In dieser Predigt beleuchtet Christopher Kramp die Bedeutung von Jesaja 58 als Heilmittel für eine egoistische Gemeinde. Er erklärt, dass wahre Gottesliebe und ein gottgefälliges Leben nicht nur im theoretischen Wissen, sondern vor allem in der praktischen Umsetzung liegen. Die Botschaft fordert dazu auf, über den eigenen Tellerrand hinauszublicken, Mitmenschen zu dienen und durch Herzenserneuerung ein echtes Licht in der Welt zu sein.
Predigt 09.02.2013 • Das Heilmittel für eine egoistische Gemeinde
Christopher Kramp · PredigtenWeitere Aufnahmen
Serie: Predigten
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Transkript
[0:00] Gesegneten Sabbat! Ich freue mich so, mal wieder bei euch zu sein, und wir haben heute ein spannendes Thema vor uns. Aber bevor wir das angehen, möchte ich einfach mal rein interessehalber wissen: Wer kann sich noch an unsere erste Predigt in diesem Jahr erinnern, die wir gemeinsam hatten? Wir haben schon eine Predigt hier gemeinsam miteinander erlebt. Es war die erste Predigt in diesem Jahr. Die war wichtig, und die war so wichtig, dass ich dachte, ich frage mal einen Monat später, ob wir noch überhaupt wissen, worum es ging. Ohne dass wir es wiederholen wollen. Es ging um die Gnade, genau. Und worum ging es genau? Es ging um Titus Kapitel 2, Vers 14. Das ist nämlich das Jahresmotto, und da lohnt es sich vielleicht einfach mal darüber nachzudenken, dass wir das im Hinterkopf haben. Denn da ging es um die Gnade, die heilbringend ist, nicht wahr? Die Gnade Gottes erschien in allen Menschen und sie ist heilbringend. Und dann hieß es, sie nimmt uns in Zucht, sie erzieht uns. Und wir haben dann gesehen, dass die Gnade Gottes, über die wir so oft reden und sprechen, dass sie uns erzieht. Dass die Gnade, die für jeden einzelnen Menschen, egal welcher Religion, welcher Konfession, welcher Kultur, welcher Nation erschienen ist, dass sie jeden Einzelnen erziehen möchte. Gnade ist nicht etwas, was man einmal antippt und dann ist man gerettet, sondern Gnade bedeutet Erziehung.
[1:27] Und in diesem Kontext steht auch die heutige Predigt. Wir wollen heute wieder etwas mehr erzogen werden. Was meint ihr dazu? Ein bisschen mehr Erziehung, ein bisschen mehr Gnade lernen, etwas mehr von der Gnade erfahren und sehen, wie die Gnade uns noch mehr erziehen kann. Und manchmal, wenn man erzogen wird, da gibt es so Tage, da müssen die Eltern etwas ganz Wichtiges sagen, oder? Da gibt es eine wirklich wichtige Botschaft. Und so ist es heute. Wir haben heute ein wichtiges Kapitel vor uns, das wir heute studieren wollen. Ich möchte euch raten lassen: Was ist wohl eines der vielleicht wichtigsten Kapitel der Bibel? Bevor ihr ratet, ich gebe euch ein Zitat und dann könnt ihr überlegen, welches Kapitel hier gemeint ist. Und zwar aus Special Testimonies, Serie B, Nummer 2, Seite 5: "Das ganze Kapitel X sollte als Botschaft für unsere Zeit angesehen werden, die immer und immer wieder gegeben werden sollte." Also dieses Kapitel ist eine Botschaft für unsere Zeit, und dieses Kapitel sollte immer und immer und immer wieder studiert werden. Welches Kapitel ist wohl gemeint?
[2:29] Hier schallt es gleich aus mehreren Munden: Offenbarung, welches Kapitel? 14? 13? Noch ein Vorschlag? Ihr seid noch relativ weit weg. Ihr hattet natürlich recht mit dem, was ihr sagt, auch Offenbarung 13 und 14 und viele andere Kapitel in der Offenbarung sind für unsere Zeit geschrieben, sollten immer wiederholt werden. Aber das ist nicht das Kapitel. Ich gebe euch noch einen zweiten Hinweis, okay? Achtung, zweiter Hinweis: Manuskript 36, 1897: "Das ganze Kapitel X ist anwendbar auf diejenigen, die in dieser Periode der Weltgeschichte leben. Beachte das Kapitel sorgfältig, denn es wird sich erfüllen." Welches Kapitel ist gemeint? Was hast du? Welches Buch? Offenbarung, okay. Ihr seid immer noch auf Offenbarung. Offenbarung 18 ist auch total falsch. Moses, welches Moses? Okay, welches Kapitel? Ein ganz konkretes Kapitel. Hat jemand noch einen Vorschlag? Ein konkretes Kapitel? Titus 2, sehr gut. Allerdings haben wir das ja schon das letzte Mal studiert. Matthäus 24 wäre ein fantastischer Vorschlag. Leider ist es nicht Matthäus 24, obwohl das auch stimmt, vieles davon wird sich erfüllen, es betrifft in einigen Teilen direkt unsere Zeitperiode. Hat jemand noch einen Vorschlag? Daniel vielleicht. Welches Kapitel? Daniel, Kapitel? Sieben vielleicht, könnte sein, ist es aber nicht. Also Daniel ist es auch nicht.
[4:07] Daniel ist es auch nicht. Joel, jemand sagt Joel. Nein, Joel ist es auch nicht. Okay, ich gebe noch einen Hinweis, okay. Achterband der Testimonies 159: "Was sagt der Herr in dem Kapitel X? Das ganze Kapitel ist von höchster Wichtigkeit." Also, es gilt in unserer Zeitperiode, es ist von höchster Wichtigkeit. Es sollte immer und immer und immer wieder wiederholt werden. Welches Kapitel? Offenbarung 14? Nein? Hebräer 10? Das ist auch ein spannendes Kapitel, leider ist es nicht gemeint. 2. Mose 20? 2. Mose 20 ist allerdings natürlich schon immer gültig gewesen, aber ist natürlich auch in unserer Zeitperiode von größter Wichtigkeit, ist aber auch nicht gemeint. Ihr seid immer noch relativ weit weg. 1. Mose 2? 1. Mose 2 ist ein tolles Kapitel, aber nein. Okay, ich gebe euch noch einen Tipp, okay. Das letzte Tipp. Jetzt hört gut zu. Das ist ein längeres Zitat.
[5:02] "Viele Siebenten-Tags-Adventisten realisieren nicht die Verantwortung, die auf ihnen ruht, um mit Gott und Christus für die Rettung von Seelen zu kooperieren. Sie zeigen der Welt nicht das große Interesse, das Gott an Sündern hat. Sie machen nicht das meiste aus den Möglichkeiten, die ihnen gegeben worden sind. Der Aussatz des Egoismus hat die Gemeinde im Griff." 1. Pass auf. Der Herr Jesus wird die Gemeinde von dieser schrecklichen Krankheit heilen. Amen? Achtung, jetzt kommt der Zusatz: "Wenn sie geheilt werden möchte." Wollt ihr wissen, wo das Heilmittel steht? Das Heilmittel findet sich im x-ten Kapitel des Buches Y. Dieses Kapitel, meine Lieben, ist eines der von Ellen White am meisten zitierten Kapitel, die sagt, es ist das Heilmittel gegen den Egoismus in der Gemeinde. Sie sagt, es ist von höchster Wichtigkeit. Sie sagt, es bezieht sich direkt auf unsere Periode der Weltgeschichte. Sie sagt, es sollte immer und immer wieder gegeben werden. Kann mir jemand sagen, welches Kapitel das ist? Soll ich es euch sagen? Es befindet sich im Buch Jesaja. Jesaja, Kapitel 58. Hättet ihr das vermutet? Jesaja, Kapitel 58, ist von größter Wichtigkeit, spricht von unserer Zeit und ist das Heilmittel für den Egoismus in der Gemeinde.
