[0:00] Herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar hier auf Joelmedia TV. Schön, dass ihr da seid, hier auch in Stuttgart-Bad Cannstatt. Ich freue mich, dass ihr von nah und fern euch auf den Weg gemacht habt zu unserem Offenbarungsseminar. Heute ist ein besonderes Offenbarungsseminar, und zwar aus folgendem Grund: Wir werden heute die Geschichte mit der Französischen Revolution abschließen und dann nächstes Mal ein neues... wird sich heute, aber das werden wir gleich noch sehen, dem Bogen schließen.
[0:32] Bevor wir aber das machen, haben wir eine Frage, und bevor wir die beantworten, werden wir gemeinsam, wie jedes Mal, beten. Ich lade euch ein, auch vor dem Computer niederzuknien, wenn ihr könnt, und uns hier auch niederzuknien.
[0:49] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir dein Wort haben, dass wir studieren können, dass wir uns hier zusammenfinden können, um zu lernen und dir näher zu kommen mit dem Studium der Offenbarung. Wir möchten dich bitten, dass du gegenwärtig bist, dass du unser Lehrer bist und dass wir sehen, dass du der Herr der Geschichte bist und dass du die Geschichte lenkst und leitest, dass wir dir vertrauen dürfen und dass du auch unsere Geschichte, unsere eigene Geschichte lenkst und leitest, dass du unser Herr bist. Amen.
[1:23] Gut. Offensichtlich gibt es doch ein kleines Problem mit dem Ton, aber das haben wir gleich geregelt. Unser Tontechniker hat alles im Griff.
[1:35] Wir haben folgende Frage gehabt, und das ist eine sehr interessante Frage: Bitte erkläre doch anhand der Bibel die Aussage Jesu in Matthäus 23, Vers 39. Damit ich einer lieben Freundin die Wahrheit über Israel mit der Stellung des Stephanus, ist durch Israel als Nation verworfen, dass es sich bei diesem Text nicht um eine Bedingung für Jesu Wiederkunft handelt, erklären kann.
[2:04] Und zwar ist die Behauptung von der Freundin, dass in Matthäus 23, Vers 39 – wir lesen mal den Text – dort heißt es: „Und die nachfolgende Frage, die noch dazugehört, ist folgende: Was ist die Definition für die Sünde gegen den Heiligen Geist?“ Die entsprechende Freundin hat behauptet, die Sünde gegen den Heiligen Geist ist die Ablehnung von Jesus als Messias, wodurch die Sünde gegen den Heiligen Geist von dem Volk Israel bereits vorsehbar ist. Was ist die Definition für die Sünde gegen den Heiligen Geist? Die Sünde gegen den Heiligen Geist ist die Ablehnung von Jesus als Messias, wodurch die Sünde gegen den Heiligen Geist von dem Volk Israel bereits vor seiner Kreuzigung begangen wurde. Und darauf wollen wir jetzt im Zusammenhang beides beantworten.
[2:55] Schauen wir uns den Kontext von Matthäus 23, Vers 39 an. Wer spricht hier? Hört ihr den Text an? Matthäus 23, Vers 39, wer spricht hier? Hier spricht Jesus. Zu wem spricht er? Er sagt: „Siehe, euer Haus wird euch verwüstet und gelassen werden.“ Zu wem hat er das ganze Kapitel über gesprochen? Zu den Pharisäern und Sadduzäern. „Wie ihr euch die Schrift gelehrt habt, ihr Heuchler.“ Und dann sagt er: „Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn.“ Und dann sagt er: „Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr sehen, bis ihr sprechen werdet: Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn.“
[3:46] Zu dieser Zeit bereits die Sünde gegen den Heiligen Geist begangen? Ja oder nein? Wer sagt ja? Wer sagt nein? Okay, wir haben ziemlich 50-50. Ich kann nicht genau sehen, wie ihr euch entscheidet.
[4:04] Wir machen jetzt eine kurze Wiederholung. Wir wollen nicht zu viel Zeit darauf verwenden. In Daniel 9, Vers 24 wird uns gesagt, es werden wie viele Wochen über das Volk und die Heilige Stadt bestimmt? Es werden wie viele Wochen über das Volk und die Heilige Stadt bestimmt? 70 Wochen. Diese 70 Wochen, wissen wir, sind abgeschnitten von wie vielen Tagen? 490 Tage sind 490 Jahre. Diese 70 Wochen sind abgeschnitten von 2300. Wir machen nur ein bisschen Wiederholung von dem, was wir schon alles gründlich studiert haben. Und für wen sind diese 490 Jahre abgeschnitten? Für? Sein Volk und die Heilige Stadt. Für Israel, richtig?
[5:16] Frage: Wann begannen diese beiden Zeitketten? Wir haben einen guten Bibelstudenten unter uns. Was war das Ereignis, warum im Jahre 1450 sie losging? Der Erlass zum Aufbau Jerusalems. Genau. Wunderbar. Wer das zum ersten Mal hört, der sei verwiesen auf unseren Vortrag „Countdown der Zeitalter“, Nummer 6 in Entscheidung 21. Oder wir werden das auch mal konkret, wenn jemand von euch eine Frage hat, können wir das mal alleine zusammen machen.
[6:04] Die Bibel sagt, dass dann 69 Wochen vergehen werden bis zu einem Gesalbten. Diese 69 Wochen sind wie viele Tage? 483 Tage sind 483 Jahre. Und die bringen uns in welches Jahr? 27 nach Christus. Bei den meisten von euch sollte es nur noch Erinnerungszeichen klingen. Das bleibt noch eine Woche übrig. Wie viele Tage? 7 Tage sind 7 Jahre. Die Bibel sagt in Vers 27, in der Mitte der Woche wird was passieren. In der Mitte der Woche werden? Speis und Schlachtopfer aufhören. Und was bedeutet das? In der Mitte der Woche sind wie viele Tage? 3,5 Tage. Und wodurch hören die Speis- und Schlachtopfer auf? Durch die Kreuzigung Jesu.
[7:08] Und jetzt sehen wir schon gleich, eigentlich ist das schon die Antwort auf unsere Frage. Aber ist die Zeit für Israel schon abgelaufen? Nein. Hier sind wir im Jahre 31 nach Christus im Frühjahr. Aber die Zeit läuft erst im Jahre 34 nach Christus. Was ist im Jahre 34 nach Christus passiert?
[7:30] Schauen wir ganz kurz in Apostelgeschichte 7. Apostelgeschichte 6. Übrigens, wird kurz nach der Kreuzigung und Auferstehung der Heilige Geist in Fülle ausgegossen. In Apostelgeschichte 2. Und jetzt schaut mit mir in Apostelgeschichte 6. Innerhalb dieser explodierenden, jungen christlichen Gemeinde entstehen einige Schwierigkeiten über das Essen. Demzufolge werden sieben Diakone gewählt. Einer von ihnen ist ein Diakon mit Namen Stephanus. Apostelgeschichte 6, Vers 8 sagt uns, dass Stephanus ein Mann voller Glaubens und heiligen Geistes ist. Das Wort „viel“ der ganzen Menge. Und sie wählten Stephanus, einen Mann voller Glaubens und heiligen Geistes.
[8:22] Und dieser Stephanus predigt jetzt voller Heiligen Geist, und man kann ihm nicht widerstehen. Das kommt in den nächsten Versen. Sie kämpfen gegen ihn und wollen nicht, dass er so großen Erfolg hat in der Mission. Und da sie ihm aber nicht widerstehen können, Vers 10: „Sie konnten der Weisheit und dem Geist, mit dem er redete, nicht widerstehen“, haben sie jetzt falsche Zeugen angestiftet. Diese falschen Zeugen stellen Stephanus vor den Hohen Rat. Vor dem Hohen Rat stand schon Jesus.
[8:53] Jetzt in Apostelgeschichte 7 finden wir die Predigt, die er hält. Wisst ihr, wo er predigt? Stephanus predigt in Apostelgeschichte 7. Er predigt quasi über das gesamte Alte Testament. Es fängt an bei Abraham, dann kommt Isaac und Jakob und Joseph. Und vor allem viel Zeit verbringt er mit Mose. Später geht er zu David, Salomo. Und man könnte denken, es geht so weiter. Aber mittendrin, in Vers 49 und 50 predigt er noch: „Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel sind für meine Füße. Was für ein Haus wollt ihr mir bauen? Spricht der Herr, oder wo ist der Ort, an dem ich ruhen soll?“
[9:33] Und während er so weiter predigt, unterbricht er seine Predigt. Schaut mal, was er in Vers 51 sagt. Das heißt, über einen langen Zeitraum hat das Volk Israel dem Geist Gottes widerstanden. Jetzt ist das einmalige Widerstehen gegen den Geist Gottes gegenüber die Sünde gegen den Heiligen Geist? Nein. Was ist die Sünde gegen den Heiligen Geist? Das fortgesetzte, permanente Widerstehen bis zu dem Punkt, wo ich nicht mehr erreichbar bin. Denn jedes Mal, wenn der Heilige Geist auf mich zukommt, kann ich entweder für ihn entscheiden oder gegen ihn. Aber ich kann nicht neutral bleiben. Und wenn ich fortgesetzt mich immer gegen ihn entscheide, kommt irgendwann der Punkt, dass der Abgrund kommt. Irgendwann geht es nicht mehr weiter. Und dann bin ich nicht mehr erreichbar. Man spricht auch von einer Herzensverhärtung. Irgendwann ist das Herz aus Stein. Dann gibt es nichts mehr, was auf den Heiligen Geist anspricht.
[10:44] Wisst ihr, wer diese Herzensverhärtung erlebt hat? Der Pharisäer. Das war nicht von einmal auf heute, denn die Sünde gegen den Heiligen Geist kann nicht vergeben werden, nicht weil Gott dazu zu schwach ist, sondern weil der Mensch sich selbst einbaut. Er baut sich selbst ein, bis kein Lichtstrahl mehr reingeht. Dann ist er unerreichbar und stirbt. Hier sagt er: „Wie eure Väter, so auch ihr.“
[11:11] Schaut mal, was die Sünde der Väter waren. In Vers 52: „Welchen Propheten haben eure Väter nicht verfolgt?“ Was war die Sünde der Väter? Der Mord an den Propheten. Was haben die Propheten gemacht nach dem Vers? Sie haben was angekündigt? Wen haben sie angekündigt? Jesus. In Daniel 9 wird es gesagt, die ewige Gerechtigkeit einzuführen, der Gesalbte, der Fürst. All die Propheten, die Jesus angekündigt haben, die auf ihn hingewiesen haben, wurden umgebracht. Aber diese Generation hat nicht nur einen Propheten umgebracht. Wen haben sie umgebracht? Jesus selbst.
