In diesem Vortrag der Reihe „Ausweg 2012“ beleuchtet Christopher Kramp das Thema „Der Stellvertreter“. Er analysiert die biblische Prophetie und die Lehren der Pharisäer und Sadduzäer, um die Entwicklung religiöser Systeme und deren Einfluss auf die Wahrheit zu verstehen. Der Vortrag vergleicht historische Ereignisse mit prophetischen Aussagen und warnt vor Lehren, die sich von der reinen biblischen Botschaft entfernen.
Ausweg 2012: 16. Der Stellvertreter
Christopher Kramp · Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel)Weitere Aufnahmen
Serie: Ausweg 2012 (Vortragsreihe über die grundlegenden Themen der Bibel)
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Transkript
[0:00] Einen wunderschönen guten Abend an alle, die noch später zugekommen sind und sich später zugeschaltet haben. Falls ich die letzten Minuten mitbekommen habe, muss ich etwas korrigieren. Ich trinke sehr gerne Wasser. Ich vergesse es halt nur immer. Das ist das Problem. Aber Wasser ist wunderbar. Aber wie es manchmal so ist, wir sind halt nicht immer das, was wir gerne sein würden. Und ich würde gerne nicht so vergesslich sein, wie ich aber leider bin.
[0:38] Wie dem auch sei, ich freue mich, dass wir heute den 16. Vortrag haben können. Der Stellvertreter, wie versprochen, wir werden heute in die Prophetie erneut einsteigen und uns mit Endzeit-Prophetie beschäftigen. Das wird sehr, sehr spannend sein. Ich hoffe, Sie haben Ihre Bibeln parat und sind dabei, mit uns gemeinsam zu studieren. Bevor wir hineingehen, wollen wir das Thema, wie jeden Abend, um ein kurzes Gebet bitten und dann geht es direkt los.
[1:04] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für die Gelegenheit, jetzt dein Wort zu studieren. Und wir möchten dich bitten, dass dieses prophetische Wort als der Schlüssel in unserer Hand uns hilft, dich besser zu verstehen, deinen Charakter besser zu verstehen und näher zu dir zu kommen. Wir wollen nicht einfach nur Fakten und Informationen hier bekommen, sondern wir möchten eine innige Beziehung zu dir haben und wir möchten auch gewarnt sein vor den Dingen, vor denen du uns warnst in deinem Wort. Bitte hilfst du uns, die Wahrheit zu verstehen, schenkst du uns Liebe zur Wahrheit und lass uns die Wahrheit auch in Liebe sagen. Und wir danken dir, dass dein heller Geist bei uns sein wird und uns alles erklären wird. Amen.
[1:43] Einer der berühmtesten Abende in der Geschichte des Erdenlebens Jesu war jener Abend, als ihn ein einzelner Theologe privat aufsuchte. Er hatte sich zurückgezogen, es war schon abends und niemand mehr war um ihn herum und das war jetzt die Gelegenheit. Er hatte sich sonst nicht getraut, Jesus direkt anzusprechen, das wäre peinlich gewesen, vor allen Dingen mit Doktoren und mit Professoren, weil keiner von den anderen Professoren und Theologen und Doktoren an diesen Zimmermann geglaubt hat. Und manchmal geht es uns ja so, wenn wir besonders intelligent sind, eine besonders hohe Position haben, dass wir vielleicht insgeheim in unserem Herzen sagen, das spricht mich schon irgendwie an, aber öffentlich sich dazu zu bekennen, das kann ich nicht, das ist unmöglich.
[2:40] Und so ging es auch einem Mann mit Namen Nikodemus. Sein privates Interview mit Jesus, das uns in Johannes 3 überliefert ist, ist eines der tiefgründigsten Gespräche, die Jesus wahrscheinlich überhaupt auf diesem Planeten, als er als Mensch hier unter uns gelebt hat, geführt hat. Ich denke, es ist eine der interessantesten und wichtigsten Predigten, die er gehalten hat, nicht zuletzt wegen jenem berühmten Satz, den er dort in Vers 16 gesagt hat: „Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder oder alle, die an ihn glauben oder der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat.“
[3:23] Nun ist dieser Satz schwer zu verstehen oder leicht zu verstehen? Leicht, es ist einfach. Es ist vielleicht nicht immer einfach, sozusagen im Glauben das anzunehmen, aber rein intellektuell ist es sehr einfach zu verstehen. Doch das Kuriose und fast schon Tragische an diesem Kapitel ist, dass Jesus wenige Verse vorher diesem Professor an der Universität von Jerusalem sozusagen Folgendes sagen muss: „Jesus erwiderte und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und verstehst das nicht?“ Hier haben wir einen der bestausgebildetsten Theologen seiner Zeit und er versteht die Anfangsgründe des Evangeliums nicht. Er versteht die grundlegendsten Dinge nicht. Man könnte ja sagen, die ganze Botschaft der Bibel lässt sich zusammenfassen in Johannes 3, Vers 16. Jemand hat mal gesagt, das ist der wichtigste Vers der ganzen Bibel. Ich persönlich bin überzeugt davon, wenn ich nur Johannes 3, Vers 16 hätte, würde das ausreichen, um erlöst zu sein und es so einfach zu verstehen. Und hier haben wir jemanden, der Hebräisch rückwärts und vorwärts kann und er versteht das nicht. Könnte es sein, dass es gut möglich ist, eine hohe Position in der Kirche zu haben und von dem Grundsatz des Evangeliums absolut gar nichts zu verstehen?
[4:54] Nun, wenn wir die Bibel verfolgen, können wir feststellen, dass Nikodemus im Laufe seines Lebens, nachdem er lange Zeit das in seinem Herz bewegt hat und Jesus so aus der Ferne beobachtet hat, als er gestorben ist nach drei Jahren, hat er sich öffentlich zur gerade aufkeimenden Christenheit bekannt. Aber es gab viele andere, die genauso wie er Lehrer in Israel waren und die es niemals verstanden haben und auch nicht verstehen wollten. Und deswegen sagt Jesus in Matthäus 16, Vers 6 eine interessante Warnung, die wir uns heute Abend zu Beginn einmal zu Gemüte führen wollen. Das heißt: „Jesus aber sprach zu ihnen: Habt acht und hütet euch vor dem was? Sauerteig! Der Pharisäer und der Sadduzäer.“
[5:41] Nun klären wir es mal, wer waren die Pharisäer und die Sadduzäer? Was waren das für Menschen? Das waren die religiösen Führer, das waren verschiedene Gruppierungen, religiöse Konfessionen sozusagen innerhalb des Judentums. Man könnte sozusagen von Kirchen sprechen, es gab die Kirche der Pharisäer, es gab die Kirche der Sadduzäer, es gab auch die Gruppe der Essener und der Thyloten und so weiter und so fort. Aber die Pharisäer und die Sadduzäer waren die größten und wichtigsten und man könnte sie so beschreiben: Die Pharisäer waren der Meinung, dass man zur Bibel noch etwas hinzufügen muss, nämlich die Tradition. Und die Sadduzäer waren der Meinung, man kann nicht alles in der Bibel glauben. Und Jesus sagt: Hütet euch vor dem Sauerteig.
[6:23] Jetzt, in welchem alltäglichen Umfeld verwendet man Sauerteig? Beim Backen. Aber die Pharisäer und die Sadduzäer waren keine Bäcker, nicht wahr? Welche Idee verbindet sich mit Sauerteig? Sauerteig bleibt nicht für sich, sondern er durchsäuert den ganzen Teig. Man braucht nur wenig Sauerteig in einem großen Teig und dieser wenig Sauerteig wird dazu führen, über Zeit den gesamten Teig zu durchsäuern. Und so sagt Jesus, diese Pharisäer und diese Sadduzäer, diese religiösen Führer, zu denen das ganze Volk aufgeschaut hat, weil sie natürlich erstens die Tradition hinter sich hatten, die Position hatten, sie haben den Staat kontrolliert und all die anderen Dinge, er sagt, diese Sadduzäer und Pharisäer haben etwas an sich, was sozusagen wie Sauerteig die ganze Gesellschaft, das ganze religiöse Leben hindurch säuern kann und davor hütet euch, denn wenn ihr diesen Sauerteig akzeptiert, dann werdet ihr irgendwann einer von ihnen.
[7:26] Frage: Hat Jesus die Pharisäer und die Sadduzäer geliebt? Wollte er errettet werden? Sagt Jesus: Hütet euch vor den Pharisäern und den Sadduzäern? Ja oder nein? Nein. Und das ist sehr wichtig. Jesus sagt hier nicht: Hütet euch vor den Pharisäern und den Sadduzäern, denn eine der Aufgaben der Jünger war ja dann zu allen Israeliten zu gehen und das Wort vom Evangelium zu predigen und wir haben viele Berichte davon, wie auch zu den Sadduzäern und zu den Pharisäern gepredigt ist. Es geht nicht darum, sich vor den Menschen zu hüten, sondern vor ihrem Sauerteig.
[8:02] Und jetzt stellt sich die große Frage: Was ist der Sauerteig dieser Menschen? Jesus selbst gibt uns die Antwort. Da sahen sie ein, dass er nicht gesagt hatte, sie sollten sich hüten vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor der was? Vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer. Jesus warnt seine Jünger und sagt: Seid freundlich zu jedermann, liebt jeden und seid bereit für jeden zu sterben, aber hütet euch vor der Lehre dieser religiösen Gruppen.
[8:35] Frage: Haben die Pharisäer und Sadduzäer die Bibel ernst genommen? Ja oder nein? In gewisser Weise schon, ja. Sie haben vielleicht nicht alles geglaubt oder manches auch ignoriert, aber sie haben die Bibel als ein hochheiliges Buch behandelt, oder? Haben die Pharisäer den Tempel akzeptiert, den Heiligtumsdienst, haben sie den Sabbat gefeiert? Viele Dinge. Das heißt, diese Pharisäer und Sadduzäer hatten eine ganze Reihe von guten Dingen in ihrer Lehre, aber offensichtlich gab es etwas in ihrer Lehre, was dazu geführt hat, dass der gesamte religiöse Apparat sozusagen so durchsäuert war, dass Jesus sagt: Haltet Abstand davon.
