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In dieser Predigt von Ronny Schreiber geht es um die Bedeutung des „Erz im Schmelzofen“ als biblisches Symbol. Anhand von Abrahams Bund mit Gott und der Beschreibung des Schmelzofens in der Bibel wird verdeutlicht, wie Gott sein Volk durch Prüfungen und Leiden reinigt und veredelt. Die Predigt beleuchtet die Parallelen zu Jesus Christus als demjenigen, der durch das Feuer geht, und zeigt auf, wie Leid und Anfechtungen uns helfen, Gott näher zu kommen und für seine Herrlichkeit vorbereitet zu werden.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:00] Liebe Gemeinde, ich freue mich sehr, dass ich heute hier mit euch sprechen darf, dass ich heute das Wort bringen darf. Ich möchte euch ganz herzlich begrüßen, liebe Gemeinde, liebe Freunde, auch liebe Freunde am Livestream.

[0:14] Ich habe mir einen Predigtext ausgesucht, der ein bisschen auch zu dem Thema der Kindergeschichte passt. Und zwar möchte ich mit euch lesen, schlagt bitte mit mir auf, das erste Buch Mose, Kapitel 15. Und hier möchte ich mit euch die Verse 7 bis 18 lesen. Das ist der Text. Ich lese ihn laut vor, könnt mitlesen.

[0:53] Und er sprach zu ihm, also Gott sprach zu ihm, zu Abraham, ich bin der Herr, der dich von Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zum Erbbesitz zu geben. Abraham aber sprach: Herr, Herr, woran soll ich erkennen, dass ich es als Erbe besitzen werde? Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijährige Kuh, eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube. Und er brachte das alles und zerteilte es mittendurch und legte jedes Teil dem anderen gegenüber. Aber die Vögel zerteilte er nicht. Da stießen die Raubvögel auf die toten Tiere herab, aber Abraham verscheuchte sie. Und es geschah, als die Sonne anfing sich zu neigen, da fiel ein tiefer Schlaf auf Abraham. Und siehe, Schrecken und große Finsternis überfielen ihn. Da sprach er zu Abraham: Du sollst mit Gewissheit wissen, dass dein Same ein Fremdling sein wird in einem Land, das ihm nicht gehört. Und man wird sie dort zu Knechten machen und demütigen 400 Jahre lang. Aber auch das Volk, dem sie dienen müssen, will ich richten. Und danach sollen sie mit großer Habe ausziehen. Und du sollst in Frieden zu deinen Vätern eingehen und im guten Alter begraben werden. Sie aber sollen in der vierten Generation wieder hierher kommen, denn das Maß der Sünden der Amoriter ist noch nicht voll. Und es geschah, als die Sonne untergegangen war und es finster geworden war. Siehe, da war ein rauchender Glutofen und eine Feuerfackel, die zwischen den Stücken hindurchfuhr. An jenem Tag machte der Herr einen Bund mit Abraham und sprach: Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben. Vom Strom Ägyptens bis an den großen Strom, den Euphrat.

[2:34] Eine interessante Begebenheit. Abraham möchte ein Zeichen von Gott. Er möchte Gewissheit haben, dass dieser Bund fest ist, dass Gott diesen Bund mit ihm schließt. Und in Vers 7 und 8 haben wir gelesen: Ich bin der Herr, der dich von Ur in Chaldäa herausgeführt hat, um dir dieses Land zum Erbbesitz zu geben. Das ist die Verheißung. Und Abraham antwortete: Herr, Herr, woran soll ich erkennen, dass ich es als Erbe besitzen werde? Und interessant, man hätte jetzt gedacht, es gibt irgendwie ein bestimmtes Zeichen, ein Wunder, irgendwas muss passieren. Aber in Vers 17 und 18, da kommt eigentlich das Zeichen, das dem Abraham Gewissheit geben soll. Es geschah, als die Sonne untergegangen war und es finster geworden war. Siehe, da war ein rauchender Glutofen und eine Feuerfackel, die zwischen den Stücken hindurchfuhr. Das heißt, an jenem Tag machte der Herr einen Bund mit Abraham. Das Zeichen war ein Ofen, eine Feuerfackel und diese Opferstücke. Diese Dinge möchte ich mit euch betrachten: den Ofen, diese Opfer und die Feuerfackel.

[3:44] Nun, es ist interessant, wenn wir uns anschauen, was ist, was ist dieser Ofen? Woher kommt dieser Ofen? Und dann möchte ich mit euch mal aufschlagen, fünftes Buch Mose, Kapitel 4 und dort den 20. Vers.

[4:07] Fünftes Buch Mose, Kapitel 4, Vers 20. Euch aber hat der Herr genommen und herausgeführt aus dem Eisenschmelzofen aus Ägypten, damit ihr sein Eigentumsvolk sein solltet, wie es heute der Fall ist. Der Ofen, der Schmelzofen repräsentiert das Land Ägypten. Dann lesen wir noch von Opferstücken und einer Feuerfackel. Diese Feuerfackel, der Ofen ist Ägypten. Die Feuerfackel geht durch die Opferstücke hinweg.

