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Manuskript:CSH_2012_Q3_Folge9.pdf

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour 2012 Q3, die sich mit den Thessalonicherbriefen befasst, beleuchtet Christopher Kramp die letzten Ereignisse und die Wiederkunft Christi gemäß 1. Thessalonicher 5,1-11. Er erklärt, warum Paulus nicht über die genauen Zeiten und Zeitpunkte der Wiederkunft schreibt und wie wichtig es ist, die prophetischen Zeichen zu verstehen. Die Ausführungen betonen die Notwendigkeit, wachsam zu sein, die Waffenrüstung Gottes anzulegen und sich auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten, indem man als Kind des Lichts wandelt und sich gegenseitig ermahnt und erbaut.

In dieser Lektion der Cannstatt Study Hour wird der Erste Thessalonicherbrief, Kapitel 5, Verse 1-11, behandelt. Der Fokus liegt auf den letzten Ereignissen und der Wiederkunft Christi. Es wird erklärt, warum Paulus nicht über alle Zeiten und Zeitpunkte schreiben musste, da die Thessalonicher bereits gut informiert waren. Die Bedeutung des „Diebes in der Nacht“-Bildes wird beleuchtet, um die Unerwartetheit, nicht aber die Geheimnishaftigkeit der Wiederkunft zu verdeutlichen. Weiterhin wird die Warnung vor falschem Frieden und Sicherheit sowie die Notwendigkeit des Wachseins und der geistlichen Nüchternheit für Gläubige thematisiert. Die Lektion betont die Bedeutung der Waffenrüstung Gottes und der Hoffnung auf das Heil als Schutz im geistlichen Kampf und schließt mit der Ermahnung zur gegenseitigen Erbauung und Vorbereitung auf die Wiederkunft Jesu.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q3: Die Thessalonicherbriefe

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt zu unserem gemeinsamen Bibelstudium über den Ersten und den Zweiten Thessalonicherbrief. Wir bereiten uns auf das Bibelgespräch am 1. September vor. Das Lektionsheft ist immer noch das gleiche: Erster und Zweiter Thessalonicherbrief. Und wir werden heute die Lektion Nummer 9 studieren. Die ist überschrieben: "Letzte Ereignisse". Und genau darum soll es auch gehen, um unsere Vorbereitung auf die Endzeit und unseren Charakter, den wir brauchen, um dort kurz vor der Wiederkunft bestehen zu können. Der Erste Thessalonicherbrief in Kapitel 5 wird dort einiges jetzt darüber zu sagen haben. Wir werden heute die ersten 11 Verse gemeinsam studieren und dann nächste Woche den Rest und damit den Ersten Thessalonicherbrief beenden. Schlagen wir gemeinsam auf in 1. Thessalonicher 5 und dort Vers 1.

[2:06] Paulus schreibt: "Von den Zeiten und Zeitpunkten aber braucht man euch, Brüder, nicht zu schreiben." Nun, wenn man das liest, dann stellt man sich die Frage: Von welchen Zeiten, von welchen Zeitpunkten spricht er hier? Und der Kontext, wenn ihr letzte Woche zugeschaut habt, macht es ganz deutlich. Dann wisst ihr, dass er im vorigen Kapitel geendet hat, wie er in jedem Kapitel endet, mit der Wiederkunft. Das heißt, der Kontext ist, es geht um die Wiederkunft, um die letzten Ereignisse. Und Paulus sagt, nachdem er gesagt hat, was dort bei der Wiederkunft passieren wird, sagt er: "Von den Zeiten und Zeitpunkten aber braucht man euch nicht zu schreiben." Mit anderen Worten, Paulus hat es schon ausgiebig über die Zeichen der Zeit und über die prophetischen Zeitlinien gepredigt. Andererseits, wenn das nicht der Fall gewesen wäre, hätte er mit Sicherheit hier in diesem Thessalonicherbrief etwas noch dazu gesagt. Das bedeutet, dass Paulus ganz sicherlich den Thessalonichern etwas erzählt hat über Daniel und die anderen Prophezeiungen in der Bibel, die etwas über die Zeiten und die Zeitpunkte beschreiben. Mit anderen Worten, wie wir schon letzte Woche gesehen haben, diese oft behauptete Theorie, die ersten Christen hatten keinerlei Ahnung, wann Jesus wiederkommen würde und keinerlei Ahnung, was der große prophetische Plan Gottes ist. Sie hätten sogar geglaubt, alle ganz fest, dass Jesus in ihrer Zeit kommen würde. Das wird ein bisschen hier dem entgegengesetzt, dass Paulus sagt: "Von den Zeiten und Zeitpunkten brauche ich euch nicht zu schreiben, ihr wisst es schon." Nicht nur im Alten Testament finden wir diese Frage beantwortet. Jesus selbst hat die Frage beantwortet. Matthäus 24, Vers 3 wird die Frage gestellt. Dort fragen seine Jünger: "Sage uns, wann wird dies geschehen?" Gemeint ist das Ende der Welt oder vielmehr das Ende Jerusalems. Und was wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit sein? Der Zeitpunkt und die Zeit der Wiederkunft wird jetzt beantwortet von Jesus in den Versen 4 bis 14. Und wir sehen dort viele Ereignisse, die beschrieben werden. Und ihr könnt es zu Hause selbst weiter studieren, aber Jesus sagt uns in Vers 14: "Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker, und dann wird das Ende kommen." Paulus bezieht sich, denke ich, darauf und sagt den Thessalonichern in seinen Predigten: Es gibt einige Ereignisse, die stattfinden müssen. Und das wichtigste Ereignis ist, dass das Evangelium der ganzen Welt gepredigt wird, ansonsten kann Jesus nicht wiederkommen. Und wie wir dann in unserem Studium über den 2. Thessalonicherbrief sehen werden, werden wir auch erkennen, dass Paulus durchaus ganz tiefe Wahrheiten aus dem Buch Daniel den Thessalonichern gepredigt hat, aber dazu in drei Wochen dann mehr.

