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Manuskript:CSH_2012_Q3_Folge11.pdf

In dieser Cannstatt Study Hour-Folge taucht Christopher Kramp tief in das erste Kapitel des zweiten Thessalonicherbriefs ein. Er beleuchtet die Bedeutung von Wachstum im Glauben und in der Liebe, die Rolle des Ausharrens angesichts von Verfolgung und die gerechten Gerichte Gottes. Der Vortrag ermutigt die Zuhörer, ihre eigene geistliche Entwicklung zu reflektieren und sich auf die Wiederkunft Jesu vorzubereiten.

In dieser Cannstatt Study Hour-Folge beginnt Christopher Kramp die Betrachtung des zweiten Thessalonicherbriefs mit dem ersten Kapitel. Er beleuchtet die Verheißungen für verfolgte Gläubige und analysiert die Einleitung des Briefes, die Parallelen zum ersten Thessalonicherbrief aufzeigt. Der Sprecher betont das Wachstum im Glauben und in der Liebe, das die Thessalonicher erlebten, und ermutigt die Zuhörer, ihr eigenes geistliches Wachstum zu reflektieren. Weiterhin werden biblische Texte vorgestellt, die das stetige Voranschreiten im Glauben und Charakter verdeutlichen. Der Vortrag thematisiert auch die Bedeutung von Ausdauer, die Gerechtigkeit Gottes im Gericht und die Hoffnung auf die Wiederkunft Jesu.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2012 Q3: Die Thessalonicherbriefe

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Transkript

[1:12] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Heute zur nächsten Folge und wir werden jetzt den zweiten Thessalonicherbrief beginnen. Schön, dass ihr eingeschaltet habt, dass ihr wieder live dabei seid auf www.joelmedia.de. Wir werden unser nächstes Thema gemeinsam studieren.

[1:36] Und heute heißt unser Thema: Verheißungen an die Verfolgten. Paulus, nachdem er seinen ersten Thessalonicherbrief beendet hat, schreibt später noch einen zweiten Brief. Wir werden sehen, aus welchen Gründen, unter anderem, um noch einigen Lehren, die er im ersten Brief erläutert und erklärt hat, mehr Nachdruck zu verleihen. Wir wollen heute damit beginnen oder heute die Zeit damit nutzen, das erste Kapitel im zweiten Thessalonicherbrief gemeinsam zu studieren und zu analysieren und zu schauen, was wir persönlich daraus gewinnen können.

[2:12] In 2. Thessalonicher 1 und dort Vers 1, dort heißt es: Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der Thessalonicher in Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus. Wir sehen hier den gleichen Anfang wie auch im ersten Brief an die Thessalonicher. Dort hieß es ja auch: Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der Thessalonicher, in 1. Thessalonicher 1, Vers 1. Wieder sind es die gleichen Evangeliumsarbeiter, die schreiben und obwohl Paulus der Hauptschreiber ist, reihen sich Silvanus und Timotheus – wir wissen ja, Silvanus hatten wir studiert, ein anderer Name für Barnabas – sie reihen sich hier ein und sind sozusagen mit Co-Autoren.

[3:00] Und wenn wir diesen Vers genauer anschauen, wenn es hier heißt: „in Gott, unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus“, sehen wir, dass es fast die gleiche Formulierung ist wie auch in 1. Thessalonicher 1, Vers 1, wo es damals hieß: „Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der Thessalonicher in Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus.“ Also beide Briefe fangen ziemlich identisch an, aber sie sind auch – das ist kein großes Wunder, weil Paulus auch in anderen Briefen ähnlich schreibt, zum Beispiel im 2. Korintherbrief, 2. Korintherbrief 1 und dort Vers 19, da sagt er: „Denn der Sohn Jesus Christus, der durch uns unter euch verkündigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war ja nicht Ja und Nein, sondern in ihm ist das Ja geschieden.“ An vielen Orten macht Paulus deutlich, dass nicht er der Alleinige ist, der predigt und er schreibt, sondern er möchte immer wieder darauf hinweisen, dass andere mit ihm mitarbeiten, dass der Fokus nicht so sehr auf ihn als den einzigen Verkündiger gerichtet wird, obwohl er natürlich eine besondere Rolle auch gespielt hat.

[4:08] Paulus fährt fort in 2. Thessalonicher 1 zu sagen, in Vers 2: „Und das ist wieder so eine typische Briefgrußformel: Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.“ Und auch diese Formulierung ist fast identisch, wenn nicht ganz identisch mit dem, was er im 1. Thessalonicherbrief geschrieben hat. Dort hieß es in Vers 1: „Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.“ Und auch das ist eine Formulierung, die immer und immer wieder kommt. Nur als ein Beispiel, es werden ja damals mehrere angeschaut. 1. Korinther 1, Vers 3. Dort sagt Paulus in 1. Korinther 1, Vers 3: „Gnade sei mit euch und Friede von Gott unserem Vater und dem Herrn Jesus Christus.“

[4:56] So ist auch dieser 2. Thessalonicherbrief ein ganz normaler Brief des Paulus, so wie all die anderen auch. Und ich glaube, es ist nicht unwichtig, sich noch einmal daran zu erinnern, dass er uns, die wir diesen Brief lesen, Gnade und Frieden wünscht. Gnade und Frieden. Gnade und Frieden für dich und Gnade und Frieden für mich.

[5:20] Mit Vers 3 beginnt er jetzt sozusagen den inhaltlichen Teil. Er sagt: „Wir sind – 2. Thessalonicher 1, Vers 3 – wir sind es Gott schuldig, alle Zeit für euch zu danken, Brüder, wie es sich auch geziemt, weil euer Glaube über die Maßen wächst und die Liebe jedes Einzelnen von euch zunimmt allen gegenüber.“ Und auch das wiederum erinnert uns an etwas, was er im ersten Brief geschrieben hat. Im ersten Brief hat er ja auch diese Einleitung gehabt, wo er sich vorgestellt hat, wo Silvanus und Timotheus vorgestellt hat, dann Gnade und Frieden geschrieben hat. Und dann hatte er gesagt, 1. Thessalonicher 1, Vers 2 und 3: „Wir danken Gott alle Zeit für euch alle, wenn wir euch erwähnen in unseren Gebeten, indem wir unablässig gedenken an euer Werk im Glauben und eure Bemühungen in der Liebe und euer standhaftes Ausharren in der Hoffnung auf unseren Herrn Jesus Christus vor unserem Gott und Vater.“ Bevor also Paulus in den Ratschlag ging und in die Beschreibung der Dinge, die er erklären wollte, hat er damals gesagt: Ich danke für drei Dinge. Ich danke für euren Glauben, ich danke für eure Liebe und für eure Geduld und deswegen bete ich ständig zu Gott.

