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In diesem Teil 2 der Predigt „Zwei unumgängliche Notwendigkeiten“ von Ronny Schreiber wird die Bedeutung eines neuen Herzens und des neuen Bundes mit Gott beleuchtet. Anhand biblischer Beispiele wie der Hochzeit zu Kana und dem Gleichnis von den Hochzeitsgästen wird erklärt, wie Jesus durch sein Blut uns reinigt und uns die Möglichkeit gibt, ein Leben im Licht zu führen. Die Predigt betont die Wichtigkeit, die Sünden zu bekennen und sich auf Christus auszurichten, um die Vergebung und Erneuerung zu erfahren.


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Serie: Predigten

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Transkript

[0:00] Ja, hallo und herzlich willkommen. Schön, dass Sie hier Platz genommen haben im Saal und auch herzlich willkommen allen vor dem Livestream auf joelmedia.de. Schön, dass Sie wieder zugeschaltet habt.

[0:11] Jetzt wird es wahrscheinlich wieder einige geben, die etwas enttäuscht sind, dass sie mich hier vorne sehen und nicht den Christopher Kramp, den sie eigentlich erwartet haben. Das liegt daran, dass der Christopher ist diese Woche noch nicht da. Das Seminar, das Geschichtsseminar wird erst ab nächster Woche Dienstag wieder weiterlaufen. Im Anschluss auch das Offenbarungsseminar.

[0:29] Letzte Woche und diese Woche haben wir gemeinsam hier ein Thema behandelt, das da heißt: Zwei unumgängliche Notwendigkeiten. Ich weiß nicht, wer alles da war. Wer war denn von denjenigen da, die hier im Saal sitzen? Wer hat den ersten Vortrag mitbekommen? Okay, ein paar. Ich hoffe, dass auch Sie am Livestream den ersten Vortrag gesehen haben. Dieser wird darauf aufbauen, aber keine Angst, schalten Sie jetzt nicht ab, wenn Sie den ersten Vortrag nicht gesehen haben. Wir werden gleich nochmal kurz hineingehen in den ersten Vortrag, um nochmal zu gucken, worum ging es eigentlich.

[1:04] Bevor wir aber das wiederholen, möchte ich alle dazu bitten, hier im Saal noch mit aufzustehen. Wir wollen noch ein Gebet sprechen und bitte auch Sie im Livestream mit mir zu beten. Herr unser Gott, wir danken dir von ganzem Herzen, dass wir hier sein dürfen. Wir danken dir, Vater, dass du uns dein Wort gegeben hast. Wir danken dir, Herr, dass wir deine Schrift haben und aus deiner Schrift lernen dürfen. Danke, dass uns dein Wort ermahnt, dass uns dein Wort Hoffnung schenkt, dass uns dein Wort zeigt, wie dein Charakter ist. Wir möchten dich bitten, Vater, dass dein Geist jetzt mit uns ist, dass wir dein Wort auch richtig verstehen, dass es in unsere Herzen vordringt und dass es uns Kraft, Hoffnung, Lebenssinn gibt, Herr. Das bitten wir alles im Namen deines Sohnes Jesu Christi, unseres Herrn. Amen.

[1:54] Das Thema, mit dem wir uns beschäftigen, hat zwei Teile und das heißt: Zwei unumgängliche Notwendigkeiten. Zwei unumgängliche Notwendigkeiten. Eine unumgängliche Notwendigkeit hatten wir beim letzten Mal schon besprochen. Wir haben da gesehen, dass es notwendig ist, eine Herzensumkehr zu haben, dass ein neues Herz gebraucht wird. Wir hatten die Geschichte gelesen vom reichen Jüngling und haben gesehen, dass der reiche Jüngling ein Problem hatte, als er zu Jesus Christus kam. Hat er ihn gefragt: „Guter Meister, was muss ich tun, um das ewige Leben zu haben?“ Und Jesus Christus sagt: „Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, außer Gott allein. Willst du aber das ewige Leben haben, so halte die Gebote.“ Und der reiche Jüngling ist daran gescheitert. Er hat es nicht geschafft, die Bedingung einzuhalten, die dafür notwendig war. Denn Christus sagte zu ihm, er soll alles verkaufen, was er hat und uns den Armen geben. Und das konnte er nicht. Denn das, was er hatte, daran hat er sich festgehalten. Das waren seine Pläne, das war sein Besitz, das war alles das, was ihm irgendwas bedeutet hat. Und wir sprachen davon, wie wichtig es ist, dass unser Herz umkehrt.

[3:07] Und Paulus hat in Römer 7, Römer 7 Vers 18 gesagt: „Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt. Das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht. Denn ich tue nicht das Gute, das ich will, sondern das Böse, das ich nicht will, das verübe ich.“ Und er sagt: „Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so vollbringe nicht mehr ich es, sondern die Sünde, die in mir wohnt.“ Er sagt, das Problem, das ich habe, ich will Christus nachfolgen. Ich weiß, was der richtige Weg ist. Aber mein Herz zieht mich immer zur Sünde. Mein Herz zieht mich immer dahin, wo ich nicht hin will. Und das Problem hatte auch der reiche Jüngling. Nachdem er mit Christus gesprochen hatte, um das ewige Leben zu haben, er wollte wissen, wie es geht, war er todunglücklich und so ging er weg. Er hatte die Antwort darauf, was er tun muss, um das ewige Leben zu haben, aber er konnte sich von seinem Herz nicht befreien. Sein Herz hat ihn in die Sünde gezogen.

[4:10] Und die Lösung dafür haben wir gefunden in Psalm 51, Vers 12. Da spricht David von dem gleichen Problem. David hat das Problem, dass auch sein Herz ihn in die Sünde gezogen hat und er bittet jetzt den Herrn: „Gib mir doch ein neues Herz und einen neuen, beständigen Geist in mein Inneres.“ Und wir haben gesehen, dass der reiche Jüngling das nicht konnte, aber Josia, der König, zweite Chronik 34, das geschafft hat. Er hat sich gedemütigt vor Gott und sein Herz ist weich geworden und er hat eine Herzensumkehr erfahren. Und wenn wir schon den Paulus-Text aufgeschlagen haben in Römer, dann erkennen wir in Römer 8, Vers 2: „Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich freigemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes.“ Er sagt, das ist ein neues Gesetz, ein Gesetz des Lebens von Christus, das mich befreit hat von dem Gesetz der Sünde und des Todes, von dem Herz, das mich immer in die Sünde ziehen wollte. Es ist was in mir verändert worden, was bewirkt, dass ich nicht mehr zur Sünde gezogen werde.

