an dieser Stelle ganz deutlich betonen: Ich glaube, es gibt Millionen von echten, treuen Nachfolgern Jesu auch in der römischen Kirche. Es geht an dieser Stelle nicht um den einzelnen Gläubigen, der aus bestem Wissen und Gewissen etwas glaubt und tut. Es geht um das System, es geht um die Lehre, es geht um die Organisation, die seit Jahrhunderten die Kennzeichen dessen erfüllt, was Daniel, was Paulus und übrigens auch in der Offenbarung des Johannes über dieses Thema zu sagen haben.
[39:58] Auch die Herrschaftsperiode, die vorhergesagt worden ist, eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit, die passt ganz genau. In Offenbarung 12 sehen wir, dass eine Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit identisch sind mit der Idee von 1260 Tagen. Das hat damit zu tun, dass eine Zeit schon bei Daniel im Aramäischen und im Hebräischen die Idee auch hat eines Jahres, also dreieinhalb Jahre sozusagen. Und wenn man ein 360-Tage-Jahr annimmt, was in Wirtschaftsdokumenten im alten Orient aufgrund der besseren Rechenbarkeit in der Regel der Fall gewesen ist, dann ergibt sich tatsächlich exakt 1260 Tage. Um das zu verstehen, brauchen wir als Schlüssel ein Wort des Propheten Hesekiel in Kapitel 4, Vers 6, wo ein Tag für ein Jahr steht. Das heißt, wir haben eine Zeitprophezeiung von 1260 Jahren.
[40:56] Und hier ist ein ganz wesentlicher Punkt, den fast alle Kommentatoren über den Katechon missverstehen und deswegen auch in den Medien das immer falsch dargestellt wird: Biblisch gesehen ist der Antichrist nicht eine Einzelperson kurz vor der Wiederkunft, sondern eine politisch-religiöse Macht, die über einen langen Zeitraum, nämlich über 1000 Jahre, mehr als 1000 Jahre regiert. Und deswegen ist der Katechon auch nicht etwas, das kurz vor der Wiederkunft auftritt, sondern etwas, was diesen langwierigen, diese langwierige antichristliche Macht, die über 1000 Jahre regiert, vor der stattfindet. Der Antichrist kann also nicht eine Einzelperson sein, wie das immer wieder behauptet wird. Das würde mit den Beschreibungen in Daniel und bei Paulus nicht wirklich biblisch zusammenpassen.
[41:49] Wir haben übrigens auf Joel Media eine ganze Serie über die Geschichte und den Aufstieg des Papsttums. Das können wir hier aus Zeitgründen natürlich keinesfalls im Detail zeigen. Da gibt es fünf Teile und jeweils knapp zwei Stunden. Da zeichnen wir die gesamte Entwicklung auf, wie es zum Papsttum kam, auch die Schlüsseldaten, die geschichtlich so die Wendepunkte markiert haben, auch die Prophezeiungen mit Daniel werden dort noch einmal angeschaut. Also wer sich dafür interessiert, ist herzlich eingeladen, das ganze Thema dort zu vertiefen. Für heute nehmen wir nur diesen Gedanken mit, den wir dort ausführlich begründet haben und historisch auch nachvollzogen haben, dass 538 ein Schlüsseljahr ist, was die Aufrichtung der päpstlichen Macht als Oberhaupt über alle Christen im römischen Reich mit der tatsächlichen Macht auch alle anderen zu exkommunizieren und entsprechende Disziplinarverfahren durchzuführen. Das Schlüsseljahr hier ist 538 und tatsächlich ist es so, dass 1260 Jahre später im Jahre 1798, nicht ein Jahr zu früh, nicht ein Jahr zu spät, der römische Kirchenstaat vorläufig aufgelöst worden ist, das Papsttum eine, wie die Bibel es nennt, tödliche Wunde erhalten hat, als der französische General Berthier im Zuge der französischen Revolution den Papst gefangen genommen hat.