[6:44] Schlagen wir auf Jesaja 58 und beschäftigen uns heute mit diesem so wichtigen, unglaublich wichtigen Kapitel. Und das sind nur einige Zitate, ihr Lieben. Man könnte Dutzende von Zitaten anführen, wo sie immer wieder sagt, dieses Kapitel ist von größter Wichtigkeit, von höchster Wichtigkeit. Wir sollten es studieren und verstehen und umsetzen. Und was heißt es in Jesaja 58, Vers 1? Es heißt: "Rufe aus, voller Kehle, schone nicht. Erhebe deine Stimme wie ein was?" Wie ein Schofarhorn. Ist nicht passend? Ein Schofarhorn. Letztes Jahr hatten wir eine Predigt über das Schofarhorn. Könnt ihr euch erinnern? Könnt ihr euch noch erinnern, was stellt das Schofarhorn dar? Wir wollen das nicht alles wiederholen, nur ganz kurz zusammenfassen. Wir wollen ja unsere Predigt noch im Kopf behalten. Was stellt das Schofarhorn dar? Das Horn hat doch was mit Krieg zu tun. Es ist ein Signal. Was stellt in der Prophetie ein Horn dar? Eine Macht, eine Kraft, ein Königreich. Und ein Schofarhorn kommt von welchem Tier? Widder. Und der Widder ist ein Symbol für? Wer ist der Widder? Jesus Christus, das Opfertier. Könnt ihr euch erinnern, dass wir gesprochen haben, dass ein Schofarhorn nur von einem toten Widder kommt? Dass man nur an ein Schofarhorn blasen kann, wenn vorher der Widder gestorben ist? Das Schofarhorn ist ein Symbol für das Evangelium. Für die Kraft des Evangeliums. Für die Stärke des Reiches Gottes. Und die Bibel sagt: "Rufe aus, was? Aus voller Kehle, schone nicht. Erhebe deine Stimme wie ein Schofarhorn."
[8:34] Und ich möchte uns einladen, dass wir, bevor wir dieses Kapitel anschauen, diese kraftvolle Botschaft vom Evangelium gemeinsam studieren. Dass wir noch einmal niederknien und Gott bitten, dass er uns Weisheit schenkt, dieses Kapitel gut zu verstehen.
[8:55] Lieber Vater im Himmel, wir kommen zu dir. Mit unseren aufgeschlagenen Bibeln. Wir wissen jetzt schon, dass Jesaja 58 eine so wichtige Botschaft enthält. Wir möchten dich bitten, dass wir uns in den nächsten Minuten gut konzentrieren können. Dass wir nicht abgelenkt werden, weder durch äußerliche Dinge noch durch unsere eigenen Gedanken. Dass wir mit vollem Fokus darauf achten, was du uns heute zu sagen hast. Dass du das in uns vollführst, wozu du es geschrieben hast. Es ist immer wieder gesagt worden, es ist das wichtigste Kapitel, eines der wichtigsten Kapitel überhaupt. So bitten wir dich, dass jeder von uns, dass ich persönlich und jeder, der hier vor dir kniet, die Botschaft aus Jesaja 58 versteht, annimmt und umsetzt. Nach deiner Verheißung. Das bitten wir im kostbaren und teuren Namen Jesu. Amen.
[9:55] Wir beginnen mit Jesaja 58, Vers 1: "Rufe aus voller Kehle, schone nicht, erhebe deine Stimme wie ein Schofarhorn." Die Botschaft soll mit voller Kraft, ungeschönt und ungeschont, an das Volk Gottes gerichtet werden. Mögen wir eine Botschaft, die mit voller Kraft auf uns eintrischt? Wir mögen es lieber durch die Blume gesagt. Denn hier geht es um eine ernsthafte Botschaft. Denn die Bibel sagt in Vers 1: "Verkündige meinem Volk was?" Was soll seinem Volk verkündet werden? "Seine Übertretung und dem Haus Jakob seine Sünde." Jesaja 58 vom ersten Beginn an spricht davon, dass dem Volk Gottes die Sünden verkündigt werden sollen. Das heißt, dass man Sünde beim Namen nennen muss. Viele von uns sind es gewohnt, über die Sünden von anderen zu sprechen. Wir kennen die Sünden der Welt. Und es fällt uns nicht schwer, an einen hinauszuschauen, dort zu den Menschen draußen in der Welt, und zu sagen: "Das läuft verkehrt, und das machen sie verkehrt." Wir können die Fleischeslust und die Augenlust und das alles ganz gut verstehen, klar benennen. Vielleicht fällt es uns auch nicht schwer, die Sünden oder die Fehler oder die Irrtümer anderer Christen zu benennen, was sie alles falsch verstehen in der Bibel. Aber dieses Wort hier spricht davon: "Verkündige wem? Meinem Volk seine Sünden und seine Übertretung."
[11:45] Moment mal, was ist das für ein Volk? Schauen wir mal in Vers 2. "Es ist nur noch der Welte der Herren, ein Volk, das keine Ahnung mehr hat von der Bibel, ein Volk, das nur noch den Namen Volk Gottes trägt." Schauen wir mal in Vers 2, wie es um dieses Volk steht: "Sie suchen mich täglich oder Tag für Tag." Jetzt, was heißt: "Sie suchen mich?" Sie beten, was noch? Sie studieren, sie lesen. Hier geht es um Menschen, die jeden Tag beten, die jeden Tag die Bibel lesen, nicht einfach nur der Pflicht wegen, sondern hier geht es um Menschen, die jeden Tag die Bibel lesen, um Gott zu suchen. Keine Siebenten-Tags-Adventisten, sondern Sieben-Tage-Adventisten. Das ist das Volk. Menschen, Gläubige aller Hintergründe, die Gott täglich suchen, die nicht nur von einem Wochenende zum anderen Wochenende suchen, sondern: "Sie suchen mich täglich." Hier geht es um Menschen, die jeden Tag Gott suchen. Gehörst du zu denen, die jeden Tag Gott suchen? Suchst du jeden Tag Gott?
[13:09] Wie geht es weiter? "Sie suchen mich Tag für Tag und sie begehren, meine Wege zu kennen." Jetzt, was heißt "begehren"? Etwas wollen, nicht wahr? Wenn ich etwas begehre, dann möchte ich es unbedingt haben. Nicht etwas, wo ich sage: "Naja, schön, dass ich es habe." Wenn ich etwas begehre, ein Mann begehrt vielleicht eine Frau, ein Kind begehrt ein Spielzeug, vielleicht begehrt jemand etwas zu essen, was er unbedingt gerne mag. Ich begehre es, ich möchte es haben. Hier geht es um Menschen, die etwas begehren, und was begehren sie? Die Wege Gottes. Die sagen: "Ich möchte unbedingt den Weg Gottes verstehen. Ich möchte unbedingt verstehen, wie Gott in meinem Leben arbeitet." Was ist der Weg Gottes? Was sagt die Bibel über den Weg Gottes? Was ist der Weg Gottes? Jesus sagt: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben." Hier gibt es Menschen, die begehren, Jesus kennenzulernen. Das wäre doch schön, oder? Wäre dir nicht froh, wenn alle in der Gemeinde, wenn alle Christen dieser Welt Gott begehren würden? Wäre dann nicht die Welt schon fertig? Das wäre doch schön, oder? Wenn alle begehren würden, Jesus kennenzulernen.
[14:27] Aber nicht nur ist Jesus der Weg, was sagt uns auch die Bibel? Was ist noch der Weg des Herrn, der Weg Gottes? Wo findet sich der Weg Gottes? Im Heiligtum. Psalm 77, Vers 13 sagt uns in einigen Versetzungen zumindest, dass der Weg Gottes im Heiligtum ist. Hier gibt es Menschen, die begehren den Weg. Sie wollen verstehen das Heiligtum. Frage: Was würdest du sagen von einer Gemeinde, wo alle Mitglieder, jedes einzelne Mitglied, jeden Tag die Bibel studiert, jeden Tag zu Gott betet, jeden Sabbat zusammenkommt und sagt: "Wir können es kaum erwarten, mehr zu erfahren vom Heiligtum. Wir wollen ein Heiligtumsseminar machen. Lasst uns noch tiefer hineingehen." Wäre doch alles wunderbar, oder? Wir wollen Jesus kennenlernen. Wir begehren es, Jesus noch besser kennenzulernen. Hättet ihr da noch eine Botschaft, die negativ ist? Je mehr wir das erleben in unserer eigenen Gemeinde, desto mehr freuen wir uns doch, oder?
