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Manuskript: 06-Countdown der Zeitalter

In dieser Predigt erklärt Christopher Kramp die prophetische Zeitlinie, die in den Büchern Daniel und Offenbarung beschrieben wird. Er beleuchtet die Bedeutung der 2300 Tage und wie diese mit dem Kommen und Wirken Jesu Christi zusammenhängen. Die Ausführungen reichen von der Deutung antiker Reiche bis hin zur detaillierten Analyse der 70 Wochenprophetie und der exakten Zeitpunkte von Jesu Taufe und Tod. Der Vortrag betont die göttliche Pünktlichkeit und die persönliche Bedeutung dieser prophetischen Ereignisse für jeden Einzelnen.

In dieser Predigt von Christopher Kramp geht es um den „Countdown der Zeitalter“ und die prophetische Zeitlinie, die in den Büchern Daniel und Offenbarung beschrieben wird. Er erklärt die Bedeutung der 2300 Tage und die 70 Wochen, die auf die Ankunft des Messias hinweisen. Der Vortrag beleuchtet die historischen Ereignisse rund um die Erlasse zur Wiederherstellung Jerusalems und die genaue Zeitbestimmung der Taufe und des Todes Jesu. Es wird betont, wie Jesus Christus alle Prophezeiungen erfüllt hat und wie wichtig es ist, ihn persönlich zu kennen.


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Serie: Entscheidung 21

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Transkript

[2:14] Das soll uns aber in unserer kleinen Rückschau nicht unterbrechen. Es gab vier Reiche, das waren die sogenannten Diadochenreiche. Sie können sich erinnern, dass Griechenland aufgeteilt war in vier verschiedene Teile. Wer weiß noch, wie die vier Generäle hießen? Ptolemäus, Lysimachus, Kassander und Seleucus. Aber das müssen Sie sich wirklich nicht merken.

[2:37] Aber dann gab es ein kleines Horn, das wieder hervorgeht. Und das war welche Macht? Nach Medo-Persien und Griechenland kam Rom. Und wir haben gesehen, dass diese römische Macht zwei Phasen hatte. Eine Phase, wo es nur irdische Reiche erobert hat, und dann allerdings sich auch gegen Gott selbst stellt. Und wir haben gesehen, dass das identisch ist mit dem kleinen Horn in Daniel 7, das versucht Zeiten und Gesetz zu ändern. Und in Daniel 8 haben wir gesehen, dass es auch was angreift, nicht nur das Gesetz, sondern auch das Heiligtum.

[3:06] Können Sie sich erinnern, dass wir über das Heiligtum gesprochen haben? Die Stiftshütte, das Zelt Gottes, den Tempel. Und wir haben darüber gesprochen, dass dieses Heiligtum wie viele Abteilungen hatte. Wie viele Abteilungen hat es gehabt? Drei Abteilungen. Können Sie sich erinnern? Das Heilige und das Allerheiligste. Wie oft durfte man das Allerheiligste gehen? Einmal. Wer durfte dort hingehen? Nur der Hohepriester. Einmal im Jahr, am sogenannten Großen Versöhnungstag. Und wir haben darüber gesprochen, wie jeder Sünder seine Sünde auf ein Opfertier legen konnte. Dieses Opfertier für ihn geschlachtet werden sollte. Ein Symbol für Jesus Christus, der dann als Hohepriester, nachdem er gestorben ist, in das Heiligtum hineingegangen ist, für uns, und das Blut dort im Heiligtum anwendet. Und einmal im Jahr, im irdischen Dienst, ging der Hohepriester in das Allerheiligste, um das Blut nicht nur einfach in das Heiligtum zu bringen, sondern um das Blut auf die Bundeslade zu tun.

[4:03] Nun, und wir endeten den Abend mit einer letzten Frage, nämlich der Frage, wann wird das in der Zukunft sein? Oder wann wird das im Neuen Testament sein, dass Jesus nicht nur ins Heilige geht, sondern in das Allerheiligste? Und können Sie sich erinnern, welche Antwort Daniel bekommt? Bis 2300 Abend und Morgen. Und diese 2300 Tage oder 2300 Jahre in der Prophetie waren das letzte, wo wir am Dienstag gesprochen haben. Wer von Ihnen hat versucht, das weiter zu studieren?

[4:39] Nun, Daniel hat damals versucht, das weiter zu studieren. Und das ist unser Thema heute: Der Countdown der Zeitalter. Bevor wir hier beginnen, lassen wir uns noch einmal ganz kurz unser Haupt neigen und ein kurzes Gebet sprechen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für die Gelegenheit, dein Wort zu studieren. Bitte schenk du uns jetzt deinen Heiligen Geist. Gib, dass wir verstehen, was wir lesen, und dass wir sehen, wie es auf unser persönliches Leben anzuwenden ist. Amen.

[5:13] Das war die Frage, die ihm gestellt worden ist: Wie lange? Wie lange gilt dieses Gesicht, nämlich das von dem beständigen Opfer und dem verheerenden Frevel? Und das war die Antwort: Bis 2300 Abend und Morgen. Dann wird das Heiligtum gerechtfertigt oder gereinigt. Das Wort kann mehrere Dinge bedeuten. Jetzt ist es im Hebräischen: gerechtfertigt oder gereinigt oder auch wiederhergestellt.

[5:43] Warum ist das Thema so wichtig? Aus diesem einen Grund: Die Bibel sagte uns: „So tut nun Buße und bekehrt euch, dass eure Sünden was werden? Ausgetilgt.“ Wenn die Sünden ausgetilgt werden aus dem himmlischen Heiligtum, wenn das himmlische Heiligtum gereinigt wird, was kann dann passieren? „Damit Zeiten Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er den sendet, der euch zuvor verkündigt wurde, Jesus Christus.“ Das heißt, dieses Thema ist direkt verknüpft mit der Wiederkunft. Wir haben schon über die Wiederkunft gesprochen am ersten Abend ganz kurz, und wir haben gesehen, es gibt einige Dinge, die vorher stattfinden müssen. Und eine dieser Sachen ist die Reinigung des himmlischen Heiligtums.

[6:22] Und das war die große Frage: 2300 Tage, das konnten wir ausrechnen, sind 2300 Jahre. Aber wann beginnen sie? Denn was ist das Problem, wenn ich eine große Zeitperiode oder eine kleine Zeitperiode habe? Wenn ich nicht weiß, wo ich anfangen soll zu zählen, nützt es mir gar nichts, oder? 2300 Jahre irgendwo in die Geschichte zu platzieren, ist einfach. Wenn ich aber nicht weiß, wo ich anfangen soll, dann ist das reine Spekulation. Aber in Kapitel 8 gibt es nicht den geringsten Hinweis auf ein Ereignis, wo man diese 2300 Jahre anfangen lassen könnte. Es wird uns nur gesagt, es bezieht sich auf was? Auf, das lese ich mit mir gemeinsam, auf was? Fernliegende Tage.

[7:07] Und was war Daniels Reaktion? „Es heißt hier aber: Ich, Daniel, lag mehrere Tage krank, ehe ich wieder aufstehen und die Geschäfte des Königs besorgen konnte. Ich war aber was? Entsetzt über das Gesicht, und niemand verstand es.“ Nun, vielleicht geht es einmal so in der Prophetie, dass wenn Sie Daniel lesen oder auch hier zuschauen, dass Sie manchmal sagen: „Oh, das kann ich gar nicht verstehen.“ Trösten Sie sich, auch Daniel, einer der weisesten Menschen aller Zeiten, hat die Dinge nicht auf Anhieb verstanden. Können Sie es sehen? Er hat es gelesen oder gesehen sogar leibhaftig vor sich und hat es nicht verstanden. Und er war sogar entsetzt. Wer von Ihnen ist entsetzt gewesen, als Sie am Dienstag Daniel 8 studiert haben? Wer von Ihnen war entsetzt? Niemand entsetzt?

[7:52] Nun, offensichtlich ist das ein wirklich ernstes Thema. Ein wirklich ernstes Thema. Nun, was hat Daniel gemacht? Was würden Sie machen, wenn Sie so eine Aussage bekommen, wie wir sie in Daniel 8, Vers 14 gelesen haben, und keine Erklärung? Sie stehen vor einem Problem. Sie möchten etwas wissen. Sie wissen, es ist ein wichtiges Thema. Niemand kann es Ihnen erklären. Kein Prediger, kein Pastor, kein Priester, kein Experte, kein Theologe, kein Chaldäer, kein Sterndeuter. Was tun Sie?

[8:26] Nicht mal bei Entscheidung 21 wird das Thema angesprochen. Was sollen Sie tun? Schauen Sie, was Daniel gemacht hat. „Im ersten Jahr seiner Regierung erachtete ich, Daniel, in den was? In den Schriften auf die Zahl der Jahre, von der das Wort des Herrn an den Propheten Jeremia ergangen war, dass die Verwüstung Jerusalems in 70 Jahren vollendet sein sollte.“ Mit anderen Worten: Wenn man gar nicht mehr weiter weiß, gibt es immer eine sichere Methode, um zu Antworten zu kommen. Schlagen Sie was auf? Die Bibel. Schlagen Sie die Bibel auf.

[8:58] Wie oft schlagen Sie die Bibel auf, wenn Sie ein Problem haben? Ich kenne viele Christen, die die Bibel aufschlagen, einfach nur, weil sie im Gottesdienst sitzen oder weil sie einem Vortrag zuhören, wie jetzt gerade ein Vortrag läuft. Und dann schlägt man halt die Bibel auf und guckt, ob das alles so stimmt. Oder man liest die Bibel, weil ein besonderes Fest ist und ein besonderer Spruch gesagt werden sollte. Aber wer von Ihnen liest die Bibel, wer von Ihnen schlägt die Bibel auf, weil er ein Problem hat, etwas nicht versteht und sagt: „Ich möchte es verstehen, was sagt die Bibel?“ Tun Sie das?

