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Manuskript: CSH Studienmaterial Hosea Teil 2

In dieser Predigtserie über die kleinen Propheten wird der Prophet Hosea beleuchtet. Christopher Kramp analysiert die Kapitel 7 bis 14 und zeigt Gottes Dilemma zwischen Liebe und Gericht auf. Er erklärt die tiefgreifenden Botschaften über Israels Abfall, die Folgen von Sünde und die unendliche Liebe Gottes, die trotz allem immer wieder zur Umkehr ruft. Die Lektionen aus Hosea werden auf die heutige Zeit übertragen, um uns zu ermutigen, Gottes Wort ernst zu nehmen und uns ihm zuzuwenden.


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Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q2: Die kleinen Propheten

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Transkript

[1:00] Hallo und herzlich willkommen zur Cannstatt Study Hour. Schön, dass ihr wieder eingeschaltet habt auf joelmedia.tv.de und auch bei Amazing Discoveries. Wir haben heute die zweite Folge unserer Serie "Große Lehren von kleinen Propheten" und wir werden heute uns den zweiten Teil des Buches Hosea betrachten. Wir haben letzte Woche die ersten sechs Kapitel so im Überblick behandelt und ich hoffe, ihr konntet im Sendemanuskript so manche kleine Wahrheit noch entdecken und einige Ideen noch bekommen für das Bibelgespräch, und auf das wollen wir uns ja heute auch vorbereiten: das Bibelgespräch am 13. April.

[1:53] Unser Thema heute: Liebe und Gericht, das Dilemma Gottes. Hosea 7 bis 14. Und wir wollen gleich hineingehen und einige ausgewählte Verse aus jedem Kapitel betrachten, die so einen Überblick geben über das, was Hosea uns auch heute noch zu sagen hat.

[2:13] In Hosea 7, da wird fortgeführt, was er schon in Kapitel 4 begonnen hat, nämlich eine genaue Beschreibung des Abfalls und der Situationen im Nordreich Israel. Und in Kapitel 7 ist insbesondere das Königshaus im Fokus. Wir lesen in Vers 1, wie er sagt: "Wenn ich Israel heilen will, so offenbaren sich Ephraims Schuld und die Übel Samarias, denn sie verüben Betrug, und der Dieb dringt ein, und Räuberbanden plündern draußen." Gott sagt, ich möchte das Volk heilen, ich möchte sie retten, ich möchte ihnen vergeben. Doch das Werben Gottes wird sozusagen abgewiesen durch die Sünden, die immer wieder geschehen.

[2:57] Und in Vers 2, da lesen wir: "Und sie bedenken nicht in ihrem Herzen, dass ich an all ihre Bosheit gedenke. Nun aber haben ihre bösen Taten sie umstellt." Dieses Bild ist ein sehr interessantes Bild, das hier verwendet wird. Im Altertum haben feindliche Armeen eine Stadt meistens umzingelt und belagert, und dieses Bild wird hier verwendet: Ihre bösen Taten haben sie selbst umstellt. Und das ist ja das, was passiert ist: Die unerlaubten Verbindungen mit den heidnischen Völkern haben sich dann am Ende gegen Israel selbst gewandt.

[3:39] In den Versen 6 und 7, da wird ein interessantes Bild entwickelt, nämlich das von einem Ofen. Man kann das eigentlich schon in Vers 4 sehen, da heißt es: "Sie alle sind Ehebrecher, sie gleichen einem Ofen, welcher vom Bäcker angeheizt wurde, der das Schüren nach dem Kneten des Teiges nur so lange unterlässt, bis es ganz durchsäuert ist." Und dieses Bild vom Ofen wird jetzt in Vers 6 und 7 ganz interessant ausgeführt. Dort heißt es in Vers 6: "Denn sie haben ihr Herz in ihrer Hinterlist einem Ofen gleich gemacht, ihr Bäcker schläft die ganze Nacht, am Morgen brennt er lichterloh." Das heißt, was hier beschrieben ist, ist so wie der Bäcker bei Nacht nicht arbeitet, während der Sauerteig geht – diese bösen Gedanken im Herzen, die sich dann immer mehr zeigen. So gibt es eine Zeit, in der die boshaften Absichten sich ohne äußere Manifestation entwickeln. Wenn der Morgen kommt, wird das gegangene Brot in das Feuer gegeben, ein Symbol für das Ausführen geplanter Bosheit. So wie der Sauerteig im Herzen, so wie der Sauerteig im Brotteig sich aussäuert und verbreitet, so sind böse Gedanken im Herzen für eine Zeit lang nicht sichtbar, aber irgendwann kommen sie in den Ofen sozusagen, in die Leidenschaften des Menschen und werden dann sichtbar und es brennt lichterloh.

[5:02] Interessanterweise auch in Vers 8, dort heißt es nämlich: "Ephraim hat sich mit den anderen Völkern vermischt, Ephraim ist wie ein Kuchen, den man nicht umgewendet hat." Nun, das Bild hier ist nicht eine Torte, wie wir sie heute kennen, sondern so ein Fladenkuchen, der damals im alten Orient ganz üblich war. Und wenn man so einen Fladenkuchen in den Ofen tut und ihn nicht umwendet, dann passiert etwas, was man sich gut vorstellen kann: nämlich, dass die untere Seite verbrennt und die obere immer noch nicht wirklich überhaupt heiß wird oder trocken wird. Dies ist ein Bild für geistliche Inkonsequenz und auch das ein ganz wichtiger Aspekt hier in diesem Kapitel.

[5:50] In Vers 11, da sagt Hosea Folgendes: "Sondern Ephraim" – und Ephraim wird immer wieder hier verwendet als ein Sinnbild für das ganze Nordreich, Ephraim war ja der wichtigste Stamm – "Es heißt hier: 'Sondern Ephraim hat sich benommen wie eine einfältige Taube ohne Verstand. Ägypten haben sie herbeigerufen, nach Assyrien sind sie gelaufen.'" Gott sagt, dass das Volk einfach eine dumme Entscheidung gefällt hat, indem es sich den Assyrern und den Ägyptern an die Brust geschmissen hat, sozusagen.

[6:25] Interessanterweise, wenn wir ein bisschen vorspringen zu Kapitel 8, da wird wieder dieses Bild vom Schofarhorn verwendet. In Vers 1 heißt es: "Setze das Schofarhorn an deinen Mund. Wie ein Adler kommt es über das Haus des Herrn, weil sie meinen Bund übertreten und sich gegen mein Gesetz vergangen haben." Gott warnt jetzt in Kapitel 8, 9 und 10 vor dem kommenden Gericht. Während die Verse Kapitel 4 bis 7 den Zustand Israels beschrieben haben, so wird jetzt in Kapitel 8 bis 10 das kommende Gericht ausführlich in den Mittelpunkt gerückt. Wir haben es ja schon letztes Mal angesprochen, es war dann ungefähr um 722, 723 vor Christus, wo das Nordreich von den Assyrern eingenommen worden ist, und Gott versucht sie jetzt zu warnen.