[9:21] Gehen wir weiter. Jesus sagte, Matthäus 23: „So erscheint auch ihr“, und das ist eine direkte Rede an die theologischen Führer seiner Zeit, „so erscheint auch ihr äußerlich vor den Menschen als gerecht, inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und was? Gesetzlosigkeit.“ Und an einer anderen Stelle wird auch der Sauerteig als Heuchelei bezeichnet, das heißt, man gibt vor, etwas zu sein, was er innerlich nicht ist. Und es ist kein Grund für den Jünger, der Jesus nachfolgt, sich von den Menschen zu distanzieren, aber es ist genügend Grund, sich von der Lehre, von dem Denken und von dem, was diese religiösen Führer von sich geben, davon zu distanzieren, denn es scheint den Menschen als gerecht. Also, wenn man eine Umfrage gemacht hätte, wenn man mit einer Kamera durch Alt-Jerusalem, durch die Stadt von Alt-Jerusalem gegangen wäre, man hätte sozusagen ein Interview gemacht und gefragt: Was hältst du von den Pharisäern? Was hältst du von den Sadduzäern? Mindestens 99,5 Prozent aller Menschen hätten gedacht: Das sind die Heiligen, die wissen, was die Bibel sagt, die haben natürlich den religiösen Schatz auf ihrer Seite, denen muss man schon folgen. Vielleicht haben die Menschen die Pharisäer nicht gemocht, aber sie hatten den Eindruck zumindest, dass es gerechte, heilige Menschen sind, weil äußerlich sie den Eindruck erweckten, als wären sie sehr, sehr, sehr religiös. Aber Jesus sagt, es ist möglich, dass jemand aus menschlicher Sicht sehr religiös aussieht, aber innerlich voller Gesetzlosigkeit ist und das ist ein entscheidendes Kriterium.
[10:54] Einer der berühmtesten Pharisäer war Saulus. Und Saulus ist deswegen interessant, weil er, das haben wir schon in einem der Vorträge vor zwei Wochen angeschaut, sich bekehrt hat zum Christentum und er dann Christ wurde, weil Jesus ihm auf dem Weg von Damaskus auf Damaskus erschienen ist. Und er sagt, was dieser Eifer der Pharisäer wirklich gekennzeichnet hat. Er sagt in Galater 1, Vers 4, dass er einen übermäßigen Eifer hatte für was? Für die Überlieferungen der Väter. Überlieferung, wie kann man das Wort auch übersetzen? Was ist ein anderes Wort für Überlieferung? Tradition. Das heißt, diese religiösen Führer, sie mochten die Bibel und sie haben sich auf die Bibel berufen, aber noch wichtiger als die Bibel war ihnen die Tradition. Und Jesus war vor diesen religiösen Führern, die sagen: Ja, die Bibel ist ein heiliges Buch, aber die Tradition. Er war vor denjenigen, die äußerlich vor den Menschen als gerecht erscheinen, von denen alle Menschen auf der Straße sagen: Ja, das sind die, die das Christentum repräsentieren, die aber innerlich voller Gesetzlosigkeit sind. Vor denjenigen, die sich als Lehrer der Christenheit ausgeben, aber die die Anfangsgründe des Evangeliums nicht wirklich verstehen.
[12:10] Und als Folge der Tatsache, dass Jesus sie durchschaute und dass Jesus vor ihnen warnte, bekamen sie was? Angst und dann Zorn und Wut und bekämpften denjenigen, der nicht nur das Evangelium kannte, sondern der das Evangelium war. Sie klagten ihn an, aber das hat Jesus nicht davon abgehalten, weiterhin in Wahrheit vor der Lehre der Pharisäer und Sadduzäer zu warnen.
[12:47] Und so könnte es auch heute sein, und das sind Fragen, die wir uns stellen müssen. Könnte es auch heute noch sein, dass es Christen gibt, christliche Lehrer, die von der allgemeinen Bevölkerung als besonders gerecht, als besonders heilig, als besonders christlich angesehen werden, die aber innerlich voller Gesetzlosigkeit sind, die die Bibel als ein heiliges Buch behandeln, aber die gleichzeitig mehr Wert legen auf ihre Traditionen? Könnte es sein, dass es solche Menschen noch heute gibt, die, wenn die Wahrheit gepredigt wird, dann auch zornig werden? Könnte es solche Gruppierungen heute noch geben? Wie würde Jesus heute über solche Gruppierungen sprechen? Ich denke, genauso wie damals über diese religiösen Führer des Judentums.
[13:34] Und es heißt in Apostelgeschichte 4, Vers 27, dass diese Führer des Volkes sich mit den Heiden versammelt haben, das heißt, Herodes und Pontius Pilatus versammelt zusammen mit den Heiden und dem Volk Israel. Im Kampf gegen Jesus waren die Pharisäer und die Sadduzäer bereit, sich lieber mit dem Heidentum zu vermischen, als einen klaren Stand für Jesus und für die Wahrheit einzugehen.
[14:02] Eines der Kennzeichen in dieser Auseinandersetzung zwischen Jesus und den religiösen Führern des ganzen Volkes war, dass als der Konflikt größer wurde, die religiösen Führer des Volkes lieber mit den Heiden zusammengingen als mit Jesus. Frage: Welche Nation herrschte hier zu dieser Zeit über die Heiden? Rom. Die Pharisäer und die Sadduzäer waren bereit, eine Gemeinschaft mit Rom einzugehen, um gegen Jesus zu kämpfen. Und das kommt in diesem berühmten Satz zum Ausruf, wo sie Jesus sehen auf dem Balkon von Pontius Pilatus und sie rufen und schreien fast wie von Dämonen besessen: „Wir haben keinen König als nur den was? Den Kaiser.“ Wer war der ursprüngliche König Israels? Gott. Aber dieser Kampf gegen die ganze Wahrheit, weil die ganze Wahrheit die Tradition aufgedeckt hat, die Heuchelei und die Gesetzlosigkeit, dieser Kampf gegen die ganze Wahrheit führt dazu, lieber sich mit dem römischen Kaiser zu vermischen. Und das war das Ende des Judentums, religiös gesehen, aus Sicht der Bibel. Es war der absolute Abfall von dem, was Gott im Alten Testament angedacht hatte.
[15:26] „Wir haben keinen König als nur den Kaiser.“ Als sie gesehen hatten, dass ihr religiöser Stolz dazu führt, dass sie eine Entscheidung fällen müssen für Jesus oder gegen Jesus, entschieden sie sich dafür, lieber ganz mit den Heiden zusammenzugehen, als sich zu bekehren. Könnte es sein, dass es heute genau dasselbe Problem auch in der Christenheit gibt, dass christliche Führer, christliche Systeme, christliche Kirchen in die gleiche Richtung tendieren wie damals die Pharisäer und die Sadduzäer und könnte es sein, dass sie genauso gegen die ganze Wahrheit kämpfen, so wie damals die Pharisäer und Sadduzäer gegen Jesus?
[16:15] Es ging also, wie gesagt, um die Lehre. Das heißt, es ging niemals um die Menschen. Es ging um das, was die Menschen geglaubt haben, was sie in ihrem Denken so sehr korrumpiert hat, dass sie irgendwann sich von der Bibel lossagten und vom Evangelium lossagten und stattdessen eins wurden mit Rom. Und Paulus, das haben wir schon gesehen, hatte prophezeit, dass so etwas auch in der Christenheit passieren würde. „Nach meinem Abschied werden wer? Räuberische Wölfe zu euch hineinkommen und werden die Herde nicht schonen.“
[16:49] Jetzt, was bedeutet hineinkommen? Die kommen von außen und sind dann wo? Innen drin. Und das ist ein ganz unangenehmer Gedanke, wenn man darüber nachdenkt, dass Leute, die feindlich sind, plötzlich hineinkommen, oder? Aber Paulus sagt voraus, dass in die Christenheit Feinde hineinkommen würden, die versuchen würden, das Christentum zu ändern. Und nicht nur würden sie von außen kommen, sondern sie würden auch aus der eigenen Mitte aufstehen, weil das ist noch subtiler, die anfangen würden, was zu tun? Verkehrte Dinge zu reden. Und hier geht es wieder nicht um Menschen, sondern es geht um die Lehre. Genauso wie das Judentum nach einiger Zeit immer mehr abfiel und sozusagen auf dem Höhepunkt des Abfalls dann, als Jesus kam, eine zum Teil völlig falsche Lehre hatte, so würde auch in der Christenheit sich die Lehre verändern durch Menschen, die hineinkommen und in der Christenheit selbst diesen Kampf gegen Jesus ausführen.
[17:53] Deswegen sagt Jesus: „Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen.“ Und wir haben da schon angeschaut, diese Propheten kamen und wir haben schon einiges Geschichtliches dazu angeschaut, als wir bestimmte Lehrpunkte angeschaut haben, die wir nachher noch gleich noch einmal aufgreifen wollen. Und wir wollen heute gemeinsam wieder auf die Insel Patmos reisen, in Gedanken, wo Johannes in der Offenbarung, diesem letzten fantastischen Buch der Bibel, eine Vision hat, die uns heute wirklich betrifft. Und zwar lesen wir in Offenbarung 13, Vers 1: „Und ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das sieben Köpfe und zehn Hörner hatte und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Köpfen einen Namen der Lästerung.“
[18:41] Also, jetzt sind wir wieder mittendrin in der biblischen Symbolsprache und was brauchen wir jetzt wieder? Den Bibelcode. Wir müssen jetzt verstehen, wie wir das auslegen können. Und als erstes wollen wir uns fragen: Woher kommt das Tier? Es kommt aus dem Meer. Und das Meer nach der biblischen Prophetie steht für was? Steht wo? In Offenbarung 17, Vers 15. Genau. Dort heißt es: „Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, wo die Hure sitzen, sind Völker und Scharen und Nationen und Sprachen.“ Das heißt, irgendetwas kommt hier aus der Zivilisation, aus der Menge der Völker und Nationen hervor. Und wir lesen, dass es ein Tier ist. Jetzt, was ist ein Tier in der biblischen Prophetie? Ein Königreich und eine Macht. Steht wo? In Daniel. Gut. In Daniel 7, Vers 17 heißt es: „Jene großen Tiere, vier in der Zahl, haben wir in Daniel 7 schon angeschaut, bedeuten, dass vier Könige oder vier Königreiche entstehen werden.“ Das heißt, wir sehen in Offenbarung 13, wie ein Königreich aus dem Meer, also aus den Nationen und Völkern hervorkommt. Und dann wird es sehr kryptisch. Das heißt, es hat sieben Köpfe. Jetzt, das ist merkwürdiger als alles, was wir vorher gesehen haben. Sieben Köpfe und zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen. Und das erinnert uns an ein Wesen, das wir schon kennen aus Offenbarung 12. In Offenbarung 12 hatten wir gelesen von einem großen feuerroten Drachen, der was hatte? Sieben Köpfe und zehn Hörner. Ganz ähnliche Beschreibung. Also dieses Tier aus dem Meer hat eine erstaunliche Ähnlichkeit mit diesem Drachen. Wir haben uns ja schon mit Offenbarung 12 beschäftigt. Was gab es da noch in Offenbarung 12? Welche Protagonisten in diesem kosmischen Drama? Da gab es noch Michael, genau. Und wie gab es noch? Die Engel, ja, das stimmt. Da gab es noch eine Frau, genau. Und da gab es einen, den Drachen haben wir schon gesagt. Und da gab es ein Kind, genau. Und wer war dieser Drache, von dem wir gesprochen haben? Die Bibel sagt, es war der Teufel und der Satan. Der, was heißt Satan im Hebräischen nochmal? Der Feind, die alte Schlange, der große Drache, der Teufel und Satan. Das heißt, dieses Tier, das dort aus dem Meer in Offenbarung 13 hervorkommt, ist das ein Tier, dem wir nacheifern sollten oder ein Tier, vor dem wir uns hüten sollten? Wenn es dem Satan so ähnlich aussieht, sollten wir uns dafür hüten, denn wenn es so ähnlich aussieht wie der Satan, wird es auch das gleiche tun, was der Satan tut.
