[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr auch diese Woche wieder eingeschaltet habt hier auf www.joelmedia.de. Wir sind gerade im Zentrum unseres Studiums "Wachsen in Christus" und das ist das zweite von drei Themen, das sich mit diesem Prinzip des Wachsens in Christus beschäftigt. Heute die sechste Folge mit dem Titel "Sieg über die Mächte des Bösen".
[1:40] Auch diesmal lehnen wir uns an dieses Lektionsheft hier "Wachsen in Christus" und wir bereiten uns vor auf das Bibelgespräch am 10. November. Letzte Woche haben wir bereits den Gedanken begonnen dieses Wachsens in Christus, nachdem wir einige grundlegende Lehren der Bibel studiert haben in den ersten vier Folgen. Und dieses Wachstum in Christus haben wir besprochen, hat damit zu tun, dass Christus, der am Kreuz das Lösegeld für uns bezahlt hat, dass er auch in unserem Leben die Werke des Teufels zerstören möchte und genauso wie er am Kreuz den Teufel entwaffnet hat, möchte er auch in unserem Leben den Teufel entwaffnen, sodass wir die Heiligung erfahren können.
[2:16] Und wie jedes Mal wollen wir auch diesmal wieder ausgehen von dem Gleichnis an Markus 4, Verse 26 bis 29. Markus 4, Verse 26 bis 29. Es heißt hier: "Und er sprach: Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch den Samen auf die Erde wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Samen keimt und geht auf, ohne dass er es weiß. Denn die Erde trägt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, dann den vollen Weizen in der Ähre. Wenn aber die Frucht es zulässt, schickt er sogleich die Sichel hin, denn die Ernte ist da."
[2:55] Wir haben gesehen, Jesus sagt hier, das Evangelium ist Wachstum. Wir wollen weiter noch tiefer hineintauchen und studieren, was bedeutet dieses Wachstum in Christus, was bedeutet es mehr und mehr mit Jesus zusammenzuleben, was genau meint das, dieses Wachstum in Christus? Und heute wollen wir, wenn wir das Thema haben "Sieg über die Mächte des Bösen", uns die Frage stellen: Wie weit können wir wachsen? Und was für ein Wachstum möglich ist, das machen die nächsten drei Verse im gleichen Kapitel deutlich.
[3:30] Die Zeit wollen wir gut nutzen, deswegen gehen wir gleich weiter in Markus 4, Verse 30 bis 32. Heißt es: "Und er sprach: Womit sollen wir das Reich Gottes vergleichen oder durch was für ein Gleichnis sollen wir es euch darlegen? Es ist einem Senfkorn gleich, das, wenn es in die Erde gesät wird, das kleinste ist unter allen Samen auf Erden, und wenn es gesät ist, geht es auf und wird größer als alle Gartengewächse und treibt große Zweige, sodass die Vögel des Himmels unter seinem Schatten nisten können."
[4:03] Jesus sagt, das Reich Gottes beginnt winzig klein und endet gewaltig groß. Mit anderen Worten, das Wachstum, das Jesus sich für dein und für mein Leben wünscht und was er vorhat und was er uns schenken kann, ist nicht einfach nur ein bisschen graduell. "Naja, ich war schon immer ein Christ und jetzt bin ich ein bisschen besser Christ." Das Wachstum ist ein exponentielles Wachstum, ein gewaltiges Wachstum. Und ich frage mich, ob wir als Christen das wirklich verstanden haben, dass das Wachstum, das Gott für uns vorgesehen hat, von so zu so ist.
[4:36] Das Reich Gottes hat ein gewaltiges Wachstumspotenzial. Und die Frage ist nicht, wenn ich die letzten zehn Jahre zurückschaue an meiner christlichen Erfahrung, bin ich ein wenig gewachsen? Die Frage ist, bin ich viel gewachsen? Ist da viel in meinem Leben passiert? Kann ich einen gewaltigen Unterschied sehen, oder ist es mehr oder weniger das Gleiche mit ein paar kleinen Änderungen? Das Wachstum des Reiches Gottes ist gewaltig. Und es könnte sein, dass wir viele von uns so ein gewaltiges Wachstum noch nicht erlebt haben, weil wir vielleicht noch nicht wirklich verstanden haben, was es bedeutet, in Christus Jesus zu wachsen.
[5:13] Unser heutiges Thema soll uns helfen, zu verstehen, wie wir praktisch in unserem Leben so ein gewaltiges Wachstum erleben können, das überragend ist und das wirklich auch andere Menschen überzeugen wird, dass das Evangelium Gottes Kraft hat. Nun, diese Kraft, die schenkt Jesus uns, das macht Epheser 1, Vers 19 ganz deutlich. Das soll der erste Hauptgedanke sein, den wir hier gemeinsam betrachten.
[5:40] In Epheser 1 und dort Vers 19 lesen wir: "Was auch die überwältigende Größe seiner Kraftwirkung an uns ist, die wir glauben, gemäß der Wirksamkeit der Macht seiner Stärke." Wir haben hier einige kraftvolle Worte, nämlich Kraftwirkung, überwältigende Größe, Macht, Stärke, Wirksamkeit. Paulus kann den Punkt nicht überbetonen, dass Gott uns Kraft schenken möchte.
[6:12] Meistens haben Menschen das Bild von Christen als schwachen Menschen, die bestimmte Dinge nicht tun können, die vielleicht nicht genügend Kraft im Leben haben, deswegen halten sie sich an der Religion fest. Aber Paulus sagt, das Evangelium strotzt voller Kraft. Jesus schenkt uns vor allem eines und das ist Kraft. Ja, er schenkt uns Frieden, er schenkt uns Liebe, er schenkt uns Heiligung, aber vor allem schenkt er uns Kraft, geistliche Kraft. Und die Frage ist, warum fehlt es uns so oft in unserem Leben an dieser geistlichen Kraft, an dieser überwältigenden Größe seiner Kraftwirkung?