[7:20] Der Bund ist gebrochen worden, der Bund, der eigentlich im Herzen sein sollte, und dieser Bund, der aber nie im Herzen wirklich war, sondern nur auf Steintafeln. Dieser alte Bund geht hier endgültig zugrunde.

[7:35] Dabei glaubt das Volk, dass sie eigentlich ganz gut sind. Wie wir Vers 2 entnehmen können, heißt es: "Zu mir werden sie schreien: Du bist mein Gott, wir Israeliten kennen dich." Das Volk Israel hatte sich also nicht völlig von Gott abgewandt im Sinne, dass sie nicht mehr an Gott glaubten, sondern sie glaubten wohl an den Gott der Bibel, aber auf ihre eigene Art und Weise, mit ihren eigenen Methoden, eigenen Gottesdienstformen und auch vermischt mit heidnischen Ideen.

[8:05] In Vers 4 wird uns deutlich, was dort politisch passiert ist im Volk Israel. Es heißt hier in Vers 4: "Sie haben Könige eingesetzt, ohne meinen Willen, Fürsten, ohne dass ich es billigte. Aus ihrem Silber und Gold haben sie sich Götzen gemacht, damit sie sich selbst zugrunde richteten." Manchmal glauben wir, jeder Führer im Volk Gottes ist von Gott bestätigt und vom Heiligen Geist dort hingesetzt worden. Hosea 8 macht ganz deutlich: Es gibt Führer im Volk Gottes, die hat Gott niemals dort sehen wollen. Das heißt ganz deutlich: "Sie haben Könige eingesetzt, ohne meinen Willen." Und wenn man sich die Geschichte des Nordreichs anschaut, vor allem in den letzten Jahren vor dem Niedergang, da sieht man, dass ein Putsch den anderen gejagt hat, ein König hat den anderen umgebracht, und eine Revolution kam auf die andere, so dass man wirklich davon sprechen konnte, dass hier es allein das Volk war, das sich selbst Könige erwählt hat, oder mit anderen Worten, dass das nicht nach Gottes Willen war.

[9:03] In Vers 7 heißt es: "Denn Wind säen sie und Sturm werden sie ernten. Da wächst kein Halm, das Gewächs, da gibt kein Mehl. Und sollte es etwas geben, so würden Fremde es verschlingen." Ein ganz bekanntes Bild, das wir kennen aus der Bibel: Wir ernten das, was wir säen. Es gibt einen ganz bekannten Vers, der das auch sagt, in Galater 6, Vers 7. Ich schaue das gemeinsam an. In Galater 6 und dort Vers 7, dort heißt es: "Irrt euch nicht, Gott lässt sich nicht spotten, denn was der Mensch sät, das wird er auch ernten. Und wer Wind sät, der wird Sturm ernten." Das Volk Israel hat jahrelang auf Nichtigkeiten, so wie Wind nichtig ist, keine Substanz hat, auf substanzlose Nichtigkeiten gesetzt und hat dann den Sturm geerntet.

[10:05] Interessanterweise in Vers 8 heißt es: "Verschlungen wird Israel. Schon sind sie unter den Heiden geworden wie ein Gefäß, an dem man kein Wohlgefallen hat." Im Neuen Testament gibt es einige Verse, die von dieser Idee eines Gefäßes der Unehre sprechen, in Römer 9 zum Beispiel oder auch in 2. Timotheus 2. Könnt ihr selbst anschauen. Selbst unter den Heiden hatten sie dann keinen besonders guten Status. Und dieses Bild vom Gefäß der Unehre ist ein Bild, selbst auf Heiden, das heißt, Gott nennt sie – das haben wir letztes Mal schon angeschaut – er nennt sie tatsächlich Heiden.

[10:44] Schauen wir uns Vers 10 an, dort heißt es: "Weil sie sich den Liebhaber unter den Heidenvölkern anwerben, so will ich diese, das heißt die Liebhaber, jetzt auch haufenweise herbeibringen, und bald werden sie zu leiden haben unter der Last des Königs der Fürsten." Es waren Nationen wie Ägypten und Assyrien, die immer wieder genannt werden im Buch Hosea, wo das Volk hinging, um bei ihnen Hilfe zu suchen, um Pferde zu holen, um Geschenke abzugeben, politische Allianzen einzugehen. Und es waren genau solche Nationen wie zum Beispiel die Assyrer, die dann zum Niedergang des Volkes geführt haben. Der König der Fürsten, hier ist eine konkrete Anspielung auf den assyrischen König, denn sein Titel war der König der Könige. So hat man sich später auch Nebukadnezar oder auch Kyros nennen lassen, die großen Weltherrscher, die andere Königreiche eingenommen haben und dann König der Könige gewesen sind.

[11:36] Und wie sehr Gott dabei leidet, wird ganz deutlich, wenn wir uns Vers 12 anschauen. Er sagt: "Wenn ich ihm mein Gesetz auch noch so oft vorschreiben würde, so halten sie es doch für etwas Fremdes." Im Hebräischen steht hier wörtlich: "Und wenn ich 10.000 Dinge schreiben würde über das Gesetz." Und Gott hat wirklich viel, viel gegeben, großartige Dinge. Schauen wir nur mal einen Text an, in Sprüche 22, Vers 20. Sprüche 22 und dort Vers 20. Dort heißt es: "Habe ich dir nicht Vortreffliches geschrieben mit Ratschlägen und Lehren?" Gott hat sich Mühe gegeben, dass das Wort Gottes so klar und so deutlich ist und so vielfältig. Gott wiederholt so viele Dinge, damit es ganz deutlich ist, dass er das meint, was er sagt. Und doch sagt er hier in Hosea 8, Vers 12: "So halten sie es doch für etwas Fremdes." Wir hatten schon in Hosea 4, Vers 6 gesehen, das Volk kommt um aus Mangel an Erkenntnis. Gott schreibt und schreibt und schreibt und schreibt, und doch halten sie es für etwas Fremdes. Ich glaube, auch das ist etwas, was für uns heute so wichtig ist, wo Gott in vielen, vielen Büchern der Inspiration uns einen Ratschlag nach dem anderen gibt, 10.000 Seiten buchstäblich hat schreiben lassen und viele mehr, und es für viele doch wie etwas Fremdes ist. Ich glaube, wir sollten uns die Frage stellen: Stehen wir nicht auch in der Gefahr, Gottes Wort abzuweisen, so wie es das Volk Israel hier getan hat?

[13:20] In Vers 13 heißt es: "Die Schlachtopfer, die sie mir schenken, bringen sie da wie gewöhnliches Fleisch und essen es. Der Herr hat kein Wohlgefallen an ihnen." Sie haben zwar noch Schlachtopfer gebracht, aber es war nur noch eine Form, es war ohne Glauben, es war einfach wie eine Mahlzeit ohne jeglichen Sinn. Und wenn Schlachtopfer einfach zu einer Mahlzeit werden können, ohne dass Gott dadurch irgendetwas für sie tun kann, dann kann es auch sein, dass Gottesdienst in unserer Zeit einfach zu Zeitvertreib wird, ohne dass wir irgendeinen Nutzen davon haben.