[5:15] Er sagt in Vers 3: „Denn was dem Gesetz unmöglich war, weil es durch das Fleisch kraftlos war, das tat Gott, indem er seinen Sohn sandte in der gleichen Gestalt wie das Fleisch der Sünde und um der Sünde willen um die Sünde im Fleisch verurteilte, damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfüllt würde, die wir nicht gemäß dem Fleisch wandeln, sondern gemäß dem Geist.“ Er sagt, die Gerechtigkeit soll in uns erfüllt werden und es ist möglich, denn in Vers 12 und 13 sagt er: „So sind wir also, ihr Brüder, dem Fleisch nicht verpflichtet, gemäß dem Fleisch zu leben. Unser Herz hat keine Macht mehr über uns, wir sind darin nicht mehr verpflichtet. Jesus Christus hat uns davon freigemacht.“ Viele Menschen sagen heute: „Ja gut, wir sind alles Menschen, natürlich leben wir in Sünde und das ist ja nicht so schlimm und dafür können wir ja nichts.“ Aber das stimmt nicht. Paulus sagt, wir müssen nicht in Sünde leben, der Geist Gottes hat uns freigemacht davon, wir können auch einen anderen Weg wählen.

[6:10] Und dann sagt er in Vers 13: „Denn wenn ihr gemäß dem Fleisch lebt, so müsst ihr sterben. Wenn ihr aber durch den Geist die Taten des Leibes tötet, so werdet ihr leben.“ Und das war die Hoffnung. Die Hoffnung, dass unser Herz nicht mehr die Macht über uns hat, uns in die Sünde und in den Tod zu ziehen. Es war Christi Verdienst, der in uns sowohl das Wollen als auch das Vollbringen schafft. Und es wurde das letzte Mal schon gesagt, hier aus dem Publikum kam die Anmerkung: Es ist der Geist Gottes, der schon über unseren dunklen Herzen schwebt. Wenn es noch finster ist in unserem Herzen, schwebt der Geist Gottes oben drüber und spricht uns an. Und wenn wir unser Herz öffnen, wird es Licht. Und das hätte der reiche Jüngling haben können, er hat sich aber für einen anderen Weg entschieden.

[6:55] Die eine Notwendigkeit, von der wir also sprechen, ist das neue Herz, das wir brauchen. Das alte Herz, das uns in die Sünde zieht, muss erneuert werden, muss verändert werden. Und das macht Gott. Das ist das eine, was wichtig ist. Und über das zweite möchte ich heute mit euch sprechen. Es sind zwei Dinge, die wir brauchen: das neue Herz und noch etwas anderes. Und dazu schlagen wir mal auf Johannes Kapitel 2. In Johannes Kapitel 2, da steht die Geschichte von der Hochzeit von Kana. Das war Jesu erstes Wunder, das er vollbracht hat. Die Geschichte von der Hochzeit zu Kana kennt eigentlich fast jeder. Jesus macht aus Wasser Wein. Das hat jeder irgendwo schon mal gehört. Und in diese Geschichte möchte ich jetzt mit euch eintauchen. Und wir lesen sie einfach mal. Johannes 2, Vers 1 bis 11.

[7:50] „Und am dritten Tag war eine Hochzeit in Kana in Galiläa. Und die Mutter Jesu war dort. Aber auch Jesus wurde samt seinen Jüngern zur Hochzeit eingeladen. Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben keinen Wein. Jesus spricht zu ihr: Frau, was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut. Es waren aber dort sechs steinerne Wasserkrüge nach der Reinigungssitte der Juden, von denen jeder zwei oder drei Eimer fasste. Jesus spricht zu ihnen: Füllt die Krüge mit Wasser. Und sie füllten sie bis oben hin. Und er spricht zu ihnen: Schöpft nun und bringt es dem Speisemeister. Und sie brachten es hin. Als aber der Speisemeister das Wasser, das zu Wein geworden war, gekostet hatte und er wusste nicht, woher es war – die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es –, da rief der Speisemeister den Bräutigam und sprach zu ihm: Jeder Mann setzt zuerst den guten Wein vor und dann, wenn sie trunken geworden sind, den geringeren. Du aber hast den guten Wein bis jetzt verhalten. Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus in Cana in Galiläa und ließ seine Herrlichkeit offenbar werden und seine Jünger glaubten an ihn.“

[9:06] Das ist eine ganz interessante Gegebenheit, die wir hier lesen. Jesus macht aus Wasser Wein. Und bestimmt ist es einigen aufgefallen, als Maria zu Jesus kommt und sagt: „Sie haben keinen Wein.“ Da sagt Jesus zu ihr: „Frau, was habe ich mit dir zu tun? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Vers 4. „Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Wovon spricht Jesus? Es ist das erste Wunder, das er macht. Maria kommt zu ihm und sagt: „Hey, sie haben keinen Wein.“ In der Erwartung: „Tu doch was, mach doch mal Wein.“ „Sie haben keinen Wein, es mangelt an Wein.“ Und Jesus sagt: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Von welcher Stunde spricht Jesus? Auch das finden wir im Johannesevangelium, Johannes 13, Vers 1. Da sagt es uns: „Vor dem Passafest aber, da Jesus wusste, dass seine Stunde gekommen war, aus dieser Welt zum Vater zu gehen, wie er die Sein geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.“ Die Stunde ist gekommen, als Jesus wusste, aus dieser Welt zum Vater zu gehen. Das war die Stunde, auf die gewartet wurde.

[10:24] Wenn wir noch weiterlesen, das war die letzte Predigt von Jesus, das war direkt beim Passamal. Hat er das gesagt. Wenn wir weiterlesen und in Kapitel 17 reinschauen und dort ebenfalls Vers 1, da lesen wir: „Dies redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und sprach: Vater, die Stunde ist gekommen. Verherrliche deinen Sohn, damit auch dein Sohn dich verherrliche.“ Das ist das Gebet, das er zu seinen Jüngern spricht, bevor er gekreuzigt wird. Also die Stunde, um die es geht, ist die Stunde seines Todes. Maria sagt zu ihm: „Sie brauchen Wein.“ Und Jesus sagt: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Aber wenn wir das Johannesevangelium weiter studieren, dann wissen wir, die Stunde, von der Jesus spricht, ist die Stunde seines Todes.

