[2:26] Unser letzter Punkt in der Szene des Gerichts, in der jeder von uns sich wiederfinden kann, ist in der letzten Sitzung diese Frage: Was ist der Maßstab? Nach welchem Maßstab wird jetzt beurteilt, ob mein Bekenntnis zu Jesus, mein Eintrag ins Buch des Lebens, auch mit dem übereinstimmt, was ich danach getan habe? Was ist der Maßstab?
[2:50] Und die Bibel sagt es ziemlich deutlich auf den Punkt. Jakobus 2, Vers 12 sagt: "Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit gerichtet werden sollen."
[3:12] Vielleicht hat sich jemand von Ihnen gefragt, warum muss das Gericht ausgerechnet im Allerheiligsten stattfinden? Der Schlüssel ist das Heiligtum. Wo befindet sich nochmal das Gesetz im Heiligtum? Im Allerheiligsten. Das ist der Grund, warum Gott zwar jahrhundertelang im Heiligen sein konnte mit seinem Throne und all die Gnaden gaben, den Heiligen Geist und all das Gebet und all das, was wir haben, ausgeben konnte, aber zum Gericht musste er vom Heiligen ins Allerheiligste gehen, weil zum Gericht braucht man das Gesetz. Man braucht es. Es ist der Maßstab.
[3:54] Und so sagt uns die Bibel: "Lasst uns die Summe aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte seine Gebote." Mit anderen Worten, das ist die Summe. Was ist eine Summe? Das Ergebnis, wenn man alles zusammenfasst, man addiert alles miteinander und das, was unter dem Strich rauskommt. Wenn wir alle Vorträge von Entscheidung 21 zusammenfassen, all die verschiedenen Dinge, die wir studiert haben, zusammenfassen, komprimieren und ein Schlussfazit halten, dann sollte es das sein: Fürchte Gott und halte seine Gebote.
[4:36] Wenn man die Bibel von 1. Mose bis Offenbarung zusammenfassen sollte, wäre es das. Die Addition, der letzte gemeinsame Nenner in der gesamten Bibel: Fürchte Gott und halte seine Gebote, denn das macht den ganzen Menschen aus. Denn Gott wird jedes Werk vor ein Gericht bringen, samt allem Verborgenen, es sei gut oder böse. Das ist Prediger 12, 13 und 14. Es ist sozusagen die Bedingung, um dorthin durchzukommen.
[5:14] Aber warum wird dieses Gesetz genannt das Gesetz der Freiheit? Wenn wir über Gesetze nachdenken, wenn das Wort Gesetz in unseren Kopf kommt, denken wir meistens an Beschränkungen: Du sollst nicht, du darfst das nicht, das geht auch nicht. Eng, nicht wahr? So denken wir über das Gesetz. Aber warum nennt die Bibel es das Gesetz der Freiheit?
[5:44] Es befreit. Frage: Was ist das Gegenteil von Freiheit? Gefangenschaft, Knechtschaft. Gibt es irgendein Gesetz in der Bibel, das von Freiheit spricht? Ich meine, nicht einfach nur, ich meine, alle Dinge in der Bibel dienen unserer Freiheit, aber gibt es ein Gesetz, das explizit von der Freiheit spricht?
[6:08] "Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe." Es gibt ein Gesetz in der Bibel, das spricht von der Freiheit, nämlich von der Freiheit, herausgeführt worden zu sein aus der Knechtschaft. Und das sind die 10 Gebote. Es gibt viele Gesetze in der Bibel, es gibt viele Vorschriften, es gibt viele Ordnungen, aber es gibt nur ein Gesetz, das beginnt mit diesem Satz: Du warst in der Knechtschaft. Und wenn man aus der Knechtschaft herausgeführt ist, wo ist man dann? In der Freiheit. Und deswegen ist das Gesetz, das Gott ihm gegeben hatte, nachdem er sich aus der Knechtschaft herausgeführt hat, das Gesetz der Freiheit. Ist das nicht interessant?
[6:50] Wir haben gestern ein bisschen drüber gesprochen, über die Zustände in Ägypten, und wir haben gesehen, dass jeder von uns sich damit identifizieren kann. Wir haben gesagt, dass Sünde auch Knechtschaft verursacht, nicht wahr? Aber das Volk Israel ist befreit worden, und so können auch wir heute noch befreit werden. Und manchmal muss ich das Wasser teilen, aber Gott kann auch heute noch Wunder tun und Gott kann durch das Blut des Lammes und durch Wunder in unserem Leben uns alle aus der Knechtschaft herausführen, nicht wahr?
[7:26] Und ich glaube, wir haben in den letzten Abenden, als wir über Licht in der Finsternis gesprochen haben, das Bild seines Namens, Countdown der Zeitalter, als wir über all diese Bilder und Symbole, über das Leben Jesu und sein ewiges Evangelium gesprochen haben, haben wir alle gemerkt, dass jeder von uns, egal was er getan hat, egal wie viele Jahre er in der Knechtschaft gewesen ist, der Sünde, niemand von uns hat 400 Jahre in der Knechtschaft wie die Israeliten. Jeder von uns kann diese Freiheit erleben.
[7:50] Und ich hoffe, viele von uns können mitfühlen mit diesen Autos, die sich auf dem Weg zur Freiheit befinden und das Gefühl haben, dass Gott uns führt und leitet Schritt für Schritt. Die Israeliten sind nicht mit einem Sprung aus Ägypten ins gelobte Land gesprungen, sondern es war ein Weg, der manchmal durch Hindernisse führte, aber Gott hat die Hindernisse beseitigt.
[8:10] Aber wohin hat Gott sie dann geführt, nachdem er sie aus der Knechtschaft Ägyptens geführt hat? Wohin führt Gott uns, nachdem er uns aus der Knechtschaft der Sünde befreit hat? Wohin hat er die Israeliten geführt? An einen Berg. An den Berg Horeb, oder auch Sinai genannt.
[8:30] Und dort hat sich das ganze Volk versammelt. Und könnte es sein, dass auch Gott uns, nachdem er uns aus der Sünde befreit, aus den Fängen unserer schlechten Gewohnheiten, wenn das Licht spricht in unser Finsternis, dass er uns dann nicht einfach nur nimmt, sondern auch führt auf einen Weg. Auf seinen Weg. Wir haben ja gesagt, das Heiligtum ist der Weg Gottes, nicht wahr? Und wenn man den Weg des Heiligtums geht, wohin kommt man irgendwann? Man kommt an das Gesetz.
[8:54] Und so gibt Gott an diesem Berg ihnen die zehn Gebote. Er sagt: "Ihr habt gesehen, was ich an den Ägyptern getan habe und wie ich euch auf Adlersflügeln getragen und euch zu mir gebracht habe." Ein schönes Bild. Habt ihr mal einen Adler gesehen, der seine Kinder auf den Fittichen trägt? So wirkt Gott für sie und für mich und auch für sie, die vor dem Livestream sitzen. Er wirkt genauso, wie ein Adler seine Kinder auf den Fittichen nimmt.
[9:24] Und er sagt: "Nun, wenn ihr nun wirklich meiner Stimme Gehör schenken und gehorchen werdet und meinen Bund bewahrt, so solltet ihr vor allen Völkern mein eigenes Eigentum sein, denn die ganze Erde gehört mir. Ihr aber sollt mir ein Königreich von Priestern und ein heiliges Volk sein."
[9:42] Was braucht ein Königreich, damit ein Königreich ein Königreich sein kann? Es braucht einen König, ganz genau. Es braucht einen König und was braucht es noch, damit es funktionieren kann? Ein Volk, richtig. Und was braucht es noch? Ein Gesetz, wie man in diesem Königreich regieren kann. Jedes Königreich braucht einen König, es braucht ein Volk und es braucht ein Gesetz.
[10:00] Und als Gott das Volk aus den Fängen der Diktatur befreit hat, aus den Fängen von Machthabern, die gar nicht über sich bestimmen sollten, und sich selbst zu ihrem König gemacht hat, hat er ihnen auch ein Gesetz gegeben. Und dieses Gesetz ist besonders. Denn die Bibel sagt uns, die Tafeln waren das Werk Gottes und die Schrift war die Schrift Gottes, eingegraben in die Tafeln.