[9:30] Dann hat er es getan. „In Vers 3 steht: Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen, mit was? Mit Gebet und Flehen, mit Fasten und Sacktuch und in der Asche.“ Es gibt also zwei Dinge, die jeder von uns tun kann. Und das sind welche beiden Dinge? Bibel lesen und beten. Wer von Ihnen ist zu dumm, um Bibel lesen und beten zu können? Gibt es jemanden, der das nicht kann?

[10:02] Wissen Sie, das ist so wunderbar. Jeder von uns kann die Antworten bekommen, die er braucht, nur indem er diese wenigen Dinge tut. Und wissen Sie, wo das herkommt? Bibel lesen und Gebet, es kommt aus dem Heiligtum. Können Sie sich erinnern, dass das Bibelstudium symbolisiert wurde durch die Schaubrote und das Gebet durch den Weihrauchaltar?

[10:25] „Ich betete dabei zu dem Herrn, meinem Gott, und ich bekannte und sprach: Ach Herr, du großer und furchtgebietender Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine was bewahren? Seine Gebote.“ „Wir haben gesündigt und haben Unrecht getan und gesetzlos gehandelt. Wir haben uns aufgelehnt und sind von deinen Geboten und deinen Rechtsordnungen abgewichen.“

[10:55] Ich möchte Ihnen etwas sagen: Daniel gehört zu den ganz wenigen Personen der Bibel, über die nicht eine einzige Sünde berichtet wird. Nicht eine einzige. Aber was sagt Daniel hier? „Das Volk, zu dem ich gehöre, hat gesündigt und hat Unrecht getan und gesetzlos gehandelt.“ Die Israeliten, in die ich hineingeboren bin, haben – nein, er sagt: „Wir.“ „Wir haben gesündigt und haben Unrecht getan und gesetzlos.“ Sie sehen hier übrigens noch einmal, dass Sünde tatsächlich die Übertretung des Gesetzes ist. Können Sie es sehen? Gesündigt und gesetzlos. Das, was wir bereits einmal gesehen haben. Jeder, der die Sünde tut, der tut auch die Gesetzlosigkeit. Und die Sünde ist was? Die Gesetzlosigkeit.

[11:45] Er sagt hier: „Wir haben auch nicht auf deine Propheten, deine Knechte, die Propheten gehört, die in deinem Namen zu unseren Königen, unseren Fürsten und unseren Vätern und zu dem ganzen Volk des Landes geredet haben.“ „Du, Herr, bist im Recht.“ Und uns aber treibt es heute die Schamröte ins Gesicht.

[12:06] Ich möchte Ihnen eine Frage stellen: Wer von Ihnen hat schon einmal etwas aus der Bibel gehört? Darf ich Ihre Hände sehen? Wer von Ihnen hat schon einmal erkannt, dass das, was in der Bibel gelesen oder gehört, ihn betrifft? Haben Sie das schon einmal erlebt? Und haben Sie schon einmal erlebt, dass Sie das angewendet haben und später wieder davon abgefallen sind und wissen, dass Gott zu Ihnen bereits gesprochen hat und Sie wieder versagt haben? Kennen Sie das Gefühl, dass Sie sich erinnern: „Ich war schon einmal so weit mit Gott. Ich war schon einmal so dicht an Gott. Ich war Gott schon einmal so nahe. Gott hat schon einmal so deutlich zu mir gesprochen.“ Aber durch meine eigene Entscheidung, wieder einmal über die Linie zu gehen, bin ich schon wieder im Dunkeln.

[12:53] Wissen Sie, es ist eine Sache, die ganze Zeit im Dunkeln gewesen zu sein und noch nie gewusst zu haben, dass es da Licht gibt. Das ist eine Sache. Es ist eine ganz andere Sache, das Licht gut zu kennen und sich immer wieder im Dunkeln zu befinden und zu sagen: „Oh nein.“ Wer von Ihnen hat diese Erfahrung schon gemacht? Das Licht eigentlich ganz gut zu kennen, aber immer und immer wieder und immer wieder ins Dunkle zu kommen.

[13:19] Was treibt es ihm ins Gesicht? Die Schamesröte. Wenn wir darüber nachdenken, wie Gott gut zu uns ist, wir haben ja am Montag darüber gesprochen und am Dienstag, was Gott alles Unglaubliches getan hat, was er Unglaubliches geopfert hat für Sie und für mich, und wir dann überlegen, wie oft wir das schon gehört haben und wie selten wir danach handeln, dann sollte es was tun: Schamesröte ins Gesicht treiben.

[13:52] Was war das Besondere an diesem Volk, von dem Daniel hier spricht? Was war das Besondere am Volk Israel, dass Gott immer wieder durch seine Propheten zu ihnen gesprochen hat? Ich möchte Ihnen etwas zeigen, auf eine kleine Reise, die Sie mitnehmen. Im Psalm 80, Vers 9 lesen wir: „Einen Weinstock hast du aus Ägypten herausgebracht, du hast die Heidenvölker vertrieben und ihn gepflanzt.“ Wie wird das Volk Israel hier beschrieben? Wie wird es genannt? Ein Weinstock.

[14:19] Ich habe das Vorrecht, in der Nähe von Weinbergen zu wohnen. Hängen die Weinstöcke voller Reben. So voll, dass manch einer versucht hat, sie schon abzuflücken. Israel wurde verglichen als ein Weinstock, der aus Ägypten, aus diesem dunklen Land Ägypten, herausgeholt wurde. Warum sollte Israel aus Ägypten herauskommen? Das ist der Grund. Israel war jahrhundertelang in der Sklaverei, jahrhundertelang geknechtet und geschlagen, gedemütigt, wie Dreck behandelt.

[15:00] Wer von Ihnen war schon mal Sklave? Glauben Sie, es ist einfach, Sklavenarbeiter zu sein? Können Sie sich vielleicht ein wenig hineinversetzen in das Leben eines Israeliten? Jahr ein, Jahr aus, Tag ein, Tag aus, schwerste Arbeit, ohne großen Lohn, ohne ein Dank, nur mit Schlägen, falls irgendwas daneben ging. Ohne jegliche Hoffnung, ohne jegliche Perspektive.

[15:31] Die Bibel sagte uns: „Der Herr sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in Ägypten sehr wohl gesehen und ich habe ihr Geschrei gehört, über die, welche sie antreiben. Ja, ich kenne ihre Schmerzen.“ Ich möchte Ihnen was sagen: Vielleicht geht es Ihnen heute elend. Vielleicht schreien Sie in Ihrem Herzen, laut offenbar gerade nicht, weil ich höre Sie nicht schreien, aber vielleicht schreien Sie in Ihrem Herzen, dass es Ihnen schlecht geht. Vielleicht haben Sie tiefe Schmerzen, körperliche Schmerzen, aber vielleicht psychische Schmerzen, Herzschmerzen. Vielleicht haben Sie eine Herzkrankheit, die nicht nur durch zu viel Drogenkonsum erklärt werden kann. Vielleicht ist der gesamte Kreislauf unserer Psyche völlig verdorben. Eine Herzkreislauferkrankung, die tiefer geht, als dass man sie mit den Methoden behandeln kann, die wir heute gehört haben.

[16:27] „Ich bin herabgekommen, um sie zu retten. Aus der Hand der Ägypter und sie aus diesem Land zu führen in ein gutes und weites Land.“ Jesus kam herab, um sie zu retten. Er kam herab, um sie zu retten.

[16:45] Und wie sagt Gott zu seinem Volk? In 2. Mose 4, Vers 22 lesen wir: „Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der Herr: Israel ist mein was? Mein erstgeborener Sohn.“ Fassen wir zusammen: Israel wird wie genannt? Zuerst wurde er genannt im Psalm 80 ein Weinstock und jetzt wird er genannt ein der erstgeborene Sohn. Was für eine wunderbare Verheißung.

[17:11] Das heißt hier, in 2. Mose 12, Verse 1 bis 3: „Und der Herr redete zu Mose und Aaron im Land Ägypten und sprach: Dieser Monat soll euch der Anfang der Monate sein, er soll für euch der erste Monat des Jahres sein.“ Kurz bevor dem Auszug aus Ägypten hat Gott den Israeliten einen neuen Kalender gegeben. Wissen Sie, wie der erste Monat im jüdischen Kalender hieß? Nisan. Sagen Sie mir mit mir gemeinsam: Wie hieß er? Nisan. Nisan, der erste Monat. Der Monat der Befreiung.

[17:45] Warum ist das so wichtig? Die Bibel sagt uns hier in 2. Mose 12, Verse 1 bis 3: „Redet zu der ganzen Gemeinde und sprecht: Am 10. Tag dieses Monats, welcher Monat? Nisan, am 10. des Nisan nehme sich jeder Hausvater ein Lamm. Ein Lamm für jedes Haus. Dieses Lamm aber soll makellos sein, männlich und einjährig, von den Schafen und der Ziegen sollt ihr es nehmen und ihr sollt es aufbewahren bis zum 14. Tag dieses Monats.“ Wie heißt der Monat? Nisan. „Und die ganze Versammlung der Gemeinde soll es zur Abendzeit schächten.“ Also an welchem Tag sollte das makellose, einjährige Lamm geschächtet werden? An welchem Tag? Am 14. Nisan.

