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Manuskript: CSH_Manuskript_2013 1st Nr 8

In dieser Cannstatt Study Hour-Folge mit Christopher Kramp geht es um Jesus als Schöpfer und Erhalter. Es wird beleuchtet, wie Jesus nicht nur das Universum erschaffen hat, sondern es auch durch sein mächtiges Wort trägt und erhält. Die Predigt betont, dass diese erhaltende Kraft Jesu nicht nur physisch, sondern auch geistlich wirkt und dass sie jedem Menschen zuteilwird, unabhängig von seinem Glauben. Der Vortrag erklärt auch, wie diese Kraft im Erhalt der Schöpfung, im geistlichen Leben und im Erlösungswerk Gottes zum Tragen kommt.

In dieser Cannstatt Study Hour-Folge mit Christopher Kramp wird die Rolle Jesu als Schöpfer und Erhalter des Universums beleuchtet. Es wird erklärt, wie Jesus durch das Wort seiner Kraft alle Dinge erschafft und erhält. Die Ausführungen betonen, dass Gottes erhaltende Kraft nicht nur das physische Leben, sondern auch das geistliche Leben aufrechterhält und dass diese Kraft in Jesus Christus selbst liegt. Die Lektion thematisiert auch die Bedeutung der Kooperation des Menschen mit Gott im Bewahren und Erhalten, sowohl in der Schöpfung als auch im geistlichen Leben.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q1: Ursprung und Anfang

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserer Cannstatt Study Hour. Auch diese Woche möchten wir euch ganz herzlich begrüßen auf www.joelmedia.de und natürlich auch diejenigen, die auf ad-tv.info zuschauen. Schön, dass ihr euch auch diese Woche wieder für unser Bibelstudium interessiert. Wir haben die achte Folge unserer Serie Ursprung und Anfang und wir wollen gemeinsam heute ein Thema studieren, das auch mit der Schöpfung zusammenhängt und über die Schöpfung noch hinausgeht. Unser Thema heute ist Jesus, Schöpfer und Erhalter. Damit bereiten wir uns vor auf das Bibelgespräch am 23. Februar. Und es soll uns helfen zu verstehen, dass Schöpfung nicht nur etwas ist, was vor 6.000 Jahren stattgefunden hat, sondern dass Schöpfung etwas Letztendliches ist, das durch die erhaltende Kraft Gottes immer weitergetragen wird. Und wir werden das gleich noch ein bisschen ausführlicher anschauen.

[2:08] Zunächst einmal wollen wir den Text gemeinsam betrachten in Prediger 8, Vers 4. Das Buch Prediger ist ja von Salomo geschrieben worden. Und dieser Salomo sagt uns in Prediger 8, Vers 4: „Denn das Wort des Königs ist mächtig. Und wer darf zu ihm sagen: Was machst du?“ Ein einfaches Prinzip: Ein König hat Macht in seinen Worten. Das, was er sagt, hat Autorität. Und dieses Prinzip gilt natürlich in einem besonderen Maße für den König der Könige, den Herrn der Herren, den Größten aller Könige. Und der ist Jesus, so sagt es uns Johannes 18, Vers 37. Und Johannes 18, Vers 37 lesen wir: „Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du also ein König?“ Also Jesus bekommt diese Frage gestellt: Bist du ein König? Und Jesus sagt dann: „Du sagst es, ich bin ein König.“ Und wir haben gerade gelesen, das Wort eines Königs ist mächtig, es hat Kraft. Und er sagt: „Ich bin dazu geboren und dazu in die Welt gekommen, dass ich der Wahrheit Zeugnis gebe. Jeder, der aus der Wahrheit ist, hört meine Stimme.“ Und wenn du aus der Wahrheit bist, liebe Freundin, lieber Freund, wenn du dich für die Wahrheit interessierst, dann hörst du die Stimme Jesu aus seinem Wort hinaus sprechen. Das ist eine kraftvolle Stimme, eine mächtige Stimme. Und von dieser Stimme wird uns einiges gesagt. Und das hat mit unserem Thema heute zu tun.

[3:34] Denn in Hebräer 1, Vers 3, und das ist eine der wichtigsten Verse dieser Woche, in Hebräer 1, Vers 3 wird uns etwas gesagt über diesen Jesus, diesen König, diesen besonderen König. In Vers 3 heißt es: „Dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft.“ Die Bibel sagt von Jesus, dass er alle Dinge nicht nur geschaffen hat, sondern dass er sie trägt. Dass er sie geschaffen hat, wird ganz deutlich in Vers 2. Da heißt es: „Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem; durch ihn hat er auch die Welten geschaffen.“ Wir haben darüber in den letzten Wochen immer wieder studiert, von verschiedenen Perspektiven und Gesichtspunkten uns das angeschaut. Jesus ist der Schöpfer. Aber in Hebräer 1, Vers 3 wird uns deutlich gesagt: Er trägt alle Dinge. Egal, an was du denkst, seien es Tiere, Menschen, Pflanzen, Planeten – alles wird getragen von Jesus. Und die Bibel sagt sogar ganz deutlich, wodurch. Es wird getragen durch sein Wort. Erinnern wir uns an Prediger 8, Vers 4. Das Wort eines Königs hat Macht. Und dieses Wort Jesu hat außerordentliche Kraft, denn es erhält alles am Leben. Es heißt nämlich: „das Wort seiner Kraft.“ Wir haben schon viel hier in der Kanzlerzeit über das Wort Gottes studiert und gesprochen. Wir haben schon so viele Dinge gesehen diesbezüglich. Aber ich denke, es lohnt sich hier auch einmal darüber nachzudenken, dass Gottes Wort tatsächlich alles, was es gibt in diesem Universum, am Leben erhält. Er trägt alles durch das Wort seiner Kraft.

[5:23] Und ist es nicht interessant, dass genau dieses Wort, das alles trägt und erhält, dass dieses Wort das Wort ist, das an uns gerichtet ist? Schauen wir in Vers 2 noch einmal. Da heißt es: „Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten, hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn.“ Wir wissen ja, Jesus Christus, mitgenannt das Wort Gottes, diese Kraft, die alles erhält, redet zu uns. Jesus spricht zu dir, aber die Worte, die er zu dir spricht, haben nicht nur schöpferische Kraft, sie erhalten auch alles. Denk mal darüber nach, dass die Worte, die Jesus zu dir spricht, gleichzeitig alles am Leben erhalten. Ein sehr interessanter und tiefer Gedanke, mit dem wir gleich noch ein bisschen ausführlicher nachdenken wollen.