[12:02] Wir sehen eine konstante Ablehnung des Heiligen Geistes. Das Volk Gottes war meistens im Abfall. Es gab auch Zeiten, da ging es ihm gut. Es gab Zeiten, wo das Volk Gottes das tat, was es tun sollte. Es wurde immer schlimmer. Gott hat einen Propheten nach dem anderen gesandt. Aber diese Generation hat es auf die Spitze getrieben. Sie haben Jesus selbst umgebracht. Aber die Bibel sagt ganz deutlich, dass danach die Zeit noch nicht vorbei war. Danach gab es weitere 3,5 Jahre, wo Gott seinen festen Bund schließen wollte. Die Bibel sagt, dass in einer Woche es noch 3,5 weitere Jahre gab, selbst nach der Kreuzigung, um sie noch zu erreichen. Jesus hat immer gesagt, es geht nicht nach Samaria usw., sondern nur zu den verlorenen Schafen Israels. Für 3,5 Jahre sollten sie zunächst nur die Juden erreichen. Der Missionsbefehl war Jerusalem, Judäa, Samaria und das Ende der Welt. Selbst nach der Kreuzigung gab es noch 3,5 Jahre Hoffnung und Gottes Volk der Juden.
[13:11] Und was Gott ihnen dazu gegeben hat, um sie noch mal zu erreichen, war was? Womit hat Gott versucht, sie noch mal zu erreichen? Nach dem Kreuz? Mit dem Heiligen Geist, der jetzt in Vollmacht ausgegossen wurde. Was macht der Heilige Geist? Er macht drei Dinge. Wovon überführt der Heilige Geist? Von Sünde, von Gerechtigkeit und von Gericht. „Ihr habt gesündigt, Jesus ist eure Gerechtigkeit, bald ist die Zeit abgelaufen, entscheidet euch.“ Das hat Petrus gepredigt. Ihr habt Christus umgebracht.
[13:50] Es gab hier noch viele Juden, die Christen geworden sind. Tausende sind zur Gemeinde zugekommen, etliche Priester. Es war gut, dass Gott ihnen noch diese Zeit gegeben hat. Aber das Volk als Ganzes, die Mehrheit der Leiter, die Mehrheit des Volkes hat den Heiligen Geist abgelehnt. Und was Stephanus jetzt sagt, mit dem, dass ihr jetzt mich hier vor den Hohen Rat zieht und mir nicht mehr zuhört, sondern mich bekämpft, er wird dir die Sünde gegen den Heiligen Geist ganz ausdrücken.
[14:33] Die Sünde gegen den Heiligen Geist. Schaut mal, wie das ausgedrückt wird in Vers 54. „Als sie das aber hörten, schnitt es ihnen ins Herz und sie knirschten mit den Zähnen über ihn.“ Kennt ihr noch eine Stelle, wo Menschen ins Herz getroffen wurden durch den Heiligen Geist? In der Apostelgeschichte? Und was haben sie gesagt? „Ihr Brüder, was sollen wir tun?“ Lasst euch taufen. Obwohl sie überzeugt waren, es drang ihnen ins Herz, sie haben es verstanden, sie wussten, was gemeint ist. Sie waren überzeugt, aber anstatt sich zu verändern, wollten sie einfach den Prediger der Wahrheit aus dem Weg räumen. Und das ist dann der Punkt, wo Gott, was soll er noch machen? Mehr Wahrheit als das, was soll er noch machen?
[15:21] Jetzt schaut Vers 55 diesen großen Kontrast an. Das heißt, wir haben hier einmal Stephanus voll Heiligen Geistes und dann haben wir die Pharisäer mit der Sünde gegen den Heiligen Geist. Sie kämpfen gegen den, der voll Heiligen Geistes ist. Dann sagt Stephanus etwas Interessantes, und das hat damit zu tun mit der Sünde gegen den Heiligen Geist, die jetzt genau in diesem Vers passiert. Vers 56.
[15:55] Jetzt, als Jesus in den Himmel auffuhr, was ist eigentlich seine Tätigkeit? Was hat er gemacht? Er ist Hohepriester, aber die Bibel sagt in Hebräer 8, Vers 1, er hat sich zur Rechten Gottes gesetzt. Er sitzt, um Hohepriester zu sein. Gericht noch nicht. Er sitzt, um Hohepriester zu sein. Jetzt, wenn ich sitze und bin Hohepriester, und ich stehe auf, was deute ich damit an? Ich bin nicht mehr Vorsprecher in diesem speziellen Fall. Es ist vorbei. Das ist der Punkt, wo in Daniel 12, Vers 1 heißt: „Wenn Michael aufsteht.“ Michael stand auf. Das ist das Ende der Gnadenzeit für die Welt in Daniel 12, Vers 1. Hier ist es Gnadenzeit für das Volk Israel. Nicht, dass danach keine Juden mehr gerettet werden können, aber die Zeit des Volkes Gottes als besonderes Heilsvolk, als besondere Nation Gottes, als die Kirche quasi, hört auf.
[16:56] Aufgrund dieser Tötung des Stephanus entsteht eine Verfolgung. Aufgrund der Verfolgung werden die Christen aus Jerusalem nach Judäa und Samaria und dann bis ans Ende der Welt zerstreut. Dadurch erfüllt sich der Missionsauftrag. Wie wird das neue Volk genannt? Christen. Jesus sagt zu den Pharisäern, dass es ein neues Volk geben wird, das seine Früchte bringt. Matthäus 22.
[17:23] Die Sünde gegen den Heiligen Geist hat das Volk Gottes nicht vor der Kreuzigung, nicht bei der Kreuzigung, obwohl das hätte aus unserer Sicht schon ausgereicht, sondern erst hier. Denn es ist die Sünde gegen den Heiligen Geist, nicht die Lästerung Jesu. Selbst die Lästerung gegen Jesus kann auch vergeben werden. Die Propheten kamen, und sie haben die Propheten abgelehnt. Das Wort Gottes kam, sie haben das Wort Gottes abgelehnt. Gott sagt: „Okay, ich sende die Propheten, die ihnen das Wort Gottes erklären.“ Die Propheten kommen, und sie lehnen die Propheten ab. Sie zersägen, sie steinigen, sie vertreiben sie. Und sie lehnen den Sohn ab und töten den Sohn. Was soll Gott noch tun? Er vergibt ihn immer noch. Er sagt: „Das Einzige, was er noch hat, ist, ich gebe ihm den Heiligen Geist. Ich sende den Heiligen Geist in Vollmacht.“ Und als sie selbst den Heiligen Geist ablehnen, ist keine Hoffnung mehr da.
[18:27] Es sollte uns etwas lehren über die Bedeutung des Heiligen Geistes. Selbst als Jesus am Kreuz ging, war noch Hoffnung für das Volk Israel da. Selbst da, als sie im Prinzip alles verkehrt gemacht hatten, als sie genau auf der falschen Seite standen, als sie gesagt haben: „Wir haben keinen anderen König als nur den Kaiser von Rom“, der ein Helfer des Satans war, nach Offenbarung 12. Da haben sie eigentlich alles falsch gemacht, was man falsch machen konnte. Und trotzdem haben sie noch Gnadenzeit gehabt. Aber als sie den Heiligen Geist in Vollmacht abgelehnt haben und das für Teufelszeug gehalten haben und den Stephanus gesteinigt haben, hat Gott gesagt: „Ich weiß nicht, was ich tun soll.“ Denn wenn der Heilige Geist sie nicht mehr erreicht. Das ist übrigens der Grund, warum die Sintflut nicht kam. Das Denken der Menschen war böse den ganzen Tag über, und der Heilige Geist hat 120 Jahre an diesen Menschen gewirkt. Als es irgendwann nicht mehr ging, kam die Sintflut. Ja, ganz genau.
[19:22] Da gibt es viele Texte. Das heißt, die Gnadenzeit für das Volk Israel, es gibt ja tatsächlich eine Sünde gegen den Heiligen Geist. Und die Sünde gegen den Heiligen Geist ist tatsächlich die Sünde gegen den Heiligen Geist. Und als die begangen wurde, war Israel nicht mehr das Volk Gottes. Es ist jetzt genauso ein Volk wie die Deutschen, wie die Japaner, wie die Ghaner, Italiener, Griechen, Brasilianer, Kanadier, Brasilianer und alle anderen auch.
[19:50] Und was hat es damit auf sich mit dem: „Ihr werdet mich sehen und werdet rufen: Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn.“ Wenn Jesus wiederkommt, da wissen wir – das ist ein interessanter Gedanke – wir wissen, dass in Offenbarung 1, Vers 7 steht: „Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde. Amen.“ Aber meine Frage ist die: Werden dort die Pharisäer sagen: „Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn?“
[20:44] Genau, die Ungläubigen werden sich verstecken, sie werden rennen zu den Klüften und zu den Bergen und sagen: „Fall über uns.“ Und das zeigt uns, dass es einen Zeitpunkt geben wird, wo tatsächlich auch die Ungläubigen Gott loben werden, nicht aus Liebe, sondern aus der überwältigenden, nicht mehr anzweifelbaren Menge an Beweisen, dass Gott gerecht ist. Wisst ihr, wann das sein wird? Beim zweiten Wiederkommen. Genau. Anders ausgedrückt. Ja, das stimmt schon, beim zweiten Wiederkommen, nach den tausend Jahren.
[21:23] Bibel sagt, nur an einer Stelle, um das auszudrücken. Schaut mal mit mir in Philipper, Philipper 2, Vers 9 bis 11. Dort heißt es:
[22:11] Frage: Wann auf der Welt alle Menschen gleichzeitig gegenwärtig sein? Bei der zweiten Auferstehung. Selbst bei der Wiederkunft sind nicht alle Menschen gleichzeitig gegenwärtig, aber nach den tausend Jahren werden alle Menschen, alle Engel, alle Wesen. Das ist ein besonderer Moment im Universum, der einzige Moment in der Geschichte des Universums, wo alle Wesen, die Gott geschaffen hat, gleichzeitig am gleichen Ort sind. Das war vorher niemals und wird danach auch nie wieder sein. Und wenn Gott dann nochmal alle Beweise offenlegt – übrigens, auch die tausend Jahre sind ein großer Beweis. Die tausend Jahre beweisen, dass die Hauptforderung Satans falsch ist. Warum? Weil Satan nicht schöpfen kann. Er hat immer gesagt: „Ich bin wie Gott, er betet mich an.“ Und Anbetung bedeutet, ich habe schöpferische Kraft. Und aus einer Erde, die wüst, leer und finster war, genauso wie vor den sechs Schöpfungstagen, wie viel hat er rausbekommen? Wie viel hat er schaffen können? Tausend Jahre? Nichts. Und dann ist dem Dämon aufgefallen: Wir sind verführt worden. Und da werden auch die bösesten Menschen, die zwar Gott hassen in ihrem Herzen, kein rationales Argument mehr haben. Sie haben zwar keine Beziehung zu Gott, sie hassen Gott, sie wollen nicht heilig leben, sie lieben die Sünde, aber sie sehen jetzt zumindest intellektuell, dass es falsch ist. Und dieses intellektuelle Verständnis: Gott hat Recht, und sein Gericht ist tatsächlich gerecht. Das ermöglicht Gott, die Sünde hinwegzunehmen. Darauf hat er gewartet. Denn erst, wenn alle Wesen sich gleichzeitig einig sind, dass die Sünde gerecht sind, kann er sie wegnehmen, ohne dabei zu riskieren, dass irgendjemand in seinem Herzen sagt: „Naja, vielleicht war es doch nicht so gerecht.“ Und dann wieder der Same für die nächste Rebellion aufspringt. Gott wartet auf diesen Moment. Er wartet schon seit vielen tausend Jahren auf diesen Moment.