[13:56] Weiter heißt es in dem Vers: "Jetzt wird er an ihre Schuld gedenken und ihre Sünden strafen. Sie sollen nach Ägypten zurückkehren." Und Ägypten war ein Sinnbild für die Sklaverei. Gott sagt, ihr werdet wieder Sklaven werden, denn sie haben Gott vergessen, so heißt es ganz deutlich in Vers 14.

[14:16] Wenn wir Kapitel 9 anschauen, in Kapitel 9 wird jetzt die Wegführung nach Assyrien genauer thematisiert. Da heißt es in Vers 1: "Freue dich nicht, Israel, wie die Völker frohlocken." Zu der Zeit, als Hosea spricht, da sah es noch so aus, als würde das Volk in gewisser Sicherheit leben können, in gewissem Frieden sein können. Wir hatten es angeschaut, wie es unter Jerobeam II. dem Land eigentlich relativ gut geht. Und Gott sagt durch Hosea: "Freut euch nicht."

[14:46] "Denn du bist deinem Gott durch Hurei untreu geworden, hast gerne Hurenlohn genommen auf allen Konten." Deswegen sagt Gott ganz deutlich in Vers 3, unmissverständlich, ohne durch die Blume zu sprechen: "Sie sollen nicht bleiben im Land des Herrn, sondern Ephraim muss nach Ägypten zurückkehren und in Assyrien unreine Speise essen." Sie sollen zurück in die Sklaverei nach Ägypten, sollen zurück oder gefangen genommen werden in Assyrien.

[15:15] Wir springen zu Vers 9 und schauen uns an, wie tief das Volk gesunken war. In Hosea 9 und dort Vers 9 heißt es: "In tiefe Verderbnis sind sie versunken, wie vor Zeiten in Gibea." Er wird an ihre Missetat gedenken, ihre Sünden wird er strafen. Nun, die Geschichte von Gibea findet sich in Richter 19, 20 und 21. Und es ist die Geschichte, die vielleicht die traurigste und erstaunlichste und widerwärtigste Geschichte in der ganzen Bibel überhaupt ist. Eine Geschichte, in der das Volk Israel auf das Level der Bewohner von Sodom und Gomorra kommt. Ja, sogar mehr: die Bewohner von Gibea tun das, was die Sodomiter eigentlich nur vorhatten. Und das Ganze führt dann zu einem gewaltigen Bürgerkrieg, in dem die 10, 11 anderen Stämme gegen den Stamm Benjamin kämpfen. Ihr könnt das nachlesen in Richter 19 bis 21. Und es scheint sogar vor einer Zeit so zu sein, dass der rebellierende Stamm Benjamin sich dort gegen den Rest des Volkes behaupten kann und am Ende wird er doch fast völlig ausgelöscht. Und so erinnert Gott das Volk Israel an diese Geschichte und sagt, auch wenn ihr für eine Zeit lang euch zu behaupten scheint, wenn ihr das gleiche tut wie in Gibea, werdet ihr auch das gleiche Schicksal erleiden.

[16:41] In Vers 10 lesen wir: "Wie Trauben in der Wüste, so fand sich Israel." Gott bezieht sich noch einmal auf die Geschichte, auf den Exodus, als er das Volk Israel durch die Wüste führte. Und Trauben in der Wüste zu finden ist etwas sehr Kostbares, etwas, was nicht selbstverständlich ist. Und es heißt weiter: "So fand sich Israel, wie eine frühreife Frucht am jungen Feigenbaum entblökt sich eure Väter." Aber was dann passiert ist, schon während der Wüstenwanderung wird hier festgehalten: "Sie aber gingen zum Baal Peor." Eine Geschichte, die wir in 4. Mose 25 finden. Schon damals begann immer wieder dieser Abfall. Und dann heißt es: "Und weihten sich der Schande und wurden zum Gräuel wie der, den sie lieben."

[17:22] Zwei Gedanken hier sind sehr wichtig. Erstens, das Wort "weihen" ist verwandt mit dem hebräischen Wort "Naziräer", denn der Naziräer war ein Geweihter. Während Gott in 4. Mose 6 sagt: "Weiht euch Gott", so haben sich hier in 4. Mose 25 die Israeliten dem Baal Peor geweiht. Und indem sie sich so sehr mit dem Götzendienst beschäftigt haben, sind sie so geworden wie die Götzen, die sie angebetet haben. Es heißt, sie wurden zum Gräuel wie der, den sie lieben.

[17:54] In Vers 16, da heißt es: "Ephraim ist geschlagen, ihre Wurzel ist verdorrt, sie bringen keine Frucht. Wenn sie auch Kinder gebären, so werde ich doch die Lieblinge töten, die aus ihrem Leib hervorkommen. Mein Gott wird sie verwerfen, weil sie ihm nicht gehorcht haben." Wir sehen hier die Bedeutung des Gehorsams, der schon im Alten Testament so wichtig gewesen ist, denn ihre Wurzel war verrottet und so konnten sie keine echte Frucht bringen. Darum müssen sie als Flüchtlinge umherirren unter den heidnischen Völkern, ein Los, das schon im ersten Kapitel mit dem Zerstreuen Israels angedeutet war. Das hat sich ja tatsächlich erfüllt: Nie wieder sind diese zehn Stämme zu einem Volk geworden.

[18:49] Im zehnten Kapitel, nachdem jetzt im neunten Kapitel die Einnahme durch Assyrer deutlicher beschrieben worden ist, im zehnten Kapitel wird jetzt angedeutet, wie die Anbetungsstätten verwüstet werden, wie das Königreich dem Erdboden gleichgemacht werden wird. Und einige interessante Bilder können wir hier sehen, zum Beispiel in Vers 1. In Hosea 10, Vers 1 heißt es: "Israel ist ein rankender Weinstock, der für sich selbst Frucht bringt." Das Bild, dass Israel ein Weinstock ist, kennen wir auch aus anderen Kapiteln wie Jesaja 5. Und interessanterweise wird hier gesagt, dass die Frucht, die Israel bringt, dass sie sie nicht für Gott bringt, sondern für sich selbst. Israel lebt sich selbst, sie sind egoistisch und drehen sich nur um sich selbst.

[19:35] Und als Folge dessen lesen wir: "Je mehr Früchte er brachte, desto mehr Altäre bauten sie. Je besser ihr Land war, desto schönere Götzenbilder machten sie." Je eigensüchtiger wir mit dem Segen Gottes umgehen, desto stärker wird der Götzendienst. Und das war natürlich eine schlimme Sache.

[20:01] In Vers 2 heißt es: "Ihr Herz ist falsch." Einige übersetzen auch: "Ihr Herz ist geteilt." Und das erinnert uns natürlich an die Botschaft, die Elia dort auf dem Karmel gibt: "Wie lange wollt ihr noch hinken auf beiden Seiten?" Es war ja so gewesen, dass nach Jehu der Baalsdienst offiziell ausgerottet gewesen ist, obwohl er natürlich an vielen Stellen weitergetan worden ist. Seit der Zeit von Jehu hat das Nordreich, wie er schon letztes Mal angekündigt oder angedeutet, eigentlich den Gotteshimmel angebetet, aber durch diese goldenen Kälber, diese Gottesdienstformen und heidnischen Methoden, die Gott nicht gutheißen konnte, und durch die Allianzen mit verschiedenen heidnischen, ungläubigen Gruppen.