[6:17] In Kolosser 1, Vers 16 und 17 haben wir auch diesen Gedanken sehr deutlich ausgedrückt. Kolosser 1, Vers 16 und 17, das heißt: „Denn durch ihn ist alles geschaffen worden, was im Himmel und auf Erden ist, Sichtbares und Unsichtbares, seien es Throne oder Herrschaften oder Mächte oder Gewalten; alles ist durch ihn und für ihn geschaffen.“ Also alles ist durch das Wirken Jesu geschaffen worden und alles ist für Jesus geschaffen worden. Alles, was wir sehen, alles, was wir sind – wir sind für Jesus geschaffen worden. Und dann heißt es in Vers 17: „Und er ist vor allem da, und alles besteht durch ihn.“

[6:57] Jetzt, wenn wir beide Aussagen von Hebräer 1, Vers 3 und Kolosser 1, Vers 17 zusammennehmen – das heißt in Hebräer 1, Vers 3: „trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft.“ Und hier heißt es: „alles hat seinen Bestand in ihm.“ Dann sehen wir, dass in ihm dieses Wort seiner Kraft sein muss, dass er selbst dieses Wort, dass er selbst diese Kraft ist. Wenn wir von seinem Wort reden, dann reden wir eigentlich von ihm. Und in ihm, in Christus, besteht alles.

[7:29] Schauen wir uns ganz kurz einige Texte an, die noch damit in Verbindung stehen, in 1. Korinther 8, Vers 6. 1. Korinther 8, Vers 6. Da wird uns gesagt: „So gibt es für uns doch nur einen Gott, den Vater, von dem alle Dinge sind und wir für ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch den alle Dinge sind und wir durch ihn.“ Und manche haben diesen Text genommen und haben gesagt: Jesus Christus ist nicht Gott. Das ist natürlich großer Unfug, denn an vielen anderen Stellen, Hebräer 1, Vers 8 und Johannes 1, Vers 1 und an anderen Stellen wird deutlich gesagt, dass Jesus wahrer Gott ist. Hier haben wir es mit einer Übersetzung aus dem Hebräischen zu tun. Im Hebräischen gibt es das Wort Elohim und das Wort Jahwe. Elohim wird meistens in der Bibel mit Gott übersetzt und Jahwe mit Herr. Und so auch ins Griechische. In vielen Stellen, wo im Alten Testament Elohim steht, wird Gott übersetzt – Theos. Und wo Jahwe steht, wird Herr – Kyrios – übersetzt. So ist also hier nicht gemeint, dass Jesus nicht Gott ist. Das nur vielleicht zur Ergänzung.

[8:44] Aber der entscheidende Punkt, auf den es hier eigentlich uns ankommt, ist, dass Gott von Gott alle Dinge kommen und alles für Gott, den Vater, geschaffen ist und dass genau so alles durch Jesus geschaffen worden ist und durch ihn auch besteht. In anderen Worten: Die Idee für die Schöpfung kam vom Vater, aber die tatsächliche Ausführung kam von Jesus. Er hat uns quasi ausgeführt, er hat das umgesetzt, was der Vater geplant hat und hat dann auch die Aufgabe bekommen, all das zu erhalten. Denn was nützt es, wenn man etwas Wunderbares erschafft und kreiert und es dann zugrunde geht? Und so ist es Jesu Aufgabe, das, was er geschaffen hat, auch zu erhalten.

[9:29] Das ist eine gute Nachricht, lieber Freund, liebe Freundin. Denn wir wissen, wir haben das ja schon angedeutet, dass die Schöpfung Prinzipien in sich birgt, auch die Erlösung anzuwenden sind und wir wissen, dass Jesus uns ein neues Herz schaffen möchte. Aber derselbe Jesus, der geschaffen hat und dann die Aufgabe hat, das Geschaffene zu erhalten, ist derselbe Jesus, der uns ein neues Herz schenken möchte, um dann dieses neue Herz auch zu erhalten.

[9:52] Durch das mächtige Wort seiner Kraft. Glaubst du, Jesus hat die Kraft, dich zu erhalten? Nicht nur physisch, sondern auch geistlich. Glaubst du, Jesus hat die Kraft, dein geistliches Leben aufrechtzuerhalten? Wenn wir über die erhaltene Kraft Jesu in der Schöpfung sprechen, dann sollen wir auch darüber nachdenken, dass er erhaltende Kraft hat in unserem geistlichen Leben.

[10:15] Und noch ein Text, der in die gleiche Richtung geht, den wir auch schon angeschaut haben hier in der Kanzlerstudie Auer. In Johannes 1, Vers 3 wird es unmissverständlich deutlich gemacht: „Alles ist durch dasselbe entstanden, und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.“ Mit anderen Worten: Da gibt es nichts, was man Geschöpf nennen könnte, was nicht durch das Wort entstanden ist. Was deutlich macht: Das Wort selbst, Jesus Christus, kann kein Geschöpf sein. Denn wenn er irgendwann entstanden ist, dann wäre Kapitel 1, Vers 3 nicht wahr. Hier steht ganz deutlich: „Alles, was entstanden ist, ist durch das Wort entstanden. Und ohne das Wort ist nichts entstanden, was entstanden ist.“ Also das Wort selbst ist nicht entstanden, das Wort war schon immer da. „Im Anfang war das Wort.“ Jesus Christus ist seit Ewigkeit da und er ist wahrer Gott. Und er hat alles geschaffen. Und weil er alles geschaffen hat, ist er es auch, der alles erhält. Er hat diese Aufgabe nicht an jemanden delegiert. Er hat gesagt: Ich habe das geschaffen, aber den und den Part des Universums, den kannst du erhalten.

[11:21] Es ist interessant, dass auch du, liebe Freunde, liebe Freundinnen, dass du jetzt gerade, wo wir sprechen, von Jesus Christus am Leben erhalten wirst. Dass ich, der ich jetzt gerade hier diese Ausführung mache, dass ich nur deswegen sprechen kann, weil Jesus mich gerade am Leben erhält. Und die Tatsache, dass wir am Leben erhalten werden, ist etwas, was man nicht erst erkennen kann, wenn man die Bibel tief und gründlich studiert. Viele Menschen haben das sogar erkannt, ohne dass sie die Bibel kannten. Und sie haben zumindest in Grundzügen verstanden, dass es da irgendetwas gibt, was uns am Leben erhält.