[24:02] Und sogar die Pharisäer, die wussten, dass Jesus der Sohn Gottes ist, werden sagen: „Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn.“ Aber sie werden es sozusagen nicht aus Liebe sagen, sondern nur aus Wissen. Das ist ein schöner Beweis dafür, dass Wissen uns nicht rettet. Da werden viele Menschen sein, die am Ende wissen, dass Gott der Sohn Gottes ist, und das wird sie nicht retten. Was ihnen fehlt, ist die Herzensbeziehung, die Liebe. Das, was der Heilige Geist tun kann.
[24:30] Positiv zu erwähnen, in der Urchristengemeinde, da waren nicht wenige Pharisäer, die sich zu Jesus Christus öffentlich dann bekehrt haben. Ganz genau. Und das sollte man zur Abrundung dann erwähnen.
[24:45] Erwähnen wir zur Abrundung noch, dass sich noch viele Pharisäer und hohe Priester, oder zumindest Priester, zu Jesus bekannt haben. Viele von ihnen zumindest bei der Ausgießung des Heiligen Geistes. Einer von ihnen ist Nikodemus. Es wird ganz deutlich, dass Nikodemus die junge Christenheit unterstützt hat. Muss wohl nach der Tradition ein sehr reicher Mann gewesen sein. Er hat aber fast 3,5 Jahre lang das gewusst, aber irgendwie sich versteckt. D.h., man hat 3 Jahre lang nicht so richtig gewusst, dass er so im Stillen Jesus nachfolgt. Er hat es nicht öffentlich gemacht, hat es ihm nicht getraut. Aber später hat er sich dazu bekannt. Wenn dann der Heilige Geist beim Spätdringen in Vollmacht ausgegossen wird, dann kommen sie hervor und sagen: „Eigentlich haben wir das schon seit Jahren geglaubt.“ Und das ist durchaus möglich. Bei der Vorurteilung Jesu im Hohen Rat war Nikodemus jedenfalls nicht anwesend. Das war wahrscheinlich Absicht. Außerdem ist es bekannt, der Nikodemus hat ja praktisch den Jesus in sein Grab mit reingenommen. Da hat er auch Mut gebraucht, zu diesem römischen Hauptmann zu gehen. Ich denke, es war ein sehr hohes Bekenntnis zu Jesus, zumindest vom praktischen Tun her. Das muss man schon mal gelten lassen. An dem Zeitpunkt war er weiter als diese Jünger, die in Jesu Gegenwart 3,5 Jahre waren. Das muss man mal so sagen, zumindest in diesem Punkt.
[26:09] Gut, ihr Lieben. Wir kommen jetzt zu unserem Offenbarungsstudium. Wir haben es letzte Woche schon angekündigt. Wir werden heute ein bisschen wiederholen. Nicht nur wiederholen, was wir in den letzten Wochen gemacht haben. Nicht nur wiederholen, was wir in den letzten Monaten gemacht haben. Wir werden tatsächlich wiederholen, was wir in den letzten 1,5 Jahren gemacht haben. Ich würde sagen, das ist ja auch möglich. Aber genau das werden wir tun, und wir werden es tun müssen, weil der Text uns heute dazu zwingt. Und das finde ich ganz toll. Ich weiß nicht, ob es euch auch so geht. Manchmal dieses Vers-zu-Vers-Studium ist so tief und so detailliert, dass man irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sieht, irgendwann den großen Rahmen. Wo sind wir denn eigentlich in der Geschichte? Heute werden wir viel, viel großen Rahmen sehen. Aber dazu gleich mehr.
[27:06] Schaut mit mir den Text an, den wir heute anschauen werden. Ich verzichte auf jegliche Wiederholung, aber wir beginnen direkt auf unseren Vers heute. In Offenbarung 11. Ich habe mich so sehr gefreut auf dieses Studium heute. Auch die, die ihr live zuschaut. Wenn ihr noch Aufzeichnungen habt von den letzten 2 Jahren, dann werden sie euch helfen. Wir werden versuchen, alles so klar wie möglich zu machen. Wir können natürlich nicht bei allen Versen immer bis ins Detail gehen oder alle Sachen noch mal genauso wiederholen. Das limitiert uns natürlich. Aber wir werden heute eine ganze Menge verstehen. In Offenbarung 11, Vers 14 steht der heutige Vers. Der ist kurz, prägnant und leicht verständlich. Da heißt es: „Das zweite Wehe ist vorüber. Siehe, das dritte Wehe kommt schnell.“
[27:51] Was sagt der Vers? Das war gerade das zweite Wehe. Das, was wir gerade studiert haben, in Offenbarung 11, das zweite Wehe, das ist jetzt vorüber. Und dann kommt noch ein drittes Wehe. Okay.
[28:15] Frage: Das Wehe? Das ist eine Substantivierung. Nicht die Wehen, sondern das Wehe. Und zwar kommen wir zu Offenbarung 8, Vers 13. Da kommen diese drei Wehen vor, oder die drei Wehe-Rufe. Das bezieht sich auf Offenbarung 8, Vers 13. Da heißt es: „Und ich sah und hörte einen Engel, der in der Mitte des Himmels flog und mit lauter Stimme rief: Wehe, Wehe, Wehe denen, die auf der Erde wohnen, wegen der übrigen Posaunenschlüsse.“ Und er hat drei Engel, die noch in die Posaune stoßen sollen. Wie viele Posaunen gibt es in Offenbarung? Sieben Posaunen. Und er sagt jetzt: Wehe, Wehe, Wehe, wegen den übrigen drei. Das heißt, die ersten vier sind ohne Wehe. Dann kommen noch drei Posaunen, und für diese drei Posaunen heißt es: Wehe, Wehe, Wehe.
[29:25] Jetzt schaut mal, was am Ende der fünften Posaune steht. Offenbarung 9, Vers 12. Offenbarung 9, Vers 12 sagt: „Das erste Wehe ist vorüber, siehe, es kommen noch zwei Wehe nach diesem.“ Also vier Posaunen ohne Wehe, dann kommt die Ankündigung: Wehe, Wehe, Wehe, wegen den anderen drei Posaunen. Jetzt kommt die fünfte Posaune, das heißt, das erste Wehe ist vorüber. Es kommen noch zwei Wehen, oder zwei Weherufe. Jetzt kommt die sechste Posaune. Wo ist die sechste Posaune? 13 bis 21, richtig? Aber kommt da der Satz: „Das zweite Wehe ist vorüber?“
[30:01] Was kommt stattdessen? Danach, nach Offenbarung 9. Was kommt nach Offenbarung 9? Offenbarung 10! Die Geschichte mit dem Buch. Danach kommt Offenbarung 11, und das ist die Geschichte von den zwei Zeugen. Und am Ende von den zwei Zeugen kommt: „Das erste Wehe ist vorüber. Und eins kommt noch.“ Was können wir da auf Schlussfolgerung?
[30:34] Also, vier Posaunen ohne Wehen. Der Engel sagt: „Wegen den letzten drei Posaunen: Wehe, Wehe, Wehe.“ Fünfte Posaune kommt, der Engel sagt: „Erstes Wehe ist vorüber, zwei kommen noch.“ Dann kommt die sechste Posaune, und dann kommt Offenbarung 10 und Offenbarung 11. Und dann heißt es: „Das zweite Wehe ist vorüber.“
[30:55] Was können wir da auf Schlussfolgerung? Das Offenbarung 10 und Offenbarung 11, wozu gehören? Teil sind der zweiten Posaune. Der sechsten Posaune. Entschuldigung, der sechsten Posaune. Ja, der sechsten Posaune, für alle, die es nicht gehört haben. Also nochmal: Offenbarung 10 und 11 gehören als Einschub-Geschichten wohl offensichtlich zeitlich, thematisch, wie auch immer, zur sechsten Posaune. Nur als kurze Erklärung. Es gibt aber in der Offenbarung vor, dass es solche Einschübe gibt.
[31:48] Schaut mal mit mir in Offenbarung 6. Offenbarung 6 enthält was? Was enthält Offenbarung 6 insgesamt? Die Siegel, nicht wahr? Wie viele Siegel gibt es insgesamt? Sieben. Übrigens, nebenbei gesagt, von einer Sache dürft ihr euch nie verwirren, denn die Siegel werden von den Menschen gemacht. Also Kapitelanteilung, darf man sich nicht verwirren. Es gibt sieben Siegel.
[32:23] Was ist das erste Siegel? Kurze Wiederholung von vor drei Jahren. Ein weißes Pferd. Zweites Siegel ist ein rotes Pferd. Drittes Siegel ist ein schwarzes Pferd. Viertes Siegel ist ein fahles Pferd. Wir gehen es mal durch. Erstes Siegel ist ein weißes Pferd. Ich sage es euch ohne Begründung. Erstes Siegel ist die Urchristenheit in ihrer Reinheit. Zweites Siegel ist das rote Pferd. Es ist die Christenheit, wie sie verfolgt wird. Drittes Siegel ist das schwarze Pferd. Es ist die Christenheit des Abfalls, des Kompromisses. Viertes Siegel ist das fahle Pferd. Es ist die Christenheit des Mittelalters. Es korrespondiert mit den vier Sendschreiben. Erstes Sendschreiben, zweites Sendschreiben. Helf mir schnell! Drittes Sendschreiben, drittes Sendschreiben, drittes Sendschreiben.
[33:31] Fünftes Siegel sind die Seelen unter dem Altar. Die schreien: „Wie lange noch? Wann beginnt das Gericht?“ Was ist im sechsten Siegel? Das ist ab Vers 12. Das große Erdbeben von Lissabon, 1755. Der rote Tag. Die Sonne wird finster, der Mond wird rot. 1780, der große Sternenregen. Der Sternschnuppenfall 1833. Bis zur Wiederkunft. Bis an die Wiederkunft heran. Bis der Himmel entweicht. Die Berge werden weggerückt. Vers 17 kommt die Frage: „Denn der große Tag, seine Sonne ist gekommen. Wer kann bestehen?“
[34:30] Was kommt danach? Über die 144.000. Aber schaut, was in Offenbarung 8, Vers 1 steht. Als es das siebte Siegel öffnet, steht eine Stille im Himmel. Erstes Siegel, zweites Siegel, drittes Siegel, fünftes Siegel, sechstes Siegel. Dann kommt eine Frage. Auf die Frage gibt es einen Einschub. Danach geht es mit dem siebten Siegel weiter. Es gibt Siegel. Zwischen dem sechsten und dem siebten gibt es einen Einschub, der eine längere Erklärung bietet, wer diejenigen sind, die bei der Wiederkunft stehen bleiben. Die Offenbarung ist nicht auseinandergerissen. Es gibt in den Siegeln längere Einschübe, längere Texte, die eingeschoben werden, um einen bestimmten Punkt zu erklären. So sind Offenbarungen 10 und 11 nur Einschübe in die sechste Posaune.