[20:40] In Vers 4 heißt es: "Leere Worte reden, falsche Eide schwören, Bündnisse schließen, sodass das Gericht aufsprosst wie Giftkraut aus den Furchen des Ackers." Und diese falschen Eide, diese falschen Bündnisse, die beziehen sich nicht nur auf Gott, die beziehen sich auch untereinander, zu den Menschen. So haben wir Berichte in der Bibel, dass die Israeliten auch selbst gegen die assyrischen Könige, mit denen sie Bündnisse geschlossen hatten, dann wieder rebelliert haben. So zum Beispiel im 2. Könige 17, Vers 3 und 4, wo der letzte König Hosea eine Rebellion startet und damit selbst einen falschen Eid geschworen hat. Also nicht nur gegenüber Gott, sondern auch gegenüber den Menschen waren sie in jeder Form abtrünnig.

[21:26] Interessanterweise, das Wort, das hier für Giftkraut verwendet wird, ist dasselbe Wort, das in 5. Mose 32, Vers 33 auch als Schlangengift bezeichnet wird. Es war nicht möglich, das Evangelium hier auszubreiten, denn ihr Acker war vergiftet und es konnte keine Frucht wirklich wachsen. Könnte es sein, dass wir heute in der gleichen Gefahr stehen, dass durch das Gift der Schlange unser Acker nicht wirklich bebaut werden kann und dass die Bündnisse, die wir eingehen, mit denen, mit denen wir keine Bündnisse eingehen sollten, uns am Ende eigentlich zum Nachteil gereichen?

[22:05] Das Kalb, das in Vers 5 erwähnt wird, wo es heißt: "Um das Kalb von Bethel wird den Einwohnern von Samaria bange sein. Ja, seine Bevölkerung trauert darum, und seine Götzenpriester zittern seinetwegen, wegen seiner Herrlichkeit, weil sie von ihnen weggeführt wird." Wir hatten, glaube ich, letztes Mal schon angedeutet, dass Bethel ein Kunstname ist für Bethel. Bethel meint das Haus Gottes, dort, wo Jakob Gott begegnet ist. Und just in diesem Bethel war eines der ersten goldenen Kälber aufgestellt worden, das im Nordreich überhaupt Bedeutung gewonnen hat. Und Bethel bedeutet dann Haus der Sünde oder Haus der Boshaftigkeit als eine bewusste, symbolische, ein symbolischer Kontrast zu dem Namen Bethel. Und diese Kälber sollten weggeführt werden und die Menschen haben darüber geweint. Ein ähnlicher Fall finden wir auch in Offenbarung 18, wo die Menschen mit dem Fall von Babylon weinen.

[23:06] In Vers 7, da wird über das Königshaus von Israel Folgendes gesagt: "Samarias König fährt dahin wie ein zerbrochener Zweig, der auf der Wasserfläche schwimmt." Ein zerbrochener Zweig ist ein interessantes Bild. Wenn man einen angebrochenen, zerbrochenen Zweig hat, der auf dem Wasser schwimmt, dann weiß man, dieser Stab ist nicht besonders stabil. Er lässt sich treiben, wohin auch immer der Strom geht. Und so waren die Könige von Israel, sie ließen sich treiben in jegliche Richtung und waren nicht in der Lage, das Volk wieder zurückzuführen dorthin, wo es eigentlich hingehört hätte.

[23:44] Und dann kommt dieser enorme Vers in Vers 8, und das lohnt sich, diesen Vers genauer anzuschauen. Das heißt es in Hosea 10, Vers 8: "So werden die Höhen von Awen, die Sünde Israels, verwüstet. Höhen natürlich ein Bild für die verschiedenen Opferstätten des Heidentums, die meistens an vorhergelegten Plätzen gewesen waren, auf Hügeln, meistens auch mit Bäumen versehen, um dort die abartigen Praktiken etwas mit Schatten zu verdecken." Das heißt weiter: "Dornen und Disteln werden auf ihren Altären wachsen." Und dann heißt es: "Und das sollte jeden Bibelstudenten aufhorchen lassen: Da werden sie zu den Bergen sagen: Bedeckt uns! Und zu den Hügeln: Fallt über uns!" Und jeder, der die Bibel ein bisschen kennt, wird sagen: "Hey, Moment mal, das kenne ich."

[24:34] Zweimal wird im Neuen Testament auf diese Stelle Hoseas Bezug genommen. Das erste Mal in Lukas 23, und dort Vers 28-30. Kein geringerer als Jesus selbst ist es, der diese Prophezeiung von Hosea aufgreift und in einen neuen Kontext hineinlegt. In Lukas 23, Vers 28-30 heißt es: "Da wandte sich Jesus zu ihnen und sprach: Ihr Töchter Jerusalems, weint nicht über mich, weint vielmehr über euch selbst und eure Kinder. Denn siehe, es kommen Tage, da man sagen wird: Glückselig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren und die Brüste nicht gestillt haben. Da wird man anfangen zu den Bergen zu sagen: Fallt über uns! und zu den Hügeln: Bedeckt uns!" Und Jesus spricht hier ganz deutlich von der Zeit 70 nach Christus, als Jerusalem zerstört worden ist und damit das Volk der Juden aufhörte als Nation, so an diesem Ort in Palästina zu leben und regiert zu werden.

[25:44] Und interessanterweise wird es noch einmal verwendet, und zwar in der Offenbarung. Und dort in Offenbarung 6, und das ist vielleicht die bekanntere Stelle. In Offenbarung 6 und dort Vers 14 bis 16, dort heißt es: "Und der Himmel entwich wie eine Buchrolle, die zusammengerollt wird, und alle Berge und Inseln wurden von ihrem Ort weggerückt. Und die Könige der Erde und die Großen und die Reichen und die Heerführer und die Mächtigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich in den Klüften und in den Felsen der Berge. Und sie sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallt auf uns und verbergt uns vor dem Angesicht dessen, der auf dem Thron sitzt, und vor dem Zorn des Lammes." Hier ist der Kontext die Wiederkunft Jesu.

[26:32] Und in beiden Fällen, bei Jesus und hier in Johannes in Offenbarung, ist es eine Gnadenzeit, die ans Ende gekommen ist. Als 70 nach Christus Jerusalem zerstört worden ist, da war keine weitere Gnadenzeit mehr für das Volk Israel. Wenn Jesus wiederkommen wird und diese Menschen ausrufen werden: "Berge, fallt auf uns!", dann ist das ein Ausdruck dessen, dass sie verloren sind, dass sie gegen die Wand gefahren sind, dass es aus ist.

[27:01] Und so ist Hosea, so beschreibt Hosea also ein Volk, das auf dem Weg dazu ist, seine Gnadenzeit zu überschreiten. Und das ist ja genau das, was mit dem Nordreich passiert ist. Sie sind in das assyrische Exil gekommen und sind nie wieder zurückgekommen. Es war ein endgültiges Gericht, sie sind zu Heiden geworden. Und ja, Gott konnte sie noch erreichen, indem er die Heiden allgemein erreichte durch Jesus Christus. Aber für das Nordreich an sich, für die zehn Stämme Israels als besonderes Volk, war das schon das Ende.