[12:01] Wir können das deutlich sehen, wenn wir uns in die Apostelgeschichte begeben, zur Apostelgeschichte 17, Vers 28. Paulus ist hier in der Apostelgeschichte 17 in Athen und er spricht zu den Menschen von Athen. Er hält eine Predigt und er versucht durch philosophisches Nachdenken, durch Logik, durch Naturbeobachtung den Menschen deutlich zu machen: Schaut her, da gibt es einen Schöpfer, und wenn es einen Schöpfer gibt, dann macht es keinen Sinn, die Schöpfung anzubeten. Und in diesem Zusammenhang zitiert er sogar ungläubige Philosophen. Er zitiert zum Beispiel in Vers 28 den Dichter Aratus aus dem dritten Jahrhundert vor Christus. Und er sagt in Vers 28: „Denn in ihm leben, weben und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben. Denn auch wir sind von seinem Geschlecht.“

[13:03] Zitiert Epimenides und Aratus und macht deutlich, dass selbst diese griechischen heidnischen Philosophen verstanden haben, dass es da etwas gibt, in dem wir erhalten werden. Sie haben erkannt, dass es nicht der Mensch ist, der sich selbst am Leben erhält, sondern da gibt es eine Kraft, eine Göttlichkeit, eine Person, wer auch immer, die uns am Leben erhält. Und das ist ganz interessant, dass offensichtlich selbst mit sehr wenig Wissen von der Bibel oder gar keinem Wissen von der Bibel, wir erkennen können, dass wir leben, hängt nicht nur von uns selbst ab. Da gibt es etwas, was uns am Leben erhält. Und natürlich haben diese griechischen Philosophen nicht den biblischen Gott so direkt vor Augen gehabt, aber sie haben erkannt: Da gibt es etwas. Und vielleicht ist es auch ein Gedanke, der uns helfen kann, in dem Bemühen, andere Menschen auf das Evangelium anzusprechen, dass wir verstehen: Auch wenn man nicht die Bibel kennt, ist man doch für diesen Gedanken recht offen, dass wir, die wir leben, durch irgendetwas am Leben erhalten werden.

[14:06] Viele Menschen glauben heute, dass es irgendeine Energie ist, die durch uns fließt oder was auch immer. Sie haben sehr unvollkommene Vorstellungen davon, aber sie haben so eine vage Idee, dass es etwas gibt, was uns tatsächlich am Leben erhält. Die Bibel macht das natürlich deutlich und weitaus klarer.

[14:25] In Hiob 12 wird das sehr präzise beschrieben, um was es da eigentlich geht. In Hiob 12, Vers 9 und 10, da sagt Hiob: „Wer unter allen diesen wüsste nicht, dass die Hand des Herrn dies gemacht hat, dass in seiner Hand die Seele alles Lebendigen und der Geist jedes menschlichen Fleisches ist?“ Der Geist, oder wie er auch manchmal in der Bibel genannt wird, der Atem, der Lebensodem, der Ruach, wie es im Hebräischen heißt, der in unserem Körper sich befindet, der ist in der Hand von Gott. Wir sind im buchstäblichsten Sinne in Gottes Hand. Er hat unser Leben wirklich, ganz buchstäblich in der Hand.

[15:23] Denkt mal drüber nach für ein paar Sekunden, dass diese oftmals unbewusst durchgeführten Atembewegungen, die unsere Lunge tut, während wir sprechen. Selten denken wir bewusst darüber nach, dass wir atmen. Wir atmen auch so, zum Glück. All diese Bewegungen, ein- und ausatmen, die die Lungenflügel durchführen und wie dann der Sauerstoff in das Blut gelangt und den ganzen Körper wieder versorgt mit dem notwendigen Sauerstoff. Ist dir bewusst, dass all das von Gottes Hand gesteuert wird? Das ist, was die Bibel sagt. Wenn Gott seine Hand zurückziehen würde, dein Lungenflügel würde nicht eine Sekunde länger arbeiten. Und ohne funktionierende Lungenflügel würden wir kurz oder knapp tot umfallen.

[16:14] Und in all diesen Aussagen ist es zunächst einmal völlig unerheblich, ob wir an Gott glauben oder nicht. Gott erhält nicht nur – wir werden das gleich noch ausführlicher sehen – Gott erhält nicht nur die Gläubigen am Leben. Er hält alle am Leben. Egal, wie du dich zu ihm stellst, egal, was deine Beziehung jetzt gerade zu dir ist, ob du ihn liebst oder ob du ihn hasst, ob du glaubst, dass es ihn gar nicht gibt – er lässt deine Lungenflügel schlagen. Denn er weiß, wenn er es nicht dafür sorgen würde, würdest du tot umfallen.

[16:46] Hier zeigt sich etwas von der Liebe Gottes, von der Gnade Gottes, der genau weiß, dass viele von uns noch nicht so genau von ihm wissen und ihm noch die Chance geben möchte, ihn besser kennenzulernen. Er weiß, wenn er es nicht tun würde, kein anderer kann es tun. Und so erhält er uns am Leben, obwohl wir ihn so oft schlecht behandeln, ihn ignorieren, ihn vielleicht sogar gar nicht wahrhaben wollen. Er sorgt dafür, dass wir leben. Wenn er es nicht tun würde, kein anderer würde es tun. Es trifft auf jeden einzelnen Menschen zu, den du auf der Straße siehst. Es trifft auf jeden einzelnen Menschen zu, der in deiner Nachbarschaft wohnt. Es trifft auf jeden einzelnen Menschen zu, den du kennst.

[17:32] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn du darüber nachdenkst, wird dir nicht ein wenig bewusst, was für eine Verantwortung wir haben, den Menschen zu erzählen, dass es da einen Gott gibt, der sie am Leben erhält? Glaubst du nicht, dass Gott sich wünscht, dass die Menschen wissen, dass es jemanden gibt, der sie erhält? Dass es jemanden gibt, der ihnen das Leben gibt, Tag für Tag?

[17:55] Die Bibel macht ganz deutlich, dass ohne ihn wir nichts tun können. In Psalm 36, Vers 10 gibt es einen schönen Vers, der das nochmal deutlich macht. Das heißt: „Denn bei dir ist die Quelle des Lebens; in deinem Licht schauen wir das Licht.“ Wenn wir Licht sehen, sehen wir es nur in Gottes Licht. Mit anderen Worten: Außerhalb von Gott können wir nichts sehen. Natürlich, dieser Vers hat eine geistliche Bedeutung. Wenn wir das geistliche Licht des Evangeliums annehmen, wenn wir Christus angenommen als unseren Schöpfer, dann sehen wir auch das Evangelium in jeder Seite der Bibel und so weiter. Aber auch rein physisch können wir das Licht nur sehen, können wir überhaupt nur Dinge erkennen, weil wir von Gott getragen werden.

[18:48] In ihm ist die Quelle alles Lebens. Die Quelle des Lebens ist keine chemische Reaktion, die gegen alle Naturgesetze plötzlich aus anorganischer Materie hergestellt hat. Die Quelle des Lebens ist nicht eine Reihe von Zufallsprodukten. Die Quelle des Lebens ist in Jesus Christus. Und nur weil diese Quelle immer noch da ist, nur weil diese Quelle immer noch Wasser gibt, weil sie jeden Tag neu da ist, deswegen können wir weiter leben. Leben ist kein Selbstläufer.