[21:27] Was hat der Satan getan in Offenbarung 12? Rebellion gegen, gegen Gott und sein Volk und sein Gesetz. Aber wie fand diese Rebellion statt? Offen oder verdeckt? Verdeckt. Es war eine Idee, es war eine Idee, ein Problem, ein Kampf der Ideen. Das heißt, es ging auch damals um die Lehre. Es ging um die Lehre des Satans und die Lehre des Satans war wie ein Sauerteig. Er fing an, den ganzen Himmel zu durchsäuern, deswegen musste der Satan hinausgeworfen werden. Und hier finden wir in Offenbarung 13 ein Tier, das aus dem Meer hervorkommt, das so ähnlich aussieht, dass offensichtlich genau das gleiche tun wird, die gleiche Lehre, den gleichen Sauerteig jetzt unter die Welt zu verbringen.
[22:14] Wir hatten gesagt, da gab es auch das Kind. Wer war das Kind nochmal in Offenbarung 12? Jesus Christus, ganz genau. Und es gab die Frau. Die Frau haben wir gesagt, das wäre die Gemeinde. Die Gemeinde Gottes, die zu allen Zeitaltern an seinem Evangelium, an dem Glauben Jesu festgehalten hat, als eine symbolisch gesprochene und eine keusche Jungfrau. Und das Bild in der Bibel, der Frau geht immer für eine Gemeinde.
[22:40] Schauen wir uns dieses Tier nochmal an. Es kommt aus dem Meer, es hat sieben Köpfe, zehn Hörner und auf seinen Hörnern zehn Kronen und auf seinen Köpfen, das ist sehr interessant, einen Namen der Lästerung. Was ist ein anderes Wort für Lästerung? Blasphemie. Jetzt, was versteht man unter Lästerung? Was ist Lästerung in der Bibel? Beleidigung, ja. Es gibt zwei Dinge in der Bibel, die Lästerung genannt werden oder Gotteslästerung. Und interessanterweise finden wir diese beiden Dinge raus, indem wir wieder auf die Sadduzäer und Pharisäer schauen, denn sie waren es, die Jesus der Gotteslästerung angeklagt haben. In zwei Fällen, war das eine berechtigte Anklage? Nein. Warum? Er war Gott. Aber wir können daraus Schluss folgern, dass aus ihren Anklagen, dass die Gründe, die sie vorbringen, wenn sie nicht im Fall eines Gottes stattfinden, sondern im Fall eines Menschen, handelt es sich biblisch um Gotteslästerung. Also, was ist Lästerung? In Markus 2, Vers 7 heißt es, als sie über Jesus reden: „Was redet dieser solche? Was? Lästerung! Denn wer kann Sünden vergeben als nur Gott allein?“ Also, was ist nach der Bibel Lästerung? Anmaßung. Aber ganz konkret, was ist Lästerung? Wenn ein Mensch, der nicht Gott ist, was tut? Sünden vergibt. Wenn jemand sagt: „Ich vergebe dir deine Sünden kraft meiner Autorität“, dann tue ich was? Dann lästere ich. Und dieses Tier, dieses Königreich, diese Macht, die aus dem Meer hervorkommt, hat einen Namen. Das heißt, es muss eine Macht sein, die vorgibt, Sünden vergeben zu können. Hat das alte Babylon vorgegeben? Medo-Persien, Griechenland, Rom? Und das ist der zweite Grund. Es heißt hier: „Und der Hohepriester begann und sprach zu ihm: Ich beschwöre dich bei dem lebendigen Gott, dass du uns sagst, ob du der Christus bist, der Sohn Gottes.“ Jesus sprach zu ihm: „Du hast es gesagt.“ Da zerriss der Hohepriester seine Kleider. Übrigens, es gab eine Sache, die der Hohepriester niemals machen durfte: seine Kleider zerreißen. Das nur nebenbei. Und er sagt: „Er hat gelästert. Was brauchen wir weitere Zeugen? Siehe nun habt ihr seine Lästerung gehört.“ Was wurde hier als Lästerung begriffen? Also, Jesus sagt: „Du hast es gesagt, ich bin der Sohn Gottes.“ Denn Sohn Gottes ist ein göttlicher Titel. Mit anderen Worten, er sagt: „Ich bin Gott.“ Also, was sind die beiden Gründe, die in der Bibel als Gotteslästerung definiert werden? Wenn jemand sagt, er ist Gott, und wenn jemand Sünden vergibt. Bei Jesus war es keine Gotteslästerung, weil er Gott war und demzufolge auch Sünden vergeben konnte. Aber wenn ich mich hinstelle und sage: „Ich bin der Sohn Gottes und ich kann deine Sünden vergeben“, dann solltet ihr, liebe Freunde, weiten Abstand von mir halten. Und wir sollten genauso vor jedem anderen Abstand halten, der das von sich behauptet, der sich selbst zu Gott erhebt oder der vorgibt, Sünden vergeben zu können.
[25:56] Nun, aber es gibt noch mehr zu entdecken über dieses Tier. Es heißt in Offenbarung 13, Vers 2: „Das Tier, das ich sah, glich einem Panther, seine Füße waren wie die eines Bären und sein Rachen wie ein Löwenrachen. Und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht.“ Jetzt, wenn man das liest und auch wenn man nicht viel Ahnung von der Prophetie hat, aber wenn wir nur bisher auch bei Ausblick 2012 gut aufgepasst haben, woran erinnert uns das automatisch? An Daniel, an was genau? Panther, Bär und Löwe. An die Reiche, ganz genau. In welchem Kapitel waren die nochmal als Panther, Bär und Löwe aufgezählt? In Daniel 7, ganz genau. Der Panther stand für? Für Griechenland. Wie viele Köpfe hat er? Vier. Und wie viele Flügel? Vier. Ganz genau. Wer waren die vier Tiere? Fragen wir einmal. Wer war der Bär? Medo-Persien. Auf einer Seite aufgerichtet mit drei Rippen im Maul, nicht wahr? Und wer war der Löwe? Babylon. Aber was ist seltsam an der Reihenfolge? Es ist genau umgekehrt, denn in Daniel ist es zuerst der Löwe, dann der Bär und dann der Panther und dann kommt das schreckliche Tier. Aber hier ist es genau umgekehrt. Hier haben wir erst den Panther, den Bären und dann den Löwen.
[27:11] Jetzt, ich brauche mal drei freiwillige Personen, die nach vorne kommen. Vielleicht könntest du kommen, du kommst und du kommst. Sie sind auch unserem Publikum schon gut bekannt. Also, wir haben hier Ronny Schreiber. Also, genau, nehmen wir meine Frau in die Mitte. Hier meine Frau, ihr lieber Bär und hier haben wir Lukas Herrmann. Jetzt, wenn ich sage, nehmen wir an, ich bin auf einem Zeitstrahl. Hier ist, ich weiß immer, welche Zeit auch ist und dann geht es hier in die Zukunft und ich sage, ich sehe Ronny, Bär, Lukas. Oder ein andermal sage ich, ich sehe Lukas, Bär, Ronny. Was ist passiert? Ja, ich habe die Reihenfolge geändert. Warum? Warum, wenn ich, warum sage ich, wenn ich hier stehe, zuerst, warum fange ich hier nicht bei Ronny an, sondern fange ich natürlicherweise bei Lukas an? Weil die Perspektive sich geändert hat. Es ist mir näher, logisch. Das heißt, wenn das eine Zeitlinie ist, dass die Zukunft ist, wenn das die drei Weltreiche sind: Babylon, Medopersien, Griechenland. Wenn das sozusagen der Löwe ist, die Bären und der Panther, dann sagt Daniel 7: Löwe, Bär, Panther, weil in Daniel 7 der Löwe das nächste ist. Aber Johannes lebt nicht mehr zur Zeit von Daniel, sondern lebt einige Sekunden später und aus seiner Perspektive ist es genau andersherum, denn er lebt zur Zeit welchen Reiches? Roms. Des wievielten Reiches? Vierten Reiches. Und deswegen schaut er zurück und sagt: Ah, das dritte Reich, das zweite Reich, das erste Reich. Macht das Sinn? Okay, danke schön für die Illustration. Schade, dass der Panther keine vier Köpfe hatte.
[30:07] Gut, gehen wir weiter. Wir haben also den Löwen, und der Löwe, haben wir gesagt, ganz deutlich, war Babylon. Wir haben den Bären, und der Bär war Medopersien. Und wir haben den Leopard, und der Leopard war Griechenland. Und dann offensichtlich kommt noch ein Drache und der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und große Vollmacht. Jetzt ist es nicht schwer zu raten, welches der vier Tiere aus Daniel 7 könnte sich wohl mit diesem Drachen hier damit zu tun haben. Das letzte, das vierte Tier. Wie wurde es genannt in Daniel 7? Schrecklich, außergewöhnlich. Da fand man keine Beschreibung mehr im Naturkundebuch. Man kann das Biologiebuch aufschlagen, man kann alle Landsäugetiere und alle Raubtiere durchschauen, man findet keine Beschreibung. Warum? Weil ein, und das ist genau das, was der Drache ausdrückt, ein übernatürliches Tier, fast schrecklich, außergewöhnlich groß, eiserne Zähne. Und offensichtlich beschreibt jetzt Johannes das Tier, das zu seiner Zeit riecht. Der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und seine große Vollmacht.
