In dieser Predigt wird Offenbarung 12,7 Vers für Vers analysiert und die Identität von Michael und dem Drachen beleuchtet. Der Sprecher erklärt, wie man anhand des biblischen Textes erkennt, dass Vers 7 chronologisch zurückgeht und wer Michael wirklich ist. Es wird auf die Bedeutung von Michaels Namen und seine Rolle als Erzengel eingegangen, wobei Verbindungen zu Jesus Christus gezogen werden. Der Vortrag beleuchtet auch die tieferen Hintergründe des großen Kampfes zwischen Gut und Böse, der auf Liebe und dem Gesetz Gottes basiert.
02.04.2013 – Offenbarung 12,7
Christopher Kramp · Offenbarung Vers für VersWeitere Aufnahmen
Serie: Offenbarung Vers für Vers
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Transkript
[0:00] Hallo und herzlich willkommen zu unserem Offenbarungsseminar, jetzt der zweite Teil unseres Dienstagsabends. Und wir freuen uns, dass ihr wieder dabei seid, entweder live oder im Online-Archiv. Schön, dass auch ihr euch jede Woche Zeit nehmt für die Offenbarung, denn wir haben heute vielleicht einen der wichtigsten Verse der Offenbarung überhaupt vor uns. Und ich glaube, viele von uns kennen den schon ein bisschen, aber wir können halt noch sicherlich das eine oder andere dazu entdecken, nämlich Offenbarung 12 Vers 7. Wie jeden Abend wollen wir zuerst niederknien und beten und dann hineinsteigen ins Thema.
[0:35] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen für dein wunderbares Wort und für die Gelegenheit jetzt die Offenbarung zu studieren. Wenn wir diesen Kampf betrachten, der da tobt und der schon im Himmel begann, möchten wir dich bitten, dass du uns Weisheit schenkst, wie wir für unser Leben erkennen können, wie wir auf deiner Seite, der Siegerseite sein dürfen. Sei du bei uns, führe uns durch deinen Heiligen Geist und lass dein Wort nicht leer zurückkommen. Amen.
[1:06] Gut, Offenbarung 12 Vers 7, schauen wir uns das mal gemeinsam an. Die Bibel sagt: "Und es entstand ein Kampf im Himmel. Michael und seine Engel kämpften gegen den Drachen, und der Drache und seine Engel kämpften." Ich bin ganz sicher, wir haben es alle schon mehrmals gelesen und mehrmals gehört. Die erste Frage ist: Ist Vers 7 chronologisch nach Vers 6, ja oder nein? Warum? Du hast vollkommen recht, aber woher wissen wir, dass Vers 7 irgendwie schon vorfällt, also irgendwie wieder zurückgeht in der Zeit? Wir sind ja Vers 1, 2, 3, 4, 5, 6 ein bisschen mehr oder weniger gerade rausgegangen und Vers 7 scheint uns wieder zurückzubringen. Warum?
[2:07] Genau, aber wir setzen uns mal in die Lage von jemandem, der es zum ersten Mal liest. Wir werden gleich anschauen, einige Texte, die davon sprechen. Aber nehmen wir an, wir hatten nur das hier, nur Vers 1 bis 7 und nichts anderes in der Welt. Kein anderer Bibeltext. Woher könnten wir wissen? Ja, das stimmt, das stimmt alles, ja ganz genau. Wir kommen doch gleich dazu, dass hier Michael Jesus ist. Angenommen, wir hatten nur die Verse 1 bis 7 und nichts anderes in der Welt, kein Jesaja 14, kein Hesekiel 28 und all die anderen Verse, nichts, nur Offenbarung, woher könnten wir trotzdem wissen, dass Vers 7 irgendwie nicht nach Vers 6 kommen kann, zeitlich gesehen?
[3:01] Gut, nehmen wir an, wir hatten auch keine Überschrift, weil die Semtex auch genau nicht da war. Es gibt ein Wort, das ganz deutlich macht, dass das nicht danach kommen kann. "Es entstand", genau. Warum "entstand"? Warum kann Vers 7, wenn wir auf das Wort "entstand" gucken, Vers 7 nicht nach Vers 6 und Vers 5 kommen? Genau, und in Vers 6 und 5 und 4 haben wir diesen Kampf schon gesehen, wir haben schon gesehen, wie der Drache versucht, das Kind, und so weiter. Da haben wir gesehen, da gibt es schon Uneinigkeit, allein aufgrund des Textes selbst sozusagen, nicht wahr, ohne dass wir ein anderes Buch heranziehen müssten oder weil es unsere adventistische Theologie ist oder was auch immer. Allein aufgrund des Textes sehen wir, dass Vers 7 wieder zurückgeht in der Zeit. Können wir das sehen?
[3:38] Das ist nur ganz wichtig, dass wir verstehen, weil das ist ganz wichtig. Die Offenbarung ist nicht immer chronologisch geschrieben. Das ist euch schon aufgefallen, nicht wahr? Das springt manchmal, das geht manchmal so und dann springt es wieder zurück und dann springt es wieder vor. Man kommt ein bisschen so aus dem Rhythmus, nicht wahr? Und das hängt damit zusammen, dass man versuchen muss zu verstehen, wo die Offenbarung die Hinweise gibt, wann es vorwärts geht, wann es zurück geht und so weiter. Wenn ich sie einfach von A bis Z durchlese, wie ein Roman, dann kommt Jesus, glaube ich, 3 oder 4 Mal wieder, nicht wahr? Und das ist ein ziemliches Chaos. Also muss ich wissen, und ihr habt ja auch schon oft gesehen, man kann sich nicht immer auf die Überschriften verlassen oder die Kapiteleinteilung manchmal sogar nicht. Man muss also Vers zu Vers gucken und sagen: Wie lange geht es jetzt vorwärts? Ist das chronologisch, oder ist es parallel dazu, oder geht es rückwärts?