[6:46] Diese Kraft, wo finden wir sie? Paulus beantwortet diese Frage in Römer 1, Vers 16. In Römer 1, Verse 16 und 17 sagt er: "Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht, denn es ist Gottes Kraft zur Rettung für jeden, der glaubt, zuerst für den Juden, dann auch für den Griechen. Denn es wird darin offenbart die Gerechtigkeit Gottes aus Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird aus Glauben leben."
[7:18] Paulus sagt, die Kraft findet sich im Evangelium. In der guten Nachricht von Jesus Christus. Und er sagt, weil ich weiß, dass es eine Kraft ist, weil ich sie als Kraft erlebe, deswegen schäme ich mich nicht zu sagen: Jesus Christus ist mein Erlöser. Ich habe ihn erlebt, er wirkt in meinem Leben und er wirkt nicht nur kleine Veränderungen hier und da, er bewirkt ein exponentielles, gewaltiges Wachstum. Und deswegen schäme ich mich nicht.
[7:43] Könnte sein, dass viele von uns sich schämen, weil sie eigentlich im Hinterkopf wissen: Ich bin gar nicht so viel anders als die anderen, ich bin gar nicht so viel anders wie vor meiner Bekehrung. Eigentlich hat Jesus gar nicht so viel bewirkt bisher in meinem Leben. Vielleicht deswegen, weil ich ihn, oder auf jeden Fall deswegen, weil ich ihn bisher nicht so sehr ran gelassen habe an mein Herz. Könnte es sein, dass viele dann sagen: Naja, warum jetzt groß über das Evangelium reden, wenn die Menschen doch sehen, dass es in meinem Leben nicht so viel bewirkt hat? Aber die Tatsache ist, wenn mein Leben gewaltig gewachsen ist in Christus, dann werde ich mich nicht schämen, das zu bekunden.
[8:16] Könnte sein, dass eines der größten Probleme, die wir heute als Volk Gottes haben, das ist, dass wir zwar ständig von Wachstum reden und von Wachstum sprechen und uns immer auf das Wachstum in Christus beziehen, aber das Wachstum nicht erleben. So oft, so oft, wenn Dinge angesprochen werden über christlichen Lebensstil und andere Dinge, heißt es: "Ja, ja, das ist ein Wachstum, ein Wachstum, ein Wachstum." Aber die Tatsache ist, die meisten erleben kaum oder fast gar kein Wachstum und sind über Jahrzehnte manchmal geistlich mehr oder weniger auf dem gleichen Stand und trauen sich nicht, über ihren Glauben zu reden. Und all diese Dinge hängen direkt miteinander zusammen.
[9:03] Denn Paulus sagt: Ich schäme mich nicht, weil ich das Evangelium als eine überragende Kraftwirkung in uns erlebt habe. Etwas, das mich errettet hat, etwas, das in mir wirkt. Diese Kraft, Jesus ist stärker als alles andere sonst auf der Welt.
[9:18] Wenn wir noch einmal zurückgehen zu Epheser 1, dann lesen wir in den folgenden Versen in Epheser 1, Verse 20 und 21: "Die, also seine Wirksamkeit der Macht seiner Stärke, die hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen Regionen." Das heißt, diese Kraft, von der wir hier sprechen, die uns geschenkt ist, die in uns gegeben ist, ist dieselbe Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat.
[9:49] Wow! Um es noch einmal zu sagen: Die Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat, diese Kraft steht dir und mir zur Verfügung. Denn Jesus starb ja wegen meiner und deiner Sünde und von diesem Tod, den meine und deine Sünde verursacht haben, von diesem Tod ist er auferstanden. Gott hat ihn zurückgeholt. Glaubst du nicht auch, dass Gott Kraft hat, dass diese selbe Kraft auch dich aus deinen sündigen Gewohnheiten, aus deinen sündigen Gedanken, aus deinen sündigen Taten herausholen kann?
[10:38] Die überwältigende Kraftwirkung Gottes, nicht unsere Kraft, Gottes Kraft, die hat er wirksam werden lassen in dem Christus, als er ihn aus den Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen Regionen. Dieselbe Kraft, die Jesus aus den Toten auferweckt hat, ist die Kraft, die ihn in den Himmel brachte und die ihn gesetzt hat zur Rechten Gottes. Und diese Kraft, wenn sie Jesus, den Menschen Jesus, in den Himmel gebracht hat, ist dieselbe Kraft, die auch uns den Himmel immer näher bringen kann.
[11:12] Hoch über jedes Fürstentum und jede Gewalt, Macht und Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird, nicht allein in dieser Weltzeit, sondern auch in der zukünftigen. Diese Kraft ist stärker als alles, was es gibt. Stärker als Tradition, stärker als Versuchung, stärker als der Satan, stärker als unsere sündigen Gewohnheiten. Und nicht nur ein wenig stärker, sondern hoch erhaben über alles, viel stärker.
[11:41] Bist du dir bewusst, ist mir bewusst, lieber Freund, liebe Freundin, dass wir in unserem christlichen Kampf eine Kraft zur Verfügung haben, die nicht nur gerade so ausreicht, die gerade so ein bisschen stärker ist als der Satan, sondern eine Kraft, die über alles hinüberragt, weit, mit der wir locker gewinnen könnten. Jede einzelne Versuchung, jeden einzelnen Kampf. Diese Kraft, die Christus auferweckt hat aus den Toten, steht dir und mir zur Verfügung.
[12:10] Könnte es sein, dass wir das wahre Wachstum in Christus, dieses gewaltige Wachstum eines Senfkornes zu diesem großen Baum, dass wir es noch gar nicht richtig erfasst haben in unserem Denken? Und diese Kraft, lieber Freund, diese Wunderwirkung, liebe Freundin, die musst du nicht kaufen. Und es wäre auch absurd, sie kaufen zu wollen, denn kein Preis dieser Welt kann sie kaufen.
[12:45] Und Paulus sagt uns in Römer 8, Vers 32: "Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle hingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken?" Diese gewaltige Kraft, die für dein Leben zur Verfügung steht, die wird dir geschenkt, wenn du möchtest.