[43:24] Wir kommen also zu der entscheidenden Frage: Wenn das römische Papsttum, der römische Kirchenstaat des Mittelalters, entsprechenden Aussagen von Daniel und auch Paulus als ein Glaubensabfall innerhalb der Christenheit, wo die grundlegenden Prinzipien des Evangeliums und des Gesetzes Gottes verändert worden sind, der Antichrist ist, der Mensch der Sünde, was ist dann also das Katechon gewesen? Und die Frage ist, wenn man sich die Prophezeiung von Daniel anschaut, einfach zu beantworten: Die Macht, die das Auftreten des Antichristen verzögert oder aufgehalten hat, war das römische Reich. Denn als das römische Reich fiel, als es wegfiel, konnte jetzt auf den Trümmern Westroms das römische Kirchenstaatssystem entstehen. Katechon von Paulus ist also nicht Trump und auch nicht die KI und auch nicht Wladimir Putin, sondern Senatus Populusque Romanus, das römische Reich, und zwar tatsächlich eine Macht, die seit Jahrhunderten regiert hat, also weltgeschichtlich wirklich ein Schwergewicht.
[44:44] Und wenn man den Text genau liest, sieht man auch: Es kann gar nicht anders sein, denn im Brief an die Thessalonicher sagt ja Paulus: „Ihr wisst ja, was jetzt noch zurückhält, denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon am Wirken. Nur muss der, welcher jetzt zurückhält, erst aus dem Weg sein.“ Die Prinzipien des Antichristen, die Veränderungen an der Lehre, an dem Gesetz Gottes, das wirkte bei Einzelpersonen schon in der einen oder anderen christlichen Gemeinde wie Sauerteig. Das hat allerdings noch etwas gedauert, aber solange das römische Reich als Ordnungsmacht, als Staatsmacht bestand, konnten diese falschen Lehren nicht eine Art Kirchenstaat gründen, der dann selbst mit militärischen Mitteln oder mit politischen Mitteln Andersdenkende verfolgt. Das war unmöglich, solange es das römische Reich gab. Als das römische Reich fiel in der Spätantike im 5. Jahrhundert, war jetzt die Möglichkeit gegeben, dass das Papsttum eine politische Macht bekam, die es dann auch über ein Jahrtausend lang ausgeübt hat.
[45:52] Und wir sehen also: Der Paulus denkt ja nicht an eine Einzelperson oder noch eine andere Einzelperson. Er denkt in den großen Zügen der Weltgeschichte, wie wir sie heute auch in den Geschichtsbüchern nachvollziehen können. Paulus hat also zweifels ohne das römische Reich vor Augen gehabt und interessanterweise haben das auch die ersten Christen in den ersten Jahrhunderten ganz deutlich so verstanden. Das war für die gar keine Frage. Tertullian zum Beispiel, der in der Zeit noch vor Konstantin lebt, also in der Zeit, als die Christen immer wieder verfolgt worden sind durch das römische Reich, er sagt hier, er zitiert aus dem zweiten Thessalonicherbrief: „Nur muss der, welcher es jetzt noch auffällt, aufhalten, bis er aus dem Weg geräumt wird.“ Und dann sagt er mit einer rhetorischen Frage formuliert: „Wer ist dies außer dem römischen Staat, dessen Aufteilung und der zehn Könige den Antichristen herbeiführen wird?“ Ganz bemerkenswertes Zitat hier aus dem „Liber de Resurrectione Carnis“. Also da geht es um die Auferstehung des Fleisches in dieser Schrift. Er sagt: Dieser Katechon kann nur der römische Staat sein, denn wenn der wegfällt, wenn der aufgeteilt wird, sagt er, und der zehn Könige, dann wird das zum Antichristen führen. Und genau das ist auch geschichtlich passiert.