[10:22] Nun, die Bibel sagt, die ganze Bibel ist das Wort Gottes, nicht wahr? Aber die Bibel macht niemals die Behauptung, dass die meisten ihrer Passagen von Gott selbst geschrieben worden sind. Die Bibel ist das Wort Gottes in dem Sinne, dass Menschen vom Heiligen Geist getrieben, sich Gedanken bekommen haben und sie mit ihren eigenen Worten diese Gedanken Gottes aufgeschrieben haben. Aber nicht so mit den 10 Geboten. Die 10 Gebote sind in der Handschrift Gottes, in der Schrift Gottes eingegraben worden in Tafeln. Interessant.
[10:52] Gilt das auch für uns noch? Oder ist das mit dem Volk Israel eine alttestamentliche Sache? Wenn sie bisher alle Ahmende da waren, könnten sie das jetzt schon beantworten. Aber die Bibel sagt uns sogar ganz explizit im ersten Petrusbrief, das ist im Neuen Testament: "Ihr, und er spricht jetzt nicht zu Juden, er spricht zu Christen, ihr seid ein auserwähltes Geschlecht, ein königliches Priestertum, ein heiliges Volk." Woher kommt uns das bekannt vor? Wo haben wir das gerade gelesen? Am Berg Horeb. "Ihr solltet mir ein Königreich von Priestern, ein heiliges Volk sein."
[11:24] Was bedeutet es, ein Königreich zu sein? Nach einem Gesetz zu leben. Nämlich dem Gesetz, das Gott gegeben hat. Das gleiche gilt auch den Christen. Ganz genauso.
[11:32] Es gibt heute viele Menschen, die sagen, die Zehn Gebote gelten nur für das Volk Israel. Hast du mal gehört, diese Idee? Die Zehn Gebote gelten nicht mehr. Wir Christen leben in der Freiheit. Ja, natürlich leben wir in der Freiheit. Die Freiheit wird beschrieben wo? Im Gesetz der Freiheit. In den Zehn Geboten. Wenn man die Zehn Gebote abschafft, was schafft man dann ab? Die Freiheit. Ganz genau. Wir haben es verstanden.
[11:56] Warum? "Er hat uns berufen aus der Finsternis und seinem wunderbaren Licht." Ich hoffe, Sie erinnern sich immer wieder an unseren Vortrag "Licht aus Finsternis". Das ist genau das, was er getan hat. Und weil er das getan hat, gibt er uns die Gebote. Manche Menschen sagen, die Zehn Gebote haben keine Rolle mehr im Neuen Testament. Ich lasse sie einfach mal selbst urteilen.
[12:14] Sie haben ja das erste Gebot: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Wenn sie jetzt eine Passage im Neuen Testament lesen, was sagt das Neue Testament noch? Jesus sagt: "Du sollst dem Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen." Haben Sie den Eindruck, das erste Gebot gilt noch im Neuen Testament? Definitiv.
[12:32] Wie ist es mit dem zweiten? Die Bibel sagt: "Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf der Erde, noch von dem, was in den Wassern unter der Erde ist." Was sagt das Neue Testament? "Kinder, hütet euch vor den Götzen. Da wir nun von göttlichem Geschlecht sind, dürfen wir nicht meinen, die Gottheit sei dem Gold, Silber, Stein, Gebilde menschlicher Kunst, Erfindung gleichgestellt." Das zweite Gebot ist im Neuen Testament immer noch gültig.
[13:02] Wie steht es mit dem dritten Gebot? "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht." Was sagt das Neue Testament? "Damit nicht der Name Gottes und die Lehre verlästert werden." Gilt das dritte Gebot noch?
[13:16] Wie ist es eigentlich mit dem fünften Gebot? "Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, damit du lange lebst in dem Land, das der Herr, dein Gott, dir gibt." "Ihr Kinder seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn." Er zitiert sogar das Gebot und sagt, es ist das erste Gebot mit einer Verheißung. Fünfte Gebot noch gültig? Definitiv.
[13:34] Wie steht es mit dem sechsten Gebot? "Du sollst nicht töten." Im Johannes lesen wir, dass kein Mörder ewiges Leben bleibend in sich hat. Gilt das sechste Gebot noch?
[13:44] Wie ist es mit dem siebten Gebot? "Du sollst nicht Ehe brechen." Jesus sagt: "Wer eine Frau entlässt, ist seinem wegen Unzucht und eine andere heiratet, der bricht die Ehe." Haben Sie den Eindruck, Jesus geht davon aus, dass das siebte Gebot noch gilt? Siebte Gebot gilt noch.
[14:00] Achte Gebot? "Du sollst nicht stehlen." Die Bibel sagt: "Denn aus dem Herzen kommen böse Gedanken, Mord, Ehebruch, Unzucht und Diebstahl." Matthäus 5, Vers 19. Immer im Neuen Testament gilt das achte Gebot.
[14:10] Wie steht es mit dem neunten? "Du sollst kein falsches Zeugnis reden gegen deinen Nächsten."
[14:16] Und das zehnte? "Du sollst nicht begehren deines Hauses, deines Nächsten. Du sollst nicht begehren, die Frau deines Nächsten, noch sein Knecht, noch seine Magd, noch sein Rind, noch sein Esel, noch sein irgendetwas, das der Nächste hat." Und Paulus sagt: "Von der Begierde hätte ich nichts gewusst, wenn das Gesetz nicht gesagt hätte: Du sollst nicht begehren."
[14:36] Aber nicht nur das. Jesus sagt, alle diese zehn Gebote werden zusammengefasst. Jesus wird gefragt: "Welches ist das größte Gebot im Gesetz?" Und Jesus sprach zu ihm: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Denken." Denken Sie kurz darüber nach, was es bedeuten würde, Gott zu lieben mit ganzem Herzen, mit der ganzen Seele und mit allem unserem Denken, Gott zu lieben. Ich meine, wenn uns jemand fragt, wenn sie jetzt einige Vorträge schon dagewesen sind und zugeschaut haben, lieben sie Gott, dann wahrscheinlich haben sie viele Gründe zu sagen: Gott ist wirklich gut. Aber lieben wir Gott mit unserem ganzen Denken, mit unserer ganzen Seele?
[15:24] Und dann sagt er: "Das ist das erste und das größte Gebot und das zweite ist ihm vergleichbar: Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.
[15:36] Jetzt, wenn man die zehn Gebote sich anschaut, wie kann man diese zehn Gebote auf die zwei komprimieren? Welche Gebote sprechen von der Liebe zu Gott? Welche Gebote sprechen von der Liebe zu Gott? Die ersten vier. Das heißt, wir haben vier Gebote, die sind das erste Gebot und dann die anderen sechs sprechen vom zweiten.
[16:02] Also, was haben Sie den Eindruck? Gegen die zehn Gebote? Sind die zehn Gebote aufgehoben?
[16:10] Wie steht es mit Psalm 111, Vers 7-8? Die Bibel sagt: "Alle seine Verordnungen sind unwandelbar."
[16:20] Gibt es jemanden, der versucht, sie zu ändern? Wir haben das gesehen, letzten Samstag, im Thema "Krieg der Tiere", als wir über das kleine Horn gesprochen haben, das denkt und versucht, die Zeiten und Gesetze zu ändern. Wir haben einen Vergleich gesehen zwischen dem Katechismus der mittelalterlichen Kirche und den zehn Geboten, aber sie sind unwandelbar. Man kann es versuchen, aber man wird es niemals schaffen. Jesus sagt: "Denn wahrlich, ich sage euch, bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe, noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist."
[17:00] Jetzt, warum brauchen wir eigentlich das Gesetz? Paulus sagt uns, das Gesetz sind drei Dinge: Es ist heilig, es ist gerecht und gut. Viele Menschen haben den Eindruck, das Gesetz ist, naja, es ist ein notwendiges Übel, es ist halt nun mal da, es ist eine Einschränkung. Aber Paulus sagt, das Gesetz ist heilig, gerecht und gut.