[6:32] Und jetzt im zweiten Brief bestätigt er, dass er wiederholt ist. Und wann immer die Bibel etwas wiederholt, sollten wir aufmerksam sein, weil es besonders wichtig ist. Er wiederholt zu sagen, dass er Gott schuldig ist zu danken. Und das heißt zu beten, über was? Vers 3 in 2. Thessalonicher 1 sagt uns: wegen eures Glaubens und der Liebe.

[6:58] Interessanterweise sagt Paulus etwas sowohl über den Glauben als auch über die Liebe, dass uns, wenn wir den 1. Thessalonicherbrief gut studiert haben, hilft jetzt die Verbindung vom 1. zum 2. Brief zu sehen. Er sagt nämlich, dass der Glaube über die Maßen wächst und die Liebe jedes einzelnen von euch zunimmt allen gegenüber. Sowohl der Glaube als auch die Liebe wachsen und nehmen zu und damit erfüllt sich etwas, was Paulus im ersten Brief angedeutet hatte und eingefordert hatte.

[7:30] In 1. Thessalonicher 4, Vers 10, wir hatten es ja ausführlich öfter besprochen, 1. Thessalonicher 4, Vers 10 heißt es: „Und das tut ihr auch an allen Brüdern, die in ganz Mazedonien sind. Wir ermahnen euch aber, ihr Brüder, dass ihr darin noch mehr zunehmt.“ Also Paulus hatte damals sie gelobt für ihren Glauben, für ihre Liebe und hat dann gesagt: Aber wir bitten euch, nehmt noch zu. Und jetzt schreibt er in den zweiten Brief und sagt: Ich danke Gott, weil euer Glaube über die Maßen wächst und die Liebe zunimmt.

[8:06] Wir können also vom ersten zum zweiten Thessalonicherbrief sehen, wie bereits innerhalb von wenigen Monaten oder Jahren der Glaube von Urchristen radikal gewachsen ist. Wir reden oft über Wachstum im Glauben. Die Gemeinde in Thessalonich ist ein Beispiel, wo uns Paulus bezeugt, dass diese Gemeinde tatsächlich gewachsen ist. Sie ist im Glauben gewachsen und zwar über die Maßen, also mehr als was Paulus erwartet hätte und auch in der Liebe. Wachstum ist also offensichtlich nicht nur etwas, wovon wir reden, was wir theoretisch wissen, dass wir erfahren müssen, sondern etwas, was die Thessalonicher tatsächlich erfahren hatten.

[8:54] Und die Frage, die ich mir stellen muss, die Frage, die du dir stellen musst, ist: Wenn wir zurückschauen in die letzten Wochen oder Monate oder Jahre sogar und wir finden irgendwo einen Punkt X und wir wissen, wie wir dort gewesen sind und wir vergleichen uns jetzt, können wir sagen, dass auch wir in unserem Glauben über die Maßen gewachsen sind, dass wir in der Liebe gewachsen sind oder müssen wir feststellen, dass da kein Wachstum gewesen ist oder vielleicht sogar ein Minuswachstum, eine Abnahme?

[9:26] Dieser Vers 3 sollte uns dazu ermuntern und aufrütteln, uns wirklich die Frage zu stellen: Sind wir in den letzten Monaten, Jahren, Wochen, was auch immer, in unserer geistlichen Erfahrung gewachsen? Es reicht nicht, wenn wir einfach einen ersten Thessalonicher, eine erste Thessalonicher Erfahrung haben, wo wir wissen, wir haben ein gewisses Maß an Glauben, ein gewisses Maß an Liebe, ein gewisses Maß an Ausharren. Wir brauchen dann die Erfahrung des zweiten Thessalonicherbriefes, dass wir die nächste Stufe erklimmen und über die Maßen wachsen.

[10:02] Schauen wir gemeinsam einige Texte an, die das Wachstum des Gläubigen in der Bibel beschreiben. In Hiob 17, Vers 9. In Hiob 17, Vers 9. Die Bibel macht deutlich, dass ein Leben mit Gott dazu führt, dass wir in unserem Kurs lehrmäßig und auch in unserem Charakterkurs geradeaus weitergehen werden und dass unsere Kraft zunehmen wird. Andere Bibelstelle zum gleichen Thema: Psalm 84, Vers 8. Dort heißt es: „Sie schreiten von Kraft zu Kraft, erscheinen vor Gott in Zion.“ Paulus hat ja auch öfter diese Formulierung von Herrlichkeit zu Herrlichkeit oder von Glaube zu Glaube, Römer 1, Vers 17. Hier heißt es: „Sie schreiten von Kraft zu Kraft.“ Das sind Erfahrungen, die wir brauchen.

[11:10] In Sprüche 4, Vers 18. Sprüche 4, Vers 18. „Aber der Pfad des Gerechten ist wie der Glanz des Morgenlichts, das immer heller leuchtet bis zum vollen Tag.“ Immer heller wie ein Sonnenaufgang ist der Pfad des Gerechten. Und die Frage, die ich mich stellen muss und die Frage, die du dir stellen musst, ist: Unser Weg so? Nehmen wir zu an Glauben? Nehmen wir zu von Kraft zu Kraft? Wachsen wir oder bleiben wir immer wieder auf dem gleichen Level stehen oder fallen und müssen das alte Level erst wieder erreichen? Das ist eine ernste Frage, die ich mir stellen muss. Und ich möchte mir vornehmen, heute, wo wir das lesen und hier gemeinsam studieren, zu wachsen. So wie die Thessalonicher ein zweites Level erreicht haben, in diesem zweiten Thessalonicherbrief, auch ein neues Level zu erreichen im Wachstum, im Glauben, in der Liebe und im Ausharren.