[4:19] Also Vers 7 geht natürlich zurück an den Anfang. Und ich glaube, wenn ich euch jetzt frage, was dieser Kampf ist, wisst ihr schon, worauf ich hinaus will, oder? Was... worin bestand, lassen wir das mal mit dem "worin bestand der Kampf", da kommen wir gleich zu. Das erste wichtige zu beobachten ist, es gibt wie viele Parteien? Zwei Parteien: Michael und der Drache. Und das ist jetzt ein bisschen Basis, aber nicht verkehrt, das wieder aufzufrischen und auch nochmal zu überlegen, ob man das so gleich erklären könnte. Wer ist der Drache? Satan, wissen wir aus... ja, es ist auch immer wieder gut, nochmal drüber zu gehen, nicht wahr? Wissen, genau, genau. Wie sagt man: "Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so..." 3, 5, ja. Das ist auch die Schlange. Ja, ja, ja, da steht nicht Drache. Wir wissen, dass der Drache die Schlange ist, aber woher wissen wir, dass der Drache die Schlange ist? Wir waren gerade in Offenbarung 12, Vers 7, nicht wahr? Lasst mal euren Blick... genau, Vers 9. Vers 9, genau. Das ist relativ einfach. Vers 9 sagt: "Es ist der Satan, der Feind Gottes."
[5:43] Jetzt, wer Michael ist, habt ihr schon gesagt. Mich würde noch ganz kurz interessieren, wie kommen wir darauf? Nochmal einfach als Wiederholung. Ich weiß, dass ihr das alles schon mal gehört habt, aber einfach, dass ihr das gut im Gedächtnis habt. Wir wollen nicht nur etwas Neues lernen, sondern das, was wir gelernt haben, auch festigen. Woher wissen wir, dass Michael Jesus ist? Michael bedeutet: "Der so ist wie Gott." Genau. Es bedeutet, hätte auch der Heilige Geist sein können, nicht wahr? Ja, da können wir noch überlegen, warum es ausgerechnet Jesus ist, nicht? Ja, "der so ist wie Gott". Was soll damit ausgedrückt werden? Gott gleich? In welcher Hinsicht? In allem. Ja, also nicht nur, was seine Natur angeht, sondern auch seinen Charakter, sein Wesen. "Der so ist wie Gott."
[6:37] Okay, fallen euch noch andere Videos ein, die zeigen, wer Michael ist und woher wir wissen können, dass Michael Jesus ist? Wenn jetzt jemand sagt: "Okay, das ist zwar irgendwie plausibel, aber es ist noch keine biblische Begründung, weil die Übersetzung, die hast du halt aus dem Wörterbuch." Das stimmt so, aber... ja, wir haben verschiedene Texte. Können wir mal anschauen. Wir gehen jetzt mal nochmal den klassischen Weg. Okay, den klassischen Weg, der geht so. Schaut mal mit mir zu Judas 9. Wenn ich das mache, werdet ihr euch bestimmt jetzt daran erinnern, oder? Judas 9. Da heißt es: "Der Erzengel Michael..." Direkt vor der Offenbarung. Genau. Wie viele Erzengel gibt es in der Bibel? Was heißt "Erzengel" nochmal? Genau, der "Archangel", der, der über den Engeln ist. Ja, das ist das Hauptengel, der sie befehligt, wie der Kommandant einer Armee sozusagen. Ja, wir wissen also aus Judas 9, er ist der Erzengel.
[7:28] Jetzt gehen wir von da weiter. Was wissen wir über den Erzengel, außer, dass es der Einzige ist? Gehen wir einfach die drei Verse durch. Genau, da haben wir wieder diese Idee mit dem Kämpfen. Er streitet mit dem Satan, den Kampf mit ihm. Und da sehen wir also, dass der Kampf nicht nur im Himmel stattfand, sondern auch auf die Erde getragen wurde, weil dann die beiden Verse reichen aus, um zu zeigen, der Kampf im Himmel wurde auf die Erde getragen und es geht offensichtlich um die Menschen, die zu Gott gehören wollen. Ja, selbst nach ihrem Tod manchmal, wird immer noch um sie gerungen. Wie viel mehr ist in ihrem Leben, nicht wahr? Wenn sie schon so um den Leichnam gestritten haben, wie viel mehr kämpfen sie, wenn die Person noch Entscheidungen machen kann, nicht wahr?
[8:13] Gut, gehen wir zur 1. Thessalonicher 4, Vers 16. 1. Thessalonicher 4, Vers 16. Schaut mal, was es da heißt: "Denn der Herr selbst wird, wenn der Befehl ergeht und die Stimme des Erzengels, die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel herabkommen und die Toten in Christus werden auferstehen, zuerst auferstehen." Übrigens, wer verursacht, dass die anderen dann nach den tausend Jahren auferstehen? Auch Jesus, nicht wahr? Also wir wissen, der Erzengel mit seiner Stimme weckt die Toten auf. Und daher können wir ganz klar schlussfolgern, dass es Jesus sein muss. Dann wisst ihr, wo es steht, dass Jesus die Toten auferweckt? Wo es steht, dass also Jesus, der Sohn Gottes das tut? Ja, es gibt einen Vers in der Bibel, der ganz deutlich macht.
[9:21] Ja, sehr gut. Johannes 5, Vers 25. Lesen wir das noch. Das ist so der... also finde ich so der kürzeste Weg, der klassische Weg zu zeigen, dass Michael Jesus sein muss, nicht wahr? Lesen wir kurz Johannes 5, Vers 25. Johannes 5, Vers 25. Dort heißt es: "Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, die Stunde kommt und ist schon da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hören werden, und die sie hören werden, leben." Das heißt, hier wird ganz deutlich: Der Erzengel muss der Sohn Gottes, also Michael ist der Erzengel. Der Erzengel weckt die Toten auf. Die Toten werden durch Jesus auferweckt. Ergo muss Jesus der Michael sein. Und das ist ein ganz einfacher Punkt.
[10:23] Es gibt noch mehr Stellen in der Bibel, die über Michael sprechen, einige wenige. Jemand hat von euch schon Daniel gesagt, nicht wahr? Daniel. Schauen wir uns die ganz kurz an, weil wir die meistens nicht direkt dann ansprechen. Daniel 10, noch einfach als Ergänzung, dann werden wir diesen Michael verstehen. Daniel 10, Vers 13. Wisst ihr, wer in Daniel 10 spricht, bevor wir das lesen? Wisst ihr, wer in Daniel 10 zu Daniel spricht? Daniel hat ein Gespräch mit jemandem. Es ist ein Engel. Ganz genau.