[19:29] Vielleicht hilft uns das, darüber nachzudenken. Wenn die Quelle aufhört zu versiegen, wird irgendwann der Bach auch nicht mehr da sein. Wenn die Quelle versiegt, wird der Bach irgendwann nicht mehr da sein. Und die Tatsache, dass es nach so vielen Tausenden von Jahren auf dieser Erde immer noch Leben gibt, ist ein Beweis dafür, dass die Quelle des Lebens immer noch da ist. Immer noch Leben gibt, immer noch Leben gibt, immer noch Leben gibt. Leben ist kein Selbstläufer, sondern Leben kommt von einer Quelle. Und diese Quelle, sagt die Bibel ganz deutlich, ist Jesus Christus.

[19:59] In Lukas 20, Vers 38 sehen wir auch im Neuen Testament einen vergleichbaren Gedanken. In Lukas 20, und dort Vers 38. Da sagt Jesus etwas sehr Spannendes. Er sagt in Lukas 20, Vers 38: „Er ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. Denn für ihn leben alle.“ Eine radikale Aussage. Jesus sagt: Alle leben für Gott. Und das ist ja das, was wir schon in Kolosser gesehen haben, dass alles geschaffen worden ist für Gott, für Jesus. Alle leben für ihn. Er ist der Gott der Lebendigen.

[20:38] Oftmals hat man den Eindruck, wenn man sich die christlichen Kirchen anschaut, dass Gott mehr ein Gott der Toten ist. Da werden die Alten, Verstorbenen verehrt. Da werden Zeremonien gemacht, um die Vergangenheit noch mal herauf zu beschwören. Und manchmal haben Betrachter von außen den Eindruck, dass Religion eher etwas mit Antike, mit Altertum, mit den Toten zu tun hat und nicht so wirklich was mit dem Leben jetzt. Aber Gott sagt: Ich bin kein Gott der Toten. Ich bin ein Gott der Lebendigen. Gott ist nicht so sehr an den Toten interessiert, denn die Toten können keine Entscheidung erfüllen. Wir werden gleich noch sehen, was Gott für die Toten tut, die selbst kein Bewusstsein haben und nichts wissen. Aber Gott ist vielmehr an den Lebendigen interessiert, denn die können sich noch für ihn entscheiden. Die können sich noch realisieren, dass sie von ihm erhalten werden. Gott ist ein Gott der Lebendigen.

[21:39] Und solange du lebst, hat er ein spezielles Interesse an dir. Denn du lebst für ihn. Die Frage ist nur: Möchtest du das oder möchtest du das nicht?

[21:53] Wir müssen verstehen, dass weil er die einzige Quelle des Lebens ist, es keine andere Möglichkeit zu leben gibt, außer in Jesus. Das ist eine Sache, die selbst Gott nicht ändern kann. Er ist der Einzige, der Leben geben kann. Es ist nicht so, dass es da andere Götter gab, die auch ein Leben geben könnten, die er erst vernichten musste. Nein, er ist der Einzige, der es kann. Das heißt, die einzige Möglichkeit, um überhaupt zu existieren, besteht in Christus. Aber Gott ist gnädig genug, um jedem, den er geschaffen hat, die Zeit zu geben, darüber nachzudenken, ob er das überhaupt möchte, ob er überhaupt existieren möchte.

[22:26] Gott macht ganz deutlich: Pass auf, du hast zwei Möglichkeiten. Entweder du existierst weiterhin in mir, oder aber du möchtest nicht in mir sein. Und dann kannst du natürlich leider nicht existieren, weil ich bin die einzige Quelle, in der du existieren kannst. Und so gibt Gott jedem Menschen die Zeit, darüber nachzudenken. Man nennt es auch die Gnadenzeit, in der der Mensch darüber nachdenken kann und entscheiden kann: Möchte ich in Christus leben? Möchte ich diese Existenz auf ewig weiterführen, oder möchte ich diese Existenz beenden, weil ich mit dem, in dem ich lebe, nicht einverstanden bin. Und es wird jeder Mensch eine Entscheidung fällen oder hat schon gefällt, und jeder Mensch wird am Ende der Zeit das bekommen, wofür er sich entschieden hat: weiter zu leben in Christus oder eben nicht mehr zu leben. Denn die Variante, nicht in Christus zu leben, ist unmöglich. Denn da ist keine andere Quelle des Lebens. Gott kann uns keine ewige Existenz zur Verfügung stellen außerhalb von ihm. Das ist unmöglich.

[23:27] Gott ist ein Gott der Lebendigen. Er möchte, dass wir alle leben. Und das ist der Grund, warum auch die Bibel sagt, dass Gott möchte, dass alle zur Bekehrung kommen, zur Buße kommen, dass sie Buße finden, dass sie zum ewigen Leben kommen. Das ist sein Wunsch. „So hat er die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab.“ Er ist ein Gott, der Lebendigkeit, Interesse an deinem Leben jetzt, dass du jetzt gerade lebst.

[23:54] Nun, was ist mit den Toten? Schauen wir ganz gemeinsam ganz kurz in Johannes 11, das berühmte Kapitel, wo Jesus den Lazarus auferweckt. Und dort in Johannes 11, Vers 25 steht eine wichtige Aussage. Es heißt dort in Johannes 11, Vers 25: „Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, der wird leben, auch wenn er stirbt.“

[24:22] Jesus sagt, es gibt die Möglichkeit zu sterben. Ja, und die allermeisten Menschen sterben. Es gibt nur sehr wenige Ausnahmen, die nicht gestorben sind. Henoch ist eine, Elia ist eine und einige ganz wenige, die noch bei der Auferstehung zur Zeit von Jesu Tod auferstanden sind. Aber die sind eigentlich auch gestorben. Also die sind auch gestorben, das stimmt. Also es sind eigentlich nur Elia und Henoch. Und dann wird es da noch einige Menschen geben, die am Ende der Zeit Jesus lebendig wiederkommen sehen werden, die auch nicht sterben werden. Aber die allermeisten Menschen sterben. Ihr Leben hört auf.

[25:02] Die Bibel macht ganz deutlich in Prediger 12 und in Prediger 9, Vers 5 und Vers 10 und in Hiob 14, dass der Tod ein Schlaf ist. Etwas, wo man nichts mitbekommt. Wenn ein Mensch ans Ende seines Lebens gekommen ist, dann nimmt Gott den Lebensodem für eine Zeit hinweg, um sie später wiederzugeben. Und was Gott sagt hier, was Jesus sagt, ist, dass nur in ihm die Auferstehung ist. Und vielleicht hast du dich schon damit beschäftigt, mit dem, was am Ende der Zeit passieren wird, mit der ersten Auferstehung, der zweiten Auferstehung. Wenn nicht, haben wir interessante Vorträge auf Joel Media TV zu diesem Thema in der Serie Ausweg 2012. Da könnt ihr euch das Thema 21 und 22 zu Gemüte führen, wo das alles ausführlich beschrieben wird, was passieren wird, wann wer auferstehen wird. Aber die Bibel macht deutlich: Alle werden noch einmal auferstehen. Und vor allem werden sie alle auferstehen durch das Wort Jesu. Auch die Ungläubigen, die dann später völlig vernichtet werden, weil sie sich dafür entschieden haben, nicht existieren zu wollen, werden noch einmal auferstehen. Und auch diese Auferstehung ist nur möglich durch das Wort, durch die Kraft Jesu, was also noch einmal deutlich zeigt, dass nur in ihm das Leben ist.