[11:08] Also es ist spannend, dass Maria zu ihm kommt und sagt: „Sie haben keinen Wein.“ Denn worauf deutet der Wein eigentlich hin? Was ist das für eine Symbolik? Was ist das Symbol von Wein? Das Blut Jesu und gleichzeitig, wofür steht das Blut Jesu? Für das Reinwaschen, ja. Und es ist das Blut des Bundes. Das lesen wir in Lukas 22 und dort Vers 19 und 20. Lukas 22, 19 und 20. Da heißt es, dass Jesus, und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihm und sprach: „Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Das tut zu meinem Gedächtnis.“ Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: „Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.“ Hier kommt der Wein wieder vor. Das ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird. Das Blut wird für euch vergossen und es ist der neue Bund.

[12:27] Das ist spannend, dass Maria sagt: „Sie haben keinen Wein.“ Ihnen mangelt etwas. Sie wusste, ich weiß gar nicht, ob sie wusste, wie recht sie hat. Die Menschen hatten keinen Wein. Ihnen fehlte das Blut des Bundes. Ihnen fehlte das Blut, das sie reinwäscht, das Blut, das sie mit Gott verbindet. Und Jesus sagt: „Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Und er spricht von seinem Tod.

[12:51] Dann lesen wir in Vers 6, also in Vers 5 sagt Maria zu Jesus: „Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagt, das tut.“ Maria sagt also zu den Dienern, obwohl Jesus gerade gesagt hat: „Frau, was geht es dich an, meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Sagt Maria zu den Dienern: „Was er euch sagt, das tut.“ Nun in Vers 6: „Es waren aber dort sechs steinerne Wasserkrüge nach der Reinigungssitte der Juden, von denen jeder zwei oder drei Eimer fasste.“ Da waren jetzt große Krüge, sechs Stück und die Juden, die brauchten die für ihre Waschung, für ihre Reinigung. Ist das nicht interessant, dass Jesus sich genau diese Gefäße aussucht? Da stehen diese Gefäße, die zur Reinigung gedacht sind und er sagt: „Füllt diese Gefäße, die zur Reinigung gedacht sind, mit Wasser.“ Und dann geht er hin und macht aus dem Wasser Wein. Das ist interessant. Kann man sich in dem Wein noch waschen? Offensichtlich erstmal nicht, aber es hat eine Bewandtnis. Es war ein Reinigungsgefäß, in dem es plötzlich Wein war.

[14:10] Ich schlage mir auf den ersten Johannesbrief. Erster Johannesbrief, Kapitel 1 und dort lesen wir mal ab Vers 6. „Wenn wir sagen, dass wir Gemeinschaft mit ihm haben und doch in der Finsternis wandeln, so lügen wir und tun nicht die Wahrheit. Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“ Jesus, sein Blut dient tatsächlich zur Reinigung. Es reinigt uns von unserer Sünde. Es reinigt uns von unserer Ungerechtigkeit. Und es ist ein sehr, sehr schönes Beispiel, dass wir hier haben, dass Jesus Christus die Reinigungsgefäße dafür gezeigt hat. Das war das erste Wunder, das er tat. Das erste, was er getan hat, war, er macht aus Wasser Wein zur Reinigung für die Menschen, damit sie von ihren Sünden gereinigt werden können. Ein Symbol auf den neuen Bund. Das erste, was Christus tut, er zeigt, dass da ein neuer Bund kommt und dass dieser Bund zur Reinigung dient.

[15:40] Spannend finde ich, dass er in Vers 9 und Vers 10 lesen wir, als er der Speisemeister das Wasser, das zu Wein geworden war, gekostet hatte und er wusste nicht, woher es war. Die Diener aber, die das Wasser geschöpft hatten, wussten es. Da rief der Speisemeister den Bräutigam und sprach zu ihm: „Jeder Mann setzt zuerst den guten Wein vor und dann, wenn sie trunken geworden sind, den geringeren. Du aber hast den guten Wein bis jetzt verhalten.“ Du aber hast den guten Wein bis jetzt behalten. Dieser Speisemeister nennt ihn den guten Wein.

[16:12] Schaut mal Hebräer 10. Vers 4 und 5. „Denn unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen. Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: Opfer und Gaben hast du nicht gewollt, ein Leib aber hast du mir bereitet.“ Jesus Christus. Unmöglich kann das Blut von Stieren und Böcken Sünden hinwegnehmen. Das war der alte Bund. Und aber ein Leib hast du mir bereitet. Jesus Christus hat einen Leib von Gott bekommen, der geopfert werden sollte. Denn es war notwendig. Denn Römer 6, Vers 23 sagt uns, es gibt keine Sündvergebung. Oder der Sünde Sold ist der Tod, steht in Römer 6, Vers 23. Der Sünde Sold ist der Tod. Um die Sündenschuld zu bezahlen, muss der Tod eintreten. Jetzt wären wir, die wir Sünder sind, eigentlich unter dem Gesetz des Todes und müssten sterben. Aber Jesus Christus hat durch seinen Tod stellvertretend für uns diese Schuld auf sich genommen, damit wir frei sind. Und das ist der gute Wein. Nicht der alte Wein, sondern der gute Wein. Und auch hier sehen wir, der Wein war jünger, er war gerade gemacht. Das ist der gute Wein. Es ist interessant, dass der Speisemeister das hier schon sagt. Das ist mit dem Opfer Jesu so.

[17:42] Da schlägt jemand eines Tages eine Zeitung auf, liest in seiner Zeitung und findet da eine Zeile, eine Annonce, wo steht: „Wenn Sie in dem und dem Landkreis wohnen, so bezahle ich alle ihre Schulden. Multimilliardär, so und so.“ Und sie lesen diesen Titel und denken: „In dem und dem Landkreis, da wohne ich ja. Hier ist jemand, ein Multimilliardär, der sagt, wenn ich hier wohne, bezahle ich alle meine Schulden.“ Mit der Bedingung, ich höre auf das, was er sagt und ich trete seinem Freundeskreis bei. Na ja, wenn ich da jetzt gerade vielleicht irgendwelche Anschaffungen gemacht habe und ich habe mir vielleicht gerade ein Stück Land gekauft oder irgendwelche Gebäude gebaut oder ich habe mein Auto gekauft oder was auch immer und ich habe Schulden, dann wäre es natürlich großartig, das zu lesen und zu sagen: „Aha, da will jemand meine Schulden übernehmen.“ Ich würde also hingehen und sagen: „Was hat es damit auf sich? Was heißt, du übernimmst meine Schulden? Was ist die Bedingung?“ Er sagt: „Keine. Das Einzige, was ich mir verlange, ist, dass du zu meinen Freunden dazugehörst, dass du dich mein Freund nennst und dass du auf das hörst, auf die Ratschläge, die ich dir gebe.“ Okay, und er sagt: „Ich werde alle die Schulden, die du schon gemacht hast, die werde ich für dich bezahlen.“ Alle Schulden, die du hast, die werde ich für dich bezahlen. Und wenn dann noch Schulden kommen, sind die auch bezahlt.