[4:42] Woher kennen wir diese Feuerfackel? Was für Geschichten kennt ihr, wo die Feuerfackel vorkommt? Eine Feuersäule und die Wüstenwanderung, die Wüstenwanderung zum Beispiel. Als Gott sein Volk herausführte aus Ägypten, hat er sich mit einer Feuerfackel umgeben. Er war eine Feuersäule. Dieses Symbol finden wir öfter mal. Zum Beispiel ein Feuer hat er sich gehüllt, als er im Dornbusch gesprochen hat mit Mose. Wir kennen dieses Symbol auch der sieben Fackeln, die vor dem Thron Gottes stehen. Das ist ein Symbol für den Heiligen Geist in Offenbarung 4, Vers 5. Oder auch bei Jesus erkennen wir, dass zum Beispiel in Daniel 10, Vers 6 oder auch in der Offenbarung Kapitel 1, Vers 14 und 15 Jesus beschrieben wird, als er Feuerfackeln in den Augen oder Augen waren seine Feuerfackeln. Interessant ist, dass in Offenbarung 1, Vers 14 und 15 es auch heißt, wo Jesus beschrieben wird, dass seine Füße wie Erz waren, das im Ofen blühte. Wenn wir nun also sagen können, dass der Ofen für Ägypten steht, die Feuerfackel ein Symbol für Gott ist, bleibt es interessant, was das für Opfertiere da sind.

[6:00] Es wird von Opfertieren gesprochen und es werden eine Menge Opfertiere hier aufgeführt in diesem Text. Und wenn wir uns anschauen, was sind das? Waren es Schuldopfer? Nein, es waren nicht alles Schuldopfer, denn eine Kuh ist kein Schuldopfer. Es waren auch nicht alles Sündopfer oder Friedensopfer, denn Tauben sind keine Sünd- und Friedensopfer. Und Speisopfer kann es auch nicht gewesen sein, denn Speisopfer sind ja Öl und Mehl und natürlich über allen Opfern Salz drüber. Nur ein einziges Opfer hat all diese Tiere und das ist das Brandopfer. Und das Brandopfer, für das all diese Tiere verwendet werden, finden wir im dritten Buch Mose. Die ersten sieben Kapitel sprechen davon. Die ersten sieben Kapitel studiert, werden all diese Opfer aufgezählt. Ganz vorne im ersten Kapitel wird das Brandopfer beschrieben. Nun, das Brandopfer, das kennen wir doch auch irgendwoher als Symbol. Das Brandopfer, woran denkt ihr? Das Brandopfer, wer ist das Brandopfer?

[7:04] Helle? An's Heiligtum, ja. Das Brandopfer, vorne war der Brandopferaltar, genau. Auf dem Berg Karmel, da gab es, genau, bei den Baal-Propheten, da gab es auch dieses Brandopfer, ja. Aber Abraham und Isaak, genau, Abraham brachte seinen Sohn Isaak als Brandopfer da oder war willens, das zu tun. Was für ein Symbol war Isaak, für wen? Für das Lamm Christi, für das Brandopfer Jesus Christus. Diese Opfer sind ein Symbol auf Jesus Christus hin, die wir lesen. Das ist interessant. Da hatten wir diese Opfertiere, die das Brandopfer beschreiben, aber das Brandopfer, unser Brandopfer, ist Jesus Christus gewesen.

[7:48] Jetzt in Vers 11 in unserem Text lesen wir, nachdem Abraham diese, oder Abram, hieß er da noch, diese Stücke zerteilt hat, dass die Raubvögel auf diese Stücke her niederfuhren und Abraham verscheuchte sie. Er zerteilt diese Tiere, legt sie hin und dann stoßen Raubvögel drauf hinab. Wo in der Bibel finden wir Raubvögel oder Vögel, die etwas rauben?

[8:18] Vögel, die etwas rauben in der Bibel. Schau mal in Lukas 8, Vers 5. Die Geschichte kennt ihr alle. 8, Vers 5, das Gleichnis vom Sämann. Auch da wird Saat ausgestreut und einiges von dieser guten Saat fällt auf den Weg und auf den Weg kommen Vögel und rauben sie, rauben diese Saat. Wenn wir Lukas 8, Vers 5 anschauen, dann was ist diese Saat, die ausgestreut wird? Das Wort Gottes, richtig, das sagt uns Vers 11. Und was repräsentieren diese Vögel, Vers 12? Den Teufel, denn die Vögel reißen die Saat raus, aber in 8, Vers 12 heißt es, der Teufel raubt die Saat. Die Vögel rauben die Saat und der Teufel raubt die Saat. In beiden Fällen sind es beides die Räuber dessen. Wenn wir Raubvögel haben, Abraham, Vögel, die etwas rauben wollen, und Abraham verhindert es, Satan hat auch damals versucht, das Opfer zu verhindern von Jesus Christus. Er hat alles dafür getan, dass dieses Opfer niemals stattfinden kann. Er hat versucht zu verhindern, aber Jesus Christus hat ihm widerstanden durch das Wort Gottes. Er konnte Satan verscheuchen durch das Wort Gottes.