[13:08] Und jetzt ist die Frage, lieber Freund, jetzt ist dieser Moment, liebe Freundin. Jetzt kommt es darauf an, ob wir dieses Geschenk auch annehmen. Wenn wir plötzlich realisieren, wir können Sieger sein über die Mächte des Bösen, wir können Sieger sein über die Versuchung, wir können den Sieg in Christus haben, er wird uns sogar geschenkt. Wie viele nehmen die Vergebung der Sünden an, die Erlösung von den ehemaligen Sünden als Geschenk an und lehnen gleichzeitig die Kraft ab, die ihnen exponentielles Wachstum in Christus ermöglichen würde, weil sie Angst haben, ihre Gewohnheiten ändern zu müssen, weil sie Angst haben, dass diese Kraft in ihr Leben kommt und das Leben auf den Kopf stellt in einer Art und Weise, dass auf jeden Fall sündige Gewohnheiten und Gedanken hinausgemerzt werden.
[14:02] Er möchte es uns schenken und er schenkt uns alles, was wir brauchen. Hier hat die Bibel gesagt, dass wenn wir Christus nachfolgen, der Satan nicht aufhört, uns zu verklagen. In Sacharja 3, Vers 1 wird das sehr deutlich beschrieben. Sacharja 3, Vers 1. Dort lesen wir: "Und er ließ mich den Hohenpriester Jeschua sehen, wie er vor dem Engel des Herrn stand, der Satan aber stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen." Auch ich und du, wir werden angeklagt von Satan wegen der Sünden, die wir getan haben. Und er zeigt mit dem Finger auf dich und er zeigt mit dem Finger auf mich.
[14:49] Aber hier ist die gute Nachricht: Wir werden das Wachstum in Christus verstehen. Lasst uns gemeinsam Römer 8, Verse 33 und 34 lesen. "Der Verkläger unserer Brüder", so Offenbarung 12, Vers 10, "zeigt mit dem Finger auf dich, er zeigt mit dem Finger auf mich. Und trotzdem können wir uns auf Römer 8, Verse 33 und 34 berufen, wo Paulus ausruft: 'Wer will gegen die Auserwählten Gottes Anklage erheben? Gott ist es doch, der rechtfertigt. Wer will verurteilen? Christus ist es doch, der gestorben ist. Ja, mehr noch, der auch aufgeweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der auch für uns eintritt.'"
[15:26] Paulus stellt zweimal die Frage: Wer will Anklage erheben? Wer will uns verurteilen? Und jedes Mal auf diese rhetorische Frage sagt er: Christus ist für uns gestorben, Gott rechtfertigt uns. Christus und Jesus und Gott, der Heilige Geist, verwenden sich für uns. Wann immer diese Frage aufkommt: Was hat der und der gemacht? Was hast du gemacht von Satan? Dann stehen Christus und Gott in der Bresche und sagen: Das ist unser Kind, das ist unser Bruder. Dieser Mensch hat sich für Jesus entschieden.
[15:59] Egal was die Anklage ist, wenn wir bei Jesus sind, wenn wir in Christus wachsen, dann wird die Anklage abgewiesen. Gott selbst weist die Anklage ab.
[16:14] Und in Vers 37 sagt Paulus etwas, was wir uns ganz dringend zu Herzen nehmen sollten. In Römer 8, Vers 37: "Aber in all dem allem überwinden wir weit durch den, der uns geliebt hat." Wohin hat sich seine Liebe gezeigt? Römer 5, Vers 8 sagt: "Daran erweist sich die Liebe Gottes, dass er für uns gestorben ist, dass Jesus gestorben ist, als wir noch seine Feinde waren, als wir noch Sünder waren." Und darin können wir überwinden.
[16:53] Lieber Freund, liebe Freundin, du kannst überwinden. Und überwinden meint, dass ein Hindernis nicht mehr da ist, es wird überwunden. Und Paulus sagt, wir überwinden nicht knapp, gerade so, auf den letzten Drücker. Paulus sagt, wir können weit überwinden, weit, locker, leicht durch Christus.
[17:13] In der Christenheit, da gibt es meistens diese zwei Gruppen. Die einen glauben, man kann die Sünde nicht überwinden. Und die anderen glauben, man kann sie gerade irgendwie dann doch ganz schnell, ganz im letzten Moment noch irgendwie auf den letzten Drücker überwinden. Aber Paulus sagt uns, wir können die Sünde, wenn wir in Christus wachsen, leicht überwinden, weit überwinden.
[17:41] Nun, es ist ein Kampf, es ist eine Auseinandersetzung, aber in Christus, in Jesus können wir weit überwinden und deutlich überwinden.
[17:57] Nun, wie ist das möglich? Vielleicht sagst du, das habe ich schon oft probiert und es hat bisher noch nicht geklappt. Es gibt bestimmte Gewohnheiten, über die wollte ich überwinden und ich habe es nicht geschafft. Hier ist der Ratschlag, den uns die Bibel gibt: Überwinden ist keine Sache der eigenen Anstrengung. Überwinden ist keine Sache der Meditation oder der geistlichen Übungen oder von irgendetwas anderem, der Selbstkasteiung.
[18:28] In Offenbarung 3, Vers 21 steht: "Wer überwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu sitzen, so wie auch ich überwunden habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe." Überwinden ist die Imitation von Jesus, ihm nachzufolgen, es so zu machen, wie er es gemacht hat. Jemand hat gesagt: Die wahre Religion ist die Imitation von Jesus.
[18:53] Wir können überwinden, so wie Jesus überwunden hat, denn in Jesus sind wir mehr als Überwinder. Überwinden wir weit. Und wie hat Jesus überwunden? Was hat er getan, um Überwinder zu sein?
[19:09] Gehen wir gemeinsam zu Lukas 4. In Lukas 4 werden die Versuchungen beschrieben, die der Satan an Jesus heranbringt. Und wir wissen, dass Jesus jedes Mal auf jede Versuchung einen einfachen Satz hatte, den er sagte. Er sprach nämlich: "Es steht geschrieben."