[19:17] Nun, ich gehe natürlich fröhlich nach Hause und sage: „Toll, alle meine Schulden sind bezahlt.“ Das ist eine großartige Nachricht und wer würde sich darüber nicht freuen? Und jetzt kann es passieren, dass ich eines Tages, ich bin unterwegs und auf der Straße spricht mich jemand an und will mir etwas verkaufen. Und ich weiß, ich kann mir das nicht leisten. Das ist nicht richtig, dass ich das kaufe. Ich habe das Geld dafür nicht. Aber es ist ein sehr beredter Mann und er erzählt mir mehr und er beschwatzt mich. Und irgendwann kaufe ich das doch. Ich nehme das mit nach Hause und dann denke ich: „Was habe ich denn jetzt gerade getan? Ich habe mir Sachen gekauft, die ich mir gar nicht leisten kann. Ich habe wieder Schulden gemacht.“ Ich sage: „Was mache ich denn jetzt? Ich war gerade von meiner ganzen Schuldenlast frei und jetzt habe ich wieder Schulden.“ Was mache ich denn nun?

[20:03] Und was ich tun sollte, ist, ich sollte diesen Mann wieder aufsuchen. Sollte zu ihm hingehen und sagen: „Hey, ich habe Mist gebaut. Ich war gerade von meiner ganzen Schuldenlast frei und jetzt habe ich mich beschwatzen lassen und habe da schon wieder irgendwelche neuen Schulden gemacht. Es tut mir leid, ich wollte es nicht mehr tun. Jetzt hänge ich da schon wieder drin.“ Und er wird sagen: „Gut, mein Freund, dass du zu mir kommst. Gut, dass du vor mir stehst und mir das sagst. Denn ich habe damals versprochen, ich übernehme deine Schulden. Was du an Schulden gemacht hast, das übernehme ich.“ Und das galt für damals, das gilt auch für heute und auch zukünftig. Und ich würde weggehen und sagen: „Wir haben einen Bund.“ Und ich würde mir zweimal überlegen, ob ich nochmal neue Schulden machen möchte.

[20:53] Dieser Mann kann mir meine weltlichen Schulden, das was ich an Geldschulden habe, das kann er mir erlassen. Das ist eine großartige Nachricht, dass er das tut. Jesus Christus kann mehr. Wenn ich zu Jesus Christus komme, dann kann er mir auch die Schulden nehmen, die mir kein Mensch vergeben kann. Wenn da Dinge sind, die nicht mit Geld zu bezahlen sind. Wenn jemand Schaden erlitten hat, nicht materieller Art. Wenn vielleicht jemand gestorben ist durch meine Verschulden, dann sind das Sünden, die auf mir liegen, die ich mit Geld nicht mehr bezahlen kann. Hierzu aber ist Jesus Christus gestorben, um eben für diese Schuld einzutreten. Wenn wir den Bund mit ihm machen, wenn wir so einen Bund mit ihm machen, wie in dem Gleichnis eben gerade, dann verspricht er, dass wenn ich auf seinen Rat höre und wenn ich in seinen Kreis dazutrete, einen Bund mit ihm habe, dass er für alle meine Schulden aufkommt.

[21:56] Und Petrus mahnt uns im 1. Petrus 1 und dort Vers 18, dass der Preis, der für uns gezahlt wurde, sehr hoch ist. Er sagt: „Denn ihr wisst ja, dass ihr nicht mit vergänglichen Dingen, mit Silber oder Gold losgekauft worden seid, aus eurem nicht liegenden, von den Vätern überlieferten Wandel, sondern mit dem kostbaren Blut des Christus, als eines makellosen und unbefleckten Lammes.“ Er sagt, der Preis, der für uns bezahlt ist, war unglaublich hoch. Geht damit nicht leichtfertig um. Der Preis, der für euch bezahlt ist, war so teuer, dass Jesus Christus gestorben ist. Ein anderer ist für euch gestorben, weil ihr so viel Schulden hattet, weil eure Sünde so groß war. Geht damit nicht leichtfertig um. Erkennt die Gefahr der Sünde. Ihr hättet sterben sollen. Ich meine, anders hat den Tod auf sich genommen. Das hat er euch weggenommen. Vergesst es niemals.

[22:49] Petrus wusste, wovon er spricht. Wir nehmen das manchmal zu leicht und ich will ganz viele Menschen sagen: „Die Sünde ist nicht so schlimm, die kann mir vergeben werden.“ Aber das ist nicht wahr. Sünde führt immer den Tod. Und was Christus gemacht hat, ist das auf sich zu nehmen, dass den Tod, den wir verdient hätten, dass er ihn erleidet. Er ist einmal gestorben dafür. Aber dieser Bund ist nicht endlich. Dieser Bund ist unendlich. Er hat einmal mit uns diesen Bund gemacht. Er hat gesagt, sein Blut ist für uns da.

[23:38] Wie war das zum Beispiel im Alten Testament, wenn ich gesündigt habe, wenn ich Schuld auf mich geladen habe? Wie bin ich diese Schuld wieder losgeworden? Was habe ich tun müssen? Gab es dafür ein Gesetz? Ja, genau. Es musste ein Lamm sterben, ein Tier musste sterben. Ich habe eine Schuld begangen und ich wusste, dass eine Schuld ist. Dann musste ich ein Lamm nehmen oder ein Tier, was auch immer es gerade war, habe dieses Opfer gebracht, habe meine Hand auf den Kopf dieses Tieres gelegt, habe meine Schuld bekannt und dann wurde dieses Tier geschächtet. Dieses Tier ist gestorben. Und wenn ich wirklich bereut habe, das was ich getan habe, dann hat dieses Tier stellvertretend für meine Sünde die Schuld getragen und sie war mir vergeben. Und ich hätte eigentlich erkennen sollen, in dem Tier, das war der Plan Gottes, ich sehe, dass da ein unschuldiges Tier stirbt. Es guckt mich gerade noch an mit seinen großen Augen und im nächsten Moment ist es tot. Gerade noch quicklebendig und jetzt tot. Und ich soll sehen, welche Folge die Sünde hat. Damit sollte ich jetzt nicht mehr leichtfertig umgehen, denn ich weiß, was die Konsequenz ist.