[9:39] Etwas Interessantes, was ich fand, ist die Art und Weise, wie diese Opferstücke gelegt wurden. Diese Opferstücke hat Abraham als eine Art Spalier gelegt. Also er hat links welche gehabt und rechts welche gehabt, er hat sie immer gegenüber gelegt. Und wir finden so etwas nochmal in der Bibel, dass jemand sowas gemacht hat. Nämlich in Jeremia 34. Den Text würde ich gerne mit euch lesen. Jeremia 34.

[10:18] Jeremia 34 und dort Vers 18 und 19. Jeremia 34, 18 und 19 heißt: Und die Männer, die meinen Bund übertreten haben, indem sie die Worte des Bundes nicht ausgeführt haben, den sie vor meinem Angesicht schlossen, als sie das Kalb zerteilten und zwischen seinen beiden Hälften hindurchgingen, die Fürsten Judas und die Fürsten von Jerusalem, die Kämmerer und die Priester und das ganze Volk des Landes, so viele von ihnen zwischen den Stücken des Kalbes hindurchgegangen sind. Hier bei diesem Hindurchgehen zwischen diesen Stücken der Bundesschluss. Hier wurde ein Bund damit besiegelt, indem man ein Opfertier zerteilte und mitten hindurchging. Das gleiche lesen wir hier auch. Ein Bund sollte geschlossen werden.

[11:04] Die Feuerfackel, Jesus Christus, ging mitten hindurch. Interessant ist, dass der Weg das Opfer ist. Der Weg, durch den die Feuerfackel geht, ist das Opfer selbst. Was sagt uns die Bibel? Wer ist der Weg? Jesus Christus steht in Johannes 14, Vers 6: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater außer durch mich. Das Spalier, das da gebildet wurde, diese Opfertiere, der Weg war Jesus Christus selber. Die Feuerfackel, die aus Ägypten aus dem Glutofen hinweg durch dieses Opfer durchgegangen ist, war auch Jesus Christus. Er ist der Führer und er ist das Opfer. Er hat beides an sich. Jesus wollte, dass sein Volk ihm nachfolgt. Der Weg war er selber und er wollte sie aus dem Land Ägypten, aus dem Leid und aus dem Elend dort befreien.

[12:02] Es ist interessant, diese Symbolik, dass wir Ägypten als Glutofen dargestellt haben. Warum eigentlich? Schauen wir uns einen Glutofen mal an. Dazu lese ich nochmal ab Vers 12.

[12:17] Und es geschah, als die Sonne anfing sich zu neigen, da fiel ein tiefer Schlaf auf Abram und siehe, Schrecken und große Finsternis überfielen ihn. Da sprach er zu Abram: Du sollst mit Gewissheit wissen, dass dein Same ein Fremdling sein wird in einem Land, das ihm nicht gehört. Und man wird sie dort zu Knechten machen und demütigen 400 Jahre lang. Aber auch das Volk, dem sie dienen müssen, will ich richten. Und danach sollen sie mit großer Habe ausziehen. Und du sollst in Frieden zu deinen Vätern eingehen und im guten Alter begraben werden. Sie aber sollen in der vierten Generation wieder hierher kommen, denn das Maß der Sünden der Amoriter ist noch nicht voll.

[12:53] Frage: Warum blieb das Volk so lange im Glutofen Ägyptens? Was war der Grund, dass sie 400 Jahre da drin sein mussten? Weil das Maß der Sünden der Amoriter noch nicht voll war. Das Land, in das sie ziehen sollten. Gott ist gerecht. Er schickt nicht einfach in ein Land, das besetzt ist von guten Leuten. Gott wird keine Gerechten vertreiben, ausmerzen, austilgen. Wenn da noch Gerechte sind, ist Gott gnädig, langmütig und geduldig. Und sein Volk muss warten, bis das Maß der Sünde voll ist. Das ist der eine Grund. Ein zweiter Grund ist interessant: Gott will sein Volk vorbereiten. Er will sein Volk zubereiten. Es ist noch gar nicht an der Zeit für das Volk.

[13:46] Schaut mal in Jesaja 48 und dort Vers 10.

[14:03] Jesaja 48, Vers 10. Siehe, ich habe dich geläutert, aber nicht im Silberschmelzofen, im Schmelzofen des Elends habe ich dich geprüft. Gott sagt: Ich habe dich geprüft und geläutert, aber nicht im Silberschmelzofen, sondern im Schmelzofen des Elends habe ich dich geprüft. Was genau prüft Gott eigentlich? Was prüft er? Was bezweckt er mit diesem Ofen? Warum prüft Gott da?

