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Studienmaterial zu Amos (Teil I): CSH Studienmaterial Amos Teil 1

Studienmaterial zu Obadja: CSH Studienmaterial Obadja

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode taucht Christopher Kramp tief in die Bücher Amos und Obadja ein und beleuchtet die prophetischen Botschaften an die Völker. Er erklärt die Bedeutung von Amos als „Lastträger“ und analysiert die Gerichtsbotschaften, die sich gegen verschiedene Nationen richten, bevor er sich dem Volk Israel zuwendet. Die Lektion betont die Konsequenzen von Sünde und die unerschütterliche Souveränität Gottes über alle Völker.

In dieser Cannstatt Study Hour-Episode untersucht Christopher Kramp die Bücher Amos und Obadja, zwei der „kleinen Propheten“ des Alten Testaments. Er beleuchtet die historische und soziale Situation zur Zeit von Amos, seine Herkunft als einfacher Hirte und seine Rolle als Prophet für das Nordreich Israel. Die Predigt analysiert die Gerichtsbotschaften gegen verschiedene Völker, einschließlich Israel selbst, und betont die Bedeutung von sozialer Gerechtigkeit und Gottes unerschütterlicher Souveränität. Abschließend wird das Buch Obadja betrachtet, das sich gegen Edom richtet und die universelle Herrschaft Jesu Christi über alle Völker prophezeit.


Weitere Aufnahmen

Serie: Cannstatt Study Hour 2013 Q2: Die kleinen Propheten

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Transkript

[2:12] Und mit diesem Bibelgespräch oder mit dieser Schatzsuche bereiten wir uns auf das Bibelgespräch am 27. April vor. Wir wollen beginnen, indem wir disproportionell Highlights herausgreifen, wie wir es immer hier so tun. Auch sei noch mal verwiesen auf unser Sendemanuskript, auf die Studienmaterialien zum Thema Amos und Obadja, die ihr unter dem Video dann findet.

[2:40] In Amos 1 und dort Vers 1 heißt es: Dies sind die Worte, welche Amos, der unter den Hirten von Tekoa war, über Israel geschaut hat, in den Tagen von Usija, dem König von Juda, und in den Tagen von Jerobeam, dem Sohn des Joas, dem König von Israel, zwei Jahre vor dem Erdbeben.

[2:56] Amos ist eine interessante Figur unter den Propheten. Er hat einen recht außergewöhnlichen Namen, der sonst in der Bibel nicht vorkommt, und dieser Name bedeutet Lastträger. Wir wissen nicht viel, aber doch zum Teil etwas mehr als bei anderen Propheten über ihn, vor allem durch seine Selbstbeschreibung in Amos 7, Vers 14 und 15, wo er sagt: Ich war kein Prophet und kein Prophetensohn, sondern ein Viehhirt war ich und züchtete Maulbeerfeigen. Aber der Herr hat mich von den Schafen weggenommen und der Herr hat zu mir gesagt: Gehe, weissage meinem Volk Israel.

[3:30] Amos macht ganz deutlich, dass er keinerlei theologische Ausbildung hatte und er wäre sozusagen einem Laienmitglied heute vergleichbar. Er war ein Hirte, ein Maulbeerfeigenzüchter, und diese Maulbeerfeigen galten als nicht besonders wertvoll in Israel. Er hatte also einen relativ niedrigen gesellschaftlichen Status. Und die Bibel sagt, dass obwohl er in Tekoa geboren worden ist, was ein Ort im Stamm Benjamin, also im Südreich, gewesen ist, acht Kilometer südlich von Bethlehem, hat Gott ihn zu einem Propheten für das Nordreich bestimmt.

[4:04] Und das heißt ganz deutlich, dass er Dinge über Israel, über das Nordreich, geschaut hat. Gott hat also einen Nicht-Theologen aus dem Südreich genommen und ihm den Auftrag gegeben, in das Nordreich zu gehen und dort die bestehenden Situationen zu tadeln und Gottes Botschaft zu predigen. Und das ist, glaube ich, eine interessante Sache. Wir werden noch sehen, dass nicht alle im Nordreich sehr erfreut waren über diesen ungebetenen Gast Amos. Dazu aber mehr nächste Woche.

[4:32] Der historische Hintergrund ist relativ einfach zu eruieren, wenn man sich die Könige anschaut, die damals gelebt haben: Usija und Jerobeam. Wir können dadurch feststellen, dass Amos ungefähr zur gleichen Zeit wie auch Hosea gelebt haben muss, obwohl Hosea vermutlich länger gewirkt hat, denn Hosea erwähnt auch noch weitere Könige, die später gefolgt sind. Es scheint so zu sein, dass Amos und Hosea Seite an Seite diese letzten Botschaften an das Nordreich gegeben haben, aber dass Hosea dann sozusagen den allerletzten, finalen Auftrag noch gehabt hat, während Amos dann nicht mehr aktiv gewesen ist.

[5:08] Unter diesen beiden Königen, sowohl im Süden mit Usija, als auch im Norden mit Jerobeam II., ging es den Nationen sehr, sehr gut, militärisch gut. Das Territorium ist ausgeweitet worden, wir haben das ja auch in Bezug auf Hosea schon angesprochen, aber der Götzendienst hatte sich eingeschlichen, insbesondere im Nordreich, und so hat Amos den Auftrag bekommen, hier das anzusprechen.

[5:28] Das Buch Amos hat vier große Hauptteile und heute werden wir, wie gesagt, die ersten vier Kapitel lesen. Im ersten großen Hauptteil, in Kapitel 1 und 2, bezieht sich Amos auf all die verschiedenen Heidenvölker um Israel herum zunächst einmal.

[5:46] Und die Hauptbotschaft seines Buches ist zusammengefasst in Vers 2. Dort heißt es: Der Herr wird brüllen aus Zion und seine Stimme erschallen lassen von Jerusalem her. Da werden die Auen der Hirten trauern und der Gipfel des Karmel wird verdorren. Dieses Brüllen des Herrn aus Zion, das kennen wir schon auch aus Joel, ein Symbol für das Gericht Gottes. Es geht also um Gerichtsbotschaft und wir werden sehen, dass Amos, der Hirte, immer wieder auch Hirtensprache verwendet, so wie auch Hosea immer wieder eine Sprache verwendet hat, die im Bezug stand zu seiner Ehe. Also jeder einzelne Prophet hat so eine bestimmte Grundhaltung, einen bestimmten Grundton, der auch durch seine Lebensumstände vorgegeben war.

[6:32] Amos bringt eine Gerichtsbotschaft und bevor er sie nach Israel bringt, geht er zunächst einmal zu den einzelnen Nationen um Israel herum. Und so finden wir eine Aufzählung verschiedener heidnischer Völker, jetzt in Kapitel 1, die allesamt mit einer ähnlichen Formulierung eingeleitet werden.

[6:48] In Vers 3 heißt es: So spricht der Herr: Wegen drei und wegen vier Übertretungen von Damaskus werde ich es nicht abwenden, nämlich weil sie Gilead mit eisernem Dreschschlitten zerdroschen haben. Und jedes Mal, wenn Amos seine kurze Botschaft jetzt an die verschiedenen Heidenvölker richtet, beginnt es immer mit diesen Worten: wegen drei Übertretungen und wegen vier.