[11:15] Es ist Gabriel, nicht wahr, der mit ihm spricht, so wie auch in Daniel 8 und 9. Und er sagt nämlich: "Michael". Schauen wir in Vers 13: "Aber der Fürst des Königreichs Persien hat mir 21 Tage lang widerstanden, und siehe, Michael, einer der vornehmsten Fürsten, ist mir zu Hilfe gekommen, sodass ich dort bei den Königen von Persien in Berlich war." Das ist eine interessante Stelle, müssen wir mal ausführlicher studieren. Nur so viel hier: Offensichtlich haben die Engel auch in dem Wirken für uns Kämpfe auszutragen. Könnt ihr das sehen? Der Engel Gabriel war gesandt worden, um Daniel zu helfen, und 21 Tage lang war er im Kampf. 21 Tage lang ging es vorwärts und rückwärts. Und wisst ihr, was da interessant ist? Schaut mal mit mir in Daniel 9, Vers 2. Daniel 9, Vers 2. "In jenen Tagen trauert..." Ich habe neun gesagt, Verzeihung, ich meinte 10. Ich habe es falsch gelesen. Entschuldigung. Daniel 10, Vers 2 natürlich. Mein Fehler. "In jenen Tagen trauert ich, Daniel, wie lange? Drei Wochen lang." Und dann heißt es weiter: "Ich aß keine leckere Speise, kein Fleisch, kein Wein, kam nicht über meine Lippen, auch salbte ich mich nicht, bis die drei Wochen um waren." Er hat gefastet. Ja, gefastet und gebetet, drei Wochen lang. Und was sagt Gabriel? Während dieser drei Wochen, da ging es hin und her. Interessant. Ja, und dann, als Daniel drei Wochen durchgefastet hat und gebetet hat und sich Gott gedemütigt hat, da sagte dann Gabriel am Ende: "Nach den 21 Tagen, als sie zu Ende waren, kam Michael mir zu Hilfe, und das hat die Wende bewirkt."
[13:14] Schaut mal in Vers 21, was dort steht: Daniel 10, Vers 21. "Doch will ich dir verkünden, was in dem Buch der Wahrheit aufgezeichnet ist, und kein einziger steht mir mutig bei, gegen jene als nur..." Und jetzt, was steht da? "...euer Fürst, Michael." Gabriel nennt Michael "euer Fürst". In wem meint er mit "euer"? Zu wem spricht Gabriel? Zu Daniel. Er sagt: "Euer Fürst." Wen meint er? Die Menschen. Im direktesten Sinne sicherlich das Volk Israel. "Euer Fürst." Aber im weiteren Sinne natürlich alle Menschen, die das Geist der Israel sind. "Unser Fürst ist Michael." Er sagt: "Das ist euer Fürst", so als würde jede Welt ihren Fürsten haben, nur wir haben den Fürsten Michael. Und unser Fürst ist "der so ist wie Gott", weil... und wenn ihr die Verse gelesen habt, merkt ihr, dass es bestimmte Situationen gibt, wo nur noch Jesus helfen kann. Habt ihr das gesehen? "Keiner steht mir bei." Da gibt es kein anderer Engel, der mir helfen kann, außer euer Fürst. Daniel 10 geht es um die große Frage, wann soll das Volk wieder zurück nach Jerusalem gehen? Da geht es um wirklich große heilsgeschichtliche Dinge, und wo der Satan versucht hat, das zu verhindern. Und dann hat er gebetet und gefastet, und dann sagt Gabriel ganz deutlich: Ohne Jesus wäre das nicht möglich gewesen. Alle Engel des Himmels hätten es nicht geschafft, aber Jesus kam. Und so wissen wir, es gibt manchmal Situationen, wo uns wirklich, im wahrsten Sinne des Wortes, nicht mal mehr Engel helfen können, sondern nur noch Jesus. Und er gibt immer den Sieg.
[14:42] Schauen wir mal in Daniel 12 Vers 1, was da über den Fürsten Michael noch gesandt wird. Daniel 12 Vers 1. "Zu jener Zeit wird sich der große Fürst, wer, erheben? Michael erheben." Und was steht jetzt über Michael? "Der für die Kinder deines Volkes einsteht." Hier wird noch ein bisschen genauer erklärt, was es meint, der Fürst des Volkes. Er steht für sie ein. Was könnte das bedeuten? Der Fürst Michael, der für die Kinder deines Volkes einsteht. Als Anwalt, nicht wahr? Der euer Anwalt ist, euer Fürsprecher. Später auch der Hohepriester im himmlischen Heiligtum, nicht wahr? Denn hier in Daniel 12, das ist im Endzeitkontext, wie ihr dann weiterlesen werdet. Ihr seht, das ist die Zeit kurz vor der Wiederkunft, und dieses Aufstehen ist das Ende der Gnadenzeit, nicht wahr? Wenn er sich vor seinem Richterstuhl aufsetzt und sagt: "Es ist geschehen." Der für dein Volk einsteht.
[15:53] Und ist es nicht interessant, dass in diesem Kampf, den wir auch kämpfen, nicht wahr, den wir hineingenommen sind, diesen großen Kampf, dass da jemand ist, der jeden Sieg erringen kann? Wenn der Kampf zwischen Gabriel und dem Drachen wäre, das wäre so eine Sache, nicht wahr? Hin und zurück, hin und zurück. Wir könnten uns vielleicht nicht immer sicher sein, dass es klappt. Aber mit Michael wissen wir, wann immer Michael kommt, ist er Satan, der siegt. Er steht für uns ein, er ist unser Fürsprecher, er ist unser Fürst. Und ich glaube, das ist einer der Gründe, warum er hier Michael genannt wird und nicht Jesus, obwohl er natürlich Jesus ist, nicht wahr? Aber der Aspekt, der hier zum Tag kommt: Er ist so wie Gott. Er hat die Kraft Gottes. Und obwohl er mit uns verbunden ist, obwohl er Mensch ist dann, ja, und obwohl er mit den Engeln sich verbunden hat, Erzengel geworden ist, hat er trotzdem die Kraft Gottes, bringt er mit sich. Und damit kann er jeden Feind besiegen.