[26:20] Und solange wir tot sind, behält Gott sozusagen die Information über unser Leben, die Information über unseren Charakter, die Information über unsere Persönlichkeit auf. Er bewahrt sie auf, um sie uns dann wiederzugeben. Wir werden uns nach der Auferstehung wiedererkennen. Wir werden so sein, wie wir vorher gewesen sind. Gott bewahrt selbst unseren Charakter über die Zeit, wo wir nicht da sind. Gott ist ein Gott des Bewahrens. Er möchte bewahren, was er geschaffen hat.

[26:49] Und das ist ein sehr interessanter Gedanke. Schauen wir ganz kurz ein bisschen uns noch einmal die Schöpfungsgeschichte an, die ja Grundlage ist für unsere Quartalsbetrachtung hier. In 1. Mose 2, Vers 7 wird uns noch einmal deutlich vor Augen geführt, wie das kam mit der Menschwerdung des Menschen. In 1. Mose 2, Vers 7 heißt es: „Da bildete Gott der Herr den Menschen Staub von der Erde und blies den Odem des Lebens in seine Nase. Und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“ Der Mensch wurde nur deswegen lebendig, weil Gott erstens ihn geformt hat und zweitens den Lebensatem von Gott selbst in seine Nase blies. Das heißt, das Leben, das wir leben, war schon vorher da in Gott sozusagen. Die Lebenskraft, der Lebensodem, der war schon vorher da. Den hat Gott nicht einfach aus dem Nichts erfunden, sondern seinen Lebensodem hat er in den Menschen eingelegt. Und das zeigt so deutlich die Abhängigkeit des Menschen vom Leben Gottes. Wir leben wirklich in ihm und durch ihn und werden von ihm aufrechterhalten.

[27:58] Und interessant ist, wenn wir schon darüber sprechen, dass Gott uns am Leben erhält, dann schauen wir uns vielleicht ganz kurz an, was seine ursprüngliche Idee war, wie wir erhalten werden sollen. Man kann ja jemanden am Leben erhalten, gerade so am Existenzminimum, bei Brot und Wasser und in äußerster Beschränkung. Aber Gott hat die Wesen, die er geschaffen hat, Adam und Eva, nicht bei Brot und Wasser, bei äußerster Beschränkung, gerade noch so am Leben erhalten. Er hat ihnen alles gegeben, was nur denkbar war.

[28:31] Im nächsten Vers, in Vers 8, lesen wir: „Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden, im Osten, und setzte den Menschen dorthin, den er gemacht hat.“ Wenn Gott sein Geschöpf am Leben erhält, dann idealerweise, wenn sie mit ihm kooperieren, möchte er ihnen alles geben, was zu ihrem Glück und zu ihrer Zufriedenheit überhaupt nur erdenklich ist. Wenn Gott davon spricht, dass er uns am Leben erhält, dann ist das nicht das Minimumprinzip, sondern es ist das Maximalprinzip. Er möchte so viel wie möglich uns geben, so viel wie möglich schenken, alles, was gut für uns ist. Bibel spricht davon, dass dieser Garten voller Bäume war, mit großer Variation von verschiedenen Früchten, die alle lecker aussahen, die gut schmeckten und die Kraft und Weisheit geben sollten. Gott möchte uns nicht am Minimalprinzip erhalten, sondern er möchte uns so viel geben, wie nur irgendwie möglich. Ja, wir wissen, wir haben es ja studiert, als wir das genauer angeschaut haben, dass dieser Garten Eden letztendlich der Himmel auf Erden war. Denn es gab schon im Himmel einen Garten Eden. So macht uns die Offenbarung 28, Vers 13 ja ganz deutlich. Gott möchte uns also unter himmlischen Bedingungen erhalten. Die erhaltende Kraft Gottes ist himmlisch. Und wenn er dich in deinem Charakter erhalten möchte, möchte er dich auch unter himmlischen Bedingungen in deinem Charakter erhalten, den er dir neu geschaffen hat.

[29:57] Und interessanterweise setzt bei diesem Thema des Bewahrens, des Erhaltens auch die Kooperation des Menschen ein. Wir wissen, Gott schafft durch sein Wort. Und wir Menschen haben keinerlei Möglichkeit, selbst mit unseren Worten etwas hervorzubringen, zu schaffen. Ich kann hundertmal zum Staub sagen: Werde deine Fliege oder werde dein Frosch oder was auch immer – es wird nichts passieren. Ja, wir haben auch Kreativität, die Gott in uns hineingelegt hat, aber wir haben keine schöpferische Kraft. Aber wenn es um das Bewahren geht, dann möchte Gott mit uns kooperieren.

[30:35] Er, der jeden einzelnen Baum erhält, der jeden einzelnen Baum im Garten Eden nicht nur geschaffen hatte, sondern erhalten wollte, sagte zu Adam in Vers 15, 1. Mose 2, Vers 15: „Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, damit er ihn bebaue und bewahre.“ Gott selbst war es ja, der den ganzen Garten Eden am Leben erhalten würde. Aber er sagt zu Adam: Bitte bewahre den Garten. Und hier sehen wir die Kooperation von Mensch und Gott im Bewahren. Der Mensch kann sich nicht selbst schaffen, er konnte auch den Garten Eden nicht schaffen, aber er konnte das, was Gott geschaffen hat, mit Gott zusammen bewahren. Ja, die wahre Kraft kam natürlich von Gott, aber der Mensch sollte mitwirken. Er sollte auch mitbebauen, mitbewahren, mitkultivieren.

[31:26] Und so ist es auch im geistlichen Aspekt. Wir können nicht unser neues Herz uns selbst schaffen, aber wir können mit Gott kooperieren, wenn es um das Bewahren geht. Die Kraft, dass unser Herz bewahrt wird, ist in Gott allein, in seinem Wort, in dem Wort seiner Kraft. Aber Gott ruft uns auf, mit ihm zu kooperieren, auch zu bewahren.

[31:49] Wir haben einige Texte, die das zeigen. Zum Beispiel in Johannes 15, Vers 10. Johannes 15, Vers 10, bekannter Text. Dort sagt die Bibel: „Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, gleich wie ich die Gebote meines Vaters gehalten habe und in seiner Liebe bleibe.“ Das Wort, das hier für „halten“ steht, heißt auch „bewahren“ oder „sein Auge draufwerfen“, „ein Auge drauf haben“. Das ist etwas beschützen, etwas darauf achten, das bewahren. Wenn ihr euer Auge auf die Gebote richtet, wenn ihr ein Auge darauf werft, wenn ihr darauf achtet, wenn ihr sie bewahrt, dass sie nicht übertreten werden in eurem Leben, dann bleibt ihr in meiner Liebe, in Christus ist diese bewahrende Kraft. Und wir sind aufgefordert, mit ihm gemeinsam zu kooperieren, ein Auge darauf zu werfen, ob die Gebote in meinem Leben tatsächlich durch seine Kraft auch gehalten werden können, weil ich mit ihm kooperiere.