[35:28] Um Offenbarungen 10 und 11 im großen Bogen zu sehen, nehmen wir uns vor, im Schnelldurchgang durch die Posaunen zu gehen, um zu sehen, wie Offenbarungen 10 und 11 in die Gesamtgeschichte der Posaunen passen. So weit klar?
[35:46] Zum Mitschreiben und Verstehen. Ich schreibe es für euch auf. Für die Posaunen. Das ist der Stift. Ihr könnt euch gerne mit aufschreiben, falls ihr verwirrt seid.
[36:13] Offenbarung 8, Vers 2 beginnt die große Reihe der Posaunen. Es gibt die sieben Sendschreiben, die sieben Siegel, die sieben Posaunen, die sieben Plagen usw. Das ist die Einleitung im Himmel. Das ist da, wo der Engel am himmlischen Räucheraltar steht, die Gebete hochgehen. Übrigens, alle großen Abschnitte in Offenbarung beginnen immer im Himmel. Immer mit einer himmlischen Vision vom Herrheimlichtum. Anhand der himmlischen Vision kann man auch sehen, in welcher Zeitepoche man ist. Dann in Vers 6 bis 13 haben wir die erste bis vierte Posaune. Relativ kurz und knapp abgefertigt. Dann haben wir in Kapitel 9, Vers 1 bis 12 die fünfte Posaune. Dann in Offenbarung 9, Vers 13 bis 21 haben wir die sechste Posaune.
[37:27] Die fünfte Posaune wurde genannt als erstes Wehe, richtig? So, erstes Wehe. Jetzt kommt in Offenbarung 10, Vers 1 bis 11 ein Einschub. Der Einschub ist der Engel mit dem Büchlein. Könnt ihr euch daran erinnern? Das Büchlein ist Daniel. Wer ist der Engel? Jesus. Dann kommt der zweite Einschub in Offenbarung 11, Vers 2 bis 13, um die beiden Zeugen. Und die beiden Zeugen sind wer? Die Bibel, ganz genau. Und das alles zusammen ist das zweite Wehe. Muss also zeitlich miteinander korrespondieren, sonst könnte es nicht das zweite Wehe sein. Das ist übrigens ein schöner Punkt zu zeigen. Es gibt manche Leute, die glauben, dass die Posaunen alle in der Zukunft liegen. Wenn die Posaunen alle in der Zukunft liegen, dann liegen auch die Posaunen nicht in der Zukunft. Das ist nur ein kleiner Nebenpunkt.
[38:53] Das ist der grobe Überblick. Es gibt eine Einleitung im Himmel. Jesus, der im himmlischen Heiligtum der Hohepriester ist. Dann gibt es die ersten vier Posaunen. Dann gibt es die fünfte Posaune, das erste Wehe, sechste Posaune. So weit verstanden? Bis dahin noch eine Frage? Das ist unsere Startbasis. Davon werden wir jetzt unseren 45-minütigen Super-Ritt durch die Posaunen starten. Seid ihr bereit? Habt ihr das zum Schreiben dabei? Gut.
[39:32] Frage Nummer 1: Was sind Posaunen in der Bibel? Wo kommen Posaunen in der Bibel vor? Kennt ihr eine Geschichte, wo Posaunen für Kriegsgeschrei verwendet werden? Warum ist Jericho ein besonders gutes Bild für die sieben Posaunen? Weil sie damals auch sieben Tage lang herumgegangen sind. Da gibt es die Verbindung von sieben und Posaunen. Warum haben sie die Posaunen geblasen? Um die Stadt einzubringen. Moment mal, wer hat die Stadt eingenommen? Gott hat die Stadt eingenommen. Die ist nicht einfach in sich selbst zusammengefallen, sondern die himmlische Armee hat sie eingenommen. Joshua ist sogar besucht worden vom himmlischen Armeeführer Jesus. Das heißt, die Posaune bedeutet, dass Gott Krieg führt gegen wen? Gegen die Feinde Israels. Die Posaune bedeutet, dass Krieg geführt wird.
[40:39] Ich gebe euch ein paar Beispiele, die ihr aufschreiben könnt, wenn ihr wollt. Richter 3, Vers 27. Richter 6, Vers 34. Richter 7, Vers 16. 1. Samuel 13, Vers 3. Ihr könnt auch einfach „Posaune“ eingeben und dann findet ihr viel. Lasst uns kurz einen Text aufschlagen. In Hosea 8, Vers 1.
[41:30] Hosea 8, Vers 1. Das heißt: „Setze die Trompete an deinen Mund! Wie ein Adler kommt es über das Haus des Herrn, weil sie meinen Bund übertreten und sich gegen mein Gesetz vergangen haben.“ Warum bekämpft Gott seine Feinde? Aus welchem Grund? Weil seine Feinde gegen sein Gesetz kämpfen. Der Krieg Gottes geht über das Gesetz Gottes. Und wenn immer auf der Erde Menschen gegen Gottes Gesetz kämpfen, hat Gott Krieg mit ihnen. Die Posaunen kündigen diesen Krieg gegen Gottes Feinde an. Bei den ganzen Posaunen geht es um den Krieg Gottes gegen seine Feinde. Bei den sieben Sendschreiben geht es um die Kirchengeschichte. Bei den sieben Siegeln geht es um allgemeine weltgeschichtliche Ereignisse. Das ist allgemein gesagt. Aber bei den Posaunen geht es explizit um die Kirche. Aber bei den Posaunen geht es explizit darum, dass Gott etwas unternimmt gegen seine Feinde in dieser Zeit.
[42:33] Soweit klar? Frage.
[42:42] Nach der biblischen Prophetie, welche Feinde hat Gott, die das Volk Gottes im Laufe der Geschichte nacheinander unterdrückt haben? Nach der Prophetie. Was sind die Feinde Gottes in der Prophetie, die nacheinander erwähnt werden? Es ging los mit Babylon. Hat Babylon Israel unterdrückt? Natürlich, haben sie sie sogar weggeführt. Welcher Feind kam danach? Hat Medien sie in Israel unterdrückt? Wodurch? Wisst ihr, dass Medo-Perser... Ihr Kyrios hat sie befreit. Aber später gab es einen König, der hat einen Todesbefehl erlassen. Bei Esther ganz genau. Durch die Machenschaften des Haman wurde ein Gesetz der Meder-Perser erlassen, dass jeder Jude umgebracht werden sollte. Ansonsten ist das Buch Esther. Danach kamen die Griechen. Eigentlich waren es ja Makedonier, nicht? Alexander der Große. Griechenland. Und dann kamen die Römer. Übrigens, gab es Griechen, die Israel unterdrückt haben? Gerade unter den Seleukiden, unter anderem den unglücklichen Antiochus IV. Epiphanes. Das hat zwar nicht viel mit der Prophetie zu tun, aber den gab es wirklich. Er hat tatsächlich in Israel ein Schwein geopfert und hat versucht, den Israeliten einzureden, dass sie keine Juden mehr sein dürfen und wollte ihnen den griechischen Glauben aufdrücken. Es gab auch Zeiten, wo die Griechen sich nicht ganz so benommen haben, wie sie es hätten benehmen sollen. Aber die Zeiten sind zum Glück lange vorbei. Das kleine Horn ist das Papsttum.
[44:46] Frage: Zur Zeit von Johannes, der die Offenbarung schreibt, welche Feinde sind schon weg? Welche Feinde existieren nicht mehr? Also es sind keine Weltmächte mehr. Und Griechenland auch. Denn Johannes lebt zur Zeit Roms. Die Feinde, die sozusagen in den Posaunen bekämpft werden, die Posaunen stellen dar, wie die Feinde bekämpft werden. Es geht also um die Kriege gegen Rom und gegen die mittelalterliche Kirche. Das im Hintergrund. Und was ist der Grund, warum Gott gegen sie kämpft? Weil sie das Gesetz Gottes brechen.
[45:28] So weit, so gut. Schauen wir uns mal die ersten vier Posaunen nochmal an. Wir lesen sie einfach mal durch. Dann wollen wir etwas bemerken. Schauen wir uns Offenbarung 8, Vers 6 bis 12 an.
[45:49] Offenbarung 8, Vers 6 bis 12. Es heißt hier: „Und die sieben Engel, welche die sieben Posaunen hatten, machten sich bereit, in die Posaunen zu stoßen. Der erste Engel stieß die Posaunen. Es entstand Hagel und Feuer mit Blut vermischt, und es wurde auf die Erde geworfen, und der dritte Teil der Bäume verbrannt und alles grüne Gras verbrannte. Der zweite Engel stieß die Posaunen, und es wurde etwas wie ein großer, mit Feuer brennender Berg ins Meer geworfen, und der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut. Der dritte Engel stieß die Posaunen, da fiel ein großer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der Flüsse und auf die Wasserquellen, und der Name des Sternes heißt Wermut, und der dritte Teil der Gewässer wurde zu Wermut, und viele Menschen starben von den Gewässern, weil sie bitter geworden waren. Und der vierte Engel stieß die Posaunen, da wurde der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne geschlagen, weil der dritte Teil seiner Dauer keine Licht habe und die Nacht in gleicher Weise.“
[47:00] Frage: Was fällt euch auf? Immer ein Drittel. Genau. Schöpfung. Die erste Plage geht auf die? Entschuldigung. Posaune. Die erste Posaune geht auf die? Auf die Erde. Die zweite geht auf die? Auf das Meer. Auf das Meer. Die dritte geht? Wo geht die dritte hin? Auf die Wasserquellen. Und die vierte geht in den? Himmel. Also wir haben Erde, Meer, Wasserquellen und Himmel. Jetzt, das ist nur eine andere Reihenfolge von Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen. Wo erinnert euch Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen? Betet den an, der gemacht hat, Himmel und Erde, Meer und die? Wasserquellen. Und das ist ein Hinweis auf den Schöpfer. Und worauf ist ein spezieller Hinweis? Betet den an, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen? Wie betet man den Schöpfer an? Der sabbat.
[48:21] Jetzt passt auf. Diese vier Elemente kommen nochmal vor, und zwar in den Plagen. Auf dem Bauernhof 16. Deswegen glauben manche, dass die Plagen und Posaunen gleichzeitig stattfinden, weil es so ähnlich klingt. Aber das ist nicht der Fall. Wann finden die Plagen statt, die sieben letzten Plagen? Nach dem Ende der Gnadenzeit. Ich war ganz am Ende, direkt vor der Wiederkunft. Sehr kurz, sehr schnell, sehr heftig. Der erste ging hin und goss seine Schale auf die? Erde. Vers 3: „Und der zweite goss seine Schale aus in das? Meer.“ Der dritte Engel goss seine Schale aus in die Flüsse und in die? Wasserquellen. Und der vierte Engel goss seine Schale aus auf die? Sonne.