[30:14] Schauen wir uns mal ganz kurz hier etwas über den Drachen an. Es heißt: „Der Drache stand vor der Frau, die gebären sollte, um ihr Kind zu verschlingen, wenn sie geboren hätte.“ Wer ist der Drache in Offenbarung 12? Satan, richtig? Frage: Hat Satan versucht, das Kind, Jesus Christus, umzubringen? Ja oder nein? Ja. Wer hat das versucht? Herodes. Und hat er dann auch Jesus umbringen lassen? Durch wen? Wer hat Jesus ans Kreuz genagelt? Wer hat Jesus verurteilt? All das, was sozusagen technisch notwendig war, sowohl vom Gerichtsurteil, als auch von dem tatsächlichen Hammer in den Körper hauen, war ausgeführt worden von Römern. Das heißt, wir können sehen, dass ja, Offenbarung 12 spricht von Satan als dem Drachen, aber Satan hat immer Helfer, Stellvertreter, sozusagen Bodentruppen auf der Erde. Wir haben ja gesehen, er versteckt sich immer hinter dem König von Babylon, hinter dem König von Tyrus, hinter der Schlange. Und so versteckt er sich hier in Offenbarung 12 hinter dem römischen Reich. Das heißt, der Drache in Offenbarung 13 ist ein Symbol für das römische Reich, das den Kampf gegen Christus auf der Erde sozusagen direkt ausgeführt hat, in so einem Stellvertreterkrieg. Dieses vierte Tier, das wir angesprochen haben, ist ein Tier, das die ganze Erde fressen, zerstampfen und zermalmen sollte. Und natürlich war das das römische Reich. Und die Bibel sagt, dass unser Tier, das wir heute studieren, Offenbarung 13, von diesem vierten Reich was bekommt? Es bekommt Kraft, den Thron und große Vollmacht. Das heißt, kann dieses vierte oder dieses Tier, das wir heute studieren, kann es das erste, zweite, dritte oder vierte Tier sein? Nein, es muss das vierte Tier nach dem vierten Tier sein, eine Macht nach dem vierten. Denn das vierte Tier aus Offenbarung, Verzeihung, aus Daniel 7, der Drache, gibt seine Kraft, seinen Thron und seine große Vollmacht an dieses neue Tier aus Offenbarung 13.
[32:24] Hatte das römische Reich viel Kraft? Die Kraft des römischen Reiches muss auf diese neue Macht übergehen. Der Thron des Reiches muss auf diese neue Macht übergehen und auch die Vollmacht. Und diese Macht kam nach dem römischen Reich. Es war das andere, das wie genannte das kleine Horn. Wir haben ja schon in Daniel 7 etwas darüber gesprochen und wir haben ja gesagt, es war der mittelalterliche Kirchenstaat. Wollen wir jetzt einmal kurz eine Analyse machen und schauen, ob wir Parallelen finden zwischen dem kleinen Horn aus Daniel 7, dem mittelalterlichen Kirchenstaat und diesem Tier aus Offenbarung 13. Die These, die wir jetzt aufstellen und beweisen wollen, ist, dass das Tier aus Offenbarung 13 aus dem Meer nichts anderes ist, als das kleine Horn aus Daniel 7.
[33:21] Punkt Nummer 1. Also hier haben wir das ja damals schon ein wenig studiert aus der Geschichte heraus. In Offenbarung 13, Vers 2 hatten wir gelesen, dass der Thron vom Drachen auf das Tier übergeht. Jetzt, wo hatte das römische Reich seinen Thron? In Rom. Und wo muss also die neue Macht ihren Thron haben? In Rom. Und genau das hatten wir auch beim kleinen Horn gesehen. Es ging aus Rom hervor und es war die Kirche in Rom. Der zweite Punkt: Es kommt aus dem Meer und das Meer steht für die Völkernation. Und auch das haben wir beim kleinen Horn gesehen. Es kam nämlich mitten unter den europäischen Nationen hervor. Und dann haben wir gesehen: Es waren große Worte und Lästerungen. Und genau das haben wir gesehen beim kleinen Horn in Daniel 7, dass es freche Reden gegen den Höchsten führen wird. Große Dinge, die wir als Blasphemie bezeichnet haben. Und wir haben auch gesehen, dass genau das im mittelalterlichen Kirchenstaat passiert ist.
[34:24] Wir haben damals von dem Abfall gesprochen, der kommen würde, von den Menschen der Sünde und dem Sohn des Verderbens. Ich denke, wir können uns daran erinnern. Und dann heißt es sogar in Offenbarung 13, Vers 6, dass diese fünfte Macht, dieses kleine Horn, dieses Tier aus dem Meer, aus Offenbarung 13, nicht nur den Namen lästern wird, sondern auch sein Zelt. Wessen Zelt? Das Zelt von Gott. Und wo ist Gottes Zelt? Im Himmel. Es ist das himmlische Heiligtum. Das heißt, diese Macht muss auch gegen das himmlische Heiligtum kämpfen. Und das haben wir auch schon angeschaut in Daniel. Welches Kapitel? Daniel 8, ganz genau. Wir haben gesehen in Hebräer 8, dass Jesus der Diener der wahrhaftigen Stift ist, des himmlischen Heiligtums. Wo wir gesehen haben, dass Gott mit uns ist und wir haben gesehen, dass Jesus unser Hohepriester ist, den wir haben. Brauchen wir nicht alles zu wiederholen, nur um uns daran zu erinnern. Und wir haben gesehen, dass dieses kleine Horn aus Daniel 7 und Daniel 8 sich auch gegen die heilige Wohnung gewendet hat und das Beständige weggenommen hat und die Wahrheit zu Boden wirft.
[35:33] Jetzt, wenn jemand gegen die Wahrheit kämpft, auf welcher Ebene sind wir dann? Wir sind auf der Ebene der Lehre, nicht wahr? Es geht um wahr oder falsch. So wie Paulus vorher gesagt hat, dass dort Leute kommen werden, die verkehrte Dinge reden werden, genauso hat es sich im Mittelalter erfüllt. Damals hatten wir dieses Zitat gelesen, wir wollen es noch einmal lesen: „Der Priester hat die Macht der Schlüssel.“ Merken wir uns das? Wir haben heute schon über den Schlüssel gesprochen, oder? Was war der Schlüssel? Das prophetische Wort, nicht wahr? Wir werden gleich sehen, warum diese Macht im Mittelalter auch zu einer Idee über den Schlüssel kam, weil den Schlüssel anders definiert. Sie sagen: „Der Priester hat die Macht der Schlüssel oder Macht zur Befreiung des Sünders aus der Hölle, um ihn würdig für das Paradies zu machen, und Gott selbst ist verpflichtet, dem Urteil der Priester zu folgen.“ Hier ist der Schlüssel nicht das prophetische Wort, sondern hier ist der Schlüssel die Fähigkeit, Sünden zu vergeben oder eben auch nicht.
[36:29] Und dann heißt es in Offenbarung 13, Vers 7: „Und es wurde ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen.“ Und das ist wirklich ein Zitat aus Daniel 7. Das heißt, wir sehen die ganze Zeit Daniel 7 und Offenbarung 13 sprechen offensichtlich, ohne jeden Zweifel, von derselben Macht. Dieser Krieg gegen bibeltreue Christen, die an dem Wort Gottes festhalten, an diesem jahrhundertealten Wort Gottes, den haben wir im Mittelalter deutlich gesehen und brauchen wir jetzt nicht zu wiederholen.
[37:01] Und dann heißt es, und das ist sehr interessant, „und alle, die auf der Erde wohnen, werden es anbeten.“ Jetzt, warum ist das so wichtig, dieses Wort anbeten? Warum? Weil Anbetung eines der ganz großen Themen ist in dem großen Kampf. Können wir uns erinnern, was war die dritte Versuchung, die Jesus hat über sich ergehen lassen müssen? „Wirf dich nieder vor mir, du kriegst alle Reiche der Welt, wenn du mich anbetest.“ Können wir uns erinnern, was die Kontroverse war zwischen Kain und Abel? Es war die richtige Form der Anbetung. Die Frage der Anbetung, wie ich anbete, ob ich so anbete, wie Gott es möchte, oder so, wie es meiner Tradition entspricht, das ist eine entscheidende Frage in der biblischen Prophetie und im biblischen Evangelium.
[38:03] Wir haben gesehen, es gibt nur einen einzigen Grund, warum wir Gott anbeten. Das ist nicht, weil er so lieb ist, oder weil er so kraftvoll ist, sondern weil er schöpferische Kraft hat, denn du hast alle Dinge erschaffen. Deswegen ist Gott würdig, zu nehmen Ruhm und Ehre und Macht. Und wir haben gesehen, dass Anbetung sich daran zeigt, dass Gott den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat.
[38:33] Frage noch einmal zur Wiederholung: Wodurch zeigen wir, dass wir den Schöpfer anbeten? Durch den Tag, der von der Schöpfung spricht und die Schöpfung sozusagen auf ewig zum Andenken gemacht hat. Wenn wir an diesem Tag anbeten, dann haben wir Gottes Plan erfüllt. Wenn wir das nicht tun, weil wir einfach unsere Tradition über die Wahrheit, wie sie in Jesus ist, stellen, dann haben wir ein Problem. Und offensichtlich ist dieser mittelalterliche Kirchenstaat, der dort entstanden ist, genau auf der falschen Seite. Und er kämpft äußerlich in einer christlichen Form, doch letztendlich den Kampf, den Satan schon im Himmel gekämpft hat. Und das ist sehr, sehr ernst.
[39:23] Wie gesagt, Gedenke an den Sabbat-Tag und heilige ihn. Und über die Veränderung des Sabbats in den Sonntagen haben wir ein ganzes Thema gehabt. Nur ein Zitat, noch einmal hier für alle, die damals nicht da waren. In The Catholic Press heißt es: „Sonntag ist eine katholische Institution und seine Beachtung kann nur durch katholische Prinzipien verteidigt werden. Vom Anfang bis zum Ende der Schrift gibt es nicht eine einzige Passage, die den Wechsel des wöchentlichen öffentlichen Gottesdienstes vom letzten Tag der Woche auf den ersten erlaubt.“ Es ist Tradition. Können wir uns erinnern, worauf Saulus so besonders Wert gelegt hat? Auf die Überlieferung der Väter. Nicht auf das Wort Gottes so sehr, sondern auf die Überlieferung der Väter. Er ist so wild danach, dass er sogar diejenigen verfolgt hat, die die Überlieferung abgelehnt haben. Genauso ist passiert, dass im Mittelalter diejenigen verfolgt wurden, die sich allein nach der Bibel richten wollten und die Überlieferung und Tradition sogenannter Kirchenväter abgelehnt haben.
[40:19] Und dann als letzter Parallele zum kleinen Horn finden wir, dass es dieser Macht gegeben wird, 42 Monate lang zu wirken. Jetzt, 42 Monate ist ein interessanter Zeitraum. Warum? 42 Monate sind wie viele Jahre? Wie viele Monate hat ein Jahr? Zwölf. Und zwei Jahre haben? 24. Und dann drei Jahre haben? 36. Und dann fehlen uns noch wie viele Monate? Sechs. Und das ist ein? Ein halbes Jahr. Genauso haben wir also diese dreieinhalb Jahre oder 42 Monate, diese Zeitzeit oder eine halbe Zeit, wie sie in Daniel 7 beschrieben wird. Wir sehen also Daniel 7 auf dem Magen 13. Das ist eine einzige Parallele. Und das ist sehr, sehr wichtig zu verstehen, weil Offenbarung 13 uns noch neue Informationen gibt, die wir in Daniel 7 nicht bekommen haben.