[7:12] Das ist eine merkwürdige Formulierung, aber sie ist im orientalischen Denken ganz fest verankert. Sie bedeutet, dass drei Übertretungen genug gewesen wären für die Strafe, aber es sind sogar vier gewesen. Es ist also übermäßig. Und in Abweichungen finden wir das ganz oft in der Bibel auch, wegen sieben oder wegen acht, wegen zwei oder wegen drei, in Hiob, in Sprüchen, Prediger. Das ist ein Stilmittel, das nicht wörtlich zu verstehen ist, im Sinne von es waren genau drei oder vier Übertretungen, sondern es zeigt an, dass die Übertretungen ein erträgliches Maß weit übertreten haben.

[7:48] Damaskus, eine der ältesten Städte der Welt, war die Hauptstadt der Aramäer. Und wenn man in der Bibel ein bisschen das studiert, stellt man fest, dass das Königreich Israel mit den Aramäern immer wieder sich im Krieg befanden. Seit der Zeit von David ging es immer hin und her, und dieses Zerdreschen mit dem Dreschlitten, das ist ein Hinweis auf das besonders brutale Vorgehen einiger aramäischer Könige gegen Israel, zum Beispiel in 2. Könige 8 und dort Vers 12, wo es heißt, dass die Könige Arams sogar die Schwangeren aufgeschlitzt haben. Eine wirklich brutale Geschichte, die dann auch in 2. Könige 10, Vers 32, 33 nochmal ihren Niederschlag findet, wo tatsächlich hier Gilead, das Ostjordanland, von den Aramäern, dem nördlichen Anrainerstaat in Israel, vernichtet worden sind.

[8:44] Dann heißt es in Vers 4: Darum will ich ein Feuer in das Haus Hasaels senden und es wird die Paläste Ben-Hadads verzehren. Hasael war der König Arams, der durch Elia gesalbt worden war, auf Befehl Gottes, der dann aber sich stark gegen das Volk Israel gewandt hat. Und Ben-Hadad ist hier Ben-Hadad der Dritte, sein Sohn, die sozusagen als Träger der aramäischen Dynastie gerichtet werden.

[9:06] Und es heißt dann weiter in Vers 5: Und ich will den Riegel von Damaskus zerbrechen und den, der auf dem Thron sitzt, aus dem Tal Awen ausrotten, samt dem, der das Zepter Eden hält. Und das Volk von Aram soll nach Kir, das ist eigentlich der Ort, von dem die Aramäer ursprünglich mal kamen, gemäß der Bibel, in die Verbannung wandern, spricht der Herr.

[9:28] Und das hat sich erfüllt. In 2. Könige 16, Vers 7 bis 9 lesen wir, wie auf die Bitte von dem König Ahas von Juda, der assyrische König Tiglat-Pileser der Dritte, das aramäische Reich verwüstet hat, Aram eingenommen hat, Damaskus eingenommen hat, und die Aramäer tatsächlich nach Kir ins Exil gebracht hat. Diese Prophezeiung hat sich also buchstäblich erfüllt.

[9:50] Die nächste Prophezeiung, die Amos gibt, bezieht sich jetzt auf die Philister, die westlichen Anrainer an Israel und Juda. Es heißt hier in Vers 6: So spricht der Herr: Wegen drei und wegen vier Übertretungen von Gaza werde ich es nicht abwenden, weil sie eine ganze Bevölkerung in die Gefangenschaft abgeführt und an Edom ausgeliefert haben. Darum will ich ein Feuer in die Mauern von Gaza senden, das seine Paläste verzehren soll, und ich will den, der auf dem Thron sitzt, aus Aschdod ausrotten und den, der in Aschkelon das Zepter hält und will meine Hand gegen Ekron wenden. Und der Überrest der Philister soll zugrunde gehen.

[10:22] Hier werden einige der berühmten Philisterstädte genannt. Von den fünf Königstädten wird nur Gat nicht erwähnt. Der Bezug ist dahin gehend, dass die Bibel uns sagt, in 2. Chronik 21, Vers 16 und 17, dass die Philister gemeinsam mit den Kuschiten und den Arabern Juda eingenommen haben, das war ungefähr 100 Jahre vor Amos, und dort Bevölkerung verschleppt hat und auch verkauft hat.

[10:50] Das ist eine Sache, die natürlich eine schwere Sünde gewesen ist. Und die Bibel macht dann deutlich, dass tatsächlich auch Gaza eingenommen worden ist. In Jeremia 47, Vers 1 lesen wir, dass sie durch die Ägypter geschlagen worden sind, und wir wissen dann auch später aus der Geschichte, dass auch Alexander der Große diese Stadt nach zweimonatiger Belagerung eingenommen hat. Wir sehen also, dass diese Gerichte an den Heiden tatsächlich sich buchstäblich so erfüllt haben.

[11:18] Das nächste Heidenvolk, das in Amos erwähnt wird, ab Vers 9, das sind die Phönizier. Hier dargestellt durch die Hauptstadt Tyros. Vers 9: So spricht der Herr: Wegen drei und wegen vier Übertretungen von Tyros. Tyros heißt Fels, und Tyros war eine Handelsstadt an der nordwestlichen Grenze von Israel, an der Küste des Mittelmeeres, und hatte eine Hauptstadt, einen Stadtteil auf dem Festland, und eine angelagerte Insel, auf die man sich zurückziehen konnte.

[11:46] Das heißt hier: werde ich es nicht abwenden, weil sie eine ganze Bevölkerung an Edom ausgeliefert und an den Bruderbund nicht gedacht haben. Amos nimmt den Bezug darauf, dass die Phönizier eigentlich zur Zeit von David und von Salomo mit dem Volk Israel verbunden waren. David hatte sich mit dem König Hiram befreundet, und der hatte dann auch eine ganze Reihe von Materialien und auch Experten für den Tempelbau für Salomo zur Verfügung gestellt, aber dieser Bruderbund ist vergessen worden, und offensichtlich haben sich die Phönizier daran beteiligt, gefangene Israeliten zu verkaufen. Das ist ja auch in Joel 4, Vers 3 bis 6 ganz deutlich geworden, dass dort die Phönizier zusammen mit den Philistern, Verzeihung, israelitische Sklaven verkauft haben.

[12:42] Und Vers 10 gibt auch hier eine Gerichtsbotschaft. Das heißt es: Darum will ich ein Feuer in die Mauern von Tyros senden, das ihre Paläste verzehren soll. Und auch das hat sich erfüllt. Assyrische Könige wie Sanherib und Assurbanipal haben Festland-Tyros eingenommen, die restlichen Phönizier haben sich dann auf die Insel zurückgezogen, die wurde belagert, und tributpflichtig konnte nicht eingenommen werden. Auch Nebukadnezar II. hat es nicht geschafft, aber dann Alexander der Große hat in einer Erfüllung von Hesekiel 26, Vers 3 und 4, diese Insel auch eingenommen und das Schicksal Tyros endgültig besiegt.