[19:34] Jesus überwand mit der Bibel. Und zwar nicht einfach nur, indem er die Bibel irgendwo im Bücherschrank hatte, sondern indem die Bibel sein Leben geworden war, indem die biblischen Prinzipien in seinem Herzen waren, indem er aus jedem Wort lebte, das aus dem Mund Gottes hervorgeht. Er nahm die biblischen Verheißungen, berief sich auf sie und konnte damit überwinden.
[19:56] Und dann heißt es in Vers 13: "Ein gewaltiger Satz: Und nachdem der Teufel alle Versuchungen vollendet hatte, wich er vor ihm eine Zeit lang." Mit anderen Worten, da gab es keine Versuchung, die der Erzrebell des Himmels, Luzifer, der gefallene Engel, Satan, sich ausdenken konnte, die Jesus nicht mit einem "Es steht geschrieben" überwinden konnte.
[20:19] Mit anderen Worten, es gibt dort keine Versuchung auf diesem Planeten, die man nicht als Mensch mit einem "Es steht geschrieben" in der Kraft Gottes, in dem Geist Jesu, überwinden könnte, durch die Gnade Gottes. So wie Jesus als Mensch – denn er sagt ja: "Der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht" – so wie Jesus als Mensch mit der Bibel in der Hand, oder vielmehr im Kopf, durch die Kraft Gottes überwinden konnte, so können wir als Menschen mit der Bibel im Kopf und im Herzen in der Kraft Gottes jede Versuchung überwinden.
[20:56] Was für eine gewaltige, frohe Botschaft. Wir können den Sieg haben über die Mächte des Bösen, so wie Jesus den Sieg hatte über die Mächte des Bösen.
[21:09] Denn Jakobus 4, ebenfalls Vers 13, Jakobus 4, Vers 13 lesen wir, Verzeihung, Jakobus 4, Vers 7 ist das. Vers 7. Jakobus 4, Vers 7: "So unterwerft euch nun Gott. Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch." Genau das, was bei Jesus passiert ist, dass der Satan geflohen ist, gewichen ist, genau das kann auch in deinem und in meinem Leben, lieber Freund, liebe Freundin, passieren.
[21:44] Wenn wir uns Gott unterwerfen, wenn wir nicht unser eigenes Ich zum Maßstab machen, sondern wenn wir diesen Kampf gegen das Eigentliche, was der schwerste Kampf ist von allen, gewinnen, indem wir einfach unser Ich Gott übergeben, uns ihm unterwerfen und dem Satan widerstehen, in der Kraft Gottes durch ein "So steht geschrieben", dann wird der Satan von uns so fliehen, wie er von Jesus geflohen ist. Hier steht es: "Widersteht dem Teufel, so flieht er von euch."
[22:16] Wir können den Sieg haben über die Mächte des Bösen, wenn wir Jesus imitieren, wenn wir in seiner Kraft das tun, was er uns vorgelebt hat hier auf der Erde.
[22:31] Denn Gott möchte uns und er kann uns aus der Versuchung retten. In 2. Petrus 2, Vers 9 steht genau das. Ich habe Menschen sagen hören: Gott möchte gar nicht, dass wir, dass wir die Sünde überwinden. Aber meine Bibel sagt mir in 2. Petrus 2, Vers 9: "So weiß der Herr die Gottesfürchtigen aus der Versuchung zu retten, die Ungerechten aber zur Bestrafung aufzubewahren für den Tag des Gerichts." Gott kann das tun, er weiß, wie es geht, er hat den Plan, wie es möglich ist, dass wir aus der Versuchung errettet werden.
[23:06] Und hier ist der Plan, wie es möglich ist, und das ist ein ganz besonderer Punkt: 1. Korinther 10, Vers 13. Und ich hoffe, dass auch dir das heute ganz praktisch helfen kann. In 1. Korinther 10, Vers 13 heißt es: "Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott aber ist treu, er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet." Das heißt, Gott lässt es nicht zu, dass eine Versuchung an mich herankommt, die ich nicht bestehen kann. Manchmal sagen wir: "Oh, die Versuchung war zu stark." Aber wir lügen. Und eigentlich sagen wir damit, dass Gott lügt. Denn wenn wir sagen, die Versuchung war zu stark, ich konnte hier nicht widerstehen, dann sagen wir damit, dass Gott nicht aufgepasst hat.
[23:54] Denn die Bibel sagt uns hier, dass Gott nur die Versuchung an mich heranlässt, die ich überwinden kann. Mit anderen Worten: Es gibt Versuchungen, die zu stark sind für mich. Es gibt Versuchungen, die sind so gewaltig, dass ich sie in meinem jetzigen geistlichen Zustand nicht ertragen könnte und kein Mittel dagegen hätte. Aber diese Versuchungen kommen nicht an mich heran, denn Gott lässt es nicht zu. Gott filtert all die Versuchungen aus meinem Leben heraus, die ich nicht überwinden kann und lässt nur diejenigen zu, von denen er sich sicher ist, dass mit meinem gegenwärtigen geistlichen Zustand, mit dem, was ich von ihm, von seinem Charakter und von der Bibel weiß, ich diese Versuchung überwinden kann. Nur die Versuchung lässt er an mich heran.
[24:39] Und ist es dann nicht traurig, dass wir so oft fallen in der Versuchung? Ist es nicht traurig, dass ich in meinem Leben schon so oft Jesus enttäuscht habe, der dadurch, dass er die Versuchung an mich heran gelassen hat, mir gezeigt hat: Ich habe Vertrauen in dich, ich weiß, dass du mit meiner Hilfe diese Versuchung überwinden kannst. Und dann bin ich gefallen und dann habe ich gesagt: "Oh, die Versuchung war zu stark." Was wir damit eigentlich sagen ist, dass Gott uns nicht genügend Kraft gegeben hat. Und damit machen wir ihn zum Lügner. Aber die Bibel sagt, Gott lässt es niemals zu. Er lässt es nicht zu, dass eine Versuchung an mich herankommt, die ich nicht überwinden kann.