[17:24] Jetzt, warum brauchen wir das? Wer von Ihnen hat zu Hause einen Spiegel? Wer hat denn einen Spiegel? Wozu brauchen Sie einen Spiegel? Was tut Ihnen der Spiegel Gutes? Er nimmt Platz weg, nicht wahr? Man könnte so schöne Blumen hinhängen oder Karten. Man kann sich mit dem Spiegel nicht waschen, er kann einem nichts helfen, er spricht nicht mal zu einem, einfach nur ein toter Spiegel. Welche Funktion? Wozu? Würden Sie den Spiegel rausschmeißen? Warum nicht? Wozu brauchen Sie einen Spiegel?
[18:08] Um zu sehen, wie Sie sind. Könnten Sie ohne Spiegel leben, obwohl der Spiegel Ihnen nichts helfen kann, in dem Sinne, dass er irgendwie Sie sauberer macht? Was passiert, wenn Sie sich einen Spiegel nehmen und angenommen, Sie haben beschmutzt und Sie nehmen den Spiegel und reiben mit dem Spiegel. Was passiert? Der Spiegel wird schmutzig. Das ist wahrscheinlich der Fall. Vielleicht riskieren Sie sogar, sich zu schneiden. Auf jeden Fall werden Sie nicht sauber. Der Spiegel kann Sie nicht sauber machen, er kann eigentlich gar nichts, außer Ihnen zeigen: Du bist dreckig. Aber wollen Sie darauf verzichten?
[18:46] Wenn Sie niemals in den Spiegel schauen würden, manche schauen vielleicht zu viel in den Spiegel, aber wenn wir gar nicht in den Spiegel schauen würden, wüssten wir gar nicht, wo wir uns waschen sollen und wo vielleicht wir gar nicht so gut aussehen, wo wir vielleicht ein bisschen die Haare schneiden müssen oder uns rasieren müssen oder was auch immer. Das heißt, der Spiegel zeigt uns, wo das Problem ist, und wir wissen dann, was zu tun ist.
[19:04] So sagte die Bibel: "Denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Sünde." Wir haben gerade gesehen, Sünde ist das, oder das haben wir schon die ganzen Tage gesehen, Sünde trennt uns von Gott. Glauben Sie, es ist wichtig zu wissen, wo wir in unserem Leben in Sünde sind? Das ist verständlich, weil das trennt uns von Gott. Und wenn wir sehen, das trennt mich von Gott, dann kann ich das ausjäten. Dann kann ich das zu Jesus bringen und sagen: Hilf mir, dass ich das besiegen kann. Und Jesus wird uns helfen.
[19:30] Denn die Sünde ist die Gesetzlosigkeit. Das haben wir schon immer wieder gesehen. Das ist das Prinzip. Und wenn ich kein Gesetz habe, habe ich kein Verständnis von der Sünde. Und wissen Sie was? Die meisten Christen heute oder viele Christen haben dieses Verständnis, dass das Gesetz abgeschafft worden ist. Dass das Gesetz eine wunderbare Sache von früher ist. Aber wenn Sie mal logisch weiterdenken, was würde das bedeuten?
[19:56] Nehmen wir mal an, das Gesetz ist abgeschafft. Was würde das bedeuten? Wenn das Gesetz abgeschafft ist, was wäre die logische Folge nach diesem Vers? Anarchie, ja, das wäre absolut die Auswirkung der Gesellschaft, richtig? Anarchie. Was ist noch? Jeder macht das, was er will. So ähnlich, ja? Und das wäre natürlich eine Katastrophe.
[20:26] Wenn die Gesetzlosigkeit was ist? Was ist, wenn wir kein Gesetz mehr hätten? Wenn das Gesetz abgeschafft worden wäre? Was wäre dann? Wenn Sünde Gesetzlosigkeit ist, das heißt Übertretung des Gesetzes, aber es gar kein Gesetz mehr gibt, dann gibt es auch keine Sünde. Wenn Sünde die Übertretung des Gesetzes ist, aber jemand einfach den Streifen abmacht, dann weiß ich nicht mehr, wo ich bin. Dann denke ich vielleicht, ich bin immer noch im Licht, weil ich sehe auch noch ein bisschen Licht.
[21:04] Wenn ich mir gar nicht bewusst bin, dass es mehr Sünde gibt, werde ich dann noch zu Jesus gehen? Ich gehe nur zu Jesus, wenn ich weiß, ich habe gesündigt, ich habe ein Problem. Sehen Sie, dieser Trick, der Christenheit einzureden, das Gesetz ist ungültig, wir brauchen das Gesetz nicht mehr, soll die Menschen davon abhalten, zu Jesus zu gehen, um sich vorzubereiten, ihn zu treffen. Satan weiß, solange sie in ihren Sünden sind, kann Gott sie nicht in den Himmel nehmen, und er möchte alles verhindern, dass die Menschen sehen, was ihr Problem ist und wo das Problem gelöst werden kann.
[21:32] Er hat auch heute Abend wieder versucht, viele Menschen, die jetzt live zuschauen, daran zu hindern. Ist ihm nicht gelungen, Gott sei Dank, nicht wahr? Er hasst nämlich dieses Thema, haben Sie es gewusst? Können Sie sich erinnern, als wir letzte Woche genau zu dieser Uhrzeit gesprochen haben, über "Krieg der Sterne"? Wo ging es? Hat Satan rebelliert? Gegen das Gesetz.
[21:50] Und eine Sache mag er überhaupt nicht, er mag viele Sachen nicht, wenn sie gepredigt werden, vor allem nicht, wenn sie die Wahrheit sind. Aber eine Sache mag er ganz, ganz besonders nicht, nämlich das Gesetz. Weil das ist ja das, was ihm immer wieder zeigt: Du liegst falsch. Aber ich hätte die Sünde nicht erkannt, außer durch das Gesetz, denn von der Begierde hätte ich gesagt: Du sollst dich begehren.
[22:10] Können wir dankbar sein für das Gesetz? Ich bin so dankbar für das Gesetz, denn es zeigt mir immer wieder: Hey, du gehst gerade auf den falschen Weg, und ich weiß, da ist wieder der richtige Weg. Das Gesetz führt uns zum Kreuz. Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der von alleine versucht, die 10 Gebote zu halten...
[22:30] Wir halten nicht die 10 Gebote aus eigener Kraft, um dadurch irgendwie vor Gott gut zu stehen. Warum nicht? Weil wir das nicht können. Konnten die Israeliten die 10 Gebote halten in Ägypten? Was meinen Sie? Was würde passieren, wenn ein Israelit zum ägyptischen Sklavenhalter gesagt hätte: Ich will am Sabbat nicht arbeiten? Die Israeliten hatten ja am Sabbat ihren Ruhetag. Glauben Sie, der Sklavenhalter hat sich da groß drum geschert? Es war ziemlich schwer in Ägypten, die Gebote zu halten. Es war unmöglich.
[23:12] Glauben Sie, es war möglich, einfach Gott zu dienen nach seinem eigenen Gewissen, als unterdrückte Minderheit? Gott musste sie erst befreien aus der Knechtschaft, damit sie ihn halten, damit sie die Gebote halten können. Wir können nicht die 10 Gebote halten, um Gott einfach aus eigener Kraft dienen zu können. Wir müssen erst befreit werden am Kreuz. Aber wenn wir am Kreuz gewesen sind, hebt das die Gebote auf?
[23:36] Wer von Ihnen fährt Auto? Wer von Ihnen hat schon einmal erlebt, dass er sich so gefreut hat über das Autofahren und so im Rausch war, dass er ein wenig über dem Tempolimit gewesen ist? Wer von Ihnen war schon mal ein bisschen zu viel, also ein bisschen sehr viel über dem Tempolimit? Dann melden Sie sich nicht.
[24:00] Nehmen wir mal an, Sie fahren auf der Straße, wo vielleicht das Tempolimit 80 ist und Sie werden gestoppt bei 160. Und der Polizist kommt zu Ihnen und Sie sind sich ihrer Sünde bewusst, ihrer Schuld bewusst. Aber dieser Polizist ist wie Jesus und sagt: Ich bitte dir Vergebung an. Ich lösche das alles aus. Du darfst weiterfahren. Frage: Wenn der Polizist sich umdreht und Ihnen gerade vergeben hat, Ihnen kein Knöllchen gibt, Sie es nicht bezahlen müssen, der Polizist vielleicht Ihnen das Geld gibt, wie auch immer Sie aus der Situation herauskommen, Sie müssen nichts bezahlen, Sie kriegen keine Punkte in Flensburg, der Polizist geht zurück, Sie können nichts machen. Wie viel werden Sie fahren? 160? Wohl kaum.
