In diesem Vortrag von Christopher Kramp geht es um das Thema „Das Licht“ im biblischen Kontext. Er beleuchtet die Weite des Universums und die Ordnung der Schöpfung als Hinweise auf einen Schöpfer. Dabei wird die biblische Aussage, dass Gott Licht ist und keine Finsternis in ihm ist, zentral thematisiert. Der Vortrag erklärt die Konsequenzen der Sünde, die zur Trennung von Gott, dem Licht, führen, und zeigt den Weg der Erlösung durch das Opfer Jesu Christi auf.
Ausweg 2012: 4. Das Licht
Christopher Kramp · Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel)Weitere Aufnahmen
Serie: Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel)
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Transkript
[0:00] Und heute ist unser Vortrag überschrieben: Das Licht.
[0:15] Nun, eine der Theorien zum Weltuntergang 2012, wir haben ja schon einige angeschaut, nicht wahr? Wir haben die Maya-Theorie angeschaut, wir haben die Theorie vom Bibelcode angeschaut. Eine andere Theorie besagt, dass ein Komet auf uns zurast, der Komet Nibiru, der auf uns, der angeblich schon ganz nahe ist und der bald auf die Erde einstürzen wird und alles Lebende vernichtet.
[0:43] Und so gibt es viele Hobby-Wissenschaftler und Verschwörungstheoretiker, die hineinschauen in das Universum und die Galaxien beobachten und nach Kometen und all diesen Dingen Ausschau verhalten, auf der Suche fast nach diesem Ereignis. Und das ist kein Wunder, denn auch die Mayas und viele dieser Kulturen haben sich ja mit Astronomie beschäftigt und haben hineingeschaut in die Sterne und die Planeten, beobachtet und Gesetzmäßigkeiten entdeckt. Und die Frage, die ich Ihnen heute stellen möchte am Anfang ist: Interessieren Sie sich für Astronomie? Kennen Sie sich ein bisschen in Astronomie aus?
[1:17] Wir wollen einige interessante Fakten über Astronomie hier entdecken und kennenlernen. Zum Beispiel gibt es hier unser Sonnensystem, unsere Planeten. Vielleicht haben Sie sich damit schon mal befasst. Wie heißt dieser blaue, wenn Sie kein Englisch können, dann ist es trotzdem einfach, wie heißt dieser blaue Planet hier? Das ist die Erde, nicht wahr? Und von allen Planeten ist er doch der schönste, oder? Und dann haben wir andere Planeten, die entweder ziemlich ähnlich groß sind oder doch deutlich kleiner. Merkur, Mars, Venus. Bei Pluto, da streitet man sich mittlerweile, ob überhaupt noch ein Planet ist. Es gibt Wissenschaftler, die sagen, eigentlich ist da gar kein Planet. Und dann haben wir hier einige Planeten, die deutlich größer sind, zum Beispiel Jupiter oder Saturn.
[2:11] Die Erde ist da nur so ein kleiner Ball dagegen. Schon Uranus und Neptun sind deutlich größer. Aber stellen Sie sich mal vor, wir würden auf Jupiter wohnen. Wie lange das dauern würde, um unsere Planeten zu umrunden, stellen Sie sich das mal vor. Aber das alles ist nichts im Vergleich zu unserer Sonne. Unsere Sonne ist selbst im Vergleich zu Jupiter gewaltig groß. Das ist hier die Erde. Können Sie das sehen? Da sind wir, da ist Deutschland und da ist England und da ist Japan. Können Sie das sehen? Und da ist die Sonne. Also auch wenn wir hinausgehen in die weite Welt und dann die Sonne sehen, denken wir, die Sonne ist diese kleine Scheibe, aber in Wirklichkeit sind wir die kleine Scheibe und die Sonne ist dieser große Stern.
[2:55] Aber das alles ist nichts im Vergleich zu den Sternen, die es da noch draußen gibt, zum Beispiel Pollux oder Sirius oder gar Arcturus. Das ist unsere Sonne hier, das ist die Sonne, das ist Arcturus. Und da ist ein kleiner Punkt. Können Sie Jupiter sehen hier? Also die Erde kann man nicht mehr sehen. Die Erde ist zu klein, da bräuchte man jetzt schon sozusagen ein Mikroskop, um die Erde zu sehen hier im Vergleich zu Arcturus. Aber selbst Arcturus ist nicht der größte Stern, der bekannt ist. Es gibt zum Beispiel Sterne wie Antares. Jetzt, hier ist Arcturus. Nur nochmal zur Erinnerung, das ist Arcturus im Vergleich zur Sonne. Aber hier haben wir jetzt diesen gleichen Arcturus im Vergleich zu einigen anderen, zum Beispiel Antares. Und die Sonne ist da. Sehen Sie die Sonne? Da, genau da.
[3:56] Unser Universum ist unfassbar groß, unglaublich groß. Und wenn wir in das Universum hineinschauen, dann können wir eine Schönheit entdecken, eine Harmonie, eine Vielfalt, die viele Astronomen dazu gebracht hat auszurufen: Letztendlich muss es da einen Schöpfer geben. Nun sind wir heute nicht hier, um in die Debatte Evolution, Schöpfung hineinzusteigen. Da gibt es viele andere, die das getan haben, mit sehr interessanten Ergebnissen. Ich möchte Ihnen heute einen ganz anderen Ansatz zeigen, über dieses Thema der Natur, des Universums, darüber nachzudenken, der für jeden von uns, der nicht Wissenschaftler ist, so wie ich, ich glaube, noch ein klein wenig überzeugender sein wird. Aber dazu gleich mehr.
[4:49] Bevor wir das tun, möchte ich Sie einladen, wie jeden Abend, mit einem kurzen Gebet zu starten. Sie können einfach sitzen bleiben und auch vor dem Rechner möchte ich Sie einladen, wenn Sie einfach kurz mit mir gemeinsam beten wollen. Wenn nicht, können Sie einfach zuschauen. Ansonsten lassen wir uns gemeinsam kurz beten.
[5:02] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für die Gelegenheit, jetzt dein Wort zu studieren und über die Größe und Schönheit deiner Schöpfung nachzudenken. Dieses Thema, das Licht, ist ein sehr persönliches, ein sehr wichtiges Thema und ich bitte dich von ganzem Herzen, dass du durch den Heiligen Geist bei uns bist und uns dein Wort erklärst. Amen.
[5:22] Wenn wir in die Natur hineinschauen, sehen wir eine Schönheit, sehen wir ein Design, sehen wir eine Komplexität, die uns deutlich macht: Gott ist offensichtlich ein Gott der Ordnung, ein Gott der Schönheit, ein Gott der Fantasie. Und das ist etwas, was auch die Bibel schon sagt. Wenn sie über diesen Gott spricht, der all diese Sterne, diese Sonnensysteme, diese Galaxien geschaffen hat, spricht sie von diesem Gott folgendermaßen: Sie sagt, denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.
[5:54] Nun, wenn er nicht ein Gott der Unordnung ist, dann ist er ein Gott der Ordnung. Das ist eine der ersten Dinge, die wir heute Abend feststellen wollen über Gott: Gott ist ein Gott der Ordnung und all das, was wir sehen im Universum, ist tatsächlich unfassbar geordnet. Wenn wir in unseren eigenen Körper hineinschauen und Abend für Abend, wenn wir auch in den Gesundheitsvorträgen ein wenig über unseren Körper mehr lernen, dann stellen wir fest, wie unser Körper genial zusammengebaut ist und alles seine Ordnung hat.
[6:19] Gott ist nicht ein Gott der Unordnung. Aber es gibt etwas Zweites, was wir heute Abend über Gott lernen wollen, und das hat mit unserem Thema zu tun. Die Bibel sagt in 1. Johannes 1, Vers 5: Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehört haben und euch verkündigen, dass Gott was ist? Dass Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist.
[6:39] Unser Thema heißt heute: Das Licht. Und unsere Botschaft heute ist sehr simpel und sehr einfach. Unsere Botschaft nach der Bibel muss sein: Gott ist Licht. Und wie viel Finsternis ist es in ihm? Null. Zero. Nada. Keine einzige Finsternis. Gott ist Licht. Das ist eine sehr einfache Botschaft.
[7:02] Was hat das jetzt konkret für mich zu bedeuten, dass Gott Licht ist? Schauen wir ein bisschen weiter, was die Bibel noch sagt. Die Bibel sagt nicht nur, dass Gott Licht ist. Die Bibel sagt auch, dass Gott Licht trägt. Es heißt hier im Psalm 104, Vers 2: Du, der in Licht sich hüllt, wie in ein Gewand, der den Himmel ausspannt, gleich einer Zelldecke.
[7:24] Das heißt, Gott ist nicht nur Licht, er trägt auch Licht. Er trägt ein Lichtgewand. Und das ist eine interessante Lektion: Gott sieht genau so aus, wie er ist. Was sagen Sie dazu? Bei vielen Menschen gibt es einen Unterschied. Sie sehen auch so aus und sind innerlich doch ganz anders. Aber Gott ist kein Heuchler. Gott sieht so aus, nach außen hin, wie er innerlich ist. Gott ist Licht und er trägt Licht. Er trägt ein Lichtgewand.
[7:53] Und ich glaube, das ist auch eine interessante Lektion für uns verbunden. Wir sollten uns auch so kleiden, dass unser Charakter deutlich wird. Aber dazu ein andermal vielleicht mehr. Aber nicht nur sagt die Bibel, dass Gott Licht ist und dass er Licht trägt. Die Bibel sagt auch, dass Gott Licht weitergibt. Und zwar in Offenbarung 22, Vers 5 heißt es: Denn Gott, der Herr, erleuchtet sie. Mit anderen Worten, Gott gibt von dem Licht, das er ist und das er trägt, auch anderen weiter, seinen Geschöpfen.
[8:28] Also fassen wir zusammen: Gott ist Licht, er trägt Licht und er gibt Licht weiter.
[8:36] Gehen wir weiter und schauen uns doch mal diesen Vers nochmal an: Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Offensichtlich soll ja ein Gegensatz gemacht werden, nicht wahr? Die Bibel sagt, Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens. Aber sind Unordnung und Frieden genaue Gegensatzpaare? Wenn ich zu Ihnen sagen würde, was ist das Gegenteil von Unordnung, wer hätte von Ihnen Frieden gesagt? Wahrscheinlich hätten wir was gesagt: Ordnung, nicht wahr? Und auf der anderen Seite ist es genauso wahr. Wenn ich Sie fragen würde, was ist das Gegenteil von Frieden, hätten Sie nicht Unordnung gesagt, sondern Krieg. Gott ist nicht der Erfinder des Kriegs und des Kampfes, sondern des Friedens.