[24:48] Wenn ich jetzt irgendwo nochmal stolpere, nochmal falle auf meinem Weg, dann kann ich tatsächlich noch ein Opfer bringen. Ich kann wieder ein Tier hinbringen. Ich muss meine Schuld bekennen und bereuen. Ich muss sagen, es ist schlimm und ich weiß, was ich getan habe. Es tut mir leid, ich habe einen Fehler gemacht. Und schon wieder sehe ich, wie das Tier stirbt. Das wurde im Alten Testament so gehalten, um zu sehen, wie schlimm die Sünde ist. Jedes Mal, wenn ich sündige, stirbt ein unschuldiges Tier. Und auch heute soll ich sehen, jedes Mal, wenn ich sündige, wenn ich gegen das Gebot Gottes verstoße, ist Christus dafür am Kreuz gestorben. Das sollten wir nicht leichtfertig hinnehmen.

[25:22] Ich kann zu Christus kommen. Ich kann jedes Mal zu ihm kommen und ich kann ihn bitten, aber es muss aus meinem Herzen kommen. Und Sünde, die ich leichtfertig mache und sie nicht ernst nehme, wie soll die aus meinem Herzen bereut werden? Ich muss erkennen, was das Problem der Sünde ist. Und mit dieser Sünde muss ich zu Jesus Christus kommen, muss ihn bitten, sie von mir wegzunehmen. Und ich möchte mir zwei Texte mit euch angucken. Das finde ich sehr schön. Und zwar den Text, als Gott der Herr den Menschen erschaffen hat. Im ersten Mose 2 Vers 7.

[26:00] Erster Mose 2 Vers 7. „Hier heißt es: Da bildete Gott der Herr den Menschen Staub von der Erde und blies den Odem des Lebens in seine Nase. Und so wurde der Mensch eine lebendige Seele.“ Gott der Herr bildete den Menschen aus Staub von der Erde, blies sein Odem da rein und er war eine lebendige Seele. Aus Staub ist der Mensch gemacht.

[26:36] Schauen wir uns mal Psalm 103 an. Psalm 103. Und dort Vers 14. Da schreibt David: „Denn er, also Gott, denn er weiß, was für ein Gebilde wir sind. Er denkt daran, dass wir Staub sind.“ Aus Staub sind wir gemacht worden eines Tages. Und David schreibt: „Gott weiß, dass wir Staub sind. Daraus sind wir gemacht, so sind wir.“

[27:16] Wisst ihr, wir stellen uns vor, wir sind hier in Stuttgart, es ist kalt. Es ist kalt in Stuttgart, wir haben Minusgrade. Es ist viel Industrie und hier ist viel Staub. Und der Staub, der liegt da auf der Erde und ist schmutzig. Jetzt passiert es manchmal, dass der Wind kommt und den Staub aufwirbelt. Und einige von den kleinsten Staubpartikeln, die da rum sind, die werden nach oben getragen. Die gelangen in die Atmosphäre, sie werden hochgetragen. Was ist, wenn der Staub da oben ankommt und es sehr, sehr kalt ist? Was wird mit ihm? Es bilden sich Kristalle drumherum. Dieser Staub, der nach oben steigt, der bildet eine Schneeflocke. Und diese Schneeflocke wird im Wind getrieben und wird wieder auf die Erde gesetzt.

[28:10] Wisst ihr, so ist das mit uns Menschen auch. Wir sind eigentlich Staub. Gott weiß, dass wir so sind und wir sind schmutzig. Wenn wir aber durch den Geist Gottes getrieben werden und den Himmel suchen, wenn wir Gottes Gegenwart suchen, dann kann Gott uns ein weißes Kleid geben. Dann sind wir wie eine Schneeflocke geformt. Dann ist da zwar immer noch der Mensch, aber drumherum ist ein weißes Kleid. Und dieses weiße Kleid, der Mensch mit dem weißen Kleid geht wieder zurück zur Erde, um da, wo immer er hinfällt, wo immer er landet, da zu leuchten. Denn wenn die Sonne auf diesem Schnee scheint, dann spiegelt der Schnee stark, er reflektiert stark das Licht. Bei einigen Menschen ist es so, wenn wir im Winter rausgehen und es ist weiß und die Sonne scheint, dass wir kaum hingucken können, so sehr blendet es. Das war auch so, als Mose vom Berg kam. Die Menschen konnten ihn nicht angucken. Er hat geleuchtet, er hat gestrahlt. Er musste sein Angesicht verhüllen, damit die Menschen ihn angucken können.

[29:15] Und wisst ihr, so ist es auch manchmal bei uns. Wir sollen, wenn wir die weißen Kleider haben, dann wird Gott uns nicht gleich entrücken und irgendwo in den Himmel aufnehmen. Erstmal, wir gehören zu seinem Reich, aber wir sind auf der Erde. Und die Menschen sollen in uns sehen, an dem weißen Kleid, das er uns gegeben hat durch sein Blut, die Menschen sollen in uns sehen, dass wir seine Herrlichkeit wieder strahlen. Das tut im ersten Moment weh. Viele Menschen wird das im ersten Moment wehtun, die das sehen. Denn so wie wir in dem Charakter Gottes unsere Sündhaftigkeit erkennen und sagen, das kann schmerzen, so sollen auch die Menschen in jedem Einzelnen von uns den Charakter Gottes erkennen und die Liebe Gottes erkennen. Lasst euer Licht leuchten vor den Menschen, heißt es.