[49:20] Warum werden die Plagen ausgegossen? Der Grund, warum Gott seine Plagen ausgießt. Es gibt einen speziellen Grund, warum die Menschen die Plagen bekommen. Das Malzeichen des Tieres. Die Bibel sagt ganz deutlich, wer das Malzeichen des Tieres anbietet und das Tier und sein Malzeichen annimmt, Hand oder Stirn, wird von dem Glutwein Gottes trinken. Der Glutwein Gottes sind die Plagen. Und das Malzeichen des Tieres ist der bewusste Widerstand gegen den Sabbat. Und jetzt der interessante Gedanke: Die Menschen werden sich gegen den Sabbat entscheiden, obwohl die drei engelsbotschaft in alle Welt geht. Und weil sie sich gegen den Sabbat entscheiden, sagt Gott: „Alles klar, ihr wollt den Schöpfer nicht, dann ziehe ich meine Schöpfung zurück.“ Deswegen sieht die Erde am Ende aus wüst, leer und finster. Ich sage das nur aus einem Grund: Die Sprache hat offensichtlich damit zu tun, dass vorher der Sabbat beiseitegesetzt worden ist und ein anderer Tag per Gesetz sozusagen per Gesetz emporgehoben wurde. Das ist sozusagen der Hintergrund für diese Sprache, warum es um Erde, Meer und Wasserquellen geht. Denn offensichtlich bei den Posaunen geht es nicht wirklich um buchstäbliche Erde, Meer und Sonne. Niemals wurde der dritte Teil der Sonne vernichtet. Niemals wurde der dritte Teil des gesamten Meeres vernichtet. Das ist nicht buchstäblich, das ist symbolisch. Und die symbolische Sprache deutet darauf hin, dass diese Posaunen anfangen ab dem Zeitpunkt, wo der Sabbat beiseite getan wird und durch Gesetz ein anderer Tag emporgehoben wird.
[51:05] Frage: Wir haben ja gesagt, es beginnt mit den Römern. Gibt es einen Moment in der Geschichte des Römischen Reiches, wo genau das passiert ist? Das erste Sonntagsgebot. Ganz genau. Das erste Sonntagsgebot. Wurde wann gegeben? 325. Ganz genau.
[51:32] Wir fangen hier mal eine fortlaufende Zeitlinie an. 325. Erstes Sonntagsgesetz Konstantin. Übrigens, das war ein Gesetz des Römischen Reiches, nicht der katholischen Kirche oder so. Das ist ein Gesetz des Römischen Reiches. Sonntagsgesetz. Manche fragen sich, warum gehen die Posaunen nicht gleich wie die Siegel oder die Sendschreiben gleich mit Johannes Zeitlos? Der Grund ist, solange das Sonntagsgesetz nicht gelten kann, gab es vor Gott keinen Grund, das Römische Reich so großartig anzugreifen. Aber mit Einführung des Sonntagsgesetzes in Rom hat Rom seine Daseinsberechtigung verloren. Jetzt beginnen Kriege gegen Rom. Wenn Gott Krieg gegen eine Nation führt, wen verwendet er? Er verwendet durchaus andere Nationen. Verwendet er immer das Volk Israel? Nein. Als er Krieg gegen Babylon führte, hat er wen verwendet? Medo-Persien. Die Medo-Perser waren im Grunde genommen kein wenig bekehrter als die Babylonier. Aber Gott gibt jedem Volk seine Chance. Er kann durchaus ein unbekehrtes Volk benutzen, um gegen ein anderes Krieg zu führen. Also geht es darum in den Posaunen, dass Krieg gegen Rom geführt werden soll. Und was die ersten vier Posaunen beschreiben, sind die vier Kriege, die dazu geführt haben, dass das Römische Reich, das über Jahrhunderte die ganze Welt dominiert hat, in sich zusammengebröckelt ist. Und das wollen wir jetzt ein bisschen genauer kurz anschauen.
[53:14] Die erste Posaune. Übrigens, was hat das zu tun mit dem dritten Teil? Weiß jemand von euch, warum der dritte Teil immer erwähnt ist? Was wir damals gesagt haben? Das Reich, ihr wisst ja, Rom ist nach und nach immer mehr zerfallen, bereits in drei Teile geteilt. Die bekanntesten Teile sind Westrom und Ostrom. Es gab dann noch einen anderen Teil, der dann bald verschwunden ist. Aber Westrom und Ostrom waren die großen Teile. Und diese ersten vier richten sich immer nur an den dritten Teil. Und wir werden sehen, dass diese vier Kriege jetzt hier sich alle auf das Weströmische Reich bezogen haben.
[53:54] Lesen wir die erste Posaune nochmal. Was ist die erste Posaune? Was heißt es? Hagel und Feuer mit Blut vermischt. Genau, Hagel und Feuer mit Blut vermischt. Und es wurde auf die Erde geworfen, der dritte Teil der Bäume verbrannt und alles grüne Gras verbrannte. Und wir gehen jetzt nicht durch alle Bibelfersen, die das belegen, weil das haben wir damals alles ausführlich gemacht, weil wir sonst heute nie fertig wären. Weiß jemand von euch noch, wer diese erste Posaune darstellt? Wer der Erste war, der mit seinem Volk erfolgreich Krieg geführt hat gegen das Römische Weltimperium? Und quasi den ersten Knick in der Säule ihm verpasst hat? Er fängt mit A an, das stimmt. Alarich, ganz genau. Das war der Führer der Westgoten.
[54:56] Jetzt kommen sie wieder, die germanischen Stämme. Alarich und die Westgoten, im Jahre 410, haben sie zum ersten Mal seit 800 Jahren die Stadt Rom eingenommen. Rom war vor 800 Jahren nicht eingenommen worden, vor 800 war das 400 vor Christus, vor den Galliern. Und seitdem war Rom die Stadt, Weltreich. Aber Alarich, nach zwei Jahren Belagerung, am 24. August war das gewesen. Ein historisches Datum. Das war, wo der Mythos Rom zerbrochen ist. Man kennt das ja aus dem Fußball, der Mythos, der unabsteigbar. Wenn ein Fußballverein 30, 40 Jahre in der 1. Bundesliga geblieben ist, denkt man, die sind unabsteigbar. Wenn sie einmal abgestiegen sind, geht es nachher die Jahre auf und runter. So war es mit Rom auch. Der Mythos war, sie waren unbesiegbar. Aber die erste Niederlage war der Anfang vom Ende. Das war Alarich und die Westgoten.
[56:05] Übrigens, der Hagel, 2. Mose 9, Vers 13. Da geht es auch um die Plagen in Ägypten. Wir hatten damals auch viele Parallelen gesehen. 2. Mose 9, Vers 13. Das ist die ganze siebte Plage über den Hagel. Und in dieser siebten Plage über den Hagel gibt es etwas Besonderes, was es in den anderen Plagen vorher nicht gab. Schaut mit mir in 2. Mose 19, Vers 20. 2. Mose 9, Vers 20. Siebte Plage über den Hagel. Da heißt es: „Wer nun von den Knechten des Pharao das Wort des Herrn fürchtete, ließ seine Knechte und sein Vieh in die Häuser fliehen. Diejenigen, die sich das Wort des Herrn nicht zu Herzen nahmen, ließen ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Feld.“ Die siebte Plage vom Hagel verschonte all jene, selbst wenn sie eigentlich Ägypter waren, die sich zu Gott bekannten. Das Interessante ist, dass es ein ähnliches Element hier auch gab. Alarich hat alle verschont, die sich wirklich zu Christus bekannten. In dieser Einnahme von Rom wurden zwar viele Menschen umgebracht, es gab natürlich eine ganze Menge an Plünderung, aber Christen wurden allesamt verschont. Das ist ein interessantes Element, das durch die Verknüpfung mit dem Hagel und der Plage miteinander zu tun hat.
[57:40] Kommen wir zur zweiten Posaune. Man könnte noch viel mehr darüber erzählen. Vielleicht an ihrem christlichen Verhalten. Vielleicht hat er doch manchmal behauptet, er sei ein Christ. Das weiß ich nicht. Die Frage ist, ob der Alarich heute noch die Christen aller kennen würde. Das wäre ein anderes Thema.
[58:04] Die zweite Posaune. Lesen wir die zweite Posaune. Was ist dort passiert? „Der zweite Engel stieß in die Posaune, und es wurde etwas wie ein großer, mit Feuer brennender Berg ins Meer geworfen. Der dritte Teil des Meeres wurde zu Blut. Der dritte Teil der Schiffe ging zugrunde.“ Was ist das Hauptelement hier? Das Meer. Wisst ihr, wer hier gemeint ist? Hier haben wir Geiserich oder auch Gänserich genannt. Und wie war sein Volk? Es waren die Vandalen.
[59:04] Geiserich und die Vandalen waren ursprünglich aus der Gegend von Tschechien, sind aber im Zuge der Völkerwanderung nach Nordafrika gezogen und haben von dort aus Seekrieg und Wirtschaftskrieg gegen Rom geführt. Sie haben deren Flotten zerstört und deren Seewege abgeschnitten. Das begann im Jahre 428. Das ging über mehrere Jahre. Das ist nicht mehr nur ein Geschichtsdatum. Hier ist es ein Datum, weil es genau eine Einnahme von Rom ist. Aber das war etwas, was über viele Jahre hinweg quasi ein Piratenkrieg war, und das hat die römische Wirtschaft empfindlich gestört. Ihr wisst, Rom war ja nicht nur Europa, sondern es war auch ganz Europa. Und der ganze nordafrikanische Teil ist jetzt an die Vandalen gegangen, und sie sind empfindlich geschwächt worden.
[1:00:12] Übrigens, wisst ihr, was der Legende nach Geiserich seinem Segelkommandant gesagt haben soll? Seinem Schiffskapitän? Er hat ihm gesagt: „Wann immer sie nach Rom gezogen sind, segelt an die Küste, gegen die Gott zornig ist.“ Obwohl sie selbst keine liebevollen Christen waren, wussten sie, dass Gott einen besonderen Zorn auf Rom hat. Und sie hatten irgendwie das Gefühl, sie haben einen Auftrag Gottes zu erledigen. Sie hatten den Eindruck, sie müssen dieses römische Reich besonders bestrafen, weil es von Gott verflucht ist. Geiserich und die Vandalen. Dieser Krieg führte dann dazu, dass sie im Jahre 455 Rom geplündert haben. Das war dann die zweite Einnahme von Rom, und das war ziemlich krass.
[1:01:13] Schaut mal mit mir jetzt in die dritte Posaune.