[9:18] Also offensichtlich können wir feststellen, dass Unordnung und Ordnung und Krieg und Frieden zwei Gegensatzpaare bilden. Mit anderen Worten: Frieden ist dasselbe wie Ordnung, nicht wie Krieg. Und Unordnung ist dasselbe wie Krieg. Das heißt, immer wenn ich Krieg höre, habe ich auch was? Unordnung, Durcheinander. Wir haben das letzte Mal über den Krieg gesprochen, der stattfand, wo? Wo begann er? Im Himmel. Das heißt, der Krieg im Himmel brachte den Himmel in Unordnung, in Konfusion, in ein Durcheinander. Und wir haben auch darüber gesprochen, wer diesen Krieg begann. Wer war das nochmal? Ein Wesen, das Satan später hieß. Satan war der Feind, aber bevor er Satan hieß, hieß er? Lucifer. Und Lucifer heißt übersetzt: der Lichtträger.
[10:12] Als Lichtträger bekam er sein Licht von wem? Logischerweise von Gott, denn Gott erleuchtet auch seine Geschöpfe. Aber durch den Krieg, durch die Unordnung, die Satan dann hineinbrachte, verlor er offensichtlich auch sein Licht. Denn die Bibel beschreibt ihn später als einen Weltbeherrscher der Finsternis. Mit anderen Worten: Durch diesen Krieg kam es von Ordnung zu Unordnung, von Frieden zu Krieg und von Licht zu Finsternis. Das waren die Konsequenzen des Krieges, den wir im Prinzip vor zwei Tagen ausführlich angeschaut haben.
[11:00] Nun, gehen wir einen Schritt weiter und überlegen uns das folgende. Die Bibel sagt im allerersten Vers, damit fängt die Bibel an: Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. Dieser Vers bedeutet nicht, dass das das allererste zeitlich war, von dem die Bibel spricht. Das, was wir am Samstagabend besprochen haben über den Krieg, waren Dinge, die bereits vor der Schöpfung der Welt stattfanden, im Himmel.
[11:25] Das heißt, als Gott die Himmel schuf und die Erde schuf, gab es bereits diesen Kampf, diesen Krieg, dieses Durcheinander, diesen Gegensatz von Kriege und Frieden, von Unordnung, von Ordnung, von Licht und Finsternis. Und als Gott die Erde schuf, nach all dem, was wir bisher studiert haben: Gott ist ein Gott der Ordnung, ein Gott des Friedens und er ist Licht. Wie sollte die Erde wohl sein, nachdem sie geschaffen wurde?
[11:56] Also stellen wir vor, Gott geht zu all seinen Engeln und sagt: Ich werde jetzt eine neue Welt schaffen. Nach all dem, was die Engel über Gott wissen, nach all dem, was wir bisher studiert haben, wie müsste diese Welt jetzt sein? Geordnet, friedlich und hell. Aber der Schock kommt im nächsten Vers. Die Bibel sagt: Die Erde war Wüst und leer und es lag Finsternis auf der Tiefe.
[12:23] Das hebräische Wort für Wüst und leer ist Tohu Vabohu. Schon mal gehört? Wann sagen Eltern zu ihren Kindern: Das sieht ja aus wie ein Tohu Vabohu? Wenn es Durcheinander ist. Wenn man am Sonntagmorgen durch das Kinderzimmer stapfen muss, weil alles durcheinander, weil die Kinder alles aus den Schränken rausgerissen haben, was es nur rauszureißen galt. Haben Sie auch solche Kinder gehabt? Ich war auch so ein Kind. Wir haben am Sonntagmorgen alles ausgerissen, was irgendwie in den Schränken war. Und unsere Eltern haben die Krise gekriegt und haben gesagt: Was für ein Tohu Vabohu. Und Tohu meint Wüst und Bohu meint leer. Und war es und. Also Tohu, Wüst, war und leer. Tohu Vabohu.
[13:09] Die Erde war Wüst und leer, die Erde war ein Durcheinander, ein Chaos und sie war finster. Und ich kann mir vorstellen, wie die Engel dort standen und sich am Kopf gekratzt haben und gesagt haben: Moment mal, was ist hier falsch gelaufen? Denn Finsternis gehört nicht zu Gott, sondern zu Satan. Und Unordnung gehört nicht zu Gott, sondern zu Satan. Das heißt offensichtlich ist die Erde zu Beginn der Schöpfung nicht eine Repräsentation des Königreiches Gottes, sondern symbolisch wie ein Gleichnis, eine Repräsentation des Königreiches Satans.
[13:44] Aber Gott zeigt uns etwas an diesem ersten Tag der Schöpfung, was für uns alle, egal ob wir hier sitzen oder live zuschauen, von unglaublicher Wichtigkeit ist. Es heißt: Der Geist Gottes schwebt über den Wassern. Und dann geht es weiter: Und Gott sprach. Was hat er gesagt? Es werde Licht. Und das Entstaunliche und das Unfassbare und das Kraftvolle an diesem Vers ist: Es wurde Licht. Warum? Weil das Wort Gottes offensichtlich in sich die Kraft trägt, etwas zu tun.
[14:22] Mein Lieblingsbeispiel, ich sage es immer wieder, vielleicht kennen Sie es schon, wenn Sie schon öfter hier bei unseren Vorträgen gewesen sind. Wenn nicht, hören Sie es zum ersten Mal. Wenn ich mich jetzt hierhin stelle und sage: Dort hinter den beiden Kameras, dort sitzt ein rosa Elefant. Was bin ich dann? Ein Lügner. Da sitzen zwar zwei liebe, nette Menschen, die sich um unsere Technik bemühen, aber keine rosa Elefanten. Kein Einziger. Aber wenn Gott hier von diesem Pult aus sagen würde: Hinter den beiden Kameras sitzt ein rosa Elefant. Was würde passieren? Er würde nicht stehen, er würde sitzen. Aber natürlich, er wäre sofort da. Mit dem Wortlaut: Da wäre ein rosa Elefant. Das wäre interessant zu sehen, denn der müsste sich ziemlich eng machen. Da hinten ist es ziemlich eng. Gott hat eine ungeheure Kraft in seinem Wort.
[15:15] Und die Bibel sagt, all das, was er gemacht hat, durch sein Wort, und wir werden einander mal mehr darüber sprechen, was er alles gemacht hat. Es war alles wie? Es war sehr gut. Aber etwas bewegt mich ganz besonders an der Bibel. Als Gott die Welt schuf, und die Tiere schuf, und die Pflanzen schuf, und die Sterne schuf, da wollte er am Ende auch den Menschen machen. Und das heißt, da bildete Gott der Herr den Menschen Staub von der Erde. Hätte Gott den Menschen auch schaffen können durch sein Wort? Hätte er sagen können: Es sei Adam. Eva, sei da.
[15:54] Aber aus irgendeinem Grund hat der Schöpfer nicht nur der Erde, sondern auch der Sonne, sogar von Arktos und von Antares. Dieser Gott, der diese unfassbaren Welten geschaffen hat, hat sich Zeit genommen, durch das Universum zu kommen. Auf diesen kleinen, winzigen Planeten, der verglichen mit all den anderen Sonnen ein Staubpartikel ist, völlig unbedeutend, auf diesen kleinen Planeten zu kommen und sich in den Staub zu knien und diesen Menschen zu schaffen. Er hätte aus seiner Kommandozentrale im Universum sagen können: Adam sei. Aber er macht sich auf den Weg, durch das ganze Universum, auf diesen kleinen, unbedeutenden Planeten, kniet sich in den Staub und fängt an zu formen.
[16:46] Jetzt, was kommt dadurch zum Ausdruck? Noch mehr, es ist noch mehr. Die Bibel sagt: Er blies den Odem des Lebens in seine Nase. Jetzt Frage: Könnte ich von hier aus in Ihre Nase Atem hineinblasen? Warum nicht? Zu weit weg. Das heißt, um Atem in die Nase zu blasen, muss ich der Person sehr, sehr, sehr, sehr nahe kommen. Ich werde nicht blasen. Ich muss so nahe wie möglich kommen. Das heißt, mit anderen Worten, als Gott den Menschen schuf, kam er dem Menschen so nahe wie möglich. Er beugte sich, wie bei einer Mund-zu-Mund-Nase-Beatmung, obwohl er ja einfach nur hätte schnipsen müssen, kam er dem Menschen so nahe wie möglich, in den Staub hinein, in diesen kleinen, unbedeutenden Planeten. Gott hat seinen Menschen so sehr lieb gehabt, dass er weder Kosten noch Mühe gescheut hat, um ihm so nahe wie möglich zu sein.
[17:48] Und die Bibel sagt, er wurde geschaffen nach dem Bilde Gottes. Wenn Sie gut aufgepasst haben, wissen Sie schon, wie Adam und Eva aussahen. Wie haben sie wohl äußerlich ausgesehen? Sie müssen nach der Bibel ein Lichtgewand getragen haben, denn wir haben ja schon gesehen: Du, der sich in Licht hüllt, wie ein Gewand. Und das ist auch die Erklärung, warum die Bibel sagt, sie waren nackt, aber sie schämten sich nicht. Ich bin froh, dass ich heute ein Gewand habe. Also, was heißt Gewand? Das ist jetzt der biblische Ausdruck. Ich habe eine Hose und ein Hemd und eine Krawatte an. Deswegen schäme ich mich nicht. Aber Adam und Eva brauchten das alles nicht, denn sie waren umkleidet mit Licht. Sie hatten keine künstlichen Kleider an, aber sie brauchten sich nicht zu schämen, denn sie strahlten Licht ab. Und das war nur ein äußeres Zeichen ihrer inneren Reinheit, ihres inneren Charakters, der Gottes Charakter offensichtlich widergespiegelt hat.
[18:40] Und Gott hat für seine Geschöpfe gut gesorgt. Das heißt, Gott erhielt allerlei Bäume aus der Erde hervorsprießend, lieblich anzusehen und gut zur Nahrung. Das heißt, all die Bäume, die dort geschaffen worden waren, waren schön anzusehen und die Früchte waren lecker. Wirklich gut. Lieben Sie Früchte? Ich war vor einiger Zeit in Ghana. Da gibt es unfassbar leckere Früchte, aber jetzt werde ich nicht zu viel davon erzählen. Gott schuf Bäume mit Früchten, die sowohl für das Auge als auch für den Appetit sehr anregend waren.