[47:10] Tertullian hat das tatsächlich allein aus der Bibel schon so sehen können. Tatsächlich war es so, dass im fünften Jahrhundert Rom gefallen ist und das hat dann dazu geführt – wir sehen hier ein Bild von der Eroberung Roms durch die Westgoten oder Alarich, das ist ein mittelalterliches Bild natürlich –, dass Denker wie Hieronymus, der berühmte Übersetzer der Vulgata, bestürzt gewesen sind und dann gedacht haben: „Okay, wenn jetzt Rom fällt, dann muss das das baldige Weltende sein“, weil Denker wie Hieronymus, Kirchenväter, der Meinung waren, dieser irren Idee anhingen, der Antichrist sei eine einzelne Person. Also man hatte verstanden: Der Katechon ist das Staatssystem des römischen Reiches. Glaubte aber dann in der Spätantike bereits, dass der Antichrist eine Einzelperson sei und hat dann geglaubt: „Na, eine Einzelperson kann ja nicht ewig lange regieren und vielleicht nur ein paar Jahre da sein, dann kommt danach das Weltende, die Wiederkunft.“ Der biblische Gedanke, dass dieses kleine Horn mehr als 1000 Jahre regieren würde, der war bereits verloren gegangen.
[48:19] Entsprechend kam es sozusagen zu einer kognitiven Dissonanz, als man merkte: Das römische Reich fällt, aber das Weltende bleibt aus. Das war insbesondere um 500 dann sehr deutlich am Anfang des 6. Jahrhunderts zur Zeit von Anastasius im Ostreich und vor allem von Justinian. Dann hat man überlegt: „Okay, was ist denn jetzt das Problem?“ Und dann hat man die Theorie entwickelt, dass das römische Reich fortbesteht. Also zunächst natürlich in Konstantinopel, Ostrum, war dann sozusagen die Fortführung des römischen Reiches und hat man gesagt: „Okay, solange Konstantinopel besteht, dann wird das Ganze, wird die Wiederkunft aufgehalten.“ Deswegen hat man Konstantinopel mit Mann und Maus immer wieder verteidigt gegen die Awaren, gegen die Muslime, gegen verschiedene Angriffe, bis dann irgendwann 1453 die Türken, die Osmanen, Konstantinopel erobert haben und dann hat man wieder gedacht: „Jetzt kommt das Weltende“ und hat wieder eine neue Theorie entwickelt und hat gesagt: „Nein, das römische Reich geht weiter, von Konstantinopel wird es jetzt nach Moskau sozusagen transferiert.“ Man hat dann das russische Reich als Fortführung des römischen interpretiert in der orthodoxen Kirche, weswegen man auch die Herrscher dann Zaren nannte. Das kommt aus dem Russischen von Caesar auch.
[49:48] Es gab andere Theorien als dann unter Karl dem Großen, dass das Reich auch im Westen wieder etabliert wurde, als er als Kaiser gekrönt worden ist. War auch dort die Theorie, dass in ihm das Heilige Römische Reich weiter besteht. Es gab ja das Heilige Römische Reich Deutscher Nation bis 1806, bis Napoleon es aufgelöst hat. Das gab es so lange, weil immer diese Idee im Hinterkopf war: „Wir brauchen das römische Reich, denn wenn Rom untergeht, dann kommt der Antichrist.“ Das heißt, diese Idee vom Katechon hat auch tatsächlich die Weltgeschichte ganz entscheidend mit beeinflusst und tatsächlich haben aber sehr viele übersehen, dass der eigentliche Untergang Roms im 5. Jahrhundert tatsächlich die Aufrichtung des Antichristen bewirkt hat im 6. Jahrhundert. Nur sah der so christlich aus und hatte eine so christliche Aura, dass die meisten das nicht durchschaut haben. Deswegen ist es zu all diesen Entwicklungen gekommen.
[50:56] Der Antichrist nach Daniel 7, der vom Katechon des römischen Reiches aufgehalten wurde, ist die römische Kirche, der römische Kirchenstaat. Um es noch genauer zu sagen, denn die römische Kirche gab es natürlich vorher schon, aber als politische Macht, als Ordnungsmacht in Europa, darüber hinaus konnte sie erst agieren, nachdem das römische Reich gefallen war.