[18:27] Hier steht: „zwischen den Abenden.“ Wörtlich: „zwischen den Abenden.“ Wie viele Abende gibt es? Was meinen Sie? Wenn es „zwischen den Abenden“ heißt, wie viele Abende muss es dann logischerweise mindestens geben? Zwei Abende. Die Israeliten hatten eine interessante Angewohnheit und zwar hatten sie zwei verschiedene Abende. Der erste Abend war um 12 Uhr. Können Sie sich vorstellen, warum? 12 Uhr mittags. Warum würde man das Abend nennen? Ist ein bisschen fremd, oder? Ein bisschen seltsam. Aber die Israeliten nannten den ersten Abend, 12 Uhr mittags, Abend. Warum? Die Sonne begann zu sinken. Und was war dann wohl der zweite Abend? Sonnenuntergang. Wann geht die Sonne in Palästina unter? Ziemlich nah am Äquator. Geht ziemlich ganz genau das ganze Jahr um 18 Uhr unter. Wenn um 12 Uhr der erste Abend ist und um 18 Uhr der zweite Abend, wann ist dann die Zeit, um das Lamm zu schlachten? 15 Uhr. Macht das Sinn? Zwischen den Abenden, genau in der Hälfte, ist 15 Uhr.

[19:41] „Das Lamm sollte geschächtet werden und sie sollen von dem Blut nehmen, damit beide Türpfosten und die Oberschwellen der Häuser bestreichen, in denen sie essen. Und sie sollen das Fleisch in derselben Nacht essen, am Feuer gebraten, mit ungesäuertem Brot, mit bitteren Kräutern sollen sie es essen. Und das Blut soll euch zum Zeichen dienen an euren Häusern, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich verschonend an euch vorübergehen und es wird euch keine Plage zu eurem Verderben treffen.“

[20:11] Wer von Ihnen besitzt ein Haus oder eine Wohnung? Oder wohnt in einem Haus oder einer Wohnung, über die er... bestimmen kann, was dort passiert. Wer von Ihnen gestaltet sich gerne die Hauswand schön mit einem Spruch oder mit einem Kranz? Gerade Frauen sind ja sehr kreativ und können schöne Dinge dort machen. Wer von Ihnen käme auf die Idee, sich Blut an die Wand zu schmieren? Was würden Ihre Nachbarn sagen, wenn sie ihre Türschwellen mit Blut bestreichen würden?

[20:47] Würden sie es tun, auch wenn davon ewiges Leben abhängt? Es war keine einfache Sache, sein Haus mit Blut zu beschmieren. Nur weil Gottes Wort es sagt. Die Israeliten hatten noch nicht erlebt, dass sie ausgezogen sind. Sie mussten dem Glauben vorangehen und einfach, nur weil Gott es sagt, Blut nehmen, erstmal ein makelloses Lamm nehmen, den Hals durchschneiden, das Blut nehmen und an die eigene Türpfosten streichen.

[21:17] Wann erzähle ich Ihnen das alles? Ich sage ja, einige Jahrhunderte später, nachdem das Volk aus Ägypten ausgezogen ist, durch das Blut des Lammes singt Gott ein Lied. Wir haben schon mal ein Lied von Gott gehört. Was war das Lied, das wir von Gott schon mal gesehen haben? Es war das Klagelied in Ezekiel. Können Sie sich erinnern, als Gott ein Klagelied angestimmt hat, über den gefallenen Cherub? Hier sagt Gott: „Ich will doch singen von meinem Geliebten ein Lied meines Freundes, von seinem was? Von seinem Weinberg. Mein Geliebter hatte einen Weinberg auf einem fruchtbaren Hügel. Und er grub ihn um und säubert ihn von Steinen und bepflanzt ihn mit edlen Reben. Mitten darin baute er einen Turm und hieb auch eine Kelter darin aus und er hoffte, dass er was bringe: Gute Trauben brächte, aber er trug schlechte.“

[22:11] Wir haben hier das Bild eines Winzers. Haben Sie schon mal Winzer beobachtet, die Tag ein, Tag aus den Weinberg bearbeiten? Heutzutage ist es nicht mehr ganz so mühsam wie damals, heute gibt es große Maschinen. Aber nach wie vor ist es eine anstrengende Arbeit. Und uns wird hier beschrieben, dass ein Winzer alles tut, was man nur tun kann, um einen guten Weinstock so zu pflegen, dass er auch gute Früchte bringt. Aber er bringt schlechte. Und der Winzer ist verzweifelt.

[22:41] „Nun, ihr Bürger von Jerusalem und ihr Männer von Juda, sprecht recht zwischen mir und meinem Weinberg. Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, das ich nicht getan habe?“ Gott fragt sein Volk: Was hätte ich noch tun können? Gibt es irgendetwas, was ich noch hätte tun können? Irgendein Ass im Ärmel, was ich noch nicht gezogen habe, was ich noch nicht an Gnade und an Barmherzigkeit gegeben habe, wo ihr sagen könntet: „Hättest du das getan, dann hätten wir gehorcht am sein können.“

[23:13] Hier ist die Frage heute an Sie: Was hätte Gott noch mehr in Ihrem Leben tun können? Wir haben am Montag gesehen, wie er alles gegeben hat. Und wir haben am Dienstag gesehen, wie er den gesamten Weg zurück zur Ewigkeit für uns vorbereitet hat. Und dann fragt Gott diese Frage, die uns ins Herz stechen sollte: „Warum hoffte ich, dass er guten Traum brächte?“ Glauben Sie, dass Gott eine Hoffnung hat, dass wenn er ihnen so viel Licht gibt, so viel Segen, dass dann auch eine gute Frucht daraus entsteht? Gott hat Hoffnung an Sie. Haben Sie es gewusst? Gott hat nicht einfach nur das Evangelium erfunden und stellt es einfach irgendwo aus und sagt: „Wer immer es nehmen möchte, mag es nicht nehmen.“ Wir haben gesehen, Gott liebt Sie. Gott liebt mich. Gott liebt uns. Gott hat alles für uns getan und er hat eine Hoffnung für Sie. Er hat eine Hoffnung für dich.

[24:15] Aber er trug nur schlechte Früchte. Und hier sehen wir es noch einmal: „Denn das Haus Israel ist der Weinberg des Herrn der Herrscharen. Und die Männer von Juda sind seine Lieblingspflanzung. Und er hoffte auf Rechtsbruch, mit anderen Worten, dass das Recht, das Gesetz Gottes umgesetzt wird. Und siehe da, blutiger Rechtsbruch auf Gerechtigkeit. Und siehe da, Geschrei über Schlechtigkeit.“ Gott hat so viel in uns gehofft, so viel Hoffnung in uns gesetzt, so viel Vertrauen in uns gesetzt und würden Sie zugeben, dass wir in allermeisten Fällen, oft in unserem Leben, dieses Vertrauen enttäuscht haben?

[24:57] Das Volk Israel hat all das Vertrauen, das Gott in sie hineingesetzt hat, all die Dinge, die er ihnen gegeben hatte, missbraucht und verschwendet. Jeremia 2, Vers 21 sagt uns: „Und doch hatte ich dich gepflanzt als eine Edelrebe, von ganz echtem Samen. Wie hast du dich mir verwandeln können in wilde Ranken eines fremden Weinstocks?“

[25:21] Eines fremden Weinstocks. Je mehr wir uns von Gott entfernen, desto fremder werden wir ihm. „Denn wenn du dich auch mit Lauge wäschst und viel Seife dazu nimmst, so würde deine Schuld vor meinem Angesicht doch schmutzig bleiben, spricht Gott der Herr.“ Gott sagt: Egal was du tust, egal was sie auch tun in ihrem Leben, um irgendwie einen guten Charakter sich selbst zu basteln, egal was sie auch tun, um irgendwie religiös zu erscheinen, es wird nichts nützen, solange sie ein fremder Weinstock sind.

[25:57] Darf ich mal fragen, wer von Ihnen hat schon versucht, sich mit viel Lauge zu waschen, geistlich gesehen, mit viel Seife? Wie oft waschen wir unsere Hände in Unschuld, nicht wahr? Schieben die Schuld anderen zu. Ein Bibel sagt: „Und wenn wir uns die Haut aufkratzen, weil wir so viel mit der Seife waschen, es bleibt dran. Es bleibt dran.“

[26:23] Und so hat Daniel nur eine Bitte. Er sagt: „Neige dein Ohr, mein Gott, und höre, tue deine Augen auf uns, siehe unsere Wüste.“ Und können Sie sich erinnern, dass wir gesprochen haben am Montagabend über Tohu Wabohu? Haben Sie gewusst, dass Tohu Wabohu, das haben Sie gesehen, in Licht verwandelt werden kann, durch das Wort Gottes. Können Sie sich erinnern? Gott sprach in das Tohu Wabohu und es wurde Licht. Aber wissen Sie, dass Licht sich wieder zurück verwandeln kann in Tohu Wabohu? Nur weil wir einmal in Tohu Wabohu, im Chaos, in der Wüste gewesen sind und Gott uns befreit hat, ist das noch überhaupt kein Anzeichen dafür, dass wir auch immer dort bleiben werden. Das Beispiel von Israel, dem Volk Israel, soll uns zeigen, dass es sehr einfach ist, wenn wir nicht bei Gott bleiben, aus all dem Licht wieder tiefe Finsternis zu machen. An Tohu Wabohu.