[19:13] Und dann gab es dort einen besonderen Baum. Und dieser Baum hieß wie? Es war der Baum des Lebens. Und dieser Baum des Lebens sollte das Leben, das ewige Leben, das angedacht war für die Menschen, verlängern und garantieren. Und er sollte noch etwas geben, was wir meistens übersehen, wenn wir die Bibel aufschlagen. In Sprüche heißt es: Wohl dem Menschen, der Weisheit findet, sie ist ein Baum des Lebens. Das heißt, der Baum des Lebens sollte was geben? Weisheit.
[19:42] Das heißt, Gott schuf viele, viele, viele Bäume im Garten Eden. Die waren gut anzusehen. Sie waren lecker zu essen, die Frucht davon. Und es gab sogar einen Baum, der sollte was geben? Weisheit. Merken sich diese drei Dinge: Schön anzusehen, gut zu essen und weise sollten sie werden durch diesen Baum.
[20:00] Und dann gab Gott noch eine Anweisung. Er sagt: Und Gott erher gebot den Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du nach Belieben essen. Aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen sollst du nicht essen. Denn an dem Tag, da du davon isst, musst du gewisslich sterben.
[20:18] Es gab dort einen Baum. Wie viele Bäume? Hätte Gott das Recht gehabt zu sagen: Ich gebe dir einen Baum, von dem kannst du essen. Da ist alles drin, was du brauchst. Aber alle anderen Bäume sind verboten. Das ist meistens das Bild, was Menschen von dem Gott der Bibel haben. Der verbietet alles und gibt uns gerade das, was wir nötig haben. Hätte Gott sagen können: 50-50, alle Bäume auf der Seite sind erlaubt. Und alle Bäume auf der Seite des Gartens sind verboten. Hätte er das sagen können? Aber Gott sagt: Alle Bäume sind erlaubt, nur eine.
[20:52] Es war der einfachste Test, denn Gott musste irgendwie dem Menschen die Möglichkeit geben, zu zeigen, dass er durch freie Wahl – wir haben ja letzten Samstag ausführlich darüber gesprochen, das Konzept der freien Wahl, der freien Entscheidung – dass er durch freie Entscheidung sich nicht gegen Gott entscheidet. Und ich kann mich nur für Gott entscheiden, wenn es die theoretische Möglichkeit gibt, sich gegen ihn zu entscheiden. Macht das Sinn? Aber Gott hat diese theoretische Möglichkeit so klein wie möglich gemacht. So klein wie möglich.
[21:25] Und dann heißt es: An dem Tag musst du gewisslich sterben. Übrigens, bevor wir dazu kommen, warum sagt Gott: An dem Tag musst du gewisslich sterben? Schauen wir uns das mal an. Er sagt nicht: An dem Tag habe ich mir ausgedacht, wirst du mit der Todesstrafe bestraft werden. Er sagt: An dem Tag musst du sterben. Der Tod war offensichtlich keine Strafe, die Gott sich ausgedacht hat.
[21:57] Wie hieß der andere Baum neben dem Baum des Lebens? Das heißt, wenn ich zwei Bäume habe, den Baum des Lebens und den Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, dann ist das nur eine ganz poetische Beschreibung für den Baum des Todes. Denn wenn ich wählen kann zwischen dem Baum des Lebens und dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bösen, dann wähle ich im Wesentlichen zwischen Leben und Nichtleben. Und Nichtleben bedeutet Tod. Und wenn ich den Tod wähle, bekomme ich den Tod. Deswegen sagt Gott: Wenn du von diesem Baum isst, der das Gegenteil vom Leben ist, dann musst du sterben, weil du es gewählt hast. Du bekommst genau das, was du möchtest. Sei dessen gewiss.
[22:35] Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott daher gemacht hatte. Und sie sprach zu der Frau: Sollte Gott wirklich gesagt haben? Woher kennen wir diesen Ausspruch? Haben wir ihn vor zwei Tagen schon mal gehört, oder? Bei Jesus, ganz genau in der Wüste. Sollte Gott gesagt haben? Die Schlange, der Satan fand einen Weg, die Harmonie zwischen Gott und Menschen zu stören. Und dieser Weg, diese Harmonie zu stören, begann mit einem einfachen Satz und einer einfachen Frage.
[23:09] Sollte Gott gesagt haben? In dem Moment, als die Menschen anfingen, in Frage zu stellen, in Zweifel zu ziehen, dass Gott genau das meint, was er sagt, in dem Moment waren sie auf gefährlichem Boden. Da sprach die Frau zur Schlange: Von der Frucht der Bäume im Garten dürfen wir essen. Aber von der Frucht des Baumes, der in der Mitte des Gartens ist, hat Gott gesagt: Esst nicht davon und rührt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbt.
[23:33] Da sprach die Schlange zu der Frau: Keineswegs werdet ihr sterben. Mit anderen Worten: Gott meint nicht das, was er sagt. Und das kann viele Formen annehmen. Das kann bedeuten, dieser Satz hat heute eine atheistische Prägung, er hat manchmal auch eine christliche Prägung. Man kann Christ sein oder nicht, aber so viele Menschen glauben heute, dass Gott nicht genau das sagt oder meint, was er sagt.
[24:03] Und die Folge von dieser Entscheidung, zu glauben, dass Gott nicht das meint, was er sagt, in seinen klaren Worten, hat dazu geführt, dass diese Welt in eine unfassbare Krise gestürzt worden ist. Aber dazu gleich noch mehr.
[24:21] Die Schlange sagt weiter: Sondern Gott weiß, an dem Tag, der ihr davon esst, werden euch die Augen geöffnet und ihr werdet wie sein? Sein wie Gott. Und jeder, der vor zwei Tagen gut aufgepasst hat, auch von Ihnen, die Sie live im Internet zuschauen, Sie werden sich erinnern, dass das genau das ist, was Satan selbst im Himmel begann sich zu überlegen: Ich will emporfahren auf Wolkenhöhe, in dem Allerhöchsten mich gleich machen. Was war nochmal sein Prinzip? Ich. Hinaus. Erheben. Ich, ich, ich, ich.
[24:53] Und hier können wir schön sehen an dieser Geschichte, dass dieses Prinzip nicht an die Person Satan gebunden ist, sondern dass es ein Gedanke ist, der übertragen wird. Von Lucifer, von Satan, hier auf Eva und dann von einem Menschen auf den anderen. Und es geht um den Gedanken, der so viel Krieg und so viel Unruhe und so viel Finsternis angerichtet hat.
[25:16] Seid nüchtern und wacht! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe. Meine sehr verehrten Damen und Herren, meine lieben Freunde, heute Abend. Der Satan geht umher und er versucht, auch mich und auch Sie zu verschlingen. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, diesen Krebsgedanken in unser Gehirn zu übertragen. Und wenn wir das übernehmen, wenn wir das aufnehmen, dann werden wir die schrecklichen Konsequenzen und Folgen zu tragen haben.
[25:52] Und jetzt achten wir auf Folgendes. Hypnotisiert von den Beteuerungen, dass Gott gar nicht das meint, was er sagt, und dass man es anders interpretieren muss, und dass man jetzt auch neuere wissenschaftliche Erkenntnisse hineinbringen muss, weil die Schlange ja offensichtlich auch davon gegessen hat, nicht wahr? Und es ist ja nichts passiert. Sie ist nicht gestorben, oder?
[26:15] Schaut diese Frau auf die Frucht. Und je mehr sie auf die Frucht schaut, gibt es dort drei Dinge. Wie viele Dinge? Drei Dinge, die ihr zu sagen scheinen: Ich brauche diese Frucht, ich muss davon nehmen. Irgendwie wäre es gut, vielleicht für einen kurzen Moment das Gebot Gottes zu übertreten. Und hier sind die drei Dinge.
[26:35] Und die Frau sah, dass von dem Baum was? Gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen und ein begehrenswerter Baum wäre, weil er weise macht. Das heißt, die Eva steht da vor und sagt: Wenn ich nur davon esse, dann werde ich endlich etwas Gutes zu essen haben. Wenn ich nur davon esse, dann wird es meinen Augen freuen, weil es sieht so schön aus. Und wenn ich davon esse, dann werde ich endlich weise werden.
[26:57] Frage: Konnte Eva irgendetwas gewinnen durch das Essen dieser Frucht? Den Tod, ganz genau. Sie konnte nichts gewinnen, was sie nicht schon längst hätte haben können, hätte sie von all den anderen zehntausenden Bäumen genommen, die Gott ihr frei zur Verfügung gestellt hatte.
[27:19] Und hier entdecken wir ein Geheimnis der Sünde: Der Satan macht, dass Sünde so aussieht, als ob wir etwas gewinnen würden. Wir glauben, durch die Sünde geht es uns besser. Wir haben ein Glücksgefühl. Vielleicht werden Hormone ausgeschüttet. Wir glauben, dass wir nur durch die Sünde vielleicht unseren Freund behalten können. Wir glauben, dass nur durch die Sünde wir Erfolg in der Karriere haben können. Wir glauben nur, dass durch die Sünde wir Spaß haben können. Aber all diese Dinge, Erfolg und Gemeinschaft und Freude, können wir auch haben ohne die Sünde, denn Gott hat so viel dafür vorgesorgt.
[27:55] Aber Satan schafft es, den Menschen einzureden, dass sie Gottes Gebot übertreten müssen, um etwas zu erreichen, was, hätten sie das nüchtern betrachtet, sie schon längst gehabt haben. Das heißt, er hat ihnen etwas verkauft, etwas angedreht, was sie schon längst hätten haben können. Haben sie etwas gewonnen?
[28:17] Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust und der Hochmut des Lebens ist nicht vom Vater, sondern von der Welt. Können wir uns erinnern, dass Jesus wie viele Versuchungen erduldet hat? Drei. Und es waren genau diese drei Versuchungen. Die Fleischeslust war die Versuchung: Mache die Steine zu Brot. Die Hochmut des Lebens war: Stürz dich hinab, Gott wird dich auffangen. Und die Augenlust war: All die Reiche der Welt. Und in all diesen drei Versuchungen, wo Jesus der Sieger war, und übrigens, wie hat er gewonnen nochmal? Durch ein: Es steht geschrieben.