[16:53] Das heißt, schon in den ersten Versen auf dem Markenzeuf, wo es so jetzt genau um den großen Kampf geht, wissen wir, auf einer Seite steht jemand, der immer gewinnen wird: Michael, der so ist wie Gott. Frage: Wie ist Gott? Er ist die Liebe. Er ist die Liebe. Er hat all die anderen Eigenschaften auch. Er ist heilig, er ist groß, er ist langsam zum Zorn, von großer Güte, aber er ist die Liebe.
[17:34] Das heißt, wenn es heißt "der so ist wie Gott", dann bedeutet es, dass er ist Liebe. Und das lässt uns besser verstehen, was dieser große Kampf wirklich ist. Der große Kampf ist eigentlich ein Kampf gegen die Liebe und damit gegen den Charakter Gottes. Ihr wisst ja schon, die erste Lüge im Garten Eden hat eigentlich den Charakter Gottes falsch dargestellt. Sollte Gott gesagt haben: "Von allen Bäumen des Gartens dürft ihr nicht essen"? So nach Motto: Ja, was ist das für ein schlimmer, verbietender Gott, der euch nur einengt? Es geht um den Charakter Gottes, um seine Liebe. Aber das müssen wir noch ein bisschen genauer anschauen, weil wir hier sind, wir sind im Zentrum nicht nur der Offenbarung, sondern eigentlich der ganzen Bibel. Was nach der Bibel ist Liebe? Was nach der Bibel ist Liebe? Nee, was ist Liebe?
[18:31] Die ist ewig. Ja. Genau, genau. Ja, ganz genau. Wo steht es? Römer 13, Vers 10. "So ist nun die Liebe die Erfüllung des Gesetzes." Oh, da könnte man so viel sagen. Aber wir lassen uns nochmal bei dieser einen klaren Aussage.
[19:13] Wenn der Satan, der Drache, gegen Michael angefangen hat zu kämpfen, dann hat er angefangen zu kämpfen gegen die Liebe, gegen den Charakter Gottes und damit gegen das Gesetz. Wir müssen verstehen, dass der große Kampf geht immer um das Gesetz.
[19:28] Ich möchte euch ein Beispiel geben, warum das so wichtig ist. Ihr habt ja sicherlich schon mal gehört, dass Jesus am Kreuz das Gesetz abgeschafft hat, oder? Diese Theorie, ganz populär unter Christen. Frage: Wenn das die Erfüllung des Gesetzes ist und der Satan gegen die Erfüllung des Gesetzes ankämpft, was würde es bedeuten, wenn Jesus am Kreuz von Golgatha das Gesetz abgeschafft hat? Ja, nicht nur hätte das Kreuz keine Kraft mehr, es würde bedeuten, dass durch das Kreuz Jesus Satan bestätigt hat. Nochmal, es würde bedeuten, dass Jesus durch das, was er getan hat, Satan bestätigt hat und hat gesagt: "Du hast recht, wir brauchen das Gesetz eigentlich nicht." Denn Satan hat gesagt: "Wir brauchen das Gesetz nicht." Gott hat gesagt: "Wir brauchen es, wir müssen es erfüllen."
[20:33] Wenn euch also jemand sagt und einreden will, am Kreuz das Gesetz abgeschafft worden durch Jesus, und Gott ist so gnädig und so liebevoll, der Satan verwendet immer nette Worte, dann sagt man damit unbewusst – ich meine, das macht keiner bewusst, also nicht, dass ihr denkt, das sind verkappte Satanisten, die euch verführen, das ist ja unbewusst, es ist ihnen auch nur so beigebracht worden, ich weiß, das ist ja eine Kette von Irrtümern, die von einem zum nächsten gehen – aber unbewusst sagt man damit: Jesus hat durch seinen Kreuzestod Satan bestätigt und gesagt, der Satan hat recht, man kann das Gesetz nicht halten, man braucht es nicht halten und was auch immer. Das ist interessant, oder?
[21:04] Das heißt, der Satan hat es geschafft, manchmal auch in unser Denken, immer so eine kleine Trennung zwischen Liebe und Gesetz zu bringen. Sie sagen: "Naja, Gott ist die Liebe, aber naja, das Gesetz ist halt auch schon noch wichtig und ja, wir wollen das Gesetz halten, aber wir müssen natürlich das in Liebe halten, nicht wahr?" Ja, das stimmt, aber wie kannst du das Gesetz halten ohne Liebe? Das ist kein Gesetz mehr, denn das wahre Gesetz ist die Liebe. Deswegen sagt Jesus: "Liebe deinen Nächsten für dich selbst." Und als erstes hat er gesagt: "Liebe Gott von deinem ganzen Herz, von deiner ganzen Seele, von deinem ganzen Gemüt und so weiter." Und der Satan hat es immer und immer wieder geschafft, diesen Gedanken irgendwie zu unterminieren, zu verändern und kaputt zu machen.
[21:48] Schauen wir mal gemeinsam einen Text an, der uns deutlich machen soll, was Satan erfunden hat. Erst Johannes, 1. Johannes 3, Vers 8. Wer mag das mal lesen?
[22:20] Genau. Er sagt: "Wer die Sünde tut, der ist aus dem Teufel." Mit anderen Worten, der Teufel hat die Sünde erfunden. Ja, der Teufel sündigt von Anfang an. Das meint nicht, dass er, also seit dem Zeitpunkt, wo er Teufel war, hat er gesündigt. Ja, er war der, der den Anfang damit gemacht hat. Und auch hier brauchen wir einfach nur eine simple Definition: Was ist Sünde? Mit Regeln des Gesetzes, sagt uns ganz deutlich, welcher Vers? Welcher Vers sagt das? Nicht in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so, ja, sogar 1. Johannes, ganz nahe. Live Vers. Genau. "Und die Sünde ist Gesetzlosigkeit." Genau. Oder Gesetzesübertretung.