[30:13] Es gibt einen schönen Vers in Jesaja 1, Vers 18. Es spricht Gott: „Kommt doch, wir wollen miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn eure Sünden wie Scharlach sind, sollen sie weiß werden wie der Schnee. Wenn sie rot sind wie Karmesin, sollen sie weiß wie Wolle werden.“ Gott sagt, wenn ihr Sünden beladen seid, wenn ihr Sünde auf euch habt, dann kommt zu mir, wir wollen miteinander rechten. Bringt diese Sünde zu mir, kommt zu mir und bekennt, was ihr gemacht habt. Dann sagt er, wenn eure Sünde auch wie Scharlach, wenn sie rot ist oder wie Karmesin, sie soll doch weiß werden, wie Schnee, heißt es hier. Und Schnee ist das reinste Weiß, die reinste Form von Weiß, die wir in der Natur haben. Ganz, ganz weiß. Selbst wenn ihr ein weißes Stück Stoff auf Schnee legt, sieht das Stück Stoff irgendwie grau aus. Weiß wie Schnee. Sie werden ganz ausgetilgt werden. Eure Sünden sollen weiß werden wie Schnee. Die sollen gewaschen werden, im Blut Jesu Christi sogar.

[31:23] Da war mal, das ist interessant, es war mal ein zwölfjähriges Mädchen und ein zwölfjähriges Mädchen wollte sich taufen lassen und kam zu einem Prediger und hat ihm gesagt: „Ich möchte mich gerne taufen lassen.“ Der Prediger fragte das Mädchen: „Ja, hast du denn schon ein neues Herz bekommen?“ Das Mädchen sagte: „Ja, das habe ich. Ich habe Jesus Christus kennengelernt, ich habe ihm alles übergeben, das habe ich.“ Er sagt: „Das ist gut. Bevor du dein neues Herz bekommen hast, hast du da gesündigt?“ Das Mädchen sagt: „Ja, ich kann mich an viele Dinge erinnern. Ich war ein Sünder, ich habe viele schlechte Dinge gemacht und es sind viele Dinge eingefallen, die sie getan hat.“ Er sagt, der Prediger, das war ein guter Prediger, sagt zu ihr: „Wie ist es denn danach gewesen, nachdem du das neue Herz bekommen hast, hast du danach gesündigt?“ Das Mädchen überlegte und sagt: „Ja, stimmt, das ist mir passiert, ja, das habe ich.“

[32:35] Der Prediger fragt: „Warum willst du dich dann taufen lassen? Was ist denn anders geworden mit deinem Herzen, als du mit dem Herzen verwandelt wurdest? Was ist denn anders geworden?“ Und da hat das Mädchen eine ganz, ganz, ganz tolle Antwort gegeben. Das Mädchen sagt: „Bevor Gott mein Herz verändert hat, bin ich der Sünde nachgelaufen. Als der Herr mein Herz verändert hat, bin ich Christus nachgelaufen und die Sünde läuft mir nach. Manchmal holt sie mich ein und ich stolpere, aber ich schüttel sie wieder ab. Ich bringe sie vor Christus und ich laufe ihm nach.“ Der Prediger hat es begriffen, hat gesagt: „Ja, es hindert nichts, dass du dich taufen lässt.“ Sie hat verstanden, worum es ging. Sie hat verstanden, dass es eine neue Ausrichtung des Lebens ist, die es bedarf, um Christus zu folgen.

[33:28] Dass wir Sünde an uns haben, das wissen wir. 1. Johannes 1 lesen. 1. Johannes 1 und Vers 7. „Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde.“ Wenn wir aber im Licht wandeln, wie er im Licht ist, also wenn wir ihm nachfolgen, wenn wir bei ihm sind, er ist das Licht, wenn wir im Licht sind, so haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, reinigt uns von aller Sünde. Und Johannes sagt: „Wenn wir sagen, dass wir keine Sünde haben, so verführen wir uns selbst und die Wahrheit ist nicht in uns. Wenn wir aber unsere Sünde bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit.“

[34:37] Da ist ein neues Herz, das wir haben, das ein neues Ziel hat, das nicht mehr von der Sünde gefesselt ist. Gott hat uns ein neues Herz geschenkt, dass wir der Sünde widerstehen können, dass wir einen neuen Weg einschlagen können. Und dennoch, schreibt es auch Johannes hier, passiert es, dass uns die Sünde manchmal einholt. Er sagt: „Wenn wir im Licht sind, da wo er ist, wenn wir im Licht sind und mit ihm wandeln, so reinigt er uns von aller Ungerechtigkeit.“ Wir müssen die Sünde zu Jesus Christus bringen. Die Frage ist, worauf wir ausgerichtet sind.

[35:11] Und so kann es passieren. Es muss nicht passieren. Es kann passieren, dass ein Mensch, der ein neues Herz bekommen hat, der Christus nachfolgt, dass er in Sünde fällt. Kennen wir da Beispiele? David ist schon mit dem Herrn gewandelt und ist dann in Sünde gefallen. Für ihn war es sogar eine besondere Sünde. Und er hat um Sündvergebung gebeten. Für ihn war es sogar so, dass er gebeten hat, ein neues Herz zu bekommen. Und er wollte ganz reingewaschen werden. Er wollte auch einen neuen, beständigen Geist haben. Kennen wir noch andere Beispiele? Petrus. Ja, genau. Als er Jesus Christus verleugnet hat, da hat Petrus auch gesündigt.

[36:01] Richtig. Das stimmt, wir haben solche Zeugnisse. Was bei den Menschen aber, was wir an diesen Menschen sehen, sind noch viele andere in der Bibel. Sie waren offen und ehrlich vor Jesus Christus. Sie haben gesehen, dass ihre Sünde furchtbar ist und dass sie trennt von Gott. Und sie haben diese Sünde gehasst. Und genauso sind sie vor Jesus Christus getreten und haben gesagt: „Ich weiß, dass es schlecht ist, was ich getan habe. Ich weiß, dass ich das nicht hätte tun dürfen. Und ich weiß, was das Opfer dafür ist. Und ich bitte dich, Herr, wasche mich rein.“ Das hat Gott auch gemacht. Jesus Christus hat es getan. Denn Christi sein Blut gilt für jeden, für jeden Menschen, der im Bund mit ihm ist. Wenn ich einen Bund mit Christus geschlossen habe, dann habe ich die Zusage, dass sein Blut mich reinigt. Dass sein Blut für mich da ist. Dass er die Strafe getragen hat, die ich verdient habe.