[27:17] Und so sagt die Bibel: „Denn nicht um unserer eigenen Gerechtigkeit willen.“ Warum nicht? Da ist keine eigene Gerechtigkeit. „Bringen wir unsere Bitten vor dich, sondern um deiner großen Barmherzigkeit willen.“ Kann Gott auch ein zweites Mal, kann er auch ein viertes Mal, auch ein zehntes Mal nochmal sprechen: „Das werde Licht.“ „Herr, höre, Herr, vergib, Herr, achte darauf und handle und zögere nicht um deiner selbst willen, mein Gott, denn nach deinem Namen ist deine Stadt und dein Volk genannt.“

[27:51] Wer von Ihnen hat heute auch, Sie brauchen sich nicht melden, das tiefe Empfinden, dass nicht alles rein ist mit ihm und Gott. Vielleicht haben Sie am Montag eine Entscheidung gefällt, vielleicht am Dienstag eine Entscheidung und vielleicht haben Sie in der Zwischenzeit sich schon wieder von Gott entfernt und ist bewusst geworden: „So richtig habe ich es noch nicht ganz verstanden.“ Oder Sie sind schon lange, lange, lange, lange ein Christ, aber seit längerer Zeit haben Sie bemerkt, wie sich Ihr Weinstock immer mehr von Gott entfremdet hat, weil es keine gute Frucht ist.

[28:27] „Handle und zögere nicht.“ So ist die Bitte Daniels, ist das auch Ihre Bitte? Ist es auch Ihre Bitte zu sagen: „Herr, ich kann aus mir selbst daraus nichts tun, hilf mir, hilf mir, ich muss ganz allein auf dich vertrauen.“

[28:41] „Während ich noch redete und betete und meine Sünde und die Sünde meines Volkes Israel bekannte, übrigens achten Sie nochmal darauf: meine Sünde und die Sünde meines Volkes, obwohl nicht mal eine Sünde gebetet wird von ihm, nicht einmal eine festgestellt wird, betet er zuerst um seine Sünde und dann um die Sünde seines Volkes.“ Fällt es uns manchmal schon schwer, um Vergebung zu bitten, wenn wir wissen, dass wir falsch liegen? Wer von Ihnen hat schon mal um Vergebung gebeten, obwohl er gar nicht falsch gelegen hat? Schon mal erlebt? Um Vergebung gebeten, obwohl Sie wussten, Sie waren ihm recht? Ich gebe Ihnen einen kleinen Tipp. Das ist ein Geheimrezept für die Ehe. Meine Frau hat ganz böse gerade geguckt. Sie haben es zum Glück nicht gesehen. Aber so hält sie es mit mir aus. Und jetzt achten Sie darauf.

[29:37] „Während ich noch redete und betete, rührte mich der Mann Gabriel an, den ich anfangs im Gesicht gesehen hatte.“ Wann kommt die Antwort? Wann kommt die Antwort? Was steht hier? Was für ein Wort? „Während ich noch redete, noch während wir beten: Gott, hilf mir!“ Schon in diesem Moment sendet Gott einen Engel. Und wissen Sie was, was dieser Engel sagt? „Es geschah aber, als ich...“ Das ist übrigens der gleiche Engel. Das können wir hier sehen. Gabriel ist sein Name aus Daniel 8. Das ist der gleiche Engel, den er in Daniel 8 gesehen hat. Aber das ist das, was ich Ihnen zeigen wollte. „Und er unterwies mich und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren.“ Warum brauchte Daniel Verständnis? Warum brauchte er Verständnis? Was fehlt ihm? Für Verständnis? Für die 2300 Abend und Morgen, nicht wahr?

[30:33] Und er sagt, Gabriel, der Engel, sagt: „Jetzt bin ich ausgegangen, um dich Verständnis zu lehren.“ Manchmal ist es so, dass wir um Einsicht bitten, um irgendeine prophetische Sache oder um irgendetwas, was nicht so mit unserem persönlichen Leben zu tun hat. Und wir suchen die Bibel, und wir suchen und suchen und suchen. Wir können die Antwort nicht finden. Warum? Weil Sünde in unserem Leben uns von Gott trennt. Manchmal wollen wir wissen, was möchte Gott für mich in der Zukunft? Was ist sein Plan? Aber wir wissen ganz tief im Innern, Gott kann es uns gar nicht offenbaren, weil wir uns in einer bestimmten kleinen Sache immer noch nicht mit Gott im Einen befinden, immer noch nicht in Harmonie. Und erst wenn wir unsere Sünden bekannt haben, erst wenn wir Gott um Hilfe bitten, dann kann er uns auch das Verständnis lehren.

[31:19] „Als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich bin gekommen, er ist dir zu verkünden.“ Wann erging das Wort zum Gabriel? Als du anfingen zu beten. Haben Sie das gewusst, dass wenn Sie Ihre Hände falten, was immer Sie noch tun, um zu beten, noch bevor Sie Ihre Lippen öffnen und bevor der Satz das erste Komma erreicht hat, ist der Engel schon unterwegs. Er hat nicht immer die Antwort, die wir uns wünschen, aber noch bevor das erste Komma in unserem Satz erreicht ist, ist der Engel schon unterwegs und glauben Sie mir, Engel fliegen schnell.

[32:01] Wäre es nicht sinnvoll, mehr zu beten, in dem Bewusstsein, dass nur beim Augenschließen und beim ersten Wort, das aus meinem Mund hervorkommt, und selbst wenn ich nur denke, der Engel schon unterwegs ist. Wenn Sie heute hier sitzen und wissen, es gibt irgendetwas in meinem Leben, das ist noch nicht ganz rein mit Gott, und Sie im Stillen beten, dann ist der Engel schon unterwegs und er ist noch schneller als die Neutrinos, die vor kurzem jetzt entdeckt wurden. Haben Sie es mitverfolgt? Diese kleinen Elementarteilchen, von denen man jetzt glaubt, dass sie eventuell noch schneller sind als das Licht. Glauben Sie mir, Engel sind noch schneller.

[32:41] Und das ist, was er jetzt ihm zeigt. Er zeigt ihm: „So achte nun auf das Wort und verstehe das Gesicht.“ Jetzt, was bedeutet das Wort „verstehen“? Was bedeutet das Wort „verstehen“? Dass man es begreifen kann, ganz genau. Welches Gesicht soll man verstehen? Das von den 2300 Abend und Morgen. Ich habe viele Menschen gehört, die zu mir sagen: „Solche Dinge sind zu schwer zu verstehen. Kein Mensch kann das verstehen. Das ist Prophetie. Das muss man den Experten überlassen.“ Was sagt die Bibel? „Achte auf das Wort und verstehe.“ Sie können das verstehen. Wissen Sie das?

[33:27] Und das ist die Erklärung. Und hier kommen vier Verse hintereinander. Und lesen Sie mal mit mir gemeinsam im Geiste mit: „Über dein Volk und über deine heilige Stadt sind 70 Wochen bestimmt, um der Übertretung ein Ende zu machen und die Sünden abzutun, um die Missetat zu sühnen und eine ewige Gerechtigkeit herbeizuführen, um Gesicht und Weißsagungen zu versiegeln und ein Allerheiligstes zu salben.“

[33:51] „So wisse und verstehe vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten, vergehen wie viele Wochen? Sieben Wochen und 62 Wochen. Straßen und Gräben werden wieder gebaut und zwar in bedrängter Zeit. Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden und ihm wird nichts zu Teil werden. Die Stadt aber samt dem Heiligtum wird das Volk des zukünftigen Fürsten zerstören und sie geht unter in der überströmenden Flut und bis an das Ende wird es Krieg geben. Festbeschlossene Verwüstung. Und er wird den vielen einen Bund schließen. Eine Woche lang und in der Mitte der Woche wird er Schlacht und Speisopfer aufhören lassen und neben dem Flügel werden Gräuel der Verwüstung aufgestellt und zwar bis die festbeschlossene Vernichtung sich über den Verwüster ergießt.“

[34:41] Wer von Ihnen hat alles verstanden? Ah, da melden sich ein paar Hände. Wunderbar. Aber hier sind viele, viele, viele Details. Es sind nur vier Verse. Es ist eine der kürzesten Prophezeiungen in der Bibel. Die kürzeste mit Abstand, die kürzeste in Daniel. Und wir wollen uns einige Schlüsselelemente rausgreifen, um das ein bisschen auszusortieren hier.

[35:03] Fangen wir mal an: „Über dein Volk und über deine Heilige Stadt.“ Wer ist das Volk von Daniel? Wer ist das Volk? Israel. Und wer ist die Heilige Stadt? Jerusalem. „Sie in 70 Wochen bestimmt.“ Nun, dieses Wort heißt „Nachtag“. Hebräisch. Wir machen einen kleinen Hebräisch-Kurs. Das ist ein sogenanntes Hapaxlegomenon. Jetzt werden Sie sagen, der ist ja vollkommen übergeschnappt. Hapaxlegomenon ist nur ein technischer Begriff für ein Wort, das nur ein einziges Mal in der Bibel vorkommt, und auch sonst nur, nur ein einziges Mal. Was ist das Problem mit Worten, die nur ein einziges Mal vorkommen? Wenn Sie jetzt die Bibel übersetzen sollten und Sie kommen an dieses Wort „Nachtag“ und Sie finden keine einzige Stelle in der gesamten antiken Literatur, wo das nochmal vorkommt, was haben Sie für ein Problem? Wie soll man es übersetzen? Deswegen müssen wir in die Grundform zurückgehen und die Grundform meint „Chatak“. Und „Chatak“ meint: abgeschnitten. Das klingt schon so, oder? Chatak. Chatak. Man schneidet etwas ab. Sagen Sie es mit mir gemeinsam: Chatak. Jetzt, wenn man etwas abschneidet, und zwar, was wird abgeschnitten? 70 Wochen. Was impliziert das, wenn ich Zeit abschneide? Wovon kann man Zeit abschneiden? Kann man Zeit von einem Stück Kuchen abschneiden? Kann ich ein Stück Kuchen nehmen und davon 70 Wochen abschneiden? Von Zeit. Jetzt, wenn ich von einer Zeit, eine Zeit abschneide, was impliziert das über die erste Zeit? Die muss größer sein, oder? Ich kann nicht 70 Wochen von 50 Wochen abschneiden, das geht nicht. Ich kann 70 Wochen von 100 Wochen abschneiden, das geht. Dann kann ich Chatak machen und dann sind meine 100 Wochen geteilt in 70.