[28:53] Da hat Eva und da haben letztendlich wir alle versagt. Warum? Weil wir gezweifelt haben. Weil wir gezweifelt haben an dem Wort Gottes. Weil wir dann gezweifelt haben, ob Gott wirklich das meint, was er sagt. Ob er wirklich das tut, was er sagt. Ob wir gedacht haben: Naja, vielleicht hat Gott uns auch nicht alles gesagt. Vielleicht können wir auch mal einen Schritt außerhalb dessen gehen, was Gott uns gesagt hat. Vielleicht können wir einfach mal übertreten.
[29:21] Und interessanterweise sagt die Bibel: Sie nahm von der Frucht und aß, und sie gab auch davon ihrem Mann, der bei ihr war, es, und er aß. Sünde ist etwas, was sich ausbreitet wie Krebs. Und jedes Mal, wenn wir eine falsche Entscheidung fällen, dann werden auch wir zu Missionaren sozusagen der Sünde.
[29:45] Haben Sie etwas gewonnen? Sie haben eine ganze Menge verloren. Die Bibel macht deutlich: Da wurden Ihnen beiden die Augen geöffnet und Sie erkannten, dass Sie was waren? Dass Sie nackt waren.
[30:03] Jetzt, was haben Sie verloren? Auch wenn Sie nichts gewonnen hatten, aber was haben Sie verloren? Das Lichtkleid. Sie haben das Licht verloren.
[30:15] Meine lieben Freunde, liebe Zuschauer, durch Sünde haben wir alle das Licht verloren. Denn die Bibel macht deutlich, dass unsere Missetaten uns getrennt haben von Gott. Und Gott ist das Licht. Und wenn wir vom Licht getrennt sind, dann sind wir wo? In der Finsternis. Und Gott ist nicht nur das Licht, er ist auch das Leben. Und wenn wir von Gott getrennt sind, dann sind wir im Tod. Gott ist ein Gott der Ordnung. Wenn wir von Gott getrennt sind, dann sind wir in der Unordnung, in der Konfusion, in dem Durcheinander. Unsere Missetaten haben uns, unsere Sünden, unsere Fehler, die wir getan haben in unserem Leben, haben uns von Gott getrennt.
[31:00] Und vielleicht sagen Sie: Ja, naja, das hat vielleicht Adam gemacht und Eva, aber ich nicht. Die Bibel sagt: Denn wir alle. Sie auch? Oder gibt es da jemanden, der heute hier sagen kann, mit vollster Überzeugung: Ich habe nie gesündigt. Er möge sich melden oder eine E-Mail schreiben. Ich möchte diese Person treffen. Die Bibel sagt: Denn alle haben gesündigt und verfehlen die Herrlichkeit, die sie vor Gott haben sollten. Ich habe gesündigt, der ich hier stehe. Und Sie haben gesündigt. Sie, die live zuschauen. Sie wissen, wir alle haben durch nicht nur einen Fehler, sondern durch viele Fehler uns oftmals von Gott getrennt.
[31:33] Nun, das ist ein größeres Problem, als wir glauben. Denn vielleicht denken wir: Naja, wir machen ja alle Fehler. Wer ist schon perfekt, nicht wahr? Und naja, man rutscht halt mal aus und dann geht das Leben auch weiter, oder? Aber das Problem der Sünde ist: Sünde ist nicht einfach nur ein Ausrutscher. Sünde ist nicht nur einfach ein kleines Problem, wo man irgendwie, naja, mal die Augen zudrücken muss.
[31:53] Die Bibel sagt: Jeder, der die Sünde tut, ist ein Knecht der Sünde. Mit anderen Worten: Wenn ich die Sünde tue, renne ich in die Sklaverei. Und wenn ich Sklave bin, was ist das Kennzeichen eines Sklaven? Er ist gefesselt, ja? Er ist nicht frei, er kann nicht entscheiden, was mit ihm passiert.
[32:15] Ich hatte die Gelegenheit, vor einigen Tagen auf dem größten und ältesten Sklavenfort der westafrikanischen Küste zu sein, El Mina. Es wurde im 15. Jahrhundert von den Portugiesen an der Küste, damals die Goldküste genannt, heute Ghana. Es war sehr erstaunlich, sehr bedrückend, zu sehen diese Räume, wo hunderte von Sklaven zusammengepfercht, drei Monate lang ohne Klo, ohne nichts, in Eisenketten warten mussten, auf den Tag, wo sie abgeschifft wurden, über den Ozean nach Amerika. Man sagt, dass von drei Sklaven, die in so einer Burg gehalten wurden, einer es lebend nach Amerika geschafft hat. Und man glaubt, dass es 20 Millionen sind, die nach Amerika gekommen sind. Das heißt, man schätzt, dass 40 Millionen westafrikanische Menschen in den Jahrhunderten dort gestorben sind. Und sie konnten nichts entscheiden. Sie waren der Willkür ausgeliefert von Menschen, die übrigens einen Stockwerk höher gebetet haben und ihre Kirchen hatten und davon gesprochen haben, dass Jesus sie liebt. Und einige Tage später sind sie dann wieder zum Frauengefängnis gegangen und haben gesagt: Diese Frau dort. Diese Sklaven hatten keine Möglichkeit, über ihr eigenes Leben zu bestimmen.
[33:47] Und die Bibel sagt: Wenn wir Sünde tun, dann begeben wir uns in die Sklaverei der Sünde. Wir sind Knechte der Sünde. Wir können dann nicht mehr frei entscheiden und sagen: Ab jetzt bin ich wieder ein ganz guter Mensch. Oder hat das jemand mal geschafft? Schon mal versucht, ein guter Mensch zu sein? Oh ja, ich schon. Ich habe schon versucht, ein guter Mensch zu sein. Und hat es funktioniert, wenn ich mir am Silvester vornehme: Dieses Jahr werde ich ein guter Mensch. Ich werde das nicht mehr tun und das nicht mehr tun. Das reicht entweder bis zum 2. Januar oder manchmal auch bis zum 2. Februar. Aber irgendwann holt es uns ein. Wir sind Knechte der Sünde.
[34:23] Aber Gott hat uns nicht verlassen. Und es freut mich so, dass die Bibel sagt, dass als Adam und Eva in die Finsternis hineingingen, als sie in die Sklaverei gingen, als sie in das Chaos gingen, in das Tohu, war Bohu. Da rief Gott und sprach: Wo bist du?
[34:42] Und diese Frage, die stellt er dir, lieber Freund, liebe Freundin, die stellt er dir, lieber Zuschauer, auch heute Abend und stellt dir die Frage: Wo bist du? Als Gott durch den Garten ging und marschiert ist, hat er wirklich nach Adam und Eva gesucht? Hat er wirklich gesagt: Wo seid ihr? Ich kann euch nicht finden. Hat er gewusst, wo sie sind? Ich glaube, es ist so, wie wenn man mit kleinen Kindern Verstecken spielt. Und man sieht sich schon dahinter. Wo bist du? Warum macht man das? Man möchte den Kindern das Gefühl geben, selbst sich zu fragen: Wo bin ich eigentlich?
[35:25] Als Gott durch den Garten geht und ruft: Wo bist du? Und Adam, der sich versteckt hat, hinter dem Busch, und sich versteckt hat und jetzt die Frage hört: Wo bist du? Der stellt sich jetzt die Frage: Wo bin ich eigentlich? Was mache ich eigentlich hier? Mein Schöpfer, der mich geschaffen hat, der mir alles gegeben hat, warum verstecke ich mich? Wo bin ich eigentlich?
[35:53] Lieber Freund, liebe Freundin, wo bist du heute? Wo bist du jetzt gerade in diesem Moment, wenn Gott dich ruft? Wo befindest du dich in deinem Leben? Sie hörten die Stimme des Gottes, des Herrn, der im Garten wandelte, als der Tag kühl war, und der Mensch und seine Frau versteckten sich vor dem Angesicht Gottes, des Herrn, hinter den Bäumen des Gartens.
[36:15] Wie viele von uns verstecken sich hinter der Karriere, hinter der Familie, hinter dem Hobby, hinter einer Tradition, vielleicht sogar hinter einem religiösen Glauben und sagen: Naja, es ist schon alles in Ordnung, Gott. Aber Gott ruft heute sehr konkret und sagt: Wo bist du?
[36:37] Und er antwortet: Ich hörte deine Stimme im Garten und ich fürchtete mich, denn ich, und was ist jetzt das nächste Wort? Bin. Was ist das für eine Zeitform? Gegenwart. Frage: Als Adam und Eva dort hinter dem Busch standen, waren sie physisch nackt, ja oder nein? Die Bibel sagt, sie hatten sich bereits was gemacht? Schurze, aus Feigenblättern. Das heißt, sie hatten schon etwas an, aber als Gott spricht, dann sagen sie nicht: Wir waren nackt, sondern: Wir sind nackt.
[37:11] Und wir versuchen so oft im Leben uns zu bekleiden mit guten Werken oder mit dies und jenem und mit unseren guten Taten, wir haben vielleicht so viel gespendet für dieses Hilfswerk oder ich weiß nicht was, aber wenn Gott durch sein Wort heute Abend in unsere Fenster hineinruft: Wo bist du? Dann merken wir, wir sind nackt. Wir können den Menschen etwas vormachen, wir können unseren Familien etwas vormachen, wir können vielleicht unserem Ehepartner etwas vormachen, wir können aber Gott nichts vormachen. Gott weiß, wie unser Zustand ist. Gott weiß, dass wir nackt sind. Wir sind ja allesamt geworden, die Unreinen, und alle unsere Gerechtigkeit, von der wir immer glauben, dass wir so toll sind, alle unsere Gerechtigkeit ist wie? Wie ein beflecktes Kleid. Kann man grad vergessen.
[37:57] All die tollen Dinge, wessen wir in uns rühmen, all die wunderbaren Dinge, von denen wir glauben, ach, ich bin so ein guter Mensch, und ich habe noch nie etwas Schlimmes getan, und eigentlich bin ich doch so wunderbar, aber Gott muss mich lieben, nicht wahr? Wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, wissen wir, wie tief die Sünde unser Leben kaputt gemacht hat. Wenn wir ganz ehrlich sind, wissen wir, wie viel Tohuwabohu dann in unserem Leben ist. Wie viel Finsternis. Und wie viel Chaos.