[25:02] Denn hebt die Gnade des Polizisten die Straßenverkehrsordnung auf? Nein. Gnade macht überhaupt nur Sinn, wenn die Regeln weiter bestehen, oder? Denn wenn man das Gesetz aufhebt, dann braucht man keine Gnade. Wenn man die Straßenverkehrsordnung aufgibt und beiseite nimmt, dann brauche ich auch keinen Polizisten, der mir vergibt, dann kann ich sagen, es ist sowieso nicht verboten.
[25:28] Wenn man die 10 Gebote beiseite nimmt, wenn man die 10 Gebote abschafft, dann bräuchte Jesus auch nicht von uns sterben, dann könnte Gott einfach sagen: Sünde ist nicht so schlimm, weil 10 Gebote gelten ja nicht mehr. Verstehen Sie? Das Abschaffen der 10 Gebote, die Idee, dass die 10 Gebote abgeschafft sind, bedeutet im Wesentlichen, dass Jesus' Opfer umsonst war. Es wäre umsonst gewesen.
[25:52] Das ist auch die Idee, die Sie live zuschauen, vor dem Internet. Was das bedeuten könnte und wer sich das wohl ausgedacht hat. Aber lesen wir hier, im Psalm 1, Vers 3: "Wie glücklich ist ein Mensch, der Freude findet an den Weisungen des Herrn." Nun, vielleicht finden Sie keine Freude an der Straßenverkehrsordnung. Bei der Straßenverkehrsordnung ist uns klar, es ist notwendig, aber es gibt etwas, was schön ist an den 10 Geboten.
[26:14] Die 10 Gebote sind nicht einfach nur wie die Straßenverkehrsordnung oder wie das bürgerliche Gesetzbuch. Im Gegensatz zu der Straßenverkehrsordnung und dem bürgerlichen Gesetzbuch kann man echte Freude finden an dem Gesetz Gottes. Man kann, wie der Psalmist hier sagt, Tag und Nacht darüber nachdenken. Wer von Ihnen hat schon mal Tag und Nacht über die 10 Gebote nachgedacht? Ich rede nicht davon, dass wir sagen, die 10 Gebote sind schon wichtig. Tag und Nacht über die 10 Gebote nachdenken.
[26:38] Du sollst nicht töten, du sollst nicht töten, du sollst nicht töten. Was meint der Psalmist? Ich möchte Ihnen etwas zeigen, weil man kann über die 10 Gebote sprechen und sagen: Punkt 1, die 10 Gebote gelten noch. Punkt 2, die 10 Gebote sind wichtig. Punkt 3, die 10 Gebote sind gut. Punkt 4, die 10 Gebote brauchen wir, um die Sünden zu erkennen. Und dann fertig. Aber ich möchte Ihnen etwas zeigen. Ich möchte Ihnen zeigen, dass die 10 Gebote mehr sind als einfach nur ein Regelkatalog, der notwendig ist.
[27:04] Die Bibel sagt uns: "Öffne mir die Augen, damit ich was sehe." Lesen wir gemeinsam. Wer von Ihnen sieht gerne Wunder? Wunder in deinem Gesetz. Wann haben Sie das letzte Mal die 10 Gebote gelesen? Haben Sie da Wunder gesehen drin? Etwas Wunderbares, wo man Tag und Nacht über nachdenken möchte?
[27:26] Womit gehen die 10 Gebote los? Wer kann den Anfang der 10 Gebote mir auswendig sagen? Womit gehen die 10 Gebote los? Fast, das ist nicht der Anfang. Das ist gut, aber das ist nicht der Anfang. Der Anfang ist: "Und Gott redete alle diese Worte und sprach." Jetzt werden Sie sagen: Moment mal, das ist doch nur die Einleitung. Nein, das ist der Anfang der 10 Gebote. Gott redete alle diese Worte und sprach.
[27:56] Hier kommt dreimal die gleiche Idee vor. Welche Idee? Der Anfang der 10 Gebote. Hier kommt dreimal die gleiche Idee vor. Welche Idee? Die Idee von Gottes Wort. Dreimal hintereinander. Er redete alle diese Worte und sprach. Wir lesen da oft zu schnell drüber. Wir lesen auch, das ist nur eine Einleitung. Jetzt kommen wir schnell zum Hauptteil. Bibellesen macht erst richtig Freude, wenn man sich mal die ganzen kleinen Details anschaut.
[28:24] Warum fangen die 10 Gebote an mit: Gott redete alle diese Worte und sprach? Wir haben schon einiges über das Wort Gottes gelernt. Was wissen wir über das Wort Gottes? Das Wort. "Und das Wort war bei Gott. Und das Wort war Gott. Alles ist durch dasselbe entstanden. Und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist." Das Wort Gottes hat was? Es hat schöpferische Kraft. Das Wort Gottes ist nicht einfach nur das Wort Gottes. Das Wort Gottes ist nicht einfach nur etwas, was er sagt. Wenn er etwas sagt, dann tut er das auch. In sich selbst trägt das Wort Gottes eine Kraft.
[29:00] Übrigens, wer ist das Wort Gottes hier? Wir haben das schon angeschaut. Wer ist das Wort, das nachher Fleisch wurde? Jesus. Wer steht ganz am Anfang der 10 Gebote? Das Wort Gottes. Jesus, der alles schafft.
[29:14] Was passiert, wenn Gott spricht? Wie war die Erde, als Gott sie geschaffen hat? Sie war finster und wüst und leer. Wie kam das Licht am ersten Tag in dieses Chaos hinein? Durch das Wort. Ganz genau, Gott sprach, und es wurde Licht. Gott sprach: "Es werde Licht", und es wurde kein Tannenbaum, es wurde kein Elefant, es wurde keine Schildkröte, es wurde Licht.
[29:46] Was bedeutet das? Wenn Gott etwas sagt, dann führt er immer genau das aus, was er gesagt hat. Denken Sie darüber nach. Alles, was Gott sagt, ist er in der Lage, es genau so auszuführen. Gott sagt: "Du sollst nicht töten." Wozu ist er in der Lage? Er ist in der Lage, weil er es gesprochen hat, es auszuführen in uns. Gott sagt: "Du sollst nicht begehren." Wir sagen: Es ist unmöglich als Mensch. Gott sagt: Ich habe es gesprochen. Durch mein Wort kann ich es ausführen in dir. Ist das nicht wunderbar?
[30:22] Noch bevor wir über die 10 Gebote nachdenken, stellen wir fest: Gottes Wort ist die Garantie, dass wir es auch halten können. Nicht wir selbst. Denn Gottes Wort ist wer? Jesus Christus, der Schöpfer. Er kann es in uns tun. Ist es nicht wunderbar?
[30:40] "Herr, öffne mir die Augen, dass ich Wunder sehe in deinem Gesetz." Wie heißt es jetzt weiter? "Ich bin der Herr, dein Gott." Zu wie vielen Israeliten hat Gott da gesprochen am Berg Sinai? Ungefähr 2 Millionen. Warum sagt Gott nicht: "Ich bin der Herr, euer Gott"? Wäre es nicht viel majestätischer, wenn er sagen würde: "Ich bin der Herr, euer Gott"? Warum sagt er: "Ich bin der Herr, dein Gott"? Er meint jeden Einzelnen. Ganz genau. Er meint: Ich bin der Herr, dein Gott, der du gerade vorm Computer sitzt. Genau du. Ich bin dein Gott, der du da in der zweiten Reihe sitzt. Gott spricht jeden Einzelnen persönlich an. Merken Sie sich eine Sache: Wenn Sie die Bibel lesen, Gott meint immer Sie. Wenn ich die Bibel lese, meint Gott immer mich. Er meint nicht nur David und Abraham und Jesus, er meint mich. Gott meint Sie.