[36:45] Jetzt raten Sie mal mit mir: Von welcher Zeitperiode kann man dann 70 Wochen Chatak abschneiden? Von den 2300 Abend und Morgen. Ganz genau. So ganz einfach, oder? 70 Wochen sind wie viele Tage? Wer ist gut in Mathematik? 490. Sieben mal sieben und dann mal zehn. Das ist nicht so schwer. Und das sind wie viele Jahre? Wir haben unser Umrechnungsprinzip: Ein Tag ist ein Jahr. Das heißt, 490 Tage sind logischerweise wie viel? 490 Jahre. Von den 2300 Jahren werden wie viele Jahre abgeschnitten? 490. Und zwar Chatak.

[37:23] Nun, von welchem Zeitabschnitt? Das haben wir schon gesehen. Ich hab's Ihnen schon verraten. War ich schneller als meine Präsentation? Das Problem war in Daniel 8, dass wir keinen Anfangszeitpunkt hatten. Aber das Gute an Daniel 9 ist, dass wir einen Anfangszeitpunkt haben. Was ist der Anfangszeitpunkt? „So wisse und verstehe vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten.“ Mit anderen Worten: Wenn das hier meine Zeitperiode ist, okay, das ist hier meine Zeitperiode, und hier ist der Erlass, der sagt: Stelle Jerusalem wieder her, dann kann ich von hier 2300 Tage abrechnen, weil von dieser Zeitperiode irgendwo hier Chatak 490 Jahre abgeschnitten sind. Macht das Sinn? Und dann kann ich, wenn ich weiß, wo die 490 anfangen, weiß ich auch, wo die 2300 am Ende sind. Also das ist die einfache Idee davon.

[38:23] Die Frage ist: Wo findet sich dieser Erlass und wann ist er gegeben worden? Das Problem ist, es gibt drei Erlasse. Und jetzt müssen wir ein bisschen Detektiv spielen und prüfen, ob welcher dieser drei Erlasse jetzt wirklich der richtige ist. Was sollte der Erlass nochmal beinhalten? Den Befehl zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems. Okay.

[38:49] Schauen wir mal den ersten an. „So spricht Kyros, findet sich in Esra 1, Vers 2. Der König von Persien, der Herr, der Gott des Himmels, hat mir alle Königreiche der Erde gegeben und er selbst hat mir befohlen, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem, das in Juda ist. Wer irgend unter euch zu seinem Volk gehört, mit dem sei sein Gott und er ziehe hinauf nach Jerusalem, das in Juda ist und baue das Haus des Herrn, des Gottes Israels. Er ist Gott in Jerusalem.“ Ist das der Erlass, den wir suchen? Ja oder nein? Ist das ein Erlass zur Wiederherstellung, zum Aufbau Jerusalems? Wer ist für Ja? Wer ist für Nein? Warum nicht? Es ist ein Auftrag, das Haus des Herrn, das heißt den Tempel, aufzubauen. Zunächst wurde der Tempel aufgebaut, aber nicht die Stadt. Also ein unvollständiger Erlass. Den können wir nicht verwenden.

[39:43] Versuchen wir mal den Zweiten. Der Zweite sagt: „Da befahl der König Darius, dass man im Urkundenhaus nachforschen solle, wo die Schätze von Babel aufbewahrt wurden. Da fand man den Meter in der Königsburg, die in der Provinz Medien liegt, eine Schriftrolle. Darin war folgende Denkwürdigkeit niedergeschrieben: Im ersten Jahr des Königs Kyros befahl der König Kyros betreffend das Haus Gottes in Jerusalem. Das Haus soll wieder aufgebaut werden als eine Stätte, wo man Opfer da bringt.“ Was halten Sie von diesem zweiten Erlass? Was ist der zweite Erlass? Also es heißt: „Lass die Arbeit an diesem Haus Gottes, der Stadthalter von Juda.“ Was halten Sie davon? Ist das der zweite Erlass? Er bestätigt nur den ersten, denn was passiert war, nachdem der erste in Kraft getreten war und angefangen war, umgesetzt zu werden, kamen Schwierigkeiten auf. Der Bau wurde unterbrochen und musste wieder aufgenommen werden. Das heißt, der zweite Erlass, den wir hier in Esra 6 finden, ist in Wirklichkeit nur eine Wiederholung des ersten.

[40:49] Jetzt kommt der Dritte. Und der hat es in sich. Es heißt hier: „Und dies ist die Abschrift des Briefes, den der König Artaxerxes dem Priester Esra gab, dem Schriftgelehrten, der gelehrt war in den Worten der Gebote des Herrn und seiner Satzung für Israel. Artaxerxes, der König der Könige, an Esra, den Priester, den vollkommenen Schriftgelehrten im Gesetz des Gottes des Himmels, ausgefertigt und so weiter.“ Das steht übrigens wirklich schon in der Bibel. „Dies ist die Abschrift des Briefes, den sie zum König Artaxerxes nannten. Deine Knechte und die Männer jenseits des Stromes und so weiter. Es sei dem König zur Kenntnis gebracht, dass die Juden, die von dir zu uns heraufgezogen waren, nachdem sie jetzt diesen Erlass bekommen haben und nach Jerusalem gekommen sind, nun die aufrührerische und böse Stadt wieder aufbauen wollen und dass sie die Mauern vollenden und die Grundfesten ausbessern wollen.“

[41:37] Hat dieser Befehl von König Artaxerxes dazu geführt, dass die Stadt wieder aufgebaut wird? Ja oder nein? Können Sie das sehen, dass der Befehl von König Artaxerxes dazu geführt hat, dass die Stadt wieder aufgebaut wird? Brauchen wir noch die Frage, wann erging der Befehl? Es war im siebten Jahr des Königs Artaxerxes und das war im Jahre 457 vor Christus. Übrigens ist dieses Datum felsenfest durch Sonnenfinsternisse und andere astronomische Gegebenheiten, die die Perser aufgeschrieben haben, felsenfest zementiert. Da zweifelt heute niemand mehr dran. Das können Sie für bare Münze nehmen. 457 vor Christus.

[42:17] Aber was soll als nächstes passieren? Es heißt, es würden dann vergehen sieben Wochen und 62 Wochen. Was sind sieben plus 62 Wochen? Das sind 69 Wochen. Jetzt bin ich mal gespannt, wer unter Ihnen clever ist. 69 Wochen in Tagen. Wer kann es zuerst? Bitte melden. 69 Wochen in Tagen umgerechnet. Wie viele Tage? 483. Wenn sie clever sind, rechnen sie 70 minus 7. Versuchen sie nicht 69 mal 7 zu rechnen. Es sind 483 Tage. Und 483 Tage nach der Prophetie sind dann wie viele Jahre? 483 Jahre. Also von diesem Befehl im Jahre 457 soll man jetzt 483 Jahre nach vorne gehen, um was zu sehen? Wo kommen wir hin? Wir kommen das Jahr 27 nach Christus. Übrigens eine Kleinigkeit: Wenn Sie das nachrechnen zu Hause, beachten Sie eine Sache: Es gab ungefähr hier kein Jahr 0. Das heißt, welches Jahr kam nach dem Jahr minus 1? 1. Zwischen dem Jahr minus 1 und 1 lag nur ein Jahr, nicht zwei. Deswegen kommt man ins Jahr 27 nach Christus.

[43:29] Aber was genau ist dort passiert? Schauen wir nochmal, was die Prophezeiung sagen sollte. Es heißt hier: „Vom Erlass des Befehls zur Wiederherstellung und zum Aufbau Jerusalems bis zu dem Gesalbten, dem Fürsten.“ Im Hebräischen heißt das „Maschach“ oder „Messias“. 69 Wochen oder 483 Jahre, dann sollte der Messias kommen.

[43:57] Was war passiert? Wer von Ihnen kennt diesen Fluss? Vermutlich. Das ist der Jordan. So sieht er aus. Irgendwo hier, kann ich nicht genau sagen. Vielleicht hier oder da oder ganz woanders. „Geschah es in jenen Tagen, dass Jesus von Nazareth in Galiläa kam, um sich von Johannes im Jordan taufen zu lassen.“ Warum macht ihn das zum Messias? Warum salbt ihn das? „Johannes aber wehrte ihm und sprach: Ich habe es nötig, von dir getauft zu werden, und du kommst zu mir. Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt so geschehen, denn so sah er den Himmel zerrissen und den Geist wie eine Taube auf ihn herabsteigen und eine Stimme ertönte aus dem Himmel, die sagt was?“

[44:47] „Du bist mein geliebter Sohn.“ Woran erinnert Sie das? An das Volk Israel. Das Volk Israel war genannt der erstgeborene Sohn. Aber was war mit dem Volk Israel? Hatte Gott wohlgefallen am Volk Israel? Nein. Es hat all die Segnungen verworfen und so sagt Gott: „Du bist mein geliebter Sohn, an dem ich wohlgefallen habe.“

[45:17] In der Apostelgeschichte wird gesagt, wie Gott Jesus von Nazareth mit heiligem Geist und Kraft, was? Gesalbt hat. Und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren, denn Gott war mit ihnen. Im Jahre 27 nach Christus, exakt auf das Jahr genau, wird ein Mensch getauft mit dem Heiligen Geist und ist der Messias.