[25:12] Und weiter geht der Vers: "Sondern er wird zugleich, nicht erst später, sondern zugleich, zum gleichen Moment mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass er sie ertragen kann." Jedes Mal, wenn du versucht wirst, lieber Freund, liebe Freundin, hat Gott gleichzeitig eine Alternative vorbereitet. Da ist keine Versuchung, mit der wir versucht werden, zu der es nicht eine Alternative gibt. Satan versucht uns immer einzureden, dass die Sünde alternativlos ist, dass wir diese Sünde tun müssen, um eine bestimmte Freude, ein Glück oder irgendetwas zu erreichen. Aber Jesus gibt uns jedes Mal, in dem Moment, wo die Versuchung an uns herankommt, gibt er uns einen Ausweg.
[26:02] Und ich glaube, was wir lernen sollten ist, diesen Ausweg zu suchen und den Ausweg zu gehen. Durch Gottes Kraft, in seiner Gnade, überwunden zu sein, wachsend in Christus. Würdest du dir vornehmen, wenn das nächste Mal der Satan dich versucht, dass du dich daran erinnerst, dass diese Versuchung nur deswegen an dich herankommt, dass Gott es nur deswegen zulässt, weil er weiß, dass er dir genügend Kraft gegeben hat, diese Versuchung zu überwinden und dass du dich daran erinnerst, dass es jetzt in diesem Moment einen Ausweg gibt, dass du nicht sündigen musst, sodass es eine Alternative gibt, die Gott dir anbietet, einen Ausweg.
[26:51] Er sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Und wenn du dich dann an Jesus wendest, wird er dir diesen Weg zeigen, sodass du die Versuchung nicht in die Tat umsetzen musst, der Versuchung nicht kleben bleiben musst, sondern sie überwinden kannst.
[27:13] Gott möchte, dass wir Sieger sind. Gott möchte nicht, dass wir nur kämpfen, immer fallen und kämpfen und fallen und dadurch Sympathie erregen. Gott möchte, dass wir Sieger sind über die Mächte des Bösen in unserem Leben.
[27:26] Und etwas Wunderbares steht in 1. Johannes 5, Vers 4, etwas, das gewaltig ist. Das steht in 1. Johannes 5, Vers 4. Und bitte, lieber Freund, liebe Freundin, merke es dir genau. Dort heißt es: "Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt." Wenn du aus Gott neu geboren bist, wenn du diese Erfahrung, die wir in der vierten Folge gemeinsam besprochen haben, die Errettung, die einzige Lösung, wenn du diese Erfahrung gemacht hast, dann wirst du die Welt überwinden können. Denn alles, was aus Gott geboren ist, überwindet die Welt.
[27:59] Und warum? Wie? Hier steht: "Und unser Glaube ist der Sieg, der die Welt überwunden hat." Dort steht nicht: "Durch den Glauben können wir dann später den Sieg erringen." Dort steht: "Der Glaube ist der Sieg." Jetzt, wie kann man das verstehen? Wenn die Versuchung zu mir kommt, dann muss ich nicht glauben, um dann später den Sieg zu erringen, sondern in dem Moment, wo ich Gott glaube, wenn ich sage: "Herr, du hast versprochen, dass dort keine Versuchung an mich herankommt, die ich nicht gewachsen bin. Du hast versprochen, dass es einen Ausweg gibt." Dann ist dieser Glaube, dieser Gedanke, dass Gott recht hat. Wenn jemand sagt, dieser Gedanke ist schon der Sieg, dann haben wir schon gewonnen, denn dann werden wir der Versuchung nicht mehr nachgeben.
[28:48] Der Glaube an Gott ist schon der Sieg. Das bedeutet, das Fallen in Versuchung offenbart eigentlich einen Mangel an Glauben, denn Glaube selbst ist der Sieg. Man kann nicht gleichzeitig Sieger und Verlierer sein. Man kann nicht gleichzeitig glauben und in der Versuchung fallen.
[29:07] Und ja, die Bibel sagt in Johannes 3, Vers 16: "Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, auf dass alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern ewiges Leben haben." Glauben bedeutet Sieger sein. Glauben bedeutet: Gott hat es gesagt, deswegen handle ich so, als ob es die Wahrheit wäre, denn Gott kann nicht lügen, auch wenn es um mich herum ganz anders aussieht.
[29:36] Ich vertraue lieber auf das Wort, als auf meine Erfahrung. Ich vertraue lieber auf das Wort, als auf meine Gefühle. Ich vertraue lieber auf das Wort, als auf das, was andere sagen. Ich vertraue dem Wort Gottes. Und diese Einstellung, dieser Gedanke ist der Sieg. Das ist bereits der Sieg.
[29:56] Wenn wir zu diesem Gedanken kommen, zu sagen: Gott hat versprochen, dass er weiß, uns aus der Versuchung zu retten. Gott hat versprochen, dass er uns einen Ausweg schafft. Gott, ich berufe mich auf dein Wort, ich nehme es ernst, zeig mir den Ausweg, du hast gesagt. Dann ist diese Einstellung bereits der Sieg. Und das ist das Geheimnis der Überwinder.
[30:12] In 1. Petrus 5, Verse 6 bis 9 heißt es: "So demütigt euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er euch erhöhe zu seiner Zeit. Alle eure Sorge werft auf ihn, denn er sorgt für euch." Egal was dich belastet, lieber Freund, liebe Freundin, wirf es auf ihn.
[30:47] Und wenn wir uns unter ihn demütigen, dann wird der Satan fliehen. Wenn wir dem Satan widerstehen, so wie es in Vers 8 heißt: "Seid nüchtern und wacht, denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen kann. Dem widersteht fest im Glauben, nicht in unserer eigenen Kraft, sondern in dem festen Bewusstsein: Gott lügt nicht."