[12:06] Schauen wir uns noch einige neutestamentliche Texte dazu an. In Lukas 17 und dort Vers 5. Lukas 17 und dort Vers 5. Dort bitten die Apostel und sprachen zum Herrn: „Mehre uns den Glauben.“ Und hoffentlich ist es auch unsere Bitte, dass wir mehr Glauben haben wollen. Mehre uns den Glauben. Wir wollen im Glauben wachsen.

[12:30] Johannes 15, Vers 2. Da finden wir diese Idee, dass ein Wachstum notwendig ist. Und wir finden auch die Idee, wie das Wachstum zustande kommt. Jesus sagt: „Jede Rebe an mir, die keine Frucht bringt, nimmt er weg. Jede aber, die Frucht bringt, reinigt er, damit sie mehr Frucht bringt.“ Wir sollen also nicht damit zufrieden sein, dass wir Frucht bringen, im Vergleich zu denjenigen, die keine Frucht bringen, sondern Gott möchte dieses Werk an uns tun, dass er uns reinigt und immer mehr reinigt, sodass wir mehr Frucht bringen. Und wir können uns die Frage stellen: Wie viel Frucht bringen wir momentan? Zu Gottes Ehre. Durch seine Kraft und durch seine Herrlichkeit und durch seine Gnade. Und was kann er in unserem Leben noch tun? Was möchte er wohl noch tun? Und dementsprechend wollen wir uns reinigen lassen. Wir haben nicht die Zeit, das genau zu studieren, aber in 2. Petrus 1, Vers 5 bis 10 finden wir die konkreten Schritte, die Petrus uns nennt, in 2. Petrus 1, Vers 5 bis 10, wie wir im Glauben wachsen können.

[13:34] Gehen wir zu 2. Thessalonicher 1, Vers 4. Wir haben gesehen, Paulus wiederholt seinen Gedanken von dem Beten für die Gemeinde, weil sie Liebe hat, weil sie Glauben hat. Und wir hätten gesehen, in 1. Thessalonicher hatte sie auch Ausharren. Jetzt in Vers 3 hatten wir die Liebe und den Glauben wiedergefunden. Aber in Vers 4 finden wir jetzt auch das Ausharren. Denn er sagt in Vers 4: „sodass wir selbst uns im Hinblick auf euch rühmen in den Gemeinden Gottes wegen eures standhaften Ausharrens und eurer Glaubenstreue in allen euren Verfolgungen und Bedrängnissen, die ihr zu ertragen habt.“ Das heißt, in Vers 3 und 4 finden wir genau die drei gleichen Dinge wieder: nämlich Glaube, Liebe und Ausharren, die auch in 1. Thessalonicher 1, Vers 2 und 3 eine Rolle gespielt haben.

[14:22] Nun, was bedeutet dieses Ausharren? Wozu brauchen wir dieses Ausharren? In Römer 2, Vers 7 finden wir einen Hinweis. Dort heißt es: „denen, nämlich die mit Ausdauer im Wirken des Guten Herrlichkeit, Ehre und Unvergänglichkeit erstrieben, ewiges Leben.“ Ausharren ist dazu da, dass wir nach etwas streben, nämlich, sagt die Bibel, nach Herrlichkeit, nach Ehre und nach Unvergänglichkeit. Ausdauer im Gutes tun, im Wirken des Guten.

[15:02] Und es ist wirklich wichtig. Wenn wir Römer 5 anschauen, Römer 5 und dort Vers 3 bis 5, dort sehen wir die Wichtigkeit des Ausharrens. Es heißt aber nicht nur das, sondern wir rühmen uns auch in den Bedrängnissen, weil wir wissen, dass die Bedrängnis standhaftes Ausharren bewirkt. Das standhafte Ausharren aber Bewährung, die Bewährung aber Hoffnung, die Hoffnung aber lässt nicht zu Schanden werden, denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist. Also wir brauchen standhaftes Ausharren, damit wir uns bewähren und Hoffnung haben können. Viele Menschen sind heute ohne Hoffnung, weil ihnen die Bewährung fehlt, und die fehlt ihnen deswegen, weil sie nicht standhaft ausgeharrt haben, nicht gelernt haben.

[15:50] Dabei sagt uns die Bibel, dass nur wenn wir Geduld haben, wir ja die Verheißung auch wirklich in Anspruch nehmen können, weil sie sich dann erst erfüllen. In Hebräer 6, Vers 15 zum Beispiel, Hebräer 6, Vers 15, dort heißt es: „Und da jener auf diese Weise geduldig wartete, erlangte er die Verheißung.“ Viele Verheißungen Gottes werden nicht im Nu sofort in ihrem vollen Umfang erfüllt, sondern es braucht Geduld und standhaftes Ausharren.

[16:22] Denn dieses standhafte Ausharren vollendet den Charakter. Wir haben einige Beispiele dafür. Schauen wir gemeinsam in Hebräer 12, Vers 1 bis 3. Dieses standhafte Ausharren, was die Thessalonicher offensichtlich gehabt haben, wofür Paulus gedankt hat, und da auch wir standhaftes Ausharren benötigen, wollen wir von den Thessalonichern lernen.

[16:46] Hebräer 12, Vers 1 bis 3, dort heißt es: „So lasst uns jede Last ablegen und die Sünde, die uns so leicht umstrickt.“ Geht es dir nicht auch so, dass die Sünde uns so leicht umstrickt, dass sie uns oft so leicht umstricken lassen von dieser furchtbaren Sünde? Aber Paulus sagt: „Lasst uns jede Last ablegen, egal was dich quält, egal was dich niedergeworfen hat. Und wenn eine Sünde dir das Gefühl gegeben hat, du bist von Gott verworfen, leg sie an die Füße unseres Erlösers. Lasst uns jede Last ablegen und mit Ausdauer laufen in dem Kampf, der vor uns liegt, indem wir hinschauen auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, der um der vor ihm liegenden Freude willen das Kreuz erduldete und dabei die Schande für nichts achtete und er sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.“ Und dann sagt er: „Achte doch auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert.“

[17:50] Kann es manchmal sein, dass du und ich den Mut verlieren, weil die Last zu groß wird, weil die Sünde uns so leicht umstrickt und wir den Kampf nicht mehr ertragen können? Paulus sagt: Schau auf Jesus, schau auf seine Langmut, schau auf sein Ausharren, denn er hat den Glauben in dir angefangen und er kann den Glauben in dir vollenden. Jesus kann den Glauben in mir vollenden und er kann den Glauben in dir vollenden. Und er möchte das tun, wenn wir nicht aufgeben.