[32:54] In Offenbarung 14, Vers 12 ist es noch deutlicher, auch im Deutschen. Offenbarung 14, Vers 12, dieser wunderbare Vers hier, ist das standhafte Aussagen der Heiligen. „Hier sind die, welche die Gebote Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.“ Gott fordert uns auf, mit ihm zu kooperieren, in dem Erhalten und Bewahren. Gott schenkt uns die 10 Gebote. Er schenkt uns Glauben. Er schafft diesen Glauben durch sein Wort. Aber dann möchte, dass es auch bewahrt wird. Und hier ist eine Gruppe von Menschen, am Ende der Zeit, während der 3. Engelsbotschaft, kurz bevor Jesus wiederkommt, die das verstehen und die durch das mächtige Wort seiner Kraft mit ihm kooperieren und diesen Glauben und die Gebote Gottes, den Gehorsam an ihn bewahren, erhalten.

[33:40] Gott hat kein Interesse daran, einfach nur uns Glauben zu schenken, den wir dann wieder aus dem Fenster schmeißen. Er möchte eine dauerhafte Beziehung. Er möchte, dass wir diesen Glauben bewahren. So ist dieses Thema von der Bewahrung der Schöpfung ein so entscheidendes Thema. Denn nur, wenn wir unser neues Herz bewahren, können wir auch mit Christus im Himmel sein. Und viele Christen haben diesen Aspekt übersehen. Sie glauben, wenn ich einmal mich zu Christus bekannt habe, dann ist es egal, was ich tue. Und sie verstehen nicht diese Notwendigkeit des Bewahrens, des daran Festhaltens. Sie verstehen nicht, dass es eine Kooperation erfordert mit Gott, dass durch sein mächtiges Wort wir diesen Glauben bewahren sollen.

[34:29] Viele Menschen fragen sich: Wenn Gott alles nicht nur geschaffen hat, sondern sogar bewahrt, warum gibt es dann so viel Leid in der Welt? Das ist natürlich ein eigenes Thema für sich. Aber vielleicht können wir eine kurze Antwort hier herausfinden, wenn wir uns dem Buch Hiob widmen. Und in Hiob 14, in Hiob 1, in Hiob 2, in Hiob 40, ab Vers 25, einige Verse lesen. Nicht alles. Ihr könnt das ganze restliche Kapitel, Kapitel 41 zu Hause lesen, aber hier, nachdem Hiob immer wieder diese Frage stellt: Ich bin gerecht, warum passieren diese Dinge? Gott, du erhältst mich doch im Leben, warum geschehen dann diese bösen Dinge?

[35:23] Vers 25 heißt es: „Ziehtest du etwa den Leviathan mit der Angel heraus und kannst du seine Zunge mit einer Fangschnur fassen? Kannst du ein Binsenseil durch seine Nase ziehen und einen Haken durch seine Kinnbacken stoßen? Wird er dich lange anflehen oder dir freundliche Worte sagen? Wird er einen Bund mit dir schließen, dass du ihn zum ewigen Knecht machst?“ Vers 32 sagt es: „Lege doch deine Hand einmal an ihn, du wirst den Kampf nicht vergessen, aber das kannst du einmal tun.“

[35:53] Gott in einer unglaublich interessanten, subtilen Art und Weise zeigt dem Hiob, was das Problem in dieser Welt ist. Und nachdem Gott ihm all die verschiedenen Dinge der Schöpfung gezeigt hat und gezeigt hat, wie Gott für alles wirkt und all die Tiere in ihren Gewohnheiten lenkt und leitet, wendet er die Aufmerksamkeit des Hiob auf den Leviathan, dieses große Monster, und fragt ihn diese Fragen: Kannst du mit ihm kämpfen? Kannst du ihn einfach, wie es hier heißt, mit einer Fangschnur fassen? Lege doch deine Hand an ihn. Wenn du mit ihm kämpfst, es ist ein enormer Kampf, du kannst ihn nicht einfach schnell beseitigen.

[36:39] Und in Vers 26, in Kapitel 41, Vers 26 heißt es: „Er schaut alle hoch und furchtlos an; ist ein König über alle Stolzen.“ Gott wendet den Blick des Hiob auf den Leviathan und nennt diesen Leviathan den König über alle Stolzen. Wer ist der König über alle Stolzen? Wer ist derjenige, der sich hinter dem Leviathan verbirgt, mit dem man nicht einfach so schnell kämpft, mit dem man nicht einfach schnell beiseite schieben kann?

[37:19] In Jesaja 27, Vers 1, wird uns die Antwort gegeben. Jesaja 27, und dort Vers 1. Und da heißt es: „An jenem Tag wird der Herr mit seinem harten, großen und starken Schwert den Leviathan heimsuchen, die flüchtige Schlange, ja, den Leviathan, die gewundene Schlange, und er wird das Ungeheuer töten, das im Meer ist.“ Leviathan ist ein Symbol für die Gewundene, die Schlange, für Satan, den König über alle Stolzen.

[37:59] Und Gott vermittelt ganz subtil zwischen den Zeilen im Hiob, und Hiob hat das erkannt, und er sagt: Jetzt erkenne ich, dass Gott sich in einem Kampf befindet. In einem Kampf, wo man nicht einfach den Satan umbringen kann und dann alles ist gelöst. In einem Kampf, wo man nicht einfach den Satan in ein Eck einsperren kann, in die Ecke stellen kann und sagt: Du hast nichts mehr zu melden. Ein Kampf, der nach Offenbarung 12, Vers 7, ein Kampf von Ideen ist, von Gedanken, die man nicht einfach vom Tisch wischen kann, sondern die es erforderlich machen, dass Gott demonstriert, wie er ist.

[38:34] Die Tatsache, dass Gott alles am Leben erhält, ist eine biblische Tatsache. Aber wir brauchen nicht daran zu zweifeln, nur weil wir sehen, dass es so viel Böses in der Welt gibt. Denn Hiob macht ganz deutlich, dass es da einen Kampf gibt. Gott kämpft einen Kampf mit dem König aller Stolzen. Und er wird diesen Kampf besiegen. Er wird in diesem Kampf siegen. Das macht Offenbarung 12 deutlich. Aber dieser Kampf, der lässt sich nicht an einem Tag gewinnen. Denn es geht nicht nur darum, eine Person aus dem Weg zu bringen. Es geht darum, einen Vorwurf zu entkräften. Den Vorwurf, dass Gott sich nicht für seine Schöpfung interessieren würde. Den Vorwurf, dass er nicht liebevoll ist. Den Vorwurf, man braucht das Gesetz nicht, oder man kann es nicht halten. All diese Dinge müssen bewiesen werden, dass sie falsch sind. Und das braucht Zeit.