[31:07] Wie widerstehe ich dem Satan? Nicht, indem ich meine Ärmel hochkremple und sage: "Jetzt, Satan, jetzt komm mal her." Das ist nicht dem Satan widerstehen. Dem Satan widerstehen ist: "Es steht geschrieben." Ja, es mag so aussehen, als ob es keine Alternative zur Sünde gibt, aber Gott sagt, es gibt eine Alternative, auch wenn ich sie nicht sehe, ich glaube, es gibt eine Alternative. Und mit dieser Einstellung hat Jesus den Satan in die Schranken gewiesen, und mit dieser Einstellung können wir den Sieg erringen über den Satan und seine Mächte.
[31:33] Dem widersteht fest im Glauben. Es bedeutet auch, dass wir dem Satan keinen Platz lassen in unserem Leben. In Epheser 4, Vers 27 steht: "Gebt auch nicht Raum dem Teufel." Wir dürfen ihm nicht mal den kleinen Finger geben. Wenn wir ihm ein bisschen Raum geben, ein bisschen Platz in unserem Herzen, dann wird es wie Sauerteig unser ganzes Herz durchsäuern. Mit dem Teufel spielt man nicht. Mit dem Teufel macht man keine Agreements und sagt: "Okay, 98 Prozent meines Lebens gehören Gott, diese zwei Prozent lasse ich dir, weil mir diese eine Sünde so gut gefällt." Gebt dem Teufel keinen Raum. Ansonsten, wenn wir es tun, werden wir es furchtbar bedauern.
[32:34] Und wenn der Satan mit einem Gedanken kommt, dann wollen wir diesem Gedanken keinen Raum geben. Wenn er mit einem Vorschlag kommt, wollen wir diesem Gedanken nicht weiter nachdenken. Wenn wir merken, eine Sache ist sündig, werden wir keine weiteren fünf Minuten an dieser Sache festhalten. Gebt dem Teufel keinen Raum, auch nicht ein wenig.
[32:48] Und so rät uns der Apostel Paulus in Epheser 6 und dort Verse 10 und 11. Epheser 6, Verse 10 und 11: "Im Übrigen, meine Brüder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke. Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den listigen Kunstgriffen des Teufels." Ja, der Satan ist geschickt, er ist listig, er hat Kunstgriffe drauf, und sogar Eva ist darauf eingefallen. Aber in der Kraft Gottes, wenn wir die ganze Waffenrüstung Gottes anziehen – und nächste Woche werden wir konkret darüber sprechen, was diese Waffenrüstung Gottes ist, die wir brauchen, um in Christus zu wachsen – in der Waffenrüstung Gottes können wir standhalten, können wir widerstehen, können wir Überwinder sein, Sieg über die Mächte des Bösen erfahren.
[33:59] Manch einer ist so begeistert, dass er den Sieg über Satan und die Dämonen haben kann, dass er glaubt, das ist das größte Zeichen seiner Religion. Und ja, durch den Glauben haben wir die Macht über die Dämonen. Aber in Lukas 10, Vers 17, da heißt es: "Die 70 aber kehrten, also die Jünger kehrten mit Freuden zurück und sprachen: Herr, auch die Dämonen sind uns untertan in deinem Namen." Aber Jesus sagt in Vers 20: "Doch nicht darüber freut euch, dass euch die Geister untertan sind, freut euch aber lieber darüber, dass eure Namen im Himmel geschrieben sind."
[34:43] Das Ziel unserer Religion ist nicht, Macht auszuüben über die Dämonen. Das Ziel unserer Religion ist, in den Himmel zu kommen, Gemeinschaft mit Gott und mit Jesus zu haben. Und aufgrund dessen gibt uns Gott auch die Kraft und die Macht, Überwinder zu sein über die Mächte des Bösen.
[34:54] Lieber Freund, liebe Freundin, ich hoffe, heute verstehst du, dass Wachstum in Christus eine gewaltige Sache ist. Wachstum in Christus bedeutet, dieses Wachstum des Reiches Gottes in meinem Leben anzuerkennen, dass was vielleicht nur so klein begonnen hat, vielleicht nur mit ein, zwei Bibeltexten, auf die du zufällig gestoßen bist und mit ein, zwei Gedanken, die dich ein wenig näher gezogen haben zu Jesus. Und vielleicht sagst du: "Noch verstehe ich fast gar nichts von der Bibel." Aber lass dir sagen, lieber Freund, liebe Freundin, wenn dieses Reich Gottes in deinem Leben wachsen darf, dann ist ein gewaltiges, gewaltiges Produkt am Ende das Resultat.
[35:37] Denn in Philipper 4, Vers 13 lesen wir: "Alles vermag ich durch den, der mich stark macht, Christus." Jesus Christus vergibt mir und gleichzeitig macht Jesus Christus mich stark. Und durch diese Stärke vermag ich fast alles, nein, alles, jede Versuchung, jedes Hindernis. Und seien und würden sich alle Teufel dieser Welt gegen mich verschwören, ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus. Es ist nicht meine Kraft, es ist keine Gesetzlichkeit, es ist die Annahme der völligen Kraft Gottes, die sich in Christus Jesus offenbart. Diese Kraft, die Jesus von den Toten auferweckt hat. Diese Kraft in meinem Leben, das gibt mir den Sieg, den Sieg in Christus.
[36:39] Wir haben letzte Woche schon gesehen, in Römer 8, Verse 38 und 39, wie dort Paulus sagt in Römer 8, Verse 38 und 39: "Denn ich bin gewiss, dass weder Tod, noch Leben, weder Engel, noch Fürstentümer, noch Gewalten, weder Gegenwärtiges, noch Zukünftiges, weder Hohes, noch Tiefes, noch irgendein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unserem Herrn." In Jesus gibt es da nichts, was uns Gewalt antun könnte, nichts, was uns scheiden kann von Gott.
[37:11] Und wenn wir dieses Thema studieren, wenn wir die biblischen Texte nebeneinander stellen und uns hinein vertiefen in das, was die Bibel so grundlegend sagt über diesen Kampf und über den Sieg, den wir erringen können, dann können wir ausrufen mit Paulus in 1. Korinther 15, Vers 57, wo es heißt: "Gott aber sei Dank, Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus."