[31:38] "Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus dem Land Ägypten, aus dem Haus der Knechtschaft herausgeführt habe." Wir haben darüber schon gesprochen. Jesus antwortete ihnen: Gott ist ein Knecht. Wenn Sie genau gemerkt haben, ist das immer noch kein Gebot, das ist immer noch die Einleitung. Das erste Gebot kommt erst später in Vers 3: "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben."
[32:00] Das heißt, zunächst einmal sagt Gott: "Gott redete alle diese Worte und sprach." Er gibt uns die Garantie, dass durch sein Wort, durch Jesus Christus, wir es halten können. Dann sagt er, wie wir es halten können, weil er uns allein aus Gnaden befreit hat. Er hat uns herausgeführt aus der Sünde. Wodurch hat er uns herausgeführt? Wir haben es schon öfter bezeichnet. "Das Blut soll euch zum Zeichen dienen." Durch das Blut des Lammes, noch bevor überhaupt die 10 Gebote richtig anfangen, gibt uns Gott eine doppelte, eine zweifache Zusicherung: Du kannst sie halten. Ich bin das Wort, du kannst sie halten. Ich habe dich von der Sünde befreit. Noch bevor die 10 Gebote anfangen, spricht Gott erst über das Evangelium.
[32:44] Gott sagt nicht: Das sind meine Regeln. Sondern Gott sagt: Ich weiß, du kannst es nicht alleine. Aber ich kann. Ich habe dich befreit. Und mit meiner Hilfe können wir es jetzt gemeinsam tun. Jetzt kommen die 10 Gebote. Ist das nicht wunderbar?
[32:58] Die Bibel sagt uns in Vers 32 des 8. Römer Kapitels: "Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle, das meint jeden Einzelnen von uns, dahin gegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?"
[33:10] Jetzt, was gehört zu "alles"? Manche Menschen denken, Jesus vergibt mir meine Sünden und dann stellt er mich wieder hin und ich muss alleine weiterlaufen. Jetzt muss ich wieder gehorsam sein und das schaffe ich nicht. Nein, Jesus sagt, er schenkt uns wie viel? Alles. Alles, ganz genau. Danke. Danke für die beherzte Antwort. Er schenkt uns alles. Er schenkt es uns, gehorsam zu sein.
[33:36] Jetzt ganz nebenbei gesagt: Wenn ich nicht gehorsam bin, was bedeutet das? Kann ich dann sagen: Es war zu schwierig? Ich konnte nicht, ich habe mich angestrengt, Gott. Kann ich das noch sagen? Das ist unmöglich. Nicht gehorsam sein bedeutet zu sagen: Ich will das Geschenk nicht. Wenn man Jesus angenommen hat, bedeutet ungehorsam, das Geschenk Jesus zurückzuweisen.
[34:00] Wir denken meistens über die Erlösung als etwas, was sehr einfach zu bekommen ist, und den Gehorsam als etwas sehr Schwieriges, wo man sich anstrengen müsste. Aber nein. Erlösung ist ein Geschenk. Gehorsam ist ein Geschenk. Es ist ein Geschenk.
[34:14] Jetzt kommen wir zu den 10 Geboten. Schon bevor wir zum ersten Gebot kommen, haben wir so viel Evangelium drin. Und wer von uns hat das schon mal alles wirklich studiert? Und es wäre noch mehr, aber wir können ja nicht alles schaffen in Entscheidung 21.
[34:28] "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Warum sagt das Gott? Was ist das Wunder in diesem Gesetz? "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben." Damals aber, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die von Natur nicht Götter sind. Jesus zeigt uns in dem ersten Gebot, dass Sünde unglaublich dumm ist, weil wir etwas hinterher rennen, was sich selbst, was es sogar nicht gibt.
[34:52] Was sind die Götter unserer Zeit? Wir beten unser Auto an, unser Hobby, das Geld. Und wir rennen dem hinterher. Aber Gott möchte uns zeigen, dass wir uns nicht retten. Denn nur Gott kann dir Seelenfrieden geben und nur Gott kann dir helfen im Gericht. Frag mal deinen Lieblingsschauspieler, was er für dich sagen wird im himmlischen Untersuchungsgericht, den du anbetest, deinen Lieblingssänger. Was wird er sagen? Wie viel Geld wird er für dich geben? Was wird er opfern für dich? Er kennt dich noch nicht mal. Aber wir rennen diesen Leuten hinterher und sagen: Das ist doch Quatsch. Und wenn wir das Gebot beachten, werden wir uns vor dieser furchtbaren Selbsttäuschung hüten. Das erste Gebot ist voller Bedeutung.
[35:44] Aber wir gehen weiter. Wie heißt das zweite Gebot? Wer von Ihnen kann das zweite Gebot auswendig zitieren? Ich gebe Ihnen einen Tipp: Lernen Sie mal die zehn Gebote auswendig. Hier haben wir es: "Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was oben im Himmel ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht, denn ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifersüchtiger Gott, der die Schuld der Väter heimsucht an den Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen."
[36:14] Das klingt schon ziemlich... Das liest man auf den ersten Blick und denkt: Meine Güte, jetzt wird es aber wirklich ernst. Wo sind da die Wunder im Gesetz? "Herr, öffne mir die Augen, damit ich die Wunder sehe in deinem Gesetz."
[36:26] Was heißt es eigentlich, Gott zu hassen? Fragen wir mal die Bibel, was die Bibel unter Hassen versteht. Wenn wir "hassen" lesen, woran denken wir? Woran denkt die Bibel? Jesus sagt: "Wenn jemand zu mir kommt und hasst nicht seinen Vater und seine Mutter, seine Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, dazu aber auch sein eigenes Leben, so kann er nicht mal ein Jünger sein." Also, was sollen wir tun? Wir sollen, um ein Jünger zu sein, Vater, Mutter und Frau hassen? Komisch. Das ist vom anderen Evangelisten wiedergegeben. "Mehr Vater oder Mutter liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert."
[37:10] Was heißt es also zu hassen, im biblischen Sprachgebrauch, nicht in unserem modernen Sprachgebrauch? Was heißt es zu hassen? Jemanden an die zweite Stelle setzen. Mehr meint die Bibel nicht mit hassen. Wenn wir in der Bibel "hassen" lesen, jetzt verstehen Sie auch den ganzen Sinn.
[37:26] Er sagt: "Ich bin ein eifersüchtiger Gott." Wer von Ihnen ist eifersüchtig, wenn er offenen Hass bekommt und jemanden mit Fäusten bedroht? Sind Sie dann eifersüchtig? Oder sind Sie eifersüchtig, wenn Sie an die zweite Stelle gesetzt werden? Das Wunder im Gesetz ist zu sehen: Gott möchte, dass wir ihn nicht an die zweite Stelle setzen.
[37:48] Übrigens, das Wort "heimsuchen" meint nicht Strafe. Gott sagt: "Auch wenn du Schulde auf dich lädst, ich werde noch deine Kinder und deine Enkel und deine Urenkel immer wieder selbst aufsuchen." So wie wir gestern gesehen haben: "Ich stehe vor der Tür und klopfe an." Das ist eine Heimsuchung. Er sucht uns in unserem Heim auf. Bei uns klingt "Heimsuchung" mal wie die schlimmsten Plagen Ägyptens, aber das ist nicht gemeint. Was für ein wunderbares Gesetz. Gott nicht an die zweite Stelle setzen. Weil es niemanden gibt, der so viel für mich tun kann und so viel für mich getan hat. Es wäre dumm, ihn an die zweite Stelle zu setzen und jemandem mehr zu gehorchen als ihm.
[38:28] "Der aber Gnade erweist an vielen Tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten." Was für ein wunderbarer Satz. Die mich lieben und meine Gebote halten. Hier ist der Grund, warum Jesus sagt: "Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele, mit deinem ganzen Denken. Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." An diesen zwei Geboten hängen das ganze Gesetz und die Propheten.