[15:30] Gott sagt: "Weiter wie ein Volk, das Gerechtigkeit übt und das Recht seines Gottes nicht verlassen hat, sie verlangen von mir gerechte Urteile." Wann redet man von einem Urteil? In welchem Kontext redet man von einem Urteil? Gericht. Es gibt Menschen, die wissen, dass ein Gericht stattfindet. Weiß jemand in der Offenbarung, wie die Gemeinde heißt, die mit dem Gericht zu tun hat? Laodicea, das Volk des Gerichts. Das Volk, das unter der Botschaft lebt: "Fürchtet Gott und gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts hat begonnen." Hier finden wir Menschen, die begehren Gottes Wege, sie suchen Gott täglich und sie wissen, es findet ein Gericht statt und es gibt kein Urteil. Sie sagen zu Gott: "Bitte richte uns, so wie David." Sie reden vom Gericht, sie predigen das Gericht, sie glauben, dass sie gerichtet werden und sind sich sicher, dass Gott sie retten wird. Könnt ihr das sehen im Vers? Das klingt ja fast wie nach uns, oder? Das klingt ja fast wie wir, oder?
[16:45] Gesang 58 spricht von mir. Denn ich suche Gott täglich, zumindest versuche ich das, oder? Ich begehre Gottes Wege kennenzulernen, ich möchte das Heiligtum besser verstehen, ich möchte Jesus besser kennenlernen und ich weiß, dass es ein himmlisches Gericht gibt und ich möchte, dass Gott ein gerechtes Urteil spricht. Der Text spricht von mir, spricht auch von dir. Und dann heißt es weiter: "Sie begehren die Nähe Gottes." Da spricht es nicht von Menschen, die freiwillig sündigen, von Menschen, die sich von Gott fernhalten. Das ist eine Beziehung zu Gott, nicht wahr? So wie die Israeliten am Berg Sinai, die gesagt haben: "Lass mal den Mose für dich sprechen, wir wollen nicht zu dich." Hier gibt es Menschen, die sagen: "Wir wollen näher zu Gott, näher, näher, noch näher."
[17:36] Ja, was ist denn verkehrt? Was ist denn das Problem? Denn Vers 1 sagt was? "Verkündige meinem Volk seine Vertretung. Schone nicht! Erhebe deine Stimme wie ein Schofarhorn." Da gibt es ein Volk in Jesaja 58 zur Zeit des Gerichts, die wollen Jesus kennenlernen, sie begehren die Nähe, sie wollen ganz nah sein bei Gott, sie wollen mehr verstehen, sie wollen jeden Tag Gott verstehen, sie wollen nicht nur am Sabbat oder am Wochenende eine Beziehung zu Gott haben, sie wollen wirklich das so tief wie möglich erleben. Und trotzdem gibt es eine Botschaft, die es in sich hat, eine Schofarhorn-Botschaft.
[18:15] Jetzt, was ist das Problem? Schauen wir gemeinsam in Jesaja 29, Vers 13.
[18:31] Jesaja 29, Vers 13. Da heißt es: "Es gibt ein Volk, ein Volk, ein Volk."
[18:59] Weiter spricht dir Herr: "Weil sich dieses Volk mit seinem Mund mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, während es doch sein Herz fern von mir hält und ihre Furcht vor mir nur was ist? Angelerntes Menschengebot." Angelerntes Menschengebot ist, wenn ich sage: "Gesegneten Sabbat!" Und ihr sagt: "Gesegneten Sabbat!" Aber in eurem Herzen erlebt ihr keinen Segen. Hört sich so schön an, "Gesegneten Sabbat". Macht so ein richtig schönes Gefühl, wenn wir gemeinsam rufen: "Gesegneten Sabbat!" Ist auch schön, Gott hat nichts dagegen. Aber hat was dagegen, wenn wir alle "Gesegneten Sabbat" sagen, aber wir haben keinen Segen in unserem Herzen. Angelerntes Menschengebot ist, wenn ich sage: "Wollt ihr Jesus folgen?" Und wir alle rufen: "Natürlich wollen wir Jesus folgen!" Aber wir folgen ihm nicht wirklich. Angelerntes Menschengebot. Wenn wir jeden Tag die Bibel lesen und Ellen White lesen, weil wir das so gelernt haben in der Bibelstunde oder in der Predigt. Und wir suchen auch nach der Wahrheit, weil es uns jemand gesagt hat, dass es gut für uns ist. Gott sagt: "Es ist nur ein angelerntes Menschengebot."
[20:26] Schauen wir weiter in Jesaja 48.
[20:32] Jesaja 48, Vers 1: "Hört dies, ihr vom Haus Jakob, die ihr mit dem Namen Israel benannt und aus den Wassern Judas entsprungen seid, die ihr bei dem Namen des Herrn schwört und die ihr mit dem Namen Gottes entsprungen seid." Da gibt es viele, die sind ganz stolz darauf, dass sie Christen sind. Stolz darauf, dass sie vielleicht sogar Siebenten-Tags-Adventisten sind. Dass sie die Wahrheit kennen. Dass sie Jesus kennen. Aber nicht in Wahrheit und nicht in Gerechtigkeit.
[21:08] In Jesaja 58 hat uns mehr zu sagen, als wir glauben. Gott spricht zu einem Volk, das nicht Götzendienst betreibt. Das mit alledem, was es sagt und tut, ganz deutlich zum Ausdruck bringen möchte: "Wir wollen Gott besser kennenlernen. Wir sind so bibeltreu." Und Gott sagt: "Ich habe eine Botschaft an euch. Ich habe eine Botschaft an dich, lieber Freund."
[21:38] Könnte es sein, dass wir einen ähnlichen Fehler begehen wie Herodes? Schaut uns mal gemeinsam mit mir Herodes. Markus 6, Vers 20. Ihr alle kennt Herodes, oder? Herodes war ein König zur Zeit von Jesus und Johannes dem Täufer. Schaut mal, was es über Herodes sagt. In Markus 6, Vers 20. Die Bibel sagt: "Denn Herodes fürchtete den Johannes, weil er wusste, dass er ein fremder und gerechter und heiliger Mann war. Und er bewachte ihn und er gehorchte ihm in manchem und hörte ihn gern." Hier haben wir jemanden, der mochte den Johannes. Johannes war ein Prophet, der predigte das Wort Gottes. Und Herodes, er hörte das Wort Gottes gern. Wann immer Johannes aufstand und eine Predigt hielt, war er gern dabei. Das ist interessant, das finde ich gut. Er bewachte ihn auch. Er sorgte dafür, dass niemand ihn angreift. Wenn jemand es wagen würde, den Johannes, den Täufer, anzugreifen, würde er sagen: "Nein, das geht ihm nicht zu nah. Er steht an meinem persönlichen Schutz. Wage es nicht, gegen ihn zu sprechen." Er fürchtete ihn, weil er wusste, dass er ein gerechter und heiliger Mann war. Er erkannte, dass es die Wahrheit ist. Er erkannte, dass es heilig ist. Er wusste, dass es gerecht ist. Und er gehorchte sogar, wie heißt es im Text? "Er gehorchte in..." Er gehorchte in manchem. Steht es bei euch auch? Er war sogar in manchem dem Gehorsam.
[23:38] Könnte es sein, dass du gerne die Wahrheit hörst? Dass du deswegen in diese Gemeinde kommst, weil du hier gerne die Wahrheit hörst? Und wenn jemand gegen die Wahrheit redet, dann bewachst du die Wahrheit. Du achtest darauf, dass niemand was gegen den Prediger vorne sagt, oder? Weil es ja die Wahrheit ist, die er sagt. Und in manchem tust du auch sogar das, was gepredigt ist. Und du weißt, es ist die Wahrheit, es ist gerecht, es ist heilig. Das war Herodes. Genauso war Herodes.