[41:08] Wir hatten also diese Aufstellung schon gemacht. Der Monat hat damals meistens 30 Tage gehabt. Und diese 1260 Tage nach dem Prinzip, ein Tag für ein Jahr sind 1260 Jahre. Und wir haben gesehen, diese 1260 Jahre begannen im Jahr 538, als die Ostgoten, als der letzte von drei Stämmen, ausgerottet wurden. Aber es gab noch eine Sache, die 538 passiert ist. Weiß das jemand? Noch etwas, was im Jahre 538 passiert ist, das wir hier in einem der Vorträge angesprochen haben, ich will nicht sagen als Weltneuheit, aber als etwas, was vor kurzem erst durch Übersetzung herausgefunden worden ist. Können wir uns erinnern? An diese Synode von Orléans? Haben wir genau vor einer Woche besprochen. Sonst nochmal nachlesen. Im Jahr 538 nach Christus, das erste kirchliche Sonntagsgesetz, das mit Strafe versehen war. Wir wissen, 321 war das erste Sonntagsgesetz, erlassen durch Kaiser Konstantin, aber es war vom Römischen Reich aus. Aber hier haben wir das erste kirchliche Sonntagsgesetz, das aufgrund der Autorität der Kirche, die immer mehr mit dem Staat zusammengegangen ist. Dieses erste kirchliche Sonntagsgesetz wurde just im Jahre 538 nach Christus erlassen, als es anfing, Zeiten und Gesetz zu ändern.
[42:34] Und 538 bringt mich, wenn ich 1062 Jahre nach vorne gehe, in welche Zeit? In welches Jahr? 1798, ganz genau. Und was ist im Jahre 1798 passiert? Offenbarung sagt: „Und ich sah einen seiner Köpfe wie was? Wie zu Tode verwundet.“ Der mittelalterliche Kirchenstaat sollte eine tödliche Wunde bekommen. Und das ist passiert.
[43:13] In Offenbarung 13, Vers 10 heißt es: „Wenn jemand in Gefangenschaft führt, so geht er in Gefangenschaft. Wenn jemand mit dem Schwert tötet, so soll er durch Schwert getötet werden.“ Hat die Kirche des Mittelalters, hat die römische Kirche Menschen in Gefangenschaft geführt? Ja oder nein? Ja. Und die Bibel sagt, aufgrund dessen wird sie selbst in Gefangenschaft geführt werden. Hat die mittelalterliche Kirche aus Rom Menschen getötet für ihren Glauben an die Bibel? Bibel sagt, als Folge dessen soll auch sie mit dem Schwert bekämpft werden. Sie sollte eine tödliche Wunde bekommen und zwar just im Jahre 1798, was auch passiert ist.
[43:56] Als die französische Revolution durch ganz Europa hindurch sich verbreitete und am 9. Februar General Berthier die äußeren Bezirke von Rom erreichte. Die Stadt gab auf, aber General Berthier wartete einen Moment erst. Er hatte nämlich gehofft, dass eine Revolution in Rom beginnt und sozusagen die Römer selbst anfangen, sich vom Kirchenstaat zu befreien. Das war aber nicht der Fall. Er hat einige Tage gewartet und dann am 15. Februar wurde es ihm zu bunt und er ist einmarschiert in die Stadt. Das war deswegen so kurios, weil an diesem Tag war das 23. Thronjubiläum des amtierenden Papst Pius VI. Stellen Sie sich das vor, eine große Versammlung dort in der Kirche in Rom, alle Würdenträger der Kirche in ihren festlichen Gewändern und Papst Pius auf dem Thron und alles feiert und singt und betet und predigt und plötzlich stehen die französischen Revolutionstruppen an der Kirchentür. Die haben wahrscheinlich mal angeklopft und einfach reinmarschiert und haben gesagt: „Diese Versammlung ist aufgelöst. Wer bist du? Du bist der Papst, nicht wahr? Komm mal runter vom Thron hier. Jetzt geht es ins Exil.“ Das war ziemlich blamabel. Das war ziemlich demütigend, denn die französischen Atheisten hatten nicht viel mit Gott oder mit Kirche zu tun. Man berichtet auch von viel Spott, der da getrieben worden ist und einige Tage später ist der Papst dann ins Exil geschickt worden, wo er dann ein Jahr später gestorben ist und der Kirchenstaat wurde aufgelöst, eine Republik wurde ausgerufen. Man hat sogar einen Baum der Freiheit gepflanzt dort in Rom und die Welt hat geglaubt, das Papsttum ist für immer und ewig tot. Keine Macht mehr, kein Territorium, keinerlei funktionierende Organisation mehr. Es war eine tödliche Wunde. Die Zeit der Herrschaft war vorbei. Schwarz. Ein schwarzes Loch.
[46:12] Aber die Bibel sagt, in Offenbarung 13, und deswegen behandeln wir dieses Thema, liebe Freunde, liebe Freundinnen, die Bibel sagt: „Und seine Todeswunde wurde geheilt und die ganze Erde sah verwundert dem Tier nach.“ Wir haben so viel Zeit damit verbracht zu sehen, ja, Offenbarung 13 beschreibt das kleine Horn aus Daniel 7 und vielleicht hat sich mancher gefragt: Das haben wir doch alle schon gehabt. Wir haben es deswegen so ausführlich bestätigt, weil Offenbarung 13 etwas sagt, was Daniel 7 nicht sagt. Das nämlich nach den 1069 Jahren des Mittelalters noch einmal eine Periode kommt, wo das Papsttum Weltherrschaft ergreifen wird. Die tödliche Wunde wurde geheilt. Und in Offenbarung 13 steht nichts darüber, dass sich durch die Heilung der Wunde das Tier in seinem Charakter ändert. Und das sollte jeden Menschen, der seine Freiheit liebt, aufmerksam machen. Das Tier, das scheinbar von der politischen Oberfläche verschwunden ist und das keinerlei Bedeutung mehr hat, so schien es für eine gewisse Zeit, vor allem im 19. Jahrhundert. Die Bibel sagt, die tödliche Wunde wird wieder geheilt.
[47:28] Frage: Wie lange dauert es, eine Wunde zu schlagen? Wenn ich mir ein Messer neben mache. Ein Augenblick. Aber jetzt, wenn ich mir diese Wunde schlage, wie lange dauert es, dass sie wieder heilt? Das dauert schon ein bisschen, nicht wahr? Tage, Wochen, vielleicht Monate, je nachdem, wie tief die Wunde ist. Und eine tödliche Wunde, die einen fast an den Rand des Todes bringt, die braucht vielleicht eine ganze Zeit. Und ja, es stimmt, man sieht noch die Narben. Aber selbst der Schorf bröckelt langsam ab.
[47:58] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn die Menschen sagen, ein heiliger und gerechter Mann, und wie gesagt, es geht hier nicht um den Menschen, der dort sitzt, sondern um die Lehre. Es geht nicht um den Pharisäer und den Sadduzäer, es geht um die Lehre der Pharisäer und der Sadduzäer. Hütet euch vor der Lehre. Vor der Lehre von Menschen, von denen die große Bevölkerung glaubt, die sind gerecht und heilig und gut. Aber Jesus sagt, die sind innerlich voller Heuchelei und Gesetzlosigkeit. Und sie haben sich in ihrem Charakter nicht geändert. Wie wir gesehen haben, die Bibel sagt: „Die ganze Erde sah verwundert nach.“ Es gab Zeichen, da schien es so, als würde diese Prophezeiung niemals ernst werden. Aber ich glaube, wir leben heute in einer Zeit, wo man nicht mehr daran zweifeln muss, dass die Welt dem Tier hinterher schaut und wundert. Und es spielt jetzt keine Rolle, ob es jemand aus Deutschland oder aus Polen oder aus Italien ist. Es geht nicht so sehr um die Menschen, aber es geht um das System, das offensichtlich wieder zur Macht kommt, ohne dass die Bibel sagt, dass sich jetzt ihr Charakter ändern würde.
[49:23] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du ein Ohr hast, und auch der, der du live zuschaust oder später die Aufnahme anschaust, wenn du ein Ohr hast, dann höre. Die Bibel sagt, das Mittelalter kommt zurück. Keine Bauernkarren mehr. Wir werden noch iPhones haben, ja. Aber nach der biblischen Prophetie kann man auch einen mittelalterlichen Zustand haben, mit iPhones und mit Internet und mit all diesen Dingen, denn das Tier kommt zurück. Und derselbe Kampf, der im Himmel stattfand, und der im Mittelalter so viel Menschenleben gekostet hat, derselbe Kampf kommt mit dem Tier zurück auf die Weltbühne. Und deswegen machen wir diese Serie, damit du, lieber Freund, damit du, liebe Freundin, gewarnt wirst.
[50:22] Die Bibel sagt, dass Paulus uns schreibt: „So sind wir nun Botschafter für Christus.“ Und zwar so, dass Gott selbst durch uns ermahnt. So bitten, was ist das nächste Wort? Wir. Wie. Stellvertretend für Christus. Gibt es einen Stellvertreter für Christus? Ja oder nein? Wer ist für Ja? Wer ist für Nein? Heute muss jeder die Hand heben. Die Frage ist: Gibt es einen Stellvertreter für Christus? Ja oder nein? Wer ist für Ja? Wer ist für Nein? Die Wahrheit ist, es gibt nicht einen Stellvertreter. Es gibt viele Stellvertreter. Denn es heißt: „Wir sind Stellvertreter.“ Lieber Freund, liebe Freundin, du bist der Stellvertreter. Du bist die Stellvertreterin. Und jeder, der sagt: „Ich alleine bin der Stellvertreter Christi“, widerspricht allein diesem Vers. Denn die Bibel spricht von uns allen als Stellvertreter Christi. Aber diese Macht sagt: „Nein, nein, nein, nein. Ich bin der Stellvertreter Christi.“
[51:53] Gehen wir ein bisschen weiter. Jesus sagt uns: „Nennt auch niemand auf Erden wie ... euren Vater. Denn einer ist euer Vater, der im Himmel ist.“ Heißt das, dass ich nicht zu meinem Papa, Papa sagen kann? Doch, natürlich. Aber hier geht es um welche Art von Vater? Um den himmlischen Vater. Den Vater, nicht wahr? Aber wie nennt sich das Oberhaupt dieser Kirche? Papa. Mittelhochdeutsch Papest. Davon kommt das neuhochdeutsche Papst. Es heißt Papa, Vater. Und Jesus sagt: „Niemand von euch hat das Recht, sich so zu nennen.“ Das heißt, in jedem Punkt, den wir die Bibel anschauen, sehen wir, dass die Bibel uns davor warnt.