[23:23] Das heißt, wir müssen verstehen, was Sünde wirklich ist. Sünde ist das Gegenteil von Liebe. Schon gehört: "Sei nicht so lieblos, rede nicht über Sünde." Wenn man über Sünde redet, dann ist das lieblos. Nein, es ist lieblos, wenn man nicht über Sünde redet. Ja, denn Sünde und Liebe sind genau das Gegenteil. Und Sünde und der Charakter Gottes sind genau das Gegenteil. Und wie viele Parteien gibt es hier? Zwei. Wie viele neutrale Positionen gibt es hier, die so quasi Zuschauerpositionen haben, die sagen: "Ich schaue mir das erstmal an"? Keine. Ja? Entweder ich bin hier, oder ich bin da.
[24:17] Es gibt genau zwei. Haben wir das mit dem Reich Gottes schon angeschaut, oder mal? Ihr wisst noch, was das Reich Gottes ist, oder? Ja, genau, genau. Das Reich Gottes ist Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. So sagt es Römer 14, Vers 17. Wenn ihr das mal nachlesen wollt. Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit, Friede und Freude im Heiligen Geist. Was ist das Gegenteil von Gerechtigkeit? Ungerechtigkeit. Genau. Und was ist Ungerechtigkeit? Wie gesagt, jede Ungerechtigkeit ist Sünde. 1. Johannes 5, Vers 17. Und wir müssen verstehen, entweder du bist gerecht oder ungerecht. Es gibt nur die beiden Optionen. Entweder du bist auf der Seite oder auf der Seite, und diese beiden Seiten kämpfen gegeneinander.
[25:11] Als der Satan kam, ihr kennt dieses Konzept von dieser Polemik. Das eine Idee war, und ihr wisst, was war die Idee vom Satan? Was war seine Grundidee? Sich zu erhöhen. Nicht wahr? Jesaja 14 sagt uns, wir können es kurz aufschlagen, damit wir es nochmal gelesen haben. Das ist... Verzeihung, das ist Römer 14, Vers 17. Und dass Ungerechtigkeit Sünde ist, steht in 1. Johannes 5, Vers 17a.
[25:53] Lass uns kurz Jesaja 14 lesen, denn da wird uns deutlich, wie dieser Kampf wirklich begann. Jesaja 14, und dort Vers 12-14. Jesaja 14, Vers 12-14. "Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Glanzstern, Sohn der Morgenröte? Wie bist du zu Boden geschmettert, du Bewältiger der Nationen? Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will zum Himmel hervorsteigen und meinen Thron über die Sterne Gottes erhöhen und nicht hinterlassen auf dem Versammlungsberg im äußersten Norden. Ich will im Vorfahren auf Wolkenhöhen dem Allerhöchsten mich gleich machen." "Ich, ich, ich." Das Problem, das er hatte, war ein Ich-Problem.
[26:52] Jetzt haben wir gesehen, und das ist vielleicht heute noch ganz wichtig in den letzten Minuten, der Michael und der Drache. Weil wir meistens, wenn wir das Thema studieren, konzentrieren wir uns auf Jesus und Satan. Wir wissen, der Jesus hatte genau die gegensätzliche Agenda. Was war seine Agenda? Also, Satans Agenda war "Ich", nicht wahr? Hinauf. Was war Jesu Agenda? Dienen. Könnt ihr nachlesen in Philipper 2, ab Vers 5. "Denn ihr sollt auch so gesinnt sein, wie Jesus Christus gesinnt war." Das ist nicht wie ein Raub festhielt, Gott gleich zu sein. Der in der Gestalt Gottes war und nicht wie ein Raub festhielt, Gott gleich zu sein. Sondern er machte sich... Moment, ich will es nicht auswendig zitieren.
[27:44] In Vers 5 heißt es, genau. "Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war, der, als er in der Gestalt Gottes war, der so war wie Gott – Michael, es nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein." Übrigens, was heißt das? "Der nicht wie einen Raub festhielt, Gott gleich zu sein." Das ist ein bisschen missverständlich, oder? Ein bisschen komisch. Wie schreibt ihr euch das in Philipper 2, Vers 6? Habt ihr eine andere Übersetzung? "Der nicht wie ein Raub festhielt, Gott gleich zu sein." Das Griechische ist da ein bisschen komplex. Gehört zu den schwierigen Versen des Neuen Testaments. Was habt ihr in Philipper 2, Vers 6?
[28:37] "Der ist nicht für einen Raub hielt, oder?" "Der ist nicht für einen Raub hielt." Was hast du für eine Übersetzung? Elberfelder. Genau. Elberfelder sagt: "Der ist nicht für einen Raub hielt." Und Elberfelder ist hier eigentlich näher am Urtext. Also bei Schlachter sieht es ja so ein bisschen aus, als ob er das aufgegeben hätte, Gott gleich zu sein. "Der ist nicht wie ein Raub festhielt." Obwohl es auch drin ist, was aber die Elberfelder ist genauer. Das heißt, er achtet es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein. Er hielt es nicht für einen Raub, Gott gleich zu sein. Mit anderen Worten, wenn er gesagt hat: "Ich bin so wie Gott", war das in seinen Augen kein Raub. Weil es war auch kein Raub. Da gab es einen anderen, der es rauben wollte. Der wollte dieses Vorrecht rauben. Er wollte so sein wie Gott. Aber Jesus hielt es nicht für einen Raub, zu sagen: "Ich bin wie Gott", denn er war wie Gott. Das ist ganz wichtig.
[29:28] Und obwohl das so war, heißt es hier in Vers 7: "Sondern er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und wurde wie die Menschen und in seiner äußeren Erscheinung als ein Mensch erfunden. Erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod. Ja, bis zum Tod am Kreuz."