[45:43] Was sagt Jesus selbst über sich? „Er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um vorzulesen. Und es wurde ihm die Buchrolle des Propheten Jesaja gegeben und als er die Buchrolle aufgerollt hatte, fand er die Stelle, wo geschrieben steht: Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat.“ Wozu wird man gesalbt? Was sagt der Text? Den Armen frohe Botschaft zu verkündigen. Was bedeutet es, der Messias zu sein? Was haben die Israeliten geglaubt? Was würde der Messias sein? Die Israeliten glaubten, der Messias vertreibt die Römer und jagt sie aus dem Land und stellt das Königreich wieder her. Aber was sollte der Messias tun? Er sollte frohe Botschaft verkündigen. Was heißt frohe Botschaft auf Griechisch? Evangelium.

[46:35] Nun, als Jesus getauft wurde, was ist die allererste Predigt, die er erhält? Was meinen Sie? Was wäre eine sinnvolle Predigt, die er erhalten sollte? Direkt nach seiner Taufe. Welche Predigt sollte er halten? Geben Sie mir mal einen Predigtplan, eine Predigtidee. Wenn Sie der Messias gewesen wären und wenn Sie 483 Jahre im Voraus Ihre Taufe im Jordan, Ihre Salbung mit dem Heiligen Geist vorausgesagt worden ist, worüber würden Sie predigen, nachdem Sie gesalbt worden sind?

[47:11] Ich sage Ihnen, was Jesus gepredigt hat. Er sprach: „Die Zeit ist erfüllt und das Reich Gottes ist nahe, tut Buße und glaubt an das Evangelium.“ Frage: Welche Zeit ist erfüllt? Wir lesen das immer und sagen: „Es wurde langsam Zeit, dass Jesus auf die Welt kam. 4.000 Jahre von Sünde sind schwer.“ Aber das meint der Text nicht. Welche Zeit ist erfüllt? Die 483 Jahre. Das erste, worüber Jesus gepredigt hat, war Daniel 9. Haben Sie es gewusst? Jesus hat seine erste Predigt über Prophetie gehalten. Er hat gesagt: „Daniel 9 hat sich erfüllt. Die Zeit ist da. 483 Jahre, 69 Wochen, und ich bin gesalbt. Und weil ich gesalbt bin, muss ich was verkündigen? Das Evangelium.“ Deswegen sagt er: „Das Reich Gottes ist nahe, tut Buße und glaubt an das Evangelium.“

[48:05] Und so kommt Jesus in sein Volk. Auf die Erde, die er selbst geschaffen hat. Er geht dreieinhalb Jahre lang mit den Menschen, mit jedem Menschen, der mit ihm Gemeinschaft haben möchte. Er spricht mit den Kindern. Er gibt den Kindern den Wert zurück, den sie eigentlich haben sollten. Er nimmt Kinder als Menschen ernst. Kein Mensch war jemals so gut zu Kindern. Haben Sie es gewusst? Aber nicht nur das. Jesus geht umher und heilt die Kranken. Er macht Menschen gesund. Wenn Sie Probleme mit Gesundheit haben, wenn Sie krank sind, Jesus ist derjenige, der Ihnen helfen kann. Jesus ging umher: Lahme können springen, Blinde können sehen, Tote stehen auf.

[48:59] Aber nicht nur das. Jesus stellt all die theologischen Irrtümer seiner Zeit richtig. All die Rabbis, all die Theologen, all die Theologie-Professoren, die Priester und Prediger seiner Zeit liegen völlig falsch. Jesus geht umher und stellt die theologischen Prophetien wieder ins rechte Licht. Aber Jesus ist nicht nur für sein Volk Israel da. Jesus ist auch für die da, die keinen religiösen Hintergrund haben. Für die Römer. Gibt es hier auch Römer unter uns, die keinen religiösen Hintergrund haben? Die keine Ahnung von der Bibel haben? Vielleicht auch am Livestream jemanden? Aber Jesus spricht zu diesem römischen Hauptmann: „Dein Glaube ist groß.“ Jesus kommt nicht nur in sein Volk. Jesus kommt zu jedem, der sich ihm nähert. Und sei es ein Römer, der von 2. Mose und den Psalmen nicht eine Hauch Ahnung hat.

[49:55] Jesus predigt zu den Massen. Stundenlang können sie ihm zuhören. Jesus ist derjenige, der alle erreichen kann. Und alle erreicht. Aber Jesus ist auch derjenige, der ganz persönlich mit jedem Einzelnen spricht. Er ist nicht nur der, der den Evangelien predigt, sondern er kommt zu den Menschen, die sich nicht trauen, mit ihm zu sprechen, ganz alleine. Wie zu Nikodemus, der des Nachts, als keiner ihn sehen konnte, zu Jesus kommt. Vielleicht geht es Ihnen auch so, dass Sie gerne ein Christ sein würden, aber sich schämen. Jesus versteht das. Jesus hat den Nikodemus nicht zurückgetrieben. Er hat gesagt: „Komm zu mir, wenn es Tag ist.“ Wenn Sie in Ihrem stillen Kämmerlein nicht mehr da sind. Jesus sprach mit denen, mit dem Abschaum der Gesellschaft. Mit denen, die so weit weg waren von dem, was gesellschaftlich richtig galt, dass sich die Menschen nur noch an Tageszeit nach draußen trauten, wo sie keiner gesehen hat. Jesus hat ihre Sünden nicht einfach ignoriert, aber Jesus hat ihnen Heilung angeboten. Egal, was sie getan haben, Jesus hat ihnen Heilung angeboten. Jesus ist genau dafür gekommen.

[51:15] Jesus kam, um den Satan zu besiegen, weil wir nicht besiegen konnten. Darüber haben wir schon gesprochen. Er kam, um Menschen zu retten, denen das Wasser buchstäblich bis an die Ohren reicht, bis an den Hals. Menschen, die vor lauter Schwierigkeiten am Ertrinken sind und fast im Strudel der Zeit, im Strudel des Stresses, in der Sünde fast untergehen. Jesus kam, um diesen Menschen seine Hand auszustrecken und zu sagen: „Du kannst auf dem Wasser gehen, auch wenn es nicht so aussieht.“

[51:49] Jesus kam, um den Frauen wieder ihre Würde zu geben. 4.000 Jahre Männerherrschaft haben den Frauen ein Bild gegeben, das ganz und gar nicht dem entsprach, was Gott eigentlich intendiert hatte. Jesus nahm die Frauen ernst. Jesus hat Frauen gleichberechtigt behandelt. Zwei seiner drei besten Freunde waren Frauen. Und Jesus hat Nachfolger gesucht. Menschen, die täglich mit ihm Gemeinschaft haben. Die nicht nur einfach aus Kuriosität mal hingeschaut haben, wenn er da war, sondern ihm gefolgt sind. Und diesen Menschen hat er am meisten gesagt. Es gibt viele Dinge, die er nur seinen Nachfolgern gesagt hat, weil er wusste, dass die es verstehen können.

[52:33] Die Bibel berichtet uns: „Und das Wort wurde Fleisch. Wir haben es am Dienstag gesehen. Und er wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als das Eingeborene vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ Als Jesus auf die Welt kam, war Gott mitten unter uns. Und diese drei Jahre waren ausreichend, um für alle Jahrtausende zu zeigen, dass jede Not, die wir haben, jede Sorge, mit der sie sich plagen, jedes Problem, das sie quält, in Jesus eine Antwort findet.

[53:05] Kennen Sie Jesus? Ich meine, ich meine nicht, haben Sie von Jesus gehört. Ich meine nicht, haben Sie von Jesus gelesen. Ich meine nicht, haben Sie Jesus, den Namen, schon oft gehört. Ich meine, kennen Sie ihn persönlich? Mit anderen Worten: Wenn wir alle hier weg wären, würden sie dann immer noch Jesus kennen? Oder kennen sie nur Jesus, weil wir alle gerade hier sind und über ihn gesprochen wird und sie kennen ihn vom Hörensagen? Ich frage Sie: Kennen Sie ihn persönlich, wenn Sie auf einer einsamen Insel stranden würden und zehn Jahre leben müssten, hätten sie immer noch Gemeinschaft mit Jesus? Kennen Sie ihn? Sind Sie ihm persönlich begegnet? Ist Jesus in Ihrem Leben?

[53:47] Jesus sagt, und das war eine der unfassbarsten Predigten: „Ich bin der was? Der wahre Weinstock.“ Israel war ein erstgeborener Sohn, aber ich bin der erstgeborene Sohn. Ich bin der wahre eingeborene Sohn. Ich bin der wahre Weinstock. Ich bin das wahre Israel.

[54:13] Nun redet sich Jesus wieder zu ihnen und sprach: „Ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in die Finsternis wandeln, sondern er wird das Licht des Lebens haben.“ Wir haben am Montag darüber gesprochen: Licht in der Finsternis. Wir können es nicht erzeugen. Es kann allein das Wort erzeugen. Aber was wir tun müssen, wenn wir es sehen in unserem Leben, und ich hoffe, Sie konnten in den letzten Tagen hier bei Entscheidung 21 das Licht sehen, wie es in Ihrem Leben strahlt. Unsere Aufgabe ist es, dem Licht zu folgen.