[18:18] Und manchmal fühlen wir uns so, als ob wir aufgeben wollen, aber Jesus ruft uns heute zu: Gib nicht auf, hab Ausharren, hab Geduld und warte auf die Verheißung, bis sie sich erfüllt, denn das Wort Gottes kann nicht lügen.

[18:34] In Jakobus 1 und dort Vers 3 und 4. Jakobus 1, Vers 3 und 4 heißt es: „Da ihr wisst, dass die Bewährung eures Glaubens standhaftes Ausharren bewirkt. Das standhafte Ausharren soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr vollkommen und vollständig seid und es euch an nichts mangelt.“ Ausharren oder Geduld bewirkt unsere Charaktervervollkommnung.

[19:02] Und deswegen dankt er Paulus so, dass wir als Personen nicht nur im Glauben und in der Liebe, sondern auch im Ausharren, in der Geduld immer mehr wachsen. Und auch wir werden Geduld brauchen.

[19:18] Und dann gibt es den berühmten Vers in Offenbarung 14, Vers 12. Da sagt die Bibel: „Hier ist das standhafte Ausharren der Heiligen. Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“ In der letzten Zeit gibt es Menschen, die den Glauben an Jesus und die Gebote Gottes bewahren, weil sie Ausharren haben, weil sie standhafte Geduld haben. Und wenn wir unter dieser Gruppe sein wollen, wenn wir bei diesen Menschen sein wollen, die inmitten nationalen, weltweiten, universellen Abfalls zu Gott treu stehen bleiben wollen, dann müssen wir die Lektion aus 2. Thessalonicher lernen, von diesen Gläubigen in Thessalonich, die standhaftes Ausharren hatten.

[19:58] Und warum hatten sie standhaftes Ausharren? Weil, so sagt uns Paulus, sie über die Maßen im Glauben und in der Liebe gewachsen sind. Weil sie nicht nur von Wachstum gesprochen haben, sondern weil sie Wachstum erlebt haben und Schritt für Schritt im Glauben tatsächlich zugenommen haben.

[20:18] Die Verfolgung, von der Paulus spricht, und die ja ein Hauptthema dieser Woche sind, die hatte er schon im ersten Brief angesprochen. 1. Thessalonicher 2 und dort Vers 14 hat er ihnen gesagt – er wusste ganz genau, welche Verfolgung, welche Trübsal diese jungen Gläubigen, Urchristen in Thessalonich erlebt haben. Und er sah ihre Beständigkeit und ihr Ausharren in Jesus.

[21:04] Schauen wir gemeinsam in 2. Thessalonicher 1 und jetzt Vers 5. Paulus gibt ihnen jetzt einen Hinweis, der ihnen helfen soll, diese Verfolgung noch besser einzuordnen. Während ihr in dem ersten Brief gesagt habt, ihr erlebt genau das, was ihr erlebt habt, und sagt nach dem Motto: Das ist etwas, was wir alle erleben müssen, sagt er jetzt im 2. Thessalonicherbrief etwas, was ihnen noch mehr Mut geben kann. Er sagt in Vers 5: Paulus sagt, weil ihr verfolgt werdet, bekommt ihr sozusagen einen Hinweis, etwas, was euch darauf aufmerksam macht, dass Gottes gerechtes Gericht euch für würdig erachtet, das Reich Gottes zu ererben. Mit anderen Worten: Die Verfolgung sind ein Hinweis darauf, dass ihr auf dem richtigen Weg seid, sagt er den Thessalonichern.

[22:08] Nun, versteht mich nicht falsch. Paulus sagt nicht, dass wir Verfolgung einladen sollen und uns so abstoßend wie möglich verhalten sollen, damit wir verfolgt werden. Aber wenn ein Christ in Glauben und Liebe und Ausharren nach bestem Wissen und Gewissen lebt, wird er verfolgt werden, und dieser Umstand wird ihn bestärken darin, dass er auf dem richtigen Weg ist.

[22:28] Dass Gottes Gerichte gerecht sind, ist etwas, was wir in der ganzen Bibel finden können. Einige Texte in den Psalmen zum Beispiel sagen das so deutlich, dass man es nicht missverstehen kann. In Psalm 9, Vers 9 zum Beispiel, dort heißt es: „Er wird den Erdkreis richten in Gerechtigkeit und den Völkern das Urteil sprechen, wie es recht ist.“ Genauso finden wir in Psalm 50 und dort Vers 6: „Und der Himmel verkündet seine Gerechtigkeit, dass Gott selbst Richter ist.“ Und viele andere Texte. Wir können auch in die Offenbarung gehen, in Offenbarung 15, Vers 4 zum Beispiel. Offenbarung 15, Vers 4, dort heißt es: „Ja, alle Völker werden kommen und vor dir anbeten, denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.“ Die Bibel macht deutlich, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt die ganze Welt erkennen wird, dass Gott gerecht ist.

[23:32] Und mitten in dieser Verfolgung, in den Schwierigkeiten des Glaubenslebens der Gegenwart, sagt Paulus: Die Schwierigkeiten sind ein Anzeichen, sie wollen euch darauf hinweisen, dass Gott ein gerechter Richter ist. Vielleicht fragst du dich: Es ist so gemein, ich möchte nur meinem Glauben leben. Warum ist meine Familie dagegen? Warum ist mein Ehepartner so schlecht zu mir? Warum lachen mich meine Kinder aus? Oder was auch immer. Warum verliere ich meinen Arbeitsplatz? Aus welchem Grund habe ich diese Schwierigkeiten mit dem Glauben? Die Bibel sagt: Diese Schwierigkeiten sind ein Anzeichen darauf, dass Gott gerecht richten wird.

[24:12] Und wir wollen würdig sein, so wie Paulus es im 2. Thessalonicherbuch schreibt. Es sagt, dass ihr des Reiches Gottes würdig geachtet seid. Was bedeutet es, würdig zu sein? Schauen wir in Lukas 21, Vers 36. Lukas 21 und dort Vers 36. Jesus sagt dort: „Darum wacht jederzeit und bittet, dass ihr gewürdigt werdet, diesem allen zu entfliehen, was geschehen soll, und vor dem Sohn des Menschen zu stehen.“ Möchtest du auch diese Würde empfangen? Dass du dem entfliehst, was geschehen soll auf dieser Erde, und dass du vor dem Sohn des Menschen stehen kannst, und dass du dem entfliehst, was geschehen soll auf dieser Erde, und dass du vor dem Sohn des Menschen stehen kannst, und ihm ins Angesicht ziehen kannst?