[38:54] Gott möchte keinen Kadaver gehorsam. Niemals. In der ganzen Bibel möchte er keinen gehorsam. Und ich kenne so viele Christen, die einfach nur der Bibel folgen, weil sie Angst vor der Strafe haben oder so. Aber das möchte Gott nicht. Gott möchte keine Roboter. Er möchte sehen, dass wir erkennen, dass wir so viel ihm verdanken, dass wir ihm aus Liebe treu sind. Aus unserer eigenen Beziehung zu ihm heraus.
[39:22] Denn die Bibel sagt uns: "Die Erfüllung des Gesetzes ist die Liebe." Das ist das ganze Prinzip. Können Sie sich noch an den Vortrag erinnern, "Krieg der Sterne", wo wir gesagt haben, wie ist Gott? Gott ist die Liebe. Was ist die Liebe? Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes. Jesus sagt und er zitiert aus dem zweiten Gebot. Haben Sie das gewusst? Wenn er sagt: "Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote." Das zweite Gebot sagt: "Denen, die mich lieben und Jesus, meine Gebote halten." Das heißt, was er hier sagt: Stell mich an die erste Stelle. Jesus möchte an der ersten Stelle in unserem Leben sein. Ist Jesus an der ersten Stelle in ihrem Leben?
[40:00] Kommen wir zum dritten Gebot. Wir gehen nur die ersten drei durch. Keine Angst, wir sind gleich fertig. Sie denken, wir gehen alle zehn Gebote durch. Die anderen sieben können Sie zu Hause machen. "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen."
[40:14] Ich sage nicht, dass wir alle Wunder entdeckt haben. Ich gebe Ihnen nur eine Oberfläche, was in diesen zehn Geboten alles drin ist. Denn glauben Sie mir, wenn Gott sich die Zeit nimmt, in Stein zu schreiben, dann überlegt er sich sehr gut jedes einzelne Wort. Und entgegengesetzt der mittelalterlichen Kirche, die das anders gesehen hat, ist dort kein Wort zu viel. Jedes Wort ist schwanger mit Bedeutung.
[40:36] Gucken wir ganz kurz hier an. "Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen." Du sollst einfach nur Gott nicht in einem profanen Sinne verwenden. Das ist in Ordnung und richtig. Aber was sind eigentlich die Namen Gottes? Geben Sie mir mal ein paar Namen von Gott, die Gott hat. Aber. Lieber Vater. Okay, was noch? Aber ist so viel wie Papa. Was noch? Ich bin. Jeder dieser Namen drückt ja was aus. Aber drückt aus diese Nähe, die ich zu einem leiblichen Vater habe, den ich Papa nennen darf. Ich bin drückt die Tatsache aus, egal wo ich mich gerade befinde, Gott ist da.
[41:16] Was gibt es noch für Namen? Elohim ist einfach der Name für Gott. Ganz genau. Was noch? Der Allmächtige. Seine Allmacht wird ausgedrückt. Da war noch jemand. Was hatten wir noch? Immanuel. Was heißt Immanuel nochmal? Wer weiß es? Gott mit uns.
[41:36] All diese Namen sollen wir nicht missbrauchen. Wir sollen nicht einfach nur den Namen Gottes nicht unehrenhaft aussprechen, sondern wir sollen den Charakter hinter dem Namen nicht falsch missbrauchen. Der Name Gottes zum Beispiel ist Immanuel. Jesus ist Retter. Immanuel heißt Gott mit uns. Und Immanuel steht für was? Für das Heiligtum. Gott mit uns. Wenn Sie am Dienstag da gewesen sind, wissen Sie, wovon ich rede. Ansonsten schauen Sie die Aufnahme.
[42:06] Das ist der wichtigste Vortrag. Wie kann ich Gott mit uns missbrauchen? Ist das möglich? Wie kann ich dieses Prinzip missbrauchen? Die Bibel sagt uns das. "Es haben sich einige Menschen eingeschlichen, über die schon längst das Urteil geschrieben ist. Gottlose sind, sie missbrauchen die Gnade unseres Gottes für ihre Ausschweifung." Moment mal. Gott mit uns. Ist das die Gnade? Wir haben am Dienstag gesehen, wie der ganze Erlösungsplan dargestellt wird durch Gott mit uns. Wie der Sünder durch das Blut Jesu reingewaschen werden kann und Jesus als Urpriester für ihn dient, bis er im großen Gericht alle Sünden austilgt und wir in völliger Gemeinschaft mit dem Gesetz Gottes wieder sind. Kann man das missbrauchen? Die Bibel sagt, es ist möglich.
[43:04] Was bedeutet es, den Namen Gottes zu missbrauchen? Es bedeutet, den Erlösungsplan falsch zu interpretieren und zu sagen: Du kannst machen, was du willst. Das ist Missbrauch des Namens Gottes. Wenn Ihnen jemand sagt: Jesus ist für sie gestorben, sie können tun und lassen, was sie wollen, kein Gesetz, keine Züge mehr, dann ist das ein Missbrauch.
[43:31] Zum Schluss möchte ich Ihnen in den letzten Minuten etwas zeigen. Die Bibel sagt uns, womit ist das Gesetz Gottes beschrieben worden? Mit dem Finger Gottes. Was bedeutet der Finger Gottes? In der Bibel haben wir ein kleines Studium. Schauen wir mal in Lukas 11, Vers 20 an: "Wenn ich aber die Dämonen durch den Finger Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen." Jetzt vergleichen wir wieder diesen Vers mit einem anderen Vers, ebenfalls aus dem Evangelium. Gleiche Begebenheit. "Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen." Womit treibt er ihn in Lukas aus? Mit dem Finger Gottes. Und in Matthäus? Mit dem Geist Gottes. Wofür steht der Finger Gottes? Für den Geist Gottes.
[44:17] Womit schreibt er die Zehn Gebote in die Tafeln aus Stein? Mit dem Finger Gottes. Wohin sollen die Zehn Gebote? Sollen die immer noch auf Tafeln? Ja oder nein? Ja. Es steht: "Binde sie um deinen Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens." Stellen Sie sich vor, Ihr Herz, Ihre Gedanken sind eine Tafel aus Stein und dort soll was eingeschrieben werden? Die Zehn Gebote. Womit wurden die Zehn Gebote in die Steintafeln geschrieben? Mit dem Finger Gottes. Wofür steht der Finger Gottes? Für den Geist Gottes.
[45:55] "Ich will meinen Geist in euer Inneres legen und werde bewirken, dass ihr in meinen Satzungen wandelt und meine Rechtsbestimmung befolgt und tut." Wer bewirkt es? Gott, der Heilige Geist. Er bewirkt es. Er schreibt das Gesetz Gottes in unsere Herzen. Wenn wir es ihm erlauben. Wir müssen uns nicht Gedanken machen: Oh, ich muss mehr gehorsam sein. Ich muss es schaffen, damit Gott mich liebt. Gott, du kannst alles von mir haben. Ich möchte dir dienen. Ich bin selbst nicht würdig genug, aber du hast alles für mich gegeben. Ich nehme das Geschenk an. Wirke du in mir, und Gottes Geist kann anfangen zu schreiben. Er schreibt und schreibt und schreibt. Wenn man Zehn Gebote schreibt, das braucht ein bisschen, oder? Dann schreibt man das erste Gebot, das zweite Gebot, das dritte, das vierte und so weiter. Und so schreibt Gott nach und nach all die Gebote Gottes. Und je mehr wir ihm zulassen, desto schneller ist er fertig.
[45:57] Und wenn man ein Dokument geschrieben hat, dann braucht es nur noch eine Unterschrift. Man muss es versiegeln. Kommen Sie am Montag zum Thema "Heilige Zeit". Das dürfen Sie nicht verpassen. Denn das ist mein Blut, das des neuen Bundes. Wir haben schon über den neuen Bund gestern gesprochen. Das ist der Bund, den ich mit dem Haus Israel schließen werde nach jenen Tagen. Sprich daher: "Ich will ihnen meine Gesetze in den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben."