[14:28] Unsere Treue. Sprüche 17, Vers 3 sagt: Der Schmelztiegel prüft das Silber und der Ofen das Gold. Der Herr aber prüft die Herzen. Unsere Herzen werden geprüft. Und wir müssen uns vorstellen, ich weiß nicht, ob alle wissen, wie so ein Schmelzofen funktioniert.

[14:56] Schauen wir uns so etwas mal an. Da haben wir einen Ofen und in diesen Ofen packen wir jetzt Erzklumpen hinein. Staubzerze. Und so ein Erz hat ja verschiedene, wir finden ja kein reines Erz, sondern diese Erze, die haben verschiedene Inhaltsstoffe. So ein Klumpen Erde, so ein Klumpen Stein hat vielleicht Eisen, Gold, Silber, vielleicht Magnesium, Natrium, Kobalt, was auch immer. Eine ganze Bandbreite von Elementen da drin. Und ich will jetzt etwas Bestimmtes herauskriegen, das Gold zum Beispiel. Ich nehme also diesen Erzklumpen und lege ihn in den Ofen. Jetzt heize ich den Ofen an und all diese Elemente haben eine definierte Schmelztemperatur. Zum Beispiel Eisen schmilzt zum Beispiel bei ungefähr 1560 Grad, 1570. Gold schmilzt bei 1067. Silber schmilzt ungefähr bei 961. Jetzt habe ich all diese Elemente da drin und jetzt heize ich den Ofen an. Jetzt verflüssigen sich diese Elemente. Und jetzt kann ich sie definiert abkühlen. Wenn ich den Ofen jetzt etwas runterfahre, nämlich zum Beispiel auf 1300 Grad, dann wird das Eisen plötzlich fest sein, während das Gold noch flüssig ist und das Silber. Das Eisen fängt also an da auszuflocken und viele Erze, die nicht schmelzen, werden am Grund des Ofens liegen, einfach als Brocken, während alles andere da drin flüssig schwimmt. Obendrauf werden die Verunreinigungen sein, also irgendwelche Elemente und Spuren, die zu Asche verbrannt sind. Und das macht der Schmelzer. Der Schmelzer nimmt seine Kelle und zieht oben die sogenannte Schlacke weg, diesen Müll, der oben drauf ist. Untendrin sind die Erze ausgeschieden, um das Silber rauszukriegen. Früher waren es so Laugen. Ich glaube, heute nimmt man Chlorgas, um das Silber noch mit auszudampfen. Und dann habe ich nachher eine Schmelze, in der das Gold flüssig ist. Viele andere Elemente unten drin liegen. Der Schmelzer würde das jetzt nehmen, auskippen, in eine Form schütten und hätte ziemlich reines Gold. Jetzt würde er es erneut machen. Jetzt würde er es wieder in den Ofen stellen und den gleichen Vorgang noch mal machen. Und noch mal, und noch mal, und noch mal, bis es richtig rein ist.

[17:17] Schaut mal mit mir in Maleachi 3, 1-3. Maleachi 3, 1-3. Maleachi 3, 1-3. Hier wird im ersten Vers von einem Boten gesprochen. Der Bote, das ist Johannes der Täufer. Das soll uns aber nicht so interessieren, denn Maleachi 3, 1-3.

[17:47] Siehe, ich sende meinen Boten, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und plötzlich wird zu seinem Tempel kommen der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr begehrt. Siehe, er kommt, spricht der Herr der Herrscharen. Wer aber wird den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer des Silberschmelzers und wie die Lauge der Wäscher. Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen. Er wird die Söhne Levi reinigen und sie läutern wie das Gold und das Silber. Dann werden sie dem Herrn Opfergaben darbringen in Gerechtigkeit.

[18:17] Der Schmelzer, das ist Jesus Christus. Jesus Christus bezweckt was. Er will das Gold läutern. Jesus Christus will sein Volk reinigen. Wisst ihr, in der Antike war das so. Wenn da ein Ofen war und der Schmelzer hat die Elemente ineinander verschmolzen, dann wusste er, dass seine Elemente in reiner Form vorliegen. Wenn er die Schlacke abgeschöpft hat, dann hat er sich die Schmelze angeguckt, hat oben reingeguckt und wenn er sein Spiegelbild da drin sah, war es rein. Wenn Jesus Christus sein Spiegelbild in seinem Volk sieht, dann ist es rein. Dann sind wir geläutert, wurden wir reingemacht, immer wieder geläutert, immer wieder geläutert, bis Jesus Christus sein Spiegelbild in seinem Volk erkennen kann.

[19:07] Jetzt haben wir hier ein Problem, wenn wir uns die Geschichte aus Jeremia anschauen. Jeremia 6, Vers 27 und 30. Das Vorhaben Gottes war ja sein Volk zu reinigen, sein Volk zu läutern im Schmelzofen. Es ganz rein zu machen, damit sie sein Ebenbild widerspiegeln.