[54:45] Zwei Menschen haben das als erstes getan. Und als Jesus sie umwandte und sie nachfolgen sah, sprach er zu ihnen: „Was sucht ihr?“ Und die Frage stellt uns Jesus auch: Was suchen Sie hier, die Sie hier heute auf Ihrem Stuhl sitzen? Was suchen Sie, die Sie heute vor Ihrem Livestream sitzen? Was suchen Sie bei Entscheidung 21? Suchen Sie interessante Antworten auf weltpolitische Fragen? Suchen Sie ein wenig Unterhaltung? Oder suchen Sie Jesus? Suchen Sie echten Frieden? Suchen Sie die Wahrheit? Suchen Sie die Liebe? Suchen Sie Gemeinschaft mit Gott? Was suchen Sie?

[55:19] Die sprachen zu ihm: „Rabbi, das heißt übersetzt Lehrer, wo wohnst du?“ Und er sprach zu ihnen: „Kommt und seht.“ Und das ist die Einladung an jeden Einzelnen von Ihnen, egal ob Sie hierher gekommen sind oder ob Sie zusehen. Die Einladung ist: „Kommt und seht.“ Kommt her, seht zu. Das war es, was Jesus ihnen gesagt hat: „Kommt und seht, probieren Sie es aus. Probieren Sie es aus.“ Und sie kamen und sahen, wo er wohnte und blieben jenen Tag bei ihm. Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den beiden, die es von Johannes gehört hatten und ihm nachgefolgt waren. Dieser findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: „Wir haben den Messias gefunden, das heißt übersetzt den Gesalbten.“

[56:09] Was für eine Freude, wenn man den gefunden hat, von dem die Bibel seit Jahrhunderten spricht, der sich in allen Prophezeiungen haargenau erfüllt hat, wenn man den Messias gefunden hat. Es ist eine Sache, die Prophezeiungen zu studieren und zu wissen: Ja, in meinem Jahr sollte der Messias kommen, ja, er müsste aus Nazareth kommen, ja, er müsste in Bethlehem geboren sein, ja, ja, ja. Aber eine andere Sache ist es, ihm unter dem Baum zu begegnen und sagen: „Tatsächlich, du bist Jesus.“ Es ist ein großer Unterschied, von Jesus nur zu hören, Jesus nur auf Bildern zu sehen. Eine ganz andere Sache ist es, Jesus selbst zu erleben, mit Jesus Gemeinschaft zu haben, Jesus zu kennen.

[56:49] Kennen Sie Jesus? Jesus möchte Sie kennenlernen. Jesus ist nicht beschränkt auf einige wenige tausend Israeliten im Nahen Osten im ersten Jahrhundert. Jesus kam, um Sie kennenzulernen. Jesus kam, um mit Ihnen Gemeinschaft zu haben. Jesus kam, um mit Ihnen den Alltag zu verbringen. Haben Sie das gewusst? Er sagt: „Ich bin der gute Hirte, der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe.“ Er ist der gute Hirte für Ihr Leben, denn er hat sein Leben gelassen. Johannes rief aus: „Siehe das Lamm Gottes, das die Sünde der Welt hinweg nimmt.“

[57:31] In Daniel 9, in dieser Prophezeiung, mit der wir angefangen haben, heißt es: „Und nach den 62 Wochen wird der Gesalbte ausgerottet werden.“ Nicht nur sein Kommen, nicht nur seine Taufe, nicht nur sein Dienst waren prophezeit, sondern auch sein Tod. „Und ihm wird nichts zu Teil werden.“ Aber es heißt: „Er wird mit den vielen einen festen Bund schließen.“ Was ist dieser feste Bund, den er geschlossen hat?

[58:01] Schauen Sie hier: „Und das ist mein Blut, das des neuen Bundes.“ Als Jesus auf die Welt kam, hat er einen Bund geschlossen. Wissen Sie, was ein Bund ist? Ein Bund meint nicht das Hosenbund, das die Hose zusammenhält. Ein Bund meint einen Vertrag. Wer von Ihnen hat schon mal einen Vertrag geschlossen? Haben Sie mal einen Vertrag geschlossen? Was meinen Sie? Wenn Sie einen Vertrag mit Gott schließen würden, würde er sich an den Vertrag halten? Wenn Sie einen Vertrag mit Gott schließen würden, hätten Sie Angst, dass er den Vertrag brechen würde? Gott möchte mit Ihnen einen Vertrag schließen. Es gibt keinen sichereren Vertragspartner als Gott. Gott möchte mit Ihnen einen Vertrag schließen. Und das ist der Vertrag. Das ist der neue Bund.

[58:45] „Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen. Sprich daher: Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben.“ Die Israeliten hatten die Gesetze in der Bibel. Sie hatten sie auf Steintafeln, auf Pergamentpapier. Wir haben die christlichen Traditionen in unseren Büchern, in unseren Bibeln. Es gibt ein riesiges Predigen darüber, aber dort sollen sie nicht sein. Die Gesetze, das, was Gott von uns möchte, sollen in unser Herz. Ist das schon in Ihrem Herzen? Ist Jesus schon in Ihrem Herzen? Oder ist er bisher nur ein äußeres Wissen?

[59:25] Und indem er auf Jesus blickte, sprach er: „Siehe das Lamm Gottes.“ Eine Frage möchte ich Ihnen stellen: Wenn Jesus auf die Welt kam, um zu sterben, warum ist er nicht gleich sofort gestorben? Wäre es nicht sinnvoll gewesen, gleich als kleines Baby zu sterben und für die Menschen dann ein Opfer darzustellen? Warum wäre das nicht sinnvoll gewesen? Weil er natürlich erst ein makelloses Leben leben musste, nicht wahr? Er musste erst ein makelloses Leben leben. Aber als er dann 30 Jahre alt war, 30 Jahre lang ohne Sünde gelebt hat, wäre es dann nicht an der Zeit gewesen, sich taufen zu lassen, sich zu salben, kurz das Evangelium zu verkündigen und dann nach drei Monaten zu sterben? Warum diese Qual, dreieinhalb Jahre lang durch den Wüstensand von Palästina zu laufen? Warum starb Jesus nicht sofort?

[1:00:11] Wissen Sie, dass der Teufel versucht hat, ihn ständig zu töten? Die Bibel sagte uns: „Da wurden alle in der Synagoge voll Zorn, als sie dies hörten. Und sie standen auf und stießen ihn zur Stadt hinaus und führten ihn an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn hinabzustürzen.“ Er aber ging mitten durch sie hindurch. Und in dem Neuen Testament finden wir immer wieder Berichte, dass die Menschen versuchen, Jesus zu töten und manchmal steht er fast am Abhang, an der Klippe. Und sie wollen ihn schon hinunterstürzen und irgendwie entkommt er immer. Irgendwie entkommt er immer. Was ist der Grund? Jesus sagt: „Meine Zeit ist noch nicht da.“ Jesus kam nicht einfach nur, um zu sterben. Jesus kam, um an einem bestimmten Zeitpunkt zu sterben.

[1:00:57] Wir haben heute gefragt, was ist der Grund? Wir haben heute etwas unpünktlich angefangen und waren damit eine schlechte Darstellung dessen, was Gott ausmacht. Denn Gott ist sehr, sehr pünktlich. Jesus sagt: „Meine Zeit ist noch nicht gekommen.“ Aber dann kam seine Stunde. In Johannes 17, Vers 1, nach dreieinhalb Jahren, sagt die Bibel: „Vater, die Stunde ist gekommen.“

[1:01:21] Was war passiert? Daniel 9 sagt uns voraus: „In der Mitte der Woche wird er Schlacht und Speisopfer aufhören lassen.“ Was ist die Hälfte einer Woche? Wie viele Tage hat eine Woche? Sieben. Was ist die Hälfte von sieben? Dreieinhalb. Wie viele sind dreieinhalb Tage in der Prophetie? Dreieinhalb Jahre. Zufall? Im Herbst 27 nach Christus wurde er getauft. Nach dreieinhalb Jahren, im Frühjahr 31 nach Christus, starb er.

[1:01:53] Und er sprach: „Geh hin in die Stadt zu dem und zu dem und sprich zu ihm: Der Meister lässt dir sagen, meine was? Meine Zeit ist nahe. Bei dir will ich mit meinen Jüngern das was halten? Das Passa.“ Wann hält man das Passa? Wer kann sich erinnern? Am 14. Nisan. Um wie viel Uhr? Um 15 Uhr wird das Lamm geschlachtet.

[1:02:25] Jesus wird gefangen genommen. Jesus wird gedemütigt. Man spuckt ihm ins Gesicht. Man schlägt ihm mit Fäusten ins Gesicht. Man setzt ihm eine Dornenkrone auf. Und zwar durch die Führer des Volkes Israel, durch den Weinstock, durch den erstgeborenen Sohn, den Gott aus Ägypten befreit hatte. Können Sie sich vorstellen, dass nachdem Gott ihnen alle Sünden vergibt, sie sich einmal so kräftig gegen Jesus stellen werden? Gott hat ihnen alle Sünden vergeben. Gott hatte sie aus Ägypten geführt und trotzdem kam der Zeitpunkt, wo sie Jesus kreuzigen wollten. Sie kannten Jesus nur aus dem Hörensagen.

[1:03:09] Darf ich Ihnen was sagen? Wenn Sie Jesus nur aus dem Hörensagen kennen, werden Sie irgendwann gegen Jesus kämpfen. Kennen Sie Jesus persönlich?