[24:13] Aber was hat Herodes später mit Johannes dem Täufer gemacht? Er hat ihm den Kopf abgeschlagen. Warum denn das? Das war der Gruppendruck, nicht wahr? Er hatte etwas vorheriges gesagt. Und dann war er plötzlich in diesem Gruppendruck. Und er hat diesem Johannes den Täufer, den er so sehr mochte, den er so gern gehört hat, wo er jeden Sabbat in diese eine Gemeinde gekommen ist, wo Johannes gepredigt hat, nur um ihn zu hören, der hat ihm später den Kopf abgeschlagen. Hast du Prediger, die du gerne hörst? Wo du gerne deswegen von vielleicht sogar kilometerweit fährst, um dort in die Gemeinde zu fahren? Prediger, die du gerne hörst, dass du einen Internetkanal anschaltest, um nur ihn zu hören? Könnte es sein, dass du trotzdem ihm später den Kopf abschlägst? Er sagt: "Das ist ja unmöglich. Ich würde doch meinem Lieblingsprediger niemals den Kopf abschlagen, oder?" Sicher? Herodes hat einen Lieblingsprediger. Und er hörte ihn gerne und er wusste die Wahrheit und er hat ihn verteidigt und hat ihm dann doch den Kopf abschlagen lassen. Warum? Weil es offensichtlich nicht ausreicht, die Wahrheit gern zu hören.
[25:40] Es reicht nicht aus, ein Drei-Engels-Botschaft-Tourist zu sein und die Gemeinde sich rauszusuchen, wo die Drei-Fach-Engels-Botschaft am klarsten verkündigt wird. Da ist jetzt meine Gemeinde. Das ist gut, übrigens, nichts dagegen. Aber es reicht nicht aus. Wer begeistert ist, die Botschaft zu hören, die sie gerne hört und sogar in manchem umsetzt, ist nicht davor geschützt, später demjenigen, der die Botschaft gepredigt hat, den Kopf abzuschlagen. Und ich habe keine Angst davor, dass er mir den Kopf abschlägt. Aber ich möchte euch dafür sensibilisieren, dass es Menschen gibt, die die Botschaft kennen und wissen und schätzen, nicht aus Heuchlerei. Glaubt ihr, Herodes war ein Heuchler? Glaubt ihr, er war ein Heuchler? Glaubt ihr, er hat nur so getan? Nein, er hat ihn wirklich geschätzt. Es war wirklich sein Lieblingsbotschaft. Es war wirklich sein Lieblingsprediger, der Johannes der Täufer. Und doch hat er ihm den Kopf abgeschlagen.
[26:52] Schaut mit mir in Johannes 5, über die Pharisäer, ebenfalls in Bezug auf Johannes den Täufer. Johannes 5, Vers 35. Da spricht Jesus über Johannes den Täufer und sagt den Pharisäern: "Jener war die brennende und scheinende Leuchte, ihr aber wolltet euch nur eine Stunde in ihrem Schein erfreuen." Mit anderen Worten, als Johannes der Täufer gepredigt hat, kamen sogar die Theologen, die Pharisäer und die Sadduzäer, und sie kamen zu ihm und sagten: "Das ist interessant hier, wie er die Bibel auslegt, da wollen wir mehr von hören, das ist interessant. Schön, wir wollen mehr davon hören." Aber sie wollten nicht selbst ein Licht sein. Sie haben sich am Licht der anderen erfreut.
[27:44] Meine Frage heute Morgen ist sehr einfach: Freust du dich am Licht der anderen und kommst du deswegen hierher oder schaltest du deswegen das Internet an, weil du dich am Licht der anderen erfreust, oder bist du selbst ein Licht? Jesaja 58 sagt: "Ich habe eine Botschaft an euch." Es reicht nicht aus zu sagen: "Ich bin in einer konservativen Gemeinde, ich erfreue mich an der Wahrheit, ich bin da, ich unterstütze das, vielleicht sogar noch mit meinem Geld." Diese Menschen, die das getan haben, haben später Johannes den Kopf abgeschlagen und haben Jesus gekreuzigt. Du sagst vielleicht: "Das könnte mir niemals passieren." Gott weiß es besser, Gott ist klüger als du. Also hör die Botschaft. Lasst uns gemeinsam die Botschaft hören von Jesaja 58.
[28:44] Schauen wir uns die nächsten Verse an. Denn uns ist ja gesagt worden, dort befindet sich das Heilmittel für diese Situation. Ellen White sagt uns, dass die Siebenten-Tags-Adventisten nicht realisieren, was für eine Verantwortung sie haben. Sie kooperieren nicht. Könnt ihr euch erinnern, der Aussatz des Egoismus hat die Gemeinde ergriffen? Übrigens, was ist Aussatz für eine Krankheit? Eine Hautkrankheit. Wenn jemand Aussatz hat und nicht berührt, was passiert? Das ist ansteckend. Das ist eine ansteckende Krankheit. Egoismus. Egoismus.
[29:29] Da hören wir das Volk Gottes, wie es zu Gott ruft: "Warum fasten wir und du siehst es nicht? Warum kasteien wir unsere Seelen und du beachtest es nicht? Wir machen doch alles, was du sagst." An welchem Tag sollte das Volk fasten? Welcher Tag war von Gott vorgesehen als Fastentag? Der große Versöhnungstag. Der Tag des Gerichts. In 3. Mose 23 sagt Gott: "Demütigt euch. Fastet, bekennt eure Sünden usw. Sucht mir eine Nähe, kommt zu mir." Wir tun das alles. Wir bekennen unsere Sünden. Wir fasten, wir kasteien uns. Wir tun alles richtig. Warum hörst du nicht? Wir zahlen den Zehnten. Wir kleiden uns richtig. Wir essen nur das Richtige. Wir kennen Offenbarung 13 auswendig. Warum hörst du nicht? Warum kommst du nicht? Wir haben eine lange Gebetsgemeinschaft. Wir sagen Amen. Wir sagen "Gesegneten Sabbat". Wir tun all das, was sich so geistlich anhört. Warum hörst du nicht? Wo ist der Spätregen? Warum ist der Spätregen nicht gefallen? Wir haben 10 Tage Global Prayer gehabt. Wir haben 40 Tage Beten für den Heiligen Geist gehabt. Wo ist der Spätregen?
[31:07] "Seht, an eurem Fastentag geht ihr euren Geschäften nach. Treibt eure Arbeit an. Ihr fastet, um zu streiten, zu zanken. Ihr fastet gegenwärtig nicht so, dass euer Schrei in der Höhe Erhöhung finden könnte." Gott sagt: "Ich weiß, dass ihr fastet. Ich weiß, dass ihr alles richtig macht. Ich weiß, dass ihr das und das nicht esst. Ich weiß, dass ihr euch richtig kleidet. Ich weiß, dass ihr all diese religiösen Pflichten, die ich auch vorgeschrieben habe, die ja richtig sind, einhaltet. Aber ich kann euch nicht erhören." Warum? Weil ihr schlecht übereinander redet. Weil ihr euch zankt. Weil ihr euch streitet. Weil ihr euch entzweit. Gott sagt: "Ich kann euch nicht hören. Ich kann euch nicht hören."
[31:55] Bisschen bedrückend, oder? Bisschen bedrückendes Gefühl, wenn man all die 28 Glaubenspunkte kennt, weiß und umsetzt. All die anderen Regeln und Vorschriften und all das, was Gott sagt, aus Liebe tut. Und Gott sagt: "Ich kann euch nicht hören, weil du hast schlechte Gedanken über den, der drei Reihen hinter dir sitzt." Da gibt es Menschen in der Gemeinde, wenn du an die denkst, dann kommt dir die Galle hoch. Und er sagt: "Bloß nicht, dass du das nicht kennst." Gibt es noch nicht den einen oder anderen, wo du sagst: "Meine Güte, dass der Adventist werden muss." Du betest vielleicht geheim, dass er sich eine andere Gemeinde sucht. Wenn er schon nach vorne kommt, aufs Podium, denkst du: "Oh nein." Wenn er schon anfängt, im gemeinsamen Gebet sein Gebet zu sprechen, denkst du: "Oh nein." Sag ich die Wahrheit, oder habe ich recht?