[38:25] Und Gott fragt: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen? Und Adam hat eine einfache Erklärung, die: Die Frau ist schuld. Die Frau ist schuld. Stimmt doch, oder? Die Frau war doch schuld, oder? War die Frau schuld?
[38:43] Einige sagen ja, einige sagen nein. Hat Eva den Adam gefesselt und geknebelt und ihm dann die Frucht reingeschoben in den Mund? Ja, wir sind versucht worden. Ja, vielleicht gibt es andere Menschen in unserem Leben, die haben uns zur Sünde verführt, aber wir haben selbst entschieden, das zu tun. Wir haben es selbst entschieden. Und wenn wir ganz ehrlich sind, ich habe meine Sünde selbst entschieden. Du hast deine Sünde selbst entschieden. Die Sünden, die wir getan haben, sind unsere eigene Entscheidung. Ja, es gab doch äußere Einflüsse, das stimmt.
[39:23] Aber dann geht Adam sogar noch weiter und sagt: Die Frau, die du, Gott, warum hast du das zugelassen? Wo warst du? Wenn du ein liebender Gott bist, warum hast du das zugelassen? Bekannt die Frage? Die Frage ist tatsächlich schon viele tausend Jahre alt. Zum ersten Mal gestellt, implizit, im Garten Eden: Die du, Gott, mir geschaffen hast. Oh, wir sind so gut im Selbstrechtfertigen, aber Adam merkt irgendwann, diese Selbstrechtfertigung bringt gar nichts.
[39:55] Die Frau sagt genau das gleiche: Die Schlange hat mich verführt, da habe ich gegessen. Und Gott merkt: Die Menschen sind bereits nach wenigen Minuten, nach wenigen Stunden mit Kontakt mit der Sünde so verdorben, dass sie sich selbst nicht mehr richtig einschätzen können, dass sie selbst sich nicht mehr aus dem Sumpf herausziehen können. Ich kenne die Geschichte von Münchhausen, der sich selbst aus dem Sumpf herausgezogen hat. Das ist eine Lügengeschichte. Er war ein Lügenbaron, denn man kann sich nicht selbst aus dem Sumpf der Sünde herausziehen.
[40:25] Also sieht Gott, es gibt nur eine Möglichkeit. Entweder ich tue etwas, oder sie werden vergehen. Und so sehen wir das Gott nochmal. Dieser Gott, der nicht nur die Erde, sondern die Sonne, Arcturus, Antares, dieses gewaltige Universum geschaffen hat, auf diesen Planeten nochmal kommt, um den Menschen etwas zu sagen. Diesem kleinen, unbedeutenden Planeten.
[40:53] Hätte Gott sagen können: Naja, also, wenn ich mir das Gesamtbild des Universums anschaue, der Rest ist ja alles wunderbar. Diese kleine Erde, die ist gerade in Rebellion. Aber eigentlich ist sie ja nur, kann man ja gar nicht mal sehen. Nicht mal auf dem himmlischen Radar. Sie ist ein Pixel dort. Macht eigentlich auch keinen großen Unterschied, nicht wahr? Kann man eigentlich auch auslöschen, oder? Das fällt wahrscheinlich den Engeln nicht mal auf. So klein ist die Erde.
[41:15] Aber Gott hat sich anders entschieden. Die Bibel sagt: Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Er wird dir den Kopf zertreten und du wirst ihm die Ferse stechen. Gott sagt: Ich helfe euch. Ihr habt durch eure eigene Entscheidung euch auf die falsche Seite geschlagen. Ihr seid meine Feinde geworden. Feind heißt was? Ihr habt euch auf die Seite des Satans geschlagen. Aber ich will Feindschaft setzen zwischen dem Feind und euch. Und wenn ich jetzt der Feind des Feindes bin, was bin ich dann eigentlich? Wenn ich der Feind des Feindes bin, dann bin ich der Freund, oder?
[41:53] Gott sagt: Ich will eine Feindschaft setzen zwischen der Sünde und dir, zwischen dem Satan und dir, zwischen den Mächten des Bösen und dir. Und diese Feindschaft kommt durch ihn, durch den Samen. Aber um das zu verdeutlichen, vielleicht ganz kurz dazu noch. Wir haben ja am Samstagabend darüber gesprochen über Offenbarung 12. Da gab es drei Hauptakteure. Wer waren die drei Hauptakteure in Offenbarung 12? Da war der Drache, da war die Frau und das Kind. Und kann man sehen, dass es in 1. Mose 3 genau die gleichen drei Hauptakteure gibt? Da gibt es den Drachen, die Schlange, eine Frau, Eva und einen Samen, der kommen soll. Und dieses Kind in Offenbarung 12. Wer ist dieses Kind in Offenbarung 12? Es war Jesus, der der Schlange den Kopf zertreten soll, der den Sieger ringen soll. Durch ein klares: Es steht geschrieben.
[42:53] Aber das hat Konsequenzen. Und so möchte Gott den Menschen zeigen, was für Konsequenzen Sünde hat, indem er ihnen Kleider aus Fell macht. Und Fell wächst an welchem Baum? Um ein Fell zu machen, musste ein Tier geschlachtet werden. Wir können uns wahrscheinlich heute, die wir heute so viele tote Tiere gesehen haben und so viele schlimme Dinge, wir können uns wahrscheinlich nicht mehr vorstellen, was es bedeutet hat für Adam und Eva, dieses erste Tier zu töten, einzig und allein wegen dieser Sünde. Und dieses Tier natürlich war ein Symbol auf den einen, von dem Johannes rief, indem er auf Jesus blickte, der vorüberging, sprach er: Siehe, das Lamm Gottes.
[43:51] Sie mussten ihn verlassen. Aber es war kein Abschied für immer. Es sollte einen Weg zurückgeben. Vielleicht haben Sie schon gehört, ja, Jesus Christus ist für die Sünden der Welt gestorben. Schon mal gehört? Etwas, was alle christlichen Kirchen immer wieder sagen und sagen und sagen. Und ich glaube, die meisten von uns wissen gar nicht genau, was das eigentlich bedeutet. Ich möchte es Ihnen heute illustrieren mit einer Geschichte.
[44:21] Dort gab es einen Patriarchen, Abraham war sein Name. Es geschah nach diesen Begebenheiten, da prüfte Gott den Abraham und sprach zu ihm: Abraham. Und er antwortete: Hier bin ich. Und er sprach: Nimm doch, und jetzt achten wir gemeinsam, deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Isaak. Und ich komme zu Ihnen und sage: Nehmen Sie doch bitte Ihren Sohn, den Sie so sehr lieb haben, Ihren einzigen, Markus. Worauf spiele ich an? Auf die Gefühle, oder? Es ist nicht einfach nur die Information: Bitte nimm Isaak, sondern: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, Markus.
[45:19] Und geh in das Land Moria und bring ihn dort zum Brandopfer da, auf einen der Berge, den ich Ihnen nennen werde. Vielleicht haben Sie sich schon mal gefragt, warum steht diese Geschichte der Liebe, wenn Sie es schon mal gelesen haben. Gott sagt zu seinem Gläubigen Abraham: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du lieb hast, der dir so am Herzen liegt und opfere ihn zum Brandopfer. Und falls Sie nicht wissen, was ein Brandopfer ist, ein Brandopfer bedeutet, dass ich das Tier, was normalerweise geschlachtet werden soll, nehme, es töte, dem Tier die Haut abziehe und es dann in einzelne Stücke schneide, um sie dann auf den Altar zu legen und das Ganze dann zu Asche verbrenne, sodass da nur noch Asche übrig bleibt.
[46:07] Gott sagt zu Abraham: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du so sehr lieb hast, töte ihn, zieh ihm die Haut ab, schneid ihn in Stücke und verbrenne ihn zu Asche. Und damit das nicht genug ist, sagt die Bibel in dem Kapitel immer und immer wieder: Brandopfer, Brandopfer, Brandopfer. Für viele Menschen ist diese Geschichte die vielleicht grausamste Geschichte der ganzen Bibel und sie fragen sich: Gott, was soll das?
[46:47] Da stand Abraham am Morgen früh auf, einer der erstaunlichsten Verse der Bibel, und sattelte seinen Esel. Er nahm zwei Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak, er spaltete Holz zum Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, den ihm Gott genannt hatte. Drei Tage lang ist er marschiert. Können wir uns vorstellen, wie Abraham durch die Wüste gelaufen ist? Ist er so gelaufen? Oder ist er so gelaufen? Kämpfend mit sich selbst. Wartend darauf, dass Gott vielleicht einen Engel schickt und sagt: Okay, das war nur ein Test, wir wollten nur sehen, ob du losgehst. Drei Tage lang wartet er, kämpft mit sich.
[47:29] Ist es Abraham leicht gefallen oder schwer gefallen? Glauben Sie, er hat vielleicht für einen Moment sogar gekämpft, ob er das machen soll? Wenn dieser Abraham ein Mensch war, hat er bestimmt für einen kurzen Moment überlegt: Soll ich das wirklich machen? Das ist doch mein Sohn, den ich so sehr liebe. Aber am dritten Tag erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von Ferne.
[47:53] Und dann berichtet uns die Bibel: Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak. Er nimmt das Holz und tut das Holz auf die Schultern seines lieben Sohnes. Er nimmt das Feuer, das Messer, sie gehen beide miteinander. Und dann heißt es hier: Es sprach Isaak zu seinem Vater: Mein Vater. Und er antwortet hier: Bin ich, mein Sohn? Immer wieder kommt es vor: Mein Vater, mein Sohn, mein Vater, mein Sohn. Sie gehen und sprechen und der Sohn weiß ja nicht, was auf ihn zukommt. Versucht es ihm irgendwie schonend beizubringen. Er findet kaum Worte. Der Sohn stellt die Frage: Wir haben jetzt Feuer und Holz, aber wo ist das Lamm? Was sollen wir denn schlachten?
[48:33] Können wir uns vorstellen, wie es dem Abraham ums Herz zumute ist? Wie es ihm sticht ins Herz? Wie soll ich dir sagen, mein lieber Sohn, dass du das Opfer bist? Wie soll ich dir das sagen? Und so sagt Verzeihung Abraham: Mein Sohn, Gott wird für das Lamm sorgen zum Brandopfer. Wir legen es in Gottes Hände.