[19:24] Jeremia 6, Vers 27 bis 30. Jeremia 6, ab Vers 27. Ich habe dich zum Prüfer über mein Volk bestellt, zum Goldprüfer, damit du ihren Weg erkennst und prüfst. Sie sind alle widerspenstige Empörer, gehen als Verleumder umher, Erz und Eisen sind sie, verderben alle miteinander. Der Blasebalg schnaubt, vom Feuer ist das Blei verzehrt, vergebens hat man geschmolzen und geschmolzen. Die Bösen werden doch nicht ausgeschieden. Verworfenes Silber nennt man sie, weil sie der Herr verworfen hat. Gott hat versucht, sein Volk zu reinigen, ihm zum Eigentum zu reinigen, aber sie haben sich nicht läutern lassen. Sie haben die Reinheit Gottes nicht angenommen. Sie haben seinen Charakter nicht widergespiegelt und sie werden verworfenes Silber genannt. Das ist traurig und uns eine Warnung, aber ich möchte euch etwas zeigen und zwar eine ganz, ganz interessante Parallelstelle.

[20:26] Es gibt eine Parallele. Dazu müssen wir nochmal aufschlagen. 1. Mose 15, denn wir haben in Vers 13 gelesen, dass Gott zu Abraham sprach: Du sollst mit Gewissheit wissen, dass dein Same ein Fremdling sein wird in einem Land, das ihm nicht gehört und man wird sie dort zu Knechten machen und demütigen, 400 Jahre lang.

[20:44] Interessant, die sollten 400 Jahre lang gedemütigt werden, Leid, Elend und Not ertragen, 400 Jahre lang. Wer kann mir sagen, wie viele Tage 400 Jahre sind? Das Jahr in Israel hatte 360 Tage. Müssen wir also rechnen: 360 Tage mal 400 Jahre. Wie viel? 126.000? Nein. 360 mal 400. Wir können auch 4 mal 36 rechnen und drei Nullen ranhängen. Wie viel ist 2 mal 36? 72 und das Doppelte davon? 144 und die drei Nullen ran? 144.000. Das Volk musste 144.000 Tage lang in Not, Elend, Knechtschaft, Demütigung, Unterdrückung leben. Das ist eine ganz interessante Parallele, wie ich finde, denn woher kennen wir die Zahl 144.000 noch? Ja, aus der Offenbarung, genau.

[21:54] Kennen Sie aus der Offenbarung. Offenbarung 7 und Offenbarung 14 sprechen davon, von einem Volk, das Gott sich noch mal reinigen will, das er auch herausführen will. Diese 144.000, das sind die, die versiegelt werden, während der Zeit der großen Drangsal. Diese leben in einem fremden Land, werden unterdrückt, werden gedemütigt und sind hier nicht zu Hause, denn ihre Heimat ist im Himmel. Jesus wird also wieder ein Volk aus der Knechtschaft herausführen. Er hat sich ein Volk erkoren und dieses Volk will er reinigen und dieses Volk will er wieder aus der Knechtschaft herausführen. Vorher, bevor er das Volk herausführt, wird er sich dieses Volk reinigen. Er wird dieses Volk läutern im Ofen Ägyptens, er wird dieses Volk läutern im Ofen der Welt.

[22:54] Nun schauen wir uns mal was an. Ich möchte euch mal die Geschichte erzählen von dem Goldschmied Jesus, der Gefäße für das Königshaus herstellen möchte. Also ein Goldschmied, wenn er kostbare Gefäße herstellen möchte, die er ins Königshaus bringen will, dann fängt er erst an zu suchen. Er sucht überall auf der Welt, ob er Erze findet und er sucht so lange, bis er Erz gefunden hat. Und wenn er Erz gefunden hat, dann nimmt er es mit, sammelt es und dann hat er einen Haufen Erz.

[23:28] Was macht er als nächstes mit diesem Erz? Er wird dieses Erz waschen. Dieses Erz wird erstmal gereinigt werden, von dem ganzen Schmutz, der da dran ist. Das macht er mit Wasser. Mit viel Wasser wird er dieses Erz reinigen. Und wenn er dieses Erz gereinigt hat, dann wird er dieses Erz in den Ofen kippen, um es zu läutern. Hier werden die edlen Sachen von den unedlen getrennt. Hier wird ausgeschieden, was schlecht ist und behalten, was gut ist. Und wenn er mit diesem immer wieder kernigen Läuterung, dass sein Metall immer wieder geläutert hat und geläutert hat, dann hat er sein Metall in reiner Form vorliegen und kann daraus Gefäße bauen. Er kann nun anfangen zu schmieden und kann dieses Gold zu allen möglichen Gefäßen formen. Und diese Gefäße, die kann er dann ins Königshaus bringen. Die Arbeit eines Goldschmiedes.

[24:19] Und wisst ihr, Jesus will das genauso machen. Jesus will auch unser Leben veredeln, damit wir ins Königshaus gebracht werden können. Zunächst der Schmelzer, der Goldschmied, musste losziehen, um zu suchen, wo der Erz ist. Und auch Jesus Christus hat euch alle gefunden. Sonst wärt ihr heute nicht hier. Jesus Christus hat euch auch gesucht. Er hat euch mitgenommen.