[25:08] Jesus sagt, damit wir würdig erachtet werden, müssen wir jederzeit wachen. Und ich weiß aus meinem Leben, in dem Moment, wo wir nicht wachen, passiert genau das, was wir uns vorher nie vorgenommen haben, was wir vielleicht sogar als unmöglich erachtet hätten. Aber wir verlieren unseren Halt in Christus, wenn wir nicht wachen. Und deswegen sollen wir wachen und bitten, dass wir gewürdigt werden. Und wenn wir gewürdigt werden, werden wir auch die ein oder andere Verfolgung erleiden, so wie es Paulus sagt.

[25:44] Nun, was macht uns unwürdig? Schauen wir in Apostelgeschichte 13 und dort Vers 46. Apostelgeschichte 13 und dort Vers 46. Er sagt: „Da sagten Paulus und Barnabas freimütig: Euch musste das Wort Gottes zuerst verkündigt werden. Da ihr es aber von euch stoßt und euch selbst des ewigen Lebens nicht würdig achtet, siehe, so werden wir uns zu den Heiden.“ Paulus sagt, letztendlich sind wir es selbst, die wir uns unwürdig machen, die wir uns selbst unwürdig erachten für das ewige Leben, indem wir das Wort Gottes von uns stoßen. Das Wort Gottes von sich zu stoßen, weil man es vielleicht intellektuell nicht wahrhaben will, oder weil man die Sünde, die es aufdeckt, nicht aufgeben will. Aber so wie wir das Wort Gottes von uns stoßen und sagen: Wir wollen es nicht hören, wir wollen es nicht darüber reden, es interessiert uns nicht – in dem Moment machen wir uns unwürdig des ewigen Lebens.

[26:44] Aber die Thessalonicher, die das Wort, so hatten wir im ersten Thessalonicherbrief gelernt, von Paulus nicht als Menschenwort, sondern als Gotteswort angenommen haben, sie haben es nicht abgestoßen und sie waren würdig des Reiches. Was ist deine Beziehung zur Bibel? Stößt du sie hinweg? Oder nimmst du sie demütig an? Nimmst du das an, was sie dir sagt?

[27:08] Und dann heißt es in Offenbarung 3, Vers 4 ebenfalls über die Würdigkeit für das ewige Leben. Offenbarung 3 und dort Vers 4: „Doch hast du einige wenige Namen auch in Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben, und sie werden mit mir wandeln in weißen Kleidern, denn sie sind es wert.“ Ja, Gott gibt uns ein reines, weißes Kleid der Gerechtigkeit, aber er möchte auch, dass wir es unbefleckt lassen. Und wenn wir es befleckt haben, kann Gott uns es wieder reinmachen. Wir können unser Gewand waschen im Blut des Lammes. Aber wehe dem, der mit beflecktem Kleid einhergeht und sagt: Alles ist in Ordnung, Jesus wird es schon in Ordnung finden. Jesus ist nicht so kleinlich, dass er auf die Flecken achtet auf dem Kleid. Wer mit Flecken einhergeht und sie nicht sich im Blut Jesu waschen lässt, der sagt selbst: Ich möchte nicht. Der sagt selbst, dass er unwürdig ist für das ewige Leben.

[28:08] Und Apostelgeschichte 14, Vers 22 macht deutlich, dass wenn wir unbefleckt sind, dass wenn wir würdig sein wollen, in das ewige Leben hineinzukommen, wenn wir würdig sein wollen, das ewige Leben zu erreichen und die neue Erde zu sehen, dann werden wir durch Verfolgung gehen. Apostelgeschichte 14, Vers 22 macht das deutlich. Denn es heißt: „Dabei stärkten sie die Seelen der Jünger und ermahnten sie, unbeirrt im Glauben zu bleiben und sagten ihnen: Wenn wir in das Reich Gottes hineinkommen wollen, müssen wir wissen, dass wir nicht nur durch einige oder manche, sondern durch viele Bedrängnisse hindurch müssen.“

[29:56] Wirst du bedrängt aufgrund deines Glaubens? Jesus sagt in der Bergpredigt: „Freut euch und jubelt, denn euer Lohn ist groß im Himmel, denn so sehr haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch waren.“ Wenn wir nach bestem Wissen und Gewissen Gott dienen und wir haben Verfolgungen und Bedrängnisse, dann dürfen wir wissen, wir sind auf dem richtigen Weg, denn der Weg ins Reich Gottes geht nach der Bibel durch viele Bedrängnisse. Und deswegen brauchen wir Ausharren, deswegen brauchen wir Geduld, deswegen brauchen wir ein Wachstum im Glauben und in der Liebe.

[29:36] Schauen wir 2. Thessalonicher 1, Vers 6 an. Dort heißt es: „Gerechtes vor Gott, dass er denen, die euch bedrängen, mit Bedrängnis vergilt.“ Was ist die Gerechtigkeit Gottes? Die Gerechtigkeit Gottes ist, dass alle diejenigen, die uns jetzt eine schwere Zeit bereiten, die uns jetzt bedrängen und die uns jetzt verfolgen, sie werden genau das bekommen, was sie ausgeteilt haben. Gottes Gerichte sind gerecht.

[30:00] Sehen wir uns nur ganz kurz einige Beispiele an. In Sacharja 2, Vers 12. Da sagt Gott: „Denn so spricht der Herr der Herrscharen: Nachdem die Herrlichkeit erschienen ist, hat er mich zu den Heidenvölkern gesandt, die euch geplündert haben, denn wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.“ Gott sagt: Wer immer dich verfolgt, wer immer dir das Leben schwer macht, wer immer dich angreift, er greift meinen Augapfel an. Ich weiß nicht, wie viele Menschen du es erlaubst, deinen Augapfel zu berühren. Aber die natürliche Reaktion eines Menschen ist, seinen Augapfel zu beschützen. Niemand darf mir ins Auge fassen. Und so ist auch Gott. Niemand, fest ungestraft, gewalttätig, verbal, wie auch immer, nimmt ein Kind Gottes an. Niemand wird ungestraft uns verfolgen. Niemand wird ungestraft uns versuchen zu verführen. Niemand. Gott hat es versprochen.