[39:20] Und weil es Zeit braucht, weil man das nicht sofort erkennen kann, gibt Gott jedem Menschen das Leben und erhält ihn am Leben, bis dieser Mensch es entweder erkennt und annimmt oder erkennt und ablehnt. Gott weiß, dass man nicht sofort, dass man nicht sofort alles erkennen kann, um eine Entscheidung für ihn fällen zu können, weil dieser Kampf so subtil ist. Und so gibt er uns Zeit und so erhält er selbst diejenigen am Leben, die momentan gegen ihn rebellieren, weil er weiß, es besteht noch Hoffnung, dass sie, wenn sie die Fülle des großen Kampfes verstehen, sich doch für ihn entscheiden. Das ist das Geheimnis seiner bewahrenen Kraft, warum er trotz des ganzen Unheils immer noch uns bewahrt.

[39:58] Er sorgt für eine Welt, die ihn größtenteils hasst. Matthäus 5, Vers 45. Die Bibel sagt: „Damit ihr Söhne eures Vaters im Himmel seid; denn er lässt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und lässt es regnen über Gerechte und Ungerechte.“ Es gibt viele Segnungen, die Gott jedem gibt, egal, ob er ihm folgt oder nicht. Natürlich wird jeder Mensch sich irgendwann entscheiden müssen. Aber solange die Entscheidung noch nicht endgültig ist, solange noch Hoffnung ist, dass der Mensch sich für ihn entscheidet, lässt Gott ihn immer weiter Segnungen empfangen, um ihn am Leben zu erhalten.

[40:38] Und wenn wir das verstanden haben, wenn das in unser Herz gekommen ist, dann sind wir in der Lage, unseren Feind zu lieben. Weil wir verstehen, vielleicht ist er uns Feind und weiß nicht wirklich, wie wir es meinen. Vielleicht besteht dann noch Hoffnung, dass er, wenn er alles über uns kennt, wenn er unsere wahre Beziehung zu Jesus kennt, weil wir diese Hoffnung noch haben, können wir ihn lieben und ihm Gutes tun, auch wenn er schlecht zu uns ist. Seht ihr, wenn wir die bewahrende Kraft Gottes verstehen, dann können wir auch die Feindesliebe in unserem Leben umsetzen.

[41:16] Und Gott segnet nicht einfach nur, gerade so, dass es reicht. Wie wir haben es schon angesprochen, in Psalm 65 wird es nochmal deutlich ausgeführt. In Psalm 65, Verse 10 bis 14, da wird uns gezeigt, wie Gott segnet. Ganz gleich, ob wir uns völlig für ihn entschieden haben oder nicht. Bestimmte Segnungen sind für alle da, wie die Sonne und Regen. Es heißt hier in Vers 10 bis 14: „Du suchst das Land heim und bewässerst es und machst es sehr reich. Der Strom Gottes hat Wasser in Fülle. Du lässt dir Getreide gut geraten, denn so bereitest du das Land zu. Du tränkst seine Furchen, feuchtest seine Schollen. Mit Regenschauern machst du es weich und segnest sein Gewächs. Du krönst das Jahr deiner Güte und deine Fußspuren triefen von Fett. Es triefen die Auen in der Steppe und mit Jubel gürten sich die Hügel. Die Weiden kleiden sich mit Schafen und die Täler bedecken sich mit Korn. Sie jauchzen, ja sie singen.“ Gottes Segen ist überreich. Überreich. Das heißt, er lässt die Sonne auf die Gerechten und Ungerechten scheinen, den Regen gibt er für alle. Dann ist das nicht nur so, dass es gerade so reicht. Wenn der Mensch mit Gott kooperieren würde, würden wir sehen, dass es eine Fülle ist, die Gott uns schenken möchte. Leider geht der Mensch aktiv, bewusst gegen diesen Segen vor, in der Sünde. Und dadurch haben wir viele Notsituationen, die wir heute beobachten können. Der Mensch zerstört die Schöpfung Gottes immer mehr, immer mehr, immer mehr. Und zerstört damit auch die Segnung, die Gott überreich all denen sogar geben würde, die sie auch nicht ihm völlig verstanden haben.

[43:06] Gott sorgt für alle seine Geschöpfe. In Matthäus 6, da finden wir einige der beeindruckendsten Aussagen Jesu in der Bergpredigt. Matthäus 6, Vers 25, da heißt es: „Darum sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben, was ihr essen werdet, und nicht um euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist nicht das Leben mehr als die Nahrung und der Leib mehr als die Kleidung?“ Vers 26: „Seht die Vögel des Himmels an, sie säen nicht und ernten nicht und sammeln doch nicht in Scheunen; und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?“

[43:52] Gott stellt dir diese Frage heute, liebe Freunde, wenn du dir Sorgen machst, was wird aus meinem Arbeitsplatz, wenn du dir Sorgen machst, wie soll ich nächste Woche die Rechnung bezahlen, wenn du dir Sorgen machst, was soll ich essen, was soll ich trinken, wo ist die Zukunft für mein Leben, werde ich eine Rente haben oder was auch immer deinem Kopf rumspukt. Gott stellt dir diese Frage: Siehst du die Vögel da draußen? Gott erhält sie am Leben. Glaubst du nicht, dass du, lieber Freund, mehr wert bist? Kannst du dem Leben, wie er sagt, durch deine Sorgen irgendwelche Probleme lösen? Nein. Wirf all deine Sorgen auf ihn, mit deinem ganzen Herzen, vertraue auf ihn, dass er es wohl machen wird.

[44:34] Es heißt in Vers 28: „Warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen; sie mühen sich nicht und spinnen nicht. Ich aber sage euch, dass auch Salomon in all seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von diesen.“ Gott erhält alles am Leben und er gibt sogar reichlich, er gibt sogar schön, er gibt sogar voller, voller Reichtum.

[44:58] Vers 31: „Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, oder was werden wir trinken, oder womit werden wir uns kleiden?“ Siehst du, lieber Freund, dass es eine praktische Konsequenz hat für dein Leben. In unserer Zeit sorgen sich so viele Menschen um die Zukunft. Sorge dich nicht. Vertraue demjenigen, der in der Lage ist, dich jetzt gerade am Leben zu halten, wenn er in der Lage ist, deinen Blutkreislauf am Leben zu halten, wenn er in der Lage ist, deine Lungenflügel zu bewegen, wenn er das alles jetzt tut, aktiv, wenn er die Zellen, deine Zellen in Bewegung hält. Glaubst du nicht, er kann sich auch darum kümmern, dass deine Rechnung bezahlt wird? Dass du nächste Woche noch zu essen hast? Glaubst du, er kann sich um all die Dinge kümmern?