[24:47] Und was möchte er als nächstes machen? Er hat euch gefunden, er hat euch hergebracht. Was ist das nächste? Was hatten wir gesagt? Waschen, reinigen in Wasser. Wir müssen in Wasser gewaschen werden, in Wasser gereinigt werden. Was für ein Symbol ist das? Zum einen ist das die Taufe. Genau, die Taufe. Wir werden einmal reingemacht. Was noch? Ohne Bibel wird noch mit Wasser gewaschen. Wow. Jota. Epheser 5. Schaut mal in Epheser 5.

[25:23] Vers 25, 26 und 27. Epheser 5, 25, 26, 27. Der Aufruf an die Männer. Ihr Männer liebt eure Frauen, gleich wie auch der Christus die Gemeinde geliebt hat und sich selbst für sie hingegeben hat, damit er sie heilige, nachdem er sie gereinigt hat, durch das Wasserbad im Wort, damit er sie sich selbst darstelle als eine Gemeinde, die herrlich sei, so dass sie weder Flecken noch Runzeln noch etwas Ähnliches habe, sondern dass sie heilig und tadellos sei. Wodrin soll die Gemeinde gewaschen werden? Im Wasserbad des Wortes. Wir sind gerufen. Gott hat uns zusammengerufen. Wir sollen uns waschen lassen im Wasserbad des Wortes. Wir sollen sein Wort aufnehmen.

[26:26] Was macht der Schmelzer, nachdem er das Erz gewaschen hat? In den Feuerofen. Das nächste ist, dass das Erz, das gereinigte Erz, in den Feuerofen kommt. Das ist auch das, was auch mit uns passieren muss. Wir haben es vorhin in Jesaja 48, 10 gelesen, dass Gott uns prüft im Schmelzofen des Leides. Er prüft unsere Herzen. Wir haben das Wort aufgenommen, aber sind wir Sabbat-Christen, die die Wahrheit zwar kennen, aber sie nicht leben? Leben wir in der Welt unseren Glauben oder kennen wir nur ganz viele Bibelstellen? Haben wir viel studiert und viele, viele Worte aufgenommen oder leben wir es auch? Haben wir ein Bekenntnis vor der ganzen Welt, dass wir Jesus Christus nachfolgen, dass er unser König ist? Ist Christus bei uns im Leben an erster Stelle? Nicht nur jeden Sabbat, sondern jeden Tag. Regiert Christus in unserem Leben?

[27:29] Was, wenn wir irgendwo Mangel haben, wenn uns irgendwas fehlt? Sind wir dann wie Hiob und sagen: Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen, alle Ehre dem Herrn? Wie stellen wir uns wirklich dar? Hier können wir was lernen, hier können wir aus der Bibel lernen und jeden Tag können wir in der Bibel studieren und im Wasserbad des Wortes uns reinigen lassen, aber wie sind wir im Schmelzofen? Trennen wir da wirklich das Reine vom Unreinen? Lassen wir es wirklich zu, dass das Feuer Gottes in uns das Unreine ausscheidet? Das ist das, was Jesus mit uns vorhat. Deswegen leben wir in der Welt, damit unser Glaube geprüft wird, damit wir erprobt werden, ob wir wirklich im Glauben stehen. Wir werden so das Elend und die Folgen der Sünde erkennen. Wir werden das Leid erkennen, das die Sünde mit sich bringt, wenn wir uns reinigen lassen. Wenn wir das alles hinter uns haben, macht Jesus uns zu Gefäßen, zu wunderbaren Gefäßen, die seinen Geist aufnehmen können und die wir da eines Tages ins Königshaus bringen und schon heute ist unsere Heimat im Himmel. Das ist das, was Gott mit uns vorhat, deswegen auch dieser Ofen.

[28:35] Mir macht es Mut, dass Jesus Christus genau weiß, wie wir geprüft werden. Er hat das alles selbst durchgemacht und in 1. Korinther 10, Vers 13, 1. Korinther 10, Vers 13, da sagt Paulus, 1. Korinther 10, Vers 13.

[29:05] Es hat euch bisher nur menschliche Versuchungen betroffen. Gott aber ist treu. Er wird nicht zulassen, dass ihr über euer Vermögen versucht werdet, sondern er wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang schaffen, sodass ihr sie ertragen könnt. Jesus Christus weiß genau, wie schwer es in der Welt ist zu leben. Er hat hier selbst gelebt. Jesus Christus weiß, was wir ertragen können. Ein Schmelzer weiß, welche Temperatur er seinem Ofen geben kann. Er wird den Ofen nicht so heiß machen, dass alles verdampft. Jesus Christus kennt euer Leben. Er wird darauf achten, was er ausscheiden kann, alles zu seiner Zeit. Aber wir müssen das auch wollen. Wir müssen unsere Herzen auch offen machen dafür, dass der Geist Gottes das in uns tun kann. Wir dürfen uns davor nicht verschließen.