[27:37] Hosea ist also ein Buch an ein Volk, an Menschen, die auf dem Weg sind, ihre Gnadenzeit zu verspielen. Das ist der letzte verzweifelte Aufruf eines liebevollen Gottes, der noch einmal deutlich machen möchte, wie sehr er sein Volk retten möchte. Und das hilft uns besser zu verstehen, warum dieses Buch so emotional aufrührend ist, weil Gott nicht mit ansehen kann, wie sein Volk in die Irre rennt. Und all diese Verse, diese Prinzipien, die wir angeschaut haben, lassen sich also übertragen auf unsere Zeit, wo viele Menschen ins ewige Verderben laufen und sich nicht bekehren wollen.

[28:10] Gehen wir zurück zu Hosea 10 und schauen wir uns Vers 9 an. Wie schon kurz zuvor wird noch einmal diese Geschichte von Gibea zitiert. Das heißt: "Seit den Tagen von Gibea hast du gesündigt, Israel. Dort sind sie stehen geblieben. Sollte sie nun nicht auch in Gibea der Krieg erreichen, der gegen die frevelhaften Kinder geführt wird?"

[28:36] Vers 10 heißt: "Ich will sie züchtigen nach Herzenslust, und es sollen Völker gegen sie versammelt werden zur Züchtigung für ihre zweifache Schuld." Und genauso ist es passiert: Die Völker, vor allem der Assyrer, sind versammelt worden gegen Israel. So ist es passiert bei der Zerstörung Jerusalems, die Völker, die Armeen Roms sind versammelt worden gegen sie. Und so wird es passieren bei der Wiederkunft Jesu: Die Herrscher des Himmels werden versammelt werden gegen die Ungläubigen.

[29:06] In Vers 12, da versucht Gott noch einmal durch den Propheten Hosea, das Volk zu animieren, umzukehren. Das heißt: "Seht euch Gerechtigkeit, erntet nach dem Maß der Gnade. Anstatt Wind zu säen und Sturm zu ernten, sollen sie Gerechtigkeit säen und Gnade ernten." Das heißt: "Pflügt einen Neubruch, fangt nochmal ganz von vorn an." Ein Bild auf die Bekehrung, auf die Herzensbeschneidung, wie wir es finden können, auch in Jeremia 4, Vers 3 und 4. Könnt ihr selbst nachlesen, wo das Herz nochmal aufgebrochen werden soll, das neu gesehen werden kann.

[29:44] Es heißt hier: "Denn es ist Zeit, den Herrn zu suchen, bis er kommt und euch Gerechtigkeit regnen lässt." Das Kommen des Herrn, das Kommen des Messias soll Gerechtigkeit bringen. Und das hatten wir schon in Hosea 6, Vers 3 gesehen, eine erneute Prophezeiung auf das Kommen Jesu. Inmitten dieses düsteren Bild vom totalen nationalen Abfall des Volkes Gottes hat Gott immer wieder diese Hoffnungsschimmer eingebaut: Jesus kommt, Jesus kommt, die Gerechtigkeit kommt, wendet euch um, bekehrt euch.

[30:13] Wir haben im Sendungsskript einige Verse angeführt, die dieses Thema vertiefen, den Herrn zu suchen, wenn es darum geht, den Herrn von ganzem Herzen zu suchen, um in ihm zu leben. Ihr könntet auch sehen, dass viele es versuchen und doch scheitern, weil sie nicht von ganzem Herzen es versuchen. Aber während Gott sie auffordert, Gerechtigkeit zu säen, so sehen wir, dass die Realität im Volk Gottes eine andere ist.

[30:41] In Vers 13 heißt es: "Als ihr Gesetzlosigkeit pflügtet, habt ihr Unheil geerntet." Wir können uns entscheiden, ob wir Gerechtigkeit säen und Gnade ernten oder ob wir Gesetzlosigkeit, also Sünde – 1. Johannes 3, 4 sagt, dass Sünde die Gesetzlosigkeit ist – ob wir Sünde säen und pflügen und dafür Unheil ernten.

[31:10] Nachdem Hosea jetzt in Kapitel 4 bis 10 das Gericht Gottes so ausführlich beschrieben hat, im letzten Vers, in Vers 15, da heißt es noch: "Dasselbe Geschick bringt Bethel über euch, um eurer großen Bosheit willen. Beim Anbruch des Morgenrots wird der König Israels völlig vertilgt sein." Bis zum letzten König haben sie gesündigt. Auch der letzte König hat das nicht abwägen können. Übrigens, der letzte König Israels hieß Hosea. Es scheint so zu sein, dass Gott das Letzte, was er noch tun konnte, einen König noch an die Macht zu lassen, obwohl er genauso böse war wie alle anderen, oder zumindest fast so sehr, dessen Namen allein an die Botschaften des Propheten erinnern sollten. Auch das hat nichts genützt.

[31:57] Wie gesagt, in Kapitel 4 bis 10 wird der Zustand des Volkes Israels genauestens beschrieben und immer wieder angekündigt, dass die Assyrer kommen werden. Und in Vers 11 bis 14 finden wir den Schlussteil. Kapitel 11 bis 14 finden wir den Schlussteil, in dem Gott noch einmal Rückschau hält, wie er bis dahin das Volk Israel geführt hatte, was er alles für das Volk getan hat, und das gipfelt in seinem letzten Aufruf. Wir wollen uns in den letzten Minuten das anschauen.

[32:21] In diesem erstaunlichen Vers in Hosea 11, Vers 1 heißt es: "Als Israel jung war, liebte ich ihn, und aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen." Nun, worum es hier ganz deutlich geht, ist das Volk Israel, das aus Ägypten herausgezogen worden ist. Aber Matthäus, der Schreiber des Evangeliums, wendet diesen Vers auch auf Jesus an. In Matthäus 2, Vers 15, da wird er berichtet, wie Josef und Maria nach Ägypten fliehen und dann später aus Ägypten zurückkommen. Und da heißt es in Vers 15: "Und er blieb dort bis zum Tod des Herodes." Das heißt, Matthäus zeigt uns ganz deutlich, dass die Prophezeiung hier in Hosea, oder dieser Vers in Hosea, nicht nur eine Beschreibung der Vergangenheit Israels war, sondern gleichzeitig eine Prophezeiung auf den kommenden Messias.

[33:13] Es gibt ja viele Parallelen zwischen Jesus und dem Volk Israel. Nicht nur sind beide aus Ägypten gekommen, beide werden Immanuel in der Bibel genannt, in Jesaja 7 und Jesaja 8. Beide werden genannt der Weinstock. Beide werden genannt Gottes Sohn und so weiter und so fort. Beide sollten Könige sein, Priester. Das heißt, das Volk Israel sollte als ganzes Volk eine Aufgabe erfüllen. Sie sollten auf den kommenden Messias hinweisen. Sie waren ein Typus auf Jesus. Nicht nur sind einzelne Menschen in der Bibel Typen auf Jesus, das ganze Volk Israel war ein Typus auf Jesus. Und umso schwerwiegender ist es, dass sie so schwer gescheitert sind. Jesus hat in seinem Leben all das richtig gemacht, was Israel falsch gemacht hat.