[1:03:19] Die Bibel sagt: „Er war stumm wie ein Schaf, das zur Schlachtbank geleitet wird.“ Die Römer waren das gewohnt, Menschen zu töten. Aber irgendetwas war anders an ihm. „Sei gegrüßt, du König der Juden.“ So haben sie ihn genannt. Stellen Sie sich vor, Sie wären so ein römischer Soldat gewesen und töten, fällt Ihnen nicht besonders schwer. Sie haben es schon oft gemacht, oder? Als römischer Soldat muss man viele töten. Aber Sie töten oder Sie quälen zum ersten Mal jemanden, der nicht schreit, der nicht flucht, der sich nicht wehrt, der alles willens nicht mit geschehen lässt. Es ist eine Sache, jemanden zu schlagen, der sich wehrt, oder? Aber wie fühlt man sich, wenn man jemanden schlägt, wenn man jemanden anspuckt, wenn man jemanden quält, der sich überhaupt nicht wehrt? Der es alles geschehen lässt und dennoch darum betet, dass man diese Sünde vergeben bekommt. Versuchen Sie mal jemanden zu schlagen, versuchen Sie es nicht, aber jemanden zu schlagen und zu quälen und er wehrt sich gar nicht. Versetzen Sie die Lage dieses römischen Soldaten.

[1:04:31] „Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, Lama, Sabachthani, das heißt: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Jesus ging so weit für uns, dass er sogar bereit war, sich von Gott trennen zu lassen. Denn erinnern Sie sich noch an den Tausch? Sein makelloses Leben und mein sündiges Leben müssen getauscht werden, das heißt, ich bekomme seinen Lohn und er bekommt was? Meinen Lohn. Und der Lohn der Sünde ist der Tod, die Trennung von Gott. Jesus litt das alles, obwohl er noch nicht einmal die Gemeinschaft mit Gott hatte, nicht einmal verbunden war mit Gott. Und um welche Stunde rief er das aus?

[1:05:13] Frage: Wann ist die neunte Stunde? Wenn der Tag um sechs Uhr beginnt, wie im jüdischen Kalender, um 15 Uhr.

[1:05:27] Die Bibel sagte, der Messias sollte nach dreieinhalb Jahren sterben, im Jahre 31 nach Christus, durch den Befehl von Kyrie, Verzeihung, durch Artaxerxes war das festgelegt, aber nicht nur das. Er starb nicht nur im richtigen Jahr, er starb auch im richtigen Monat, aber nicht nur das. Er starb am richtigen Tag, am 14. Tag, aber nicht nur das. Jesus starb auf die Minute genau für Sie. Nichts, aber auch gar nichts im himmlischen Organisationskomitee des Erlösungsplanes war dem Zufall überlassen. Haben Sie das gewusst? Jesus ist nicht zufällig für Sie gestorben, es war alles exakt nach Plan. Pünktlichkeit ist lebenswichtig. Sie können nicht leben ohne die Pünktlichkeit Gottes.

[1:06:15] „Und siehe, der Vorhang im Tempel riss von oben bis unten in zwei und die Erde erbebte und die Felsen spalteten sich.“ Ab diesem Tag waren alle Opfer, all der irdische Heiligtumsdienst, der ganze Tempel ohne es, denn all das, was jahrhundertelang immer auf Jesus hingewiesen hatte, das Licht, die Schaubrote, der Weihrauch, all diese Dinge hatten sich erfüllt in Jesus Christus. Und dieses glückliche Lamm, dieses glückliche Passalam, das erste, konnte weglaufen, ohne geschlachtet zu werden.

[1:06:55] zu werden, weil das wahre Passalam geschlachtet worden ist. Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, der ihn kennt, persönlich, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.

[1:07:09] Die Bibel sagt uns, denn unser Passalam ist ja für wen geschlachtet? Für die Juden? Für die Menschen im ersten Jahrhundert? Für uns geschlachtet worden, Christus. So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig feiern, auch nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit ungesäuertem Brot der Lauterkeit und Wahrheit.

[1:07:29] Er kam in sein Eigentum und sie nahmen ihn nicht auf. Der Weinstock, der wahre Weinstock, kam in den Weinberg. Der geliebte Sohn Gottes kam zum Erstgeborenen, aber sie nahmen ihn nicht auf. Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben, egal ob sie Deutscher oder Italiener oder Türke oder Grieche sind, die nicht aus dem Blut noch aus dem Willen des Fleisches noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.

[1:08:07] Und wenn sie Römer sind, die bisher nur Krieg geführt haben, als dieser römische Soldat am Kreuz stand und diesen Menschen sah, der dort verblutete und gequält wurde und nicht einmal sich beschwerte, da sagt uns die Bibel, als aber der Hauptmann der Menschen war, pries er Gott und sprach: Wahrlich, dieser Mensch war gerecht.

[1:08:35] Mich interessiert heute nicht, ob sie eine lange Tradition an christlichem Hintergrund haben oder ob sie davon noch überhaupt keine Ahnung haben und seit Entscheidung 21 zum ersten Mal von der Bibel hören. Das war am Kreuz genauso egal. Viele, viele, viele Menschen, die die Bibel auswendig kannten, haben ihren Messias nicht erkannt. Aber dieser Mensch, der noch nicht einmal Johannes 3, Vers 16 kannte, den konnte er noch nicht kennen, dieser Mensch hat seinen Erlöser persönlich erlebt.

[1:09:11] Wollen Sie heute Ihren persönlichen Erlöser erleben? Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle dahin gegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alle schenken? Jesus hat diesen unüberwindbaren Graben überwunden. Denn der Lohn der Sünde ist der Tod, aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn.

[1:09:41] Wer von Ihnen kriegt gerne Geschenke? Kriegen Sie gerne Geschenke? Wie wäre es, das ewige Leben geschenkt zu bekommen? Haben Sie mal darüber nachgedacht, dass Sie das ewige Leben geschenkt bekommen könnten? Haben Sie jemals darüber nachgedacht, ewig leben zu können und dafür nicht erst tausend gute Werke tun müssen, nicht erst das und das und das und das und das, sondern es einfach geschenkt bekommen, weil Sie heute der Einladung Ihres Erlösers folgen?

[1:10:15] Wie gesagt, siehe, ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wenn jemand meine Stimme hört und die Tür öffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das Mahl mit ihm essen und er mit mir. Steht heute Jesus auch vor Ihrer Tür?

[1:10:33] Vielleicht stand er schon mal vor der Tür und Sie haben ihn schon mal reingelassen, aber in der Zwischenzeit ist es Ihnen ergangen wie dem Volk Israel. Vielleicht haben Sie sich von Gott entfernt, vielleicht sind Sie lau geworden, vielleicht haben Sie Gott vergessen, vielleicht sind Sie ein fremder Weinstock geworden, vielleicht müssen Sie die Tür erneut aufmachen.

[1:10:53] Vielleicht haben Sie auch Jesus noch nie hereingelassen, vielleicht haben Sie immer nur vom Hörensagen gehört und kennen Jesus nur aus den Erzählungen anderer. Vielleicht wäre heute die Gelegenheit, zum ersten Mal in Ihrem Leben die Tür aufzumachen. Jesus klopft und steht vor der Tür. Jesus tritt die Tür nicht ein.

[1:11:13] Ich möchte, dass Sie das verstehen. Jesus wird nicht mit Gewalt hineinkommen. Er wird darauf warten, dass Sie sagen: Ja, ich möchte dich kennenlernen. Ja, ich möchte, dass du mein persönlicher Erlöser bist. Ja, ich möchte die Tür aufmachen. Komm herein. Ich kann bei mir nicht selbst sauber machen. Du musst es machen, aber du stehst vor der Tür. Komm herein und hilf mir.

[1:11:37] Das ist die Frage, die Sie heute bewegen soll im Herzen. Wollen Sie Jesus als Ihren persönlichen Erlöser annehmen? Sowohl Sie, die sich hier sitzen, als auch Sie, die zuschauen live im Internet? Wollen Sie Jesus persönlich kennen, als Ihren eigenen Freund? Sodass Sie, wenn Sie über Jesus reden, nicht über etwas reden, was Sie gehört haben in der Kirche oder bei Entscheidung 21, sondern als ob Sie von Ihrer Mutter und Ihrem Vater und Ihrem Bruder erzählen. Jemand, der leibhaftig ist.

[1:12:07] Jesus kann das tun. Jesus möchte das tun. Dafür ist er willkommen. Jesus sehnt sich nicht nach einer kalten, formalen Religion, sondern danach, dass Sie Gemeinschaft mit ihm haben. Ich lade Sie ein, mit mir aufzustehen, gemeinsam. Und wir wollen ein Gebet sprechen.

[1:12:27] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dieses unfassbar große Opfer, dass du mit präzisestem Zeitplan geplant hast. Jesus, du hast nichts dem Zufall überlassen, als du uns das Angebot machen wolltest, gerettet zu werden. Und wir danken dir so sehr. Wir konnten es nicht, wir können nicht aufgrund unserer eigenen Gerechtigkeit es einfordern. So wie Daniel sind wir völlig abhängig von deiner Barmherzigkeit. Und wir danken dir von ganzem Herzen.

[1:13:07] Wir danken dir so sehr, dass du es für uns getan hast, dass du für uns gestorben bist, dass dieser Tausch möglich sein kann. Und dass wir felsenfest mit dir verbunden sein können, dass wir diesen Vertrag, diesen neuen Bund mit dir schließen können. Und wenn wir weiter studieren, hier bei Entscheidung 21, gibt es, dass wir diese Entscheidung von heute Abend nicht vergessen. Dass wir nicht wie das Volk Israel schlechte Trauben bringen, sondern dass wir immer verbunden sind mit dem wahren Weinstock, ohne den wir ohnehin nichts tun können. Wir danken dir von ganzem Herzen.

[1:13:35] Bring du uns morgen Abend gesund wieder hier zusammen, wenn wir zwei weitere wichtige Themen studieren. Segne einen jeden Einzelnen, hab Dank für jede einzelne Entscheidung. Du allein hast sie gewirkt. Amen.


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