[29:38] Wisst ihr, wenn wir in der Welt leben, das Leid und Elend sehen und auch selbst erleben in unseren Herzen und wir auch vielleicht gedemütigt werden, unterdrückt werden, in Knechtschaft geraten, so darf ich doch eins wissen, was Paulus sagt in Römer 8, Vers 28.

[29:57] Römer 8, Vers 28. Da sagt Paulus: Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind. Wenn wir Gott lieben, dient uns selbst dieser Schmelzofen zum Besten. Egal, was uns passiert jeden Tag, Gott weiß, was wir ertragen können. Gott weiß, dass wir es tragen können. Er gibt uns ja auch die Kraft dazu, das zu tragen. Und alles wird unserem Besten dienen, damit unsere Herzen geläutert werden, geprüft werden, damit wir erprobt werden, damit wir heilig und rein vor Gottes Angesicht stehen.

[30:42] Ihr kennt doch alle die Geschichte von Josef, hatten sie vorhin schon mal kurz angesprochen in der Lektion. Die Geschichte von Josef möchte ich nicht komplett mit euch lesen in den Mosebüchern, sondern einen kurzen Abriss aus dem Psalm, Psalm 105.

[30:55] Psalm 105 und dort ab Vers 17. Hier wird beschrieben, wie Gott sein Volk geführt hat. Und ab Vers 17, wir lesen bis 21, heißt es: Er sandte einen Mann vor ihn her. Josef wurde als Knecht verkauft. Sie zwangen seinen Fuß in einen Stock. Sein Hals kam ins Eisen. Bis zu der Zeit, da sein Wort eintraf und der Ausspruch des Herrn ihn geläutert hatte. Der König sandte hin und befreite ihn. Der die Völker beherrschte, ließ ihn los. Er setzte ihn zum Herrn über sein Haus und zum Herrscher über alle seine Güter. Das ist die Geschichte von Josef. Josef ist ins Leid hineingekommen. Josef wurde als Sklave verkauft. Er war ein freier Mann, er wurde als Sklave verkauft. Hat er sich bei Gott beklagt? Ist er Gott untreu geworden? Nein. Josef blieb bei Gott. Und als er nun als Sklave im Haus Potiphars gearbeitet hat, geriet er auch noch in Versuchung. Ist er in dieser Versuchung treu gewesen? Ja. Daraufhin kam er unschuldig ins Gefängnis. Ist er im Gefängnis Gott treu gewesen? Ja. Er hat alles Leid getragen. Und was ist aus ihm geworden? Er wurde zum Obersten, zum Mitregenten, zum Zweiten im Land Ägyptens. Der Pharao gab ihm alles, hat ihm alles anvertraut. Es kommt immer erst die Prüfung, dann kommt der Segen. Gott hat was vor. Gott will ein Volk läutern, er will ein Volk reinigen. Er will es segnen. Josef ist uns ein gutes Beispiel, wie es funktioniert.

[32:46] Jetzt ein Text aus Petrus. Petrus hat uns was zu sagen, was ganz interessant ist. 1. Petrus 1. Wir lesen ab Vers 3. Vers 3 bis 9. Das ist das, was Petrus uns sagen möchte. Ich lese es mal vor.

[33:22] Gelobt sei der Gott und Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns aufgrund seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat, zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi aus den Toten. Zu einem unvergänglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das im Himmel aufbewahrt wird für uns. Die wir in der Kraft Gottes bewahrt werden, durch den Glauben zu dem Heil, das bereitet ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit. Dann werdet ihr euch jubelnd freuen, die ihr jetzt eine kurze Zeit, wenn es sein muss, traurig seid in mancherlei Anfechtungen, damit die Bewährung eures Glaubens, der viel kostbarer ist als das vergängliche Gold, das doch durchs Feuer erprobt wird, Lob, Ehre und Herrlichkeit zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi. Ihn liebt ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt. An ihn glaubt ihr, obgleich ihr ihn jetzt nicht seht. Und über ihn werdet ihr euch jubelnd freuen, mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontragt, die Errettung der Seelen.

[34:23] Auch Petrus spricht davon, dass wir geprüft werden müssen. Wir sollen davor keine Angst haben, dass wir geprüft werden. Es dient unserer Reinigung.

[34:38] In Kapitel 4, auch im ersten Petrus, Vers 12 und 13, sagt der Geliebte: Lasst euch durch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht befremden, als würde euch etwas Fremdartiges widerfahren, sondern in dem Maß, wie ihr Anteil habt an den Leiden des Christus, freut euch, damit ihr euch auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit jubelnd freuen könnt.