[5:00] In 1. Thessalonicher 4, Vers 9 finden wir ein anderes Thema, über das Paulus nicht schreiben musste, weil er bereits in der Predigt in Thessalonich so viel darüber gesagt hat und aus einem anderen Grund, den wir jetzt sehen können. 1. Thessalonicher 4, Vers 9 lesen wir: "Über die Bruderliebe aber braucht man euch nicht zu schreiben, denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben." Paulus sagt: Ich brauche euch nicht zu schreiben, weil ihr bereits von Gott unterrichtet werdet. Ihr habt Gott zu eurem Lehrer gemacht in diesem Punkt und ihr braucht keinen menschlichen Ratgeber mehr. Und das ist eigentlich das Ziel der christlichen Lebensführung, des christlichen Studiums: immer mehr abhängig von Gott zu werden und weniger abhängig von Menschen, die ihm etwas erklären müssen. Und natürlich schätzen wir den Rat von erfahrenen Brüdern und Schwestern, aber in Lehrfragen sollten wir uns völlig abhängig machen von Gott. Und Paulus sagt hier: Ich habe es euch nicht nötig davon zu schreiben. Genauso über die Zeiten und Zeitpunkte in 1. Thessalonicher 5, Vers 1.

[6:01] Er fährt weiter in 1. Thessalonicher 5, Vers 2 zu sagen: "1. Thessalonicher 5 und dort Vers 2: Denn ihr wisst ja genau, dass der Tag des Herrn so kommen wird, wie ein Dieb in der Nacht." Ihr wisst ja genau. Und wir können in der Bibel sehen, dass die Erkenntnis über die Wiederkunft und über das Ende sich sogar noch vergrößern wird, wenn wir uns dem Ende nähern. In Jeremia 23 und dort Vers 20. Jeremia 23 und dort Vers 20 lesen wir: "Der Zorn des Herrn wird sich nicht abwenden, bis er die Gedanken seines Herzens vollbracht und ausgeführt hat. Am Ende der Tage werdet ihr es erkennen und verstehen." Die Bibel prophezeit uns, dass am Ende der Tage, in der Endzeit, während der letzten Ereignisse, wir die Dinge deutlich klar verstehen werden. Und dieses Verständnis wird sehr, sehr wichtig sein. Manche Leute glauben, es ist unwichtig, etwas zu wissen über die Endzeitereignisse und die Prophetie. Das würde nur ablenken von dem Wichtigsten, nämlich Jesus und dem Evangelium. Und das stimmt, Jesus und das Evangelium sind das Wichtigste. Aber jeder, der wirklich Jesus nachfolgt und wirklich das Evangelium empfängt und annimmt, der wird sich auch für die Endzeitereignisse interessieren. Denn die Bibel sagt uns, wir können sie verstehen und wir können es genau wissen, nicht nur ganz grob und schwammig.

[7:30] Paulus führte diesen Gedanken von Matthäus 24 weiter. Ganz offensichtlich kannte er Matthäus 24 oder die Predigt von Jesus in Matthäus 24 sehr gut. Denn nachdem er jetzt über die Zeiten und Zeitpunkte gesprochen hat, geht er zu den Gedanken vom Dieb in der Nacht. Und auch der findet sich in Matthäus 24, nämlich in den Versen 42 bis 44. Matthäus 24, Vers 42 bis 44. Dort heißt es: "So wacht nun, da ihr nicht wisst, in welche Stunde euer Herr kommt. Das aber erkennt: Wenn der Hausherr wüsste, in welcher Nachtstunde der Dieb käme, so würde er wohl wachen und nichts in sein Haus einbrechen lassen. Darum seid auch ihr bereit; denn der Sohn des Menschen kommt zu einer Stunde, da ihr es nicht meint." Das ist so entscheidend zu verstehen. Der Dieb in der Nacht ist ein Symbol, um zu zeigen, dass Jesu Wiederkunft plötzlich und unerwartet sein wird. Und Paulus führt jetzt den großen Teil in 1. Thessalonicher 5 damit verbringen, diesen Gedanken vom Dieb in der Nacht theologisch genauer auszuleuchten, um ihn ganz deutlich zu machen, dass dieser Begriff "wie ein Dieb in der Nacht" nicht gemeint ist wie ein Geheimnis, im Sinne von: niemand wird es mitbekommen. Das wird ganz deutlich, wenn wir 2. Petrus 3 aufschlagen.

[8:57] 2. Petrus 3, Vers 10. Viele Christen glauben ja, dass dieser Gedanke "wie ein Dieb in der Nacht" bedeutet, dass es eine Art von geheimer Wiederkunft gibt, eine Art geheime Entrückung, die niemand bemerken wird, der nicht gläubig ist. Die Bibel sagt aber in 2. Petrus 3, Vers 10: "Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb in der Nacht. Dann werden die Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflösen und die Erde und die Werke darauf verbrennen." Ganz sicherlich können wir feststellen, dass der Dieb in der Nacht von jedem gesehen werden wird und gehört werden wird. Wir haben ja letzte Woche schon ausführlich über die Wiederkunft gesprochen, dass es ein sichtbares, ein hörbares Ereignis sein wird, dass Jesus mit all seinen Engeln kommen wird. Und auch hier werden einige Dinge genannt, wenn er kommt, wie ein Dieb in der Nacht, die so überwältigend sein werden, dass niemand sagen kann: Das war zu geheim, ich habe es nicht mitbekommen. Mehr Details darüber in unserer Cannstatt Study Hour extra, die wir in Kürze bereitstellen werden.

[10:03] In Offenbarung 3, Vers 3 wird uns deutlich, warum das unerwartet sein muss. In Offenbarung 3, Vers 3, dort heißt es: "Werdet wach. Verzeihung, denke nun daran, wie du empfangen und gehört hast, und bewahre es und tue Buße. Wenn du nicht wachst, so werde ich über dich kommen wie ein Dieb, und du wirst nicht erkennen, zu welcher Stunde ich über dich kommen werde." Das heißt, wenn wir wachen, werden wir erkennen, wann Jesus wiederkommen wird. Wenn wir nicht wachen, werden wir überrascht werden. Und wir werden das gleich noch ausführlicher betrachten. Der Dieb in der Nacht beschreibt die Unerwartetheit der Wiederkunft Jesu, nicht seine Geheimnishaftigkeit.

[10:45] In Offenbarung 16, Vers 15 lesen wir dann, warum es so wichtig ist, dass Jesus wie ein Dieb in der Nacht kommt und wir deswegen wachen sollen. In Offenbarung 16, Vers 15 wird deutlich, dass das etwas in uns fördert. Es heißt dort: "Siehe, ich komme wie ein Dieb. Glückselig ist, wer wacht und seine Kleider bewahrt, damit er nicht entblößt einhergeht und man seine Schande sieht." Was dieser Gedanke auslöst, wenn wir glauben, dass Jesus wie ein Dieb in der Nacht kommt, ist, dass wir konstant wachen und etwas festhalten, nämlich das Kleid der Gerechtigkeit. Das ist der Gedanke hier in Vers 15: Wacht, damit, wenn er kommt, ihr eure Gerechtigkeit nicht habt gehen lassen. Du und ich, liebe Freunde, liebe Freundinnen, wir müssen die Gerechtigkeit Gottes anbehalten, nicht nur anziehen, sondern auch anbehalten. Denn ganz offensichtlich kann man die Gerechtigkeit Gottes wieder verlieren. Und deswegen ist es wichtig zu wissen, dass Jesus kommt wie ein Dieb in der Nacht. Wir müssen unsere Kleidung immer anbehalten, damit wir zu jeder Zeit fertig und bereit sind.