[32:53] Vers 5: "Meint ihr, dass mir ein solches Fasten gefällt, wenn der Mensch sich selbst seinen Tag lang quält und seinen Kopf hängen lässt wie ein Schilfhalm und sich ins Sacktuch und Asche bettet? Willst du das ein Fasten nennen und den Herrn wohlgefälligen Tag?" Könnte es sein, dass wir genau das gleiche Problem haben wie das Volk Israel damals? Dass wir so damit beschäftigt sind, konservativ zu wirken. Dass wir so damit beschäftigt sind, den konservativen Eindruck nach außen zu bringen.
[33:35] Ist das ein Fasten, das Gott gefällt? Dass alle wissen, wie sehr wir für Gott gelitten haben, wie viel wir für ihn geopfert haben. Und Gott hat diese provokanten Fragen: "Nennst du das ein Fasten? Ist das wirklich ein Fasten?" Und dann sagt Gott etwas Interessantes. Schaut mal, was in Vers 6 steht.
[34:03] Bevor wir in Vers 6 schauen, was ist Gott wohl wohlgefällig? Sagt die Bibel etwas, über was Gott wohlgefällig wäre? Schaut mal mit mir in Römer.
[34:10] In Römer 12, Vers 1.
[34:28] "Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, Römer 12, Vers 1. Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, angesichts der Warmherzigkeit Gottes, dass ihr eure Leiber darbringt als ein lebendiges, heiliges, gottwohlgefälliges Opfer. Das sei euer was? Vernünftiger Gottesdienst. Und passt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern lasst euch in eurem Wesen verwandeln, in eurem Denken. Durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute, wohlgefällige, vollkommene Wille Gottes ist."
[34:56] Wenn unser Denken nicht anders wird, wenn du nicht anfängst, neu zu denken durch die Gnade Gottes, dann können wir ein Programm nach dem anderen hier veranstalten. Wir können eine Organisation nach der anderen hier fabrizieren. Wir können einen Sprecher nach dem anderen von Amerika hinüberschiffen. Es bringt wie viel? Gar nichts. Ihr Lieben, das ist ein erstes Thema. Wir müssen unser Denken ändern. Unser Denken. Wie denkst du über deine Mitgeschwister? Wie denkst du über den Gemeinderat? Wie denkst du über den Prediger? Wie denkst du über den, der neben dir sitzt? Wie denkst du?
[35:54] Denn solange wir boshafte Gedanken haben, kann Gott uns nicht hören. Ist die Botschaft klar? Es ist sehr, sehr wichtig. Gott kann uns nicht hören. Und wenn wir tausendmal im Recht sind, theologisch, und zehntausendmal im Recht, was den Lebensstil angeht, Gott kann uns nicht hören. Und er will uns nicht hören. Und es waren übrigens zehntenzahlende, gesundlebende, an das Heiligtum glaubende, theologisch versierte Sabbath-Halter, die Jesus ans Kreuz gebracht haben. Bist du dir das bewusst?
[36:35] Ist der Sabbat richtig? Zehnten richtig? Gesund leben richtig? Heiligtum richtig? Ja! Ist es gut, sich zu demütigen und zu fasten am großen Versöhnungstag? War das von Gott verordnet? Ja! Aber es war nicht verbunden mit einer echten Herzenserneuerung. Mit einer echten Erneuerung des Denkens. Denn ihr Lieben, wisst ihr, manchmal verstehe ich, dass Herz einfach nur Denken bedeutet. Ja, Jesus soll in meinem Herzen wohnen. Ja, wohnt er in deinen Gedanken? Denkst du über ihn nach? Wenn dieser Bruder wieder seine Äußerung macht, diese Schwester, denkst du an Jesus? Oder denkst du: "Wie konnte der nur? Was erlaubt der sich?" Denkst du an Jesus? Handelst du so wie Jesus?
[37:29] Wenn dein Bruder oder deine Schwester in der Gemeinde dir auf die Füße treten, dass dir deine Fußnägel abfallen? Schon erlebt, dass du so richtig beleidigt gewesen bist? Und dass du im Recht gewesen bist, dass man dir dein Recht genommen hat? Und du warst beleidigt! Und Gott sagt: "Schön, dass du Recht hast. Warum bist du beleidigt?" "Ich war im Recht", sagt Gott. Aber ich war nicht beleidigt, als du mich ans Kreuz genagelt hast. Ja, wir sind manchmal im Unrecht. Manchmal im Recht und manchmal hat der andere Unrecht, das stimmt. Aber haben wir dafür ein Recht, beleidigt zu sein? Böse Gedanken zu haben, den anderen nicht mehr anzusprechen? Böse Worte hinter dem Rücken zu sagen? "Hast du gehört, was der gesagt hat? Unfassbar!"
[38:20] Schaut mit mir in Jesaja 58. Gott sagt jetzt, woran er gefallen hätte, was er möchte.
[38:33] Jesaja 58, Vers 6: "Ist nicht das Fasten, an dem ich gefallen habe, dass ihr ungerechte Fesseln losmacht, dass ihr die Knoten des Joches löst, dass ihr die Unterdrückten freilasst und jegliches Joch zerbrecht?" Was ist der Unterschied zu dem, was vorher beschrieben worden ist? Vorher haben wir ein Volk, das alles weiß und alles für richtig hält und noch dem Prediger applaudiert und sagt: "Ja, genau so wollen wir es." Aber hier geht es um ein Volk, das es praktisch umsetzt.
[39:06] Schaut mit mir ganz kurz, lasst meinen Finger in Jesaja 58 und lasst uns gehen zu Jakobus 1.
[39:30] Jakobus 1, Vers 21.
[39:35] Jakobus 1, Vers 21: "Darum legt ab allen Schmutz." Sagst du vielleicht: "Ja, ich habe allen Schmutz abgelegt." Aber schau mal, wie es weitergeht: "und allen Rest von Bosheit." Ist da noch ein bisschen Rest von Bosheit in dir? Du hast vielleicht schon viel übergeben, aber das ist ein bisschen Rest von Bosheit. "Legt ab allen Rest von Bosheit, nehmt mit Sanftmut das euch eingepflanzte Wort auf, das die Kraft hat, eure Seelen zu retten. Seid aber was? Täter des Wortes und nicht bloß Hörer."
[40:04] Was war das Problem von Herodes? Er war ein Hörer des Wortes und er liebte es. Er hat Amen gerufen. "Predige weiter, Johannes der Täufer. So ist es richtig. Ich bin mit dir. Oh, was er wieder gepredigt hat heute." Er war kein Täter. Er hat sich selbst betrogen. Lieber Freund, liebe Freundin, lieber Bruder, liebe Schwester, lieber Zuschauer, wenn du nur zuhörst, betrügst du dich selbst. Glaubt ihr, Gott möchte, dass wir uns selbst betrügen? Deswegen hat eine Botschaft wie ein Schofarhorn, die uns aufwecken soll und sagen: "Wow, wir sind in einem Selbstbetrug." Und ihr wisst ja, Laodicea befindet sich im Selbstbetrug, nicht wahr? Laodicea glaubt, wir sind so reich und sie sind elendig und arm, weil sie keine Täter des Wortes sind. Sie glauben, dass das Wort richtig ist, aber tun sie es auch?
[40:57] Schauen wir ganz kurz, was es bedeutet. Wir haben gesehen in Jesaja 58: Es bedeutet, ungerechte Fesseln zu lösen. Wörtlich heißt es: "Ketten der Bosheit." Glaubt ihr, es gibt Menschen, die sind von Bosheit gekettet? Weißt du, wer am wahrscheinlichsten von Bosheit gekettet ist? Die Geschwister in der Gemeinde, die dir auf den Schlips treten. Was ist deine Aufgabe? Wenn jemand dir auf den Schlips tritt, wenn jemand etwas sagt, was du nicht glaubst, was richtig war. Was ist deine Aufgabe? Zu schmollen? Zu sagen: "Mit dem will ich nichts mehr zu tun haben?" Was ist deine Aufgabe? Deine Aufgabe ist es, diese Kette, in der er gefangen ist, zu lösen. Hast du mal drüber nachgedacht? Vielleicht fällt dir jemand ein, wo du lösen könntest. Und wenn jeder jemanden findet, wo er dem anderen helfen kann, was meint der, was passiert? Dann entsteht Freiheit. Übrigens, da steht nicht, wir sollen den anderen mit der Kette der Bosheit erschlagen. Wir sollen die Kette lösen.