[29:48] Das heißt, wir haben diese beiden Gesinnungen: "Ich, ich, ich, ich" und "Gott und Du". Aber was wir manchmal übersehen, ist, dass dort auf beiden Seiten Engel gekämpft haben. Das heißt, ja, Michael und der Drache sind die Vorbilder, an denen sich alle anderen orientieren. Aber selbst im Universum, im Himmel war es so, dass alle anderen Geschöpfe in diese zwei Kategorien gefallen sind. Und wir müssen uns fragen, jeder Einzelne von uns: Auf welcher Seite des Kampfes stehe ich? Wenn ich nicht hier stehe, stehe ich da. Wenn ich nicht da, stehe ich nicht hier. Ja, man kann nicht sagen: "Ich stehe zwar nicht hier, aber da stehe ich auch nicht." Man kann nicht einfach aus dem Blatt springen. Das geht nicht. Wenn ich nicht da stehe, stehe ich da.
[30:41] Und übrigens, kann man nicht Kämpferstatus beantragen hier? Quasi sagen: "Ich bin Pazifist in diesem Kampf, ich kämpfe einfach nicht." Genau, man kann es nicht. Aber warum nicht? Warum kann man nicht sagen: "Ich kämpfe einfach nicht. Ich sitze einfach nur da und schaue zu." Ja, genau. Jesus sagt: "Wer nicht mit mir sammelt, der zerstreut." Ihr wisst das nicht. Das Erste, was Eva gemacht hat, als sie aus dem Reich Gottes hinausgetreten ist, als sie das Gesetz Gottes, die Grenze, übertreten hat, dann kam sie in das andere Reich. Und was hat sie gemacht? Hat sich umgedreht, hat sofort gegen Gottes Reich gekämpft, indem sie noch einen rausgeholt hat, nämlich den Adam. Das heißt, entweder wir sind in dem Reich und kämpfen gegen das Reich, oder wir sind in dem Reich und kämpfen gegen das Reich. Kämpfen wir gegen die Finsternis? Definitiv. Kennt ihr den Bibeltext, der davon spricht, dass wir einen Kampf haben gegen die Finsternis? Einen echten Kampf? Epheser 6. Lasst uns das kurz noch zum Ende anschauen.
[31:57] Bevor wir Epheser 6 lesen, nur ein Gedanke noch, den wir vergessen haben zu sagen. Wir haben ja schon in Vers 4 gesehen, dass der Satan die Engel verführt hat. Womit? Womit hat Satan die Engel verführt? Wo hat er sie mitgerissen? Mit seinem Schwanz. Und der Schwanz stand nochmal wofür? In der Bibel. Falscher Prophet. Wenn der Satan sich als falscher Prophet ausgibt, das heißt, er behauptet für Gott zu sprechen.
[32:37] Wir haben das ja gerade gesehen bei dieser Frau aus England, könnt ihr euch erinnern? Wie hat das der Satan da gemacht? Was ist euch aufgefallen? Was hat er gemacht? Was hat er für Wahrheiten genommen? Und warum hat er den Sabbat genommen als Wahrheit? Weil er wusste, dass es eine wichtige war. Er hat etwas Wichtiges genommen, was so wichtig ist, dass es allein deswegen vertrauenswürdig sein könnte. Und dann verknüpft mit großem Schwachsinn.
[33:12] Was hat er dadurch erreicht? Er hat verschiedene Dinge erreicht. Es gibt ja Leute, die es angenommen haben und die es abgelehnt haben. Was erreicht er bei denen, die es angenommen haben? Erstmal erreicht er, dass sie enttäuscht werden. Sie werden verführt. Sie kommen nicht zu Jesus, sie laufen einer Frau hinterher. Sie glauben, dass wenn sie ein Siegel kaufen für viel Geld, dann sind sie gerettet. Also sie haben eine falsche Gewissheit. Sie sind verführt. Wenn es ihnen nicht aufgeht, sind sie verloren. Wenn es ihnen aufgeht, was passiert dann? Dann sind sie so enttäuscht, dass sie vielleicht überhaupt nichts mehr mit Religion zu tun haben wollen. Und wenn dann jemand anders mit dem Sabbat kommt, dann sagen sie: "Da war ich schon mal." Und wenn du es schaffst, hunderttausend Leute in diese Richtung zu treiben, dann hast du eine ganze Menge erreicht aus Satans Sicht.
[34:01] Und deswegen müssen wir verstehen, wie wichtig es ist, die Sachen gründlich zu studieren, die wir präsentieren. Und wenn ich noch eine so gute Wahrheit habe, aber mit persönlichem Quatsch vermenge, dann ist es nicht nur für mich schädlich, sondern es könnte sein, dass andere so sehr dadurch verführt werden, dass selbst wenn ich mich bekehre, sie sich nicht mehr bekehren. Es gibt immer wieder solche Phänomene, dass Leute etwas in die Welt setzen, einfach mal so zum Spaß, oder einfach, weil sie nicht drüber nachgedacht haben, und dann ihre Nachfolger das viel ernster nehmen als sie selbst. Das ist ein typisches Phänomen. Deswegen werden wir noch sehen, wie Müller das gehandhabt hat, als er Ideen bekommen hat, die etwas ungewöhnlich waren.
[34:40] Und jetzt zur Epheser 6. Schauen wir uns ganz kurz das noch an, damit wir sehen, wie wir diesem Kampf im Himmel hier auf der Erde begegnen können. Epheser 6 und dort ab Vers 10. "Im Übrigen, meine Brüder, sei was? Stark in dem Herrn." Frage: Wie wird man stark? Wenn wir hier sind, was sind wir dann? Schwach. Das haben wir in die Gene geführt. Friede ist das Gegenteil von Kampf. Wer hat also den Kampf begonnen? Satan. Und was ist das Gegenteil von Freude im Heiligen Geist? Wer weiß es noch? Ja, weitest im Sinne. Was ist das Gegenteil vom Heiligen Geist? Hat der Heilige Geist ein Gegenteil? Ein Gegenstück? Ja, Blindheit ist auch ein direktes Gegenteil. Wo die Bibel immer sagt: Entweder im Geist oder im Fleisch. Also entweder Freude im Heiligen Geist oder Freude im Fleisch. Übrigens, wisst ihr, was das bedeutet? Wir haben immer Freude. Du kannst dich entscheiden zwischen Freude und Freude. Zwischen fleischlicher Freude, die aufregend ist und vergeht, und Freude, die ist wie ein Fluss, der bis in die Ewigkeit quillt. Natürlich, das heißt nicht, dass wir immer fröhlich sind. Wir sind auch mal traurig am Tag, das ist ja klar. Aber ihr versteht, was ich meine. Freude im Fleisch.