[45:44] Vers 32: „Denn nach all diesen Dingen trachten die Heiden; aber euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles benötigt.“ Glaubt ihr, Gott weiß es nicht, dass wir das brauchen? Gott sagt, Vers 33: „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden.“ Gott wird sich um uns kümmern. Hast du deinen Blick gerichtet auf die Gerechtigkeit Gottes? Auf sein Reich? Auf den Frieden? Den Heiligen Geist? Die Gerechtigkeit in Christus? Ist das das Ziel, der oberste Fokus, das primäre Ziel deines Denkens, Fühlens, Handelns: im Reich Gottes zu leben? Die Gerechtigkeit zu erleben? Die Sünde zu überwinden? Gott wird sich um alles andere kümmern. So wird es dir heute bereits dem Interesse der Gerechtigkeit für dich geben.

[46:40] Es gibt einen interessanten Gedanken, der uns hilft, eine der meistgestellten Fragen zu beantworten. Unser letzter Vers heute im Psalm 103, Vers 10. Vielleicht hast du schon mal eine Frage gehört: Wie ist das eigentlich, wenn ich ein Leben mit Jesus lebe? Ich lebe vielleicht 10, 20 Jahre. Ich fahre Auto und ich werde ärgerlich und ich fluche und ich sage böse Worte, die ich nicht sagen dürfte. Ich sündige und im nächsten Moment habe ich einen Autounfall und bin tot. Bin ich jetzt gerettet oder nicht? Schon mal die Frage gehört? Das ist eine knifflige Frage. Ich kenne keine Zeit mehr, die die Sünde noch mir vergeben zu lassen.

[47:30] Lieber Freund, liebe Freundin, wenn das nächste Mal jemand so eine Frage stellt oder dich herausfordert mit so einer Frage, denk über folgenden Gedanken nach. Die Bibel sagt ganz deutlich, dass der Sünde Sold der Tod ist, richtig? Aber die Bibel sagt auch in Psalm 103, Vers 10: „Er hat nicht mit uns gehandelt nach unseren Sünden und uns nicht vergolten nach unseren Missetaten.“ Gott tut mehr für uns, als er verdient hätte. Und dieser Fall, den wir gerade in dieser Hypothese skizziert haben, dieser Fall tritt nicht ein.

[48:14] Meine Lieblingsautorin Ellen G. White hat es mal so ausgedrückt: Wenn wir uns als Christen, als gläubige Menschen von Gott entfernen durch eine Sünde, dann können die Engel nicht viel mehr tun, als uns am Leben zu erhalten, sodass wir noch eine Gelegenheit haben, wieder Buße zu tun. Der Gedanke ist unglaublich, aber ist sehr befreiend. Kein Mensch kommt um, wenn er sein Leben lang Gott gedient hat und plötzlich eine Sünde begangen hat und dann umkommt. Gott erhält uns am Leben, damit wir Buße tun können.

[49:02] Wisst ihr, was das bedeutet? Das macht mich ruhig. Das bedeutet nämlich, dass Gott gesehen hat, dass jeder Mensch, der stirbt, eine eindeutige Entscheidung in seinem Herzen getroffen hat: für ihn oder gegen ihn. Ansonsten hätte er ihn nicht sterben lassen. Es mag sein, dass wir äußerlich diese Entscheidung nicht wahrgenommen haben. Es mag sein, dass in unseren eigenen menschlichen Augen diese Entscheidung vielleicht 50:50 aussieht. Wir sind nicht überzeugt, dass diese Person sich wirklich für Christus entschieden hat oder sich ganz von Christus entfernt hat. Denn menschliche Augen können das nicht beurteilen. Aber Gott weiß, Gott sieht ins Herz und Gott weiß, Gott lässt niemanden sterben, der bei 40 zu 60 stand. Gott lässt niemanden freiwillig sterben, wo noch Hoffnung besteht, dass er sich zu ihm bekehrt. Glaubst du nicht auch? Gott hat so viel bezahlt, wenn da noch Hoffnung wäre, dass dieser Mensch zurückkommt. Solange lässt Gott ihn am Leben.

[50:00] Was für ein interessanter Gedanke. Ja, jede einzelne Sünde, rein rechtlich, würde Gott berechtigen, uns sterben zu lassen. Aber Gott handelt nicht direkt nach unseren Sünden. Er ist viel gnädiger und er hält uns weiterhin am Leben, so wie er auch Adam und Eva am Leben erhalten hat, um ihnen die Möglichkeit zu geben, sich doch noch zu bekehren. Und nur derjenige, der, nachdem er weiß, dass es die Möglichkeit gibt, sich zu bekehren, und sich wissentlich, willentlich dagegen entscheidet, nur der, der sagt: Ich möchte nicht ewig leben in der Gegenwart Gottes. Nur der wird verloren gehen am Ende der Zeit, weil es sein eigener Wunsch gewesen ist. Gott erhält uns am Leben.

[50:50] Was für eine interessante und tiefe Einsicht, die wir hier gewinnen können. Und die erhaltene Kraft Gottes ist mehr als nur die Tatsache, dass er das Universum am Laufen hält. Es hat was zu tun mit dem Erlösungsplan, mit seiner unglaublichen Gnade.

[51:04] Lieber Freund, liebe Freundin, bist du dankbar, dass Jesus dich noch am Leben erhält? Gibt es etwas vielleicht, was du ihm heute sagen möchtest? Eine Sünde, eine schlechte Gewohnheit, wo dir bewusst wird: So kann ich nicht vor Gott bestehen. Jesus erhält dich am Leben, damit du zu ihm zurückkehrst. Er liebt dich so sehr. Möchtest du nicht nur äußerlich von Jesus erhalten werden, sondern auch innerlich und deinem Charakter? Möchtest du dich nicht dafür entscheiden, dass Christus nicht nur deinen Körper, deine Lungenfunktion aufrechterhält, sondern dass er auch deine geistliche Einstellung, dein geistliches Verständnis mit dem Heiligen Geist aufrechterhält? Denn er hat diese bewahrende Kraft. Er kann uns nicht nur aus der Finsternis herausrufen, er kann uns auch im Licht halten und im Licht bewahren, sodass wir Sieger sein dürfen über die Sünde. Es ist die bewahrende Kraft Gottes in dem Wort seiner Kraft. Denn das Wort eines Königs ist mächtig. Gott segne dich im Studium, in deiner Entscheidung und bis zur nächsten Woche. Dort haben wir eine besondere Kanzlerzeremonie. Wir freuen uns schon darauf und wir laden euch ganz herzlich ein, die nicht zu verpassen. Und wir danken euch, dass ihr zugeschaut habt und wünschen euch Gottes Segen im Studium seines Wortes. Amen.


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