[34:04] Und so beschreibt also Hosea hier in Kapitel 11 noch einmal, wie Gott mit seinem Volk umgegangen ist, wie er sich herausgerufen hat aus Ägypten. Aber dann schon Vers 2 wird deutlich, wie widerspenstig sie sind. Es heißt aber: "Sobald man sie rief, wandten sie sich vom Angesicht der Rufenden ab. Den Baalen opferten sie und den Götzenbildern räucherten sie die Rufenden." Das waren die Propheten, die Gott von Gott gesandt worden sind, die immer wieder zur Umkehr riefen. Also die Menschen haben sich abgewandt, in einer Generation wie der nächsten.

[34:35] Und doch heißt es in Vers 3: "Und ich war es doch, der Ephraim gehen lehrte, der sie auf seine Arme nahm, aber sie haben nicht erkannt, dass ich sie halte." Was für ein berührendes Bild, wie Gott hier zeigt, wie das Volk von seiner Kindheit begleitet hat. Wie ein kleines Kind, das nicht richtig laufen kann, das gestützt werden muss und das begleitet wird von dem Elternteil. So war Gott mit dem Volk Israel unterwegs seit den Tagen der Wüstenwanderung und hat versucht ihnen beizubringen, wie man aufrecht geht, wie man lebt, ohne zu straucheln. Und doch haben sie sich immer wieder von ihm abgewandt.

[35:16] In Vers 4 sagt er: "Mit menschlichen Banden zog ich sie, mit Seilen der Liebe. Ich hob ihnen gleichsam das Joch auf vom Kinn und neigte mich zu ihnen, um ihnen Nahrung zu geben." Diese Seile der Liebe, die sind so bemerkenswert, denn es ist Gottes Liebe, die uns zieht. Was für ein wunderbarer Vers. Jesus sagt in Johannes 12, Vers 32: "Wenn ich erhöht bin von der Erde, werde ich alle Menschen zu mir ziehen." Er kann das Joch entfernen, dass wir wieder aufrecht gehen können, wie es 3. Mose 26, Vers 13 sagt. Und Gottes Wunsch ist, dass wir nicht wieder Sklaven werden.

[35:55] Das heißt in Vers 5: "Er soll nicht nach dem Land Ägypten zurückkehren, sondern der Assyrer soll ihr König werden, weil sie nicht umkehren wollen."

[36:05] Vers 7: "Mein Volk hält am Abfall von mir fest. Ruft man es nach oben, so erhebt es sich gar niemand." Offensichtlich hat niemand auf Hoseas Botschaft reagiert. Und Gott ist so verzweifelt. Er sieht, wie das Volk den ewigen Ruinen entgegen geht. Und er ruft aus in Vers 8: "Wie könnte ich dich da hingeben, Ephraim? Wie könnte ich dich preisgeben, Israel? Wie könnte ich dich behandeln wie Adama, dich machen wie Zebuim?" Das waren zwei Städte, die gemeinsam mit Sodom und Gomorra vernichtet worden sind im Feuer.

[36:41] "Denn ich bin Gott und nicht ein Mensch, als der Heilige bin ich in deiner Mitte und will nicht in grimmigem Zorn kommen."

[36:49] Und so finden wir in Vers 10 und 11 eine weitere Prophezeiung auf die Umkehr in späteren Zeiten. Wenn Jesus kommen würde, sie werden dem Herrn nachfolgen, der brüllen wird wie ein Löwe. Wenn er brüllt, so werden die Söhne zittern vom Meer herbei allen. Die prophetische Botschaft, Amos 3, Vers 8: Brüllen wie ein Löwe wird Menschen zu Christus führen. Sie werden Christus nachfolgen, sie werden seine Jünger werden.

[37:20] In Kapitel 12, da vergleicht Hosea das abgefallene Volk Israel mit dem, der dem Namen Israel seinen Namen gab, nämlich Jakob. Wie es heißt in Vers 2: "Ephraim nährte sich von Wind und läuft den ganzen Tag dem Ostwind nach." Übrigens, der Ostwind war ein zerstörerischer Wind, der den Sand der arabischen Wüste mit sich brachte und deswegen die Pflanzen zerstörte. "Er wird täglich verlogener und gewalttätiger. Ein Bündnis mit Assyrien wollen sie schließen und Öl wird nach Ägypten gebracht."

[37:54] Da vergleicht jetzt Hosea dieses Bild vom abgefallenen Israel mit Jakob. In Vers 4 heißt es: "Schon im Mutterschoß hielt er die Ferse seines Bruders, und in seiner Manneskraft kämpfte er mit Gott. Er kämpfte mit dem Engel und siegte. Er weinte und flehte zu ihm. In Bethel hat er ihn gefunden, und dort hat er, also Gott, mit uns geredet." Hosea erinnert das Volk wie Jakob, der Betrüger zu Israel, dem Überwinder, wurde. Auch Ephraim ist ja Betrüger und lügt. Und auch sie könnten, so wie Jakob, zu Überwindern werden, wenn sie mit Gott ringen im Gebet, mit Flehen, so wie Jakob damals am Jabok, in 1. Mose 32 mit dem Engel rang und sagte: "Ich lasse dich nicht, es sei denn du segnest mich." Nicht aus eigener Kraft, sondern durch die Kraft Gottes. Als er in Bethel Gott traf an der Jakobsleiter und verstand, dass es eine Verbindung gibt zwischen Himmel und Erde, die nicht von der Erde ausgeht, sondern vom Himmel.

[39:58] So ruft Gott dem Volke zu: "So kehre nun zu deinem Gott, halte fest an Liebe und Recht und hoffe stets auf deinen Gott." Gott hatte versucht in allen möglichen Arten und Weisen zu dem Volk zu sprechen.

[39:11] In Vers 11 heißt es: "Ich habe zu den Propheten geredet und viele Offenbarungen gegeben und durch die Propheten und Gleichnisse gelehrt." Und Gott versucht diesen Punkt immer wieder zu betonen, dass die Vergangenheit zeigt, dass er bereit ist, sie zu retten.

[39:28] In Vers 13 sagt er: "Als Jakob in das Gebiet von Aram floh, da diente Israel um eine Frau, um eine Frau hütete er die Herde." Jakob befand sich als Einzelner in der Sklaverei und Gott war in der Lage, ihn herauszuführen. Im nächsten Vers geht Gott noch einen Schritt weiter, sagt er in Vers 14: "So hat der Herr durch einen Propheten Israel aus Ägypten herausgeführt und es durch einen Propheten hüten lassen." Nicht nur war die Person Israel Jakob, nämlich allein in der Sklaverei und ist von Gott befreit worden, auch das ganze Volk befand sich in der Sklaverei und ist befreit worden unter Führung eines Propheten. Gott macht so deutlich, dass er in der Lage ist, von der Sklaverei zu befreien, aus der Sünde zu befreien durch das Wort der Propheten.