[11:54] Gehen wir zurück zur 1. Thessalonicher 5 und schauen uns den nächsten Gedanken an in dieser Reihenfolge. Paulus sagt: "Zeiten und Zeitpunkte, darüber brauche ich auch nicht zu schreiben. Ihr wisst, er kommt wie ein Dieb in der Nacht." Wir sehen, warum das so wichtig ist. Vers 3: "Wenn sie, nämlich sagen werden: Friede und Sicherheit, dann wird sie das Verderben plötzlich überfallen, wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie werden nicht entfliehen." Gemeint sind offensichtlich natürlich die Verlorenen, die nicht entfliehen werden. Sie werden sagen: Friede und Sicherheit, Friede und Sicherheit. Nun, offensichtlich wird ihr ganz deutlich, dass die menschliche Einschätzung der Weltlage etwas ist, auf das man nicht bauen kann. Egal, was die Experten uns im Fernsehen sagen oder in den Internet-Blogs, wie die Welt momentan einzuschätzen ist, offensichtlich sind sie verführt. Nun, ich finde es interessant, dass heute viele, viele Menschen, wenn es um die Weltlage geht, genau zwei Ziele haben: nämlich Friede und Sicherheit. Und um nicht missverstanden zu werden, Friede und Sicherheit sind wichtige und gute Ziele. Die Bibel sagt aber deutlich voraus, in einer Zeit, wo alle nach Frieden und Sicherheit schreien werden und rufen werden und versuchen werden, das auf der Welt global zu institutionalisieren, nämlich den Frieden, den weltweiten Frieden und die weltweite Sicherheit. In diesem Moment, in dieser Zeit, wird sie plötzliches Verderben überfallen. Und wenn wir immer wieder den Ruf hören nach Frieden und Sicherheit, dann können wir sicher sein, dass er auch hier sich Prophezeiung erfüllt.

[13:26] Nun lesen wir gemeinsam in 5. Mose 29, Vers 19, was wir weit über diesen Vers lernen können, im Kontext der Bibel. 5. Mose 29, Vers 19, beziehungsweise ist es vielmehr in Vers 18. Dort heißt es: "Und dass keiner, wenn er die Worte dieser Eidverpflichtung hört, sich dennoch in seinem Herzen glücklich preist und spricht: Ich werde Frieden haben, wenn ich auch in der Verstocktheit meines Herzens wandle, sodass dann das Bewässerte mitsamt dem Trockenen hinweggerafft würde." Gott warnt vor einer Einstellung. Er warnt vor der Einstellung derjenigen, die in ihrem Herzen sagen, das heißt, in ihren Gedanken: Ich kann weiter verstockt sein, ich kann weiter gegen Gott rebellieren und seine Gebote beiseitesetzen und werde trotzdem Frieden haben. Und das wird die Einstellung der ganzen Welt sein, oder fast der ganzen Welt, bis auf die wenigen übrigens, die zu Gott treu sind, wenn es dann in der letzten Zeit darum geht, Gottes Gebote zu ehren oder zu missachten. Die meisten Menschen werden denken, man kann Gottes Gebote leichtfertig beiseitesetzen oder verändern und trotzdem Frieden haben. Und wenn sie gerufen werden: Frieden und Sicherheit, dann wird plötzliches Verderben sie ereilen. Übrigens, dieser Gedanke hat etwas mit uns zu tun. Wenn wir glauben, wir können in einer Verstocktheit unseres Herzens bleiben, an einer Sünde festhalten und sie nicht aufgeben wollen und gleichzeitig Frieden im Herzen haben, dann haben wir einen Schein-Frieden und wir werden verführt sein und werden dann ebenfalls Opfer dieser Vernichtung sein, wenn wir diese Verstocktheit nicht aufgeben.

[15:11] In Jesaja 56, Vers 12 finden wir einen ähnlichen Gedanken. Jesaja 56, Vers 12. Dort heißt es, und hier werden Gottlose zitiert: "Kommt her, sagen sie, ich will Wein holen, lasst uns rausstrang saufen, und morgen soll es gehen wie heute, ja, noch viel großartiger." Im Lichte der letzten Ereignisse ist es interessant, dass uns die Bibel sagt, dass im System Babylon die Könige der Erde und ihre Untertanen von geistlichem Wein verführt sind und gleichzeitig glauben, die Welt ist auf einer großen Wanderung hin zu mehr Fortschritt und mehr Glück und mehr Wohlstand und besserem Leben. Die Bibel hat das vorhergesehen und hat uns deutlich davor gewarnt.

[16:02] Ein Beispiel, was passiert, wenn Menschen sich zu sicher wähnen und glauben, dass man ihren Frieden nicht stehlen kann, ist die Geschichte von Belsazar in Daniel 5, insbesondere Vers 3 bis 6. Ihr könnt das zu Hause nachlesen. Belsazar war sich so sicher, er fühlte sich so sicher, dass er den Feind draußen nicht mal ernst genommen hat und nicht einmal die Stadttore verschlossen hatte, während er selbst in seinem Palast ein ausschweifendes Fest feierte und betrunken war. Und genau das ist ein Bild auf die Zeit kurz vor der Wiederkunft, wo Menschen jeglichen Verstand verlieren werden und sich in Frieden und Sicherheit wähnen werden, wenn die Bibel uns warnt und warnt und warnt vor der kommenden Zerstörung.

[16:44] In Matthäus 24 finden wir ebenfalls diesen Gedanken und das zeigt uns, dass Paulus offensichtlich in 1. Thessalonicher im Hinterkopf irgendwo Matthäus 24 oder die Predigt, die dort enthalten ist, gehabt hat. Matthäus 24 und dort Vers 37 bis 39 lesen wir: "Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der Wiederkunft des Menschensohnes sein. Denn wie sie in den Tagen vor der Sintflut aßen und tranken, heirateten und verheirateten bis zu dem Tag, als Noah in die Arche ging, und nichts merkten, bis die Sintflut kam und sie alle dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein." Jesus sagt uns, dass auch vor der Sintflut die Menschen "Friede und Sicherheit" sozusagen gerufen haben. Sie haben nicht damit gerechnet, dass die Prophezeiungen sich erfüllen werden. Und wie viele Menschen heute wissen vielleicht von den Prophezeiungen, aber glauben nicht, dass sie sich erfüllen werden. Wie viele vielleicht von uns haben von diesen Prophezeiungen gehört und sind sich nicht ganz sicher, ob sie sich wirklich erfüllen werden. Wenn die Menschen sagen: "Friede und Sicherheit", dann wird das Verderben plötzlich kommen. Das ist eine Warnung an uns, so wie wir in Lukas 21 lesen können.