[37:02] Und ich muss mich nicht jedes Mal, viele Menschen haben eine Sünde begangen, kommen damit vor Gott und bringen das Ganze ehrlich dar. Und sagen: „Das war mein Fehler. Ich will das nie wieder tun. Es hat nur Leid verursacht. Ich war dir untreu und ich bitte dich, erneuere mich. Bitte, wasche mich rein von dieser Sünde.“ Und die haben jetzt die Ungewissheit und sagen: „Ich habe gar nichts gefühlt. Ich mache es am nächsten Tag nochmal und dann und dann und dann.“ Und die werden ihr Leben lang, bringen sie immer wieder Sünden. Aber wir dürfen wissen, dass wenn wir sie von ganzem Herzen vor Christus gebracht haben, dass er uns die vergibt. Wir brauchen dabei nichts fühlen. Wir haben eine Verheißung, dass das tut. Es hat nichts damit zu tun, dass wir das fühlen müssen, dass unsere Sünden weggewaschen werden, sondern wir wissen, dass es so sein muss.

[37:53] Denn Jesus Christus sagt ja auch, dass wir uns die Füße waschen sollen. Und das muss Christus auch immer wieder machen. Wer gebadet hat, ist ganz rein. Hier müssen nur noch die Füße gewaschen werden, die auf dem Staub der Erde laufen, auf dem sündigen Boden unterwegs sind. Und das sagt auch zu seinen Jüngern: „Wer gebadet hat, ist ganz rein. Aber es ist notwendig, dass wir die Füße waschen.“ Wenn ich Christus nachfolge und einen Bund mit ihm gemacht habe und sein Blut für mich, dann bin ich ganz rein. Ich bin bei ihm. Aber es ist notwendig, dass er mir trotzdem noch die Füße wäscht. Und Jesus sagt zu Petrus: „Wenn ich dir nicht die Füße wasche, dann hast du keinen Bund mit mir.“

[38:26] Kann sich jemand noch erinnern, wer letzte Woche zugeschaut hat, dass wir uns über den König Josia unterhalten haben? Josia finden wir in der zweiten Chronik. Schauen wir da mal gemeinsam rein. Zweite Chronik, Vers 34. Und wir haben dazu ein paar Dinge gesehen, die zur Erneuerung des Herzens geführt haben bei Josia. Wir haben in den ersten Versen gesehen, zunächst Josia war in Jerusalem. Er ist von Jerusalem aufgebrochen. Und dann hat er in Vers 3 geht es los: „Denn im achten Jahr seiner Königsherrschaft, als er noch ein Knabe war, fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen. Er suchte den Herrn.“ Und im zwölften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem von den Höhen und den Aschera-Standbildern und den geschnitzten und gegossenen Bildern zu reinigen. Er war in Jerusalem. Er suchte Gott. Und nun zog er los und hat die ganzen Götzen kaputt gemacht. Er hat die Brandopferaltäre umgestürzt, er hat die Aschera-Standbilder kaputt gehauen und er hat die Sonnensäulen umgeschmissen. Alles, was da war, hat er zu Staub zermalmt. Die Götzen, die Einfluss auf ihn hatten, die hat er vernichtet. Die Götzen, die das ganze Volk beeinflusst haben, die hat er weggetan.

[40:01] Und dann kam er zurück nach Jerusalem, wie wir in Vers 7 lesen, nachdem er das alles getan hat. Und als er die Höhen und die Aschera-Standbilder abgebrochen und die geschnitzten Bilder zu Staub zermalmt und alle Sonnensäulen im ganzen Land Israel abgehauen hatte, kehrte er wieder nach Jerusalem zurück. Er ist in Jerusalem gestartet, ist dann losgegangen. Er suchte den Herrn, er ist losgegangen, hat die ganzen Götzenbilder vernichtet, kam zurück nach Jerusalem.

[40:26] In Vers 14 und 19 haben wir gesehen, dass, als er zurückkam, hat er sich zuerst darum gekümmert, dass das Haus des Herrn, dass der Tempel wieder neu aufgebaut wird. Das war sein Ansinnen, das war sein Vorhaben. Und als er dabei war, den Tempel des Herrn neu zu machen, lesen wir in Vers 14: „Als er aber das Geld herausnahm, das zum Haus des Herrn gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des Herrn, das durch Mose gegeben worden war.“ Vers 19: „Und es geschah, als der König die Worte des Gesetzes hörte, dass er zerriss seine Kleider.“ Als er nun in Jerusalem war und den Plan hatte, er will den Tempel des Herrn neu gestalten, er hat die Götzen außenrum weggemacht, er will den Tempel neu gestalten, es soll wieder sauber werden, es soll wieder ein Tempel Gottes werden, tut Gott ihm seinen Willen kund. Er gibt ihm das Buch seines Gesetzes und Josias studiert es und dann demütigt er sich vor Gott, er zerreißt seine Kleider.

[41:27] Und etwas später haben wir erkannt, dass hier sein Herz weich geworden ist. Das hatten wir in Vers 27 gelesen. „Das ist, weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor Gott gedemütigt hast, als du seine Worte gegen diesen Ort und gegen seine Einwohner hörtest, weil du dich vor mir gedemütigt hast und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast. So habe auch ich darauf gehört, spricht der Herr.“ Josia kommt mit einem demütigen Herzen vor Gott. Er sagt, dein Herz ist weich geworden und jetzt in Vers 28 verheißt ihm Gott: „Ich will das Gericht nicht auf dich bringen. Du bist frei vom Gericht.“

[42:04] In Vers 31 lesen wir, dass der König, nachdem er es gehört hatte, einen Bund mit dem Herrn machte. Und wir lesen hier von ganzem Herzen, von ganzer Seele will der König Josia einen Bund mit dem Herrn machen. Da hatten wir das letzte Mal aufgehört. Wir haben gesehen, dass ein Bund, ein Bund heißt ja, die beiden wären eins. Was das passiert ist, lesen wir in Kapitel 35, Vers 1.

[42:41] Kapitel 35, Vers 1. „Und Josia hielt dem Herrn ein Passah in Jerusalem und sie schlachteten das Passah am 14. Tag des ersten Monats.“ Nachdem Josia diesen Weg gegangen ist und den Bund mit Gott gemacht hat, schlachtet er das Passah. Wofür wurde das Passah geschlachtet? Was war das für ein Zeichen? Ja, Versöhnung, genau. Was haben sie gemacht? Sie haben das Blut des Lammes genommen und haben es an ihre Pfosten, an ihre Türpfosten und an die obere Schwelle gestrichen. An ihre Oberschwelle und an ihre Torpfosten. Da haben sie das Blut rangestrichen, damit der Engel des Todes vorüberging. Und das ist genau der Weg, den Josia hier geht. Er hat den Bund mit dem Herrn gemacht und jetzt feiert er das Passah. Das Blut, das ihn schützt vor dem Gericht, das ihn reinmacht.