[34:57] Wisst ihr, wir sollten keine Angst haben vor der Anfechtung und vor dem Glutofen und vor den schwierigen Dingen, die uns im Leben passieren. Wir sollten Angst haben, wenn sie uns nicht passieren, weil wir dann nicht erprobt werden, weil wir nicht geläutert werden, weil wir nicht gereinigt werden. Es ist doch klar, dass wenn wir zum Volk Gottes gehören, dass wir in dieser Welt Fremdlinge sind und dass wir viel Anfechtung erfahren werden. Aber diese Anfechtung dient unserer Reinigung, unserer Heiligung. Wir sondern uns ab von der Welt, ausgesondert von der Welt, also das Wort heilig, ausgesondert. Da soll es hingehen. Petrus wusste davon.

[35:32] Und was mir sehr, sehr viel Mut macht, dass Jesus bei uns ist. Ihr kennt alle die Geschichte von den drei Freunden Daniels, die im Feuerofen waren. Als sie im Feuerofen waren, als die Flammen um sie herum schlugen, haben sie ihren Glauben nicht verraten. Sie sind willig da reingegangen. Sie haben gesagt: Wenn es dem Herrn gefällt, kann er uns erretten. Wenn es ihm nicht gefällt, verbrennen wir im Ofen. Aber er kann es auch verbreiten. Das ist kein Problem. Wir sind Gott treu. Und im Ofen, da sah der König Nebukadnezar plötzlich einen vierten Mann stehen, mit der Gestalt eines Sohnes der Götter. Das ist sehr interessant, denn auch wir, wenn wir im Feuerofen geprüft werden dürfen, die Gewissheit haben, dass Jesus Christus, der das alles auch ertragen hat, bei uns ist.

[36:28] Was war das Einzige, was verbrannt ist im Feuerofen? Die Fesseln. Die sind weggekommen. Und das soll bei uns auch passieren. Die Fesseln der Sünde. Das, was uns hier in der Welt festhält, das soll weggebrannt werden. Die Jungs waren völlig rein. Das Feuer hat ihnen nichts anhaben können. Einzig die Fesseln wurden gelöst. In Matthäus 28, Vers 20 lesen wir: Ich bin bei euch, alle Tage bis an der Welt Ende. Das ist ein Versprechen, das wir haben von Gott.

[36:54] Ich möchte noch abschließend mit euch einen biblischen Text lesen aus dem Danielbuch. Daniel 12.

[37:18] Daniel 12. Und hier möchte ich die Verse 1 bis 3, die Verse 10 und 13 lesen. Daniel 12, 1 bis 3, 10 und 13. Da heißt es: Zu jener Zeit wird sich der große Fürst Michael erheben, der für die Kinder eines Volkes einsteht. Denn es wird eine Zeit der Drangsal sein, wie es noch keine gab, seitdem es Völker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk gerettet werden, jeder, der sich in dem Buch eingeschrieben findet. Und viele von denen, die im Staub der Erde schlafen, werden aufwachen. Die einen zum ewigen Leben, die anderen zu ewiger Schmach und Schande. Und die Verständigen werden leuchten wie der Glanz der Himmelsausdehnung. Und die, welche die vielen zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich. Vers 10. Viele sollen gesichtet, gereinigt und geläutert werden. Und die Gottlosen werden gottlos bleiben und kein Gottloser wird es verstehen. Aber die Verständigen werden es verstehen. Vers 13. Du aber geh hin, bis das Ende kommt. Du darfst nun ruhen und wirst einst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage.

[38:24] Auch hier wissen wir schon, dass am Ende der Zeit diese Sichtung geben wird. Das Volk wird noch mal gereinigt werden. Es soll diese Läuterung geben. Ellen White schreibt dazu im Buch Das bessere Leben, Seite 29.

[38:39] Durch Leiden und Verfolgung wird die Herrlichkeit, das Wesen Gottes, in seinen Auserwählten offenbart. Unter dem Hass der Welt wird das Volk Gottes in der Schule Christi erzogen. Es geht auf Erden einen schmalen Weg, wird im Feuerofen der Trübsal geläutert, folgt dem Herrn durch schwere Kämpfe, übt Selbstverleugnung und macht bittere Erfahrungen. Aber es erkennt durch dieses alles die Strafwürdigkeit und das Elend der Sünde und lernt sie verabscheuen. Weil es teil hat an den Leiden Christi, wird es auch teilhaben an seiner Herrlichkeit.

[39:18] Liebe Gemeinde, ich wünsche mir, dass wir erkennen können, dass das Leid, das wir hier tragen müssen, jeden Tag, das betrifft alle unsere Bereiche, Familie, Arbeit, was auch immer, wo wir leben, das Leid in unserem Leben auftaucht, dann dürfen wir zum einen wissen, Gott, der Herr, schickt uns nicht in höhere Versuchungen, als wir sie tragen können. Wir wissen, Jesus Christus ist bei uns und wir wissen, alles dient unserem Besten. Egal, wo wir drinstehen, beten wir doch, bringen wir die Sachen vor Jesus und freuen uns daran, dass er bei uns ist. Amen.


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