[31:24] In Offenbarung 6, Vers 10, wird deutlich, dass das, was wir uns erhoffen und wünschen, dass Gott gerechtes Urteil fällt, nicht immer sofort eintrifft. Offenbarung 6, Vers 10 macht deutlich, dass es hier eine scheinbare Verzögerung gibt. Offenbarung 6, Vers 10 heißt es: „Und sie riefen – das ist im 5. Siegel – mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, oh Herr, oh Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rächst nicht unser Blut an denen, die auf der Erde wohnen?“ Hier entsteht der Eindruck: Gott, du müsstest schon längst gerichtet haben. Warum ist diese Zeitspanne zwischen der Ungerechtigkeit, die geschieht, und einem gerechten Gericht? Und die Antwort ist dann gegeben, dass Gottes Plan es so vorsieht, und dass am Ende, wenn Gott das Gericht hält, alle sehen werden, nicht nur, dass er gerecht ist, sondern dass es auch weise war, es genau zu diesem Zeitpunkt zu tun. Das wäre ein Studium extra für sich selbst. Auf julemedia werdet ihr einige Vorträge finden, demnächst, die das noch ausführlicher beschreiben, vor allem die letzten Folgen von Entscheidung 21.

[32:24] Und dann werden wir sehen, oder können wir sehen, in Offenbarung 16, Vers 5 und 6, wenn der Zeitpunkt gekommen ist, wo Gott ein gerechtes Urteil fällt, dass er tatsächlich nach diesem Prinzip vorgeht, dass die Menschen das ernten, was sie gesehen haben. Schauen wir in Offenbarung 16, Vers 5 und 6. Die Bibel sagt: „Und ich hörte den Engel der Gewässer sagen: Gerecht bist du, oh Herr, der du bist und warst und der Heilige bist, dass du so gerichtet hast, denn das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen und Blut hast du ihnen zu trinken gegeben, denn sie verdienen es.“ Wir sehen also, dass Gott nicht einfach willkürlich straft, sondern einfach das auf die Ungläubigen zurückfallen lässt, was sie selbst getan haben und ihnen sozusagen damit das gibt, was sie selbst gesehen haben.

[33:20] Wann kommt diese Gerechtigkeit im Gericht Gottes? Schauen wir gemeinsam in 2. Thessalonicher 1, Vers 7. Dort heißt es: 2. Thessalonicher 1, Vers 7: „Euch aber, die ihr bedrängt werdet, mit Ruhe gemeinsam mit uns, bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht.“ Das heißt, denen, die uns verfolgen, sie werden Bedrängnis bekommen. Wir aber, die wir bedrängt werden, werden Ruhe erben. Wann? Bei der Offenbarung des Herrn Jesus vom Himmel her mit den Engeln seiner Macht. Und da ist Paulus wieder bei seinem Lieblingsthema, wenn es um die Thessalonicherbriefe geht, bei der Wiederkunft Jesu.

[34:00] Jesus sagt uns in Offenbarung 22, und dort Vers 12. Offenbarung 22, Vers 12: „Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einen jeden so zu vergelten, wie sein Werk ist.“ Jesus sagt, wenn ich komme, dann wird jedem vergolten, wie sein Werk ist, dann wird Gerechtigkeit siegen. Ich weiß nicht, wie es in deinem Leben ist, ob du das Gefühl hast, obwohl du Gott glaubst, dass es dir ungerecht ergeht und dass du verfolgt wirst. Einer der Gründe, warum wir auf die Wiederkunft warten, ist, weil dann Gott recht sprechen wird. Er wird jedem das geben, was er selbst haben möchte.

[34:48] Schauen wir in Matthäus 16, Vers 27. Matthäus 16 und dort Vers 27. Die Bibel sagt: „Denn der Sohn des Menschen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln kommen und dann wird er jedem Einzelnen vergelten nach seinem Tun.“ Jeder Einzelne wird vor uns individuell Gott Rechenschaft geben müssen, verantwortlich sein, was habe ich mit meiner Zeit getan, was habe ich gesagt, was habe ich mit meiner Energie, mit meinen Kräften für oder gegen Gott getan. Du und ich werden nach dem gerichtet werden, was wir getan haben, nach unserem Werk. Das ist das, was die Bibel von erster bis zur letzten Seite lehrt.

[35:48] Schauen wir gemeinsam in 2. Thessalonicher 1 und dort Vers 8. Denn Paulus sagt hier in 2. Thessalonicher 1, was mit denjenigen passieren wird, die bei der Wiederkunft als Ungläubige erfunden werden. Er hatte ja schon im ersten Thessalonicherbrief, in 1. Thessalonicher 4, Vers 16 und 17, gesagt, was mit denen geschieht, die gläubig sind. Sie werden entweder sofort verwandelt werden oder aber, wenn sie gestorben sind, auferweckt werden bei der Stimme des Erzengels mit der Posaune Gottes und sie werden gemeinsam verwandelt, entrückt werden in den Wolken Jesus entgegen. Aber was passiert mit denjenigen, die dem Evangelium nicht gehorsam gewesen sind, wie es hier heißt in Vers 8? „Das heißt, in flammendem Feuer, wenn er Vergeltung üben wird an denen, die Gott nicht anerkennen und an denen, die dem Evangelium unseres Herrn Jesus Christus nicht gehorsam sind.“

[36:32] Warum sterben sie? Die Bibel macht ganz deutlich, dass Gott ihnen auch hier das gibt, was sie selbst möchten. Nicht nur, was sie durch ihr eigenes Leben angelegt haben, sondern was sie auch im Moment der Wiederkunft sich ersehnen. Denn in Offenbarung 6, Vers 14 bis 16 steht: Offenbarung 6, Vers 14 bis 16: „Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird. Und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt. Und die Könige der Erde und die Großen und die Reichen und die Herrführer und die Mächtigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge. Und sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt und vor dem Zorn des Lammes.“

[37:20] Die Ungläubigen, die Gott nicht anerkennen wollen, die dem Evangelium nicht gehorsam sein wollten, sagen selbst: Wir wollen lieber sterben, als in das Angesicht Jesu zu schauen. Wir wollen lieber tot sein, als in der Gegenwart eines heiligen Gottes zu leben. Wir möchten lieber für immer nicht existieren, als im Himmel gequält zu werden von einer Heiligkeit, die wir auf der Erde nicht ertragen konnten.