[1:01:31] In Offenbarung 9, Vers 10. „Und der dritte Engel stieß in die Posaune. Da fiel ein großer Stern vom Himmel, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der Flüsse und auf die Wasserquellen, und der Name des Sternes heißt Wermut, und der dritte Teil der Gewässer wurde zu Wermut, und viele Menschen starben von den Gewässern, weil Wermut bitter geworden war.“
[1:01:58] Wermut steht für Bitterkeit. Und es gibt einen interessanten Text, den könnt ihr euch aufschreiben. In Hebräer 12, Vers 15. Schaut mal, was in Hebräer 12, Vers 15 steht, über Bitterkeit, oder Wermut auch genannt. „Und achtet darauf, dass nicht jemand die Gnade Gottes versäumt, dass nicht etwa eine bittere Wurzel aufwächst und Unheil anrichtet und viele durch diese befleckt werden.“ Also, was macht Bitterkeit? Bitterkeit steckt an. Bitterkeit ist etwas wie eine Wurzel, die jetzt sich überträgt auf andere. Und das Besondere an diesem dritten Stamm ist, dass es ein Initiator war, der viele andere mitgerissen hat und viele andere bewegte. Wissen wir, wer dieser dritte war? Attila. Attila und die Hunnen. Und das wissen wir auch aus dem Geschichtsunterricht, denn was haben die Hunnen ausgelöst? Die Hunnen haben dann die große Völkerwanderung ausgelöst. Aufgrund der Attacke der Hunnen aus Zentralasien. Keiner weiß, woher sie kommen, ob sie aus der Mongolei kamen oder aus Kasachstan, oder wie weit man sie zurückverfolgen kann. Aber irgendwann haben sie sich in Ungarn angesiedelt und dann in das ganze Römische Reich eingemarschiert, und das Römische Reich ist in sich zusammengebrochen.
[1:03:38] Und es ist interessant, dieses Bild von dem Stern, der vom Himmel fällt. Das ist das Bild von etwas, das verglüht. Er hatte eine steile Karriere, die sehr schnell wieder abgekühlt ist. Im Jahre 451 ist er in Westrom eingedrungen. Und die Hunnen, die Beschreibung der germanischen Stämme ist etwas übertrieben. Aber diese Hunnen müssen wirklich schlimm gewesen sein. Sie haben das damals ausführlich beschrieben. Diese Hunnen haben ihre kleinen Babys mit Messern zerritzt, damit sie später so schrecklich wie möglich aussehen. Die Hunnen waren hart im Nehmen. Wir haben jetzt nicht die Zeit, die ganzen Zitate zu lesen, aber googelt mal und sucht mal was über die Hunnen. Zu antiken Zeiten waren die Leute ja nicht zimperlich, aber vor denen hatten alle Angst. Vor denen hatten sogar die Barbaren Angst. Die waren wirklich grausam.
[1:04:38] Und wisst ihr, wie Attila sich genannt hat? Attila nannte sich die Geißel Gottes. Er hatte das Gefühl, dass das, was er tut, das Römische Reich zu vernichten, sei der Auftrag Gottes. Man kann zwar nicht behaupten, dass er ein bekehrter Mensch war, aber er hat die Geißel Gottes benutzt, um das Römische Reich zu vernichten. Die Geißel Gottes hat er sich genannt. Nicht die Geisel, sondern die Geißel. Die Geißel Gottes, Attila und die Hunnen. Berühmte Schlacht auf den katalanischen Feldern. Brauchen wir jetzt alles nicht. 451. Und er hat die Völkerwanderung ausgelöst. Der Stern geht in das Wasser, und von dort sich das ausbreitet. Wasser steht für die Völker, Nationen, Stämme und Sprachen. So hat seine Attacke auf Westrom dazu geführt, dass viele andere Stämme sich in Europa verbreitet haben, in dem ehemaligen Römischen Reich. Dadurch wurde das Römische Reich kleiner. Da, wo die Westgoten sind und die Sueben und die Franken, ist nicht mehr Rom.
[1:05:48] Jetzt kommen wir zum vierten. Vers 12 und 13. „Und der vierte Engel?“
[1:06:15] Wer wird hier jetzt symbolisch attackiert? Die Himmelskörper. Sonne, Mond und Sterne. Aber es ist der dritte Teil. Es muss ein Symbol sein mit Rom. So wie hier beim dritten Teil des Sees, die Seegewässer von Westrom gemeint sind, muss irgendwie Sonne, Mond und Sterne symbolisch für etwas stehen in Rom. Wofür stehen Sonne, Mond und Sterne in der Bibel? Was ist ihre Aufgabe? Wo kommen sie zum ersten Mal vor? In der Schöpfung. Sie sollen herrschen über Tag und Nacht. Sie sind die Beherrscher von Tag und Nacht. Wo kommen Sonne, Mond und Sterne noch vor? In welcher Prophetie? In welchem prophetischen Traum? Bei Josef. Und bei Josef stehen sie für wen? Für die zwölf Stämme Israels. Für die zwölf Patriarchen. Die Führer des Volkes. Die Herrscher des Volkes. Wenn hier Sonne, Mond und Sterne angegriffen werden, wer wird dann angegriffen? Wer wird jetzt vernichtet? Die Führer des Herrschaftssystems Roms selbst. Interessanterweise war das römische System dreigeteilt. Es gab den Herrscher an der Spitze des römischen Reiches, den Kaiser. Dann gab es den Konsul. Und was gab es noch? Es gab den Senat. Und die drei werden jetzt in diesem vierten Krieg aufgelöst. Und damit endet dann das römische Reich. Damit hört es auf zu existieren.
[1:08:06] Der vierte ist am schwersten zu merken. Der vierte war Odoaker. Und die Heruler. Odoaker. O-D-O-A-K-E-R. Und die Heruler. Und sie haben dem weströmischen Reich ein Ende gemacht. 476 nach Christus. Und damit ist das römische Reich aufgehört zu existieren. Das ist das, was wir auch in den Evangelisationen als Ende von Rom angeben. Der letzte Kaiser war Augustulus, ein kleiner, unbedeutender Kaiser, der dann irgendwann keine Macht mehr gehabt hat. Und Odoaker wurde dann zum König von Italien. Und damit endete das römische Reich.
[1:08:58] Frage für alle, die in Thessalonich aufgepasst haben. Was war das Verhältnis von den Römern zum Papsttum? Prophetisch gesehen, aus der Sicht von Paulus. Ich wiederhole die Frage. Aus der Sicht des Paulus im 2. Thessalonicherbrief. Welches Verhältnis hatte das römische Reich zum Papsttum? Genau. Er sagt: „Der, der noch aufhält.“ Das römische Reich hält noch auf. Und wenn der, der aufhält, aus dem Weg ist, dann? Offenbart sich das Geheimnis der Gesetzlosigkeit. Und schaut mal, wie sich das hier offenbart. In Vers 13. Offenbarung 8. Vers 13. Offenbarung 8. Vers 13 sagt uns: „Und ich sah und hörte einen Engel, in der Mitte des Himmels führte ein Engel. Und ich sah und hörte einen Engel, in der Mitte des Himmels führte ein Engel, und mit lauter Stimme rief was: Wehe, wehe, wehe den, die auf der Erde wohnen, wegen der übrigen Posaunenschlüsse der drei Engel, die noch an die Posaune stoßen sollen.“
[1:10:13] Was bedeutet das Wort „Wehe“? Wehe. Wo kommt „Wehe“ von der Bibel? Wer sagt „Wehe“? Okay, schauen wir uns ein paar Texte an, ganz genau. Schaut mit mir mal in Matthäus 11, Vers 1. Das ist eigentlich der tollste Vers, um das zu zeigen. Matthäus 11, Vers 21. Matthäus 11, Vers 21. Matthäus 11, Vers 21. Genau. Dort steht, Jesus sagt: Matthäus 11, Vers 21: „Wehe dir, Korazin, wehe dir, Bethsaida! Denn wenn in Tyrus und Sidon die Wundertaten geschehen wären, die bei euch geschehen sind, so hätten sie längst in Sack und Asche Buße getan.“ Zu wem spricht Jesus hier? Wen redet er an? Zwei Städte. Wo liegen diese beiden Städte, Korazin und Bethsaida? Sind das Städte in Israel, Judäa, Galiläa, oder sind das Städte bei den Heiden? Wo liegen Sidon und Tyrus? Das sind heidnische Städte, richtig? Jetzt, was sagt Jesus? Was ist in diesen beiden Städten passiert mit Sidon und Tyrus? Vernichtet. Es gab Gerichte im Alten Testament, so ähnlich wie Sodom und Gomorra. Heidnische Städte. Und Jesus sagt: „Wehe dir, Bethsaida und Korazin. Wenn das, was in dir getan worden wäre, mit anderen Worten, diejenigen, die Kontakt mit Christus haben, treiben es schlimmer als die tatsächlichen Heiden.“ Jesus sagt nicht: „Wehe, wehe Sidon und Tyrus, weil das sind Heiden. Die tun das Schlechte, die tun das Böse, weil sie sind Heiden. Aber hier gibt es Leute, die kennen Jesus, die kennen Christus, die kennen das Evangelium und tun es genauso. Die tun genau das Gleiche, nur der Unterschied ist, sie kennen die Wahrheit.“ Und das ruft dieses Wehe hervor. Deswegen sagt Jesus: „Wehe zu ihnen.“
[1:13:05] Schaut, der Unterschied, der den Wehe ausmacht, ist: Diese vier sind ohne Wehe, das sind keine Wehen, weil es sind Kriege gegen offensichtliche Heiden, gegen eine heidnische Macht, gegen das heidnische Rom. Aber diese drei Posaunen, fünfte, sechste und auch die siebte Posaune, die wir noch nicht angesprochen haben, haben ein Wehe. Warum? Weil sie gegen eine Macht geht, die genau das Gleiche tut, was die Römer auch getan haben, aber das Evangelium kennt. Versteht ihr den Gedanken? Das Evangelium kennt und trotzdem genau das Gleiche tut. Wehe.
[1:13:44] Übrigens, sagt die Bibel auch, ich gebe euch nur ein paar Texte noch, die können wir aus Zeitgründen nicht alle aufschlagen, nur damit ihr sie habt. Matthäus 18, Vers 7, da heißt es: „Wehe dem, durch wen der Anstoß zur Sünde geschieht.“ Und wisst ihr, wie diese Macht in Thessalonicher 2 genannt wird? Es ist der Mensch der? Bosheit, der Mensch der Sünde. Und in Matthäus 18 steht: „Wehe dem, der den Anderen ein Anstoß zur Sünde, wenn der Andere zur Sünde verführt.“ In Matthäus 23, Vers 13-34, da heißt es: „Wehe über diejenigen, die geistliche Heuchelei betreiben, die Pharisäer, die nach außen hin gläubig tun und innen drin voller Gesetzlosigkeit sind.“ Jesus nennt das: Wehe, Wehe, Wehe. Und so bezieht sich dieses Wehe auf eine Macht, die nach außen hin christlich tut, aber innen drin voller Gesetzlosigkeit ist. Und die Macht, die nach außen hin christlich tut, die nach außen hin christlich tut, aber innen drin voller Gesetzlosigkeit ist. Ihr könnt ganz Matthäus 23 durchforsten, findet ihr viele, viele Parallelen. Und noch etwas, in Matthäus 26, Vers 24, sagt Jesus: „Wehe dem, der den Sohn des Menschen verrät.“ Wer hat den Sohn des Menschen verraten? Judas. War Judas ein Feind von innen oder von außen? Judas war ein Feind von innen. Und wer wird genannt in der Bibel? Der Sohn des Verderbens. Und wer wird noch so genannt? Der Antichrist. Alle Stellen, wo in der Bibel „Wehe“ steht, beziehen sich immer auf das gleiche Konzept von irgendjemandem, einer Person, einer Macht, einer Gruppe, Städten, wer auch immer, die heidnisch agieren, aber das Christentum kennen.