[41:56] Jetzt, wie macht man das? Wenn man merkt, der andere ist immer negativ. Der hat negative Gedanken. Oder ich merke, der andere wird so aufbrausend und das gefällt mir nicht. Oder der eine, der ist immer so hinten rum. Oder der andere, der lügt immer. Wie kann ich diese Ketten lösen? Ist meine Aufgabe, die Ketten zu lösen? Beten? Das Wort leben. Täter des Wortes. Die Verheißungen ausleben. Und dieser Person aktiv helfen. Im Sinne Jesu.
[42:32] Schaut mal, wie es heute heißt, in Vers 6: "dass die Knoten des Joches löst." Glaubt ihr, manche Menschen sind völlig verknotet in ihrer Seele? Ich habe schon ein paar Menschen getroffen, wo ich dachte, die sind nicht nur gefangen, das sind richtige Knoten drin. Manchmal ist es wie ein gordischer Knoten. Man steht davor und sagt: "Diese Person ändert sich nie." Gott sagt: "Ihr seid dazu da, den Knoten zu lösen." Bist du damit beschäftigt, die Knoten zu lösen? In der Gemeinde. Oder bist du damit beschäftigt, die Knoten zu zählen? Da sind Knoten, da sind Knoten, da sind große Knoten, da sind zwei Knoten. Drei Knoten sind da verknüpft. Wow. Du kannst die alle tabellarisch aufzeigen. Der hat einen Knoten, der hat einen Knoten. Oder löst du die Knoten? Übrigens, das heißt ja, man müsste sich mit den Personen beschäftigen, mit denen man am wenigsten kann, nicht wahr? Das ist die praktische Konsequenz daraus, übrigens. Interessant, oder?
[43:29] Schauen wir mal, wie es weiter heißt. Es heißt: "und dass sie die Unterdrückten freilassen und jegliches Joch zerbrechen." Gibt es Menschen außerhalb der Gemeinde, innerhalb der Gemeinde, die ein Joch auf sich tragen? Sei es eine stoffliche Sucht, sei es eine mentale Unterdrückung, sei es Angst, sei es was auch immer, es gibt so viele verschiedene Joche und unsere Aufgabe untereinander ist es, das Joch zu zerbrechen. Das sagt der Text.
[43:57] Schauen wir mal weiter in Vers 7: "Besteht es nicht darin, dass du dem Hungrigen dein Brot brichst und arme Verfolgte in dein Haus führst?" Übrigens, darf ich euch mal ein Wort hier hinweisen, was dort steht. Dort steht nicht, dass du dem Hungrigen Brot brichst, sondern dem Hungrigen *dein* Brot brichst. Wir haben ja kein Problem damit, anderen zu helfen, oder? Wir haben kein Problem damit, Missionen zu machen. Problematisch wird es nur, wenn wir dafür unsere eigene Freizeit aufgeben sollten. Deshalb ist es ja auch für uns da, nicht wahr? Wir müssen es auch mal ausruhen. Problematisch wird es da, wo wir das, was uns gehört, aufgeben. Das, was wir eigentlich nicht wirklich aufgeben können. Wenn wir im Überfluss haben und ein bisschen Brot geben können, das mag vielleicht gehen, nicht wahr? Aber jemanden in mein eigenes Haus einladen, der es braucht, auf mein Schlafzimmer oder mein Wohnzimmer zu verzichten.
[44:52] Jetzt im übertragenen Sinne. Ich möchte euch eine Frage stellen: Ihr sagt vielleicht: "Ich mache schon so viel für die Gemeinde. Ich komme zu der Veranstaltung, ich komme zu der Veranstaltung und ich komme noch zu der Veranstaltung. Ich komme noch zu der Veranstaltung." Aber was ist so viel? Ich brauche immer ein bisschen Freizeit, nicht wahr? Und ich muss ja auch mal ein bisschen an mich denken. Und ein Hobby habe ich auch noch. Übrigens, es geht nicht darum, dass man noch zu einer vierten Veranstaltung kommt. Vielleicht sagst du: "Ich bin so überlastet. Du weißt ja gar nicht, Christoph, du arbeitest ja nur für die Gemeinde. Aber ich habe noch meine Arbeit, nicht wahr? Ich habe noch meinen Haushalt. Ich habe noch meine Kinder. Das ist mir jetzt alles zu viel. Das ist mir jetzt zu viel. Ich kann nicht noch aktiv in der Gemeinde mitarbeiten. Ich bin ja froh, wenn ich das höre."
[45:45] "Geh es uns zugrunde." Die Geschichte wird erzählt von einem Mann, der im Winter einen langen Weg antrat. Er ging durch den Schnee und es waren viele Meilen, die er zu gehen hatte. Und es schneite und es war kalt. Und er hatte sich schon warm eingepackt, aber es war noch kälter als in Shanghai. Es war richtig kalt. Und nach Stunden und Stunden und Stunden war er durchgefroren, bis die Zähne und die Hände blau waren. Und es schneite und es schneite und es schneite, und er war beschwerlich an dem Weg und er wusste: "Ich schaffe es nicht." Es kommt der Moment, wo man noch kämpft, nicht wahr und versucht, und irgendwann kommt der Moment, wo man sagt: "Ich gebe auf. Ich schaffe es nicht mehr. Ich lege mich jetzt hier hin. Ich kann nicht mehr." Und als er gerade sich in den Schnee legen wollte, hat er die Stimme gehört eines anderen. Ein paar Meter entfernt, der schon im Schnee lag und rief: "Hilfe, Hilfe, ich erfriere!" Er war selbst halbtot. Er macht sich auf, geht zu diesem Mann, findet ihn mit völlig erfrorenen Beinen. Er muss schon den Schnee wegschaufeln. Er war schon fast begraben im Schnee. Und er nimmt ihn auf und schreit nur. Er kann sich nicht wirklich bewegen. Er nimmt ihn auf die Schultern und trägt ihn Meter für Meter, Meter für Meter, Hunderte Meter, Kilometer für Kilometer, bis er irgendwann eine Ortschaft erreicht. Und als er am Kamin sitzt, da schießt es ihm durch den Kopf: "Ich bin nur deswegen am Leben, weil ich ihm geholfen habe. Ich wäre tot."
[47:32] Die Kraft, meine Liebe, die Kraft mit allen Alltagsproblemen fertig zu werden, besteht nicht darin, weniger für Gott zu machen, sondern Täter des Wortes zu werden. In dem Moment, wo er den anderen sah und sich anstrengen musste, da bekam das Blut wieder neue Kraft in ihm. Es hat ihn wieder neu gewärmt. In dem Moment, wo du die Not des anderen siehst, wird dein eigenes geistliches Blut neu zirkulieren. Weil du plötzlich siehst, dass du es nicht mehr kannst. Um zu helfen, zu überwinden, muss ich ja selbst ein besseres Vorbild sein. Du wirst natürlich wieder anfangen, Gott mehr zu respektieren und zu reflektieren, als wenn du dich um dich selbst drehst, um deine Probleme, meine Schwierigkeiten. "Der hat mir das getan, der ist so böse zu mir, der ignoriert mich, ich habe schon drei E-Mails an ihn geschrieben, er hat immer noch nicht geantwortet. Wie kann der nur?" Dieser Egoismus.
[48:28] Ellen White sagt, das ist ein Aussatz. Und Aussatz fängt klein an. Er ist in Jesaja 58. Wisst ihr, wie viele Verse Jesaja 58 hat? 14. Und wir haben jetzt sieben Verse gelesen. Das heißt, wo befinden wir uns? In der Mitte. Und der erste Vers von Vers 8, also genau in der Mitte, genau auf dem Zentrum, im Gipfel des Kapitels. Was steht da? Was ist das erste Wort? "Dann." Das heißt, all die Bedingungen vorher, die Beschreibung, und dann auf dem Höhepunkt des Kapitels heißt es: "Wenn du das tust, was wir gerade beschrieben haben, dann, und was wird passieren? Dann wird dein Licht hervorbrechen."