[52:46] Und wir kommen noch zu diesem interessanten Vers, den wir schon mal angesprochen haben, am Sabbatvormittag früh, als wir über den Schlüssel gesprochen haben. Petrus hat gesagt, auf die Frage, als Jesus fragte: „Wer bin ich nach der Meinung der Leute?“ Da hat Simon Petrus gesagt: „Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes.“ Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: „Glückselig bist du, Simon, Sohn des Jona. Denn Fleisch und Blut hatte das nicht geoffenbart, sondern mein Vater im Himmel.“ Und dann sagt Jesus etwas, was für die katholische Kirche von immenser Wichtigkeit ist. Und er sagt, es heißt hier: „Und ich sage dir auch, du bist Petrus.“ Und auf diesen Felsen, jetzt Petrus heißt, übersetzt Stein. Und deswegen sagt die katholische Kirche: Petrus war der erste Bischof aus Rom. Und auf diesen Felsen, auf Petrus, baut Gott seine Gemeinde. Deswegen muss es da eine Sukzession geben, eine Folge von Bischöfen in Rom, die sozusagen das Fundament der Gemeinde sind. Aber meine Freunde, das sagt Jesus nicht. Er sagt: „Du bist Petrus“, und Petrus meint Kieselstein. Jetzt, kann man auf dem Kieselstein viel bauen? Was kann man auf dem Kieselstein alles bauen? Höchstens anderen Kieselsteine. Und er sagt: „Und auf diesen Felsen“, Felsen heißt nicht Petrus, sondern Petra. Auf diesen Felsen. Jetzt, wer ist der Felsen? Der Fels aber war Christus. Es war nämlich genau das, was Petrus gesagt hat: „Du bist der Christus.“ Dieses Bekenntnis, diese Erkenntnis, diese wahre Lehre, ist der Felsen, auf dem die Gemeinde steht. Nicht die Tatsache, dass Petrus mal in Rom gewesen ist.
[54:46] Und wo bitte steht in der Bibel, dass Jesus, Verzeihung, dass Petrus der Bischof von Rom war? Übrigens, es gibt interessante Quellen. Nur mal so zum Weiterstudieren für die, die es interessiert. Es gibt interessante Quellen, die deutlich machen, dass es in der frühen Apostelgeschichte nicht nur einen Simon Petrus gab, sondern auch einen anderen Simon, genannt Simon Magus. Der in der Apostelgeschichte durch Philippus bekehrt wird. Der Christ wird für eine Zeit mit Petrus, für eine Zeit mit seiner Magie aufhört. Und dann auf die Idee verfällt, dass man das Heil auch mit Geld kaufen kann. Heißt auch Simon. Es gibt interessante Quellen, die uns berichten, dass Simon Magus dem Petrus nach Rom gefolgt ist. Und dass es zur selben Zeit in Rom einen Simon Petrus und einen Simon Magus gab. Der eine war der Jünger Jesu. Und der andere, der hineingekommen war, das Heidentum mitbrachte. Und tatsächlich sogar gegen Petrus gekämpft hat. Könnte es sein, dass dort jemand auch Simon hieß und eine ganz andere Gruppe gegründet hat, wo man nämlich das Heil für Geld kaufen kann? Und wegen der Nähe der Namen Simon und Simon. Und über lange Zeit auf die Idee kam, vielleicht war das eigentlich Petrus und nicht Simon Magus.
[56:14] Wir haben gesehen, der Fels, der Stein, auf dem die Gemeinde steht, ist Christus. Und dann sagt Jesus dem Petrus: „Ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben.“ Und wenn wir das Wappen des Vatikans anschauen, was sehen wir dort? Gekreuzte Schlüssel. Der Schlüssel zum Himmel. Der Schlüssel zur Hölle. Und wenn man das so macht, so sagt die römisch-katholische Kirche, um zu entscheiden, wer in den Himmel geht und wer nicht. Aber wir haben schon studiert, was ist der Schlüssel wirklich? Was hat Petrus bekommen? In seinem eigenen Brief spricht er niemals davon, dass er Menschen in den Himmel schickt oder in die Hölle schickt. Aber in seinem Brief spricht er von dem was? Dem völlig gewissen prophetischen Wort, das die römisch-katholische Kirche aufdeckt. Jesus sagt: „Ich will dir die Schlüssel des Reiches der Himmel geben“, sind nicht die Erwählung der römisch-katholischen Kirche, sondern sie sind das Mittel, um die römisch-katholische Kirche aufzudecken. Ist das nicht krass? Jesus sagt: „Ich will dir, Petrus, die Schlüssel des Reiches der Himmel geben, damit du durch das prophetische Wort erkennst, wer wahrer Jünger ist und wer nur den Anschein gibt und die Welt verführt.“ Ich möchte das ganz deutlich sagen. Die Bibel unterscheidet zwischen den Verführern und den Verführten. Die allermeisten Menschen, die Teil dieser Kirche sind, können nichts dafür, weil ihnen niemals die Wahrheit gesagt worden ist. Aber wer dem, der die Bibel kennt und wissentlich Millionen von Menschen in die Irre führt, wer dem? Deswegen haben wir das völlig gewissen prophetische Wort, den wahren Schlüssel, der den Morgenstern Jesus in unsere Herzen bringt.
[58:14] Und dann hat Jesus auch gesagt, nicht nur an Petrus, sondern an alle: „Was ihr auf Erden bindet und was ihr auf Erden lösen werdet.“ In Jesu Vorstellung war die Autorität der Gemeinde niemals beschränkt auf nur Petrus oder auf eine einzelne Person, sondern immer die Gemeinschaft aller Gläubigen, die Autorität hat. Im Neuen Testament ist Gemeindeorganisation nicht von oben nach unten, sondern von unten nach oben. Und jede kirchliche Struktur, wo einer oben an der Spitze die Macht hat, ist genau im Gegensatz zu dem, was Jesus gelernt hat.
[58:53] Nun, aber was ist das babylonische Element in der römisch-katholischen Kirche? Denn es heißt ja, dieses Tier hatte Elemente eines Löwen, und eines Bären, und eines Panthers. Und wenn der Löwe für Babylon steht, dann muss es in dieser Kirche babylonische Elemente geben. Nun, wir haben uns schon über Babylon unterhalten, nicht wahr? Einen ganzen Abend lang. Wir haben gesehen, wie dieser Turm gebaut werden sollte, um sich gegen Gottes Gebot auf der Erde zu zerstreuen. Es war aktive Rebellion gegen Gottes Gebot. Und so finden wir auch folgende Idee: Einen Turm zu bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht. Und wir haben gesagt, ein Turm, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, ist der Versuch, in den Himmel zu kommen. Wodurch? Durch meine eigene Kraft. Durch meine eigenen Werke. Durch meine eigene Weisheit. Was die römisch-katholische Kirche lernt: Wenn du nur genug gute Werke tust, wenn du nur wie ein Heiliger lebst, oder halt das entsprechende, äquivalente Geld dazu bezahlst, dann kannst du dir den Weg in den Himmel erklimmen. Liebe Freunde, das ist eine babylonische Idee. Entstanden unter Nimrod, und nicht in einem Konzil. Und es gab schon im Mittelalter Leute, die das erkannt haben, die aufgestanden sind und gesagt haben: Nein, sola gratia, allein die Gnade. Sola scriptura, allein die Schrift. Sola fide, allein der Glaube. Und nicht die Werke und die Tradition und der Ablass und all die anderen Dinge, die bis heute unverändert sind. Ich möchte das ganz deutlich sagen: Bis heute unverändert sind. Und die Bibel sagt, dass dieser Name Babel was bedeutet? Verwirrung. Aber nur im Sinne der Bibel. Im Sinne Babylons bedeutet Babylon noch mal was? Das Tor zu Gott. Das heißt, die Babylonier glaubten, sie sind tatsächlich mit ihrem System das einzige Tor zu Gott. Man muss also Babylonier werden, um erlöst zu werden. Und die Bibel sagt: Moment mal, das ist totale Verwirrung. Und wie Nebuchadnezzar, als er noch mit babylonischem Gedankengut gefüllt war, die Wahrheit mit dem Irrtum verfälschte. Babylon bedeutet nicht völlige Ablehnung aller Wahrheiten. Da wird viel Wahrheit akzeptiert. Und andere Wahrheiten werden gefälscht und umgeändert, sodass es dem eigenen Stolz, der eigenen Agenda besser passt. Und genau das können wir sehen in der Veränderung des Samstags in den Sonntag, in dem Angriff auf die Heiligtumswahrheit und in all den verschiedenen Dingen, die wir schon studiert haben, die ein großes Problem darstellen.
[1:01:44] Aber was ist das Element der medopersischen Herrschaft? Gibt es da ein medopersisches Element in der Kirche? Wofür waren die Meder und Perser bekannt? Hatten die eine besondere Eigenschaft, die Meder und Perser? Ganz genau. Hier heißt es: „Die Sache steht fest nach dem Gesetz der Meder und Perser.“ Das ist ja kein Gesetz der Meder und Perser, oder? Aber es gab damals Gesetze der Meder und Perser. Und was war ihre Eigenschaft? Die waren unwiderruflich. Wie nennt man etwas, wenn etwas unwiderruflich ist? Es ist unfehlbar. Es kann nicht fehlen. Es kann nicht zurückgenommen werden. Wer ein Gesetz der Meder und Perser geschrieben hat, kann sich nicht irren, es konnte nicht zurückgenommen werden. Was lehrt die Kirche über sich selbst? Im 1. Vatikanischen Konzil 1870 am 18. Juli wurde Folgendes festgehalten. Übrigens, mit ein wenig Widerstand von deutscher und österreichischer Seite. Das muss man ehrlich dazu sagen. Die Deutschen fanden es nicht so toll, aber der Rest der Welt hat es angenommen. „Zur Ehre Gottes, unseres Heilandes, zur Erhöhung der katholischen Religion, zum Heil der christlichen Völker lehren und erklären wir endgültig als von Gott geoffenbarten Glaubenssatz in treuem Anschluss an die vom Anfang des christlichen Glaubens erhaltene Überlieferung oder Zustimmung des heiligen Konzils: Wenn der römische Papst in höchster Lehrgewalt ex cathedra spricht, das heißt, wenn er seines Amtes als Hirt und Lehrer aller Christen waltend in höchster apostolischer Amtsgewalt endgültig entscheidet, eine Lehre über Glauben oder Sitten sei von der ganzen Kirche festzuhalten, so besitzt er aufgrund des göttlichen Beistandes, der ihm im heiligen Petrus verheißen ist, jene Unfehlbarkeit, mit der der göttliche Erlöser seine Kirche bei endgültigen Entscheidungen in Glaubens- und Sittenlehren ausgerüstet haben wollte. Diese endgültigen Entscheidungen des römischen Papstes sind daher aus sich und nicht aufgrund der Zustimmung der Kirche unabänderlich. Wenn sich jemand, was Gott verhüte, herausnehmen sollte, dieser unserer endgültigen Entscheidungen zu widersprechen, so sei ausgeschlossen.“ Das Gesetz der Meder und Perser, man kann es nicht widerrufen. Übrigens, weiß jemand, bei welchem Dogma das angewendet worden ist? 1950 bei der Erklärung, dass Maria leiblich in den Himmel aufgefahren ist. Die katholische Kirche lehrt, dass Maria, nicht nur Jesus, sondern auch Maria eine leibliche Himmelfahrt gehabt hat. Und da ist dieses Exkatheter angewendet worden. Deswegen ist es so, es kann dem nicht widersprochen werden. Wir werden dem aber widersprechen, am nächsten Samstagabend. Aber wir werden nicht ausgeschlossen, weil wir waren ja nicht drin.