[43:53] In Vers 16, wir überspringen dieses Ganze, hier wird ausgeführt, was für ein riesen Passahfest das war. Und in Vers 16 heißt dann: „So wurde an jenem Tag der ganze Dienst des Herrn eingerichtet. Die Passahfeier und der Brandopferdienst auf dem Altar des Herrn, nach dem Gebot des Königs Josia. So feierten die Kinder Israels, die anwesend waren, zu jener Zeit das Passah und das Fest der ungesäuerten Brote sieben Tage lang. Es war aber kein derartiges Passah in Israel gefeiert worden, seit der Zeit des Propheten Samuel. Und keiner der Könige von Israel hatte ein solches Passah veranstaltet, wie Josia es hielt, mit den Priestern und Leviten und mit ganz Juda und mit allen, die von Israel anwesend waren, auch mit den Einwohnern von Jerusalem.“ Im 18. Jahr der Regierung Josias wurde dieses Passah gefeiert. Ein riesen Passahfest. Das Fest zum Zeichen des Schutzes Gottes, der Vergebung der Sünden, feiert Josia im Kapitel 35.

[44:49] Wir blicken noch mal zurück auf die Hochzeit zu Kana. Die Hochzeit zu Kana hat Jesus Christus in diesen steinernen Krügen aus Wasser Wein gemacht, das zur Reinigung dient. Wenn wir uns die Geschichte genau angucken und wir schlagen dazu Johannes 2 auf, dann stellen wir nicht nur fest, dass es ein großartiges Wunder war, was Jesus da gemacht hat, indem er den neuen Bund gezeigt hat, sondern es war auch die perfekte Umgebung. Denn wo genau hat Jesus eigentlich das Wasser zu Wein gemacht? Wo befand er sich? Auf einer Hochzeit. Wir hatten die Gäste, wenn sie zur Hochzeit kamen, die Möglichkeit sich reinzumachen, sich sauber zu machen, mit dem Wasser, das da stand, damit sie sauber zu dieser Hochzeit kamen. Wo in der Bibel gibt es noch eine Hochzeit, wo Menschen in sauberen Kleidern anwesend sein sollten? Die Hochzeit des Lammes. Es gibt so etwas noch einmal, nämlich die Hochzeit des Lammes.

[46:00] Wir finden sie in Matthäus Kapitel 22. Wir fangen in Vers 1 an. „Da begann Jesus und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und sprach: Das Reich der Himmel gleicht einem König, der für seinen Sohn das Hochzeitsfest veranstaltete. Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu rufen. Aber sie wollten nicht kommen. Da sandte er nochmals andere Knechte und sprach: Sagt den Geladenen, siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und das Mastvieh sind geschlachtet und alles ist bereit, kommt zur Hochzeit. Sie aber achteten nicht darauf, sondern gingen hin, der eine auf seinen Acker, der andere zu seinem Gewerbe. Die Übrigen aber ergriffen seine Knechte, misshandelten und töteten sie. Als aber der König das hörte, wurde er zornig, sandte seine Heere aus und brachte diese Mörder um und zündete ihre Stadt an. Dann sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig. Darum geht hin an die Kreuzung der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet. Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viele sie fanden, Böse und Gute. Und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen. Als aber der König hineinging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand anhatte. Und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hier hereingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an? Er aber verstummte. Da sprach der König zu den Dienern: Bindet ihm Hände und Füße, führt ihn weg und werft ihn hinaus in die äußerste Finsternis. Da wird das Heulen und Zähneknirschen sein, denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwählt.“

[47:59] Hier haben wir wiederum eine Hochzeit. Freund König, ein großes Hochzeitsfest vorbereitet. Und jetzt hat er Menschen eingeladen und diese Menschen, die haben alle kuriose Ausreden. „Ich kann nicht kommen, ich habe gerade einen Acker gekauft und ich muss ihn mir ansehen.“ Das war nicht nötig, ich habe den Acker schon gekauft, den kann ich mir auch später ansehen. Er hätte kommen können, aber es war eine Ausrede. Und auch die anderen hatten sehr kuriose Ausreden.

[48:32] Und wenn wir, das will ich nicht, der König hat sich das alles angehört, er hat die Menschen eingeladen, er wollte, dass sie zur Hochzeit kommen und jeder hat irgendeine kuriose Ausrede vorgebracht und er wurde zornig, heißt es in Vers 7. In Vers 8 sagt er dann: „Er sprach zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die Geladenen waren nicht würdig.“ Das ist ein Zeichen oder ein Symbol auf das, was in Israel passierte. Gott hat das Volk Israel eingeladen, zum Hochzeitsmal zu kommen, zu ihm zu kommen. Aber die hatten alle kuriose Sachen, weltliche Dinge zu erledigen, warum sie das nicht annehmen konnten.

[49:07] Jetzt sagt der König darum: „Geht hin an die Kreuzung der Straßen und ladet zur Hochzeit ein, so viele ihr findet.“ Geht überall raus, die Straßen, die überall hinführen und ladet die Leute ein. Als Israel nicht wollte, hat Gott sein Wort geöffnet für alle Heiden. Als Israel das Wort nicht annehmen wollte, hat er gesagt, dann sollen alle Heiden kommen.

[49:28] Vers 10: „Und jene Knechte gingen hinaus auf die Straßen und brachten alle zusammen, so viel sie fanden, Böse und Gute und der Hochzeitssaal wurde voll von Gästen.“ Sie haben alle eingeladen, die sie gefunden haben, da waren Böse und da waren Gute. Das ist spannend, Böse und Gute.

[49:43] Als aber der König hinein ging, um sich die Gäste anzusehen, sah er dort einen Menschen, der kein hochzeitliches Gewand anhatte. Da sprach zu ihm: „Freund, wie bist du hier reingekommen und hast doch kein hochzeitliches Gewand an?“ Er aber verstummte. Das sind nun die Hochzeitsgäste und einer unter ihm hat kein hochzeitliches Gewand an. Ja, wie ist er da hineingekommen? Was macht der auf der Hochzeit? Wie kann das sein? Wie ist das möglich? Wie kann es sein, dass der Typ da bei der Hochzeit dabei ist, während alle weiße Gewänder anhaben, aber einer nicht? Wo muss ich mir das vorstellen? Hat da mal jemand Gedanken drum gemacht?


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