[18:00] Lukas 21, Vers 34 und 35. Dort ruft Jesus uns zu: "Habt aber Acht auf euch selbst." Es ist eine Sache, das anderen zu predigen und sie zu warnen und zu sagen: Seid vorbereitet auf den Tag des Herrn. Die Frage wird aber auch sein: Bist du, bin ich vorbereitet? "Habt aber Acht auf euch selbst, Vers 34, dass eure Herzen nicht beschwert werden durch Rausch und Trunkenheit und Sorgen des Lebens, und jener Tag unversehens über euch kommt. Denn wie ein Fallstrick wird über alle kommen, die auf dem ganzen Erdboden wohnen." Bist du vorbereitet auf die Wiederkunft? Ja, es mag sein, dass du all die Details der Wiederkunft kennst, dass du weißt, was passiert, wer, wann, wie, worauf steht, mit welchem Körper, und es ist ein sichtbares, hörbares Ereignis, mit allen Engeln und so weiter und so fort, all die Theorie. Aber bist du praktisch vorbereitet auf die Wiederkunft? Wenn Jesus heute wiederkommen würde, und wir wissen, er kommt heute nicht, weil bestimmte Prophezeiungen sich noch erfüllen müssen, aber wenn er heute wiederkommen würde, wärst du bereit? Das ist die Frage. Wärst du bereit?

[19:19] Ein Beispiel für plötzliche Vernichtung, mit der keiner gerechnet hat. Es gibt viele von der Bibel. Wir haben einige aufgeschrieben. Eins findet sich in Apostelgeschichte 12, Vers 22 und 23. Apostelgeschichte 12, Vers 22 und 23. Dort finden wir die Geschichte von Herodes Agrippa, der auf seinem Thron sitzt und von den Menschen gefeiert und bejubelt wird. "Die Volksmenge aber rief ihm zu: Das ist die Stimme eines Gottes und nicht eines Menschen!" Sogleich aber schlug ihn ein Engel des Herrn, weil er Gott nicht die Ehre gab, und er verschied, von Würmern zerfressen. Dieser König, in einer Minute war er gefeiert von Menschen, die haben ihn förmlich angebetet, den man als Gott bezeichnet. Er hat eine tolle Rede gehalten, die Menschen waren begeistert, wollten vielleicht Autogramme haben. In der nächsten Minute, ohne dass es irgendeine Vorwarnung gab, war er tot, zerfressen von Würmern. Einen qualvollen Tod, sterbend über einen gewissen Zeitraum hinweg. Gottes Gerichte können plötzlich und unerwartet kommen, für den, der es wagt, seinen Ratschluss beiseite zu tun und ihn zu ignorieren.

[20:24] Lesen wir gemeinsam Sprüche 29, Vers 1. Sprüche 29 und dort Vers 1. Dort finden wir den theologischen Grund für diesen Ausspruch in 1. Thessalonicher 5, Vers 3. Verzeihung. "Ein Mann, der allen Warnungen trotzt, geht plötzlich unheilbar zugrunde." Was war ein interessantes Prinzip? Der Mann, der allen Warnungen trotzt, das heißt, der immer und immer und immer wieder rebelliert. Wir nennen das auch die Sünde gegen den Heiligen Geist. Der geht plötzlich zugrunde. Das heißt, die Menschen in der Endzeit, die wir "Friede und Sicherheit" rufen, die tun das, weil sie gegen den Heiligen Geist rebellieren, und das ist der Grund, warum sie plötzlich vernichtet werden. Wir könnten vielleicht auch an Pharao denken, der immer und immer wieder Gottes Ratschluss getrotzt hat, den Ratschlägen, den Prophezeiungen sich widersetzt hat und immer wieder gelogen hat, bis zu dem Zeitpunkt, wo er plötzlich vom Wasser verschlungen wird und es kein Zurück mehr gibt. Wie lange wollen wir es noch wagen, die Ratschläge Gottes beiseite zu setzen und ihnen zu trotzen? Und vielleicht sagst du: Das tue ich ja gar nicht. Meine Frage ist: Folgst du allem Licht, das Gott dir gegeben hat, ja oder nein? Auf den verschiedenen Gebieten, nicht nur in der Theologie, auch im Lebensstil, in der Lebensführung. Folgst du den Ratschlägen Gottes oder trotzt du ihn, weil du sagst, die sind weniger wichtig? Folge den Ratschlägen Gottes und trotze den Warnungen nicht.

[22:15] In Offenbarung 18, Vers 7 und 8, da finden wir die Prophezeiung darüber, wie sich genau das, was 1. Thessalonicher 5 beschreibt, in der Endzeit erfüllen wird. In Offenbarung 18, während der letzten Ereignisse, heißt es in Vers 7 und 8 in Offenbarung 18: "In dem Maße, wie sie sich selbst verherrlichte und üppig lebte, gebt ihr nun Qual und Leid. Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne als Königin und bin keine Witwe und werde kein Leid sehen. Darum werden an einem Tag, also plötzlich, ihre Plagen kommen: Tod und Leid und Hunger, und sie wird mit Feuer verbrannt werden; denn stark ist Gott, der Herr, der sie richtet." Babylon, das System, das auch in 1. Thessalonicher 5 angesprochen wird, wir werden sehen auch im 2. Thessalonicherbrief, dass Paulus die Prophetie gut kannte und sie gepredigt hat und in seinen Briefen verwendet hat, dass Babylon glaubt, dass Frieden und Sicherheit sind, bis sie plötzlich vernichtet werden.

[23:17] Gott gibt uns keine extra Zeichen, außer denjenigen im Wort Gottes. Das ist der Grund, warum er zu den Pharisäern sagt: "Euch wird kein anderes Zeichen gegeben werden, außer dem Zeichen des Jona." Wohl wissend, dass das Zeichen des Jona das war, das Jona gepredigt hat: das Wort Gottes. Gott gibt keine andere Warnung, dass die Welt bald zugrunde geht, dass Jesus bald wiederkommt, dass wir uns entscheiden müssen. Es gibt keine andere Warnung als hier in der Bibel. Ja, es gibt viele Katastrophen, aber auch sie verstehen wir nur durch das Wort Gottes. Wenn wir das Wort Gottes beiseite setzen, sind wir hilflos, weil wir erkennen nicht mehr, in welcher Zeit wir leben. Kennst du das Wort Gottes und folgst du den Warnungen?