[37:45] Bist du, lieber Freund, liebe Freundin, bist du heute Gott dankbar, dass du erfahren hast, dass du Sieger sein kannst? Sieger sein kannst über die Versuchung, Sieger sein kannst über die Sünde, Sieger sein kannst über die Mächte des Bösen? Gott sei Dank, denn es ist seine Kraft, es ist seine Gnade, es ist seine Macht, nicht unsere. Wir sind schwach, wir sind Staub. Aber Gott sei Dank, dass er uns den Sieg schenkt, dass er uns die Kraft gibt, dass er uns zu Überwindern machen möchte und will.
[38:15] Gott hat diesen Sieg schon seit Anfang verheißen, schon im Garten Eden, kurz nach dem Sündenfall, wenige Stunden, vielleicht nur wenige Minuten nach dem Sündenfall. Da hat Gott gesagt in 1. Mose 3, Vers 15: "Und Feindschaft will ich setzen zwischen dir, der Schlange, und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen, und er soll dir den Kopf zertreten, du aber wirst ihn in die Ferse stechen." Vom Anfang, seit Beginn der Sünde in dieser Welt, hat Gott verheißen, dass es einen Sieg gibt, einen Sieg über die Schlange, einen Sieg über die Sünde, einen Sieg über all diese Dinge.
[39:07] Und dieser Sieg, lieber Freund, liebe Freundin, ist nicht nur eine theologische Theorie, die in irgendwelchen Büchern steht. Diese Verheißung ist nicht nur ein frommer Wunsch von schwachen Menschen, die eine Krücke brauchen. Dieses Versprechen ist eine Realität oder kann eine Realität werden, auch in deinem Leben und in meinem Leben.
[39:32] In Römer 16, Vers 20. Römer 16, Vers 20 heißt es: "Der Gott des Friedens aber wird in kurzem den Satan unter euren Füßen zermalmen." Es ist unter unseren Füßen, in unserem Leben, aber es ist nicht durch unsere Kraft, sondern durch die Kraft Gottes, der das durch unsere Füße tut. Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit euch. Amen.
[40:09] Darf Gott auch in deinem Leben den Satan unter deinen Füßen zermalmen? Darf er dir den Sieg schenken über die Mächte des Bösen? Welche Bindung du auch immer eingegangen bist, seien es Bindungen durch bestimmte Sünden, seien es Bindungen vielleicht sogar durch Okkultismus, egal was du getan hast, lieber Freund, liebe Freundin, Jesus Christus kann dich völlig frei machen. Er kann dir den vollständigen Sieg geben, einen Sieg, der weit überragt über all das, was Satan tun kann. In deinem Leben kann der Satan besiegt werden.
[40:46] Und Gott hat ein großes Ziel mit uns. Er möchte, dass wir wachsen, wachsen zu einem großen Ziel hin.
[41:00] In 1. Thessalonicher 5, Vers 23 lesen wir: "Er selbst aber, der Gott des Friedens, derjenige, der den Satan unter unseren Füßen zerstören möchte, der die Werke des Teufels zerstören möchte, der den Satan unter unseren Füßen zertreten möchte, dieser Gott des Friedens, wie wir gerade gelesen haben, heilige euch durch und durch und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib möge untadelig bewahrt werden bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus."
[41:31] Das sind zwei Dinge, die Gott tut. Er möchte den Satan in unserem Leben zerstören, er möchte uns durch und durch heiligen, Schritt für Schritt, bis wir vollkommen geheiligt sind, untadelig sind bei der Wiederkunft unseres Herrn Jesus Christus und zwar körperlich, seelisch und geistlich. Das ist das, was der Gott des Friedens in deinem Leben tun möchte. Das ist es, was es bedeutet, in Christus zu wachsen. Das ist die Frucht der Heiligung, über die wir letzte Woche gesprochen haben. Wenn Jesus wiederkommt, dann möchte er, dass die Frucht reif ist.
[42:11] In der Bibel in Markus 4, Vers 29, wir haben es gelesen: "Wenn die Frucht es zulässt, schickt er seine Sichel." Wenn die Frucht der Heiligung durch und durch völlig sich entfaltet hat, wenn wir untadelig sind. Das ist das Ziel des Wachstums in Christus. Und dieses Ziel ist keine Hypothese, es ist keine Utopie, kein frommer Wunsch. Es ist eine mögliche Realität, nicht durch uns, sondern weil wir verstehen, dass es im Evangelium eine Kraft gibt, die alles andere übersteigt. Es ist Gottes Kraft.
[42:48] Und abzulehnen, dass wir Sieger sein können, abzulehnen, dass wir durch und durch geheiligt sein können, abzulehnen, dass wir untadelig sein können bei der Wiederkunft, bedeutet nicht, sich gegen Werksgerechtigkeit zu stellen. Es bedeutet, sich gegen die Kraft Gottes zu stellen, gegen Gottes Kraft, gegen diese sollte man sich nicht stellen.
[43:19] Gott möchte, dass wir geheiligt werden, Schritt für Schritt, durch und durch. In 2. Korinther 3 wird uns ganz praktisch geschrieben, wie wir das erleben können. In 2. Korinther 3, Verse 17 und 18 heißt es: "Der Herr aber ist Geist und wo der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit." Wir haben letzte Woche über die Freiheit gesprochen, die Freiheit in Christus, die Freiheit von der Sünde. "Wir alle aber, indem wir mit unverhülltem Angesicht die Herrlichkeit des Herrn anschauen, wie in einem Spiegel, werden verwandelt in dasselbe Bild von Herrlichkeit zu Herrlichkeit."
[44:00] Das ist ein Wachstum. Es geht nicht sofort, aber indem wir uns mehr und mehr mit Gott beschäftigen, mit seinem Wort, mit seinem Charakter, werden wir verwandelt, Schritt für Schritt, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit. So wie Paulus sagt in Römer 1, Vers 17: "Von Glauben zu Glauben, von Glauben zu Glauben, von Herrlichkeit zu Herrlichkeit." Verwandelt werden bis zu einem Ziel, nämlich in dasselbe Bild, in den selben Charakter, den Jesus auch hatte.