[36:12] Jetzt, wenn die Bibel sagt: "Der Geist ist willig, aber das Fleisch ist was?" Schwach. Jetzt, wenn sie sagt: "Ihr seid stark im Herrn", was heißt das dann? Auf welche Seite müssen wir? Auf die Seite. Und woher kommt die Kraft, damit wir stark sind? Wer stark ist, hat Kraft. Das Evangelium. Genau. Das Evangelium führt von der Schwachheit zur Stärke. Das ist das Evangelium. Ich kann nicht aus eigener Kraft sein, denn ich bin schwach. Als Adam und Eva gesündigt haben, was haben sie gesagt, als Gott gesagt hat: "Wer hat dir gesagt?" Was haben sie gesagt? "Der da, sie da, du da, ich nicht." Zu schwach. Sie konnten nicht mehr zurückgehen. Sie haben es überschritten und sie konnten nicht mehr alleine zurück.
[36:50] Wisst ihr was? Das ist ein Königreich und das ist ein Königreich. In diesem Königreich sind auch alle anderen Mitbewohner Könige. In diesem Königreich sind alle anderen Mitbewohner Sklaven. Du kannst entscheiden, willst du in einem Königreich leben, wo alle Sklaven sind oder wo alle Könige sind? Eins führt zum Leben, eins führt zum Tod. Ich frage mich, warum so viele Menschen hierhin gehen. Dieses Königreich wollen unbedingt Sklaven sein. Und wir kennen das von uns selbst.
[37:20] Übrigens, wisst ihr, was die Bibel sagt? Das Fleisch trachtet wonach? Nach dem Tod. Es trachtet danach. Und deswegen sind wir schwach. Durch das Evangelium werden wir stark. Er sagt: "Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke." Nicht unserer Stärke, seine. Deswegen Freude im Heiligen Geist. Der Heilige Geist ist das, was uns Kraft gibt zu überwinden.
[37:41] Schauen wir weiter, ganz kurz noch. "Zieht die ganze Waffenrüstung Gottes an, damit ihr standhalten könnt gegenüber den was? Den listigen Kunstgriffen des Satans." Wo war Satan zum ersten Mal listig? Im Himmel. Und auf der Erde? Im Garten Eden. Das ist explizit, die Schlange war listiger als alle anderen. Und es gibt ein Mittel, dass selbst wir gefallene Menschen gegen ihn standhalten können, wenn doch auch Eva gefallen ist. Und dann sagt er, was es ist. Ihr kennt es im Einzelnen, wir können es nicht ausführlich behandeln, aber er sagt in Vers 13: "Deshalb ergreift die ganze Waffenrüstung Gottes, damit ihr am bösen Tag widerstehen und, nachdem ihr alles wohl ausgerichtet habt, euch behaupten könnt. So steht nun fest."
[38:20] Das ist etwas, was wir meistens versäumen. Wir fangen immer an mit den Gegenständen. Wir fangen an mit dem Brustpanzer der Gerechtigkeit und die Lenden mit dem Gürtel der Wahrheit und die Füße und so weiter. Aber was nützt mir das alles, wenn ich auf einem Bein stehe? Wenn ich alle ganzen Waffenrüstungen anhabe, aber ich unsicher stehe. Das erste, was da steht, ist: Feststehen. Festgegründet auf dem Felsen. Ein festes Fundament haben. Wenn du ein festes Fundament in deiner Beziehung zu Jesus hast, wenn du genau weißt, wo du stehst und warum du da stehst und dann diese Dinge antust, dann kannst du auch stehen bleiben, wenn du gekämpft hast.
[39:03] Und dann heißt es: "Die Wahrheit und unsere Lenden umgürten, die Gerechtigkeit unser Herz beschützen, die Füße sollen gestiefelt sein mit der Bereitschaft zum Zeugnis für das Evangelium des Friedens." Und dann vielleicht eines der wichtigsten Gegenstände: "Vor allem aber greift den Schild des Glaubens, mit dem ihr alle feurigen Pfeile des Bösen auslöschen könnt. Nehmt auch den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches das Wort Gottes ist." Und was sollen wir tun, während wir kämpfen? Vers 18: "Indem ihr zu jeder Zeit betet." Und ich lade euch ein, in der kommenden Woche, diese Gegenstände nochmal genau zu durchdenken, Tag für Tag nochmal durchzugehen, zu fragen: Wie können sie mir helfen, auf dieser Seite zu bleiben oder auf dieser Seite wieder zurückzukommen? Wie kann ich, wenn der Satan mal wieder schießt von deiner Seite.
[39:50] Schau, eines der ersten folgenden Pfeile, die durch den Garten Eden schossen, das war der Pfeil von Eva. Und dieser feurige Pfeil war gar nicht so schrecklich anzuhören. Der feurige Pfeil war nicht wie bei William Miller in Plattsburg, wo die Kanonenkugel um ihn herum flogen. Das war nicht so lebensgefährlich, es klang nicht so lebensgefährlich. Es war eine schöne Frau, die auf ihn zugekommen ist und sagt: "Schau mal, was ich gegessen habe, möchtest du auch?" Ein feuriger Pfeil. Die feurigen Pfeile in unserem Leben kommen auch meistens gut aussehend, voller Freude, begeistert. "Hey, möchtest du auch?" Ein feuriger Pfeil. Und diesen feurigen Pfeil zu sehen und zu sagen: "Es steht geschrieben." Das ist, worauf es ankommt.
[40:38] Wenn das Böse ganz deutlich in Form von Verfolgung kommt, dann fällt es uns vielleicht einfacher dagegen zu halten. Aber wenn der feurige Pfeil so vorne und hinten kommt. Durch diese ganzen Napoleonischen Kriege habe ich immer geguckt, wie haben die das gemacht, bis ich mich damit beschäftigt habe. Aber Kriegsführung ist durchaus etwas, wo man was lernt. Wenn da zwei Armeen aufeinander prallen, dann schaut mal, wer länger durchhält. Aber wenn es dir gelingt, den Gegner zu umgehen und mit dem Rücken zu fallen, dann ist das meistens der Sieg. Deswegen haben die Armeen ihre besten Leute immer an der sogenannten Flanke, um die Flanken zu beschützen, um zu garantieren, dass niemand in den Rücken fällt. Denn wenn du sie eingeschlossen hast, hast du gewonnen.