[13:18] Nach diesen drei heidnischen Nationen kommt Amos jetzt zu drei weiteren heidnischen Nationen, die aber Israel näher stehen, durch Verwandtschaft. Zuerst einmal Edom, in Vers 11 heißt es: So spricht der Herr: Wegen vier Übertretungen Edoms werde ich es nicht abwenden. Edom, das sind die Nachfolger von Esau, wie uns 1. Mose 36 ganz deutlich zeigt. Das waren die engsten Verwandten Israels und trotz dieser engen Bande, ein Volk, das sich sehr feindlich gegen die Israeliten verhalten hat. Das ging los schon in 4. Mose 20, wo die Edomiter den Durchzug durch ihr Land verweigert haben und dann durch die Geschichte gab es immer wieder Kriege und das ganze Buch Obadja ist eine Prophezeiung gegen Edom, deswegen werden wir da später gleich noch mehr zu sagen.

[14:08] Es sei darauf hingewiesen, dass die Edomiter, so wie es auch hier angekündigt worden ist, in Vers 12, ebenfalls erobert worden sind, in dem Fall von Nebukadnezar II., den Babyloniern, eine Erfüllung auch von Jeremia 27, Vers 1 bis 7.

[14:24] Das nächste Volk, das angesprochen wird, in dieser Gesamtschau der Völker ist Ammon. Es heißt hier in Vers 13: So spricht der Herr: Wegen drei und vier Übertretungen der Ammoniter, werde ich es nicht abwenden, weil sie die Schwangeren in Gilead aufgeschlitzt haben, um ihr eigenes Gebiet zu erweitern. Es sieht so aus, dass die Ammoniter die Nachfahren von Ben-Ammi waren, einem Sohn Lots, der durch Inzest entstanden ist. Wer die Geschichte nachlesen will, kann das tun, in 1. Mose 19.

[14:54] Dieses Aufschlitzen ist wohl ein Hinweis darauf, dass die Ammoniter sich beteiligt haben an diesen brutalen Invasionsversuchen der Aramäer, die wir schon erwähnt haben. Unten gibt es eine ganze Reihe von Geschichten, wo die Ammoniter versucht haben, das Volk Israel zu demütigen und zu quälen. Einige haben wir hier im Studienmaterial aufgeschrieben. Ein besonderes Element dieser Feindschaft war darin bestehend, dass die Ammoniter versucht haben, immer ihr eigenes Gebiet zu Ungunsten Israels zu erweitern. Das war der Grund, warum schon in Richter 11 die Ammoniter Gebiete beansprucht haben, wo es dann auch wieder zum Krieg kam. Später haben die Ammoniter das Gebiet des israelitischen Stammes Gad eingenommen und für sich in Anspruch genommen.

[15:40] In Vers 14 heißt es: Darum will ich ein Feuer in die Mauern von Rabba anzünden. Rabba ist das heutige Amman, die Hauptstadt Jordaniens. Die gibt es heute noch. Die Ammoniter sind damals vernichtet worden durch die Babylonier, die dieses Gericht ausgeführt haben.

[16:00] Das letzte Heidenvolk, das jetzt schon in Kapitel 2 erwähnt wird, das ist das Volk Moab. In Vers 1 heißt es dort: So spricht der Herr: Wegen drei und wegen vier Übertretungen von Moab werde ich es nicht abwenden. Moab war ebenfalls ein Sohn von Lot, der war der Bruder von Ben-Ammi. Moab heißt übersetzt "vom Vater der Mutter". Schon der Name drückt diesen etwas schändlichen Ursprung aus.

[16:30] Auch die Feindschaft zwischen Israel und Moab war eine ausgesprochene. Es waren die Moabiter, die zum Beispiel Bileam angeworben haben und die dann auch Krieg geführt haben in der Zeit von Joschafat. So wird auch hier gesagt, dass sich Moab vorsehen muss, denn sie werden vernichtet werden.

[16:46] In Vers 2 heißt es: Darum will ich ein Feuer nach Moab senden, das die Paläste von Kir-Moab verzehren soll. Moab soll sterben im Getümmel, im Kriegslärm und beim Schall des Kupferhorns. Übrigens, in Jeremia 48 werden die Moabiter auch die Söhne des Kriegsgetümmels genannt. Ihr Tod spiegelt also ihre Sünde wieder. Und auch sie sind nach Jeremia 27, Vers 1 bis 7 von Nebukadnezar und den Babyloniern eingenommen worden. Das Land der Weiße hat schon Bileam in 4. Mose 24, Vers 17, diesen Niedergang Moabs gesehen.

[17:20] Nachdem Amos jetzt also drei Heidenvölker und dann drei Heidenvölker, die mit Israel verwandt gewesen sind, beschreibt, er nähert sich jetzt immer mehr seinem eigentlichen Hauptadressaten, nämlich dem Volk Israel. Zunächst aber gibt es noch einige wenige Verse über Juda, dem Brudervolk.

[17:36] Dort lesen wir in Vers 4: So spricht der Herr: Wegen drei und wegen vier Übertretungen von Juda werde ich es nicht abwenden. Und hier wird jetzt beschrieben, was die Sünde Judas, des Südreichs, gewesen ist. Weil sie das Gesetz des Herrn verachtet und seine Satzungen nicht bewahrt haben, sondern sich durch ihre Lügen verführen ließen, denen schon ihre Väter gefolgt sind.

[17:58] Das Wort Gesetz, hier ist das hebräische Wort Tora, das meint die fünf Bücher Mose und letztendlich die gesamte Weisung Gottes. Sie kannten es und haben es vergessen. Und Römer 2 macht ganz deutlich, wer das Gesetz kennt, aber es nicht hält, ist genauso schuldig und eigentlich sogar noch einer größeren Strafe würdig.

[18:14] Und das Feuer, das dann in Vers 5 angekündigt wird, hat sich ebenfalls ganz deutlich erfüllt, ähnlich wie auch bei Moab, Ammon und durch die Einnahme durch Nebukadnezar II. ungefähr 85 v. Chr. Und man könnte natürlich auch daran denken, dass Jerusalem später auch durch Titus eingenommen worden ist. Gott hat all diese Prophezeiungen in Amos 1 und 2 eindrücklich erfüllt.

[18:40] Doch nach all diesen verschiedenen Prophezeiungen gegen die Heidenvölker und gegen Juda kommt jetzt Amos zu seinem eigentlichen Hauptadressaten, zum Volk Israel. Und während in allen anderen Fällen kurze Prophezeiungen gegeben worden sind, ist jetzt der Rest des zweiten Kapitels eine lange Prophezeiung, eine Gerichtsbotschaft über Israel.

[18:56] Das heißt hier in Vers 6: So spricht der Herr: Wegen drei und vier Übertretungen von Israel werde ich es nicht abwenden, weil sie den Gerechten um Geld verkaufen und den Armen für ein paar Schuhe. Hier sehen wir ein ganz bestimmtes Element der Prophezeiung Amos. Amos legt den Finger auf die Wunde, vor allem was soziale Ungerechtigkeit und soziale Sünden angeht, die ein Ausdruck sind der inneren Verderbtheit. Sandalen waren damals sehr billig. Es geht hier also um wirklich abscheuliches Verhalten gegenüber den Mitmenschen.