[46:23] Die Zehn Gebote nützen uns nichts, wenn sie auf Steintafeln sind. Sie nützen nichts in Bibeln, auf Papier, wenn sie nicht in ihrem Denken sind. Deswegen sagt der Psalmist: "Ich denke Tag und Nacht darüber nach." Nicht, dass wir nur meditieren und sagen: Du sollst dich töten, du sollst dich töten, du sollst dich töten. Jesus zeigt in der Bergpredigt, da können Sie mal das alleine lesen in Matthäus 5-7, dass diese Gebote so viel enthalten. Je mehr man sich darüber Gedanken macht, was bedeutet es eigentlich nicht zu töten? Es bedeutet auch, den anderen nicht mit Worten zu töten. Keinen Mund, jemanden nicht mundtot zu machen. Und je mehr man darüber nachdenkt, stellt man fest, dass diese Prinzipien so allumfassend sind.
[47:01] Wenn die Bibel sagt, dass jede Sünde Übertretung des Gesetzes ist, bedeutet es, dass Gott es geschafft hat, in zehn kurzen Regeln alles zusammen zu fassen, wovon die Bibel spricht. Je mehr man darüber nachdenkt, desto tiefer und tiefer und tiefer wird es. Wir werden niemals den Grund erreichen. Das sind nämlich Gottes Worte.
[47:17] Psalm 19, Vers 8-10 sagt: "Das Gesetz des Herrn ist vollkommen." Es kann uns nicht vergeben, das Gesetz sind ja nur Regeln. Regeln können nicht vergeben, dazu kam Jesus. Aber selbst ist es vollkommen, es erquickt die Seele. Und im Gesetz sind immer wieder Hinweise, Hinweise, Hinweise, Schilder, die auf Jesus weisen. Schon von Anfang an des Gesetzes und mittendrin immer wieder Hinweise auf Jesus. Es erquickt die Seele, das Zeugnis des Herrn ist zuverlässig, es macht den Unverständigen weise. Die Befehle des Herrn sind richtig, sie erfreuen das Herz. Erfreut sie das Gesetz nicht auch? Fangen Sie an, sich über das Gesetz zu freuen. Fangen Sie an, darüber nachzudenken. Fangen Sie an, darüber zu sprechen. Es ist so wunderbar. Das Gebot des Herrn ist lauter, es erleuchtet die Augen. Ist es nicht schön, wenn wir erleuchtete Augen haben? Die Furcht des Herrn ist rein, sie bleibt in Ewigkeit. Die Bestimmungen des Herrn sind Wahrheit, die sind allesamt gerecht.
[48:07] Das ist das Ziel Gottes. Mose sprach zum Volk: "Fürchtet euch nicht. Denn Gott ist gekommen, um euch zu prüfen und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht sündigt." Denn das ist die Übertretung des Gesetzes. Gott möchte die Gebote in unseren Sinn schreiben, damit wir so handeln wie Gott.
[48:27] Lass mich eine Sache noch kurz sagen. Wir haben gesagt, die zehn Gebote werden zusammengefasst in "Liebe Gott" und "Liebe deinen Nächsten". Aber wissen Sie, dass das eigentlich nur eine Möglichkeit ist, die Gebote zusammenzufassen? In Wirklichkeit sprechen alle zehn Gebote von Gott. Selbst die sechs, die das zwischenmenschliche Verhältnis regeln, sprechen eigentlich von Gott. Lassen Sie mich das kurz illustrieren. Was sagt das sechste Gebot? "Du sollst nicht töten." Warum sagt das sechste Gebot, du sollst nicht töten? Weil Gott das Leben ist.
[48:59] Warum sagt das Gebot, du sollst nicht lügen, du sollst nicht falsches Zeugnis reden? Bitte der Nächsten, das Neunte. Gott ist die Wahrheit. Warum sagt es: Ehre Vater und Mutter? Weil Gott unser Vater ist und die Bibel sagt, er wird uns trösten, wie einen seine Mutter tröstet. Die ersten vier Gebote beschreiben wie Gott ist und nein, die ersten vier Gebote schreiben, wer Gott ist und die anderen sechs, wie Gott ist. Wenn Sie versuchen wollen, die zehn Gebote abzuschaffen, schaffen Sie Gott selbst ab. Das ist unmöglich. Aber wenn die zehn Gebote in unserem Denken sind, dann fangen wir an so zu denken wie Gott. Nicht, dass wir Gott werden, aber wir fangen an, den gleichen Charakter von Gott zu entwickeln.
[49:41] Zum Schluss möchte ich eine Geschichte erzählen und damit aufhören. Matthäus 19 berichtet uns von einem eifrigen Mann. Er war sehr interessiert an Religion. Er kam zu jeder Folge von Entscheidung 21 oder wäre gekommen wahrscheinlich. Denn er fragt, er geht zu Jesus und sagt: "Guter Meister, was soll ich Gutes tun, um ewiges Leben zu erlangen?" Jesus sagt: "Was nennst du mich gut? Niemand ist guter als Gott allein. Willst du aber in das Leben eingehen? Halte die Gebote." Können Sie sehen, dass halten der Gebote mit dem ewigen Leben zu tun hat? Können Sie das sehen?
[50:23] Jetzt fragt er: "Welche?" Dieser junge Mann ist nämlich ein religiöser Mann. Ein religiöser Mensch hat alle Gebote gehalten, wie er meint. Jesus aber sprach: "Du sollst nicht töten, du sollst nicht ehebrechen, du sollst nicht stehlen, du sollst nicht falsches Zeugnis reden. Ehre deinen Vater und deine Mutter und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Der junge Mann spricht zu ihm: "Das habe ich alles gehalten. Wie viel hat er gehalten? Alles. Von meiner Jugend an. Was fehlt mir noch?" Jesus sprach zu ihm: "Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast und gib es den Armen, sonst wirst du einen Schatz im Himmel haben und komm, folge mir nach."
[51:01] Erstens, können Sie sehen, dass Gehorsam immer mit der Nachfolge Jesu zu tun hat. Jesus soll seinen persönlichen Heiland annehmen. Frage: Ich habe viele Menschen gehört, die gesagt haben: Schau her, die 10 Gebote sind nicht alles, denn wie viel hat der Jünger gehalten? Dieser Mensch, wie viel hat er gehalten? Der Jüngling? Alle Gebote? Er hat alle Gebote gehalten und dann musste er noch eine zusätzliche Vorschrift einführen? Eine zusätzliche Last tragen? Alles verkaufen, was er hatte?
[51:25] Gehen wir nochmal zurück. Jesus spricht zu ihm und jetzt denken Sie genau mit. Wir haben noch genau 2 Minuten. Welche Gebote zählt Jesus auf? Was das erste Gebot aufzählt? "Du sollst nicht töten." Welches Gebot ist das? Das ist Gebot Nummer 6. Dann kommt: "Du sollst nicht ehebrechen", das ist Gebot Nummer 7. Dann sagt er: "Du sollst nicht stehlen", das ist Gebot Nummer 8. Wir haben jetzt 5, nein, Verzeihung, 6, 7, 8. Jetzt kommt: "Du sollst nicht falsches Zeugnis reden", das ist Gebot Nummer 9. Dann kommt: "Ehre deinem Vater und deiner Mutter", das ist Gebot Nummer Wer hat 10 gesagt? 5.
[52:11] Jetzt Moment mal. Stellen Sie sich vor, Sie reden mit Jesus und Jesus sagt: Halte das 5. Gebot, das 6. Gebot, Verzeihung, nein, das 6. Gebot, das 7. Gebot, das 8. Gebot, das 9. Gebot, das 5. Gebot. Jesus, hast du dich verzählt? Das 6., das 7., das 8., das 9., das 5. Und dann sagt er noch: "Und du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst." Und das ist ja die Zusammenfassung von allen 6. Er sagt, du sollst das 6. Gebot halten, das 7. Gebot halten, das 8. Gebot halten, das 9. Gebot halten, das 5. Gebot halten und natürlich alle, die so damit zusammenhängen von den 6.
[52:57] Dieser Mann war kein Atheist. Dieser Mann kannte die 10 Gebote. Die Pharisäer mussten sogar das gesamte Alte Testament mit 14 Jahren auswendig können. Wir können sicher sein, dass zumindest nicht der Jüngling die 10 Gebote auswendig kannte. Als er hörte: 6., 7., 8., 9., was hat er erwartet? Welches Gebot kommt als nächstes? Das 10., aber welches kam das? 5. Jesus spart das 10. Gebot aus. Warum? Damit der Jüngling sagen kann: Das habe ich alles gehalten. Was hat alles gehalten? Das 6. Gebot, das 7., das 8., das 9., und das 5.