[49:14] "Wie die Morgenröte und deine Heilung wird rasche Fortschritte machen." Frage: Möchtest du das Licht der Welt sein? Möchtest du, dass das Licht wächst in deinem Leben? Wie die Morgenröte. Wo kommt die Morgenröte her? Von Osten. Und was passiert mit der Morgenröte? Sie wird heller und heller und heller und heller. Und wisst ihr, welcher Engel aus dem Osten kommt, in Offenbarung? Welcher Engel kommt aus dem Osten, in Offenbarung? Hat in seiner Hand etwas? Es ist der Engel mit dem Siegel Gottes. Der Engel mit dem Sonnenaufgang. Das ist die Versiegelung, die von Osten kommt. Denn die Versiegelung ist etwas, was fortschreitet weiter und weiter, heller und heller, bis ich völlig gegründet bin im Wort Gottes. Wenn wir das tun, was hier steht, dann wird unser Licht hervorbrechen.
[50:20] Schaut mit mir in Jesaja 60, nur wenige Kapitel vorher, in Jesaja 60.
[50:29] Jesaja 60, Vers 1 und 1: "Mache dich auf, werde Licht, denn dein Licht, was steht dort? Kommt. Und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir. Denn siehe, Finsternis bedeckt die Erde, und tief ist dunkel die Völker, aber über dir geht auf der Herr und seine Herrlichkeit erscheint über dir." Wisst ihr, dass Ellen White sagt, dass das Kapitel besonders für Siebenten-Tags-Adventisten geschrieben ist? Bist du das Licht der Welt? Tust du etwas praktisch für andere?
[51:02] Ich sorge mich, ihr Lieben, ich sorge mich, dass wir in der Gefahr stehen, drei Engelsbotschaften-Touristen zu werden, die all die Prediger kennen, all die Botschaften gehört haben, aber es selbst nicht getan haben. Gott sagt: "Dein Licht geht auf über dir." Es ist nicht das Licht von einem anderen Prediger, es ist dein Licht. Du solltest dich nicht nur in das Licht des anderen Predigers stellen und sagen: "Schön, dass der das sagt, schön, dass wir den haben, schön, dass der uns das erklärt." Meine Güte, wenn alle Prediger, die bisher die drei Engelsbotschaften predigen, heute einen Herzinfarkt bekommen würden, würde die Gemeinde weitergehen, ja oder nein? Wenn all die Prediger, die ihr schätzt und liebt, alle einen Herzinfarkt heute bekommen würden und tot wären, dann lass uns so leben, dass wir es auch glauben. Lass uns leben, dass wir selbst das Licht sind, selbst studieren und vor allem selbst Täter des Wortes sind, das wir gelesen haben. Nicht abhängig machen von anderen.
[52:11] Wir wollen zum Schluss kommen. Lasst uns die Saire 58, nur die letzten Verse lesen, damit wir wissen, was Gott uns alles verheißt. Es ist eine unglaubliche Verheißung, wenn wir diesen einen Punkt verstehen. Gott liebt das Liebetreuseln. Gott liebt es, wenn wir ihn suchen wollen. Gott liebt all diese Dinge. Aber er möchte, dass wir das auch praktisch umsetzen in unseren einfachen Beziehungen untereinander. In der Gemeinde und nach außen hin. Übrigens, das wird uns helfen, auch echte Missionare zu sein. Und echte Missionare zu sein, hilft uns auch in der Gemeinde, mit denen umzugehen. Ich weiß nicht, wer von euch so reagiert, wie er reagieren würde in der Gemeinde. Wie reagieren wir meistens? "Ach, der Arme, der weiß es halt nicht besser. Wir beten für ihn." Wie wäre es, wenn wir in der Gemeinde so reagieren würden, wenn uns jemand wieder auf den Schlips tritt? "Ach, der Arme, der weiß es halt noch nicht besser. Wir beten für ihn. Wir gewinnen ihn auch noch." Warum reagieren wir nicht so? Vielleicht deswegen, weil wir zu wenig Erfahrung in der Mission haben, dass das ganz automatisch in unserem Kopf läuft? Übrigens, wir haben heute Missionssabbat, nicht wahr? Ja.
[53:21] Die Saal 58, Vers 8: "Dann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgengrüte, deine Heilung wird rasche Fortschritte machen, deine Gerechtigkeit wird vor dir hergehen und die Herrlichkeit des Herrn wird deine Nachhut sein. Wenn man dich sieht, wird man Gerechtigkeit sehen." Es heißt weiter in Vers 9: "Dann wirst du rufen und der Herr wird was? Antworten." Du möchtest Gebetserfahrung haben? Setz die Saal 58 um. Das ist die Verheißung, du wirst Gebetserfahrung haben. Du wirst schreien und er wird sagen: "Hier bin ich." Übrigens, wer hat zum ersten Mal gesagt: "Hier bin ich?" Wo kommt diese Geschichte zum ersten Mal vor? "Hier bin ich." Abraham und Isaak: "Hier bin ich, hier bin ich." Vater und Sohn, er sagt: "Ich möchte dein Vater sein."
[54:04] Dann heißt es weiter: "Wenn du das Joch aus deinen Mitteln wegtust, das höhnische Finger zeigen und das unheilvolle Reden, alles, was wir besprochen haben, wenn du dem Hungrigen dein Herz da reichst und die verschmachtete Seele sättigst, dann wird dein Licht in der Finsternis aufgehen und dein Dunkel wird sein wie der Mittag." Wir brauchen mehr Bibelchristen, die in dieser dunklen Zeit ein echtes Licht sind. Die sich nicht nur am Licht der anderen freuen. Wir brauchen mehr Adventisten, die in dieser dunklen Zeit in der Gemeinde ein Licht sind und sich nicht nur am Licht der anderen freuen. Das ist diese allgemeine Botschaft, deutlich und klar heute vor euch.
[54:36] Es heißt in Vers 10, Vers 11: "Der Herr wird dich ohne Unterlass leiten und deine Seele in der Dürre sättigen und deine Gebeine stärken. Du wirst sein wie ein wohlbewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, deren Wasser niemals versiegt." Das ist das, was Jesus der Frau am Samariterbrunnen gesagt hat: "Du wirst, in dir wird eine Quelle des Wassers sein, das bis ins ewige Leben hinfließt." Bist du eine Quelle? Fließt es und sprudelt es aus dir heraus?
[55:04] Vers 12: "Und die aus dir hervorgehen, werden die Trümmer der Vorzeit wieder aufbauen. Du wirst die Grundmauern früherer Geschlechter wieder aufrichten. Man wird dich nennen, der die Breschen vermauert und die Straßen wiederherstellen kann, damit man dort wohnen kann." Was ist das, was zerbrochen worden ist? Wo die Mauer, wo eine Bresche in die Mauer geschlagen worden ist?