[48:55] Und so kommen sie zu diesem Berg. Und als sie an den Ort kamen, den Gott ihm genannt hatte, baute Abraham dort einen Altar und schichtete das Holz darauf. Und er band seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz. Und Abraham streckte seine Hand aus. Und ich glaube, das, was wir in wenigen Sekunden jetzt beschreiben, hat bestimmt viele Minuten gedauert. Ich glaube, Abraham hat lange gebraucht, bis er den Altar gebaut hat und das Holz aufgeschichtet hat. Warten, dass vielleicht doch noch irgendetwas passiert. Und bis er ihm die Hände dann gebunden hat.
[49:25] Und ist es nicht erstaunlich, dass wir keinen Bericht davon haben, dass Isaak sich gewehrt hat, sondern dass er offensichtlich, obwohl sein Vater schon so alt war und er ihn locker hätte überwinden können, sich offensichtlich freiwillig binden lässt. Und freiwillig auf diesen Altar legen lässt. Und dann heißt es: Abraham streckte seine Hand aus und fasste das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. Und da hängt er, da steht er, mit ausgestrecktem Arm, die Muskeln angespannt. Nur noch einen Schritt vom Abgrund entfernt.
[50:01] Und wir tun gut daran, einmal kurz zu überlegen, was hier passiert. Da ist ein Vater, der seinen einzigen Sohn, seinen liebgewordenen Sohn gibt. Und ein Sohn, der das freiwillig zulässt. Sekunden später ruft ein Engel des Herrn und sagt: Abraham, Abraham. Er sagt: Ich bin nicht. Im allerletzten Moment wird Abraham sozusagen gerettet und es heißt: Hier, lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm gar nichts, denn nun weiß ich, dass du Gott fürchtest, weil du deinen einzigen Sohn nicht verschont hast, um meinen Willen.
[50:41] Gott, warum hast du das zugelassen? Wollte Gott, dass Isaak geopfert wird, ja oder nein? Nein. Gott wollte nie vor, dass Isaak geopfert wird. Er hat sozusagen nur gewollt, dass Abraham durch diese Erfahrung hindurch geht, bis zum Äußersten, das möglich ist, ohne ihn umzubringen. Aber Gott, warum möchtest du, dass Abraham durch diese Erfahrung hindurch geht?
[51:03] Wer von uns hat einen besonders guten Freund? Hast du einen besonders guten Freund? Zu wem gehen wir, wenn wir, wenn uns etwas wirklich tief in unserem Herzen bedrückt? Wenn wir wirklich einen tiefen Kummer haben? Zu unserem besten Freund, oder? Da gehen wir nicht auf die Straße und sagen: Das bedrückt mich, hört mir bitte zu. Da gehen wir nicht zu allen, da gehen wir nur zu dem, der uns am besten versteht. Und hier ist Gott. Gott im Himmel, der Arcturus und Antares und das ganze Universum geschaffen hat, und er hat einen tiefen Kummer, er hat eine Last auf seinem Herzen und er weiß kaum, zu wem er gehen soll. So geht er zu seinem besten Freund Abraham und sagt: Abraham, ich möchte dir zeigen, wie es mir geht. Ich möchte, dass du verstehst, zumindest ansatzweise, was in meinem Herzen sich abspielt.
[52:09] Abraham sah dann diesen Widder, der anstelle des Sohnes geopfert wurde. Aber war das die Erfüllung der Verheißung, dass Gott für ein Lamm sorgen wird, ja oder nein? Es war ja kein Lamm, es war ein Widder, nicht wahr? Gott hat, Abraham hat gesagt: Gott wird für ein Lamm sorgen. Es war ein Widder, ja, es war ein Ersatz. Aber Abraham verstand in diesem Moment, das, was hier passiert ist, war eigentlich nicht die eigentliche Sache. Das war nur ein Gleichnis. Es war nur etwas, ich sollte etwas verstehen. Ja, was dann?
[52:47] Abraham nannte den Ort: Der Herr. Was ist die nächste Zeitform? Zukunft. Er wird dafür sorgen. Wenn wir so eine große Erfahrung mit Gott gemacht haben, stellen wir vor, wir machen so eine enorme, intensive, emotional belastende Erfahrung mit Gott. Wie würden wir den Ort nennen? Hier hat Gott etwas mit mir getan. Hier hat Gott für mich gesorgt. Hier hat er mir diesen Widder bereitet. Aber Abraham verstand, um was es hier ging, sollte in der Zukunft passieren. Der Herr wird dafür sorgen.
[53:15] Und Jesus hat das verstanden. Er sagt: Abraham, euer Vater frohlockte, dass er meinen Tag sehen sollte. Und er sah ihn und freute sich. Abraham hat an diesem Tag verstanden, was Gott vorhatte. Gott hat es versucht schon anzudeuten im Garten Eden, durch das Lamm, das geschlachtet wurde. Aber offensichtlich hat kaum ein Mensch es verstanden. Niemand hat wirklich begriffen, wie schlimm und wie furchtbar die Sünde sind. Und so wollte Gott dem Abraham zeigen: Weißt du, so ist es mir ums Herz zumute. Abraham, hast du für einen Moment gekämpft, ob du seinen Sohn geben sollst? Dann wisse ich, Gott, der Vater im Himmel, der das ganze Universum geschaffen hat, habe gekämpft, ob ich meinen lieben Sohn, meinen einzigen, meinen eingeborenen Sohn geben soll, für diesen kleinen, staubigen Planeten, wo die Menschen hilflos verloren sind.
[54:27] Aber Gott sagt ihm: In deinem Samen sollen alle Völker der Erde gesegnet werden. Und Paulus führt das später aus und sagt: In seinem Samen, da meinte Gott mit nicht viele Samen, plural, sondern singular, als von einem. Und dieser eine Samen ist wer? Jesus Christus.
[54:47] Denn, gleich Vers 16, dieser bekannte Vers, der so oft zitiert wird, den wir selten verstehen, sagt: Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab. Mehr noch als seinen eingeborenen Sohn. Denn als er die Wahl hat, zwischen seinem eingeborenen Sohn, den er so sehr lieb hat, und diesem kleinen, unbedeutenden Planeten, mit dieser kleinen, unbedeutenden Rasse Menschen, die sich durch ihre eigene Entscheidung, wissentlich, gegen Gott gestellt hat, und die Wahl hat: Soll ich meinen Sohn geben? Ja oder nein? Das sagt die Bibel: Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.
[55:29] Und dieses Gefühl des Dahingehens, das für Abraham drei Tage war, das war für Gott, den Vater, 4000 Jahre. Können wir uns vorstellen, wie Gottes in seinem Herzen zumute war, als klein Jesus, mit acht Jahren, im Tempel, in seiner Mutter, in Nazareth, gefragt hat: Du, Mama, hier steht was von einem Opfer. Was meint Gott damit? 1. Mose 22, wer ist damit gemeint? Und er betet vielleicht zu Gott, dem Vater, und sagt: Mein lieber Vater im Himmel, was ist damit gemeint? Und Gott schaut ihn und sagt: Wie soll ich es dir erzählen? Du bist mein Sohn.
[56:21] Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab. Er, der sogar seinen eigenen Sohn nicht verschont hat. Am Kreuz von Golgatha kam kein Engel, der gesagt hat: Halt, stopp. Es war nur ein Fest. Am Kreuz von Golgatha ist Gott den ganzen Weg gegangen. Er, der seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern ihn für uns alle.
[56:45] Mein lieber Freund, das meint dich. Das meint dich, der du jetzt gerade live zuschaut. Jesus hat das für dich getan. Gott ist bereit gewesen, dieses Opfer für dich zu geben. Sondern ihn für uns alle hingegeben hat. Wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles schenken? Manche Menschen sagen: Oh, ich bin zu schlecht für Gott. Gott kann mir nicht gnädig sein. Mein lieber Freund, wenn du verstehst, was Gott bereit war aufzugeben, wenn du verstehst, was Gott bereit war zu opfern, verstehst du auch, dass es für ihn ein leichtes ist, dir alles zu schenken. Er möchte dir alles schenken.
[57:23] Wie absurd ist es, wenn wir glauben, wir können durch unsere eigenen guten Werke und wie toll wir sind, Gott beeindrucken. Was denkt wohl Gott darüber, wenn jemand kommt und sagt: Schau Gott, wie toll ich bin, was ich gespendet habe, was ich gemacht habe. Ich bin doch ein guter Christ, oder? Nein, nein, nein, nein. Wenn wir verstehen, was für ein gewaltiges Opfer Gott gegeben hat, dann verstehen wir auch, dass alles, was wir bekommen, ein Geschenk ist. Unverdient. Aber es ist für dich und für mich.
[57:51] Wenn wir Christus angehören, so sind wir Abrahams Same und nach der Verheißung Erben. Und die Frage ist, die du dir vielleicht stellst heute hier oder live vor dem Computer, die Frage, die du stellst, ist: Ich habe davon gehört, jetzt verstehe ich auch, was es wirklich bedeutet. Ich verstehe, warum diese Geschichte 1. Mose 22 in der Bibel ist. Ich verstehe, wie schrecklich die Sünde ist. Denn dieses Gefühl, das in meinem Herzen sich gegen Gott gerichtet hat, als ich diese Geschichte gelesen habe: Opfere deinen Sohn Isaak. Das soll dieses Gefühl, soll er gegen die Sünde gerichtet sein. So schrecklich ist die Sünde. Aber die Frage ist: Warum starb Jesus für mich? Warum hat er das gemacht? Warum ist er den ganzen weiten Weg durch das Universum, durch die Galaxien gekommen, auf diesen kleinen, staubigen Planeten und hat sich in den Staub gedemütigt, nicht nur um einen Menschen zu formen und den Odem des Lebens in seine Nase zu blasen, sondern um eine verlorene Rasse neu zu formen, um den Heiligen Geist ihnen neu zu geben. Warum hat er das für mich getan?
[58:55] Hier ist ein einfacher Grund. Gott sagt: Darum, weil du kostbar bist, weil ich dich lieb habe. So einfach ist das. Gott sagt: Ich hab dich einfach lieb. Du, lieber Mensch, lieber Sünder, der du da draußen sitzt, vor dem Computer, Gott sagt: Ich hab dich einfach so lieb. Ich hab einfach so viel in dich investiert. Deswegen hab ich alles gegeben, alles aufgegeben, alles geopfert, alles riskiert, obwohl dieser Planet so klein ist, obwohl er so unbedeutend ist. Ich hab alles gegeben, weil ich dich so sehr lieb habe.