[40:11] Und trotzdem haben wir diese traurige Situation, dass das Volk Israel dem Propheten Hosea nicht zugehört hat. Statt sich daran zu erinnern, was Gott für Jakob getan hat, statt sich daran zu erinnern, wie Gott das Volk durch Mose geführt hat, lassen sie sich jetzt nicht durch Hosea führen und laufen blindlings in ihr Verderben. Könnte es sein, dass wir heute mit all den Geschichten der Bibel vor uns genau den gleichen Fehler machen, weil wir uns weigern, durch den Propheten und die Prophetin Gottes uns führen zu lassen?

[40:44] Und Gott ist so gekränkt. Deswegen heißt es in Vers 15: "Ephraim hat ihn bitter gekränkt. Er wird seine Blutschuld auf ihn werfen und sein Herr wird ihm seine Beschimpfung vergelten."

[41:02] Und so wird in Kapitel 13 das Gericht über Ephraim ganz deutlich beschrieben. Die Gründe werden genannt. In Vers 1 heißt es: "Wenn Ephraim redete, herrschte Schrecken. Groß stand er da in Israel." Ephraim war der wichtigste Stamm im ganzen Land. "Als er sich aber mit dem Baal versündigte, da starb er."

[41:21] In Vers 2, Vers 1 sagt: Wir sind tot in Sünden, wenn wir uns von Gott entfernen und Sünde tun. Römer 6, Vers 23 sagt: Der Sünde Sold ist der Tod. Und das ging nicht nur eine Zeit lang so, es ging über Jahrhunderte. Selbst zur Zeit von Hoseas heißt es noch Vers 2: "Und nun fahren sie fort zu sündigen und gießen sich Bildnisse aus ihrem Silber, Götzenbilder nach ihrer Erfindung, allesamt ein Machwerk von Künstlern. Von ihnen sagen sie: Die Menschen, die opfern sollen, die Kälber küssen."

[41:53] In Vers 5 bis 7 wird beschrieben, wie das Volk Israel sich von Gott abgewandt hat. "Ich habe mich deiner angenommen in der Wüste, im dürren Land", wie dein Bezug auf den Exodus. "Als sie aber Weide fanden, also in das Land Kanaan kamen, wurden sie satt. Und als sie satt wurden, überhob sich ihr Herz, darum vergaßen sie mich." Es hat sich genau das erfüllt, wovor Gott in 5. Mose 32, im Lied des Mose, gewarnt hatte.

[42:15] Vers 7: "Da wurde ich gegen sie wie ein Löwe und lauerte wie ein Panther am Weg. Ich überfiel sie wie eine Bärin, der man die Jungen geraubt hat." Löwe, Bär und Panther sind Bilder, die immer wieder in Daniel, in Jesaja, in Jeremia für heidnische Nationen wie Assyrien, Ägypten, Babylon, Medo-Persien, Griechenland usw. verwendet werden, die dann Gottes Volk vernichten, ins Exil nehmen und Gottes Gericht ausführen.

[42:40] Ein ganz besonderer Vers, Punkt ist im Vers 8 am Ende. Es heißt: "Und zerriss ihnen den Brustkasten." Der Brustkasten verdeckt das Herz. Das Volk Israel hatte das Herz verhärtet, aber durch das Gericht Gottes wird deutlich, was im Herzen ist. Der Brustkasten wird aufgerissen. Und das ist das, was die Bibel sagt an vielen Stellen, dass durch Gottes Gericht offenbar wird, was in unserem Herzen ist.

[43:05] In Vers 10 wird Bezug genommen zu der Geschichte, als das Volk Israel in 1. Samuel 8 sich einen König wünschte, mit den Worten: "Wir wollen jemanden, der für uns kämpft, gegen feindliche Nationen. Wenn wir im Krieg sind, brauchen wir jemanden, auf den wir schauen können." Und Gott fragt jetzt die Frage in Vers 10: "Wo ist denn nun dein König, dass er dir helfe in all deinen Städten, und wo sind deine Richter? Denn du hast ja gesagt: Gib mir einen König und Fürsten." Das Volk glaubte, wenn sie nur einen König haben, dann können sie bestehen unter den Völkern. Jetzt haben sie Könige, die sie noch mehr ins Unglück gebracht haben. Und die Assyrer werden sie trotzdem einnehmen.

[43:42] Gott sagt, Vers 11: "Ich gab dir einen König – gemeint ist Saul – in meinem Zorn und nahm ihn wieder weg in meinem Grimm." Die Geschichte von Saul macht ganz deutlich, dass Gottes Plan es nie gewesen war, Könige zu haben in Israel. Und doch hat er es ihnen erlaubt, damit sie daraus lernen. Doch gelernt haben sie nicht.

[43:59] In Vers 12 und 13 heißt es: "Ephraims Schuld ist zusammengebunden, deine Sünde ist aufbewahrt." Gott sagt ganz deutlich, dass er die Sünden aufbewahrt hat. In Daniel 7, in Offenbarung 20, in Römer 2, Vers 4 bis 6 und so weiter heißt es, dass Gott Buch führt über die Sünden.

[44:19] Und dann in Vers 13 wird diese plötzliche Zerstörung durch die Assyrer durch ein Bild beschrieben, das wir dann auch in 1. Thessalonicher für die Wiederkunft finden. "Geburtswehen werden ihn ankommen. Er ist ein unverständliches Kind, denn er stellt sich nicht zur rechten Zeit ein zur Geburt."

[44:36] Und dann wieder mitten in dieser düsteren Zukunftsvision von dem endgültigen Ende des Nordreiches gibt es diese Hoffnungsverse wie hier in Vers 14, wo plötzlich weit in die Zukunft vorausweisend Gott zeigt, dass es dort eine Auferstehung der Toten geben wird. In Vers 14: "Ich will sie erlösen aus der Gewalt des Totenreichs, vom Tod will ich sie loskaufen." Das hat Jesus getan durch seinen Tod am Kreuz. "Tod, wo ist dein Verderben? Totenreich, wo ist dein Sieg?" Doch der Trost ist von meinen Augen verborgen. Jeder, der diesen Loskauf von Christus annimmt, kann gerettet werden, kann die Auferstehung aus den Toten erleben.

[45:16] Und zu Ende des Buches Hosea, mit dem letzten Kapitel in Kapitel 14, mit dem schönsten und mutmachendsten. Eine Prophezeiung, eine Vorhersage, ein Aufruf, ein letzter Höhepunkt, ein letzter Aufruf zur Umkehr.

[45:33] In Vers 2 lesen wir: "Kehre um, o Israel, zu dem Herrn, deinem Gott, denn du bist zu Fall gekommen durch deine eigene Schuld." Immer wieder im Buch Hosea wird deutlich: Gott gibt all den Segen, aber die Schuld und die Zerstörung kommen durch Israels eigenes Tun.

[45:47] Vers 3: "Nehmt Worte mit euch und kehrt um zum Herrn." Die Bibel sagt in 2. Mose 23, Vers 15: Wenn wir zu Gott kommen, sollen wir nicht leer kommen. Aber statt ein Opfer mitzubringen oder statt Geschenke und Geld mitzubringen, sollen sie Worte mitbringen.