[53:37] Was war sein Problem? Dieser Jüngling hielt nicht das 10. Gebot. Was sagt das 10. Gebot? "Du sollst nicht begehren." Und warum sagt Jesus? Was sagt Jesus zu ihm? Jesus gibt ihm die Therapie gegen dieses Gebot. Was ist die Therapie, wenn ich begehre, begehre, begehre? Was ist das Beste, was ich tun kann? Alles verkaufen.
[53:57] Frage: Muss jeder Mensch alles verkaufen, um ins ewige Leben zu kommen? Ja oder nein? Nein. Nikodemus war viel reicher als der Jüngling. Tradition sagt uns, steht nicht in der Bibel, müssen wir nicht glauben, aber die Tradition sagt uns, dass Nikodemus so reich war, dass er hätte 10 Jahre lang Jerusalem alleine versorgen können, in der Falle einer Hungersnot. Er hätte dann alles dem Christentum später übergeben. Aber Jesus sagt zum Nikodemus und Johannes 3: Nicht, verkaufe alles, was du hast. Denn das war nicht das Problem des Nikodemus. Nikodemus hatte kein Problem mit dem 10. Gebot, deswegen musst du auch nicht alles verkaufen.
[54:33] Jesus legt den Finger in der unglaublich warmen und liebevollen Art und Weise genau den Finger in die Wunde und sagt: Genau da ist das Problem. Das 10. Gebot. Könnte es sein, dass wir kein Problem mit dem 6., 7., 8., 9., oder mit welchem Gebot auch immer haben, aber es ein Gebot gibt, wo wir nicht mit Gott übereinstimmen? Was wäre das in Ihrem Fall? Wenn Sie die 10 Gebote durchgehen, könnte es sein, dass Sie auch vielleicht in so einer Situation sind, die sagen: Ich habe das alles gemacht, das alles gemacht, das alles gemacht, aber Sie haben Jesus nicht bisher nachgefolgt und deswegen gibt es da eine Lücke.
[55:13] Als aber der junge Mann das Wort hörte, ging er betrübt davon, denn er hatte viele Güter. Was hätte ihn glücklich gemacht? Die Bibel sagt: "Wie glücklich ist ein Volk, das auf Gottes Gesetz hört." Sind Sie im Zusammenhang? Wenn ich nicht bereit bin, Gottes Gebot ganz zu folgen, bin ich betrübt. Könnte es sein, dass wir so oft betrübt sind, so oft niedergeschlagen sind, so oft verzweifelt sind, weil wir einfach nicht den einfachen, leicht verständlichen Regeln Gottes folgen, die wir halten können, nicht durch eigene Kraft, sondern durch Gottes Wort, durch Jesus Christus, durch unsere Verbindung mit ihm.
[55:49] "Mein Sohn, vergiss meine Lehre nicht und dein Herz bewahre meine Gebote, denn sie werden dir Verlängerung der Tage und Jahre des Lebens und viel Frieden bringen." Wer von Ihnen hätte gern viel Frieden? Ein langes Leben. Hier steht, Verzeihung, hier steht nicht ein langes Leben. Hier steht eine Verlängerung der Tage. Niemandem langes Leben. Sie verspricht aber, dass unser Leben länger ist als ohne die Gebote. Macht das Sinn? Gott verspricht niemandem, dass er 90 Jahre alt wird. Er sagt aber, wenn du die Gebote hältst, lebst du länger, als wenn du sie nicht hältst. Interessant.
[56:17] "Wer hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und darin bleibt, dieser Mensch, der kein vergesslicher Hörer, sondern ein wirklicher Täter ist, der Gebote natürlich, er wird glückselig sein in seinem Tun." "Glückselig sind, die seine Gebote tun, damit sie Anrecht haben an den Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen können." Möchten Sie in dieser Stadt wohnen? Wir werden ein ganzes Thema dazu haben.
[56:41] Jesus sagt: "Die Liebe tut dem Nächsten nichts Böses, so ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes." Wir könnten einen Text nach dem anderen nehmen, ich habe nur noch zwei für Sie. Und das sind die schönsten. "Denn das ist die Liebe zu Gott. Wollen Sie irgendwie Ihre Liebe zu Gott ausdrücken? Das ist die Liebe zu Gott, dass wir seine Gebote halten." Und jetzt achten Sie auf das, und es ist so wunderbar: "Und seine Gebote sind..." Ich, das müssen Sie lauter sagen, "die Gebote sind nicht schwer."
[57:11] Sie sind unmöglich zu halten ohne Jesus. Es ist unmöglich, versuchen Sie es gar nicht erst. Fangen Sie gar nicht erst an zu versuchen, die zehn Gebote aus eigener Kraft zu halten. Es ist unmöglich. Sie werden enden wie Martin Luther, der fast tot war, weil er es versucht hat. Bis er Jesus fand und wusste: Wenn ich mit Jesu Kraft, durch seine Gnade, wenn ich Jesus nachfolge, mit Jesus lebe, Jesus lieb habe, dann wird er mir die Kraft schenken. Er wird mein Denken verändern, denn er schreibt in meinen Sinn, in mein Denken, schreibt er das. Durch den Heiligen Geist. Gebot für Gebot.
[57:45] Deswegen meine Einladung, nicht meine Einladung, Jesu Einladung: "Liebt er mich, so haltet meine Gebote." Und diese Frage ganz kurz uns zu Gemüte führen: Wollen Sie mit Gottes Hilfe, Herr, dir will ich gehorsam sein. Ist es nicht auch Ihr Wunsch? Nachdem wir es heute gesehen haben, diesen ewigen Maßstab zu erfüllen, wenn das Ihr Wunsch ist, wollen Sie es nicht auch Gott zeigen, während in diesen Tagen, in diesen Jahren gerade das Untersuchungsgericht vor sich geht? Zu sagen: Ich kann es nicht selbst halten. Ich habe gar nicht mal die Chance. Ich kann mich auch nicht selbst verteidigen, aber Gott kann es. Und ich möchte einfach auf Gottes Seite stehen. Ich möchte in der Karteikarte des Star-Anwalts des Universums stehen. Er wird mich durchführen. Er schreibt die Gebote in meinen Sinn. Ich möchte ihn machen lassen. Ich möchte auf seiner Seite stehen.
[58:31] Wenn es Ihr Wunsch ist, möchte ich Sie bitten, einladen, mit aufzustehen für ein Abschlussgebet.
[58:47] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für diesen Abend und dass du uns gezeigt hast, was es bedeutet, im Gericht zu sein. Es ist nichts, was wir leicht nehmen sollten, was wir ignorieren sollten oder was wir auf die leichte Schulter nehmen sollten, aber wo wir keine Angst haben brauchen. David hat gesagt: "Herr, richte mich." Und wir haben heute gesehen, warum. Herr Jesus, du bist unser Anwalt, aber nicht nur das, du bist unser Richter. Und solange wir mit dir verbunden sind, solange wir alles an das Kreuz bringen und dich um Vergebung bitten und dein Gnaden-Geschenk annehmen, solange sind wir sicher und niemand, wie du gesagt hast, niemand, weder im Himmel noch auf der Erde noch in der Hölle, kann uns aus deiner Hand reißen.
[59:33] Und wir möchten, nachdem wir heute gesehen haben, was der ewige Maßstab sein wird und ist, möchten ich bitten, dass du uns hilfst, deine Gebote zu halten. Und wir haben gesehen, es ist keine große Last. Es ist nicht schwer, es ist einfach, denn du wirkst es in uns. Du schreibst deine Gebote in unseren Sinn, wenn wir es erlauben. Und das möchten wir dich bitten, dass du es tust und dass du uns hilfst dabei. Und wir möchten dir danken, dass du uns Schritt für Schritt führst, auch in dieser Serie hier, mit all den Entscheidungen, die wir zu tun haben und die wir zu fällen haben. Und wir bitten dich, dass wir uns bald wieder am Montag gesund hier einfinden können zum nächsten Vortrag. Amen.