[51:27] Wenn also – und damit kehren wir zum Anfang zurück – wenn also Tech-Milliardär Peter Thiel im Vatikan in Rom Vorträge über den Antichristen hält und sich dort mit einflussreichen Theologen darüber berät, wie man den Antichristen aufhalten kann und wer der Katechon sein könnte, dann ist er maximal daneben. Er sitzt an der völlig falschen Stelle und niemand von uns sollte sich von diesen Ideen irgendwie gefangen nehmen lassen. Sie gehen weit von dem weg, was die Bibel eigentlich klar und deutlich offenbart. Und interessanterweise sagt sie auch in der Offenbarung, dass diese antichristliche Macht, die vom römischen Reich noch aufgehalten worden war und dann über 1000 Jahre der Welt auch ein dunkles Mittelalter beschert hat, dass sie nach ihrer tödlichen Wunde, nach dem Zusammenbruch der päpstlichen Macht spätestens im Jahre 1798 mit der Gefangennahme von Papst Pius VI., dass diese tödliche Wunde geheilt werden würde kurz vor der Wiederkunft und dass diese päpstliche Macht, diese antichristliche Macht, noch einmal voll zur Geltung kommen würde.
[52:50] Es sollte also jedem denkenden, gläubigen Menschen auffallen, dass wenn einflussreiche Leute, die die Weltbevölkerung mitmanipulieren können mit ihren Ideologien, wenn die gemeinsam mit Rom über diese Fragen nachdenken und dann in eine völlig falsche Richtung weisen, dann sollte uns das zum Nachdenken bringen. Wir werden in einem späteren Joel Media aktuell uns auch der Frage widmen, wie es zu dieser Heilung kommen kann und wie weit sie schon fortgeschritten ist. Aber bei allem wollen wir festhalten, dass Pattern, das Paulus gezeigt hat – Katechon, Antichrist, Wiederkunft –, zeigt in ganz großem Zug die Geschichte der letzten 2000 Jahre, die Geschichte der Christenheit. Solange das römische Reich bestand, konnte die antichristliche Macht des Papsttums nicht aufkommen. Dann kam sie auf. Sie hat genau die Prophezeiung erfüllt und kurz vor der Wiederkunft sagt uns die Bibel, wird diese Macht noch einmal volle Kraft entfalten und dann kommt Jesus Christus wieder.
[53:58] Wir müssen unsere Augen also nicht mehr auf einen Katechon richten, denn der Katechon ist schon seit über 1000 Jahren Geschichte. Unsere Augen müssen nicht auf den Katechon gerichtet sein. Unsere Augen müssen auf Jesus Christus gerichtet sein, der auf diese Welt gekommen ist, der für uns ein perfektes Leben gelebt hat, der für unsere Sünden gestorben ist und der bald wiederkommen wird. Jesus Christus, der dich lieb hat und auch dich in seinem Reich dabei haben möchte. Vielleicht ist es an der Zeit, die Spekulationen der modernen Medien beiseite zu schieben und sich mit Jesus Christus und dem Wort Gottes, seinem Evangelium, ernsthaft auseinanderzusetzen. Die Denker unserer Zeit verstehen die Bibel falsch. Wenn wir die Bibel selbst lesen, sehen wir, wohin wirklich der Zeigefinger der Prophetie zeigt, nämlich auf die Wiederkunft Jesu und auf die müssen wir uns vorbereiten.
[55:00] In diesem Sinne möchte ich dich einladen, dabei zu sein, wenn Jesus Christus in den Wolken des Himmels kommt, dabei zu sein als jemand, der auf ihn wartet, der ihn angenommen hat als seinen persönlichen Erlöser. Lasst uns am Ende noch ein kurzes Gebet sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir danke sagen, dass dein Wort uns Klarheit schenkt, dass wir uns nicht verwirren lassen müssen durch die Medien unserer Zeit, durch die Denker, die uns verschiedene Theorien präsentieren, die den Paulus missverstehen. Hab Dank, dass das prophetische Wort uns ganz klar zeigt, was gemeint ist und worauf unsere Aufmerksamkeit gerichtet sein muss. Wir möchten dich bitten, dass wir in unserem Leben eine persönliche und tiefe Erfahrung mit dir machen, dass Jesus unser persönlicher Erlöser ist und wir uns vorbereiten auf seine baldige Wiederkunft in den Wolken des Himmels in Kraft und Herrlichkeit. Das bitten wir in seinem Namen. Amen.
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