[24:03] Wir haben etliche Texte noch, die erklären, was es bedeutet, diese Geburtswehen. Die könnt ihr zu Hause weiter studieren. Wollen wir noch ganz kurz schauen, warum diese Menschen nicht entfliehen werden, die dagegen trotzen. In Hebräer 2, Vers 3 wird unser Grund genannt, warum bestimmte Menschen nicht entfliehen werden und verloren gehen werden. In Hebräer 2, Vers 3 heißt es: "Wie wollen wir entfliehen, wenn wir eine so große Errettung missachten?" Die Menschen gehen nicht nur zugrunde, weil sie die Warnungen missachtet haben und ihnen getrotzt haben, sondern sie gehen eigentlich grundsätzlich deswegen zugrunde, weil sie eine so große Errettung missachtet haben. Menschen gehen deswegen verloren, weil sie das Heilsangebot Gottes, das ihnen frei angeboten worden ist, durch den Heiligen Geist, durch Menschen, die zu ihnen gesprochen haben, durch das Gewissen, das der Heilige Geist benutzt hat, durch Dinge in ihrem Leben, die sie zu Gott hätten führen können, weil sie diese Dinge missachtet haben und sich gegen Gott entschieden haben. Deswegen werden sie nicht entfliehen und plötzliches Verderben wird über sie kommen, wie über eine Schwangere.

[25:18] Gehen wir gemeinsam, zuerst zur 1. Thessalonicher 5 zurück. In diesem Gedankengang, wo Paulus jetzt über die Zeiten und Zeitpunkte spricht und über das Verderben, das über die Welt kommt, kontrastiert er jetzt den Zustand der Welt, die nicht weiß, auf was sie zusteuert, die die Prophetie nicht ernst nimmt und die Zeit nicht erkennt. Er kontrastiert das mit dem Zustand, den Gläubige haben sollten.

[25:40] In Vers 4 sagt er: "Ihr aber, Brüder, und die Schwestern sind genauso gemeint, seid nicht in der Finsternis, dass euch der Tag wie ein Dieb überfallen könnte." Meine lieben Freunde, egal, was du bisher geglaubt hast über die Wiederkunft, Paulus sagt, wenn du ein Gläubiger bist, wird für dich der Tag nicht kommen wie ein Dieb. Jemand, der gläubig ist, kann die Theorie der geheimen Entrückung nicht annehmen, denn sie wird begründet, dass das wie ein Dieb in der Nacht sei. Aber Jesus kommt nicht für die Gläubigen wie ein Dieb in der Nacht, er kommt für die Ungläubigen wie ein Dieb in der Nacht. Für die Gläubigen kommt er nicht wie ein Dieb in der Nacht. Und deswegen sagt Paulus: "Ihr seid nicht in der Finsternis."

[26:26] Was ist mit Finsternis gemeint? Schauen wir gemeinsam in Römer 13, Vers 11 bis 13. Dort heißt es: "Und dieses sollen wir tun als solche, die die Zeit verstehen, dass nämlich die Stunde schon da ist, dass wir vom Schlaf aufwachen sollten. Lieber Freund, liebe Freundin, es ist Zeit aufzuwachen, denn jetzt ist unsere Errettung näher, als wir gläubig wurden. Die Nacht ist vorgerückt, der Tag aber ist nahe, so lasst uns nun ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts." Was sind die Werke der Finsternis? "Lasst uns anständig wandeln, wie am Tag, nicht in Schlemmereien und Trinkgelagen, nicht in Unzucht und Ausschweifung, nicht in Streit und Neid, sondern zieht den Herrn Jesus Christus an und pflegt das Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden." Tut es nicht. Tut nicht diese Dinge, die hier beschrieben werden, denn das wäre die Finsternis. Und Paulus sagt: "Ihr Brüder seid nicht in der Finsternis." Das heißt, ihr seid nicht im Streit, nicht im Neid, nicht in den Ausschweifungen, nicht in der Unzucht, nicht in der Schlemmerei, das heißt im zu viel Essen und eben das falsche Essen, nicht in Trinkgelagen. All diese Dinge gehören zur Finsternis und nicht zum Licht.

[27:43] Wir sind aber herausgerufen aus der Finsternis, wie uns 1. Petrus 2, Vers 19 und 20, Verzeihung, Vers 9 und 10 sagt. 1. Petrus 2, Vers 9 und 10. Dort sagt Petrus: "Ihr aber seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die Tugenden dessen verkündigt, der euch aus der Finsternis berufen hat zu seinem wunderbaren Licht. Euch, die ihr einst nicht ein Volk wart, jetzt aber Gottes Volk seid, und einst nicht begnadigt wart, jetzt aber begnadigt seid." Bist auch du herausgerissen worden aus der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht, dann lege die Waffen der Finsternis auch wirklich ab.

[28:28] 1. Johannes 2, Vers 8 lesen wir. 1. Johannes 2, Vers 8. "Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, was wahr ist in ihm und in euch; denn die Finsternis vergeht und das wahre Licht scheint schon." Die Finsternis muss vergehen, auch in unserem Leben. Das wahre Licht muss in uns scheinen: Christus, unsere Gerechtigkeit.

[28:57] Paulus beschreibt es in 1. Thessalonicher 5 sehr schön. Nachdem er gesagt hat, dass wir nicht in der Finsternis sind, sagt der Vers 5: "Ihr alle seid Söhne des Lichts und Söhne des Tages. Wir gehören nicht der Nacht an, noch der Finsternis." Wie wird man ein Kind des Lichts? Jesus selbst sagt es uns. 1. Johannes 12, Vers 36. Dort lesen wir: "1. Johannes 12, Vers 36: Solange ihr das Licht habt, glaubt an das Licht, damit ihr Kinder des Lichts werdet." Wie werden wir Kinder des Lichts? Wir müssen an das Licht, also an Jesus Christus, der sagt: "Ich bin das Licht der Welt", glauben, solange wir das Licht haben. Das heißt, solange das Licht in unserer Nähe ist, solange wir dem Licht Gottes ausgesetzt sind, müssen wir daran glauben, damit auch wir Kinder des Lichts werden. Und dann ist man ein Kind des Lichts.