[19:26] In Vers 8 zum Beispiel heißt es: Und auf gepfändeten Kleidern strecken sie sich aus neben jedem Altar und vertrinken Wein von auferlegten Gaben im Haus ihrer Götter. Die Bibel hatte ganz deutlich gemacht, in 2. Mose 22, Vers 26 und 27 zum Beispiel, dass Kleider, wenn sie verpfändet worden sind, zurückgegeben werden müssen und zwar noch am gleichen Abend. All diese Dinge sind nicht mehr ausgeübt worden in Israel und Gott sagt: Ich werde euch dafür richten.

[19:56] In Vers 9 nimmt Gott Bezug darauf, wie er das Volk eigentlich hier in das Land gebracht hat. Er sagt: Und doch habe ich den Amoriter, das ist eine Zusammenfassung der Kanaaniter, vor ihnen ausgerottet, der so hoch war wie die Zedern und so stark wie die Eichen. Ich habe oben seine Frucht und unten seine Wurzeln vertilgt. Und ich war es – im Hebräischen ist es immer sehr betont, dieses Ich – Vers 10: der ich aus dem Land Ägypten heraufgebracht und euch 40 Jahre lang in der Wüste geleitet und damit ihr das Land der Amoriter einnehmen könnt. Gott versucht dem Volk Israel klarzumachen: Ich habe euch geführt. Ich habe alles für euch getan. Seid mir treu.

[20:32] Ich denke, wir können eine Lektion hier lernen, dass Gott so viel für uns getan hat und wir uns überlegen sollten: Lohnt es sich, ungerecht zu sein, oder sollten wir nicht Gottes Verfügung in unserem Leben vertrauen? Und Gott sagt, dass er nicht nur das Volk herausgeführt hat aus Ägypten, sondern er sagt auch, dass er sie immer wieder versucht hat zu ermahnen.

[20:48] Vers 11 heißt es: Ich habe von euren Söhnen Propheten erweckt, die also das Wort Gottes gepredigt haben, und Nasiräer von euren jungen Männern. Nasiräer waren diese Geweihten, die in 4. Mose 6 beschrieben werden, die durch ihren Lebenswandel zeigen sollten, symbolisch und gleichnishaft, wie ein heiliges Leben aussieht. Und dann sagt er: Oder ist es etwa nicht so, ihr Kinder? Gott stellt die rhetorische Frage: Habe ich nicht alles getan, was ich tun konnte?

[21:12] Aber dann Vers 12 lesen wir die traurige Botschaft: Ihr habt den Nasiräern Wein zu trinken gegeben. Nasiräer sollten ja kein Wein trinken, nicht einmal Traubensaft. Und wir sehen hier, wie das Volk Gottes darauf bedacht war, den Heiligen Gottes einen Strick zu basteln, in eine Grube zu bauen. In anderen Worten, sie konnten es nicht ertragen, wenn jemand heilig lebt, und sie haben darauf gedacht, dass auch die Heiligen das Gebot Gottes übertreten.

[21:40] Und dann heißt es weiter: Und ihr habt den Propheten geboten und gesagt: Ihr sollt nicht weissagen. Hier finden wir einen Hinweis darauf, dass es im Nordreich ein Redeverbot gab für Propheten des Herrn. Wir werden nächste Woche sehen, wie dieses Redeverbot sich auch auf das Leben von Amos ausgewirkt hat, der auch ausgewiesen werden soll, als Nicht-Theologe, der nicht reden darf im Nordreich. Aber dieser Laie aus dem Südreich wird sich nicht darum scheren. Aber dazu mehr nächste Woche.

[22:14] Offensichtlich hat das Nordreich unter anderem deswegen am Abfall festgehalten, weil diejenigen, die die Wahrheit predigen wollten, es ihnen verboten worden ist, das zu tun. Und man kann dort einige historische Beispiele finden. In 1. Könige 13, 4, der Mann Gottes aus Juda, der damals auch schon gesendet worden war, aus dem Südreich, Elisa, all denen, denen gesagt worden ist: Du sollst nicht predigen.

[22:40] Und deswegen sagt Gott, Vers 13: Ich will das Fortkommen bei euch hindern, wie ein Wagen am Fortkommen gehindert wird, der voller Gaben ist. Die Idee ist, dass ein überladener Wagen sich nicht mehr fortbewegen kann. Und dann sagt er in Vers 14: Er wird dem Schnellen das Fliehen vergehen und dem Starken seine Kraft versagen. Der Held wird sein Leben nicht retten können und der Schnellfüßige nicht entkommen und der Reiter sein Leben nicht retten. Auch wer unter den Helden das tapferste Herz hat, der wird entblößt fliehen an jenem Tag. Gott sagt: Alle militärische Stärke, alles, was ihr an menschlicher Kraft aufbauen wollt und werdet, wird euch nichts nützen am Tag des Gerichts.

[23:18] Und die Idee dahinter ist natürlich die: Wenn Gott die Sünden der Ammoniter und der Phönizier und der Philister und der Aramäer bestraft, wie viel mehr wird er die Sünden des Volkes Gottes bestrafen? Wenn Gott die Heiden, die Ungläubigen richten wird, die Sünde tun, wie sehr wird er dann die richten, die Gottes Wort kennen, sich Gottes Volk nennen, aber trotzdem an der Sünde festhalten? Zumal sie dann auch noch denjenigen Redeverbot geben, die die Wahrheit in Liebe deutlich machen wollen.

[23:48] Der zweite Abschnitt des Buches Amos, in den Kapiteln 3, 4 und 5 und 6, beschreibt vor allem ganz besondere Botschaften an das Volk Israel, prophetische Botschaften. Die erste Botschaft findet sich in Kapitel 3 und sie beginnt mit den Worten: Hört dieses Wort. Sowohl Kapitel 3, Kapitel 4 als auch Kapitel 5 beginnen mit diesen Worten.

[24:12] Und Gott redet jetzt zu diesem Volk Israel, das er aus Ägypten heraufgeführt hat. Er sagt in Vers 2: Nur euch habe ich ausersehen von allen Geschlechtern der Erde, da will ich euch all eure Missetaten an euch heimsehen. Gott macht ganz deutlich: Ihr solltet mein besonderes Volk sein. Das, was er schon dem Volk Israel in 2. Mose 19, Vers 5 und 6 gesagt hat. Eine besondere Beziehung und deswegen sind ihre Sünden so schändlich. Wenn Gott sagt, ihr seid mein besonderes Volk, das Volk der Übrigen zum Beispiel, dann ist das Festhalten an Sünde besonders schändlich und besonders schlimm.

[24:48] Dieses Heimsuchen, das bedeutet, dass das große Licht, das Gott Israel gehabt hat, den Abfall besonders schlimm gemacht hat. Und Vers 3 stellt eine ganz, ganz wichtige Frage, die sozusagen der Hauptgedanke dieser ersten Botschaft ist, die sich in Kapitel 3 befindet. Er sagt: Gehen auch zwei miteinander, ohne dass sie übereingekommen sind? Man kann nicht miteinander gehen, ohne dass man das gleiche Ziel, die gleichen Gedanken hat.

[25:16] Die Bibel nennt uns einige Menschen, die mit Gott gegangen sind. Aber die Bibel sagt auch deutlich im 2. Korinther 6, Vers 14 bis 16: Licht und Finsternis können nicht miteinander gehen. Gott sagt deutlich: Ihr seid zwar mein Volk, ich habe euch aus Ägypten herausgeführt, ich habe einen besonderen Bund mit euch gemacht. Wenn ihr aber nicht so denken wollt wie ich, nicht meinen Gesetzen folgen wollt, dann können wir nicht weiter miteinander gehen.