[46:01] Was sollen sie mitbringen? "Sprecht: Vergib alle Schuld und nimm es gut auf, dass wir dir das Opfer unserer Lippen bringen, dass wir schuldig sind." Sie sollen keine tatsächlichen Tiere schlachten, einfach als Zeremonie. Sie sollen kein Geld bringen, um sich loszukaufen. Sie sollen mit ihren Worten ein echtes, gründliches Bekenntnis bringen. Das Wort, das hier steht, "Opfer unserer Lippen", heißt wörtlich "Stiere unserer Lippen". Statt einem buchstäblichen Stier soll es ein Stier auf den Lippen sein. "Herr, vergib mir."

[46:30] Lieber Freund, liebe Freundin, geht es dir auch so, dass du, wie das Volk Israel, in einem Abfall dich befindest und dass du eigentlich auf dem Weg ins Verderben bist und Gott dich aufruft: Kehr um? Dann nimm Worte mit dir. Worte, wie sie hier stehen.

[46:46] Im nächsten Vers, im Vers 4, bekennt das Volk Israel genau drei konkrete Sünden. "Assyrien wird uns nicht retten. Wir wollen nicht mehr auf Rossen reiten." Ein Bild dafür, dass sie sich vorher auf die Ägypter verlassen haben, die ägyptischen Rosse. So sagt es auch Jesaja. "Und das Werk unserer Hände nicht mehr unsere Götter nennen. Denn bei dir findet der Verwaiste Herzlichkeit." Der allgemeinen Zerknirschung folgt ein konkretes Sündenbekenntnis. Und das führt zu einer Heilung.

[47:18] Im Vers 5 heißt es: "Ich will ihre Abtrünnigkeit heilen. Gerne will ich sie lieben." Gott wünscht sich nur eine Sache, dass wir unsere Sünden bekennen und zu ihm zurückkommen. "Denn mein Zorn hat sich von ihnen abgewandt."

[47:30] Und dann sagt er, dass er das Volk Israel wieder führen will, dass er sie zum Wachstum bringen will. Er sagt im Vers 5, Vers 6: "Ich will für Israel sein wie der Tau. Es soll blühen wie eine Lilie und Wurzeln schlagen wie der Libanon." Diese starken Bäume im Libanon. Die Lilie übrigens eines der schönsten Pflanzen, so sagt es Jesus in der Bergpredigt. Gott sagt, ich habe so viel vor für dich. Ich habe so viele Pläne. Ich möchte dich so gerne lieb haben.

[47:58] Im Vers 6, Vers 7: "Seine Schösslinge sollen sich ausbreiten. Es soll so schön werden wie ein Ölbaum." Der Ölbaum galt als die Krone aller Bäume in Palästina. "Und so guten Geruch geben wie der Libanon. Die unter seinem Schatten wohnen, sollen wiederum Getreide vorbringen." Wörtlich steht hier: "Das Getreide soll wieder belebt werden." Und blühen wie der Weinstock. Und so berühmt werden wie der Wein vom Libanon. All das, was Gott schon mal gegeben hatte, was er wegnehmen musste: Korn und Wein und Öl. Und all diese Dinge möchte er wiedergeben, wenn wir uns zu ihm bekehren.

[48:30] Und das hätte das Volk Israel erleben können. Und dann heißt es in dem vorletzten Vers, Vers 9: "Ephraim wird sagen: Was soll ich künftig noch mit den Götzen zu schaffen haben?" Wenn wir die wahre Erlösung erleben, dann werden wir uns fragen: Was will ich noch mit den Sünden? Was will ich noch mit diesen Götzen? Was will ich noch mit diesen schlechten Angewohnheiten? Ich will damit nichts mehr zu schaffen haben. "Ich, ich habe ihn erhört und auf ihn geblickt. Ich bin wie eine grünende Zypresse." Es soll sich zeigen, dass deine Frucht von mir kommt. Gott möchte, dass alle sehen, dass in ihm wir Frucht bringen können. Die Frucht des Geistes, Galater 5, Verse 22, 23. Er möchte, dass deutlich wird, dass alle unsere Werke in ihm gewirkt sind, so wie es Johannes 3, Vers 21 sagt, wie es Epheser 2, Vers 10 sagt, dass wir, wenn wir zu ihm kommen, wir wachsen können in ihm.

[49:20] Gott hat so ein schönes Bild vorbereitet. Aber das Traurige war, dass das Volk Israel diese Vision niemals realisiert hat. Als in der letzten Stunde, kurz, nicht mal 5 vor 12, sondern 1 vor 12, Hosea diese letzte Botschaft brachte, da wäre es möglich gewesen umzukehren. Aber der Zug ist stattdessen voll gegen die Wand gelaufen. Das Volk Israel ist von den Assyrern eingenommen worden. Und das, was hier steht, hat sich nicht erfüllt, jedenfalls nicht in der Nation der zehn Stämme.

[49:49] Wird es sich in deinem Leben erfüllen? Oder wirst du auch ins Verderben rennen? Und Gott stellt diese verzweifelte Frage: "Wer ist so weise, dass er das einsehe? Und so klug, dass er das verstehe?" Und dann gibt Gott diesen Aufruf. Und da gibt es diese zwei Wege, zwischen denen du wählen kannst und ich. "Denn die Wege des Herrn sind richtig, und die Gerechten wandeln darauf. Aber die Übertreter kommen auf ihnen zu Fall." Willst du gerecht sein oder Übertreter sein?

[50:22] Wer ist so weise, dass er das einsehe, was hier in Kapitel 14 steht? Dass er mit seinen Worten sagt: "Herr, bitte vergib mir." Konkret die Sünden benennen. Und dann die Heilung des Arztes Jesus Christus annehmen. Wirst du aus der Geschichte Hoseas lernen? Wirst du aus der Geschichte Israels lernen? Wirst du so weise sein, diese ewige Erlösung anzunehmen, dich ziehen zu lassen von den Seilen der Liebe? Wirst du umkehren, so wie es Hosea 6 sagt? Wirst du dich wiederbeleben lassen? Und beim Bleiben, so wie Hosea 14 es verspricht?

[51:04] Gottes Segen für deine Entscheidung. Nächste Woche werden wir gemeinsam die vier Kapitel des Propheten Joel anschauen. Und das wird für uns eine besondere Freude sein, denn Joel ist ja der Namensgeber unseres kleinen Ministries. Also verpasst unter keinen Umständen nächste Woche unsere Besprechung des Buches Joel. Es ist prall angefüllt mit Lehren für die Endzeit, und das dürft ihr unter keinen Umständen verpassen. Bis dahin wünschen wir euch Gottes Segen und viel Freude beim Studium seines Wortes.

[51:36] Eine letzte Ankündigung noch. Bitte vergesst auch nicht, reinzuschauen in unsere Serie "Gott mit uns live" auf Joel Media TV vom 12. bis zum 20. April, wo wir über diese Liebe Gottes sprechen werden, auch über Hosea und über andere Geschichten der Bibel, die deutlich machen, wie sehr Gott uns liebt und wie wir mit ihm Gemeinschaft haben können. Seid dabei, ladet eure Freunde ein, und wir sehen uns dann hier auf joelmedia.tv.de. Amen.


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