[1:04:28] Aber was ist das griechische Element? Wir haben gesehen, das babylonische Element ist dieses theologische Element, dass man nicht den Himmel verdienen kann durch eigene Werke. Und die Verwirrung, dass man glaubt, das ist der einzige Weg zu Gott. Und man ist in Wirklichkeit etwas verwirrt, weil Wahrheit und Irrtum vermischt worden sind. Und das medopärische Element war die Unfehlbarkeit. Weiß das jemand? Jetzt regiert man die ganze Welt, das stimmt. Das haben die anderen auch gemacht. Es gibt bestimmte Elemente, die wir überall finden. Übrigens, ein Wort dazu. Als die Christen plötzlich Staatsreligion wurden in Rom, da gab es das Problem, dass die meisten Römer, die jetzt Christen werden sollten, immer noch ihre Götter hatten. Und auch ihre Götterbilder nicht loswerden wollten. Und die Götterbilder, die wir jetzt sehen, das sind die Götterbilder von Petrus. Erst hieß er Jupiter, dann hieß er Petrus. Einfach den Namen geändert. Und so können wir diese Götterverehrung zurückverfolgen bis nach Babylon. Und sie hat sich heute erhalten in der Verehrung der Heiligen. Aber dazu in einem anderen Vortrag noch mehr.
[1:05:37] Also, was ist jetzt das griechische Element? Was sagt die Bibel über die Griechen? Weisheit. Wie nannten die Griechen ihre Weisheit? Wie nannten die das? Philosophie. Die Griechen waren berühmt für ihre Philosophie. Da gab es die epikureischen Philosophen, die stoischen Philosophen usw. Die waren weltberühmt. Aber hat diese griechische Philosophie einen Gang gefunden in die katholische Kirche? Das muss nicht ich beweisen. Das ist uns gesagt worden vor 6 Jahren, als Papst Benedikt in Regensburg seine berühmte Vorlesung hielt. Es heißt hier: „Dieses hier angedeutete innere Zugehen aufeinander, das sich zwischen biblischem Glauben und was? Griechischem, philosophischem Fragen vollzogen hat.“ Sehen wir das griechische Element? Er sagt es. Und dann sagt er weiter: „Wenn man diese Begegnung sieht, ist es nicht verwunderlich, dass das Christentum trotz seines Ursprungs und wichtiger Entfaltung im Orient schließlich seine geschichtlich entscheidende Prägung wo in Europa gefunden hat.“ Es gibt zwei Dinge, die zusammenkommen. Es ist der biblische Glaube und es ist da die griechische Philosophie.
[1:06:43] Jetzt, was war im Orient? Der biblische Glaube oder die griechische Philosophie? Der biblische Glaube, nicht wahr? Aber was ist nach seiner Meinung nach wichtiger für die Prägung des Christentums? Der Orient oder Europa? Europa. Und was ist sozusagen von biblischem Glauben oder Philosophie das Entscheidende in Europa gewesen? Was hat also das Christentum seiner Meinung nach mehr geprägt? Und dann war noch das Element des Drachen. Was sagt die Bibel? Was würde die Kirche vom Drachen bekommen? Die Kraft und den Thron und die große Vollmacht. Der Thron war natürlich die römische Stadt. Aber was ist die Kraft einer Nation? Was ist die Vollmacht, die Autorität einer Nation? Die Gesetzgebung, oder? Die römischen Gesetze. Weiß jemand, wie der römische Kaiser sich unter anderem nennen ließ? Der Pontifex Maximus, meint der oberste Brückenbauer. Und dieser Titel, wie viele andere Titel, sind übergegangen auf das heutige Papsttum. Es heißt hier, wir können auch umgekehrt sagen, diese Begegnung, zu der dann noch das Erbe Roms hinzutritt. Wiederum Papst Benedikt am 12. September 2006. Und dann sagt er in der berühmten Rede vor dem Bundestag, ich weiß nicht, wer das letztes Jahr mitverfolgt hat, aber es war der Papst Benedikt am 12. September 2006. Und er sagt, die Kultur Europas ist aus der Begegnung von Jerusalem, damit meint er biblische Glauben, nicht wahr? Athen, was meint er damit? Biblische Philosophie, und Rom. Aus der Begegnung zwischen dem Gottesglauben Israels, der philosophischen Vernunft der Griechen, der Weisheit, und dem Rechtsdenken der Autorität, der Gesetze sozusagen Roms.
[1:08:21] Aber Moment mal, das römische Reich wurde dargestellt durch welches Tier in Offenbarung 12? Durch ein schreckliches Tier, ein eisernes Tier, oder durch den Drachen. Und der Drache steht eigentlich für Satan. Das heißt, die Gesetze Roms sind eigentlich inspiriert von... Diese dreifache Begegnung bildet was? Die innere Identität Europas. Und die kommen ja auch noch vor in der biblischen Prophetie, nicht wahr? Hier haben wir es. Ziemlich deutlich. Deswegen spricht er von den Maßstäben des Rechts, die zu verteidigen uns in unserer historischen Stunde aufgegeben ist. Ich glaube auch, dass wir in einer historischen Stunde leben. Ich glaube auch, dass das Recht verteidigt werden muss. Aber ich glaube nicht, dass es das Rechtsdenken Roms ist, sondern dass es dieses Rechtsdenken ist, das verteidigt werden muss. Würden Sie mir zustimmen? Dass in dieser historischen Stunde, wo der Kampf geht zwischen dem Anspruch Roms und diesen Gesetzen, dass wir eine Wahl haben, wo wir stehen.
[1:09:29] Zum Abschluss wollen wir noch ganz kurz, einige wenige Minuten über diese Frau sprechen. In Offenbarung 17 wird uns diese Frau vorgeführt. Sieht die schön aus? Es heißt, wenn einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen hatten, kam und redete mit mir und sprach zu mir, komm, ich will das Gericht über die große Wen? Die große Hure zeigen jetzt. Was ist eine Hure? Erst mal eine Frau. Eine Frau, die einen Bund eingeht, den sie nicht eingehen sollte. Jetzt die keusche Jungfrau steht für was? Für die wahre Gemeinde. Die Gläubigen. Die einen Bund, die den neuen Bund mit Jesus eingegangen ist. Für wen steht dann die Hure, die offensichtlich nicht Jesus treu ist, sondern den Bund eingeht mit den Königen dieser Welt. In Jesaja 1, Vers 21 lesen wir über Israel, wie ist die treue Stadt zur Hure geworden. Ist es möglich, dass eine christliche Kirche mal gut angefangen hat und sich aufgrund ihrer politischen Verbindung von Gott entfernt hat? Es heißt hier, die an den vielen Wassern sitzt. Was sind die Wasser? Es ist eine Kirche, die viele Völker beeinflusst, an viele Nationen Anteil nimmt, mit der die Könige der Erde Unzucht getrieben haben. Es ist eine Kirche, die sich mit den politischen Systemen dieser Welt verbunden hat. Genau das erleben wir. Das haben wir im Mittelalter gesehen. Es hatte aufgehört 1798. Es war längere Zeit nicht da gewesen. Genau das beginnt wieder zu passieren. Wenn wir wissen wollen, was der Wein der Unzucht ist, lade ich uns ein. Am Samstagabend sprechen wir über den Wein der Unzucht. Ein spannendes Thema, das wir nicht verpassen dürfen.
[1:11:25] Es heißt hier, er brachte mich im Geist in eine Wüste. Im Gesicht wird Johannes versetzt an einen Ort, an eine Zeit, wo er in der Wüste ist. Er sieht dieses Tier, die Frau auf einem scharlachroten Tier, das Namen der Lästerung hat. Sieben Köpfe und zehn Hörner. Scheint das gleiche Tier zu sein, oder? Ist es das gleiche Tier wie das Tier aus Offenbarung 13? Fast. In Offenbarung 13 gab es einen Namen der Lästerung. Hier haben wir jetzt eine Steigerung. Es ist die gesteigerte Form aus Offenbarung 13. In Offenbarung 13 hatten wir das kleine Horn, den mittlerweiligen Kirchenstaat, von dem es heißt, er wird noch mal wiederkommen. Auf Offenbarung 17 sehen wir die wiedergekommene Kirche in einer gesteigerten Form. Nicht geschwächt, sondern gesteigert. Voll Namen der Lästerung. Er sieht sie in der Wüste. Schauen wir mal, was die Wüste in der Offenbarung ist. Die Wüste ist die Zeit, wo die reine Gemeinde, die Frau, fliehen kann vor dem Satan. Und zwar für eine Zeit, zwei Zeiten, eine halbe Zeit. Das waren wie viele Jahre noch mal? 1260 von 1538 bis 1798. Das heißt, Johannes sieht diese Frau auf dem Tier in der Wüste, während dieser Zeit. Können wir das verstehen? Da gibt es einen Zeitpunkt von 1538 bis 1798. Und er sieht sie innerhalb dieses Zeitpunkts. Aber wo genau? Schauen wir weiter.
[1:12:55] Es heißt hier, die Frau war gekleidet in Purpur und Scharlach und übergoldet mit Gold und Edelstein und Perlen. Ich finde, das ist eine fast perfekte Beschreibung von dem, was wir in der Kirche sehen. Purpur, Scharlach, Gold, Edelsteine, Perlen. Aber hier fehlt eine Farbe. Eigentlich, Purpur und Scharlach und Gold sollten uns eigentlich an wen erinnern? An den Priester im Heiligtum. Aber der Priester im Heiligtum hatte eine Farbe noch, die hier fehlt. Nämlich Blau. Und Blau, so wird uns gesagt, steht für den Gehorsam, dem Gesetz Gottes gegenüber. Und an ihrer Stirn war ein Name geschrieben, was? Geheimnis Babylon. Wir haben am Samstag angefangen, dieses Geheimnis geschichtlich zu entfalten, indem wir in die Bibel zurückgegangen sind. Was waren die Grundlagen dieses Geheimnis? Und dieses Geheimnis ist immer weitergegangen. Und es steht wo? An der Stirn. Es geht um ein Denken, um ein Denken der Rebellion, der scheinbaren Übereinstimmung, aber innerlich ein Ankämpfen dagegen an. Und jetzt ist der Punkt, auf den ich zu sprechen kommen wollte. Er sieht die Frau in der Wüste während der 1260 Jahre und zwar berauscht vom Blut der Heiligen. Das heißt, sieht er jetzt die Frau am Anfang der 1260 Jahre, in der Mitte oder am Ende? Wenn sie berauscht ist vom Blut der Heiligen. Am Ende, oder? Wenn er sie am Anfang sehen würde, würde es heißen, sie wird jetzt bald das Blut trinken. In der Mitte würde er sagen, er sieht, wie sie trinkt. Aber am Ende heißt es, sie ist berauscht damit. Das heißt, er sieht sie am Ende der 1260 Jahre. Das heißt, er sieht diese Kirche im Jahre 1798. Und dann sagt er, warum verwunderst du dich? Ich will dir das Geheimnis der Frau sagen und des Tieres. Was ist das Geheimnis? Wollen wir das Geheimnis rauskriegen? Was ist das Geheimnis?