[25:42] Die Septuaginta übersetzt übrigens interessanterweise: Werden zwei zusammen gehen, wenn sie sich gar nicht kennen? Und in den nächsten Versen versucht Amos das mit einigen Bildern deutlich zu machen. Er sagt in Vers 4: Brüllt der Löwe im Wald, wenn er keinen Raub hat? Lässt der junge Löwe aus seiner Höhle die Stimme erschallen, wenn er nichts erwischt hat? Die Idee ist die: Gott sendet eine Gerichtsbotschaft und für den Fall, dass irgendjemand glauben könnte, das macht er nur aus Spaß, macht Amos deutlich: Wenn ein Löwe brüllt, dann wird er das fangen. Wenn Gott diese sehr deutlichen und aufrüttelnden Gerichtsbotschaften sendet, dann nur, weil er es auch ausführen wird.

[26:26] Ähnlicher Gedanke in Vers 5: Gerat auch ein Vogel in die Falle am Boden, wenn ihm kein Köder gelegt worden ist? Schnellt wohl die Falle vom Erdboden empor, obwohl sie gar nichts gefangen hat. Das einfache Prinzip von Ursache und Wirkung wird hier beschrieben. Die Botschaften machen deutlich, dass hier Sünde vorliegt. Ansonsten hätte Gott niemals seine Botschaft gesandt.

[26:46] Deswegen heißt es in Vers 6: Kann man in das Horn stoßen in der Stadt, ohne dass es das Volk erschrickt? Hier übrigens auch ein Schofarhorn, kann man nachlesen in Joel 2. In den letzten Wochen haben wir das besprochen, was dieses Schofarhorn bedeutet. Und dann in Vers 7, der berühmte Vers: Nein, Gott, der Herr, tut nichts, ohne dass er sein Geheimnis seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat. Gott sagt ganz deutlich: Ich werde euch bestrafen, ich werde die Assyrer zu euch schicken, aber bevor ich das tue, will ich euch warnen. Der Herr tut nichts, es sei denn, dass er es seinen Knechten, den Propheten, geoffenbart hat. Gott wird auch in der Endzeit nichts tun, es sei denn, dass er es seinen Knechten, den Propheten, gegeben hat. Wehe uns aber, wenn wir die Propheten nicht lesen, ihnen nicht zuhören wollen und ihnen vielleicht sogar Redeverbot erteilen.

[27:36] Vers 8 heißt es: Der Löwe brüllt, wer sollte sich nicht fürchten? Gott, der Herr, redet, wer sollte nicht weissagen?

[27:52] Und dann lädt Gott die Heiden ein, die, die er vorher selbst mit den Gerichtsbotschaften bedroht hat, lädt er jetzt ein, nach Israel zu kommen. Es heißt Vers 9: Lasst es hören auf den Palästen von Aschdod, auf den Palästen im Land Ägypten und sprecht: Versammelt euch auf den Bergen von Samaria. Samaria lag auf einem einzelnen Hügel, und dieser einzelne Hügel war umgeben von vielen Bergen, die höher waren. Er hatte also sozusagen wie so Zuschauertribünen um diesen Hügel auf Samaria, diesen Hügel sehen wir, auf dem Samaria lag. Wenn Sie sich das vorstellen können, er sagt: Holt sie alle zusammen auf die Berge um Samaria rum und schaut auf Samaria.

[28:30] Es heißt dort: Und seht, welch wildes Treiben darin herrscht und was für Bedrückungen dort vorkommen. Die Idee, die da so ein bisschen impliziert ist: Schaut euch an, was das Volk Gottes tut, sowas wird nicht einmal bei euch getrieben.

[28:44] Vers 10: Die sind unfähig, das Rechte zu tun, spricht der Herr. Sie häufen durch Unrecht und Gewalt in ihren Palästen Schätze an.

[28:54] Und dann kündigt Gott die drohende Gefahr an. In Vers 11: Darum spricht der Gott, der Herr: Der Feind wird kommen und dein Land umzingeln, er wird deine Macht zu Boden stürzen und deine Paläste werden geplündert. Das ist natürlich ein ganz deutlicher Hinweis auf die Eroberung durch die Assyrer unter Salmanasser dem Fünften, das wir schon in Hosea ganz deutlich gesehen haben. Amos bringt die gleiche Botschaft, hat den gleichen Hintergrund und kündigt dasselbe Gericht an.

[29:24] In Vers 12 heißt es: So spricht der Herr: Wie ein Hirte aus dem Rachen des Löwen zwei Schenkel oder ein Ohrläppchen rettet, so sollen die Kinder Israels, die in Samaria wohnen, errettet werden. Amos verwendet hier ein Bild, das er als Hirte gut kennt. Wenn der Löwe ein Schaf reißt und frisst, dann kann man vielleicht noch da ein bisschen was oder ein Schenkel oder ein Ohrläppchen retten, aber der größte Hauptteil des Schafes wird gefressen. Und so wird die Rettung Samarias sein. Einige wenige hier und dort, die die Botschaft annehmen, werden als übrig gerettet werden. Der Rest wird zugrunde gehen.

[29:58] Vers 13 sagt uns: Hört und legt das Zeugnis ab gegen das Haus Jakob, spricht der Herrscher, der Herr, der Herrscher. Das ist ein interessanter Vers, denn das ist der einzige Vers im Alten Testament, wo der komplette Name Gottes vorkommt, nämlich Adonai, Elohim, und das zeigt, welche Wichtigkeit, welche Bedeutsamkeit Gott dieser Botschaft zuweist. Es war ein Laie, der als einziger den kompletten, vollständigen Namen Gottes in seiner Botschaft aufgeschrieben hat.

[30:32] In Vers 14 und 15 heißt es: An dem Tag, da ich die Übertretung des Hauses Israel an ihm heimsuche, werde ich auch die Altäre von Bethel heimsuchen, sodass die Hörner des Altars abgehauen werden und zu Boden fallen. Die Hörner des Altars waren immer ein Symbol für die Kraft und diese Götzenaltäre dort in Bethel, die in 1. Könige 12, Vers 25, aufgestellt worden waren, unter Jerobeam I., die sollen abgehauen werden. Gott zeigt: Dieser Götzendienst, dieser falsche Gottesdienst durch falsche, heidnische Form, die hineingebracht worden sind, um sich den Heiden anzupassen, das wird ein Ende finden und es wird ein tragisches Ende sein.

[31:08] Und die implizierte Botschaft die ganze Zeit ist: Hört doch auf die Botschaft der Propheten. Gott kann es gar nicht begreifen, warum die Israeliten die Botschaft der Propheten nicht annehmen wollen. Vers 15 heißt es: Ich will den Winterpalast samt der Sommerresidenz zertrümmern und die Elfenbeinhäuser sollen untergehen und die großen Häuser verschwinden. Übrigens, haben Archäologen gefunden auf diese Elfenbeinhäuser, die König Ahab hat bauen lassen, so sagt es uns 1. Könige 22, Vers 39.