[30:05] Was ist die Verantwortung eines Kindes des Lichts? In Epheser 5, Vers 8 lesen wir. Epheser 5, Vers 8: "Denn ihr wart einst Finsternis, jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn; wandelt als Kinder des Lichts." Wer ein Kind des Lichts ist, muss auch so wandeln, das heißt, er muss so seinen Lebensweg begehen, er muss solch einen Charakter, solch eine Lebensführung an den Tag legen.

[30:27] Lesen wir gemeinsam 1. Thessalonicher 5, Vers 6. Paulus macht jetzt die Schlussfolgerung daraus. Er sagt: "Ihr seid Kinder des Lichts, ihr gehört nicht der Finsternis und der Nacht an, deswegen heißt es in Vers 6: So lasst uns auch nicht schlafen, wie die anderen." Und die Logik ist bestechend: Jemand, der in der Nacht lebt, der schläft. Jemand, der am Tag lebt, der schläft nicht. Und er sagt, es gibt Leute, die schlafen deswegen, weil sie in der Nacht sind und sie sind umgeistlich, geistlich muss ich vielmehr sagen, nicht geistlich, geistlich umnachtet noch, weil sie eine Sünde festgehalten sind und weil ihnen niemand das Licht gebracht hat, aber ihr seid schon im Licht. Warum sollten Menschen, die schon am geistlichen Tag sind und nicht in der geistlichen Nacht, am geistlichen Tag noch schlafen? Viel zu oft geschieht es, dass obwohl wir in den Tag hineingerettet wurden, wir trotzdem wieder einschlafen. Es gibt keinen geistlichen Mittagsschlaf in der Erfahrung des Christen.

[31:28] Paulus sagt: "So lasst uns auch nicht schlafen, wie die anderen, sondern lasst uns wachen und nüchtern sein." Und hier ist ein interessanter Punkt, wie es zum Schlafen kommt. Hast du dich mal gefragt, wie passiert es, dass eine Gemeinde einschläft? Vielleicht kennst du eingeschlafene Gemeinden, vielleicht bist du sogar deine eigene, vielleicht bist du selbst einer derjenigen, die schlafen. Aber wie kommt es, dass eine Gemeinde einschläft? Hier ist ein interessanter Gedanke in Sprüche 19, Vers 15. Sprüche 19, Vers 15. Die Bibel sagt: "Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und eine träge Seele muss hungern." Schlaf kommt durch Faulheit. Mit anderen Worten, warum fängt eine Gemeinde an zu schlafen? Weil sie vorher faul gewesen ist in der Mission, faul gewesen ist im Werk Gottes, faul gewesen in der Arbeit für den Herrn. Und deswegen ist es so wichtig, den Schlaf zu beenden.

[32:22] In Lukas 22, Vers 46, da haben wir einen Hinweis, wie das geschehen kann. Lukas 22, Vers 46. "Und er, nämlich Jesus, sprach zu ihnen: Was schlaft ihr?" Und ich glaube, Jesus, wenn er heute unter uns wandeln würde, würde zu vielen von uns, wenn nicht zu allen, sagen: "Was schlaft ihr?" Die Botschaft, die Jesus an uns richtet, an seine Jünger und Apostel ist: "Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Versuchung kommt, denn die Zeit, die vor uns liegt, ist eine intensive Zeit. Und Satan wird alles geben, um selbst die Auserwählten zu verführen, wenn es denn möglich ist. Steht auf und betet. Seid nicht länger faul."

[33:01] Wir sollen wachen. Es gibt viele Texte, die zum Wachen dazugehören. Wir haben etliche aufgeschrieben, studiert sie selbst. Eine wollen wir herausnehmen, in 1. Petrus 4, Vers 7. 1. Petrus 4 und dort Vers 7. Dort heißt es: "Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun besonnen und nüchtern zum Gebet." Wenn du glaubst, dass wir in den letzten Ereignissen, den letzten Ereignissen sehr nahe stehen und in der Endzeit leben, dann sei besonnen und sei nüchtern zum Gebet. Sehr, sehr wichtig. Die Bibel gibt diesen Ratschlag immer und immer und immer wieder.

[33:45] Nun gehen wir zu 1. Thessalonicher 5 und dort Vers 7. Paulus gibt uns mehr Hinweise über den Zustand der Verlorenen. Er heißt in Vers 7: "Denn die Schlafenden schlafen bei Nacht, und die Betrunkenen sind bei Nacht betrunken." Und das ist, wie wir schon gesehen haben, der Lebensstil der Nacht. Wir haben in Römer 13, 13 schon etliches darüber gelesen: die Unzucht, die Ausschweifung, die Schlemmerei, der Streit, der Neid. Wenn diese in unserem Leben vorherrschen und stattfinden, dann gehören wir noch zur Nacht und zur Trunkenheit und zum Schlaf. Wir müssen diese Dinge ablegen.

[34:33] Interessanterweise sehen wir hier auch, dass der Alkohol mit der Nacht kombiniert ist. Und wir finden diese Idee auch, kann man sie auch nachweisen in Apostelgeschichte 2, Vers 15. Das ist nur nebenbei. Apostelgeschichte 2, Vers 15. Dort lesen wir, wie Petrus seine Rede und auch die Apostel verteidigt, indem er sagt: "Denn diese sind nicht berauscht, wie ihr meint. Es ist ja die erste dritte Stunde des Tages." Mit anderen Worten, es ist frühmorgens, es ist Tag. Da ist niemand betrunken. Nur wir wissen, es gibt einige Menschen, die schon am frühen Morgen betrunken sind. Aber in altestermäßigen Zeiten hat man die Trunkenheit mit der Nacht assoziiert. Das heißt, diejenigen, die in der Nacht leben, in der geistlichen Umnachtung, das sind diejenigen, die vom Wein Babylons gekostet haben und nicht nüchtern werden wollen, von der Verwirrung, Konfession, die Babylon stiftet.

[35:34] 1. Thessalonicher 5, Vers 8 bringt uns dann wieder zu den Gläubigen. Paulus geht vorwärts und rückwärts. In Vers 8 heißt es: "Wir aber, die wir dem Tag angehören, wollen nüchtern sein." Und jetzt sagt er, wie das genau geschehen kann: "Angetan mit dem Brustpanzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil." Und Paulus verwendet hier Soldatensprache, militärische Sprache, weil er weiß, es ist ein Kampf. Wir müssen unser Herz beschützen mit dem Glauben und wir müssen unseren Kopf beschützen mit der Hoffnung auf das Heil.