[37:52] Kannst du in das Angesicht Jesu schauen? Kannst du in das Angesicht Jesu schauen? Das ist die Frage, die wir uns stellen wollen. Sind wir dem Evangelium Jesu Christi gehorsam? Haben wir Gott anerkannt? Denn wir sehen ganz deutlich, dass das Evangelium hier in Vers 8 Gehorsam erfordert.

[38:20] Schauen wir uns nur einen Text an, der das ganz deutlich macht, in Hebräer 5 und dort Vers 9. Hebräer 5, Vers 9, dort heißt es: „Und nachdem er zur Vollendung gelangte – das spricht er von Jesus – ist er allen, die ihm gehorchen, der Urheber ewigen Heils geworden.“ Ja, Jesus ist der Urheber ewigen Heils. Für wen? Allen, die ihm gehorchen. Deswegen sagt er: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote.“ Und deswegen sagt er: Alle diejenigen, die dem Evangelium nicht gehorsam gewesen sind, werden vernichtet werden.

[39:04] Paulus machte in einer Sprache, die kein Mensch missverstehen kann, deutlich, dass das Evangelium Gehorsam impliziert. Freilich, niemand von uns kann aus eigener Kraft gehorsam sein. Ich kann das nicht, du kannst es nicht. Aber das Evangelium, die Kraft Gottes, Römer 1, Vers 16, hat die Kraft, hat die Macht, hat die Herrlichkeit durch Jesus Christus, durch seine Gnade, durch seine Wahrheit und durch seine Güte, in uns Gehorsam zu schaffen, in uns Gehorsam zu erzeugen. Gott sagt in Hesekiel 36: „Ich werde bewirken, dass du in meinen Satzungen und meinen Bestimmungen lebst und wandelst.“

[39:48] Schauen wir in 2. Thessalonicher 1 und dort Vers 9. Es heißt: „Diese werden Strafe leiden, ewiges Verderben vom Angesicht des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft.“ Ist es nicht erstaunlich, dass sie Strafe erleiden vom Angesicht des Herrn? Und das ist das, was wir ausdrücken. Wir können das Gesicht Jesu nicht ertragen. Das Angesicht des Herrn. Das Angesicht Jesu. Wie schaute es auf dich heute? Wie schaute es auf mich heute? Und wenn es nicht so schaut, wie wir uns wünschen würden, wollen wir nicht alles, was wir haben, alles, was uns so leicht umstrickt, jede Sünde, jeden Ballast, nicht auf ihn werfen und sagen: Herr Jesus, wir werfen unsere hilflosen Seelen auf dich. Bitte rette uns, hilf uns, dass du wieder mit Freuden davon schauen kannst.

[40:48] Die Bibel macht deutlich, dass wir immer, wenn Menschen gesündigt haben, sich von der Gegenwart Gottes, von seinem Angesicht entfernt haben. In 1. Mose 3 und dort Vers 8 lesen wir, in 1. Mose 3, Vers 8: „Und sie hörten die Stimme Gottes, des Herrn, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war, und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, hinter den Bäumen des Gartens.“ In 1. Mose 4 und dort Vers 16. Dort heißt es: „Und Kain ging hinweg von dem Angesicht des Herrn und wohnte im Land Nod, östlich von Eden.“ Sünde trennt uns vom Angesicht Gottes. Und weil die Menschen am Ende der Zeit an der Sünde festhalten werden, werden sie sagen: Wir können das Angesicht Gottes nicht ertragen, lieber sterben wir.

[41:36] Die Frage ist: Kannst du in das Angesicht Jesu schauen? Und die Frage ist: Kann ich in das Angesicht Jesu schauen? Und wenn es dort etwas gibt, was uns hindert, lasst uns alles, was uns hindert, auf den Altar legen. Wenn es eine Sünde gibt, die wir getan haben, und wenn es heute gewesen ist, lasst uns das erleben, was David erlebt hat in Psalm 51. Als er sagt in Psalm 51, Vers 12: „Erschaffe, o Gott, mir ein reines Herz und gib mir von neuem einen festen Geist in meinem Innern. Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen Heiligen Geist nicht von mir. Gib mir wieder die Freude an deinem Heil und stärke mich mit einem willigen Geist.“ Das ist das, was ich möchte. Ist auch das, was du möchtest, dass wir nicht von Gottes Angesicht verworfen werden, dass er uns ein reines Herz schenkt, ein neues Herz schenkt, jeden Tag neu einen festen Geist, der uns bewahrt.

[42:44] Schauen wir gemeinsam in 2. Thessalonicher 1 und dort Vers 10. „An jenem Tag, wenn er kommen wird.“ Warum? Warum kommt Jesus? Der Text sagt weiter: „um verherrlicht zu werden in seinen Heiligen, nicht nur beklatscht zu werden von seinen Heiligen, sondern verherrlicht zu werden in seinen Heiligen und bewundert in denen, die glauben, denn unser Zeugnis hat bei euch Glauben gefunden.“

[43:12] Was heißt es, dass Gott sich verherrlichen möchte in den Gläubigen? Lesen wir einen wunderbaren Text in Jesaja 44, Vers 23. Dort heißt es: „Frohlockt, ihr Himmel, denn der Herr hat es vollbracht! Jauchzt, ihr Tiefen der Erde! Brecht ihr nicht Jubel aus, ihr Berge und Wälder samt allen Bäumen, die darin sind? Denn der Herr hat Jakob erlöst, und in Israel verherrlicht er sich.“ Gottes Erlösung dient dazu, dass er verherrlicht wird in seinem Volk.