[1:15:41] Nach den ersten vier Posaunen, die den Niedergang Roms beschreiben, kommt jetzt ab der fünften Posaune der Krieg gegen eine Macht, die genau das Gleiche tut, was sie auch immer getan haben, im christlichen Gewand.
[1:16:05] Und zwar begann das im Jahre 538. Hier gab es das erste Sonntagsgesetz der Kirche. Das hat man erst vor wenigen Jahren herausgefunden. Im Jahre 538 wurden nicht nur die Ostgoten als drittes Horn ausgerissen, sondern dass es auf einer Synode in Orléans das erste kirchliche Sonntagsgesetz mit Strafe gab. Also verbundene Strafe, wenn man da nicht zur Kirche geht am Sonntag, dann muss man das und das bezahlen und so weiter. In Frankreich übrigens, 538. Das heißt, das, was den Niedergang des Römischen Reichs ausgelöst hat, wird jetzt von der Kirche selbst erneut getan.
[1:16:53] Ach übrigens, ganz kurz, ein wichtiger Wehetext fehlt noch. Könnt ihr euch aufschreiben, in Judas 11. Es gibt drei Personen genannt, die mit Wehe zu tun haben. Der erste ist Kain, der zweite ist Bileam und der dritte ist Korach. Das ist super spannend. Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit. Denn Kain hat den Gottesdienst verändert und den Gerechten getötet. Bileam hat das Volk verführt zu Götzendienst und Korach hat sich selbst zum Priester machen wollen. Und alle drei sind parallel wieder auf diese Macht. Sie haben den Gottesdienst verändert, die Götzendienst einführen durch die Heiligenverehrung und die sich selbst zum Priester machen, obwohl sie gar keine Priester mehr sind. Weil der Priester im Himmel ist. Das steht: Wehe, Wehe, Wehe. In Wirklichkeit ist das eine der verstecktesten Prophezeiungen auf das Papsttum.
[1:17:47] Jetzt kommen wir zur fünften Posaune. Die Frage ist, was ist passiert? Was hat Gott benutzt, um das Wirken des kleinen Hornes in Grenzen zu halten? Und die Bibel beschreibt es so, wir haben jetzt die Zeit nicht mehr, um das alles ausführlich zu lesen. Ihr könnt es zu Hause machen. Ermutige ich euch zu Hause nochmal, diese ganze fünfte Plage zu lesen. Weiß jemand von euch noch, was diese fünfte Posaune darstellt? Wir haben das ausführlich studiert. Wir gehen jetzt nur nochmal kurz drüber. Ganz genau.
[1:18:28] Die fünfte Posaune stellt den Aufstieg des Islam dar. Ganz genau. Und zwar im Nahen Osten. Und es heißt ganz deutlich, schaut mal mit mir in Vers 4. „Und es wurde ihnen gesagt, dass sie dem Gras der Erde keinen Schaden zufügen sollten, auch nicht irgendetwas Grünem, noch irgendeinem Baum, sondern nur den Menschen, die das Siegel Gottes nicht an ihrer Stirn haben.“ Das heißt, alle, die gegen die Versiegelung, gegen den Heiligen Geist und gegen den Sabbat wehren, die sollten vernichtet werden. Das heißt, der Islam richtet sich gegen die Christen, gegen das abgefallene Christentum. Es gab immer noch Christen, die am Sabbat festgehalten haben, immer noch Christen, die am Bund Gottes festgehalten haben.
[1:19:30] Und interessanterweise, ich habe euch ein Zitat mitgebracht, weil ich das so toll finde, ich zitiere es immer. Wisst ihr, was gesagt worden ist, den sarazenischen – damals gab es noch keine türkischen Armeen – den Sarazenen auf ihrem Feldzug? Ich lese euch das kurz vor, das ist wirklich spannend. „Wenn ihr die Kämpfe des Herrn kämpft, das ist 632, Abu Bakr, der Onkel von Mohammed. Wenn ihr die Kämpfe des Herrn kämpft, benehmt euch wie Männer, ohne zu fliehen, aber lasst euren Sieg nicht durch das Blut von Frauen und Kindern befleckt sein. Zerstört keine Palmen, verbrennt auch keine Kornfelder, fällt weder Bäume noch rührt irgendwelches Vieh an, außer das, was zum Essen ihr tötet. Auf eurem Weg werdet ihr religiöse Personen finden, also keine Moslems, die zurückgezogen in Klöstern leben und vorschlagen werden, auf ihre Weise Gott zu dienen. Lasst sie in Frieden und tötet sie nicht, zerstört auch nicht ihre Klöster. Und ihr werdet eine andere Gruppe finden, die zur Synagoge Satans gehört, mit rasierten Kronen. Stellt sicher, dass ihr deren Schädel spaltet und lasst ihnen keinen Raum, in dem sie Mohamedaner werden oder Tribut zahlen.“ Das ist natürlich keine christliche Methode.
[1:20:48] Aber seht ihr, dass der Islam durchaus einen Unterschied gemacht hat zwischen den Christen, die einfach zurückgezogen ihren Glauben gelebt haben und denjenigen, die abgefallen Götzendienst betrieben haben in der mittelalterlichen Kirche. Im Koran schreibt es, es gibt gute Christen, die nicht kämpfen. Ganz genau. Das heißt, ganz genau. Und das ging die ganze Zeit so. Ab einer gewissen Zeit begannen dann die Sarazenen sich zu formen in direkten Attacken gegen die mittelalterliche Kirche und gegen Ostrom usw. Und das war dann ab dem 12. Juli 1299. Ab da am Beginn der konzentrierte Angriff auf das mittelalterliche Abendland. Das ist deswegen interessant, weil die Bibel sagt, dass es für die 5. Person eine Zeitprophezeiung gibt. Wisst ihr, was die Zeitprophezeiung ist? Wie viele Monate? Schaut mal in den Text. In Offenbarung 9, da ist es in Vers 5. Wie viele Monate? 5 Monate. 5 Monate sind wie viele Tage? 150. Genau. Das sind 150 Jahre, das heißt, es sollte gehen bis 1449. Jetzt 1449 beginnt die 6. Posaune. Das schauen wir ganz kurz an, was da passiert ist. Ich gehe jetzt in super Zeitraffer. Ich hätte noch viel mehr dazu erzählen, aber sonst schaffen wir es nicht mehr. In den letzten 5 Minuten, die wir noch bleiben.
[1:22:28] Schaut mit mir in der 6. Posaune. In Vers 14. Offenbarung 9, Vers 14. Die sprach zu dem 6. Engel, der die Posaune hatte, löse die 4 Engel, die gebunden sind an dem Strom Euphrat. Die 4 Engel wurden losgebunden auf Stunde und Tag und Monat und Jahr, bereitstand, den 3. Teil der Menschen zu töten. Dann werden sie beschrieben, die Reiterheere, mit ihrer Rüstung, schwefelgelbe Panzer, Köpfe der Pferde, waren wie Löwenköpfe, usw. Der entscheidende Punkt hier ist, das haben wir schon mal vor vieler Zeit gemacht, in der 6. Posaune werden 4 Engel losgebunden vom Euphrat. Jetzt, was ist der Euphrat? Der Euphrat ist ein Fluss, der Fluss fließt durch welche Stadt? Babylon. Jetzt gibt es ein geistliches Babylon. Das geistliche Babylon ist das Papsttum, richtig? Mittelalter. Dann, wer ist der geistliche Euphrat? Die Völker und Nationen, das Wasser steht für Völker und Nationen, die Babylon unterstützen. D.h. all die Nationen, die zur mittelalterlichen Kirche dazuhalten. Egal, ob es die katholische oder die orthodoxe ist.
[1:23:38] Jetzt ein wichtiger Punkt. Im mittelalterlichen System war es so gewesen, kennt ihr das Feudalsystem? Da gibt es den Herrn und seine Vasallen. Ein Lehnherrn und die Vasallen. 1949 etwas Erstaunliches passiert. Der oströmische Kaiser, der neue Kaiser Konstantin, 1947 war das noch gewesen, fragt den türkischen Sultan, ob er dann Kaiser werden darf. Genau, 1949 war es gewesen. Konstantin wird zum oströmischen Kaiser gekrönt, aber holt sich vorher die Erlaubnis vom türkischen Sultan, wie heißt er? Amoret. Im mittelalterlichen Denken bedeutet das, dass Ostrom, das ganze Byzantinische Reich, sich jetzt unter die Türken stellt. Vorher war es so gewesen, die ganzen europäischen mittelalterlichen Staaten, haben sich autonom gesehen und die Türken haben angekämpft. Mit diesem Akt sagt das gesamte oströmische Reich, das ganze Byzantinische Reich, wir stellen uns unter die Türken. Damit sind jetzt nicht mehr die ganzen islamischen Gebiete Vasallen von dem abendländischen Gebieten, sondern das türkische Reich, das osmanische Reich ist jetzt quasi autonom und regiert über die ganzen europäischen Gebiete. Das ist der Punkt, wo die Türken anfingen, massiv in den Balkan einzumarschieren, massiv bis nach Wien vorzustoßen. Wahrscheinlich kennt ihr das selbst aus der Geschichte nicht. Hier sind die faktischen Beginneanfänge vom osmanischen Reich.
[1:25:31] Wisst ihr, dass das osmanische Reich eine wirklich wichtige Funktion im Heilsplan Gottes hatte? Wisst ihr, was eine der wichtigsten Aufgaben der Türken war? Im Heilsplan Gottes? Gott hat sie an einer Stelle wahnsinnig gut gebrauchen können. Nämlich als Martin Luther mit seinen wenigen Anhängern die Fahne hochgehalten hat und gesagt hat, Gerechtigkeit durch Glauben und das Papsttum und das Deutsche Reich muskelbepackt sich fertig gemacht hat, um den Luther kleinzuhauen. Da standen die Türken vor den Türen. Und das Deutsche Reich und das Papsttum mussten alle Kräfte jetzt darauf verwenden, sich mit den Türken auseinanderzusetzen. Währenddessen konnte Martin Luther schön weitermachen. Viele Geschichtsschreiber deuten darauf hin, dass der Einfall der Türken in Europa der Reformation zum Sieg verholfen hat. Es ist ganz spannend, was hier alles passiert ist. Übrigens beschreibt auch die 6. Posaune sehr deutlich die Einführung des Schießpulvers und der großen Kanonen durch das osmanische Reich. Die große Kanone von Konstantinopel, wenn er sie erobert hat. Kurze Zeit später, 1451. Der Erfinder ist übrigens selbst an der Kanone gestorben. So viele interessante Details. Könnt ihr alles mal selbst studieren in der Geschichte.