[1:14:55] Das Tier, das du gesehen hast, war und ist nicht mehr und wird aus dem Abgrund heraufkommen. Und das ist die genaue Beschreibung dessen, was 1798 war. Als er 1798 sozusagen in der Vision das Tier sieht, da war es gewesen und es ist nicht mehr. Warum? Weil es gerade seine tödliche Wunde bekommen hat. Und es wird aus dem Abgrund heraufkommen. Und die Bibel nennt es ein Geheimnis. Und außer der Bibel hat das niemand vorhergesehen. Oder kennen Sie irgendeinen Buchautor, der das beschrieben hat? Der das vorhergesagt hat? Es ist allein die Bibel, die uns davor warnt, dass diese Macht aus dem Abgrund wieder heraufkommt. Und ich glaube, die Zeit ist da, wo man das Tier schon fast vollständig wieder sehen kann. Es sind nur noch ein paar Zehen im Abgrund. Und es wird auch keine tödliche Wunde mehr bekommen bis zur Wiederkunft Jesu. Es heißt, dann wird der Gesetzlose geoffenbart, den der Herr verzehren wird durch den Hauch seines Mundes und den er durch die Erscheinung seiner Wiederkunft beseitigen wird. Diese Macht, die jetzt wiederkommt, kommt nicht nur für 2 Jahre. Sie kommt, um an dieser Welt zu regieren, diese Welt zu kontrollieren bis zur Wiederkunft.
[1:16:19] Lieber Freund, liebe Freundin, wir stehen vor einer spannenden Zeit. Das Mittelalter kommt wieder. Es wird nicht mehr 1260 Jahre sein, aber es kommt wieder. Und wehe uns, wenn wir uns nicht vorbereiten. Wenn wir unsere Augen in dieser historischen Stunde nicht auf Jesus richten und bei ihm bleiben und für das Evangelium einstehen. Die Bibel sagt und warnt uns, es kommt zurück, das finstere Mittelalter. Aber Jesus wird ihm ein Ende bereiten durch die Wiederkunft. Vielleicht war der heutige Vortrag für den einen oder anderen, der zugeschaut hat, ein ziemlicher Schock. Und noch einmal wollen wir betonen, Jesus liebt die Pharisäer. Er liebt die Sadduzeer. Und er liebt jeden einzelnen katholischen Priester. Jeden Kardinal. Und er liebt den Papst. Jesus ist für jeden einzelnen der über 200 Päpste gestorben. Ich glaube, im Himmel wird es manchen Papst geben. Es gab im Laufe des Mittelalters eine ganze Reihe von Päpsten, die haben leider nicht lange regiert. Aus verschiedenen Ursachen könnte man mehr darüber sagen. Und ich glaube sogar, wenn Nebukadnezar den Weg zum ewigen Evangelium gefunden hat, dann kann ihn auch jeder Papst finden. Da bin ich fest von überzeugt. Aber Jesus sagt, hütet euch vor der Lehre.
[1:17:43] Lieber Freund, liebe Freundin, egal welcher Denomination du angehörst, hüte dich vor der Lehre Babylons. Hüte dich vor dem Theos auf Morgen 13. Hüte dich vor dem System der römisch-katholischen Kirche. Denn die Bibel nennt dieses System den Antichristen. Und Antichrist meint nicht der, der nur gegen Christus kämpft, sondern im Griechischen auch den, der der Stellvertreter für Christus ist. Der scheinbare Stellvertreter. Er ist der, der nicht nur gegen Christus kämpft, sondern auch gegen Jesus kämpft. Er ist ein Stellvertreter. Der ein Stellvertreter, der in Wirklichkeit genau das Gegenteil tut, von dem, was Jesus getan hat. Man könnte viel, viel darüber sagen. Ist es nicht merkwürdig, dass der Stellvertreter Christi Millionen in Goldschätzen, Millionen in Goldschätzen unter seinem Thron hat, während Jesus nicht mal eine Stelle hatte, wo er sein Haupt hinlegen konnte? Wenn das nächste Mal Sie wieder ein Bild sehen von all dem Prunk und all der Pracht im Vatikan und all den Prozessionen und diesen riesigen Kunstschätzen, dann erinnern Sie sich an das, was Jesus dem reichen Jüngling gesagt hat. Wenn du vollkommen sein willst, dann folge mir nach. Das gilt genauso für den reichen Jüngling wie für die römisch-katholische Kirche. Aber was war das Problem vom reichen Jüngling? Er ging betrübt hinweg und folgte Jesus nicht nach.
[1:19:26] Liebe Freunde, liebe Freundinnen, wenn du ein Schaf Jesu bist, dann hörst du seine Stimme und Jesus kennt dich. Und du wirst ihm folgen. Ich möchte das aufgeben, was mich hindert, ihm zu folgen. Und ich appelliere an dich, wenn du Glied dieser Kirche bist, wenn du vielleicht sogar ein Führer dieser Kirche bist, vielleicht hat dir jemand dieses Video zugespielt und du sollst dir das anschauen, was da verbreitet wird über deine Kirche. Wenn du ein Führer dieser Kirche bist und du hast heute in der Bibel gesehen, dann folge mir nach. Sei nicht so feige wie der reiche Jüngling. Wenn Jesus zu dir spricht, dann folge ihm nach, dem wahren Hirten. Nicht den anderen Hirten, die in Gold und Prunk auf Thronen sitzen. Folge dem Hirten nach, der bereit war, sein Leben für dich zu geben. Und der Zeitpunkt kommt, der Zeitpunkt, der Zeitpunkt kommt, der Zeitpunkt, der Zeitpunkt. Das ist nicht Christoph Kramp. Das ist nicht Christoph Kramp, der Menschen von einer Kirche in die andere Kirche ziehen will. Das ist Jesus, der sagt, geht hinaus, damit ihr nicht ihrer Sünden teilhaftig werdet und ihr nicht von ihren Plagen empfangt.
[1:20:56] Lieber Freund, liebe Freundin, ich möchte den Sauertag der römisch-katholischen Kirche aus deinem Leben entfernen. Ich möchte Jesus sehen. Nicht vermeintliche Stellvertreter, oder? Du auch? Und wenn wir Jesus sehen und seine Hand fassen, um sie nicht mehr loszulassen, dann werden wir Selbststellvertreter für Jesus. Aber nicht, um uns selbst zu erhöhen oder zu bereichern oder um uns selbst wieder zu spiegeln. Deswegen bist du, lieber Freund, der Stellvertreter. Und ich bin der Stellvertreter. Liebe Zuschauer, du bist die Stellvertreterin für Jesus. In diesem biblischen Sinne. Du hast den Schlüssel in die Hand bekommen. Das prophetische Wort, mit dem wir die aufdecken, die sich manchmal auf den Schlüssel beziehen, aber genau das Gegenteil meinen. Du hast den Schlüssel in die Hand bekommen, um dich heute zu fällen und nicht länger zu warten. Vielleicht sagst du, ich kenne keine Irrlehrer in meinem Leben, die ich ablehnen muss. Aber sei versichert, der Kampf ist noch nicht voll ausgebrochen. Und wer weiß, wo wir stehen, wer nicht. Wir werden bei Jesu Hand bleiben müssen, weil es dein Wunsch ist, Jesu Hand nicht loszulassen und vor jeder Irrlehre gefeit zu sein, indem du auf Jesus schaust und auf ihn allein. Ich möchte das tun.
[1:22:35] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir den Schlüssel bekommen haben, dein prophetisches Wort, dass wir die Weltreiche der Antike entdecken können, sondern auch sehen können, wer in unserer Zeit die Fäden in der Hand hält. Und die Bibel weist hier nicht auf China hin oder Australien oder Japan oder Brasilien, sondern auf die römisch-katholische Kirche, die das ganze Mittelalter Schrecken verbreitet hatte, durch eine Lehre, die dich nicht ganz widerspiegelt, so wie du bist. Und durch politische Mechanismen, die alles Andersgläubige unterdrückt haben. Und wir wissen, es gibt viele treue Kinder Gottes in dieser Kirche, sicherlich in allen Ebenen. Und deswegen rufst du, Herr Jesus, mit diesen eindringlichen Worten, geht aus ihr hinaus mein Volk. Und so möchten wir diesen Ruf einfach weitergeben, als deine Stellvertreter. Geht aus ihr hinaus.
[1:23:50] Nikodemus musste sich entscheiden, nicht mehr Pharisäer zu sein oder ein Christ zu werden. Saulus hat sein Pharisäertum aufgegeben. Er hat zwar all das, was wahr war, in seinem Glauben mitgenommen, aber er hat noch neue Wahrheiten dazugelernt, die vorher unterdrückt wurden. Und er ist kein Pharisäer geblieben, sondern ist hinausgekommen aus der Kirche der Pharisäer und wurde Jesu Nachfolger. Und so bitten wir für jeden Einzelnen, der vielleicht jetzt gerade diesen Moment in dieser Frage ringt und kämpft, dass er Liebe für die Wahrheit bekommt und diese Wahrheit dann auch in Liebe anderen weitergeben kann. Herr Jesus, sei du bei uns und mache uns stark für die Auseinandersetzungen, die kommen werden auf diesem Planeten, und wir sehen in den nächsten Vorträgen. Bitte hilf uns, das gut zu verstehen und klar zu begreifen. Und gib, dass wir auch keine Kompromisse machen mit der Wahrheit, nur weil wir vielleicht politisch korrekt sein wollen. Jesus, du hast auch keine Kompromisse mit der Wahrheit gemacht. Und so schenk du uns ein Vertrauen in deine Kraft und in deine Stärke, dass du uns durch jede Krise durchtragen kannst. Hab Dank dafür, Jesus, dass du der Christus bist und dass auf diesen Felsen deine Gemeinde gebaut ist. Im Namen Jesu. Amen.
[1:25:32] Vertraue und glaube, es hilft, es heilt die göttliche Kraft!
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