[44:20] Seht ihr, Charakterentwicklung ist kein Hamsterrad. Charakterentwicklung ist eine Veränderung hin auf ein Ziel, so wie das Wachstum der Pflanze ein Ziel hat, nämlich die volle Frucht. So ist Charakterveränderung ein Prozess, ein Wachstum hin zu einem Ziel. Dieses Ziel scheint ein gewaltiges Ziel zu sein, ein fast unerreichbares Ziel, so weit entfernt wie das Samenkorn, wie das Senfkorn vom großen Baum. Aber doch ist dieses gewaltige Wachstum möglich, denn es ist im Samen selbst und im Wort Gottes, in Jesus Christus, dass diese Kraft sich entfaltet, dieser so unscheinbare Anfang, der diesen so unscheinbaren Anfang in etwas Gewaltiges, Unvorstellbares verwandeln kann.
[45:24] Und so ist diese Kraft auch im Wort Gottes und in Jesus, der aus den bescheidenen Anfängen unserer ersten Beschäftigung mit dem Wort Gottes, wo wir einen ungeschliffenen, ungehobelten Charakter haben, der viele Mängel aufweist. So kann Gott das Wunder tun und ein gewaltiges Wachstum schenken, dass durch diesen Prozess der Heiligung von Herrlichkeit zu Herrlichkeit, durch die Beschäftigung mit Gottes Charakter, wir verwandelt werden in dasselbe Bild. Es ist ein gewaltiges Wachstum, das Gott von uns vorhat.
[46:04] Bist du, lieber Freund, liebe Freundin, bereit, dieses gewaltige Wachstum in deinem Leben zu erleben? Möchtest du dich davon verabschieden von diesem Gedankengang, der so viele Christen befallen hat, dass man als Christ erlöst ist und jetzt noch ein klein wenig an seinem Lebensstil, wenn man möchte, feilen kann, um ein bisschen frömmer zu sein? Nein, das ist nicht das Wachstum in Christus. Wachstum in Christus beginnt so klein, ohne Vorkenntnisse und endet so gewaltig in dem völligen Widerspiegel des Charakters Jesu. Ein gewaltiger Prozess.
[46:38] Ein Prozess, den keine menschliche Kraft auf Erden erfüllen kann oder ausführen kann, aber die Gotteskraft sehr wohl ausführen kann. Und je mehr wir uns mit Gottes Wort beschäftigen, je mehr wir uns mit Gottes Charakter beschäftigen, je mehr wir zur Erkenntnis seiner Herrlichkeit gelangen, desto mehr werden wir dieses Wachstum erleben. Ich möchte das in meinem Leben erleben. Ich weiß, ich kann mit Paulus ausrufen: "Noch habe ich es nicht ergriffen, aber ich vergesse, was dahinten ist, und ich strecke mich aus nach dem, was da vorne ist." Ich strecke mich aus nach diesem gewaltigen Wachstum. Ich möchte noch viel mehr wachsen in meinem Leben. Ich möchte diese Entscheidung heute, hier, in diesem Moment treffen. Was ist mit dir?
[47:19] Der letzte Vers für heute, in 2. Petrus 3, Vers 18. Das könnte ein Motto sein auch für die ganze Serie. In 2. Petrus 3, Vers 18 heißt es: "Wachst dagegen in der Gnade und in der Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm sei die Ehre, sowohl jetzt als auch bis zum Tag der Ewigkeit. Amen." Bis zum letzten Moment der Ewigkeit wird es seine Kraft sein, wird es seine Gnade sein, wird es seine Ehre sein. Und ich möchte diese ganze Kraft, diese ganze Gnade und diese ganze Ehre in meinem Leben in Anspruch nehmen. Du auch.
[47:52] Möchtest du mit Jesu Hilfe Sieger sein? Das ist die Entscheidung, die heute dir Jesus stellt, die Frage, die dir stellen. Die Entscheidung, die du heute treffen kannst. Gott gebe, dass so viele wie möglich Sieger sein wollen, durch seine Kraft.
[48:17] Nächste Woche werden wir darüber sprechen, welche Waffen wir von Gott für den Sieg bekommen und wie wir ganz praktisch in unserem Leben diesen Sieg erleben können, wie wir ihn behalten können und wie wir weiter wachsen können in Christus. Wir möchten diese Kanzelzeit nicht beenden, ohne euch aufmerksam zu machen auf die große Serie, die diese Woche beginnen wird, ab dem 9. November: "Ausweg 2012". Eine große Vortragsreihe über die wichtigsten Themen der Bibel, kurz, bündig und prägnant, jeden Abend dargestellt. Eine Serie, die unter keinen Umständen verpassen dürft und die ihr unbedingt auch mit all euren Freunden, Bekannten, Verwandten, wem auch immer, teilen solltet.
[49:03] Jetzt am Freitag, am 9. November geht es los um 19 Uhr mit dem Thema "Der Ausweg", vielleicht das wichtigste Thema in der ganzen Serie. Dürft es unter keinen Umständen verpassen. Dann am 10. am Samstagabend um 18 Uhr das Thema "Der Code" und um 19:45 Uhr das Thema "Der Krieg". Und dann am Montag, am 12. November das Thema "Das Licht" und am 13. November das Thema "Das Zelt", jeweils um 19 Uhr. Seid herzlich eingeladen, auf www.ausweg2012.de, genauso wie auf www.joelmedia.de, diese lebensverändernde Serie mitzuverfolgen und dabei zu sein.
[49:43] Gott segne euch dabei. Hoffentlich sehen wir uns dort, ansonsten bis zur nächsten Kanzelstudie. Aber nächste Woche hier auf joelmedia.de. Gott segne euch im Studium seines Wortes und in der Erfahrung, Sieger in Christus zu sein. Amen.