[59:31] Hast du Gott lieb? Jesus hat dich lieb in einer Art und Weise, wie wir uns nicht vorstellen können. Er sieht einen Wert in dir. Ja, wir sind vielleicht chemisch gesehen nur ein paar Euro wert, aber Gott sieht einen unfassbaren Wert in dir. Denn er hat, er war bereit, seinen eingeborenen Sohn zu geben, um dich zu retten, um dir zumindest die Möglichkeit zu geben, dass du dieses Geschenk annimmst.
[59:57] Denn so hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit wie viele? Alle bis auf mich, oder? Aber du kennst doch nicht, du, Christopher, du weißt nicht, was ich Schlimmes getan hab in meinem Leben. Damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ein ewiges Leben hat.
[1:00:21] Die Geschichte wird erzählt von einem von einem Menschen in der Bibel, der glaubte, er war ein guter Mensch, der in seiner Religion, in seiner Tradition festhielt und es weit gebracht hatte. Und er konnte mal aufbrausend sein, es heißt ja, er schnaubte noch Drohung und Mord gegen die Jünger des Herrn. Er glaubte, er war auf dem richtigen Weg, er glaubte, er war auf dem Weg ins ewige Leben. Durch seine Religion, durch seine guten Werke, durch seine gute Herkunft, durch seine gute Erziehung, durch all die Dinge, auf die wir Menschen stolz sein können. Aber als er auf dem Weg war, um weiter seine Sünden zu tun, von denen er glaubte, dass sie sogar berechtigt und gerechtfertigt sind, als er auf diesem Weg war, da sagte uns die Bibel: Als er aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel.
[1:01:11] Plötzlich trat das Licht in sein Leben. Freund, liebe Freundin, vielleicht tritt auch heute Abend das Licht in dein Leben. Plötzlich. Er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zum sprach: Saul, Saul, warum verfolgst du mich? Die Frage, die Gott dir stellt, die Jesus dir heute stellt. Sünde, der du heute hier sitzt, Sünde, der du vor dem Computer sitzt. Warum verfolgst du mich? Was hast du durch die Sünde bisher gewonnen? Hast du nicht bisher alles verloren durch die Sünde? Warum kämpfst du weiter gegen mich an? Warum verfolgst du mich?
[1:01:59] Paulus sagt: Wer bist du, Herr? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst. Liebe Freund, liebe Freundin, vielleicht hast du unwissentlich Jesus verfolgt. Denn all die Sünden, die wir tun, die haben ja das verursacht, was Gott in seinem Herzen gefühlt hat, als er seinen Sohn für dich und für mich gegeben hat. Wenn wir Sünde tun, verfolgen wir Jesus. Und Jesus stellt die Frage: Warum tust du das? Warum verfolgst du mich? Ich habe doch nur alles für dich getan. Ich habe alles für dich geopfert. Warum verfolgst du mich? Warum? Was gewinnst du dadurch? Nichts.
[1:02:33] Lieber Freund, liebe Freundin, heute Abend solltest du eine Entscheidung fällen. Du solltest dir die Frage stellen: Warum verfolge ich eigentlich Jesus? Sollte ich nicht viel lieber die Seiten wechseln und das Gnadenangebot, das Geschenk Gottes annehmen?
[1:02:47] Jesus sagt zu ihm: Steh auf, stell dich auf deine Füße, denn dazu bin ich dir erschienen. Und er sagt dann weiter: Ich will, dass Menschen sich bekehren von der Finsternis zum Licht. Von der Herrschaft des Satans zu Gott. Durch die Sünde.
[1:03:05] gehen wir in das Reich Satans, aber durch das Licht des Evangeliums, dass Gott spricht in die Finsternis hinein, können wir uns bekehren. Und Paulus hat diese Erfahrung angenommen. Er hat Jesus angenommen und er hat festgestellt, dass das Evangelium nicht nur eine Theorie ist. Nicht nur schöne Worte gedruckt auf weißem Papier, sondern es ist Gottes Kraft. Und eine Kraft erkennt man daran, dass sich etwas verändert. Es ist Gottes Kraft zur Errettung für jeden, der glaubt.
[1:03:37] Im Anfang war das Wort. Und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott. Und ohne Gott ist nicht dasselbe entstanden. Und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist. Das, was am Anfang wir in der Schöpfung gelesen haben, entstand durch das Wort. Und wir haben die Kraft des Wortes hier am Anfang schon gesehen. Und dann heißt es, in ihm, in Jesus, war das Leben. Und das Leben war das was? Das Licht der Menschen. Und das Licht leuchtet in der Finsternis.
[1:04:07] Liebe Freunde, liebe Freundinnen, so steht es heute mit deinem Herzen. Ist dein Herz heute ein Tohu-Vabohu? Ist dein Leben finster und chaotisch? Es könnte sein, dass heute Abend hier Leute unter uns sitzen. Oder vor dem Rechner sitzen, die ein chaotisches Leben haben. Die in chaotischen Beziehungen leben. Wo alles konfus ist. Wo wir nicht wissen, was heute der nächste Tag bringen wird. Vielleicht gibt es einige unter uns, die leer sind. In ihrem Herzen. So wie diese Erde leer war am Anfang. Vielleicht haben wir 800 Freunde auf Facebook. Aber wir sind innerlich so leer. Vielleicht haben wir zerbrochene Beziehungen. Vielleicht sind unsere Enttäuschungen zu groß, als dass wir noch Hoffnung fassen können für das restliche Leben. Vielleicht fühlen wir uns tief drinnen so leer. Vielleicht ist es finster in unserem Herzen. Durch Sünde, von der noch nicht mal unser Ehepartner etwas weiß. Sünden, die wir Verborgenen tun. Sünden, von denen wir wissen, es ist eigentlich schädlich für unsere Gesundheit. Schädlich für unsere Moral. Schädlich für vielleicht andere. Aber wir tun sie trotzdem, weil wir nicht rauskommen können. Aus dieser Finsternis. Dieser Sklaverei.
[1:05:29] Dann gibt es eine gute Nachricht heute Abend. Der Gott des ersten Schöpfungstages ist heute noch derselbe Gott. Der Heilige Geist, der damals schon in der Finsternis im Tohuwabohu schwebte, er schwebt noch heute selbst an unseren finsteren Herzen. Und die Bibel sagt, denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten. Wann hat er das gemacht? Wann hat er das gesagt? Licht soll aus der Finsternis leuchten? Am ersten Schöpfungstag. Denn Gott, der dem Licht gebot, aus der Finsternis hervorzuleuchten, er hat es auch wo? In unseren Herzen Licht werden lassen. Durch wie hat er das gemacht? Sein Wort. Heute Abend haben wir das Wort Gottes gepredigt. Und das Wort Gottes hat die Kraft in die Finsternis unseres Herzens, meines Herzens, deines Herzens, wenn dort Finsternis ist, wenn dort Chaos ist, hineinzuleuchten. Dieselbe Kraft, die die Welten erschaffen hat, dieselbe Kraft, die Licht am ersten Schöpfungstag gegeben hat, kann dir eine neue Hoffnung für dein Leben geben.
[1:06:31] Letzte Geschichte für heute Abend. Jesus stand eines Tages im Tempel. Hat eine Vortragsserie gehalten sozusagen. Und während die Zuschauer ihm zuhörten, es gab damals noch keinen Livestream, die Menschen mussten alle direkt vor Ort sein. Amen. Während sie alle saßen und zuhörten, was Jesus zu predigen hatte, da ging die Tür auf sozusagen. Und da kamen die Schriftgelehrten, die Theologen, die Pharisäer, die Führer des Volkes hinein und mit sich eine Frau, die sie mitschleppten, beim Ehebruch ergriffen worden. Und sie stellten sie in die Mitte. Und sprachen zu ihm, Meister, diese Frau ist während der Tat beim Ehebruch ergriffen worden. Nicht nur auf, wir hören sagen und wir indizieren und Fingerabdruck hat man das herausgefunden. Nein, sie ist im tatsächlichen Akt festgehalten worden.
[1:07:29] Frage, wie hat sich diese Frau gefühlt? Unter welchen Umständen begeht man Ehebruch? Im Licht oder im Finstern? Im Dunkeln? Man möchte nicht ertappt werden. Und ist es nicht so, dass die meisten Sünden, die wir tun, so tun, weil wir glauben, keiner sieht uns? Ist das nicht wahr? Wir glauben, keiner sieht uns, nicht wahr? Und diese Frau hat auch geglaubt, keiner sieht mich, ich kann das sehr ruhig jetzt wagen. Vielleicht gewinne ich ja etwas. Ein bisschen mehr Freude, ein bisschen mehr Liebe, etwas mehr Zuneigung. Was hat sie gewonnen? Nichts. Was hat sie verloren? Alles. Und sie wird geschleift. Die Bibel sagt nicht, dass man ihr noch Zeit gegeben hat, sich zu waschen oder zurechtzumachen. Sie wird aus dem Bett genommen und durch die Straßen geschleift und dort in den Raum hineingestellt und auf den Boden geworfen und da ist sie. Auf frischer Tat ertappt. Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, dass solche gesteinigt werden sollen. Was sagst nun du? Jesus, jetzt dein Part. Da ist sie. Auf frischer Tat ertappt. Ehebruch im Finstern. Schau dir dieses Elend doch an. Diese Konfusion. Was sagst nun du?
[1:08:37] Ich kann mir vorstellen, wie Jesus vor einem kurzen Moment die Pharisäer angeschaut hat und in seinem Kopf gedacht hat, okay, ihr habt also ein Interesse daran, dass die geheimen Sünden offenbar werden? Ihr habt ja gerade auch geheime Sünden offenbar. Das heißt, euer Interesse besteht also daran, dass geheime Sünden offenbar werden. Verstehe ich euch richtig? Ihr möchtet also, dass Sünden, die im Verborgenen geschehen sind, vor alle ans Tageslicht kommen, ja? Okay. Und er kniet sich nieder. Und schreibt in den Sand. Derselbe Jesus, der vor vielen tausend Jahren auf die Erde kam und in den Staub sich gekniet hat, um den Menschen zu formen. Derselbe Jesus kniet sich in den Staub und schreibt. Die Pharisäer gucken, was schreibt er denn da? Als sie nun fortfuhren, ihn zu fragen, rief und sprach zu ihnen, wer unter euch ohne Sünde ist? Wer für den ersten Stein? Hier ist er. Diesen Stein könnt ihr werfen. Jemand hier ohne Sünde? Und dann schreibt er weiter. Er kniet sich wieder hin und schreibt. Und schreibt auf die Erde. Sie kommen näher. Was schreibt er denn da?