[35:56] Diese Idee von der Rüstung ist nicht erst neutestamentlich. Wir alle kennen Epheser 6, Verse 11-18, aber das lesen wir jetzt nicht. Stattdessen wollen wir Jesaja 59, Vers 17 lesen. In Jesaja 59, Vers 17, dort lesen wir: "Er legte Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzte den Helm des Heils auf sein Haupt. Er legte als Kleidung Rachegewänder an und hüllte sich in Eifer wie in einen Mantel." Für den Fall, dass ihr den Kontext nicht kennt, es ist hier von Gott selbst die Rede. Der einen Panzer aus Gerechtigkeit hat, der den Helm des Heils hat. Mit anderen Worten, wir sollen die Waffenrüstung Gottes anziehen, meint nicht einfach nur die Waffenrüstung, die Gott für uns vorbereitet hat. Es meint tatsächlich die Waffenrüstung, die Gott selbst trägt. Es ist dieselbe Waffenrüstung, die Gott selbst trägt. Es ist seine Kampfesrüstung, denn Gott selbst, Jesus selbst befindet sich im großen Kampf zwischen Christus und Satan. In Offenbarung 12, Vers 7 wird uns das gesagt. Und die gleiche Rüstung, die gleichen Waffen, die gleiche Verteidigung, die Jesus hat, sollen auch wir haben. Das ist die Waffenrüstung Gottes. Er hat sie selbst an. Jesaja 59, Vers 17 zeigt uns das. Das finde ich einen wunderbaren Gedanken.

[37:23] Lesen wir noch einmal 1. Thessalonicher 5, Vers 8. Haben wir gesehen, dass wir mit dem Helm der Hoffnung auf das Heil bekleidet werden sollen. Wir haben also die Waffenrüstung Gottes, die uns schützen soll, diesen Kampf, wo wir auf der Seite Gottes stehen, gegen den Satan, der immer wieder versucht uns zu verführen und zur Sünde zu bringen und uns wegzudrängen von Gott. Wir sollen kämpfen mit den Waffen Gottes, mit seinen Methoden und mit seinen Prinzipien, und wir haben die Hoffnung auf das Heil. Und was bedeutet diese Hoffnung? Lesen wir zwei Texte. Galater 5, Vers 5. Diese Hoffnung, von der der Paulus spricht, die hat er schon im Brief an die Galater betont, wenn er sagt in Galater 5, Vers 5: "Wir erwarten aber im Geist aus Glauben die Hoffnung der Gerechtigkeit." Er sagt, wir glauben und wir glauben im Heiligen Geist. Der Heilige Geist wirkt an uns diesen Glauben und wir wissen, Glaube, das haben wir schon oft hier in der Kanzelstunde besprochen, Glaube bedeutet Leben aus jedem Wort. Und er sagt, weil wir den Heiligen Geist haben, weil wir glauben, hoffen wir auf Gerechtigkeit in unserem Leben, auf Gehorsam, das Richtige zu tun.

[38:40] Ein weiterer Text, der das illustriert, ist Hebräer 6, Vers 19. Diese Hoffnung, das heißt es, Hebräer 6, Vers 19: "Diese Hoffnung halten wir fest als einen sicheren und festen Anker der Seele, der auch hineinreicht ins Innere, hinter den Vorhang." Gemeint ist nicht das Allerheiligste, wie manche irrtümlich gemeint haben, sondern das Heilige. Gemeint ist hier der erste Vorhang, hinter den Jesus gegangen ist, um im Heiligen als Hohepriester bis 1844 seinen Dienst zu verrichten, als er dann 1844 ins Allerheiligste gegangen ist. Mehr darüber in der Folge 8 von Entscheidung 21. Die Bibel macht ganz deutlich, dass diese Hoffnung hineinreicht in das Heiligtum. Reicht deine Hoffnung auf Gerechtigkeit hinein in das Heiligtum, oder ist es nur ein vages, naja, ich habe, ich habe gehört von Jesus, vielleicht, vielleicht hilft er ja auch mir. Reicht sie hinein zu dem Ort, wo Jesus jetzt gerade, jetzt ist er gerade schon im Allerheiligsten, für dich wirkt als dein Hohepriester. Das ist die Hoffnung des Heils, die mit der wir unseren Kopf, das heißt unser Denken, unsere Entscheidung, alles, was in unserem Gehirn passiert, die gesamte Steuerung unseres Lebens beschützen sollen. Hinein in das Allerheiligste, das Heilige, in das Heiligtum.

[40:09] Lesen wir gemeinsam 1. Thessalonicher 5, Vers 9. Die Bibel sagt uns hier: "Denn Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus." Gott hat ein Ziel und Gott würde sich wünschen, dass alle Menschen gerettet werden. Das Bibel macht das ganz deutlich in 2. Petrus 3, Vers 9. Gemeinsam das Lesen in 2. Petrus 3, Vers 9. "Das heißt, dass der Herr zögert nicht die Verheißung hinaus, wie etliche er es für eine Hinauszögerung halten, sondern er ist langmütig gegen uns, weil er nicht will, dass jemand verloren geht, sondern dass jedermann Raum zur Buße habe." Wir wissen nicht, alle Menschen werden gerettet werden, aber wenn es nach Gott ginge und er entscheiden könnte, und das ist genau das, was ich meine, wenn er entscheiden könnte, dann werden alle gerettet. Aber Gott überlässt die Entscheidung jedem einzelnen Menschen, denn er möchte einen freien Willen den Menschen lassen. Und alle Menschen, die sagen: Nein, ich möchte kein ewiges Leben, nein, ich möchte nicht mit Gott leben, ich möchte lieber sterben, als mit Jesus zu sein, so wie die Menschen sagen werden unter dem sechsten Siegel, wenn sie sagen zu den Bergen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht des Lammes. All diesen Menschen wird Gott kein Heil geben können. Er würde so gerne, dass sie gerettet werden, dass sie vom Zorn befreit werden und erlöst werden. Deswegen sagt Paulus in 1. Thessalonicher 5: "Gott hat uns nicht zum Zorngericht bestimmt, sondern zum Besitz des Heils durch unseren Herrn Jesus Christus." Aber nur, wenn wir diese Erwählung annehmen, wenn wir sie festmachen, wie wir in einer der früheren Kanzelstunden ausgesehen haben in diesem Quartal, dann können wir das Heil auch wirklich ererben.