[41:27] Und das macht der Satan. Der Satan kommt manchmal auch knallhart von vorne. Wenn du sagst: "Boah, was für eine Anfechtung, alles geht schief." Aber er weiß, meistens rennen wir dann sofort zu Jesus. Weil wenn ich meinen Arbeitsplatz verliere, wenn ich kein Geld auf dem Konto habe, wenn ich mit Krebs diagnostiziert werde, dann werde ich beten. Das weiß der Satan. Aber wenn meine Freunde kommen, mir etwas anbieten, was ich schon lange nicht mehr nicht war, und nur die halbe Stunde und überhaupt, und ach, das ist nicht so schlimm, dann bete ich vielleicht nicht. Das ist viel erfolgreicher. Die listigen Kunstgriffe des Satans. Das war das Problem der Engel. Die haben es nicht erwartet. Sie haben es Gott nicht geglaubt, als Gott gesagt hat: "Mach das nicht." Sie haben ihm nicht geglaubt. Sie haben es nicht sehen können, sie haben es nicht spüren können, nicht riechen können. Sie haben es einfach nicht geglaubt.
[42:14] Es gibt manchmal Dinge, da sagt die Bibel: "Tu das nicht." Und wir sagen immer: "Warum denn? Es gibt doch keinen Grund." Kennt ihr Dinge, die die Bibel verbietet, wo man sagt: "Ob man es macht oder nicht?" Also, wenn die Bibel sagt: "Du sollst keinen Menschen töten", das ist ja logisch. Wir wollen andere töten. Das kann ja auch einem unbekehrten Menschen sich erschließen. Aber die Bibel bietet manche Dinge, wo man sagt: "Das hat für die Gesellschaft keinen besonderen Wert." Zum Beispiel der Sabbat. Ein unbekehrter Mensch erschließt sich das gar nicht. Warum soll ich unbedingt den Tag halten und nicht einen anderen? Du hast nur eine Chance: Entweder du glaubst es oder nicht.
[42:52] Noch ein Beispiel: Schmuck. Es gibt keinen moralischen Grund, warum man keinen Schmuck tragen sollte. Man wird dadurch nicht krank. Beim Schweinefleisch ist es anders, da kann man sagen, da wirst du halt 10 Jahre jünger. Wie wäre es, wenn Schweinefleisch uns älter machen würde? Würden wir immer noch sagen: "Wir essen kein Schweinefleisch?" Wenn Schweinefleisch eigentlich sehr gesund wäre? Würden wir immer noch sagen: "Es steht geschrieben?" Das ist die Frage beim Kaffee. Ist das jetzt wirklich so ungesund? Und das beim Schmuck und bei anderen Freizeitsachen, wo man sagt: "Das ist doch nur ein Film. Das ist doch nicht so tragisch. Das ist doch nur ein bisschen weltliche Musik. Was ist daran jetzt so schlimm?" Das ist immer das, was wir denken. Was ist daran jetzt so schlimm? Dieser eine Apfel. Liebe, nette Mädchen, niederkommt meine Frau. Das ist doch meine Frau, die mir das anbietet, die hat darüber nachgedacht. Was ist daran so schlimm?
[43:49] Genau, weil es so kommt, ist es so schlimm. Weil wir nämlich genau das nicht vermuten. Und das Einzige, was uns behütet, ist der Schild des Glaubens. "Es steht geschrieben." Wenn wir wissen, dass wir in einem Fort sind, von "Es steht geschrieben", dann wird der Satan fliehen. So wie eine Armee eine Stadt belagert und merkt, da kommt sie nicht rein, dann geht sie wieder weg. Die hat ja auch keine Lust, dann kämpft sie woanders. Aber wenn sie merkt, da fließt so ein Euphrat lang, da findet man irgend so einen Weg hinein, dann dauert es eine Nacht, dann hat man die Stadt eingenommen. Und so ist es auch in unserem Denken.
[44:25] Okay, ihr Lieben. Lasst uns das beschließen. Wir haben heute leider überzogen, es tut mir leid. Das nächste Mal wird es nicht passieren. Nächstes Mal machen wir weiter. Großer Kampf. Offenbarung 12, 8. Wer von euch möchte sich vornehmen, auf die feurigen Pfeile zu achten und den Schild des Glaubens hochzuhalten, selbst dann, wenn es eigentlich noch so ungefährlich aussieht, aber die Bibel sagt: "Tu es nicht."
[44:49] Wollen wir noch zusammen beten?
[44:59] Lieber Vater im Himmel, wir möchten dir von Herzen Dank sagen, dass wir heute dein Wort haben, dass wir es lesen konnten, dass wir es verstehen konnten, dass wir einige wichtige Lektionen lernen konnten aus diesem wichtigen Vers, zu dem man noch so viel mehr hätte sagen können. Jesus, es kommt darauf an, dass das, was wir gelernt haben, auch umgesetzt wird. Ich möchte dich für mich bitten und für jeden Einzelnen hier, dass wir bereit sind, dir zu folgen, Christus, was es wolle, in Liebe. Denn dein Gesetz ist niemals Härte und niemals Beschränkung, sondern immer Liebe und Gnade. Und so danken wir von ganzem Herzen für all das, was du für uns getan hast bisher. Wir danken dir, dass wir wissen dürfen, dass du unser Fürst bist und dass, was immer passiert zwischen Himmel und Erde, dass, wenn du kommst, du der Sieger bist. Habt Dank dafür jetzt von ganzem Herzen in unserem Leben, in unserer Gemeinde, in dieser ganzen Welt. Amen.
[45:51] Gut, nächste Woche sehen wir uns wieder. Dann zum Jahr 1815 und zur Offenbarung 12 Vers 8. Gottes Segen euch und einen guten Nachhauseweg und viel Freude beim Studium seines Wortes.
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