[1:26:53] Aber hier kommt der interessante Punkt. Es gibt eine Zeitprophezeiung. Was ist die Zeitprophezeiung in Vers 15? Wie lange soll dieses osmanische Reich Bestand haben? Stunde, Tag, Jahr und ... Ein Jahr hat in der Bibel wie viele Tage? 360. Ein Monat hat wie viele Tage? 30. Ein Tag hat wie viele Tage? Ein Tag. Wie viele Tage haben wir insgesamt? 391 Jahre. Wenn ich die Stunde prophetisch umrechnen muss. Wie viele Stunden hat ein Tag? 24. Eine Stunde ist ein Vierundzwanzigstel. Von einem Jahr, was ist ein Vierundzwanzigstel? Wie viele Monate hat ein Jahr? 12. Halber Monat hat wie viele Tage? 15 Tage. Das ist die spannendste Zeitprophezeiung der Bibel. Die Bibel sagt, das osmanische Reich soll gelten für 391 Jahre und ... 15 Tage. Begonnen hatte das Ganze am 12. Juli. Also die fünf Monate hier. Am 12. Juli 1449. 12.99. 5 Monate bis 1449. Und von 1449 sollen jetzt weitere 391 Jahre und 15 Tage vergehen. Solange sollten die vier Engel, übrigens das sind die vier Sultanate, Damaskus, Aleppo, Bagdad und Iconium, das waren die vier türkischen Sultanate des Osmanischen Reiches, sollten unabhängig sein.
[1:28:47] Jetzt, wer kann mir helfen und sagen, 391 Jahre von 1449 angerechnet, wo kommen wir raus? 1840. Fast. 1840. Und vom 12. Juli an noch 15 Tage. Nein, ich habe auch gar nicht ... Stimmt, es war der 27. Juli. Du hast mich recht gehabt, aber ich habe mich hier verschrieben. Es ist der 27. Juli gewesen. Entschuldigung. Wo kommen wir raus? Jetzt stimmt es am 11. August. Wollt ihr nachrechnen oder glaubt ihr es mir? Klar oder nicht? Nachrechnen? Okay. 11. August.
[1:29:41] Jetzt pass auf. Ich muss eigentlich schon aufhören. Aber wenn ihr mir noch zwei Minuten gebt, dann werdet ihr wirklich erstaunt sein. Habt ihr noch zwei Minuten? Oder sollen wir den Schluss das nächste Mal machen? Ich hoffe, ihr seid auch nicht böse. Die Bibel hat ja gesagt, das Osmanische Reich sollte für eine Stunde, ein Tag, ein Monat losgelöst sein vom Euphrat. Das heißt, frei sein von diesem Feudalsystem. Das würde bedeuten, nach dieser Zeitperiode drunter stellen. Vorher waren sie quasi drunter, haben sich dann hier drüber gestellt, haben von oben herab das europäische Abendland bekriegt und jetzt würden sie theoretisch, nach der Prophezeiung, sich wieder anbinden an die babylonischen Mächte, an den Euphrat, an die Nationen, die Babylon unterstützen, also an die europäischen Mächte. Das hat jemand studiert. Sein Name war Josiah Litch. Und er war ein guter Freund von William Miller. Und er hat folgendes gesagt. Er hat in den Jahren 1838, 1899 gesagt, übrigens in ein, zwei Jahren, wird das Osmanische Reich seine Unabhängigkeit aufgeben. Die Leute haben ihn angeguckt und gesagt, wie kannst du das sagen? Als das Jahr 1840 begann, er hat das noch ausführlicher studiert, hat noch genau geguckt, wann ist das Datum, hat er gesagt, das Osmanische Reich wird seine Unabhängigkeit im August aufgeben. Jetzt hört es aber auf. Und als der August anbrach, war er sich so sicher, dass er gedacht hat, es wird am 11. August sein. Wenn ich eine Prophezeiung mache und sage, am 15. Januar 2017 wird das und das passieren, kann ich das jetzt sagen. Wenn ich dann in die Nähe des Datums komme, werde ich wahrscheinlich sagen, wahrscheinlich wird es im Januar sein. Vielleicht wird es im Jahr 2017 sein. Je näher man kommt, desto unsicherer wird man sich. Aber der wurde sich mal sicher.
[1:31:47] Das Interessante war, damals gab es noch kein Internet, es gab auch noch keine Nachrichtenagenturen, die am gleichen Tag das im Fernsehen verbreitet haben. Man war auf die Nachrichten von über See angewiesen. Der 11. August verstrich, der 12. August verstrich, nichts passiert. Die Leute haben sich gedacht, ich habe das ausgerechnet nach dem Jahr-Tag-Prinzip. Ein Tag für ein Jahr. Nach dem gleichen Prinzip hatte Miller schon eine andere Prophezeiung ausgelegt, die aber noch in der Zukunft lag. Die Leute wollten jetzt sehen, stimmt das oder nicht. Nach zwei Wochen kam die Meldung aus den Nachrichten, über die Zeitung, über den Kontinent, dass am 11. August das Osmanische Reich formal bei den europäischen Mächten, d.h. beim britischen Reich, beim französischen Reich usw., seine Autonomie aufgegeben hat und sich unter Schutz gestellt hat unter europäischen Mächten. Just am 11. August.
[1:32:44] Was dann danach passiert ist, kann man schnell beschreiben. Historien berichten, dass Tausende von Leuten angefangen haben, die Bibel zu studieren. Das gibt es ja gar nicht. Wenn jemand sowas auf den Tag hinaus vorher sagen kann aufgrund der Bibel, und das Interessante ist, jetzt wo die 6. Posaune aufhört, und jetzt verstehen wir das große Bild, macht die Bibel einen Zwischenstopp und sagt, ich erkläre euch noch, warum das so bedeutsam ist. Was ist das nächste Kapitel? 10. Worum geht es in der Offenbarung 10? Da geht es um die Adventbewegung, die sich so langsam entwickelt. Beginnend ab 1798, wo das Buch Daniel entliehen ist. Und geht bis wohin? Bis 1844, bis zur großen Enttäuschung. Könnt ihr sehen, warum Offenbarung 10 jetzt hier an Offenbarung 10 angeknüpft ist? Weil es genau in diese Zeit passt. Und was hat die Französische Revolution damit zu tun? Kapitel 11. Was hat die Französische Revolution damit zu tun? Das ist die gleiche Zeit. Die Französische Revolution ging auch von 1789 bis zur Gründung der Bibelgesellschaften, 1816. Genau in dieser Zeitperiode passieren 3 interessante Dinge. 1. Die Bibel wird zuerst verboten, kommt dann wieder zur großen Popularität, weil die Populisten die Prophezeiung von den 1062 Jahren eintrifft. Daniel ist ein Siegel. Leute fangen an, die Bibel zu studieren und Prophezeiungen auszurechnen. Und eine dieser Prophezeiungen ist die der 6. Posaune. Die erfüllt sich auf den Tag genau. Und zwar exakt genauso wie vorher gesagt. Das Osmanische Reich gibt seine Unabhängigkeit auf. Seitdem sprachen wir von dem kranken Mann am Bosporus. Das ist wirklich ein Ding.
[1:34:55] Und 2. führt es dazu, dass die Menschen jetzt noch mehr Vertrauen gehabt haben in diese Prophezeiung von den 2300 Abenden am Morgen. Mit dem natürlich falschen Verständnis, sie haben geglaubt, Jesus kommt wieder. Man kann sehen, wie diese 3 Dinge zusammenpassen. Das ist ja ein Krieg Gottes, nicht wahr? Mit dem Osmanischen Reich hat Gott das Papsttum immer wieder so einen Stachel gehabt, um sie im Schach zu halten. Hier bekommt das Papsttum seine tödliche Wunde. Und aufgrund dieser tödlichen Wunde lässt Gott seine letzte Armee erstehen, das Volk Gottes. Und jetzt an diesem Punkt, 1844, ist alles bereit für was? Die 7. Posaune. Was in der Welt wird die 7. Posaune sein? Gegen wen ist sie gerichtet? Und wer wird sie blasen? Das werden wir alles demnächst erfahren.
[1:35:55] Habt ihr das Gefühl, ihr habt einen kleinen Überblick über die Posaunen bekommen? Seid gewiss, dass wir zu jedem einzelnen Vers eine Stunde hätten predigen können, weil das haben wir tatsächlich auch getan im letzten Jahr. Das Material wäre vorhanden gewesen, wir haben es gelassen. Aber es ist trotzdem mal spannend zu sehen, dass die Bibel neben den gängigen Prophezeiungen auch einige Unbekannte hat, die trotzdem sehr präzise sind. Und das ist die Geschichte der Posaunen. Und das ist das, was wir angestudiert haben in den letzten Monaten. Und seid gewiss, das Zweite wäre jetzt vorüber, das Dritte kommt. Ich freue mich, dass ihr heute diese extra Zeit ausgehalten habt. Aber es wäre zu schade gewesen, wenn wir das noch verpasst hätten. Demnächst werden wir uns dann an die 7. Posaune wagen und damit an das 3. Wehe und an Offenbarung 11, Abvers 15. Und dann geht es auch schon in großen Schritten auf Offenbarung 12, 13 und 14 zu. Ich hoffe, ihr freut euch schon darauf. Nächstes Jahr wird es so richtig... Ich freue mich jetzt schon drauf.
[1:37:05] Ihr Lieben, wir wollen noch zusammen beten. Wir wollen danken dafür, dass Bibel so vertrauenswürdig ist. Lasst uns zusammen aufstehen. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir heute einen Überblick über die Geschichte der Posaunen sehen konnten. Wie du Könige, Stämme und Geschichtsereignisse benutzt hast, um deinen Willen am Ende zu realisieren, dass die Geschichte immer so verläuft, wie es für dein Volk am günstigsten ist und wie es für dein Volk am besten ist. Und dass manches, vielleicht was auch Unbekanntes an Geschichtsereignissen, trotzdem in deinen Augen einen viel größeren Wert hat, als das, was wir manchmal im Geschichtsunterricht lernen. Wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir verstehen konnten, wo es in den Posaunen geht. Viele Menschen haben gar keine Ahnung, was sie sagen. Und dass wir aber vor allem auch Vertrauen haben dürfen in deine Bibel, die beiden Zeugen, die wir so lange jetzt studiert haben in den letzten Wochen und Monaten. Und wir möchten dich bitten, dass, wenn wir weiter studieren, wir dir näher kommen, sehen, was du für uns tust, jetzt gerade im himmlischen Heiligtum, so wie wir in Offenbarung 8 sehen, dass du am himmlischen Räucheraltar stehst und für uns die Gebete entgegennimmst. Und dafür danken wir Jesus, dass du jetzt das gerade tust. Denn das soll immer der Hauptpunkt am ganzen Offenbarungsstudium sein, dass wir dich besser kennenlernen. Hab Dank dafür. Amen. Und bis zur nächsten Woche. Und euch, die zugeschaut habt, auch Gottes Segen. Und bis bald.