[42:01] In Vers 10 sagt er dann weiter: "Der für uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder schlafen, zusammen mit ihm leben sollen." Und Paulus macht ganz deutlich, dass das Fundament dieses ganzen Themas, als ein wahrer Christ, als jemand, der auf die Wiederkunft wartet, in der Endzeit zu leben, das Thema der Charakterentwicklung für die Endzeit, basiert einzig und allein auf dem Opfer, das Jesus für mich und für dich gegeben hat. Es sind keine eigenen Werke, keine eigenen, sich selbst besser machen, sondern allein die Kraft des Opfers Jesu. Wir haben viele, viele Texte, wir wollen nur einige wenige herausgreifen. Zum Beispiel in Matthäus 20, Vers 28. Dort sagt Jesus. Matthäus 20, Vers 28. Jesus sagt: "Gleich wie der Sohn des Menschen nicht gekommen ist, um sich dienen zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lösegeld für viele." Gott hat für dich bezahlt. Jesus hat sein Leben gegeben als Lösegeld für dich, um dich frei zu kaufen aus der Macht der Sünde.

[43:23] In Johannes 10, Vers 11 sagt wiederum Jesus. Johannes 10, Vers 11: "Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt lässt sein Leben für die Schafe." Jesus liebt dich so sehr, er weiß genau, was am besten für dich ist, und er als der gute Hirt, der alles dafür tut, dass du vor den bösen Tieren dieser Welt verschont bleibst, er ist bereit, sein Leben zu geben, und er hat es gegeben. Nicht nur ist er bereit, er hat es gegeben. Er hat sein Leben gelassen für dich. Und für mich.

[43:52] In Römer 5, Verse 6 bis 8, diese unglaublichen Worte: "Denn Christus ist, als wir noch kraftlos waren, zur bestimmten Zeit für Gottlose gestorben. Nun stirbt kaum jemand für einen Gerechten; für einen Wohltäter entschließt sich vielleicht jemand zu sterben. Gott aber beweist seine Liebe zu uns dadurch, dass Christus für uns gestorben ist, als wir noch Sünder waren." Jesus ist für mich gestorben, als ich noch gegen ihn rebelliert habe. Er liebt mich nicht, weil ich gut bin, sondern er liebt mich, weil er mich liebt. Er liebt dich nicht, weil du gut bist, sondern er liebt dich, weil er dich liebt. Das heißt, du kannst nichts tun, damit er dich liebt. Du kannst nur seine Liebe annehmen und sagen: Ich will das Böse nicht mehr tun wegen deiner Liebe und durch deine Liebe und durch deine Kraft.

[44:48] Das ist das wahre Geheimnis der Entwicklung eines Charakters für die Endzeit. Das ist das, worum es dem Paulus wirklich, wirklich geht. So schreibt der 1. Thessalonicher 5, Vers 11: "Darum ermahnt einander und erbaut einer den anderen, wie er es auch tut." Genau diesen gleichen Gedanken hat er schon am Ende von Kapitel 4 erwähnt, in Vers 18, wo es heißt: "So tröstet man einander mit diesen Worten." Paulus möchte, dass wir nicht einfach nur diese Dinge an uns aufnehmen und ausnehmen, sondern dass wir uns auch gegenseitig in der Gemeinde stärken und gegenseitig uns vorbereiten auf diesen großen Tag.

[45:29] Dann lesen wir gemeinsam Römer 14, Vers 19. Römer 14, Vers 19. Die Bibel sagt: "So lasst uns nun nach dem streben, was zum Frieden und zur gegenseitigen Erbauung dient." Wir haben gesehen, wir stehen kurz vor der Wiederkunft. Wir haben gesehen, Jesus kommt bald, und wir haben alle Hände voll zu tun, dass wir vorbereitet sind, persönlich und als Gemeinde. Und deswegen sagt der Paulus uns: "Lasst uns nach dem streben, was zum Frieden, nicht dem Konflikt, was zur gegenseitigen Erbauung und nicht zum Streit dient. Lasst uns danach streben, was Gottes Wille ist und was zum Frieden dient." Nicht dem falschen Frieden, der von den Gottlosen erstrebt wird, die sagen, man kann eine Sünde festhalten, man kann eine Stockteile festhalten und trotzdem Frieden im Herzen haben. Das ist nicht der Friede, den die Bibel meint, sondern der wahre Herzensfrieden, den Jesus allein geben kann.

[46:28] In 1. Timotheus 1, Vers 4. Damit wollen wir heute schließen. In 1. Timotheus 1, Vers 4 lesen wir: "...sich auch nicht mit Legenden und endlosen Geschlechtsregistern zu beschäftigen, die mehr Streitfragen hervorbringen als göttliche Erbauung im Glauben." Gott möchte, dass wir uns nicht über Themen, die Streit erzeugen, zerstreiten, sondern dass wir uns gegenseitig erbauen. Heißt das, dass wir Kompromisse machen in der Wahrheit? Nein, aber er möchte, dass wir die biblische Wahrheit predigen, und die biblische Wahrheit führt zur Erbauung. Sie führt zur Liebe hin, zum gegenseitigen Wachstum und zum Hinwegtun von Streit, Neid, Eifersucht und all diesen Dingen. Die biblische Wahrheit führt zur wahren Einigkeit, die immer in Harmonie ist mit seinem Gesetz und seinem großen Erlösungsplan und in Harmonie mit der Wahrheit.

[47:37] Und Jesus kommt bald. Wir müssen ein Kind des Lichts sein und wir sollten uns gegenseitig ermahnen und ermuntern und trösten. Bist du bereit, für deine Gemeinde zu wirken? Bist du bereit, dich selbst vorzubereiten auf die Wiederkunft und auch deine Gemeinde vorzubereiten, indem du ermahnst und tröstest mit den Gedanken, die wir in 1. Thessalonicher 5 studiert haben, die Paulus deswegen hat aufschreiben lassen, weil er wusste, dass sie die Prophetie kannten, aber nicht vorbereitet waren in einem praktischen Sinne. Bist du praktisch vorbereitet und willst du deine Gemeinde praktisch vorbereiten auf das, was auf uns zukommt? Möchtest du dafür wirken, dass Menschen die Waffen oder die Werke der Finsternis ablegen und die Waffen des Lichts anziehen? Gott segne dich in deiner Entscheidung und in deinem Wirken, um ein Volk vorzubereiten, seinen heiligen Gott zu treffen.

[48:29] Nächste Woche werden wir den letzten Abschnitt im 1. Thessalonicher studieren. Ich denke, wir haben viele, viele interessante Dinge lernen können. Wir werden dann die nächsten Wochen uns mit dem 2. Brief beschäftigen und bis dahin wünsche ich euch Gottes Segen und viel Freude beim Studium seines Wortes. Gott segne euch. Amen.


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