[43:44] Was genau verherrlicht Gott? Schauen wir gemeinsam in Johannes 11 und dort Vers 4. Jesus sagt uns, wodurch Gott verherrlicht wird. In Johannes 11, Vers 4 heißt es: „Als Jesus es hörte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum Tode, sondern zur Verherrlichung Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht wird.“ Krankheit, die geheilt wird, verherrlicht Gott. Und in diesem Fall war es eine besondere Krankheit, denn diese Krankheit führte zum Tod. Lazarus starb, und es ist ein Symbol für eine Krankheit, die zum Tod führt, die die Bibel Sünde nennt, von der wir alle infiziert sind. Und Gott sagt: Meine Herrlichkeit besteht darin, dass ich dich von dieser Krankheit erlösen kann, selbst wenn du schon so tot bist, so geistlich tot, dass du angefangen hast zu stinken, so wie Lazarus. Selbst wenn du schon geistlich anfängst zu verwesen, das Wort Gottes hat die Kraft, dich aufzuerwecken. Gottes Wort, Jesus Christus selbst, hat heilsame, schöpferische Kraft, und das ist die Herrlichkeit Gottes. Darin wird er verherrlicht, wenn sein Volk wieder heil wird, heil am Herzen, heil am Körper, heil an der Seele, heil am Geist. Und wenn Jesus kommt, kommt er, um verherrlicht zu werden in seinem Volk.

[45:12] Er kommt nicht, um die Sünde auszumerzen. Hebräer ist dort ganz deutlich, Hebräer 9, Vers 28: „So wird Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer dargebracht hat, um die Sünden vieler auf sich zu nehmen, zum zweiten Mal denen erscheinen, die auf ihn warten, nicht wegen der Sünde, sondern zum Heil.“ Wenn Jesus wiederkommt, kommt er nicht, um noch das Sündenproblem zu lösen, sondern er kommt, um verherrlicht zu werden. Und wie wird Gott verherrlicht? Gott wird verherrlicht, wenn Krankheit geheilt worden ist, wenn Tod überwunden worden ist, wenn Sünde besiegt und überwunden worden ist.

[45:52] Schauen wir gemeinsam in 2. Thessalonicher 1, Vers 11. Dort heißt es: „Deshalb beten wir auch alle Zeit für euch, dass euer Gott euch der Berufung würdig mache und alles Wohlgefallen der Güte und das Werk des Glaubens in Kraft zur Erfüllung bringe.“ Paulus sagt: Weil ihr so viel wachst und weil ihr über die Maßen zunehmt, deswegen beten wir weiter. Wir sind nicht stolz und sagen: Jetzt habt ihr es erreicht, jetzt lassen wir uns erstmal um die anderen kümmern. Er sagt: Wir beten weiter und weiter, denn der Satan, er schläft nicht, denn Gott muss das Werk zu Ende bringen, zur Erfüllung, und zwar in Kraft. Es ist genau das, was es schon im 1. Thessalonicher Brief in Kapitel 1, Vers 3 gesagt hat: „Wir beten alle Zeit für euch.“

[46:36] Was ist Gottes Wohlgefallen? Schauen wir in Lukas 12, Vers 32. Lukas 12, Vers 32. Da heißt es: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde, denn es hat eurem Vater gefallen, euch das Reich zu geben.“ Gottes Wohlgefallen ist es, uns das Himmelreich zu geben. Gott freut sich darauf, es uns zu geben und er möchte, dass wir vorbereitet sind, er möchte, dass wir würdig sind. Und so traurig ist er, wenn wir uns als unwürdiger weisen, wenn ich mich ja unwürdiger weise, durch das, was ich tue, durch das, was ich sage. Und wenn es auf dich auch zutrifft, Gott ist so traurig, weil er hat sich vorgenommen, dir das Reich zu geben. Er freut sich darauf, dir die Krone auf den Kopf zu legen, er freut sich darauf, dein Gesicht zu sehen, wenn du auf der neuen Erde bist. Warum haben wir alles in der Welt? Wollen wir das verpassen?

[47:28] Der letzte Vers in 2. Thessalonicher 1 für diese Woche ist Vers 12. Dort heißt es: „damit der Name unseres Herrn Jesus Christus in euch verherrlicht werde und ihr in ihm gemäß der Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus.“ Wie werden wir verherrlicht? Wie können wir die Sünde überwinden? Durch die Gnade unseres Gottes und des Herrn Jesus Christus. Gnade führt dazu, dass wir in ihm verherrlicht werden und ehren uns. Gnade führt nicht dazu, dass wir ständig weiter sündigen und er uns einfach die Augen zudrückt, sondern Gnade führt letztendlich dazu, dass wir in ihm verherrlicht werden. Und das wünsche ich dir und wünsche ich mir.

[48:08] In Kolosser 2, Vers 9 und 10. Dort lesen wir Kolosser 2, Vers 9 und 10: „Denn in ihm wohnt die ganze Fülle der Gottheit leibhaftig, und ihr seid zur Fülle gebracht in ihm, der das Haupt jeder Herrschaft und Gewalt ist.“ In Jesus werden wir zur Fülle gebracht, in Jesus werden wir vollkommen, in Jesus können wir diesen Charakter entwickeln, nur durch ihn, in ihm und mit ihm.

[48:44] Der letzte Vers für heute in 2. Korinther 13, Vers 4. 2. Korinther 13 und dort Vers 4 heißt es: „Denn wenn er auch an Schwachheit gekreuzigt wurde, so lebt er doch aus der Kraft Gottes. So sind auch wir zwar schwach in ihm, doch werden wir mit ihm leben aus der Kraft Gottes.“ Für euch: Bist du schwach heute? Erlebst du in deinem Leben, dass Schwachheit dich niederdrückt? Gott hat die Kraft, sein Wort hat die Kraft, nimm es im Glauben an und wachse weiter, hab Ausharren, so wie die Thessalonicher, mit all der Verfolgung von innen und von außen und von tief drinnen. Sei standhaft und schau auf Jesus. In ihm ist das Heil. Er hat den Glauben in dir angefangen, er will den auch vollenden. Und wenn du ihm gehorsam bist, durch seine Kraft wird er dich bis ans Ende bringen. Das kann er mit mir tun und das kann er mit dir tun, und ich wünsche mir, dass er es mit uns beiden tut. Gott segne dich in deiner Entscheidung für ihn und deinem Studium.

[49:48] Wir werden nächste Woche ein wirklich spannendes Kapitel studieren, wir werden das zweite Kapitel studieren, was uns viel mit Prophetie beschäftigen wird. Ich hoffe, ihr freut euch darauf. Ladet andere ein, dieses Thema auch mit uns gemeinsam zu studieren, nächste Woche hier auf joelmedia.tv.de. Und wir wünschen euch Gottes Segen und viel Freude beim Studium seines Wortes. Amen.


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