[31:34] Die zweite prophetische Botschaft an Israel beginnt jetzt in Kapitel 4, Vers 1: Hört dieses Wort, ihr Kühe von Baschan auf dem Berg von Samaria. Diese zweite Botschaft ist jetzt das Kapitel 4 und hier wird wieder eine Illustration aus der Lebenswelt des Amos, aus der Hirtenwelt gegeben. Baschan war ein großes Weideland, wo es viele Rinderherden gab, so sagt uns die Bibel.

[32:00] Und es heißt hier in Vers 4, wir wollen gleich dahin springen, Vers 2 noch voranschauen: Gott, der Herr, hat bei seiner Heiligkeit geschworen: Siehe, es kommen Tage über euch, da man euch einen Haken wegschleppen und eure Nachkommen an Fische angeln. Das ist ein Hinweis auf die Einnahme natürlich durch die Assyrer und dieses Bild vom Fischen, das für solche Invasionen benutzt wird, findet sich auch in Habakuk 1 und in Jeremia 16, Vers 16. Übrigens, ein geangelter Fisch ist absolut hilflos und genauso hilflos wird das Volk Israel sein am Tage des Gerichts. Und der Vorgang für einen Fisch, der geangelt wird, ist sehr schmerzhaft, insbesondere dann, wenn er Widerstand leistet. Und so ist es ein Bild darauf, dass es schmerzhaft sein wird, wenn die Assyrer kommen werden und das Land verwüsten werden und wenn Israeliten Widerstand leisten werden, wird es nur noch schmerzhafter werden.

[32:54] In Vers 4 da ist Gott so verzweifelt, dass er sogar zur Ironie greift und er sagt in Vers 4 ganz bitter ironisch: Geht nur nach Bethel und sündigt und in Gilgal sündigt noch mehr, bringt nur jeden Morgen eure Opfer und am dritten Tag eure Zehnten. Bethel und Gilgal haben wir schon im Buch Hosea gesehen, waren besondere Schwerpunkte des Götzendienstes. Gleichzeitig hat aber das Volk Israel, wie wir schon gesehen haben, immer festgehalten an den äußeren Formen des Gesetzes Moses. Sie haben Zehnten gegeben, sie haben auch bestimmte Opfer gegeben und Gott sagt: Macht nur weiter, ihr versteht ja gar nicht, was ich wirklich möchte.

[33:30] In Vers 5 heißt es: Verbrennt nur gesäuerte Dankopfer. Die Bibel sagt ganz deutlich in 3. Mose 2, Vers 11, dass Dankopfer nicht gesäuert sein sollten. Es war also so, dass die Israeliten zwar diese Opfer brachten, aber es in den Details nicht ernst nahm. Könnte es sein, dass das ein Hinweis ist auf unsere Zeit, wo wir auch den Gottesdienst noch durchführen, aber die Details, die Gott gerne haben möchte im Gottesdienst, wir es nicht so genau damit nehmen und sagen, es ist nicht so wichtig und dass ein Ausdruck unseres Unglaubens ist und Gott irgendwann sagt: Macht nur weiter, ich weiß nicht mehr, was ich euch sagen soll.

[34:06] Denn es heißt hier, damit man es hören kann, denn so habt ihr es gern. Israel hat so Gott angebetet, wie sie es wollten, wie es ihrem Geschmack gefallen hat, wie es für sie gut gepasst hat. Und das war der Grund, warum all diese Gerichtsbotschaften, die Hosea und Amos predigen, über das Volk gekommen sind.

[34:28] Ab Vers 6 beginnt jetzt eine interessante Auflistung. Gott versucht dem Volk Israel zu zeigen, was er alles getan hat, um sie aufzuwecken. Wir lesen mal das am Stück. Dafür habe ich euch auch blanke Zähne gegeben, in all euren Städten und Mangel an Brot an all euren Orten, und dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der Herr. Hungersnöte hat es ja öfter gegeben. Eine berühmte war zum Beispiel der erste Könige 17.

[34:54] Und dann heißt es in Vers 7: So habe ich euch auch den Regen vorenthalten bis drei Monate vor der Ernte, was einen Ernteausfall sichergestellt hat. Und ich ließ es regnen auf die eine Stadt, während ich es auf die andere Stadt nicht regnen ließ. Das ist ein interessanter Vers, der deutlich macht: Gott ist in der Lage, den einen zu segnen und den anderen nicht. Gott ist in der Lage, ein komplettes Volk abfällt, trotzdem diejenigen zu erhalten, die treu zum Stehen. Und wenn du in einer Situation bist, wo viele um dich herum im Abfall sich befinden, du aber treu stehst, sei gewiss, Gott wird dich nicht verhungern lassen. Er kann auf eine Stadt regnen und gleichzeitig auf die andere nicht.

[35:30] Und damit war auch ganz deutlich, dass es keine natürliche Ursache gab für diese Hungersnot. Es heißt hier, und ich ließ es regnen auf die eine Stadt, während ich es auf die andere Stadt nicht regnen ließ. Ein Feld wurde beregnet und ein anderes, auf das es nicht regnete, verdorrte. Und es wankten zwei, drei Städte. Ein Bild für diesen Durst der Menschen. Es wankten zwei, drei Städte zu einer Stadt, um Wasser zu trinken und bekamen doch nicht genug. Und wieder sagt Gott: Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der Herr.

[36:00] Wir sehen also, dass all das Sinn und Zweck hatte, dass es zu einer Umkehr kommt. Vers 9: Ich schlug euch mit Getreidebrand. Das war eine Erfüllung von 5. Mose 28, Vers 22 und mit Vergilbung. Wenn eure Gärten, eure Weinberge, eure Feigenbäume und eure Ölbäume viel hervorbrachten, fraß es die Heuschrecke ab. Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt. Immer wieder wiederholt sich dieser Gedanke.

[36:20] Vers 10: Ich sandte die Pest unter euch, wie eins in Ägypten in der 6. Plage. Ich tötete eure jungen Mannschaft mit dem Schwert und führte eure Pferde gefangen weg. Gerade in den Kriegen mit den Aramäern berichtet uns die Bibel von hohen Verlusten, die das Volk Israel eingegangen ist. Und ich ließ den Gestank eurer Herrlager in eure Nase steigen. Doch der traurige Refrain wiederholt sich wieder: Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht er her.

[36:44] Vers 11: Ich kehrte etliche unter euch um, wie Gott Sodom und Gomorra umgekehrt hat. Ein Rückgriff natürlich auf 1. Mose 19. Und ihr wart wie ein aus dem Brand gerettetes Holzscheit. Das ist ein interessantes Bild. Ein Holzscheit aus dem Brand gerettet ist angekohlt. Es war ein sprichwörtlicher Ausdruck für jemand, der gerade noch so auf den letzten Drückern, letzte Sekunde noch gerettet worden ist. Mit Schmerzen, mit Verlusten, aber er ist lebendig rausgekommen. Übrigens, das hilft uns auch Sacharja 3, Vers 2 noch besser zu verstehen. Und auch andere Texte wie 1. Korinther 3, Vers 15 und Judas 23.

[37:24] Und dann heißt es traurigerweise: Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht er her. Gott hat alles versucht. Er hat verschiedene Gerichte gesandt, um das Volk aufzuwecken. Er sagt: Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt. Er ist völlig verzweifelt.