[55:22] Vers 13: "Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, Gott weiß, in das Gesetz Gottes eine Lücke geschlagen worden. Der Sabbat ist verloren gegangen und er braucht Menschen, die den Sabbat nicht nur theoretisch verkündigen, sondern praktisch als ein Licht der Welt ausleben. Wenn du am Sabbat deinen Fuß zurückhältst, dass du nicht an meinem heiligen Tag das tust, was dir gefällt, wenn du den Sabbat deinen Lust nennst und den heiligen Tag des Herrn ehrenwert, wenn du ihn ehrst, sodass du nicht deine Gänge erledigst und nicht dein Geschäft treibst, noch nicht die Gebote redest, dann wirst du an dem Herrn deine Lust haben. Und ich will dich über die Höhen des Landes führen und ich speise mit dem Erbe deines Vaters Jakob." Ja, der Mund des Herrn hat es verheißen. Gott spricht heute zu dir, lieber Freund und Freundin. Er sagt: "Ich möchte dir das Erbteil Jakobs geben." Was war Jakob versprochen? Und Abraham und Isaak? Was war das? Das ist das himmlische Kanaan. Wenn du, ich habe es gesagt, 58 umsetzt, wenn du dieses Heilmittel, dieses natürliche Heilmittel, übrigens, obwohl es eigentlich übernatürlich ist, das ist eigentlich ein übernatürliches Heilmittel, anwendest, du Täter des Wortes bist, wenn du deine Gedanken Jesus unterstellst und dich weigerst, schlecht zu denken über andere, dich weigerst, schlecht zu reden über andere und wisst ihr, das gilt für mich und das gilt für dich, das gilt für uns alle, das gilt für uns alle. Ich sage es dir, das gilt für uns alle. Das ist das Erbteil vom großen Versöhnungstag und Sabbat-Reform. Könnt ihr sehen, dass es auf unsere Zeit zutrifft? Auf die Zeit des Endes. Dieses Kapitel wird eingegrenzt, am Anfang durch den großen Versöhnungstag, am Ende durch den Sabbat. Das sind die beiden Hauptmerkmale unserer Botschaft: "Fürchtet Gott, gebt ihm die Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen." Und bitte den, der gemacht hat, Himmel, Erde, Meer und Wasserquellen. Und das Volk, das an diese Botschaft glaubt und es angenommen hat, lebt nicht so, wie es sein sollte. Aber wenn es so lebt, dann wird das Licht erscheinen, dann wird es hervorbrechen, dann wird etwas passieren und dann werden wir auf den Höhen über die Erde hinüberfliegen.
[57:35] Mein letzter Vers war: Wisst ihr, was das heißt, "über die Höhen"? Wie es hier heißt, dass er sagt, 5. Mose 32, dieses Lied ist Mose.
[58:01] 5. Mose 32, Vers 13, letzter Vers für heute. Es heißt: "Über Gott, wie das Volk Israel durch die Wüste geführt hat, schaut mal, was er sagt. Er sagt: 'Er ließ ihn über die Höhen der Erde fahren und er aß vom Ertrag der Felder.'" Jetzt schaut mal, was das bedeutet. "Er ließ ihn Wasser saugen." Was steht bei euch? "Honig." Woher? Aus den Imkerwaben? Aus dem Honigglas? Aus dem Honigkuchen? Wo kommt der Honig her? Aus dem Felsen. Frage: Ihr wandert durch die Wüste. Keine Bienen zu sehen. Kein Honig. Kein Supermarkt, wo man Honig kaufen kann. Gott sagt: "Ich will dir Honig geben." Du fragst dich, wo? Und dann sagt Gott: "Siehst du den Stein dort? Siehst du diesen Felsen? Granit. Beiß hinein." Was würdest du sagen? Da kommt kein Honig raus. Aber Gott sagt: "Ich lasse dich den Honig saugen aus dem Felsen." Vielleicht sagst du: "Früher war das besser. Momentan in meinem Leben, da sind lauter Steine in meinem Leben. Ich habe das Gefühl, ich beiße auf Stein. Mir fallen alle Zähne aus. Sogar die weißen Zähne." Gott sagt: "Beiß in den Stein." Was so sinnlos erscheint, wird dir Honig geben. Wenn du bereit bist, richtig darüber zu denken. Wenn du bereit bist, nur das Beste zu denken über deine Mitgeschwister, kannst du sogar aus Steinen Honig saugen.
[59:45] Wisst ihr, was Ellen White sagt? Am Ende der Zeit werden wir unsere Wärme aus der Kälte der anderen Menschen beziehen müssen. Glaubt ihr, irgendjemand wird uns noch lieben? Woher wird dann unsere Liebe, unser Selbstvertrauen, woher wird es kommen? Wenn wir jetzt immer davon abhängig sind, dass andere uns vielleicht gut finden. Wenn wir die richtige Gesinnung haben, kann jemand uns ins Angesicht spucken. Wir können ihn trotzdem noch lieben. Er kann uns vor der versammelten Gemeinde runtermachen. Wir können ihn lieben. Er kann uns ignorieren und von oben herab behandeln. Und wir können ihn immer noch lieben. Wir können Honig aus dem Stein saugen. Und wie es weiter heißt: "Öl aus dem harten Geschmack." Honig und Öl. Ein Symbol für die Freude und für den Heiligen Geist aus scheinbar totem Gestein. Und vielleicht denkst du, bei dieser einen Person, da ist nichts zu holen. Doch, Honig. Honig und Öl. Die Frage ist: Bist du bereit für diese Erfahrung? Bist du bereit, dein Denken verändern zu lassen? Bist du bereit, diese Botschaft des Schofarhorns an Israel zu hören?
[1:01:08] Wenn du dich umschaust, kannst du ehrlich sagen, dass jede einzelne Person in diesem Raum, dass du sie höher achtest als dich selbst? Das ist ein guter Test, übrigens. Wenn du mal wissen willst, ob du ein Problem mit Egoismus hast, schau dich in dem Raum um, in dem du gerade dich befindest, und frage dich: Kann ich jede einzelne Person, die hier sitzt, höher achten als mich selbst? Wenn nicht, hast du ein Problem. Wenn nicht, bist du das Problem. Und wenn ja, dann ist es die Gnade Gottes. Denn Jesus hat so gedacht. Und er möchte, dass wir so sind. Also hier ist einfach ein Aufruf. Möchtest du das erleben? Möchtest du so sein? Oder ich möchte sagen, das ist mein Wunsch. Ich sehe, dass ich gesündigt habe, und das ist mein Wunsch.
[1:02:11] Lieber Vater im Himmel, wir danken dir von ganzem Herzen für diese Botschaft. Seite 58 ist wirklich ein Heilmittel. Es deckt eine Wunde auf, die wir so gerne übersehen. Wir reden so gerne über Lebensstilkonferenzen. Und das ist auch zu Recht, denn Theologie ist wichtig. Wir reden so gerne über Lebensstilfragen, und das ist sehr wichtig. Aber wir unterschlagen manchmal unsere eigenen bösen Gedanken. Wir unterschlagen unsere schlechten Gedanken, unsere Unmenschlichkeit. Im Glauben ist alles in Ordnung, weil wir wissen ja die Wahrheit. Aber wir haben jetzt gesehen: Jesus, du kannst uns nicht antworten. Du kannst nicht begeistert sein, und du bist auch kein wenig beeindruckt von keinem veganen Würstchen, solange in unseren Herzen wir Groll auf andere hegen. Solange wir dem anderen nicht von Herzen vergeben können. Solange wir den anderen nicht höher achten als uns selbst. Und so bitten wir dich von ganzem Herzen. Ich bitte dich für mich. Denn ich weiß, was ich heute gesagt habe, gilt mir. Es gilt bestimmt vielen anderen hier auch. Dass du uns Gnade schenkst, dass du uns vergibst und dass du uns eine echte Erweckung und Reformation auch in diesem Punkt schenkst. Dass die Gnade, die wir so lieben, uns auch an diesem Punkt erzieht. Damit wir ein Licht sein können. Jesus, du hast uns schon so viel gegeben und wir sind dir so dankbar für die vielen Segnungen. Und Cannstatt ist so eine Gemeinde, die so reich gesegnet ist. Aber wir möchten diesen Segen nicht aufs Spiel setzen. Wir möchten mit deinen Bedingungen begeistert sein von dem, was wir hören. Wir möchten Täter des Wortes sein. Und so bitten wir dich von ganzem Herzen, dass du uns in unserer Schwachheit hilfst und dass du deine Verheißung aus Jesaja 58 wahr machst. Dass du uns über die Höhen der Erde führen wirst. Dass wir sogar aus dem Stein und aus dem harten Felsen Honig und Öl heraussaugen können. Du hast tausend Wege, von denen wir nichts wissen. Wir müssen nicht verzweifeln. Wir können alle unsere Sorgen auf dich werfen. Und dafür danken wir dir von ganzem und tiefem Herzen. Mach uns treu. Und wir wissen, dass wenn wir in unseren Gedanken mit dir verbunden sind, dann werden wir es auch in der Theologie sein. Dann werden wir es auch im Lebensstil sein. Dann werden wir es in allen anderen Punkten sein. Und dann werden wir es in Liebe tun. Und wir danken dir, dass du uns dadurch zu einem Zeugnis machen wirst für die ganze Welt, damit du bald wiederkommen kannst.
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