[1:10:03] Als sie über das hörten, gingen sie von ihrem was? Gewissen überführt. Was schlägt in meinem Gewissen an? Sünde, ganz genau. Als sie dort sehen, was er schreibt, stellen sie fest, dieser Jesus, das ist unheimlich, er kennt sogar meine geheime Sünde. Dieser Jesus, der alles getan hat für die Menschheit, der alles getan hat für den Planeten Erde, er kennt jede einzelne Sünde. Ja, die Pharisäer haben niemals mit einer Frau im Bett gelegen. Mit einer fremden Frau. Sie haben das in Gedanken gemacht. Und Jesus wusste das. Und er schrieb es auf. An diesem Tag wurden alle Sünden offenbar. Vor Jesus gibt es nichts, was nicht offenbar wird. So wie Adam und Eva sich versucht haben zu bekleiden und zu sagen, wir sind ja gar nicht so schlecht. Und dann gemerkt haben, als Gott zu ihnen spricht, wir sind nackt. So merken diese Pharisäer, in Wirklichkeit bin ich nackt.
[1:11:03] Das sind also zwei Gruppen von Menschen. Das ist die Frau, deren Tatsünde aufgedeckt wurde und die zu Jesus gebracht wird. Und das sind die Pharisäer, deren Gedankensünde aufgedeckt wurde und jetzt bei Jesus stehen. Beide haben dasselbe Problem. Beide sind in der Finsternis. Beide Gruppen sind verloren. Und beide haben dieselbe Chance. Aber eine Gruppe nutzt die Chance nicht. Denn die Pharisäer gehen von Jesus weg. Beide waren auf dem selben Level. Beide waren verloren. Alle waren verloren. Aber die eine Gruppe, sie bleibt bei Jesus. Die Frau bleibt bei Jesus. Die anderen gehen hinweg.
[1:11:45] Und meine lieben Freunde, es gibt nichts Dümmeres auf dieser Welt, als wenn unsere Sünden schon offenbar sind. Wenn wir plötzlich überführt sind von unseren Sünden. Wenn unser Gewissen anschlägt. Wenn wir dann sagen, oh Jesus, bleib mal. Wenn wir erkennen, dass wir Sünder sind. Wenn wir erkennen, dass wir in der Finsternis sind. Wir brauchen das Licht. Dann lasst uns niemals von Jesus abwenden.
[1:12:09] Die Frau bleibt alleine da. Jesus richtet sich auf. Er sah niemand mehr. Als die Frau sprach zu ihr, Frau, wo sind jene, deine Ankläger? Hat dich niemand verurteilt? Und die Frau, die dort einfach bleibt. Die nichts vorzuweisen hat. Keine guten Werke, keine tolle Abstammung. Kein beeindruckendes Kirchenbuch. Einfach nur ihre Sünde, ihre Elend und ihre Hilflosigkeit. Dieser Frau wird gesagt, so verurteile ich dich auch nicht. Geh hin und sündige nicht mehr.
[1:12:51] Liebe Freunde, liebe Freundinnen, wenn wir bei Jesus bleiben, wenn wir zu Jesus kommen und ihm zuhören, seinem Wort zuhören, dann können wir dasselbe erleben. Egal, was wir getan haben. Unsere Sünde kann uns vollständig vergeben werden. Aber Moment mal, hat das also Jesus das Gesetz aufgehoben? Musste nicht die Frau gesteinigt werden? Frage, gab es dort jemand an diesem Tag, der ohne Sünde war? Jesus! Hätte Jesus steinigen dürfen nach Gesetz? Hätte er sie steinigen müssen nach Gesetz? Verdient sie den Tod? Nach dem Gesetz, ja. Kann Jesus das Gesetz einfach ändern und sagen, ach, drück mal beide Hühneraugen zu. Warum kann er sagen, geh hin und sündige nicht mehr? Warum kann er sagen, so verurteile ich dich nicht mehr?
[1:13:49] Er kann das nur sagen, indem er implizit sagt, geh hin, ich lasse mich steinigen für dich. Denn die Strafe der Steinigung wird nicht aufgehoben. Jemand muss sie bezahlen. Jemand muss dafür einspringen. Und Jesus starb am Kreuz von Golgatha. Er ist zwar nicht gesteinigt worden, aber Steinigung oder Kreuzestod sind in der Bibel dieselben Strafen für dieselben Sünden. Jesus hat im übertragenen Sinne den Stein genommen und hat gesagt, weißt du was, nach dem Gesetz muss ich dich steinigen und nach dem Gesetz muss eine Steinigung stattfinden. Aber weißt du was, die Liebe Gottes kann zwar das Gesetz nicht ändern, aber die Liebe Gottes kann den Stein in die andere Richtung werfen. Geh hin und sündige nicht mehr. Und mein lieber Freund, liebe Freundin, Jesus bietet dir das heute Abend an.
[1:14:49] Er sagte dann weiter, am nächsten Vers, ich bin das Licht der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, nicht im Chaos, nicht im Tohuwabohu, nicht in der Leere, sondern er wird das was? Das Licht des Lebens haben. Wenn wir uns zu Sünden bekennen, mein Freund, liebe Freundin, so ist er was? Treu und gerecht. Er kann nicht lügen. Wenn er sagt, er ist ein rosa Elefant, dann ist er ein rosa Elefant. Wenn er sagt, dir sind deine Sünden vergeben, dann sind sie vergeben. Und wenn du noch so viel auf dem Kerbholz hast, egal was du getan hast, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Unrechtlichkeit.
[1:15:29] Vor einiger Zeit habe ich eine Frau getroffen, die aufgelöst zu mir kam und sagte, Christopher, besteht noch Hoffnung für mich? Und sie wollte damit ausdrücken, ich habe zu viel Mist gebaut. Ich habe Dinge getan, die man nicht mal erreichen sollte. Ich bin zu weit gegangen. Für mich besteht bestimmt keine Hoffnung mehr. Aber die Bibel sagt, es ist egal, was wir getan haben. Wenn wir zu Jesus kommen, wenn wir unsere Sünden bekennen, dann ist er treu und gerecht. Gott hat mit so viel Finsternis schon zu tun gehabt. Er weiß, wer die Finsternis wegnehmen kann. Er braucht nur unsere Zustimmung. Er wird uns reinigen von aller Ungerechtigkeit. Und egal, lieber Freund, liebe Freundin, was du getan hast, wie viel du davon getan hast und wie lange du es getan hast, wenn du heute sagst, Jesus, lass dein Wort das Licht meines Lebens sein, sprich du, es werde Licht in mein Herz hinein, dann wird er uns reinigen von aller Ungerechtigkeit.
[1:16:21] Wenn wir im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. Das ist keine Sünde, die für Jesus zu groß ist. Keine Finsternis, die zu undurchdringlich ist, als dass das Licht des Evangeliums nicht hindurchdringen könnte. Ja, sogar in dein Herz. Sogar in deins. Wenn du das Wort Gottes einfach annimmst und das Wort Gottes sagen kannst, es werde Licht.
[1:16:53] Willst du gehen? Willst du zu Jesus gehen? Willst du diese Einladung annehmen, all deine Last, all deine Bürde, all deine Schuld zum Kreuz zu bringen und zu sagen, hier Herr Jesus, hier ist es. Ich weiß nicht, wohin damit. Ich bring es einfach zu dir. Und er wird es nehmen. Dein Wunsch heute Abend, zu sagen, ich möchte meine persönliche Schuld mir von Jesus vergeben lassen. Wir wollen den Abend nicht weiter länger hinauszögern, aber diese wichtige Entscheidung in unserem Leben. Und es muss vielleicht eine Entscheidung nicht immer eine erstmalige Entscheidung sein. Vielleicht gibt es viele unter uns, die schon Jesus mal angenommen haben oder ein Leben mit Jesus fühlen, aber die sich in ihrem Leben dann doch ein klein wenig von Jesus so entfernt haben, durch Sünden, die uns wieder getrennt haben, sodass unser Leben chaotisch wurde und ein Tohuwabohu wurde und finster wurde. Und vielleicht gibt es auch viele von denen, die jetzt live zuschauen, die diese Kategorie fallen. Und wenn es unser Wunsch ist, heute Abend diesen Bund mit Jesus, diese Entscheidung, Herr Jesus, nimm mir meine Sünde. Ich kann nicht anders. Ich habe nichts, was ich dir bringen kann. Ich habe ein sündiges, trotziges Herz. Nimm du mein Herz. Ich kann es dir nicht mal geben. Nimm du es. Wenn das ihr Wunsch ist, wenn das dein Wunsch ist, das zum ersten Mal oder erneut Jesus zu geben, dann lade ich Sie ein, hier vor Ort das Jesus zu zeigen. Ich möchte für Jesus aufstehen, so wie Paulus aufgestanden ist. Und wenn das ihr Wunsch auch ist, vor dem Computer, dann stellen Sie meinetwegen auch gerne auf. Schicken Sie uns eine E-Mail und sagen, ja, ich möchte mich Jesus anschließen. Ich möchte meine Schuld von Jesus bezahlt bekommen. Ich möchte ein Leben mit Jesus leben. Wenn das ihr Wunsch ist, dann bitte ich Sie, stehen Sie auf und zeigen Sie es Jesus. Amen.
[1:18:47] Wir wollen gemeinsam beten. Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass du dieses gewaltige Opfer, dass wir Menschen kaum richtig durchdringen und begreifen können, dass du es gegeben hast, dass du es gebracht hast für uns. Wir, die wir durch die Sünde in eine Sklaverei gekommen sind, eine Knechtschaft, aus der wir uns selbst nicht herausziehen können, aber durch dein freies Gnadenangebot, durch deine Liebe, mit der du uns geliebt hast, weil du einen Wert in uns siehst, eine Kostbarkeit, mit der du uns erlöst hast. Jesus, hab Dank, dass wir dieses Geschenk einfach ergreifen können, dass wir einfach diesen ausgestreckten Arm ergreifen können und du uns ziehst. Hab Dank, Herr Jesus, dafür, von ganzem und tiefem Herzen. Amen.
[1:19:57] Musik
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