[37:40] Und jetzt kommt die Kernaussage der zweiten Botschaft des Amos. In Amos 4, Vers 12, ein ganz bekannter Vers: Darum will ich so mit dir verfahren, Israel, weil ich denn so mit dir verfahren will, so mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen, Israel. Ich glaube, ein Vers, den man auch heute sehr gut anwenden kann: Mache dich bereit, deinem Gott zu begegnen, Israel. Die Frage ist: Bist du bereit?

[38:04] Und Jesus hat das ganz oft aufgegriffen. In Matthäus 24, Vers 44-51, Matthäus 25, Vers 1-13, diese Gleichnisse von den Knechten, von den Jungfrauen, wo deutlich ist, dass wir uns auf die Wiederkunft Jesu vorbereiten müssen. 1. Thessalonicher 5, Vers 2 berichtet davon, dass es viele überraschen wird, wie ein Dieb in der Nacht, weil sie sich nicht vorbereitet haben, ihrem Gott zu begegnen. Lukas 21, Vers 3 hat den gleichen Gedanken auch in anderen Worten ausgeführt. Wir müssen uns bereit machen, Gott zu begegnen.

[38:42] Und diese zweite Botschaft schließt mit einer eindrucksvollen Darstellung der Macht Gottes, der damit zeigen will, dass er in der Lage ist, diese Gerichte auszuführen. In Vers 13 heißt es: Denn siehe, der die Berge bildet und den Wind schafft und den Menschen wissen lässt, was seine Gedanken sind. Das sind nicht die Gedanken Gottes, sondern die Menschengedanken. Gott weiß genau, was unsere Gedanken sind. Und er lässt uns unsere Gedanken wissen. Denn oftmals wissen wir gar nicht, was wir denken. Die Bibel sagt in Jeremia: Das Herz ist ein trotzig und verzagt Ding. Wer kann es ergründen?

[39:12] Das heißt hier: der das Morgenrot und das Dunkel macht und ein Herr schreitet über die Höhen der Erde. Herr, Gott der Herrscher ist sein Name. Die zweite Botschaft endet mit diesem Aufruf: Mache dich bereit, diesem mächtigen Morgenrot über die Höhen der Erde einher schreitet, zu begegnen. Die Frage, die Amos dir stellt ist: Bist du bereit? Bist du vorbereitet, um Jesus, dem wiederkommenden König, zu begegnen?

[39:36] Nächste Woche werden wir die nächsten fünf Kapitel anschauen, den zweiten Teil des Buches Amos. Amos 5 bis 9, dort werden es viele spannende Dinge geben. Und wir laden euch ein, natürlich das, was wir heute betrachtet haben, noch zu vertiefen in dem Sendemanuskript. Schaut da rein, wir haben noch viele Parallelverse und Worterklärungen usw. Wir freuen uns, wenn wir uns nächste Woche wiedersehen, hier auf JodlMediaTV. Gott segne euch im Studium seines Wortes und bis bald. Amen.

[39:52] Musik.

[44:06] Und dann heißt es in Vers 6, werde ich, spricht der Herr, an jenem Tag mich die Weisen aus Edom vertilgen und die Einsicht vom Gebirge Esau. Ganz ähnliche Worte findet auch Jeremia in Jeremia 49, Vers 7. Offensichtlich müssen die Edomiter relativ bekannt gewesen sein für ihre Weisheit, aber die Bibel sagt uns in 1. Korinther 3, können wir kurz aufschlagen, 1. Korinther 3 und dort Vers 19 und 20: Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott, denn es steht geschrieben: Er fängt die Weisen in ihrer List. Und wiederum der Herr kennt die Gedanken der Weisen, dass sie nichtig sind.

[44:46] Und deswegen heißt es in Vers 9: Und deine Helden Theman, ein Ort in Edom, der auf einen Enkel Esaus zurückgeht, sollen den Mut verlieren und damit jedermann ausgerottet wird, bei dem Gemetzel auf dem Gebirge Esau. Dieses endgültige Gericht wird sehr ausführlich sein. Dann wird beschrieben, was passiert ist, warum Edom so gerichtet wird.

[45:06] Die Sünden werden beschrieben in Vers 10-14: Wegen der Grausamkeit gegen deinen Bruder Jakob soll dich Schande bedecken und du sollst auf ewig ausgerottet werden. Worin bestand jetzt diese Grausamkeit gegen das Volk Juda?

[45:18] In Vers 11: An jenem Tag, als du dabei standest, an dem Tag, da Fremde sein Hab und Gut wegführen, also dieser Angriff auf Jerusalem, entweder durch die Kuschiten und Araber oder durch die Babylonier, da Fremde sein Hab und Gut wegführten und Ausländer zu seinen Toren einzogen und das Los über Jerusalem warfen, da warst du auch wie einer von ihnen. Der Bruder Israels wendet sich gegen Israel und freut sich über die Zerstörung dieser Stadt.

[45:48] In Vers 12 heißt es: Du sollst aber deine Lust nicht sehen am Tag deines Bruders, am Tag seines Unheils und sollst dich nicht freuen über die Kinder Judas am Tag ihres Untergangs und nicht dein Maul aufreißen am Tag der Drangsal. Wir sehen hier eine Steigerung. Erst haben sie darauf geschaut, die Edomiter, dann haben sie sich darüber gefreut, dann haben sie das Maul aufgerissen, wörtlich steht hier, den Mund vergrößert, haben höhnisch darüber gesprochen.

[46:10] Dann geht diese Steigerung weiter. In Vers 13: Du sollst doch nicht zum Tor meines Volkes einziehen, jetzt haben sie sogar sich aktiv beteiligt, am Tag ihres Unglücks und auch nicht dich weiden an seinem Unheil, an seinem Schicksalstag. Du sollst doch deine Hand ausstrecken nach seinem Hab und Gut am Tag seines Unglücks. Offensichtlich haben die Edomiter wie Trittbrettfahrer die Gelegenheit genutzt, haben Plünderei betrieben, haben Menschen auch mitverkauft, wie es Vers 14 deutlich macht.

[46:38] Du sollst dich auch nicht beim Scheideweg aufstellen, um seine Flüchtlinge niederzumachen und sollst seine Entkommenen nicht ausliefern am Tag der Drangsal. Die Edomiter haben offensichtlich als diejenigen, die das Gelände gut kannten, als Nachbarn Judas genau gewusst, wo Flüchtlinge langfliegen könnten und haben diesen aufgelauert, sich festgenommen und dann an die Babylonier zum Beispiel ausgeliefert. Ein hinterhältiges Verhalten, das von Gott ganz deutlich angesprochen und gerichtet wird.

[47:06] Und dann kommt dieser Sprung, wodurch dieses Geschehen, das damals passiert ist, typologisch jetzt angewendet wird auf die Endzeit. Und ich denke, wir können ja eine Lehre daraus ziehen. Es wird in der Endzeit auch passieren, dass Brüder uns verraten werden. Und das Buch Obadja ist so eine Prophezeiung, gibt uns die Typologie dafür und das wird uns helfen, das besser zu verstehen.

[47:28] Denn in Vers 15 wird jetzt der Sprung gemacht zum Tag des Herrn. Da heißt es: Denn nahe ist der Tag des Herrn über alle Heidenvölker. Wie du gehandelt hast, so wird man dir gegenüber handeln. Dein Tun fällt auf deinen Kopf zurück. Hier ist diese große Lehre noch einmal in der Bibel deutlich gemacht, dass der Mensch das erntet, was er sät und dass der Mensch nach seinen Werken gerichtet wird, so wie wir es in 2. Korinther 5, Vers 10 und Offenbarung 22, 12 und Prediger 12, 13, 14 finden.

[48:00] Und in Vers 17 haben wir dann die positive Endbotschaft des Buches Obadja. In wenigen Versen, genau genommen fünf Versen, wird der glorreiche Sieg und der Triumph, die Wiederherstellung Israels beschrieben. Wenn Esau, wenn das Gebirge Seir, auf dem die Edomiter leben, zugrunde geht, dann wird das Gebirge Zion, der Berg Zion, triumphieren am Tag des Herrn.

[48:22] In Vers 17 heißt es aber: Auf dem Berg Zion wird Errettung sein. Wir haben ja so einen ähnlichen Vers in Joel gerade erst gesehen, Joel 3, Vers 5. Auch Joel, hier Sacharja 2, Vers 1 bis 5, beschrieben dieses Endzeitszenario, wie der Berg Zion, der laute Ruf des ewigen Evangeliums, wo auch die 144.000 stehen werden, Offenbarung 14, Vers 1, dass dort Errettung sein wird und er wird heilig sein und die vom Haus Jakob werden ihre Besitzung wieder einnehmen. Natürlich hat Gott sich zunächst einmal gewünscht, dass die weggeführten Israeliten zurückkommen, die aus dem Stamm Juda zurückkommen und all das wieder in Besitz nehmen.

[49:02] So wird es auch deutlich, wenn es heißt in Vers 18 und Vers 19: Und die im Negev werden das Gebirge Esau in Besitz nehmen und die in der Schefela, das Philisterland, auch werden sie das Gebiet von Ephraim und das Gebiet von Samaria Besitz nehmen und Benjamin, das Gebiet von Gilead. Gott wollte, dass das gesamte Reich Israel von dem zurückkehrenden Südreich wieder eingenommen wird. Das war sein Plan. Das hat sich nie realisiert, weil das Volk Israel immer und immer wieder zu kurz gekommen ist und die Verheißung Gottes nicht in Anspruch genommen hat.

[49:30] Und wir wollen so ganz kurz Vers 18 lesen. Dort heißt es: Und das Haus Jakob wird ein Feuer sein und das Haus Josef eine Flamme, aber das Haus Esau wird zu Stoppeln werden. Ja, stimmt, es gibt ungefähr 100 vor Christus ein Feldzug der damaligen Juden gegen die Edomiter, aber die endgültige Erfüllung dieser Prophezeiung findet sich dann, wenn nicht nur die Edomiter, sondern alle Heiden wie Strohhalme verzehrt werden.

[49:56] Das heißt: Und jene werden sie anzünden und verzehren, sodass dem Haus Esau kein Überlebender übrig bleibt, denn der Herr hat es gesagt, schon in Vers 16 am Ende hieß es: Sie werden sein, als wären sie nie gewesen. Diese beiden Verse beweisen noch einmal diese deutliche Lehre von der Vernichtung der Bösen am Tag des Herrn, durch das Feuer, das in Offenbarung 20 ab Vers 9 vom Himmel fällt. Sie werden am Ende sein, als wären sie nicht gewesen, sie werden verzehrt werden, so sagt es ja auch ganz deutlich Maleachi 3 und andere Verse.

[50:30] Der letzte Vers des Buches Obadja bringt diese positive Grundbotschaft zum Ausdruck: Der Sieg Gottes. Es heißt: Und es werden Befreier auf den Berg Zion hinaufziehen, um das Gebirge Esau zu richten. Obadja schließt mit diesem Kampf der beiden Berge, der Berg Zion und der Berg Esau, Seir. Es sah so aus lange Zeit im Buch Obadja, als würde Seir über Zion triumphieren, als Jerusalem gefangen genommen worden ist, haben die Edomiter triumphiert. Aber ganz am Ende wird eben das Gebirge Seir zerstört werden, dieser Berg, der für Hochmut, für Stolz steht symbolisch, und der Berg Zion, der heilige Berg Gottes, das ewige Reich wird triumphieren.

[51:16] Und es heißt am Ende: Und die Königsherrschaft wird dem Herrn gehören. Das ist eine Prophezeiung auf die Krönung Jesu, wie sie in Daniel 7, Vers 13, 14 und Offenbarung 11 bis 15 beschrieben wird. Jesus kommt als König und richtet die Heiden. Wir wollen das als allerletzten Vers lesen in Offenbarung 11, Verzeihung, Offenbarung 19, ab Vers 11. Wir haben heute uns Gedanken gemacht über viele Heidenvölker und die sagt: Jesus ist der Herr über alle Völker. Das ist auch das Thema.

[51:40] So wollen wir abschließen mit Offenbarung 19, Vers 11, wo es heißt: Und ich sah den Himmel geöffnet und siehe, ein weißes Pferd und der darauf saß, heißt der Treue und der Wahrhaftige, und in Gerechtigkeit richtet und kämpft er. Seine Augen aber sind wie eine Feuerflamme und auf seinem Haupt sind viele Kronen und er trägt einen Namen geschrieben, den niemand kennt, als nur er selbst. Und ist gekleidet mit einem Bekleidet in einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt das Wort Gottes. Jesus Christus, der hier beschrieben wird.

[52:08] Und die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weißen Pferden und sie waren bekleidet mit weißer und reiner Leinwand. Und aus seinem Mund geht ein scharfes Schwert hervor. Hebräer 4, Vers 12 sagt, dass das das Wort Gottes ist, damit er die Heidenvölker mit ihm schlage und er wird sie mit eisernem Stab weiden und er tritt die Weinkelkel des Grimmes und des Zornes Gottes, des Allmächtigen. Und er trägt an seinem Gewand und an seiner Hüfte den Namen geschrieben: König der Könige und Herr der Herren. Jesus Christus kommt wieder. Er ist der Herr bei alle Völker. Jedes einzelne Volk wird das empfangen, was es getan hat. Das haben wir heute in Amos und Obadja deutlich gesehen und das macht vor dem Volk Gottes keinen Halt.

[52:46] Willst du als Mitglied des Volkes Gottes, willst du dich vorbereiten, deinem Herrn zu begegnen und willst du dann mit den 144.000 auf dem Berg Zion stehen und nicht auf dem Berg Seir, wo die Stolzen und Überheblichen sind? Dein Wunsch, Jesus wiederkommen zu sehen und ihn als deinen Herrn anzunehmen. Gott segne dich in deiner Entscheidung.

[53:08] Nächste Woche werden wir uns mit dem Rest des Buches Amos beschäftigen, Amos 5 bis 9, dort werden es viele spannende Dinge geben und wir laden euch ein, natürlich das, was wir heute betrachtet haben, noch zu vertiefen in dem Sendemanuskript. Schaut da rein, wir haben noch viele Parallelverse und Worterklärungen usw. Wir freuen uns, wenn wir uns nächste Woche wiedersehen, hier auf JodlMediaTV. Gott segne euch im Studium seines Wortes und bis bald. Amen.

[53:54] Musik.


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